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  Forum: DIES und DAS
    Thema: kommunikationswege
Any Body... was mich einmal interessieren würde ist, ob ihr den eindruck habt, dass sich euer kommunikationsverhalten durch das zunehmende chat- und schreibverhalten in foren wie diesen verändert?

hintergrund: mir wurde gestern mitgeteilt, dass ich zu wenig mit meinen kollegen rede und viel zu viele mails schreibe.

diese anschuldigung ist nun für mich nicht neu, denn ich verfasse lieber etwas schriftlich, bevor ich mit jemanden einfach so drauflosplaudere. schließlich hab ich den wunsch, dass derjenige sich in das thema einarbeiten kann und die hintergründe meines anliegens kennt... nun ja, aber darum soll es sich nun nicht drehen...

also, noch einmal die frage:

habt ihr den eindruck, dass sich eure art und weise der unterhaltung zunehmend auf das schriftliche konzentriert oder ihr diese gar einer persönlichen oder telefonischen unterhaltung vorzieht? oder seit ihr eher von grund auf der aufgeschlossene typ, der vielerlei unterhaltungen führt egal mit wem?

eine begründung eurer antwort wäre fein

herzliche grüße & alles gute zum jahreswechsel
Any B.
WindOh ja, was du ansprichst kenne ich nur zu gut. Ich unterhalte mich sogar mit Freunden recht ungern über das Telefon und ziehe Messenger o.ä. vor.
Die Gründe sind eigentlich die selben wie bei dir. Ich habe einen Moment Zeit zum genaueren Nachdenken über meine Antworten und durch das nieder-/aufschreiben der Antwort/Mitteilung hört man im Kopf, wie etwas klingt. Ich fühle mich dadurch jedenfalls eindeutig sicherer.

Besonders wenn ich die betreffenden Personen noch nicht so lange kenne, ist mir "indirektes" Reden über das Internet lieber. (Briefe wiederum wären zu persönlich irgendwie..)

E-Mails haben zudem den Vorteil, dass man alles sehr genau und exakt schreiben kann, ohne dass jemand einem dazwischen redet. (wobei sich hierfür auch Briefe eigenen, was ich auch ab und an bevorzuge)

Interessant finde ich auch die Tatsache, dass ich zwar schon einige sehr tiefgründige Gespräche real hatte, aber längst nicht so viele wie über das Internet..

Insgesamt kann man sagen: Die Worte werden einfach besser gewählt, da man Zeit hat über Worte nachzudenken und deren Wirkung bei einem selbst zu prüfen.
Und man wird nicht unterbrochen bzw kann aus-schreiben ;)

Wie das nun im Beruf ist kann ich leider nicht sagen, weil ich selbst ja noch zur Schule gehe.

Liebe Grüße
~
wind
Demon17Wer das Spiel stille Post kennt, der weiß welche Mißverständnisse durch mündliche Kommunikation entstsehen können. Gerde im Beruf in frößeren Firmen, wo das dann über drei Abteilungen geht sind Mails, die dann kommentiert weitergeleitet werden vorteilhafter, denn erstens ist áuch nach Monaten genau festgelegt was jemand gesagt hat und zweitens hat man den Dienstweg, die ganze Geschichte des Vorgangs gleich in Form einer Mail parat. Oft weiß man nach drei Wochen auch gar nicht mehr was man gesagt/geschrieben hat und sähe ziemlich alt aus, wenn man es nicht im Mail nachlesen könnte. Gerade wenn man an mehreren unterschiedlichen Sachen mit vielen Vorgängen arbeitet ist das sehr hilfreich. Ich meine so ein Outlook fürs Gedächnis wäre nicht schlecht. Andererseits bekommt man im persönlichen Gespräch Kontextinformationen, die man übers Mail nie erfahren würde. Insofern hat alles seine Vor- und Nachteile.

never surrender

demon17
TrauerwesenDemon17:

Mit Missverständnissen kenne ich mich bestens aus. Immer, wenn es Streit gab, dann über ICQ oder SMS. Da wird dann leicht mal was missverstanden und schon alles im Eimer.
Reden ist da schon besser, vor allem, weil man bei diesen anderen Formen schnell seinen Respekt verliert, eben weil man den Menschen dahinter nicht wirklich sieht/hört. Deswegen artet es in Internetforen auch mal gerne aus ;)

Sonst ist mir aufgefallen, dass viele kaum noch die deutsche Sprache beherrschen, eben weil man viel mehr Abkürzungen und sowas benutzt, Umgangssprache und sowas. Mal ehrlich, wer hat schon mal "lol" ausgerufen, wenn etwas lustig war?

ich habe dennoch mittlerweile gelernt, dass es nicht immer gut ist, zu schreiben oder so. Klar, bei wichtigen Sachen, vor denen man evtl etwas Angst hat, fällt es leichter, jene per SMS mitzuteilen, wobei die Hemmschwelle evtl doch etwas gutes darstellt, so dass man nochmal nachdenkt?
Dead PleasuresSalve....

Ich denke, dass übers Internet vieles leichter gesagt ist, als wenn man demjenigen gegenübersteht...

Ich selber kann nicht sagen, dass ich irgendwas bevorzuge... ich rede gern von Angesicht zu Angesicht mit den Menschen, weil es einfach persönlicher, direkter iund irgendwie auch ehrlicher ist, man sieht die Reaktionen, kann auch mit Mimik und Gestik seine Worte unterstreichen, was im I-Net natürlich nicht geht....

Allerdings gibt es so Themen, die ich dann doch lieber erstmal via Messenger oder mail oder Chat anspreche, einfach aus Angst ne negative Reaktion zu kassieren....

Ich hab aber auch festgestellt, dass seit ich mich in irgendwelchen Foren und Chats rumtreibe, dass sich mein Kommunikationsverhalten stark verändert hat, ich rede mehr als vorher, also kann man sagen, dass meine Angst vor Fremden Menschen sich seit ein paar Jahren immer weiter verflüchtigt.
Da wo ich vor 10 Jahren den Kontakt zu anderen gemmieden habe suche ich jetzt den Kontakt zu anderen....

Es hat alles seine guten und schlechten Seiten....
hagzissa13Mein Kommunikationsverhalten hat sich kaum geändert.

Ich telefoniere für mein Leben gerne, manchmal stundenlang, das kann mir auch kein Chat und kein Forum ersetzen. Leider wohnen die meisten Bekannten zu weit weg, als das man sich einfach mal auf nen Kaffee treffen könnte.
Tsafriedhm...
das ich telefonieren hasse ist nichts neues... weniger reden war mal, ich hab noch nie viele worte gemacht (außer ich hab viel alkohol getrunken, seltsamerweise kann ich betrunken am besten diskutieren... vielleicht liegts daran dass ich dann so ziemlich alles sage was ich denke und nicht nach dem prinizp geh "der klügere gibt nach")
ansonsten fällt mir kommunikation via internet schon leichter... und ja, ich rief schon öfters "lol" wenn ich etwas lustig fand... allerdings hab ich früher auch sehr viel pc-spiele gespielt... mittlerweile ist lachen besser, vor allem wenn man wieder gründe dafür hat (neue freunde)
LosingEmotionhmm, also ich glaube, dass der viele schriftverkehr, den ich seit ein paar jahren via internet betreibe mich dazu gebracht hat über worte mehr nachzudenken. da man in foren, oder auch beim chatten einen moment zeit hat seine worte zu wählen. besonders, wenn man aus bestimmten gründen den gebrauch von smileys vermeiden will, ist das manchmal gar nciht so leicht, wenn mans sonst gewohnt ist. außerdem ist eine gefahrquelle für missverständnisse, dass man smileys einfach anders einsetzt, als der andere. da hab ich mich bis heute noch nicht wirklich dran gewöhnt bei meinem freund zB


ansonsten ist es eigentlich das alte spiel, was mein kommunikationsverhalten angeht. zuerst schriftlich, dann mündlich, doppelt hält besser. wenns ans weggehn am wochenende geht machen erstmal ein paar sms die runde, danach erkennt man, dass man in einer sms doch nicht alles organisieren kann, und dann wird eben nochmal ein rundruf gemacht.
Wind[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B] Mal ehrlich, wer hat schon mal "lol" ausgerufen, wenn etwas lustig war?

[/B][/QUOTE] Bekannte/Freunde und ich auch machen das manchmal, wenn etwas lustig ist :D
Wir sitzen eindeutig zu oft vor dem Pc...
Aber solang das Niveau der Sprache dabei nicht bedenklich sinkt, finde ich so etwas völlig ok.
Creobotraich hab mittlerweile durch die ganze virtuelle kommunikation ein ziemliches reales-reden-bedürfnis gekriegt...das dürfte in richtung labertasche gehen *finz*
ungefähr so, wie man unbedingt mal etwas geschriebens lesen muss, wenn man lange zeit nur vor der glotze hing.
Any Bodyvielen dank für eure beteiligung an dieser themendiskussion. ich habe den eindruck, dass ich mich im bezug auf das schreibverhalten in dieser "eigenen" virtuellen welt mittlerweile verändert habe.

ich schreibe nicht mehr so viel unüberlegtes. ein arbeitskollege meinte vor kurzem, dass es vermutlich einen typischer unterschied zwischen mann und frau gibt.

er sagte: "die frau denkt beim reden, der mann denkt nach aber redet nicht - und deshalb scheint es oftmals so, dass der mann über bestimmte "frauen-themen" nicht reden will. er verdrängt es vermutlich ..."

eine allgemeingültige aussage ist das jetzt nicht und bezugnehmend auf das eingangsthema sicherlich auch eher "off-topic"

ich schreibe erst, wenn sich ein oberbegriff für eine bestimmte situation ergeben hat, die ich aber noch nicht näher erläutern kann. ich suche nach einer beschreibung für ein bestimmtes wort und durch dessen bedeutung wird möglicherweise der beweggrund deutlich.

"besorgnis" beispielsweise ist ein begriff, der erst einmal zu definieren ist, das geht aber nicht mündlich oder persönlich, sondern ist einfacher zu erläutern, wenn man es hier niederschreiben kann. man bedient sich einfach der internet-lexika und kopiert.

unter besorgnis lässt sich nicht das passende finden, also wird weiter heruntergebrochen: nächstliegend der begriff "sorge" - dieser führt ebenso zu keinem passenden ergebnis. dafür findet sich aber folgender:

[quote][size=1]quelle:wissen.de[/size]

[b]elterliche Sorge[/b]

seit 1979 gesetzlich neu geregelter Begriff für elterliche Gewalt mit neu beschriebenen Rechten und Pflichten der Eltern und des Kindes. Erweitert wurden die Mitspracherechte des Kindes sowie die Eingriffsbefugnisse des Vormundschaftsrichters bei Gefährdung des Kindeswohls. Die elterliche Sorge umfasst die Personensorge und die Vermögensverwaltung. Durch das Kindschaftsrechtsreformgesetz vom 16. 12. 1997 erhalten bei einer Scheidung grundsätzlich beide Elternteile das Sorgerecht, ferner wurde ermöglicht, dass nicht miteinander verheiratete Eltern das gemeinsame Sorgerecht erhalten können. - In Österreich ähnliche Regelungen. - In der Schweiz steht die elterliche Gewalt gemäß Art. 274 ZGB beiden Eltern gemeinsam zu; sind sie nicht einig, entscheidet der Vater.

[b]Mit brennender Sorge[/b]

Enzyklika Pius' XI. vom 14. 3. 1937 in deutscher Sprache, in der Rassegedanke, Führerprinzip und Totalitarismus des Nationalsozialismus verurteilt und die religiöse Unterdrückung angeprangert wurden.

[/quote]

in einem persönlichen kontakt mit jemanden, würde ich diese doch eher abstakte gedankenformierung nicht anwenden, weil man mich nicht verstehen würde. wie auch? ich verstehe mich ja selbst nicht - bin nur manchmal eben verwundert, was sich so als ergebnis finden lässt :D

wie auch immer... damit es nicht zu abstrakt wird, beschliesse ich einfach an dieser stelle.

wünsche allerseits eine hoffentlich angenehme nacht(ruhe)

Any B.

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