| MirrorOfPain | als ich heute von der schule zum bahnhof gelaufen bin wusste ich net was mich erwartet... mein zug fährt normalerweise gleis 1 los... ich geh also zum gleis , merke plötzlich "hä..?? absperrungen?!" gucke gerade aus... und da liegt ein mensch auf den gleisen... ich möchte lieber nicht beschreiben ,wie dieser mensch , bzw das ,was davon übrig war , aussah.... ich war echt geschockt.....man geht ahnungslos zum bahnhof...denkt sich nix....und im nächsten augenblick beschert einem das leben so einen anblick , den man nie mehr vergisst.. ich gebs ja zu, dass ich mich ab und zu auf rotten rumgetrieben habe und sowas schon als fotos gesehen habe , aber...gott... in live... sowas will man doch net sehe :'( und schrecklicherweise war das zur "hauptzeit" am bahnhof, sprich: dutzende von kleinen schulkindern haben gesehen wie diese person sich vor den zug gestürzt hat /vor den zug gestoßen wurde/auf die gleise fiel und einfach überrollt wurde............... man vermutet es war selbstmord... tut mir leid , aber wenn man selbstmord begeht , dann doch nicht auf eine solche weise , wo andere , nicht verwandte ,seelisch so zu schaden kommen....ich bin total fertig und ich möcht net wissen wie sich die anderen fühlen , die das gesehen haben wies passiert ist..... |
| Mystera | ich kann mir vorstellen, dass das echt krass war, was du da sehen musstest. ich kann nachvollziehen, dass du fertig bist, war wahrscheinlich wirklich kein schöner anblick... :( sich so umzubringen, dass es so viele unbeteiligte sehen können, selbst kinder, finde ich auch nicht ok. ich meine, selbstmord an sich ist schon keine tolle sache, aber dass man es so öffentlich macht, finde ich nicht in ordnung. wie paradox eigentlich darüber nachzudenken... ob einen selbstmörder wohl noch interessiert wie und wo er sich umbringt? er bekommt doch danach eh nix mehr mit... (trotzdem wird dieser thread - nehme ich an - wohl verschoben) Mystera |
| OceanGypsy | Oh je...das tut mir leid...ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst.:( Ich glaube auch nicht, dass es denjenigen, der sich umbringt, noch interessiert, wie sich andere fühlen. Ich denke in solchen Fällen z. B. immer an den Lokführer. Der kann vielleicht sein Leben lang nicht mehr seinen Beruf ausüben, weil er so unter Schock steht! Selbstmord ist sowieso keine Lösung, aber andere mit reinzuziehen oder deren Leben ein Stück weit mit zu zerstören, ist noch schlimmer.:( LG, OceanGypsy |
| DarkVampire666 | Ein weiterer - eher nüchterner - Aspekt kommt noch hinzu : Wenn sich jemand vor den Zug wirft, hat das natürlich sehr viele Verspätungen im Fahrplan zur Folge. Was für die Reisenden alles andere als toll ist :( Ich war davon selbst schon betroffen. Ich hatte einen wichtigen Termin in NRW und bin darum in den ICE nach Dortmund gestiegen ( Schnelltrasse ). Dann wurde plötzlich durchgesagt, auf dieser Strecke habe habe es einen "Personenunfall" gegeben und mein ICE´mußte somit umgeleitet werden über die Loreley-Strecke :eek: :rolleyes: Ich HASSE diese Strecke, denn die zieht sich wie Kaugummi. Letztlich kam ich mit 2stündiger Verspätung an meinem Zielort Herford an. Leider war ich an diesem Tag auch etwas unorganisiert und mußte in Herford dann zusehen, daß ich meinen Termin noch habwegs geregelt bekam :( Und einmal warf sich jemand vor den Zug, als ich gerade auf dem Weg von Mannheim nach Fankfurt war. In Biblis passierte es. Wir mußten dann alle umsteigen in einen Regionalexpress, der bereitgestellt wurde bzw "zufällig vorbeikam". Was auffällt : "Hauptsaison" für solche Ereignisse ist ganz grob gesehen die Weihachtszeit. Es ist nichts Neues, daß um diese Zeit die meisten Selbstmorde stattfinden. Für mich als Bahn-Vielfahrer sind solche Ereignisse immer äußerst nervig. Klar kann man von keinem Selbstmörder verlangen, in seiner Verzweiflung noch auf andere Rücksicht zu nehmen ( wer weiß, was denjenigen dazu bewegt hat, diesen Schritt zu unternehmen ) - ich denke, die wenigsten, die einfach nur noch aus dieser Welt scheiden wollen - egal in welcher Weise auch immer - malen sich aus, wie es hinterher zB dem Lokführer gehen wird oder wieviele Leute dadurch ihre Termine nicht wahrnehmen können. Wenn man sich vor den Zug wirft, kann man auf jeden Fall äußerst sicher gehen, daß der Selbstmordversuch auch gelingt. Es ist eine recht sichere Methode, sich das Leben zu nehmen. Das mag ein Argument sein, diesen Weg zu wählen. Hinterher ist dann sowieso alles egal - man erlebt es ja nicht mehr. Aber ich als Reisende finde es trotzdem zum Kotzen, wenn so etwas passiert und mein Zug sich dadurch verspätet oder ausfällt. Melle ^v^ |
| Vargo | Ja, im Bezug auf Selbstmörder habe ich auch eine kleine, wahre Geschichte. Das ganze trug sich vor so knapp 2 Jahren zu. Ich war mal wieder in der Stadt unterwegs, eben ein wenig bummeln, in der nähe des Bahnhofs. Der Bahnhof besitzt einen Turm mit einer Aussichtsplattform, die von einem Zaun umgeben ist. Ich meine, wenn man 20 Jahre lang in einer Stadt wohnt, beachtet man die Sehenswürdigkeiten nicht mehr richtig. Aber an diesem Tag habe ich den Turm mal wieder angeguckt und da fiel ein Objekt herab. Noch konnt ich es nicht genau definieren und dachte mir dabei nicht viel. Am nächsten Morgen dann schau ich in die Zeitung und lese was von einem Selbstmörder, der über diese Turmbegrenzung geklettert ist und einfach herab gesprungen ist. Gedanklich habe ich dieses Bild vom Vortrag dann noch mal rekonstruiert und tatsächlich. Das Objekt, dass da Gefallen ist hatte Arme und Beine, Torso und Kopf. Wenn man dann bedenkt, dass man gesehen hat wie ein Mensch in den tot stürtzt, macht sich schon ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend breit. |
| Mahsheed | Ich finde es total übel, was du erlebt hast, und trotz des Mitgefühls das ich für den Selbstmörder haben könnte, überkommt mich Ärger. Ich hoffe, er war in einer Lage, wo er gar nicht mehr über Konsequenzen nachdenken konnte. Was mich ärgert, ist eine Einstellung, sich an anderen rächen zu wollen oder dass es sowieso egal ist, was nach dem eigenen Tod mit den anderen passiert. Dieser Egoismus ist mir bei Lebenden und bei Selbstmördern gleich zuwider. Gerade direkt am Bahnhof! Die armen Leute, die das sehen, als hätten die mit den derzeitigen Verhältnissen nicht selbst auch genug zu ringen. Und ja, es wirkt grotesk, wenn sich jemand umbringt und man sich über den Umstand der Zugverspätung aufregt. Das hieße im Umkehrschluss, dass einem ein Menschenleben schon unwichtiger als ein pünktlicher Zug (geworden) ist. Ich denke, ein Zeichen, sich mal selbst zu fragen, was da mit einem los ist, wenn man so denkt. Weiß jemand von einer Statistik, wie viele Leute sich jährlich umbringen? Mir kommt es anhand erlebter Zugbeeinträchtigungen vor, als würden sich entweder mehrere Selbstmörder für diese Variante entscheiden, aber ich vermute, dass es prinzipiell mehr Selbstmörder geworden sind. Kann das jemand mit einer Statistik belegen oder widerlegen? |
| DarkVampire666 | Ich finde es ganz und gar nicht grotesk sich darüber aufzuregen, wenn sich dadurch mein Zug verspätet. Wenn jemand einen wichtigen Termin zu erledigen hat, von dem möglicherweise sehr viel abhängt, und er diesen dann nicht wahrnehmen kann aufgrund der Tatsache, daß sich jemand vor den Zug geworfen hat, kann ich es durchaus nachvollziehen, wenn einem dann das blanke Kotzen kommt. Das heißt allerdings nicht, daß einem dann ein Menschenleben weniger wert ist als ein pünktlich erscheinender Zug. Ich persönlich finde es schlimm, wenn jemand solch einen krassen Schritt unternimmt, um sich das Leben zu nehmen ( und es ist ja auch - wie gesagt - eine recht sichere Methode. Es gab ja schon viele Selbstmordversuche auf andere Art und Weise, die daneben gingen ). Aber man darf nie vergessen : Wenn jemand Selbstmord begeht, dann war es [i]seine[/i] Entscheidung. Aus welchem Grund auch immer. Auch, wenn die Tatsache, daß es passiert ist, dann natürlich sehr schlimm und schockierend ist. Und viele ( der ihm nahestehenden ) Menschen seelische Wunden davontragen, die vielleicht das restliche Leben nie wieder heilen werden. Wenn zB eine Mutter ihren Sohn oder ihre Tochter verliert. An solchen Situationen sind schon viele Menschen zerbrochen. Und man versteht nicht, warum es so kommen mußte und fragt sich selbst, ob man die Person noch hätte retten können, wenn man bestimmte Vorzeichen eventuell genauer beachtet hätte usw... Viele machen sich danach ewige Selbstvorwürfe ( würde ich vielleicht auch tun ). Es ist allerdings nicht leicht, das alles hier so auszudrücken, daß es nicht völlig pietätslos erscheint... |
| Any Body | [quote] [i]aus lebensgeschichten.org[/i] ...Nach Schätzung der WHO sterben jährlich etwa 500'000 Menschen weltweit durch Suizid. Während der letzten 20 Jahre wurde eine steigende Anzahl von Suizidfällen in den meisten europäischen Ländern registriert. Fast jeder Mensch hegt im Leben einmal Selbstmordgedanken. In den Jahren 1995 bis 1997 erfasste das Statistische Bundesamt jährlich über 12'000 Selbstmorde im Bundesgebiet. Es sterben also 50 Prozent mehr Menschen durch Selbsttötung als durch Verkehrsunfälle. Die Dunkelziffer der Suizidversuche liegt aber 15- bis 30mal höher als die Zahl der Suizide. Suizid ist die dritthäufigste Todesursache in der Altersgruppe zwischen 15 und 45 Jahren... [/quote] |
| DarkVampire666 | Ja, das ist kraß :( Ich hatte solche Gedanen selbst auch schon. Aber das ist sehr lange her. Ich hatte sie, als ich 11 war. |
| Bird of prey | @dark vampire Na wenn du sonst keine Probleme hast, als pünktlich zu irgend einem termin zu kommen......deine Sorgen möcht ich haben. [QUOTE]Wenn jemand einen wichtigen Termin zu erledigen hat, von dem möglicherweise sehr viel abhängt,und er diesen dann nicht wahrnehmen kann aufgrund der Tatsache, daß sich jemand vor den Zug geworfen hat, kann ich es durchaus nachvollziehen, wenn einem dann das blanke Kotzen kommt.[/QUOTE] Ich glaube das diese Person mit der man einen "wichtigen" Termin hat sicherlich verständniss hat das man zu spät kommt weil sich jemand vor den Zug geworfen hat. Deine Aussage ist in meinen Augen ziehmlich kindisch. Aber zum Thema. Ich finde es sehr "schlimm" ,wenn eine Person die absolut unbeteiligt ist, unfreiwillig in so eine Situation gerät. Wer weiß ob sie/er es verkraften kann. Wenn man sich schon selbst das Leben nehmen will, kann man das auch machen ohne jemand anderen mit hinein zu ziehen. |
| Kemikaru | Naja, hier hört man ab und zu mal in den öffentlichen Verkehrsmitteln die Durchsage "Personenschaden" auf der Strecke der S1, S3, U6, U2... Selber gesehen hab ichs noch nie, nur das Blut was die Polizei hinterher wegputzt. Seltsam wie schnell ein UBahnhof wieder saubergeputzt ist, als wäre nichts geschehen... |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von DarkVampire666 [/i] [B]Letztlich kam ich mit 2stündiger Verspätung an meinem Zielort Herford an. [/B][/QUOTE] Oh ja, Herford ist immer eine Reise wert :rolleyes: Was ich viel schlimmer finde als sich vor den Zug zu werfen, sind potentielle Selbstmörder, die im Auto sitzend plötzlich die Straßenseite wechseln bzw. auf der Autobahn gegen die Richtung fahren, da sie andere dadurch mit in den Tod reißen und teilweise Familien zerstören oder sogar auslöschen. Was ich aber am meisten verachte, sind die Gaffer, die sich am Schicksal anderer fast schon aufgeilen, wahrscheinlich, um von ihrem eigenen miesen Leben für einen Moment abgelenkt zu werden. Als ich ca. 15/16 war, bin ich auf dem Weg von der Schule nach Hause mit dem Rad an einer Kreuzung vorbeigekommen, die komplett abgesperrt war. Auf der Kreuzung stand ein Muldenkipper, davor war etwas mit einer Plane abgedeckt. Um die gesamte Kreuzung herum stand eine so große Menschenmasse, daß einige schon in zweiter bzw. dritter Reihe standen. Im Vorbeifahren habe ich aus einem Gespräch herausgehört, daß ein 2-jähriges Kind unter der Plane lag. Ich war von der ganzen Szene einfach nur schockiert. Und dann gibt es noch die Hardcore-Gaffer, die es sogar schaffen, die Rettungsarbeiten zu blockieren. Solche Menschen gehören eingesperrt. |
| Thalion_Drayan | Alos ich muss mich jetzt einfach mal einmischen - sicherlich habt Ihr alle recht, das es unfair ist Menschen mit in einen Selbstmord zu ziehen die daran absolut unbeteiligt sind, andererseits finde ich es ect zum kotzen was sich daraus für ein Gesamtbild ableiten lässt. Für mich kommt das ganze hier so rüber als wenn sich ein Selbstmörder der vor lauter Problemen in seinem Leben keinen anderen Ausweg mehr sieht doch bitte irgendwo da sein Leben beenden sollte wo er keine anderen Menschen stört. Kann das wahr sein? Sind hier Menschen wirklich so eiskalt? Hat mal einer drüber nachgedacht das dieser Mensche vielleicht sein Leben lang nur leiden durfte und vielleicht eigentlich sogar Leben wollte, aber keine Chance bekommen hat? Da finde ich dann solche Äußerungen wie sie hier kommen teilweise echt krank - sorry. Die ganze Diskussion sollte sich vielleicht besser nicht darum drehen wie und wo sich Selbstmörder umbringen dürfen, sondern darum das wir alle anfangen unsere Umwelt mehr zu beobachten und den Menschen in unserer Umgebung mehr zu helfen (wobei ich nicht behaupten möchte das das hier niemand tun würde). So, ich weiß das ich wegen meiner Meinung jetzt wohl wieder in der Luft zerrissen werde, aber da muss ich dann wohl durch ;-) Zu guter letzt möchte ich nur anmerken das ich jetzt niemandem zu nahe treten wollte - ich kenne Euch ja nicht, ich gebe nur wieder wie mir hier so die Äußerungen als Gesamtbild erschienen. |
| Ascaron | @Thalion_Drayan Ich gebe Dir recht bei dem, was Du schreibst. Es ist schlimm, was viele Menschen ertragen müssen, bevor sie diesen letzten Schritt machen. Viele, nicht alle!!! Aber darum geht es hier eigentlich auch gar nicht. Gerade diese Menschen müßten wissen, wie schwer sich manche Dinge verarbeiten lassen. Es billigend in Kauf zu nehmen, andere Menschen, vielleicht sogar Kinder ein solches Trauma durchmachen, teilweise verursachen zu lassen wie eben einen Zugführer, ist meines Erachtens nicht mit der Ursache für den Selbstmord entschuldbar. Im Gegenteil, ich finde es anmaßend, andere mit ins Unglück zu stürzen! Damit stellen sich die Selbstmörder auf eine Stufe mit den Menschen, die sie soweit gebracht haben. |
| SmeaGollum1 | Irgendwo hatte ich mal eine Statistik zum Thema Zugführer und "Personenschäden" gelesen. Nach etwas suchen hab ich das hier gefunden (Quelle: [URL]http://www.notfallseelsorge.de/lok-suizid.htm[/URL]) [QUOTE]Statistisch gesehen, fährt ein Lokomotivführer in 15 Jahren Berufstätigkeit einen Menschen tot. Aber wie Statistiken so sind, hat der eine Glück, und der andere ist einer wie Harry Meier aus der Nähe von Würzburg. Dreimal musste der Familienvater in seiner 22-jährigen Berufstätigkeit als Lokomotivführer schon hilflos zusehen, wie er "zum Täter gemacht" wurde.[/QUOTE] Das macht in einem 45-jährigen Berufsleben (20-65 Jahre) einen Durchschnitt von drei Suizidfällen. Soviel zum "Traumberuf" Lokomotivführer. Ob man das als Berufsanfänger wohl weiß, dass man statistisch gesehen mit, hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren jemanden "töten" wird? |
| Sirikith | ich befürworte ja eigentlcch selbstmord, weil ich denke, wenn ein mensch keinen ausweg mehr in seinem leben sieht, soll er es doch beenden dürfen, ohne dass man ihm moralisch vorwpürfe macht. aber suizid mit dem zug macht mich wütend...grade menschen, die so viel led erfahren, dass sie sterben wollen fühgen anderen, kindern, dem zugführer noch so viel leid zu- haben die nen schaden an der birne, dass sie das nicht bedenken? wenn ich mich umbringen wollte, dann schnell, sicher, schmerzlos und sauber! zum einen, weil ich sicher nicht möchte, dass mich meine angehörigen als schmierefleck auf der strasse identifizieren müssen, oder das unbeteiligte aufgrund meines todeswunschs nen knacks für´s restliche leben bekommen, zu anderen, weil ich lieber eine appetitliche leiche sein will.....zwar will ich kremiert werden, aber ein wenig eitel ist man ja schon...;) |
| Thalion_Drayan | So langsam stelle ich mir eine Frage ganz ernsthaft - meint Ihr wirklich, das wenn jemand so verzweifelt ist, das er sich wirklich selber umbringen will (ich hoffe Ihr seit Euch wirklich über die Tragweite dieses Entschlusses im klaren), dieser jemand sich dann noch zuhause bei einem Tässchen Tee hinsetzt und sich in aller Ruhe überlegt wie er das machen kann ohne jemand anderem zu schaden? Ich denke viel mehr das so jemand zu keinem klaren Gedanken mehr fähig ist und gar nicht mehr wirklich mitbekommt was er macht - sonst würde ihn sein Selbsterhaltungstrieb ja schon davon abhalten sich selbst umzubringen. |
| MirrorOfPain | habe eben erfahren dass es ein 61 jähriger mann war , der sich das leben genommen hat... das schlimmste gestern waren einfach diese witze die gefallen sind.. der zug hält ja zuerst in NW-Böbig und dann in NW richtung KL und meine ganzen freunde fahren vom böbig nach nw hbf wo ich dann einsteige , die haben das ja net mitgekriegt...und ich steig ein und sofort stürzen sich alle auf mich "hey janina was issn da passiert? die haben durchgesagt da wär en personenunglück!!" und ich so "ja ...da hat sich wer vor den zug geschmissen gleis 2..." alle rennen zum fenster , lachen , holen foto-handys raus. so en kumpel von meim freund hat noch gemeint "ah schade dass ich keine kamera dabei habe"..... da hört doch irgendwie alles auf... haben die keine gefühle? muss man so emotionskalt sein , wenn gerade ein menschenleben ausgelöscht worden ist , freiwillig oder unfreiwillig spielt keine rolle , aber man muss doch net so abartig pervers dahinspannen , fotos machen....gott wie tief sind wir nur gesunken hab ich mir gedacht... edit: das erinnert mich wieder an diesen unfall vor 1 oder 2 jahren , wo ein kleiner junge heimgehen wollte vom sporttraining und hat den weg net gefunden und sich kurzerhand gedacht, dass er die gleise entlanglaufen könnte um heimzufinden.... 2 tage war er vermisst , bis man das , was von ihm übrig war auf den gleisen gefunden hat. ich hätt echt am liebsten geheult... schon allein wegen dem anblickt. als die dann noch gefragt haben wies aussah wars bei mir ganz fertig ... |
| Julya | Das ist ja ganz furchtbar, was Du erzählst. Vor allem die Sprüche Deiner Bekannten sind wirklich ekelhaft. Da zeigt sich, daß sie wirklich dumm sind und überhaupt keine Ahnung haben... :( Ich saß auch mal in einem ICE, ich glaube irgendwo bei Frankfurt, und es hat sich jemand vor den Zug geworfen. Schon alleine das Wort 'Personenschaden' finde ich furchtbar schlimm! In meinem Abteil haben die Leute auch allesamt gestöhnt, daß wir ja nun Verspätung haben werden. Wir haben ca zweieinhalb Stunden auf den Gleisen gestanden, bis Bahnpolizei, Rettungskräfte und wer da noch alles so kommt, die Leiche weggebracht und die Schienen wieder freigegeben hatten. Ich war so wütend, wie jemand über Verspätung klagen kann, wo sich gerade ein zutiefst verzweifelter Mensch das Leben genommen hat. Manche Menschen sind einfach ekelhaft!!! :mad: |
| Haevion | Und ich bin wütend darüber, dass jemand vorgibt, vermeindliches Mitleid für jemanden zu empfinden, den er/sie gar nicht kennt. Der Mensch sucht sich für alles, mit dem er nicht umgehen kann, Kompensationspunkte. Das kann (übertriebenes und unangebrachtes) Mitleid sein, aber auch Zynismus ("Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte"). Das einzige, was an diesem Unglück ernstzunehmen, somit aufrichtig ist, wäre die Tatsache, dass sich dadurch der Zug verspätet. |
| Julya | Du hast schon recht, Haevion. Man kennt diesen Menschen nicht, der da gerade seinem Leben ein Ende bereitet hat, aber man kann dennoch Mitgefühl haben. Ich kenne z.B. auch keines der Kriegsopfer im Irak, dennoch kann ich ihr Schicksal sehr schlimm finden und sie können mir auch leid tun. Für mich wiegt einfach ein Menschenleben eindeutig mehr, als eine lächerliche Zugverspätung und sei mein Termin noch so wichtig! |
| Haevion | Sicher. Aber ich finde Mitleid und Trauer schlichtweg unangemessen, wenn man einen Menschen nicht kennt. Es wirkt in diesem Zusammenhang eher egozentrisch. Viel eher würde sich mir die Frage stellen, was denn so pervers war, dass sich ein Mann diesen Alters deshalb zu Tode gestürzt hat. Ich würde auf die Menschen mit ihren Kameras schauen, und hätte einen der vielen trivialen Gründe gefunden. Aber würde mich das zum Trauern bringen? Nein, eher zum Lachen. |
| Julya | 'Trauern' würde ich wohl auch nicht, eben weil ich die Person nicht kannte, aber ich finde, daß 'Mitleid' etwas anderes ist. Und natürlich macht man sich auch viele Gedanken darüber, was so schlimm war, daß ein Mensch sich das Leben nehmen wollte und man spinnt sicher auch einige Szenarien durch, aber letztlich kann man es nicht wissen und hat sich darum schlichtweg pietätvoll zu verhalten und nicht so dermaßen geschmacklos, wie die Leute mit ihrer Nörgelei oder gar der Bedauerns um die vergessene Kamera. |
| Haevion | Das sind die Menschen, Julya. Ich würde gerne einmal Besteck, sowie Salz und Pfeffer neben den Corpus stellen, um zu sehen, ob in einem unbeachteten Moment nicht doch jemand zugreift. ;) Ich finde, jeder, der sich fragt, [i]warum[/i] sich ein solcher Mensch umbringen konnte, gehört für seine Dummheit gescholten. Wie kann man so [i]blind[/i] sein? |
| Darket | Über das eigene Leben zu vefügen steht jedem frei und wenn jemand so eine Entscheidung trifft, muss man sie nicht nachvollziehen, wohl aber akzeptieren können. |
| AlienSexFiend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Über das eigene Leben zu vefügen steht jedem frei und wenn jemand so eine Entscheidung trifft, muss man sie nicht nachvollziehen, wohl aber akzeptieren können. [/B][/QUOTE] ...eben, aber da noch andere Menschen mitreinzuziehen finde ich auch *etwas* daneben...gerade bei Selbstmorden, wo dicke fette Abschiedsbriefe auch noch vorhanden sind, die somit also [i]geplant[/i] waren... |
| Mahsheed | @ Any Body Oh je ... Und von der derzeiten Selbstmordrate gibt es sicherlich erst viele Jahre später wieder mehr oder minder gültige Statistiken ... Mit steigender Aussichtslosigkeit im Bereich finanzieller/beruflicher Zukunft und den damit folgenden gesellschaftlichen Belastungen steigt offensichtlich die Anzahl der Selbsttötungen. @ Thalion_Drayan [QUOTE][i]Original geschrieben von Thalion_Drayan [/i] Die ganze Diskussion sollte sich vielleicht besser nicht darum drehen wie und wo sich Selbstmörder umbringen dürfen, sondern darum das wir alle anfangen unsere Umwelt mehr zu beobachten und den Menschen in unserer Umgebung mehr zu helfen (wobei ich nicht behaupten möchte das das hier niemand tun würde).. [/QUOTE] Da ich mit zu denjenigen Leuten zähle, die es nicht egal finden, - wo - man sich umbringt, äußere ich mich zu deinem Statement. Menschen in unserer Umgebung mehr zu helfen ... Was willst du tun, um deine Umwelt zu retten? Dich für alle aufopfern, bis du selbst so ausgebrand bist, dass du reif für die Psychatrie bist? Das Leben ist so verdammt hart, dass jeder mit sich selbst zu kämpfen hat, und bewundert werden kann, wenn er es gerade mal schafft, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Denn das verantwortungsvoll zu tun ist eine verdammt hohe Leistung. Ich meine damit beispielsweise höfilch, nett und fair zu sein. Für diese Tugenden wird heute keiner mehr belohnt; und umso stärker ist es, wenn jemand eigenverantwortlich noch diese Tugenden pflegt! Das ist verdammt viel, und genau das ist der Beitrag, den jeder maximal leisten kann, um sich nicht den Vorwurf machen zu lassen, "sich zu wenig um andere zu kümmern". Der zweite Teil deines Vorwurfs betrifft auch mich, die ich den Ort eines Selbstmordes sehr wohl anklage, wenn er andere in Mitleidenschaft zieht! Soweit jemand planen und darüber nachdenken -KANN-, finde ich es nur allzu unfair, auf all diejenigen zu pfeifen, die durch seine Selbsttötung traumatisiert werden. Na toll - die nächsten Kandidaten für Psychotherapien und vielleicht sogar hieraus mit-wurzelnde Selbstmordgedanken sind potenziell gebacken - und das ist alles egal und nicht verurteilenswert? |
| Ascaron | @Thalion_Drayan Natürlich weiß ich, daß ein völlig verzweifelter Mensch wohl eher selten Gedanken darüber macht, ob seine Art des Selbstmordes andere traumatisieren könnte. Aber wird es dadurch besser für eben diese Menschen, die diesem Anblick ausgesetzt sind? Erklär mal einem Kind, das vor einem zerschmetterten Menschen steht, der eben noch neben ihm auf dem Bahnsteig gestanden hat, daß es Verständnis dafür haben muß und bloß kein psychischen Schaden davontragen soll. @Haevion Ich bin da Julyas Meinung. Auch wenn ich die Person oder die Opfer im Irak nicht kennengelernt habe, mache ich mir dennoch meine Gedanken, wenn ich sowas live mitbekomme oder auch nur, wie hier, davon lese. Und ich wäre genauso geschockt wie MirrorOfPain, wenn ich es gesehen hätte. Dumme Sprüche könnte ich dann auch nicht gebrauchen. |
| Darket | @ASF Wenn ich mich umbringen will, habe ich keinen Bock mehr auf die Welt und die Leute die darauf leben. Ehrlich gesagt wäre es mir sch...egal wer dafür persönliche Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen hat, die können sich gern an meinem Grabstein darüber beschweren. Persönlich unangenehm ist es mir nur, so lange ich lebe, was in so einem Fall ja in aller Regel nicht mehr gegeben ist. |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]@ASF Wenn ich mich umbringen will, habe ich keinen Bock mehr auf die Welt und die Leute die darauf leben. Ehrlich gesagt wäre es mir sch...egal wer dafür persönliche Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen hat, die können sich gern an meinem Grabstein darüber beschweren. Persönlich unangenehm ist es mir nur, so lange ich lebe, was in so einem Fall ja in aller Regel nicht mehr gegeben ist. [/B][/QUOTE] Siehe meinen vorherige Antwort an Thalion_Drayan! |
| Darket | Es ist garkeine Frage, dass es moralisch nicht vertretbar ist, aber ich würde es nicht anders machen, wenn ich weiß, dass ich gleich nicht mehr leben werde, kann der Rest der Welt mich mal gernhaben und dazu zählen nunmal auch die lieben, kleinen Kinderchen. |
| Trakkath | naja darket, deine Einstellung ist schon bisschen arg. Ich mein sowas sehen kleine Kinder... und sorry aber ich finde wenn man selber progleme hat sollte man andere nicht hereinziehen... und das tut man irgendwo. Also das muss nun wirklich nicht sein. Wenn sich jemand umbringen will soll er meinetwegen er hat sich dazu entschieden, nimmt in Kauf verdammt zu werden, aber er soll andere damit in Ruhe lassen, schließlich sucht er selber auch Ruhe. Also für sowas wie da war was er sehen musste habe ich kein Verständnis. Wer noch ein Example statuieren muss auf Biegen und Brechen also das geht nicht. Das ist unnötig wie ein Kropf und zu verachten. Ein Kollege von mir ist bein THW in Stockach. Er musste damals auch ausrücken als in Überlingen die Flugzeuge gegeneinander krachten. Er hatte das Glück das die Leichen größtenteils wegwaren, aber das was er sah hat ihm gereicht (geschweige denn was seine Kollegen noch sahen), da waren Psychologen und alles vor ort. Hab ihn ja dann gesehen wie fertig er war und kann das gut nachvollziehen was man empfindet wenn man sowas sieht. Hut ab vor den Helfern. Als wir nach Thailand sind ist auch als wir auf den Flughafen sind vor Düsseldorf einer vor den Zug gesprungen. Ich wunderte mich wieso der Zug jetzt bremst. Naja als ichs dann erfuhr habe ich nicht mehr aus den Fenstern geschaut, da die Polizei die Leichenteile einsammelte.... Und ich bin heute froh das ich nicht geschaut habe und mir hat das schon so gereicht. War gottfroh als wir dann später im Flugzeug waren.... |
| Darket | Ich sage nur, dass es nachvollziehbar ist. Wenn ich mich mit dem Gedanken trage mich umzubringen, denke ich wahrscheinlich nichtmal an andere und wenn doch sind sie mir wahrscheinlich ziemlich egal. [QUOTE]nimmt in Kauf verdammt zu werden[/QUOTE] *lol* |
| Haevion | Es gibt viele Menschen, die müssen den Darket täglich [i]lebend[/i] sehen... :D |
| rainraven | Das machen sie bei uns auch immer besonders gerne: sich vor den Zug oder die S-Bahn zu stürzen, wo die wichtigen Verkehrsknotenpunkte sind. Und dann auch noch in der Stoßzeit. So: "Wenn ich schon gehe, dann sollen auch bitte möglichst viele noch davon betroffen sein und es mitkriegen" Mit dem Ergebnis, daß dann oft für 1-2 Stunden der gesamte öffentliche Verkehr stillsteht und Ausweichbusse und -Bahnen fahren müssen und ein riesen Chaos und Gedränge ist. Tut mir leid, aber wenn ich einen wichtigen Termin habe und weil ich kein Auto habe, auf die Öffentlichen angewiesen bin, ist mir leider auch das fremde Menschenleben herzlich egal, denn es hat bestimmt keiner zu dem Typen gesagt: "Du MUSST Dich jetzt da hineinstürzen" , sondern das macht der mit vollem Egoismus und Berechnung. Ich mein, schon alleine die Tatsache, daß der Mensch freiwillig aus dem Leben tritt, ist verdammt egoistisch, denn vielleicht gibt es ja Freunde und Verwandte, die nun trauern und ihn sehr vermissen? Aber daß man dann auch noch Unbeteiligte erstens traumatisiert und möglicherweise für den Rest ihres Lebens schädigt (die Fahrer der Unglücksbahnen z.B.) und Unschuldige mit betrifft, sei das nun durch den Schock des Miterlebens oder "nur" die Verspätung, finde ich äußerst unakzeptabel und werde mich weiterhin darüber aufregen. Wenn man den Faden weiterspinnt: Es könnte ja sein, daß ich just in dem Moment ein wichtiges Bewerbungsgespräch wahrnehmen möchte und wegen des nicht fahrenden Zuges dort nicht hin komme, ein anderer Bewerber also die Stelle bekommt. Dann wäre ich möglicherweise weiterhin arbeitslos, würde eventuell finanzielle und private Probleme haben, in der Gosse landen, weil ich mein Heim nicht mehr finanzieren könnte, und somit hätte der Selbstmörder auch mein Leben zerstört oder schwerwiegend beeinträchtigt, obwohl er mich gar nie kannte und ich ihm nichts getan hatte. Womöglich würde ich mich dann auch eines Tages umbringen, weil ich in obdachlos und einer auswegslosen Situation wäre?! Und da soll ich mich nicht über so eine Wahnsinnstat aufregen? Ich habe auch viel S-Bahn-fahrende Freunde von außerhalb, die solche Personenunfälle miterleben mußten, sei es, weil sie in der Bahn drin saßen, die plötzlich über etwas auf dem Gleis rumpelte und dann stillstand und sie die Nachricht eines geschockten Lokführers vernehmen mußten, oder weil sie morgens zum Bahnhof gingen und die Aufräumarbeiten mitverfolgen mußten, und die werden das für ihr Leben auch nicht mehr vergessen buw. haben dann echt Probleme gehabt, wenn sie danach wieder mit der Bahn fahren mußten. Ganz nebenbei: ich habe im Rahmen einer Gerichtsmedizinvorlesung sowohl Bilder von derartig Verunglückten (Zug-, Flugzeug-, Verkehrsunfall etc.) als auch echte Verkehrsopfer sehen müssen, und es war psychologisch schlimm genug, ich möchte in meinem Leben keine mehr zu Gesicht bekommen. Sollte ich mich jemals umbringen wollen, würde ich das sicher nicht so "spektakulär" machen, das wäre mir posthum noch peinlich und ich würde niemals anderen Leuten, die nichts mit mir zu tun haben, so einen Schaden zufügen wollen. T.R. |
| Azurite | Ich frage mich, warum es so schwer sein soll, sich auch einen geeigneten Ort zu überlegen, wenn man sich ja eh umbringen will. Da kommt's auf dieses bisschen mehr Zeit zum Nachdenken wohl auch nicht mehr an... man könnte in der Zeit höchstens noch Zweifel bekommt und es sich anders überlegt. Falls ich je gedenken sollte, meinem Leben selbst ein Ende zu bereiten (und das ist meine Sache) dann bestimmt nicht auf eine so ekelhafte Art und Weise. Ich würde mich übrigens auch über die Verspätung aufregen... was anderes hätte ich mit diesem Menschen nicht zu tun also werd ich auch nicht Betroffenheit heucheln. Und das Argument, dass ein Menschenleben dann also weniger wert wäre wie ein pünktlicher Zug ist doch irgendwie nicht sehr schlüssig... schließlich wäre es mir auch lieber, die Person hätte sich nicht vor den Zug geworfen, nur eben aus anderen Gründen. Azurite |
| Caranaldion | Rainraven , ob der Selbstmörder wirklich [quote]mit vollem Egoismus und Berechnung[/quote] handelt in diesem Punkt, wage ich anzuzweifeln. Natürlich gibt es Fälle, wo das so ist, aber es gibt mit Sicherheit genauso oft die "Kurzschlusshandlung" . Ich denke nicht, dass man ein derart pauschales Urteil fällen kann, wir kennen weder den menschen noch seine "Geschichte". der egoistische Selbstmörder - auf der einen seite gebe ich dir recht, es ist egoistisch, aber wie sieht die Alternative auf der anderen Seite aus - mal weg vom vorliegenden Fall , generell ? Ausschlieslich Leben für die Anderen ? |
| Any Body | ... die Anderen - wichtig für die, um das Wort aufzugreifen, lebenswichtige Kommunikation miteinander... waren für den-/diejenigen, die Suizid begangen haben, vermutlich nicht mehr da... ...und ja, @ Mahsheed - ich stimme Deinen Gedanken zu... halte es für möglich... doch werde nicht weiter darauf eingehen... |
| Caranaldion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] ... die Anderen - wichtig für die, um das Wort aufzugreifen, lebenswichtige Kommunikation miteinander... waren für den-/diejenigen, die Suizid begangen haben, vermutlich nicht mehr da... [/QUOTE] *nickt* Eben, das ist es...darauf wollte ich hinaus. |
| Darket | [QUOTE]Es gibt viele Menschen, die müssen den Darket täglich lebend sehen... [/QUOTE] Schlimm genug :D Und man könnte natürlich darüber nachdenken den Suizid in geregelte Bahnen zu lenken, da ließe sich bestimmt ein Geschäft draus machen, mir fallen da die Selbstmordzellen aus Futurama ein :rolleyes: Man könnte es als letzten Tritt in den Hintern der ganzen Welt verstehen, wenn man es mit seinem Tod schafft ein paar Nahverkehrszüge aufzuhalten, vielleicht war das sogar ein Hintergedanke, weiß mans? Ich meine wenn ja, wäre ich ziemlich sauer, wenn ich drunter leiden müsste, aber wie schonmal gesagt ist diesem Menschen das wahrscheinlich nicht mehr besonders wichtig. |
| Maletumus | [QUOTE]ich gebs ja zu, dass ich mich ab und zu auf rotten rumgetrieben habe und sowas schon als fotos gesehen habe[/QUOTE] Ich frage mich schon lange, wie man freiwillig auf so eine Seite gehen kann.... |
| belladonna | Also ich weiß nicht, ich lese hier immer wieder vom wichtigen Termin, den man nicht verpassen darf. Sind Termine wirklich wichtiger als ein gescheitertes Menschenleben? Ganz realistisch betrachtet: geht die Welt unter, wenn man ihn verpaßt??? Was regt man sich eigentlich so auf, man selbst ist doch noch gesund und am Leben, verdammt noch mal! Und einige Leute hier scheinen natürlich ganz genau zu wissen, was so ein Selbstmörder denkt und fühlt. Sich so in andere Menschen einfühlen zu können, ist nicht sehr einfühlsam! Ich habe eine Bekannte, die Krankenschwester auf der Intensivstation ist. Vor kurzem wurde eine junge Frau eingeliefert, die sich von einer Brücke auf die S-Bahngleise gestürtzt hatte und ein ganzes Stück vom Zug mitgeschleift wurde. Diese junge Frau war eine Freundin meiner Bekannten und sie ist nicht gesprungen, weil sie mal eben etwas Aufmerksamkeit erregen und dem Rest der Menschheit mal so richtig eins auswischen zu wollen. Diese Frau ist psychisch krank und ein Arzt von der unverantwortlichen Sorte hat ihre Psychopharmaka abgesetzt, weil es eine unerwünschte Nebenwirkung gab und nicht für eine Alternative gesorgt. Diese junge Frau hörte Stimmen, die ihr geboten sich in den Tod zu stürzen und das ist, auch wenn das einige vielleicht witzig finden nicht wirklich lustig!!!! Es ist schlimm, wenn man soetwas live mitansehen muß, gerade wenns kleine Kinder sind. Obwohl ich mich erinnern kann, daß ich im zarten Alter von 10 Jahren auch schon ein blutüberströmtes Unfallopfer zu sehen bekam und das irgendwie nicht realisiert habe und es nicht als Schock empfunden und auch keine bleibenden Schäden zurückbehalten habe. Aber man sollte aufpassen mit seinen Urteilen. |
| Seraphin | hmm .... einmal hab ich einen Bahn-Selbstmord selbst miterlebt. Ich selbst bin bei der feuerwehr, udn eines Abends, kam die Alamierung "Person von Zug angefahren, Ausleuchtung der Unfallstelle" ... aufgrund des angefahren, durften "jüngere", wie ich, doch ebenso mit. Als dann vor Ort klar war, das diese Person vom Zug überrollt wurde, wurden wir angewiesen, beim Fahrzeug zu bleiben, und eben die Tätigkeiten in diesem Bereich zu übernehmen. Gegen Ende, durften wir auf, persönlichen Wunsch, doch auch noch direkt zur Unfallstelle, schließlich hätten wir, früher oder später, dieselben, oder gar schlimmeren Bilder gesehen. Auf mich wirkte es damals nicht wirklich echt, was wohl daran lag, dass nicht (mehr) allzuviel Blut zu sehen war, dementsprechend gut hab ichs auch verkraftet. Was mich jedoch dennoch dazu veranlasst, dieses Posting zu schreiben, ist die Tatsache, wie einige hier Selbstmörder abwerten. Sicher, genauso wie unter Menschen gibt es jene Art von Selbstmörder, als auch die andere Art, und auch ich verurteile es gewissermaßen, wenn sich jemand an belebten Orten das Leben nimmt, wie z.B. im Ausgangsposting dieses Threads. Doch in unserem Fall handelte es sich, um einen Patient aus dem örtlichen (u.a. psychiatrischen) Krankenhaus, welches von jener Stelle mehrere Kilometer entfernt war. Diese Person war im Rollstuhl, und konnte somit wohl nicht gehen, bei einer Unterführung (einer selten befahrenen Nebenstraße) robbte sie sich dann wohl die Böschung nach oben, wobei diese durch Gestrüpp verwachsen war. Dies zeugt in meinen Augen vor einem Willen zu sterben, welcher mir eine Art von Respekt verschafft. Dies war nicht einfach nur eine Kurzschlussreaktion, sondern wohl eine, welche davon Zeugt, wie satt jene Person ihr Leben hatte, sofern man es Leben nennen wollte. Bzgl. Lokführer... nun, es mag kalt klingen, was ich gerade sage, aber ich finde, dies ist einfach Berufsrisiko, und ich denke, in der Ausbildung, bzw. bei Berufswahl sollte einem dies durchaus klar sein, dass solche Fälle ebenso vorkommen können. Bzgl. Mitleid für fremde Personen... es stimmt, man kannte diese Person nicht, aber in solchen Fällen, versuche ich mir, vorzustellen, was in den Köpfen jener Leute vorgeht. Welch Verzweiflung, welch Schmerz, ... für mich doch auch großteils unvorstellbar, doch senkt dies nicht mein Mitgefühl für jene Personen, eher das Gegenteil, da es einem, in jenem Moment, absolut unüberwindbar erscheinen muss, dass man diesen Schritt wählt, und auch durchführt. Nun, ich hoffe, mein Beitrag ist einigermaßen verständlich, ist doch etwas länger geworden, als erwartet. |
| Darket | NAja, ob die Ausbildung des Lokführers da soviel beitragen kann? Ich meine technisch betrachtet hat er gerade jemanden umgebracht. Ohne es zu wollen und ohne, dass er es hätte verhindern können, aber ich denke doch, dass man das, Ausbildung und Vorbereitung hin oder her, nicht so leicht verkraftet. |
| koumori | Rein objektiv betrachtet ist sich vor nen Zug werfen allein durch die psychischen, physischen und materiellen Schäden, die es bei den Mitmenschen verursachen kann, nun mal eine der egoistischsten und rücksichtslosesten Arten, sich umzubringen. Und auch Selbstmord im allgemeinen (abgesehen von jenen Subjekten, die ihre Umwelt durch ihren Abgang tatsächlich entlasten würden :p ) ist objektiv durchaus als egoistisch zu betrachten; die subjektiven Beweggründe der betreffenden Personen sowie Kurzschlussreaktionen bleiben hier außen vor, dal sie nun mal eben nicht objektiv sind--- Auf der anderen Seite: merken wir es denn immer, wenn wir gerade egoistisch sind? Sagen wir uns in diesem Moment: "Was ich gerade eben mache ist rücksichtslos anderen gegenüber"? - In den meisten Fällen ist einem wohl der eigene Egoismus - oder das, was von anderen als egoistisch bezeichnet wird - wohl nicht voll bewusst [mir sagen meine Eltern auch ständig, dass dies oder jenes egoistisch von mir war und dann muss ich erst mal innehalten und denke "Ach ja?" und manchmal dann noch "tatsächlich!"] Also frage ich: macht das sich-des-eigenen-Egoismus-nicht-bewusst-sein einem nun weniger egoistisch? Ich denke, objektiv betrachtet: Nein! Ergo: objektiv und von ausen gesehen kann man einen Zugselbstmord als einen durchaus egoistischen - und dadurch vielleicht sogar ein Fitzelchen niederträchtigen - Akt betrachten. |
| Serena | [QUOTE][i]Original geschrieben von Bird of prey [/i] [B]@dark vampire Na wenn du sonst keine Probleme hast, als pünktlich zu irgend einem termin zu kommen......deine Sorgen möcht ich haben. [/B][/QUOTE] boah, genau, mehr fällt mir zu dieser Aussage auch nicht ein :eek: @cleopatrixi: tut mir echt leid, dass du das mitansehen musstest... das übelste, das ich mal über so einen Personenunfall gehört habe war, dass die Familie des Verstorbenen die Bahn- und Gleissäuberungsarbeiten bezahlen mussten! das ist doch unfassbar! *grml* |
| Schattenwesen | Scheiße, tut mir leid, dass du das sehen musstest. Im ersten Moment dachte ich auch "der hätte sich echt anders/ woanders/ später umbringen können"- aber vielleicht hat er gerade diesen Weg bevorzugt, weil ihm in seinem Leben immer die Aufmerksamkeit fehlte? Weil er einmal [und dann eben leider auf diese traurige und dramatische Weise] [I]gesehen[/I] werden wollte? Find's dennoch schlimm, dass du und all die anderen das mit ansehen musstet- und der Zugführer erst... Mein Gott, diese Leute machen sich teilweise ein Leben lang Vorwürfe, dabei können sie doch am wenigsten dafür... |
| Jandoe | Mir ist mal was ähnliches passiert. Ich saß mal in einem Zug, vor den sich drei Jugendliche gestürzt haben, hab sie dann gesehen, als der Zug evakuiert wurde. |
| Schattenwesen | Gleich drei? Mein Gott... und alle tot, ich meine...? Zu dritt, ich kann's mir nicht vorstellen. Auch egal! |
| Jandoe | @ Schattenwesen Die sind alle gestorben, aber nicht durch den Zug, sondern am Sturz von der Brücke. |
| Schattenwesen | @Jandoe: Das ist schrecklich... Hast du den Sprung gesehen? |
| Jandoe | Ne. Ich saß weit hinten im Zug. Plötzlich wird er langsamer und ich merke, dass wir über irgend etwas drüber fahren. Mein erster Gedanke war Baum oder so. Dann hattte ich eine schlimme Befürchtung, die sich bestätigt hat, als der Zug evakuiert wurde. Aber die Polizisten waren so freundlich uns ins Bild zu setzten. Am Tatort war nicht einmal geklärt, ob es wirklich Selbstmord war. Das waren wohl fünf von denen zwei nicht gesprungen sind. Aber ich hab einen von denen am Rettungswagen gesehen, der sah zu geschockt aus, als dass ich ihm Mord zutrauen würde. |
| ViKtor | Bei einem Einsatz der JFW *husthust* :) bekammen wir mit, dass sich einer vor einen ICE geworfen hatte, der auf der durchfahrt war (also volles Tempo) und dass zum Schulende als die meisten Kinder am Bahnhof waren. Das schlimmste war jedoch, dass die Stelle so schlimm aussah und, sorry wenn jemanden stört, seine Glieder in so einem Umfeld rumgeschleudert wurden, dass die Feuerwehr mit ZAHNBÜRSTEN die Umgebung sauber machen musste. Klingt unglaublich, wurde aber so befohlen. ^^ Die Einsatzleute mussten alle hinterher betreut werden, und die Abteilung war lange nicht einsatzfähig. Weitere Details erspar ich jetzt, mich wundert nur warum so viele absolut eckliche Einzelheiten über den öffentlichen Funk mitgeteilt wurden. Selbstmord hin oder her, wenn man mit der Art wie man aus dem Leben ausscheidet völlig Fremde seelisch aus den Konzept bringt, sollte man es lassen. Wer sich wirklich in den Exitus beförden will, kann das auch auf stille art und Weise. Aber manche wollen halt Aufsehen erregen auch wenn es auf diese Art ist. Klingt komisch, soll aber niemanden jetzt verletzen oder beleidigen ViKtor |