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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Magenspiegelung?
kreteIch hab am Mittwoch einen Termin zur Magenspiegelung, wegen heftigen Magenschmerzen. Nur hab ich irgendwie Angst davor...

Wie geht das vor sich? Ich weiss, das ich Narkose bekomme, aber bekomm ich da dann keinen Brechreiz, wenn der Schlauch in meine Speiseröhre kommt? Kommt der da überhaupt rein?

Naja, ich bin total ahnungslos und wäre über ein paar Erfahrungsberichte sehr dankbar :)

Liebe Grüße
LestherHi!

Habe zwar keine Ahnung bezüglich Magenspiegelungen, aber ich wollte dir hiermit mal ausdrücken, dass ich deine Signatur absolut bezaubernd finde. Ich habe sie schon vor etwa einem halben Jahr mal abgeschrieben, da war sie noch gelb, stimmt das? Falls nicht, hat sie dir jemand geklaut. ;) (oder du warst die Diebin... :eek: )

Also, alles gute bei deiner Untersuchung!

küsschen, Lesther
asamandra[url]http://klinik.qualimedic.de/Magenspiegelung_ablauf.html[/url]
SolsticeHmm.. der Link beschreibt´s ganz gut. Noch ein paar Tipps:

- Nicht jeder Untersucher nimmt vorher Rachenspray, wenn Du Wert darauf legst, solltest Du direkt danach fragen.

- Meistens wird als Betäubungsmittel "Dormicum" (Wirkstoff Midazolam) genommen. das ist ein Benzodiazepin (aus der Gruppe, aus der Valium kommt) mit der interessanten Nebenwirkung, dass es eine sog. "retrograde Amnesie" macht, d.h. Du wirst Dich tatsächlich nach der Untersuchung an Nichts erinnern können (obwohl Du während der Untersuchung nicht vollständig schläfst). Manche niedergelassenen Ärzte geben aber auch gar keine Betäubung. Das geht zwar auch, aber man muß schon recht hartgesotten dafür sein... Dafür kann man direkt danach wieder nach Hause und muß nicht seinen Medikamentenrausch ausschlafen...:D

- Die Untersuchung kann bei einem geübten Untersucher in 2 - 5 Minuten erledigt sein (wenn kein besonderer Befund gefunden wird)

Ich bin übrigens Internist und habe schon über 1000 Gastroskopien selbst durchgeführt. War aber zum Glück immer auf der anderen Seite das Geräts....:rolleyes:
rainravenIch hab auch mal eine Gastroskopie (Magenspiegelung) machen lassen, weil ich immer so einen Reizmagen, Übelkeit und ein Druckgefühl im Magen hatte.
Da mußte ich frühmorgens nüchtern antanzen, hab überhaupt kein Beruhigungs-oder Betäubungsmittel bekommen, sondern mich nur auf eine Liege legen müssen und so einen Schlauch wie eine etwas dickere Maccaroni (oder wie auch immer diese Strohhalmnudeln heißen) schlucken müssen. Ich hätte der ganzen Sache auch auf einem Videoschirm beiwohnen können, aber ich wollte nicht in Farbe und auf nüchternen Magen :D sehen, wie es in mir aussieht. Deswegen hab ich woanders hingeguckt.

Und ich habe weder solche Beißringe noch Luft in den Magen geblasen noch sonstwas bekommen, ich hab nur den Schlauch genommen, gedacht "runter damit" und immer wieder stark geschluckt, das Endoskop mußte man gar nicht schieben, das hab ich alleine runtergebracht. :D

Eigentlich fand ich es nicht so schlimm. Das Unangenehmste war, daß mir der Speichel aus dem Mundwinkel lief, weil ich ja die Lippen nicht schließen konnte und daß man ab und zu so einen Würgereiz bekommt, wenn der Schlauch den Kehlkopf oder Speiseröhreneingang oder was auch immer den Reflex auslöst, berührt. Ich hatte nie Angst, ich müßte etwas auswürgen (es war ja auch nichts in meinem Magen) , aber mir waren die "urrgg" "urrggg" Geräusche, die man da unwillkürlich machen muß, peinlich. Und wenn das Endoskop in meinem Magen bewegt wurde, hatte ich so ein Gefühl (und Geräusch)wie wenn man Hunger hat und der Magen knurrt .
Im großen und ganzen fand ich es eher lästig als schlimm.Es hat auch wirklich nur ein paar Minuten gedauert. Und ich hatte Hunger danach. :)

Aber man sagte mir auch, ich wäre sehr tapfer gewesen...:)
Vielleicht ist es für andere Leute schlimmer?
SolsticeRespekt!!

Ich kann mich da an echte Ringkämpfe erinnern...

aber ich will krete jetzt keine Angst machen, das klappt schon alles problemlos! Fast alle Patienten haben gut mitgemacht und kaum gewürgt.
kreteLesther, japp, da war sie noch gelb ;)

@ all , danke erstmal für den Link und danke für die Berichte, also nüchtern muss ich auch kommen und das ich betäubt werd, hab ich auch gleich verlangt ;).


Liebe Grüße
Dunkle GräfinHabe auch eine Spiegelung mal bekommen weil ich immer Magenschmerzen hatte. Man legt sich auf die Seite, Arm unter den Kopf. Der Rachen wird mit einem Betäubungsspray eingesprüht. Dann bekommt man in den Mund noch so eine Art Beissring damit man nicht auf den Schlauch beisst. So dann kommt das Teil und wenn es hinten im Rachen ist muss man einmal schlucken. Am liebsten würde man gerne kotzen aber da man nüchtern kommen muss ist da nichts was sich auf den Weg macht. Man merkt das Teil im Hals und ich fand es echt unangenehm. Der Doc kann nun durch das Teil in den Magen gucken, Proben entnehmen und sowas halt...

Danach sollte man kein Auto mehr fahren, hat der mir damals auch gesagt, denn irgendwie ist man doch bisschen groggy im Kopf. Müsste eigentlich auch mal wieder aber neee, das muss erstmal nicht mehr sein....
Bird of preyEigentlich kann ich dem was rainraven gesagt hat nichts mehr hinzufügen.
Bei mir lief es genauso ab.
Du solltest dir aber gut überlegen ob es dir echt wert ist eine Betäubung in Kauf zu nehmen.
Wenn man Pech hat schleppt man die den ganzen Tag mit sich rum, und das unangenehme Gefühl wenn man den Schkauch im Mund/Magen hat dauert wirklich nur ein paar Minuten.
Und es ist wirklich zum aushalten ;)
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Bird of prey [/i]
[B]Und es ist wirklich zum aushalten ;) [/B][/QUOTE]
Aber widerlich, und beim Gedanken daran muß ich heut immer noch schnappen und würgen. Iich hatte den Fehler gemacht, auf eine Betäubung zu verzichten, weil ich das mir ähnlich dachte: lieber die paar Minuten leiden als den ganzen Tag auf Wolke lala mit schiefem Kopf durch die Gegend laufen.

Achso, solltest Du Asthmatiker sein, besser vorher noch eine Prise vom Spray. Wenn der Schlauch nämlich ersteinmal drin ist und sich dann die Lunge verkrampft, ist das nämlich nicht gerade prickelnd...
DemonessIch hatte mal ne Magenschleimhautentzündung und wurde auch zur Spiegelung geschickt. Die Leute dort hatten mit mir ziemlich großen Spaß ;) Erst sollte ich irgendein Zeug schlucken, was angeblich nach Banane schmeckt. Als ich dann meinte, es würde mich eher an ranzigen Fisch erinnern, hat der Arzt vor Lachen kaum meine Vene getroffen. Dann wolten sie wissen, was ich studiere, ich war aber schon weggedöst bevor ich antworten konnte. Ich kann mich danach an fast nichts erinnern, hab geschlafen und bis auf einmal Würgen gar nichts davon gemerkt. Auf der Heimfahrt soll ich wohl die ganze Zeit gekichert haben ... ich war dann drei Stunden später sogar noch in der Uni, war gar kein Problem.

Also, keine Angst, mit den richtigen Drogen ist das alles halb so schlimm. Ich würde nur unbedingt auf Betäubung und so weiter bestehen ...
Eat_my_Shortzich rate zur betäubung, du merkst wie der schlauf in den rachen kommt, ein leichter würgreflex (kein bechreiz) und anschließend merkt man garnix mehr da man schlummert ^^
rainravenNee, es ist gar nicht so schlimm oder nicht so ein Gefühl wie beim Erbrechenmüssen. Einem ist ja normalerweise auch nicht übel dabei.

Es ist nur so ein Reiz im Hals, daß man eben würgen muß und Würgegeräusche macht, aber es kommt ja nichts vom Magen her hoch. Es "ruckt" halt so im Hals und man schämt sich, aber ich hab das Ganze auch amüsiert und als ziemlich albern betrachtet, und als der Arzt sagte, "so, und hier (auf dem Videomonitor)sieht man den Zwölffingerdarm" , dachte ich, er könnte allmählich mal aufhören, sonst kommt er hinten wieder raus mit dem Endoskop...:D

Als die Arzthelferin meinte, ich hätte das großartig gemacht, sagte ich auch, sie soll aber trotzdem bitte nicht nach einer Zugabe verlangen. :) Aber da ich wirklich nur einen Reizmagen hatte, war auch gar nichts weiter nötig. Aber ich muß sagen, die Rollkur (Tropfen), die ich dann verschrieben bekam, war wirklich ekelhafter im Magen und vom Geschmack her als das Endoskop.

Liebe Krete, ich wünsche Dir alles Gute und eine rasche und problemlose Untersuchung morgen. Ist alles nicht so schlimm. :)
neptuniaglaub denen nicht, die sagen es wär nicht schlimm ... ;) das einzig gute: es ist wirklich schnell vorbei! meine erste spiegelung hat 8 minuten gedauert, die zweite nur noch fünf minuten. ohne betäubung und mit fernseher ... sieht drinnen nett aus ... zieh was an, was angesabbert werden kann, ob man will oder nicht läuft einem das wasser aus dem mund ... und ja, die geräusche sind peinlich aber anscheinend üblich ... viel glück!


[QUOTE]Fast alle Patienten haben gut mitgemacht und kaum gewürgt.[/QUOTE]
haha, positive motivation, hat mein arzt auch gemeint: "sie haben das toll gemacht" ... blubber ...

die hardcore-nixe ...
hagzissa13Eine Magenspiegelung ist echt nicht die Welt. Die neuen Endoskope sind nicht dicker, als ein kleiner Finger.

In der Regel steht man diese Prozedur auch gut ohne Sedierung durch. Wer allerdings sehr viel Angst hat, kann sich etwas zur Beruhigung geben lassen. Das ist dann meistens ein Benzodiazepin (meist Dormicum (wirkt stark, aber hat eine Halbwertszeit von nur 2-3 Stunden)), ein Medikament verwandt mit Valium (macht müde und einem ist alles irgendwie "egal"). Dieses Medikament hat u.a. auch zur Folge, daß sich viele Patienten später nicht, oder kaum noch an die Prozedur erinnern können. Falls man sich für ein solches Medikament entscheidet, sollte man dran denken, jemanden zu organisieren, der einen hinterher wieder abholt, denn Autofahren sollte man unter dem Einfluß auf keinen Fall.

Die Spiegelung geht folgendermaßen vor sich:

Nachdem man seit dem Abend vorher nüchtern ist, wird man auf eine normale Liege gelegt, meist bekommt man ein Mundstückzwischen die Zähne, als Schutz, damit man aus Versehen nicht auf den Schlauch beißt (denn der ist verdammt teuer...), manche Untersucher betäuben den Rachen auch noch zusätzlich mit einem lokalen Anästhetikum in Sprayform (meist Xylocain). Dann schluckt man den Schlauch so galant wie eben möglich ( ;) ) runter. Meist dauert die Untersuchung, wenn sie von einem erfahrenen Untersucher durchgeführt wird, nur einige Minuten. Die Untersuchung selbst wird durch den Untersucher (und auch dem Patienten, wenn der dies wünscht) über einen Monitor verfolgt und überwacht. So kann sich der Untersucher orientieren mit seinem Gerät. Manchmal ist es bei z.B. suspekten Befunden nötig, eine kleine Gewebeprobe zu entnehmen. Diese wird gewonnen, indem eine kleine Zange über das Gastroskop in den Magen geschoben wird, um dort ein wenig Gewebe "ab zu zwacken". Aber keine Angst: Das tut nicht weh!

Risiken der Untersuchung, über die auch vorher aufgeklärt werden müssen, sind z.B. entstehende Blutungen durch Verletzung der Magen- oder Speiseröhrenwand. Diese können meist über das liegende Endoskop versorgt werden. Desweiteren kann es zu Verletzungen kommen, in denen die Wand durchstoßen wird. Was auch noch passieren kann, ist, daß man evtl. Magensaft (der durch die Nüchternheit eigentlich nicht vorhanden sein sollte, aber manchmal doch vorhanden ist, weil die Pat. vorher z.B. geraucht haben (was man nicht darf)) hochwürgt und dieser wieder zurück in die Lunge laufen kann, was zu einer Lungenentzündung führen kann.
Über diese Risiken muß immer aufgeklärt werden, aber sie sind sehr, sehr selten. So selten, daß ich noch nie derartiges erlebt habe und ich habe schon verdammt viele Magenspiegelungen gesehen.


Viel Glück und keine Angst
wünscht Dir
Hagzissa

- per aspera ad astra -

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