| Mahsheed | [color=000000] . [/color] [center] Gibt es noch ?! Menschen mit Idealen? Welche Ideale habt ihr?[/center] [color=000000] . [/color] |
| Sanna I.S.P. | ich hatte bzw. habe, denke ich (wie noch immer viele menschen) einen ganzen haufen an idealen, die ich versuche, bestmöglich zu vertreten, und dafür einzustehen (auch wenn ich wohl seit einiger zeit abbaue); einige davon wären zb. ehre, ehrlichkeit und aufrichtigkeit, stärke, courage etc. ... ich denke, dass solche listen, die bisweilen endlos fortzusetzen wären, wohl jeder für sich erstellen kann, deshalb glaube ich, dass deine intention vielleicht in eine andere richtung ging, als einen bloßen ideal/tugend katalog zu erfragen. |
| SchwarzePest | Eine angestrebte Idee der Vollkommenheit: - Die genialsten Tonträger in meiner Sammulung zu haben. - Beim Schießsport nur ins Zentrum zu treffen. - Gerecht zu Beurteilen. - ... Mit den Idealen ist es aber wie beim Stabhochspringen. Die Latte liegt für 99,9999 % so hoch, das man nur darunter her springen kann wenn überhaupt im Ziel landen will. |
| Kato | meine ideale: -nie vegetarier werden -nie öko werden -nie rechts denken -nie links denken ansonsten hab ich keine langwierigen ideale, die ändern sich ständig |
| Haevion | Ehrlichkeit. |
| Nope | - niemandem trauen - ehrlichkeit [QUOTE]-nie vegetarier werden[/QUOTE] - hat schon was :D |
| Black Reaper | Ehrlichkeit ist so ein Punkt... dieses Ideal versuche ich doch noch zu erreichen... Nja, mich nicht zu verbiegen auch noch... Und ich übe mich entgegen meiner zeitweiligen schißhasigen Eigenschaften in Zivilcourage... :rolleyes: |
| japanfreak | -Fairness -Durchhalte vermögen -VEGETARIER BLEIBEN!!!!! |
| Pelloquin | Ideale... Ja, ich glaube es gibt noch Menschen mit Idealen. Und ich glaube es gibt garnicht so wenige von ihnen. Zum Beispiel jene Menschen, die vergangenen Sonntag im Irak - den nicht unwahrscheinlichen Tod vor Augen - ihr Wahlrecht wahrnahmen und Demokratie lebten. Ungefahr zwei Dutzend von ihnen zahlten für diesen Idealismus mit ihrem Leben, als sie von sogenannten Widerstandskämpern auf Wahllokale verübten Anschlägen zum Opfer fielen. Dies vor Augen, mag ich garnicht von meinen Idealen sprechen, weil sie sich allzu naiv und möglicherweise realitätsfern ausnehmen. Und doch... was ist schon "Realität", die Wirklichkeit? Immer waren es Träumer, die letztlich die Geschicke der Menschheit beeinflussten; im Guten wie im Schlechten. Mein Traum... Meine Ängste zu überwinden. Und dadurch frei zu werden. Frei genug, um aufrecht durch die Straßen zu gehen. Um anderen Gebeugten zu helfen. Auf dass niemand mehr... anderen zu Kreuze kriechen muß. Das klingt schrecklich unbestimmt. Aber ich weiß es nicht anders zu formulieren, zumindest im Moment. Ich denke jedoch, dass sich Ideale tatsächlich kaum in Worte fassen lassen, denn Ideale bergen in sich immer die Sehnsucht nach dem Perfekten, dem kaum Vorstellbaren, nach Utopia. Eines aber weiß ich: Dass ich ohne den Glauben an meine Ideale, ohne diese seltsame Hoffnung nicht leben kann. Dass eigenartige ist, dass diese Einstellung wohlmöglich irgendwann mein Untergang sein wird. Ich hoffe, dass ich dann meinen Idealen treu bleiben kann. *** Wirre Gedanken, Produkt einer schlaflosen Nacht. Möglicherweise noch verbesserungsbedürftig. (Was sind Deine Ideale?) |
| Mahsheed | @ Sanna Ich verstehe deine Unsicherheit bezüglich der Themenstellung. Und ich wollte sie so frei lassen, damit jeder aus der Frage das machen kann, was er möchte. Manchen erscheint die Frage vielleicht sehr privat, mir eigentlich auch. Vielleicht reicht es dann schon, eine Art "Katalog" aufzuzählen. Und wieder Andere mögen von sich aus nachdenklicher darauf eingehen, vielleicht etwas darüber berichten. Darauf habe ich vertraut. Ich lasse es einfach offen und überlasse jedem die Wahl seiner Möglichkeiten. Ich habe keine Ahnung, ob ich Ideale habe. Ich hätte gern welche und vielleicht habe ich sie tatsächlich. Es fällt mir einfach schwer, sie zu benennen, da ich nie den Eindruck habe, mich wirklich einschätzen zu können. Ideale, so denke ich, kann man nur dann benennen, wenn man sich selbst kennt. |
| Sanna I.S.P. | @Masheed: schön, dass du noch geantwortet hast - dachte mir schon soetwas, denn einen "katalogthread" hätte ich von dir nicht erwartet. [QUOTE]Manchen erscheint die Frage vielleicht sehr privat, mir eigentlich auch.[/QUOTE] die frage ist tatsächlich privat gestellt, aber eigentlich behandelt sie ein thema, das sehr öffentlich gesehen werden kann; immerhin tragen wir alle unsere persönlichen ideale an die öffentlichkeit, und handeln danach, und beeinflußen so andere - der betrüger ebenso wie der naiv ehrlich aufrichtige. um so wichtiger ist es doch, seine ideale für sich zu sehen (was nicht heißt, sie unbedingt benennen zu können), und vor allem, wie die verbindung der eigenen persönlichkeit zu ihnen aufgebaut ist. [QUOTE]Ich habe keine Ahnung, ob ich Ideale habe. Ich hätte gern welche und vielleicht habe ich sie tatsächlich. Es fällt mir einfach schwer, sie zu benennen, da ich nie den Eindruck habe, mich wirklich einschätzen zu können. Ideale, so denke ich, kann man nur dann benennen, wenn man sich selbst kennt.[/QUOTE] ich frage mich, wer überhaupt keine ideale haben kann; schließlich gibt es auch "verwerfliche" ideale, die im allgemeinen als "schlecht, böse" etc. gesehen werden - auf mich persönlich üben diese ideale eine große anziehung aus, aber meist in nciht sehr extremer form - ich mag meinen stolz, hege ein ganz besonderes interesse an meinem "ideal" einer unantastbarkeit (sofern man das so sagen kann) und kälte, und pflege diese vielleicht mehr als die positiven seiten (vielleicht weil sie für mich mehr pflege benötigen?). du hättest gerne ideale? du hast welche, aber eine benennung fällt dir schwer? ist das unangenehm? ich weiß es nicht, denn ich hatte immer ein wort in meinem geist, und um dies herum bildete ich mir, was ich darunter zu verstehen glaubte - manchmal lag ich richtig, manchmal falsch. ohne diese namen, wenn du "nur" deinem gefühl folgst, ist es vielleicht schwieriger, ideale zu benennen, aber du erliegst vermutlich nicht so schnell der gefahr, dich zu verrennen. sich selbst einzuschätzen ist wohl gar nicht so einfach, ich kenne das, und jedem dem dies gelingt, möchte ich meinen respekt aussprechen - aber für mich bleibt es so, dass die größten überraschungen immer noch ich mir selbst liefere :), und das ist auch gut so. ob eine selbstkenntnis für ein wissen/benennen um/von idealen nötig ist, weiß ich nicht, glaube ich aber nicht, dann würd' bei mir einiges anders laufen ;). |
| Mahsheed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]@Masheed: schön, dass du noch geantwortet hast - dachte mir schon soetwas, denn einen "katalogthread" hätte ich von dir nicht erwartet. [/quote] Ich weiß einfach, dass du jemand bist, der selbst sehr darum bemüht ist, alle Gedanken zu beantworten und habe vermutet, dass es dir wichtig sein könnte, selbst auch eine Antwort zu halten, selbst, wenn es sich bei deiner Nachfrage gar nicht um eine direkt gestellte Frage handelt. Im Übrigen finde ich nicht, dass Katalogthreads immer schlecht sein müssen, es kommt einfach darauf an, welchem Zweck etwas dienen soll. [quote] die frage ist tatsächlich privat gestellt, aber eigentlich behandelt sie ein thema, das sehr öffentlich gesehen werden kann; immerhin tragen wir alle unsere persönlichen ideale an die öffentlichkeit, und handeln danach, und beeinflußen so andere - der betrüger ebenso wie der naiv ehrlich aufrichtige. um so wichtiger ist es doch, seine ideale für sich zu sehen (was nicht heißt, sie unbedingt benennen zu können), und vor allem, wie die verbindung der eigenen persönlichkeit zu ihnen aufgebaut ist.[/quote] Ich habe da scheinbar die gleiche Ansicht wie du und versuche deshalb daran zu arbeiten, mir über solche wichtigen Sachen klar zu werden. Dabei helfen mir die Gedanken anderer Menschen, so wie man oft von Fremden dazu lernen kann. [quote] ich frage mich, wer überhaupt keine ideale haben kann; schließlich gibt es auch "verwerfliche" ideale, die im allgemeinen als "schlecht, böse" etc. gesehen werden - auf mich persönlich üben diese ideale eine große anziehung aus, aber meist in nciht sehr extremer form - ich mag meinen stolz, hege ein ganz besonderes interesse an meinem "ideal" einer unantastbarkeit (sofern man das so sagen kann) und kälte, und pflege diese vielleicht mehr als die positiven seiten (vielleicht weil sie für mich mehr pflege benötigen?).[/quote] Es gibt Worte, die sind mit komplexen, schier undefinierbaren oder von Mensch zu Mensch verschieden definierten Inhalten gefüllt, dazu zählt für mich das Wort "Ideal". Was greift das denn eigentlich? Und dass dazu so vieles zählen kann, das drückst du mit deinen Gedanken aus. Ich finde es interessant, dass "Unantastbarkeit " oder "Kälte" nennst. Ich war mir bisher nicht sicher, ob damit bestimmte "Tugenden" (wieder so ein Auslege-Wort) gemeint sind. Ich glaube, ich würde am liebsten solche Tugenden besitzen, und das wären dann meine Ideale. Nun scheinen Tugenden auch ganz unterschiedlich zu sein, je nach dem, in welche Gefolgschaft man sie stellt. Du nennst es "verwerfliche Ideale", und ich stelle mir darunter exemplarisch eine Gefolgschaft von "Satansjüngern" (für mich auch nichts weiter als ein Auslege-Wort) vor, deren Tugend sicher nicht der Altruismus, sondern der Egoismus ist. Moment, es geht gleich weiter, Fortsetzung folgt. |
| Mahsheed | [QUOTE]du hättest gerne ideale? du hast welche, aber eine benennung fällt dir schwer? ist das unangenehm? [/quote] Ja, alles zusammen trifft es. Unangenehm ist es aus ganz verschiedenen Gründen. Vielleicht sollte ich nicht unangenehm sagen. Doch, kann ich eigentlich schon. Denn etwas zu sagen, was nicht stimmt oder was sich im nächsten Moment schon wieder ändern kann und daher nur Verwirrung stiftet, ist mir unangenehm. Unangenehm ist mir auch, nicht zu wissen, an welcher Stelle ich mich zu schlecht und an welcher zu lobend einschätze, und unangenehm ist dem Entdecken, das ich anstrebe, sich stur an Ideale zu klammern, wenn es doch richtiger wäre, mich an einigen Stellen so zu akzeptieren wie ich bin, statt mich damit zu martern, bestimmte Ideale noch immer um Längen nicht erreicht zu haben. Welches Ideal ist überhaupt allgemeingültig immer gut? Ist nicht alles realtivierbar und stets vom sogenannten Kontext abhängig? Macht man sich engstirnig, hält man sich blind und taub, wenn man sich einem Ideal verschreibt? [quote]ohne diese namen, wenn du "nur" deinem gefühl folgst, ist es vielleicht schwieriger, ideale zu benennen, aber du erliegst vermutlich nicht so schnell der gefahr, dich zu verrennen.[/quote] Oh, woher vermutest du das nur. Ich muss einen völlig souveränen Eindruck vermitteln. Ich bin selbst immer wieder darüber erstaunt, wie ich bei einigen Menschen ankomme, sofern ich mich schriftlich ausdrücke. Ich verrenne mich eigentlich die ganze Zeit. Gerade meine Gefühle sind Schatz und Fluch zugleich. Nein, ich bin ja froh, dass ich so bin, aber es ist nicht gerade einfach und erschwert Orientierung in jeglicher Hinsicht ungemein. |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE][I]Original geschrieben von Masheed:[/I]Ich weiß einfach, dass du jemand bist, der selbst sehr darum bemüht ist, alle Gedanken zu beantworten und habe vermutet, dass es dir wichtig sein könnte, selbst auch eine Antwort zu halten, selbst, wenn es sich bei deiner Nachfrage gar nicht um eine direkt gestellte Frage handelt.[/QUOTE] ich verbringe eindeutig zu viel zeit hier :rolleyes: ;). aber du hast schon recht, auch wenn es ja heißt, dass niemand zum antworten verpflichtet ist, so meine ich dennoch, dass es eine gewisse respektsbezeugung ist - was nicht heißen soll, dass jemand, der auf etwas nicht antwortet automatisch respektlos handelt - aber ich versuche, zumindest bei gesprächen, die einen inhalt haben (im gegensatz zu grüßen), auch zu antworten - könnte man ev. auch als "ideal" hinstellen, im sinn von erwünschtes verhalten. katalogthreads müssen natürlich nicht schlecht sein, aber jedermann tut sich um so viel leichter, in einen solchen thread irgendeinen kram zu posten, weil in der masse der beiträge der eine viel eher untergeht; der thread selbst muss dabei nicht schlecht oder seicht sein, aber oft wird durch die antworten ein solches klima erreicht. [QUOTE]Ich war mir bisher nicht sicher, ob damit bestimmte "Tugenden" (wieder so ein Auslege-Wort) gemeint sind. Ich glaube, ich würde am liebsten solche Tugenden besitzen, und das wären dann meine Ideale.[/QUOTE] naja, immerhin gibt es zu den berühmten "kardinalstugenden" ja auch die entsprechenden kontraparts, seinen sie nun "todsünden" ode sonstwie benannt. aber tugenden nachzueifern, oder sie zu erreichen suchen kenne ich ebenfalls; das problem ist für mich oft, dass sie so verdammt abstrakt sind - eine ideelle helden/leitfigur ist um ein vielfaches einfacher zum vorbild zu machen, aber wer wills schon einfach; dazu kommt noch, dass sich in vorbildern immer auch andere vielleicht unerwünschte merkmale mischen, und nur äußerst selten ein ideal oder wert in reiner ausprägung vorkommt. [QUOTE]Du nennst es "verwerfliche Ideale", und ich stelle mir darunter exemplarisch eine Gefolgschaft von "Satansjüngern" (für mich auch nichts weiter als ein Auslege-Wort) vor ...[/QUOTE] jeder zeichnet sein eigenes bild im geiste, wünschenswert wäre, dass man diese dann sprachlich ungefähr gleichschalten, sprich adaptieren kann - damit soll nicht gemeint sein, dinge ohne weiteres anzunehmen, sondern vielmehr sie auf gleichen nenner zu bringen, damit eine vernünftige gesprächsgrundlage geschaffen werden kann. [QUOTE]Unangenehm ist mir auch, nicht zu wissen, an welcher Stelle ich mich zu schlecht und an welcher zu lobend einschätze, und unangenehm ist dem Entdecken, das ich anstrebe, sich stur an Ideale zu klammern, wenn es doch richtiger wäre, mich an einigen Stellen so zu akzeptieren wie ich bin[/QUOTE] meinst du mit "zu lobend" und "zu schlecht" in bezug auf ein erreichen der ideale? oh, dieses festhalten kenne ich nur zu gut! aber ich sehe es auch als einen wert, der allerdings (in meinem fall) viel zu weit gedehnt, bzw. zu streng verfolgt wurde und nun sich selbst und das vorhaben, ad absurdum führt. akzeptanz gegenüber sich selbst, und ein eifern nach den idealen können sich arg feindlich gegenüberstehen - wie zumeist wäre wohl ein mittelmaß wichtig und richtig, aber ich persönlich bekäme dabei immer das gefühl, mir selbst untreu geworden zu sein, wenn ich mich von einmal gefaßten entschlüßen verabschiede - in diesem sinne gilt für mich mein wort mehr, als mein sein. aber eine akzeptanz, wie du sie ansprichst wäre vermutlich schon der mittelweg, den die extreme ausformung wäre wohl "schlendrian". tatsächlich sollte ich gerade was dies betrifft, den mund halten, den rat vermag ich hierin nicht zu geben (ausser schlechten :rolleyes: ). ein wenig martern denke ich, wird niemandem schaden, doch sich ziele zu stecken, die in unerreichbarer ferne liegen ist wohl nicht der beste weg zum ziel. [QUOTE]wenn es doch richtiger wäre, mich an einigen Stellen so zu akzeptieren wie ich bin,[/QUOTE] noch einmal diesen satz herausgegriffen; sage mir, Masheed, wie erkennst du, wann und wo die akzeptanz angebracht ist, und wann nicht? und worin liegt der maßstab deiner beurteilung? [QUOTE]Ist nicht alles realtivierbar und stets vom sogenannten Kontext abhängig? Macht man sich engstirnig, hält man sich blind und taub, wenn man sich einem Ideal verschreibt?[/QUOTE] diesem relativismus ... wie oft man dem begegnet *seufz*. an anderer stelle fiel mir eine entgegnung leichter; aber ich denke, dass es doch allgemeingültige ideale gibt - ein ideal von freundschaft, vertrauen und treue. in jeder situation sind diese (und noch einige mehr) essentiell für das überleben der menschen, und von unserer art möchte ich hier ausgehen (keine naturrechtsdiskussion heute ;)). ohne sie wird es sehr schwierig, über die runden zu kommen, ob für eine familie oder für eine größere gemeinschaft. argumente, die dagegen laufen, verenden im sand, so wird der betrüger, nur existieren können, wenn von seite der anderen vertrauen da ist; hätte niemand solches, und wäre jeder ein betrüger, könnte sich die gesellschaft niemals erhalten, würde zusammenfallen und zerbrechen. ob es einen sprichwörtlich blind macht, wenn man sich einem ideal "verschreibt" möchte ich nicht bezweifeln; allerdings ist es eine schwierige sache, sich wirklich ein ideal auf die fahnen zu schreiben, und oft, wenn dies passiert, sind in diesem begriff noch zahlreiche andere werte enthalten, die darin mitschwingen; am beispiel des christentums, dass als intrinsischen wert die liebe vertritt, kann man das schön sehen - es wird von der liebe so viel abgeleitet, sei es vertrauen, güte, rücksicht, duldsamkeit etc.. vielleicht kann man sich einer seite, oder einem komplex von moralsich-ideelen werten verschreiben, aber einem einzelnen, das halte ich für nahezu unmöglich, dazu liegen sie zu eng beieinander. [QUOTE]Oh, woher vermutest du das nur.[/QUOTE] oh, das muss an meiner befangenheit zusätzlich liegen; nicht dass du einen unsouveränen eindruck hinterlassen würdest. aber ich bin mit dieser erfahrung wenig vertraut, und bin davon ausgegangen, dass man keine widersprüchlichen gefühle empfindet, und sich dann völlig auf diese verläßt - natürlich ein dummer trugschluß meinerseits :(. [QUOTE]Nein, ich bin ja froh, dass ich so bin, aber es ist nicht gerade einfach und erschwert Orientierung in jeglicher Hinsicht ungemein.[/QUOTE] kann es vielleicht sein, dass dieses "problem" auftritt, sobald man genauer in sich hinen horcht, und sein inneres ebenso beobachtet, wie das äußere? wer ist in sich schon einstimmig, in vollster harmonie und ruhe; dort wo kein widerspruch mehr auftaucht, ist es eventuell gerade so, dass man blind geworden ist. [verzeihung für die beitragslänge] |
| frozen heart | das bste aus jeder situation machen is doch mal n ideal |
| Mahsheed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] ich verbringe eindeutig zu viel zeit hier :rolleyes: ;). [/quote] Es ist sicher so, wie du schreibst, du handelst nach den Vorstellungen eines Verhaltensideals. Dabei fällt mir auf, dass es etwas Gutes ist, sich bewusst zu machen, welche Ideale man alles umsetzt. Vielleicht ist das so etwas, was Verhalten etwas objektiver einschätzen lässt. [quote]katalogthreads müssen natürlich nicht schlecht sein, aber jedermann tut sich um so viel leichter, in einen solchen thread irgendeinen kram zu posten, weil in der masse der beiträge der eine viel eher untergeht; der thread selbst muss dabei nicht schlecht oder seicht sein, aber oft wird durch die antworten ein solches klima erreicht.[/quote] Das ist leider immer eine Sache der Teilnehmer. Jeder Teilnehmer gestaltet einen Thread mit, lenkt ihn, bestimmt darüber, ob er interessant und ansprechend wächst. Viele Threadeinstiege muten anfänglich vielversprechend an und werden in ihrem Verlauf eher alltäglich. [quote]aber tugenden nachzueifern, oder sie zu erreichen suchen kenne ich ebenfalls; das problem ist für mich oft, dass sie so verdammt abstrakt sind - eine ideelle helden/leitfigur ist um ein vielfaches einfacher zum vorbild zu machen, aber wer wills schon einfach; dazu kommt noch, dass sich in vorbildern immer auch andere vielleicht unerwünschte merkmale mischen, und nur äußerst selten ein ideal oder wert in reiner ausprägung vorkommt.[/quote] Ich stelle mir vor, dass es immer schwierig ist, sich mit einer anderen Person zu vergleichen. Schwierig meine ich, weil jeder Mensch spezifisch funktioniert und ein Wesen mit vielleicht schon genetisch bedingten körperlichen Stärken, Schwächen oder psychischen Merkmalen ist. Dort, wo es dem Einen mit Leichtigkeit gelingt, etwas einzuhalten oder zu erreichen, kann es ja sein, dass der Andere aufgrund seiner Beschaffenheit viel mehr Mühe aufbringen muss. Wegen dieser Ungleichheit denke ich, dass es schwierig sein kann, weil diese Vergleiche den eigenen Potenzialen nicht gerecht werden. Nun ja, aber das scheinen viele Ideale, ob an eine Person gebunden oder nicht, ohnehin gemein zu haben; dass sie vielleicht einer nicht erreichbaren Messlatte anheim fallen. Vielleicht soll das ja gerade so sein. Und vielleicht dient es dem Zweck, außerordentliches zu leisten. [quote]jeder zeichnet sein eigenes bild im geiste, wünschenswert wäre, dass man diese dann sprachlich ungefähr gleichschalten, sprich adaptieren kann - damit soll nicht gemeint sein, dinge ohne weiteres anzunehmen, sondern vielmehr sie auf gleichen nenner zu bringen, damit eine vernünftige gesprächsgrundlage geschaffen werden kann.[/quote] Verstehe ich nicht ganz bzw. vage oder falsch. [quote] meinst du mit "zu lobend" und "zu schlecht" in bezug auf ein erreichen der ideale?[/quote] Ja genau, es ist schwer abschätzbar. Es kommt vor, dass andere Leute behaupten, man sei zu streng mit sich selbst, während man selbst den Eindruck hat, zu nachsichtig zu sein. Dieses Phänomen gibt es auch noch im umgekehrten Fall. Es gibt eine Studie, wonach Menschen am Tag viele, wenigstens einige Male lügen (auch sich selbst täuschen, Notlügen, Verheimlichen etc.). Währenddessen sich manche Menschen völlig ehrlich einschätzen. [quote]oh, dieses festhalten kenne ich nur zu gut! aber ich sehe es auch als einen wert, der allerdings (in meinem fall) viel zu weit gedehnt, bzw. zu streng verfolgt wurde und nun sich selbst und das vorhaben, ad absurdum führt. akzeptanz gegenüber sich selbst, und ein eifern nach den idealen können sich arg feindlich gegenüberstehen - wie zumeist wäre wohl ein mittelmaß wichtig und richtig, aber ich persönlich bekäme dabei immer das gefühl, mir selbst untreu geworden zu sein, wenn ich mich von einmal gefaßten entschlüßen verabschiede - in diesem sinne gilt für mich mein wort mehr, als mein sein. aber eine akzeptanz, wie du sie ansprichst wäre vermutlich schon der mittelweg, den die extreme ausformung wäre wohl "schlendrian". tatsächlich sollte ich gerade was dies betrifft, den mund halten, den rat vermag ich hierin nicht zu geben (ausser schlechten :rolleyes: ).[/quote] Genau diesen Widerspruch habe ich auch gemeint. Und dass du dich als schlechten Ratgeber siehst, verhält sich wohl so ähnlich wie meine Annahme, mich selbst schlecht einschätzen zu können. Ich finde das alles recht verwirrend; überhaupt finde ich solche Begriffe wie "Ideale" verwirrend und faszinierend zu gleich. Es sind Begriffe, die einfach so da sind, die uns auch einfach so leiten, die aber von Mensch zu Mensch oft mit komplett unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden. Trotzdem kann ich nicht davon lassen und "scheiß doch auf die Ideale" denken. Dieses seltsame Konstrukt macht immerhin mit aus, wie es um meine Befindlichkeit steht. [quote] noch einmal diesen satz herausgegriffen; sage mir, Masheed, wie erkennst du, wann und wo die akzeptanz angebracht ist, und wann nicht? und worin liegt der maßstab deiner beurteilung?[/quote] Ich selbst habe Schwierigkeiten damit, sowas zu erkennen. Es gibt ja eben keinen Maßstab. Aus dieser Unsicherheit heraus höre ich natürlich gern, was Andere denken. Und vergleiche meine Vorstellungen mit diesen Vorstellungen. Vielleicht machen die Empfindungen anderer mit aus, ob ich glaube, mich über- oder unterschätzt zu haben. Je nach dem, wie plausibel mir diese Gedanken erscheinen und natürlich daran gekoppelt, ob dieser Andere und ich ähnliche Grundvorstellungen haben(Um das zu veranschaulichen: Das heißt, dass ich niemanden glauben würde, der meint, ich würde nicht genug stehlen, wenn es mir doch widerstrebt, zu stehlen. ). [quote] aber ich denke, dass es doch allgemeingültige ideale gibt - ein ideal von freundschaft, vertrauen und treue. in jeder situation sind diese (und noch einige mehr) essentiell für das überleben der menschen, und von unserer art möchte ich hier ausgehen (keine naturrechtsdiskussion heute ;)). ohne sie wird es sehr schwierig, über die runden zu kommen, ob für eine familie oder für eine größere gemeinschaft. argumente, die dagegen laufen, verenden im sand, so wird der betrüger, nur existieren können, wenn von seite der anderen vertrauen da ist; hätte niemand solches, und wäre jeder ein betrüger, könnte sich die gesellschaft niemals erhalten, würde zusammenfallen und zerbrechen.[/quote] Weiter oben habe ich eine Aussage von dir nur vage oder nicht verstanden. Und wenn ich diesen Abschnitt lesen, glaube ich fast, du meintest diese Worte auch in diesem Zusammenhang. Die damit verbundene Fragstellung bzw. deine Gedanken finde ich äußerst interessant. Du hast mal gesagt, dass es auch sowas wie "Negativ-Ideale" gibt, so nenne ich die einfach mal. Ich verstehe darunter, dass zum Beispiel in einer Gruppe von Satanisten andere Ideale existieren als in einer Gruppe von christlichen Ethikern. Kanibalen (Gibt es diese derzeit überhaupt noch?) finden es nicht verwerflich, das Fleisch eines anderen Menschen (Feindes) zu verzehren. Der Koran enthält eine Passage, in der es Menschen in Extremsituationen gestattet, das Fleisch von Toten zu essen, damit sie nicht selbst sterben. Aber ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die lieber verhungern würden, bevor sie das Fleisch eines Menschen äßen. Sämtliche Skizzen einer Endzeitgesellschaft zeigen das Leben von Menschen, die sich untereinander Feind sind und nur dann weiter existieren können, wenn sie niemanden trauen, wenn sie rauben und betrügen. Und auch Mafiosis machen untereinander Geschäfte; Vertrauen auf der Basis von Belohnung und Bestrafung (jedoch ohne das Ideal von Gerechtigkeit), Deal und Betrug auf eigenes Risiko. [quote]ob es einen sprichwörtlich blind macht, wenn man sich einem ideal "verschreibt" möchte ich nicht bezweifeln; allerdings ist es eine schwierige sache, sich wirklich ein ideal auf die fahnen zu schreiben, und oft, wenn dies passiert, sind in diesem begriff noch zahlreiche andere werte enthalten, die darin mitschwingen; am beispiel des christentums, dass als intrinsischen wert die liebe vertritt, kann man das schön sehen - es wird von der liebe so viel abgeleitet, sei es vertrauen, güte, rücksicht, duldsamkeit etc..[/quote] "Liebe" ist für mich wieder als so ein ominöses Wunderwort (wie "Ideal" auch bzw. noch viel verwirrender) betrachte, das keiner recht fassen und niemand definitorisch beschreiben kann. Dabei existiert es schon Ewigkeiten, und lebt wahrscheinlich von dem Zauber der Undefinierbarkeit, der nicht vom sachlichen Verstand zerredet sein will. Selbst, so ein Ideal wie "Rücksicht nehmen" ist kontextabhängig. Ich fürchte, würde man alles überschauen, hätte man den perfekten Bauplan eines menschlichen Verhaltens und könnte daraus ein Programm (für einen Typus Ideal-Menschen) schreiben, in dem alle Eventualitäten geklärt wären und es für jede Situation eine festgelegte, logische Reaktion gäbe. Menschlich scheint mir gerade zu sein, diesen Bauplan nicht völlig erfassen zu können (wir sind dafür alle noch zu schlechte Schachspieler). Und genauso menschlich scheint mir auch zu sein, trotzdem immer wieder zu versuchen, so einen Bauplan zu erstellen und gegen die Wand der eigenen Grenzen zu laufen. Vielleicht hält Reflexion wenigstens geistig jung. :p [quote]kann es vielleicht sein, dass dieses "problem" auftritt, sobald man genauer in sich hinen horcht, und sein inneres ebenso beobachtet, wie das äußere? wer ist in sich schon einstimmig, in vollster harmonie und ruhe; dort wo kein widerspruch mehr auftaucht, ist es eventuell gerade so, dass man blind geworden ist.[/QUOTE] So würde ich das ausdrücken. Vielleicht neigen einige Menschen zu einer Art seelischen Hypochonderhaftigkeit. |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE][I]Original geschrieben von Masheed[/I] Dabei fällt mir auf, dass es etwas Gutes ist, sich bewusst zu machen, welche Ideale man alles umsetzt.[/QUOTE] etwas gutes? vielleicht, aber zumindest ist es eine erkenntnis - und auch wenn man diesen komischen spruch von unwissenheit und segen und so 'nem blabla berücksichtigt - denke ich doch, dass es notwendig ist, um einen schritt vorwärts machen zu können. leider ergibt sich daraus nicht unbedingt gutes, sondern oft auch depression, böses blut und verletzungen. [QUOTE]Ich stelle mir vor, dass es immer schwierig ist, sich mit einer anderen Person zu vergleichen. Schwierig meine ich, weil jeder Mensch spezifisch funktioniert und ein Wesen mit vielleicht schon genetisch bedingten körperlichen Stärken, Schwächen oder psychischen Merkmalen ist.[/QUOTE] hierin stimme ich dir uneingeschränkt zu. allerdings verhält es sich mit realen idealbildern auch so, dass diese allzu menschlichen züge, veranlagungen einfach nciht wahrgenommen werden, oder retuschiert werden. sollte es doch irgendwann dazu kommen, dass einem schwärmer die reale sachlage offenbar wird, so verliert sich meist glanz und idealismus des vorbildes. doch es gibt eine art von vorbild, in dem die ideale und werte stetig konstant bleiben, und eine veranlagung nichtig ist, und dies sind dann die protagonsiten in den geschichten, legenden und mythen. [QUOTE]Verstehe ich nicht ganz bzw. vage oder falsch.[/QUOTE] verstehen ist nicht alles. und du schreibst, bzw. handelst ohnehin, wie ich dies meinte, also erübrigt sich das. :) [QUOTE] überhaupt finde ich solche Begriffe wie "Ideale" verwirrend und faszinierend zu gleich.[/QUOTE] schönen gruß hierbei an Heidegger und co.. das "Sein" das "Nichts" - verhält sich alles ebenso. immunisierung par excellance. diese begriffe werden nie gleichgeschaltet werden können. vielleicht ist das ihr reiz, da sie dermaßen vielsagend sind, und komplexe strukturen erfaßen, ohne selbst eine solche aufzuweisen, sondern völlig in schwebe stehen, wahlweise hier und dorthin geschoben werden können. [QUOTE]Dieses seltsame Konstrukt macht immerhin mit aus, wie es um meine Befindlichkeit steht.[/QUOTE] vermutlich macht es bedeutend mehr aus. wer wärst du, wer ich, ohne die ganz eigenen ideale, die vorstellung davon, und ihre eigenste interpretation? es macht in wesentlichen dingen das eigene sein aus, oder wäre ich auch ich, wenn ich schon mit der einstellung in den tag gehen würde, überall unfrieden und streit zu verbreiten? ich glaube nicht. [QUOTE]Ich selbst habe Schwierigkeiten damit, sowas zu erkennen. Es gibt ja eben keinen Maßstab. Aus dieser Unsicherheit heraus höre ich natürlich gern, was Andere denken. [/QUOTE] den maßstab gibt es, und du richtest dich stets nach ihm - der maßstab ist unsere umwelt. wir werden geprägt und geformt, und können gar nicht anders, als uns nach dem umfeld zu richten; und nebenbei bemerkt halte ich es nicht für schlecht; es ist viel produktiver, wenn du gerne die meinung anderer hörst, um dich anschließend selbst, oder mit ihnen zu beraten, als würdest du viel mehr gefallen daran finden, deine eigene stimme zu hören, wie sie deine gedanken laut ausformuliert. [QUOTE]Sämtliche Skizzen einer Endzeitgesellschaft zeigen das Leben von Menschen, die sich untereinander Feind sind und nur dann weiter existieren können, wenn sie niemanden trauen, wenn sie rauben und betrügen.[/QUOTE] und doch ist es, meiner meinung, genau das, was den endgültigen untergang heraufbeschwört. ein nciht-vertrauen als codex ist nur dann vonnöten, wenn die betrüger und schwindler die mehrheit darstellen, und dann wird es unweigerlich zur apokalypse kommen. [QUOTE]Und auch Mafiosis machen untereinander Geschäfte; Vertrauen auf der Basis von Belohnung und Bestrafung (jedoch ohne das Ideal von Gerechtigkeit), Deal und Betrug auf eigenes Risiko. [/QUOTE] das problem ist das gleichgewicht, das zwischen den parteien aufrecht erhaltne werden müßte; da aber alle danach trachten würden, ihre macht zu vergrößern, wird jede gelegenheit wahr genommen, sich diese zu verschaffen - so kippt das gleichgewicht, und schließlich springt einer über die klinge, bis da nichts mehr ist, gar nichts mehr. [QUOTE]Und genauso menschlich scheint mir auch zu sein, trotzdem immer wieder zu versuchen, so einen Bauplan zu erstellen und gegen die Wand der eigenen Grenzen zu laufen.[/QUOTE] es wäre einfach langweilig; von interesse sind doch die inneren machtkämpfe, die zwiste, die (fast) jeder auszutragen hat. ich versuche nicht, so einen bauplan zu erstellen. ich mag die meisten meiner häßlichen seiten - was ich nicht mag, sind die unvollkommenheiten, auf die ich stoße, wenn ich meine ideale zu verwirklichen suche. nein, ich möchte gar keinen perfekten bauplan, sondern einen perfekt erstellten fehlerhaften. [QUOTE]Vielleicht neigen einige Menschen zu einer Art seelischen Hypochonderhaftigkeit.[/QUOTE] meinst du etwa diese seltsamen gestalten, die nur schwarz rumlaufen, und ständig so verstört dreinschauen? ;) |