| HerbstEngel | Huhu! Ich gehöre zu den (un-)glücklichen Opfern des Zentralabis 06, und an meiner Schule (Humboldt Gym in Bad Pyrmont) hat so ziemlich kaum einer Ahnung wie das denn nun so ablaufen soll. Was mich am meisten aber stört ist, dass die Themen zwar vorgegeben sind, jedoch an den Schulen teilweise unterschiedlich behandelt werden. Meine LK`s sind Bio und Erdkunde, und vor allem in Erdkunde (und auch GK Deutsch) glaube ich, dass wir vieles zu ungenau bzw. gar nicht richtig behandelt haben. Daher denke ich, dass man Unterlagen, Klausuraufgaben etc. mal untereinander austauschen sollte. Wer dazu bereit ist, auch in anderen Fächern, .....haut in die Tasten...! ;) |
| Tsafried | ich bin zwar erst in zwei jahren betroffen, find das aber trotzdem ne sauerei denke mal es wird weniger abiturienten geben, wegen studierengebühren werden sich einige auch kein studium mehr leisten können und von vornherein sagen das sie kein abio brauchen... dann heißts wieder die niedersachsen wären dumm und alle schulen müssten ganztägig werden und viel mehr förderung müsse angeboten werden... ich finds richtig schlecht so was einzurichten, besonders die LK-Festlegung auf einzelne Themenbereichehalte ich für sinnlos LG tsa |
| HerbstEngel | Ja, im Bezug aufs Ganztagsangebot: Bei uns wurde für nen riesen Haufen Geld ne Mensa gebaut, wo es nur Pommes, Burger, Cola, Süßes zu kaufen gibt...angeblich sogar auf Wunsch der Schule damit sich die Mensa auch lohnt....Wäre ich in der 5./6. Klasse, würde ich mir da jede Pause irgendeinen ungesunden Fraß kaufen..... Ich hab erstmal ein paar Vorschläge für Obstsäfte, Salate etc. gemacht, vielleicht wird ja etwas davon angenommen....wenn nicht hat die lokale Zeitung ne neue Schlagzeile..... *g* |
| sternenfeuer | bin - noch - saarländerin und hab auch zentralabi gemacht... naja, es hat seine vor- und nachteile. wenn der fachlehrer bzw die schule (weiß ja nicht genau, wie das mit den ländern ohne zentralabi ist) die aufgaben stellt, hat das natürlich den vorteil, dass man berücksichtigen kann, was wirklich gemacht wurde und mit welchen schwerpunkten - bei uns war es zB so, dass der erdkunde-LK vor dem abi nachmittagsunterricht machen musste, weil sie mit dem stoff nicht durchkamen. allerdings hat ein einheitlicher lehrplan auch zB den vorteil, dass in studium und ausbildung alle mehr oder weniger gleiche grundlagen haben und nicht zB in nem ausbildungsbetrieb 2 leute aus verschiedenen schulen oder auch nur verschiedenen kursen einer schule ne völlig unterschiedliche grundlage haben. ("X haben wir nicht gemacht!" - "Wir schon, wir haben dafür aber Y nicht gemacht..."). außerdem gewährleistet ein einheitlicher lehrplan mit einheitlichen abiaufgaben eine bessere vergleichbarkeit der noten - wenn der fachlehrer die aufgaben stellt, kann er sie ja so einfach bzw. so schwierig machen - und die themen so oberflächlich bzw. vertieft abfragen - wie er es für richtig hält. wie siehts im mündlichen aus? bei uns war nur der termin zentral, die prüfung orientiert sich an dem, was tatsächlich gemacht wurde (kursbuch), der fachlehrer und der fremdprüfer bestimmen die fragen nach eigenem ermessen. dass es weniger abiturienten geben wird, würde ich so nicht unterschreiben. denke mal, die lehrer werden sich auch erst mal an die situation gewöhnen müssen, aber zentralabi ist jetzt auch nicht soo schlimm, dass es einen verzicht auf abitur und studium wirklich rechtfertigt, man gewöhnt sich dran. (und studiengebühren sind jetzt wieder ein ganz anderes thema.... sind die bei euch nicht nachgelagert?) |
| Seelentherapie | ich bin 07 vom Zentralabi in Niedersachsen betroffen. Wir sind dann zwar "schon" der 2. Jahrgang, aber trotzdem noch Versuchskanninchen -.- Bei dem ganzen Stundenausfall im Moment mach ich mir aber schon teilweise Sorgen um mein Abi. Naja mal abwarten wies so wird bei dem 06 Jahrgang |
| Aza | freut euch... Zentralabi wird garnicht soo schwer... Weil: Die Klausuren müssen auf Gesamtschulniveu sein und da diese bekanntlich wesentlich weniger im Stoff bringen, als die gängigen Gymnasien, haben die Schüler der gymnasialen Oberstufe nur Vorteile....^^ |
| laverna | Öhm ... ich denke nicht, dass man allgemein sagen kann, Gesamtschulen machen weniger Stoff. Ich bin auf einer Gesamtschule (allerdings in S-H) und wir haben an der Schule einige Kurse, mit dem nahe gelegenden Gymnasium zusammen unterrichtet werden. Und die vom Gymnasium sind nicht von vorneherein besser ... (auch wenn sie so tun als ob ... können ganz schön hochnäsig sein. An dem Gymnasium wird den Schülern auch eingetrichtert, Gesamtschulen seien schlechter als Gymnasien ... tolle Idee...) |
| Darket | [QUOTE]denke mal es wird weniger abiturienten geben[/QUOTE] Angesichts der Tatsache, dass einem das Abi heutzutage hinterhergeworfen wird, wäre das nicht die schlechteste Folge. :rolleyes: Der Haken ist die versuchte, totale Gleichschaltung der schulischen Allgemeinbildung. Das Problem, welches das Zentralabi lösen soll, nämlich alle Abiturienten in Deutschland auf eine Bildungsstufe zu hiefen und Zustände zu vermeiden, wie wir sie jetzt haben, a la "Ein Abi in Bayern ist mehr wert als ich MeckPom!", ließe sich auch damit lösen eine bundeseinheitliche Prüfungskomission auf die Beine zu stellen, die die von Lehrern eingereichten Klausurentwürfe endlich mal wirklich prüft und nicht nur ne Münze wirft mit welcher sich die Schüler denn dann herumschlagen müssen. Das Ergebnis wäre weniger vollkommen, zugegeben, aber wenigstens liest dann nicht jeder Deutschkurs die gleichen Bücher (das ist ne Horrorvision!). |
| Haevion | Hm, Zentralabitur hat wohl Vor- und Nachteile... Ich denke nicht, dass das Land entsprechende Aufgaben auswählt, die unschaffbar sind. Fachliteratur, die nicht explizit im Unterricht behandelt wurde, zur Hilfe herbeizuziehen, ist sicherlich ratsam. Ich bin zwar noch von dem Zentralabitur verschont geblieben, allerdings hat mir diese Fachliteratur viel gebracht - wobei ich auch erst einen Tag vor den jeweiligen Prüfungen angefangen habe, zu lernen... Aber das sollte sich jeder selbst einteilen. Größter Nachteil: Spezifische Vorbereitungen sind gar nicht mehr möglich. Unser Biolehrer, der, wie es alle Lehrer taten, immer mehrfach betonte, dass er keinerlei Auskünfte geben dürfte, kam in der allerletzten Stunde mit einer ganz speziellen Seite aus unserem Biobuch an uns herangetreten, und meinte, "das müsse zum Abschluss noch besprochen werden", er habe dieses Thema unabsichtlich ausgelassen. Meine 3+ rührte dann letzten Endes daher, dass ich [i]nicht[/i] annahm, er würde dieses Thema als Abiklausur stellen. :rolleyes: Naja. ;) Die Lehrer geben/gaben immer gerne kleine Anmerkungen, aus denen man (wenn man nicht völlig blind und taub ist) erahnen konnte, was Thematik des Abiturs sein könnte - das fällt nun leider weg. Allerdings finde ich das Zentralabi auch wesentlich leichter, als das, was wir ablegen mussten... ;) |
| HerbstEngel | also ich denke nicht, dass die Aufgaben leichter werden, eher im Gegenteil. Alleine schon die stoffmenge die gefordert ist, ist zuviel. Und warum? Weil von den Leuten die da entscheiden jeder ein anderes Lieblingsthema hat das unbedingt geprüft/behandelt werden muss. Ich denke dass den Schulken so weniger Zeit für Exkursionen etc. bleibt, wodurch das Lernen mehr Spaß macht und leichter fällt. Die letzten Jahre ist es ja auch gut gegangen.... Zudem befürchte ich dass die Aufgaben im Abi zu lang werden, und man unter wahnsinnigen Zeitdruck gelangen wird. @sternenfeuer Im mündlichen ist zum Glück nur der Termin festgesetzt, über die Aufgaben wird intern entschieden. |
| Darket | [QUOTE]also ich denke nicht, dass die Aufgaben leichter werden, eher im Gegenteil. Alleine schon die stoffmenge die gefordert ist, ist zuviel. Und warum? Weil von den Leuten die da entscheiden jeder ein anderes Lieblingsthema hat das unbedingt geprüft/behandelt werden muss.[/QUOTE] Was an sich gut und richtig ist, jedenfalls wäre es das hier (Bildung ist bekanntlich Ländersache :rolleyes: ). Wenn ich daran denke, was ich für geistige Tiefflieger in meinem Jahrgang hatte, die trotzdem mit ach und Krach durchs Abi gehievt wurden, wird mir ganz anders, und da soll sich nochmal jemand drüber wundern, dass Studienplätze rar gesäht sind... Im Bundesdeutschen Durchschnitt ist das Abitur einfach viel zu leicht zu haben. Dieses Land hat festgestellt, dass es im globalen Wettberwerb die meisten Chancen mit Hochqualifizierten hat. Gut und schön, was also tun? Eine Möglichkeit wäre natürlich Geld in Bildung und Förderung zu stecken. Aber dieses Geld muss ja irgendwoher kommen. Da nicht vorhanden, überlegt man sich also, dass man ja auch einfach die Messlatte, wann denn jemand hochqualifiziert ist Stück für Stück herunterschrauben kann. Wundert sich da noch jemand über Friseurbetriebe oder Einzelhändler, deren Azubis heutzutage zum großen Teil Abi haben müssen? Der Abiturient, der wert auf den Status seines Schulabschlusses legt, sollte froh sein, dass den eben nicht jeder mal eben haben kann, sonst kann er sich den auch in den Allerwertesten stecken. [QUOTE]Ich denke dass den Schulken so weniger Zeit für Exkursionen etc. bleibt, wodurch das Lernen mehr Spaß macht und leichter fällt.[/QUOTE] Das ist der Punkt, an dem ich das Zentralabi für falsch halte. Der Lehrer gestaltet den Stoff nicht mehr individuell, alle machen das gleiche, das ist Unfug und wird sich bitter rächen. [QUOTE]Zudem befürchte ich dass die Aufgaben im Abi zu lang werden, und man unter wahnsinnigen Zeitdruck gelangen wird. [/QUOTE] *lol* erinnert mich an meine Deutsch-LK Klausur im Abi. 5 Stunden Zeit, nach dreien hab ich abgegeben, wer ein gewisses Interesse und eine gewisse Begabung für das jeweilige Fach mitbringt, kommt auch mit mehr Stoff gut klar. |
| HalbMond | Will zwar keiner hören, aber ich bin voll dafür in Deutschland ein einheitliches Bildungssystem zu schaffen - und zwar nach bayerischem Standart... Kann ja kaum ein Zufall sein, dass Bayern in Pisa meistens Spitze ist - und wieso sollen Schüler in Bayern so viel mehr fürs Abi lernen als andere... |
| Darket | Das bayrische Bildungssystem bringt wirklich Vorteile mit. Allerdings gibt es an bestimmten Stellen Schwächen, die die Stärken fast wieder aufwiegen, d.h. man müsste da noch etwas rumschrauben. |
| Eorl | Also ich glaube ich fände ein Zentralabi nicht schlecht. Hab mein Abi zwar noch un-zentral gemacht, aber ich hab auch fast NICHTS dafür getan. Mein Physik Abi war zB quasi geschenkt, und das obwohl ich keinen Schimmer von Physik hatte *g* Dagegen war Mathe bei uns für normalmenschen fast unschaffbar weil es einen Taschenrechner mit Betriebssystem, und einigen Stoff vorraussetzt den eigentlich kein Mensch gemacht hat (auser uns eben.) Der Parallelkurs hatte es noch schwerer, weil die ähnliche aufgaben, aber keinen taschenrechner und kaum ahnung hatten. Selbst innerhalb der shcule variiert das stark... |
| Desengano | dass bayern pisa-gewinner ist hat nicht viel mit dem schulsystem dort, sondern mit dem lebensstandart und der ausländerquote dort zu tun. und komisch, dass ich mit meinem ach so schlechtem hessischem abi nur an bayrischen universitäten angenommen wurde. aber ich klink mich hier mal ganz schnell wieder aus, sonst werde ich noch agressiv.... *weghusch* eddyt: ich denke die wahl zwischen zentralabi und dem anderen ist wie die wahl zwischen sodom und gomorrah. und alles hat seine vor und nachteile. |
| Aza | Mal dran gedacht, dass Bayern auch wesentlich weniger Einwohner hat ? Hinzu kommt der von Desengano schon erwähnte höhere Lebensstandart.. |
| Darket | Die Bayern sind schlicht und ergreifend ein Stück weit konsequenter als beispielsweise wir hier in Berlin. In Berlin kriegste nach der 6. Klasse (anders als im größten Rest der Republik) ne Realschulempfehlung. Schön und gut, geht man auf die Realschule denkt sich Ottonormalbundesbürger und erst recht der Bayer. Weit gefehlt, denn mit etwas Suchen findet man hier auch ein Gymnasium, dass einen mit einer Realempfehlung noch nimmt (wenn die Noten insgesamt nicht gar zu miserabel sind). In Bayern geht man damit auf die Realschule, basta! Gutes Konzept eigenltlich, leider meiner Meinung nach wenig kompatibel damit die Kinder nach der 4. Klasse auf die weiterführende Schule zu schicken. |
| Tsafried | @ Darket das ist ja auch der Grund warum die Mehrheit der Schüler mittlerweile aufs Geymnasium geschickt wird... realschulempfehlung? nein, mein kind ist doch nicht DUMM!!! Das kommt anständig aufs Gymnasium, wies sich gehört, sonst wird ja nie was aus dem:rolleyes: |
| Kampfsau | [QUOTE]das ist ja auch der Grund warum die Mehrheit der Schüler mittlerweile aufs Gymnasium geschickt wird... realschulempfehlung? nein, mein kind ist doch nicht DUMM!!! Das kommt anständig aufs Gymnasium, wies sich gehört, sonst wird ja nie was aus dem[/QUOTE] Also ich hatte erst eine Realschul Hauptschul Empfehlung,danach eine reine Realschulempfehlung.Ich komme ja aus Niedersachsen und da gab es zumindest damals noch die Orientierungsstufe.Und meine Lehrerin hatte glaub ich auch irgendwas gegen mich. Die hielt mich irgendwie für nicht so schlau.Dabei war ich damals in der 4ten Klasse richtig gut,ich hatte ein Superzeugnis.1,7 glaub ich im Schnitt.Da hab ich mich auch irgendwie reingehängt. Aber dann in der 5ten Klasse lief die ganze Sache nicht so rund.Ich kam dann in den mittleren Mathe und Englischkurs.In Mathe war ich Kursbester und in Englisch habe ich es geschafft mich in den erweiterten Kurs hochzuboxen.Trotzdem habe ich nur eine Realschulempfehlung von dieser dummen Tuse gekriegt. Ich bin trotzdem aufs Gymnasium gegangen und hatte keine größeren Probleme und schreibe mittlere bis gute Noten. Mein Vater hat meine wahren Fähigkeiten erkannt.Man soll sich nicht unbedingt an die Beurteilungen irgendwelcher Lehrer halten. Die haben manchmal auch keinen Plan,obwohl die sich für so kompetent halten.Aber man sollte seinen Kindern auch kritisch gegenüberstehen. Damals als Kleinkind,da war ich anders als andere Kinder,ich hab mich anders verhalten.Ich war auch ziemlich verträumt und oft nicht ganz bei der Sache.Es gab echt Leute,die wollten mich auf die Sonderschule schicken.Ich musste ja schon in diese dumme Vorschule wo man im Prinzip auch nichts lernt,eigentlich ist das nur ein verlängerter Kindergarten.Der hat mich ein ganzes Jahr gekostet,in der Zeit hätte ich soviel mehr erreichen können. Naja,ich halte jedenfalls nicht soviel von Gutachtern.Die haben auch nicht soviel Ahnung,es regt mich auf,wieviele Idioten Entscheidungsmacht über Menschen und deren Leben haben. Psychologen,Ärzte,Lehrer,die machen teilweise soviel scheiße und Fehlentscheidungen.Und jeder glaubt ihnen,weil sie irgendeinen tollen Titel tragen. |
| laverna | Ich denke auch, man sollte sich nicht blind auf die Empfehlung der Grundschule/Lehrer verlassen. Ich glaube, die Eltern sollten ihre Kinder zu hause beobachten, ihr verhalten bei den Hausaufgaben (ob sie es gut allein können oder noch viel Hilfe brauchen) und wie ihre Tests ausfallen. Die Eltern sollten mMn schon versuchen, sich selbsz auch ein Bild von ihrem Kind zu machen. Natürlich bringt es nichts, ein Kind auf ein Gymnasium zu schicken, wenn es da einfach nicht mitkommt und auf eienr Realschule besser aufgehoben ist. Aber die Empfehlung der Grundschule kann auch mal voll daneben gehen. Meine beste Freundin kam in der 6. Klasse zu mir in die Klasse. Sie hatte eine Hauptschulempfehlung. Und im Sommer 2006 macht sie ihr Abi, mit einem normalen Durchschnitt. Also, Vorsicht. ;) Von daher finde ich Gesamtschulen nicht schlecht. Ich bin auch mti eienr Realschulempfehlung auf die Schule gekommen, habe dann mit allen anderen zusammen in der 10. meinen Realschulabschluss gemacht und bin dann weiter in die Oberstufe. Mir blieb damit der Schulwechsel von der Realschule auf ein Gymnasium erspart. Sicher, Gesamtschulen haben auch Nachteile, wie alles Nachteile hat. ;) Aber das Thema des Threads ist ja auch Zentralabitur in Niedersachen 2006 ;) |