| Weltenbummler | Schalom. hier bei uns im ort liefen in der letzten zeit üble diskussionen um windkraftanlagen auf unserem hügelchen... die dorfbewohner waren natürlich alle dagegen... weil es ja... - nicht schön aussieht -sie angst haben das die teile umkippen (*lol*) -sie "bedrängungsängste" kriegen -sie angst vor dem "flashlicht" haben, (also, schatten, licht, wenn die sonne scheint..) und soweiter. die bauern sind dafür, weil sie geld für die bauplätze kriegen. komischerweise wird bei dieser discussion NIE erwähnt das AKW s nun wirklich menschlich nciht mehr vertretbar sind, spätestens seit Tschernobyl mich würde mal interessieren was ihr von WAA haltet... ich meine, die teile sind natürlich nciht schööön, und optisch nicht wirklich ansprechend, aber sie sind halt einfach notwendig. atomausstieg 2010, und danach haben wir keinen strom mehr was? diese ganze atom... zeugs sache ist doch total verworren, die betreiber zocken millionen ab, belgien hat soviel strom das sie ihre autobahnen beleuchten können... und es werden IMMERNOCH akw s gebaut, war tschernobyl nicht eindeutig genug? eure meinung würde mich interessieren. grüße, bummler |
| ange gardien | Ob Windkraftanlagen jetzt schön aussehen oder nicht, wir werden uns früher oder später an sie gewöhnen müssen. Bei uns auf der Schwäbischen Alb stehen auch schon einige und besonders schön sind sie wirklich nicht, aber neben der Nutzung von Sonnen- und Wasserkraft eine der wenigen vertretbaren Alternativen für die Zukunft. Die Diskussion der Anwohner war bei uns genau wie von dir beschrieben. Bei guter Fernsicht kann man hier neben den Windrädern auch die Dampfwolke des AKW Grundremmingen sehen. Ist schon toll. Über ein paar Windräder regen sich fast alle auf, aber daran stört sich niemand. Das kommt halt davon wenn sich der Großteil der Leute seine Infos aus der Vier-Buchstaben-Zeitung holt. Ich halte die weitere Nutzung der Kernkraft für unverantwortlich. Neben des Problems der Endlagerung des Atommülls bleibt das Sicherheitsrisiko. Auch wenn die Betreiber nicht müde werden zu behaupten das nichts passieren könne - wie oft brennt in Deutschland z. B. eine Cemiewerk. Und das hätte eigentlich auch nicht passieren dürfen... Mit dem das Unterschied die Folgen dabei nichts sind im Vergleich zu dem was uns bei einem atomaren Störfall blüht. Ich würde die Leute die Kernkraft hier verharmlosen gerne mal in die Ukraine schicken. Da können sie sich davon überzeugen wie viele Menschen dort heute, so viele Jahre nach Tschernobyl an Krebs sterben. |
| decay73 | Mir sind ein paar Windkraftanlagen lieber, als ein (Atom-)Kraftwerk um die Ecke. Und sie sehen sogar immer noch besser aus. Die Leute sollten sich tatsächlich mal die Alternativen überlegen oder auf Strom verzichten. Der kommt ja nicht 'einfach so' in die Steckdose. |
| ooAlbert | naja die paar rädchen bringen nur sehr wenig und sind in der regel tatsächlich unnütz ... deshalb stellen sie keine alternative zur Atomenergie oder fosilenenergie dar... wichtiger wäre das die räder welche installiert werden keinen diskoeffekt erzeugen, an sonsten sind sie halt um da sgewissen zu beruhigen... |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von ooAlbert [/i] [B]naja die paar rädchen bringen nur sehr wenig und sind in der regel tatsächlich unnütz ... deshalb stellen sie keine alternative zur Atomenergie oder fosilenenergie dar... [/B][/QUOTE] Daß sie unnütz sind, ist wohl [i]etwas[/i] übertrieben... Vielleicht sollte man wieder ein wenig weg von der Idee großer, zentraler Engieversorger. Jeder kann zu Hause seine Energie selbst erzeugen. Und wenn man sich dann noch ein wenig um die Isolierung und die Abwärme-Nutzung etc. seines Hauses kümmert, braucht man kaum noch Energie von außen. Null-Energie-Häuser gibt es ja bekanntlich schon. |
| Nnordy | Ich stimme decay da zu! AKWs sind wirklich nicht mehr vertretbar, und Wind, Sonne und Wasser sind die einzigen Ressourcen, die wir hier nahezu unbegrenzt zur Verfügung haben und die KEINE unerwünschten Nebenprodukte wie div. radioaktive "Restbestände" erzeugen. Im übrigen finde ich die Dinger nicht häßlich, ganz im Gegenteil. Man muß sich natürlich dran gewöhnen, aber sie haben schon eine ganz eigene Ästhetik (an der man sicher noch arbeiten kann) und sind 100 x schöner (und weniger gefährlich) als der Atommeiler Biblis bei uns um die Ecke... Klar ist, daß die regenerativen Energien nach wie vor zu wenig gefördert und erforscht werden - ich bin da allerdings guter Hoffnung, daß sich das in den nächsten Jahren ändern wird, da inzwischen sogar einige Leute erkannt haben, wie wichtig es ist, auf diesem Gebiet Fortschritte zu machen. Und wenn ich mir die heutigen Strompreise so ansehe, kann ich mir durchaus vorstellen, daß in 50 Jahren Privathaushalte ihren eigenen Strom erzeugen (sei es durch Solar- oder Windanlagen, hier bei uns um die Ecke gibts einen Architekten der sich ein solches Haus gebaut hat und es funktioniert schon seit 15 Jahren!!!) und öffentliche Anlagen und Gebäude über Windparks/Solarparks versorgt werden. Mir sind 100 Windräder lieber als ein Atommeiler - die Vorteile liegen eindeutig auf der Hand und sind auch in bezug auf Zukunftssicherung nicht wegzudiskutieren - zumindest meiner Meinung nach. |
| Julya | Den einzigen Minuspunkt, den ich den Dingern geben würde, ist tatsächlich nur dieser 'Flashlight'-effekt, denn das kann wirklich krank machen. Besonders häßlich finde ich sie nicht und man könnte sie ja auch anmalen und so zu großen Kunstwerken machen. Die Sache mit dem Atomausstieg halte ich für einen großen Witz, das klappt nie und nimmer rechtzeitig. Aber warum auch an morgen denken, wo doch noch alles so schön funktioniert? Ist doch genauso wie mit dem Erdöl. Das Zeug ist irgendwann [b]alle[/b] und das gar nicht in all zu ferner Zukunft und doch werden immer noch Autos gebaut, die unheimlich viel schlucken.... Ich versteh's nicht... |
| Augias | Sogenannte Windräder sind optische Horizontverschmutzer erster Güte. Weshalb nimmt man denn die Ablehnung der Menschen vor Ort nicht ernst? Es gibt Gegenden in Deutschland (Schleswig - Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt), da stehen Dutzende und Hunderte auf einem Fleck und töten die gesamte Landschaft (von der wir im dichtbesiedelsten Land Europas, abgesehen von Holland) auch so viel haben. Betrieben werden können diese Dinger nur aufgrund von Trittins Milliardensubventionen und sie machen kein einziges konventionelles Kraftwerk überflüssig, denn wenn zuviel oder zu wenig Wind weht, müssen die Kohle oder Atomkraftwerke binnen Sekunden die benötigte Energie hochfahren und ans Netz bringen. Überall auf der Welt werden weiter Atomkraftwerke gebaut, nur Deutschland, das in dieser Technologie führend! ist, klinkt sich aus, wir haben hier ja anscheinend genug Arbeitsplätze. Wenn dieses Szenario so fortgeführt wird, erstickt unser Land in einigen Jahren an den Stahlspargeln und bei Windstille springen dann die Atomkraftwerke in Frankreich für uns ein. Klasse. |
| decay73 | Deine Technikgläubigkeit hätte ich auch gerne. Und irgendwann geht dann doch mal was schief, und wir können ndann im Himmel über die Vor- und Nachteile der Kernenergie diskutieren...:rolleyes: Abgesehen davon übertreibst du es mit deiner Horrorvision von der 'Verspargelung' der Landschaft. Auch ein Kraftwerk ist nicht schön anzusehen und die Dunstfahne aus deren Schornsteinen und Kühltürmen ist auch nicht ohne. |
| Nnordy | Decay, ich glaub so wie Augias kann nur jemand reden der den Horror von Tschernobyl damals nicht mitbekommen hat. Ich erinnere mich da noch sehr genau dran - meine Eltern haben mich nicht mehr vor die Tür gelassen wenn es regnete oder sehr windig war... Und die ganze Zeit diese reale Angst vor etwas, das man nicht sehen konnte, von dem man nur wußte, daß es tötet... Ich hab schon einige Leute (Familie, Freunde) durch Krebs verloren - ich hätte keine Lust, meine Kinder an Leukämie dahin siechen zu sehen... Auf den Weiden Kühe mit zwei Köpfen... Schöne neue Welt... *grusel* |
| ange gardien | Das man NUR mit alternativen Energien den Strombedarf momentan nicht decken kann stimmt leider. Aber warum? Weil einfach der Wille dazu fehlt. Nur mit Wind, nur mit Sonne usw. wird es auch nicht klappen. Nur die gemeinsame Nutzung dieser Energien bringt etwas. Und das Sparen natürlich. Das Beispiel mit den beleuchteten Autobahnen in Belgien ist gut. Auch wenn man sich hier umschaut was nachts alles beleuchtet wird kommt einem der Gedanke das elektrischer Strom noch viel zu billig ist. Im übrigen schreibe ich im Rahmen meines Studiums gerade eine Arbeit über den Zusammenhang zwischen Umweltschutz und Arbeitsplätzen. Ich stehe mit meinen Recherchen gerade am Anfang - aber es ist schon recht interessant. In Deutschland scheint Umweltschutz, also Nutzung alternativer Energien, Müllvermeidung und -wiederverwertung usw. mehr Arbeitsplätze zu schaffen als zu Vernichten. Die Techniken hierzu, die bei uns Entwickelt werden, sind mittlerweile im Ausland sehr gefragt, und wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung. |
| Tiberon | Die Dinger sind eine Ausgeburt an Häßlichkeit. Von mir aus kann man Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein damit vollstellen - da störts mich nicht Doch im Thüringer Wald oder sonstigen Gegenden, die landschaftlich reizvoll sind, find ich die einfach zum k* Dann doch lieber chinesischen Atomstrom |
| Augias | @Tiberon Diese Landschaftsverschmutzer werden immer nur von denjenigen favorisiert, die sie nicht vor Augen haben - aus schlechtem Gewissen oder weil sie als Großstädter keine Liebe zur Landschaft haben oder weil sie weiterhin hemmungslos Energie verbrauchen wollen, aber andere dafür mit Heimatverlust bezahlen dürfen. @Nnordy Weshalb liest Du meinen Beitrag nicht gründlich? Die sogenannten Windräder machen kein einziges konventionells Kraftwerk überflüssig. Oder willst Du Deinen Hamsterkäfig anwerfen, wenn Flaute herrscht? Noch einmal, die deutschen Akws sind die zuverlässigsten der Welt. Aber selbst wenn wir unsere komplett abschalten, so stehen sie immer noch in den Nachbarländern herum, genauso, wie das von Dir zitierte Tschernobyl, an das ich mich sehr wohl erinnern kann. Ich empfehle wirklich mal eine Rundreise beispielsweise nach Sachsen-Anhalt, da gibt es fast keine Gegend mehr, die nicht kaputt wäre. Besonders schlimm sieht es im Harzvorland aus, das muß man tatsächlich mal gesehen haben, damit man weiß, worüber überhaupt gesprochen wird. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Augias [/i] [B]das muß man tatsächlich mal gesehen haben, damit man weiß, worüber überhaupt gesprochen wird. [/B][/QUOTE] Am besten von der [b]Autobahn[/b] aus, wenn man gerade an [b]Hochspannungsleitungen[/b] und an völlig [b]übertrieben beleuchtete[/b] Städte vorbeifährt. Und dann kommt man ja vielleicht auch noch (wenn man schon unterwegs ist) an [b]Garzweiler[/b] vorbei und vielleicht auch an einem AKW (wo man sich wundert, [b]daß die Sonne gerade nicht mehr scheint...[/b]) Und dann, am Ende eines anstrengenden (und wegen der hohen [b]Sprit[/b]preise teuren) Tages setzt man sich vor dem [b]Fernseher[/b], konsumiert ein wenig Bier (aus diesen immerstinkenden [b]Brauereien[/b]) und hofft, daß die Pilze auf der Tiefkühlpizza nicht mehr ganz so [b]verstrahlt[/b] sind, wie noch vor wenigen Jahren. Schönen Tag noch (;)), ~decay~ PS.: hat ja niemand gesagt, daß die Dinger schön sind. Aber aus Tiberons Beitrag ist klar zu erkennen, was das Problem ist: Hauptsache es ist woanders und der Strom kommt aus der Steckdose und ich hab nichts weiter damit zu tun. Vielleicht kann jemand woanders aus Angst vor dem AKW in seiner Nachbarschaft oder weil sein kleiner gerade aufgrund von Leukämie im Krankenhaus vor sich hindöst nicht schlafen. Aber etwas Verlust ist halt immer...:rolleyes: |
| Archer | Ich wohne in Niedersachsen. Und dazu noch in einer ländlichen Gegend. Sprich, hier stehen ziemlich viele von den Dingern in der Gegend rum. Schön siehts nicht aus. Allerdings hat Augias sehr recht damit, das diese Windkraftanlagen trotz der Massen kein KKW oder AKW ersetzen können. Eine Windkraftanlage bringt bei gutem Wind nicht sehr viel Leistung. Bei zu viel Wind oder zu wenig Wind müssen die Anlagen abgeschaltet werden weil sie entweder beschädigt werden würden oder sich nicht rentieren. Ein AKW kann nicht einfach hochgefahren werden und Energie in einigen Sekunden liefern. Das können nur Pumpspeicherkraftwerke, Gas-Heizkraftwerke oder Kohlekraftwerke. Für Sonnenenergie haben wir in Deutschland einfach zu wenig Sonnentage. Ausserdem ist der Wirkungsgrad viel zu gering, als das sich eine großflächige Stromversorgung mit Solarenergie lohnen würde. Wenn Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, ziehen noch lange nicht die anderen Staaten mit. Sprich, wenn wir hier mehr Energie verbrauchen als produzieren, wird der Strom direkt aus anderen Ländern gekauft. Und das wird dann Atomstrom sein. Oder Kohlestrom, was ich noch bedenklicher finde. Die fossilen Energielieferanten sind nicht ewig vorhanden, die Abgase sind enorm. |
| ooAlbert | das energieproblem kann nicht durch wind, sonne oder wasser gelöst werden schon garnicht in deutschland. die effizienz von sonnen und windanlagen sind mehr als bescheiden, fläche für ausrechendend größe anlagen haben wir nciht... Es bleibt eine sache der gewissensberuhigung... die personen die sich ein niedrigenergiehaus leisten können sollen dies nutzen aber das können die wenigsten... denn es interessiert dabei nicht ob in 20j vielleicht mal etwas zurückfließt oder ich etwas gutes für die umwelt tue... der preis ist entscheident. Tschernobyl ist ein grenzfall, das wissen alle die auch nur annähernd mal geschaut haben was dieses AKW beinhaltet, soetwas ist in einem AKW nach "westlicher" norm nur im ungünstigsten falle möglich, wahrscheinlichkeiten unter einem prozent. Falls es jemandem entgangen sein sollte strom ist unheimlich preiswert geworden selbst mit ökosteuer... warum? Da nunmal der wirkungsgrad der großkraftwerke höher ist als das was so noch zusammengekleckert wird... nochwas was passiert wenn das windrad stillsteht? vor allem in einem land in dem nur wenige plätze sind die ausreichend windgeschwindigkeit bieten um überhaupt eine betriebsgeschwindigkeit zu erzeugend as strom produziert wird? Ja dann nimmt man ebend den strom der AKWs oder HKWs völlig egal... Selbstversorgung ist eine utopie, aber das wird jedem klar der etwas drüber nachsdenkt. mfg |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von ooAlbert [/i] [B]fläche für ausrechendend größe anlagen haben wir nciht...[/b][/quote] Gerade ist im Saarland auf einem ehemaligen Grubengelände die größte Solaranlage der Welt in Betrieb gegangen. [quote]die personen die sich ein niedrigenergiehaus leisten können sollen dies nutzen aber das können die wenigsten... denn es interessiert dabei nicht ob in 20j vielleicht mal etwas zurückfließt oder ich etwas gutes für die umwelt tue... der preis ist entscheident.[/quote] Das wurde vor ein paar Jahren auch zu den heute üblichen Dämmaßnahmen gesagt. [quote]wahrscheinlichkeiten unter einem prozent.[/quote] Das ist mir noch zu hoch. [quote]Falls es jemandem entgangen sein sollte strom ist unheimlich preiswert geworden selbst mit ökosteuer... warum? Da nunmal der wirkungsgrad der großkraftwerke höher ist als das was so noch zusammengekleckert wird...[/quote] Spätenstens wenn Öl, Kohle und Gas knapp wird, wirds teuer. Also leben wir jetzt auf Kosten der nachfolgenden Generationen...aber das ist ja nix neues. Nur bei der Rente zieht das Argument ;) [quote]nochwas was passiert wenn das windrad stillsteht? vor allem in einem land in dem nur wenige plätze sind die ausreichend windgeschwindigkeit bieten um überhaupt eine betriebsgeschwindigkeit zu erzeugend as strom produziert wird? Ja dann nimmt man ebend den strom der AKWs oder HKWs völlig egal...[/quote] Ein gute Mix macht es. Wind, Wasser, nachwachsende Rohstoffe und gute Isolierung (schon mal was von dem Buch 'Faktor vier' gehört?), und was da sonst noch alles an Energiesparmaßnahmen möglich ist. [quote]Selbstversorgung ist eine utopie, aber das wird jedem klar der etwas drüber nachsdenkt [/QUOTE] Manche leben anscheinend diese Utopie schon ganz gut. [b]Die[/b] haben mal wirklich nachgedacht ;) |
| Apex | Also ich denke man muß schon sagen das die Windenergie große Nachteile hat. Der Wirkungsgrad einer normalen WKA ist sehr gering im Gegensatz zu dem einer normalen Fossilverbrennungsanlage oder eines KKWs. Dann wäre da ein Problem mit dem Lärm...die Dinger machen einen Krach das ist unglaublich und das sag ich wo ich in der Einflugschneiße wohne. Dann ist da das besagte Problem mit dem Schattenwurf und letztendlich der enorme Platzverbrauch und natürlich auch die Probleme mit dem Tierschutz...einen Windpark neben einem Vogelschutzgebiet zu bauen is net so ganz das wahre oder? Dann sind die Anlagen unwirtschaftlich da die Leistung im Vergleich zum Aufwand sehr gering ist, diese Anlagen müßen quasi rund um die Uhr gewartet werden, da sie sehr Störungsanfällig sind. Daraus ergeben sich auch die hohen Subventionen (2,6 Mrd. Euro jährlich) Okay ich bin der letzte der etwas gegen Subventionen für regenerative Energiequellen hat. Eine andere Seite sind die Alternativen. Fossile energieträger kann man ja vergessen da sie keine zukunft haben. Und die KKWs? Nunja sie sind sauber und effizient. Dem gegenüber steht dir zugegeben geringe aber dennoch vorhandene Gefahr einer gewaltigen Katastrophe die große Teile von Deutschland für Generationen quasi unbewohnbar machen würde. Vom Atommüll ganz zu schweigen, der ja ein nicht einzuschätzendes Langzeitrisiko ist. Kernenergie ist also eigendlich bestenfalls eine Übergangslösung für die Zeit in der uns die fossilen Energieträger ausgehen. Davon das Uran 235 auch nicht ewig verfügbar ist wollen wir erst gar nicht reden. Was bleibt? Nächste Entwicklungsstufen sind wohl die Fusionsenergie aber das dauert wohl noch eine kleine Ewigkeit, ist also erstmal nicht relevant. Ansonsten was haben wir noch...Brennstoffzellen, gut aber noch ncith vollständig ausgereift. Gezeitenkraftwerke, teuer. Solarenergie, geringer Wirkungsgrad. Biomasse, schon ein interessantes Konzept das auch aufgehen könnte. Geothermik, wir sind leider nicht auf Island. Tja es wird noch eine menge Entwicklung nötig sein bis die regenerativen Energien wirklich effizient genutzt werden können...aber die Forschung hier ist nicht nur wichtig sondern Lebensnotwendig. |
| Augias | Mich wundert nur, daß immer nur und ausschließlich gegen AkWs gewettert wird. Was die Umweltgefährdung anbelangt, sind Kraftfahrzeuge nun indirekt und direkt die größten Übeltäter: - wie viele Erdöltankerkatastrophen hat es bereits gegeben, von der Exxon Valdez zur Amoco Cadiz? - wie viele Menschen sterben jedes Jahr an Verkehrsunfällen, einige tausend, zehntausende werden schwer verletzt und verkrüppelt. - wie viele Menschen leiden unter der Geißel Verkehrslärm, unzählig viele? - wie viel Landschaft wird den Autobahnen, Bundesstraßen, Landstraßen und Parkplätzen geopfert? Wer von den hiesigen Horizontverspargelungsanlagenbefürwortern hat deswegen bisher auf sein Auto verzichtet? Anscheinend sind die AKWs die "Nazis" der Energietechnik, man kann anscheinend alles Böse der Welt hineinprojizieren und sich danach beruhigt zurücklehnen. |
| Tiberon | [QUOTE][B]Aber aus Tiberons Beitrag ist klar zu erkennen, ...[/B][/QUOTE]also ein klitzekleines bischen Zynismus war in meinem Beitrag schon drin - aber seis drum.. Ich finde es viel bedenklicher, [b]was[/b] wir mit dem Strom machen. decay hats mit den beleuchteten Städten ja schon angedeutet. Denn wieso wird JEde Stadt in Deutschland selbst um 3Uhr nachts dermassen stark beleuchtet, das man die Sterne, so sie überhaupt sichtbar sind, fast schon zählen kann? Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Jena, wo alle den Sternenhimmel ehrlich bewundert haben, ich mir jedoch, aus einer ländlichen Gegend stammend, total verarscht vorkam, da man kaum das Band der Milchstraße ausmachen konnte. Auch wundert es mich, warum nicht jeder studierte Kopf an Lösungen zur Energiefrage arbeitet - vom Doktor für Hauswirtschaft bis zum Geologieprof. Ich meine schaut euch mal um. Es ist ja nicht so, das man nichts merken könnte. Dieser Mai z.B. hätte doch fast als warmer November durchgehn können und wir fahrn trotzdem mit nem 9Liter-Auto zu McDonalds ... verrückt ... PS: ich bin Horizontverspargelungsanlagengegner und verzichte soweit wie möglich auf mein Auto |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Augias [/i] [B] Wer von den hiesigen Horizontverspargelungsanlagenbefürwortern hat deswegen bisher auf sein Auto verzichtet?[/b][/quote] Muß man das? Mir ist der Zusammenhang gerade nicht so ganz klar. [quote][b]Anscheinend sind die AKWs die "Nazis" der Energietechnik, man kann anscheinend alles Böse der Welt hineinprojizieren und sich danach beruhigt zurücklehnen. [/B][/QUOTE] Toller Vergleich :rolleyes: So toll sind AKW's nun mal nicht. Und zudem nicht gerade ungefährlich. Aber klar. Wenn man da was gegen einzuwenden hat, werden mittlerweile sogar schon 'Nazi'-Vergleiche bemüht ...unglaublich... Somit werde ich mich jetzt hier zurückhalten. Sowas brauch ich wirklich nicht... ~decay~ |
| Tiberon | [QUOTE][B]Wenn man da was gegen einzuwenden hat, werden mittlerweile sogar schon 'Nazi'-Vergleiche bemüht[/B][/QUOTE]och komm schon ... ist doch nur ne empirische Metapher .. |
| Augias | @decay Gut, war vielleicht etwas heftig. Aber sonst hört ja keiner zu.;) Jedenfalls wundert es mich, weshalb die Winddinger stets den AkWs geübergestellt werden, das ist doch ein krummer Trick, oder? Jedem, der gegen die Windräder ist, wohlgemerkt, nicht aus ideologischen, sondern aus ganz handfesten Gründen, wird gleich als AKW-Befürworter abgestempelt und das finde ich verdächtig. Man könnte ja auch Energie sparen, so wundert es mich vehement, weshalb wir nach sechs Jahren Rot-Grün immer noch keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen haben. Nicht nur, daß es für Nerven, Umwelt, Unfallzahlen und Benzinverbrauch der reinste Balsam wäre, wir würden damit auch mit sämtlichen europäischen Ländern gleichziehen. |
| ooAlbert | nur mal so diese Sonenenergieanlage kann so groß sein wie sie will es wird trotzdem nicht viel bei rum kommen, schon allein deshalb da wir in unseren breiten viel zu wenig sonnenstunden haben ... einsparungen sind auch nur in einem bestimmten masse möglich. Diese utopie wird auch weiter eine bleiben, schon allein aus dem grunde, das höchstens eigenheimbesitzer diesen vorzug für sich verbuchen können und auch nur für ihren beschränkten haushalt. ein Mehrfamilienhaus ist so nicht modifizierbar. woher kommt dann eigentlich der strom für die Industrie, bzw. kerzen im büro sind sicher ganz hübsch aber nicht auf dauer erträglich... Es forschen genügend Personen an alternativen zur energiegewinnung, nur sollte bedacht werden, das Technologien ersteinmal ausgereift sein müssen um sinnvoll eingesetzt werden zu können... Deshalb seh ich nichts verwerfliches in einem akw, da diese weniger belastungen verursachen als ein HKW, von dem anderen Umweltschädlingen mal ganz zu schweigen... Auch dem geunke zum trotz die radiaktivität, das wird explodoeren, bla... es ist wahrscheinlicher das ein flugzeug abstürzt als das dieser fall ein tritt. Deshalb wenn es erkennbare alternativen gibt zur energiegewinnung werden auch HKWs auf fosilbasis und AKWs verschwinden. Das was momentan angeboten ist erfüllt dieses kriterium nicht, bzw wäre der aufwand viel grösser als das es nutzen brächte... Vielleicht als stichwort: Holz Wasserstoff Methaneis Kernfusion so in etwa sind unsere aussichen... das die fossilen brennstoffe ausgehen ist nicht direkt zu befürchten natürlich sind diese endlich aber bestimmt nciht in 50j ... Das einzige welchem ich zustimmen muß, ist die notwendigkeit den menschen prinzipiell schon das bewustsein zu vermitteln energie zu sparen... aber da dies ncith nahtlos umsetzbar ist, hat ganz andere gründe... mfg |
| Nnordy | Ich wohn direkt neben Biblis. Und ich sag Dir: Selbst eine Wahrscheinlichkeit von 0,000000000001% ist mir persönlich zu hoch, als daß ich das Risiko eines Super-GAUs eingehen möchte. Einige meiner Freunde wohnen in unmittelbarer Nähe zu Windparks, und ICH (die ich häufig da bin) und auch sie finden es nicht schlimm. Es gibt einen Haufen Dinge, die wesentlich häßlicher sind - Strommasten, vor 10 Jahren die Dächer von Ost-Berlin usw. Da WIR und die Generation(en) vor uns ja so verschwenderisch mit Energie umgegangen sind müssen wir heute eben einen Preis bezahlen. Und da stell ich mir lieber 10 Windräder vor die Tür als ein AKW - das Risiko, so klein es ist, ist dennoch unzumutbar. Denn damit setze ich nicht nur mein Leben aufs Spiel, sondern auch das von Hunderttausenden anderer Leute. Ganz zu schweigen von Umweltschäden und dem, was die nachfolgenden Generationen dann mitmachen. Es sagt keiner was dagegen, daß das derzeit Machbare selbstredend nicht das Gelbe vom Ei ist. Ich glaube aber, daß - mit der entsprechenden Forschung und der konsequenten Umsetzung - an den regenerativen Energien auf Dauer NIEMAND (auch nicht die USA) dran vorbeikommen werden. Und lieber man fängt jetzt damit an als daß uns in x Jahren (bzw. unseren Kindern/Enkeln/Ur....-Enkeln) die Energie ausgeht und keine Alternativen vorhanden sind bzw. man sie dann erst entwickelt. Im übrigen: Das Argument "nur weil wir es machen macht es aber sonst keiner" ist nun wirklich antiquiert. Stichwort FCKW-Kontrolle (auch wenn hier der größte Sünder derzeit querschießt) - das hat vor 20 Jahren auch keiner geglaubt daß man das durchsetzen kann... Einer muß anfangen. Alle anderen werden spätestens dann mitziehen, wenn ihnen die anderen Ressourcen ausgehen. |
| ooAlbert | Menschen reagieren erst auf probleme wenn sie selber direkt davon betroffen sind.... das erklärt alles... mfg |
| Nnordy | Wie darf ich das jetzt verstehen? Meinst Du ich find es toll daß Leute die meilenweit vom nächsten AKW weg wohnen hier rumtönen daß es ihnen egal ist, weil sie ja nicht nebendran wohnen? Was willst Du machen wenn Du direkt neben dem Flughafen wohnst und Dir jederzeit ein Flieger aufs Haupt fallen kann...? Klar mach ich mich stark für alternative Energien - um nie mehr ein "2. Tschernobyl" erleben zu müssen - egal, ob ich morgen 500 km entfernt von Biblis wohne oder nicht... |
| Tiberon | Also bitte ... die heutige Atomkraft stellt nicht wirklich eine vertretbare Energiequelle dar. Die Gefahr besteht da weniger in Unfällen, als in Abfällen. Wie lang leutet ein Brennstab?? Wenn wir das Zeug auf den Mond schiessen könnten .. , doch so? In irgendeinem Erdloch abgestellt - total bekloppt |
| Apex | [QUOTE]Was willst Du machen wenn Du direkt neben dem Flughafen wohnst und Dir jederzeit ein Flieger aufs Haupt fallen kann...?[/QUOTE] Nnordy hiermit lade ich dich und jeden anderen der das mal miterleben will für Sonntag zu Kaffee und Kuchen ein...bei guten Wetter Überflughöhe 300 Meter manchmal weniger ;) Tschuldigung zurück zum Thema...KKWs habn unbestreitbare Vorteile aber die Nachteile die in meinen Augen vor allem in den Abfällen liegen,...die Unfallgefahr is zwar sehrsehr gering aber wenn was schiefgeht...tja..., überwiegen langfristig gesehen einfach den Nutzen. Der Atommüll wird so ca. 60000 Jahre strahlen wenn ich mich richtig erinnere plus minus 5 Jahre ;) Aber das kommt auch immer auf das Element das verwendet wird. |
| Augias | Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich halte es für eine ideologische Tretmine von Trittin und den Wind"park"betreibern, daß Windradverächter automatisch als AkW - Befürworter dargestellt werden. Aber da letztere hier ständig thematisiert werden, so sei auch noch mal zu den AKW's gesagt, daß die Menschheit die Dinger nun mal am Hals hat, samt atomarem Abfall,sozusagen ein Sündenfall, den sie nicht mehr rückgängig machen kann. Und was soll der Biblis-Kram, wenn wir hier alle feststellen, daß Windflügel kein Kraftwerk überflüssig machen, sie stellen lediglich eine für die Betreiber lukrative Spielerei auf Steuerzahlers Säckel dar. Vor einigen Wochen gab es übrigens einen langen Spiegel-Leitartikel zum Thema, wer lesen kann, hat mehr vom Leben. |
| ooAlbert | ich wohn auch in der einflugsschneisse ... nun ja wie hohlen das zeugs aus dem boden und stecken es wieder rein... also ist eigentlich garnichts passiert... Das problem besteht einfach darin das alternative energiequellen viel zu schwach sind um in unseren breiten ausreichend energie zu liefern... da hilft auch sparen nciths. ausserdem was nützt es denn wenn wir dann strom zukaufen aus dem ausland, welcher sehr wohl über AKWs Erzeugt wurde oder ungefilterte HKW... noch was... du wohnst neben einen AKW? Warum? ist da sncith gefährlich? wie kannst du überhaupt nachts schlafen? bist du verstrahlt? .... aber gut erklärt mal wie der atomaustieg bewerkstelligt werden soll? woher soll die fehlende energie kommen die trotz einsparung entsteht... da wir alle wissen wir existieren nur aus dem wachstum heraus... also wird zwar alles effizienter aber es gibt mehr davon das den gesamt verbrauch anhebt... Ich denke fussionsreaktoren so sie denn je gebaut werden sind schon mal ausgeschlossen, zu gefährlich, HKW brauchen fossile energie, die ist ja schon fast alle, brennstoffzellen brauchen Wasserstoff, der entweder durch chem. Prozesse gewonnen wird, gefährlich, oder durch elektrolyse, unheimlich hoher energie verbrauch..., wird also auch nciths. die Lösung: wir überfluten irgend ein bundesland, Mecklenburg? :) und bauen ein überdimensioniertes wasserkraftwerk... Saubere, effizint erzeugte energie und die ganze freifläche wird auch endlich genutzt, die paar bauern waren eh schon lang überflüssig da es die kartoffeln viel preiswerter aus spanien gibt :P mfg |
| Apex | Wie gesagt Uran 235 ist nicht gerade an jeder Straßenecke zu bekommen und wird früher oder später auch ausgehen. Daran werden auch schnelle Brüter nichts ändern oder Hochtemperaturreaktoren die mit Thorium arbeiten da hier das Risiko eine Unfalls viel größer ist als bei den herkömmlichen Druckwasserreaktoren. Und was sollte an einem Fusionsreaktor gefährlich sein? Das Risiko wird schon dadurch eingedämmt wird das nur sehr wenig Brennstoff direkt in der Plasmakammer vorhanden ist. Entscheident ist aber dass das Plasma schon bei kleinsten Störungen erlöschen würde. Ansonsten es entstehen keine radioaktiven Abfälle. Das verwendete Tritium strahlt nur sehr schwach und die Strahlendosis die man abbekommen würde (nur durch Atmen aufzunehmen, die Strahlung ist so schwach dass sie die Haut nicht durchdringen kann) gerade mal ein paar Promille der natürlichen radioaktiven Belastung betragen der wir sowieso ausgesetzt sind. Gut man soll nicht Lügen, beim Abschalten eines Kraftwerks würde radioaktiver Abfall entstehen...dessen Halbwertzeit beträgt meines Wissens ca. 12 Jahre... Im großen und ganzen also weniger gefährlicher als ein herkömmlicher Kernreaktor. Ansonsten wird versucht den Wirkungsgrad von Solarzellen etwa zu erweitern so dass diese eine ernstzunehmende Konkurrenz zu den herkömmlichen Energiequellen darstellen könnten. Man sollte hier die Forschung nicht abschreiben. |
| ooAlbert | wie schon oben beschrieben es benötigt Zeit.... noch ist diese Zeit aber nciht angebrochen in der es wirklich nützlich ist alternative energiequellen im großen stile zu nutzen... Deshalb hilft das ganze geunke nichts AKWs und HKWs bleiben weiterhin stehen ... nun ja das mit der Kernfussion ist so eine sache, rein physikalisch betrachte super aber praktisch gesehen doch etwas anders... aber das hat es nunmal an sich da Prozesse in der theorie immer idealisiert werden ... wenn es jedoch jemals erfolgreich umgesetzt wird, könnne wir uns freuen... Spannend hierbei ist das die USa aus derm forschungszweig ausgestiegen ist mit der offiziellen begründung, "es hätte keinen erkennbaren Erfolg" ... , arme irre :) Ein anderer ansatz wäre die Äquator Gebiete mit heutiger solartechnologie zu bestücken und dann die energie in form von wasserstoff zu speichern... aber heirfür müsste wohl unser wirtschaftssystem abgeändert werden :P Jedoch wäre es mal eine mathemathische überlegung wie gross die fläche sein müsste um genügend energie zu erzeugen... mfg |
| Andhrimnir | Hallo Bei diesem Thema möchte ich mich einschalten da es interessant ist. Nachdem ich mir die Beiträge durchgelesen habe möchte ich auch meine Meinung und meinen (sicher nicht vollständigen) Wissensstand zu den diversen Energiequellen hier darlegen. Windkraft: Die Idee ist gut leider gibt es bei der Umsetzung Probleme. Um ständig Energie zu haben braucht es eine Gegend in der ein möglichst konstanter Wind herrscht, sowas gibt es in Europa an nicht so vielen Plätzen. Alternative wäre hier das man die Winkraftanlage überdimensioniert und den Strom in Batterien speichert. Batterien sind aber in ihrer bisherigen Ausführung alles andere als umweltfreundlich, die Herstellung verschlingt sehr viel mehr Energie als gespeichert werden kann und die verwendeten Materialien sind auch Problemstoffe. Die andere Möglichkeit wäre aber den Strom der zuviel produziert wird zur Herstellung von Wasserstoff und Sauerstoff zu nutzen, die beiden Gase in Tanks zu speichern und bei einer Flaute eine Brennstoffzelle zu betrieben. Derzeit hat aber die Lagerung von Wasserstoff noch einige Probleme und Brennstoffzellen befinden sich noch in einer Aufbauphase. Windkraft wäre meiner Meinung nach eine Alternative für den Inselbetrieb. In Wohngebieten muß auch die Lärmentwickung bedacht werden sowie das hinter dem Windrad eine Fahne von verwirbelter Luft nachgezogen wird die ein Windrad dahinter stört. Solarenergie: Mit der Solarenergie den Warmwasserbedarf im Haushalt zu decken ist sicherlich ein guter Ansatz der heutzutage auch schon bezahlbar ist. Um damit Strom zu erzeugen bedarf es Solarzellen und deren Herstellung verschlingt derzeit noch Unmengen an Energie. Soweit ich weiß braucht es dazu sogar noch mehr Energie als die Solarzellen während ihrer Lebensdauer liefern können. Keine gute Alternative! Der Wirkungsgrad ist derzeit auch noch sehr schlecht und man muß ebenfalls den Strom irgendwo speichern oder an das öffentliche Netz liefern. Derzeit noch im Versuch, aber lauffähig, ist ein Solarkraftwerk welches die Sonnenstrahlen über viele große Parabolspiegel bündelt und damit Wasser zu Wasserdampf erhitzt welcher dann eine Dampfturbine antreibt und Strom erzeugt. Hier kann ich aber nichts über die Wirtschaftlichkeit zwischen aufgewendeter Energie zur Herstellung und der gelieferten Energie sagen. Biomasse: Klingt nicht so schlecht und sollte weiter verfolgt werden. Verbrennt man z.B. Holzschnitzel so wird nur soviel CO2 frei wie der Baum während seines Lebens an CO2 aufnimmt. Wäre somit eine Nullsummenrechnung. Beim Biodiesel (Rapsmethylesther) und dem Ethanol, der als Ersatz für Ottokraftstoffe verwendet werden kann, sieht es gleich aus. Das wären nachwachsende Rohstoffe, allerdings gibt es dafür zu wenig Anbauflächen in Europa um damit den großen Bedarf an Diesel und Benzin zu decken. Weltweit macht der Autoverkehr ca. 25% der CO2 Emissionen aus, der Rest stammt aus der Industrie. Wasserkraft: Staukraftwerke sind ein kräftiger Schnitt in die Umwelt, werden dabei manchmal ganze Täler überflutet und man verändert damit die ökologischen Bedingungen für die Tier und Pflanzenwelt. Die Herstellung verschlingt sehr viel Energie (vor allem fossile Brennstoffe für die Baugeräte), sind sie aber einmal im Betrieb so laufen sie relativ sauber. Man darf hier nicht vergessen das diese Stauseen mit der Zeit verlanden und dafür muß wieder Energie verwendet werden. Ich halte diesen Einwand aber eher für akademisch überlegenswert, in der Praxis schätze ich diesen Aufwand gegenüber der gelieferten Energie eines Kraftwerkes als sehr klein ein. Gezeitenkraftwerke funktionieren mittlerweile schon ganz gut, doch bedarf es hier wieder eines Küstenstreifens mit großen Unterschied zwischen Ebbe und Flut oder man benötigt eine Meeresströmung die stark genug ist die Turbinen anzutreiben. Allerdings weiß noch niemand wie sehr sich diese Behinderung der Meeresströmungen auf die Tiere und Pflanzen im Meer auswirkt. Vielleicht ist der Eingriff größer als gedacht. Bei den AKW´s kenne ich mich zu wenig aus um dazu etwas sagen zu können. Die Zeit von kalorischen Kraftwerken welche mit fossilen Brennstoffen betrieben werden wird wohl bald vorbei sein. Man schätzt das mit der derzeitigen Entwicklung das Erdöl noch bis 2040 reicht, aber man rechnet schon so um 2010 mit einer Energiekrise. Meiner Meinung nach wird es zu einigen Krisen kommen bis die Menschen und auch die Politiker umdenken. Man wird wohl den Energieverbrauch geziehlt drosseln müssen um noch die Kurve kratzen zu können und gleichzeitig wird man auch alternative Energien suchen müssen. Immer mit einem Auge auf die gesamte Energiekette um nicht Unmengen an "schmutziger" Energie aufzuwenden um dann nur wenig "saubere" Energie zu bekommen. Jetzt ist mein Beitrag um einiges länger geworden als gedacht, man könnte aber trotzdem noch viel schreiben und diskutieren. Trotzdem höre ich jetzt auf. MfG Andhrimnir |
| Cthugha | Hier mal ein paar zusätzliche Fakten, die auch gerne verdrängt werden oder einfach nicht bekannt sind: Der weltweite Vorrat an Uran 235 reicht nicht mal mehr 100 Jahre lang. Wahrscheinlich sind eher knapp über 50 Jahre. Zumindest auf Atomenergie, die aus Uran gewonnen wurde, werden wir so oder so bald verzichten müssen. Damit eine Solarzelle die Energie erzeugt, die benötigt wurde, um sie herzustellen, muß sie etwa 15 Jahre lang am Äquator ununterbrochen in der prallen Sonne stehen. Hierzulande macht der Einsatz von Solarzellen also herzlich wenig Sinn und ist eher umweltfeindlich als umweltfreundlich. Neben jedem Windkraftwerk muß es ein konventionelles Kraftwerk geben, das lediglich weniger Energie bereitstellt, wenn es windig wird. Wesentlich interessanter und effektiver sind solarthermische Kraftwerke, die leider auch nur in Südeuropa oder in Äquatornähe wirklich sinnvoll sind, dafür aber sehr große Energiemengen liefern können. (Falls es jemanden interessiert, gibt es dazu auch Vorträge und Artikel von Walter Blum, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, mit einem Link kann ich leider auf Anhieb nicht dienen.) |
| Andhrimnir | Hallo Mit diesem link sollte vielleicht ein klein wenig geholfen sein: [url]http://www.dpg-physik.de/fachgremien/ake/[/url] MfG Andhrimnir |
| ooAlbert | Lustig, 30% sollen nachd eren schätzung Atomenergie bleiben... das ncith anders geht... wobei die 30% alternativ energie ist sehr fragwürdig... da die industrie kein interesse daran hat die schon hohen umweltauflagen weietr aus zu bauen... aber wie schon oft geschehen wird das eh alels verwässert da sonst abzug von arbeitsplätzen drohen... oder wa sauch immer grad greifbar erscheint... mfg |
| Andhrimnir | Mahlzeit Die endgültige gute Lösung wird wohl niemand kennen und bei diesen Zukunftsbetrachtungen fließen auch immer große Teile der Einstellung des jeweiligen Autors ein. MfG Andhrimnir |
| Ventus | Ich bin für Windkraft. Und das nicht nur aufgrundmeines Nicks ^^ |
| Augias | @Ventus Es lebe der Heilige St. Florian! Du dürftest in den engen Tälern des Sauerlandes auch von den Horizontspargeln verschont bleiben. |
| OrcaDesign | [QUOTE][i]Original geschrieben von Andhrimnir [/i] [B]Die Zeit von kalorischen Kraftwerken welche mit fossilen Brennstoffen betrieben werden wird wohl bald vorbei sein. Man schätzt das mit der derzeitigen Entwicklung das Erdöl noch bis 2040 reicht, aber man rechnet schon so um 2010 mit einer Energiekrise.[/B][/QUOTE] Stimmt, es wird alsbald eine Energiekrise im Erdölsektor geben - nur: [i]diese[/i] Energiekrise wird alle möglichen Bereiche des alltäglichen Lebens betreffen (wie Autos, Flugzeuge, petrochemische Erzeugnisse [also eigentlich fast alles aus dem Industriezeitalter, inklusive Dünger und damit die erhöhten Lebensmittelerträge]), aber nur minimal eine Energiekrise im [i]Strom[/i]erzeugungssektor erzeugen... dazu ist der Anteil am Erdöl in diesem Bereich als Energiequelle viel zu gering (ich betone das Wort "Energiequelle" - als chemische Grundlage für diverse Werkstoffe sehr wohl). Nochmals: an dieser Stelle wurde äußerst geschickt von einem eigentlich sehr wichtigen Thema, der Erdölverknappung, auf ein anderes Thema umgelenkt, bei dem an sich kein Handlungsbedarf bestand. Zeit der kalorischen Kraftwerke bald vorbei? Ok... wenn man ca. 800 Jahre als "bald" betiteln möchte, in Ordnung... ich will Steinkohlekraftwerke nicht gutheißen, allerdings machen diese derzeit den grössten Lieferantenposten aus (gefolgt von Kern- und Wasserkraft), und Vorkommen von Steinkohle gibt es beileibe noch zuhauf auf dieser Erde, in vielen Regionen im Tagebau leicht abbaubar (-> diese Vorkommen schätzt man auf 800 Jahre Bedarfsdeckung nach derzeitigen Prognosen - weitere, tiefe und [i]derzeit[/i] unökonomische Vorkommen sind hier weiter nicht berücksichtigt). Der deutsche Atomausstieg ein Sieg der grünen Politik? Achje, wie putzig... wann sollte nochmal das erste AKW abgeschaltet werden? (Sonderausnahmegenehmigungen, die es dann sicherlich geben wird, wenn es mal soweit ist, dahingestellt)... 2012?.... irgendwie sowas - witzig nur, daß das spaltbare Uran sowieso in etwa 20 bis 30 Jahren ausgegangen wäre und der Ausstieg sowieso fällig gewesen wäre (Deutschland hat kaum Uranvorkommen - und welches Land exportiert den Kram dann noch, wenn er ihn selber gut gebrauchen kann?). Windkrafträder? Ja, nette Einrichtung zum Geldscheffeln, mit staatlich garantierter Rendite von 20% auf 10 Jahre (tja... Geld müsste man haben, dann hätte ich schon längst mir ein paar dieser Goldgruben irgendwohin gestellt).... ökologisch aber unsinnig, letzte Verbauung von ohnhin schon noch kaum vorhandenen Freiflächen und Räumen (was bringt einem die gesündeste Umwelt, wenn sie zugebaut ist? Sehr natürlich; und Hochspannungsleitungen ersparen die Dinger einem absolut nicht... soviel Strom wie ein jeder Haushalt in diesem Land im Schnitt benötigt, kann keiner sich selber erzeugen mit Wind und Sonne - auch hier werden wieder Birnen und Äpfel gleichgesetzt, ein Niedrigenergiehaus bezieht sich auf Wärmeerzeugung, nicht auf Herd, Waschmaschine, Licht, PC, TV, ... [Liste wird in Zukunft nur länger - der durchschnittliche Verbrauch nimmt ja weiterhin exponential zu, von Einsparen keine Spur])... ... und technisch? Leider ebenso unsinnig - kein Windrad, und seien es tausende, ersetzt auch nur ein einziges Kraftwerk, nicht mal nen kleinen Mittelversorger... weil: jeder Kraftwerktyp ist nunmal für eine bestimmte oder mehrere dieser Aufgaben ausgelegt: Grundversorgung, Mittellast und Spitzenlast - Spitzenlast übernehmen meist Speicherpumpkraftwerke (-> schlechter Wirkungsgrad, aber dafür immens schnell im Anlauf), Grundlast Kohle, Kernkraft und Wasserkaft, Mittellast Kohle und Atomkraft... Windkraft? Ach... die ist mal da, mal nicht, vollkommen lasten-/bedarfsunabhängig, wie der Wind halt grad steht... und wie's entsprechend deshalb auch in der Realität aussieht, ist auch kein Geheimnis: der Strom, den ein Windrad erzeugt, wird halt denn von einem der anderen Kraftwerke nicht geliefert, dann landet halt ne Schippe Kohle weniger im Ofen - bereitgehalten werden müssen diese Kraftwerke dennoch weiterhin, und sei's auf (kostenintensiven) Grundbetrieb ohne Nutzlast (diese Kosten sind ein beileibe nicht zu unterschätzender Posten im Betrieb -> Wartung und Unterhalt; die Betriebsmittel wie die Kohle selber machen hier noch am Endpreis den kleinsten Posten aus...). Kurzum: Windkrafträder sind außer für die Geldbörse von diversen Anlegergesellschaften (die natürlich nur an Natur und Umwelt interessiert sind, nicht am Mammon des Steuerzahlers *hust*) eigentlich eine recht fragwürdige Angelegenheit, und vor allem alles andere als geeignete Mittel zur Ablöse von anderen, ebenso fragwürdigen Technologien wie der Kernkraft (... die im übrigen in den 60ern noch von Umweltschützern gefordert wurde, als umweltfreundliche Stromquelle - 30 Jahre später ist man schlauer, und rennt gleich in den nächsten Fehler... reiner Aktionismus, und eine gute Beruhigung für das grüne Gewissen aller, nicht umsonst [i]weithin sichtbar für alle[/i] - hurra, wir haben was für die Umwelt getan, wir können weiter Energie verbraten und weiter immer mehr verbrauchen -> Tendenz ohne Abflachung weiterhin steigend, wie schon all die Jahre; analog zum Autosektor, VWs Nachfolger auf das 3-Liter-Auto: der Phaeton - wer will schon sparen, das können andere). Und sparen und Umweltfreundlichkeit, mit Windrädern, also indem man noch mehr Energie erzeugt, ohne andere Erzeuger abzuschalten...? Sehr seltsame Logik, die man glaube ich noch mal erläutern müsste. Und wer immer noch denkt, die vielen Windräder von heute hätten was mit dem Atomausstieg zu tun... der von 2012 beginnend... der kennt echt scheinbar nicht die normale Haltbarkeitsdauer von den Dingern... es wird kein einziges AKW vom Netz gehen, nur weil irgendwo tausende Räder stehen (nebenbei, es braucht knapp 100 Windräder, um auch nur einen einzigen ICE zu betreiben [etwa 6MW]... das sind Leistungen, bei denen ein Kohlekraftwerke, üblicherweise 600 MW, grad mal anläuft... ach, ich vergaß: stehen die Räder, steht der ICE natürlich aber auch. Und bitte nun nicht mit Zwischenspeicherung kommen: um wieviel soll sich denn der Wirkungsgrad noch verschlechtern? Nur zum Vergleich: Wirkungsgrad eines Pumpspeicherkraftwerks (Typ Edersee), etwa bei 60-70% - was übrigens vergleichsweise ein sehr guter Wert ist für die Speicherung von flüchtiger Energie wie dem elektrischen Strom. Und derzeit liefern Windräder (und unsere paar "optimalen" Standorte sind bereits sicherlich verbaut, viel Steigerung wird also kaum noch drinne sein) grad mal einen äußerst vernachlässigbaren Anteil von 0,2% in der Jahresenergiebilanz... mein Gott, und darum so einen Wind... Insofern finde ich das eine doch recht berechtige Frage nach dem warum Windräder so als Gegenpol zur Kernkraft dargestellt werden? In meinen Augen eben dieses: reine, gut gelungene Ablenkung von den eigentlichen Kernthemen, zu denen eben noch [i]keiner[/i] eine Lösung parat hat, man das sich aber nicht eingestehen kann und will - aber einen dafür in den Glauben versetzt, daß man die Lösung gefunden hätte und was für die Zukunft tut mit dem momentanen Aktionismus und wir alle weiter so machen können wie all die Jahre schon (so a la lieber Kopf in den Sand, es wird mich schon keiner sehen können, als gar nichts getan). Hingegen die Ökosteuer, das war ein Schritt in die richtige Richtung, so unangenehm ich sie auch selber finde. Denn wie es scheint, bekommt man ja nur über den Preis die Menschen dazu, [i]weniger stark[/i] mehr zu verbrauchen als sonst die Jahre (wir sprechen hier noch in keinster Weise von einer wirklichen Einsparung)... und bevor wir über die nächste Energiequelle reden, sollten wir doch lieber endlich auch einmal damit anfangen, mit der uns zur Verfügung stehenden Energie vernünftig umzugehen, anstatt dafür nur Sorge zu tragen, daß auch weiterhin immer mehr und mehr rausgeblasen werden kann - weil das auf Dauer ganz sicher nicht funktionieren kann, und später die Einschnitte im Lebensstandard umso stärker ausfallen werden, wenn man es heute versäumt, sparsamer damit umzugehen... Beispiel Standby-Schaltungen: es ist an sich mittlerweile jedem bekannt, daß allein für die Versorgung dieser Schaltungen leistungsmässig ein mittleres AKW betrieben werden muß... hier also könnte tatsächlich einmal sogar eines eingespart werden, und das sogar ganz ohne weitere Verschandelung der Landschaft! Heureka! Nur: verzichtet mal auch nur ein Hersteller bewußt deshalb auf eine solche Schaltung in seinem Produkt? Oder bequemt sich mal der Großteil der Leute dazu, den Fernseher nicht per Fernbedienung auszumachen? ... im Gegenteil, es wird immer ausgefallener, viele Geräte werden heute oft gar nur noch mit solchen Schaltungen bestückt ausgeliefert und haben überhaupt keinen richtigen Netztrenner mehr - alltägliches Beispiel, Computer der alten AT-Klasse hatten alle noch einen echten Ausschalter, heutige PCs mit ATX kennen diesen bereits nicht mehr, diese laufen schlimmer noch vollkommen unbemerkt auf Standby, wenn man nicht den Stecker zieht (unbemerkt, weil halt keine rote Lampe einen drauf hinweist; und wofür ist dieses Standby gut? Och... man kann seinen PC mit der Maus oder der Tastatur wieder anmachen, toll nicht?! Oder per LAN, Modem, ...; was auch sicher jeder braucht, nicht?). Fernseher haben weiterhin einen Standby-Schalter an der Fernbedienung (was einzig doch der Bequemlichkeit dient und problemlos abgeschafft werden könnte - nein, schon schlimm, wenn man einmal am Tag aufstehen muß, um diesen kleinen Knopf am Gerät selber zu drücken)... etc etc... Im einzelnen Gekrümel um ein paar Watt, im Gesamten eben doch ein AKW. Ein Anekdötchen noch zu Schluß: gerade das von den Deutschen und Trittin so vielkritisierte AKW Temelin in der Tschechei liefert zu 98% seinen Strom, ja, man mag sich's fast schon denken können: in's benachbarte Deutschland - und wurde dafür überhaupt erst gebaut. Einfach genial, dieser [i]deutsche[/i] Atomausstieg! |
| Augias | @Orca Für diesen Beitrag hättest Du wohl so etwas wie den Pulitzerpreis verdient. Und nun dürfen sich alle Windradbefürworter von weiter oben nochmal zu Wort melden, aber hübsch sachlich und ein Deinen Beitrag eingehend. |
| narciss | hängt euch doch nicht immer an den Windkraftanlagen auf. Wie ja alle festgestellt haben, verbrauchen wir Menschen (weils bequem und fortschrittlich ist) Energie, und zwar nüchtern betrachtet in absolut unverhältnismäßigen Mengen. Und können wir es da den 1,3 Milliarden Chinesen verübeln, dass sie gerade dabei sind, an unseren Lebensstandard aufzuschließen? Wir brauchen also Energie, und davon in den nächsten Jahren immer mehr bei sinkenden Vorräten unserer herkömmlichen Energieträger. Soweit waren wir ja schon. [B]Die Konsequenz kann nur lauten: Lasst uns ALLE Möglichkeiten nutzen, Alternativen zu finden.[/B] Die Forschung diesbezüglich muss in alle Richtungen gehen, da die mehr oder weniger direkte Nutzung von Sonnenenergie (worunter ja alle regenerativen Energien mit Ausnahme der Erdwärme-Nutzung fallen) nun mal mit einem größeren Aufwand verbunden ist als die Energiegewinnung aus über Jahrmillionen "gespeicherter" Sonnenenergie (fossile Energieträger). Und was AKWs anbelangt: Wer von euch kann es gegenüber seinen Kindern später einmal ernsthaft vertreten, ihnen einen über jahrtausende strahlenden Müllberg hinterlassen zu haben? Erklärungen wie "Wir brauchten die AKWs zur Aufrechterhaltung unseres Lebensstandards" werden für nachfolgende Generationen sehr befremdlich klingen. |
| Andhrimnir | [QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i] [B]Stimmt, es wird alsbald eine Energiekrise im Erdölsektor geben - nur: [i]diese[/i] Energiekrise wird alle möglichen Bereiche des alltäglichen Lebens betreffen (wie Autos, Flugzeuge, petrochemische Erzeugnisse [also eigentlich fast alles aus dem Industriezeitalter, inklusive Dünger und damit die erhöhten Lebensmittelerträge]), aber nur minimal eine Energiekrise im [i]Strom[/i]erzeugungssektor erzeugen... dazu ist der Anteil am Erdöl in diesem Bereich als Energiequelle viel zu gering (ich betone das Wort "Energiequelle" - als chemische Grundlage für diverse Werkstoffe sehr wohl). Nochmals: an dieser Stelle wurde äußerst geschickt von einem eigentlich sehr wichtigen Thema, der Erdölverknappung, auf ein anderes Thema umgelenkt, bei dem an sich kein Handlungsbedarf bestand. Zeit der kalorischen Kraftwerke bald vorbei? Ok... wenn man ca. 800 Jahre als "bald" betiteln möchte, in Ordnung... ich will Steinkohlekraftwerke nicht gutheißen, allerdings machen diese derzeit den grössten Lieferantenposten aus (gefolgt von Kern- und Wasserkraft), und Vorkommen von Steinkohle gibt es beileibe noch zuhauf auf dieser Erde, in vielen Regionen im Tagebau leicht abbaubar (-> diese Vorkommen schätzt man auf 800 Jahre Bedarfsdeckung nach derzeitigen Prognosen - weitere, tiefe und [i]derzeit[/i] unökonomische Vorkommen sind hier weiter nicht berücksichtigt). [/B][/QUOTE] Den obigen Einwand lasse ich voll gelten, da habe ich wirklich in die falsche Richtung gedacht. Die Versorgung des Verkehrs mit Erdöl und die Stromversorgung sind nun mal wirklich zwei unterschiedliche Themen, einzig der Überbegriff der Energieversorgung könnte ich geltend machen. Meine Aussage zu den kalorischen Kraftwerken muß ich im nachhinein wohl ändern, denn es stimmt das die Kohlevorkommen noch lange reichen werden. Ich habe dabei vergessen zu schreiben das diese Kraftwerke in meinen Augen aber keine zukunftsträchtige Energiequelle sind da sie die Umwelt stark belasten. [QUOTE][B] Windkrafträder? Ja, nette Einrichtung zum Geldscheffeln, mit staatlich garantierter Rendite von 20% auf 10 Jahre (tja... Geld müsste man haben, dann hätte ich schon längst mir ein paar dieser Goldgruben irgendwohin gestellt).... ökologisch aber unsinnig, letzte Verbauung von ohnhin schon noch kaum vorhandenen Freiflächen und Räumen (was bringt einem die gesündeste Umwelt, wenn sie zugebaut ist? Sehr natürlich; und Hochspannungsleitungen ersparen die Dinger einem absolut nicht... soviel Strom wie ein jeder Haushalt in diesem Land im Schnitt benötigt, kann keiner sich selber erzeugen mit Wind und Sonne - auch hier werden wieder Birnen und Äpfel gleichgesetzt, ein Niedrigenergiehaus bezieht sich auf Wärmeerzeugung, nicht auf Herd, Waschmaschine, Licht, PC, TV, ... [Liste wird in Zukunft nur länger - der durchschnittliche Verbrauch nimmt ja weiterhin exponential zu, von Einsparen keine Spur])... [/B][/QUOTE] Muß ich ebenso zustimmen. Mit Niedrigenergiehäusern kann man zwar Energie zum Heizen sparen. Die kommt in einigen Fällen aus der Fernwärme oder man hat eine Elektroheizung installiert. Ölheizung oder diverse andere hausinterne Heizungssysteme lasse ich jetzt einmal weg. [QUOTE][B] ... und technisch? Leider ebenso unsinnig - kein Windrad, und seien es tausende, ersetzt auch nur ein einziges Kraftwerk, nicht mal nen kleinen Mittelversorger... weil: jeder Kraftwerktyp ist nunmal für eine bestimmte oder mehrere dieser Aufgaben ausgelegt: Grundversorgung, Mittellast und Spitzenlast - Spitzenlast übernehmen meist Speicherpumpkraftwerke (-> schlechter Wirkungsgrad, aber dafür immens schnell im Anlauf), Grundlast Kohle, Kernkraft und Wasserkaft, Mittellast Kohle und Atomkraft... Windkraft? Ach... die ist mal da, mal nicht, vollkommen lasten-/bedarfsunabhängig, wie der Wind halt grad steht... und wie's entsprechend deshalb auch in der Realität aussieht, ist auch kein Geheimnis: der Strom, den ein Windrad erzeugt, wird halt denn von einem der anderen Kraftwerke nicht geliefert, dann landet halt ne Schippe Kohle weniger im Ofen - bereitgehalten werden müssen diese Kraftwerke dennoch weiterhin, und sei's auf (kostenintensiven) Grundbetrieb ohne Nutzlast [/B][/QUOTE] Auch richtig, einzig die Möglichkeit das man überschüssige Energie aus Windkrafträdern speichern kann um dann in Zeiten ohne Wind diese Energie wieder zu nutzen. Allerdings habe ich in meinem posting auch schon erwähnt das dieses Speichern nicht so ohne weiteres funktioniert und mit Verlusten ist es auch behaftet. Eine echte Alternative sind sie leider nicht. [QUOTE][B] weiter Energie verbraten und weiter immer mehr verbrauchen -> Tendenz ohne Abflachung weiterhin steigend, wie schon all die Jahre; analog zum Autosektor, VWs Nachfolger auf das 3-Liter-Auto: der Phaeton - wer will schon sparen, das können andere). [/B][/QUOTE] Leider eine Tendenz die wirklich, im Gegensatz zur Konjunktur, stetig steigt. Hier fehlt aber das breite Verständnis der Bevölkerung wieviel Energie wirklich verbraucht wird. In meiner Wohnung mit fünf Personen sind ca. 600W nur an Lampen installiert. Hat schon mal jemand versucht mit einem Fahrrad und einem angeschlossenen Generator die 600W zu erzeugen? Dazu bräuchte es, jetzt schätze ich aber nur, 3 bis 4 Spitzensportler die auf ihren Rädern treten damit wir am Abend die Wohnung beleuchten können. Werden im Bad und WC sowie im Vorraum und der Küche das Licht ausgeschalten kann mal einer von denen eine Pause machen. Zum Thema Auto: Hier kann ich nur seufzen. Ich bin selbst ein Autobesitzer fahre aber damit wirklich nur dann wenn es nötig ist. Große Entfernungen, schwere oder sperrige Lasten bzw. der Transport von mehreren Personen sind für mich ein Grund das Auto zu starten. Der Rest wird per Rad oder zu Fuß erledigt. Würden sich mehr Leute daran halten wären ein paar Probleme etwas kleiner. Ahja, dabei bin ich im Grunde ein Autoliebhaber. Was die Autos angeht bin ich zur falschen Zeit im falschen Land geboren worden. Trotz aller technischen Mängel steht ein Ford Mustang ganz oben auf einer möglichen Wunschliste. [QUOTE][B] stehen die Räder, steht der ICE natürlich aber auch. Und bitte nun nicht mit Zwischenspeicherung kommen: um wieviel soll sich denn der Wirkungsgrad noch verschlechtern? Nur zum Vergleich: Wirkungsgrad eines Pumpspeicherkraftwerks (Typ Edersee), etwa bei 60-70% - was übrigens vergleichsweise ein sehr guter Wert ist für die Speicherung von flüchtiger Energie wie dem elektrischen Strom. [/B][/QUOTE] Keine Ahnung ob das auf mein posting bezogen ist. Ich habe aber geschrieben das die Zwischenspeicherung keinesfalls gut ist. Weder in der Herstellung noch im Wirkungsgrad. [QUOTE][B] Insofern finde ich das eine doch recht berechtige Frage nach dem warum Windräder so als Gegenpol zur Kernkraft dargestellt werden? In meinen Augen eben dieses: reine, gut gelungene Ablenkung von den eigentlichen Kernthemen, zu denen eben noch [i]keiner[/i] eine Lösung parat hat, man das sich aber nicht eingestehen kann und will - aber einen dafür in den Glauben versetzt, daß man die Lösung gefunden hätte und was für die Zukunft tut mit dem momentanen Aktionismus und wir alle weiter so machen können wie all die Jahre schon (so a la lieber Kopf in den Sand, es wird mich schon keiner sehen können, als gar nichts getan). [/B][/QUOTE] Obwohl man jetzt in den Bereich der Spekulationen abfällt. Wo gäbe es aus deiner Sicht Alternativen und Lösungen? [QUOTE][B] Beispiel Standby-Schaltungen: es ist an sich mittlerweile jedem bekannt, daß allein für die Versorgung dieser Schaltungen leistungsmässig ein mittleres AKW betrieben werden muß... hier also könnte tatsächlich einmal sogar eines eingespart werden, und das sogar ganz ohne weitere Verschandelung der Landschaft! Heureka! Nur: verzichtet mal auch nur ein Hersteller bewußt deshalb auf eine solche Schaltung in seinem Produkt? Oder bequemt sich mal der Großteil der Leute dazu, den Fernseher nicht per Fernbedienung auszumachen? ... im Gegenteil, es wird immer ausgefallener, viele Geräte werden heute oft gar nur noch mit solchen Schaltungen bestückt ausgeliefert und haben überhaupt keinen richtigen Netztrenner mehr - alltägliches Beispiel, Computer der alten AT-Klasse hatten alle noch einen echten Ausschalter, heutige PCs mit ATX kennen diesen bereits nicht mehr, diese laufen schlimmer noch vollkommen unbemerkt auf Standby, wenn man nicht den Stecker zieht (unbemerkt, weil halt keine rote Lampe einen drauf hinweist; und wofür ist dieses Standby gut? Och... man kann seinen PC mit der Maus oder der Tastatur wieder anmachen, toll nicht?! Oder per LAN, Modem, ...; was auch sicher jeder braucht, nicht?). Fernseher haben weiterhin einen Standby-Schalter an der Fernbedienung (was einzig doch der Bequemlichkeit dient und problemlos abgeschafft werden könnte - nein, schon schlimm, wenn man einmal am Tag aufstehen muß, um diesen kleinen Knopf am Gerät selber zu drücken)... etc etc... Im einzelnen Gekrümel um ein paar Watt, im Gesamten eben doch ein AKW. [/B][/QUOTE] Volle Zustimmung! Ich muß mich jetzt aber auch selber an der Nase fassen und sagen das mein Monitor in der Nacht auf Standby steht, meistens jedenfalls. Wir haben das einmal mit einem Freund nachgerechnet, leider nur auf Grundlage der Betriebsanleitungen von Geräten, und sind auf einen Stand-by Verbrauch von 40W pro Haushalt gekommen. [QUOTE][B] Ein Anekdötchen noch zu Schluß: gerade das von den Deutschen und Trittin so vielkritisierte AKW Temelin in der Tschechei liefert zu 98% seinen Strom, ja, man mag sich's fast schon denken können: in's benachbarte Deutschland - und wurde dafür überhaupt erst gebaut. Einfach genial, dieser [i]deutsche[/i] Atomausstieg! [/B][/QUOTE] Keine Ahnung ob es extra deswegen gebaut wurde. Österreich ist aber, was den Stromimport angeht, auch nicht besser. MfG Andhrimnir |
| OrcaDesign | >Wo gäbe es aus deiner Sicht Alternativen und Lösungen? Das ist doch das Problem: mit den derzeitigen Technologien gibt es keine wirklichen Alternativen - man könnte aber eben wenigstens vernünftiger mit den beschränkten Ressourcen umgehen (wer in der Wüste ist und genau weiß, daß er erst in einer Woche zur nächsten Wasserquelle kommt, verbraucht besser auch nicht gleich alles an Vorräten schon am zweiten Tag; und wenn doch, nennt man dieses Verhalten sicherlich nicht schlau, oder?) oder immerhin mal damit bewusst auch anfangen... und sei's über die gesetzliche Schiene: beispielsweise über Maximalvorgaben an Kühlschränke über den Stromverbrauch, ähnlich wie den Euro-Normen beim Auto, was Schadstoffemission angeht - so a la wenn ein Kühlschrank den Wert X übersteigt, darf er nicht mehr verkauft werden in D. Geräte mit Standby sollten von vornherein verboten werden oder nur dann genehmigt werden, wenn diese maximal zwei Watt ziehen (man wundert sich wirklich, wieviel Strom die meisten dieser Schaltungen derzeit so ziehen - Grössenordnungen von 20-30 Watt sind durchaus [i]üblich[/i]!... damit brennt eine Energiesparlampe lichterloh - im Gegensatz zu der roten Leuchtdiode). Glübirnen werden immer noch in Massen verkauft, sind halt im Einkauf nunmal billiger... Autos mit 10l und mehr an Spritverbrauch stehen bei jedem Autohändler und erfreuen sich großer Beliebtheit, während hingegen Sparautos wie der Lupo ein Auto für ein paar Gspinnerte Müslis geblieben ist und kaum Käufer fand... wieviele Häuser besitzen noch Einfachgläser zur Wärmedämmung, obwohl jeder weiß, daß die meiste Wärme über die Fenster verschwindet... etc. etc. - da ließe sich vieles regeln meines Erachtens, und nicht nur ausschließlich über die Ökosteuer und die damit verbundene Verteuerung von Energien (dazu denkt der normale Bürger viel zu wenig längerfristig und verbrauchsbewußt - siehe das Beispiel mit den Autos, wo es eh egal wäre, weil ein Prestigeobjekt nunmal nur dann eines ist, wenn es sich nicht alle leisten können -> wer es sich leisten kann, fährt auch weiterhin ein Auto mit 20l Verbrauch, sparen müssten aber wenn alle... oder den Glühbirnen und den Energiesparlampen, wo ein Großteil allein auf den Preisunterschied beim Einkauf schaut, außerdem '20W' ELampe nunmal einfach weniger hell klingt wie '60W Glühbirne' und sich dann doch wieder eben für diese entscheiden wird... daß eine 20W ELampe etwa so hell brennt wie eine 100W Glühbirne, wird einem im unseren allgemeinen Zahlendenken nicht wirklich bewußt, und wenn nur auf einer Vernunftsebene - blödes Beispiel, aber hier könnte man doch allein dadurch entgegensteuern, indem gesetzliche Normen darüber aufgestellt werden, daß Leuchtmittel nicht mehr in Watt angepriesen werden dürften, sondern in Lux oder candela [Leuchtstärke] - wäre zumindest mal eine sinnvolle Norm, wo doch von der EU sonst schon alles mehr oder meist weniger sinnige genorm wird wie der Radient einer Banane). Von einem sparsamen, rationalen Verbrauch mit beschränkten Ressourcen sind wir jedenfalls leider weiterhin meilenweit entfernt, [i]trotz[/i] allgemeinen Bewußtseins der Problematik... diese Probleme verschärfen sich die nächsten Jahre allerdings sicherlich stärker als verkraftbar (erst recht im rohstoffarmen D) - siehe China, Indien, und wie die Länder alle heißen, die nun ebenso am technischen Standard aufholen. Dabei wären manche Maßnahmen sogar noch mit einem Komfortgewinn behaftet: z.B. eine Arbeitsecke mit PC kann man genausogut an eine Verteilerleiste mit Netzschalter hängen - so muß man nur einen einzigen Schalter umlegen, um all die zusammenhängenden Geräte wie PC, Monitor, Modem, Drucker (auch die laufen ja schön im unbemerkten Standby) mit einem Klick an- und ausschalten zu können. Die Netzgeräte danken es einem übrigens ebenso, wenn sie mal eine Auszeit bekommen: mit längerer Haltbarkeit (was aber in aller Regel den meisten egal sein dürfte, denn ob der PC nun zwei Jahre hält oder fünf... merkt eh kaum einer). Das beispielhaft - gibt noch mehr solche, und alles ist irgendwo ersteinmal so Krümelzeugs, im einzelnen für sich genommen... aber eben auch Dinge ohne am aktuellen Bestand sonderlich etwas ändern zu müssen, und eben ohne Aufwand machbar (wenn man davon absieht, daß halt mal nicht die Maus oder die Fernbedienungstaste als Bedienelement ausreichend ist). Und wirkliche Alternativen... man hört ja öfter was von der Kernfusion... nur: sich nach dem heutigen Wissensstand auf eine derart ungewisse Stromquelle als Stromlieferant der Zukunft zu berufen, grenzt schon an Verdummung (damit meine ich Politiker, die einem das als eine [i]tatsächlich eintretende[/i] Zukunftslösung verkaufen, wie oft genug geschehen)... das ist wie heute eine Million Euro auszugeben, weil man ja jeden Samstag ein paar Kreuzchen macht und deshalb mal im Lotto gewinnen [i]könnte[/i]... es ist richtig, daß in der Forschung der Kernschmelze Fortschritte erzielt werden - eine Energie[i]erzeugung[/i] im grossen Stil ist allerdings absolut noch nicht absehbar... sie ist theoretisch möglich, in der Praxis allerdings reicht's bislang aber grad mal zur Selbstversorgung, und die auch nur kurzzeitig - und seriöse Forscher halten sich mit Prognosen zur Machbarkeit noch sehr zurück und äußern sich wenn nur sehr verhalten darüber, ob die Forschung in diesem Bereich überhaupt jemals Praxiswert erlangen wird. Enthusiasmus von Politikern und Lobbyisten in Ehren, aber ich schenke in Forschungsdingen doch mehr mein Ohr denen, die's besser wissen sollten. ... und welche Sicherheitsrisiken diese Technologie so mit sich bringen wird, darüber wird seltsamerweise in dem Zusammenhang nur äußerst selten mal ein Wort verloren, eher wird der wohlklingende Vergleich mit der sauberen Energiequelle Sonne herangezogen, die ja nunmal auf dem gleichen Prinzip funktioniert (Sonne klingt gut, das klingt nach sauberer Wärme und Urlaub, was soll daran also schon falsch sein). Dabei ist bekannt, daß das radioaktive Tritium auf alle Fälle ein Problem darstellen wird, da es hochflüchtig ist und im Normalbetrieb trotz aller Maßnahmen bestimmte Mengen davon in die Umgebung unweigerlich entweichen werden, ein solcher Meiler ganz genauso Radioaktivität in die Umgebung abstrahlen wird und ebenso radioaktiver Müll anfallen wird (z.B. die durch Neutronenbeschuß häufig verschlissenen Reaktormäntel, etwa doppelt soviel wie bei einem Kernfissionsreaktor) - dessen Halbwertszeit ist halt nicht ganz so hoch... juhu... zusammengefasst: Teufel mit Belzebub ausgetrieben, wer diese Technik als zukunftsträchtigen Ersatz für die Kernfission ansieht. Kurz: ich habe natürlich auch keine Lösung parat (natürlich deshalb, weil ansonsten wär ich schon längst reich), halte aber die aktuelle (Informations-)Politik für höchst gefährlich, da diese konsequente Verharmlosung der Dinge allein immer weiter dazu führt, daß sich eben so [i]gar nichts[/i] ändert - bis es eben nicht mehr anders gehen wird, als daß sich etwas ändern [i]muß[/i]... und eine durch die Windlobby irregeführte Nation feststellen wird, daß auch tausende von Windrädern kein einziges Auto antreiben können, kein petrochemisches Produkt ersetzt, ebensowenig wie ein Kraftwerk dadurch ersetzt wurde, eher das Gegenteil eintreten wird, da die abzuschaltenden AKWs leistungsmässig ja ersetzt werden wollen, und das wird entweder sein durch Atomstrom aus einem der Nachbarländer (-> sehr wahrscheinlicher Fall; und diese Kraftwerke laufen weit unter deutschem Sicherheitsstandard - fragt sich also, was der Vorteil unseres Atomausstiegs ist, wenn als Ersatz ein paar km weiter dafür uralte Russenmeiler und französische Schnelle Brüter betrieben werden), oder ersetzt werden müssten durch einen anderen konventionellen Kraftwerkstyp - und da Wasserkraft weitestgehend ausgeschöpft ist in diesem Land, bleibt ja nur Kohleverbrennung über... ... leider regieren dann schon wieder längst andere Parteien, die sich dann mit diesem Problem ernsthafter auseinandersetzen [i]müssen[/i] - und die jetzigen Bonzen, die diese fragwürdige Energiepolitk verbrochen haben, wird's vermutlich wenig tangieren, können sich das potentielle Luxusgut "Energie" sicherlich auch dann noch problemlos leisten, denn: die[i]se[/i] Rente ist sicher. In diesem Sinne - Geld haben wenn's soweit ist, ist die "Lösung"... Was ich mit dem letzten Absatz sagen möchte: es ist leicht, eine Politik zu machen, die dafür sorgt, daß Energie zum Luxusgut wird, wenn man selber am Weiterbestand seines Wohlstandes keinen Zweifel zu haben braucht - was interessiert es schon einen, wenn die Mehrheit denn sich's nicht mehr leisten kann, ohne daß sich für sich selber dabei etwas ändert... jeder ist sich selbst nunmal der nächste... und da ist es eben für einen meist 60jährigen Politiker wie auch dem Vorstandsvorsitzenden einer Energiegesellschaft irgendwo persönlich recht egal, was das angeht... also einfach lieber so weiter leben wie gewohnt als etwas daran ändern zu müssen, nicht zuletzt weil's auch schlicht profitabler ist... denn sparen würde ja schließlich Umsatzeinbuße bedeuten und damit weniger Geld in den Kassen der Leute dieser einflußreichen Lobbies - wundert's noch wen, daß genau das niemals eintreten wird...? |