| LaVey242 | Hallo. Weil es gerade so eine Diskussion gab, hier mal eine Gewissensfrage: Hitler hat sehr viele Juden aus verschiedensten Gründen systematisch umgebracht. Stalin seine rechte Hand, ein russicher Jude namens Trotzki, hat mit seinen jüdischen Anhängern die Stalingegner zu hundertausenden systematisch umgebracht. Somit haben doch beide Gruppen viel Blut an den Händen ( wobei die jüdische Gemeinschaft noch besteht aber wir uns von Hitler distanzieren ) Von uns verlangen die Juden die Aufarbeitung mit der Geschichte und bekommen Millionen von unserem Staat. Aber das Kapitel Trotzki kehrt man unter den Teppich. Wer das Blut unschuldiger in kauf nimmt, um Macht und Geld zu bekommen, sollte doch verboten werden. Ist ja ähnlich wie bei der Kirche, die auch Millionen umgebracht hat ( Man denke nur an den Scheiterhaufen, grausam oder? ). Damit werden meine Steuergelder verschwendet, an Gruppen die unschuldige für ihre Ziele umgebracht haben. Nicht zu fassen. Mad |
| Gr. Gaulichter | ich find's unmenschlich, dass du menschenschicksale miteinander aufwiegen willst. nicht immmer "die anderen auch!" brüllen. gg.grüße |
| LaVey242 | Ich will gar nichts aufwiegen. Aber wer systematisch mordet, hat Blut an seinen Händen. Ob nun 100.000 oder 1.000.000 ist doch dann egal. Es ist Menschenverachtend !!! Mad |
| shining night | war Trotzki Stalin's rechte Hand ??? Nach meinem Wissen fühlte Stalin doch immer Konkurrenz zu Trotzki nach Lenin's Tod und ließ Trotzki doch letztendlich in dessen Exil ermorden, und irr ich mich da total??? |
| LaVey242 | Hallo. Ich hatte es so gehört und im Judenforum gefragt. Nach vielen ernüchternden Treads war ich gallig und schrieb mal Klartext. Permanenter Bann. Mad |
| shining night | [I]Nach dem Tode Lenins 1924 brach ein offener Machtkampf zwischen Trotzki und Stalin über die Zukunft der Sowjetunion und des Kommunismus aus. Stalin mit seinen bürokratischen Machtinstrumenten wollte einen totalitären Sozialismus im eigenen Land festigen, während Trotzki das Erbe des Marxismus mit dem Imperativ der Weltrevolution und der Arbeiterdemokratie (Proletarier aller Länder, vereinigt euch!) gegen alle von ihm so genannten reaktionären Angriffe durch den Sowjetthermidor zu verteidigen versuchte.[/I] Quelle: [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Trotzki]Wikipedia[/URL] Trotzki und Stalin "stritten" um das Erbe Lenins |
| Pallor | [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Trotzki[/url] Übrigens ist Trotzki kein Faschist wie Stalin gewesen, sondern ein Bottom Up Politiker. Er hat ununterbrochen Kritik an den Methoden der Kommunisten/Sozialisten/Stalinisten geübt, selbst Lenin wurde von ihm offen Kritisiert. Das führte Schliesslich dazu das Trotzki fliehen musste, und Stalin liess sowohl verleumdungen ausstrahlen sowie Bilder verändern das Trotzki wieder mit Lenin noch mit Stalin abgebildet wurde. Zumal die Juden auch von den Sowjets verlangen sich zuentschuldigen, dabei verkennst du aber das wir das hier kaum mitbekommen. Ausserdem haben die Sowjets nicht die Systematik die Hitler an den Tag legte vollzogen. Nachweise eines nicht Judentums auf 3 Generationen, und der ausschluss eben dieser "rasse" samt ihrer vernichtung, war niemals bestandteil der Sowjet Politik. Das heisst nicht das ich Stalin nicht als "Monster" ansehe, aber solche Staaten zu vergleichen ist müssig. Und vor allem was willst du uns damit sagen? Sollen wir aufhören uns schuldig zu fühlen weil andere auch sowas gemacht haben? Sollen sie anfangen sich schuldig zu fühlen? Pendark |
| Thayet | Wer waren bitteschön die "jüdischen Anhänger" von Trotzki? Und wer waren die Stalingegner? Alles Nicht-Juden? Alle derselben Abstammung? Nicht rein zufällig eine riesige Ansammlung der verschiedensten Völker und Religionen aus dem "Vielvölkerstaat Sowjetunion", die wahllos umgebracht wurden? Hitler und seine Anhänger haben einen organisierten Völkermord, gegen [I]ein[/I] bestimmtes Volk, nämlich die Juden, propagiert und begangen, haben jahrelang gegen dieses eine Volk gehetzt, sie verfolgt, sie ermordet. Trotzki hingegen war rein zufällig jüdischer Abstammung, und wie du wissen solltest, sah die kommunistische/sozialistische Ideologie keine Religion vor, und Trotzki, ein glühender Anhänger, der den Aufbau der SU derart vorangetrieben hat, wird dies ganz gewiss nicht aus irgendeiner religiösen Motivation heraus getan haben! Das alles mildert die Grausamkeiten und Massenermordungen, die in der SU - auch unter Trotzkis befehlen - begangen wurden, sicher nicht ab, aber sie in irgendeiner Weise mit dem Judentum in Verbindung zu bringen, ist für mich absolut schwachsinnig. Trotzki hat Blut an seinen Händen, aber dadurch nicht das Judentum. Ich halte diese ewigen Versuche des "Aber die haben doch auch...!", des Aufwiegens (und das ist es, was du da versuchst) für ein Zeichen, dass manche heutzutage immer noch nicht mit dem Thema umgehen können. |
| shining night | das ist doch völlig egal, ob die Juden ( achtung: Verallgemeinerung) in der Geschichte schon einmal "Völkermorde" vollbracht haben, dass heißt noch lange nicht das andere das auch dürfen oder müssen, damit es ausgeglichen ist. Das ist doch Kindergarten : [I]die anderen haben aber auch.....[/I] Vielleicht haben "Juden" auch Fehler gemacht, "wir" allerdings auch, und wir sollten die Schuld "bei uns" suchen, und nicht bei den anderen.... |
| LaVey242 | Fein, denn dann sollten die Juden sich auch um Ihre Geschichte kümmern und nicht immer auf uns zeigen. Nicht weil die auch sowas gemacht haben, ist es eine Rechtfertigung. Vielmehr ärgert es mich, dass wir scheinbar als melkende Kuh angesehen werden, jedes zweite Wort Holocaust ist und selber auch diesen Makel in ihrer Geschichte haben, den Sie aber weitgehend wegkehren. Mad |
| OceanGypsy | Nun ist der Makel der deutschen Geschichte aber so gravierend, dass man ihn nicht einfach wegkehren kann! |
| Solstice | Ich gebe zu, dass mich der immerwährende stumme (oder auch offen ausgesprochene) Vorwurf, wir seien das Volk, das den Holocaust zu verantworten hat, auch langsam nervt. Ich hätte damit kein Problem, wenn es nicht gerade die israelische Regierung wäre (ich sage bewußt nicht "die Israelis" oder gar "die Juden"), die sich in den letzten Jahrzehnten durch einen systematischen Völkermord auf Raten profiliert hat. Der Verweis auf den Holocaust wird immer dann hervorgeholt, wenn man mal schnell die Deutschen auf dem internationalen Parkett mit eventueller Kritik mundtot machen will. Trotzdem sind wir Deutschen in der Verantwortung der Vergangenheit und müssen sie beachten. Eine Aufrechnung anderer Völkermorde in der Welt (sei es in der Sowjetunion, in den USA, in Armenien, Afrika oder wo auch immer) zur Relativierung des Holocaust ist eine Sache, die sich aufgrund der Dimension und der niedersten Beweggründe verbietet! Für mich gibt es nicht Juden, Deutsche oder Russen, es gibt nur Menschen oder Verbrecher! |