| ShortBrini | Hallo! Ist es nicht schon Diskriminierung, dass Ard und Zdf sich nur 1 Stunde am Tag den Paralympics zuwenden und bei den Olympischen Spielen dafür ganze Sendetage von 0.00-0.00 Uhr geopfert wurden? Heißt es nicht "Alle sind gleich" und "Integration" und soetwas. Wieso werden die Paralympics dann nur 1 std. am Tag übertragen?? Fair ist das sicherlich nicht! Was denkt ihr darüber? Brini |
| Haevion | Gegenfrage: Schaust Du Dir Curling an? ;) |
| ange gardien | Natürlich ist es nicht fair, aber so zeigt unsere Gesellschaft zumindest ihr wahres Gesicht. Entgegen aller Lippenbekenntnisse will man mit Behinderten nichts zu tun haben, weil sie einem vor Augen führen das man selbst irgendwann mal erblinden oder im Rollstuhl sitzen kann. Schade eigentlich, aber so ist es eben. Schaut man sich auf der anderen Seite aber die "normalen" Spiele an, die ja eigentlich nur noch eine Werbeveranstaltung mit ein paar sportlichen Einlagen sind, bin ich froh das sich die Behinderten den olympischen Geist ihrer Spiele bewahren können. |
| Thanateros | Es ist sicher in gewisser Weise unfair, aber ich denke, dass das Interesse an den Olympischen Spielen einfach grösser ist, als das an den Paralympics. Und die öffentlich-rechtlichen müssen schliesslich auch ökonomisch denken. |
| Weltunter | auch wenn ich nicht gefragt wurde, ja ich schau mir Curling an ist eine der geilsten sportarten überhaupt. zu den paralympics, ich muss sagen ich find sie viel besser, was diese leute trotz ihren behinderungen auf die beine stellen ist unglaublich. das ard und zdf dem ganzen so viel weniger zeit widmen finde ich daher sehr schade, aber so ist unsere gesellschaft. ich fand es übrigens sehr stark das Horst Köhler auf der tribüne saß und den deutschen athleten persönlich gratuliert hat, ob nun aus marketinggründen oder nicht weiß ich nicht, aber ich fands gut. |
| Darket | Ich finde es dahingehend sehr schade, dass ich selbst in einer Behinderteneinrichtung arbeite und mich das ganze quasi schon beruflich interessieren würde. Dennoch muss man ganz einfach mal sehen, dass Behindertensport einfach nicht diese Aufmerksamkeit hat und Sportarten ins Rampenlicht zu bringen ist schwierig und teuer, längst nicht jeder landet solche Glückstreffer wie RTL vor einigen Jahren mit dem Skispringen. |
| Ventus | blabla. Wer guckt sich schon freiwillig Rollstuhlrennen an? |
| Gr. Gaulichter | warum muss es überhaupt Paralympics geben? viel mehr aufmerksamkeit bekämen behinderte sportler, wären sie in das Olympische rahmenprogramm integriert. @Thanateros "aber ich denke, dass das Interesse an den Olympischen Spielen einfach grösser ist, als das an den Paralympics." das zählt nicht als argument. nämlich weil das interesse gemacht wird von media & co. stichwort "bedürfnis": erst wecken, dann befriedigen. gg |
| asamandra | Ja, das hab ich mir auch schon gedacht. Aber darüber regt sich natürlich niemand auf, weil Paralympics sind ja schließlich nicht so interessant wie die 'normalen' Spiele! [QUOTE][i]Original geschrieben von Ventus [/i] [B]blabla. Wer guckt sich schon freiwillig Rollstuhlrennen an? [/B][/QUOTE] Ich! Und nicht nur das, sondern auch (falls es möglich ist) Tischtennis, unter anderem deswegen, weil ein Bekannter von mir (Dietmar Kober) dabei ist. Noch fragen? |
| Gr. Gaulichter | deutsche sind doch auch nur sensationsgeile maschinen wie die amis. eigentlich könnte man ihnen die Paralympics leicht schmackhaft machen... gg |
| Haevion | Rollstuhlrennen sind zynisch. Dort wird eine Scheinnormalität aufgebaut. ;) |
| Gamblers Star | Etwa der Schein, daß diese Jungs auch was leisten können, oder wie soll ich das verstehen? Leider ist es dann ja auch nur Schein bei den "echten" Spielen, daß die gesamte Männerwelt aus durchtrainierten Kajakfahrern besteht (obwohl,...von dem Schein würd ich mich wohl gern blenden lassen);) Also den Athleten gebührt mein voller Respekt und ich würd gern mehr davon ansehen. Gerade Dressurreiten, das kam schon bei Olympia viel zu kurz...grummel. Sportskameradschaftliche Grüße |
| White_Fang | Stimmt, wir Deutschen sind diskriminierend, weil wir uns nicht so gerne die Paralympics anschauen. Natürlich sind wir auch Sexistisch, weil wir nicht so gerne Frauenfussball sehen, und rassistisich weil wir nicht so gerne afrikanischen Nationalsport sehen. Ich bin natürlich der schlimmste von alle, da ich Behinderte im Fernsehen nicht beim Sport zu sehen will, genaus wenig wie ich irgendwelchen Art von Sport im Fernsehen sehen will. |
| Kampfsau | Ich schau mir auch lieber die olympischen Spiele an.Wenn jemand sprintet oder turnt oder sonstwas macht kann ich damit mehr anfangen als mit rollstuhlfahrern.Ich kann mich damit mehr identifizieren und dem meh nacheifern und mich auch selber vrbessern.Ich kling jetzt ein bischen hart aber die Behinderten wollen durch diese Paralympics auch irgendwie etwas kompensieren.Natürlich ist es toll was die Kerle und Damen da leisten aber ich habe das alles im Grunde schon mal gesehen und auch wenn Behinderte vielleicht nah dran sind,sind die Gesunden immer noch ein wenig besser.Ausserdem gibt es da noch ein Behinderungslevel je nachdem man andere Bewertungen bekommt und so weiter.Ich würde mir auch keine Rentnerolympiade ansehen ,mit Teilnahme ab 60.Sie können eben nicht so gute Leistungen bringen wie ein gesunder Topathlet,das ist Tatsache auch wenn man bedingt durch die Behinderung mehr dazu angespornt ist zu trainieren und sein noch vorhandenes Potential auch zu nutzen.Oder glaubt ihr die wären mit dem gleichen harten Training und ohne Behinderung schlechter. Vielleicht machen die es auch nur weil sie den Sport lieben und sich zu messen aber sie dürfen nicht erwarten das sie der Publikumsmagnet werden.Ich denke es wäre viel verletzender den Leuten zuzusehn wie Kleinkinder die Fussball spielen."Schau mal wie toll der kleine Spielt,dafür das er noch so klein ist".Okay das ist etwas Krass trifft aber in leicht abgeschwächter Form auf das zu was ich denke.Man brauch nur die Wörter etwas wechseln" Ist es nicht erstaunlich was die Leute trotz ihrer Behinderung leisten".Wenn z.B. die Einbeinigen mit ihrer Protese dennoch ungefähr Olympia Niveau laufen würden(Ich glaube die sind ca eine halbe bis eine Sekunde langsamer).Ich bin schon der Meinung das auch Menschen mit Behinderung ihr leben sehr gut meistern können und diese auch körperlich ernst nehmen sollte. Ein Einarmiger ist nicht zu unterschätzen denn alles wofür man 2 Arme braucht schafft er mit einem Arm.Nur bei Olympia möchte man die absoluten Superlativen sehen die die Welt zu bieten hat, und das ist bei den Paralympics zumindest noch nicht der Fall.Ausserdem stell ich mir das Turnen(einer meiner Lieblingsdisziplinen) nicht annähernd so esthätisch vor. |
| Gr. Gaulichter | @Kampfsau warum sollen nur behinderte menschen durch sport etwas kompensieren wollen? wenn ich mir die ganzen "sportler" in den fitnessstudios anschaue und wie sie scheiß in ihre adern spritzen, dann wollen die doch auch kompensieren... oder eine bekannte schwimmerin... "hüte dich vor verallgemeinerungen" - warum soll es nicht auch behinderte menschen geben, die sich sportlich einfach nur messen wollen? die wissen wollen, welcher blinde nun am schnellsten die 100 meter schafft? bei den leistungen, die diese leute bringen, darf sich jemand, der zuletzt in der schule die 100 meter gelaufen ist, bestimmt nicht muckieren (nein, ich mutmaße nicht, dass du...). "und auch wenn Behinderte vielleicht nah dran sind,sind die Gesunden immer noch ein wenig besser." - wen willst du damit verkaspern? die frage ist doch, mit welcher voraussetzung die leute das schaffen. komisch, dass man bei pferden nicht derartiges äußert. totaler irrsinn ist auch, zu glauben, dass behinderte menschen nur aufgrund ihrer behinderung dazu angsport werden, sportliche höchstleistungen zu vollbringen. das geht hand in hand mit deiner aussage, sie würden etwas damit kompensieren wollen. und ich frage mich ernsthaft, auf welche schlechten erfahrungen dein derartiges urteil beruht. "Vielleicht machen die es auch nur weil sie den Sport lieben und sich zu messen aber sie dürfen nicht erwarten das sie der Publikumsmagnet werden." - und warum bitteschön nicht? sind sie etwa weniger wert? "Nur bei Olympia möchte man die absoluten Superlativen sehen die die Welt zu bieten hat [...]" - und die ist natürlich nur dann erreicht, wenn dort perfekte menschen leistung zeigen... nun ja, gg |
| Ventus | [QUOTE][i]Original geschrieben von asamandra [/i] [B]Ja, das hab ich mir auch schon gedacht. Aber darüber regt sich natürlich niemand auf, weil Paralympics sind ja schließlich nicht so interessant wie die 'normalen' Spiele! Ich! Und nicht nur das, sondern auch (falls es möglich ist) Tischtennis, unter anderem deswegen, weil ein Bekannter von mir (Dietmar Kober) dabei ist. Noch fragen? [/B][/QUOTE] Ja, würdst dus auch gucken wenn der nich wär? |
| Darket | [QUOTE]Natürlich sind wir auch Sexistisch, weil wir nicht so gerne Frauenfussball sehen[/QUOTE] Dafür seh ich gern Damenvolleyball (Brasilien gegen Cuba war toll *gg*), zählt das? :D |
| Kampfsau | Natürlich machen die Leute auch Sport weil sie Spaß daran haben oder sich einfach messen wollen.Das habe ich sogar geschrieben. Aber es gibt eben nicht gerade wenig Fälle in denen Menschen die z.B. ein Bein verloren haben,auf einmal anfangen richtig intensiv zu laufen obwohl sie vorher nicht auf dieser Schiene waren,eben weil sie zeigen wollten das sie nur absolut nicht benachteiligt sind.Nur das glaube ich auch schon ohne das man mir zeigen muss wie diese denn nun laufen können.Wenn die wirklich gut sind und auch bei den richtigen Spielen mitmachen können dann schau ich mir die Leute auch an.Ausserdem schau ich mir noch lange nicht alle olympischen Wettbewerbe an.Ich schaue mir ja auch im Grunde keine unwichtigeren Wettbewerbe an in denen weniger Leistung gebracht wird.Viele schauen abseits der olympischen Spiele kaum noch Leichtathletik nicht mal WMs oder EMs und wieso sollten sich dann auf einmal alle die Paralympics ansehen. Das liegt doch allein schon an der Werbung.Ich weiß z.B. nichtmal wann oder wo die laufen und mir persönlich wäre es egal. [QUOTE]"und auch wenn Behinderte vielleicht nah dran sind,sind die Gesunden immer noch ein wenig besser." - wen willst du damit verkaspern? die frage ist doch, mit welcher voraussetzung die leute das schaffen. komisch, dass man bei pferden nicht derartiges äußert.[/QUOTE] Wenn wollt ihr denn verkaspern.Besonders die Behinderten wollen nicht das man sie unter anderen Maßstäben mißt. Ich meine was wäre denn der Sinn darin die Paralympics im Fernsehen auszustrahlen?Mit den Sportlern aus den olympischen Spielen kann ich mich noch identifizieren und versuchen ihnen nachzueifern und ihnen näher zu kommen oder sie einfach nur bewundern die Körper sehen eben sehr ästhetisch aus und wissen zu gefallen.Es gab in Athen sehr viele "sehr"gut aussehende Athletinnen.Und ich bin mir sicher viele Frauen gucken sich z.B. auch gerne ein paar durchtrainierte Sportler an. Das die Leute diese Menschen lieber sehen hat nichts damit zu tun das Behinderte weniger wert sind.Man sieht diese Leute eben nicht so gerne zu wenn ihre Leistungen nichtmal superlativ sind.Andere Behinderte sehen sich diese Sendung sicher zu Hauf an und fiebern da mit eben weil sie sich besser damit Identifizieren können und wollen vielleicht auch mal eine Superzeit wie der einbeinige laufen können.Achja,ich finde Pferdelaufen auch scheiße. Kein Mensch fragt sich z.B. warum ein WMFussballspiel mehr Zuschauer hat als ein Nationalligaspiel oder auch eine EM. Oder von den Athleten aus Olympia hört man jetzt im Grunde auch nichts mehr.Sie sind aus der Aufmerksamkeit verschwunden. Heulen die Athleten deswegen rum,nein ich glaube nicht.Die tun was sie tun eher für sich und denen wäre es auch egal wenn es weniger Zuschauer geben würde.Denen sind wenn sie laufen ganz andere Dinge wichtig und sie trainierten nicht tattäglich um den Leuten alle 4Jahre eine Show zu bieten.Ich denke genauso geht es den Behinderten.Was soll ich die Leute deswegen als Oberflächlich ansehen oder als Leute die Behinderte nur als unangenehm betrachten und lieber weggucken.Mein Onkel ist selber Behindert und die kleine Schwester meines besten Freundes auch.Und ich respektiere die beiden und bin eigentlich auch gerne mit denen zusammen.Aber man kann die Leute eben nicht dazu zwingen etwas zu sehn was sie im Grunde nicht interessiert. [QUOTE]"Nur bei Olympia möchte man die absoluten Superlativen sehen die die Welt zu bieten hat [...]" - und die ist natürlich nur dann erreicht, wenn dort perfekte menschen leistung zeigen...[/QUOTE] Genau so ist es.Olympia ist auch immer wieder ein Zeichen dafür,welch ein Potential in der menschlichen Rasse steckt.Was man als Mensch erreichen kann wenn man alles aus sich rausholt. [QUOTE] bei den leistungen, die diese leute bringen, darf sich jemand, der zuletzt in der schule die 100 meter gelaufen ist, bestimmt nicht muckieren (nein, ich mutmaße nicht, dass du...)[/QUOTE] Natürlich sind das gemessen an normalen Menschen super Zeiten die diese Typen zu laufen in der Lage sind.Und ich gebe zu das ich mit ca 13 Sekunden nicht wirklich schnell bin.Aber ich muss auch sagen das ich das laufen und besonders das schnelle Laufen an sich nicht besonders viel trainiere und auch bedingt durch meinen Körperbau eher Kraftsport betätigen kann als einen Sprint hinzulegen. |
| Gr. Gaulichter | @Kampfsau "Wenn die wirklich gut sind und auch bei den richtigen Spielen mitmachen können dann schau ich mir die Leute auch an." vielleicht gibt es auch regelungen, dass eben kein einbeiniger bei zweibeiner-100-meter-läufen mitmachen darf. denn einige behinderte sportler sind vielleicht schneller, als andere nicht behinderte. zumindest aber wird durch argumente wie "ich will nur die superlative sehen" es den behinderten auch unmöglich gemacht, in eine normale olympiaauswahl zu kommen. traurig das. "Besonders die Behinderten wollen nicht das man sie unter anderen Maßstäben mißt." das ist eine these. kannst du die belegen? wenn ein behinderter mensch sieht, dass er fast so schnell auf 100 metern ist, wie ein nicht behinderter, dann misst er sich tatsächlich aber an den "normalen" maßstäben. irgend einen ansporn möchte er haben. "Ich meine was wäre denn der Sinn darin die Paralympics im Fernsehen auszustrahlen?" 1. werden sie ausgestrahlt (leider nur eine stunde lang), 2. gibt es einen hohen sinn, -> curling auszustrahlen? "Und ich bin mir sicher viele Frauen gucken sich z.B. auch gerne ein paar durchtrainierte Sportler an." klar, und wenn ihnen das augenlicht fehlt, sind sie gleich hässlicher. *zyn* "Man sieht diese Leute eben nicht so gerne zu wenn ihre Leistungen nichtmal superlativ sind." ihre leistungen SIND aber superlativ. ich sehe aber, dass du eben deine wertvorstellung nur an "perfekten" menschen orientierst. da kann ein behinderter mensch natürlich niemals mithalten. "Kein Mensch fragt sich z.B. warum ein WMFussballspiel mehr Zuschauer hat als ein Nationalligaspiel oder auch eine EM." weil nämlich die antwort auf der hand liegt: eine nationalmannschaft hat nun mal mehr fans, als eine nationalligamannschaft. oder kannst du dich mit TeBe Berlin identifizieren? "Aber man kann die Leute eben nicht dazu zwingen etwas zu sehn was sie im Grunde nicht interessiert." oh doch, das geht. RTL & co machen es täglich vor und wenn sie es wollten, könnten sie es auch schaffen, die massen für die Paralympics zu begeistern. aber sie wollen nicht - noch nicht. irgendwann wird auch da die sensationsgier zuschlagen. "[...] welch ein Potential in der menschlichen Rasse steckt." z.b. wenn ein einbeiniger die 100 meter fast so gut, wie ein zweibeiniger läuft. @Nix "Damit ich einen (auch behinderten) Menschen akzeptiere, muss er mir nichts bei den Paralympics beweisen." schön. aber wertest du die leistung gleichermaßen, die ein behinderter mensch bei den Paralympics erbringt, mit der eines nicht-behinderten menschen? gg.grüße |
| ShortBrini | Sehr schön...eine rege Disskusion zu einem wichtigen Thema entfacht! Vielleicht sollte man sagen, dass während den olympischen Spielen ja auch ein 100 oder 200 Meter Rollstuhlwettrennen stattgefunden hat. Aus Demonstrationszwecken oder Werbezwecken für die Paralympics oder sonstwas. Das wurde während der Übertragung auch nur einmal kurz erwähnt. Und zu der Sache, mit der Superlative...bisher haben wir mehr Medeallien bei den Paralympics gewonnen, als bei den polympischen Spielen, soweit ich weiß.... |
| Gr. Gaulichter | @ShortBrini ja, aber das sind doch im vergleich mit den supersportlern nur lumpige bronzemedaillen. gg.grüße |
| Kampfsau | [QUOTE]"Kein Mensch fragt sich z.B. warum ein WMFussballspiel mehr Zuschauer hat als ein Nationalligaspiel oder auch eine EM." weil nämlich die antwort auf der hand liegt: eine nationalmannschaft hat nun mal mehr fans, als eine nationalligamannschaft. oder kannst du dich mit TeBe Berlin identifizieren?[/QUOTE] Genau da liegt das Problem,ich kann mich noch viel schlechter mit Behinderten identifizieren weil ich nun mal keiner bin. Genau wie sich hauptsächlich Berliner mit dem TeBe Berlin identifizieren.Aber es gibt auch viele Leute die schauen sich nur große Turniere wie die WM an oder die sonst was bedeuten und haben sonst kaum Interesse an Fussball.Man will eben nur wirklich große Spiele sehen.Und das sind Nationalspiele viel eher als ein Spiel FC Mühlhausen gegen den FC Hemplingen [QUOTE]vielleicht gibt es auch regelungen, dass eben kein einbeiniger bei zweibeiner-100-meter-läufen mitmachen darf. denn einige behinderte sportler sind vielleicht schneller, als andere nicht behinderte. zumindest aber wird durch argumente wie "ich will nur die superlative sehen" es den behinderten auch unmöglich gemacht, in eine normale olympiaauswahl zu kommen. traurig das.[/QUOTE] Natürlich können die besten Behinderten Sprinter auch viele sehr gute nicht behinderte Sprinter abhängen aber gegen die absolute Elite kommen sie eben nicht an.Aber wenn sie es z.B. wie die Läufer in Athen auch alle unter 10Sekunden schaffen könnten, seh ich keinen Grund warum sie da nicht mitmachen könnten.Sie müssen nur die Leistung bringen und schon würde ihnen die ganze Welt zusehn.Ich finde das eher unfair.Wenn ein gesunder Mann genauso schnell wäre wie die Behinderten ,würde man ihn auch nicht bei den Olympischen Spielen mitlaufen lassen. Soll ich den Leuten zusehn nur weil sie Behindert sind und eben nicht ganz so viel Leisten können wie vollkommen gesunde Menschen.Das wollen die behinderten sicher nicht.Denen ist doch egal wenn ich oder andere ihnen nicht zusehn wollen.Die wollen sich nur messen. [QUOTE]"Und ich bin mir sicher viele Frauen gucken sich z.B. auch gerne ein paar durchtrainierte Sportler an." klar, und wenn ihnen das augenlicht fehlt, sind sie gleich hässlicher. *zyn*[/QUOTE] Das ist jetzt vielleicht hart aber ehrlich.Ich finde einarmige oder einbeinige oder Rollstuhlfahrer sind nicht gerade der schönste Anblick der sich einem bietet.Wenn man da so einen Stümmel hängen hat sieht das doch furchtbar aus.Bin ich froh das mir das Glück ,einen Körper zu haben an dem alles wichtige dran ist,zu teil wird. [QUOTE]"Man sieht diese Leute eben nicht so gerne zu wenn ihre Leistungen nichtmal superlativ sind." ihre leistungen SIND aber superlativ. ich sehe aber, dass du eben deine wertvorstellung nur an "perfekten" menschen orientierst. da kann ein behinderter mensch natürlich niemals mithalten.[/QUOTE] Sind perfekte Körper nicht jeher ein Bestandteil der olympischen Spiele gewesen.Jedenfalls Perfekt was ihre Disziplin angeht. Die Spiele sieht man nicht wegen normalen Menschen sondern gerade wegen diesen absoluten Hochleistungssportlern.Und wenn ich oder andere sowas eben nicht sehen wollen kann das hier niemand ändern.Ich hab hier absolut nichts gegen Behinderte aber ich will nicht nur weil ich das nicht sehe als irgendein Weggucker oder Behindertenfeind gelten.Ich sehe das ähnlich wie Nix das mir diese Fernsehsendung nicht beweisen muss wie toll behinderte Menschen dennoch sein können.Ich seh sie genauso wertvoll wie mich.Und was die Menschlichkeit angeht ist die Sportlichkeit eher Nebensache egal ob man nun gut oder schlecht ist. [QUOTE]"Aber man kann die Leute eben nicht dazu zwingen etwas zu sehn was sie im Grunde nicht interessiert." oh doch, das geht. RTL & co machen es täglich vor und wenn sie es wollten, könnten sie es auch schaffen, die massen für die Paralympics zu begeistern. aber sie wollen nicht - noch nicht. irgendwann wird auch da die sensationsgier zuschlagen.[/QUOTE] Also ich schau mir nie was an was mich nicht interessiert.Ich schaue höchstens jemanden anderen zuliebe mit in eine Sendung.Und auch nur wenn die Einstellung von mir dazu eher neutral ist.Man hat immer die Wahl wegzuschalten oder einfach mal auszuschalten.Ich akzeptiere auch den Willen andere.Ich kann niemanden zwingen sich für etwas zu interessieren.Es gibt sicher noch einige die sich die Paralympics ansehen würden aber man muss den Willlen der anderen akzeptieren.Man kann niemanden zwingen etwas gut zu finden obwohl man sich das persönlich von den anderen erhoffen würde.Das ist nunmal meine Meinung und wenn du behauptest ich oder andere sind deswegen Behindertenfeindlich stimmt das einfach nicht. [QUOTE]"[...] welch ein Potential in der menschlichen Rasse steckt." z.b. wenn ein einbeiniger die 100 meter fast so gut, wie ein zweibeiniger läuft[/QUOTE] Naja,immerhin haben die tausende Euro teure spezial angefertigte Hochqualitätspothese die ihre fehlenden Beine ersetzen sollen.Natürlich immernoch eine Topleistung aber ob es denn nun so unglaublich ist? [QUOTE]bisher haben wir mehr Medeallien bei den Paralympics gewonnen, als bei den polympischen Spielen, soweit ich weiß....[/QUOTE] Das ist wieder ein Punkt.Ich bin mir sicher das nicht mal die wirkliche Superlative der Behinderten genutzt wird.Allein die Auslese ist nicht so hoch.Es gibt immer noch vielfach weniger behinderte als normale Sportler aus denen man auswählen kann. Und ich denke in vielen Ländern werden Behinderte auch nicht annähernd so umfassend wie in Deutschland oder anderen reicheren Ländern versorgt.Allein schon die Hochqualitätsbeinprothesen gibt es z.B. in vielen Afrikanischen oder auch Asiatischen Ländern nicht.Oder auch Rollstühle dieser Art.Es gibt auch sicher viele Orte an denen sie wirklich stark ausgegrenzt werden.In einigen Ländern sperrt man seine behinderten Kinder lieber weg damit die niemand sehen muss. Es gibt hier ja sogar jemanden der einen Paralympischen Teilnehmer kennt.Dietmar Kober,wie hoch ist die wahrscheinlichkeit hier den bekannten eines deutschen Olympiateilnehmers zu finden.Ich würde denken eher niedriger. Ich kenne auch den Nationalmeister in Diskuswerfen in der Altersklasse über 70 und ich werfe viel weiter als er .Ich denke das liegt auch daran das kein Schwanz in dem Alter Diskuswerfen betreibt.Die meisten haben doch Angst ihre Schulter dabei auszureissen.Ich meine das Bezieht sich ja darrauf das nichtmal von den vorhanden Behinderten wirklich die mit dem meisten Potential ausgewählt werden. |
| Gr. Gaulichter | @Kampfsau dein vergleich Olympia und Paralymics gegen national- und ligaspiel hinkt ein wenig. denn bei erstgenannten findest du eben deutsche, unabhängig ihrer regionalen wurzeln. bei fussball allerdings sind die ligamannschaften nun mal regional verwurzelt. so ist also ligamannschaft und paralymic-athlet nicht gleichzusetzen. "und wenn du behauptest ich oder andere sind deswegen Behindertenfeindlich stimmt das einfach nicht." - soll das rufmord werden? "aber gegen die absolute Elite kommen sie eben nicht an." hm, tun sie nicht? ich denke da nur an elitsportler (Olympia) aus ländern, die ständig auf den hinteren plätzen landen... "Soll ich den Leuten zusehn nur weil sie Behindert sind und eben nicht ganz so viel Leisten können wie vollkommen gesunde Menschen." ich betone noch einmal: sie leisten, gemessen an ihren -> möglichkeiten, sehr viel. und ich erlaube mir auch, zu sagen, dass sie mit sicherheit genauso viel leisten. leistung = geleistete arbeit pro zeit. wenn wir davon ausgehen, dass eine prothese vielleicht reibung verursacht, dann kann die leistung des prothesenträgers nicht auf z.b. der laufbahn landen, sondern wird in wärme umgewandelt. geleistet hat er in der zeit trotzdem das gleiche, nur dass das resultat ein kürzerer weg + reibungswärme ist. "Denen ist doch egal wenn ich oder andere ihnen nicht zusehn wollen.Die wollen sich nur messen." woher weißt du das? "Ich finde einarmige oder einbeinige oder Rollstuhlfahrer sind nicht gerade der schönste Anblick [...]" und wie sieht es mit gehörlosen menschen aus? oder jenen, die an spastik leiden? blinde? "Sind perfekte Körper nicht jeher ein Bestandteil der olympischen Spiele gewesen.Jedenfalls Perfekt was ihre Disziplin angeht." na sicher. es war auch nur theoritsch angemerkt, behinderte menschen zu olympia zu schicken. zumindest aber könnte das olympische kommitee darüber nachdenken, die wettbewerbe der behinderten sportler eben mit denen der nicht-behinderten zu verknüpfen. "Also ich schau mir nie was an was mich nicht interessiert." stimmt, ich habe das falsch formuliert: das interesse wird geweckt und man schaut, um es zu befriedigen. "Man kann niemanden zwingen etwas gut zu finden [...]" was für eine traumvorstellung. in amerika werden gerode Phillip Morris und andere zigarettenhersteller verklagt - vom staat selbst, weil sie den freien willen der leute unfrei gemacht haben... ach, führt zu weit. "Naja,immerhin haben die tausende Euro teure spezial angefertigte Hochqualitätspothese die ihre fehlenden Beine ersetzen sollen.Natürlich immernoch eine Topleistung aber ob es denn nun so unglaublich ist?" der behinderte an der prothese muss das ding auch bedienen. und zwar exakt. das ist auf jeden fall top-leistung. pah, als ob die prothesen ihnen das laufen abnehmen würden und die leistung der behinderten sportler nur von der technik abhinge, die sie am stummel tragen! so ein technik-wunderding kommt niemals an ein natürlich gewachsenes körperteil heran. "Allein schon die Hochqualitätsbeinprothesen gibt es z.B. in vielen Afrikanischen oder auch Asiatischen Ländern nicht." und Jamaika hat auch keine skisprungschanze oder -> bobbahn. "Ich meine das Bezieht sich ja darrauf das nichtmal von den vorhanden Behinderten wirklich die mit dem meisten Potential ausgewählt werden." ist das so? die konkurrenz im Goalball in deutschland ist irre hart. auch bei den nicht-behinderten gibt es bestimmt ein paar sesselpuper, die sehr gut sein könnten. sollen die krankenkassen jetzt mit den deutschen leichtathleten kooperieren und hausbesuche bei Schmidt, Lehmann und Meier machen? und was ist, wenn sich Schmidt und Co nicht für sport interessieren? soll man sie dann mit dem rohrstock auf die 400-meter-bahn treiben? absurd. gg.grüße |
| LaChatte | [QUOTE]Soll ich den Leuten zusehn nur weil sie Behindert sind und eben nicht ganz so viel Leisten können wie vollkommen gesunde Menschen.[/QUOTE] Da muss man mal doch präzisieren: Wenn Michael Schumacher eine Grippe hat, ist er krank. Ein Mensch, dem vielleicht ein Bein oder ein Arm fehlt, der aber keine Grippe hat, ist gesund, auch wenn er gleichzeitig behindert ist. [QUOTE]Das ist jetzt vielleicht hart aber ehrlich.Ich finde einarmige oder einbeinige oder Rollstuhlfahrer sind nicht gerade der schönste Anblick der sich einem bietet.Wenn man da so einen Stümmel hängen hat sieht das doch furchtbar aus.[/QUOTE] Bierbäuche sind auch hässlich, und Mike Tysons Kopf auch. Schumacher ebenfalls. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie dennoch erfolgreiche Sportler sind. Und hast du eine Ahnung, was eine solche Bemerkung mit einem Menschen machen könnte, der vielleicht gerade daran arbeitet, sein verstümmeltes Glied zu akzeptieren? Auch wenn du vielleicht ehrlich bist, du bist weder nett noch diplomatisch - und ich gehe jede Wette ein, dass auch du nicht auf diese Weise behandelt werden möchtest. [QUOTE]Es gibt auch sicher viele Orte an denen sie wirklich stark ausgegrenzt werden.[/QUOTE] Sprich ruhig von hierzulande. Es gibt enorm viele Menschen, die ihre Behinderung în der Öffentlichkeit verstecken -. eben weil sie sich schämen, für hässlich und unwert gehalten zu werden. Gerade Menschen mit Beinprothesen gibts viele... nur sieht man sie eben nicht. Von daher achte und ehre ich die Menschen, die an den Paralympics antreten, höher als gesunde, ganze, nicht behinderte Sportler, weil Behinderte doch noch einiges mehr leisten und aushalten müssen, um so weit zu kommen. |
| Gamblers Star | Leistungssport ist eine Lebenseinstellung. Internationale Wettkämpfe sind da nur die Spitze des Eisbergs. Es geht nicht um die Show, sondern um den Willen. Ich finds eher schade, daß die großen Spiele mit so einem kreischend bunten Cheerleader-Feuerwerk-Broadway-Halligalli ihre Ehrlichkeit und Härte in die zweite Reihe stellen. Man begehrt das, was man jeden Tag sieht. Wer kein Interesse an Sport ansich hat, der wird auch nicht vergewaltigt werden, Sport anzusehen. Ich finds völlig logisch, daß von den Paralympics nicht so viel gezeigt wird, aber bedrängt davon würde nun sicher niemand. |
| asamandra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ventus [/i] [B]Ja, würdst dus auch gucken wenn der nich wär? [/B][/QUOTE] Höchstwahrscheinlich nicht, was aber daran liegt, dass ich mir im normalfall [b]generell[/b] keine Sportsendungen im TV anschaue und Olympia mich ehrlich gesagt einen kalten Furz interessiert! |
| Kampfsau | [QUOTE]Bierbäuche sind auch hässlich, und Mike Tysons Kopf auch. Schumacher ebenfalls. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie dennoch erfolgreiche Sportler sind. Und hast du eine Ahnung, was eine solche Bemerkung mit einem Menschen machen könnte, der vielleicht gerade daran arbeitet, sein verstümmeltes Glied zu akzeptieren? Auch wenn du vielleicht ehrlich bist, du bist weder nett noch diplomatisch - und ich gehe jede Wette ein, dass auch du nicht auf diese Weise behandelt werden möchtest.[/QUOTE] Ich habe ja gesagt das es mir letzten Endes rein auf die Leistung ankommt.Ausserdem wurde Tyson wohl auch teilweise so zurechtgeprügelt wie er heute ist.Der Kopf ist ja generell Nebensache wenn es um den Sport an sich geht,obwohl verdammt viele gute Athleten auch recht schöne Gesichter haben. Es gibt auch rein wissenschaftlich einen Zusammenhang von schönem Aussehen und Sportlichkeit obwohl es nicht zwanghaft zutreffen muss.Es hat wohl irgendwie damit was zu tun das wenn das Gesicht symetrisch ist,z.B. auch der Körper und vor allem die Muskeln symmetrischer sind.Das ist aber nicht zwingend verbindlich.Und Schumacher ist Rennfahrer.Da kommt es mehr auf geistige Fähigkeiten wie Reaktionsfähigkeit,Durchhaltevermögen,Verbissenheit ,Geduld und auch Taktik und Teamarbeit.Okay vielleicht habe ich mit dem Furchtbar übertrieben aber es ist auch nicht gerade schmückend.Wenn ich jetzt einen Arm verliere wäre ich schon irgendwie traurig.Man verbindet ja auch erinnerungen damit und er war ein Teil von mir von dem ich sehr gebrauch gemacht habe.Aber ich würde jetzt nicht in alle ewigkeit deswegen rumheulen.Man muss damit leben können und man kann ja trotzdem Freude an seinem Leben finden.Aber äusserlichkeiten sind ja nicht der einzige Sinn des Lebens. Irgendwann gewöhnt man sich daran das der Arm jetzt eben ein wenig seltsam aussieht.Aber wirklich schön siehts eben auch nicht mehr aus. Die Olympischen Spiele haben nicht unbedingt den größten Stellenwert in meinem Leben.Aber wenn ich nun den Traum einer Olympiakarriere gehabt hätte,dann wäre der wohl aus gewesen. Paralympics wäre da eher so was wie E-Bass gewesen für die Leute die es nicht auf der E-Gitarre bringen.Das Ziel eines jeden Olympioniten ist es doch der beste Sportler in der eigenen Disziplin zu werden den es auf der Welt gibt.Bei den Paralympics ist das irgendwie nicht möglich.Es ist schwer zu erklären was ich meine.Als hart arbeitender Topathlet möchte man nicht der beste seiner Verhältnisse sondern der beste allgemein sein.Es gibt ja auch Punktänderungen die auch Bedingt durch den Grad bestimmter Benachteiligungen sind.Genauso wie der einäugige unter blinden König ist,gibt es quasi besonders behinderte unter behinderten.Es liegt vielleicht auch daran das sie sich als Alternativversion der Olympiade sehen.Ich hätte es besser gefunden wenn sie es zu einer Art Sportereigniss gemacht hätten das nicht so direkten Bezug auf die Olympiade hat.Es hätte z.B. besser getan diese Spiele ein jahr hinter der Olympiade stattfinden zu lassen,dann wären sie auch nicht im Schatten der "richtigen"Spiele untergegangen.Jeder sieht die doch nur als kleiner nachahmer der "großen" Spiele und eigentlich nimmt die deswegen auch niemand so richtig ernst auch wenn da sehr gute Leistung erbracht wird.Oder allein der Name deutet es schon an das diese Spiele nicht als für sich stehen angesehen werden. Obwohl,vielleicht wollte man ein Wortspiel einbauen.Kann es sein das die Leute sich einen Spaß erlaubt haben und es wegen der Silbe "limp"(zu english:Gliedmaß) im Wort Olympics gewählt haben?Kann ja sein. |
| the night | ich finde persöhnlich das die paralympics besser sind weil dei leute viel mehr leisten als nciht behinderte und deshalb hätte ich mir schon gewünscht das sie mehr zeigen, man kann ja nciht alles haben aber es ist schon ungerecht. |
| LaChatte | [QUOTE]Wenn ich jetzt einen Arm verliere wäre ich schon irgendwie traurig.Man verbindet ja auch erinnerungen damit und er war ein Teil von mir von dem ich sehr gebrauch gemacht habe.Aber ich würde jetzt nicht in alle ewigkeit deswegen rumheulen.[/QUOTE] "schon irgendwie traurig" ist vermutlich leicht untertrieben. Und der Teil mit dem Nicht-Rumheulen braucht einiges an Disziplin (und lässt sich aber nicht ganz vermeiden), denn so ganz einfache Dinge wie "Portemonnaie aus der Hosentasche holen" oder "Schuhe binden" oder "Tablett balancieren" werden auf einmal furchtbar kompliziert. Versucht nur mal, dich morgens mit nur einer Hand anzuziehen (verpack die andere in einen Boxhandschuh, zum Beispiel) und, wenn du es ganz eklig willst, nimm dir mal die starke Hand weg. Ich kann nur allergrössten Respekt haben vor Menschen, die nach einem solchen Schlag nicht aufgeben und eben zum Beispiel Leistungssport treiben. Da ist der ästhetische Punkt wirklich sehr unwichtig geworden. Und ich würde es befürworten, nicht separate Spiele zu machen, sondern alle Wettkämpfe in den "normalen" Olympischen Spielen laufen zu lassen. [QUOTE].Als hart arbeitender Topathlet möchte man nicht der beste seiner Verhältnisse sondern der beste allgemein sein.[/QUOTE] Naja... ich hab nun noch nie was davon gehört, dass unser Beispiel Michi Schumacher Ambitionen auf eine Medaille in rhythmischer Sportgymnastik hätte... Boxer sind in ihrer Gewichtsklasse zufrieden, und der Zehnkämpfer mag dem Fünfkämpfer seine Medaille gönnen.... ob da noch "Rollstuhlbasketball" als zusätzliche Sportart dazukommt, spielt nun echt keine Rolle mehr. |
| Kampfsau | [QUOTE]"schon irgendwie traurig" ist vermutlich leicht untertrieben. Und der Teil mit dem Nicht-Rumheulen braucht einiges an Disziplin (und lässt sich aber nicht ganz vermeiden), denn so ganz einfache Dinge wie "Portemonnaie aus der Hosentasche holen" oder "Schuhe binden" oder "Tablett balancieren" werden auf einmal furchtbar kompliziert. Versucht nur mal, dich morgens mit nur einer Hand anzuziehen (verpack die andere in einen Boxhandschuh, zum Beispiel) und, wenn du es ganz eklig willst, nimm dir mal die starke Hand weg.[/QUOTE] Nein ich dachte immer nur die Leute werden "behindert" genannt weil ihnen alle alltäglichen Dinge viel einfacher fallen als allen anderen.Wobei ich sagen muss das die Dinge die du genannt hast gut mit nur einem Arm gemacht werden können .Ich hab es zum Beispiel geschafft mir mit nur einem Arm die Schuhe zuzubinden und die anderen Sachen auch,man brauch nur ein bischen Fingerfertigkeit und Gelenkigkeit.Obwohl es vielleicht doch ein wenig albern war. Der Alltag kann durchaus geschafft werden.Es gibt auch Leute die haben gar keine Arme und kommen trotzdem klar.Aber ich habe jetzt keine Lust mir die Schuhe ohne Arme zu binden aber man ist eben deutlich verlangsamt.es ist aber einfach immer scheiße umständlich seine Zähne oder seinen Torso zu benutzen.Es ist auch viel langsamer.Es gibt auch eine Frau ohne Arme und Beine,die muss immer über den Boden rollen.Aber diese Behinderung ist so stark das sie einfach nicht ganz ohne Hilfe leben kann. Ich denke wenn ich dazu gezwungen werde behindert zu leben könnte ich genauso damit umgehen wie andere es auch tun würden.Jetzt nicht im negativstem Sinne.Geschweige denn das ich es wollte.Und glaubst du wirklich jeder Mensch heult unentwegt rum wenn er einen Arm verliert.Auch wenn es der starke war.Es ist ja auch gang und gebe das sich Menschen in solchen Situationen schnell umgewöhnen.Und dadurch das man alles mit einem Arm macht ,wird dieser automatisch ziemlich stark.Aber Jahrelang wird doch niemand deswegen rumheulen.Ich hätte sicher ein paar Monate Zeit nötig mich wirklich damit abzufinden aber ich bin einfach kein solcher Jammerlappen auch wenn dus wohl gern so hättest.Ich akzeptiere mein eigenes Unglück meist schneller als andere.Ich würde aber akzeptieren das ich gehandi"capt" wurde und einem Mann mit zwei trainierten Armen eher unterlegen bin,das ist nunmal die Realität.Ich mach mir selber nichts vor auch wenn es arrogant klingt.Ich kenne selber ein paar Menschen die so ein Schicksal erlitten haben.Die Leben ihr leben und müssen einige Dinge umständlicher angehn aber sie stehen voll im Leben und selbst wenn ich von mir aus nicht die Stärke hätte sowas zu akzeptieren würden die sie mir geben. [QUOTE]Naja... ich hab nun noch nie was davon gehört, dass unser Beispiel Michi Schumacher Ambitionen auf eine Medaille in rhythmischer Sportgymnastik hätte... Boxer sind in ihrer Gewichtsklasse zufrieden, und der Zehnkämpfer mag dem Fünfkämpfer seine Medaille gönnen.... ob da noch "Rollstuhlbasketball" als zusätzliche Sportart dazukommt, spielt nun echt keine Rolle mehr.[/QUOTE] Michael Schumacher ist nicht gerade unsportlich aber ich glaube nicht das der kleine Wicht mit seinen kurzen Beinen bei den ganz großen mitmachen könnte selbst wenn er wie ein wahnsinniger trainiert.Ob jetzt Fussball,Laufen oder auch rhytmische Sportgymnastik.Das würde aber nicht bedeuten das er nicht gern die Eigenschaften hätte ,die um in diesen Sportarten erfolgreich zu sein,notwendig sind. Und bei den Boxern bin ich mir auch nicht sicher.Ich denke nicht einem Meister im Bantamgewicht gefällt der Gedanke das ihn ein Muskelmonster das zwei bis drei Gewichtsklassen über ihm ist,ihn eventuell ohne Probleme fertig machen kann,b.w. seine Schläge nicht den gewohnten Effeckt haben.Gibt es nicht auch Wettbewerbe in denen man jeden gegen jeden kämpfen lässt und der Sieger "Meister aller Klassen" wird. Mit dem "allgemein" meine" ich jetzt nicht der beste in allen Unterkategorien des Sportes ist.Laufen ist z.B. nicht gleich laufen. Den Unterschied eines Marathons zu einem Sprint ist wohl bekannt.Es kann ja auch keinen in allen Belangen perfekten Sportler geben kann,der der beste Sprinter,Marathonläufer,Schwimmer,Gewichtheber,Turner usw. ist.Sonst würde diese Spezialisierung doch keinen Sinn haben. Nehmen wir mal einen Marathonlauf.Wenn ein 20 jähriger erster wird und ein 42 Jähriger 12ter insgesammt aber 1. seiner Altersklasse.Das ist vielleicht ein Trost aber ein ergeiziger Sportler wird sich obwohl es ihm nicht gefällt,damit abfinden müssen nicht die absolute Nr.1 sein zu können obwohl er für seine Verhältnisse einsame Spitze war.Das interessiert nachher bei der Siegesfeier keinen mehr.Und in Olympia geht es eben um die Superlativen. Ansonsten könnte man gleich auch eine Klasse für Alte Menschen, Kleinkindern und was weiß ich machen.Aber dort schickt man eben nur die besten hin die es gibt.Wenn es ein behinderter Mensch wider aller Umstände schafft ,die nötigen Leistungen für Olympia aufzubringen,dann wird der jemand auch an den Start gehen dürfen.Kinder dürfen ja auch Teilnehmen wenn sie mithalten können.Was aber meistens nicht der Fall ist obwohl es auch schon eine 14Jährige bei den Spielen gab.Ich glaub die jungen Chinesen werden noch mal ganz groß wenn sie weiter an sich arbeiten. Man nimmt keine Rücksicht auf benachteiligungen.Die wenigsten Leute haben wirklich die genetischen Vorraussetzungen um z.B. Spitzenklasse im Sprinten zu werden.Nimmt man da auch Rücksicht auf die ganzen Menschen die nunmal nicht zum Sprinter geboren sind oder deren Körperbaue es ihnen nicht erlauben wirklich schnell zu werden.Der eine Sprinter muss z.B. da er etwas kürzere Beine hat vielleicht mehr Energie als jemand anderes aufwenden der besser bestückt ist.Aber wenn er auch mehr Leistung aufbringt und nur knapp verliert ist das unwichtig.Der andere war opjektiv schneller und das zählt.Wenn jetzt eben der Benachteiligte trotzdem gewonnen hätte,dann hätte eben er den Rum ,es zählt allein die Leistung.Da ist es mir auch egal wenn jetzt ein Behinderte mit einem Nachtteil kämpft und sich mehr Leisten muss als es ein gesunder Mensch müsste.Ausserdem tut ihr gerade so als wäre den genetisch wirklich Bevorteilten alles in den Schoß gelegt.Die trainieren mindestens genauso hart wie Behinderte und umgekehrt.Ich könnte genauso hart trainieren und nicht annähernd so schnell wie die besten werden weil ich dazu einfach nicht geschaffen bin.Den Leuten an der Ziellinie interessiert doch nicht ob ich jetzt 10 bis 20Kilo mehr als die schlanken windschnittigen Sprinter drauf habe. |
| LaChatte | Eben - wo ist das Problem, eine Klasse "Rollstuhlrennen" einzuführen? Man darf da durchaus auch Menschen zulassen, die nicht behindert sind... oder blinder 100-Meter-Lauf, jeder kann sich die Augen verbinden lassen... [QUOTE].Aber Jahrelang wird doch niemand deswegen rumheulen.Ich hätte sicher ein paar Monate Zeit nötig mich wirklich damit abzufinden aber ich bin einfach kein solcher Jammerlappen auch wenn dus wohl gern so hättest.[/QUOTE] ich rede ja nicht von dir... und es kann ja sein, dass du auch mit einem amputierten Glied nach ein paar Monaten wieder locker und unbeschwert ins Schwimmbad gehst, vor aller Augen deine Prothese abmontierst und dich ins Wasser stürzt, und dir die komischen Blicke der andern sowas von egal sind. :) Ich wünsch dirs allerdings nicht. [QUOTE]Der andere war opjektiv schneller und das zählt.[/QUOTE] Ja, das ist das Einzige, das zählt. Und niemand ist wirklich für alle Sportarten geeignet. So sind zweibeinige Menschen einfach nicht für "Skifahren einbeinig" qualifiziert, und Punkt. Und Einarmige dürften Mühe haben mit Rollstuhlrennen, Speerwerfen und Diskus und Fussball müssten aber gehen. Und schlussendlich soll wirklich einfach der oder die Beste gewinnen.:) |
| ShortBrini | [QUOTE]Das ist jetzt vielleicht hart aber ehrlich.Ich finde einarmige oder einbeinige oder Rollstuhlfahrer sind nicht gerade der schönste Anblick der sich einem bietet.Wenn man da so einen Stümmel hängen hat sieht das doch furchtbar aus.Bin ich froh das mir das Glück ,einen Körper zu haben an dem alles wichtige dran ist,zu teil wird. [/QUOTE] Du solltest mal darüber nachdenken, dass dir das schneller passieren kann als dir lieb ist. Was machst du dann? Dich verstceken? Umbringen? Weil du bist dann ja nicht mehr perfekt. ... Brini |
| atra_umbra | [QUOTE]Es gibt hier ja sogar jemanden der einen Paralympischen Teilnehmer kennt.Dietmar Kober,wie hoch ist die wahrscheinlichkeit hier den bekannten eines deutschen Olympiateilnehmers zu finden.Ich würde denken eher niedriger.[/QUOTE] ...ich! Als ehemalige Leistungssportlerin kenne ich eine gute Handvoll der deutschen Nationalmannschaft Schwimmen ziemlich gut (von Trainingslagern, Kadertrainings, etc...). Ebenso kenne ich eine Paralympic Teilnehmerin (Schwimmen), die im gleichen Schwimmbad wie ich trainiert/e. Aus diagnostischer Sicht gibt es mehrere Möglichkeiten, Leistung zu messen. (soziale Bezugsnorm, individuelle Bezugsnorm, kriteriale Bezugsnorm). Die Güte der Leistung ist also sicher nicht von ein einem Außenstehenden, der zumal von der Sache keine Ahnung hat, zu beurteilen! Ich finde die Leistungen von Olympioniken und Paraolympioniken gleichermaßen anerkennenswert. Die Maxime ist, dass jeder sein Potential ausschöpft. Fakt ist wohl, dass bei den Paraolympics die technische Ausstattung der Sportler mit ausschlaggebend für den Erfolg ist. Ist aber auch bei Olympia so, denn reichere Nationen können auch ihre Sportler besser fördern und unterstützen. Schade also, dass von den Paralympics so wenig zu sehen ist. Ich fände es auch eine gute Idee, die Paralympics in die Olympischen Spiele zu integrieren. Ist aber möglicherweise ein logistisches Problem, weil die Spiele ja eh schon so "voll" sind. Mehr TV Publikum hätten die Paraolympioniken wohl nicht, aber zumindest wären die Stadien halbwegs voll... atra_umbra |