| lordofthedark81 | Hallo, hab mir darüber bereits Gedanken gemacht möchte allerdings warten diese hier zu posten und erst allgemein fragen was Ihr davon haltet. Vielleicht kurze Info zu mir: Ich bewerbe mich zur Zeit in kaufmännischen Berufen, nachdem ich meine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert habe. Ihr kennt ja die Sitiuation wenn Ihr euch für eine Ausbildungs/Arbeitsstelle bewerbt und dann für ein Vorstellungsgespräch eingeladen werdet. Es wird in 95 % nach privaten Interressen bzw. Hobbies gefragt, grösstenteils natürlich nur um eine lockere Gesprächebene zu erreichen. Wie sollte man dann am Besten diese Verkaufen, ich meine ich weiß nicht wie der Gegüber reagiert wenn ich als Musik Gothic oder Bands aus dem Bereich erwähne. Denn die meisten Personalchefs geben sich mit "Lesen, Konzerte, Musik hören usw." nicht zufrieden und fragen genaueres nach, welches Konzert, Band, Richtung usw. Gibts irgendwie eine Möglichkeit dieses alles neutral rüberzubringen? Was ist eure Meinung? Vielen Dank für Antworten Mfg Lordofthedark81 |
| D.Racula | @Lordof.... Vergiß beim Vorstellungsgespräch die aktive Musik, egal ob Goth oder Country, Dein potentieller Chef hat Angst, daß Du jeden Abend übst und montags mit Streichhölzern auf die Arbeit kommst. Überlege , was Du an seiner Stelle gerne hören würdest. Du brauchst Dich nicht um 180° zu verstellen, aber ich würde keine Überzeugungsarbeit leisten, das macht Dich nur "verdächtig". Beantworte seine Fragen kurz und gezielt, Du merkst schon, ob er mit den Antworten zufrieden ist. Dann frage Du immer wieder höflich, ob Du Fragen stellen darfst und dann erkundigst Du Dich mit intelligenten Fragen nach dem Betrieb. Schließlich will er Dich für eine Arbeit einstellen und hofft darauf, daß da nicht irgendeiner nur irgendeinen Job haben will. Versuche zu begründen, weshalb Du für diese Arbeit in Frage kommst - Du mußt es nicht "beweisen", wie gesagt, das Interesse, daß Du zeigst, zählt. Also, um den Kreis zu schließen, wenn er Dich nach Deinen Hobbies fragt und zählst alle Deine Plektren, Gitarren und Übungsräume auf, hast Du ein paar Tage später Deine Unterlagen daheim im Briefkasten. Viel Erfolg! |
| Dainty | Ähm hö? Hast Du in Deiner Bewerbung Hobbys angegeben? Wenn ja, steht da einfach nur platt "Musik" ? Ich glaube, das sollte man aus seiner Bewerbung ganz einfach rauslassen. Also wenn da nun einfach nur Musik steht, wird vllt. die Frage kommen, ob Du selber Musik machst. Wenn ja, wird evtl. noch gefragt, welches Instrument oder so, aber wenn Du einfach nur sagts, dass Du damit meinst, das Du gerne Musik hörst, wird derjenige der das Gespräch mit Dir führt wohl nicht weiter drauf eingehen, weil es ihn nicht interessiert, denn es sagt nichts über Deine Qualifikation aus (könnte ich mir zumindest vorstellen). Wenn Du natürlich ganz in schwarz und mit diversen Ketten um den Hals da aufkreuzt kannstes eh vergessen, aber ich glaub darüber bist Du Dir schon bewusst oder? |
| lordofthedark81 | Hi, in den neuen Lebensläufen hab ich Hobbys ganz weggelassen, da dies ja für den Beruf uninteressant ist und eh bei VSTgespräch gefragt wird, vor drei Jahren hab ich das noch aufgeführt und halt nur "Musik hören, lesen" geschreiben. Hatte vor meiner Ausbildung vorstellunggespräche und da wurde schon genaueres zu Gerne gefragt.... Und es ist mir schon klar das ich beim Vorstellungsgespräch in Anzug ohne irngedwelche Pentragramme auftachen werde :) |
| Seelensplitter | Also ich glaub das mit Gothic hören kannst du ruhig erwähnen . Wenn der Chef dann nach bands fragt würd ich allerdings nicht grad irgendwelche Hardcore Bands erwähnen .... Eher sowas wie Camouflage ,Joy Division , The Cure oder ähnliches . Da können sie denn entweder garnichts mit anfangen oder sind total begeistert weil sie sowas früher auch gehört haben =) (War bei mir zumindest bei einem Vorstellungsgespräch so) Aber das mit den Konzerten würd ich mir überlegen. Denn Konzerte sind auch öfters unter der woche --> Man kommt am nächsten Morgen unausgeschlafen / garnicht zur Arbeit und das gefällt dem Chef bestimmt net =) |
| LaVey242 | hiho, dabei geht es noch um etwas anderes, nämlich um Zuverlässigkeit. Wenn Ihr sagt, och ich mache dies, das und jenes usw. zeugt dies von Flatterhaftigkeit. Sagt man aber ich mache seit 10 Jahren in einem Verein als .... mit, dann ist dies positiv, da der Chef dann weiß, das du etwas anfängst und auch langfristig dranbleibst. Den interessiert dein Gothic überhaupt nicht, solange du dies nicht bei Kunden raushängen läßt. Aber ich empfehle dir es dennoch nicht zu erwähnen, da man damit negatives assoziiert. Selbst ich würde sehr vorsichtig werden wenn mir jemand sagt er wäre Gothic. Ich bin zwar selber einer, aber ich weiß nicht ob der Bewerber dies auch bei meinen Kunden trennen kann. Daher wärest du ein unkalkulierbares Risiko. Cu Mad |
| Fury | Genau, es geht hier eben nicht um Dich als Privatperson, der Mann unterhält sich ja nicht in der Wirtschaft oder an der Bushaltestelle als Zufallsbekanntschaft mit Dir. Er möchte wissen, ob Du eine Bereicherung fürs Unternehmen bist, d.h., ob Du zuverlässig, beständig, wissensaufnahmebereit bist, ob Du vermutlich in der Lage sein wirst, mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern reibungslos zusammenzuarbeiten. Übrigens ändert sich das alles nach einem Jahr. 'Wenn man dann ein anerkanntes Mitglied des Unternehmens ist, alle Feuertaufen hinter sich hat und die erste Gehaltserhöhung (das ist nämlich auch der erste Beweis, daß die Firma einen lieber kommen als gehen sieht), dann kann man auch mal mit seinen Hobbies rausrücken und wird in der Arbeitspause oder auf dem Betriebsausflug auch als Privatperson interessant und auf einmal avanciert man zum schrillen Betriebsgrufti, wer weiß? |
| hagzissa13 | Ich lenkte solche Gespräche auf meine ehrenamtlichen Aktivitäten und meine schon absolvierten Praktika. Da interessierte sich keiner mehr für meinen Musikgeschmack. Auch bei Vorstellungsgesprächen trage ich schwarz, aber niemand hat etwas gegen einen schwarzen Hosenanzug oder ein schwarzes Kostüm und dezentes Make-up und dezenten Schmuck... Alles easy-going... Hagzissa - per aspera astra - |
| SchwarzePest | [QUOTE][i]Original geschrieben von lordofthedark81 [/i] [B] Es wird in 95 % nach privaten Interressen bzw. Hobbies gefragt, grösstenteils natürlich nur um eine lockere Gesprächebene zu erreichen. [/B][/QUOTE] Das auch nur, um sich ein Bild über dein " soziale Kompetenz" zu machen. Die Standartsprüche wie "ich höre gerne Musik und ich lese gerne" kommen durch die Bank nicht gut an. Gerade an dieser Stelle kann man phantasievollen Umschreibungen Pluspunkte sammeln. Wenn du oft an deiner alten Karre rumschraubts wird da raus Restauration alter Fahrzeuge und die Reperartur am Gartentor zur Metallgestaltung. Mitglied in einem Verein kommt auch immer gut an. Wenn man doch auf die Musik kommt sollte an etwas neutralere Gruppen nennen. Der Personalchefin als Kostprobe Closer von NIN vorzusingen dürfte keine Pluspunkte bringen. |
| ninfinity | [QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzePest [/i] [B]Der Personalchefin als Kostprobe Closer von NIN vorzusingen dürfte keine Pluspunkte bringen. [/B][/QUOTE] *ROTFL* :D |
| SchwarzePest | [QUOTE][i]Original geschrieben von ninfinity [/i] [B] Inzwischen habe ich die Hobbies aus dem Lebenslauf rausgelassen -> macht man nur beim Bewerben auf Führungspositionen. In meinen Hobbies hatte ich nie Musik drin stehen ... [/B][/QUOTE] Nicht gut. Je perfekter die Bewerbung ist um besser sind die Chancen. Besonders in Berufen wo man von den Bewerbern verlangt, das sie des Lesen und Schreiben mächtig sind. Es gibt gibt wunderbare Bücher mit Musterbewerbungen und den häufigsten Fehlern. Die paare Euro können sich schnell bezahlt machen. |
| ninfinity | Und ich kapier nicht, was Hobbys damit zu tun haben, dass man des Lesens und Schreibens mächtig ist. Das sehen die doch an einem durchdachten Bewerbungsanschreiben! |
| SchwarzePest | [QUOTE][i]Original geschrieben von ninfinity [/i] [B] Und ich kapier nicht, was Hobbys damit zu tun haben, dass man des Lesens und Schreibens mächtig ist. Das sehen die doch an einem durchdachten Bewerbungsanschreiben! [/B][/QUOTE] Das Bezog sich auch nicht auf die Hobbys, sondern auf die Bewerbung allgemein. Bei den meisten findet man z.B. im Lebenslauf nur: von-bis Lehre zum XXX bei Fa. XY von - bis Tätig als XXX bei Fa. XY Keine Schwerpunkte, Interessen oder Erfolge etc. was die Bewerbung aus der Masse hervor hebt. |
| rainraven | Komisch. Mich hat in meinen spärlichen Bewerbungsgesprächen noch nie jemand nach meinen Hobbies, geschweige denn nach meiner bevorzugten Musikrichtung gefragt. ich habe eher das Problem, als Biologin (erst mal ÜBERHAUPT einen Job und dann )einen Job zu finden, wo ich mich "normal" kleiden darf, das heißt, kein Kostüm oder dergleichen Unsinn tragen muß, sondern weiterhin in Dockers, Cordschlaghosen oder Cargopants und Sweater rumlaufen darf ...:( T.R. |
| Zerbrochener | Mir leuchtet es noch immer nicht ein, was meine Hobbies, geschweige denn mein Musikgeschmack, mit meiner Arbeit zu tun haben (sollen). Es sei denn bestimmte Hobbies sind für die Tätigkeit vorteilhaft und es mag auch Leute geben die das Glück haben aus ihrem Hobby einen Beruf zu machen. Für mich sind Arbeit und Freizeit jedoch nach wie vor wei getrennte Welten. Der einzige Zusammenhang der da besteht: Ich arbeite, um meine Hobbies zu finanzieren. Was die Vorstellugsgespräche betrifft, auch wenn mir die Gefahr der Benachteiligung bewusst ist: Ich stehe zu meinem Gruftie-Dasein und lege keinen Wert auf einen Arbeitsplatz, an dem ich mich nicht verwirklichen darf ! An einem solchen Arbeitsplatz würde ich mich auch gar nicht wohlfühlen als dass ich mich dort bewerben würde, aber leider kann man unter den heutigen Bedingen ja nicht mehr so wählerisch sein, sondern muss dort anklopfen, wo sich evt. eine Chance anbietet ... Natürlich bin ich aber bereit mich anzupassen und Kompromisse/Abstriche zu fällen ... Ich muss bei einem Vorstellungsgespräch ja nicht nicht gleich im Mittelaltergewand erscheinen. Ein (normales) schwarzes Hemd tuts ja auch ... und selbst wenn man mir ein solches verbieten würde, meine Seele ist unantastbar ;) |
| aislem666 | Also ich hab mich letzten auch vorgestellt, in ner christlichen einrichtung, bin so gegangen wie ich halt rum lauf ganz in schwarz pentagramm kette um und alles... warum lügen? warum sich verstellen? entweder man bekommt die stelle oder nicht. war offen und erlich.. und ich hab die Stelle. Was will ich also mehr??? So wissen sie gleich wie ich bin :D |
| NiDaDa | hallo, also ich habe schon etliche gespräche hinter mich gebracht. musste mich auch gerade wieder bewerben. es hat mich kaum jemand nach hobbies gefragt. und wenn dann sage ich so lapidare dinge wie lesen und sport treiben. da lüge ich ja nicht. mein privatleben geht niemanden etwas an, erst recht nicht beim bewerbungsgespräch. ich kann es auch überhaupt nicht leiden, wenn jemand fragt, ob man kinder haben möchte oder was genau und wo genau der mann/freund arbeitet. ich wüsste nicht, warum es einen personalchef interessieren sollte, welche musik ich höre... nur um mir einen stempel aufzudrücken? nein danke. meine meinung dazu. :) |
| aaraen | Ich habe schon mit Bewerbern Eingnungsgespräche geführt. Und ich finde es sehr interessant zu erfahren, welche Interessen die Person hat. Es geht eben nicht nur um die Qualifikation sondern auch darum, welche menschlichen Eigenschaften derjenige mit sich bringt. Der neue Kollege soll gut ins Team passen und eine Bereicherung sein. Das ist um so wichtiger wenn man bedenkt, dass viele fachliche Kenntnisse ohne grössere Probleme geschult werden können. Menschliche Fähigkeiten kann man weniger einfach ausbauen. Wenn jemand mit seine Praktika hinknallt und als Hobbies Fernsehen, Musikhören und "mit Freunden weggehen" aufzählt, würde ich ihn nicht nehmen. Da ginge ich davon aus einen unkreativen und uninnovativen Menschen vor mir zu haben. Kommt natürlich auf den Job an. Wer am Flissband sitzen will muss keine Kreativität mitbringen. Gothik oder nicht ist egal. Es gibt aber einen Unterschied zwischen schwarzem Hemd mit schwarzem Gehrock und lumpigen Samtfetzen mit löchrigen Strümpfen. Wenn der Bewerber den Eindruck macht, seine Persönlichkeit mit seiner Professionalitat vereinen zu können, dann ist das sehr gut. Wenn einer den Eindruck erweckt sich nirgendwo anpassen zu können, immer nur zu provozieren und sich über alles andere zu stellen, dann möcht ich mit so jemandem nicht arbeiten müssen. |
| Zerbrochener | [QUOTE][i]Original geschrieben von aaraen [/i] [B]Es gibt aber einen Unterschied zwischen schwarzem Hemd mit schwarzem Gehrock und lumpigen Samtfetzen mit löchrigen Strümpfen.[/B][/QUOTE] Ja ? Findest Du das nicht ein wenig oberflächlich ? Kann der Mensch unter der Kleidung nicht die gleichen Fähigkeiten mitbringen und die sellbe Leistung erbringen ? Mal davon abgesehen, dass "Eingnungsgespräche" im Allgemeinen an Oberflächlichkeit nicht zu überbieten sind, da sich jeder so verstellen, heuscheln und Dinge vorlügen kann, wie er Lust und Laune hat und "Eindrücke" imo nichts wert sind, da man einen Menschen (sofern es sich nicht um ein Extrembeispiel handelt) nicht in 10 Minuten kennenlernen oder gar beurteilen kann. |
| lordofthedark81 | Finde ich auch man kann einen Meschen nicht in 10 Minuten beurteilen und man muss sich leider mehr oder weniger (oder doch viel???) verstellen um den Job zu bekommen. Kurze Frage noch was sagen den die Hobbies über die Qualifikation aus?? Ist man sofort unkreativ oder dumm (um mal etwas zu übersspitzen) wenn man als Hobby Fernsehen oder Musik hören angibt? Ersteres würde ich nicht im VSTG erwähnen aber bei der musik kommt es doch drauf an was man hört bzw. wenn der musikgeschmack vielfältig ist, könnten man dies doch als offenheit/toleranz interpretieren oder??? Und mit dem Interpretieren, das kann eh jeder Chef anders auffassen folge daraus: man kann sich noch so bemühen und bekommt den Job doch nicht. Soviel an Gedankengängen mal von mir. Mfg Lordi |
| Any Body | weiss nicht, ob es nicht zu sehr off topic geht, aber ist es wichtig, dass die persönlichen vorlieben und neigungen der art vor dem arbeitgeber ausgebreitet werden? als beispiel für die heutige art und weise wie stellen ausgeschrieben werden und sich beworben wird, sei nachfolgender [url=http://www.firstcampus.com/manager.php?numcategory=626&nick=&sessionid=&nh=0]link [/url]einmal genannt. sollte es zu einem vorstellungsgespräch kommen, dann sicher, weil die beruflichen qualifikationen bzw. das studium oder der bisherige lebenslauf als auch die ziele, die in einer bewerbung genannt sind, passend erscheinen - zumindest von seiten des arbeitgebers. alles weitere wird sich in dem gespräch herausstellen. das gefühl in der magengrube sagt einem später, ob man sich auch längerfristig vorstellen kann, dort zu arbeiten, weil die leute (kollegen) sympathisch erscheinen und die art der tätigkeit passt, die musik, die literatur oder der film, den man privat gern hört, liest oder sieht, spielt dabei doch eine untergeordnete rolle - ist vielleicht wichtig um längerfristig mit den kollegen klar zu kommen.... menschen, die sich abkapseln und nur ihrer arbeit nachgehen, werden als außenseiter gesehen und welche chancen außenseiter in der gesellschaft haben, grob gezeichnet, liest sich hier und da auch in den nachtwelten. nun denn... ich schweife ab.. fazit: meine empfehlung für die präsentation der privaten vorlieben, wenn es etwas herausragendes gibt, dass man sich ehrenamtlich für ein bestimmtes projekt eingesetzt hat, vielleicht filme gedreht hat oder etwas, welches dem unternehmen nützlich sein könnte, dann würde ich es hervorheben, wenn die information über die privaten interesse eher allgemeiner natur sind, dann würde ich es auf musik hören, lesen und kinobesuche beschränken. grüße Any B. |
| Serena | @lord: ist mir echt neu, dass man bei Vorstellungsgesprächen im kaufmännischen Bereich (ich arbeite selbst in einem solchen Beruf) über die versch. Musikrichtungen oder auch Bands ausgefragt wird :confused: wie schon erwähnt wurde, lass näheres einfach weg... |
| Lunar Light | [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] [B] ich habe eher das Problem, als Biologin (erst mal ÜBERHAUPT einen Job und dann )einen Job zu finden, wo ich mich "normal" kleiden darf, das heißt, kein Kostüm oder dergleichen Unsinn tragen muß, sondern weiterhin in Dockers, Cordschlaghosen oder Cargopants und Sweater rumlaufen darf ...:( T.R. [/B][/QUOTE] da musst du aber eine komische art der biologie studiert haben. bei uns sieht das nämlich ganz anders aus *lol* |
| aaraen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i] [B]Findest Du das nicht ein wenig oberflächlich ?[/B] [/QUOTE] Nö. Ich bin der Ansicht, dass man durch sein Auftreten und seine äussere Erscheinung einer Situation entsprechen sollte. Wenn man zum Beispiel zu einer Hochzeit in Jogginghosen geht, ist das schlichtweg eine Beleidigung für das Brautpaar. Genauso ist es bei nem Job. Wenn ich möchte, dass mir jemand die Möglichkeit gibt, bei Ihm meinen Lebensunterhalt zu verdienen, mehr noch, mich zu entwicklen, zu wachsen und Freude zu haben, dann sollte ich, sofern ich das zu schätzen weiss, durch meine Erscheinung zeigen. [B] Kann der Mensch unter der Kleidung nicht die gleichen Fähigkeiten mitbringen und die sellbe Leistung erbringen ? [/b] Ein Mensch, der die für unsere Positionen notwendigen Fähigkeiten hat, weiss auch sich anzuziehen. Die zwischenmenschlichen Fähigkeiten sind auch bedeutend. Nicht nur das Fachwissen. Höflichkeit, Sauberkeit, Ordnung, Stil, das alles gehört dazu. Wie soll ich jemanden zum Kunden lassen, der in kaputten Jeans kommt, der Totenköpfe an den Fingern trägt oder sich mit dreckigen Fingernägeln dauernd den Kopf kratzt? Das weckt do sofort Antipathie, auch wenn das fachliche Können noch so gut ist. [B]Mal davon abgesehen, dass "Eingnungsgespräche" im Allgemeinen an Oberflächlichkeit nicht zu überbieten sind, da sich jeder so verstellen, heuscheln und Dinge vorlügen kann, wie er Lust und Laune hat und "Eindrücke" imo nichts wert sind, da man einen Menschen (sofern es sich nicht um ein Extrembeispiel handelt) nicht in 10 Minuten kennenlernen oder gar beurteilen kann. [/B] Also 10 Minuten wäre sehr kurz für ein Vorstellungsgespräch. so 2-3h sind es schon. Und in der Zeit bekommt man einiges mit. Das mit dem verstellen klappt nicht so einfach. Ob man was kann oder nicht, lässt sich schnell herausfinden. |
| trigger | Tipp: Ich habs immer so ausgedrückt: Ich mag Rock und gehe auch gerne am Wocheende an Konzerte etc. Jeder Chef, weiss das Rock "harmlos" ist, und wird dich dann auch nicht mit Fragen über deinen schwarzen Anzug etc. nerven. |
| more | Da ich auch schon im Personalbereich gearbeitet habe (als Betriebsleiterin) kann ich dir eines sagen. Personalchefs fragen nur explizit nach Hobbys wenn ihnen der Bewerber zu "nichtssagend" ist. Hobbys interessiert in Wirklichkeit kein Schwein. Das wichtigste ist, dass du Pünktlich bist, und auch vor den Kunden der Firma einen guten Eindruck machst. Was du in deiner Freizeit anstellst interessiert niemand. Nach Hobbys werden eigentlich nur Lehrlinge gefragt, die grade von der Schule kommen und die man nicht nach Berufserfahrung, bzw. die Lehrzeit fragen kann. Ich habe nun auch schon 5-Mal den Arbeitsplatz gewechselt und wurde im Prinzip nur einmal nach meiner Freizeitgestaltung gefragt. Ich habe geantwortet, dass ich gerne Essen gehe und mich für Kunst interessiere. Musik ist ja auch Kunst und mit Freunden auf einer Kneipentour kann man auch essen. Es wurde jedenfalls nicht explizit nachgefragt. Ich hatte wohl auch schon sehr viele Bewerbungsgespräche, es ist wichtig gut vorbereitet zu sein, aber die Personaler stellen wirklich prekärere Fragen, als nach Hobbys. Die gefährlichsten Fragen sind: Wie sehen sie sich in fünf Jahren? Was erwarten sie von Ihrem neuen Job? Was erwarten sie von uns? Was war ihr schlimmstes/schönstes berufliche Erlebnis? DAS sind die wirklich schlimmen Fragen und auf die solltest du dich wirklich sehr sehr sehr gut vorbereiten, weil eine dieser Fragen taucht 100% auf, und bei keiner kann man soviel falsch machen wie bei dieser. Und noch was, eurer schwarz-sein, so idealistisch wie ihr sein mögt, interessiert solange niemanden, solange ihr damit nicht negativ auffallt. Ich trage auch im Job nur schwarz, aber keinen auffälligen symbolischen Schmuck und renne auch nicht in Springern, oder sonstigen zwiespältigen Outfits rum. Und es gab diesbezüglich nie Probleme. |
| trigger | Und man sollte sich extrem genau über die betreffende Unternehmung informieren. Also geht in Internet, holt euch Prospekte.. Kurz: Zeigt Interesse, das kommt gut an, stellt Fragen etc. |
| Ianus | auch ich habe so einige bewerbungsgespräche im kaufmännischen bereich hinter mcih gebracht, allerdings nur für praktika, da ich selbst noch in der ausbildung bin. es ist schon richtig: nach hobbies wird eher selten gefragt und ich schreibe es auch nicht als solche in meinen Lebenslauf sondern als "sonstige aktivitäten" und führe vereine und ehemalige aktivitäten an, die mich als teamfähig und kompromissbereit aber trotzdem als führungsperson darstehen lassen (z.b. segelverein, ehrenamtlicher gestalter von kirchenausflügen für kinder, etc.). Ich habe niemals meine "gothic-natur" raushängen lassen. in einem unternehmen ist vertrauen und reibungslose zuammenarbeit von hoher wichtigkeit. dort direkt als "abweichler" zu erscheinen kann in manchen situationen relativ schlecht sein. schon beim bewerbungsgespräch passen personalchefs auf, ob eine person in die "unternehmenskultur" passt. in einem consultingunternehmen kommt man zum beispiel schlecht ohne eine gehörige portion ehrgeiz ziemlich schlecht an, in der marketingabteilung eines unternehmens wird auf kreativität und "anders sein" hingegen wert gelegt, solange es im rahmen bleibt! und nochmal für alle, die sich noch immer der illusion hingeben, qualifikationen seien alles: falsch! qualifikationen sind wichtig, wenn man die nicht mitbringt, kann man es mehr oder minder vergessen, aber bei 20 bewerbern mit ähnliche qualifikationen könnt ihr euch ausrechnen, wie hoch eure chancen sind, wenn ihr nicht positiv (!) aus der masse herausstecht. und in 2-3 stunden kann sich da so einiges zeigen. gothic sein kann vorteile haben, ich sehe aber zunächst eher nachteile wegen des eher schlechten rufes. personalchefs sind nicht dazu verpflichtet, sich nach dem gespräch zu informieren, was gothic sein wirklich bedeutet, es wird das gespräch eventuell schon von der ersten minute ins positive oder negative licht rücken. für mich ist es kein verstellen, im blau-weissem hemd beim (potentiellen) arbeitgeber aufzutauchen. dann trage ich eben kleidung, die ich nicht so gerne mag, na und? wenn ich meine alte wohnung beim umzug streichen muss, trage ich ja auch nicht meine ausgeh-klamotten, nur weil die so schön sind. es gibt kompromisse, zu denen sollte man gerade in der anfangsphase eines jobs bereit sein, gerade bei der momentanen arbeitsmarktsituation. soviel von meiner seite, aber schön, mal so nen thread hier zu finden, dachte schon, ich wär mehr oder minder die einzige "schwarze " gestalt in der ungruftigen wirtschaft ^^ euer ianus |
| Onugnin | gibt doch für alles in der szene wunderbare umschreibungen oder fachbegriffe :) nur musik, lesen etc is zu oberflächlich und wenn du gleich sagst : hallo ,ich bin n grufti, nehmt mich wie ich bin oder vergeßt es, vergessen sies ... aber es gibt zB doch kaum musik die man wirklich nur als gothic bezeichnen kann (wenn da n personalchef is der was damit anfangen kann und du bratzt ihm l'amme immortelle, lacrimosa und janus als lieblingsbands vor, dann rückst du dich in die ecke der psychisch labilen ... oder in den mainstream gothic, je nach sichtweise) aber wie schon oben erwähnt, gibt ja viele viele bands, die in den ohren eines mitt 30er bis mitt40er nicht unbedingt abstoßend sind, aber doch unsrer szene zurechenbar sind, und an musikgenres kann doch sowiso kaum einer was mit ebm, batcave etc anfangen ... halt schon bekennen, aber nicht offensiv vertreten das verleiht dir farbe (schwarze farbe halt) aber es macht dich nicht zum schocker bewirbst dich hier schließlich nicht als zivi der alten frauen essen bringt sondern als jemand der mit kunden wirtschaftlich umgehen soll gerade aufgeschlossenere chefs finden es auch durchaus interessant wenn der mitarbeiter nicht farbloser bürohengst oder mainstream anhänger ist, das muß man dann je nach situation sehen ... ein gewisser touch farbe schadet nicht, zu viel farbe wirkt aufgetragen oder aufdringlich |
| Lonely_Soul | als ich mich für meine ausbildung beworben hab, im sozialen bereich, waren wahnsinnig viele dabei, die da in ihren ganz normalen alltagsklamotten gekommen sind, so richtig verräbelte jeans und ausgelatschte turnschuhe und so, und eine in ihrer kompletten punk montur. Mit der Begründung "Wenn die mich nehmen dann sollen sie mich so nehmen wie ich bin" Hallo?! Ich mein, ich will ja was von den leuten dort, nicht die von mir, und die haben genug bewerber, also werden sie so jemand bestimmt nicht nehmen. Ist zwar im sozialen bereich, und da ist es eigentlich echt locker, aber vorstellungsggespräch ist vorstellungsggespräch, und da sollte man sich vernünftig anziehen. Hab mich da halt auch mal in ne bluse und ne helle hose gesteckt, und mich damit halt mal für ne stunde verstellt. Na und?! Dafür hab ich den ausbildungsplatz und kann die nächsten drei jahre rumrennen wie ich will, weil meinen unmittelbaren chef das reichlich wenig interessiert, eher findets eher lustig, und war auch schonmal mit mir weg abends... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von lordofthedark81 [/i] [B]Wie sollte man dann am Besten diese Verkaufen, ich meine ich weiß nicht wie der Gegüber reagiert wenn ich als Musik Gothic oder Bands aus dem Bereich erwähne. Denn die meisten Personalchefs geben sich mit "Lesen, Konzerte, Musik hören usw." nicht zufrieden und fragen genaueres nach, welches Konzert, Band, Richtung usw. [/B][/QUOTE] Daß ich privat nur schwarze Klamotten trage, geht niemanden etwas an - ich erzähle es nicht. Wenn ich nach Hobbys gefragt werde, spare ich Dinge wie Musik etc. einfach aus und beschränke mich auf Dinge, die "allgemein" gut ankommen. Wenn man mich trotzdem nach meinem Musikgeschmack fragt, antworte ich wahrheitsgemäß, daß ich gerne Klassik und Metal höre (die Klassik wiegt den Metal auf ;) ). Man muß ja nichts von "Gothic-bands" erzählen, man kann das auch nett umschreiben. Und wenn man nach den Bands gefragt wird, dann nenne einfach ein paar bekannte harmlose - fertig ist der lack! |
| Xenomorph | Also, wenn ich nach meinen Hobbys gefragt werde, antworte ich, daß ich Hobbygärtner bin und Pflanzen züchte. Das entspricht der Wahrheit und ist völlig unverfänglich. Meine sonstigen Interessen erwähne ich gar nicht erst. Nur die Dinge zu sagen, von denen man weiß, daß sie "gut ankommen" ist schon genau die richtige Methode. |
| Wölfin | Mhm, ich habe mich bei einer anthroposophischen Einrichtung beworben, und zwar in meiner normalen Montur (nicht grade das Ausgeh-Outfit, aber halt doch etwas extravagant)... und wurde sofort genommen. :) M. E. bringt es relativ wenig, sich für ein Vorstellungsgespräch mainstreammäßig aufzutakeln. Dann bist du vormittags in gelb und blau beim VSG, und abends läufst du in voller Montur deinem potentiellen Chef über den Weg ~ das dürfte dann auch nicht gerade positiv sein... :D |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Wölfin [/i] [B]...ich habe mich bei einer anthroposophischen Einrichtung beworben, und zwar in meiner normalen Montur (nicht grade das Ausgeh-Outfit, aber halt doch etwas extravagant)... und wurde sofort genommen. :) [/B][/QUOTE] Naja, aber ich denke, daß es schwerpunktmäßig darauf ankommt, wo man sich bewirbt. In einer anthroposphische Einrichtung mag es evt. noch latte sein, ob ich in schwarz, bunt, however rumrenne. Aber wenn ich mich z.B. bei einer Bank bewerbe, muß ich dementsprechend auftreten. Und wenn ich erstmal den Job habe und mich bewährt habe, dann ist es auch latte, wenn man dem Chef in der Freizeit in "voller Montur" begegnet. |
| Deathangel1976 | Ich hab auch nie was bei Bewerbungsgesprächen erwähnt und hab auch arbeit gefunden.Geht ja auch keinen was an was man privat macht. |
| hagzissa13 | Eben! Genauso sehe ich das auch. |
| Lestat1748 | ich kann dazu nur sagen, dass man sich in der heutigen arbeitsgesellschaft anpassen muss. ich arbeite seit acht jahren in einem sachverständigenbüro. war schwierig genug, in den laden reinzukommen, da es hier schon bei dem problem des alters anfängt. um mir die sache nicht mehr zu erschweren, habe ich, ohne mich großartig zu verstellen, aber dennoch anzupassen, einfach einen schwarzen anzug mit schwarzem hemd getragen. gott sei dank ist schwarze die "architektenfarbe" und somit habe ich damit nicht so viel aufsehen erregt. mich hat während des vorstellungsgespräches niemand nach meinen hobbies gefragt. eher ging es um familiäre umstände, berufliche erfahrung, schulische bildung. ich denke aber auch, dass der gepflegte eindruck sein übriges getan hat. ein jahr später bin ich übrigens tatsächlich meinem chef über den weg gelaufen. privat und in voller lack-montur. zunächst habe ich die antipathie erfahren müssen. er hat mich tatsächlich gefragt, in welchem sm-shop ich die klamotten gekauft hätte. naja, hab dann ein wenig überzeugungsarbeit leisten müssen und er hat es tatsächlich verstanden. ;) im ist es aber auch egal, wie ich in meiner freizeit herumlaufe. sogar auf betriebsfeiern ist es kein problem, solange ich im büro eine gewisse form bewahre, die den, durch die bank mindestens 20 jahre älteren, kunden nicht vor den kopf stößt. naja, das war eigentlich alles, was ich dazu mal erwähnen wollte. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lestat1748 [/i] [B]gott sei dank ist schwarze die "architektenfarbe" [/B][/QUOTE] Echt? Meine Tante läuft immer total bunt rum... Und alle ihre Mitarbeiter, die ich kenne auch. Alle so super seriös... nix für mich... |