| Black Rat | Kennt ihr das auch, das man sich einfach nur ausgelaugt fühlt? Man ist nur für die anderen da und möchte aber eigentlich Zeit für sich haben um den Kopf wieder frei zu bekommen. Ohne Familie, Freunde und Partner/in was für sich tun. Kennt ihr solch ein Gefühl und was macht ihr, wenn ihr euch so eine "Auszeit" nehmt? |
| Jensemann | Oh ja, der beliebte Vorbote des Burn out Syndroms. Wenn du das Bedürfnis der Auszeit hast musst du dem nachkommen, sonst kann es böse enden (Krankheit, Stimmungsschwankungen, Wesensänderungen etc.). Jeder macht es anders, ich esse gut, trinke gut, spiele viel (nachts), geh viel raus (tags) und schlafe ausgiebig. Das ganze über einen Zeitraum von ca. 1 Woche, dann ist alles wieder Tuti! Woran liegt das wohl das immer mehr Menschen das Bedürfnis nach dieser "Ruhigen Zeit" haben? Lebenswandel? Druck? Stress? Wahrscheinlich von allem ein wenig... VG |
| Brixa | Also, ich habe ab und zu auch immer wieder das Gefühl, dass ich dringend eine Auszeit brauche, weil ich mich fühle, als wäre ich unter einem großen Steinhaufen eingebuddelt und mein Kopf droht zu platzen, weil mir alles zu viel wird. Meistens hilft es, wenn ich zum Arzt gehe und mich krankschreiben lasse (so zuletzt vor 1 Woche, da hatte ich allerdings auch einen fiesen Grippevirus erwischt und fühlte mich doppelt elend). 1 Woche ausruhen, viel Schlaf, Spazierengehen, lesen, all das machen, wozu ich sonst oft keine Zeit habe oder aufgrund von Stress keine Lust, das hilft mir echt. Und v.a.: mal 1 Woche mir nicht die Probleme(oder Problemchen) aller möglichen Leute anhören, die mich für eine supergute Zuhörerin halten, aber selbst nie ein offenes Ohr für mich haben... Was aber, wenn man zwar weiß, dass man dringend eine Auszeit braucht, sich aber nicht krankschreiben lassen kann, weil Chef und Kollegen einem sonst die Hölle heiß machen (so geht es z.B. einer Freundin von mir) und man auf den Job dringend angewiesen ist?? |
| Jensemann | [QUOTE]Was aber, wenn man zwar weiß, dass man dringend eine Auszeit braucht, sich aber nicht krankschreiben lassen kann, weil Chef und Kollegen einem sonst die Hölle heiß machen (so geht es z.B. einer Freundin von mir) und man auf den Job dringend angewiesen ist??[/QUOTE] Die Arbeit bzw. den feierabend so schön wie möglich gestalten. Ruhig mal etwas liegen lassen oder 2 Tage richtig Druck machen, zu Hause und auf Arbeit alles wegarbeiten und dann mal einen Gang runterschalten. Die Abende mal den Fernseher auslassen, stattdessen gleich in die Heia. Lacht mir ruhig aus aber auch kein Buch sondern alles abdunkeln, ein Glas Wein und ein Hörspiel anhören (von den 3??? bis Sinclair). Was meinst wie das entspannt! ;) |
| Skeptiker | Ich glaube dieses Gefühl kennt jeder. Einfach versuchen früh nach Hause zu kommen, Wohnung abdunkeln bzw. für angenehmes ruhiges Licht sorgen, eine Flasche Wein (habe es mal mit Bier und schnaps versucht...klappt nicht), ruhige Musik ja nach Geschmackbei mir klappt Depeche Mode und versuchen den koipf frei zu kriegen. Vielleicht mal ein altes Fotoalbum anschauen (und das ist der klare Vorteil von Alben gegenüber Digi-Cams). Wirkt bei mir Wunder. |
| Odessa | Ja, kenn ich nur zu gut. Erstens leiden alle meine Freunde so alle 2 Wochen bis 2 Monate darunter, und ich selbst so alle 4-6 Monate. Es ist einfach "too much", wenn man seit einem Vierteljahrhundert täglich arbeitet den ganzen Tag, ein Kind großzieht, für pflegebedürftige Verwandte/Freunde da ist/war und dann noch einen kleinen aber lieben Freundeskreis "pflegt".... Bei mir hilft dann immer: Telefon etc. ausstecken. Absolut kein Kontakt zur Außenwelt. Nur in meinem Bauernhof "sein", im Feld oder Garten arbeiten, jetzt im Winter Schnee schaufeln (davon haben wir ja Massen seit einem Monat)... spazierengehen im Wald hier am Hof, den Sternenhimmel betrachten... Meist reicht mir dann ein Wochenende, und es geht wieder besser. Musik. Ganz wichtig. Carl McCoy, seine Worte, seine Visionen..eintauchen, sich fallen lassen, wegtragen lassen. Sich eine Stunde in ein heisses Bad legen, bei Kerzenlicht. Untertauchen, mit dem Kopf, nur noch die Nase für den Atem rausschauen lassen. Verträgt nicht jeder, aber mir hilft es enorm. Quasi das "Mutterleib-Ur-Feeling". Und das dann jeden Tag, eine Woche lang, abends. In der Arbeit auch mal Nein sagen. Schreien. Zeigen, daß man am Ende ist. Das Verständnis ist meist größer als man denkt, die Anderen reagieren oftmals mit "Hey, es geht mir nicht anders..." Gut, ich arbeite in einer Psychiatrie, wir haben da ein "tolerantes" Umfeld sozusagen ;-). Aber auch die entsprechend hohe Belastung. Suizide beim Personal sind häufig, Depressionen an der Tagesordnung und "burn out" noch vor Herzinfarkt "Krankheitslistenanführer Nr. 1"... |
| AlienSexFiend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Bei mir hilft dann immer: Telefon etc. ausstecken. Absolut kein Kontakt zur Außenwelt. [/B][/QUOTE] ...genau das hab ich in so einem Fall auch mal gemacht, leider wohl zu lange...ich hab mir dermaßen an das Alleinsein gewöhnt, dass es mir inzwischen schon etwas schwer fällt unter Leute zu gehen, Freunde zu treffen...da kommt es mir richtig entgegen, dass meine beste Freundin beruflich recht angespannt ist... ...also am besten aufpassen, dass man nicht anfängt, sich zu sehr an diesen Zustand zu gewöhnen...;) |
| Nebelwanderer | Bei mir kündigt sich sowas meist längerfristig an. Speziell nach Ende der Semesterprüfungen brauch ich eine Auszeit. Speziell die erste Woche ist immer komisch. Kriege eigentlich nur das tägliche Essen hin und kann mich dann oft nicht mehr erinnern, was ich denn den letzten Tag so getrieben habe. Gebe mich dann eher sinnlichen Sachen hin extrem ausgedehnte Speisezubereitung oder aufwändige Körperpflege z.B. einen Vormittag Kompletthaarentffernung (bis auf Kopf okay). Kopfkino tritt auch verstärkt auf, aber auf eher sinnlicher Ebene. Wer braucht schon Drogen. ;) Auschweifendes Tanzen zur Musik von der Heimanlage tritt auch regelmäßig auf. Quasi ich mache nix wofür ich den Verstand oder die analytische veranlagte Hirnhälfte bräuchte. Nach einer Woche ist das gröbste vorbei und es geht wieder in normale Bahnen bis nach spätestens 3 Wochen der Arbeits-/Lernwille wieder zunimmt. |
| Gr. Gaulichter | ...ich würd' dann gern weg. aber es geht nicht. sind ja überall menschen... gg.grüße |
| Brixa | [QUOTE][i]Original geschrieben von AlienSexFiend [/i]...genau das hab ich in so einem Fall auch mal gemacht, leider wohl zu lange...ich hab mir dermaßen an das Alleinsein gewöhnt, dass es mir inzwischen schon etwas schwer fällt unter Leute zu gehen, Freunde zu treffen...da kommt es mir richtig entgegen, dass meine beste Freundin beruflich recht angespannt ist... [/QUOTE] Oh ja, das kenne ich nur ZU gut... :rolleyes: Inzwischen hab ich eine regelrechte Abneigung gegen Telefonieren entwickelt und schotte mich oft ZU sehr von der Außenwelt ab, das tut auf Dauer auch nicht gut... |
| Black Rat | Aber sollten echte Freunde nicht eigentlich Verständnis dafür haben wenn man sagt, das man die Auszeit braucht? Und was ergeben sich dann für Folgen, wenn man kein frei bekommt und auch Krankschreibung nicht so einfach machen kann? Denn wenns wirklich brenzlich ist, dann kann sich net jeder einfach krank schreiben und die verbleibenden Kollegen sitzen dann auf der Arbeit. Im Feierabend kann man nur schlecht abschalten, denn man hat ja immer die Gedanken im Hinterkopf, was denn nicht noch alles zu erledigen wäre... |
| Brixa | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Rat [/i] Und was ergeben sich dann für Folgen, wenn man kein frei bekommt und auch Krankschreibung nicht so einfach machen kann? Denn wenns wirklich brenzlich ist, dann kann sich net jeder einfach krank schreiben und die verbleibenden Kollegen sitzen dann auf der Arbeit. Im Feierabend kann man nur schlecht abschalten, denn man hat ja immer die Gedanken im Hinterkopf, was denn nicht noch alles zu erledigen wäre... [/QUOTE] Eben, da stimme ich Dir zu. Ist echt schwierig, v.a. in der heutigen Zeit, wo viele Angst haben müssen, arbeitslos zu werden. |
| AlienSexFiend | ...natürlich sollten Freunde das Verständnis haben, ich hab hier auch nirgends rausgelesen, dass jemand Probleme damit hätte oder ist es gerade einfach nur zu früh für mich...? [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Rat [/i] [B]Und was ergeben sich dann für Folgen, wenn man kein frei bekommt und auch Krankschreibung nicht so einfach machen kann? Denn wenns wirklich brenzlich ist, dann kann sich net jeder einfach krank schreiben und die verbleibenden Kollegen sitzen dann auf der Arbeit. Im Feierabend kann man nur schlecht abschalten, denn man hat ja immer die Gedanken im Hinterkopf, was denn nicht noch alles zu erledigen wäre... [/B][/QUOTE] ...naja, [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom]Burnout-Syndrom[/URL] sag ich da nur, die Erschöpfung wird chronisch, wenn man Pech hat...ich hab selbst so einen Fall in der Familie und kann nur sagen, dass es nicht nur für den Betroffenen schwer ist, sondern auch die Angehörigen ziemlich mit runterziehen kann... |
| Jester | Ja, solche Zeiten gibt es ,oft genug sogar, aber leider lässt sich dem nicht so einfach nachkommen wie man vielleicht möchte. Mir ist es zumindest seit geraumer Zeit nicht mehr möglich gewesen und es hat auch in der Vergangenheit zu der einen oder anderen kurzen Krankschreibung meines Arztes geführt aufgrund der Ermüdungserscheinungen die dann auftreten. Letztendlich ist man einfach nur noch körperlich am Ende, man ist dauerhaft Müde, findet aber keinen Schalf, und selbst wenn man lange schläft hat dies alleine keinen erholsamen Effekt. Es ist dann eine anstrengende Zeit, die leider gottes auch immer dazu führt das man irgendwan gereizt oder abweisend sein kann, ohne das man dies wirklich will. Stress ist leider eines der größten "Krankheitssymptome" geworden, und es breitet sich auch zunehmend aus. Ega wie geartet der Stress nun auch sein mag, sei er beruflich oder privat, immer weniger kommen die Menschen dazu sich einmal wirklich wieder aufzuladen und es einmal mit Ruhe anzugehen. ich versuche zumindest mir in meiner wenigen freien Zeit Ruhe oder entspannung zu gönnen, allerdings sehe ich mich oft genug dazu ausser Stande, da ich wenn ich denn dann zu Hause bi ndoch noch mein Boards durchforste, E-Mails checke und beantworte, mein ICQ anschmeisse. Letztendlich glaube ich das ich zu abhängig von sozialen Kontakten bi nals das ich mich einfach mal ein paar Tage zurückziehen könnte! |
| Jo'ogn | Ich hab jetzt schon ne "Auszeit" von 18 Monaten - Vor etwa einem Jahr hab ich gerlernt und begriffen, warum ich zu jenen Individuen gehöre - hat zu diesem Zeitpunkt auch komplett mein Weltbild und meine Realitätswahrnehmung umgekrempelt, mir geholfen das letztendlich zu akzeptieren, so zu sein - weil ich eben nicht glaube das "jeder so ist" (sonst würden hier auch mehr posten). |
| Schattenwesen | Ja, ich kenne dieses Gefühl der Überforderung leider auch nur zu gut. Allein durch die Uni fühle ich mich seit Wochen ausgelaugt (muss ständig Referate halten, was für mich ein totaler emotionaler Stressfaktor ist, meist ist mir schon Wochen vorher schlecht, aber man will sich ja weiterentwickeln!*sfz*). Diese Überforderung lebe ich dann aus, indem ich Telefon, AB und Handy ausschalte, um mich quasi vor eventuellen weiteren Anforderungen zu entziehen. Ist sicher nicht die tollste Lösung, aber manchmal hab' ich echt das Gefühl, dem allen nicht gewachsen zu sein. Dann bunkere ich mich lieber ein. |
| Jo'ogn | Ich finde das "sich Zurückziehen" gar nicht so "schlecht". Es klingt bei einigen so als ob es etwas "böses" wär. Ich bleib trotzdem immer irgendwie interaktiv, sei es beim Musik machen, oder Schreiben, manchmal spiele ich gar stundenlang mit Photoshop an Photos herum, oder vorgestern stach mich der Hafer und ich hab eine Art Musik-Video gemacht. Seit 10 Monaten mach ich auch schon Forums Text Rollenspiele - manche Posts dauern bei mir mehrere Stunden, bis ich die zam hab o_o; Sicher ist mir manchmal "langweilig", aber nur dann, wenn ich mir nicht erlaube was zu tun. Und davon hab ich so einiges, sei es noch SFX design, oder mein Japanisch-Kurs... *flöt* "Eile mit Weile" ( 8 |
| Schattenwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jo'ogn [/i] [B]Ich finde das "sich Zurückziehen" gar nicht so "schlecht". Es klingt bei einigen so als ob es etwas "böses" wär. [/B][/QUOTE] Nur kurz zur Erklärung: Bei mir ist es in sofern was "böses", als dass ich in diesen Phasen meine Freunde aus meinem Leben ausstoße, indem ich niemandem eine Möglichkeit gebe, mich zu erreichen. |
| Jo'ogn | @sw - Ich glaube zu verstehen, was Du meinst, aber auch das temporäre "wegstossen" ist in Ordnung. Wenn ~ich~ meine Ruhe haben will, fragen i.A. auch die Wenigsten, ob sie mir vielleicht eher so richtig auf die Nerven gehen? Es gibt diese "Ach, du solltest doch glücklich sein und dich nicht so einigeln" Typen, die meinen sie wüßten, was gut für mich ist. Ich hab mir das abgewöhnt - ich will nicht, das es andere mit mir tun, so tu ich's auch nicht anderen an. Wenn ich mich richtig zurückziehe, dann hab ich einen "Wahrnehmungs-overload" Ich nehme nicht nur eine "objektive Welt" wahr, sondern auch eine subjektive "unsichtbare" - das tun nicht alle Menschen gleichermaßen. Die verstehen gar nicht, wie ich doppelten "Input" hab. Das zu erklären ging jetzt zu weit. Es ist einfach akzeptabel egoistisch zu sein in solchen Momenten - Es ist ja nicht auf Ewigkeit. Es ist nicht Dein "Fehler", wenn Deine Freunde möglicherweise keine Akzeptanz zu solchen Zeiten für Dich finden können. Ich mach mir da doch nicht auch noch Gedanken darüber ob sich jmd wg meiner Bedürfnisse "verletzt" fühlen könnte! |
| Schattenwesen | @Jo'ogn: [QUOTE]Wenn ich mich richtig zurückziehe, dann hab ich einen "Wahrnehmungs-overload" Ich nehme nicht nur eine "objektive Welt" wahr, sondern auch eine subjektive "unsichtbare" - das tun nicht alle Menschen gleichermaßen. Die verstehen gar nicht, wie ich doppelten "Input" hab. Das zu erklären ging jetzt zu weit. [/QUOTE] Du hast Recht, ich weiß nicht wirklich, was du meinst (kann nur Vermutungen anstellen, aber darum geht es ja nicht). Aber vielleicht ist es einfach von Zeit zu Zeit nötig, dass du dieser subjektiven Welt Raum gibst (vor allem, wenn das zusammen mit Freunden nicht möglich ist, da diese, wie du schreibst, nicht verstehen, wovon du redest!). Insofern kann ich in deinem Fall sehr gut verstehen, dass du in diesen Phasen "egoistisch" bist. Bei mir sieht das etwas anders aus, da es für mich wirklich besser wäre, wenn ich andere Menschen mehr in mein Leben einbeziehen würde (bsd. in solchen Momenten, in denen ich glaube, nur allein sein zu können). Für mich wäre es im Grunde total wichtig, meinen Freunden auch mal die Schattenseiten an mir zu zeigen, und nicht immer nur das Lächeln und die Ausgeglichenheit. Außerdem ist es, wie ich schon geschrieben habe, auch blöd für die Anderen, wenn sie nicht wissen, was mit mir ist. |
| Jo'ogn | @Schattenwesen - Ah, verstehe, so herrum. Ich gebe zu ich mag etwas "seltsam" klingen, das Ganze kommt aus meiner "spirituellen" Geisteswandlung. Ich hab einen Bekannten, der sich für die selben Ansichten interessiert und deutlich empfindlicher in dieser hinsicht ist - er nimmt zB "Energien" um sich sichtbar war - was viele Menschen eher komplett ausblenden (mich eingeschlossen) - was nicht heißt, das diese nicht da sind - Ihm macht das hingegen oft noch Angst - ich denke darum filter ich das wahrscheinlich auch besser aus ( ; Der schaltet auch sein Telephon ab und ist einfach mal Wochenlang "weg" und "relax't". In kurz: Ich hab gelernt das Menschen sich nicht in männlich/weibliche Stereotypen aufteilen, sondern eine von 3 "Orientierungen" - oder Wahrnehmungs-Interfaces - haben. Ab da machten die nicht passenden Stereo-Typen auf einmal für mich einen Sinn. Es gibt die primär objektiv orientierten Menschen, was oft mit logisch, rational, männlich gebranntmarkt wird aber eben nicht nur auf Männer zutrifft. Dann gibt es die primär subjektiv orientierten, was als weiblich, schwach, intuitiv abgehandelt wurde. Nur gibt es aber auch Männer dieser Art. Darum war es leicht für mich in diesen Orientierungen für mich Wahrheit zu finden. Die 3. "Orientierung" (genannt "Soft") ist eine, die zwischen diesen beiden Formen von Realitiäts-Wahrnehmung hinundher "pendeln" kann. Wie eine Art "m/w Hybrid". Das ist aber keine feinsäuberliche Trennung. Wir alle haben dieses "Duale-System" aus subjektiv/objektiv, es geht darum, wie Individuen primär ihre Realität wahrnehmen (darum "interface") und was für diese relevanter ist. "Softs" sind zB arg auf Interaktion ausgerichtet und das muß nicht immer mit Menschen sein, sondern auch mit Tieren, Natur (Odessa schrieb doch das sie[?] Garten, oder Feld Arbeit in solchen Phasen mache!), oder wie ich mit Tech. Wenn ich zB Text-Rollenspiele mache versink ich (interaktiv) total in meine Charaktäre und werde richtig ärgerlich, wenn Andere einfach zu "flach" schreiben. Ich wache morgens auf und weiß, was ich als nächstes schreiben muß. Es ist als ob meine Charaktäre eigene Leben haben... Das ist für viele scheinbar ziemlich unverständlich... ("Softs" sind sogesehen passionierter, oder "extremer" ; ) ...weil witzigerweise sich diese 3 Orientierungen nicht gleichmäßig auf die Menschen verteilen, sondern eher: 2/3 "objektiv", 20% "Soft" und nur 13% "subjektiv". Das meinte ich damit, das ich lernte mich selbst so zu akzptieren, wie ich bin. Ich gehöre einer reelen Minderheit an und die 2/3 geben mir den Eindruck, ich muß mich verändern, was aber nicht "richtig" ist und mir nicht gut tut. (So wie Du einen Fisch nicht sagen kannst: "leb außerhalb des Wassers", oder einer Frau, das sie ein Mann sein soll) Diese 2/3 erschaffen sich eine "objektiv dominierte Welt" aus Dingen und Ängsten, die ich teilweise überhaupt nicht begreifen kann. Geräte - wie meine Instrumente zB - sind für mich Mittel um etwas subjektives - Emotionen zum Ausdruck zu bringen: Musik. Während Andere hingegen reele Werte in Objekten sehen. Es gibt eine Art Forum wo sich Leute auf der "Soft Ebene" mit ihren Erfahrungen austauschen. Das ist vermutlich wie für einen Hardcore-Goth eine knuddelige Wave-Disko im Nachbarort zu entdecken und sich auf einmal "verstanden" und zu Hause zu fühlen. Diese Anderen "Softs" klinken sich durchaus auch wochenlang aus, einige sind - wie ich arbeitslos - weil wir im Leben ganz andere Wertigkeiten als "die Masse" sehen. Den "Subjektiven" geht's teilweise noch "schlechter", weil die in einer objektiven Welt sich manchmal völlig deplaziert finden. Die versuchen dann eben wie die 2/3 zu werden, was aber nie ganz zufriedenstellend ist. Ich glaube das zB in meinem Vater zu erkennen. Als "Soft" nehme ich viele Menschen als eine Art Bewußtseins-Masse wahr. So muß ich zB in einer Disko, einzelne Personen Regelrecht "einblenden", tu ich das nicht ist da einfach nur eine "Masse von Menschen", die an meiner Wahrnehmung vorbeistreift - fall's hier ein paar "Softs" mit dabei sein sollten, die verstehen mit Sicherheit, was ich hier fasele ( ; |