| AESHMA | Hallo zusammen! Ich weis vorerst überhaupt nicht ob das Thema für diese "Rubrik" so passend ist aber ich werd mein Bestes geben und einfach mal erzählen..... ....Am Monatg bekam ich eine Überweisung vom Arzt zur Unterbauchspiegelung ins Krankenhaus,da ich ziemliche Beschwerden hatte und diese sich wieder verschlimmerten. Da ich ziemliche Angst vor Krankenhäusern hab bzw.mir echt nicht wohl ist wenn ich nur dran vorbei fahre ,war das für mich natürlich eine willkommene herausforderung damit mir auch eventuell mal geholfen werden kann bzw.diagnostiziert werden kann. Ich bekam also einen Termin für Freitag. Die Tage Mittwoch und Donnerstag waren somit für mich mit Nulldiäten,Abführmitteln und ziemlich gemeinen Fressattaken meines Freundes bestückt. Ich informierte mich jeden Tag im Internet über Kurznarkosen und dessen Wirkung, was mir persönlich aber auch keine Genugtuung war zwecks gewissen Ängsten und wie sich später rausstellte auch VORAHNUNGEN. Das dies alles nicht angenehm wird ,war mir durchaus bewusst aber das es so extrem wird versetzt mich jetzt schon etwas unter Schock. Am Freitag...,ich wurde also aufgerufen und musste mich umziehen und hab mich auf das "nette" und so "einladend" wirkende Bettchen gelegt. Man setzte mir eine Flexi und andere Nadeln bzw. Spritzen in den Arm. "Was bekomm ich denn so feines?",war meine Frage.Sie : "du bekommst jetzt ein STARKES Schmerzmittel, Beruhigungsmittel und Krampflösende Mittel verabreicht."Ich sagte das ich große Angst habe,man meinte nur "du wirst gleich schlafen". Ich bekam eine Kurznarkose. Irgendwann später kam die Injektion oder wie man das bezeichnet an die Flexi und ich schlief. Der Eingriff dauert an sich nicht lange max. 30 min.,ich weis nur noch das ich mit einen Schlag alles mit bekam,ich hatte große Schmerzen im Unterbauch als mir die nette Schwester von vorhin wie ein Bär nochmal volle Hütte draufdrückte,also war die ganze Untersuchung noch voll im Gange.Ich bin leicht mit dem Kopf hoch,alles war dunkel,das ganze Zimmer, ich sah niemanden,hörte nur Stimmen,hatte extreme kolikartige Bauchkrämpfe im gesamten Unterbauch,ich fing an zu schreien vor Schmerzen und auch vor Angst. Ich war ganz benebelt aber wach und bei relativ gutem Bewusstsein obwohl ich nichts sah,es war dunkel wie in den schwärzesten Kellern.Ich bekam kein ordentliches Wort aus meinen Mund und habe nur gebettelt so gut wie es ging das es aufhört. Mein Mund war trocken,mein ganzer Hals war ausgetrocknet,auf meinen Lippen lag ein weißer Film,ich wollte was trinken,hatte solchen Durst und konnte nichts sagen nur schreien. Ich hörte nur wie sie meinen Namen riefen,ich weinte,sie drückten mir wieder auf den Bauch mit voller Wucht.....ich war komplett orienientierungslos,verängstigt bzw. panisch und vollkommen hilflos,so extreme Angstgefühle hatte ich noch nie,dachte nur ich lieg auf ner Schlachtbank. Ich fing kurze Zeit später an mich zu "wehren",so gut es in diesem Zustand ging, als die Hand ,der Schwester trotz meiner Schreie, wieder auf meinen Bauch landeten. Ich drückte ihre Hand weg und hielt mir mit beiden Händen den Bauch,sie zerrte meine Hände weg und drückte abermals immerwieder darauf. Ich muss wohl da angefangen haben mich mit Händen und Füßen zu wehren da ich später noch ziemlichen Muskelkater hatte. Ich weis nur noch das alles dunkel war und ich sehr verzweifelt anfing mit weinen aus dem schreien heraus. Sie werden mir wohl an der Stelle noch was gespritzt haben.Das ganze Erlebniss ging bestimmt nicht lange max. 5 min aber mir kam es wie eine ewigkeit vor.Irgendwann war Ruhe und ich wachte auf,ein Mann der draußend auf den Flur war winselte immer.Er hatte wohl auch Schmerzen und schrie,was auch immer lauter wurde.Als ich aufstand sah ich das meine Bettdecke etwas blutig war, und der leichte Schmerz im Unterbauch war da,mir fiel alles wieder ein und dennoch hielt ich es für einen schlechten Traum. Ich rief meinen Freund an und er holte mich kurze Zeit später ab.Später als ich zu Hause war und die Narkose wirklich abklang,wurde mir nach und nach alles immer klarer das es kein Traum war. Ich stand an diesem Abend wie unter Schock. Ich weis immer noch nicht wie das passieren konnte,kann mir auch keinen Reim draus machen.Ist da irgendwas schief gelaufen oder lag es an mir?Jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden,einige lassen es auch ohne Kurznarkose machen und haben kaum Schmerzen. Jeder ist nun mal ein Individium und dennoch bin ich eigentlich nicht so empfindlich da ich öfter Krämpfe hab die mich fertig machen und das schon seit über einen Jahr,aber geweint habe ich deswegen recht selten auch wenn es manchmal schlimm war.Ich hatte echt Angst wie sonst nie. Im Endeffekt sagte man mir das alles in Ordnung wäre,was mich auch irgendwie erleichterte aber in mir dennoch wieder Verzweiflung hervorrief. Ist euch das auch schonmal passiert? Ich hatte solche Angst das ich aufwache und es passierte...... Was ist euch wiederfahren? Liebe dunkle Grüße... |
| fraeulein grau | dieser halbnarkosezustand ist ziemlich beängstigend, weil das hirn einfach nicht mehr mit dem geschehen mitkommt. das mit dem weinen ist fast schon normal, panikreaktion eben. und es kann sein, dass du den schmerz auch noch verstärkt wahrgenommen hast, weil der etwas konkretes, körperlich greifbares war. armes ding. |
| myhna | das ist ganz schön krass... die ganze abführprozedur vorher ist ja schon übel, aber das... ich kann dir nur empfehlen das du, wenn du nochmal eine narkose bekommen solltest, das erlebniss mit dem entsprechenden arzt besprichst, damit man die narkose evtl besser auf dich abstimmen kann! |
| AESHMA | Erstmal vielen Dank für die bisherige Antworten,es hat mir schon sehr geholfen zu merken das ich nicht allein so denke und man mir das auch mittlerweile etwas erklären kann. Ich versuche mich da auch nicht reinzusteigern aber vergessen kann ich es irgendwie auch nicht. Dauernd hab ich diese Bilder im Kopf und finde mich in diesen Moment bzw. dieser Situation wieder. Ich hab versucht drüber zu reden so gut wie es ging und hab es auch mittels diesen Thread versucht auf diese Art damit fertig zu werden, aber irgendwie will es mir nicht wirklich gelingen.Könnte seit gestern Abend nur noch heulen,habe keinen Appetit mehr usw..Was könnte ich jetzt noch tun um es irgendwie etwas zu verkraften? Was soll ich jetzt noch machen? |
| hagzissa13 | Deine Erlebnisse sind natürlich schon sehr erschütternd, doch ich denke, ein wenig Aufklärung aus Sicht des Untersuchers und auch der "zu Untersuchenden" (Ich habe schon selbst eine Dickdarmspiegelung hinter mir), kann nicht schaden ;) ! Es stimmt, daß die Menschen unterschiedlich auf diese zugegebenermaßen unangenehme Untersuchung reagieren. Ich hatte Menschen vor mir, die trotz Medikamenten schwere Schmerzen hatten, ja sogar sagten, daß die Geburt ihrer Kinder ein Scheiß dagegen waren, aber auch Menschen, die ohne Medis ohne ein Stöhnen dadurch gingen. Schmerzen verursacht zum einen das "Aufpumpen" des Dickdarms mit Luft, um um die Ecken des Darms zu kommenmit dem Gerät, zum anderen können auch z.B. Verwachsungen zu Schmerzen führen. Die Schmerzen sind bei den meisten Patienten ähnlich stark, wie starke Blähungen (sind ja durch die eingeführte Luft auch im Prinzip nix anderes...). Ich selbst habe die Untersung ohne Medis durchführen lassen. Ja, angenehm war es nicht, aber es ließ sich aushalten. Zu den angewendeten Medikamenten ist folgendes zu sagen: Eine leichte Narkose ist machbar, allerdings sollte sie nur durchgeführt werden, unter Anwesenheit eines Anästhesisten (Narkosearzt), denn die Gefahr der Bewußtlosigkeit und damit der Atemunterbrechung ist relativ groß. Schmerz-und Beruhigungsmittel können in gewissen Dosen auch ohne die Anwesenheit eines Narkosearztes verabreicht werden, jedoch muß man auch hier vorsichtig sein, denn die Patienten reagieren sehr unterschiedlich darauf: Manche spüren garnichts, andere schlafen und wiederum andere bekommen einen Atemstillstand und das kann lebensbedrohlich werden. Das Problem ist, daß die Spanne von einem zum anderen Zustand meist nur weniger als ein Mililitter des Medikaments ausmacht. Desweiteren besteht bei der Gabe von Beruhigungs- und Schmerzmitteln immer die Gefahr, daß eine Verletzung des Darms (die in der Regel mit starken Schmerzen verbunden ist) nicht rechtzeitig erkannt wird, da die Patienten es einfach nicht spüren. Viele "Für" und "Wieder", die von jedem Untersucher anders gehandhabt werden. Das "Standard"-medikament, das häufig gegeben wird, ist Midazolam (Dormicum). Ein Präparat aus der Reihe der sogenannten "Benzodiazepinen". Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel auch Diazepem (Valium) (Erkäre ich hier mal, um mal einen Überblick zu verschaffen). Midazolam ist jedoch im Vergleich zu Valium wesentlich stärker, bei jedoch wesentlich kürzerer Halbwertszeit. Benzodiazepine machen häufig eine sogenannte "anterograde Amnesie". Das bedeutet, daß man sich an Ereignisse, die NACH der Medikamentengabe aufgetreten sind, nicht mehr erinnern kann. Das ist auch der Grund, warum das Medikament so gerne verwendet wird: Die Patienten erinnern sich meist hinterher nicht mehr an die Schmerzen, die sie hatten... ;) Warum das bei Dir allerding alles so horrormäßig daneben gegangen ist, läßt sich retrospektiv schwer beurteilen. Sicherlich kommen mehrere Aspekte zusammen: Angst, Schmerz (der bei der Untersuchung meist nicht ganz vermieden werden kann) und eventuell eine schlechte Vorbereitung, bzw "Begleitung" bei der Untersuchung (was ich natürlich nicht beurteilen kann), und/oder vielleicht eine Medikamentenunverträglichkeit (es gibt Menschen, die auf Beruhigungsmittel wie Dormicum oder Valium abgehen wie ein Zäpfchen. Man nennt das auch eine sog. "paradoxe" Wirkung). Ich hoffe, die Erinnerungen werden mit der Zeit etwas verblassen... Gruß Hagzissa - per aspera ad astra - |
| myhna | hmh... @hag du hast da ja etwas mehr ahnung *wink* (schade das wir uns im kh um ein paar tage verpasst haben) werd mal jemanden darauf hinweißen der auch was dazu sagen könnte... |