| †kinderreigen† | Hallo, was haltet ihr persönlich vom Internet? Ich bin der Meinung das viele Kinder/Jugendliche sich im Internet verlieren, sich Illosionen von Freunden machen und nur noch in diesen Illosionen leben. Kinder/Jugendliche sollten das Internet mit Vorsicht genießen. Auch da das Internet ungeahnte Möglichkeiten in jeglicher Hinsicht bietet... mfg |
| Gr. Gaulichter | weil es mir gerade unterkam: lies mal [url]http://www.heise.de/newsticker/meldung/59291[/url] gg.grüße |
| lunae | Diesen Illusionen erliegen aber nicht nur Kinder und Jugendliche... Es gibt auch massig erwachsene Menschen, denen das Internet die Einsamkeit nimmt, Hoffnung gibt etc. pp. Eigentlich schlimm, wenn man darüber nachdenkt... |
| Gr. Gaulichter | und wenn sie ehrlich erkennen könnten, dann würden sie sehen, dass das netz ihnen nicht einsamkeit nimmt, sondern sie in einsamkeit hält. gg.grüße |
| †kinderreigen† | Ich erlebe es selber nämlich öfter das ein Freund/in sagt das sie lieber ins Internet gehen würde als nach draussen zu gehen oder sich mit Freunden zu treffen. Der Bericht über Dr. Weizenbaum ist übrigens sehr gut :) danke aber ich denke das Internet und Fernsehen nicht unbedingt das schlimmste ist was erfunden wurde, es muss nur alles seine grenzen haben... mfg |
| dwisl | ich als Kind/Jugendlicher möchte mit diesem Beitrag für das Recht eines jeden Kindes/Jugenliches auf [i]Illusionen[/i] (und Kommunikation) eintreten. |
| Gr. Gaulichter | @dwisl / "Jugendlicher" aus dem "Eimer" ;) ich möchte für dein recht eintreten, eine kommunikation mit inhalt führen zu dürfen. ich möchte für dein recht auf phantasie eintreten. mal wirklich zu deinem wunsch: vielleicht solltest du ein wenig differenzieren zwischen illusion in und durch z.b. texten, musik und der illusion, die durch die gesamtheit dieser - nenne wir sie medien dir nahegebracht wird, es sei das, wonach man streben sollte. es gibt illusionen, die ein "kind/jugendlicher" nicht braucht. und dazu gehört für meine begriffe jene illusion eines erfüllten lebens durch und mit dem internet. gg.grüße |
| dwisl | [quote]und dazu gehört für meine begriffe jene illusion eines erfüllten lebens durch und mit dem internet.[/quote] ...was heißt Illusion? Das ist völlig ernst. Ohne Internet hätte ich gar keine Freunde. |
| Gr. Gaulichter | das wolltest du nicht wissen, oder?: Täuschung, die Um- und Falschdeutung von Sinneseindrücken aufgrund von Erwartungen, Wünschen und Affekten; meist positiv gefühlsbetont. gg.grüße |
| dwisl | Dochdoch doch. :) Und eben genau das will ich haben. anonymer KindIn/JungendlicherIn |
| Lumina Nocte | Eine sehr gute Freundin von mir kennt die meisten ihrer Freunde aus dem Internet, kann sie nur selten treffen, weil sie zu weit weg wohnen. Grundsätzlich finde ich es nicht schlimm, wenn man im Internet Leute kennen lernt, aber ich habe gesehen, wie sie sich mit der Zeit immer mehr abgekapselt hat. Sie geht kaum raus, und wenn, lernt sie nie neue Leute aus ihrer Umgebung kennen. Ich denke, durch so ein Verhalten verlernt man völlig den Umgang mit Menschen, außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Illusion Internet ein erfülltes Leben darstellen kann. |
| rainraven | Beides sollte sich ergänzen. Man kann durchaus im Netz Freunde kenenlernen, die man auch persönlich trefffen kann oder sich mit persönlich bekannten Leuten übers Netz austauschen (E-Mail, Chat...). Doch ich, derzeit viel an zuhause und ans Netz gebunden (leider nicht mehr jugendlich :) )stelle fest, daß man dem Internet wie einer Sucht erliegen kann. Man wird ungeduldig, gereizt und genervt, wenn kein neuer Forenbeitrag auf die eigenen Meinungen erfolgt, wenn die Chat"freunde" nicht online sind oder man hundertmal die Mailbox aufmacht, weil keine neue Mail da ist. Oder man "kann noch nicht weg, weil man gleich ein wichtige Auktion auf Ebay zu beenden hat"-da sieht mein Freund auch inzwischen rot. Mir sind meine Freunde sehr wichtig. Das sind aber immer noch in erster Linie die, die ich persönlich treffen, sehen und fühlen kann. Und dafür wird auch weiterhin das Internet zurückstecken. Ich sehe echt eine Gefahr für Jugendliche, die sich nur zuhause vor dem Rechner verschanzen. Abgesehen davon, daß es den Augen nicht besonders gut tut, ständig einen Bildschirm zu betrachten, dem Körper und dem Rücken auch schadet, wenig Bewegung zu haben und ständig zu sitzen, darf man nicht so introvertiert werden und muß die Konfrontation und den Umgang mit realen Menschen pflegen, die sich nicht bei einem Streit oder einer Unannehmlichkeit einfach"wegklicken" lassen oder denen man ins Angesicht schauen muß und seine Schwächen nicht hinter einem Chatprofil verstecken kann-so, wie es halt in der Realität ist. Ich stelle fest, daß ich zunehmend Schwierigkeiten habe, mich fremdem Menschen und der Öffentlichkeit zu stellen, weil ich mich nur an den Rechner und in mein Heim zurückziehe. Gut, ich habe auch keinen Job und muß auf der Suche (wozu ich andererseits eben auch viel den Rechner brauche) dauernde Niederlagen, Ablehnungen und Konfrontationen ertragen, was auch seinen Teil dazu beiträgt, aber ich spüre, daß es gefährlich ist, sich so in sich selbst zurückzuziehen und nicht am realen, öfentlichen Leben teilzunehmen. Und wenn ich feststelle, daß ich den halben Tag lang kontinuiertlich nur von einer Mailbox zur andern und von einem Forum zum anderen hüpfe, versuche, alles "Neue" und "Wichtige" zu lesen und dann eigentlich schon längst was anders getan haben sollte, mich aber nicht losreißen kann von dieser stumpfen, mich fesselnden und mich ermüdenden Suche nach Neuigkeiten und Aufmerksamkeit, dann macht mr das Angst und ich fühle mich schlecht und schwach, weil ich weiß, daß ich gefangen bin in meiner Trägheit und meiner Abhängigkeit von diesen "Friends without Faces"(ein Gedicht eines Freundes über Internetbekannte) und meiner Angst, etwas zu verpassen..:( Ich möchte noch editieren und dazufügen: Natürlich haben wir durch das Internet eine Bereicherung an schnell abrufbaren Informationen erfahren, z.B. muß ich es ja auch für die Arbeitssuche nützen und würde ohne gar nicht mehr zurecht kommen, aber das Verlockende ist halt, sich im Surfen oder in der Interaktion mit anderen Leuten zu verlieren und auch ganz unwichtige Sachen anzugucken und vom 100sten ins 1000ste zu kommen und dabei wertvolle Zeit zu verschwenden, die man anderweitig hätte nützen können... Außerdem verbreitet das Internet und manche User auch gefährliche, unklare oder absichtlich falsche Information, die jemandem schaden oder jemanden in Gefahr oder Ärger bringen könnte. Man muß lernen,das Wichtige vom Unwichtigen zu filtern und nicht allem rückhaltlos zu vertrauen, bloß, "weil es ja im Internet steht". |
| Lunia | Die bisher genannten Argumente dafür und auch dagegen kann ich meist gut nachvollziehen! Das Internet darf auf gar keine Fall Ersatz für echte Erlebnisse und echte Freunde sein. Aber mein Leben wurde durch das Internet ziemlich bereichert. Es ist einfach total praktisch, Informationen im Internet zu suchen (und wenn ich nur wissen will, was heute in meiner Stammdisko läuft) und dank dem Internet kann ich jetzt z. B. CDs bei eBay kaufen und sie dank Online-Banking auch noch sofort bezahlen. Und man lernt einfach Menschen kennen, die man sonst nie kennen gelernt hätte. Also auf viele per E-Mail geführte Gespräche möchte ich auf gar keinen Fall verzichten. Und ein solcher Gedankenaustausch wie hier im Forum wäre ohne Internet auch nicht möglich. Bedenklich finde ich es nur, wenn man sein ganzes Leben nach dem Internet ausrichtet und sonst an nichts mehr Interesse hat. Und natürlich muss man gerade Kinder und Jugendliche vor den negativen Seiten des Internets schützen. Aber Internet ist etwas, wo man immerhin noch selber aktiv werden muss und man nicht so passiv berieselt wird, wie beim Fernsehen. Ich würde auch gar nicht so eine ganz strikte Trennung zwischen der realen Welt und der Welt des Internets ziehen. Das Internet beeinflusst das reale Leben und das reale Leben beeinflusst das Internet. Viele Dinge, die man im Internet macht, haben ja auch einen direkten Bezug zum realen Leben (Verabredungen, Informationen, Einkäufe). Und auch wenn man sich nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzt, befindet sich am anderen Computer auch immer nur ein Mensch wie man selber, auch wenn man natürlich vorsichtig sein sollte, weil man sich im Internet tatsächlich besser verstellen kann oder nur bestimmte Teile von sich preisgibt, als im realen Leben. |
| Varda | Hi, also das ist ein sehr interessantes Gespräch, es betrifft mich nämlich im Moment persönlich. Ich möchte erstmal dazu beitragen, dass ich meinen Freund über das Internet kennengelernt habe und wir mittlerweile seit zwei Jahren und drei Monaten glücklich zusammen sind - Heiratspläne inklusive. Dass das die Ausnahme ist, weiß ich selbst, ich war davor immer dagegen, Leute so kennenzulernen. Inzwischen bin ich umgezogen und wohne jetzt seit fast zwei Monaten in einer ganz neuen, völlig Fremden Stadt. Da ich noch nicht anfangen konnte zu studieren, mache ich im Grunde nichts, außer einem Aushilfsjob und Hausarbeit. Da lernt man aber keine Leute kennen. Wiederum ergab sich das Internet als Möglichkeit und inzwischen kenne ich wenigstens drei Leute, mit denen ich mich ,denke ich, sehr gut verstehe. In beiden Fällen half mir das Internet also, aus dieser Einsamkeit auszusteigen. Trotz allem kann es auch gefährlich werden, vor allem auch dann, wenn man sich mit seinen Chatpartnern real trifft. In einer Übergangszeit, wie ich sie hier zunächst ohne Freunde hatte, kann das Internet aber auch ohne 'reale' Kontakte über die Einsamkeit hinwegtrösten. Dies sollte natürlich nicht zum Dauerzustand werden. Es ist immer ein Abwägen. In einer Community wie den Nachtwelten ist es häufig so, dass sich eine ganze Reihe von Leuten auch real treffen. Das mag ich an diesem Forum, denn so bleibt die große Anonymität und Illusion aus. |
| docht | ich habs selbst miterlebt an mir und an meinem bruder noch staerker - wie sehr man sich im internet zurueckzieht. ich wuerd es auch als wenig erfuellnd betrachten, zumindest erkenne ich es selbst dass ich doch staendig mich langweile und immer nur rumkligge und irgendwas such und nich weiss was.. etc.. ich wuerd auch gern ein "reales" leben fuehren, was leider irgendwie nicht ganz hinhaut und das staendige leben im inet machts nur noch schwerer, freunde zu finden. immerhin hab ich freunde im inet, wenn auch nur wenige und wennauch ich sie nur sehr selten zu gesicht bekomme. wie mein bruder das empfindet weiss ich nicht, der spielt eigentlich den ganzen tag ueber nur noch online spiele, tut ansonsten garnichts. die leute jedenfalls die ich kennen gelernt habe, und auch auf dauer meine freunde blieben, sind wahrhaft freunde, ham uns auch schon in "real" getroffen oefter mal was das bestaetigt. zwar taeuscht das internet in gewisser weise, aber wenn man offen genug ist und ueber alles spricht, denke ich dass das funktioniert. so erfahre ich es zumindest selbst. dennoch ist es wirklich nicht genugtuend, wenn man sich taeglich oder weniger im internet "sieht", nur miteinander schreibt. leider bleibt mir und ich denke vielen anderen nichts anderes mehr uebrig.. vielleicht hoffen, dass man eines tages zusammen zieht oder so.. meistens wenn ich "ausgehe", gehe ich alleine aus - meistens aber, und ich denke so ist es auch bei den meisten menschen, gelingt es mir nicht mir selbst genuegsam zu sein. ich brauch andere menschen die mich verstehen und die auch in gewisser weise "real", also koerperlich da sind. und ich denke die meisten menschen brauchen das.. warum auch immer.. (es soll ja welche geben, die leben absichtlich fern voelliger zivilisation in einsamkeit und meditieren.. wenn man das schaffen koennte waer es kein problem mehr) nun ja, meine erlebnisse und meine sicht der dinge.. ich empfinde es jedenfalls nicht als erfuellend, das leben im internet, und ich denke die meisten tun das nicht. auch wenn sie es nicht merken (wegen der berieselung).. machts gut, docht |
| Skywise | also zuerst möchte ich sagen, dass das internet ein teil unserer "realen" welt ist. fast alle haben emailadressen, anschluss, benutzen ebay, drucken ihren fahrplan bei hvv aus... man kann es also nicht wirklich trennen und das geschehen im internet als illusion darstellen. es passiert wirklich, nur auf einer anderen ebene. zum kennenlernen von leuten ist das internet mit vorsicht zu genießen. ich hatte ein mal großes glück und habe einen für mein leben sehr wichtigen menschen kennengelernt, mit dem ich jetzt immer noch sehr gut befreundet bin, schon seit über 3 jahren. einmal hatte ich aber auch, wie es sich im nachhinein herausgestellt hat, einen fehler gemacht. was das entfernen von der realen welt/freunden angeht, möchte ich in frage stellen, was besser ist: in einem forum schreiben oder in einer disco saufen, schreckliche musik hören und sich von ekligen oberflächlichen leuten anbaggern lassen. ich persönlich bleibe zu hause und verzichte gerne auf solche sozialen kontakte. ich habe meine paar freunde, die mir auch völlig genügen, treffe mich mit denen, mache was vernünftiges und bin ansonsten lieber allein, gerne auch im internet. ich finde immer interessante sachen, suche infos für mein studium etc. allerdings wenn jemand NUR noch vor dem schirm sitzt und ständig mit irgendjemandem chattet, onlinespiele spielt und gar nicht mehr rauskommt, sollte man sich doch überlegen, auch mal an die frische luft rauszugehen, sei es auch aus gesundheitlichen gründen. es ist halt nur wichtig, sich des einflusses bewusst zu sein, welches das internet auf einen ausübt und ihn zu kontrollieren. |
| Gr. Gaulichter | es macht mir zunehmend angst, wenn die welt "da draußen" nur noch aus disco und saufen besteht. entweder war ich in einem paralleluniversum oder in der matrix. meine welt jedenfalls sieht anders aus. gg.grüße |
| Dark Luzifer | Dem stimme ich zu! Und in die Disco geht man eingentlich nicht um sich zu sich zu besaufen und von oberflächlichen Typen angemacht zu werden! Ich jedenfalls nicht. :eek: :rolleyes: |
| illuminat | Ich bin gerne hier - in meiner zweiten Heimat - dieser Scheinwelt. Ich stelle mich jetzt einfach mal als ziemlich Internet süchtig dar. Ohne das Internet würde mir einiges Fehlen. Ja sogar recht viel. Vor allem für die heutige Zeit ist es immer wichtiger, wenn man sich auch in dieser fiktiven von Menschen gestalteten Welt aufhält. Hier steht kein Baum wo er nicht soll, hier gibts keine Stechmücken und man muss auch keine Angst haben abends im [url]www.park[/url] ausgeraubt zu werden. Es ist eine von Menschen geschaffene Welt für Menschen. Ich finde mich hier wunderbar zurecht, fühle mich wie gesagt eigentlich wie zu Hause. Ich finde eine Website ist vergleichbar mit einer Wohnung - sie sagt oft so viel über ihren Inhaber aus. Auch die Möglichkeit Kontakte zu gleichgesinnten zu knüpfen - oft auch aus der Umgebung. Meine Freundin - auch hier kennengelernt. Das Internet ist eine Garten voller Informationen, ein Marktplatz der Welt, ein Forum der Menschheit. Wenn man sich ein wenig damit befasst hat, kann man das durchaus für sich nutzen - vor allem wenn man weiß, wo man suchen muss. Alles in Maßen - wurde hier schon gesagt - ist wohl mit das Wichtigste. Mein Bruder hängt fast nur noch in seinen Rollenspielen oder schlägt sich durch virtuelle Welten. Sowas ist dann schon krass. [quote]Eine sehr gute Freundin von mir kennt die meisten ihrer Freunde aus dem Internet, kann sie nur selten treffen, weil sie zu weit weg wohnen. Grundsätzlich finde ich es nicht schlimm, wenn man im Internet Leute kennen lernt, aber ich habe gesehen, wie sie sich mit der Zeit immer mehr abgekapselt hat. Sie geht kaum raus, und wenn, lernt sie nie neue Leute aus ihrer Umgebung kennen.[/quote] Meiner Freundin gehts genauso, allerdings kann ich sie gut verstehen. Ich hab auch mehr Freunde in meiner Contact list als in der direkten Umgebung - aber versuch mal auf nette Leute zu treffen, wenn du auf gut Glück irgendwelche Bars und Discotheken abklapperst. In der Tat macht auch mir diese Reale Welt da draußen immer mehr Angst. TV und Internet sind eine mächtige Droge die von Eltern und vor allem von Konsumenten unterschätzt wird. Jede Wahrnehmung am Monitor ist eine Täuschung und je mehr sich unser Gehirn mit Täuschungen befasst, desto weniger findet es sich im richtigen Leben zurecht. Meine e-Mails konnte ich schon eine Woche nach dem Einzug abrufen, aber umgemeldet habe ich meinen Wohnsitz erst 5 Monate später ;) Aber wo ich nun wirklich bin das kann mir kein Papier und auch kein Monitor sagen, das muss ich schon selbst wissen. Spam hab ich sowieso in beiden Postfächern ;) |
| Sicarius | Ursache -> Folge. Ein einfaches Prinzip. Sozialphobie -> Internet. Oft richtig und verständlich.. aber schädlich?. Internet -> Sozialphobie. Nein, pfui aus böse falsch. Ansonsten wäre unsere schön Welt ja viel besser wenn wir keine, a) Flugzeuge (wofür hat gott uns beine und autos gegeben) b) Musik c) Bücher d) Medien e) Demokratie f) Telefone g) Schule für Mädchen h) Internetanschlüsse i) Aufklärung hätten... Solange es die Menschheit gibt werden immerwieder neue Sachen erfunden werden... und immer von dem selben Typus Menschen verteufelt. Nach einiger Zeit wird das Neue als Standard oder sogar als Unverzichtbar angesehen und man sucht sich etwas neues um es zu verteufeln. |
| Dark Luzifer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sicarius [/i] [B] Ansonsten wäre unsere schön Welt ja viel besser wenn wir keine, a) Flugzeuge (wofür hat gott uns beine und autos gegeben) b) Musik c) Bücher d) Medien e) Demokratie f) Telefone g) Schule für Mädchen h) Internetanschlüsse i) Aufklärung hätten... :rolleyes: [/B][/QUOTE] Übertreibst du nicht ein wenig?:eek: |
| *Lost Shadow | Ich glaube jeder sollte seine eigenen Erfahrungen machen... denn.. ich war zeitweise echt viel im Internet, aber es war keine Flucht aus der Realität, nicht wirklich, ich wusste immer was real ist, man kann ich vollkommen verschwinden und wenn man es doch versucht hat es einen Grund, es bringt nichts jemandem das Internet dann zu verbieten. Ich hab schon so viel gelernt, von anderen, von wunderbaren Menschen, die immer mal Rat wissen, Freunde von hier und Freunde aus dem Internet, die ich teilweise aber auch persönlich kennengelernt habe. Eigentlich ist das Internet doch auch nur eine Realität, in der man halt ein wenig anonymer bleibt!! Zur Zeit schreibe ich meistens über ICQ mit Freunden, die ich regelmäßig sehe! |
| rainraven | Ich finde das Internet zwar sehr wichtig und die "virtuelle Präsenz" von Personen oder Dingen im Netz gehört heutzutage einfach dazu wie ein Telefon oder eine Postadresse, aber schließlich gab es auch ein Leben ohne Internet, und die ist gar nicht mal so lang her (für mich etwa vor 1997). Wir haben erst an der Uni die Nutzung des Internets kennengelernt. Und auch vorher gab es Lernmaterial, wurden Computer benützt, um zu arbeiten und zu spielen, Informationen ausgetauscht, eingekauft, Freundschaften geschlossen und Spiele gespielt. Und "zur Not" oder eine Weile kann auch ich ohne das Netz leben. :) Vor allem, wenn ich etwas ("Wichtigeres")mit realen Freunden oder Leuten zu tun habe oder das möchte. Und ich würde niemals behaupten, das Internet sei Teufelszeug", aber der Umgang damit muß wie mit Fernsehen oder anderen Medien erst "gelernt" werden (siehe ersten Beitrag von mir). Und ich muß sagen, Leute, die ich im Netz kennenlerne, möchte und muß ich erst persönlich kennenlernen, bevor ich ihnen alles so anvertrauen würde wie meinen langjährigen (Schul-oder Uni-) Freunden, denn man weiß ja nie, wer das da am anderen Bildschirm ist und ob er sich verstellt oder uns etwas vormacht... Aber bequem ist es sicher, ohne das Haus verlassen zu müssen, Kommunikation, Geselligkeit und Kontakte zu haben... |
| Lunia | Ich denke, es ist aber auch ganz oft so, dass über das Internet wesentlich tiefgründigere Gespräche entstehen, wenn man die Möglichkeit hat, über jedes Wort erst einmal gründlich nachzudenken. Und auch auf erhaltene Mails muss man nicht sofort antworten, sondern kann sich erst einmal Gedanken darüber machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man oft über Dinge spricht, über die man im "normalen" Leben nicht so oft redet. Dazu kommt, dass man manche Dinge auch von Leuten beurteilen lassen kann, die einen etwas objektiveren Blick darauf haben, weil sie außerhalb stehen und nicht direkt in das Geschehen verwickelt sind. Aber natürlich muss man schon aufpassen, wem man was anvertraut, da gerade im Internet die Möglichkeit des Verstellens ziemlich groß ist. Aber auch im "normalen" Leben sollte man sich seinen Umgang gut aussuchen... |
| BlueMoonLilith | das internet und das chatten haben mir eine zeitlang das gefühl genommen, ungeliebt zu sein. als ich mich absolut nicht wohlgefühlt habe, weder daheim noch in der schule, und das war ne recht lange zeit, da fand ich menschen in foren, chats, communities etc. die mir beigestanden haben, die mich einfach so gemocht haben wie ich mich ihnen dargestellt habe. da habe ich mir auch nie gedanken gemacht ob es vllt nur erlogen war... habe vom "anbeginn" meiner chatterzeit ein paar sehr liebe menschen im internet kennengelernt ohne die ich nicht mehr sein möchte. erst der umzug in eine andere stadt, weg von der familie und der ollen schule, haben mir aber erst gezeigt, dass es auch im realen menschen gibt, die mich so mögen wie ich bin. mit allen macken. ich habe einige der menschen real kennengelernt, mit anderen telefoniere ich zumindest. habe nicht soviel geld zum reisen. heute wage ich zum ersten mal wieder den schritt in ein forum. eigentlich meide ich die öffentlichen chats und foren, hab wohl immer die falschen gewählt. (meine internet freunde sind die großen ausnahmen aus diesen chats/foren, mit denen ich jetzt per email, icq, telefon etc. versuche kontakt zu halten) ich hoffe dass ich mich hier wohl fühlen werde... zum thema internet sucht: ALLES, wirklich alles kann unkontrolliert vom menschen konsumiert werden, und somit schädlich für ihn sein. sogar wasser oder luft... ich denke jeder muss auf sich selbst und sein umfeld acht geben. |
| DarkEbony | internet kann sehr nützlich sein, um bereits bestehende kontakte mit freunden weiter zu pflegen - aber ich habe auch gesehen, dass ich früher dazu geneigt habe, mich in einer scheinwelt zu verlierern - es kann schon gut möglich sein, dass in australien und england sehr nette menschen wohnen, mit denen ich mich super unterhalten kann - aber was nützen sie mir für meine "reales" leben zuhause? deswegen rede ich auch prinzip nur noch mit mir auch persönlich bekannten menschen im internet - da habe ich eigentlich genug zu tun... auch wenn es nicht schlecht ist, wenn man auf einem konzert feststellt, dass man die bandmitglieder breits übers internet "kennt". |
| Valraven | Nachdem ich schon immer Interesse daran hatte, aber es aus Selbstschutz bisher immer verweigerte, spiele ich seit kurzer Zeit auch ein Online-RPG (World of Warcraft). Die Entscheidung wurde mir in gewisser Weise abgenommen, da es mir ein Freund einfach gekauft hat (und mein Interesse eben die Obermacht gewann). Ich bin zwar auch so recht viel online (trotz fehlender Flatrate) aber gerade Onlinespiele der genannten Art sind ja geradezu darauf ausgelegt, den Nutzer möglichst lange an den Rechner zu fesseln (oder Langzeitmotivation zu bieten, so kann man es sicher auch nennen). Eine Freundin von mir spielt bereits seit über einem Jahr ein anderes Spiel dieser Art (sie ist auch Studentin - intelligent, vielinteressiert, belesen...) - und seit dieser Zeit ist das Spiel eines ihrer Hauptgesprächsthemen und in ihrer Freizeit macht sie eigentlich kaum etwas anderes. Ich finde das erschreckend, kann es aber auch nachvollziehen, da ich eben selbst gefährdet bin :) Meines Erachtens ist es hier nur möglich mit Selbstdisziplin und Reflexion die Zeit fürs Internet usw. einzuteilen und auch bewußt andere Dinge zu tun (gerade nach langen Computersessions finde ich es z.B. sehr entspannend, die Natur zu genießen - kommt doch keine Spielweltillusion an die schöne Welt, die zumindest bei mir ums Haus herum existiert, heran) ^-° |