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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Hilfe, was soll ich werden?
rosenkind12. Klasse, 1. Halbjahr. Das Abi naht. Und mit ihm die Panik vor der Ratlosigkeit: was soll ich denn bloß werden?
Was soll man tun, wenn man keine Ahnung hat, was man später mal studieren möchte? (Gilt natürlich auch für Haupt- und Realschüler).

Als ich noch die Realschule besuchte, war es so simpel: Leute, ich will Journalistin werden! Ich schreib gerne und bin da auch nicht ganz schlecht gehen und das ganze macht mir so Spaß, dass ich selbst eine eigene Zeitschrift auf die Beine stelle.
Also her mit dem Abschluss der Realschule und rauf aufs Gymmi. Aber kaum hatte ich selbigen in der Tasche, wankte mein Wunsch: die Medien verbreiten falsche Bilder und sind sensationslüsternd, sie lügen um eine Gier zu befriedigen und sich zu verkaufen... will ich das? nein, eigentlich nicht...
und nun sitz ich in der Schulbank und das Ende der Schulzeit rückt unaufhaltsam näher und mit ihr die qäulende Frage: was soll ich bloß werden?
Klar, ich möchte Philosoph und Dichter sein... aber ähm, das geht in der heutigen Zeit nicht mehr so leicht. Also eine Alternative muss her...
...Berufsberatung... nette Fragebögen, die man ausfüllen kann und die einem mögliche Berufe ausspucken.... wieso haben diese Dinger mir schon in der Realschule nie geholfen?
Auf dem ausgefüllten Bogen zum Ankreuzen vermisse ich so einiges und finde Interessen, die mir sehr liegen zusammen in einer Reihe mit Dingen, die ich gar nicht mag, aber ich nur reihenweise ankreuzen kann.
Das Ergebnis enthält nichtmal mehr meinen alten Berufswunsch...
was nun?
Im Prinzip möchte ich etwas kreatives machen, weil fast alle meine Hobbies kreativ sind, das literarische liegt mir besonders, wie auch meinen Lehrern nicht entgangen ist, die regelmäßig Gedichte von mir zu lesen bekommen. Gleichzeitig möchte ich etwas soziales machen. Ich möchte dazu beitragen, dass diese Welt ein kleines bisschen besser wird als sie ist.
Doch wie kann ich das verknüpfen? Das sagt mir der Fragebogen auch nicht...
Eines weiß ich, was ich nicht machen will: in einer Positon arbeiten, die eng mit der Wirtschaft verknüpft ist - Kauffrau oder sowas.

Hat einer von euch eine Idee, was ich tun könnte (egal ob mit Studium oder ohne mit Abi oder ohne)?

Vielleicht stellen sich auch andere hier die Frage und könnten vom älteren Puplikum etwas beraten werden?

Fänd ich schön
NnordyMeine erste Intuition war, daß Du Germanistik und Soziologie studieren solltest (Magister, 1.+2. Hauptfach)... Und danach in die Forschung, was voraussetzt, daß Du promovierst bzw. Dich in den Unibetrieb einglieder kannst und willst, wenn Du nicht in die Wirtschaft magst.
Alternativen sehe ich für Dich noch im Rundfunkbereich oder in Werbeagenturen - auch, wenn man es nicht glaubt, aber Texter arbeiten auch kreativ!
Mach doch erstmal ein paar Praktika - in einer Agentur, beim Hörfunk, an einem Forschungsinstitut, bei einer sozialen Einrichtung in der Öffentlichkeitsarbeit. Schau, ob Dir da was gefällt. Studier nicht einfach aufs Geratewohl, weil Du glaubst, daß Dir das Spaß machen könnte, denn: Ein GErmanistik-Studium ist etwas völlig anderes als der Deutsch-LK. Und den Prof interessiert es - leider - nicht die Bohne, ob Du selbst lyrische ERgüsse ablieferst oder nicht, den interessiert eher, ob Du in der Lage bist, die Prometheus-Ode sowohl in sozialgeschichtlicher als auch mit der marxistisch-leninistischen Methode zu interpretieren... Oder ob Du in der Lage bist, Sprache vor Gericht zu analysieren. Ob Du den hesse von vorne bis hinten zerpflücken und dabei topographische Bezüge zu seinen Wohnstätten herstellen - und belegen - kannst. Inwiefern Miss Sara Sampson ein Medea-Stück ist - oder auch nicht... You see: Kreativ ist so ein Studium nicht wirklich...
Geh doch mal an die Uni, setz Dich einfach mal in ein paar Vorlesungen, unterhalte Dich mit Studenten, dann kannst Du evtl. eher eruieren, ob das was für Dich ist oder nicht. Und ansonsten eben Praktika.
Ich befürchte, das ist alles nicht so hilfreich, aber letztendlich mußt DU für DICH heraus bekommen, was Du willst und machen möchtest...
rosenkind[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]aber letztendlich mußt DU für DICH heraus bekommen, was Du willst und machen möchtest... [/B][/QUOTE]

Das ist mir klar, aber ohne Wegweiser? ich denke die Menschen hier sind viel persönlicher und haben persönliche Erfahrungen und beraten auf diese Art anders als dies ein neter ankreuzzettel tut.
PhönixAlso, wärend der Kollegstufe war's bei mir so ähnlich wie bei Dir, und bei den meisten anderen auch. Ich hatte so den Berufswunsch in richtung Chemie, weil gut in Schule und interessant usw, hatte aber doch Zweifel und natürlich auch andere Interessen. Jetzt studiere ich Chemie, zwar erst im dritten Semester, aber ich will dabei bleiben und auch promovieren.
Ich würd Dir raten, mach den Beruf, der Dir liegt, das was Du sein willst, tu das, was Du kannst. Lass Dir erst recht von keinem reinreden. Wenn Du dann den Beruf, den Du gewählt hast, aus irgendeinem Grund nicht machen kannst, kannst Du dir immer noch was anderes überlegen. Wenn Du allerdings erst dass tust, was Du nicht tun willst, wirst Du nicht glücklich werden, und ob Du bei einer späteren Umschulung was findest, ist dann auch ärgerlich. (Kann Dir im anderen Fall auch passieren, aber wenn schon arbeitslos, dann in einem Beruf der mir gefällt!)

Also ich würd Dir raten geh zu ein paar Leuten, die das machen, was Du machen willst (oder den Beruf lernen/studieren) und quetsch sie aus. Dann wirst Du sehen, ob es Dir zu sagt oder nicht. Mir hat's jedenfalls geholfen.
rosenkindDas Problem ist ja, dass ich nicht weiß, was ich machen will, weil mir der Beruf bei dem ich sagen würde "jepp, das is es" noch nicht begegnet ist.

Zuerst war es wie gesagt Journalismus, seit ein paar Wochen fasziniert mich der psychologische Bereich, aber ich fürchte, dass dafür meine Fähigkeiten nicht ausreichen. Sowohl die psychischen, die ganzen Probleme zu verkraften, zum anderen im Bezug auf Leistung.
DarketIch bin seit 4 Monaten aus der Schule raus und hab immernoch keine Ahnung....Goth segne die Wehrpflicht :rolleyes:
roddyIch studier im 3. Semester und weiss es noch nicht, Goth segne die Untauglichkeit *lach* :)

Ich seh das eher n bisschen lockerer: Es ist nicht der Weltuntergang, wenn du im Studium n paar Semester im falschen Fach "vergeudest". Du lernst in der Zeit auf jeden Fall dazu (auch ausserhalb des Fachs). Ich kenn halt das Beispiel meines Bruders der 3x komplett die Richtung gewechselt hat und momentan dabei ist glücklich zu werden. Da ist es im Nachhinein völlig egal wieviele Jahre er damit verbracht hat, etwas zu lernen, was er jetzt nicht tut.

Als ich in 12.1 war, wusste ich genau, was ich tun will, nur irgendwie hat sich das geändert :). Wenn du nicht an die BA oder irgendwelche Elite-Unis willst, musst du dich eh erst nach dem Abitur bewerben, also ist es eh viel zu früh, dir jetzt darüber nen Kopf zu machen.
PhönixJepp, stimmt. Zeit hast Du noch genug, um Dich zu entscheiden. (Obwohl ich persönlich recht zielstrebig war, und weil ich noch nicht mal eingezogen wurde bin ich in meinem Semester einer der jüngsten...)

Aber frag doch einfach mal ein paar Journalismusstudis, as sie Dir über das Studium sagen können. Bei den Psychologen wär ich vorsichtiger, die lassen Dich nicht mehr gehen und sagen Dir zum Schluss: "Schade, dass ich dir nicht helfen kann, aber gut dass wir darüber geredet haben!":D
Will natürlich keinem Psychologen zu nahe treten.
Aber dann probier doch den Journalismus einfach mal aus. Bei mir war's genauso: "Öach, keine Ahnung was ich werden soll, Chemie wär scho a Sach, aber es gibt vielleicht was besseres". Nach dem Abi hab ich mich dann doch für die "Notlösung-wenn-alle-Stricke-reisen-und-ich-nix-besseres-find-Ausbildung entschlossen. Na ja, ich will mal ehrlich bleiben: Nach dem Abi hab ich erstmal gesoffen wie ein Blöder, und mich dann an der Uni eingeschrieben.
Ich hab auch wärend dem Studium 'ne Weile gezweifelt, aber mittlerweile find ich's saugeil - aber wie kann man's wissen, wenn man es nicht ausprobiert?
rosenkindNe, ich glaub Journalismus is für mich gegessen. Was psychologie (genauer gesagt psychoanalyse) angeht, kann ich das am 15. bei der nächsten Sitzung tun (ja, ich bin in Behandlung, schlagt mich :D ).
Leider sind wir nicht die reichsten und nachdem mein Bruder kein Bafög zugestanden bekommen hat, werd ich wohl auch keins kriegen. Insofern wäre ein Hüpfen von einem Studium ins andere nicht so gut.
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von Phönix [/i]
[B]Aber frag doch einfach mal ein paar Journalismusstudis, as sie Dir über das Studium sagen können. [/B][/QUOTE]

abgesehen davon, dass sie das nicht mehr will, kenne ich nicht einen journalisten, der journalismus studiert hat. das ist einfach nicht gängig, und solche leute werden so gut wie nie eingestellt. ich arbeite seit 4 1/2 jahren freiberuflich für die zeitung, und so jemand ist mir noch nie begegnet...

generell würde ich dir raten etwas sinnvolles zu studieren und nicht so einen wischi-waschi-sozial-studiengang. mach lieber was richtiges.
TwilightSun[QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light [/i]
[B]

generell würde ich dir raten etwas sinnvolles zu studieren und nicht so einen wischi-waschi-sozial-studiengang. mach lieber was richtiges. [/B][/QUOTE]

Kommen wir jetzt wieder da an, wo wir schonmal in einem anderen thread gelandet sind? Zu diesem wunderbaren Punkt "diesen ganzen geisteswissenschaftlern sollte man jegliche unterstützung streichen, die machen doch eh nix und sind völlig überflüssig?"
Wenn man sich für diesen ganzen wischi-waschi-sozialkram nunmal interessiert, sehe ich keinen sinn darin, sich für maschinenbau o.ä. einzuschreiben...
sowas macht mich echt ganz dezent wütend...
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von TwilightSun [/i]
Kommen wir jetzt wieder da an, wo wir schonmal in einem anderen thread gelandet sind? Zu diesem wunderbaren Punkt "diesen ganzen geisteswissenschaftlern sollte man jegliche unterstützung streichen, die machen doch eh nix und sind völlig überflüssig?"[/QUOTE]

das habe ich nicht gesagt. nur ist das etwas, was z.zt. so ziemlich jeder macht. meiner meinung nach sollte man in der heutigen zeit einen [i]kompromiss[/i] finden zwischen dem, was einem spaß macht und was sinnvoll ist. es macht leider wenig sinn, in einen absolut überlaufenen bereich zu gehen. und dass solche fächer zu einem großen prozentsatz von leuten studiert werden, die sich auf keinen fall überarbeiten wollen, ist leider fakt, wie ich aus eigener erfahrung sagen muss, da ich sehr viele leute aus diesem bereich kenne. das trifft bestimmt nicht auf jeden zu. ich hab z.b. auch eine freundin, die sich unglaublich engagiert, da kann ich nur staunen. leider ist das die ausnahme, dafür kenne ich zu viele im 18. semester o.ä., die noch bei mama & papa wohnen...

[quote]Wenn man sich für diesen ganzen wischi-waschi-sozialkram nunmal interessiert, sehe ich keinen sinn darin, sich für maschinenbau o.ä. einzuschreiben...[/quote]

natürlich sollte man nichts machen, was einen so gar nicht interessiert. wer sich aber ausschließlich (!) für 'wischi-waschi-sozialkram' :) interessiert, ist meiner meinung nach ziemlich arm dran. man sollte doch immer offen sein, und wenn man in 13 jahren schule nur ein einziges interessengebiet gefunden hat, finde ich das ziemlich traurig. aber das scheint auf die threaderstellerin ja nicht zuzutreffen.
darüber hinaus sollte man sich überlegen, was man von einem studium erwartet. die meisten möchten nach der schule gern was lernen, das sich auch praktisch anwenden läßt. bei den ganzen sozialfächern sitzt man seine stunden ab, das studium besteht aus seminaren und vorlesungen. wer mal sehen will, was er damit anfangen kann, muss sich in der vorlesungsfreien zeit um praktika kümmern. aber es gibt eine reihe von studienfächern (nicht nur maschbau), in denen man direkt in der ersten woche mit uni-internen praktika beginnt, die den hauptteil des studiums bilden.

[QUOTE]sowas macht mich echt ganz dezent wütend... [/QUOTE]

dazu besteht kein grund, s.o.

grüße~
luni
rosenkindmeine Eltern sind Lehrer (allerdings Grundschule) und haben mir gedroht mich zu enterben, wenn ich Lehrerin werde. :)
*Pinky*@ Rosenkind... Gleich zu Anfang fiel mal "Texter".... Das ging mir auch als erstes durch den Kopf, als ich deinen Beitrag gelesen habe... ;)

Wie ich sehe, kommst du aus dem Großraum Frankfurt? Wenn du Lust & Laune hast, schreib mal eine PN; ich arbeite in einer großen Werbeagentur hier in Ffm und in der Creation gibt es immer die Möglichkeit ein Praktikum zu machen und in die verschiedenen Berufe rein zu schnuppern... ;)

Pinky*
Gnom1218@rosenkind
Also, wenn Du studieren solltest, dann studiere etwas, von dem Du sicher bist, daß es Dir Spaß machen wird. Die gleiche Entscheidung sollte es auch sein, wenn Du Dich für ne Ausbildung entschließt. Entschließe Dich nie für etwas, blos, weil es "zukunftschancen" hat. Das macht einen nur unglücklich, wenn es sozusagen nur aus der Not heraus gewählt wird.
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light [/i]
[B]abgesehen davon, dass sie das nicht mehr will, kenne ich nicht einen journalisten, der journalismus studiert hat. das ist einfach nicht gängig, und solche leute werden so gut wie nie eingestellt. ich arbeite seit 4 1/2 jahren freiberuflich für die zeitung, und so jemand ist mir noch nie begegnet...

generell würde ich dir raten etwas sinnvolles zu studieren und nicht so einen wischi-waschi-sozial-studiengang. mach lieber was richtiges. [/B][/QUOTE]

Von meinem Bruder der mal versucht hatte Germanistik zu studieren um Journalist zu werden, hab ich ähnliches gehört. Da gehts scheinbar mehr um Vitamin B als um einen Studienabschluss.

Zu deiner Wischi-Waschi-Sozial-Formulierung: "Was richtiges" klingt ziemlich wertend, ebenso wie "Leute die sich nicht überarbeiten wollen". Jeder kann doch wohl selbst entscheiden, wie er sein Leben gestalten will, oder? Und da kann m.E. auch dazugehören, dass man eben bewusst einen Beruf anstrebt, der auch Freiräume lässt. Ich kenn nen Wischi-Waschi-Pädagogik-Studenten, der kurz vorm Abschluss ist und bei dem hab ich nicht das Gefühl, dass der Beruf den er anstrebt einer sein wird, bei dem es hauptsächlich darum geht, viel Freizeit zu haben. Ich hoffe mal sehr, dass nicht viele, die bis jetzt das Ziel haben ihr Leben so zu leben, dass sie anderen Menschen etwas Gutes tun können, deinen Rat hören und "was richtiges" studieren...
DesiraZu Gnoms Post:
Solche Antworten sind immer die besten. Was das Ideal ist, ist mir, die das gleiche Problem hat, wie rosenkind, auch klar. Nur das finden, was einem denn Spaß macht, ist schwer. Es gibt heute einfach zuviel (oder zuwenig, je nachdem aus welcher Richtung man es betrachtet) Angebot und es gibt leider keine Maschine, die einem sagt: "Der Job ist perfekt, mach das"
Und ganz außer Acht lassen sollte man die Zunkunftschancen auch nicht. Ein Job, der dir Spaß macht, bei dem du aber verhungerst, ist doch genauso blöd, wie ein Job, bei dem du nur mit Magenschmerzen hingehst, wo du aber ne gute Stange Geld für kriegst.
Das Dilemma ist klar, und für den Einzelnen (mich...hilfe) echt schwer zu lösen. Da kommen doch Angebote wie von Pinky grade recht :)

desira
NnordyABer, liebe Leute, habt ihr euch auch überlegt, daß ihr nur dort richtig gut sein könnt, was euch auch Spaß macht????!!!!! Das ist nunmal so! Ich hab auch gedacht: Mach eine kaufmännische Ausbildung, das ist nie verkehrt, Du hast was in der Hand... - und was hat's mir gebracht? Nix, gar nix, außer einem tollen Abschluß und der Gewißheit, daß ich in diesem "Beruf" nie arbeiten will - wobei das für völlig Orientierungslose vielleicht auch immerhin schon etwas ist... Aber egal. Vom Himmel fallen wird euch die Eingebung, was das Richtige für euch ist, nunmal nicht. Also heißt es: Selber gucken. Praktika, Schnuppervorlesungen, Tage der Offenen Tür. So läuft es nunmal. Sich selbst vor Ort anschauen, wie sowas abläuft, und sich dann fragen: Gefällt mir das? Könnte ich mir vorstellen, das zu machen? Wie sind meine Chancen?
Es hat keinen Sinn, Psychologie zu studieren, wenn man selber psychisch labil ist und damit klar ist, daß man niemals in einem solchen Berufsfeld arbeiten kann...
@Journalismus: Es gibt m.W. ein paar Schulen in Deutschland, alle privat. Kostenpunkt ca. 25.000 € pro Jahr. Oder man macht einen Aufbaustudiengang, der nochmal einen feinen NC von ca. 1,2 hat. Ich wollt mich mal beim Spiegel um einen Praktikumsplatz bewerben, da wurde mir gesagt, daß die nur Abgänger von 2 Schulen in D nehmen und Praktika für wen anderes gar nicht erst anbieten... Soviel dazu. :mad:
roddy[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]Es hat keinen Sinn, Psychologie zu studieren, wenn man selber psychisch labil ist und damit klar ist, daß man niemals in einem solchen Berufsfeld arbeiten kann...[/B][/QUOTE]
(OT)Ich könnt mir vorstellen, dass es nicht gerade wenige Psychologen und Psychotherapeuten gibt, die diesen Beruf genau deshalb gewählt haben, weil sie mit ihren eigenen Problemen nicht klar kommen und sich davon ablenken wollen. Ob das jetzt Sinn macht oder nicht, sei dahingestellt.(/OT)
Gnom1218@Desira
Aber was nutzt es Dir, wenn Du schon während der Ausbildung/während des Studiums immer mit dem "Das ist sooo Scheiße!"-Gesicht zur Arbeit/Vorlesung gehst? Ob Du hinterher auch in dem Job arbeiten wirst, den Du gelernt/studiert hast, steht doch auf nem ganz anderen Blatt.

Mir ging es wie Nnordy. Ich hab nach Abi und Bundeswehr erstmals ne Ausbildung als Industriekaufmann gemacht, auf Wunsch der Eltern, damit ich "was in der Hand" hab. Und trotz super Abschluß wurde ich hinterher nicht übernommen, weil es der Firma schlecht ging und die Jobaussichten waren gleich null. Also wirklich zwei Jahre in den Wind geschossen, mal abgesehen davon, daß ich noch ein dreiviertel Jahr rumkrebsen mußte, bis ich mich fürs Studium einschreiben konnte, weil man es uns nicht schon früher sagen konnte, daß alle Azubis nicht übernommen werden...

Also dann Biologie studiert. Weil ich eben wenigstens diemal etwas machn wollte, was mich interessiert und was mir Spaß machen würde. jetzt mache ich gerade meinen Doktor und ich habe es bis heute nicht bereut. Was nach dem Dr. Titel kommt steht freilich in den Sternen. Ein Freund von mir ist Dr. der Chemie und arbeitet nun als Programmierer bei der Bundesbahn. Ein weiterer ist Dr. der Geologie und schafft jetzt auch total fachfremd. Eigentlich ergeht es heute den meisten so, daß sie sich eventuell nach Ende der Ausbildung/des Studiums neu orientieren müssen. Da hab ich doch lieber wenigstens ne kurze schöne Zeit, als daß ich mein ganzes Leben etwas mache, was mich nicht ausfüllt...
SenecaIch habe vor dem Studium, welches ich zudem im 13. Semester ohne vollen Abschluss abgebrochen habe, eine fundierte Ausbildung im Handwerk gemacht...
Mit Abitur kann man die Lehrzeit in den meisten Fällen auf 2- 2½ Jahre drücken.
Ich empfehle das eigentlich jedem, der nicht weiß was er nun mit der Hochschulreife anfangen soll...!
Im übrigen bin ich schon vor ein paar Jahren völlig fachfremd im Hotelfach gelandet...(nein, nicht als Kellner)
Nebenher versuche ich mich als "Dorfschmied" mit eigener Werkstatt... (so ist die Ausbildung auch zu was gut)
Holy War[quote]12. Klasse, 1. Halbjahr. Das Abi naht. Und mit ihm die Panik vor der Ratlosigkeit: was soll ich denn bloß werden?
Was soll man tun, wenn man keine Ahnung hat, was man später mal studieren möchte? (Gilt natürlich auch für Haupt- und Realschüler).[/quote]

Mach dir keine Sorgen, wenn du selbst nichts gebacken bekommst, wird dir der Staat freudig mit einem 1€ Job freundlich winken. Du kannst Strassen fegen, putzen, Pommes verkaufen, Autos waschen...hach ja...da ist für jeden was dabei.

/zynismus

/offline
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von roddy [/i]
Von meinem Bruder der mal versucht hatte Germanistik zu studieren um Journalist zu werden, hab ich ähnliches gehört. Da gehts scheinbar mehr um Vitamin B als um einen Studienabschluss.[/QUOTE]

die meisten haben in der tat germanistik studiert. um journalist zu werden, braucht man ein abgeschlossenes studium (völlig egal welches) und macht danach ein jahr lang ein volontariat. danach ist man redakteur. journalist ist man schon vorher, ich nenne mich auch als freiberufliche so, da es kein geschützter titel ist. jeder, der veröffentlicht darf sich so nennen.
vitamin b schadet bestimmt nicht, aber das wichtigste ist, dass man etwas vorweisen kann. d.h. also schön alle artikel und fotos aufbewahren.

[QUOTE]Zu deiner Wischi-Waschi-Sozial-Formulierung: "Was richtiges" klingt ziemlich wertend, ebenso wie "Leute die sich nicht überarbeiten wollen". [....] Ich hoffe mal sehr, dass nicht viele, die bis jetzt das Ziel haben ihr Leben so zu leben, dass sie anderen Menschen etwas Gutes tun können, deinen Rat hören und "was richtiges" studieren... [/QUOTE]

hättest du meinen beitrag richtig gelesen, wäre dir aufgefallen, dass ich dazu einiges geschrieben habe. sicher gibt es leute, die sich berufen fühlen, durch ein solches studium einen sozialen beitrag an der allgemeinheit zu leisten. dagegen habe ich auch nichts, und in dem fall hat es seine berechtigung. nur denken anscheinend 70% der pädagogik und co. studenten anders und wollen sich das leben leicht machen. das liegt eben daran, dass der studiengang im vergleich zu vielen anderen leicht zu bewältigen ist. das trifft nicht auf jeden zu. aber gerade die tatsache, dass es viele so halten, läßt diese studenten in keinem guten licht dastehen und sie werden von vielen anderen fakultäten belächelt. * das ist natürlich schade, denn es gibt sicher eine menge leute, die ihr herzblut in eine solche sache stecken. sicher brauchen wir auch sozialarbeiter etc. genau wie die meisten anderen berufsgruppen. aber eben nur in einem bestimmten umfang. da bleibt trotzdem noch zu bedenken, dass der arbeitsmarkt von solchen leuten überschwemmt wird. ich kann mich nur wiederholen: [i]heutzutage kann man nicht mehr nur danach gehen, was einem spaß macht. die zeiten sind vorbei. man muss einen kompromiss finden.[/i]

*dazu fällt mir eine lustige geschichte ein. bei 'uns' gilt 'pädagogik' geradezu als schimpfwort. ich erinnere mich an einen derben anschiss von einem prof, weil ich eine von neun (!) fragen nur zu ca. 80% beantworten konnte: "das kann ja wohl nicht angehen! dass sie sich überhaupt trauen, so schlecht vorbereitet zum kurs zu kommen! wir studieren hier schließlich kein pädagogik!" *lol*

(um mich bei der vielzahl an zartbesaiteten wesen gleich im vorfeld zu entschuldigen: nein, ich würde das so nicht unterschreiben... naja, wahrscheinlich schon. nein, nicht alle pädagogen sind doof. ja, ihr sollt alle machen was ihr meint... - bei bedarf bitte beliebig fortsetzen.)
Dunkle GräfinLeider bietet heutzutage kein Studium oder Lehre wirklich eine Garantie dann auch in dem Bereich zu arbeiten.

Mein Bruder hat Germanistik und Anglistik studiert, hat mal bei der Berliner Zeitung oder Gamestar gearbeitet aber was macht er jetzt ? Hat sich selbstständig gemacht als Kurierfahrer da er vielen Firmen "zu überqualifiziert" war und da dachte er bevor ihn Hartz 4 einholt und er gar keine Talers mehr bekommt...

Ich habe Bürokauffrau gelernt (kotz). Wollte diesen Beruf nie, ging aber nicht anders und als noch ein Platz frei war bin ich da rein, besser als gar nichts haben. Ohne Lehre ist man heute in Arsch gekniffen. Aber auch da habe ich nichts bekommen. Mich von Lehrgang und ABM zu ABM geschleppt und arbeite jetzt in der Datenbank einer Softwareentwicklungsfirma.

Wegen Studium und studieren was einem Spass macht...meine Freundin ist Archäologin für Früh und Urzeitgeschichte. Ihre Ellis sagten ihr auch nach dem Abi, studiere was dir Spass macht. Studium hat sie mit sehr gut abgeschlossen aber null gefunden. Jetzt macht sie eine Ausbildung zur Gross und Einzelhandelskauffrau in der Hoffnung, dass ihre Chancen als Archäologin mit einem kauffmännischen Hintergrund grösser sind.

Es ist echt schwer etwas zu finden worauf man aufbauen kann. Man sollte sich mit Sicherheit nichts suchen was einem gar nicht liegt nur in der Hoffnung, damit später mal Arbeit zu finden. Ich hatte einen guten Berufsberater, vielleicht mal mit dem zusammensetzen ? Dazu sind sie doch da...:)
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von Dunkle Gräfin [/i]
[B]Leider bietet heutzutage kein Studium oder Lehre wirklich eine Garantie dann auch in dem Bereich zu arbeiten.
[/B][/QUOTE]

aber es gibt berufe, die die chancen deutlich erhöhen. und germanistik- und anglistikstudenten haben eben auch nicht gerade seltenheitswert...
NnordyAber letzten Endes ist das doch ziemlich wurscht. Als ich in dem Alter war hieß es "Studiere BWL, BWLer werden gebraucht..." 5 Jahre später brauchte auf einmal niemand mehr einen BWLer, und ich kenne einige Leute, die trotz eines ziemlich guten BWL-Abschlusses nach wie vor ohne Job sind.
Der ARbeitsmarkt ist heutzutage so unberechenbar und wankelmütig, daß es schwer fällt, verläßliche Zukunftsprognosen zu erstellen, was denn nun "sinnvoll" ist und in 5 Jahre noch gebraucht wird. Auch die hochgejubelten BAchelor- und Master-ABschlüsse machen momentan nur dann Sinn, wenn man sich längerfristig ohnehin Richtung Ausland orientieren möchte, derzeit haben diese Abschlüsse zumindest in Deutschland noch keine weit verbreitete Akzeptanz. Ich persönlich stehe zumindest dem BAchelor sehr skeptisch gegenüber, da ich nicht weiß, wie man in 6 Semester ein solchermaßen fundiertes Fachwissen bekommen soll, daß man damit komplexe Arbeitsaufgaben lösen kann, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Wenn man danach geht, gibt es eigentlich nur eine Wahl, die man treffen kann: ETwas Soziales im (Alten-)Pflegebereich. Denn die Gesellschaft wird bekanntermaßen immer älter und Pflegekräfte werden in den nächsten Jahren zunehmend gebraucht. Das man dabei psychisch einer ungeheuren Belastung ausgesetzt ist, sich den Rücken ruiniert und für seine Arbeit quasi einen Appel und ein Ei bekommt (mal ganz abgesehen von einer nicht vorhandenen "gesellschaftlichen Akzeptanz" -> alten Leuten den A*** abwischen) interessiert da erstmal nicht, immerhin ist das ein ARbeitsbereich, in dem Arbeitslosigkeit nicht ganz so allgegenwärtig dräuend vorhanden ist... *zyn off*
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
Ich persönlich stehe zumindest dem BAchelor sehr skeptisch gegenüber, da ich nicht weiß, wie man in 6 Semester ein solchermaßen fundiertes Fachwissen bekommen soll[/QUOTE]

sehe ich auch so. außerdem schrauben sie den zugangs-nc für den master so hoch, dass kaum noch jemand reinkommt (zumindest in den naturwissenschaften). ich studiere noch auf diplom, und hab auch kein problem an praktika im ausland zu kommen, anderer abschluss hin oder her ;)

[quote]ETwas Soziales im (Alten-)Pflegebereich.[/quote]

oder als bestattungsunternehmer. gestorben wird immer :D
Desenganoalso ich erzähl dir einfach mal meine geschichte. vielleicht hilft dir das etwas weiter.
als ich in der 12/1 war, wollte ich unbedingt medizin studieren. vorher journalismus. also waren wir mit der schule bei so nem tag der offenen tür an ner uni und ich hab mir mal angeschaut, wie das so bei medizin abläuft. das schreckte mich dann so ab, dass cih mich wieder auf mich selbst besinnte und mich wieder der idee journalismus widmete.
doch wollte ich das wirklich? eigentlich nciht. fernsehen war da schon eher mein ding. irgendwann erzählte mir eine freundin von dem studiengang "medienwissenschaften". der deckt eigentlich alle bereiche ab: fernsehen, zeitung, hörfunk etc.
nach dem abi hab ich erstmal ein jahr was anderes gemacht, darunter auch ein praktikum beim theater. theater war auch schon immer mein ding, aber theaterwissenschaften wollte ich nciht studieren, aus angst, keinen job zu bekommen.
ich hab mich dann an 19 (!) unis beworben für fächer, die irgendetwas mit medienwissenschaften zu tun hatten. genommen wurde ich mit meinem schnitt von 2,0 schließlich an zweien. heute studiere ich theater- und medienwissenschaften auf magister mit den nebenfächern germanistik und slavistik.

folgende dinge habe ich in dem jahr orientierung gelernt:
- praktika sind wahnsinnig wichtig, um überall mal reinzuschnuppern, was man eigentlich will. auch während des studiums!
- informationen sind das A und O! sprich mit jedem, den du kennst darüber. quäl google bis zum erbrechen! es gibt suchmaschinen speziell für z.b. sämliche medienstudiengänge. ich hätte nie gedacht, was es da alles gibt.
- viele wege führen nach rom. will man z.b. zur zeitung kann man auch kommunikationswissenschaften, germanistik, medienwissenschaften oder journalismus studieren. es gibt sicher noch viele viele mehr.
- nc. *lol* mir hat er fast das genick gebrochen. noch hast du zeit, deinen schnitt so hoch wie möglich zu bringen. je besser er ist, desto mehr auswahl hast du dann. gerade im medienbereich, besonders bei journalismus, steigt der nc ins astronomische
- die uni-messe in köln. ich war leider nie da, aber bekannte von mir und die fandes es super. dort stellen sich alle vor und man bekommt einen überblick, was man alles so studieren kann.
- vertrau nie einer person! auch nicht die von denen von der studienberatung. hol dir immer mehrere meinungen ein, gerade wenn es um neuere studiengänge geht.

naja.. das wars dann erstmal von meiner seite. lass dich vom uni-dschungel nicht entmutigen. es ist eigentlich wunderbar, dass das angebot so enorm ist. eignentlich der wahnsinn, was man nach dem abi so alles machen kann... *seufz* :)
Desenganoach ja, und zu der frage, ob bachelor, magister oder diplom:

jede form hat ihre vor- und nachteile. der bachelor ist gut, wenn man schnell studieren will und schnell ins berufsleben einsteigen will. ist halt auch sehr stressig.
und dass er nicht akzeptiert sei, ist absoluter blödsinn! momentan strukturieren alle unis so um, dass er bald für jedes fach angeboten werden kann.

magister bietet die möglichkeit, noch ein oder zwei weitere fächer zu studieren. sehr beliebt ist bei medien das nebenfach germanistik. oder noch wirtschaft oder so..

diplom ist meiner meinung nach, das härteste und trockendste. jetzt steigen mir die diplom-studenten sich wieder aus dach.. ist halt meine meinung. kommt auch auf den jeweiligen studiengang an.

naja und dann gibt es ja noch die lehramt-studenten... man kann da aber immer noch auf magister umsteigen.


du soltest dir auch die frage stellen, ob fh oder uni. denn die fh hat in der regel viel mehr praxisbezug. man kann auch ba machen. es gitb 1000 möglichkeiten. man muss sie nur kennen, um sich richtig entscheiden zu können.
AsheCorvenÄhm ich hab jetz net alles durchgelesen aber einen Tip von mir,
Das was von richtung unserer guten Arbeitsagentur kommt kannst du gleich mal in die tonne kicken. Ein bekannter war ende 12 klasse dort und hat einen Test gemacht da kam raus er soll bäcker werden als er nachfragte wie das ergebnis den zu stande kommt meinten die, das da noch genug ausbildungsstellen frei wären *g*

Mach doch mal ein oder zwei Praktika in diversen unternehmen, du musst dich da zwar die richtige leute finden mit denen du ins bett gehst um an so eine stelle zu kommen aber das klappt schon ...

ähm ... für die nixchecker ich meinte das nicht ernst mit ins bett gehen doch wollte ich auch mal ein Praktikum machen in einem Unternehmen und kannte den chef der abteilung er meinte er kann da nix machen wegen der personalabteilung also hab ich bissl rumgecheckt und eine mailadresse von einer guten fraubekommen und die angeschrieben die meinte das sie immer praktikanten suchten und ein tag später hat mich mein bekannter angerufen *g*
das meine ich mit hochschlafen ... immer connections aufbauen und nutzen das klappt dann auch

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