| Turrican | Wer sind sie, die wahren Helden? Bin ich ein Held, wenn ich ner alten Frau über die Straße helfe? Bin ich ein Held, wenn ich meine GEZ Gebühren zahle? Bin ich ein Held, wenn ich des Nachts mit Licht am Fahrrad fahre? Wohl nicht. Aber was macht mich zu jemand, der ich vorher nicht war. Oder, sind wir alle Helden, nur kommt es bei manchem erst später zum Tragen und bei anderen früher? Klar, man sagt, wenn man jemand des Leben gerettet hat, ist man ein Held. Man sagt, wenn man das Leben eines fremden über das eigene Leben stellt, ist man ein Held. Aber, kann man das so einfach? Denken wir darüber nach, ob es Sinn macht, so zu handeln, oder handeln wir, ohne den Sinn zu begreifen? Hat schon einer von Euch etwas wahres heldenfhaftes in seinem Leben vollbracht? Ist man als Mann nicht auch schon ein Held, wenn man bei der Geburt seines eigenen Kindes im Kreissaal dabei ist und die Hand seiner Geliebten hält, den Schmerz des Festhaltens erduldet, nachdem die Hand um 2 oder mehr Zentimeter dünner geworden ist? Ab wann ist für euch ein Held geboren ? |
| decay73 | Wenn jemand zum Wohle eines anderen über seinen eigenen Schatten gesprungen ist. :) |
| Turrican | Also wäre jemand, der verliebt ist, und das Wohl des Partners über das eigene Wohl stellt, ein Held? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Turrican [/i] [B]Also wäre jemand, der verliebt ist, und das Wohl des Partners über das eigene Wohl stellt, ein Held? [/B][/QUOTE] Wenn er dafür für etwas Wichtiges mal über seinen einenen Schatten springen mußte, schon. Aber ich meine so richtig und nicht wegen einer Lappalie, weil er vielleicht Angst vor einem Hund hat und nun doch nicht die Straßenseite gewechselt hat. :D |
| Turrican | Sprich, wenn jemand für seine große Liebe z.B. ins Ausland ziehen würde, auch wenn er dort keinen Menschen kennt und vielleicht sogar der Sprache nicht mächtig wäre. Etwas Derartiges? |
| Eorl | Ich würde Darkets an sich sehr weisen Satz noch ein wenig ergänzen: "Wenn jemand zum Wohle eines anderen über seinen eigenen Schatten gesprungen ist, ohne das er dabei einen persönlichen Vorteil im Auge hat." Wer jemanden auf der Autobahn aus seinem Autofrack zerrt, hat die bezeichnung Held verdient, denn wie elicht könnte er dabei sterben, und was bringt es ihm schon ein? Wer allerdings "für seine große Liebe ins Ausland ziehen würde", den würde ich persönlich nicht als Held bezeichnen. Er hat ja auch was davon, und das ist ihm auch von vorneherein bewusst. |
| Cruel_Eden | Heldentum sehen viele meist in großen Taten, aber die Kleinen, die es zu ihrem Job gemacht haben, werden selten gesehen, weil es bei ihnen einfach Alltag ist. Feuerwehrmänner haben keinen einfachen Job, genauso Polizisten oder Ärzte, die ihr Leben für die Rettung und Sicherheit von Menschen aufs Spiel setzen. Ärzte z.B retten Leben, wenn sie einem Schwerverletzen, fast Halbtoten, wieder ins Leben zurückholen oder einem Unfallopfer wieder ein neues Gesicht geben oder helfen wieder gehen zu können. Natürlich haben sie auch das dazugehörige Hilfsmittel. Wenn jemand einem zur Hilfe eilt, der auf offener Straße zusammengeschlagen wird, der ist auch ein Held, weil er nicht wie die Anderen sein eigenes Wohl in Frage gestellt hat und daran vorbeigeht. Oder jemand der Hilfe bei einem Unfall leistet (und selber mit Verbrennungen oder Wunden davonkommt!) Gruß, C.Eden |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Eorl [/i] [B]Ich würde Darkets an sich sehr weisen Satz noch ein wenig ergänzen:[/b][/quote] Das ist gemein! Den hab ich doch geschrieben! :D [quote][b]"Wenn jemand zum Wohle eines anderen über seinen eigenen Schatten gesprungen ist, ohne das er dabei einen persönlichen Vorteil im Auge hat." [/B][/QUOTE] Das ist eine sehr gute Ergänzung. :) |
| Venezia | Mein Held hält mir die Tür auf und hilft mir aus dem Mantel. |
| Darket | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Das ist gemein! Den hab ich doch geschrieben! :D [/B][/QUOTE] *gröööööööhl* Eorl, der war gut!!! :D |
| Eorl | Scheiße^^ Sorry Jungens.. Ähm.. ich war müde, es war mitten am Tag... zählt das?:D |
| Turrican | na klar, das paßt schon. Mir ist vor längerer Zeit folgendes passiert. Bin auf dem Weg zur Arbeit(damals noch Job im Altenheim), mal ausnahmsweise, ne Abkürzung über die Felder gefahren, hab ich sonst nie gemacht, naja, an jenem Tage schon. Über Felder kann man weit sehen, oben im Norden. Da sah ich weit hinten nen Auto in meine Richtung fahren, es bog um eine Kurve und schwupps, weg war es. Erst dachte ich, naja, hast dich wohl getäuscht, das da nen Auto entgegen kam. Aber nein, als ich an der Kurve ankam, an der ich meinte das Auto zuletzt gesehen zu haben, sah ich, wie der Wagen im Graben steckte und langsam an zu sinken begann. Ich raus aus dem Auto, sprang in den Graben und holte den Mann da raus und schwupps, war das Auto im Morast verschwunden. Ich zog ihn hoch und schleppte ihn, zum nächsten Gehöft - von dort holten wir dann den Rettungswagen und ab da war alles ok. Ich furh dann weiter zur Arbeit, mit ca. 2 Stunden Verspätung kam ich an. Mein Chef - hab ich erzählt was passiert ist und er sagte nur ganz lapidar: Diese Geschichte können sie sonst wem erzählen, aber nicht mir, was für ein Schwachsinn. Nun ja, am nächsten Tag stand es in der Zeitung. Da mußte sich mein Chef bei mir entschuldigen. Der hat sich in Grund und Boden geschämt. Dem Mann, dem ich geholfen hatte, hat sich auch noch mal bei mir bedankt. Aber so besonders, war es nicht, was ich getan habe, das würde ich jederzeit wieder tun. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Eorl [/i] [B]Ähm.. ich war müde, es war mitten am Tag... zählt das?:D [/B][/QUOTE] Naaaaa guuuut. ;) |
| Darket | Also bei mir musste Dich nicht entschuldigen, ich nehme es niemandem übel mir weise Aussagen zu unterstellen. :D |
| MagnusCaudar(Bw | Es ist erstaunlich das Heldentum immer Moralisch oder ethisch bewertet werden muss ... Ich persönlich bewerte lieber die Tat an sich und das Wissen um ihre Konsequenzen , das macht für mich den Helden aus ... Der Onkel eines Bekannten zum beispiel ... Der ( Atzt : Chirug/Unfallartzt was auch immer ) hatte einen Fall in dem in einer Schreinerei bei einem Unfall die Hand eines Mannes ( Vater und Alleinerzieher von 2 Kindern ) grausam beschädigt wurde . Danach verbrachte der Onkel 16 Stunden ohne Pause bei einer Operation zu , um die Hand wieder so weit Herzustellen das man mit ihr wieder arbeiten kann ... Die Geschichte des Mannes ist hierbei nebensächlich , bewertet wird die Leistung an sich ... Doch das wahrlich beeindruckende war das er von Anfang an wusste wie er die Konsequenzen seiner Verstöße gegen die Vorschrifften die er dabei begangen hat umgehen konnte ... Solche Taten zeichnen einen "Helden" ... Und nicht das er Dumm genug war sein Leben ohne eigenen Vorteil zu gefährden ... |
| Trinity Goth | Wahre Helden sind meistens tot ;) Ich stoße mich ein bißchen an dem Begriff, wahrscheinlich deswegen weil unsere Freunde die lieben Amerikaner sehr großzügig mit diesem Begriff umgehen. Ich speche da lieber von Menschlichkeit oder Nächstenliebe, wenn jemand für einen anderen etwas tut, ob die Tat nun spektakulär ist oder nicht spielt keine Rolle wichtig ist das Ergebnis. Gruß Trin |
| PeKa | ich finde das die menschenhelden sind, die zu dem stehen was sie denken. die ehrlich sind, meistens. und die keine anderen menschen lenken um sich vorteile zu schaffen. |
| Darket | Trin, ich teile diese Ansicht in großen Teilen, eine Kleinigkeit würde ich aber korrigieren: Nicht das Ergebnis zählt, sondern der Wille dieses zu erreichen. Ausschließlich das Ergebnis zu beurteilen, hieße diejenigen zu vernachlässigen, deren Taten trotz des Versuches von außen unterbunden wurden. |
| Trinity Goth | @Darket: Auch eine Tat die nicht vollendet wurde erzeugt in gewisserweise ein Ergebnis. Du hast natürlich recht, die Geste zählt genau wie die vollendete Tat. |