| Trinity Goth | Es ist schon längere Zeit bekannt, dass die Amerikaner christlicher Konfession gerne die Lehre der Evolutionstheorie in der Schule abschaffen wollen. Allerdings hat Bush heute noch einen draufgesetzt: [url]http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/bildung/100732[/url] [url]http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20651/1.html[/url] Zurück ins Mittelalter sagt ich dazu nur :rolleyes: Gruß Trin |
| decay73 | Wenigstens ist die "Intelligent-Designer-Theorie" konsquent, weil analog zu den üblichen Erklärungsversuchen von Hardcore- Christen. Wenn man die Antwort nicht weiß, muß ein Gott o.ä. herhalten. Oder der Teufel, wie seinerezeit bei der Taschenuhr. Nur bei wissenschaftlichen Fragen sollte sich ein weinig intelligenter Präsident, wie Bush einer ist, besser raushalten. Da gibt es (auf allen Seiten) bessere, um die Frage nach dem Ursprung zu diskutieren. |
| Black Reaper | Und es wundert sich noch jemand über Fundamentalismus, wenn eine derartige Verdummung in der Schule gefördert wird? Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen das Christentum und die biblische Schöpfungsgeschichte und so weiter, aber dass hier Glaubensfragen als naturwissenschaftlich nachprüfbar verkauft werden soll... Wie Trin schon sagte... Zurück ins Mittelalter... Danke schön, soweit von mir... Black Reaper |
| Trinity Goth | Ich finde es erschreckend, christlichen Glaubensvorstellungen, die Wissenschaft unterzuordnen. Was kommt als nächstes? Bush spricht ja auch schon von Kreuzzügen.... Es ist unglaublich... Gruß Trin |
| decay73 | Wie war das noch? Was es in Amerika gibt, kommt früher oder später auch zu uns? Oh jee...:eek: |
| Aza | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Wie war das noch? Was es in Amerika gibt, kommt früher oder später auch zu uns? Oh jee...:eek: [/B][/QUOTE] njo, da sind die amis und die europäer doch zu unterschiedlich... Hoffe ich^^ bzw. glaub ich auch.. |
| docht | was habt ihr eigentlich alle? [QUOTE]Die Schüler müssten mit "unterschiedlichen Ideen" über die Entstehung der Erde bekannt gemacht werden.[/QUOTE] also wenn das stimmt, was die da sagen, versteh ich euer "zurueck zum mittelalter" nicht. ich halte es fuer falsch, dass nur die evolutionstheorie gelehrt wird. es ist, wie der name sagt, eine theorie, also sollte man vielleicht mal alternativen oder freies denken lehren. natuerlich wird es in den usa dann auch nicht besser gemacht, anstatt der evolutionstheorie wird dann eben was anderes propagiert. alles schlecht.. |
| Demoness | Natürlich gibt es eine übergeordnete Intelligenz, die den Menschen erschaffen hat. Oder wozu ist die Coca-Cola-Company sonst da?:D |
| Trinity Goth | @docht: Wenn du mal zwischen den Zeilen liest wirst du feststellen, dass dies nur dazu dient die erwiesene Theorie von Darwin zu untergraben, um der christlichen Religion die Vorfahrt zu geben. Wenn religiöse Aspekte über erwiesene wissenschaftlich Ergebnisse gestellt werden ist das mittelalterliches Denken. Wenn eine Therorie erwiesen ist kann man auch nicht unter dem Deckmäntelchen der Religion was anderes behaupten, es sei denn man hat Beweise - richtige Beweise, die wissenschaftlich fundiert sind. Das hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit Manipulation in die Richtung was dem religiösen Führer nicht passt darf nicht sein. Gruß Trin |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i] [B]njo, da sind die amis und die europäer doch zu unterschiedlich... Hoffe ich^^ bzw. glaub ich auch.. [/B][/QUOTE]Auch hier auf Nachtwelten gabs bzw gibts auch solche Spinner ... |
| rosenkind | Mal von Amiland, Bush und den berechtigtem Misstrauen ihm entgegen abzusehen. Was wäre an einem solchen Konzept [I]generell[/I] falsch? Wenn es richtig rübergebracht wird? Und jene Theorie gut als religiöse und nicht wissenschaftliche gekennzeichnet wird? Ich finde es falsch Religion über die Wissenschaft zu stellen. Aber was ich auch für falsch halte den Glauben an irgendetwas Übersinnliches generell, obs nun Christentum, Hinduismus, Esotherik oder sonstwas ist zu belächeln und völlig auszuklammern, nach dem Motto "was nicht bewiesen ist, gibts nicht" und Religionsunterricht von den naturwissenschaftlichen Fächern vollkommen zu trennen (ich sagte vollkommen trennen, nicht "den Unterschied nicht klar machen"). Es gibt viele Atheisten, aber die Mehrheit der Menschen glaubt an irgendwas. Selbst Wissenschaftler. Und ich halte es für falsch der Wissenschaft alleine das Recht zuzugestehen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Denn was ist Wissenschaft? Ein Konstrukt von Ideen, Theorien, die alle paar Jahre widerlegt werden und in vielen Bereichen sagen die einen Wissenschaftler das, die anderen jenes. Und beweisen, was bedeutet beweisen? beweisen hängt doch auch wieder von dem ab, was der Mensch als bewiesen ansieht. Und dann begegnen mir 15-jährige Atheisten, die arrogant meinen: bäh, Gott gibts nichts, weil die Erde nicht in 7 Tagen entstanden ist und eh haben wir heute für alles wissenschaftliche Beweise, wir wissen also, wo es herkommt. Es tut mir weh, wenn ich im Geschichtsunterricht höre, dass sämtliche Kulturen, das Schüler sagen "ja die brauchten ihre Götter [b]nur[/b], weil sie sich Dinge nicht naturwissenschaftlich erklären konnten" Und diese Aussage von allen und sogar dem Lehrer so hingenommen wird und nichtmal hinterfragt wird, ob es nicht doch wahr sein [I]könnte[/I] dass es solche Götter oder Wesen gibt, wenn ich ausgelacht werde, weil ich an Engel und Naturgeister glaube. Oder die ganze 9. Klasse mich anpflaumt wenn ich mit meinen 14 Jahren es wage unserem Lehrer ins Gesicht zu sagen, dass man es nicht 100% [B]wissen[/B] kann, ob es den Urknall gab oder nicht. Die Vereinbarkeit von wissenschaftlichen Theorien und Glaubensrichtungen (generell) ist eines der Themen, das mich sehr bewegt, als ich mich mal hinsetzte, um meine Gedanken niederzuschreiben, brachte ich 15 Seiten zu Papier. Warum müssen sich beide immer Feind sein. Wenn ich von der Schule eines mitgenommen habe, bzw. nicht von meiner alten Schule, denn das war ne christliche, aber auch eine, die die rein naturwissenschaftlichen Theorien nicht verpfuschte, aber von Schülern anderer Schulen, dann ist es: "naturwissenschaft ist immer wahr und man braucht sie nicht hinterfragen, Religionen sind immer unwahr, weil sie nicht mit der Naturwissenschaft übereinstimmen". Was wäre ich dankbar darüber gewesen, wenn man eine Biologiestunde oder Religionsstunde mit den Worten eröffnet hätte "so meine lieben Schüler, heute möchte ich euch ein neues Modell aus den USA vorstellen. Es ist nicht bewiesen, also nicht rein wissenschaftlich, aber vielleicht findet ja der eine oder andere von euch Gefallen daran" genauso wie man in Religion auch den Buddhismus und ähnliches durchnahm, rein um sich zu informieren, nicht um dran zu glauben. Vielleicht hätte es dann diese "bäh, Gott gibt es nicht, das weiß ich zu 100%" - Kiddies nicht gegeben und ich würde jenen 15-Seitigen Artikel nicht unter Verschluss halten, weil ich inzwischen nicht mehr die kleinste Kritik daran vertrage. Im übrigen sollte man auch mal darüber nachdenken, ob es wirklich im Sinne des Erfinders ist, dass naturwissenschaftliche Theorien, über die es selbst innerhalb der Wissenschaft mindestens 2 Meinungen gibt, in Schulbüchern als pure Wahrheit und nicht als Thesen vermittelt werden. Oder um es anders auszudrücken: wieso wird uns gesagt, dass es den Urknall 100% gegeben hat, wenn keiner von uns dabei war ihn zu sehen? |
| more | Es gibt keine "erwiesene Theorie", es gibt nur Theorie oder Wirklichkeit. Eine Theorie bleibt eine Theorie, weil sie nicht erwiesen ist! Ich finde es auch nicht schlecht, den Kindern andere Anschauungen aufzuzeigen, solange dieses "aufzeigen" neutral bleibt. Im Sinne von: seht her, so, so oder so könnte es gewesen sein. Nur nehme ich an, das konservative Amerika tut sich mit der Neutralität äusserst schwer. |
| rosenkind | deswegen schrieb ich ja auch [B]generell[/B] . Der Hecke trau ich keinen Milimeter. Was mich an den derzeitigen Unterrichtsmethoden stört ist halt eben das, was ich in Geschi erlebt hatte. Das hier vermittelt wurde, dass die Götter nur dazu dienten, ein Erklärungsmodell zu liefern, was man sich wissenschaftlich nicht erklären konnte und keiner sagte auch nur ein Sterbenswörtchen vonwegen "aber es !könnte! doch möglich sein, dass es sie gibt". Und ich schwieg natürlich auch, denn inzwischen hab ich es satt ausgelacht zu werden und hätte es in dem Moment nicht verkraftet. Das nächste mal werde ich nicht mehr schwegen. Denn wer liefert mir den Beweis, dass es keine Götter, keine naturgeister, keinen Gott gibt? niemand. Es wird einfach etwas als Wahrheit gelehrt, was nicht beweisbar noch gegebeweisbar ist, nur DARÜBER beschwert sich kein Mensch, weil es nämlich nicht von der Religion geliefert wird. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B]ich halte es fuer falsch, dass nur die evolutionstheorie gelehrt wird. es ist, wie der name sagt, eine theorie, also sollte man vielleicht mal alternativen oder freies denken lehren. [/B][/QUOTE] Solange es Religionsunterricht in der Schule gibt, werde doch schon beide Seiten unterrichtet. "Evolutionstheorie" (wobei die in meiner Schulzeit gar nicht unterrichtet wurde) und Schöpfungsgeschichte. Wo ist also das Problem, docht? |
| rosenkind | @decay73 lies dir meinen langen beitrag durch, da stehen einige Probleme, die sich daraus ergeben. ich kann Leute icht ausstehen, die meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, ob das nun unsere kleinen Atheisiten sind, die sich immer auf die Wissenschaft berufen und es als absolute Wahrheit ansehen ohne sich einzugestehen, dass ihr nichtglauben auch nur ein Glauben ist oder ob es unsere kleinen religiösen Fanatiker sind, die das ganze umgekehrt zu betreiben. Ich persönlich hab lange gebraucht um mir !für mich! ein Glaubensbild aufzubauen, das Wissenschaft nicht ausschließt und umgekehrt. Andere sind nie auf die Gedankengänge gekommen, die ich mir machte. Und musste mich wegen denen schon oft rechtfertigen oder auslachen lassen. Was wäre ich frog gewesen, wenn so ein Denkmodell zumindest im Unterricht behandelt werden würde, vorgestellt - als Modell, als Theorie versteht sich, ebenso, wie man im katholischen Religionsunterricht auch andere Religionen durchnimmt, ohne dass sie als Wahrheit vermittelt werden. Das hätte mir einiges erspart, denn ich hätte zumindest eine Rückendeckung gehabt. Das Problem ist halt: die Evolutionstheorie behandelt das ganze rein wissenschafftlich, die Schöpfungsgeschichte rein religiös. Und um als gläubiger, aber nicht verblendeter jugendlicher Mensch, das ganze in einen Kontext zu bringen, zu verbinden, musst du schon einiges leisten. Bei den meisten Menschen hab ich aber die Erfahrung gemacht, dass sie zu diesem nicht fähig waren. Nicht fähig im Sinne, an ein solches Modell zu glauben, sondern im Sinne von sich ein solches Modell erstmal aus eigener Kraft vorzustellen und dann zu sagen: wow, das ergibt Sinn, daran glaub ich oder zu sagen: interessant, aber ich finds für mich unglaubwürdig. Menschen sind so herrlich beeinflussbar. Wenn heute sich einer zu einer liberalen Form des Christentums bekennt, wird er nicht ausgelacht. Wieso? weils in unseren Kulturkreisen normal ist, dass man Christ ist und jeder hat irgendwann im Unterricht mal was darber erfahren. Aber wehe du bekennst dich zu was exotischem, beispeilsweise Wicca oder ähnliches, dann wirst du ausgelacht, mehr als wenn du dich zum Christentum bekennst. Und warum? Weils in der Schule nicht durchgenommen wurde, weil es nicht von beiden Seiten beleuchtet wurde und nicht vorgestellt wurde, wie man dazu kommt, nicht nachvollziehbar gemacht wurde. Du bist bestenfalls so ein Spinner. Ich kann mich noch an die 8. Klasse erinnern, da hatte eine eine bravo vor sich liegen, in der ein Wiccamädchen erzählte und alle lachten sie aus. pöh, Hexen gibts doch gar nicht, was für ne Spinnerin. Übers Christentum lacte keiner, denn wir waren auf ner christlichen Schule, Christentum war uns bekannt, Wicca nicht. Ich lachte damals auch mit. Heute weiß ich, dass es unfair war, weil beides als Glaubensrichtung irgendwo gleichwertig ist. Andere lachen heute noch drüber, weil sie mit ihrem Denken nie drauf gestoßen wurden. Und ums nochmal zu sagen: es geht hier nicht darum irgendwen zu irgendwelchem Glauben zu bekehren, sondern darum, dass etwas nachvollziehbar wird und dadurch vielelicht etwas mehr Toleranz entsteht. Schüler sind meistens dumm, man übernimmt meist das, was im Unterricht gesagt wird, ohne zu hinterfragen. Ich war "frech" und tat es - und erntete dafür einigen "geistigen Prügel". |
| asamandra | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Solange es Religionsunterricht in der Schule gibt, werde doch schon beide Seiten unterrichtet. "Evolutionstheorie" und Schöpfungsgeschichte. [/B][/QUOTE] Solange das eine im naturwissenschaftlichem Unterricht und das andere im Religionsunterricht gebracht wird, ist das ja in Ordnung. Sobald aber Kreatonismus und "intelligentes Design" im naturwissenschaftlichen Unterricht gebracht wird (wo es dann als Fakt gelehrt wird und nicht als Glaubensgrundsatz), frage ich mich schon, ob wir da nicht wieder im MA gelandet sind... |
| rosenkind | @asamandra ich find schon, es gehört in beide Fächer, aber eben wie gesagt: als Glaubensgrundsatz, als Theorie, nicht als Fakt. Und wie bereits schon mehrfach geschrieben, leider wird in naturwissenschaftlichen Fächern so vieles als Fakt gelehrt, was im Prinzip nur eine Theorie ist. :rolleyes: Außerdem frage ich mich, WO eine religiöse Annahme ÜBER die Wissenschaft gestellt wird, wenn die wissenschaftliche Theorie komplett übernommen wird und nur durch die Annahme ergänzt, dass das ganze nicht zufällig passiert, sondern es einen planenden, denkenden Geist dahinter gibt. Viel mehr wird dabei wenn überhaupt beides gleichberechtigt behandelt. Und um ehrlich zu sein - "passiert halt zufällig" finde ich ist eine miserable Ausrede. Und wenn eine Glaubensrichtung (egal welche) hier Antworten bietet, hat sie es nicht verdient, als Hirngespinst ohne Daseinsberechtigung udn Privatvergnügen abgetan zu werden. Die Wissenschaft hat ihre Grenzen und die Religion hat ihre und in solch einer Theorie (wie schon erwähnt ich rede von generell) sehe ich zum ersten Mal den Versuch beides miteinander zu verbinden und ein Gesamtbild entstehen zu lassen. Ein Gesamtbild, das ich mir zusammengebastelt habe ohne schulisches Zutun. religiöse Fragen kann man wissenschaftlich nicht beantworten, wissenschaftliche nicht religiös, denn Wissenschaft behandelt das irdische Geschehen, Religion und Sinn- und Ursprungsfragen, einzig und allein der Arroganz von beiden ist es zu verdanken, dass man sich darum streitet, wer Recht hat. Hat Gott die Welt erschaffen oder war es die Natur. Warum kann ein Gott nicht die Welt erschaffen haben mit Hilfe der Natur? Ich finde dieses Denkmodell als generelles sehr wichtig und richtig. Und um mich noch unbeliebter zu machen: es wäre mir am liebsten, in der Schule würde neben den Erkenntnissen der Wissenschaft auch vermittelt werden, dass Wissenschaft ebenfalls fehlbar ist. Denn das ist sie, aber davon mekrt man in der Schule nichts... |
| decay73 | Also grundsätzlich ist es schon sinnvoll, Religion und Wissenschaft auch oder vor allem im Schulunterricht zu trennen, denn das eine hat [i]nicht zwingend[/i] was mit dem anderen zu tun. Naturwissenschaften müssen auch ohne einen Gott funktionieren und begründet werden können, denn es gibt nicht nur eine Religion, aber nur eine Wissenschaft. In der Wissenschaft gibt es lediglich verschiedene Theorien, die diskutiert werden und die der aktuellen Erkenntnis angepasst werden. Religionen stehen fest und können in ihren Grundfesten nicht angezweifelt werden. Wie gesagt, eine naturwissenschaftliche Theorie muß unabhängig von subjektiven Glaubensgrundsätzen betrachtet werden können. Sie gilt gleichermaßen für Christen, Moslems, Juden, Buddhisten oder Atheisten. |
| rosenkind | verschiedene Religionen sind im Prinzip auch nichts mehr als verschiedene Theorien! Ein Beispiel: was geschieht nach dem Tod? Buddhismus: Nirvana oder Wiedergeburt als Mensch, Tier oder göttliches Wesen Christentum: Himmelreich -> ergo: verschiedene Theorien für eine Frage Wissenschaft: Wie entsteht Homosexualität? Annahme A: Homosexualität entsteht durch soziale Einflüsse (Probelme in der ödipalen Phase, sigmund Freud) Annahme B: Homosexualität ist angeboren (zum Beispiel das Schwulengen, was Ende der 80ger [?] in war) -> ergo: verschiedene Theorien für eine Frage Ein Unterschied, und da gebe ich dir Recht, besteht darin, dass Religionen aus mehr als ihren Lehren (= Theorien) bestehen, sie dogmatisch sind und es religiöse Führer gibt. Aber das MUSS ja nicht so sein. Schau dich um in Deutschland, wie viele Menschen ihr Glaubensbild inzwischen aus verschiedenen Theorien zusammenbasteln, wie viele Menschen es gibt, die an einen christlichen Gott glauben und dennoch an Wiedergeburt. Es ging mir auch nicht darum, dass eine bestimmte Religion alleine in einer solchen Theorie Platz finden sollte, sondern darum, dass einem Glauben [b]generell[b] an was auch immer, ob dem Christengott, Thor oder der großen Kartoffel :D als [I]möglich[/I] ein Platz eingeräumt wird im Unterricht, denn davon hab ich in naturwissenschaftlichen Fächern nie was gehört (ich verweise mal wieder auf die Geschistunde), sondern diese Freiräume werden einfach ausgeklammert. Und am Ende steht vor mir der 15-Jährige atheist mit seinem "bäh, Gott gibts nicht, ich WEISS das zu 100%, weil wir grade in Biologie die Evolutionstheorie durchgenommen haben und Gott hat die Menschen nicht gemacht, die sind durch Mutationen und anderes entstanden" und jeder Versuch ihm klar zu machen, dass dieses noch kein Beweis ist, dass es einen Gott oder was auch immer NICHT gibt und dass es durchaus möglich sein KANN, wenn man sich vorstellt, dass gott den Impuls gibt, dass es hier und da zu einer Mutation kommt, wird abgeschmettert, denn die Schule ist ja glaubhafter als ich. [QUOTE]Religionen stehen fest und können in ihren Grundfesten nicht angezweifelt werden.[/QUOTE] Das ist nonsense, wenn das stimmen würde, gäbe es keine Atheisten, die Kinder von gläubigen Christen sind. |
| Trinity Goth | @more: Die Evolutionstheorie ist erwiesen und Alternativen gibt es bisher nur aus dem Bereich religiösen HokusPokus. Religion ist keine Wissenschaft. Religion ist eine Glaubensfrage und ist wie sie geschaffen wurde und Wissenschaft ist Fakt bis das Gegenteil bewiesen ist. @asamandra: Genau das ist ja - es wird so vermittelt als wäre es wissenschaftlicher Fakt und kein religiöse Geblubbere. Das ist das Gefährliche daran. Im Klartext die Trennung von Wissenschaft und Religion ist unbedingt erforderlich genau wie die Trennung Religion und Staat. Alles andere läuft zwangläufig auf Unterdrückung Andersgläubiger hinaus. Gruß Trin |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]verschiedene Religionen sind im Prinzip auch nichts mehr als verschiedene Theorien! Ein Beispiel: was geschieht nach dem Tod? Buddhismus: Nirvana oder Wiedergeburt als Mensch, Tier oder göttliches Wesen Christentum: Himmelreich -> ergo: verschiedene Theorien für eine Frage[/b][/quote] Wissenschaftliche Theorien müssen aber mit Fakten belegbar und falsifizierbar sein. Das können Religionen nicht, da sie nichts weiter als „Hirngespinste“ sind. Nirvana oder Himmelreich spielt wissenschaftlich keine Rolle, es sei denn, man könnte es wissenschaftlich begründen. Die Religion kann das aber nicht, denn man kann Gott nicht beweisen oder falsifizieren. [quote][b] Schau dich um in Deutschland, wie viele Menschen ihr Glaubensbild inzwischen aus verschiedenen Theorien zusammenbasteln, wie viele Menschen es gibt, die an einen christlichen Gott glauben und dennoch an Wiedergeburt.[/b][/quote] Das sind dann aber keine Religionen, sondern ein paar zusammengewürfelte Ideen. [quote][b]Es ging mir auch nicht darum, dass eine bestimmte Religion alleine in einer solchen Theorie Platz finden sollte, sondern darum, dass einem Glauben [b]generell[b] an was auch immer, ob dem Christengott, Thor oder der großen Kartoffel :D als [I]möglich[/I] ein Platz eingeräumt wird im Unterricht, denn davon hab ich in naturwissenschaftlichen Fächern nie was gehört (ich verweise mal wieder auf die Geschistunde), sondern diese Freiräume werden einfach ausgeklammert.[/B][/quote] Bitte und gerne im Religionsunterricht, aber nicht, wenn es um Naturwissenschaften wie Physik oder Biologie oder Chemie geht. [quote][b]Das ist nonsense, wenn das stimmen würde, gäbe es keine Atheisten, die Kinder von gläubigen Christen sind. [/B][/QUOTE] DAS ist Nonsense, denn Kinder machen ja selten das, was die Eltern ihnen vorgeben. Sie können selbst denken und selbst ihr Lebensbild entwickeln – religiös oder atheistisch. Die Religion steht dann aber immer noch fest, auch wenn das Kind nicht dran glaubt. Gehe mal zum Papst und sage ihm, dass die Idee von Gott und die Fundamente der christlichen Lehre und das, was darüber in der Bibel steht, falsch ist. |
| more | Trin, wenn sie erwiesen wäre, hieße sie ja nicht EvolutionsTHEORIE! Klar, ist diese Theorie die wahrscheinlichste, trotzdem gibt es noch Lücken. Ich bin nicht gegen diese Theorie, sie ist mir auch die Einleuchtenste, trotzdem ist sie nicht 100% waschbeständig. Ich stimme der Methode von decay73 absolut zu, man sollte die Kinder aufklären, und ihnen eine eigene Wahl lassen, an was sie glauben wollen. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]Trin, wenn sie erwiesen wäre, hieße sie ja nicht EvolutionsTHEORIE! [/B][/QUOTE] Halt wie alles in der Wissenschaft. Dort gibt es nur Theorien. Aber es ist momentan die wahrscheinlichste. Sämtliche ID-Theorien haben das Problem, daß sie sich auf etwas grundsätzlich nicht beweisbares und nicht falsifizierbares stützen. |
| Trinity Goth | @more: Trotz es Wörtchen 'Theorie' ist die ganze Sache zum großen Teil bewiesen. Es heißt wohl nur noch Theorie, damit Leute versuchen können zu widerlegen was schon fast ausgeschlossen ist. 99,9% Sicherheit bis jemand einen wissenschaftlichen Gegenbeweis bringt - wenn dir das lieber ist. Es gibt andere Theorien in den Wissenschaften die weitaus wackliger sind. Den christlichen Gott zu beweisen dürfte ( wenn man denn Übernatürliches wissenschaftlich belegen könnte) in der Tat schwerfallen, wenn man die Evolution als Fakt hinnimmt. Selbst schuld, wenn man auf unverrückbaren Grundsätzen eine Religion baut und sich nicht weiterentwickelt. Aber das ist ja ein Problem von Religionen allgemein. Gruß Trin |
| more | was anderes sage ich ja auch nicht. Ich hatte vor kurzem einen Streit mit meinem sehr christlichen Vater, über Darwinismus. Ich kann nicht fassen, dass er nur alleine an die Schöpfung glaubt. Trotzdem musste ich mich von ihm belehren lassen, dass die Evolution nicht 100% erwiesen ist. Leider konnte ich darauf auch keine Gegenargumente bringen. Weil es ist immernoch nur eine Theorie! Auch wenn sie MEINEM Glauben entspricht! |
| decay73 | @more: Dein Vater fährt sogar Auto aufgrund einer Theorie... ;) |
| Trinity Goth | Ist schon erstaunlich, das Leute glauben, das die Welt 7 Tagen geschaffen wurde und wahrscheinlich erst knapp 5000 Jahre alt ist. Weil das bleibt übrig wenn man die Wissenschaft komplett außen vor lässt. @more: Mein Vater versucht mich dazu zu bekehren CDU zu wählen, was ähnlich nervig ist. Gruß Trin |
| SchwarzerJaguar | Meiner Meinung nach sit die EvolutionsTHEORIE auch nur eine Theorie. Glaubst du nicht an die Schöpfung, glaubst du halt an Evolution. Es ist also auch eine Art Religion denn so ganz sicher ist man sich da ja auch nicht (keine Zwischenformen gefunden, genaues Alter immer nur auf höchstens 6000 Jahre zurückrechenbar statt 6 Millionen). Es sollte also entweder beides gelehrt werden oder gar keins davon. Glaubenssache. ;) Ich selber halte die Evolution für Blödsinn. Einige Menschen stammen ja vielleicht von den Affen ab wenn sie wollen, aber ich nicht! :D |
| Trinity Goth | @SchwarzerJaguar: Es mag eine Form von Glauben sein, aber es ist keine Religion, weil beweißbar. Von was stammts du den ab? Erleuchte uns mal mit deinen Erkenntnissen? Evolution heißt nicht nur von Affen abzustammen, sondern sie umfasst die Entwicklung allen Lebens von der Zelle bis zum Ökosystem. Hier noch der Link zur WIKI - ein lesenwerter Artikel: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie[/url] Gruß Trin |
| Herr Jiska | an den Schwarzen Jäger: Du stammst nicht von den Affen ab. Der Mensch und die Affen haben lediglich laut der Evolutionstheorie dieselben Vorfahren. Zum Thema: Mir ist es gleich wie Gott die Welt und alles darauf erschaffen hat, hauptsache er hat es getan. |
| Trinity Goth | @ Herr Jiska: Wenn man es genau betrachtet wars halt eine Affenart, die sich zum heutigen Affen und zum Menschen in ihrer Entwicklung aufgesplittet hat. Ansonsten ob was Übernatürliches dahintersteckt oder Zufall ist Religionsfrage und die soll jeder für sich lösen. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]@ Herr Jiska: Wenn man es genau betrachtet wars halt eine Affenart, die sich zum heutigen Affen und zum Menschen in ihrer Entwicklung aufgesplittet hat. [/B][/QUOTE] Ähnlich ist es m.E. mit den Zwischenformen. Zwar habe ich vor kurzem einen Bericht gesehen, daß man ("endlich") eine Zwischenform zwischen Säugetier und Vogel gefunden hat, aber ich gehe eigentlich davon aus, daß die Differenzierung im wesentlichen in einem früheren Stadium stattgefunden hat. |
| rosenkind | [QUOTE]Das können Religionen nicht, da sie nichts weiter als „Hirngespinste“ sind. Nirvana oder Himmelreich spielt wissenschaftlich keine Rolle, es sei denn, man könnte es wissenschaftlich begründen. Die Religion kann das aber nicht, denn man kann Gott nicht beweisen oder falsifizieren.[/QUOTE] genau DAS sagte ich doch bereits: man kann wissenschaftliche Theorien nicht religiös begründen/beweisen oder religiöse Theorien wissenschaftlich begründen/beweisen, weil beides auf völlig verschiedenen Eben agiert. Aber indem ich beides völlig voneinander trenne, nicht im Sinne von dass sie gemeinsam gelehrt werden, sondern dass ich die Fragen, die in beiden Fächern aufkommen, die vom jeweiligen Fach nicht beantwortet werden kann, tabuisiere, bringt das auch nicht viel, sondern erweckt wirklich den Eindruck, als wäre die wissenschaftliche ODER die religiöse Antwort (je nach Fach) die einzige zulässige. Warum sollte im Biologieunterricht nicht mal die Frage gestellt werden, wie es zu erkkären ist, warum eine Mutation grade zu dem Zeitpunkt an dem Ort auftritt. Und damit meine ich nicht die Klimabedingungen stimmten oder ähnliches, sondern das Sinn-warum.Was mich an der derzeitigen Art und Weise des naturwissenschaftlichen Unterrichts stört ist einfach die Tatsache, dass diese Fragen völlig ausgeklammert werden. Natürlich sind Glaube und Wissenschaft zu trennen und um Gotteswillen, es soll kein Dogma entstehen, dass man daran glauben MUSS, Dass Gott vor was weiß ich wie viel Jahren für eine Mutation sorgte. Das ist nicht das, was ich will und ich habe auch was weiß ich wie oft darauf hingewiesen, dass es mir darum geht das Denkmodel vorzustellen, nicht aufzuzwingen. Was mich halt eben stört ist, dass beide ihre Grenzen nicht kennen bzw. sie im Unterricht nicht durch diese Methode nicht deutlich zum Ausdruck kommen. Die Wissenschaft kann Naturgesetze beantworten und irdische Vorgänge erklären. Aber sie kann NICHT sagen, ob es weiterleben nach dem Tod gibt und wenn ja wie dieses aussieht, sie kann nicht sagen, was der Sinn unseres Daseins ist und warum Menschen ÜBERHAUPT sich entwickelt haben und nicht irgendeine andere Art. Genauso kann die Religion nicht beantworten, wie Mutationen entstehen oder wie das gesetz der Schwerkraft funktioniert. Es sind 2 unterschiedliche Schaffensbereiche. Und was soll so schlimm daran sein, wenn sich der Biologielehrer mal hinstellt in der 8. Klasse (da sind alle so 14, in dem Alter fängt bei vielen das Grübeln an) und sagt: so, wir haben jetzt die Evolutionstheorie durchgenommen und irh habt eine Arbeit darüber geschrieben. Viele von euch werden sich vielleicht schon mal gefragt haben: warum ist ausgrechnet der Mensch entstanden? Vielelicht sind einige von euch ja auch christlich und fragen sich jetzt, ob die Bidel Unrecht hat. Nun, die Wissenschaft kann euch nur erklären, wann, wo und unter welchen Bedingungen etwas passiert. Ob es einen Gott oder andere Wesen gibt, der da dahintersteht oder ob es ein Schicksal gibt, dass das ganze bestimmt, dass kann die Biologie euch nicht sagen. Es kann sein, es kann nicht. Dass die Evolutionstheorie stimmt, sagt darüber nichts aus. Jeder von euch darf sich also seine eigenen Vorstellungen darüber machen, wie es sein könnte. Sie können falsch sein, sie können aber auch richtig sein. Ich möchte aber, dass keiner von euch hier diesen Raum verlässt und sagt: ich hab grade vieles über die Evolutionstheorie gehört, das ist bewiesen, deshalb gibt es Gott oder Schicksal oder ähnliches nicht. Denn das ist Glaubenssache und was wir hier lernen nur Wissenschaft. Und die Wissenschafft sagt nichts darüber aus, ob es das gibt oder nicht. Und dann nur eine einzige Schulstunde, nur eine einzige eine Diskussion über dieses Thema stattfinden würde, in der Schüler ihre Gedanken aussprechen und man auf die Frage "wir kann ich mein eigenes Glaubensbild damit verbinden" eingeht. Nur ein einziges Zugeständnis, nur ein einziges Mal über diesen Konflikt sprechen. Was soll verkehrt daran sein? Im Religionsunterricht hierzulande hat man doch genau dasselbe gemacht: uns wurde die Religion nicht wörtlich beigebracht, sondern man sagte uns inhaltlich folgendes: so, wir haben jetzt die Schöpfungsgeschichte durchgenommen und irh habt eine Arbeit darüber geschrieben. Viele von euch werden sich vielleicht schon mal gefragt haben: die Biologie sagt aber was ganz anderes, wie kann dann die Bibel stimmen. Ihr habt alle Biologie und die Evolutionstheorie durchgenommen, und fragt euch, was von beiden nun falsch ist. Nun, die Religion kann euch nur beantworten, was der Sinn des Lebens ist und warum grade Menschen existieren. Denn es gibt einen Gott, der dahintersteht und das alles angeleiert hat. Die Evolutionstheorie stimme, die Schöpfungsgeschichte auch. Aber die Schöpfungsgeschichte ist symbolhaft und soll euch nur sagen, dass Gott dahintersteht. Wie das genau abgelaufen ist, was wann und wo unter welchen Bedingungen passierte, dass kann euch nur die Biologie beantworten. Denn dafür ist die Religion nicht da. Ich möchte, dass hier keiner von euch herausgeht und sagt: die Evvolutionstheorie stimmt nicht, denn ich hab im Religionsunterricht grade die Schöpfungsgeschichte gelernt und die Evolutionstheorie ist Murks, denn die Wahrheit steht in der Bibel. Ich hoffe ihr habt das alles verstanden. Was ist daran schlimm dieses Zugeständnis? besteht das Leben nur aus Wissenschaft? Darf man in der Kirche nicht über den Staat [I]reden[/I] und im Staat nicht über die Kirche ? [QUOTE]Das sind dann aber keine Religionen, sondern ein paar zusammengewürfelte Ideen.[/QUOTE] Und woher stammen diese Ideen - aus verschiedenen Religionen! [QUOTE]Bitte und gerne im Religionsunterricht, aber nicht, wenn es um Naturwissenschaften wie Physik oder Biologie oder Chemie geht.[/QUOTE] siehe oben, das ist einfach nur ignorant dieses in den naturwissenschaftlichen Fächewrn auszuklammern, ignorieren und nicht zur Sprache zu bringen, dass die Wissenschaft ihre Grenzen hat. Dieses Eingeständnis, GRADE in den naturwissenschaftlichen Fächern gehört dazu, damit der junge Mensch sich ein eigenes Bild bilden kann. Ich will keinen naturwissenschaftlichen Unterricht, der mir verbietet die Frage zu stellen, ob mein Glaube an Schicksal, Gott oder weiß der Henker was nun !aufgrund! der Dinge, die ich in den !Naturwissenschaftlichen! Fächern lerne falsch oder richtig ist, weil sich die Evolutionstheorie nicht mit der Schöpfungsgeschichte deckt. Ich möchte einen Unterricht haben, wo ich mich melden und fragen darf: " Entschuldigung, Herr biologielehrer, die Bibel sagt aber was ganz anderes, was ist denn nun richtig?" und als Antwort genau das bekomme, was ich oben so ausgeführt habe: "ja, meine leibe Schülerin, dass kann dir die Biologie leider nicht beantworten, weil wir uns nur mit dem materiellen beschäftigen und deine Frage.......... Deshalb kann es richtig oder falsch sein". Aber deiner ansicht nach darf man solche Fragen ja nicht stellen :rolleyes: [QUOTE]Die Religion steht dann aber immer noch fest, auch wenn das Kind nicht dran glaubt.[/QUOTE] ist mit der wissenschaft doch ganz genauso -> Inzwischen gilt Homosexualität nicht mehr als psychische Störung in der Psychologie, trotzdem gibt es immnoch Therapeuten, die Homos umpolen wollen. Die wissenschaftliche Überzeugung, dass Homosexualität keine Krankheit ist steht immernoch fest, auch wenn die paar Therapeuten nicht dran glauben. |
| docht | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] @docht: Wenn du mal zwischen den Zeilen liest wirst du feststellen, dass dies nur dazu dient die erwiesene Theorie von Darwin zu untergraben, um der christlichen Religion die Vorfahrt zu geben.[/QUOTE] ja das befuerchte ich auch, aber ich sprach nun nichtmehr nur von amerika, sondern allgemein davon, was und wie gelehrt werden sollte. [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] Wenn religiöse Aspekte über erwiesene wissenschaftlich Ergebnisse gestellt werden ist das mittelalterliches Denken. Wenn eine Therorie erwiesen ist kann man auch nicht unter dem Deckmäntelchen der Religion was anderes behaupten, es sei denn man hat Beweise - richtige Beweise, die wissenschaftlich fundiert sind. [/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] Die Evolutionstheorie ist erwiesen und Alternativen gibt es bisher nur aus dem Bereich religiösen HokusPokus. [/QUOTE] es gibt keine erwiesenen wissenschaftlichen ergebnisse. (sieh es bitte nicht beleidigend) vielleicht solltest du mal ein wenig darueber nachdenken, was beweise denn wirklich sind. wissenschaft arbeitet nie mit beweisen. ein wirklicher wissenschaftler streitet das auch nicht ab. auch "wahrscheinlichkeit" haengt immer von grundannahmen ab. ist also subjektiv. es ist in der tat nicht gut, religion ueber wissenschaft zu stellen, aber auch nicht andersrum. es geht ja nichtmal unbedingt um religion, sondern einfach um alternativen zur evolutionstheorie. und nein, die finden sich nicht nur im religioesen "hokuspokus".. [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] Im Klartext die Trennung von Wissenschaft und Religion ist unbedingt erforderlich genau wie die Trennung Religion und Staat. Alles andere läuft zwangläufig auf Unterdrückung Andersgläubiger hinaus. [/QUOTE] ich bitte dich, auch wissenschaftsglaube kann darauf hinaus laufen.. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] Solange es Religionsunterricht in der Schule gibt, werde doch schon beide Seiten unterrichtet. "Evolutionstheorie" (wobei die in meiner Schulzeit gar nicht unterrichtet wurde) und Schöpfungsgeschichte. Wo ist also das Problem, docht?[/QUOTE] ja das stimmt, das wird beides gelehrt (hab selbst auch die evolutionstheorie nicht in der schule mitbekommen). das problem ist wiederum, wie es rosenkind sehr schoen ausfuehrlich dargelegt hat, dass eben auch im sog. wissenschaftlcihen unterricht etwas als fakt gelehrt wird, was nicht fakt ist. alternativen zur evolutionstheorie finden sich nicht nur in den religionen.. es waere vielleicht schoen, philosophie allgemein in den unterricht einfließen zu lassen. aber davon kann man nur traeumen ;) wissenschaftlcihe theorien sind eben auch nur theorien, wie jetzt schon oft genug erkannt wurde in diesem thread. und so sollte es eben auch in der schule gelehrt werden. es sollte dazu gesagt werden, dass es eine theorie ist und wie die wissenschaft ueberhaupt arbeitet, was sie beruecksichtigt und was nicht. und es sollten alternative modelle aufgefuehrt werden.. wo wird das schon gemacht? ein ehemaliger physiklehrer allerdings war schon recht cool. ich zitiere "physik hat viel mit glauben zu tun". das hat ihn bei mir sympathisch gemacht. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] Naturwissenschaften müssen auch ohne einen Gott funktionieren und begründet werden können, denn es gibt nicht nur eine Religion, aber nur eine Wissenschaft. In der Wissenschaft gibt es lediglich verschiedene Theorien, die diskutiert werden und die der aktuellen Erkenntnis angepasst werden. [/QUOTE] es gibt so viele verschiedene wissenschaftliche fachbereiche. und: nein, sie arbeiten nicht alle mit den selben wissenschaftlichen methoden und grundsaetzen. und: nein, sie einigen sich nicht alle auf die selben theorien. und: selbst innerhalb eines wiss. fachbereichs gibt es verschiedene theorien und ansichten ueber ein und das selbe thema. klar, ist oft eine theorie die allgemein anerkannteste, doch solche trends aendern sich auch. und: was soll die aktuelle erkenntnis denn bitte sein? und: wie gesagt, gibt es alternativen zu theorien nicht nur in religionen. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] Das können Religionen nicht, da sie nichts weiter als „Hirngespinste“ sind. Nirvana oder Himmelreich spielt wissenschaftlich keine Rolle, es sei denn, man könnte es wissenschaftlich begründen. Die Religion kann das aber nicht, denn man kann Gott nicht beweisen oder falsifizieren.[/QUOTE] was ist denn zufall z.b.? ist das nicht genauso ein hirngespinst, eine grundvorraussetzung, die nicht begruendet oder widerlegt werden kann? und so kann man doch genauso gut auch mit anderen annahmen theorien aufbauen. zufall ist nur ein beispiel. weiters koennte man z.b. von anderen verhaeltnissen der wirklichkeit ausgehen (dass alles ein traum ist z.b.). das problem ist eben immer dieses, dass wir grundannahmen stellen, die wir nicht weiter begruenden oder gar beweisen koennen, so auch in den wissenschaften. letztlich muss man auch noch den wissenschaftlern glauben, wenn sie von irgendwelchen forschungen und ergebnissen sprechen. man muss glauben, dass diese wirklcih existieren, weil man es selbst nicht durchgefuehrt hat. weiters bestimmt eine theorie auch immer, was man messen wird und was nicht. wie einstein es bereits gesagt hat. @rosenkind ich hoffe, nicht zu viel deiner aussagen wiederholt zu haben ;) im allgemeinen kann ich deinem geschreibsel nur zustimmen :) |
| rosenkind | nö, hast du nicht und wie ich bereits sagte: beweisen hängt auch immer davon ab, wie die Menscheit selbst beweisen definiert. Beweisen im sinne von die absolute Wahrheit liefern lässt sich nämlich nichts, da der Begriff "beweisen" schon an die menschliche Vorstellung davon verknüpft ist. irgendwo, ich weiß nicht mehr wo, hab ich auch mal was davon gelesen, dass Versuchsergebnisse anders ausfallen, wenn ein Mensch beim Versuch dabei war und wenn er nicht dabei war. Zu schade, dass ich die Quelle nicht mehr weiß. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B]ja das stimmt, das wird beides gelehrt (hab selbst auch die evolutionstheorie nicht in der schule mitbekommen). das problem ist wiederum, wie es rosenkind sehr schoen ausfuehrlich dargelegt hat, dass eben auch im sog. wissenschaftlcihen unterricht etwas als fakt gelehrt wird, was nicht fakt ist. alternativen zur evolutionstheorie finden sich nicht nur in den religionen.. es waere vielleicht schoen, philosophie allgemein in den unterricht einfließen zu lassen. aber davon kann man nur traeumen ;) wissenschaftlcihe theorien sind eben auch nur theorien, wie jetzt schon oft genug erkannt wurde in diesem thread. und so sollte es eben auch in der schule gelehrt werden. es sollte dazu gesagt werden, dass es eine theorie ist und wie die wissenschaft ueberhaupt arbeitet, was sie beruecksichtigt und was nicht. und es sollten alternative modelle aufgefuehrt werden.. wo wird das schon gemacht?[/b][/quote] Nunja, wenn du in der Schule auch nichts von der ET gehört hast, könnte man ja davon ausgehen, daß diese Theorien insgesamt zu kurz kommen. :) [b][quote]ein ehemaliger physiklehrer allerdings war schon recht cool. ich zitiere "physik hat viel mit glauben zu tun". [/b][/quote] ...oder damit zuzugeben, nicht alles zu wissen. ;) [quote][b]es gibt so viele verschiedene wissenschaftliche fachbereiche. und: nein, sie arbeiten nicht alle mit den selben wissenschaftlichen methoden und grundsaetzen. und: nein, sie einigen sich nicht alle auf die selben theorien. und: selbst innerhalb eines wiss. fachbereichs gibt es verschiedene theorien und ansichten ueber ein und das selbe thema. klar, ist oft eine theorie die allgemein anerkannteste, doch solche trends aendern sich auch. und: was soll die aktuelle erkenntnis denn bitte sein? und: wie gesagt, gibt es alternativen zu theorien nicht nur in religionen.[/b][/quote] Stimmt. [quote][b]was ist denn zufall z.b.? ist das nicht genauso ein hirngespinst, eine grundvorraussetzung, die nicht begruendet oder widerlegt werden kann?[/b][/quote] Zufall ist, wenn ein Ereignis nicht notwendig oder nicht beabsichtigt auftritt. [quote][b]und so kann man doch genauso gut auch mit anderen annahmen theorien aufbauen.[/b][/quote] Mit [i]begründeten[/i] Annahmen sicher. Nur müssen sie halt auch begründbar und falsifizierbar sein. Sonst fällt die neue Theorie in sich zusammen wie ein Kartenhaus. [quote][b]zufall ist nur ein beispiel. weiters koennte man z.b. von anderen verhaeltnissen der wirklichkeit ausgehen (dass alles ein traum ist z.b.).[/b][/quote] Was führt dich zu der Annahme, daß alles ein Traum ist? (<-- war ne rhetorische Frage :) ) [quote][b]das problem ist eben immer dieses, dass wir grundannahmen stellen, die wir nicht weiter begruenden oder gar beweisen koennen, so auch in den wissenschaften.[/b][/quote] Eben nicht. In der Wissenschaft müssen auch die Annahmen hieb- und stichfest (d.h. falsifizierbar) sein. [quote][b]letztlich muss man auch noch den wissenschaftlern glauben, wenn sie von irgendwelchen forschungen und ergebnissen sprechen. man muss glauben, dass diese wirklcih existieren, weil man es selbst nicht durchgefuehrt hat. [/B][/QUOTE] Natürlich. So, wie du deiner Mutter, Freunden oder den Nachrichten glauben mußt. Dabei sollte man immer kritisch bleiben. :) |
| decay73 | @Rosenkind: Die Antworen auf deine Fragen werden dann aber beliebig ausfallen, je nach religiöser Betrachtungsweise. Das kann man bei der Frage "was kommt nach dem Leben" vielleicht noch machen, aber nicht allgemein im Schulunterricht. Wäre wohl etwas zu viel Aufwand, die Ideen aller Religionen hierzu zu lehren. Und das müßte man, denn in Deutschland gibt es keine Staatsreligion. Als Nichtchrist will man vielleicht gar nicht hören, was die Christen für eine Idee haben was das Leben nach dem Tod angeht, weil man Hindu ist. Deshalb halte ich das Fach Religion grundsätzlich nicht für den Schulunterricht geeignet. Der Konfirmandenunterricht reicht. ;) Wissenschaft ist wertneutral. Religion ist grundsätzlich eine rein persönliche Sache und sollte das auch bleiben. |
| docht | [QUOTE]Zufall ist, wenn ein Ereignis nicht notwendig oder nicht beabsichtigt auftritt.[/QUOTE] hmm. und wie soll das mit der kausalitaet vereinbar sein? wo kommt denn der zufall her? einfach so.. wie ein wunder :) [QUOTE]Eben nicht. In der Wissenschaft müssen auch die Annahmen hieb- und stichfest (d.h. falsifizierbar) sein.[/QUOTE] nein. wenn wir etwas begruenden, brauchen wir dafuer ein wissen, das selbst wiederum nicht begruendet ist. kannst du mit "goedel" was anfangen? wenn nich, guck mal nach dem unvollstaendigkeitssatz.. man muss ihn ja nicht verstehen, aber man kann immerhin verstehen was er sagt. [QUOTE]Natürlich. So, wie du deiner Mutter, Freunden oder den Nachrichten glauben mußt. Dabei sollte man immer kritisch bleiben. :)[/QUOTE] jap, mir bleibt wohl nichts anderes uebrig.. obwohl.. kennst du die truman show? *g* naja die muss man aber auch garnicht herziehen, es reicht wenn man mal allgemein ueber geheimgesellschaften und verschwoerungen nachdenkt.. menschen luegen nun mal, warum nicht auch wissenschaftler (damit will ich nicht behaupten, die evolutionstheorie stuetzt sich auf luegen) [QUOTE]Deshalb halte ich das Fach Religion grundsätzlich nicht für den Schulunterricht geeignet.[/QUOTE] hmm. und was ist mit bio, chemie, physik.. ? warum sind die geeignet, wenn sie doch auch nur beschraenkt etwas darstellen? ich glaube nicht dass zwischen ethik und religion im unterricht so ein großer unterschied besteht (war selber in ethik, wenn doch.. ok), jedenfalls ist es schon wichtig zumindest mal einige ansaetze kennen zu lernen. aber vielleicht koennte man auch einfach philosophie einfuehren :) natuerlich mehr als eine stunde die woche und nicht nur als wahlfach *g* frag mich, wieso so ein fach so vernachlaessigt wird.. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B]wo kommt denn der zufall her? einfach so.. wie ein wunder :)[/b][/quote] Nee. Der Zufall kommt nicht einfach so irgendwo her. Es ist etwas, was wir empfinden, wenn wir die Ursache nicht kennen und uns etwas völlig unberechenbar vorkommt. Es ist nichts, was kommt oder geht wie ein Auto. [quote][b]nein. wenn wir etwas begruenden, brauchen wir dafuer ein wissen, das selbst wiederum nicht begruendet ist.[/b][/quote] Nein. Eine fundierte wissenschaftliche Theorie ist eine Weiterentwicklung einer bestehenden Theorie und/oder basiert auf Beobachtungen und Versuchen. [quote][b]kannst du mit "goedel" was anfangen?[/b][/quote] Nein. Hat aber soweit ich das mitbekommen habe was damit zu tun, ob der Satz eines Kreters "Alle Kreter sind Lügner" wahr oder falsch ist. Und was hat das nun mit unserem Problem zu tun? [quote][b]menschen luegen nun mal, warum nicht auch wissenschaftler (damit will ich nicht behaupten, die evolutionstheorie stuetzt sich auf luegen)[/b][/quote] Natürlich gibt es auch Wissenschaftler, die Lügen. Deshalb muß eine Theorie ja auch immer falsifizierbar sein. Dann fällt es nämlich irgendwann auf. :) [quote][b]hmm. und was ist mit bio, chemie, physik.. ? warum sind die geeignet, wenn sie doch auch nur beschraenkt etwas darstellen?[/b][/quote] Weil man damit etwas anfangen kann. Mit Kenntnissen in der Chemie kann man z.B. im Labor ein Präparat kochen, auch wenn die dahinterstehende Theorie, die erklärt warum das gewünschte Präparat entsteht, noch nicht völlig geklärt ist. Aber eventuelle Theorien darüber müssen sich mit den Ergebnissen und Beobachtungen decken. Sie müssen [i]konsistent dazu[/i] sein. [quote][b]ich glaube nicht dass zwischen ethik und religion im unterricht so ein großer unterschied besteht (war selber in ethik, wenn doch.. ok), jedenfalls ist es schon wichtig zumindest mal einige ansaetze kennen zu lernen.[/B][/QUOTE] Ethik halte ich durchaus für wichtig, auch in Bezug auf Wissenschaft. Aber Ethik muß nicht religiös begründet sein. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Wäre die Ethik religiös begründet, wäre sie nicht allgemeingültig, sondern nur gülig für Anhänger der jeweiligen Religion. Ethik geht da schon mit dem (sicher nicht immer erreichten) Ziel dran, allgemeingültig sein zu können, ähnlich wie die Menschenrechte unabhängig von der Religionszugehörigkeit sind. |
| rosenkind | @ decay ich hab nirgendwo geschrieben, dass der Lehrer auf die nachfolgenden Fragen mit seiner religiösen antworten soll ala "Also Kinder, ich sage euch, dass der christliche Gott dafür verantwortlich ist". Viel mehr dachte ich daran, dass der Lehrer diese Fragen rein wissenschaftlich beantwortet und die Grenzen der Wissenschaft verdeutlich ODER eben Dinge wie dieses intelligent Design [I]vorstellt[/I], als [B]Möglichkeit[/B], an was man glauben [I]könnte[/I], als [B]Beispiel[/B] dafür, dass sich Wissenschaft und Glaube an irgendetwas übersinnliches nicht zwangsläufig ausschließen. Genauso wie auch in kath. Religionsunterricht der buddhismus durchgenommen wird unter dem Vorzeichen: so sehen es andere und nicht "daran müsst ihr glauben". Und auch hab ich nirgendwo gesagt, dass nur dieses Konzept eingebracht werden sollte. Ich hab mir das ganze mehr so vorgestellt: dieses Modell wird wie gesagt als Beispiel vorgestellt und diskutiert. Dann meldet sich der Hindu und sagt das und das und dieses wird ebenbürtig diskutiert. Eine oder 2 oder 3 Schulstunden lang und damit hat sichs. Ich finde, Fragen an die Wissenschaft gehören ebenso in naturwissenschaftliche Fächer wie die eigentliche Lehre des jeweiligen Fachs. Denn bitte was soll das, soll ich etwa mit dieser Frage: "was ist ichtig Schöpfungsgeschihte oder Evolutionstheorie? ich bin mir so unsicher, weil ich in Biologie das und das gelernt habe" nur zu meinem Religionslehrer gehen. Was erwarte ich dort? Ich krieg doch nur eine Antwort von religiöser Seite, aber was bringt mir die, wenn ich über die Religion sowieso schon ins Zweifeln geraten bin? Wenn ich mir doch so gerne eine Antwort von wissenschaftlicher Seite erhoffe? Denn in diesen Konmflikt sind immernoch beide involviert und es kann nicht einfach eine Partei sagen: geht uns nichts an, weil das mit unseren Lehren direkt nichts zu tun hat. Außerdem frage ich mich, was die Frage nach dem "was kommt nach dem Tod" mit dem Konfikt zwischen Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie zu tun hat. Das ist doch wieder ein völlig anderes Thema O.O Was ich von Religionsunterricht halte ist eine andere Sache. Religionsunterricht in der Form, dass ich Religion unter dem aspekt lerne, dass ich daran glauben soll, halte ich auch für verkehrt. Aber Religionen, Glaube als solches komplett vom Schulunterricht auszuschließen ebenso. Wie docht schon sagte: es sollte das Fach überall Philosophie eingeführt werden [QUOTE]Nein. Eine fundierte wissenschaftliche Theorie ist eine Weiterentwicklung einer bestehenden Theorie und/oder basiert auf Beobachtungen und Versuchen.[/QUOTE] aus Beobachtungen und Versuchen alleine wird noch keine wissenschaftliche Theorie. Erstmal kommt die Interpretation des Gesehenen und die kann wiederum falsch sein, weil ich einen bestimmten Faktor noch nicht kenne. Und wenn alle Menschen diesen Faktor noch nicht kennen, behaupten alle Menschen, dass eine Theorie stimmt, die nicht stimmt ;) edit: bah, ich hasse google. Immer präsentiert es mir Sachen, die ich nicht brauche, aber das, was ich Suche nie. Deswegen kann ich mal nur sagen: ich hab da letzhin was gehört, aber weiß die Quelle nicht mehr. Im Fernsehen, fragt mich nicht auf welchem Kanal, kam vor einiger Zeit mal eine Reportage, in der es darum ging, dass man einen Schädel gefunden hat, der die Vorstellung über die Evolutionstheorie durchwirbelte. Denn dieser Schädel passt nicht ins Bild. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Außerdem frage ich mich, was die Frage nach dem "was kommt nach dem Tod" mit dem Konfikt zwischen Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie zu tun hat. Das ist doch wieder ein völlig anderes Thema O.O[/b][/quote] Nichts direkt. Stimmt. Allerdings spielt Wissenschaftstheorie durchaus eine wichtige Rolle in dieser Frage. [quote][b]Wie docht schon sagte: es sollte das Fach überall Philosophie eingeführt werden [/B][/QUOTE] Das ist eine gute Idee. Btw.: Die ID- Theorie halte ich für unwissenschaftlich. ;) |
| rosenkind | ja, ich bin wirklich blöd, ich weiß jetzt was du meinst *dotz* aber decay, wo hab ich denn behauptet, dass sie wissenschaftlich ist? Sie beinhaltet aber die Evolutionstheorie, welche Wiederum wissenschaftlich ist, ich hoffe du verstehst was ich meine. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Was ist ID? [/B][/QUOTE] Sorry, ich war zu faul zum ausschreiben: [b]I[/b]nelligent [b]D[/b]esign :) |
| rosenkind | im übrigen bin ich der Meinung, dass in allen naturwissenschaftlichen Fächern die Lehren viiiiiieeeel deutlicher als Theorie gekennzeichnet werden sollten! btw: der Titel des threads hat etwas Zynisches :D |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]im übrigen bin ich der Meinung, dass in allen naturwissenschaftlichen Fächern die Lehren viiiiiieeeel deutlicher als Theorie gekennzeichnet werden sollten! [/B][/QUOTE] Naja, jeder der sich mit Wissenschaft beschäftigt weiß das. Aber für die mit schlechten Augen kann man es ja mit einem dicken Edding schreiben. ;) |
| rosenkind | Wie intensiv beschäftigen sich 12-jährige oder 14-jährige oder 16-Jährige mit Wissenschaft? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Wie intensiv beschäftigen sich 12-jährige oder 14-jährige oder 16-Jährige mit Wissenschaft? [/B][/QUOTE] Ich würde sagen leider weninger intensiv als mit Religion, die ihnen schon von Kindesbeinen an eingebläut wird. ;) |
| rosenkind | och, so viele sind das auch nicht :D |
| docht | [QUOTE]Nee. Der Zufall kommt nicht einfach so irgendwo her. Es ist etwas, was wir empfinden, wenn wir die Ursache nicht kennen und uns etwas völlig unberechenbar vorkommt. Es ist nichts, was kommt oder geht wie ein Auto.[/QUOTE] dann laeuft das darauf hinaus, dass man entweder an einen "ersten beweger" glaubt, oder an eine unendliche reihe von ursache-wirkung (irgendwie seltsam) oder sonst was.. aber auch die kausalitaet als solche ist eine nicht begruendete grundannahme. ueber die beobachtung & versuche hat rosenkind schon geantwortet, dem stimme ich zu. auch beobachtung findet subjektiv und selektiv statt. [QUOTE]Hat aber soweit ich das mitbekommen habe was damit zu tun, ob der Satz eines Kreters "Alle Kreter sind Lügner" wahr oder falsch ist. Und was hat das nun mit unserem Problem zu tun?[/QUOTE] nein, das ist was anderes. goedel hat mathematisch bewiesen (wie auch immer, jedenfalls ist es offiziell anerkannt, das das wirklich ein beweis ist, auch wenn ich ihn nicht ganz verstehe *g*), dass ein system ab bestimmter komplexitaet (also ab dem "zeitpunkt", wenn es natuerliche zahlen beinhaltet, glaube ich) seine eigene widerspruchsfreiheit nicht beweisen kann. es ist doch aber auch ganz logisch, fuer eine begruendung von einer sache kann die sache selbst nicht herhalten. da muss eine sache, die dem zu[i]grund[/i]e liegt, herhalten. diese wiederum muss auch wieder begruendet werden etc. [QUOTE]Natürlich gibt es auch Wissenschaftler, die Lügen. Deshalb muß eine Theorie ja auch immer falsifizierbar sein. Dann fällt es nämlich irgendwann auf. :)[/QUOTE] ja. aber sind axiome falsifizierbar? [QUOTE]Weil man damit etwas anfangen kann. Mit Kenntnissen in der Chemie kann man z.B. im Labor ein Präparat kochen, auch wenn die dahinterstehende Theorie, die erklärt warum das gewünschte Präparat entsteht, noch nicht völlig geklärt ist.[/QUOTE] nun, die salzsuppe ist sicher wichtig. aber ist es nicht auch wichtig, etwas ueber den sinn des lebens, den grund der dinge, der herkunft der welt, des wesens des menschen oder sowas nachzudenken? rethorische frage [QUOTE]Ich würde sagen leider weninger intensiv als mit Religion, die ihnen schon von Kindesbeinen an eingebläut wird. ;) [/QUOTE] ist beides schlimm. wissenschaftsglaube oder religion einblaeuen.. jedenfalls ist schule zur bildung da. und warum sollte jeder autodidaktisch lernen, was wissenschaft ist und wie sie vorgeht, dann brauch man die schule ja eh nichtmehr. zumal es in der schule ja nur einseitiges lehrangebot gibt. irgendwo muss man halt sein wissen und denken etc. herbekommen. wozu ist denn die schule sonst da (also rein von der idee her) |
| asonny | Obwohl ich mich seit einigen Jahren als sehr gläubigen Christen sehe, finde ich den Fundamentalismus einiger amerikanischer Christen schlimm - weil sie andere Meinungen, wie die Evolutionstheorie, unterdrücken wollen. Die Schöpfungsgeschichte wörtlich zu nehmen, als etwas, dass genauso geschehen ist kling für mich sehr abstrus. Eigenartig finde ich es aber auch eine Theorie zur absoluten Wahrheit zu erklären. Die Evolutionstheorie ist sicher nicht volkommen verkehrt - aber sie ist auch nicht Vollkommen, zum Beispiel gibt es ein Problem mit der Zeit. Wenn es niemenden oder nichts gab, das in den Prozeß gestaltend eingegriffen hat müßte die Erde sehr viel älter sein und die Evolution viel früher begonnen haben. Ich glaube für mich an die Evolutionstheorie mit göttlichem Einfluß! Wie gesagt, ich [B]glaube[/B] das - aber niemand kann sagen wie es wirlich ist/war/wird. Eine, wenn auch eine sehr warscheinliche Theorie, zur alleinigen Wahrheit zu erklären ist für mich 'Mittelalter' und zeugt eben nicht von 'wissentschaftlichem' Denken. Leider wird die Wissenschaftsforschung noch immer nicht in den Schulen vermittelt - dabei ist sie so wichtig, um die Erkenntnisse einzuordnen. @rosenkind: Ich halte es auch für einen guten Ansatz so viel wie möglich kennen zu lernen, um sich dann selbst eine Meinung zu bilden. Die strikte Trennung der Fächer, der Geistes- und der Naturwissenschaften halte ich für fatal. Beide Sichten müssten vermittelt werden! |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B]dann laeuft das darauf hinaus, dass man entweder an einen "ersten beweger" glaubt, oder an eine unendliche reihe von ursache-wirkung (irgendwie seltsam) oder sonst was.. aber auch die kausalitaet als solche ist eine nicht begruendete grundannahme.[/b][/quote] ALLES hat eine Ursache. Spinoza spricht von Gott, Descartes rechnet das Kausalgesetz zu den „ewigen Wahrheiten“. Innerhalb unseres Universums ist aber m.E. alles streng kausal (andersherum könnte man auch sagen, dass alles eine Wirkung hat). Also eine lange Reihe von Ursache und Wirkung. Das einzige, was „ewig“ ist, ist die Energie. Sie lässt sich nur umwandeln, aber weder schaffen noch vernichten. An der Stelle kannst du wegen mir einen „Ersten Beweger“ setzen, aber alles was danach kommt, ist Ergebnis von Ursache und Wirkung. [quote][b]ueber die beobachtung & versuche hat rosenkind schon geantwortet, dem stimme ich zu. auch beobachtung findet subjektiv und selektiv statt.[/b][/quote] Stimmt. Deshalb müssen Versuche immer von anderen, unabhängigen reproduzierbar sein. [quote][b]nein, das ist was anderes. goedel hat mathematisch bewiesen (wie auch immer, jedenfalls ist es offiziell anerkannt, das das wirklich ein beweis ist, auch wenn ich ihn nicht ganz verstehe *g*), dass ein system ab bestimmter komplexitaet (also ab dem "zeitpunkt", wenn es natuerliche zahlen beinhaltet, glaube ich) seine eigene widerspruchsfreiheit nicht beweisen kann.[/b][/quote] Und was hat das mit dem Problem zu tun? Eine wissenschaftliche Theorie kann nie vollkommen richtig sein. Deshalb muß sie ja auch immer falsifizierbar (widerlegbar) sein. [b][quote]es ist doch aber auch ganz logisch, fuer eine begruendung von einer sache kann die sache selbst nicht herhalten. da muss eine sache, die dem zu[i]grund[/i]e liegt, herhalten. diese wiederum muss auch wieder begruendet werden etc.[/b][/quote] Stimmt. Sonst wäre es tautologisch. Als zugrunde liegende Begründung halten gelegentlich andere, allgemein anerkannte Theorien her. Wenn diese als völlig falsch entlarvt werden, bricht das ganze System zusammen. Gelegentlich passiert das sicher auch. Aber mal ehrlich: Würdest du die newtonschen Axiome für [i]völlig falsch[/i] halten? [quote][b]ja. aber sind axiome falsifizierbar?[/b][/quote] Klar! Nahmen wir auch hier die Newtonschen Axiome: Prinzipiell sind sie ja richtig, aber halt nicht ganz, wenn man die Relativitätstheorie in die Betrachtung einbezieht. Sie sind also falsifizierbar. [quote][b]nun, die salzsuppe ist sicher wichtig. aber ist es nicht auch wichtig, etwas ueber den sinn des lebens, den grund der dinge, der herkunft der welt, des wesens des menschen oder sowas nachzudenken?[/quote][/b] Auf jeden Fall! Aber nicht während der Berechnung der ersten Ableitung einer Gleichung dritten Grades. [quote][b]irgendwo muss man halt sein wissen und denken etc. herbekommen. wozu ist denn die schule sonst da (also rein von der idee her) [/B][/QUOTE] Klar. Schule ist unheimlich wichtig – keine Frage. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Wegen mir kann man metaphysische Dinge ja auch gerne im Ethik- Unterricht besprechen, aber bitte nicht in einem einseitigen Religionsunterricht, der nur vorverdautes präsentiert. |
| Seena | [QUOTE]Ich halte es auch für einen guten Ansatz so viel wie möglich kennen zu lernen, um sich dann selbst eine Meinung zu bilden. Die strikte Trennung der Fächer, der Geistes- und der Naturwissenschaften halte ich für fatal. Beide Sichten müssten vermittelt werden![/QUOTE] Soviel wie möglich zu kennen, okay. Soviel wie möglich eingetrichtert bekommen, so wie Bush es will, nein. Weil den Kindern keine Wahl gelassen wird, Marke Bilde dir deine eigene Meinung, die GLAUBEN dann wirklich an so einen, entschuldige Mal (meine Meinung), Schwachsinn! Ich kann nur hoffen, dass Bush das nicht gänzlich durchsetzen kann. Man kriegt ja richtig Angst, wenn man sowas liest... Lauter kleine Bushs in Ausbildung, dort in den Schulen. Man hoffe, dass die Amerikaner, mögen sie auch nur noch einen letzten Funken Intelligenz haben, das verhindern. Seena |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seena [/i] [B]Man hoffe, dass die Amerikaner, mögen sie auch nur noch einen letzten Funken Intelligenz haben, das verhindern. [/B][/QUOTE] Das hoffe ich auch. Es ist nicht ungefährlich, wenn Politiker entscheiden, was in Schulen geleht werden soll und darf und was nicht. Das hat mit Freiheit von Forschung und Lehre nichts mehr zu tun... |
| docht | [QUOTE]ALLES hat eine Ursache.[/QUOTE] so ist das menschliche denken, ja. und auch wenn noch so viele philosophen dieses prinzip hoch gepriesen haben, kann es ein irrtum bleiben. du kannst auch die lehren dieser philosophen anzweifeln, aber wenn du das nicht willst, gibt es selbst in der geschichte beispiele: kant hat das kausalgesetz als kategorie betrachtet, mit derer wir die welt nur wahrnehmen, filtern. das heisst, das kausalgesetz befindet sich nur in unserer wahrnehmung der welt, nicht aber in der welt selbst. genau wie die kategorien zeit und raum und vielleicht noch andere dinge. nur weil man dieses denken als logisch erachtet, kann man nicht beweisen, dass es richtig ist. man setzt es ganz einfach voraus, ohne es begruendet zu haben. auch in der wissenschaft also. ist das nicht unwissenschaftlich? [QUOTE]Stimmt. Deshalb müssen Versuche immer von anderen, unabhängigen reproduzierbar sein.[/QUOTE] nun stell dir mal vor, alle menschen die diese versuche durchfuehren, nehmen auf aehnliche weise das gesehene wahr. dann ist es zwar nichtmehr rein subjektiv, aber auch nicht objektiv. es ist nur intersubjektiv. [QUOTE]Und was hat das mit dem Problem zu tun? Eine wissenschaftliche Theorie kann nie vollkommen richtig sein. Deshalb muß sie ja auch immer falsifizierbar (widerlegbar) sein.[/QUOTE] das wollte ich damit auch sagen. und eben, dass eine wissenschaftliche theorie immer nur eine betrachtungsweise ist. [QUOTE]Stimmt. Sonst wäre es tautologisch.[/QUOTE] stimmt auch wieder ;) "die saetze der logik sind tautologien. sie sagen also nichts" [QUOTE]Als zugrunde liegende Begründung halten gelegentlich andere, allgemein anerkannte Theorien her. Wenn diese als völlig falsch entlarvt werden, bricht das ganze System zusammen. Gelegentlich passiert das sicher auch. [/QUOTE] ja allgemein anerkannt, das ist eben das problem. was ist schon allgemein anerkannt? das aendert sich staendig. und in manchen kulturkreisen ist es vielleicht allgemein anerkannt, dass es einen schoepfergott gibt. [QUOTE]Aber mal ehrlich: Würdest du die newtonschen Axiome für völlig falsch halten?[/QUOTE] noe, aber auch nicht fuer voellig richtig :D aber darum gehts ja auch garnicht, was ich fuer falsch oder richtig halte ;) [QUOTE]Klar! Nahmen wir auch hier die Newtonschen Axiome: Prinzipiell sind sie ja richtig, aber halt nicht ganz, wenn man die Relativitätstheorie in die Betrachtung einbezieht. Sie sind also falsifizierbar.[/QUOTE] okay, nehmen wir mal das kausalgesetz. und koennen wir es falsifizieren? nein. warum nicht? weil wir staendig alles in ursache-wirkung sehen. woran liegt das? weil wir eine ursache-wirkung-brille auf unseren augen tragen. wir koennen das also fruehstens falsifizieren, wenn wir umdenken lernen. zumindest relativieren koennen wir es, indem wir durch das umdenken auch andere moeglichkeiten in betracht ziehen. aber da muss auch erstmal wer drauf kommen. und bis das soweit ist, dass die anderen seine einsichten teilen (wenn es ueberhaupt soweit kommt), wird das axiom bei den anderen als absolut wahr angesehen. es gibt ja kaum menschen, die sich bewusst darueber werden, welche grundannahmen sie ueberhaupt machen. die finden schon voellig automatisch statt. [QUOTE]Auf jeden Fall! Aber nicht während der Berechnung der ersten Ableitung einer Gleichung dritten Grades.[/QUOTE] doch, auch da. und zwar braucht man doch eine motivation, um irgendetwas zu tun. also auch beim berechnen. ich wuerde nie einfach so diese ableitung berechnen, warum sollte ich? wenn mein leben sowieso keinen sinn macht? noee welchen sinn macht dann schon das berechnen.. [QUOTE]Klar. Schule ist unheimlich wichtig – keine Frage. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Wegen mir kann man metaphysische Dinge ja auch gerne im Ethik- Unterricht besprechen, aber bitte nicht in einem einseitigen Religionsunterricht, der nur vorverdautes präsentiert.[/QUOTE] dito. aber bitte auch nicht in einem einseitigen pseudowissenschaftlichen bio-unterricht, der nur vorverdautes praesentiert. [QUOTE]Das hoffe ich auch. Es ist nicht ungefährlich, wenn Politiker entscheiden, was in Schulen geleht werden soll und darf und was nicht.[/QUOTE] wer entscheidet das denn bei uns? ich wurde leider nicht gefragt :/ nagut, es gibt schulen mit speziellen profilen und "wahlfaecher", aber so groß ist die wahl nun auch nicht. und den lehrplan kann man auch nicht waehlen.. am liebsten trau ich nur mir selbst. also ungern irgendwelchen leuten, ob politiker oder sonst was, die sowas bestimmen.. |
| Trinity Goth | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] es gibt keine erwiesenen wissenschaftlichen ergebnisse. (sieh es bitte nicht beleidigend) vielleicht solltest du mal ein wenig darueber nachdenken, was beweise denn wirklich sind. wissenschaft arbeitet nie mit beweisen. ein wirklicher wissenschaftler streitet das auch nicht ab. [/B][/QUOTE] Die Evolution gilt als erwiesen. Es gibt genügend andere Dinge die auch erwiesen sind. Natürlich arbeitet die Wissenschaft mit Beweisen :rolleyes: Ich würde an deiner Stelle mal nachdenken was du schreibst *kopfschüttel* [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] auch "wahrscheinlichkeit" haengt immer von grundannahmen ab. ist also subjektiv. es ist in der tat nicht gut, religion ueber wissenschaft zu stellen, aber auch nicht andersrum. es geht ja nichtmal unbedingt um religion, sondern einfach um alternativen zur evolutionstheorie. und nein, die finden sich nicht nur im religioesen "hokuspokus".. [/B][/QUOTE] Du würdest wahrscheinlich auch anzweifeln in der Realität zu leben. Leider gibt es bisher keine wissenschaftlich fundierte Gegentheorie, sondern nur Kreationismus. Lesenwerter Artikel dazu in der WIKI: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus[/url] [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] wissenschaftlcihen unterricht etwas als fakt gelehrt wird, was nicht fakt ist. alternativen zur evolutionstheorie finden sich nicht nur in den religionen.. es waere vielleicht schoen, philosophie allgemein in den unterricht einfließen zu lassen. aber davon kann man nur traeumen ;) [/B][/QUOTE] Wissenschaftlicher Unterricht ist eine Sache und was dort gelehrt wird. Religion und Philosophie sind eine andere, die unbedingt seperat gelernt werden müssen damit man die Dinge gegenüberstellen kann. Wie bereits gesagt Wissenschaft ist das was greifbar und beweisbar ist alles andere ist Glaube. [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] wissenschaftlcihe theorien sind eben auch nur theorien, wie jetzt schon oft genug erkannt wurde in diesem thread. und so sollte es eben auch in der schule gelehrt werden. es sollte dazu gesagt werden, dass es eine theorie ist und wie die wissenschaft ueberhaupt arbeitet, was sie beruecksichtigt und was nicht. und es sollten alternative modelle aufgefuehrt werden.. wo wird das schon gemacht? [/B][/QUOTE] In der Schule lernst du nur die Grundlagen, wie die Welt gesehen willst, alles was darüber hinaus geht lernst du in der UNI. Es würde den Rahmen der Schule sprengen alle Theorien vorzustellen. Aber um zur Evolution zurückzukehren, dort gibt es keine Alternative aus wissenschaftlicher Sicht. @Rosenkind: Der Zynismus ist berechigt. Wenn ich so manches Geschriebe hier auf dem Board lese bekomme ich das Gefühl, dass dies hier auch noch ein Problem wird. :rolleyes: @docht: Der ach so einseitige Bio Unterricht hat mich Dinge gelehrt die bis heute noch nicht widerlegt wurden, höchtens erweitert. Man muß in der Schule doch erstmal die Dinge begreifen in ihren Grundlagen, bevor man religiös indoktriniert wird. Scheinbar scheinen hier einige Leute Glauben höher zu bewerten als Realität, was gefährlich werden kann auf Dauer. Gruß Trin |
| decay73 | @Kausalgesetz und Falsifizierbarkeit Spinoza ist zum Beispiel einer, der die Natur als vollständig determiniert, d. h. dem Kausalgesetz durchgängig folgend betrachtet. Im Gegensatz zur Teleologie, in der Naturphänomenen eine [i]innere Zweckgerichtetheit[/i] (also keine äußere Ursache- Wirkungs- Beziehung) unterstellt wird. @Versuche: Natürlich können Menschen nur auf menschliche Art und Weise und somit ähnlich wahrnehmen. In der Naturwissenschaft geht es aber genau darum zu erfahren, wie die Welt [i]für uns[/i] ist und nicht für einen Marsmenschen. Naturwissenschaft soll den Menschen helfen, nicht jemand anderes. [i]Absolute[/i] Wahrheiten gibt es somit strenggenommen für uns nicht. [quote][b]"die saetze der logik sind tautologien. sie sagen also nichts"[/b][/quote] Was aber einer logischen Betrachtung keinen Abbruch tut. Also tautologisch ist ein Greis alt und ein Schimmel weiß. Natürlich ist das logisch, aber für die logische Definition eines Schimmels reicht das nicht. Nicht alles, was weiß ist, ist ein Schimmel. Man braucht also mehrere logische Sätze und Schlussfolgerungen und Beobachtungen, um logisch einen Schimmel zu definieren. [quote][b]ja allgemein anerkannt, das ist eben das problem. was ist schon allgemein anerkannt? das aendert sich staendig.[/quote][/b] Es gibt Sachen, die ändern sich nicht ständig, und die sind dann allgemein anerkannt. [quote][b]und in manchen kulturkreisen ist es vielleicht allgemein anerkannt, dass es einen schoepfergott gibt[/b][/quote] Das ist auch hier allgemein anerkannt, hat aber in wissenschaftlichen Fragen keine Bedeutung. Gott lässt sich immer noch nicht grundsätzlich beweisen oder wiederlegen. Die Frage, ob es einen Gott gibt, lässt sich nur außerhalb der Wissenschaft beantworten. [quote][b]okay, nehmen wir mal das kausalgesetz. und koennen wir es falsifizieren? nein. warum nicht? [/b][/quote] Doch, kann man (s.o.). [quote][b]doch, auch da. und zwar braucht man doch eine motivation, um irgendetwas zu tun. also auch beim berechnen. ich wuerde nie einfach so diese ableitung berechnen, warum sollte ich?[/quote][/b] Wissensdurst? Ich habe bei Rechnungen oder beim Lernen chemischer Reaktionsgleichungen nie an Gott gedacht. Dazu braucht man nicht zwingend einen Gott. [quote][b]wenn mein leben sowieso keinen sinn macht?[/quote][/b] Das Leben braucht keinen Sinn, und hat auch keinen. Die Frage nach dem Sinn wird von Anbeginn an gestellt, aber eine Antwort gibt es bisher nicht. Wozu auch? Lebe das Leben einfach sinnvoll, fülle es selbst mit Sinn. Das reicht. [quote][b]aber bitte auch nicht in einem einseitigen pseudowissenschaftlichen bio-unterricht, der nur vorverdautes praesentiert.[/quote][/b] Er ist nicht peudowissenschaftlich (es sei denn, du hast einen untauglichen Lehrer), sondern stellt die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse dar (soweit man sie in der Schule schon komplett lehren kann). [quote][b]wer entscheidet das denn bei uns?[/quote][/b] Das Kultusministerium des jeweiligen Landes als oberste Schulbehörde in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz. Jedenfalls nicht ein einzelner Politiker. |
| docht | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Die Evolution gilt als erwiesen. Es gibt genügend andere Dinge die auch erwiesen sind. Natürlich arbeitet die Wissenschaft mit Beweisen :rolleyes: Ich würde an deiner Stelle mal nachdenken was du schreibst *kopfschüttel*[/B] [/QUOTE] tausend fliegen koennen nicht irren :rolleyes: die wissenschaft arbeitet uebrigens mit theorien, die widerlegt werden, nicht mit theorien die bewiesen werden. [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Du würdest wahrscheinlich auch anzweifeln in der Realität zu leben.[/B] [/QUOTE] kommt darauf an, was du mit "realitaet" meinst. aber ich sehe schon, hier beisse ich auf granit mit dir [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Leider gibt es bisher keine wissenschaftlich fundierte Gegentheorie, sondern nur Kreationismus. Lesenwerter Artikel dazu in der WIKI: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus[/url][/B] [/QUOTE] "wissenschaftlich fundiert" muss eine gegentheorie garnicht sein. wissenschaft geht mit beschraenkter methodik vor. philosophie ist freier. [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Wissenschaftlicher Unterricht ist eine Sache und was dort gelehrt wird. Religion und Philosophie sind eine andere, die unbedingt seperat gelernt werden müssen damit man die Dinge gegenüberstellen kann. Wie bereits gesagt Wissenschaft ist das was greifbar und beweisbar ist alles andere ist Glaube. [/B] [/QUOTE] alles greifbare ist nur greifbar aufgrund von glauben. wissenschaft arbeitet immernoch nicht mit beweisen und philosophie steht immernoch ueber der wissenschaft. [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]In der Schule lernst du nur die Grundlagen, wie die Welt gesehen willst, alles was darüber hinaus geht lernst du in der UNI. Es würde den Rahmen der Schule sprengen alle Theorien vorzustellen. Aber um zur Evolution zurückzukehren, dort gibt es keine Alternative aus wissenschaftlicher Sicht. [/B] [/QUOTE] das stimmt wohl. aber was sind grundlagen? ganz bestimmt nicht irgendwelche theorien. viel eher etwas was darueber steht.. und zum glueck gibt es mehr sichten, als "die wissenschaftliche".. [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]@docht: Der ach so einseitige Bio Unterricht hat mich Dinge gelehrt die bis heute noch nicht widerlegt wurden, höchtens erweitert. [/B] [/QUOTE] die theorien sind alle laengst widerlegt ;) [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Man muß in der Schule doch erstmal die Dinge begreifen in ihren Grundlagen, bevor man religiös indoktriniert wird. [/B] [/QUOTE] ja das waere schoen.. [QUOTE] [i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Scheinbar scheinen hier einige Leute Glauben höher zu bewerten als Realität, was gefährlich werden kann auf Dauer.[/B] [/QUOTE] wenn du mich meinst, ich bewerte den glauben nicht hoeher. das liegt daran, dass ich glauben und realitaet gleich einschaetze (im grunde ist es auch das selbe). [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]@Kausalgesetz und Falsifizierbarkeit Spinoza ist zum Beispiel einer, der die Natur als vollständig determiniert, d. h. dem Kausalgesetz durchgängig folgend betrachtet. Im Gegensatz zur Teleologie, in der Naturphänomenen eine [i]innere Zweckgerichtetheit[/i] (also keine äußere Ursache- Wirkungs- Beziehung) unterstellt wird. [/B][/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Doch, kann man (s.o.). [/B][/QUOTE] ich glaube mal, du beziehst dich auf das? aber was willst du mir damit sagen? ich sehe hier nur eine darstellung zweier perspektiven, mehr nicht. was hat das nun mit der falsifizierbarkeit zu tun..? jede seite wird weiterhin ihre sicht glauben.. das ist das problem [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]@Versuche: Natürlich können Menschen nur auf menschliche Art und Weise und somit ähnlich wahrnehmen. In der Naturwissenschaft geht es aber genau darum zu erfahren, wie die Welt [i]für uns[/i] ist und nicht für einen Marsmenschen. Naturwissenschaft soll den Menschen helfen, nicht jemand anderes. [i]Absolute[/i] Wahrheiten gibt es somit strenggenommen für uns nicht.[/B][/QUOTE] das hast du schoen gesagt.. aber bitte, [i]so[/i] wird uns das nirgends erzaehlt. es wird doch alles immer als absolut und allgemeinverbindlich abgetan.. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Es gibt Sachen, die ändern sich nicht ständig, und die sind dann allgemein anerkannt. [/B][/QUOTE] staendig ist ein relativer begriff, klar. aber was aendert sich gar nicht? [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Das ist auch hier allgemein anerkannt, hat aber in wissenschaftlichen Fragen keine Bedeutung. Gott lässt sich immer noch nicht grundsätzlich beweisen oder wiederlegen. Die Frage, ob es einen Gott gibt, lässt sich nur außerhalb der Wissenschaft beantworten.[/B][/QUOTE] die frage, ob es kausalitaet oder raum oder zeit etc. gibt, laesst sich auch nicht innerhalb der wissenschaft beantworten. UND trotzdem, ist es in ihr allgemein anerkannt, dass es das gibt. und gott eben nicht. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Wissensdurst? Ich habe bei Rechnungen oder beim Lernen chemischer Reaktionsgleichungen nie an Gott gedacht. Dazu braucht man nicht zwingend einen Gott.[/B][/QUOTE] aber einen sinn. und der ist bei dir der wissensdurst z.b. solange du weisst, was dir dieser wissensdurst bzw. seine stillung bringt.. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Das Leben braucht keinen Sinn, und hat auch keinen. Die Frage nach dem Sinn wird von Anbeginn an gestellt, aber eine Antwort gibt es bisher nicht. Wozu auch? Lebe das Leben einfach sinnvoll, fülle es selbst mit Sinn. Das reicht.[/B][/QUOTE] ob das leben einen sinn braucht oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden. doch mit dem letzten satz hast du sowieso gezeigt, dass dein leben eben doch einen sinn braucht ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Er ist nicht peudowissenschaftlich (es sei denn, du hast einen untauglichen Lehrer), sondern stellt die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse dar (soweit man sie in der Schule schon komplett lehren kann).[/B][/QUOTE] nagut.. wenn du meinst das waere wissenschaftlich, formuliere ich meinen satz gerne um: "aber bitte auch nicht in einem einseitigen wissenschaftlichen bio-unterricht, der nur vorverdautes praesentiert." [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Das Kultusministerium des jeweiligen Landes als oberste Schulbehörde in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz. Jedenfalls nicht ein einzelner Politiker. [/B][/QUOTE] na klingt ja schonmal besser, als wenns nur einer waere. trotzdem nicht so doll.. |
| Trinity Goth | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B]tausend fliegen koennen nicht irren :rolleyes: die wissenschaft arbeitet uebrigens mit theorien, die widerlegt werden, nicht mit theorien die bewiesen werden. [/B][/QUOTE] Die Evolution wurde in sovielen Fällen nachgewiesen, das man von erwiesen sprechen kann. Da wurde also eine Theorie bewiesen. Also was soll die Wortklauberei?! :rolleyes: [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] kommt darauf an, was du mit "realitaet" meinst. aber ich sehe schon, hier beisse ich auf granit mit dir [/B][/QUOTE] Aha danach weht der Wind...freischaffender Philosoph? [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] "wissenschaftlich fundiert" muss eine gegentheorie garnicht sein. wissenschaft geht mit beschraenkter methodik vor. philosophie ist freier. [/B][/QUOTE] Die Philosophie ist eine Geisteswissenschaft und stellt nichts als Denkmodelle vor. Um einer naturwissenschaftlichen Theorie zu widersprechen braucht es eine andere naturwissenschaftliche Theorie und dazugehörige Beweise. Mal abgesehen davon hast du wahrscheinlich Kant nicht gelesen? [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] alles greifbare ist nur greifbar aufgrund von glauben. wissenschaft arbeitet immernoch nicht mit beweisen und philosophie steht immernoch ueber der wissenschaft. [/B][/QUOTE] Versuch - Ergebnisse - Theorie- wenn mehr als tausendmal korrekt kann man das als Beweis sehen. Die Philosophie steht nicht über der Naturwissenschaft, sie steht wenn auf einer Stufe und bestimmt die Handlungsweisen und blendet den Wissenschaftler nicht bei seinen Versuchen, sondern gibt allenfalls ethische Regeln vor. [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] das stimmt wohl. aber was sind grundlagen? ganz bestimmt nicht irgendwelche theorien. viel eher etwas was darueber steht.. und zum glueck gibt es mehr sichten, als "die wissenschaftliche".. [/B][/QUOTE] Die Schule lehrt den aktuellsten Forschungsstand. [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] die theorien sind alle laengst widerlegt ;) [/B][/QUOTE] Nein, das ist nicht wahr. Einige davon wurden weiterentwickelt aber das Grundlegende stimmt immer noch. [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B] wenn du mich meinst, ich bewerte den glauben nicht hoeher. das liegt daran, dass ich glauben und realitaet gleich einschaetze (im grunde ist es auch das selbe). [/B][/QUOTE] Es gibt immer noch einen entscheidendenden Unterschied zwischen der Welt des Materiellen und des Geistes in der Wissenschaft. Die Verbindung ist zwar da, aber in der Wissenschaft ist die Unterscheidung essentiell, weil man sonst den Blick für die Realität verliert. Gruß Trin |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von docht [/i] [B]jede seite wird weiterhin ihre sicht glauben.. das ist das problem[/quote][/b] Du kannst ja mal alles zusammenschmeißen. Aber ich glaube kaum, daß es dann schmecken wird. ;) [quote][b]das hast du schoen gesagt.. aber bitte, [i]so[/i] wird uns das nirgends erzaehlt. es wird doch alles immer als absolut und allgemeinverbindlich abgetan..[/quote][/b] Das macht ein Pfarrer ja auch. ; ) [quote][b]staendig ist ein relativer begriff, klar. aber was aendert sich gar nicht?[/quote][/b] Die Dummheit des Menschen? [quote][b]die frage, ob es kausalitaet oder raum oder zeit etc. gibt, laesst sich auch nicht innerhalb der wissenschaft beantworten. UND trotzdem, ist es in ihr allgemein anerkannt, dass es das gibt. und gott eben nicht.[/quote][/b] Raum und Zeit ist was anderes, als eine Religion oder eine wissenschaftliche Theorie. Die ersten zwei Dinge existieren einfach. Für dich seit der Geburt, für das Universum seit dem Urknall (oder was auch immer). [quote][b]ob das leben einen sinn braucht oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden. doch mit dem letzten satz hast du sowieso gezeigt, dass dein leben eben doch einen sinn braucht ;)[/quote][/b] Es ist ein Unterschied, ob man für sich einen Sinn [i]braucht[/i], sich also einen bastelt, oder ob es einen (universellen) Sinn [i]gibt[/i]. Daß ich existiere, hat keinen Sinn, wenn ich aber einer Oma über die Straße helfe, hat das Sinn gemacht. [quote][b]na klingt ja schonmal besser, als wenns nur einer waere. trotzdem nicht so doll.. [/B][/QUOTE] Besser, als wenn es (k)einer machen würde. ;) |
| a`shianna | [QUOTE] decay73 Zitat: Schau dich um in Deutschland, wie viele Menschen ihr Glaubensbild inzwischen aus verschiedenen Theorien zusammenbasteln, wie viele Menschen es gibt, die an einen christlichen Gott glauben und dennoch an Wiedergeburt. Das sind dann aber keine Religionen, sondern ein paar zusammengewürfelte Ideen. Zitat:Es ging mir auch nicht darum, dass eine bestimmte Religion alleine in einer solchen Theorie Platz finden sollte, sondern darum, dass einem Glauben [b]generell[b] an was auch immer, ob dem Christengott, Thor oder der großen Kartoffel als möglich ein Platz eingeräumt wird im Unterricht, denn davon hab ich in naturwissenschaftlichen Fächern nie was gehört (ich verweise mal wieder auf die Geschistunde), sondern diese Freiräume werden einfach ausgeklammert. Bitte und gerne im Religionsunterricht, aber nicht, wenn es um Naturwissenschaften wie Physik oder Biologie oder Chemie geht. [/QUOTE] warum nicht? ich fand es sehr gut, dass meine letzten physik und chemielehrer stets betonzt haben, dass das modelle und theorien sind, die versuchen die wirklichkeit abzubilden. wie schon richtig gesagt wurde, wird die wissenschaft ständig diskutiert und erneuert (also keineswegs bewiesene fakten) , was aber anscheinend oft vergessen wird ist, dass die religionen auch schon immer dikutiert und angeglichen wurden, allein die spaltung des christentums ist beweis dafür offensichtlicher wird es jedoch wenn du dir die vielfalt des buddhismus` ansiehst. überhaupt, wie definiert man religion, wie definiert man wissenschaft? ist religion vielleicht auch eine wissenschaft? darf ich fragen: an was glaubst du? an nichts? an alles? nur das eine, oder eine auswahl des besten? [QUOTE]Zitat:ein ehemaliger physiklehrer allerdings war schon recht cool. ich zitiere "physik hat viel mit glauben zu tun". ...oder damit zuzugeben, nicht alles zu wissen. [/QUOTE] sollte das nicht jeder zugeben? [QUOTE]Deshalb halte ich das Fach Religion grundsätzlich nicht für den Schulunterricht geeignet. [/QUOTE] da stimme ich dir zu. ich finde da ethik alles und mehr umfasst sollte das den relifionsunterricht ersetzen und zudem mehr als nur 2 unterrichtsstunden umfassen [QUOTE]Das einzige, was „ewig“ ist, ist die Energie. Sie lässt sich nur umwandeln, aber weder schaffen noch vernichten.[/QUOTE] und wer beweist mir nun, dass energie wirklich existiert? [QUOTE]Auf jeden Fall! Aber nicht während der Berechnung der ersten Ableitung einer Gleichung dritten Grades.[/QUOTE] es sollte aber dennoch grundsätzlich behandelt werden und es sollte eben auch gesagt werden, dass es nicht so sein muss, nur dass es auf dem jetzigen stand des wissens ist, das was die mehrheit als richtig erachtet. [QUOTE]Raum und Zeit ist was anderes, als eine Religion oder eine wissenschaftliche Theorie.[/QUOTE] wieso kann es nicht wesen geben die keine zeit und keinen raum erfahren? wie kannst du soetwas ausschließen? [QUOTE] docht ich glaube nicht dass zwischen ethik und religion im unterricht so ein großer unterschied besteht [/QUOTE] hm ich finde schon dass es da einen großen unterschied gibt(auch wenn das oft an den lehrern liegt) ich selbst hab beide fächer jeweils ein paar jahre genossen und mein fazit ist, dass sich der religionsunterricht zunehmend auf die religionsrichtungen versteift, der ethikunterricht hingegen die religionen anspricht zusätzlich aber ganz andre unterrichtsthemen behandelt, die durchaus philosophischen und auch wissenschaftlichen wert haben (normen, ethik, werte, hauptreligionen und gemeinsamkeiten/abweichungen untereinander, nahtod, klartraum, gentechnologie, glück, uvm waren themen in meinem letzten schuljahr) [QUOTE] Trinity Goth Du würdest wahrscheinlich auch anzweifeln in der Realität zu leben.[/QUOTE] wieso denn nicht? was sollte uns denn davon abhalten? würde ja mehr zu dir sagen, aber dannwürde ich aus dem tippen nicht mehr rauskommen. Lg a`shianna PS: ich hoffe ich habe nicht zu viel posts außer acht gelassen |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von a`shianna [/i] [B] allein die spaltung des christentums ist beweis dafür offensichtlicher wird es jedoch wenn du dir die vielfalt des buddhismus` ansiehst.[/b][/quote] Aber ein Christentum ohne Jesus oder ohne Gott ist nicht denkbar. Also die Grundlagen sind unumstößlic, aber nicht beweisbar. Das ist, was ich sagen wollte. Buddhismus ist übrigens keine theistische Religion, sondern eher eine Philosophie. Du kannst Buddhist und gleichzeitig Christ, Hindu oder Atheist sein. [quote][b]darf ich fragen: an was glaubst du? an nichts? an alles? nur das eine, oder eine auswahl des besten?[/quote][/b] Daß ich mir gleich einen Tee kochen werde. [quote][b]und wer beweist mir nun, dass energie wirklich existiert?[/quote][/b] Die alltägliche Erfahrung. Also ohne Energie wird das mit meinem Tee nichts. [quote][b]wieso kann es nicht wesen geben die keine zeit und keinen raum erfahren? wie kannst du soetwas ausschließen?[/quote][/b] Wenn, dann existieren sie nicht in unserem Universum. Sie könnten sich nicht von A nach B bewegen. Eine Mücke nimmt es sicher nicht bewußt wahr, hält sich aber auch im Rahmen von Raum und Zeit auf. |
| Beowulf | Die Frage ob der wissenschaftliche Mensch das metaphysische Ausschließt oder nicht, hat mit der Diskussion doch gar nichts zu tun. Es ist doch logisch: In wissenschaftlichen Fächern, wird Wissenschaft vermittelt, in den ehtischen und religiösen Fächern, Ehtik und Religion. Dass die Amerikaner daran etwas ändern wollen hat keine pädagogische Intention. Schon immer gab es Vorstoße in Amerika die Bildungsinhalte an Schulen so zu beschneiden, dass die Kinder zum sittlichen Ideal indoktriniert werden. Präsident Truman zum Beispiel versuchte den Sexualkunde Unterricht abzuschaffen, mit der Begründung dass damit die Kinder weniger Sex haben werden. Was übrigens totaler Unsinn. Die Zahlen der ungewollten Schwangerschaften und Abtreibungen (Vergewaltigungen einmal subtrahiert) sind gerade bei den Menschen am höchsten die bis zur Ehe keuch bleiben wollten und nichts von der Sexualität wissen. Analog ist das auch der bei der Evolution: Die theistische (fundamentalistische) Lobby Amerikas glaubt, durch die Evolutionstheorie würde den Kinder ein atheistisches Weltbild vermittel. Was übrigens aus meiner Sicht, totaler Unsinn ist. Rational gesehen ist die Evolutionstheorie, sowie jede andere wissenschaftliche Theorie zur Erklärung des Lebens, nicht in der Lage den Theismus selbst anzugreifen, dass ist auch niemals die Intention einer wissenschaftlichen Theorie. Kommt ein Mensch aufgrund seiner Naturwissenschaftlichen Bildung von der Religion ab, ist das entweder eine freie Entscheidung oder ein Missverständnis der Religion und der Wissenschaft. Jedenfalls ist es nichts weiter als ein demokratischer und vor allem wissenschaftlicher Rückschritt in naturwissenschaftlichen Fächern etwas anders als Naturwissenschaft zu verbreiten. |
| Trinity Goth | @a'shianna: Das Zitat steht in einem etwas anderen Zusammenhang im Post von Docht. Beowulf hat ganz recht wir sind ein wenig vom Thema abgekommen :) Es geht hier darum das es nicht sinnvoll ist religiösen Therorien über die naturwissenschafltkliceh zu stellen und im Biounterricht statt Evolution , Schöpfungslehre zu präsentieren. Gruß Trin |
| Trinity Goth | Hier ein Auszug aus der WIKI über ID als Ergänzung zur Diskussion: [I] Intelligent Design (ID) Vertreter dieser Richtung akzeptieren nach eigener Aussage wissenschaftliche Methodik. Sie stellen Thesen wie die Evolutionstheorie oder Abiogenese in Frage, weil sie diese nicht als befriedigende Erklärungen für gewisse wissenschaftliche Beobachtungen ansehen. Ihre alternative These ist, dass das Leben nur durch einen intelligenten Designer entwickelt werden konnte. Es sei nach heutigen Erkenntnissen unmöglich, dass gewisse Entwicklungen in der Evolution "rein zufällig" geschehen seien (wobei es unter Intelligent Design-Vertretern verschiedene Auffassungen zur Reichweite evolutiver Prozesse gibt). Es gibt u. a. wahrscheinlichkeitsbasierte Argumentationen zu diesem Punkt. Daraus folgern sie, dass sich das Leben nicht anhand von Gesetzmäßigkeiten entwickelt habe, sondern das explizite Eingreifen einer Intelligenz den Anstoß gegeben habe beziehungsweise maßgeblich gewesen sei. Argumente dafür seien in der Mikrobiologie, der mathematischen Logik und der Linguistik zu finden. Die Argumentationsstrategie der ID-Vertreter besteht in der Regel darin, zu versuchen, alle naturalistischen Erklärungen zu bestreiten und Intelligent Design als einzige Erklärungsmöglichkeit darzustellen. Während die meisten Argumente der ID-Vertreter im Gegensatz zur heute vorherrschenden naturalistischen Sichtweise stehen, gibt es aber auch ein ID-Argument, das die Gültigkeit heutiger naturwissenschaftlicher Theorien erst voraussetzt. Dieses bezieht sich auf die von Naturwissenschaftlern diskutierte, bisher noch umstrittene, Feinabstimmung von Naturkonstanten, welche irdisches intelligentes Leben demnach erst ermögliche. Kritiker des Intelligent Design weisen darauf hin, daß seine Vertreter für die Entstehung und Existenz eines intelligenten Designers keine Erklärung anbieten und sich daher der Erkenntnisstand durch seine Einführung verschlechtern statt verbessern würde (siehe Ockhams Rasiermesser). Zudem sei nach gegenwärtigem Forschungsstand das Universum wahrscheinlich groß genug oder sogar unendlich groß, so dass die von den ID-Vertreter behaupteten Unwahrscheinlichkeiten, selbst wenn es sie gäbe, auch durch ein anthropisches Prinzip erklärt werden können. Ebenso könne eine eventuell vorhandene Feinabstimmung der Naturkonstanten auch durch Viele-Welten-Modelle erklärt werden, so dass die Schlussweise der ID-Vertreter keinesfalls zwingend wäre. Die Vertreter des Intelligent Designs sind ein Anziehungspunkt für andere Kreationisten und werden von diesen oft für eine religiöse Agenda missbraucht, die sie selbst nicht vertreten. Auf der anderen Seite werden sie von Seiten der etablierten Wissenschaft oft pauschal als fundamentalistische Kreationisten betrachtet. Einer der bekanntesten Vertreter des Intelligent Design ist der Biochemiker Michael J. Behe, Autor von Darwin's Black Box. Ein anderer ist der Jurist Phillip Johnson vom Discovery Institute in Seattle, das vorwiegend durch Spenden christlich-fundamentalistischer Organisationen finanziert wird. Neben der rein wissenschaftlichen Diskussion, ob die Entwicklung eines bestimmten Systems wirklich im Rahmen der Evolutionstheorie bisher nicht erklärt sei, wird auch grundsätzlich kritisiert, dass der „Designer“ eine Art Lückenbüßerrolle einnehme. Nicht erklärte Phänomene auf eine (übermächtige) Intelligenz zurückzuführen, sei nicht Ziel und Inhalt einer wissenschaftlichen Theorie, sondern eine bequeme Scheinlösung für jede beliebige Schwierigkeit. Weiterhin sei die Hypothese (nicht: Theorie) aufgrund der Transzendenz (Außerweltlichkeit) des Designers nicht verifizierbar. Ferner erfüllt die Intelligent Design nicht grundlegende Anforderungen wie Falsifizierbarkeit oder Voraussagefähigkeit, um als wissenschaftliche Theorie zu gelten. Dem Intelligent Design wird vorgeworfen, kreationistisches Gedankengut unter einem anderen Namen zu verbreiten, nachdem Klagen von Kreationisten in einigen US-Bundesstaaten gegen die Verbreitung von Wissenschaft, die ihren spezifischen religiösen Vorstellungen widersprachen, scheiterten. So urteilte 1987 ein Gericht im US-Bundesstaat Louisiana, Kreationismus diene religiösen, nicht etwa wissenschaftlichen Zielen. In den USA herrsche strikte Trennung von Religion und Staat. Intelligent Design könne als Versuch der Kreationisten angesehen werden, eine für das US-System nötige Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen. So spricht man im ID statt von Gott stets neutral von einem höhreren Wesen oder einer höheren Instanz. Die Neue Zürcher Zeitung titelte in diesem Zusammenhang mit der Talibanisierung des Biologie- und Wissenschaftsunterrichts. Ob Intelligent Design tatsächlich nur Wissenschaftlichkeit vortäuscht, kann man nur herausfinden, wenn man diese Theorie mit wissenschaftlichen Mitteln untersucht. [/I] |
| a`shianna | doppelpost gelöscht |
| a`shianna | @decay73 ist immer die frage wie du religion definierst für mich ist der buddhismus genauso eine religion, wie der atheismus [QUOTE]Daß ich mir gleich einen Tee kochen werde. [/QUOTE] du stellst also nicht in frage ob du diesen tee wirklich kochst genausowenig wie das alltägliche leben hast du dich noch nie gefragt, ob es nicht vielleicht noch weitere ebenen als traum, einbildung und wirklichkeit gibt? ob nicht vielleicht alles zusammen in deinem kopf stattfindet? [QUOTE]Wenn, dann existieren sie nicht in unserem Universum.[/QUOTE] warum nicht? nur weil wir sie nicht wahrnehmen existieren sie gleich nicht? was verleiht dir die macht das zu entscheiden? und ja wir sind vom thema abgekommen, allerdings schon von der ersten seite ab.... auch ich verurteile die bush-regierung für diesen schritt mir ging es lediglich darum, dass man freies denken auch schon an unseren schulen verdrängt und nur sehr selten darauf hingewiesen (dann auch nicht im sinne des lehrplans sonder aufgrund der eigenen einstellung des lehrers) wird, dass theorien nunmal theorien sind und nicht der wirklichkeit entsprechen müssen auch habe ich das thema "was ist wirklichkeit" an der schule vermisst ich finde rosenkind hat es gut ausgedrückt welche folgen das oftmals hat und wie man alternativ damit umgehen könnte LG a`shianna |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von a`shianna [/i] [B]du stellst also nicht in frage ob du diesen tee wirklich kochst[/quote][/b] Nein. Weil das albern ist. Wenn ich einen Tee koche, weiß ich, daß ich einen Tee koche. Etwas anderes zu behaupten entbehrt jeglicher Grundlage. Der menschlichen Phantasie ist zwar keine Grenze gesetzt, aber solche Spinnereien sind nicht mein Ding. [quote][b]hast du dich noch nie gefragt, ob es nicht vielleicht noch weitere ebenen als traum, einbildung und wirklichkeit gibt? ob nicht vielleicht alles zusammen in deinem kopf stattfindet?[/b][/quote] Nein, denn das interessiert mich nicht. Natürlich kann man in Phantasiewelten flüchten, wenn man mit der Realität Probleme hat, aber auch das ist nicht mein Ding. [quote][b]warum nicht? nur weil wir sie nicht wahrnehmen existieren sie gleich nicht? [/B][/QUOTE] Das widerspräche allem Gesetzen unseres Universums. [quote][b]was verleiht dir die macht das zu entscheiden?[/quote][/b] Das ist keine Machtfrage. Es liegt in der Natur des Menschen, daß er gelegentlich Entscheigungen treffen muß. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von a`shianna [/i] für mich ist der buddhismus genauso eine religion, wie der atheismus [/QUOTE] Weder der Atheismus noch der Buddhismus sind Religionen. Wenn du es anders siehst, wäre es schön wenn du es begründen würden würdest. Aber bitte nicht in dem du sagst der Atheismus sei eine Religion weil er ein Glaube ist. Nur der Glaube an ein metaphysisches Numen ist eine Religion. Es gibt einen Unterschied zwischen Glaube, Religion, und Zivilreligion. Und Rosenkind hat von was ganz anderem Gesprochen. Wenn man die Wissenschaft zur Ideologie erhebt die keine Religion duldet, ist das ebenso verkehrt, wie wenn Religion der Wissenschaft vorschreibt wie sie zu sein hat. Nur ist das nicht das Thema. Es geht nicht um die prinzipielle Formel, das alle doch alle respektieren sollen, sondern um einen konkreten Vorschlag einer real existierenden Regierung. Und der Vorschlag hat nichts mit Freiheit der Gedanken zu tun. Eine Hypothese die als wissenschaftliche Theorie dargestellt wird und durch den Status als Naturwissenschaft von der Pseudowissenschaft aufgewertet wird, führt bestimmt nicht dazu freier mit dem Thema umzugehen. |
| Trinity Goth | Zum Thema Realität und Wirklichkeit gibt es genug andere Threads. Bitte bleibt beim Thema. Gruß Trin |
| Viking | Dann bleiben wir dabei Am Wochenende lief CONTACT, dieser schnulzige SF-Streifen mit Jodie Foster, in dem sich die US amerikanische Obrigkeit darüber fetzt, ob die Wissenschaft Gott ersetzen kann oder nicht. Als Atheist halte ich die Fragestellung schon für Blödsinn, aber ich denke, dass Amerikaner als generell minderbemitteltes Völkchen (bei Geschichte und Identität) sich gerne an Nebensächlichkeiten wie dem Glauben hochziehen, um in diesen kriselnden Zeiten so etwas wie nationalen Zusammenhalt zu entwickeln, besonders in Hinblick auf die Kriegseinsätze in Ländern, die von Menschen anderer Religion bewohnt werden. Ich bevorzuge die Grundsätze des Laizismus, die Trennung von Kirche und Staat, das war ein guter Einfall der französischen Revolutionäre, nur keiner scheint sich mehr dran halten zu wollen, egal in welchem Teil der Welt. In diesem Sinne halte ich auch eine Trennung von Religion und Wissenschaft für klug- Empirie und Empathie passen nicht zusammen. Die Vergangenheit hat ja schon ausgiebig bewiesen, dass die britischen Kolonisten zu Überreaktionen neigen, besonders wenn ihnen jemand ans Leder will. Deshalb bin optimistischerweise der Ansicht, dass diese ganze Darwin/Gotthysterie spätestens abflauen wird, wenn die USA ihre hegemoniale Macht über den Nahen Osten wieder hergestellt haben, was früher oder später wahrscheinlich ist. |