| Väinämöinen | Seit ich zum ersten mal über die Vorfälle im sachsen-anhaltinischen Klietz im Jahr 2000 hörte, lässt mich die Geschichte nicht mehr los. Suche Leute, die mir helfen können mehr über die Opfer und ihr Leben herauszufinden! V |
| Basilius | Helfen können Dir sicher wenige, aber wenn Du etwas über die Hintergründe erfahren willst, warum fährst Du nicht dahin, und bleibst einfach eine Weile an dem Ort, oder einem Ort in der Nähe, schließt Dich Jugendlichen in diesem Alter an, und ihrem Lebensrhytmus und ihren Interessen ? |
| MirrorOfPain | sorry für die dumme frage aber was ist damals passiert? was war da?? :/ mfg mirror |
| Nihasa | Artikel von Ewiglicht: [url]http://www.ewiglicht.net/unter_schwarzer_flagge.htm[/url] |
| Montrose | Der von Nihasa angegebene Link ist heikel, weil er die üblichen Unwahrheiten herunterbetet. In dem Link wird zum Beispiel suggerriert, daß im Wave-Gothic-Treffen sich vornehmlich Leute träfen, die gegenseitig ihr Blut trinken und ähnlicher Blödsinn. Auf der anderen Seite spiegelt der Text die Ratlosigkeit der Eltern, der Polizei usw. wieder. Die Gefahr scheint mir zu sein, daß die Erwachsenenwelt die Erklärungen im "Satansimus" anstatt bei sich selbst und den daraus resultierenden Problemen für Heranwachsenden sucht. Es geht weniger darum, wie sich die jungen Leute ausdrücken, sondern was sie eigentlich sagen wollen. Ihre Botschaft ist wichtig. Trotz sensationslüsterner "Erklärungsversuche" leuchtet deutlich hindurch, daß in der Gegend das bürgerliche Umfeld inklusive Pfarrer und Gemeinden zu ignorant und einfallslos war, Jugendlichen Erlebnismöglichkeiten, eine optimistische Lebenseinstellung trotz derzeit problematischer Perspektiven und einen offenen Dialog zu vermitteln. Weil die Erwachsenenwelt nicht mehr weiter weiß, bringen sich junge Menschen um. [b]Anstatt mit irgendwelchem Pseudo-Wissen und blödeligen Psycho-Erklärungen aufzutrumpfen, sollten sich die Erwachsenen, Polizisten, Pfarrer, Eltern, Psychiater, Behördenmenschen usw. mal fragen, was sie selbst eigentlich am Leben erhält.[/b]. Vielleicht würde dies den jungen Leuten ja Hoffnung machen.... oder im Gegenteil würden nun auch Erwachsene anfangen sich umzubringen. Der Boden unter den Füßen ist verdammt dünn, wenn man an nichts im Leben glaubt, wenn man keine Ideale hat, wenn man nur noch funktioniert. Der Niedergang des ostdeutschen Sozialismus hat eine weltanschauliche Lücke hinterlassen, der von der westdeutschen, karriere-konsumgeil-oberflächlichen Ideologie nicht geschlossen werden kann. Ein Neuanfang einer "anderen Welt" ist keine schlechte Idee. Doch diese andere Welt muß hier in Deutschland geschaffen werden und nicht im Jenseits. |