| Antiope | Vielleicht kenne einige unter euch den Roman: "DIE EMANZEN SIND LOS" von Bettina Hoffmann Wenn jedoch nicht, hier ein kleiner überblick: >>Es weht ein rauher Wind im Patriarchat. Da die Herren über MAcht und Ellenbogen nur wenig Einsicht zeigen, beschließt eine Gruppe Frauen den Ausstieg aus der Männergesellschaft. Ein Frauenstaat muß her. Aber wie gründet frau einen Staat? Und vor allem Wo? Fortuna erweist sich als gnädig und spendiert ein solides Finanzpolster und schließlich finden die Aussteigerinnen auch ein geeignetes Areal für ihre Pläne. Der Staat Lilith wird geboren. [....] Lilith wird ein voller Erfolg und Lilith bekommt, zum Entsetzten der Männer, viele kleine Schwestern in aller Welt...<< Es ist eine amüsante Stück Literatur und vieles ist einfach unrealistisch, z.B.: Die Mütter des Projektes finden zufällig ein kleines Vermögen, mit dem sie das Projekt finanzierren, sie beschlagnahmen einfach ein großes Stück Land der BR und machen es zu einem eigenständigen usw. Die Idee des ganzen ist jedoch einen eigenen Staat zu grünen, wo frau nacht unterwegs sein kann, ohne angst vor Vergewaltigung, ect. zu werden. Für Frauen, die einfach genug von Männern haben und auch ohne sie Leben möchten (Frauen die Opfer männlicher Gewalt geworden sind ect.). Dabei muss es sich ja nicht unbedingt ein ganzer Staat sein^^ Nehmen wir mal an einige "wohlhabende" Damen erwerben sich ein großes Stück Land, bauen dort Läden, Freizeitstätten ect. tags über hätte jeder einlass (natürlich nur Besuchsrecht und das mit Kontrolle;) ) und ab einer gewissen Uhrzeit wäre Schluss für die Herren und die Frauen hätten ihr eigenes Gebiet. Was würdet ihr dazu sagen? Wie gefällt euch die Vorstellung? Por und Contra. Sagt mir einfach eure Meinung dazu. |
| White_Fang | Jeder kann Leben wie er es für richtig hält. Wenn jemand so beschränkt im Denken ist, und glaubt durch den Auschluss einer Bevölkerungsgruppe seinen persönlichen Frieden zu finden, soll er dies doch gerne tun. Einen Männerstaat, einen Islamistenstaat, einen weißen Herrenrassestaat et cetera. Ich persönlich finde das rückständig und beschränkt. Die Idee ist auch nicht neu. In Amerika gibt es auch, natürlich nicht offiziell, Siedlungen in denen Schwarzen nicht willkommen sind, im Grunde der gleiche Gedanke, bloss eine leicht andere Modifikation. Aber wie gesagt, wenn jemand freiwillig so leben möchte, und alles seine Ordnung hat, gibt es nichts dagegen einzuwenden. P.S.:Wenn ich den Buchtitel richtig interpretiere, ist die Idee wohl auch von der Autorin nicht ganz ernst gemeint. |
| Antiope | Ich verstehe zwar nicht was daran beschrängt sein soll, aber nun ja. Man kann sowas wohl schlecht mit Rassismus gleichsetzten, dass ist schlichtwegs absurd und irrational. PS: Das ist mir völlig klar :rolleyes: |
| White_Fang | Dann erkläre mir doch bitte den prinzipiellen Unterschied zwischen Rassismus und Sexismus. Bei beidem liegt eine Reduktion des Menschen auf ein äußerliches angeborenes Merkmal vor. Im Grunde macht es keinen Unterschied ob ich einen Menschen als minderwertig, höherwertig oder sonstwie moralisch vorverurteile auf Grundlage seiner Hautfarbe oder seines Geschlechts. Ich finde es beschränkt, Frauen zu unterstellen, sie hätten keine Führungsqualitäten und Männern zu unterstellen sie hätten keine Empathie. Wenn du nicht erkennst, warum dieses Denken beschränkt sein sollte, kann ich dir auch nicht helfen. |
| LaChatte | [QUOTE]Was würdet ihr dazu sagen? Wie gefällt euch die Vorstellung? Por und Contra.[/QUOTE] Wenn ich mit dieser Ausgangssituation ein Buch schreiben müsste, würde es wohl damit enden, dass die Weiber innerhalb des Zauns genauso biestig, fies und brutal sind wie die Männer ausserhalb. Nur schon der Gedanke, dass es mir verboten wäre, gemütlich gekuschelt an den Mann meiner Träume die Nacht zu verbringen, würde effektiv verhindern, dass ich mich je einer solchen Kolonie anschliessen würde. |
| Antiope | @ White_Fang Wer redet denn hier von Sexismus? Habe ihr irgend einen Mann hier bzw. die Autorin beleidigt??? SIch beführworte Sexismus auch gar nicht. Ich habe hier einfach einen Gedanken zur Diskusion gegeben. Erklär mir bitte in welchem Satz in welchem Gedanken ich irgendwen diskriminiert oder beleidigt habe Dieses Thema war auch teilweise zur erheiterung ungedacht und nicht etwa ihrendwem auf den Schlips zu treten :rolleyes: |
| White_Fang | Erstens, hast du das Wort Rassismus eingebracht. Ich habe der Autorin keinen Sexismus unterstellt und auch nicht die Idee mit Rassismus gleichgestellt, sondern nur den Vergleich gezogen, zwischen real existieren Siedlungen die keine schwarze Menschen wünschen. Warum sie keine schwarze Mitglieder wünschen habe ich nicht erwähnt, und sie sind deshalb auch nicht so ohne weiteres als Rassisten zu bezeichnen. Zweitens, ja, hast du die Idee zur Diskussion gestellt. Meine Ansicht ist, dass die Idee einer Gemeinschaft deren Mitgliedern bewusst unter dem Ausschluss einer anderen Bevölkerungsgruppe lebt beschränkt und rückständig ist. Ich denke gerade eine heterogene Gesellschaft ist eine gesunde Geselleschaft, aber gleichzeitig habe ich auch erwähnt, dass jemand der so leben möchte, dies ruhig tun kann, solange niemanden etwas aufgezwungen wird. Das ist meine Ansicht, und wo ist nun dein Problem? |
| Antiope | Du hast das Wort nciht erwähnt, doch darum geht es ja. [QUOTE]In Amerika gibt es auch, natürlich nicht offiziell, Siedlungen in denen Schwarzen nicht willkommen sind, im Grunde der gleiche Gedanke, bloss eine leicht andere Modifikation[/QUOTE] Nein gar nicht. Sie wollen nur nichts mit Menschen zusammenleben, die anders sind als sie selbst. Und sind auch nicht willkommen. [QUOTE]In Amerika gibt es auch Siedlungen in denen Schwarzen nicht willkommen sind[/QUOTE] verzeih! Wie dumm von mir so etwas als Rassismus aufzufassen [QUOTE]Ich denke gerade eine heterogene Gesellschaft ist eine gesunde Geselleschaft, [/QUOTE] Bitte?? Kannst du mir bitte näher erläutern was du damit meinst?? :eek: Auf den rest deine Argumente möchte ich nicht näher eingehen. |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Antiope [/i] Nein gar nicht. Sie wollen nur nichts mit Menschen zusammenleben, die anders sind als sie selbst. Und sind auch nicht willkommen. verzeih! Wie dumm von mir so etwas als Rassismus aufzufassen [/QUOTE] Nur weil sie nicht mit Schwarzen zusammenleben wollen müssen es keine Rassisten sein. Sie leben nach dem Gedanken, das weiße und schwarze Menschen nicht friedlich zusammenleben können, ohne dass sie die eine oder andere "Rasse" als höherwertig betrachten. Genau das unterscheidet sie vom Begriff Rassismus, obschon ich diese Einstellung auch als beschränkt betrachte. [QUOTE][i]Original geschrieben von Antiope [/i] Bitte?? Kannst du mir bitte näher erläutern was du damit meinst?? :eek: [/QUOTE] Klar. Eine pluralistische Gesellschaft hat viele antagonistische Strömungen in sich, die verhindern dass jene Gesellschaft in ein Extrem abgleiten. Zudem sorgt eine heterogene Gesellschaft durch das natürliche auftreten eines produktiven Konkurrenzkampfes (Nicht mit Neoliberalen Idee gleichzusetzen!) für einen Fortschritt der, druch ein reiches Spektrum an Ideenströmungen, eine große Basis besitzt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Antiope [/i] Auf den rest deine Argumente möchte ich nicht näher eingehen.[/QUOTE] Ja, wenig durchdachte Konzeptionen konzentrieren sich häufig nur auf die eine oder andere Sichtweise. Im übrigen, finde ich, bist du bisher noch überhaupt nicht auf ein Argument eingegangen. |
| Grey Rainbow | Hallo erstmal! @ Antiope & White_Fang Uiuiui, hitzige Diskussion, ich glaube hier prallen Welten aufeinander. So weit so gut. Meine Wenigkeit hat den Eindruck dass ihr euch beide persönlich angegriffen fühlt und euch wohlmöglich gegenseitig die Augen auskratzen würdet wenn euch nicht das Glas an euren Bildschirmen trennen würde. Seid mir nicht böse, aber meine Meinung dazu: :( Zurück zum Thema... Ich hab mal nen Bericht gelesen dass es tatsächlich in einer amerikanischen Stadt (ich glaube es ist Boston) ein ganzes Gebiet gibt welches ausschliesslich für homosexuelle Männer zugänglich ist. Das Ganze hat sich wie in Antiopes Szenario entwickelt: Ein wohlhabender Homosexueller hat einen ganzen Häuserblock aufgekauft, eingezäunt, einen Sicherheitsdienst beauftragt nur "erwünschte Personen" auf das Gelände zu lassen und hat die Wohnungen in seinen Häusern an Homosexuelle vermietet oder verkauft. Ergebnis: Nur Männer in diesem Bereich. Die Menschen außerhalb haben sich tierisch darüber aufgeregt und fühlten sich in ihrer Freizügigkeit hinzugehen wo sie wollten eingeschränkt. Die Männer drinnen schienen jedoch recht glücklich zu sein. Ich denke es kommt immer darauf an mit welchen Erwartungen man ein solches Projekt beginnt! Die Männer in Boston hatten den Traum in einer Gemeinschaft leben zu können, in der sie nicht wegen ihrer Homosexualität diskriminiert werden. Das hat bei ihnen funktioniert. Wenn jedoch ein Gebiet für Männer nur gesperrt wird um die Sicherheit zu erhöhen kann das nur klappen wenn es tatsächlich so wäre dass in einer Gesellschaft nur Männer gewalttätig wären und die Frauen friedlich. Leider befürchte ich dass dann die "ökologische Niesche" der bösen Buben durch böse Mädchen besetzt würde. Zur Erläuterung: Zunächst würden die Frauen in dem herrenlosen Gebiet abends ohne Angst zu haben auf der Strasse sein. Sie würden sich fein herausputzen, vielleicht hin und wieder sogar ihren schönsten Schmuck anlegen um abends auszugehen, vielleicht essen oder ins Kino oder was man alles so machen kann. Keine Männer, keine Notwendigkeit Angst zu haben. Bis eines Tages eine Frau abends eine andere Frau ausraubt. Aus Neid dass deren Schmuck so bezaubernd schön ist. Oder aus Armut um irgendwie an Geld zu kommen. Oder vielleicht aus einem anderen (kriminellen / welchem auch immer) Grund. Und schon ist da wieder das Problem: Man fühlt sich unsicher. Fazit: Um abends Sicherheit auf der Strasse zu haben wäre die Massnahme Männe auszuschliessen nutzlos. Der Gedanke ist schön ist dass man im Dunkeln keine Angst allein draussen haben muss. Aber leider wird es egal unter welchen Umständen in der westlichen Gesellschaft keine 100% sicheren Strassen in der Nacht geben - es sei denn jeder Einzelne wird ab Einbruch der Dämmerung bis ins kleinste Detail überwacht und bei Angriffen auf die Sicherheit anderer Personen mit mittelalterlichen Strafen belegt... :rolleyes: |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Grey Rainbow [/i] Uiuiui, hitzige Diskussion, ich glaube hier prallen Welten aufeinander. So weit so gut. Meine Wenigkeit hat den Eindruck dass ihr euch beide persönlich angegriffen fühlt und euch wohlmöglich gegenseitig die Augen auskratzen würdet wenn euch nicht das Glas an euren Bildschirmen trennen würde. Seid mir nicht böse, aber meine Meinung dazu: :( [/QUOTE] Bitte? Ich fühle mich nie persönlich angegriffen. Zum Thema beitragen möchte ich noch, dass häusliche Gewalt in Gleichen Teilen von Mann und Frau verübt werden. Nach neuesten Erkenntnissen. |
| Grey Rainbow | Entschuldige bitte, White_Fang, ich habe Dir unrecht getan indem ich mich - wahrscheinlich in meiner Verwunderung über Antiopes Hang zum missmutigen Uminterpretieren Deiner Postings - zu diesem Satz hinreissen lassen obwohl ich Antiope mit dem persönlich angegriffen fühlen meinte. Entschuldige bitte... Ich verabschiede ich mich mit einer demütigen Verneigung |
| Antiope | Der einzige Punkt in dem ich mich angegriffen fühlte, ist der, dass man die Idee als Rassistisch gesehen wurde. Da kann mir White_Falg erzählen was er/sie will. Der Rest ist mir ziemlich egal :rolleyes: |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Grey Rainbow [/i] [B]Entschuldige bitte, White_Fang, ich habe Dir unrecht getan indem ich mich - wahrscheinlich in meiner Verwunderung über Antiopes Hang zum missmutigen Uminterpretieren Deiner Postings - zu diesem Satz hinreissen lassen obwohl ich Antiope mit dem persönlich angegriffen fühlen meinte. Entschuldige bitte...[/QUOTE] Das ist schon in Ordnung, es wurde ja nichts schlimmes gesagt. @Antiope Ich finde es seltsam eine Idee zur Diskussions zu stellen, und dann nicht willens oder fähig sein, diese Idee auch zu diskutieren. Aber das scheint bei dir ja, ohne dich angreifen zu wollen, nichts ungewöhnliches zu sein. Allein wenn ich mir deinen Thread "Deutsche...." betrachte. Ich ziehe mit Grey Rainbow gleich, und verabschiede mich von dieser "Diskussion". |
| Frost_Geist | Das wäre ja schön für Frauen. Aber 1. Kinder, wo kommen die her ? 2. Männer sind ja dann anscheinend nur noch die Besamer. Denn das ist die letzte Aufgabe für die sie dann noch einen Zweck hätten 3.Ein totales zerstören von sämtlichem heterosexuellen Gefühlsleben Und spätestens wenn sich das offenbart werden die Frauen von dem Rest der Welt aus ihrem Staat geholt, geplündert, gefoltert, vernichtet, wie es mit allen Gegenmächten getan wird. Die Männer auf solch ein niedriges Niveau herabzusetzen ist genau das was du mit deinem Satz "Undank ist der Frauen Lohn" kritisierst" Nur das der Undank dann den Männern gebürt. |
| more | Ich muss White_Fang in vielen Teilen recht geben. Ich verstehe nicht, wie sich aus dieser ersten Reaktion von ihr/ihm so ein heftiger Streit entwickeln konnte. Es ist doch wohl ersichtlich, dass diese Idee, Rassistisch ist. Ich nehme mal an, die Autorin hat es tatsächlich nicht so ernst gemeint, aber dennoch wird hier eine Gruppierung von Menschen herabgewürdigt und nicht willkommen geheisen sondern abgesondert. Mal davon abgesehen, dass sich die Frauen hinter den Zäunen die Köpfe einschlagen würden. Und was geschähe dann mit den neugeborenen Söhnen? Die müssten nach einer Zeit die "Frauen-Zone" verlassen. Und die Töchter? Wenn sie zu einem Mann hingezogen fühlen? Werden sie dann auch "rausgeworfen"? Alles im Allen finde ich die Idee etwas pervers. Ausserdem unterstellt man damit jedem Mann, zwar unterschwellig, ein potentieller Vergewaltiger und Mörder zu sein. Darüber sollte man auch nachdenken. |
| Antiope | Wenn man in solch einem Staat lebt, heisst es ja nciht direkt, dass man da für immer bleiben müsste. Käme ja einem Gefängnis gleich^^ Bekäme frau einen Sohn, hieße ea ja nicht, dass sie ihn ausstoßen würde (passiert ja so auch schon), sie würde sich wohl entscheiden, dort weg zu ziehen. Das mit den Vergewaltigern war nur ein Beispiel, es wäre halt ein Ort für Frauen, die etwas neues ausprobieren möchten oder halt einfach genug von dieser "Welt" hätten. Nun ih kenne viele Frauen, die sich wohlmöglich dafür entscheiden würden, eine zeitlang dort zu leben. Nun vielleicht habt ihr recht, die heutigen Frauen würden sich wohl tatsächlich an den Kragen gehen. Doch es gab auch eine Zeit wo das nicht der fall war. Eventuell würde es dazu wieder kommen wer weiß das schon? :D Mit dem Spruch "Undank.." ist etwas anderes gemeint, aber das möchte ich nciht näher erläutern. Wenn das deine Auffassung ist, ist sie für dich richtig ^^ @White_Flag Fals du doch dazustoßen solltest: Nur weil ich dieses Thema eröffnet habe, zwingt mich das noch lange nicht, hier mit diskutieren zu müssen (meiner Auffassung nach) Wenn du das anders sieht ist das pech. :p Ich kann deiner Argumentation zwar immer noch nicht zustimmen (werd es auch wohl nie tun) aber danke für deinen beitrag. Schade das du dich zurück ziehst. PS: Erlaube mir die Frage: Was bedeutet dein Nick?? (reine neugierde) |