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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Westernreiten
Sirikithso, nachdem ich als ehemaliger freizeitreiter schon seit jahren auf keinem pfer mehr gesessen bin, aber nächstes jahr in australien rancharbeit machen möchte, hab ich mir in den kopf gesetzt, demnächst westernreiten zu lernen...

macht das zufällig jemand von euch und kann mir ein wenig darüber erzählen? grundlagen, disziplinen, unterschiede zur klassisch-englischen reitweise?
welches zubehör verwendet wird und wie?

möchte ja schliesslich nicht völlig grün in meine erste reitstunde gehen....
atra_umbrahallo!

also ich bin schon western geritten. ist allerdings schon eine ganze weile her...

das prinzip ist, dass alles "nicht so streng", wie beim englischen reiten ist. du musst dir ja vorstellen, dass die cowboys die hände freihaben mussten / müssen und daher nicht damit beschäftigt sein konnten / können, die zügel streng mit beiden händen zu halten.

das pferd wird mit den zügeln gelenkt (welche im gegensatz zum englischen stil nicht so straff gehalten werden) und die pferde, die ich ritt, hörten darüberhinaus auf wortbefehle...

na klar: westernsattel gibts da auch noch. aber das weißt du ja sicher ;)

verbessert mich, wenn ich falsch liege. ist ja, wie gesagt, bei mir schon ne weile her!

atra_umbra
Sleeples_angelBin früher auch Westerngeritten. Würds gerne mal wieder machen, aber leider gibt bei uns keine Westernreitställe und wenn sich doch mal einer findet, braucht man ein eigenes Pferd.
:(

Wie atra _umbra schon gesagt hat, es ist wirklich lockerer als der englische Reitstil. Gelenkt wird das Pferd nicht mit den Zügeln sondern mit Verlagerung des Körpergewichts. Zügel werden zwar auch mit eingesetzt aber nur ganz minimal. Ich hab auch die Erfahrung gemacht das Westernpferde irgendwie lockerer drauf sind, sprich sich nicht so schnell erschrecken und aus der Ruhe bringen lassen.
Jo, das is das was ich aus meiner Zeit noch so weiß.
Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. ;)
Weltenbummlerhey.

reite western, freizeitmäßig und turniere..

also, es gibt meherere disziplienen,

cutting, (kühe mit dem lasso einfangen... herdenarbeit, das was die cowboys machen)

trail, (kennt man vom freizeitreiten, über vers. hindernisse,
dabei wird auch die gelassenheit des pferdes bewertet)

pleasure(die dressur, mit den ganzen zeugs, stops, wendungen, rückwärtz, reining)

show, wozu auch (der vollständigkeit wegen das rodeo gehört,is aber kein gelassenes reiten. , ja, eigendlich nichts muit reiten zu tuen.)


die pferde werden mit gewichtsverlagerungen gelenkt, auch mit schenkeln.
ausserdem mit zügeln, allerdings reagieren die tiere nicht wie beim klassischen reiten auf zug, sondern auf zügelgewicht.

nochma für einsteiger:

du nimmst die (langen, geteilten, schweren) zügel, die man fürs westernreiten benutzt, in eine hand, dabe führst du den rechten zügel (wenn du mit rechts die zügel führst) zw. zeige und ringfinger durch, das ende lässt du unter der handfläche nach unten baumeln, locker an der seite deines pferdes durch.
den linken zügel führst du zw. mittel und ringfinger durch , unter mittel und zeigefinger durch und das ende über den daumen und wieder baumeln lassen

nagut, wenn dus so hast lass die zügel lang durchhängen, sie haben jetzt einiges gewicht,
wenn du die hand nach rechts bewegst wird das gewicht auf der rechten seite mehr, das pferd gibt dem gewuicht nach, und geht nach rechts.

das westernreiten is eine empulsreitweise, dh. das pferd geht nicht ihn ständiger anlehnung wie beim klassischem reiten, sondern muss auchnoch selbstständig denken ;)
beim zb. englischen reiten forderst du dein pferd ständig von neuem auf, zb, gallopier, das pferd macht einen sprung, nocheine aufforderung, nochein sprung...
beim western sagst du dem pferd gallop, und es wird gallopieren bis ein neuer befehl kommt.

verständlich?

ansonsten gilt:

gerade sitzen, absäze tief, ohr,schulter,ellebogen,absatz bilden eine lienie, geschnmeidig mit der pferdebewegung mitgehen...

erreicht wertrden soll wie bei allen reitweisen die größte mögliche harmonie zw. pferd und reiter.

aber, täusch dich nich, in australien reitet man nicht überall western, dort is ranchreiten angesagt... ;)

(wenn du n walker erwischst (die sind da zml. verbreitet) herzlichen glückwunsch, gibt nichts bequemeres;) )

wenn du noch fragen hast, oder was nich verstehst schick mir doch ne pn ;)

lg, bummler
Sirikithdanke, Weltenbummler, soweit alles kapiert...ein wenig westerntheorie wusse ich ja bereits, hatte auch schonmal vior jahrem das vergnügen, ein westernpferd reiten zu dürfen...in ner schnupperstunde im zeltlager.
mit der grundsätzlchen hilfengebung war ich auch schon halbwegs vertraut, und wie man auf einem pferd sitzt, müsste ich grade noch hinbekommen...;)
jedenfalls freu ich mich schon drauf....

was die gelassenheit anbelangt: zucht und ausbildung: nicht jedes QH steht brav da wenn übrer seínem kopf fahnen geschwenkt werden...hab da mal beim üben zugesehen ;)

thema westernsattel: hoffentlich bring ich den überhaupt hoch...is ja echt schwer, das teil....und angeblich wird der gurt irgendwie geknotet...?

das in australien nicht immer western geritten wird, war mir auch klar, wobei ich denke, wenn ich sowohl mit der klassischen als auch der wetsrnreiterei vertraut bin, mich auch dran anpassen können müsste. ausserdem geht´s mir einfach um die reitpraxis- nach jahren der pause wieder auf´s pferd, und das womöglich stundenlang und die nächsten drei tage is nix mit sitzen, gehen oder reiten ;)

walker und andere gangpferde: muss wohl wirklich ne feine sache sein...wobei ich zb das saddlebred nicht mag...zu lang. bin eher ein freund des handlichen quadratpferds ;)

@ Angel: ich hab das glück: imn 15 km entfernung von mir gibt es eine ranch, die von zucht über beritt und unterricht vom einsteiger bis zur turnierreife alles macht :D

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