| Scuanor | /offtopic 1. und letztes mal hier : lest bitte auf jeden fall auch hier dort >>> [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=33777/[/url] Über den Hügeln geht die Sonne auf, sanft liebkost sie mit ihren Strahlen die vom Tau noch feuchten Gräser einer Wiese. In der Nähe grasen Kühe, unbeeindruckt von der kühlen, frischen Luft. Plötzlich ist Hufgetrappel zu hören, welches auf einen schnellen Reiter deuten lässt. Hinter einer Biegung des Weges, der in das Dorf hineinführt, erscheint ein grosses, braunes Pferd, mit Schaum vor den Nüstern. Es galoppiert mit wild wehender Mähne an den Kühen vorbei, ohne beachtet zu werden. Aus einem Schuppen, der einem Müller gehört, kommt ebendieser heraus, um zu sehen, was da auf der Strasse zum Dorf vor sich geht, sieht jedoch nur noch das Pferd von hinten, wie es davonstiebt. Er schaut etwas genauer hin und erkennt auf dem Rücken eine kleine Gestalt, welche sich an den Hals des Pferdes klammert. Kopfschüttelnd geht der Müller wieder zurück, um seine Arbeit fortzusetzen. Laut fluchend, macht der Zwerg auf sich aufmerksam, als er, kurz aufblickend, etwas weiter die Strasse hinunter eine kleine Gruppe Menschen sieht. "AARRRRRGGHS, Erschiesse jemand dieses Pferd ! Er bringt mich sonst noch bis zum Ende der Welt ! Werft Dinge, fällt Bäume, irgendwas, nur haltet es an !" Verwundert drehen die Leute den Kopf, um zu sehen, was dort so verzweifelt um Hilfe ruft.Einer der Menschen sagt,die Stirn runzelnd "Ist nicht gerade eine Kräuterkundige mit ihrem Zeltwagen hier im Ort ?" "Ja" antwortet ein Junge, erfreut über die aufregende Abwechslung "ein wenig die Strasse herunter, hinter der Kurve, wo die Herberge ist" "Dann lauf, Junge ! Wenn du querfeldein rennst, bist du vielleicht vor dem Pferd dort." ...... |
| Drachenkind | Die junge Elfin schüttelte den Kopf, als das Pferd samt Zwerg an ihr vorbeigaloppierte: "Pferde und Zwerge, das wird wohl nie eine Freundschaft geben!" Doch noch während sie das dachte, schwang sie sich schon auf ihr eigenes Roß, um dem armen Geschöpf hinterherzueilen (sie wusste selbst nicht, ob sie damit den Zwerg oder das Pferd meinte; zwar hatten ihresgleichen nicht viel übrig für die Bärtigen, andererseits hatte sie auch noch nie mit einem Zwerg zu tun gehabt, um eine Abneigung gegen das kleine Volk zu entwickeln). So spornte sie ihr Pferd zu vollem Galopp an und hätte um ein Haar einen kleinen Jungen über den Haufen geritten, der sich in die Felder schlug, als sie vorbei ritt. Er rief ihr nach: "Querfeldein könnt ihr ihn einholen!" und rannte dann selbst in die Richtung. Und tatsächlich konnte sie den Zwerg sehen, wie er, am Pferd baumelnd, die Kurve entlangkam. Wenn jetzt alles gut geht, dachte die Elbin, dann kann ich auf der Straße noch ein Stück neben ihm herreiten und vielleicht gelingt es mir, die Zügel des Pferdes zu fassen und es anzuhalten. |
| Maeser | ich sah dieses seltsame schauspiel aus der menschenmenge heraus und dachte mir,ich sollte schauen,ob ich ihm nicht helfen könne,also rannte ich den beiden hinterher.die anderen leute taten es mir scheinbar gleich,als ich ihre schritte dicht hinter mir hörte.ich kam schließlich bei beiden an. ich sagte:"wie ist euch denn das passiert?ein zwerg auf einem pfer?die geschichte würde mich ziemlich interessieren..aber für den moment ist es die hauptsache,dass euch nichts passiert ist.lasst uns diese heldenhafte rettung in der schenke feiern!" |
| Scuanor | Ich lasse mir vom Pferd herunterhelfen, an das ich solange gebunden war. Mir tun die Füsse weh, der Nacken, eigentlich alles. Dann setze ich mich an einer nahen Scheune auf die Bank und ruhe mich erst einmal aus, den Blick auf die Elfin gerichtet. Nach einer Weile stehe ich auf und gehe zu ihr hinüber, nehme meinen Helm ab und schlage mit der rechten Faust auf meine lionke, bekettete Brust. "Ich danke Euch, Wer weiss, wo ich noch gelandet wäre, ohne Eure Hilfe, mein Name ist Car-Neel, ich komme aus dem Westen und wurde von üblen Wegelagerern auf diesen..." Lächelnd schaue ich sie an. "...auf dieses Pferd gesetzt, die Füsse wurden mir unter dem Bauch des Pferdes zusammengebunden, sonst hätte ich mich wohl schon vorher hinuntergestürzt." "Jetzt muss ich aber dringend etwas trinken, wollt Ihr nicht nachkommen, nach dem Ihr Euch um das Pferd gekümmert habt ?" Langsam löst sich die Menge auf. Zu dem stämmigen, kräftigen Mann gewandt, sage ich "Auch Ihr seid eingeladen" Die Sonne ist mittlerweile schon höher gestiegen, und die ersten warmen Strahlen ihres Glanzes treffen die Umstehenden. ...... |
| Desgesanderflic | Aus den Schatten heraus hatte ich das ganze Geschehen beobachtet, zumindest wenn man ohne Augenlich von beobachten reden konnte. Ich wusste nicht ob ich über die Szene lachen oder weinen sollte. Das Verhalten der Lebendgeborenen war wie immer ein Buch mit 7 Siegeln für mich. Der Zwerg hätte doch einfach nur das Pferd töten müssen um das Tier anzuhalten. Lebendgeborene halt. Immer unzufrieden, immer nach Reichtum strebend, statt nach Wissen und Frieden. Kopfschüttelnd machte auch ich mich schließlich auf den Weg zur Herberge, ganz automatisch jeden sich bietenden Schatten als Deckung nutzend. Es wäre schön mal wieder in einem Bett zu schlafen und etwas Warmes zu essen. Nun bis heute Abend werde ich wissen ob man hier einen Schatten willkommen heißen würde oder ihn lieber tötet. Wie immer war es ein Leichtes mit etwas Geduld ungesehen in das Haus zu kommen. Seufzt. Ich war zu weich geworden in meiner Zeit in Caer Anwyn. Warum nahm mir mein Herr nicht diese Emotionen, wenn er schon meine alte Persönlichkeit wieder erweckt hatte? Aus Strafe, weil ich Narr versucht hatte ihm zu entfliehen durch den Tot meines alten ich? Nun sei es wie es ist, ich hatte keine Wahl und so bezog ich, ärgerlich über meine Bedürfnisse und Erinnerungen, die mich quälten, meinen Beobachtungsposten neben dem Kamin wo die Schatten am dichtesten sind. |
| Maeser | nun gingen der zwerg,die elfin und der mensch zur schenke und setzen sich an einen tisch,während der wirt sie höflich begrüsste. "drei starke humpen für uns" sagte der mann,wobei die augen des zwerges freudig aufleuchteten. "ach,ich vergaß glatt,mich vorzustellen.mein name ist karl dorbenheim.so lasst uns nun die krüge heben und anstoßen auf diesen denkwürdigen tag.doch nun lasset uns hören,wer euch auf das roß gebunden hat." |
| Scuanor | Den Krug in einem Zuge leerend, blicke ich mich aus den augenwinkeln um, stelle ihn dann ab. Mit dem ärmel wische ich mir das Bier ab, schaue zu Karl und sage "Hm.. Mein Name ist Car-Neel, doch über dieses Vorkommniss möchte ich nicht sprechen. Nicht...jetzt" "Und wenn es ein denkwürdiger Tag ist, an dem Elben einem Zwerg helfen, so ist dies eher traurig, denn dies sollte wohl der Nornalfall sein" Lächelnd schaue ich die Elbin an "Ich danke Euch vielmals" ...... |
| Fly | Der Weg war lang gewesen, und beschwerlich, sogar für einen vom Blute der Mearas, welcher mich treu und tapfer durch die Wirren der letzten Zeiten getragen hat. Viel Kummer. Leid und Schmerz ist uns widerfahren und nun sind wir geschwächt und müde. Ich lehne mich leicht zurück, Alagos bleibt stehen und wendet seinen wunderschönen edlen Kopf zu mir: "Es ist Zeit, unsere Wege trennen sich hier. Siehst Du die Lichter vor uns? Ich werde den Rest des Weges allein gehen. Namaríe , meleth-nin und Danke für Deine Güte und Tapferkeit. Hannon-le, Alagos." Alagos schnaubt leise: „Edhel Eldineth, rufe nach mir, wenn Du mich brauchst, ich werde stets in Deiner Nähe sein, denn auch ich stehe in Deiner Schuld. Namaríe. Gib auf Dich acht. Das Böse ist überall. Das Böse wird überall sein“. Ich lasse mich von Alagos’ Rücken gleiten, streiche ihm ein letztes mal über Hals, Stirn und Nüstern und blicke ihm tief in seine wundervollen Augen. „Danke und lebe wohl“. Alagos dreht sich auf der Hinterhand um und entschwindet allmählich am Horizont, wo die Sonne soeben versank. Ich drehe mich um beginne langsam den Weg in Richtung der kleinen Häusergruppe zu gehen. Wie viele Jahre sind vergangen, als meine Brüder und Schwestern das Land verliessen, um im Westen ein besseres Dasein zu finden? Sollte ich es bereuen, ihnen nicht gefolgt zu sein? Mein Herz schien zu zerreissen bei der Entscheidung, die ich traf, aber ich blieb. „Nai tiruvantel ar varyuvantel i Valar tielyanna nu vilya" Die letzten Worte meines geliebten Volkes, der Sindar, bleiben unvergessen. So blieb ich um zu suchen und zu kämpfen. In all den Jahren begegneten mir viele, die es nicht wert sind, auch mit nur einem Wort besungen zu werden, einige, welche mir Ihre Freundschaft, Treue und Waffe boten, wenige davon waren es wahrlich wert, kaum einer blieb. Sie waren sterblich, nicht wie ich elbischen Blutes und so wanderte ich die letzten Jahre allein, den weiten Weg von Lindon, begleitet von Alagos. Ich nähere mich dem Ort und bleibe am Wegrand stehen. Was wird mich erwarten? Der Wind trägt mir Stimmen zu, welche mich nicht ängstigen. Ich höre klappernde Geräusche, Lachen, Singen. Eine Schänke wird sich am Marktplatz befinden. Ich sehe an mir herab. Meine Kleidung ist recht schmutzig, die Stiefel aus feinem grau-grünem Leder sind erdverkrustet. Ich gehe vom Weg in den kleinen Wald, der dort direkt angrenzt und lausche. Ah, wusst ich’s doch, hier in der Nähe fliesst ein kleiner Bach So wende ich mich westwärts und nach einigen hundert Schritten erreiche ich das Ufer eines kleinen Weihers welcher von dem Bach gespeisst wird. Die Nacht ist klar und in dem Wasser spiegeln sie die Sterne. Oh. Die Sterne, meine steten Begleiter und Trostspender. Ich ziehe die Stiefel aus und wate ins Wasser. Meine langen silbernen Haare spiegeln sich glitzernd in den leichten Wellen und meine grün-blauen Augen funkeln mit den Sternen um die Wette. Ach könnte er mich doch jetzt sehen. Ich besinne mich, steige aus dem Weiher, reinige meine Kleidung und wasche mir den Staub aus Gesicht, Haaren und von den Händen. Zurück auf dem Weg, erfrischt durch das klare Wasser, Waffen und Gewandung gerichtet, schreite ich im Schutz der Schatten flink auf die Häuser zu. Wie vermutet befindet sich das Gasthaus direkt an dem kleinen Marktplatz, auf dem ein verspielter Brunnen steht. Ich blicke mich um, niemand zu sehen. Ich folge dem Lärm, der aus dem Gasthaus quillt und betrete unbemerkt den Schankraum. Ein merkwürdiges Gefühl beschleicht mich, etwas ist hier, etwas bedrohliches, unheimliches, kaltes. Ich umfasse meinen Dolch und blicke mich um. In der Ecke am Kamin erkenne ich, dass ein kleinerer Schatten sich in den grösseren schmiegt, unbeweglich, ineinander verschmolzen, genau wie ich beobachtend. Meine Gedanken auf den Schatten gerichtet, sehe ich mich in der Gaststube um. Dieser Geruch. Ich kenne doch diesen strengen Geruch? Und diese polternde Stimme..... mit einer lautlosen geschmeidigen Bewegung stehe ich vor dem Tisch, an dem drei Wanderer sitzen. „Car-Neel Te-Mhyr-Dae, Elvellon! Mae govannen. Welch unverhoffte Begegnung”. Ich nicke lächelnd dem grauhaarigem Zwerg zu, der mich anschaut, als hätte ich ihm eine Kiste Edelsteine unter dem Hintern weggetreten. Neckisch lach ich ihn an, als ich in seine ungläubig aufgerissenen grauen Kulleraugen sehe „Man cenich, Mellon? Wo bleibt Deine ach so mühsam von mir angelernte Höflichkeit? Möchtest Du mich Deinen Gefährten nicht vorstellen?“ Und nochmals blicke ich mich zum Kamin um ..... |
| Drachenkind | Die Elfin rutscht ein wenig unbehaglich auf ihrem Platz herum. Bei den Worten des Fremden schaut sie sich verstohlen um, doch anscheinend beobachtet sie niemand wirklich. Sie steht auf: "Nun, ich helfe gerne denen, die in Not sind, Car-Neel." Und an den Fremden gerichtet: " Was mich angeht, kann er nicht wirklich eurer Bitte nachkommen, da er meinen Namen noch gar nicht kennt. Doch ich werde dies sofort ändern: mein Name lautet Ymmarillion, kurz Illion oder auch Ymma." Mit einer angedeuteten Verbeugung setzt sie sich wieder hin und nimmt erst einmal einen tiefen Schluck aus dem Humpen vor ihr. Erschrocken setzt sie ihn sofort wieder ab und starrt in die Runde: "Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz elfischen Blutes bin. Daher bin ich des elfischen nicht mächtig und trinke auch gerne mal ein Schlückchen." So hatte sie sich das nicht vorgestellt. Eigentlich wollte sie die Tatsache, dass sie keinen Elfenvater hatte, so lange wie möglich verschleiern. Ein wenig unbeholfen sah sie Car-Neel an. |
| Fly | Bei den Worten Ymmarillions wende ich mein Antlitz kurz von meinem Zwergenfreund ab und schaue das Elbenmädchen ernst aber freundlich an. " Mae govannen, Ymma. Mein Name ist Eldineth, Tochter Eanthasils des 2. Ich stamme vom Volk der Sindarin, Euch wohl eher als Grau-Elben bekannt. Ihr scheint von den Valar bedacht und ich bin erfreut, Euch zu begegnen. Wie kommt es, dass solch holdes Wesen edlen Blutes mit einem rauhen Naugol an einem Tisch sitzt?" Dabei werfe ich Caar-Neel einen vertraut-spöttischen Blick zu und sage leise lachend zu ihm:" Ae! E rodwen bain. E haltha cen egro ech halthach ten?" Dann wende ich mich wieder Ymmarillion zu " Ihr braucht Euch vor mir weder zu fürchten noch zu scheuen. Und statt Euch Eures Vaters zu schämen, sollte Euch das Herz bersten vor Stolz , dass er der Geliebte einer Erstgeborenen und Adar einer schönen Tochter war. " Ich nicke ihr noch einmal schweigend zu, dann trete ich an Caar-Neel heran und lege im meine linke Hand auf seine Schulter: " Caar-Neel, nad no ennas. Wir müssen wachsam sein" und deute unmerklich mit dem Kopf in Richtung des Kamins...... |
| Scuanor | Die rauchgeschwängerte Luft in der Kneipe scheint plötzlich noch dichter zu werden. 'Nein, nicht nach all der Zeit' denke ich, und konnte doch nicht die Tatsache bestreiten, dass sie genau dort vor uns stand. Ich sitze einfach nur da, starre die eben eingetroffene Person an, und bemerke dann erst, dass ich wie ein versteinerter Troll aussehen muss. Ich murmelte leise "Eldineth" und denke an all die verlorenen Jahre, all die Einsamkeit. Und wie den Ork, der sich einst in die Nähe meiner Höhle gewagt hat, wische ich diese trüben Gedanken fort. Ich umschliesse den leeren Krug, schaue ernst zur Seite und sage mit leicht grummeligem Unterton zu Eldineth "Ihr seid spät, Baumfreund, die Schlacht ist vorbei, die Schätze verteilt. Ich sollte Euch gleich hier fesseln und binden, auf dass der Kommandeur selbst beurteilen kann, was mit Euch weiter geschieht." "Nein, wir..." Ich schaue kurz zu Ymmarillion "begegeneten uns erst vorhin, als ich in einer sehr misslichen Lage mich befand" Mit weiterhin ernster Miene warte ich einen Moment. Dann stehe ich langsam, bedächtig auf, nehme mir den Stuhl, auf dem ich sass und stelle ihn ein wenig näher heran. Während ich auf ihn steige, ergreife ich ein Seil, das an einem Stützpfeiler der Schänke hängt, werfe es über ihr über einen Deckenbalken... und binde dort den Bierkrug fest, den ich benutzt hatte. All die Trauer der letzen Jahre abwerfend, lächele ich sie munter an, sage dann "Anann le ú-gennin, Eldineth". Auf dem Stuhl stehend, umarme ich sie. Leise füstere ich, nur für sie hörbar "Wo warst du all die Jahre ? Ich befürchtete das schlimmste, nachdem wir getrennt wurden..." Nachdem ich kurz blinzele, um diesen merkwürdig feucht-verwaschenen Blick meiner Augen loszuwerden, schaue ich ihr in die Augen "Eine viel lange Zeit allerdings, Ich bin sehr froh, dich lebend zu sehen, möge dies ein Zeichen bleiben, für diese unvermutete, doch sehr willkommene Begegnung" Ich schaue zu dem Bierkrug hoch, und werfe dem Wirt eine Goldmünze zu, welche er geschickt auffängt, wonach er auf sie beisst und kurz mir zunickt. "Setze dich doch einen Moment zu uns, Ymmarillion kennst du ja schon und dies dort ist Karl" Ich nicke kurz dem Menschen zu, steige vom Stuhl und setze mich drauf, Eldineth immer noch entgeistert anlächelnd "El sila nan lu e-govaded vín, Manen le ?" ...... |
| Desgesanderflic | Ich beobachte das seltsame Verhalten der Lebendgeborenen. Sie sind so gar nicht wie die in meiner Heimat, nicht ist hier so wie in meiner Heimat. Bei keinem der Anwesenden kann ich Angst oder gar Hass spüren, sie wirken auf mich wie unschuldige Kinder. Aber hatte mein Herr mich nicht wissen lassen das hier alles so ganz anders ist? Die Tische sind reich gedeckt, als ob es Nahrung im Überfluss gebe und keienr der Anwesenden scheint auch nur einmal in seinem Leben gestorben zu sein. Aber auch die Leute hier sind anders. Vor allem der Zwerg ist fremdartig. Er ist nicht aus steingeboren sondern scheint ein Wesen aus Fleisch und Blut zu sein, irgendwie lustig. Alles an ihm wirkt weich und nachgiebig. Sogar seine Haare bewegen sich leicht im Luftzug. Aber mindestens genauso seltsam ist das Verhalten des Elfen. Er redet mit denen die nicht von seiner Art sind ohne jede Herablassung. Andere Welten andere Sitten, so wird es wohl sein. Jetzt fehlt nur noch ein friedfertiger Minotauer der Elfen mag. Vieleicht war das der Grund warum ich mich an Caer Anwyn erinnern muss, um dies alles hier zu verstehen. Nun mga dieser Ort so fremdartig sein wie er will. Ich hatte genug gesehen und auch wenn ich dem Frieden nicht traue so würde ich kaum mehr erfahren können, auch wenn ich noch einige Stunden warten würde. Es wird Zeit für den entscheidende Test, wie ein Mensch auf mich reagieren wird. Also mache ich mich langsam auf den Weg zur Theke, darauf achtend das der Wirt mich auch wirklich sieht. Schliesslich will ich ihn ja nicht grundlos erschrecken indem ich aus dem Nichts vor ihm auftauche. Zu meiner Überraschung reagiert er nur minimal. Kein hassverzertes oder ängstliches Gesicht, vielmehr ein iritiertes lächeln als er mich in meinem grauen Anzug sieht. Weder meine bleiche Haut, noch mein fast skeletthaftes Äussere rufen die üblichen Reaktionen hervor. Hm vieleicht gibt es hier keine Schatten und sie halten mich für einen Menschen ohne Haare. Eine nette Vorstellung. Aber ich sollte noch eine viel grösser Überraschung erleben. Der Wirt kommt schnellen Schrittes auf mich zu und fast mich am Arm. "Sie sehen ja schrecklich aus, mein Herr. Setzen sie sich doch hin, bevor sie noch das Bewustsein verlieren." Mit diesen Worten führt er mich an den nächsten Tisch. Ganz benommen von dieser Reaktion lasse ich mich führen und sitze so einge Sekunden später am Tisch mit dem weichhäutigen Zwerg. "Ich mache ihnen erst mal eine Tasse Tee und einen Eintopf. Sie sehen so aus als hätten sie das dringend Nötig. "Zu den anderen Leuten am Tisch gewandt fügt er noch hinzu "Bitte haben sie ein Auge auf den Herrn, es scheint ihm nicht gut zu gehen." Von den Ereignissen total verwirrt sitze ich am Tisch, wie ein Fremdkörper. Nicht wissend wie ich mit diese Situation umgehen soll. Fast wäre es mir lieber jemand würde versuchen mich zu lynschen. |
| Fly | Kaum habe ich den Satz ausgesprochen, kommt der etwas tump wirkende Wirt an den Tisch, ein merkwürdiges Wesen hinter sich herziehend, welches er auch sofort auf einen Stuhl drückt, ihm einige Worte der Fürsorge schenkt und sich an uns wendet, doch bitte ein Auge auf den Herren zu haben. Bester Mann, denke ich, seit Betreten Deiner Schänke habe ich alle Sinne auf die Schatten gerichtet. Doch was ich jetzt sehe, lässt mich doch wahrlich staunen. "Nienna-aer" denke ich. Unter meinem Mantel halte ich meinen Dolch unklammert, trete zwei Schritte zurück und betrachte das Wesen. Es ist nicht menschlichen Blutes, elbischen schon garnicht. Die Kälte, die ich anfangs spürte verstärkt sich, darunter mischt sich eine fremde, magische Aura. Das Wesen sitzt leicht gekrümmt am Tisch und wagt kaum aufzuschauen, doch Angst hat es scheinbar keine, obwohl es keine Waffen zu tragen scheint. Es wirkt, als würde es sich jeden Moment in Nichts auflösen oder zu einem riesigen Schatten erwachsen. Noch nie begegnete ich solchem Zeitgenossen und noch nie hörte ich Gesänge, in dem solch ein Geschöpf erwähnt wurde. Der Wirt wolle ihm etwas zu essen bringen. Wird er essen? Ich werfe einen Blick auf meinen Zwergen-Freund, mit dem ich schon so viele Gefahren überstanden habe bevor unsere Wege sich für lange Jahre trennten. Doch er ist gerade in seinem Bierkrug versunken und scheint darin ertrinken zu wollen. Zwerge! Hat er ihn am Ende noch ganricht bemerkt? Das würde mich nicht wundern. Das Geschöpf sitzt noch immer unscheinbar und still am Tisch und fühlt sich sichtlich unwohl. Könnte es einer sein, welcher wieder und wieder aus den Schatten gespuckt wird, nicht ruhen darf? Ich blicke zu Ymma hinüber, was empfindet sie? Obwohl wie ich weiblichen Geschlechts und elbischen Blutes, spricht sie dem Bier zu wie ein Berserker. Und von dem Menschen erwarte ich in dieser Situation keinerlei brauchbare Unterstützung. Und doch bin ich vor Neugier fast zerfressen. Wird er sprechen? Ich versuche seine Gedanken zu greifen, doch in all dem Lärm gelingt es mir nicht. So stehe ich da und sehe, aufs äusserste gespannt, auf ihn herab..... |
| Desgesanderflic | Am Tisch sitzend kann ich deutlich ihre unbekümmertheit spüren und noch deutlicher das keiner von ihnen jemals zuvor tot war. Unglaublich! Selbst in Caer Anwyn hat nie eine solche Unbekümmertheit geherrscht. Es ist gerade so als gäbe es in der ganzen Welt keine Gefahr, keine Bedrohung. Für einen Moment spiele ich mit dem Gedanken mich einfach durch die Schatten zu bewegen um diesen Ort zu verlassen, aber wozu? Ich bin hier in dieser Welt und muss lernen mit ihr klar zu kommen. Jetzt wo ich den Lebendgeborenen nahe bin kann ich deutlich ihre Reinheit und Unschuld spüren sie haben wirklich etwas kindliches. Selbst Sithrawen war als ich sie damals aus dem von den Templern zerstörten lager rettete nicht so unschuldig. Meine kleine, was wohl ohne mich aus ihr werden wird? Egal! Sie war ausserhalb meiner Reichweite und die Gegenwart verlangte nach meiner Aufmerksamkeit. Meinen Kopf zu den anwesenden drehend setzte ich mich gerade hin. Dann wollen wir ihnen mal den nächsten kleinen Schreck einjagen und mit ihnen reden. "Guten Tag," sagte ich mit so lauter Stimme wie es einem von meinem Volk möglich ist, was nicht mehr als ein lautes monotones Flüstern ist. "Keine Sorge, mir geht es gut und ich komme nicht als Feind," in Gedanken fügte ich noch hinzu sonst würdet ihr mich nicht sehen."Ich bin lediglich etwas hungrig und durstig. Darüberhinaus freue ich mich auf ein warmes Bad und ein weiches Bett. Ich hoffe es stört keinen das ich hier sitze," fügte ich noch nach kurzem Zögern hinzu. |
| Windspiel | Die Zweige lichten sich,immer mehr tritt das fahle Licht der Dämmerung in mein Blickfeld.Im Schatten einer großen Eiche beschließe ich zu rasten.Hinter mir liegen Tage des beschwerlichen Marsches durch ausgedehnte Moore,über schroffe Gebirgszüge.Vor mir schlängelt sich blass ein schmaler Pfad durch den von dunklem Laub bedeckten Boden des Waldes.Plötzlich höre ich ein Geräusch und verschwinde lautlos im tiefsten Schatten des Baumes.Hufgetrappel nähert sich,ich höre Schreie.Aus Angst vor Räubern fasse ich die 4 Wurfmesser unter meinem rechten Handgelenk fester,ziehe sie leicht aus ihren Halterungen.Ein leises Schaben ertönt,als der kalte Stahl an dem derben Leder seiner Scheide entlang schabt.Das Geräusch kommt näher.Im Zwielicht des Waldes glaube ich eine Bewegung ausmachen zu können,ganz hinten am Ende des Weges.Es kommt näher.Ein Pferd,doch wo ist der Reiter?Mit dem schnaubenden Tier kommen auch die Rufe näher.Ich drücke mich noch fester gegen die zerfurchte Rinde des Baumes.Das Pferd passiert meine Position und erst jetzt kann ich den Urheber des Lärms ausmachen.Ein Zwerg,der schreiend und zeternd an der Seite des galoppierenden Tieres hängt,unfähig seine Situation auch nur im Ansatz zu ändern.Ich lasse das ungewöhnliche Paar unbehelligt ziehen und setze den Weg durch den tiefen Wald fort. ~3 Tage später~ Erste Anzeichen von elfischer Zivilisation prägen zunehmends das Landschaftsbild.Ich meide die Siedlungen doch setze meinen Weg unbeirrt fort.Die Elfen scheinen meine Anwesenheit zu spüren,unbewusste Unruhe befiel jeden von ihrem Volke,dem ich mich näher als auf 10 Schritt aus dem Hinterhalt näherte.Aber auch weit mächtigere Wesen scheinen diese Region zu durchstreifen,ich bin auf der Hut,reise nur des Nachts im sicheren Schutz der leider immer lichter werdenden Vegetation.Die Siedlungen werden dichter,ich scheine mich einer Stadt zu nähern.Imposant sehe ich die Kuppen der Wachtürme im Morgendunst glitzern.Die Wachen machen ihren 1. Rundgang oben auf den Zinnen,die schweren Tore werden gerade aufgezogen.Der Nebel gerät in bewegung und zieht zum Tor hin,nur ein leichter Wirbel des Windes,doch mit ihm zieht ein weit kälterer Hauch in die Mauern der Stadt ein als es ihre Bewohner zu solcher Zeit wohl für möglich gehalten hätten.Hinter den beschlagenden Torflügeln tauche ich sofort in das dunkele Gewirr der kleinen schmutzigen Gassen ein und bin binnen Minuten in den Häuserschluchten verschwunden... |
| Fly | Er spricht, und das auch noch in landesüblicher Sprache. Seine Aura füllt den gesamten Raum und durch sein scheinbar aufgesetztes Interesse wird er mir nicht sympathischer. Seinen Namen hat er nicht genannt. Ich bleibe in meiner Position zwei Schritte vom Tisch entfernt unbeweglich stehen und sehe ihn weiterhin schweigend an. Baden will er? Und essen und trinken? Er hegt unausgesprochene Gedanken, das fühle ich deutlich, und ich hoffe inständigst, dass Caar-Neel in seiner Freude über unser Wiedersehen und seiner neuen Freunde, sein Misstrauen nicht vergisst. Erwartungsvoll harre ich ob des Beginns der zweifellos anstehenden Unterhaltung........ |
| BlackDragon | Ich schlendere durch die Straßen, als ich eine Schänke am Wegesrand entdecke. Nach einem Blick auf den prall gefüllten Geldbeutel an meinem Gürtel, denke ich nur noch "Na da brauch ich nicht lange zu überlegen" und muss grinsen. Ja, ein sehr profitabler Tag lag hinter mir und ich denke ich habe mir einen "kleinen" Schluck verdient. Nur kurz sehe ich die Bilder der Leute vor mir, denen das Geld rechtmäßig gehört, doch kümmern tut es mich recht wenig. Sollen sie doch ihre Gewänder aus Samt und Satin versetzen! Mit dem beruhigenden Gefühl, ein paar dieser reichen Bürger um ein wenig Gold erleichtert zu haben betrete ich die Schänke. Es ist nicht sehr voll, doch mein Blick fällt sogleich auf eine Gruppe doch recht bunt zusammengewürfelter Gestalten. Ein Zwerg, ein Mensch, zwei Elfen und ein - ja, was? Soetwas wie ihn habe ich noch nie gesehen. Vielleicht leidet er an einer seltenen Krankheit. Ich mache mich also auf den Weg zur Theke, die illustre Gruppe immer in den Augenwinkeln, und bitte den Wirt um einen Krug Bier. Der Wirt scheint sehr beschäftigt und bittet mich um etwas Geduld. Während ich warte fällt mir noch etwas auf: Natürlich hatte ich die schöne Elfe am Tisch schon beim eintreten bemerkt, doch muss ich mich sehr wundern als mir auffällt, dass sie einen Humpen Bier in der Hand hält. Diese Gruppe weckt immer mehr mein Interesse. Endlich bringt mir der Wirt mein Bier. Ich nehme es, trinke einen kräftigen Schluck und setze mich in Bewegung. "Stört es euch, wenn sich ein einsamer Wanderer zu euch gesellt?" frage ich, als ich an dem Tisch der Fremden angekommen bin. Ohne eine Antwort abzuwarten, stelle ich mich vor. "Meine Name ist Richard Feinsalb" Ich verbeuge mich und füge, während ich mich wieder aufrichte, ein "zu euren Diensten" hinzu. Natürlich mit einem Lächeln in Richtung der schönen Elfin mit dem Krug in der Hand. Die andere Elfin sieht mich etwas ärgerlich an. Ich scheine sie bei irgendetwas unterbrochen zu haben. "Nun, sagt, was führt euch in diese Gegend?" frage ich, während ich mich zu ihnen setze, mit ehrlichem Interesse. |
| Desgesanderflic | Die Sache fängt mir an Spass zu machen. Mein Auftreten scheint sie zu verwirren, ja manchen sogar ein wenig zu ängstigen. Niedlich diese Leute hier. Ui und jetzt werden wir noch mehr. Wenn das so weitergeht könnte das ein sehr lustiger Tag werden. Mal sehen was gewinnen wird, die Idee das ich ein Monster bin oder das ich nur nicht so aussehe wie sie. Irgendwie erinnert mich das alles leicht an mein erstes Zusammentreffen mit William Zen Ral, ich kann mich noch bestens entsinnen wie er mich über dem Tisch anlächelte und unter dem Tisch seine gespannte Armbrust auf meinen Bauch richtete, noch Jahre später konnte ich ihn mit der Geschichte aufziehen, so peinlich war es ihm im Nachhinein. Ich wende meinen Kopf zum stehenden Elfen und tue so als würde ich ihn mit meinen Augen fixieren , mal sehen was der Elf macht wenn ich sein Spiel anfange mitzuspielen. Zusätzlich schenke ich ihm noch ein schmales lächeln. Als der Wirt meinen Tee bringt nehme ich ihn onhne meinen vermeindlichen Blick vom Elfen zu richten. Zu gerne wüsste wüsste ich ihn nervöser macht, die Tatsache das ich keine offensichtliche Waffe an mir trage oder mein Aussehn? Auch beim probieren meines Tees lasse ich meine Augen nicht von ihm. Hm Fencheltee lecker. Also guten Tee haben sie hier schon mal, ja alles in allem es könnte mir hier Gefallen. Ich lasse noch 2 Minuten vergehen, dann erbarme ich mich und sage zum Elf gerichtet "Es ist die Aura des Totes und des Dunkel." Das sollte alles erklären, würde es zumindest zu Hause, mal abwarten was er daraus macht. |
| BlackDragon | "Es ist die Aura des Totes und des Dunkel." Nun, so wurde ich noch nie begrüsst. Jedoch scheinen diese Worte nicht mir zu gelten, sondern einer der Elfinnen. Ich beschliesse abzuwarten und mich nicht in das Gespräch der beiden einzumischen. Es sind schliesslich noch mehr Fremde am Tisch. |
| Scuanor | Langsam sehe ich von meinem Kruge auf. Schaue in das merkwürdig skelettartige Gesicht des mir gegenüber sitzenden Wesens. "Ihr scheint von weit her zu stammen, doch lasst mich mich kurz vorstellen, Ich bin Car-Neel" Ich bleibe ruhig sitzen, mit einer Hand auf dem Tisch, die andere benutze ich, um mich ausgiebig am Nacken zu kratzen, nahe meiner Handaxt. "Seid Willkommen, jedoch verzeiht, wenn ich Euch nicht gleich umarme, mein Rücken ist etwas verspannt, nach dem harten Ritt, den ich erlitt." Grinsend zwinkere ich der Elbin zu, wende mich dann aber wieder dem Wesen zu. 'merkwürdig, ich habe das gefühl, von ihm innerlich berührt zu werden', denke ich, nicht ohne eine gewisse Neugierde. "Solltet Ihr jedoch wider meines Erwartens, zum Dunkel und Tod beitragen wollen, so lasst Euch gesagt sein, das dies nicht der Ort dafür ist und schon gar nicht die Zeit. Ein Sprichwort sagt : -Störe niemals einen Zwerg beim Trinken- Ein weiteres sagt : -Beachte deine Worte, wenn du erklären willst, lasse es nicht wie eine Drohung klingen.- ...... |
| Fly | Und während ich schweigend die Szenerie beobachte, taucht plötzlich laut, aufdringlich und auffallend neugierig der nächste Fremde auf. Wenigstens hat er den Anstand, sich vorzustellen. Ich wende mich ihm leicht zu und ziehe eine Augenbraue hoch. Diese Menschen. Dennoch nicke ich ihm leicht zu und mustere ihn aufmerksam. Seine Erscheinung ist nicht unangenehm, doch deutlich ist zu erahnen, dass es sich hier um einen gerissenen Zeitgenossen handelt. Als er Ymmarillion erblickt, tanzen kleine Blitze durch seine Augen und ich zwinkere Ymmarillion unmerklich zu. Langsam gehe um den Tisch herum und bleibe vor ihm stehen. „Mae thin. Im Eldineth.” nicke noch einmal ,sage aber nichts mehr. Nach einer Weile spreche zu dem kahlen, fahlen Mann in grauen Anzug, welcher mich nun seit einiger Zeit anstarrt und scheinbar versucht, mich aus der Reserve zu locken. Glaubt er, ich hätte Angst? Spricht bedeutungsschwangere Sätze, welche nur Sterbliche mit Erfurcht und Unbehagen erfüllen mögen. . Ich lächle in mich hinein und halte seinem Blick stand. Als ob der Tod mich ängstigen würde. Eher erweckt der Tod eine Art Neugier, da er doch die wahre Freiheit und Glückseeligkeit bringt – zumindest für uns Edhil. „Mae thin. Eure Reise war weit und beschwerlich, doch wahrlich müde seid Ihr nicht. In Euren Augen liegt alte Weisheit, Weisheit und Kenntnis wie sie nur jemand erlangen kann, der Reisen unternahm, welche nicht von jedem vollbracht werden können. Eure Stimme klingt wie das gepresste Krächzen der Leidenden Crych von Minas Helca. Erweist uns die mindeste Höflichkeit und nennt uns Euren Namen, grauer Schattenherr!“ Ich gehe wieder einen Schritt zurück und sehe ihm auffordernd in seine matten Augen, welche scheinbar fast blind sind. Er hält mich noch immer für einen männlichen Elb, wie seine Gedanken mir verraten. Lustig. Und ich kann nicht umhin, mir einzugestehen, dass diese Kreatur mit Abstand die ausserordentlichste in dieser ansonsten gewöhnlich-feuchfröhlichen Runde ist. Ich werfe einen kurzen Blick zu Caar-Neel, welcher sich sichtlich mit den anderen amüsiert und sich ganz getreu seiner Natur mit leichtsinnigen Sprichworten profiliert. Dann wende ich mich wieder dem Schattenwesen zu und frage leise: „Und Ihr habt Spass?“ |
| BlackDragon | Nocheinmal erhebe ich mich kurz, um die Begrüßung der Elfin mit einer angedeuteten Verbeugung zu erwidern. Zumindest nehme ich an, das es eine Begrüßung war, da ich der Sprache der Elfen nicht mächtig bin. Doch noch bevor ich sie bitten kann, sich mir ebenfalls vorzustellen, wendet sie sich dem Schattenherren, wie sie ihn nennt, zu. Er scheint auch ihr ein Unbekannter zu sein. Nun, dass könnte noch ein sehr ereignissreicher Abend werden... |
| Desgesanderflic | "Ja Spass wie schon lange nicht mehr, wie ich gestehen muss," erwiedere ich während ich mich erhebe um meine Gegenüber ansehen zu können. Ob er in meinen Ge- danken liesst da er weiss das ich Spass habe? Ich hoffe nicht, er könnte dort Dinge sehen die ihn erschrecken, wie das Leiden in meiner Welt, oder Zeuge werden wie ich zu tote gefoltert werde. Das wünsche ich einem so unschuldigen Geschöpf nicht, das hier nichtsahnend im Paradies zu leben scheint. Warum hat mein Herr mich an diesen Ort geschickt frage ich mich, ich weiss nicht zum vieleicht 100 Male seit meiner Ankuft. Um mir das Paradies zu Zeigen als Strafe für meinen Verrat, damit ich leide wenn ich zurückkehre? Oder wartet hier Arbeit auf mich? Die Zeit wird es Zeigen und jetzt verlangt die Gegenwart meine Aufmerksamkeit. "Ja ich bin wirklich sehr weit gereist um hier her zu gelangen, aber weise würde ich mich nicht nennen, auch wenn ich schon eine Weile gelebt habe." Während ich rede kann ich deutlich sehen wie unangenehm ihnen meine Stimme ist. Wenigstens das ist so wie ich es gewöhnt bin. "Aber es war eine sehr angehnehme Reise wie ich gestehen muss, so das ich mich nocht bei Kräften fühle. Es tut mir leid wenn euch meine Worte er- schrecketen aber sie drückten nur aus was ich bin. Ein Totgeborener. Schatten nennt man uns in den meisten Sprachen. Man sagt uns nach das wir nicht wirklich leben oder fühlen, was nicht stimmt. In meiner Heimat hätte jeder Elf diese Begriffe richtig deuten können, ausser vieleicht ein Kind des Drachen, die unsereins nicht kennen und nicht fürchten," unwillkürlich entschlüpft ein Lächeln bei diesen Worten über mein Gesicht. "Ich bin nicht mit der Absich gekommen einen der hier Anwesenden zu Schaden, so gibt es wahrlich keinen Grund sich zu fürchten. Ausser vor meinem Aussehen und meiner Stimme, und die können wohl kaum jemanden Schaden zu fügen. Was meinen Namen angeht, nun den werde ich euch verweigern, denn wie ihr sicher wisst liegt in einem Namen sehr viel Macht, aber Schattenmeister finde ich lustig, darum würde es mich freuen wenn ich mich so ähnlich nennen würdet. Schattenmann, ich will ja schliesslich niemanden verwirren. Nach diesen Worten wende ich mich dem Zwerg zu "Car-Neel ich verstehe es bestens das ihr mich nicht umarmen wollt, schliesslich würde ich das auch bei keinem Fremden wollen, deshalb braucht ihr nicht euren Rücken als Ausrede vorzuschieben. Solltet ihr jedoch wirklich verspannt sein und unter Schmerzen heilen kann ich das mit einem einfachen Handgriff gerne heilen." Diese Leute machen mir Spass mal sehen was noch alles passieren wird, vieleicht kommt ein Sonnengeborener rein und begrüsst die Elfen als Brüder. Eine bizarre Vorstellung. Das würde sich schön machen als Geschichte wenn ich Gäste im Haus des Drachen bewirten würde, sollte ich je wieder dahin zurückkehren dürfen. Nun mal abwarten wie sie reagieren werden. Hm wenn ich erzählen könnte das ich einem Zwerg den Rücken geheilt hätte käme das sicherlich auch sehr lustig, ich sehe schon die Fragen der Kinder, wie man denn einen Stein heilen kann. Aber genug davon ich muss mit diesen Gefühlsduseleien aufhören, Caer Anwyn ist fern und ich glaube nicht das mir mein Herr je wieder erlauben wird zu diesem Leben zurück zu kehren. "Nun wie sieht es aus Car-Neel, braucht ihr meine HIlfe oder nicht?" |
| Drachenkind | Ymmarilion sieht den Schatten an. Natürlich hatte sie gefühlt, dass er nicht dass war, was der Wirt glaubte. Obwohl ihr bei seinem Anblick kalt wurde, wusste sie, dass er ihr nichts anhaben konnte. Leicht amüsiert erwiedert sie das Lächeln des Menschen. Wenn er wüsste! Doch nach dem Geständnis des Schattens wird ihr auf einmal bewusst, dass hier eine Chance zum Greifen nah ist, die vielleicht nie wieder kommt und sie entschliesst sich, diese Leute in ihr Geheimnis einzuweihen: "Mein Verhalten mag euch alle ein wenig verwundern und nachdem sich Schattenmeister offenbart hat, glaube ich, dass ich euch eine Erklärung schuldig bin. Zwar mag mein Äußeres angenehmer sein als das von ihm, jedoch mein Inneres ist es nicht: als Experiment eines schwarzen Magiers wurde die Lebenskraft meiner Mutter benutzt, um ein Elbenkind mit der Pforte des Feuers zu erschaffen. Mein Vater, auf den ich so wenig stolz bin, ist ein Feuerelementar, ein Phönix und mein Körper dient als Gefäß seiner Vernichtungswut. Meist habe ich dies unter Kontrolle, doch in Situationen, in denen ich wütend werde, ergreift die Flamme von mir Besitz. Ich bin auf der Suche nach dem wahren Namen dieses Phönix, denn dann könnte es mir gelingen, ihn in einem Ritual für immer aus mir und meinem Leben zu vertreiben. Habt keine Angst, wenn ich einmal in Wut geraten sollte; ich richte dies immer auf den, der es verdient. Wenn ihr mich nun allerdings lieber los werden wolt, so kann ich das verstehen..." Sie senkt den Kopf und hofft, dass dies nicht geschehen wird, denn zu lange reist sie schon alleine durch diese Welt. |
| Scuanor | Während ich glaube, hinter einem Fenster einen vertrauten Schemen wahrgenommen zu haben, verschwindet er auch schon. Langsam nehme ich meine Hand herunter. "Dies war eine vorgeschobene Ausrede, um in die Nähe meiner Waffen zu kommen. Ich bin lieber vorsichtig als Tot." Laut Auflachend füge ich hinzu "Allerdings bin ich scheinbar auch lieber auf dem Rücken eines Gaules, als vorsichtig." "Dieses ... Tier. Welches mit mir fast einen halben Tag mit durch die Lande preschte. Als ob es kein Morgen gäbe..." Ich lege mein Bein auf den Tisch, wobei einige Krüge umfallen."Seht, ganz angeschwollen, könntet Ihr wohl..." ...... |
| little maker | Ohne Vorwarnung wird die Tür der Schänke aufgestossen. Sie knallt gegen die rückwärtige Wand und kühle Nachtluft weht herein. Eine grosse, schlanke Frau betritt den Raum. Sie nimmt ihren Reiseumhang ab und wirft ihn auf einen Haken bei der Tür. Aus den Reihen der angetrunkenen Männer ist Gemurmel zu hören. Sie hat oberschenkellange Stiefel aus schwarzem Leder an, ebensolche enganliegende Hosen und trägt nur ein geschnürtes armfreies Oberteil, darüber einen zweiten kleineren Umhang mit Schlitzen auf dem Rücken. Daraus hervor schauen die verzierten Griffe dreier kurzer Schwerter oder Dolche. In der Hand hält sie ein etwa unterarmlanges Bündel, aus dessen unterem Teil eine Art Griff herausschaut. Ihre nackenlangen blauschwarzen Haare ausschüttelnd, durchschreitet sie schnellen Schrittes den Raum, geht direkt zum Tresen, und schaut sich von dort aus in der Schänke um. Sie hält inne, der Blick aus ihren schmalen, mandelförmigen dunkelgrauen Augen bleibt bei einem Fuss hängen, der auf dem Tisch liegt. Sie umgreift das Bündel fester, geht zu dem Tisch und nachdem sie noch einmal einen Blick auf den Zwerg geworfen hat, welcher scheinbar völlig mit seinem Fuss beschäftigt ist, wirft sie das Bündel auf den Tisch, dabei das Bein des Zwerges treffend. Ohne eine etwaige Reaktion abzuwarten, dreht sie sich um, geht zum Ausgang, nimmt ihren Umhang vom Haken und verlässt die Kneipe. |
| Scuanor | "AU !, WAS ZUM ..." Ein höllischer Schmerz durch zuckt mein Bein, dann sehe ich nur noch, wie die Frau mit den blauschwarzen Haaren den Raum verlässt. "VERDAMMT ! Warte !" Ich nehme schnell das Bündel auf, der herausschauende Griff sagt mir sofort, das dies meine Streitaxt ist, erkennbar an den alten Runen und dem "Blauen Tula" in ihrem Griff. Ich entschuldige mich bei den am Tisch sitzenden. "Eldineth, ich bin bald zurück, ich muss etwas klären" Sie anlächelnd, stehe ich auf und humpele langsam zum Ausgang. Ein einzelner Gast nahe der Tür gröhlt laut im Suff "Joarr, die von ehm wüad' mirr auch gefalln, mit ohne wass an, har har" Ich packe meine Streitaxt aus dem Bündel aus, und während ich auf ihn zugehe, werfe ich das Leder, in welches sie eingewickelt war, über den Kopf des Besoffenen, dann bin ich bei ihm und tippe ihn kurz mit dem Griff der Axt an, woraufhin er nach hinten umfällt, bewusstlos und still. Ein paar nahebei sitzende schauen kurz zu ihm und wenden sich dann wieder desinteressiert ihrem Bier zu. Selber vor Beinschmerzen leicht aufstöhnend, nehme ich ihm das Ledertuch wieder ab, ergreife den Türgriff und schliesse die Kneipentür von aussen. ...... |
| little maker | Draussen angekommen, holt sie kurz tief luft und geht dann über den Weg zu einer kleinen Baumgruppe, wo sie sich anlehnt und wartet. Als kurze Zeit später die Tür auf und wieder zugeht und der Zwerg das Haus verlässt, leicht humpelnd, hält sie sich eine Hand vor den Mund, damit er ihr belustigtes Grinsen nicht sieht. Kurz bevor er sie erreicht, dreht sie sich um und verschwindet in den Schatten hinter den Bäumen. Hinter Ihr hört sie noch ein Grollen, aber sein Stapfen verrät, dass er sehr wohl weiss, wass er zu tun hat. |
| Drachenkind | Ymma merkt, wie Wut in ihr versucht, die Überhand zu gewinnen. Da offenbart sie sich ein paar Leuten, die ihr mehr oder wenig vertrauenswürdig erscheinen und dann platzt diese Fremde in ihr Geständnis, so dass niemand mehr Notiz davon nimmt! Sie fühlt den Funken in ihr aufsteigen, doch sie beherrscht sich. Vielleicht wird die Fremde ja nicht mehr auftauchen, wenn doch dann sollte sie sich benehmen oder es könnte sein, dass ihr hübsches Lederzeug einen unansehnlichen schwarzen Farbton bekommt... Leise murmelt sie die Worte die ihr der Druide Berron beigebracht hat, um sie zu beruhigen: "Meine Seele gleicht der spiegelnden Fläche eines ruhigen Sees. Nichts kann sie trüben und nur ein Sturm vermag sie zu bewegen. Klar und rein liegt mein Geist; die Flamme hat keine Macht über mich, ich verlösche den Hass mit dem Wasser meiner Seele!" Wieder ruhig fällt ihr Blick auf das Bündel. Was darin wohl verborgen sein mag? Soll sie es öffnen? Doch sie wartet lieber ab und betrachtet statt dessen den Schatten neben ihr: wie merkwürdig so ein Leben sein muss. Tot und doch lebendig, auch sehr geheimnisvoll. Sie würde gerne mehr erfahren... |
| BlackDragon | Die Ereignisse übertreffen meine Erwartungen bei weitem. Ein lebender Toter, ein Schatten, wie er sich nennt, eine Halbelfe und Tochter eines Schwarzmagiers und nun auch noch eine geheimnissvolle Fremde. "Es scheint mir, als habe ich mir den richtigen Tisch ausgesucht, um mich niederzulassen" sage ich in die noch etwas verwirrt dreinblickende Runde. "Ein Totgeborener?" spreche ich das seltsame Wesen ruhig an. "Auf meinen Reisen hörte ich viele Geschichten und Sagen von den ungewöhnlichsten und wunderlichsten Dingen, doch von Schatten wie euch erzählte keine" Ich wende mich wieder der Elfe zu. "Entschuldigt, ihr wurdet unterbrochen. Lasst mich euch versichern, dass es, zumindest was mich angeht, keinen Grund gibt euch loswerden zu wollen, da doch offensichtlich ihr die Macht, die euch innewohnt, beherrscht und nicht von ihr beherrscht werdet. Doch bitte erweist mir die Ehre und nennt mir euren Namen." |
| Windspiel | Die Nacht bricht hinein und taucht alles in diffuses Licht.Die Zeit der Schatten bricht an.Ich verlasse meinen Unterschlupf,ein halbverfallenes Bauernhaus nahe der Stadtmauer.Die Menge macht sich langsam daran,in ihre Häuser zurückzukehren.Leise höre ich in weiter Ferne die tiefklingende Glocke des Turmes,der die Nachtruhe ausruft.Nur Gesindel und Diebespack schleicht nunmehr durch die Strassen,auch auf die Gefahr hin,von den umherschweifenden Wachtrups entdeckt und auf der Stelle festgenommen zu werden.Ich brauche eine neue Bleibe.Die Witwe,die das Haus nach dem Tod ihres Mannes für wenig Lohn an zwielichtiges Volk als Raststätte vermietet,schien mir zu neugierig,als das ich mir einen längeren Aufenthalt in ihren Mauern erlauben könnte.Federnd setze ich mich auf,doch die Reise steckt mir deutlich spürbar noch in den Knochen.Mein Magen fordert nach Nahrung und mein Schlund brennt vor Durst.Ich verlasse die Ruine über das nach Hinten hin offene halbeingestürzte Dach und wende mich wieder den Gassen der Stadt zu.Ich befinde mich wohl näher am Viertel der Bettler und Huren,als ich dachte,doch das wahre Gesicht dieser Statdteile offenbart sich erst zu später Stunde.Ein bizarres Nachtvolk füllt leise lockend und zischelnd die Strassen,verspricht Befriedigung auch der ausgefallensten Wünsche.Ich halte mich möglichst abseits der größeren Ansammlungen und setze meine Weg durch das nächtliche Stadtbild fort.Aus mehreren Schänken kommen mir lautes Gegröl und das hilflose Gelall von Betrunkenen entgegen,dichter Rauch füllt die Ausgänge der Spelunken.Mehrere Abenteurer und Diebe kommen mir im volltrunkenen Zustand entgegen.Ein leichtes,sie von der unnötigen Last ihres Goldes zu befreien.Fröhlich klicken die Münzen in meinem Beutel und frohen Mutes mache ich mich auf,in eines dieser Wirtshäuser Einkehr zu halten. ~"Zum singenden Schwert",Wirtshaus~ Dichter Rauch,Lärm und Gelächter füllen die stickige Luft des kleinen Schankraumes,den ich nun betrete.Die Szenerie wird geisterhaft beleuchtet durch einige schwach flackernde Kerzen in ihren Wandhalterungen.Der Wirt,ein untersetzter bulliger Gnom mit einem hochrotem Kopf,blinzelt mich aus seinen funkelnden Augen misstrauisch an,als ich mich zum Zwecke einer Bleibe um ein Zimmer bemühe,stellt jedoch keine weiteren Fragen.Ich bestelle mir einen Becher voll des schwarzroten Weines,für den die Güter rund um die Stadt so berühmt sind,und wende mich der Teils lauthals grölenden,teils leise munkelnden Belegschaft des Hauses zu.Meine Blicke schweifen von Tisch zu Tisch,blicken in die enstellten Züge mancher rauer Gesellen,doch erblicken ebenso Züge von der Anmutigkeit eines Engels.Eine Gruppe weckt besonders mein Interesse,unter ihnen befindet sich scheinbar ein Todgeborener,ein seltener Anblick so weit im Süden,selbst in meiner Heimat der nördlichen Wälder und der Feste Blutelben nicht oft zu sehen.Mein Interresse ist geweckt und ich nähere mich der Gruppe.Alle scheinen fiebehaft ins Gespräch vertieft zu sein,von meiner Anwesenheit nimmt zuerst scheinbar niemand Notiz... |
| Fly | Nachdem der Schattenherr sich zu Caar-Neel gewandt hat, wende ich mich noch einmal kurz Richard zu, welcher guckt , als hätte er mich nicht verstanden. Da er schweigt, wende ich mich ab und begebe ich mich an den Tresen, um mir einen Krug kalten Schlehenmost zu bestellen. Die Luft in dieser Taverne ist zum Schneiden dick und meine Kehle inzwischen trocken wie ein Grashalm in der Wüste. Kaum am Tresen angelangt, höre ich von draussen feste Schritte, welche sich zielstrebig der Tür nähern. Ich drehe mich um und einige Augenblicke später wird die Tür aufgestossen und eine hochgewachsene Frau eines wilden Volkes ganz in schwarz mit schrägen Augen und olivfarbener Haut stürmt herein. Ohne jede Spur von Höflichkeit oder Anstand (hab ich das hier wirklich erwartet?) geht sie schnell und zielstrebig an den Tresen, bemerkt mich scheinbar nicht, um dann rasch an unseren Tisch zu gehen. Sie wirft ein Bündel genau auf Caar-Neel’s wunden Fuss, dreht sich um und verschwindet wieder. Ich verdrehe die Augen, denn wie erwartet springt - (sofern man das Springen nennen kann) - Caar-Neel auf, packt das Bündel und humpelt laut schimpfend hinter der schönen Wilden her. Welch bedauerlicher Anblick. Ich nehme einen Schluck von dem Schlehenmost, und warte, was weiter passiert. Die anderen am Tisch sind zwar etwas erschrocken über diesen Auftritt, tun aber weiter nichts. Nur Ymma scheint innerlich aufgewühlt und scheint bemüht , sich zu beherrschen. Sollte sie das nicht schaffen, erleben wir gleich den schönsten Budenzauber. Ich überlege kurz, ob ich Caar-Neel folgen soll, entschliesse mich aber zu bleiben wo ich bin. Er wird schon laut genug schreien, wenn sie ihm auch noch den andren Fuss unbrauchbar tritt. So gehe ich zurück an den Tisch, den Krug in der Hand und stelle mich Richard gegenüber, aber so, dass ich alle im Blickfeld habe und mit allen sprechen kann. Ich beuge mich ein wenig zu Ihm herunter und sage langsam ,deutlich aber leise:“ Mein Name ist Eldineth, in Eurer Sprache Sternbraut, vom Volke der Grau-Elben jenseits der Fahlen Täler“ Und blicke ihm starr in seine Augen. Soll er einen kurzen Blick auf meine beherrschte Macht werfen, damit sein vorlautes Mundwerk ein wenig in angemessene Bahnen zurückfindet. Wie erwartet senkt er seinen Blick und ich richte mich wieder auf, gleichzeitig wissend, dass er nun um so schwatzhafter werden würde. Ich nehme noch einen Schluck aus dem Krug und sehe zur Tür, ob Caar-Neel nicht langsam wieder zurückkehrt. Tut er nicht. Stattdessen erscheint ein Hochgewachsener, gutaussehender Jüngling, gekonnt unauffällig, scheint irgendwie gefährlich und tückisch und doch interessant. Er blickt durch den Raum, aber kaum jemand nimmt ihn wahr. Ich richte meine Gedanken auf ihn : „Tolo sí, benn ú-istannen!“ – wird der Unbekannte mich verstehen? |
| BlackDragon | "Mein Name ist Eldineth, in Eurer Sprache Sternbraut..." Nun, damit hätte sich die Sache mit der Vorstellung wohl erledigt. Doch sieht mich Eldineth weiterhin an, als würde sie eine Reaktion erwarten. Ich quittiere ihre Worte nur mit einem langsamen und höflichen Nicken des Kopfes und wende mich wieder ab, um die Antwort der anderen Elfe abzuwarten. Während der ganzen Zeit behalte ich den Rest der Schänke im Auge. Eine Angewohnheit, die mir einige Male das Leben gerettet hat und mir auch schon den ein oder anderen Verdienst einbrachte. Mir fällt auf, dass wir von der Theke aus beobachtet werden, was allerdings bei der Gesellschaft, in der ich mich hier befinde, nichts aussergewöhnliches ist. Dennoch bleibe ich wachsam. |
| Scuanor | "Also, sag mal ..." Und schon ist sie wieder weg, 'Weiber' denke ich 'aber dich kriege ich schon noch, wertes frollein'. Humpelnd stapfe ich hinter ihr her, mir der ungewollt komischen Situation bewusst, ich denke 'Eldineth denkt wahrscheinlich, ich sei völlig wirr, nur dem Fleische folgend', leise kichernd. Einige Bäume weiter bleibe ich stehen, sehe mich um, doch finde sie nicht. Ich spüre dann allerdings ein leichtes jucken im Nacken. Der Mond ist von einigen Wolken verhangen, und so sieht man den Schatten nicht, welcher sich fast ungehört hinter dem Zwerg von einem Baum zu Boden fallen lässt, dort kurz in der Hocke verharrt, aufsteht und ihn anstupst. "WAAAAH !" gespielt erschrocken drehe ich mich um, lächele Manu-Ke an und versetze ihr mit meiner Faust einen Stoss in den Bauch. ...... |
| little maker | "He, du Wicht! Pass ja auf, wo du hinschlägst" "Ich bin echt sauer, Caar-Neel Te-Mhyr-Dae, was bildest du dir eigentlich ein?" Erbost schaut sie ihn an, die Hände in die Hüften gestemmt. "Seit Stunden nun schleppe ich deine blöde Axt dir hinterher, nur weil du zu blöd warst, dem Kerl die Meinung zu schwingen, am Ende musste ich WIEDER alle töten" Ihre Augen blitzen ihn an, während sie nur mühsam das Zucken ihrer Mundwinkel zu verbergen vermag. "7, HA !", sagt sie mit einer plötzlich lächelnden, herausfordernden Miene "Das bedeutet, Ich bin jetzt zwei Köpfe in Führung, es sei denn du hast hier irgendwo noch ein paar Frösche enthauptet." Lachend kniet sie nieder und umarmt ihn "Ich habe mir Sorgen gemacht, du, du Pferdedieb ! Diese blöde Zauberin, welche mich kurzzeitig davon abhielt, dir zu helfen, ist nun wenigstens still, naja und auch nciht mehr ganz in einem Stück..." "Aber nun lass hören, Ich möchte zu gern wissen, wie du hierhergefunden hast." |
| Scuanor | Ich erwidere die Umarmung, froh, ihren Atem zu spüren, zu fühlen, das sie noch lebt. "Ich habe es vermasselt, tut mir leid Manu-Ke" sage ich leise. Ich löse mich aus ihrer Umarmung und setze mich an einen Baum. "Nachdem die mich gebunden haben scheuchten sie as Pferd los, und ich konnte rein gar nichts tun. Hilflos hielt ich mich wenigstens fest, dann erreichte es dieses Dorf. Ich sah einige Leute und brüllte aus Leibeskräften, daraufhin half mir eine Elbin, welche du wohl auch in der Schankstube sahst, tja und dann traf ich eine lang vermisst geglaubte Weggefährtin wieder, Ich bin immer noch ein wenig durcheinander. Wie hat sie mich gefunden, oder war es Zufall?" Ich überlege eine Weile, ziehe die Stirn kraus und breche in lautes Gelächter aus. "Sieben ? Na toll, dann sollte ich wohl diese hier" meine Hand fährt über die sehr alte streitaxt, welche die Runen meine UrUrGrossvaters trägt" gleich mal dort benetzen. Nein, lieber nicht, dort sind einige, welche recht interessant erscheinen, vielleicht .... Kommst du mit auf ein Bierchen ?" Sie schüttelt langsam den Kopf und erklärt warum es besser wäre, sich zu trennen, fürs erste. "Ja, du hast Recht, Ich werde mich ebenso umhören, dies können wir beide nicht einfach so belassen." Eine letze kurze Umarmung, dann mache ich mich auf den Weg zurück in die Schenke. ...... |
| Desgesanderflic | Die Geschichte des feuergeborenen Elfenkindes weckt mein Interesse, war doch auch meine Sithrawen eine Feuergeborene, die auch lange um die Kontrolle ihres Feuers kämfte. Bevor mir wirklich bewust wird was ich tue stehe ich neben ihr um meine Hand beruhigend auf ihre Schulter zu legen. Das innere Feuer drängt nach aussen wie ich deutlich spüren kann, ein allzu vertrautes Gefühl. Langsam beginne ich die Hitze des Feuers in mich ein dringen zu lassen, während ich sie gleichzeitig mit der Duneklheit fülle. Es vergehen Minuten in denen wir für die betrachtenden uns nicht bewegen, in Wirklichkeit verschmelzen Feuer und Dunkelheit, Licht und Schatten, bis schliesslich das Feuer gezügelt ist und das Kind von meiner unmschenschlichen Ruhe erfüllt ist. "Ich kann dich lehren dein Feuer zu kontrollieren mein Kind, so wie ich es einst meiner Ziehtochter beibrachte. Doch sei gewarnt es wird dein leben verändern. Du wirst verstehen was Schatten und Duneklheit sind und nie gekannten Frieden finden, doch gleichzeitig werden Tot und Schrecken ein Teil von dir sein. Heute Nacht will ich dir zeigen, wenn du dich traust was dies bedeutet und dann kannst du dich entscheiden ob du lernen willst." Das Kind ist wirklich interessant, eine Feuergeborene die nicht dem Volk des Drachen entstammt. Dies könnte natürlich der Grund meines hiersein sein. Einen weiteren Schüler auszubilden. Die Frage ist nur wird das Kind willenststark genug sein die eigene Angst zu überwinden? |
| Drachenkind | "Ymmarillion ist mein Name und übersetzt bedeutet er soviel wie Seelenspiegel; der Name entstammt einer alten Legende, doch warum ich diesen Namen trage, weiss ich nicht." Noch immer spüre ich die seltsame Dunkelheit, die mich erfüllt hatte und ich reibe mir ein wenig verwirrt die Schulter. Das hatte ich noch nie bedacht! Wenn ich die Kontrolle über die Flamme bekommen könnte... oder spricht hier wieder das Feuer zu mir, dass mich verderben will? Doch wieviele gute Taten könnte ich mit meiner Gabe vollbringen, wenn ich sie ersteinmal beherrsche. Mein Kopf schwirrt und ich wende mich an den Schatten: "Ich würde zu gerne sehen, was ihr mir anzubieten habt. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn ich diese Macht endlich wirklich zu nutzen lerne." Ich lächele den Schatten an: "Und habt dank; ihr habt eine beeindruckende Gabe mit Feuer umzugehen." |
| Desgesanderflic | „Das täuscht ich habe keine Macht über das Feuer, auch wenn ich darin getauft wurde. Aber Feuer ist Licht, sowie Dunkelheit Kälte ist und diese beiden Gegensätze ergänzen sich, sind ein Teil des Ganzen. Das ist der Grund warum ich dir helfen konnte dein Feuer zu kontrollieren. Aber dazu später mehr, jetzt komm, damit du verstehen kannst was ich dir angeboten habe, Seelenspiegel.“ Nach diesen Worten halte ich der kleinen meine Hand entgegen, es ist Zeit für den ersten kleinen Test, wie wird sie auf meine Berührung reagieren, jetzt wo das Feuer in ihr kontrolliert ist? |
| Drachenkind | "Das einzige Feuer das in mir brennt, sei die Flamme der Hoffnung! So lehrte mich einst ein sehr lieber Freund; doch leider konnten diesen Worte ihn nicht davor bewahren, dass er selbst verbrannt wurde, auch wenn mich keine Schuld trifft, sondern fanatische Religiöse, die seine Lebensweise nicht verstehen konnten..." Ich blicke den Schatten fest an und lege meine Hand in seine; Kälte durchströmt meine Hand, doch ich lasse nicht los, denn ich erkenne darin die Todeskälte die jedes Lebewesen einst ereilt und sich davor zu fürchten wäre töricht. Lieber möchte ich bei dem Versuch, meine Macht zu kontrollieren sterben, als dass ich auf ewig ohne Freunde leben muss, aus Angst sie könnten plötzlich in Flammen aufgehen. "Nun, Schatten, ich begebe mich in eure Hand. Möget ihr mein Lehrer sein, der mir die Kälte zeigt und die Dunkelheit, damit ich das Feuer verstehen lerne!" |
| Desgesanderflic | „Er wurde verbrannt! Schrecklich, ich kann mich noch gut daran erinnern wie es ist verbrannt zu werden. Es passierte mir mehr als einmal. Aber das ist jetzt ohne Bedeutung. Lass uns gehen und sprich mit du an, denn du wirst mir vertrauen müssen. Komm.“ Zusammen verlassen wir das Wirtshaus, gehen hinaus in die Dunkelheit. Schon nach wenigen Minuten sind wir tief im Gewirr der kleinen Gassen verschwunden. Sobald wir alleine sind, sende ich meinen Ruf aus, ich brauche einen Führer. Es dauert keine 10 Sekunden, dann wird mein Ruf beantwortet. Eine Ratte schlüpft aus einem Loch und läuft auf meine erwartungsvoll ausgestreckte Hand zu und kuschelt sich rein. „Hallo mein kleiner Freund, sag mir wie sieht diese Stadt aus, wo finde ich was ich suche,“ mit diesen Worten öffne ich meinen Geist für die Ratte und wir werden eins. Ihr Wissen füllt mich und ich sehe was ich suche. „Danke kleiner Freund, “ ich setze sie auf den Boden und lege ein Brötchen neben sie. „Nimm dies als Belohnung. Mich zu Seelenspiegel, ein schöner Namen wendet frage ich „Bereit für die Dunkelheit der Menschen?“ |
| BlackDragon | Interessiert beobachte ich das Schauspiel und wende mich, nachdem die beiden das Wirtshaus verlassen haben, Eldineth zu und lasse dabei meine Augen über die anwesenden Menschen schweifen. "Für euch mag das dumm und unreif klingen," spreche ich mit weicher Stimme, "doch ich war immer froh darüber, dass mir die Gabe der Magie verwehrt blieb. Ich habe den Vorteil eines kleinen Kindes, welches über Zauberkunststücke staunt, ohne mit den Schattenseiten dieser Fertigkeit leben zu müssen. Wahrlich, es ist mir tausendmal lieber meinen Weg innerhalb der Schranken meines Daseins zu finden, als selbige zu verlassen und zu riskieren die Schönheit der kleinen Dinge nichtmehr als solche zu erkennen." |
| Windspiel | Eine der Abenteurer blickt mich an,wenn ich nicht irre eine vom edlen Volke der Grauelben,die Tiefe ihrer Pupillen scheint mich verschlingen zu wollen,doch halte ich dem Sog stand.Sie ist wahrhaft von nahezu betörender Schönhet.Sie öffnet die Lippen und spricht mich mit einem mir fremden Akzent in der Stimme,der mir melodisch in den Ohren nachhallt,doch für mich ohne Sinn bleibt,an.Mit der tiefen Melodik der Norderlande im Klang erwiedere ich:My lady,auch wenn mir der Sinn eurer Worte verwehrt bleiben mag bis ans Ende der Zeit,der Klang eurer Stimme hallt wundersam zumindest ebenso lange in mir wieder.Sagt,was verschlägt eine Edele eures Geblüts so weit nach Osten?Oh verzeiht,ihr begehrt gewiss Auskunft über den Laut meines Namens - Ragnar.So ward ich zumidest geheißen,als ich meine Heimat in den tiefen Wäldern des Nordens verließ.Meine Reise war lang und nur der Wortlaut der Stille und des Frostes folgt ihrem Weg.Ich kam,meine Dienste als Assasine und meine Freundschaft jedwedem anzubieten,der sie mit Ehrlichkeit im Herzen und klimperndem Gold in der Tasche begehrt.Ich bin zu rastlos,um mich lange an einen Ort zu binden,so ziehe ich das unstete Dasein des Söldners vor.Doch, schöne Maid vom edelen Geblüt der Grauelben,ich verfalle in einen Monolog,der mir einer Erscheinung wie der euren gegenüber keineswegs angemessen erscheint.Und ihr seid sicherlich keinesfalls geneigt,den endlosen Ausführungen eines ruhelosen Boten der Stille unbefristet Gehör zu schenken.So dann,sprecht frei heraus und lasset mich am Wunder eurer Stimme erneut teilhaftig werden.Oh,und my lady,würdet ihr mich wohl am Grunde eures Aufenthaltes hier und der seltsamen Gesellschaft,derer ich hier bei euch gewahr werde,in eurer unendlichen Güte teilhaben lassen? |
| Fly | Richard nimmt meine Vorstellung schweigend zur Kenntnis und wendet sich Ymma zu, welche jedoch all ihr Gedanken auf den Schattenherren richtet. Beide scheinen einander gesucht und gefunden zu haben, denn sie sprechen bedeutungsvolle Sätze und nach einer Weile verlassen sie gemeinsam die Schänke. Danach wendet sich Richard wieder mir zu. Er scheint unbefangen und leichtmütig zu sein, geradezu unschuldig, wie ein Kind. Seine Neugier gefällt mir irgendwie. Ich ziehe mir einen Stuhl herbei und setze mich ihm gegenüber, die Tür immer im Blick habend. Der Neuankömmling steht noch immer nahe des Eingangs und wird von Caar-Neel, der nun wieder herbeigehumpelt kommt, beinahe angerempelt. Dann blicke ich Caar-Neel an und hoffe, dass sein Gemüt nun ein wenig abgekühlt ist und wir uns endlich berichten können, was uns in all den Jahren, in denen wir uns nicht sahen, widerfahren ist. Ja, es müssen so an die 14 Jahre vergangen sein, als wir in der Schlacht um Glith dem Feind in die Hände gerieten und gemeinsam in die Verliese unter dem Amon-Gur verbracht wurden und dort langsam und elendig dem Hungertod zu erliegen. Die schleimigen Ausgeburten machten sich einen Spass daraus, Wetten abzugeben, wer wohl wen zuerst schlachten würde. Den Gefallen taten wir ihnen nicht, obwohl es einige Zeit dauerte, bis wir uns einigermassen zusammen gerauft hatten. Es reichte ja nicht, dass ich mich in einer relativ aussichtslosen Lage befand, nein, man musste mich auch noch mit einem Zwerg zusammensperren, welcher, anstatt seine Kräfte zu schonen und nach Möglichkeiten einer Flucht nachzudenken, den halben Tag fluchend und drohend im Verlies auf und ab rannte und mich erfolgreich daran hinderte, meine Sinne auf etwaige Geheimtüren zu richten oder aber befreundete Wesen der Nacht herbeizurufen. Das hatte natürlich zu Folge, dass ich ihn mit allerlei überheblichen Weisheiten bedachte und er mir wiederum permanent unter unsäglich albernem Drohungen mit der Faust unter der Nase herumfuchtelte .Am vierten Tag wurde er endlich stiller, dafür begann sein Magen zu knurren an und Caar-Neer`s Laune wurde dadurch nicht besser. Am zwölften Tag sass er kleinlaut in der Ecke und beneidete mich leise grummelnd um meine Genügsamkeit. Und endlich war er ruhig und ich hatte mich gedanklich gefangen , sodass es mir gelang Tnyc herbeizurufen, den kleinen Grottenmolch. Dieser erzählte mir, dass die Schlachtfelder nun verlassen dalagen, der Feind abgezogen sei und die Ebene mit dem Hauch der verwesenden Toten vergiftet würde. Die Vögel und Tiere würden abwandern und auch unser Schicksal sei wohl nun endgültig besiegelt, denn er könne uns wohl nicht helfen. Caar-Neel konnte es sich nicht verkneifen, dümmlich Sprüche darüber abzulassen, wir könnten Tnyc ja wenigstens essen, obwohl ja nicht viel an ihm dran sei und ich solle doch noch mehr Viehzeug herberufen, damit er wenigstens satt würde. Ich beachtete Caar-Neel’s unqualifiziertes Gebabbel nicht weiter. Ich nahm mein Armband ab, welches ich aus den 88 Schweifhaaren Alagos’ geflochen hatte, die er mir als Zeichen seiner Dankbarkeit und ewiger Freundschaft schenkte, als ich ihn vor einem Rudel Blisswölfe rettete. Ich zwirbelte also die einzelnen Schweifhaare auseinander und band sie zusammen. Dann sagte ich zu Tnyc:“ Kleiner Tnyc, nimm das Ende dieses Haares und laufe 9 Mannschritte zur gegenüberliegender Wand. Unter dem kleinen Vorsprung in der Wand liegt ein Schlüssel auf dem Boden. Schlüpfe durch das Loch im Schlüssel und kehre zu mir zurück. Lagor!“ Caar-Neel sind fast die Augen aus dem Kopf gekullert, als er sah, dass Tnyc mit dem Schweifhaar im Maul lostippelte, zurückkam und ich dann langsam und vorsichtig den Schlüssel zwischen den Gitterstäben heranzog. Ich nahm ihn auf, warf einen vielsagenden Blick auf Caar-Neel, der sich nun mühsam erhob, steckte den Schlüssel ins Schloss, drehte ihn und die Tür war offen. Ich kniete mich zu Tnyc und sagte „ Hannon-le, Tnyc. Du hast eine grosse Tat vollbracht, möge der Segen der Valar auf dir ruhen.“ Tnyc schlug ein paar Mal mit dem Schwanz und verschwand im Dunkel des Verlieses, nicht ohne noch einmal Caar-Neel mit weit aufgerissenem Rachen anzufauchen. Mir war nun nichts wichtiger, als so schnell wie möglich ans Licht zugelangen und sprach, während ich die Schweifhaare Alagos’ aufwickelte, zu Caar-Neel: „Zwerg, ich werde nun diesen widerlichen Ort verlassen. Ich denke, Ihr wollt hier sicher noch ein Weilchen verweilen und die Steine aufreissen, in der Hoffnung, Adern von Gold und Silber zu finden?“ Ich wartete keine Antwort ab, sondern ging in Richtung der Stufen, welche aus diesem unterirdischem Kerker herausführten. Caar-Neel folgte mir schweigend mit gesenktem Kopf. Doch welch furchtbare Überraschung: Die Treppe war verschüttet. Ich wandte mich um: „ Hier kommen wir nicht raus, es sei denn du krempelst deine Ärmel auf und beginnst zu graben.“ Daraufhin gab Caar-Neel nur ein verächtliches „ Hä!!!“ von sich, wandte sich auf dem Absatz um und begann den Gang anzuschreiten. „ Folgt mir!“ brummte er. Was blieb mir andres übrig. Und nach einer langer Zeit voll Unbehagen fand er wirklich einen Weg aus der beengenden, feuchten Finsternis. Oben angelangt bot sich uns ein furchtbarer Anblick. Das Feld war übersät von faulenden Körpern und Geier kreisten über uns. Caar-Neel zögerte einen Moment, dann begann er nach brauchbaren Waffen zu suchen. „Elbenfrau, Ihr solltet Euch auch um Waffen kümmern, oder wollt ihr so durch die Lande ziehen?“ Ich sah ihn kurz an, dann wandte ich mich nach Osten und begann mein Lied „ Alagos oh Alagos, folge meinem Ruf ....“ blickte zum Horizont und wartete. Caar-Neel, nun wieder recht guter Dinge, musste natürlich wieder altkluge Sprüche klopfen. Nachdem er einige ihm brauchbar erscheinende Waffen zusammengesucht hatte, stellte er sich neben mich und brummte „Weib, was gibt es denn da zu sehen? Warum starrt ihr so?“ „Wartet es ab – und wenn ihr Euch angemessen benehmt, werdet auch Ihr einen Vorteil erfahren“. „ Grrrmmm....könnt ihr nicht so reden, dass ich es verstehe? Was meint Ihr?“ Dann räusperte er sich, stiess mich an und sagte „Ihr hab mir das Leben gerettet, habt Dank. Mein vollständiger Name lautet Caar-Neel Te-Mhyr-Dae und ich geriet zufällig in diese Schlacht. Ich war auf dem Weg nach hause, nachdem ich eine Gruppe meines Volkes zu den Sturmbergen gebracht habe. Sie werden dort einen neue Stadt im Berg errichten“. „ Ahso?“ sagte ich ziemlich desinteressiert. „ Er kommt“ sagte ich leise. „ Wer?“ Und dann sah Caar-Neel zum ersten mal Alagos und verstummte. Nachdem Alagos und ich uns begrüsst hatten wandte ich mich zu Caar-Neel, „ Wollt Ihr mitkommen? Alagos ist bereit, euch zu tragen. Er ist schnell wie der Wind und in wenigen Tagen werdet ihr zuhause sein“. Caar-Neel zögerte erst, aber dann überwand er sich und ich zog ihn hinter mich auf Alagos Rücken. „Haltet Euch fest!“ In den nächsten Tagen erzählte mir Caar-Neel seine Lebensgeschichte und wir freundeten uns an. Caar-Neel lud mich ein, einige Tage in seiner Stadt zu verbringen und gab sich wirklich die grösste Mühe, dass ich mich bei seinem Volk wohl fühlte. Es ging sogar soweit, dass er mir eines Tages einen wunderbaren elbischen Dolch überreichte, welchen er schon seit Jahren hütete und welcher als Zwergenwaffe nicht taugte. Über die Herkunft des Dolche sagte er nur soviel: „Ein Erbstück eines jenen, welcher eine Freundschaft zu einem Elben pflegte“. Als der Abschied nahte schmiedete er mir zum Zeichen seiner Dankbarkeit und Freundschaft ein herrliches Schmuckstück aus Mithril und Blutquarz, welches ich immer bei mir Trage, genau wie die Haare Alagos. Ich zog dann weiter, denn ich bin rastlos und auf der Suche nach dem Einzigen, der mein Leben retten kann. Ich lebe seit vielen Jahren in wachsendem Kummer und ungestillter Sehnsucht..... Der schöne Fremde hat seinen Posten an der Tür verlassen und steht nun an unserem Tisch. Er sieht mich mit wundervollen, dunkelroten Augen an uns spricht mit ruhiger Stimme wohllautende Sätze. Seine Manieren gefallen mir. Flüsternd sage ich: „ Mein Name ist Eldineth vom Volke der Sindar. Rastlos und suchend bin ich hier auf der Durchreise. Havo dad, setzt Euch" Ich nicke ihm zu, den Blick fest in seine Augen gerichtet in denen kleine Flammen tanzen.... |
| BlackDragon | Ich beginne mir, um die Anderen Sorgen zu machen. Caar-Neel ist schon eine geraume Zeit verschwunden. Zwar macht er den Eindruck, sehr gut auf sich selbst aufpassen zu können, doch die Verletzung an seinem Bein schien ihn stark zu beeinträchtigen. Auch frage ich mich, ob es klug von Ymmarillion war, mit dem Fremden mitzugehen. Sie weiß nichts über ihn, scheint jedoch Vertrauen zu ihm zu haben. Ich beschliesse also mich nicht einzumischen, da ich wahrscheinlich stören und den Ärger der Beiden auf mich ziehen würde. Meine Überlegungen werden von Caar-Neel unterbrochen, der zurückgekehrt ist. Ich sehe ihn fragend an, in der Hoffnung, er würde das Geschehniss von vorhin aufklären. Doch erneut tritt ein Fremder an den Tisch. Und dazu noch ein Magiebegabter. Nicht das ich mich in der Gegenwart dieser Leute unwohl fühlen würde, doch lehrt mir meine Erfahrung, dass das Schicksal, wenn es solch unterschiedliche Wesen zusammenführt, wie es an diesem Tisch geschieht, meist große Pläne hat. Mich beschleicht das Gefühl, dass sich unsere Wege nach diesem Abend nicht so schnell trennen werden. Sollte ich mich dem Neuankömmling vorstellen? Sein Interesse scheint ausschliesslich Eldineth zu gelten. Ich kenne die Gebräuche der Elben nicht, doch die Höflichkeit gebietet es mir, mich ihm Vorzustellen, also richte ich mich auf. "Auch ich grüße euch, Fremder. Mein Name lautet Richard Feinsalb." Nachdem ich mich in seine Richtung verneigt habe, richte ich meine Augen wieder auf Caar-Neel. |
| Windspiel | Die schöne Elbin nennt mir ihren Namen,Eldineth.Das flackernde Licht der Kerzen ringsum gibt ihrer Erscheinung etwas überirdisches,aus ihren Augen spricht eine tiefe Traurigkeit,die ihre Bestimmung zu sein scheint.Der wunderbare Wortlaut ihres Namens wie auch ihre Erscheinung werden mir wohl auf immer im Geiste verbleiben.Eine vom Volke der Sindar,ich hatte mich also nicht getäuscht.Sie lädt mich ein,mich zu ihnen zu setzen.Freude keimt in mir auf,treffe ich doch zu oft augrund meiner Berufung in lauteren Kreisen auf Furcht und Ablehnung.Mit Freude leiste ich ihrer Aufforderung folge.Ein weiteres Mitglied der bunt zusammengewürfelten Runde scheint mich zu bemerken,verneigt sich kurz und grüßt mich.Richard Feinsalb,unverkennbar einer vom Volke der Menschen,dem Äußeren nach vielleicht ein Barde oder Taschenspieler.Er scheint den Schwermut der Elben nicht zu teilen,aus seinen Augen spricht Frohmut,allerdings auch so etwas wie Besorgnis,beginnt er doch die mögliche Tragweite unseres Zusammentreffens zu begreifen.Ich spreche ihn an:"Seid gegrüßt mein Freund,mein Name ist Ragnar.Ich bin einer vom Volke der hoch im Norden lebenden Blutelfen.Oh,fürchtet euch nicht,ich bin keiner der Magiebegabten meines Volkes,die immer wieder für furchtsames Aufsehen sorgen.Jediglich ein einfacher Söldner und Abenteurer,euch bei Bedarf stets zu diensten,Freund."Auch ich verneige mich leicht"Doch sagt,welcher Berufung geht ihr nach,eurem Äußeren nach zu urteilen der eines Barden oder Poeten,liege ich da richtig?Was führt euch her und wie kamt ihr in den Genuss dieser unzweifelhaft außergewöhnlichen Tischrunde?" Ich setze mich,die Augen der schönen Elbendame nehmen mich sofort wieder gefangen,dringen tief ein,doch ich lasse sie nicht alles sehen,manche Abgründe sind zu schwarz,als dass ein solch strahlendes Auge in ihnen nicht erblinden würde.Erneut wende ich meine Worte an sie:"My lady,Eldineth,aus euren Augen spricht die selbe Ruhelosigkeit wie aus den meinigen,ihr scheint vom Brand des Schwermuts ebenso erfüllt wie ich.Was trieb euch,diese Reise zu tun,in die Abgründe des Seins?Eine so strahlende Gestalt wie die eure scheint mir an einem solchen Ort leicht deplaziert.Oh,seid versichert,ich zweifele euer Wissen um die Kunst des Kampfes keinesfalls an,die Frage nach dem warum bohrt nur in mir,sieht man doch nur noch so wenige unserer Völker zur heutigen Zeit frei durch die Lande steifen.Es braut sich etwas zusammen,die Elben spüren es.Mich treibt nur das Verlangen nach Gold und wahrer Kameradschaft in den Schoß der Zivilisation,in dem es momentan heftig brodelt,treffen doch von überall scheinbar furchterregende Meldungen und Fremde ein.Unser Dasein als Fremder ist gefahrvoller geworden,so nennt mir bitte euer Anliegen hier." |
| BlackDragon | "Ihr ehrt mich mit eurer Vermutung, Ragnar. Es ist richtig, dass schon viele Geschichten und Verse über meine Lippen gingen. Doch dies ist nur ein Teil dessen, womit ich mir mein Gold verdiene. So wie alle an diesem Tisch, bin ich ein Reisender, stets auf der Suche nach Abenteuern, Schönheit und dem, was ich einst verloren habe." Habe ich vielleicht schon zuviel gesagt? Noch sind mir diese Leute zu fremd, als das ich ihnen meine Geschichte erzählen würde. "Ich kann euch versichern, dass ich mich vor euch nicht fürchte, ob ihr Herr über die Magie seid oder nicht, jedoch beschleicht mich das Gefühl, dass die Zusammenkunft an diesem Tisch nicht zufällig ist." |
| Scuanor | Ich humpelte zurück. Nachdem ich mir vom Wirt ein weiteres Bier geben liess, setze ich mich an einen kleinen, freien Tisch und stelle meine Streitaxt in Greifnähe an die Wand. Es ist laut und voll mittlerweile, der malzige Geruch von Bier erfüllt die Schänke. |
| Fly | Der Edle Fremde stellt sich mir vor, Ragnar, und so sehr ich meine Gedanken auf seine richte, verwehren sie sich . Ragnar hat etwas zu verbergen, etwas dunkles. Doch die Worte, die er spricht, verlauten etwas anderes. Er spricht von Schwermut und Traurigkeit, fordert mich auf, den Grund meiner Anwesenheit an diesem Ort zu nennen. Ich schaue ihn an und sage einige Zeit nichts. Diese Gelegenheit nutzt Richard, einiges über sich zu erzählen. Ich spüre, dass er ein wenig ängstlich ist und auch er vieles verbirgt. Angst und Misstrauen lähmen die Menschen, welche von Natur aus schwach und so leicht verführbar, und erzeugen wiederum Angst und Misstrauen in anderen Menschen. Wie wollen sie so jemals Frieden und Unbeschwertheit schaffen? Lernen sie denn nie aus ihren Erfahrungen? Warum lehrt sie das Leben nicht Mut und Zuversicht, Hoffnung und Glaube? Wie dankbar müssen sie sein, nicht unsterblich zu sein. Es wäre für sie nur eine einzige Qual, würden sie aus den ungezählten Malen erfahrenen Schmerzes, Enttäuschung und Leid ihre Pfade durchs Leben neu pflastern, sie würden irgendwann wie wimmernde um sich beissende Hunde ihr Dasein fristen und sich im Selbstmitleid suhlend nach einer starken Hand sehnen, welche die Härten des Lebens von ihnen nimmt. Achas beleg. Dann beginne ich leise zu Ragnar zu sprechen. “ Rastlos, getrieben von Leid und Kummer, dem Leben verhaftet, bedroht durch den inneren Tod, streife ich durch die Lande auf der Suche nach dem einzigen, welcher mir den Odem des Lebens zurückgeben kann. Als ich mein Volk vor vielen Jahren an den Wispernden Häfen verabschiedete, versprach ich durch das Land zu ziehen um die verbliebenen unseres Volkes zu finden und sie zur letzten Reise über das grosse Wasser nach dem Westen anzuleiten. Ich fand nicht viele, brachte sie zu den Häfen, wo sie wundervolle, starke Schiffe bauten und alsbald davon segelten. Doch ich blieb. Ich blieb, weil ich ihn noch immer nicht gefunden habe. Das Land ist so gross und voller Gefahren, und selbst mir bleibt die Wahrheit über ihn verborgen. Wir gaben uns einst das Versprechen, als letzte unseres Volkes den Anderen zu folgen um gemeinsam im Land, wo Vardas Sterne immer scheinen, die Ewigkeit zu teilen . So kehrte ich immer wieder zu den Wispernden Häfen zurück und wartete. Doch das Warten wurde unerträglich, so verliess ich den Ort der ungezählten Abschiede um weiter nach ihm zu suchen.“ Ich mache eine Pause und sehe Ragnar lange an. Warum erzähle ich ihm das, einem, der sich als Söldner und Tagelöhner verdient? Wie sollte mir so jemand helfen, welcher von Goldgier und Abendteuerlust getrieben wird.? Dennoch fahre ich fort, denn seine Sehnsucht nach Freundschaft scheint echt und mir Grund genug, seine niedere Neigung nach Gold in meinem Urteil zurückzustellen: “ Ich weiss nicht, ist er am Leben oder liegt sein Körper irgendwo erschlagen? Doch meine Zeit läuft ab. Finde ich ihn nicht, so wird der Kummer mich bald niederstrecken und ich werde mich nicht mehr erheben. Hier gibt es keine Zukunft für mich, die Sprache unseres Volkes ist fast vergessen, das Land verroht ,die Gebräuche schlicht und grob, die Gesänge ohne Inhalt, Worte ohne Gewicht. Es ist die Zeit der Rücksichtslosigkeit und Gier, ein Leben zählt nicht mehr als der Inhalt eines Ziegeneuters, jeder ist sich selbst der Nächste, der Starke herrscht über den Schwachen. Sprecht, meathor côl-melch, Ihr seid weit herumgekommen, traft ihr jemals einen meines Volkes? Er wäre mir ähnlich in Aussehen und Statur, sein Haar schimmernd wie das Licht der Sonne, welches durch den Nebel bricht, die Augen so blau und tief wie das Meer im Süden, der Blick voll Stolz, Weisheit und Mut, doch gütig und rein. Ein gewandter Kämpfer und meisterhafter Bogenschütze .Wahrscheinlich reiste er allein. Sein Name ist Gilmith, Grauer Stern.“ Für einen Moment sehe ich Ragnar erwartungsvoll an. Ich nehme einen Schluck aus meinem Krug und lasse meinen Blick durch den Schankraum wandern. Caar-Neel humpelt brummend an unseren Tisch. Mir scheint, ihn plagen schwere Gedanken, doch kenne ich ihn gut genug um zu wissen, dass er nun mit einem weiteren Krug Bier sein Gemüt kühlen wird um dann später wieder laut polternd, selbsterdachte Zwergenweisheiten zitierend, die Runde zu unterhalten. |
| Scuanor | Ich blicke zu dem Tisch herüber nach oben auf den am Seil festgebamselten Bierkrug und muss plötzlich an eine Begebenheit denken, welche schon sehr lange zurückliegt. Und wie einen hereinbrechender Sturm erscheinen Meine Erinnerungen wieder vor mir und die Gäste, der Wirt, ja selbst die Schänke verschwimmen vor meinen Augen. ' Ein heisser Tag ging zu Ende, Ich war mit einer Gruppe meines Krath unterwegs, um sie als Kundschafter durch das südliche Land zu führen, zu einem Ort, wo sie eine neue Stadt aus den Bergen des Sturmes schlagen wollten. Als ich sie verliess und mich auf den Heimweg machte, schlug blitzartig das Wetter um. Diesen Teil des Landes kannte ich nicht so gut und so entschwand mir mein Orientierungssinn, welcher mich selten im Stich lässt, wenn er auch im offenen Land nicht so gut ausgeprägt ist, wie unter der Erde. Später erst fand ich heraus, dass es sich um einen magischen Sturm gehandelt hat. Und so irrte ich einige Stunden umher bis ich ein Gruppe von Gestalten sah, welche um ein totes Pferd herumstanden. Bevor ich auch nur in etwa erkennen konnte, was dort vor sich gegangen war, hielten mich zwei sehr haarige arme fest wie ein Schraubstock. Ich drehte meinen Kopf so weit es ging und sah mit Entsetzen einen Troll, welcher mich sogleich anhob und laut gröhlend seinen Fund bekanntgab. Ich bekam, nachdem ich zu ihnen gebracht wurde, einen stinkenden Lappen um den Mund gebunden und versank in einer Schwärze, welche selbst meine Augen nicht durchdringen konnten. Ohne jegliches Zeitgefühl, vermochte ich nicht die Stunden zu schätzen, welche vergingen, bis ich erwachte. Immernoch benebelt vom nun fehlenden Lappen und seines zweifelsohne für meine betäubung verantwortlichen Gestankes öffnete ich die Augen und sah eine schemenhafte Gestalt, die sich vor mir befand, riesengross jedoch still. Ich sprang auf, griff nach meinem Kurzbeil und schrie "Baruk Chazâd! Chazâd Aimênu!" Trotz meines plötzlich auftretenden Schwindelgefühls, bemerkte ich, dass ich nur ein totes stück Holz in der Hand hielt, nicht mein Beil. Dann traf mich eine seltsames Gefühl, wie ein sehr lauter Knall, jedoch nicht hörbar, unfähig jedweder Muskelbewegung fiel ich vornüber in den Staub und sank erneut in einen Schlaf, welcher diesmal aber anderer Natur war, fast schon entspannend. Ich erwachte abermals, seltsamerweise ohne jegliche Kopfschmerzen und mit klarem Blicke erkannte ich die missliche Situation: Ich, Ein kleiner Zwerg, in einer kleinen Zelle, mit einem kleinen Fenster, wobei an einer Seite die Wand nur aus dicken, recht frischgeschmiedeten Stangen bestand, welche vom Boden bis zur Decke reichten, die Tür war mit einem schweren Schloss versehen. 'Das wird nicht einfach' dachte ich. Doch es wurde gar schlimmer. Ein Geräusch veranlasste mich, mich näher mit dem Riesen zu beschäftigen, welchen ich so nutzlos angegriffen hatte und welcher in Wirklichkeit eine Elbin war, dürr, gross, und mit dem für sie typischen, stolzen Blick. Misstrauisch beäugte ich sie eine Weile, dann begann ich, nach einem Ausweg zu suchen und sei es nur, um in Ruhe in einer anderen Zelle meinem Ende entgegen zu sehen. So verging Tag um Tag, Nacht um Nacht, es war schwül und ein trockene Hitze quälte mich, ich begann mir wahrlich Sorgen zu machen. Die Elbin schien langsam, aber sicher ihre Beherrschung zu verlieren, scheinbar aufgrund meiner Flüche und Nörgeleien, was ich nun so gar nicht verstand, mir stiess eher auf, sie so ruhig dastehen zu sehen, obwohl ich mit einer gewissen Befriedigung sehen konnte, das auch diese Ruhe langsam bröckelte. Die Steine der Mauern dieser Zelle leider nicht... Eines Tages, es mochte der 13. gewesen sein, gab ich auf. Die Elbin freute das offensichtlich, sie machte sich nicht daran, einen Ausweg zu suchen, nein, sie wurde noch ruhiger... Die weiteren Ereignisse scheine ich verdrängt zu haben, durch irgendeinen faulen Trick war die Tür plötzlich auf, und ich musste ihr einen Teilsieg eingestehen.welcher aber nur von kurzer Dauer war, denn wie ich schon ein-zwei Tage früher vermutet hatte, fand hier ganz in der Nähe ein Erdrutsch statt, wahrscheinlich ausgelöst durch einen fehlgeleiteten Zauber einer der Verteidiger dieser festungsähnlichen Bauten. Ich tastete die Wände ab, "Ha !" sagte ich, ging dann in einen anderen Raum und siehe da, in einer Ecke lagen die Reste einer alten Gittertür, aus welcher ich eine Stange entfernte. Zurück in dem Gang fand ich die Stelle recht schnell wieder und in Ermangelung einer Spitzhacke benutzte ich die Stange, um die nur spärlich verborgene Öffnung aufzuschlagen, es dauerte dennoch bis in die Nacht hinein, bis eine elbengrosse Öffnung geschaffen war. Ein wenig erschöpft liess ich die Stange fallen und sah mir den dahinterliegenden Gang an. "Folgt mir, nun ist es an mir zu helfen." sprach ich. Stickige, nach Unrat stinkende Luft wehte mir entgegen, und das erste Mal schöpfte ich wirklich Hoffnung, doch noch von diesem Ort entfliehen zu können. Den Unrat wies auf Lebewesen hin, welche irgendwo einen Ausgang haben müssen. Ich stapfte vorsichtig durch den Gang, die schlechten Erdarbeiten kritisierend, mich wundernd über die miserablen Stützen und Streben, welche hier verbaut wurden. Aus einer Halterung an der Wand nahm ich eine Fackel, welche noch recht viel Leuchtdauer versprach, und leuchtete den Gang mit ihr aus. An einer Weggabelung bemerkte ich eine Merkwürdigkeit, jedoch bevor ich etwas sagen konnte, war die Elbin schon auf dem Weg in ihr Unglück, Ich nahm meine letzten Kräfte zusammen und mit einem Sprung erwischte ich ihre Beine, riss sie auf den Boden nieder. Während sie empört mich angiftete, wartete ich ab, nach einer kurzen Weile dann, deutete ich auf die unscheinbaren, kleinen Stäbe, welche in die Wände eingelassen waren, dann zeigte ich Ihr den Auslöser. Ich gab ihr die Fackel, da ich etwas besser ohne eine sehen konnte, als sie. "Nicht bewegen, nicht in DIE Richtung !" sagte ich mit bestimmendem Ton. Sie noch einmal ernst anblickend, drehte ich mich um, ging zum Eingang des Gangsystems zurück und holte die Stange, welche ich so achtlos dort fallengelassen habe. Beruhigt und merkwürdigerweise sehr erleichtert, sah ich, das sie eher noch ein wenig zurückgekrochen war. "Gut, und jetzt seht, was passiert wäre..." Ich nahm die Stange und warf sie in den Gang, darauf achtend, auch den Auslöser zu treffen. Es klickte leise und die Stäbe schossen aus ihren Löchern in die jeweils gegenüberliegende Wand, blieben dort sogar bis zur Hälfte drin stecken. Zufrieden mit meiner Urteilsfähigkeit sah ich sie an. "Es wäre Euer Tod gewesen und dies konnte ich nicht zulassen, nicht nachdem Ihr mich so lange Tage ertragen musstet, nicht, nachdem Ihr gezeigt habt, dass Ihr auch einem Zwerge gegenüber keinen Groll hegt." Dies sagte ich, mit einem Gefühl des Verständnisses, welches ich sonst nur bei meinesgleichen kenne. ...... |
| Scuanor | Sie blickte erstarrt und sprachlos auf die Falle, welcher sie fast erlegen wäre wie ein Reh dem Pfeil des Jägers, dann wandt sie sich mir zu, sah mich ernst an. Sie legte ihre rechte Hand auf die linke Seite ihres Brustkorbes, neigte den Kopf und sprach: "Das Gleichgewicht wurde schneller wiederhergestellt, als eine Blume verwelkt. Der Augenblick ist gekommen, an dem wir uns nicht als Widersacher den Weg erschweren sollten." Dann sagte sie im Schein der Fackel, welche ich wieder an mich genommen hatte "Mein name ist Eldineth, Tochter Eanthasils des 2. aus dem Land hinter den Fahlen Tälern. Ihr werdet mir auf immer unvergessen bleiben, darum nehmt bitte dies als Zeichen meines Dankes. Hannon-le, Elvellon." Ich schaute verwundert zu, wie sie niederkniete und aus ihrem rechten Stiefel ein kleines Lederbündel hervorzog. "Hier, mein Freund, das ist feinstes Laegmaw. Gebt eine Prise in Eure Wasserration und ihr verspürt für Tage keinen Hunger. Möge es auf euren Reisen von Nutzen sein." Ehrfürchtig nahm ich das Bündel, im Inneren mir gewiss, das solch ein Geschenk nicht jedem Zwerge gemacht würde. Vorsichtig verstaute ich das Laegmaw, sah sie lächelnd an. "Ich danke Euch ob des Geschenkes, Ich bin Car-Neel, doch nun lasst uns weitergehen, wer weiss, was uns noch bevorsteht" So gingen wir vorsichtig voran, und ich zeigte ihr, in dem einen oder anderen Gang einige Fallen, welche wir aber zusammen entschärfen konnten. Wie sich heraustellte, war auch sie geschickt im gefahrlosen Entfernen der Stangen, Bodenplatten und Dornspitzen, so sie erst einmal wusste, wonach sie Ausschau halten sollte. So kamen wir dann schneller voran und plötzlich rochen wir verbranntes Fleisch, ich zögerte, nicht sicher, ob es sich vielleicht nicht doch um eine unterirdische Küche handeln könnte, welches ich auch meiner Gefährtin mitteilte, doch Eldineth erklärte, diese Kreaturen würden wohl kaum mit Kräutern und Wildblumen würzen. Erstaunt hörte ich, wie sie mir mitteilte, dass es sich nur um einen nahen Ausgang handeln konnte. Und so war es auch, kurze Zeit später löschte ich die Fackel und wir waren tatsächlich dem Zellentrakt und dem Gangsystem entkommen.Ich atmete tief ein. Und nun, neben dem Gestank nach fauligem und verbranntem Fleisch roch auch ich eine ganz schwache Spur der uns umgebenden Wildnis, welche jedoch sofort verflog, als ich wieder normal Luft holte. Ich suchte kurz nach Waffen und einem Schild und mit einem Schlag fiel mir ein dass meine Waffen weg sind, Meine Waffen ! Mit eigener Hand geschmiedet, mit eigenem Blute benetzt im Kampfe, mit meiner Kraft geführt, und schlimmer noch : Die Grossaxt war auch darunter. Ich war drauf und dran, den gesamten Weg zurückzugehen, nur um sie zu suchen, doch sicherlich hätten die Verteidiger sie nicht einfach zurückgelassen. Dann sah ich, dass die Elbin, welche immer noch seelenruhig dastand, zu singen anfing. Sie sang ! In solch einer Einöde, dem Tode entflohen doch ohne Sicht auf Erlösung wurde mir gewahr, dass ich nicht einmal wusste, wo ich bin, noch hatte ich den leisesten Schimmer, wie ich die sicherlich wohl weite Strecke nach Hause zurücklegen sollte. Nach Hause ! Ich stapfte wütend zu ihr, und fragte sie erbost über meine Situation, wie sie wohl so durch die Lande ziehen wolle, ohne Waffen. Sie beachtete mich kaum, und ich wandte mich um, um wenigstens meine Wut an ein paar Trümmern auszulassen, nebenbei fand ich sogar noch ein paar nützliche Schwerter und Äxte. Als ich sie ihr zeigte, starrte sie nur in die Ferne. "Was gafft ihr ? Feinde ? Freunde ? Eine erblühende Blume ?" Ich war wohl sehr unhöflich, angesichts meines Verlustes. Dann sprach sie doch noch, aber mir blieb der Sinn ihrer Worte verborgen.Ich forderte sie auf deutlich zu sein, doch sie drohte mir fast sogar. MIR ! ... MIr ... mir... Mit einem Male, als hätte sie die Glut in mir einfach gelöscht, sah ich sie das erste Mal wirklich. Sie stand dort, wie eine Heerführerin, inmitten all des Todes und der Geier und sah so voller Leben aus. Sie strahlte keine Ruhe aus, nein, sie war Ruhe und diese ergriff auch von mir Besitz, schien mich zu durchdringen, und doch blickte sie einfach gen Osten ohne eine Regung, und ich spürte ein seltsames Gefühl von Traurigkeit. Ich blickte sie nachdenklich an, und wurde mir jetzt erst bewusst, was sie getan hatte. Ich ordnete meine Kleidung, soweit mir möglich, schaute zu Ihr auf, ganz ohne mich klein zu fühlen und sprach mit leiser, mir ungewohnt erscheinend sanfter Stimme. "Eldineth Te-Eanthasil aus dem Land jenseits der Fahlen Täler, Ihr habt das Leben eines Zwerges bewahrt, wo er selbst schon aufgegeben hat. Dieses Zwerges." Ich schlug kräftig meine Faust an meine Brust. "Ich schulde Euch zumindest das Wissen um meinen Krath-Namen. So höret, denn nicht viele ausserhalb unseres Volkes sind wissend, was unsere Familien betrifft." Sie blieb ruhig und abwartend stehen, was mich hoffen liess, nicht verlacht zuwerden. "Mein Name ist Car-Neel, Mein Vater ist Mhyr-Dae daher lautet mein Krath-Name Car-Neel Te-Mhyr-Dae, was soviel wie Car-Neel, Sohn des Mhyr-Dae bedeutet Krath ist in etwa vergleichbar mit Familie, hat jedoch nicht einen solch örtlichen Bezug in unserem Volk, welches wir Chaurar-Grim nennen, es kommt häufig vor, dass Brüder, Vater und Söhne auch an 3 verschiedenen Orten wohnen, dies ist nicht hinderlich, da wir viel reisen." Sie nickte kurz, schien jedoch zu lächeln. Sie erwähnte das Kommen eines Freundes, wie mir schien, und bald darauf sah ich den "Freund" selbst und wurde still. Wir haben mit Pferden nicht viel zu schaffen, doch dieses schaute wahrlich schön aus. Von den dunkelroten Nasenlöchern schaute ich verblüfft zur breiten Stirn, seine Mähne sah aus wie das Blei, welches nur in den heiligen Schmieden zu Kemal-Na verarbeitet wird. Und das Fell ! Sehnsüchtig erinnerte es mich an Rüstzeug aus feinstem Gaur-Silber, so strahlte das Fell, wenn nicht noch glänzender. Ich nahm wohl ihre Stimme kaum wahr, denn sie sprach recht laut in all der Stille. Bot sie mir doch tatsächlich an, mit ihr auf diesem Pferd zu reiten. Aus Höflichkeit, um nicht allzu begeistert zu klingen, zögerte ich kurz, mir wohl der Ferne meiner Heimat bewusst, liess ich mir dann hinaufhelfen. Das Pferd trug uns wirklich geschwind durch die Lande und so erreichten wir einige Tage später meine Geburtsstadt. Unterdessen erzählte ich ihr in den kurzen Rastpausen, welche wir,wohl aber as Pferd nicht, brauchten, von meinem jungen Jahren im Berg und auf der Wanderung. Dann war ich daheim ! Kemal-Na ! Endlich wieder spürte ich ihre mächtigen Mauern, Säulen und Hallen. Doch aufgrund unserer strengen Regeln gab es sofort Ärger, wie ich mir schon ausgemalt hatte. Die Elbin, so sagte man mir ernst, dürfe nicht die Stadt betreten, allein der Umstand, dass sie wisse, wo sie sich befände, wäre schon Grund genug für eine Strafe. Ich bat sie, auf der Talebene zu warten, bis ich wiederkehre. Nach 7 langen Stunden und einer weiteren mir aufgebürdeten Aufgabe wurde öffentlich bekanntgegeben, das in diesem einen Falle eine Ausnahme zu machen sei, sie dürfe sich frei bewegen, jedoch die Schmiede sei ihr bei Strafe verwehrt. Jeder wurde angehalten, sie als seinesgleichen anzusehen, was natürlich nicht immer beachtet wurde, und dennoch selbst ich war ob der Gastfreundschaft ein wenig verwirrt, der wahre Grund sollte sich erst viel später mir offenbaren. So verlebten wir einige Tage, während ich ihr die Stadt zeigte. Es war am dritten Tage, als wir zusammen auf einer Felsnadel sassen, den Abend betrachteten, ich holte aus meiner neuen Gürteltasche den Dolch hervor, welcher sich schon lang in meiner Obhut befindet. "Ihr sollt nicht ohne Waffen von hier fortgehen, dies ist das Erbe meines Grossvaters, er hat vor langer Zeit einmal den Umgang mit Eurem Volke gepflegt, und wurde hiermit belohnt." Ich hielt ihr mit dem Heft voraus den elbischen Dolch entgegen, die Klinge in weiches schwarzes Tuch gewickelt, auf welchem jeweils in unserer beider Völker Schriftzeichen eingenäht stand "Zum Schutze der Gerechtigkeit, Zum Kampfe gegen den gemeinsamen Feind" "Möge er auch Euch schützen und helfen" sagte ich. Still, mit dem nötigen Respekt vor so einer alten Waffe nahm sie ihn an. 2 Tage später war es soweit, Sie würde weiterziehen, auf ihrer eigenen Suche. Am frühen Nachmittag stand ich mit ihr vor den Toren der Stadt, sah zu Ihr auf und wusste nicht recht, was ich sagen sollte, ich griff hinter mich und brachte einen kleinen Beutel zum Vorschein, welchen ich ihr reichte, mit den Worten "Sehet erst hinein, wenn ihr schon 2 Tagesritte entfernt seid, dies ist nichts für diese Gegend, es ist von mir im Gedanken an Euch und an unsere Begegnung gemacht, ich wäre glücklich, wenn ihr es annehmt und als Pfand meines Lebens seht." Leise flüsternd fügte ich hinzu "Und wenn herauskommt, dass ich jenen Kristall so unerlaubt verarbeitete, nun, meine jetzigen Probleme sind eine Nichtigkeit dagegen." Lächelnd nahm ich die Hände herunter und sah ihr nach, wie sie davonritt. Lange Zeit stand ich dort, selbst noch, als der Abend mit seinem Sonnenuntergang die Nacht ankündigte. ' Die Hallen, Die Berge, Die Heimat all das verblasst langsam wieder. Langsam tauche ich aus meinen Erinnerungen auf, reibe mir die Augen. Doch das Bild welches nun langsam klarer wird, ist dasselbe wie vorhin. Eine Schankstube in einem kleinen Dorf, gegenüber ein Tisch mit recht fremd aussehenden Leuten, und ... Sie ist wirklich dort, nicht nur ein Fiebertraum aus der Vergangenheit, nicht mal älter geworden scheint sie, als wäre all das erst gestern geschehen. Und doch meine ich, eine Veränderung an ihr zu sehen. Eine, die wohl nur darauf beruhen mag, dass so lange Zeit verstrichen ist, seit dem Tage, als sie Kemal-Na schaute, welches seitdem niemandem mehr beschieden war, welcher nicht meinem Volke angehörte. ...... |
| Scuanor | Ich sehe zu ihr herüber und muss lächeln, so lange her, so weit weg und doch treffen wir uns an einem Ort wie diesem. Ich male mir aus, wie wir wieder auf einem Felsen sitzen und den Abend begrüssen, über Dinge sprechen, welche nur wir sahen. So trinke den Rest aus meinem Krug aus, stelle ihn auf den kleinen Tisch, an dem ich alleine sitze und lehne mich mit dem Stuhl an die Wand zurück. ...... |
| BlackDragon | Während ich Caar-Neel noch ansehe, setzt er sich an einen anderen Tisch. Er scheint in Gedanken versunken, in denen er sicher nicht gestört werden will. Das Gespräch von Eldineth und Ragnar nehme ich teilnahmslos in mich auf. Es scheint mir, als erzählten sie von einer anderen Welt. Doch bei Eldineth's letzten Worten durchzuckt es mich. Der Name, den sie erwähnte. Ich vernahm ihn einst. Ein Zufall? Ich beschliesse auf eine Gelegenheit zu warten, sie allein sprechen zu können, um sie davon zu unterrichten. Ragnar scheint zwar vertrauenswürdig, doch sollte man in der Gegenwart eines Sölders und Assasinen auf der Hut sein. |
| Windspiel | Sekundenlang lasse ich die Rede Eldineth's auf mich wirken,unfähig nur eine kleine Bewegung zu tun.Worte,die den Schmerz wieder aufleben lassen...Tastend berühre ich unter dem Tisch die kleinen Wurfdolche,welche zum Schutze meines Handgelenks vor ihrem Gifte wohlverwahrt in einem Lederfutural unter meinem rechten Handgelenk stecken.So kalter Stahl,sachter Kuss des Todes...Und wieder brennt das Feuer in mir,denke ich an die Vergangenheit.Ich senke den Blick...Behutsam streichen meine Fingerkuppen innerhalb von Sekundenbruchteilen die Griffe entlang,2 Reihen zu je 10 Dolchen - einer fehlt...Ich blicke erneut in ihre Augen,welche geradezu zu beten zu scheinen,ihre Frage zu bestätigen und ihr einen Anhaltspunkt auf den Verbleib ihrer großen Liebe geben zu können.Gilmith...-Doch noch ist Zeit,sie ahnt es nicht,kann es nicht wissen,-ich will sie nicht zerstören.So traurig das Schicksal,so spielt es grausames Spiel,treibt uns letztendlich alle ins Verderben...Noch immer zögere ich,halte meine Gedanken verschlossen,im Geiste wohlweisslich jedes meiner Worte abwägend:"Eldineth,mein Weg führte mich entlang der rauhen Klippen der nördlichen See und durch die tiefen Wälder des Nordens.Ich sah vieles,wundersames wie schreckliches,doch nirgendwo wurde mein Auge einer solch wundersamen Erscheinung wie der eurigen gewahr.Meine Tage im Schatten der Zeit waren einsam und still,wanderte ich doch ganz allein und mied jede Siedlung bei Tage.Ich hörte vieles,saß ich des Nachts in den Dächern der Bauern.Viel kurioses wie auch erschreckendes drang an mein Ohr,doch nirgends der Name eures Geliebten.Eine Erscheinung,die der eurigen nahegekommen wäre oder auch nur der meinigen,hätte mit Sicherheit das Aufsehen der gemeinen Landbevölkerung in höchstem Maße erregt.Ihr sprecht von den Wispernden Häfen und vom Abschied der Elben aus diesen Landen.Traurig stimmt es mich dies zu vernehmen,bestätigt es doch nur meine Vermutung,dass unsere Völker bald völlig vom Angesicht der zivillisierten Welt verschwunden sein werden.Wir,die Blutelfen,fliehen ebenso wie euer Volk es tut,nur werden wir uns noch weiter in die ewigen Weiten des Nordens zurückziehen und aus dem Gesichtskreis der Menschen wie ihr auf hoffentlich ewig entschwinden.Es beginnt ein dunkeles Kapitel für alle zivillisierten Wesen der uns bekannten Welt,es sei denn,dass die Menschen sich als geschickt genug erweisen,die Zügel des Schicksals fest genug in den Händen zu halten und nicht der Apathie zu verfallen."Zu Richard gewandt:"Ich möchte euch mit meinen Worten nicht angreifen und sehe ich einen vom Volke der Menschen von euren Qualitäten,so erfüllt es mein Herz mit Hoffnung in Anbetracht der dunkelen Zukunft.Doch bleibet wachsam und verschließet niemals euer Aug' und Ohr vor der Welt,welche sich bei der erstbesten Gelegenheit laut heulend wird auf euch werfen."Wieder zu Eldineth gewandt fahre ich fort:"My lady,mein Einfluss erstreckt sich weit in das perfide Netz unlichteren Nachtvolkes,welches mir Auge und Ohr ist.So ihr es wünscht kann ich Bericht einziehen darüber,ob euer Geliebter in naher Vergangenheit die Grenzen dieser Lande überschritt oder nicht.Doch lasset mir ein wenig Zeit,selbst die Schwingen der Nacht brauchen ihre Zeit,sich über den Himmel zu spreizen.Ich biete euch meine Dienste mit Freuden dar,verlange ich dafür doch nichts als ein klein wenig eurer Freundschaft.Was meint ihr,bin ich dessen würdig?" Inzwischen ist der Zwerg wieder hineingestapft und setzt sich nun leise brummelnd auf seinen Stuhl am Tisch.Er scheint eine Weile in sich versunken,blickt sich dann aber um.Mit Erstaunen erkenne ich in ihm den unglücklichen Reiter wieder,dessen einseitige Bekanntschaft ich vor kurzem im Wald machte.Lachend spreche ich ihn darauf an:"Ah Herr Zwerg,sie sind also doch heile am Ziel angekommen?Trotz des Rittes auf einem der verrücktesten Pferde,derer mein Augenlicht jemals ansichtig wurde?Ich hoffe,der Ritt war zu ihrer Zufriedenheit...Ragnar ist mein Name,meines Zeichens Assasine und Abenteurer,ich bin zutiefst erfreut darüber nun endlich nähere Bekanntschaft zu ihnen zu erlangen.Doch,Herr Zwerg,würden sie mir wohl die Freude machen mir auch ihren Namen zu nennen?"frage ich ihn und blicke dabei auffordernd in seine steinkohle-schwarzen Augen. |
| Fly | Ich wende mich wieder Ragnar zu und lächle matt: „Euer Angebot scheint wahrlich edel, doch warum sollte ich Euch vertrauen? Deutliche Stimmen des Misstrauens sind gegenwärtig und das wisst ihr, auch wenn sie scheinbar nur menschlichen Ursprunges sind. Ihr lasst mich nicht grundlos nicht in Eure Gedanken . So sprecht ihr mit mir und liebkost dabei lächelnd den Tod. Doch ihr tätet gut daran, mich nicht zu unterschätzen, Freund der Schatten “. Unerwartet richte ich mich auf, blicke ihm funkelnd starren Blickes direkt die Augen und spreche langsam mit tiefer, drohender Stimme: „Seid Euch des einen gewiss: Ich werde nicht zulassen, dass ihr die Gedanken der Schatten und der Finsternis auf die Fährte meines Geliebten lenkt! Glaubt ja nicht, meine Sinne seien durch den Schmerz meiner Seele verwundet und das Blut meines Herzens würde meinen Blick trüben – im Gegenteil! Ich bin jederzeit bereit mein Leben zu geben, um das Gimlith`s zu bewahren!“ Für einen Moment ist es totenstill in der Schenke. Ich atme tief durch, setze ich mich wieder und fahre mit ruhiger Stimme fort: „ Beweist, dass Eure Worte im Licht der sieben Sterne bestehen“. Ohne den Blick von Ragnar zu wenden, auf alles gefasst, rufe ich Caar-Neel zu: „Caar-Neel echuio, i lû pul prestar aen . Tangado a dagra!” |
| Scuanor | Ich öffne meine Augen, schaue mich kurz um, und kippe mitsamt dem Stuhl zum Tisch zurück, dabei die Streitaxt aufnehmend, welche hinter mir an der Wand lehnt. Sofort hellwach ob der Warnung bleibe ich kurz stehen, um die Situation einzuschätzen und bewege mich dann vorsichtig zum Tisch, wo die anderen sitzen, die Axt locker in der Hand haltend, jederzeit zum Schlag bereit. Laut sage ich zu Eldineth "Coth, Man ? E laba car sui caeleb Lim, ir im tre an ten !" Wachsam bleibe ich kurz hinter ihr stehen, ohne sie jedoch einzuengen, sollte sie Platz brauchen. |
| BlackDragon | Eldineths Ausbruch verwundert mich ein wenig, doch scheint sie offensichtlich ihre Gründe dafür zu haben. Caar-Neel ist nach Eldineths Ruf sofort zur Stelle und baut sich hinter ihr auf. Kurz überlege ich, ob ich mich ebenfalls hinter Eldineth stellen solle, um ihr symbolisch den Rücken zu stärken, doch wäre es wohl klüger, auf die Reaktion Ragnars zu warten, zumal ich - sollte er sich entschliessen das Wirtshaus übereilt zu verlassen - genau zwischen ihm und der Tür sitze. Meine rechte Hand wandert zu dem Dolch an meinem Gürtel, der einzigen Waffe, die ich bei mir trage. Ich versuche nach aussen hin gelassen zu wirken und mir nichts von meinen Überlegungen anmerken zu lassen. |
| Drachenkind | Ein wenig seltsam kommt es mir schon vor, dass der Schatten mit den Ratten spricht, doch ich schiebe alles Misstrauen beiseite und sage: "Nun gut, ich bin bereit, zu lernen und zu tun, was du sagst; allerdings wäre es mir lieber, wenn ich genau wüsste, was auf mich zukommt..." Ich sehe meinen Lehrer ein wenig ängstlich an, jedoch erwacht just in diesem Moment die Flamme in mir, die mir zuzuschreien scheint: "Nimm die dargebotenen Macht an!" Vielleicht sollte ich mich nun wirklich mal darauf einlassen. Wieder gefestigt nicke ich dem Schatten zu: "Lasst uns gehen!" |
| Desgesanderflic | "Was dich genau erwartet kann ich dir nicht sagen, ich muss sehen was uns heute geboten wird. Aber es wird nichts schönes sein. Es ist wichtig das du einfach nur beobachtest und mir zuhörst." Wieder halte ich ihr meine Hand entgegen, die sin nach kurzem, unmerklichen Zögern ergreift und gehe los. "Wir gehen jetzt in das übelste Viertel der Stadt. Dort ist es am einfachsten die dunkle Seite der Menschen zu sehen, auch wenn es Orte gibt wo die Menschen viel dunkler sind." Unser Weg führt durch ein Labyrinth von Gassen die mir dank der kleinen Ratte vertraut sind. Die Häuser werden immer ärmlicher, bis man schliesslich eher von Hütten und Ruinen als von Häusern reden kann. "Wir sind da. Schau dich um. Nimm alles in dich auf." |
| Drachenkind | Erschrocken drehe ich mich um: "HIER wohnen Menschen? Allein der Gestank könnte jeden echten Elf schon nach einem Tag umbringen, ganz zu schweigen von der Enge. und dieser Dreck! Ich dachte immer, so halten die Menschen ihre Tiere, aber das sie sich selbst dazu machen..." Voller Verachtung beobachte ich einen sturzbetrunkenen Mann, der sich gerade lautstark in die Gosse erbricht; ich vernehme den ein oder anderen spitzen Schrei, der wohl von irgendeiner Misshandlung herrührt und eigentlich will ich es gar nicht wissen. Mein Körper schreit förmlich danach, nur so schnell wie möglich von diesem Ort wegzukommen. Doch der Schatten scheint sich sicher, dass es hier etwas zu lernen gibt. Verwundert blicke ich ihn an: "Was soll es hier zu lernen geben, ausser das die Menschen wohl tatsächlich das sind, was alle anderen von ihnen halten: Tiere, die noch nicht einmal mehr Verstand besitzen...." |
| Desgesanderflic | Unwillkürlich bricht ein Lachen aus mir heraus. "Ja auch so leben Menschen, nicht freiwillig zwar aber sie leben so. Was du hier lernen sollst, genau das was du siehst! Das es immer eine helle und eine dunkle Seite gibt. Kein Schatten ohne Licht. Dies hier sind die Schatten der Menschlichkeit. Sie sind ein Teil der Menschen, auch wenn dies viele gerne vergessen. Das ist was du akzeptieren musst. Verliere deine Abscheu und verstehe es. Du musst lernen immer beide Seite zu sehen und ihnen Neutral gegenüber zu stehen, nur dann kann die Dunkelheit ein Teil von dir werden. Ein einfaches Beispiel: Ein Wolf reist ein Schaf um sich zu ernhären. Ist der Wolf böse?" |
| Drachenkind | "Nein natürlich nicht" sprudelt es aus mir heraus." Der Wolf tötet aus Hunger; aber willst du mir sagen, dass die Menschen nicht ohne das hier sein können?" (Sie hebt ihren Arm und macht eine ausschweifende Geste) Doch nach einigen Minuten nachdenken muss ich zugeben: "Du hast recht. Selbst die Elben brauchen etwas Dunkles, und sei es nur um es zu bekämpfen. Auch die Druiden müssen einige der ihren in den Flammen opfern, damit ihr Wissen geheim bleibt und ihre Gemeinschaft stark... Und so ist es auch mit mir: der elfische Teil in mir drängt mich, das Böse in mir los zu werden... die Flamme in mir droht die Elbin zu verschlingen und nur wenn beide im ewigen Kampf bleiben und ich das Gleichgewicht halte, kann ich mein Tun selbst bestimmen...." Mit großen Augen sieht sie den Schatten an: "Ich erkenn nun, was du mir zeigen wolltest. Aber warum sagt mir dennoch eine kleine Stimme, dass Schönheit doch immer die bessere Wahl sein wird?" |
| Desgesanderflic | "Nun deine Erkenntnis ist fast richtig. Warum fast nun es gibt nichts wikrlich Böses oder Gutes. Lediglich die Handlungen scheinen Böse oder Gut und sind die Folgen des Lebens. Die Leute hier haben nicht diese Art zu leben gewählt. Diese Wahl trafen andere für sie. Die die Reich sind und besser leben. Sie haben sich auf die Kosten der Leute hier bereichert. Zum Teil ist es ihnen egal zum Teil wissen sie es einfach nicht besser. Aber selbst das ist bedeutungslos, denn Gier ist nun mal ein Teil der menschlichen Natur. Was die Stimme in deinem Kopf angeht so ist sie nichts anderes als deine Erziehung, die dir dies sagt. Stel dir vor alles wäre Schönheit, wie würdest du sie dann als Schönheit erkennen? Wäre die Schönheit dann nicht gewähnlich und langweilig?" |
| Drachenkind | "Das ist eine interessante Frage. So kann also noch nicht mal die Schönheit ohne das Häßliche sein. Und meine Erziehung sagt mir, dass ich die Schönheit vorziehen sollte. Ich glaube, ich muss einen sehr ungewöhnlichen Weg gehen, und ich bin sehr dankbar, dass du mich führst." In diesem Augenblick erscheint ein roter Glanz in Ymmas Augen und ihre Hand schnappt blitzartig zu. Schon hat sie das Handgelenk eines kleinen, von Schmutz bedeckten Jungen, nicht älter als 10, gepackt und blickt ihn zornig an. Seine Hand umklammert ihren Beutel, von dem er wohl dachte, er enthielte Gold oder zumindest etwas zu essen. Als er den Blick der Elfin sieht, zuckt er wie unter einem Schlag zusammen. Angewiedert lasse ich diesen Rotzlöffel los, nicht ohne vorher sicher zu gehen, dass er meinen Beutel losgelassen hat. Der Junge guckt einen Moment verdutzt auf sein Handgelenk, das nun leichte Brandblasen bildet und rennt dann fort. in diesem Moment wünsche ich mir, dass ich auch einen schwarzen Umhang hätte, wie er hier in den Straßen wohl Mode ist. Denn ich fühle mich auf einmal beobachtet und würde viel um eine Möglichkeit geben, ungesehen verschwinden zu können. Zum Schatten gedreht meine ich: "Vielleicht solten wir besser gehen, ich glaube ein paar Leute haben beobachtet, was ich mit dem Jungen getan habe..." |
| Desgesanderflic | "Nun das ist nicht nötig, denn wenn du wirklich lernst die Schatten in dir zu tragen wird man dich nicht sehen ausser du lässt es zu. Die Dunkelheit ist so sehr ein Teil von mir das ich darauf achten muss gesehen zu werden. Lass uns weiter gehen-jetzt kommt eine viel unangenehmere Seite." So führe ich sie tiefer in die Slums, vorbei an ängstlichen und hoffnungslosen Gesichtern, gebrochenen Seelen die schon lange verloren sind und nur noch auf Erlösung durch den Tot warten. Wir müssen Vekalien und Abfall auf unserem Weg ausweichen. Schliesslich wittere ich das wonach ich gesucht habe. "Hier in der Hütte wirst du deine nächste kleine Lektion erhalten." Da die Hütte der Tür über kein Schloss verfügt können wir direkt eintreten um vom Duft des Todes umfangen zu werden. Feste muss ich zupacken um Ymmarillion in den einzigen Raum zu führen. Aber damit habe ich gerechnet. Auf einem Lager das wahrlich nicht das Wort Bett verdient liegt eine wimmernde Gestallt von der bereits die Ratten fressen. "Sieh," ist alles was ich sage. |
| Drachenkind | Ohne meinen Widerstand und mein Unwohlsein zu beachten, zerrt mich mein Lehrer in diese abscheuliche Zimmer. Ratten nagen an einer Gestalt (ist es ein Mensch? Schon gar nicht kann man erkennen, ob es männlich oder weiblich ist), die zu meinem Entsetzen noch nicht ganz tot ist, sondern einen winzigen Lebensfaden davon entfernt. Wäre ich noch immer im Wald und würde einem Tier in ähnlicher Lage begegnen, dann würde ich es schnell und möglichst schmerzlos mit meinem Messer töten und es danach verbrennen, denn das Wesen auf dem Müllhaufen, das wohl ein Bett darstellen soll, ist offensichtlich krank. Doch ich erinnere mich, dass diese Tat, bei einem Menschen ausgeführt, als Mord gelten würde und bei diesem Gednaken lache ich hysterisch auf. "Keine Gnade für die Menschen von den Menschen! Dieses... dieses Etwas da könnte von soviel Leid verschont werden und doch lässt man zu, dass sich die Ratten daran nähren, obwohl es noch fühlt, was passiert..." Überlkeit steigt in mir hoch. Der Tod ist mir nicht unbekannt, habe ich doch selbst als sein Werkzeug meinen sogenannten "Ziehvater" verbrannt und musste mit ansehen, wie mein Mentor auf dem Scheiterhaufen starb. Doch dies ist etwas anderes, fühle ich. Ich versuche, meine Sinne zu benutzen ohne dass sie von meiner Erziehung beeinflusst werden: Ich reche den leichten Verwesungsgeruch, den Gestank von Kot und andere übele Dinge, doch auf einmal sagen sie mir etwas anderes: sie erzählen mir, wo der Tod lauert und auf welche Gefahren ich achten muss (hier wäre eine Berührung wohl fatal). Meine Augen sehen die Ratten, die fett sind: also muss es noch eine ganze Menge andere Kranke hier geben. Meine Ohren vernehmen das leichte Wimmern und dann plötzlich- nichts mehr! Noch während ich hier stand, hat das Etwas seinen Lebenshauch ausgeatmet und is t nun frei von Schmerzen. Und ich fange an mich zu wundern, was danach kommt... |
| Desgesanderflic | "Nun was sagst du hier zu? Welche Gedanken gehen durch deinen Kopf! Erzähl es mir damit ich dir erklären kann was hier stattfindet." |
| Windspiel | Die Stimmung in der Schänke kippt plötzlich,die Elbin mir gegenüber scheint etwas bemerkt zu haben."My lady,ihr missversteht..."doch ein Blick in ihre Augen zeigt ihre Entschlossenheit,die Pupillen brennen in kaltem Feuer."Ich darf mich verabschieden..."meine Hand wandert ruhig die Leiste hinab zu meinem Gürtel,glatt liegt die schlanke Phiole in meiner Hand"doch wir werden einander wiederbegegnen und der Wahrheit möglicherweise einen Schritt näher kommen,lebt wohl".Mit diesen Worten werfe ich in einer blitzschnellen Bewegung die Phiole an die Wand und dichter schwarzer Qualm füllt ätzend die ohnehin schon dicke Luft des Schankraumes.Mit einem Sprung bin ich im Gebälk der Schänke,unter mir Chaos und Verwirrung.Ein kleines Fenster mir gegenüber scheint in den Hinterhof zu führen.In 2 Sprüngen über die Querverstrebung gelange ich auf den Fensterrahmen und somit auf die Dächer der Hinterhöfe.Das ganze dauerte nicht länger als 4 Sekunden.Der Anhänger der Kette welche sie trug verbreitet ein warmes Licht.Ich werde sie wiedersehen,zumal ich einen Pfand von ihr habe... ~wieder im Viertel der Huren und Diebe~ Meine Reise über die Dächer endet in einem kleinen Dachstuhl nahe der Stadtmauer,welcher schon,wie der Rest des Hauses,größtenteils Ruine ist.Ein beissender Gestank von menschlichen Exkrementen und Ausdünstungen erfüllt die schwüle Luft.Unten höre ich ein leises Wimmern und 2 Stimmen,die offenbar in ein Gespräch vertieft sind.Lautlos lasse ich mich durch die eingestürzte Treppe fallen und verharre im Schatten eines umgestürzten Holzbalkens.Ein seltsames Schauspiel bietet sich mir dort.Auf einem Lager aus Müll und Schmutz liegen wimmernd die sich in Krankheit windenden Überreste dessen,was einmal ein Mensch gewesen sein könnte.Die Ratten feiern hier ein schaurig Gelage um den lebenden Leichnam.Doch meine Aufmerksamkeit wird gefesselt durch die Gestalt eines der beiden Redner.Seine knochige Silhouette und der eingefallene starre Schädel verraten mir den Totgeborenen.Sie sind wie ich Wesen der düsteren Nordreiche,welche der zivillisierten Welt größtenteils unzugänglich sind.Ihre Kultur ist sehr alt und ihr Wissen unermesslich,leben sie doch am Rande des Zeitenstroms ohne auch nur durch einen seiner Ausläufer ernsthaft berührt zu werden.Mein Interesse ist geweckt,doch vorerst ziehe ich einen der Wurfdolche,der unsagbar leidenden Kreatur zu meinen Füssen lautlos eine schmerzlose Erlösung zu bringen.Nach wenigen Sekunden schon hört das Wimmern auf und mit einem tiefen Seufzer liegt sie nunmehr still,den Ratten nun endgültig verfallen.Ich bleibe unbewegt dort und beobachte die beiden Redner,die meine Anwesenheit noch nicht registriert zu haben scheinen.Verharre weiter im Schatten... |
| Fly | Meine Sinne haben mich nicht getäuscht, denn plötzlich verschwindet Ragnar in einer dichten Wolke aus schwarzem Qualm, ich spüre noch ein kurzes Zwicken im Nacken und ein Brennen in den Augen. Blitzschnell ziehe ich meine Messer, springe auf den Tisch, welcher zwischen Ragnar und mir steht, doch ausser Schwärze ist nichts mehr zu sehen. Soll er doch fliehen. Meine Gedanken lassen ein kurzes, spöttisches Lächeln über mein Gesicht huschen. Die Kette, die er mir vom Hals gerissen hat, wird ihm keine Freude bereiten. Weder wird er sie verkaufen können noch wird sie ihm für irgendwelche Zaubereien nützen. Der Anhänger aus einem Splitter mîr helegnen-ur, dem Edelstein Eisiger Hitze, wird ihm bald zu schaffen machen. Ich konzentriere mich auf Ragnar und murmle „Mîr helegnen-ur, harno dîn agar an naur!“ Welch törichter Tropf –dachte er allen Ernstes, ich würde in Zeiten wie diesen, meine Schätze offen und für jeden sichtbar um den Hals baumelnd zur Schau tragen? Gütige Valar, ich bin all den Jahren meines Daseins so weit herumgekommen und habe soviel gesehen, dass mir jegliche Leichtfertigkeit abhanden gekommen ist – und das ist gut so. In der Schänke herrscht nun ein lebhafter Tumult, welcher mich aber weiter nicht kümmert. Für die anwesenden Menschen ist Ragnar’s Auftritt und plötzliches Verschwinden völlig unerklärlich und einigen ist das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Ich nehme mir meinen Stuhl und setze mich wieder. Mit der rechten Hand öffne ich die beiden obersten Knöpfe meines Hemdkragens und taste nach der Kette aus Mithril. Welch wunderbares Silber, unzerstörbar und kühl. Ich schliesse die Knöpfe wieder und nehme meinen Krug. Morgen werde ich weiterziehen. |
| Scuanor | Da meine Augen nicht so arg in Mitleidenschaft gezogen wurden, wie die der grossen Leute, konnte ich mich wenigstens ein wenig schneller erholen. Jedoch bleibt auch mir verborgen, wo der Dieb sich hinwandte. Aus der Hocke aufstehend, fasse ich meine Axt nun etwas lockerer, und sage leise kichernd zu Eldineth "Möge ihm eine Möglichkeit einfallen, sich von seinem Blute zu trennen, wenn es soweit ist..." "Aber ob ihm das wirklich hilft?..." Ich stelle die Bierkrüge auf dem Tisch wieder hin und rufe nach dem Wirt "Heda ! Bringt Bier zu Trinken, ich verdurste hier elendig." Einen Blick in die Runde werfend füge ich hinzu. "Und den anderen hier am Tisch bringt ebenfalls ein Getränk ihrer Wahl." Dann setze ich mich an den Platz gegenüber der so lange von mir vermissten Elbin. ...... |
| BlackDragon | Als der plötzliche Rauch im Wirtshaus aufsteigt, springe ich auf, um Ragnar zu fassen zu bekommen, jedoch bin ich zu langsam und er entwischt. Sobald sich der Rauch verzogen hat, schiebe ich den gezogenen Dolch wieder zurück in die Scheide, reibe mir die Augen und setze mich. Auf Caar-Neels Bestellung hin deute ich dem Wirt mit meinem leeren Krug und nicke dem Zwerg kurz zu. |
| Drachenkind | "Ich finde diese Art zu sterben so erbärmlich. Dieses Wesen starb völlig alleingelassen, kein Freund und kein Familienmitgleid war hier, um es ein wenig zu beruhigen oder die Schmerzen zu lindern.... früher wollte ich aufgrund meiner Herkunft gerne sterben, aber heute ist keine Todessehnsucht mehr in mir...vielleicht habe ich begriffen, dass für jeden seine Zeit kommt und das noch niemand seinen Tod verpasst hat... vielleicht fast niemand" sagt sie mit einem Seitenblick auf ihren Lehrer. "Was ich fühle? Furcht; aber keine Furcht vor dem Tod ausser ein wenig- die normale Furcht vor dem unbekannten, nehme ich an. Nein, ich fürchte mich davor, genauso elendlich zu sterben wie das da!" |
| Desgesanderflic | Hm sie hat Angst, eine ganz normale Reaktion. Aber der Tod ist normal er kommt zu jedem das hat sie gut erkannt, auch wenn es darum nicht ging. "Sieh dir diese Ratte an," fordere ich sie auf während ich ein besonders fettes Tier hochhebe. "Die Frau ist tot, aber die Ratte lebt. Das ist die Lektion hier, aus dem Tot entsteht Leben. Die Ratte ist gut genährt und wird bald starke Kinder bekommen, die nächste Generation. Genährt vom Tot dieser Frau. Das macht das Leiden für die Frau nicht geringer, aber es erfüllt einen Zweck es dient dazu neues Leben hervor zu bringen. Die Ratte ist ein Symbol der Dunkelheit für die meisten Leute, ist sie doch der Bote der Krankheit und gleichzeitig doch der Träger des neuen Lebens, geboren aus dem Tot. Dies ist die zweite Seite, die du zu sehen und zu akzeptieren lernen musst. Und glaub mir der Tot ist nich schlimm, sondern nur das Leben, ich weiss wovon ich rede. Stell dir vor was passieren würde wenn niemand sterben würde oder alle vom Tot ins Leben zurückkehren würden. So wie es in meiner Heimat ist," füge ich noch mit trauriger Stimme hinzu. "Bist du bereit die Ratten willkommen zu heissen, nicht als Boten des Todes sondern des Lebens? Wenn ja hast du einen grossen Schritt nach vonre getan." Was wir gleich sehen werden, füge ich im Geist noch hinzu. |
| Windspiel | Die beiden Gestalten vor mir muten mir seltsam an,erfreuen sich am Vortbestehen einer Ratte,die soebst ihr blutig Mahl am noch zuckenden Leichnam der bemitleidenswerten Kreautur vor mir beendet.Der Kristall der Elbin brennt kalt in meiner Tasche,scheint mich nach unten zu ziehen.Sie weiß wo ich,ich kann es spüren,gut so.Vielleicht war es ein Fehler,vielleicht von großem Nutzen ihn zu stehlen.Ich könnte sie zerbrechen,denke ich doch mit Schaudern an die Geschehnisse der Vergangenheit.Ich beschließe mich vorerst bedeckt zu halten und wende den beiden Gestalten vor mir lautlos den Rücken und entschwinde ins nächtliche Kleid der Nacht,unter welchem die Perversion des hier lebenden Volkes immer neue Blüten treibt.Im Geäst eines Baumes lasse ich die Vergangenheit wieder auf mich einströmen,ihrem düsteren Sog vollends erliegend... Einst war ich ein Abkömmling des Königshauses der Blutelfen der Nordreiche und genoss hohes Ansehen unter den Mitgliedern meines Volkes,besaß ich doch vermutlich einmal Anspruch auf den Thron.Ich war einer der 4 Nachkommen des Königs Aarnum,der älteste Sohn meines Vaters.Zwei weitere meiner Geschwister waren die Zwillingsschwestern Lothrine und Nofil,aufgrund ihres Geschlechts besaßen sie jedoch keinerlei Anspruch auf den Thron.Der jüngste Sohn Aarnum's,Gjeldet,jedoch konnte sich mit seiner verwirkten Chance auf den Thron seines Vaters jedoch niemals abfinden.So spann er eine blutige Intrige gegen mich und die meinen...Als ich eines Tages von der Jagd auf mein Gut zurückkehren wollte,fand ich nichts als verbranntes Gestein und die verstümmelten Leichen meiner grausam zu Tode gefolterten Frau und Kinder.Tief im verbrannten Fleisch ihrer Leiber prangte eingebrannt das Wappen meines Bruders.Er hatte sich mit Nofil gegen mich verbündet,mir mein erbliches Anrecht auf die Nachfolge strittig zu machen.Ich floh in die Wälder und verweilte dort Jahre um dem erschlagenden Zorn meiner Geschwister zu entgehen.Diese festigten gerade in aller Ruhe ihr neu gewonnenes Terretorium... Ich ernährte mich nur von Wurzeln und Beeren,lernte die wilde Seite meines Landes kennen,währenddessen mein Bruder zusammen mit meiner abtrünnigen Schwester in Inzest über das Reich herrschte und das Volk gegen mich aufwiegelte,mich zum Vogelfreien ohne Anspruch auf Beistand und Hilfe machte.So lief mein Leben über Jahre hinweg in mehr oder minder ruhigen Bahnen. Mein Dasein des Nomaden brach schließlich das Auftauchen dieses Fremden,dessen Augen in einem unergründlich tiefem Blau schimmerten und dessen helles,ja fast weißes Haar majestätisch zu beiden Seiten des Kopfes glatt bis tief in den Rücken fiel.Ein Grauelb,ohne Zweifel.Er reiste von Ort zu Ort,sich dem Herd der Unruhen meines Reiches,der Hauptstadt des amtierenden selbsternannten Königspaares,Meile um Meile nähernd.Ich fürchtete auch um seine Sicherheit,schien er mir doch von hohem Geblüt zu stammen.So nahm ich Kontakt auf zu dem stillen Wanderer,der an jedem Ort er erschien für großes Aufsehen unter den gepeinigten Geistern der Bevölkerung sorgte.Ich folgte all seinen Wegen,ein Schatten seiner Erscheinung,immer im Schatten des Lichtes,welches seine Gestalt warf,rastend und verweilend.Zuerst nur subtile Zeichen,ein abgeknickter Zweig,ein toter Vogel am Wegesrand.Doch er bemerkte es,wurde wachsamer.Mein Herz sang,sah es ihn doch bald bereit mit mir ebenfalls Kontakt zu suchen.Und tatsächlich,eines Nachts stand er vom Lagerfeuer welches er entzündet auf und blickte zurück ins Dunkel des Unterholzes,welches hinter ihm lag.Deutlich konnte ich seine Anspannung fühlen.Nun löste ich mich aus der Dunkelheit,seinem Blick fest begegnend und ließ den Gesang meiner Worte für ihn erklingen in solch finsterer Stunde:"Edler vom Volke der Grauelben,ich spürte euch schon lange nahen,noch bevor ihr die Grenzen dieses rauen Landes auch nur annährend erreichet.Es flüstert die Nacht mir ins Ohr,ihr werdet Gilmith geheißen,dort von wo ihr stammt.Unsere Wege sind Schicksal,so werde ich wie ihr,so hoffe ich,ihrem Verlauf folgen.Dieses Treffen ist kein Zufall,ihr tilgt mit mir ein großes Unrecht der Vergangenheit,so sprechen die Sterne am kalten Nachthimmel,gleich euren Augen.Ihr seid mir Lichtblick wie auch Untergang,doch werde ich meinem Weg folgen."Ich berichtete ihm über die Blutfede innerhalb meiner Familie und über die gräuliche Herrschaft meiner Geschwister,welche das Land rücksichtslos unterjochten.Deutlich konnte ich in ihm die wachsende Erwartung in Hinblick auf den Zeitpunkt der Frage,welche letztendlich doch alle vorigen Worte ersetzen würde.Doch auch las ich in ihm Entspannung,schien doch auch er meine Nähe gespürt und meine Pfade gesucht zu haben."Wollt ihr mit mir Streiten,der grausamen Fehde im Reiche der Blutelfen auf ewig ein Ende zu setzen?"so fragte ich ihn letztendlich.Er willigte ein,bat mich jedoch nach Vollendung dieses Schlages meine Schwester Lothrine zur Herrscherin zu machen und offiziell anzuerkennen und ihm daraufhin in den Süden des Landes zu folgen,die letzten Nachzügler der Elben zu suchen und zu den whispernden Häfen auf ihre Reise nach Westen in die ewigen Reiche ihres Reiches zu geleiten.Auch ich willigte mit Freuden ein,war doch Lothrine in den Augen meines Volkes nicht zu Schaden gekommen durch die üble Nachrede meines Bruders... |
| Drachenkind | Der Kreislauf des Lebens! Natürlich, jetzt begreife ich. Haben doch auch die Druiden von nichts anderem gesprochen, auch wenn sie es nie so ausgedrückt haben. So hängt also alles zusammen. Ursache und Wirkung: ohne den Tod gibt es kein Leben, ohne Leben keinen Tod. Das ewige hin und her; natäürlich, du hast recht, wenn keiner mehr stürbe, dann hätten die Lebenden keinen Platz mehr, ja zum leben... sie würden sich den Tod wünschen, weil sie erkennen würden, dass er gut und nützlich ist." Lagnsam, ein wenig zögerlich, nehme ich die Ratte aus den Händen meines Lehrers. Sie quiekt ein wenig, als ich sie hochhebe und sie betrachte, als würde ich zum ersten Mal eine Ratte sehen. Doch in gewisser Weise stimmt es, nie zuvor habe ich eine Ratte als Lebensspender betrachtet. Wieder quiekt die Ratte und diesmal windet sie sich in meiner Hand. Ich bücke mich und lasse die Ratte auf dem Boden los. Doch anstatt fortzulaufen, blickt sie nach oben, dem Schatten entgegen, als wolle sie fragen, ob er noch etwas brauche... "Dies ist eine schwere Lektion. Ich kann sie im Moment akzeptieren, doch ich weiss nicht, ob du mich nicht noch ein paar Mal daran erinnern musst. Auch bin ich nicht sicher, wie es mein Handeln beeinflussen soll. Wäre darinnen nicht eine unbekannte Frau gelegen, sondern ein Freund von mir, ich hätte anders gehandelt. Vermutlich hätte ich sogar die Ratte erschlagen, die es wagt, meinen Freund zu berühren...." Ein wenig verwirrt, blicke ich ihn an. |
| Scuanor | "Wohl bekomm's, tut Euch keinen Zwang an, wenn ich auch Eure Belange hier nicht kenne, so seid Ihr dennoch eingeladen, wo doch gerade so ein Tumult hier vonstatten ging." Aufmunternd grinsend schiebe ich ihm einen Krug zu, worauf der Wirt sogleich neue bringt und sie auf dem Tisch abstellt, dann schaue ich mir den Mann genauer an. Er erscheint mir relativ jung für einen Menschen, doch glaube ich, dass er dennoch nicht unerfahren ist. Ein gewisses Etwas hängt ihm an, so als ob er lange Zeit unter Waldläufern lebte. --- |
| Fly | Ich bin etwas in Gedanken versunken und schrecke leicht auf, als ich Car-Neels polternde Stimme höre, wie sie Richard zum trinken auffordert. Abschätzend betrachte ich den Menschen. Ja, ich muss weiter. Dass Car-Neel mich begleiten würde wenn ich ihm einige leuchtende Edelsteine und glitzernde Erze in Aussicht stellte, ist so sicher wie der allmorgendliche Sonnenaufgang. Aber was ist mit dem Menschen? Sollte ich ihn auffordern, mit mir zu gehen um nach Gilmith zu suchen? Bisher war ich allein auf allen Wegen, nur Alagos begleitete mich manchmal. Ich sehe zu Car-Neel hinüber. Er ist mit seinem Bierkrug beschäftigt und ahnt noch nicht, welches Angebot gleich in seine Ohren dringen wird .... |
| BlackDragon | Mit einem dankenden Nicken nehme ich den Krug und erhebe ihn kurz. "Auf einen eriegnissreichen Abend!" Nocheinmel rekapituliere ich in Gedanken die letzten Minuten: Die Fremden, die sonderbaren Personen, deren zeitgleiches Zusammentreffen an ein Omen grenzt... "Tri Via!" erhebe ich meine Stimme wieder. "So hätte man in der alten Sprache zu solch einem Abend gesagt. Die Wege Fremder haben durch die Mächte des Schicksals zusammengefunden und diesem sollte man sich nicht entgegenstellen." Mit diesen Worten nehme ich einen kräftigen Schluck und blicke die beiden Verbliebenen an. |
| Scuanor | "Ereignisreich ? Oh, nein, ich habe schon einen Knoten im Barte ob der ganzen Geschehnisse hier, erst dieser Höllenritt auf diesem Viech..." Verlegen zwinkere ich Eldineth zu. "dann treffe ich eine lang vermisste Gefährtin wieder, und schliesslich auch noch Manu-Ke, die mir meine wertvolle Axt wiederbrachte, ganz abgesehen von diesem Wicht, welcher hier so viel Rauch um nichts machte, in seinem Versuch, einen plumpen Diebstahl durchzuführen" Seufzend nehme ich einen weiteren Schluck aus meinem Krug. "Für heute ist's vielleicht ersteinmal genug... Seid Ihr denn so gar nicht müd', Herr Feinsalb ?" |
| BlackDragon | Ich muss lachen. "Ja, da habt Ihr wohl recht. Dieser Tag hat seine Schuldigkeit getan, doch der Abend ist noch jung, also bleibt und erzählt etwas über euch." Ich wende mich der Elbin zu und mache eine einladende Geste. "Auch euch bitte ich, leistet uns noch Gesellschaft, heute will wohl keiner von uns mehr weiterziehen!" |
| Fly | Ich blicke den Menschen an. Scheinbar ist er froh und erleichtert, dass nun wieder Ruhe in die Schenke eingekehrt ist und auch die anderen Anwesenden haben sich wieder ihren Krügen und Kumpanen zugewandt. Car-Neel guckt mit leicht glasigem Blick zu mir hinüber und scheinbar sehnt er sich so langsam doch nach einem gemütlichen Nachtlager. Die Aufforderung, etwas von mir zu erzählen, überhöre ich. Warum sollte ich einem Fremden etwas über mich erzählen? Daher sage ich nur: " In der Tat, der Abend ist jung und die Nacht noch so fern. Lasst uns noch ein wenig beisammen sitzen. Car-Neel und ich kennen uns schon lange Jahre, so wäre es sicher langweilig für Ihn, bereits bekannten Geschichten lauschen zu müssen." Dann wende ich mich an Car-Neel. "Alter Freund, hör auf zu trinken und höre mir einen Augenblick zu. Wenn die Sonne morgen über die Baumwipfel zwinkert, werde ich weiterziehen. Ich bin noch immer rastlos und bisher ohne Erfolg. Wenn Dich keine wichtigen Geschäfte an diesen Ort fesseln, begleite mich." Und zu Richard Feinsalb gewandt: "Ich halte Euch für einen ehrenwerten Mann mit Freude an Unbekanntem. Es soll mir recht sein, wenn Ihr uns eine Weile oder länger auf meiner Suche begleitet. Ihr werdet eine Menge über Elben und Zwerge lernen. Und sicher wäre es für Car-Neel nur von Vorteil, wenn hin und wieder seinen Gefühlsausbrüchen gebührend Gehör geschenkt würde." Bei den Worten des letzten Satzes blicke ich Car-Neel spöttisch an und grinse. |
| Scuanor | Ich blicke auf, stelle meine Krug langsam ab und sehe Eldineth mit nun wachem Blick an. "Wichtige Geschäfte ? Was könnte wichtiger sein, als dich vor dem Ungebaren etwaiger Räuber zu schützen, welche heimtückisch dir am Wegesrand auflauern mögen ? Mein Dank und meine Axt ist Dein, wo immer uns unser Weg auch hinführen mag, wie lange es auch dauern mag, den gesuchten zu finden. Was allerdings meine Gefühlsausbrüche angeht, die musst du schon allein verkraften, wer sonst könnte dies wohl angemessen tun ? Sicher nicht so ein Mensch, wie freundlich und hilfsbereit er auch sein mag. Zumal solch unermessliches Leid du doch nicht wirkich einem sterblichen Wesen aufbürden würdest, nicht wahr ? Ausserdem werd ich dich nun nicht einfach allein ziehen lassen, nicht nach all der Zeit in der wir uns nicht trafen, immerhin verdanke ich dir etwas und werde mein möglichstes tun, um mich erkenntlich zu zeigen. Ihr, Herr Feinsalb, wäret sicherlich eine gute Ergänzung zu einem grummelndem Zwerge und einer singenden Elbin, wie wäre es, mögt ihr uns Gesellschaft leisten ? Ich könnte mir vorstellen, auch wir werden von euren Fähigkeiten profitieren" |
| BlackDragon | "Euer Vertrauen ehrt mich, schöne Elbin! Ich würde mich euch gerne anschließen - ich war schon zu lange an diesem Ort! Jedoch fürchte ich, dass ich euch nicht viel bieten kann, ich bin kein guter Kämpfer, allerdings ein - verzeiht mir diese Selbstverliebtheit - loyaler Weggefährte." Eine erfreuliche Wendung! Ich denke, ich werde es genießen diese zwei interessanten Wesen ein Stück ihres Lebensweges zu begleiten. "Und mit ihm" füge ich auf den Zwerg deutend hinzu "werde ich schon fertig!" Lachend erhebe ich meinen Krug in Caar-Neels Richtung und zwinkere ihm freundschaftlich zu. |
| Scuanor | Grinsend füge ich mit einem Seitenblick auf Eldineth hinzu : "Die drei A-mi-gos, sodenn, wenn ihr kein Kämpfer seid, so wird das wohl bedeuten, wir beide müssen jenen Part übernehmen. Und schliesslich : Es muss ja auch noch einer dasein, der unsere Taten besingt und der Nachwelt überliefert." |
| Fly | Ich blicke Richard und Car-Neel ernst an:"Es mag die Macht Eures Kruginhaltes sein, welche Euch nunmehr zu Heiterkeit und Plänkelei verleitet. Der Weg, den ich gedenke einzuschlagen, wird gefährlich und schwer. Ich denke, werter Herr Feinsalb, Ihr solltet Euch darüber im Klaren sein, dass dies ein wenig mehr wird, als ein abenteuerlicher Spaziergang. Ich zweifle nicht an Eurem Mut, versteht mich da nicht falsch, doch möchte ich Euch ans Herz legen, Euch dessen bewusst zu sein, dass wir auf gefährlichere Gegner als auf Gaukler und Taschenspieler stossen werden. Welche Waffen tragt Ihr bei Euch?" Der Abend war inzwischen weiter vorangeschritten und wenn wir wirklich bei Tagesanbruch losziehen wollten, so sollten wir schon einige grundlegende Dinge geklärt haben. Ausserdem sollten der Zwerg und der Mensch ausreichend schlafen, damit sie einigermassen mit mir Schritt halten konnten. Mir kommen leichte Zweifel, ob die Idee, die beiden mit zu nehmen, wirklich eine gute war. Car-Neel würde mich im Tempo bremsen, aber mit seiner Axt ein wertvoller Kampfgenosse sein, der Mensch würde sich im ärgsten Fall nicht allein verteidigen können. Dennoch war es sicherer, nicht allein zu reisen. Ich seufze in mich hinein. |
| BlackDragon | "Wenn Ihr mir denn einen Anlaß gebt, Herr Zwerg" ich springe auf und verbeuge mich vor ihm "werde ich eine ganze Oper zu Euren Ehren schreiben!" Nachdem ich wieder Platz genommen habe, wende ich mich Eldineth zu. "Zu Eurer Frage" ich hole meinen Dolch aus seinem Halfter "Dies ist die einzige Waffe, die ich bei mir trage, doch seit Euch gewiss, dass ich nicht gedenke vor einem Kampf davonzurennen, auch wenn es mehr als ein paar Taschenspieler sind!" Mit etwas ernsterem Tonfall füge ich hinzu: "Doch sagt, wohin soll die Reise gehen? Habt ihr einen Anhaltspunkt, wo wir unsere Suche beginnen sollten?" |
| Scuanor | Den beiden weiter zuhörend, schaue ich mir Richards Dolch an. "Und mit diesem Obstmesser wollt ihr gegen Orks, Trolle, Ghoule und Wiedergänger antreten ? Dann werden wir morgen erst einmal einen Schmied aufsuchen müssen, denke ich, Ihr habt doch genügend Bares dabei, oder seid ihr hier nur auf dem Nachmittagsspaziergang zufällig reingestolpert ?" Schmunzelnd winke ich den Wirt zu uns heran. |
| Fly | Bei Richards Worten kann ich es mir nicht verkneifen, ihn milde anzulächeln. „ Unsere Suche beginnen?“ frage ich ihn.“Ich habe meine Suche vor mehreren Menschenaltern begonnen, und mit dem ersten Schritt, den ich vor die Türe dieser Schenke setze, werde ich sie fortführen.“ Ich blicke auf den Dolch, welchen Richard in Händen hält. Car-Neel kommt mir mit seinen Worten zuvor, denn auch ich habe so meine Zweifel an der Wirkung im Kampf. „ Car-Neel hat Recht. Dein Dolch mag Dich bisher vor dem schlimmsten Übel bewahrt haben, doch ist es mehr als ratsam, wenn Ihr Eure Ausrüstung vervollständigt. Geht morgen zum Schmied und besorgt Euch ein oder zwei Waffen, welche Eurer Kampfeskunst und Kraft angemessen sind. Auch rate ich zu einer leichten Rüstung und wanderfreudigem Schuhwerk. Ich selbst werde heute Nacht, wenn Ihr und Car-Neel schlaft, in den Birkenhain vor dem Dorf eilen und mit den Wächtern der Moose und Sträucher verhandeln, auf dass Sie mir einige ihrer starken Zweige übereignen, aus denen ich mir neue Pfeile fertigen kann. Wir gehen nicht eher los, bevor wir uns nicht gegenseitig davon überzeugt haben, bestens gerüstet zu sein. Denkt auch an Proviant, Zunderkästchen, Fackeln, Angelhaken und was Ihr sonst noch benötigt, um in der Wildnis zu überleben.“ |
| BlackDragon | Seufzend und augenrollend leere ich meinen Krug. "Ich war wohl zu lange ein Kind der Stadt, doch werde ich Eurem Rat folge leisten und morgen die entsprechenden Besorgungen machen! Vorher werde ich noch meine Habe holen, die ich nicht bei mir trage." Und meinen Geldbeutel noch ein wenig auffüllen - ein Lächeln umspielt bei diesem Gedanken meine Lippen. Der Abend ist nun schon weiter fortgeschritten und der Raum beginnt sich zu leeren. "Ich denke, ich werde mich nun zur Ruhe begeben, um morgen ausgeschlafen zu sein. Wann gedenkt Ihr aufzubrechen?" |
| Scuanor | Ich sehe den Wirt an, warte bis er mir eine Summe nennt und öffne den mit Runen verzierten Beutel, welcher, gut geschützt unter meinem Wams verborgen war. Daraus nehme ich einen kleinen, fahlsilbern leuchtenden Stein und lege ihn auf den Tisch vor dem Wirt. Der schaut den Stein an, dann sieht er zweifelnd zu mir und sagt mit polternder Stimme : "Was soll das ? Ich will Gold sehen, nicht so einen Tand, also entweder raus mit dem Gold oder mit Euch, bevor ich Lutz Bescheid sage, der wird sich dann schon um Euch kümmern." Hinten an einem Fenster erhebt sich ein Grokkh, stämmig und muskulös, selbst für seine Rasse, welche selten unter 2,7 meter gross wird. Seine wenigen, borstigen Kopfhaare, welche fettig in alle Richtungen abstehen, berühren fast die in diesem bereich der Schenke hohe Decke, dann wartet er mit ausdruckslosem Geicht ein paar Meter hinter dem Wirt. Ich schaue kurz zu Eldineth und Richard und stelle mich auf den Tisch. Dann beuge ich mich langsam und Gutmütig lächelnd zum Wirt vor. "Wirt" sage ich leise "Der Prakh-Ta hier ist kein Tand, noch ist er nur ein Stein. Ihr werdet sehen, Ihr bekommt einen guten Preis dafür, locker dürftet Ihr 3 mal so viel Gold bekommen, als wir heute noch trinken könnten, da ich jedoch meine Freunde hier einlud und kein Kleingeld habe, müsst Ihr damit vorlieb nehmen." Ich sehe ihm fest in die Augen, ehrlich, doch innerlich angespannt. "Ihr könnt noch heute nacht einen Schätzer aufsuchen und Euch den Wert bestätigen lassen, wir bleiben die Nacht über hier, also brauchen wir ein..." Ich drehe mich um und schaue zu meinen beiden Begleitern... "2 Zimmer, welche ich morgen extra bezahlen werde also ruft Euren Freund zurück, es besteht kein Grund zur Aufregung." Wieder schaut der Wirt zu dem Stein, welchen er nun in der grossen Hand hält. Dann steckt er ihn ein und sagt mit etwas weicherer Stimme : "Also gut, Herr Zwerg, ich werde es heute nacht noch nachprüfen und wehe Euch, wenn Ihr unrecht habt..." Er dreht sich um und winkt dem Grokkh kurz zu, woraufhin sich dieser murrend setzt. Ich steige vom Tisch herab, setze mich und schaue Richard gewinnend an. Dann lege ich meine Beine auf den Tisch, nicht bemerkend, dass dabei der Beutel herunterfällt. "So, dann wäre das auch geklärt. Habt Ihr viel, das es mitzunehmen gilt ? Brauchen wir einen Packesel ? Denn die sind Mittags meist schon alle verliehen oder verkauft. Vielleicht mögt Ihr ein wenig °ähem° unerfahren in der Wildnis sein, doch bestimmt werden wir auch einmal eine Stadt aufsuchen müssen und da muss ich sagen, fühle ich mich nicht sehr wohl, ganz abgesehen von meiner Unkenntnis städtischer Belange. Also von mir aus können wir gleich nach dem Morgen aufbrechen, hauptsache, ich bekomme meinen Schlaf und einen Humpen Bier nach dem Aufwachen. Was meinst du, Eldineth ?" Grinsend schaue ich sie an "Oder doch lieber Mittags, wenn du auch endlich wach bist und nicht mehr getragen werden musst ?" |
| Fly | Car-Neels flapsiger letzter Satz lässt mich ihn spöttisch anfunkeln. "Ja, wertester Freund, Leute meines Volkes sind ja naherzu als Tief-und Langschläfer verschrien. Wir tun kaum etwas anderes. Doch haben wir einen immensen Vorteil: Selbst in ohnmachttiefen Träumen hören wir, wenn Kiesel rollen." Dabei ziehe ich eine Augenbraue hoch und starre Car-Neel an. Wird er verstehen, was ich ihm sagen will? Wenn nicht, so hat er selbst Schuld. Ungestraft lasse ich mich nicht ungerechtfertigt verspotten - soll er doch morgen jammernd und wimmernd nach seinem verlorenen Schatz suchen. Wird ihm eine Lehre sein. Den Blick auf Richard richtend sage ich "Geht nun ins Bett und ruht Euch aus. Bei Sonnenaufgang werde ich hier auf Euch warten und wenn Ihr es wünscht, in die Schmiede begleiten." Ich mache eine Pause sehe ihn konzentriert an. Er ist plötzlich sehr wach und sein Blut fliesst schnell durch seine Adern. Er hat scheinbar bemerkt, dass Car-Neel seinen Geldbeutel verloren hat und scheint nun ganz erpicht darauf, ihn in einem unbeobachteten Moment aufzuheben. Er wirkt nicht auf mich, als würde er den Beutel seinem rechtmässigen Besitzer aushändigen wollen. Hoffentlich weiss er, was es heisst, einen Zwerg um dessen Reichtümer zu erleichtern. Ich mag mir die Szene kaum vorstellen, wie Car-Neel morgen feststellt, dass seine Klunker fehlen und Richard, neu gewandet , mit reichverzierten Dolchen bewaffnet und womöglich noch auf einem Pferd reitend aus dem Dorf zurückkommt. Meinen Blick auf Richard ruhend erhebe ich mich, lege Car-Neel eine Hand auf die Schulter und sage: "Gute Nacht, Freund. Ich wünsche Dir süsse Träume und ein freudiges Erwachen." Zu Richard gewandt "Auch Dir eine angenehme Nacht. Mögen die Sterne in Dein Herz leuchten und Deine Träume rein halten" Mit diesen Worten wende ich mich in Richtung Tür und verschwinde lautlos in der Nacht. |
| BlackDragon | Auf Eldineths Verabschiedung hin nicke ich ihr zu und rufe ihr noch ein "Auch Dir eine gute Nacht!" hinterher. Daraufhin wende ich mich wieder dem Zwerg zu. "Nein, Caar-Neel, wegen meiner spärlichen Habe werden wir keinen Packesel brauchen. Ich werde morgen vor Sonnenaufgang aufstehen, alle Verstecke leeren und die meisten Dinge versetzen. Danch gedenke ich Eldineths Angebot wahrzunehmen und mit ihr eine Schmiede aufzusuchen. Es ist übrigens wahr, dass ich die Wildniss nicht als mein Zuhause bezeichnen kann, doch bin ich auch recht viel umhergekommen und eine Nacht unter einem Baum zu verbringen ist mir nicht fremd! Und was die Städte, die wir passieren könnten, angeht: in diesen könnte ich euch durchaus nützlich sein. Die meisten in der Umgebung und im Norden habe ich schon bereist, kenne die Gebräuche und habe in der ein oder anderen auch Freunde." Bei dem letzten Wort muss ich innerlich schmunzeln, zumal man jemanden, der mir einen Gefallen schuldig war oder über den ich so manche 'interessante' Geschichte zu erzählen vermag wohl kaum als Freund bezeichnen konnte. Das der Beutel, der noch kurz vorher unter Caar-Neels Gewandung verborgen war, darauf wartete, dass ihn jemand aufhob, war mir natürlich schon längst aufgefallen. Kurz meldete sich die schon fast liebgewordene Gewohnheit, doch es wäre wohl mehr als unklug einen Zwerg zu bestehlen, der mich wohl ein Stück meines Lebensweges begleiten würde! Aber einen Spaß wollte ich mir dennoch mit ihm erlauben und so holte ich mir den Beutel mit der Ferse etwas näher heran, bugsiert ihn schnell auf meinen Fuß, lies ihn dort kurz tanzen und beförderte ihn mit einer flinken und geübten Bewegung in meine Hand, die sogleich unter meinem Umhang verschwand. Dies alles geschah, während ich dem Zwerg in die Augen schaute, der glücklicherweise, doch keineswegs zu meiner Überraschung, davon nichts mitbekam. Morgen würde ich ihm seinen Schatz zurückgeben und ihn darauf hinweisen, in einer Spelunke wie dieser doch etwas besser auf seine Wertsachen aufzupassen. Ausserdem erhoffte ich mir durch diese Aktion das Vertrauen meiner neuen Gefährten zu gewinnen. "Nun wünsche auch ich euch eine gute Nacht, Caar-Neel!" sprach ich und erhob mich. Auf dem nicht gerade luxuriösen Zimmer angekommen begab mich in das Bett in der Ecke und schlief, nachdem ich meine Wertsachen und Caar-Neels Beutel unter meinem Hemd versteckt hatte, ein. |
| Fly | Die Nacht ist klar und lau, das Dorf liegt schon still und schlafend da. In der Ferne bellt ein einsamer Hund. Hinter mir höre ich noch. wie Car-Neel und Richard ein wenig schwatzen. Ich verlasse das Dorf in westlicher Richtung; Nach ungefär 3 Stunden erreiche ich einen Wald. Ich betrete ihn und sehe mich um. Es duftet nach Moos und Farn und ich gehe weiter in westlicher Richung. Nach einer Weile erreiche ich eine vom Mondlich durchflutete Lichtung, auf der sich ein riesieger Felsen befindet. Flink erklimme ich diesen und lasse meinen Blick über die Baumwipfel streichen. Da! Rasch springe ich herunter und laufe lautlos ich südlicher Richung. Und da steht er. Der Baum, den ich gesucht habe. Eine uralte, stattliche Birke, imposant aufragend. Langsam gehe ich auf sie zu. Ich hocke mich unter die Birke ,lege beide Hände an ihren Stamm, lehne meine Stirn an die glatte, silberne Rinde und beginne, kaum hörbar zu singen an: "Suilannant, gen mellon brethil arod bell. Lasto nin mi esse men gwend brûn uireb." Ich horche und eine ganze Weile später spüre ich ein leichtes Vibrieren im stamm und höre, wie das Laub in abwechselnd tiefen und hohen Tönen raschelt. Sie antwortet mir. So fahre ich fort. "Nîn pilin lost, nîn râd palan, pant daedeloth. Im aníra lîn dâf, od dîn arod iuitha an beria nîn cuil." Die Zeremonie welche jetzt folgt, bleibt mein wohlgehütetes Geheimnis, doch als die Sterne am Horizont zu verblassen beginnen, liegen neben mir 38 wunderbare, lange, am Ansatz kerzengerade finderdicke Zweige. Einer wie der andere. "Hanon-le, mellon iphant", lächle ich meinem Freund zu und erhebe mich. Dann ziehe ich eines von Alagos 88 Haaren aus meinem Armreif , flechte es in Kopfhöhe kunstvoll um den Stamm, verneige mich, nehme die Zweige und gehe zurück in Richtung Schenke. Die Sonne wird bald aufgehen. Während ich zurückgehe, denke ich an Car-Neel und Richard. Hat Richard die bunten Kiesel an sich genommen? Und wenn ja, lebt er dann noch? Die Neugier zerreisst mich fast und ich beeile mich. Vor der Schenke angekommen, lehne ich mich an den Brunnen und warte. |
| BlackDragon | Es ist noch dunkel, als ich erwache. Mein Kopf und meine Glieder schmerzen etwas, ob meines gestrigen Alkoholgenusses und so nehme ich erstmal einen kräftigen Schluck aus der Karaffe, die auf dem kleinen Holztisch neben meinem Bett steht. Das erste Morgenrot scheint schon fahl aus Richtung Osten, also beeile ich mich meine Kleider anzulegen, verstaue meinen Geldbeutel und Caar-Neels Schatz unter meinem Mantel und verlasse das Zimmer. Im Schankraum angekommen sehe ich im flackernden Licht der Laterne Eldineth, die wohl schon auf mich wartet, allerdings will ich sie ungern auf meiner Runde mitnehmen, zumal meine 'Geschäftspartner' wohl kaum begeistert wären, wenn ich eine Elbin im Schlepptau hätte. Ich gehe also durch den Hinterausgang aus dem Haus und wende mich in die schmale Seitengasse zu meiner Rechten. Mein erster Weg führt mich zu dem alten Maar-Gan-Schrein in einem recht verlassenem Teil der Stadt, an dessem Fuß ich ein handgroßes Holzstück löse und die Erde aus dem dahinterliegendem Hohlraum entferne. Hervor kommt eine kleine Schatulle mit einigen, wenigen Schmuckstücken, die einmal reichen Damen gehörten und für die ich mir einen guten Preis erhoffe. Danach suche ich eine verfallene Hütte ein paar Schritte weiter auf und wieder muss ich mir die Hände schmutzig machen um an mein Ziel zu kommen - ein Säckchen mit Goldstücken und zwei rohen Edelsteinen und eine kleine, wohl recht alte, Statue, die einen mir unbekannten Gott darstellte und die ich vor ein paar Wochen bei einem Leichnam etwas außerhalb der Stadt gefunden hatte... Nachdem ich auch noch die letzten zwei Verstecke geleert hatte, begebe ich mich auf den Weg zum alten Darius, der sich durch mich wahrscheinlich an seine jungen Jahre erinnert fühlt und mir daher bisher immer recht gute Entlohnungen für meine 'Fundstücke' geboten hat. Zweimal klopfe ich an die Tür seiner alten Hütte "Mach auf, alter Mann!" Sogleich öffnet mir der Bärtige und winkt mich herein. Er wirkt gebrechlich wie immer und ein wenig schmerzt es, dass ich ihn heute vielleicht zum letzten mal sehen würde. "Was hast Du für mich, mein Junge?" Wortlos lege ich alles auf den Tisch und warte ab, während er die Stücke mit einem wissendem Blick mustert. Ein Brummen dringt aus seinem dichten Bart und er schaut auf. "Ein paar schöne Dinge hast Du mir da gebracht, aber dafür" er deutet auf die Statue "habe ich keine Verwendung. Solchen Tand kauft heute niemand mehr, die Menschen sind ihren alten Göttern müde geworden." "Weißt Du, was sie darstellt?" "Nun ja" er betrachtet die Statue nochmals eingehender "ich würde sagen, es ist eine Reliquie irgendeines kleineren Kultes, aber was diese genau darstellt oder woher sie kommt kann ich Dir nicht sagen. Du solltest sie behalten - vielleicht findest Du einen Sammler, der Dir dafür einen gewissen Betrag zahlt. Und für den Rest" er steht auf, macht sich an einer kleinen Kiste zu schaffen und wirft mir einen kleinen Beutel zu "nimm das!" Ich öffne den Beutel und schaue hinein, der geliebt Glanz des Goldes strahlt mir entgegen und ich lächle den alten Mann zufrieden an. "Ich danke Dir, mein Freund. Ich werde mich jetzt auf den Weg machen, wir werden uns wohl eine Weile nicht sehen!" Darius' Blick ist auf ein Schmuckstück fixiert, welches er in seiner Hand wendet "Hast Du Dir hier Feinde gemacht oder nur wieder einer Deiner Ausflüge in die Nachbarstädte?" "Weder, noch! Ich habe gestern eine Elbin und einen Zwerg kennengelernt, die ich ein Stück auf Ihrer Reise begleiten will!" In diesem Moment scheint das Schmuckstück seinen Reiz zu verlieren und Darius schaut mich von unten her an. "Hast Du Dir das gut überlegt? Es ist nicht gut für einen wie Dich zu enge Freundschaften zu pflegen!" "Mach Dir darüber keine Sorgen, ich weiß, was ich tue." Kurz schweige ich und lege ihm meine Hand auf die Schulter. "Leb wohl, alter Mann!" Daraufhin legt er seine Hand auf die meine, "Machs gut, Junge und bring mir ein paar neue Fundstücke mit." Lächelnd und ohne ihm eine Antwort zu geben verlasse ich die Hütte und mache mich wieder auf den Weg zum Gasthaus, Eldineth würde sicher schon auf mich warten. Ich sehe die Elbin schon von weitem am Brunnen stehen und rufe ihr zu "Guten Morgen, schöne Eldineth! Schläft der Zwerg noch oder tobt er schon?" Bei den letzten Worten halte ich lachend Caar-Neels Schatz hoch. |
| Scuanor | Es ist schon hell, die Sonne sticht in meine Augen und wärmt mein Gesicht. Mit einem unterdrückten Grummeln stehe ich auf und kleide mich an, während ich auf das Bett schaue, in dem Richard schläft, undeutlich erkennbar ob der vielen Decken. Als letztes nehme ich den kleinen Beutel mit meinen Steinen und verstaue ihn in meinem Wams. 'Er wird wohl auch bald aufwachen.' denke ich mir und trete durch die Zimmertür in den Flur. Als ich unten an der Treppe ankomme, von der der Gang zur Küche und den anderen Wirtschaftsräumen abzweigt, bemerke ich aus dem Augenwinkel eine schattenhafte Gestalt, welche am Ende des Ganges in einen Kellerniedergang entschwindet. 'Dann gibts heute wohl kein Frühstück für mich', denke ich verärgert 'wenn der Küchenjunge erst jetzt die Zutaten holt.' Die Fackeln an den Wänden im Gang zum Schankraum sind teils heruntergebrannt, teils erloschen, keine einzige ist erneuert worden. 'Merkwürdig, auf mich hat diese Taverne gestern einen recht gepflegten Eindruck gemacht' Schulterzuckend ergreife ich den Türgriff, um sie zu öffnen, als ich von dahinter ein wehklagendes Jammern höre, ganz so, als ob ein Zauberer im Spiel der Könige gegen einen Grokkh verloren hätte. Innehaltend, langsam nehme ich meine Wurfaxt von der Hüfte und lausche... Nur mein Atem, welcher ruhig und kontrolliert den Weg in meine Lunge findet, um alsbald verbraucht seine Flucht in die Welt dort draussen antritt ist zu hören. Ansonsten ... Nichts. Keine Vögel, die zwitschernd von der Nachtruhe erwachen. Kein wütender Wirt, der die berauschten Opfer seiner Schankeskunst auffordert, nun zu gehen, ausser Acht lassend, das viele zu solch einer Handlung noch gar nicht imstande sind. Nicht mal ein Zauberer, der laut fluchend die Figuren vom Brett schleudert um sich dann schnell in Sicherheit vor dem Grokkh zu bringen. Gar Nichts. Mit nun etwas feuchter Hand drücke ich die Klinke herunter und stosse die Tür ganz auf. Ich trete mit gezogener Axt und kampfbereit in den Schankraum. Die Tür knallt ohrenbetäubend laut gegen die Wand, doch dies bemerke ich nicht mehr. Aufkeuchend lasse ich die Axt fallen. Die Möbel sind zerstört, mit einer Gründlichkeit, wie sie sonst nur bei den Wegzolleintreibern der Trolle zu vermuten sein mag. Alle Fenster sind zerbrochen und auf dem Boden, in den Regalen und auch auf den Tischen liegt Glas. Soviel Glas, klein, zersplittert und das Morgenlicht in vielerlei Farben brechend, das man meinen könnte, man stände in einem Edelstein und Juwelengeschäft unseres Volkes. Nur das in unseren Läden nur Kristalle, Edelsteine und Juwelen verarbeitet werden... Diese Dinge bluten nicht... Sie lassen sich auch nicht so einfach in so viele kleine Teile hacken... Sie ziehen kein Getier an, wenn sie länger in einer Vitrine herumliegen... Und sie erzeugen bei weitem nicht solch ein widerwärtiges Gefühl in mir, so als müsste ich auf der Stelle zusammenbrechen und den Mageninhalt der letzten 50 Jahre erbrechen. Mit einiger Not drehe ich mich um und will von diesem Ort flüchten, von diesem Anblick, dieser Beleidigung der Sinne. ... Und pralle gegen die Tür. Unbemerkt laut sprechend, dies jedoch eher einem krächzen nahekommend, sage ich „Die Tür war eben noch auf, sicherlich hätte ich es gehört, wenn sie zugefallen wäre und auf jeden Fall weiss ich, das ich sie nicht geschlossen habe.“ Ich hebe die Axt wieder auf und umgreife sie fest mit einer Hand, doch rutscht sie heraus, entgleitet meinen schweissfeuchten Fingern. Ich nehme, ohne einen neuerlichen Blick auf das Innere des Schankraumes zu werfen, einen Lappen, der so eben erreichbar ist, wische mir die Hände ab... und werfe ihn angewidert weit weg, mir mit grossen Augen meine nun blutbeschmierten Hände ansehend. Die Augen schliessend, konzentriere ich mich. „Vergiss nicht, was du gelernt hast ! Zu keiner Zeit ! An keinem Ort ! “ Die Stimme meines Ausbilders von früher ertönt leise, jedoch kräftig in meinem Kopf und nach einigen Momenten merke ich, wie ich auf eine bestimmte Weise wacher, aufmerksamer, kälter werde. Noch einmal nehme ich die Axt, drehe mich um und schaue mir den Schankraum in seiner ganzen Grösse an, jedes Detail bemerkend, verinnerlichend. Dann wende ich mich der Tür zu, trete sie auf und ... Es ist schon hell, die Sonne sticht in meine Augen und wärmt mein Gesicht. Mit einem unterdrückten Grummeln wache ich auf und kleide mich an, während ich auf das Bett schaue, in dem Richard schlief, deutlich erkennbar ob der zerwühlten Decken, welche aussehen, als sei er überhastet aufgebrochen. Dann nehme ich den kleinen Beutel mit meinen Edelsteinen und verstaue ihn in meinem Wams. 'Er wird wohl es früh genug merken.' denke ich mir und trete durch die Zimmertür in den Flur. Als ich unten an der Treppe ankomme, von der der Gang zur Küche und den anderen Wirtschaftsräumen abzweigt, bemerke ich aus dem Augenwinkel eine jungenhafte Gestalt, welche am Ende des Ganges in einen Kellerniedergang entschwindet. 'Dann gibts heute wohl kein Frühstück für mich', denke ich verärgert 'wenn der Küchenjunge erst jetzt die Zutaten holt.' Die Fackeln an den Wänden im Gang zum Schankraum sind teils heruntergebrannt, teils erloschen, keine einzige ist erneuert worden. 'Merkwürdig, auf mich hat diese Taverne gestern einen recht gepflegten Eindruck gemacht' Schulterzuckend ergreife ich den Türgriff, um sie zu öffnen, als ich von dahinter ein wehklagendes Jammern höre, ganz so, als ob ein Zauberer im Spiel der Könige gegen einen Grokkh verloren hätte. Ich drücke die Klinke herunter und öffne die Tür. ... „VERDAMMT, schert euch zum Teufel, versoffenes Pack, sonst mache ich euch Beine !“ Der Wirt nimmt einen der trunkenen Gäste von gestern abend am Gürtel und wirft ihn gekonnt durch die offene Tür. Der Grokkh nimmt gleich zwei der um diese Art des Endes eines lustigen, feuchtfröhlichen Abends wahrlich nicht zu beneidenden Männer, während eine Frau mit zerzaustem Haar und unordentlicher Kleidung den Wirt anfleht, nichts von der letzten Nacht ihrem Gatten zu erzählen. Grinsend, solche Situationen kennend, nicke ich dem Wirt kurz zu und werfe ihm einen Stein zu, den er geschickt auffängt, wodurch er allerdings einen weiteren Gast zu Boden fallen lässt, welcher kurz aufächzt und dann weiterschläft. „Kendra Do Nukir.“ sage ich, meinen Helm antippend „Ihr werdet sehen, dies sollte Eure Aufwendungen, was die Zimemr angeht, ausreichend entschädigen.“ Ganz kurz ist in seinem Zornesroten Gesicht ein leichtes, ehrliches Lächeln zu sehen, dann wendet er sich mit lauter Stimme dem Grokkh zu, welcher gerade einen der sicherlich selig träumenden durch eines der geschlossenen Fenster zu werfen gedachte. „RICKA DAT ! TRONT FORA MER !“ Mich durch die überreste eines beschaulichen Abends und einer weniger beschaulichen Nacht schlängelnd gehe ich durch die Vordertür, schaue mich kurz um und sehe Eldineth und Richard an einem Brunnen stehen, er lächelt übers ganze Gesicht, während sie auf irgendetwas zu warten scheint. Nach ein paar beschwingten Schritten auf diese beiden zu, wobei mir auffällt, wie schön und ausgeruht Eldineth immer noch aussieht, während Richard etwas von einem Drachen hat, welcher einen neuen Hort ausfindig gemacht hat, ertönt ein fast ohrenbetäubendes Splittern von Glas und Holz hinter mir, was mich zusammenzucken und herumfahren lässt. Vor einem der (nun zerbrochenen Fenster) liegt einer der Nachtaktiven Gäste der Schänke, nun allerdings so gar nicht mehr aktiv. Aus mehreren kleinen Schnittwunden blutend. Der Ohnmacht nahe, bemerkt er gar nichts vom tobenden Wirt, der wohl gerade sich entschloss, einen neuen Rauswerfer für sein Etablissement sich zu suchen, da der jetzige Rauswerfer wohl mehr Schaden anrichtet, als die Gäste. Auflachend drehe ich mich um und begrüsse meinen neuen und meine alte Weggefährtin. „Wartet Ihr beide schon lange ?“ frage ich immer noch kichernd. „Oh, macht euch keine Sorgen, ICH war nicht daran beteiligt, mir wäre eine etwas leisere Art des Aufbruchs lieber gewesen wäre." füge ich hinter mich deutend hinzu. ... |
| Fly | Ich stehe schon eine ganze Weile an dem Brunnen, beobachte, wie sich der Himmel in seinne zartesten Farben zeigt und lausche der Welt, wie sie langsam erwacht. Die schönste Zeit des Tages. Die Luft ist kühl und frisch, das Licht golden. So hänge ich meinen Gedanken nach. Plötzlich durchdringt ein lautes Geschrei meine Ohren: "Guten Morgen, schöne Eldineth! Schläft der Zwerg noch oder tobt er schon?" Ich wende mich um und werfe Richard wütende Blicke zu. (Was er aber auf diese Entfernung wohl kaum wahrnimmt). Wieder steigen Zweifel in mir auf. Was hab ich mir da eigentlich aufgehalst? Es reicht scheinbar nicht, dass ich mit einem permanent brummelnden und stampfenden Zwerg meine Suche nach Gilmith fortsetzen will, nein, nun hab ich auch noch ein gröhlendes und meiner Meinung nach schutzbedürftiges Menschenwesen an der Hacke. Ich atme tief durch. Als Richard am Brunnen ankommt, sehe ich ihn ernst an uns sage mit leiser Stimme:"Der Zwerg scheint noch zu schlafen - der Rest des Dorfes nun wohl nicht mehr! Haltet Eure Stimme im Zaum, Ihr erregt bei Weitem zu viel Aufmerksamkeit! Ich bin in stiller heimlicher Mission unterwegs und möchte nicht, dass jedwegliches Gesindel sich an unser Fersen heftet! Merk Euch das für die Zukunft oder geht allein" - und nach einer kurzen Pause: "Auch Euch einen guten Morgen". Dann hefte ich meinen Blick wieder auf die Tür der Schänke. Nichts regt sich. "Es scheint, als müsste einer von uns den Zwerg von seinem Lager stossen." In diesem Moment öffent sich polternd die Tür und der Wirt wirft mit bemerkenswertem Schwung einen Gast hinaus. Mit einem kurzen Blick auf Richard sage ich." Wenn Car-Neel davon nicht erwacht, werde ich ihm bei nächster Gelegenheit die Ohrhaare abflämmen." Einen kurzen Augenblick später tritt Car-Neel durch die Tür, polterig wie immer aber nicht wütend. Er kichert sogar. Hat er noch garnicht bemerkt, dass ihm etwas fehlt? Gespannt sehe ich ihn an: "Guten Morgen Freund. Die Sonne steht schon hoch - lass uns rasch gehen und Richard beim Waffenkauf beratend zur Seite stehen. Hast Du alles?" |
| Scuanor | "Aber sicher,"antworte ich. "Ich habe ein wenig schlecht geträumt heute nacht, wobei wenig eher untertrieben wäre." Leiser füge ich hinzu : "Ich erzähle dir später heute davon. Wenn wir unter uns sind." |
| Fly | "Nun gut. In welche Richtung wollen wir gehen? Richard, seid ihr vorhin auf Eurem Weg hierher an einer Schmiede vorbei gekommen?" und zu Car-Neel gewandt " Ich bin sicher, dass in Deinem Kopfe bereits feststeht, was Richard Deiner Meining nach an seinen Gürtel stecken soll. Bitte bedenke, dass der Mensch nicht über Deine Muskeln verfügt .... Es wird kein leichtes Unterfangen werden." Ich mustere Richard, sage aber nichts. Im Stillen wundere ich mich, dass Car-Neel bezüglich seines Stein-Beutels immer noch nichts sagt. Dabei hält doch Richard den Beutel für alle - oder zumindest für mich- weit sichbar in der Hand. Versteh da einer die Zwerge .... "Ach, und Car-Neel, bitte erweise mir die Güte und fange keinen Zank an, wenn Richard und ich Deine Waffenvorschläge zurückweisen sollten. Ich habe noch nicht gefrühstückt und Zwergengezeter auf nüchternen Magen vertrage ich nicht sonderlich gut. Sodann, wenn alle bereit sind, lasst uns gehen." |
| Scuanor | Aus einer Tasche hole ich ein Stück Trocken Brot und halte es Eldineth hin. "Iss erstmal einen Happen, dann wirst du mein Gezeter auch besser vertragen." sage ich mit einem Schmunzeln im Barte. Zu Richard gewandt sage ich "Sagt habt Ihr in der letzten Nacht irgendetwas Merkwürdiges bemerkt ?" |
| BlackDragon | "Der Zwerg scheint noch zu schlafen - der Rest des Dorfes nun wohl nicht mehr! Haltet Eure Stimme im Zaum, Ihr erregt bei Weitem zu viel Aufmerksamkeit! Ich bin in stiller heimlicher Mission unterwegs und möchte nicht, dass jedwegliches Gesindel sich an unser Fersen heftet! Merkt Euch das für die Zukunft oder geht allein" Bevor ich auf die Worte Eldineths reagieren kann, kommt nun auch Caar-Neel aus der Schenke. Er scheint etwas aufgewühlt zu sein, aber vielleicht ist das auch sein Normalzustand zu solcher Stunde. Viel mehr wundert es mich, dass er den Verlust seines Schatzes noch nicht bemerkt hat. Nach der Begrüßung richte ich meine Worte wieder an Eldineth: "Ihr mögt große Erfahrung und Wissen über den Wald uns seine Bewohner, die Natur und Geschichte haben, doch in der Stadt seid ihr mehr eine Fremde. Vertraut mir, hier fällt nur der auf, der sich zurückhält. Wer sich um die Aufmerksamkeit, die er erregt, nicht kümmert, ist den Leuten hier nicht interessant genug." Daraufhin wende ich mich, ohne die Antwort der Elbin abzuwarten, an den Zwerg: "Auch ihr scheint noch eine Menge über große Ansammlungen von Menschen lernen zu müssen, vor allem dass man in diesen auf sich, und noch mehr auf seine Wertsachen, aufpassen sollte!" Bei dem letzten Worten werfe ich Caar-Neel seinen Schatz vor die Füße. "Erwartet nicht von allen Dieben, dass sie euch eure Sachen am nächsten morgen zurückgeben! Doch zu eurer Frage: Nein, ich habe diese Nacht nichts auffälliges bemerkt und ich habe einen sehr leichten Schlaf." Fertig mit meinen Ermahnungen fertig, wende ich mich wieder Eldineth zu. "Ich bin zwar nicht an einer Schmiede vorbeigekommen, doch diesen Weg entlang" ich deute mit der Hand auf eine breite Straße, die in Richtung Süden verläuft "trifft man nach etwa 200 Metern auf eine." |
| Fly | "Euer leichter Schlaf scheint Euch eine noch leichtere Erholung vom reichen Biergenuss zu verschaffen. Wie sonst könnte ich mir Euren Zweifel an meiner Erfahrung erklären? Denkt Ihr im Ernst, dass ich in mehr als 2000 Jahren nur durch Wälder getänzelt bin und mich mit Hasen unterhalten habe? Aber gut, in Euren Jahren, minder als ein Monat Tage hat, hab Ihr sicher bereits alles Wissenswerte über mein Volk erfahren." erwidere ich honigsüss. Dieser Mensch nagt langsam an meinen Nerven. So ein junger Spring-ins-Feld mit überzogenem Selbstbewusstsein könnte leicht zu einer unberechenbaren Gefahr werden. Dabei hat er irgendetwas an sich, was mir gefällt und meine Neugier weckt. Ich blicke Car-Neel ernst an, lehne dankend das Stück Brot ab und wende mich zum Gehen. In diesem Augenblick landet der ledernde Beutel genau vor seinen Füssen und Richard gibt sich als Dieb preis. Na, immerhin rückt er ihn raus, wenn wohl auch etwas ungeschickt. Entweder hat dieses Kerlchen es faustdick hinter den Ohren oder es ist noch mächtig grün hinter denselbigen. Ich halte inne und atme tief durch, ahnend, was gleich geschehen wird .... Werden wir es schaffen, noch vor Sonnenuntergang diesen Brunnen zu verlassen? |
| Gilmith | Ich weiss nicht, wie lange schon ich durch die Lande streife, rastlos. Getrieben von Sehnsucht und schlechtem Gewissen. Ich versprach ihr, mit ihr gemeinsam die letzten unseres Volkes zu suchen um dann gemeinsam in den Westen zu fahren. Doch dann kam diese Nacht. Wir ruhten uns im Wald der süssen Verwirrung aus, obwohl sie mich warnte und dagegen war. Doch wir waren so müde. Die Kämpfe der letzten Wochen hatten uns stark geschwächt. Ich zog los, um uns ein wenig Nahrung zu suchen und liess sie allein zurück. Erst drei Tage und Nächte später fand ich zu unserem Rastplatz zurück. Ich hatte mich überschätz. Der Zauber des Waldes der süssen Verwirrung hatte auch mich in den Bann gezogen. Sie war nicht mehr da. Meine geliebte Eldineth. Ich suchte sie noch Wochen in diesem Wald, immer darauf gefasst, ihn aus eigener Kraft nicht mehr verlassen zu können. Nach endlosen Tagen stand plötzlich ein prächtiger Hengst vom Blute der Mearas vor mir. Er blickte mich an und fragte leise „ Bist du Gilmith? Eldineth schickt mich. Sie ist voll Sorge und Leid um Dein Leben. Steig auf, ich bringe dich aus diesem Wald“. Ich stieg auf und auf sicheren Pfaden brachte mich dieses wundervolle Geschöpf aus dem Wald. Ich fühlte mich elend. Wie konnte mir so etwas passieren? Alagos lief ununterbrochen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, ehe er stehen blieb. Er schnaubte leise und schlug mit dem Kopf „So, nun musst Du allein weitergehen. Folge dem 7. Stern bis er untergeht, an dieser Stelle liess ich Eldineth zurück. Namarié, Gilmith“. Er stieg kurz und verschwand dann Richtung Norden. „Hanon-le …. “ rief ich ihm mit erstickter Stimme hinterher, doch er reagierte nicht. Ja, er war zu Recht ungnädig. Ich hatte in dem Wald der süssen Verwirrung meinen Geist ausser acht gelassen und war schwach geworden. Ich lief so schnell ich konnte dem 7. Stern hinterher, doch Eldineth fand ich nicht. Nun streife ich schon seit ungezählten Monden durch die Lande und es scheint, als habe sie niemand gesehen. Die Sorge und mein Gewissen rauben mir die Lebenskraft. Doch ich muss sie finden. Bald. Es ist ein sonniger Tag gewesen und ich entschloss weiter abseits der Wege zu suchen und ging tief in den Wald hinein,. Hier was es kühler und die Bäume gaben mir Schutz. Schon lange entsprach meine Erscheinung nicht einem Erstgeborenen. Meine Kleidung war zerschlissen und schmutzig. Das Strahlen war meinen Augen gewichen, meine Haut grau und mein Haar glänzte nicht mehr. Ich ging nicht mehr aufrecht und meine Lieder waren verstummt. So kam ich irgendwann auf eine Lichtung, auf der eine alte Birke stand. Ich beschloss, mich unter ihr ein wenig auszuruhen. Als ich näher an sie herantrat, bemerkte ich ein sanftes Glitzern in ihren Zweigen. Rasch ging ich näher und ich sah, dass dort, fein wie Spinnweben, 3 Haare des stolzen Alagos verwebt waren. Kein Zweifel, dieser bleierne Glanz konnte nur von ihm stammen. Ich sah die Birke an und fragte: „ Stummer Freund verrate mir, woher stammt das Haar in deinen Zweigen?“ Die Birke schwieg eine Weile, dann knarrte sie:“ Junger Freund, eine Elbenmaid, schön wie der Sternenhimmel, mit silbernen Haar und Augen wie ein Bergsee bat mich um einige lebenschützende Zweige und dafür schenkte sie mir diesen prächtigen Schmuck. Es ist erst ein paar Augenblicke her als sie hier war, die Sonne erwachte seitdem erst einmal“. Dann schwieg sie. In mir stieg Hoffnung auf. So starke Hoffnung, dass sich mein Körper aufrichtete, mein Blut mir in die Wangen schoss und meine Augen sich feucht und lebendig anfühlten. Ich sah mich um. Und ja, ich entdeckte schwache Spuren. Dort hatte sie gesessen. Und dort war das Gras ein wenig verschoben. Ich entschloss mich den Wald entgegen der Birke zu verlassen. Nach einigen Stunden erreichte ich eine Strasse und in der Ferne erblickte ich ein Dorf. Die Sonne war aufgegangen und stand schon relativ hoch. Ein Dorf. Ich beschloss, dort hinzugehen und zu Fragen, ob jemand eine Elbin sah. Ich eilte die Strasse hinauf und erreichte den Dorfeingang. Ich sah mich um und beschloss, der Hauptstrasse zu folgen. Plötzlich hörte ich jemanden laut rufen: „Guten Morgen Eldineth“ – ich konnte es nicht fassen. Ich begann in Richtung des Rufenden zu laufen und bald sah ich am Ende der Strasse einen Jungen Menschenmann, der fröhlich winkend in Richtung eines Brunnen spazierte. Und vor dem Brunnen stand….. Eldineth. Ich wollte gerade anfangen auf sie zu zueilen als plötzlich das Haus gegenüber einen Zwerg ausspuckte, welcher nun auf Eldineth zuging und mit Ihr redete. Ich begann zu rennen. Hörte Ihre Stimme, den Zwerg, den Menschen und plötzlich wandte Sie sich um und sah mich. Sie kniff die Augen zusammen und sah mich an. Ihre wundervollen Augen füllten sich mit Tränen und ihre makellosen Lippen formten meinen Namen. Dann standen wir uns gegenüber, an den Händen haltend, lachend, unser Glück nicht begreifend. Die Suche hatte ein Ende. „Oh Eldineth, le-meleth nin. Endlich hab ich Dich gefunden!“ Dann sanken wir uns in die Arme. |