| schlafundtod | Neulich meinte meine frau ich könnte niemanden und hilfe bitten, oder hilfe überhaupt annehmen, da ich katholisch erzogen und geprägt bin. Auf die frage hin, wie sie darauf käme, konnte sie mir auch keine konkrete antwort geben- es wäre nur so ein bauch-gefühl. Ich selbst führe vieles auf meine katholische vorgeschichte zurück, aber die verknüpfungen meiner frau begreife ich überhaupt nicht. Gibt es den danke, jedenfalls |
| Wasserlilie | Naja, katholisch ist ja auch nicht gleich katholisch. Ich will mir da jetzt eigentlich kein Urteil anmaßen, ohne dein Umfeld näher zu kennen. Denn katholische Erziehung unterscheidet sich nicht nur von Region zu Region, sondern auch das restliche Umfeld spielt da mit rein. Außerdem z.B. ob man in einer Klosterschule war, bei Oma auf dem streng katholischen Bauernhof in Niederbayern aufgewachsen ist oder ob man vielleicht aus Hamburg kommt, einer Großstadt in evangelischem Umfeld. So allgemein ist mir aber noch nicht aufgefallen, dass die Katholiken aus meinem Bekanntenkreis besser oder schlechter um Hilfe bitten konnten als Menschen anderer Konfession. Das liegt eher am gesamten Charakter als an der konfessionellen Erziehung. Wenn katholisch allerdings eher autortär-lieblos bedeutet, kann das eine Folge der Erziehung sein, aber solche Erziehung kommt auch in anderen Kreisen vor. Außerdem möchte ich hier niemandem etwas unterstellen. |