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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Sprecht ihr Leute auf der Straße an?
SoulraptorAlso eine vielleicht etwas merkwürdige Frage, aber da ich eben in so einer Situation war wollte ich mal wissen wie ihr denn sowas macht.
Also ihr steht irgendworum und langweilt euch, wartet oder macht sonst irgendwas mitten in der Stadt. Da kommt plötzlich jemand vorbei bei dem ihr denkt: "Na, der/die sieht nett aus, so als ob man sich verstehen würde."
Sprecht ihr diese Leute dann an oder lasst ihr es?
Wie oft hat euer erster Eindruck schon zu coolen Situationen geführt? Wie oft hat er euch schon getäuscht?
rainravenWenn ich Anlaß dazu habe, weil er oder sie ein cooles Kleidungsstück oder eine solche Frisur trägt und ich ein Kompliment loslassen möchte oder wir beide dasselbe Problem oder Anliegen haben (Bus kommt nicht und man möchte darüber meckern, daß sie den Fahrplan umgestellt haben etc. ), dann schon. Auch im Falle einer Auskunft, die ich gebe oder bekommen möchte, aber sonst eigentlich nicht...
Schwarze TraeneIch rede eigentlich nur Leute an, wenn ich keinen blassen Schimmer habe, wo ich her muss (was nicht gerade selten passiert :rolleyes: ), aber sonst eigentlich auch nicht.
LacertaIch hatte früher die angewohnheit zu stottern und war auch sonst nicht sehr gesprächig. Heute stottere ich zwar nicht, doch ist mir das spontane Ansprechen etwas fremdes und ungewohntes, doch bei Situationen, wo ich auf die Hilfe fremder Menschen angewiesen bin, sehe ich kein Problem.
Hirogen[QUOTE][i]Original geschrieben von Soulraptor [/i]
[B]Also eine vielleicht etwas merkwürdige Frage, aber da ich eben in so einer Situation war wollte ich mal wissen wie ihr denn sowas macht.
Also ihr steht irgendworum und langweilt euch, wartet oder macht sonst irgendwas mitten in der Stadt. Da kommt plötzlich jemand vorbei bei dem ihr denkt: "Na, der/die sieht nett aus, so als ob man sich verstehen würde."
Sprecht ihr diese Leute dann an oder lasst ihr es?
Wie oft hat euer erster Eindruck schon zu coolen Situationen geführt? Wie oft hat er euch schon getäuscht? [/B][/QUOTE]



nein, nie!

ich stelle mir vor, wie ich genervt wäre, wenn mich jemand "grundlos" anquatschen/mich belästigen würde.

die einzigen akzeptablen gründe wären nach der uhrzeit, dem weg, einer unpersönlichen auskunft usw zu fragen.

also versuche ich es zu vermeiden bzw beschränke mich selbst auch auf diese gründe...

halt nein,

manchmal quatsch ich doch willkürlich leute an, wenn ich das gestrenge bedürfnis verspüre, dass die es mal unbedingt verdient haben ein klein wenig verscheischert zu werden.


mfG


Hirohito
rosenkindmanchmal, aber eigentlich recht selten. Bevor man dann ne Idee hat, wie man es anstellen könnte, ist das Gegenüber schon wieder weg.
Die paar Mal, wo ich es getan habe, führten leider auch nicht weiter als zu einem netten smalltalkgespräch.
Ich hab aber die Hoffnung, dass ich einpaar von diesen Leuten mal wieder begegne.
Vor fast 6 Jahren allerdings hab ich mal ein Mädchen mitten auf der Bahnhoftoilette vor dem Spiegel beim Schminken angesprochen. War ein netter smalltalk. Zufälligerweise traf ich sie dann in der Innenstadt mal wieder und wir erkannten uns und redeten etwas länger miteinander, daraus entwickelte sich dann eine innige Freundschaft (haben für ne Weile mal jeden Abend miteinander telefoniert). Allerdings hielt das auch nicht sehr lange und sie hat mich noch nichtmal ein Jahr später ziemlich unfreundlich aus ihrem Leben verbannt.
*~Dead-Rose~*Fremde ansprechen? - Im Normalfall nicht.

Außer wenn ich mal mein Feuerzeug vergessen hab, nicht weiß wo ich hin muss oder sonst irgendein Anlass es gibt andere anzusprechen.

Es gab zwar auch schon manche Unterhaltungen während Zugfahrten, allerdings sind die durch beiderseitige Meckereien über Verspätungen oder kaputte Klimaanlagen entstanden und waren am Zielbahnhof sofort beendet.

Ich habe habe nicht mal einen Freund, den ich sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatte, im Zug angesprochen, obwohl mir das Gesicht bekannt vor kam (die Frage "heißt du zufällig mit Vornahmen so und so" ging mir nicht über die Lippen).

Es ist einfach wie eine innere Barriere dich mich einfach davor hindert, für die ich die Gründe zwar selbst nicht kenne.
hagzissa13Ich stelle mir gerade vor, wie ich mich fühlen würde, wenn da irgend so jemand auf mich zukäme und mich ansprechen würde à la:
"Hey, ich finde Dich nett, erzähl doch mal was aus Deinem Leben!"

Ich glaube, ich würde ziemlich verständnislos gucken und denken daß der Typ entweder stoned ist oder ich von der "versteckten kamera" erwischt wurde.

Ergo: Um nicht für stoned oder einen Lockvogel gehalten zu werden, mache ich das nicht.

Aber: ich habe überhaupt kein Problem damit, jemanden an zu sprechen, weil ich den Weg wissen will, oder die Uhrzeit etc. etc....
JesterIch spreche Fremde Leute eigentlich auch nur an wenn ic hauch ein Anliegen besitze, und ein: "Nette Frisur" halte ich nun einmal nicht wirklich für ein Anliegen.

Ich sehe das dann aber auch eher aus dem Blickwinkel was ich davon halten würde wenn ich aufgrund von "Belanglosigkeiten" von einer wildfremden Person angesprochen werde,... und das sieht dann auch eher so aus das es mich verwundern würde, bis hin dazu das ich es als störend empfinden würde.

Daher, nur bei einem direkten Anliegen!
OdessaGerade auf einem Gruftl-Forum, wo in jedem 3. thread die Rede davon ist, daß die Gesellschaft so "kalt" geworden sei, daß Menschen einander nicht mehr "sehen" würden, sich nur noch wie Roboter herz- und emotionslos begegnen würden und keiner mehr mit dem Anderen redet... gerade da hätte ich erhofft, daß jeder auf die gestellte Frage antwortet "Ja, mach ich. Ich finde es schön, wenn Menschen aufeinander zugehen" oder so...

Meine eigene Erfahrung: Wann immer ich im Süden bin/war oder in orientalischen "Kreisen", ist es selbstverständlich, daß Menschen MITeinander reden. Daß zwei Fremde, die zusammen auf einen Bus warten, miteinander ein paar Worte wechseln. Dass man - sitzt man z. b. in Italien in einem Straßencafe - einer schönen Frau oder einem attraktiven Mann, der vorbeigeht, ein bewunderndes Kompliment macht, was dann ebenso selbstverständlich und lächelnd "bedankend" aufgenommen oder erwidert wird.

Sogar in England bei den angeblich so "kühlen" Inselbewohnern ging es mir so, daß die Menschen dort, außerhalb Londons vor allem, auf Fremde (also mich) zugingen und irgendetwas fragten oder mir sagten "hey, that´s a cool dress". Daß man, kaufte man wo ein, ohnehin mit anderen Menschen an einem Regal stehend ins Gespräch kam über "this cakes are fine, you should try them" oder daß man sich von jedem Mann, der einem irgendwo auf der Straße kurz stehen sah, fragen lassen "mußte", ob er einem helfen könne, ob man eine Wegbeschreibung oder ein Taxi brauchen würde - das war eine wunderschöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Und daß man in Frankreich von flirtwütigen Südfranzosen mit den natürlich unglaublichsten und albernsten, aber nichtsdestotrotz guttuenden Komplimenten eingedeckt wird, sobald man nur eine Straße überquert - das ist so selbstverständlich und das macht so verdammt gute Laune und es erleichtert den Umgang miteinander ungemein. Man ist einfach Mensch unter Menschen.

Ganz ehrlich, noch nirgendwo habe ich diese fast schon paranoid-kommunikationsgestörte, auch manchmal irgendwie elitär- arrogante "Sprich mich ja nicht an, denn wir sind ja nicht verheiratet"-Einstellung so zu spüren bekommen wie hier in Deutschland. Da wird es als "aufdringlich" empfunden, wenn man jemand, der neben einem sitzt auf einer mehrstündigen Zugfahrt, ein Bonbon anbietet oder fragt, ob derjenige Lust habe, gemeinsam den Speisewagen aufzusuchen (Allein essen ist für Orientalen eine Art "Isolierhaft-Strafe" - Essen teilt man immer mit Anderen). Da wird man für einen "Verrückten oder zumindest Kriminellen" gehalten, wenn man einer Frau, die wirklich wunderschöne Augen hat, dies einfach auch so sagt (das tat ich mal). Die Gute schaute mich entsetzt an, fragte was "ich wolle von ihr" und "ob wir uns kennen", während sie zeitgleich schon zum Handy griff um vermutlich vorsichtshalber die Polizei zu rufen. Ich antwortete ihr ziemlich fassungslos, daß ich ihr nur sagen wollte DASS SIE SCHÖNE AUGEN habe, sowas von meergrün und herzlich und .. einfach nur schön. Und ich ihr das sagen wollte.

Ich tat das einmal und nie wieder. korrigiere: Nie wieder bei Deutschen. Denn merke: Du darfst "dem" (Achtung, rein verbale "Pauschalisierung" zwecks Rhetorik) Durchschnitts-Deutschen sagen, daß er ein tolles Auto hat; das wird gerade noch so akzeptiert mit einem "joah, ist schon eine gute Kiste" und einem selbstgefälligen In-sich-Grinsen "bin ich nicht ein toller Hecht, der neidet mir die Karre sicher"...
Du darfst "den" Deutschen auch anpflaumen, wenn er nicht schnell genug an der Supermarktkasse seine Sachen einpackt ("Hey Du Opa da vorne, sowas wie Du sollte im Altenheim sein und nicht noch abends einkaufen" - solche Sätze sind anscheinend Usus Fremden gegenüber, denn über solche Respektlosigkeiten wundert sich hierzulande niemand).

Aber wage nicht, einen Dir FREMDEN Deutschen einfach "nett" zu finden, ihm zu sagen daß er tolle Augen hat oder ihn zu fragen, wo er die tolle Handtasche gekauft habe. Damit fällt man sofort verdächtigst auf, fällt aus der Reihe der uniformierten Nicht-Lächler, Nicht-Blick-Erwiderer, Nicht-Miteinander-Sprecher. Das ist für mich eigentlich schon ein heftiges Zeichen einer mehr und mehr zu menschenfeindlichen Einzelgängern verkommenden Gesellschaft.

Und die Tatsache, daß hierzulande Menschen wochenlang in ihrer eigenen Wohnung tot herumliegen, ohne daß es den unmittelbaren Nachbarn auffällt, weil man ja "eh nie miteinander gesprochen hat" oder "sich nicht einmischen wolle", und das aus dem gleichen Grund jährlich mehr und mehr Kinder von den eigenen Eltern in von Dutzenden von Leuten bewohnten Mietshäusern zu Tode gequält oder verwahrlost-verhungernd "gehalten" werden können - die verwundert mich dann nicht mehr wirklich. "Man" will sich ja nicht "aufdringlich" zeigen, indem man den Nachbarn fragen würde, wieso sein Kind nie draußen zu sehen ist, oder weshalb es immer blaue Flecken hat am Körper...

Ich bin sonst paradoxerweise ein Mensch, der absolut schüchtern ist. Ich kann in Menschenmengen (Parties etc.) die ersten Stunden nichts sprechen, hocke mich in eine Ecke und schweige vor mich hin, Menschen-Masse macht mich sprachlos und macht mir Angst, wegen ihrer Lautstärke allein schon. Aber auf einzelne Menschen zuzugehen, an denen mir irgendetwas "menschlich positiv" auffällt - damit habe ich kein Problem. Ich weiss, wie gut es tut, wenn einem jemand was Liebes sagt. Sowas kann einem einen versauten Regentag durchaus ein bißchen verschönern. Und dieses Gefühl gebe ich eigentlich auch gerne an Andere weiter.


PS: "Der" hier von mir "humorig" pauschalisierte Deutsche kennt eine Ausnahme von der Regel - das deutsche Kind. Dieses ist noch fähig, völlig offen und kommunikativ auf wildfremde Menschen zuzugehen, zu sagen "Duuhuuu, wieso hast Du da blaue Haare aufm Kopf?" oder "Darf ich mal von Deinem Eis lutschen?".

Wären alle so wie die Kinder - die Welt wäre eine lustigere, offenere, emotionalere...
SeidenfadenDie bisherigen Antworten erstaunen mich auch. Überlege schon, ob das vielleicht eine Mentalitätsfrage innerhalb Deutschlands ist, aber die meisten geben ihren Wohnort ja nicht an.

Ich wohne jedenfalls mitten im Ruhrgebiet und werde ständig irgendwo angequatscht. Auf offener Straße nicht unbedingt von irgendwelchen Typen (die glauben vielleicht auch, man reagiere empfindlich, siehe Vorantwort), aber von ganz normalen Leuten. Geht mir schon manchmal auf den Senkel, daß ich beispielsweise nicht alleine im Cafe sitzen kann, ohne daß sich irgendeine Omi wie selbstverständlich neben mich setzt und in ein Gespräch verwickelt (sollte vielleicht ´mal ´was an meinem Outfit ändern ;)).

Ansonsten ist es da, wo ich mich tagtäglich bewege, eigenlich gang und gebe, miteinander in Kontakt zu treten, zu quatschen oder wenigstens einen situationsbedingten Spruch abzulassen. Wo die Leute betont stur bis unfreundlich sind, mag ich demzufolge auch gar nicht hingehen. Hab´ letztens einen Haufen Katzenstreu gekauft, nur damit ich so schnell nicht wieder in´s Edeka im Neubaugebiet muß....

Zuletzt hab´ ich übrigens einen älteren Herrn (73) angequatscht, der bei Eisglätte mit Einkaufstaschen über den Marktplatz schlurfte. Ist ein netter regelmäßiger Kontakt draus geworden.

Denke aber auch, daß Spontaneität und Kontaktfreude Trainingssache sind. Bis etwa 14 war ich total schüchtern, was sich durch Zeitungsaustragen änderte. In meinem erlernten Beruf mußte ich nicht nur mit Leuten jeden Berufsstandes (z. B. Richter) telefonieren, sondern zuletzt auch auf Firmenveranstaltungen bedienen. Das erste Jahr hatte ich mich dem komplett entzogen, danach machte das richtig Spaß. Dabei geholfen hat mir übrigens, mir vorzustellen, daß ich an dem Abend eine Rolle spiele und nicht meine ganze Persönlichkeit vor Publikum ausbreiten muß. Vielleicht ein guter Tip für andere, die sich selbst für zu schüchtern halten.
schlafundtodEigentlich lernt man ja alle menschen die man kennt erst dadurch kennen, dass man sie einfach mal anspricht. Egal ob das in der bahn, der disco, auf'm friedhof oder in der kneipe ist. Ich denke das ganze beziehungsgeflecht entsteht aus zufälligen begenungen, wobei sich die einen weiter entwickeln- die anderen nicht; verblassen, vergehen.
Ich habe eigentlich alle meine freundinnen kennengelernt, in dem ich sie einfach mal anquatschte (aus'm bauch heraus ) .
Geblieben ist dabei nicht viel ausser den erinnnerungen an schöne zeiten.
MagnusCaudar(BwIch spreche sogar öffters Leute suf der Straße an ... Manchmal einfach nur weil mir langweilig ist , oder ich einfach Lust habe jemanden mit meiner gewollten Unfreundlichkeit anzufahren
idisiDas Phänomen das Odessa beschrieben hat, ist vielleicht der Grund warum ich mich oft gar nicht erst traue Menschen anzusprechen. Ich leb ohnehin ständig mit der Angst abgelehnt zu werden und eine schnippische Bemerkung und ein verständnisloser Blick geht nicht so einfach an mir vorbei.
Eigentlich macht es mir unheimlich Spass Leuten beim Einkaufen zu beraten, z.b. in der DM- oder Müller Drogerie, wo ich fast schon zuhause bin *g*. Gerne würde ich einer Frau die vorm Duschgelregal steht mal was empfehlen, aber ich befürchte immer, dass auf meine Meinung sowieso keinen Wert gelegt wird.
Komischerweise hab ich aber oft wenn ich durch die Stadt laufe das Bedürfnis nett zu sein. So halte ich generell anderen Leute die Türe auf (manchmal krieg ich sogar ein Lächeln dafür) oder helfe ihnen ihre Sachen aufs Band zu laden. Ohne Worte eben. Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein könnten.

Jemanden anzusprechen, dessen Klamotten mir gefallen, hab ich mich bisher noch nicht getraut. Passiert aber auch nur selten, dass ich so jemanden sehe. Und Leute einfach nur weil sie mir gefallen anzuquatschen kann ich nicht. Ich weiß noch, als es mir nen ganzen Tag lang beschissen ging weil soon Kerl in der Würzburger Innenstadt plötzlich auf mich zugekommen ist und meinte, dass sein Kumpel mich nett fände. Ich hab dann ziemlich aggressiv reagiert und den ganzen Tag Angst gehabt dass der Kerl mir nochmal über den Weg laufen könnte.
Heute würde ich sicherlich nicht mehr agressiv aber auf alle Fälle ablehnend reagieren, einfach aus Reflex heraus, selbst wenn mir derjenige sogar gefallen würde.
Weil ich selbst also nicht "angegraben" werden möchte würde ich das auch bisher niemals bei anderen tun.

Ja und dann ist es doch so: Wenn 2 Deutsche, sich gegenseitig Fremde mal irgendwo ins Gespräch kommen, dann nur um gemeinsam zu meckern. Übers Wetter (entweder ist es zu heiss, zu kalt, zu nass, zu trocken, zu dunkel, zu hell, zu sonnig, zu bwölkt...), oder über die langen Wartezeiten beim Arzt (oder sonstwo), über das unfreundliche Personal, über das schlechte Essen... ich bin weißgott kein Optimist, aber diese sinnlose und absolut dämliche Nörgelei regt mich auf.

Ansonsten muss ich dazu sagen: Dort wo ich aufgewachsen bin, in nem relativ kleinen Ort, war es früher (und ist es unter den Älteren auch heute noch) selbstverständlich anderen auf der Straße guten Tag zu sagen. Als Kind hab ich das auch noch gemacht, aber ich gebe zu, dass ich es heute nicht mehr tue, die wenigsten tun es noch, und die aus den Großstädten zugezogenen schon gar nicht. Sicher das ist kein Grund für mich, es nicht zu tun, aber es ist eben keine Selbstverständlichkeit mehr. Ich denke da einfach nicht dran.
overdoseEigentlich nicht. An vielen Menschen habe ich schlicht kein Interesse und ebenso viele würden mit meiner Lebenseinstellung nicht zurechtkommen. Das schaffen ja selbst die Menschen, ich ich meine Freunde nenne, manchmal nicht.
Trauerwesenich finde Odessas Meinung auch irgendwie richtig, aber dennoch kann ich selbst nicht sagen, dass ich das tue, weil ich auch gerne meine Ruhe habe. Gerade auf der strasse oder sonst wo habe ich meistens keine Zeit und Ruhe für sowas. ich bin offen für teils auch privatere Pläuschchen mit Kunden und auch offen für Kommilitonen (auch wenn dies irgendwie nur "portionierte Freunde" sind), aber meistens ist das so, dass wenn ich draussen unterwegs bin, keine Zeit habe und auch keine Lust, weil ich manch Moment einfach geniesse.

Im übrigen macht das auch keiner im Ausland, wo die Mentalität ansich wärmer ist. Habe ja eine längere Zeit in Australien verbracht und dort geht man einfach offener auf Menschen zu, die Finanzamtfrau gratuliert zum geburtstag und hier und da mal Tratsch im geschäft, aber das ergibt sich dann. Dort sucht auch keiner direkt einen Kontakt zu anderen.

Da sollte man danne vtl doch differenzieren, ob man offen ist für andere Menschen, wenn sich was ergibt (mehr oder weniger), oder ob man den Kontakt gezielt sucht.
Vielleicht sind aber manche auch eingeschüchtert durch die Angst, der könne denken "was will der denn".
isiwenn ich nen mensch auf der straße sehe, den ich auf den ersten blick ganz nett finde weiß ich immer gar nicht was ich sagen sollte...
obwohl das bei mir in der kleinen stadt in der ich lebe extremer ist als zb in nürnberg, da fällt es mir leichter mal einfach jemand- allerdings dennoch meistens mit einem vorwand- anzuquatschen
vllt sind die leute in größeren städten einfach offener als in kleineren..

wenns aber nicht auf der staße ist sondern zum beispiel beim tierarzt, in nem laden, an der kasse... kanns schon passieren, dass ich einfach drauf losrede...

in anderen ländern ists aber mit dem anreden-und angesprochen werden tatsächlich schon viel viel leichter... in frankreich war ich einen tag in der stadt und habe mit mindestens 15leuten gerdetet, am strand, im bus... meistens dann aber mit leuten, die auch nur in urlaub waren, zb griechen und engländern

ich finde es jedenfalls gar nicht unangenehm angequatscht zu werden, kann n guter smalltalk drauß werden. :)
Kathrynnees ist mir extrem unangenehm, andere menschen anzusprechen.
selbst wenn es nur um die uhrzeit geht, den oder sonst etwas belangloses.
ich suche lieber selbst nach dem weg, oder finde anders heraus, wieviel uhr es ist als jemanden danach zu fragen.
ich bin schon mal allein deshalb nach hause gefahren, weil ich nicht wusste in welchem saal meine vorlesung ist.
ich erwarte natürlich kein: mensch, wie blöd bist denn du... such selber.
dennoch habe ich angst. das hängt warscheinlich auch mit meiner vergangenheit zusammen.

in einem alter, in dem man den ersten 'komplizierteren' kontakt(solche dinge, wie: ich mag rot, du auch?) mit menschen lernt, hatte ich keine gelegenheit dazu.

ich war unfreiwillig ein außenseiter. und das über 10 jahre lang. und genau so lange habe ich gebraucht, um zu erkennen, dass die einzige möglichkeit ist, dort herauszukommen eben nur tatsächliches fortkommen ist.

ich fühle mich als sozialer krüppel. ich bin extrem unsicher, was in bestimmten situationen von mir erwartet wird. ich habe vor einigen jahren zwar etwas 'gehen' gelernt... aber die anderen scheinen mir regelrecht davonzurennen, während ich hinterher hinke...


~kathy~
rainravenIch war auch lange Zeit eine (unfreiwillige) Außenseiterin. Trotzdem oder vielleicht deswegen bin ich später umso redseliger und kontaktfreudig geworden. Und ich bin grundsätzlich immer hilfsbereit oder berate gerne, wenn ich es kann und ich nicht schroff abgewiesen werde oder in der Situation hilflos bin.
In einem Psychotest erhielt ich einmal das Prädikat "Sie sind der Typ Mensch, der gerne auf der Straße angesprochen wird und um die Uhrzeit, den Weg etc. gefragt wird". Ich habe schon den Eindruck, daß das so ist.
Doch ich selbst halte mich vielleicht auf viele Menschen unerwünscht oder abstoßend wirkend. Ich ziehe oft ein mürrisches Gesicht, ohne es zu merken, auch wenn ich nur in Gedanken bin. Und ich bin oft unsicher, was vielleicht auch als abweisend gewertet wird. Ich trage auch schweres Schuhwerk, etwas alternative, soll heißen, abgetragenen oder nicht ganz alltägliche oder militant wirkende Klamotten, was auch nicht gerade auf jeden einladend wirkt. Vielleicht erwartet man von mir nicht auf den ersten Blick Freundlichkeit. Vielleicht auch, weil ich unterbewußt vor Fremden Angst habe, da ich mir schon öfters Demütigungen in der Öffentlichkeit von Fremden gefallen lassen mußte.

Doch wie gesagt, in Situationen, wo man im kleineren Kreis mit ein paar Leuten zusammen ist, die dasselbe Ziel haben, so etwa in einem Laden, Wartezimmer oder an der Haltestelle, fällt mir ein Gespräch leicht. Ich rede dann eher zuviel. :)
Und es ist mir auch nicht recht, von jedem angesprochen zu werden. Bei uns ist ein Asylbewerberheim, und man wird oft als Frau von den dort auf der Straßenseite flanierenden Farbigen in fremder Sprache (meist gebrochen englisch oder französisch)angequatscht oder angepfiffen, was ich persönlich nicht so toll finde, weil ich mir da wie Freiwild vorkomme.
Wenn dagegen ein großer, hübscher Langhaariger mit schwarzem Haar und gründen Augen strahlend auf mich zukäme und sagen würde, er fände mich hübsch und ob ich einen Kaffee mit ihm trinken möchte, sähe das schon anders aus ...trotzdem wäre ich erst mal verwirrt...:D

Es ist halt einfach so, daß man in einer bestimmten Gesellschaft erzogen wird und die Verhaltensweisen dieser automatisch als "richtig" annimmt und wenn sich einer amnders verhält, dann kommt einem das gleich komisch vor und man ist mißtrauisch...
paranuit[QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i]
[B]
Es ist halt einfach so, daß man in einer bestimmten Gesellschaft erzogen wird und die Verhaltensweisen dieser automatisch als "richtig" annimmt und wenn sich einer amnders verhält, dann kommt einem das gleich komisch vor und man ist mißtrauisch... [/B][/QUOTE]

ja eben. dieses verhalten ist ansteckend.

die leute kriegen angst jemand anzusprechen, weil sie erfahren, dass es sich nicht gehört, dass es als grenzüberschreitung gilt.
dieser rhythmus geht in fleisch und blut über.

ich habe mal einer alten frau über eine vereiste straße helfen wollen und fragte sie ob ich ihr helfen soll. sie hat mich angesehen, als hätte sie bittere angst und natürlich abgelehnt, obwohl sie wackelig wie nur was zurecht war. es hätte ja sein können, dass ich es auf ihre handtasche abgesehen hab. tja, und die vorsicht der oma kann ich auch verstehen. diese taschendiebe gibt es ja.

hier lernt man, dass einer, der auf einen zukommt, in der regel nichts anderes als geld haben will. ist auch so, wenn ich in der stadt angequatscht werde, dann von obdachlosen, wahrsagerinnen, missionierenden, zeitungsverkäufern etc. also am besten gar nicht anquatschen lassen und vorbei laufen. gutmütigkeit zahlt sich hier alles andere als aus. "menschlichkeit" auf offener straße entpuppt sich zu 98 % als egoismus. sie ist in wahrheit heuchelei wird eingesetzt als inszenierung, um an den besitz des mitmenschen zu gelangen.

und die oma hat genau sowas erfahren und mich deshalb verständlicherweise abblitzen lassen.
Violent BeautyIch spreche für gewöhnlich auch nie jemanden auf der Strasse einfach so an. Eigentlich habe ich auch nie einen Grund dafür, denn wenn ich unterwegs bin hab ich eigentlich immer alles dabei wo andere vllt nach fragen würde, zB Uhrzeit etc. Und wenn ich wirklich mal jemanden sehen sollte, den ich einfach nur ansprechen mag weil er/sie nett aussieht, dann find ich nicht wirklich die richtigen Worte und lasse es gleich bleiben. Kein Problem ist es hingegen wenn ich auf der Arbeit bin (arbeite im Altenheim), ich bin eigentlich ein sehr hilfsbereiter Mensch und habe dann kein Problem damit einfach so die älteren Herrschaften anzuquatschen. Aber meistens ist es doch die ältere Generation die wenig Probleme damit hat, ich habe schon ölter nette Gespräche mit älteren Menschen an der Bushaltestelle, im Laden, inner Apotheke etc gehabt. Aber die jüngeren beschäftigen sich lieber mit ihrem I-Pod, mp3 Player, Handy, whatever ....

Eigentlich finde ich das auch sehr schade, möglicherweise gehen einem dadurch viele schöne Freundschaften einfach durch die Lappen. Aber ich kann mich einfach nicht dazu durchringen was zu sagen, weil ich einfach viel zu schüchtern bin und Angst vor einer Abfuhr oder eben diesem schon oft genannten verständnislosen, verwirrten Blick hab.
Jo'ogno_o ich kann reden wie ein Wasserfall... wenn ich weiß, worüber.

Ich gehöre auch eher zu Jenen, die sich auf der Straße ruhigverhalten und ich rede Leute meist auch nur an, um nach dem Weg zu fragen. Ich bin mir diesem "laß mich bitte lieber in Ruhe" Phänomen auch recht bewußt...

Ich versuche in letzter Zeit da auch lockerer zu sein, aber irgendwie fällt mir einfach nichts flachsinniges ein, wenn, jmd ankommt und mir erzählt, "dieser scheiß bus ist schon wieder zu spät"... Außer nur zu lächeln und es zu bestätigen.

Als ich 2003 in NZ war stand ich am letzten Tag mit meinem Camper bei Auckland am Ozean und des morgens hält dort jmd, steigt aus und äußert zu mir, was für ein schöner morgen es doch sei. Darauf fiel mir dann spontan ein, zusagen, das es leider mein letzter hier wäre. Worauf dann eben ein kurzes Gespräch über meinen NZ Besuch entstanden war.

Sylvester hab ich in Düsseldorf einfach eine ältere Frau nach den Gepflogenheiten in der Stadt gefragt, weil ich mit einer japanischen Freundin am planen war, was wir desnachts dann hier nun machen sollten... Hemmungen hab ich da eher weniger...

Es ist de fakto so, das ich nicht rausgehe um nach Konversation zu suchen, sondern, weil ich zielgerichtet wohin will... ( : In so'nem Forum ist es eben für mich leichter, weil ich da eben zu etwas anworten kann wozu mir auch was relevantes einfällt ( ;
MondsilbertaufeEinfach so Leute anzusprechen, hatte ich bisher selten Veranlassung. Dazu bin ich zu skeptisch anderen gegenüber.

Anders herum kann es schon mal vorkommen, dass ich "nur mal so" angesprochen werde. Letztens hat mich ein Opa in der Obstabteilung eines Supermarktes angetextet, wie schön die Zitronen doch heute aussehen. Er würde jeden Tag eine kaufen...
Oder an der Bushaltestelle klagte mir ein Sozialfall ihr Leid. Erschreckendes habe ich da erzählt bekommen.
Im Zug wird schon mal über Fragen wie: "Wo sind wir jetzt hier?" ein Gespräch angefangen. Im Stillen schmunzel ich über diese Kommunikationsbrücken.

Gut kommt man ins Gespräch, wenn man sich über die gleiche Situation kaputt lacht.
Oder einfach mal so ein buntes Fläschchen aus dem Rucksack hervorzaubert und rüberreicht. In dieser Geste steckt mehr als: "Hallo, du siehst nett aus. Wie heißt du denn?"
WindAlso ich bin generell einfach zu schüchtern um Leute 'einfach so' anzusprechen, leider. Besonders in Warte-Situationen mit einigen Menschen hätte ich ab und an doch mal Lust auf ein nettes Gespräch.

Vielsagend finde ich zum Beispiel auch das Verhalten der verschiedenen Altersgruppen an unserer Bushaltestelle. Der Bus fährt nur zwei mal in der Stunde in unser Kaff, so dass sich da doch manchmal einige Leute ansammeln. Bei Jüngeren/Kindern habe ich schon in paar mal mitbekommen, dass diese einfach aufeinander zugegangen sind obwohl sie sich scheinbar nicht kannten und miteinander unbefangen gequatscht haben.
Leute in meinem Alter und älter (sagen wir mal 15-25) reden dagegen nie ein Wort miteinander. Ich sehe oft ein paar andere aus meiner Schule, vor allem die Mädchen blicken jede andere in ihrem Alter irgendwie abwertend an habe ich den Eindruck. (so nach dem Motto "whää die hat hässliche Ohrringe, und dieda ist ein dummer Grufti, und die-dahinten läuft ja in nem totalen Gammel-look durch die Gegend, und was hat die dort erst für Schuhe..") Unter diesen Umständen kommt natürlich auch kein Gespräch zustande. Ich wohne nun seit 3 Jahren hier und seit 3 Jahren gehe ich mit ein paar anderen etwa-gleichaltrigen zur selben Zeit die selbe Stecke nach Hause, aber jede für sich, am besten auch noch auf einer anderen Straßenseite. Und das geht auch nicht nur mir so, weil ich sonst-wie rumlaufe - sondern das ist bei allen etwa Gleichaltrigen hier aus der Gegend so.
Ich denke, besonders krass ist dieses Phänomen vor allem bei weiblichen Wesen..?
Interessant finde ich es aber, dass viel ältere Leute (~50-80Jahre) viel gesprächsfreudiger sind. Die sprechen meinen Beobachtungen nach wirklich jeden gerne an, egal welchen Alters. Leider sind das dann aber auch oft nur diese Beschwerde-Gespräche à la "der Bus ist zu klein, es ist zu kalt, die Sitze zu unbequem etc", aber wenigstens schonmal etwas :D
Ich finde es eigentlich wirklich Schade, dass so viel Kälte zwischen den Menschen ist, so abwertende Haltung, so viel die Meinung einen ginge dieses oder jenes nichts an und ganz einfach dass so wenig kommuniziert wird untereinander, und wenn doch, dann muss man gleich wieder argwöhnisch werden oder denken "was will der denn jetzt?"..
Andererseits, wenn man mal angesprochen wird, dann sind das oft einfach blöde anmachsprüche oder dumme Kommentare, dadurch wird man auch generell recht skeptisch.
Ich denke insgesamt herrscht hier eine sehr negative Atmousphäre, denn mein eben genanntes Beispiel an einer Bushaltestelle wäre doch fast undenkbar in Italien z.B.

Ich persönlich hab irgendwann einfach einen neuen Schüler aus meiner Stufe angesprochen, der auch immer diese grausame Strecke fährt wie ich. Habe allerdings keinen Kurs mit ihm zusammen, sprich wir kannten uns vorher nichtmal vom Namen. Seitdem rede ich auch ganz gern mal mit ihm.
Hm, ansonsten passiert es recht selten, dass ich einfach irgendwen auf der Straße anspreche oder die Person mich und man sich dann wirklich besser kennen lernt. Oft reicht es dann einfach nur zu einem SmallTalk, aber auch das kann ja mal ganz nett sein, um sich seine Wartezeit oder ähnliches zu vertreiben ;)

Nach der Uhrzeit fragen oder ähnliches stellt für mich allerdings kein großes Problem da, aber daraus entwickelt sich selten ein wirkliches Gespräch..

Wir sollten vielleicht alle unsere Abwehrhaltung gelegentlich ablegen und mehr aufeinander zugehen :)

Liebe Grüße
~
wind
rainravenIch bin auch mal in der U-Bahn von einer fremden Dame mittleren Alters angesprochen worden, ob ich denn auch Eulen sammle, bloß, weil ich eine silberne an der Halskette getragen habe.
Ich fand diese zutreffende Schlußfolgerung sehr witzig, und wir kamen tatsächlich ins Gespräch über Eulen. :)

Das "Problem" ist eher, wenn mich jemand anspricht und nicht nur einen Rat oder eine Auskunft haben will, daß ich dann oft meine gesamte Lebensgeschichte erzähle...:)
BeowulfIch persönlich spreche selten Leute an. Nur wenn etwas mein Interesse weckt, wie am Sonntag, als ich nach fünf Stunden Bahn mich neben einen Menschen, dem Aussehen nach, arabischer Herkunft setzte und bemerkte dass er der Koran auf seinem Handy laß. Was ich absolut cool fand.
Er war Iraker so sprachen wir über den irakischen Dialekt, den Koran, dern Irakkrieg, wie das Volk eigentlich zu den Amis steht, und wie die Schiiten und so weiter und so fort. Mit Politik und Kultur kann man mich eigentlich immer locken.
Es erstaunt mich immer wieder, wie intuitiv man, ohne mit einander zu sprechen, feststellen kann ob der Gegenüber sympathisch ist oder nicht. Eine Geste oder ein Blick reicht in der Regel schon aus, für eine gute Abschätzung.
Es gibt auch Ausnahmen.

Was Odesse beschreibt ist typisch Deutsch. Ich glaube auch die Deutschen würden manchmal sich lieber die Zunge abbeißen als jemanden anzusprechen. Es ist manchmal Grotesk was der Kommunikationsunwille für Blühten treibt. Wenn sich eine Dame abmüht einen Koffer hochzustemmen, es aber nicht schafft, und dann weiter versucht und versucht nur um zu signalisieren "Seht denn keiner dass ich Hilfe brauche?"
In Amerika ist die Offenheit ja eine ganz andere Dimension. (Je nach Ortschaft). Als ich vor Jahren irgend einen Passanten auf dem Campus nach einem Studiensekretariat fragte, beschrieb er mir nicht nur den Weg, sondern führte mich hin, klopfte an und machte einen Termin für mich aus. Während er munter in seinem Oxford-Englisch drauf lossprach. (Der Typ war Professor und wohl sowas wie ein Sprachgenie. Er konnte eine Sprache in einer Woche lernen. Was jemanden wie mich ziemlich beeindruckt, der nach 20 Jahren nichtmal Deutsch einwandfrei beherrscht.)
Aber zur Ehrenrettung der Deutschen: Es liegt wohl glaube ich an der Schüchternheit der Deutschen, nicht an ihrer Unfreundlichkeit. Man wird nicht immer für Verrückt gehalten wenn man jemanden anspricht, meistens erntet man freundliche Reaktionen. Und sogar Hilfsbereitschaft ist durchaus vorhanden. Das Problem liegt nur daran, dass der gemeine Deutsche ums verecken nicht den ersten Schritt machen möchte. Ich glaube der Deutsche fühlt sich immer ein wenig schuldig, unterlegen oder ähnliches.

Übrigens wer die Deutschen für unfreundlich im öffentlichen Leben hält, sollte sich mal in den asiatischen Ländern, vor allem China versuchen. Im privaten Umgang mit einander sind sie zwar fast neurotisch höflich, aber auf der Straße herrscht der reinste Dschungel, survival of the Fittest, Sozialdarwinismus in Reinstform. Ich will meine Erfahrugnen jetzt nicht pauschalisieren, vielleicht hatte ich nur Pech, aber auf Hongkongs Straßen muss man schon harte Nerven haben um zu überleben. Ich glaube die lassen dort all die Frustration raus, die sie sie im alltäglichen Leben unterdrücken müssen.
psychochickenich finde, irgendeine begründung muss immer her, sei sie auch scheinheilig. sowas wie "hey, du schaust nett aus"- nee, das könnte ich weder hören noch sagen. ich käme verarscht vor. und es ist irgendwie einfach zu dirket.

wie odessa muss ich auch sagen, dass ich das in england anders erlebt habe.
wobei "nice dress" in meinen augen (ohren) auch schon viel besser ist. nett, aber nicht gleich der holzhammer.

mir hat mal jemand an einer bushaltestelle gesagt ich hätte tolle schuhe an, das fand ich sehr nett. gleichzeitig dachte ich "die frau hat mut, jetzt gucken sie alle an." dabei- was hatte sie denn getan? wenn ich mich erinnere fällt mir auf dass sie einen akzent hatte und ehr südländisch aussah. irgendwie war sie aber schon ehr schüchtern, es schien als wäre ihr schon klar, dass das hier eben deutschland ist. :rolleyes:

was solche kompilemnte angeht kann man in deutschlnad grundsätzlich aber böse daneben landen. ich meine selbst als mädchen das einem anderen sagt es habe eine schöne jacke an- das ist mir vor einiger zeit passiert. die andere war eine freundin einer freundin von mir, ich traf sie aber zum ersten mal. sie hat sehr komisch reagiert, als sei ich ihr zu nahe gekommen.

nein, ich mache sowas eigentlich auch nicht. verbrächte ich meine zeit in enem anderen land, könnte sich das aber gewiss ändern.
Odessa---
Beowulf: Er war Iraker so sprachen wir über den irakischen Dialekt, den Koran, dern Irakkrieg, wie das Volk eigentlich zu den Amis steht, und wie die Schiiten und so weiter und so fort. Mit Politik und Kultur kann man mich eigentlich immer locken.
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Dito. Dinge wie dieses von Dir geschilderte sind auch bei mir oftmals ein "Aufhänger", um auf Leute zuzugehen. Auch passiert es mir nahezu ständig, wie schon oftmals hier von Anderen auch geschildert wurde, daß ich angesprochen werde, meistens von älteren Damen oder Herren - man merkt genau, diese "alten" (ich meine das mit allem Respekt = weisen) Menschen sind sehr einsam, sie haben wohl niemand, der sich um sie kümmert oder mal mit ihnen spricht... und von daher habe ich auch kein Problem damit, diesen Menschen einige Minuten meiner Zeit zu schenken, auch wenn mir selbst meistens nicht nach Kommunikation ist...

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In Amerika ist die Offenheit ja eine ganz andere Dimension. (Je nach Ortschaft).
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(und jetzt bin ich mir sicher, Dich zu kennen *freu*)... ja, Amiland. Die Menschen dort sind auf jeden Fall eines was positiv ist: sie sind meistens wahnsinnig offen und "entspannt".

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Übrigens wer die Deutschen für unfreundlich im öffentlichen Leben hält, sollte sich mal in den asiatischen Ländern, vor allem China versuchen. Im privaten Umgang mit einander sind sie zwar fast neurotisch höflich, aber auf der Straße herrscht der reinste Dschungel, survival of the Fittest, Sozialdarwinismus in Reinstform.
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Ich hatte beruflich einige Jahre lang viel mit Geschäftspartnern in China, Korea und Japan zu tun und muß sagen, ich kam damit auch nicht wirklich klar. Dieses aufgesetzte Grinsen und stetige "Dienern", dieses penetrante eingefrorene Lächeln... Keine herzliche Freundlichkeit, kein offenes "warmes" Lächeln - alles nur "Show" weil es dazugehört. Aber gleichzeitig kamen dann, im "privaten" Rahmen nach den Meetings wo ich oftmals auch dabei war, die verächtlichsten und rassistischsten Sprüche über alle Menschen, die NICHT dem eigenen Volk angehörten.

Wie gesagt, auch nur meine eigene Erfahrung, aber ich mochte das nicht wirklich. Manieren und Höflichkeit sind unabdingbar, aber es sollte beides aus dem Herzen kommen und ein wirkliches Bedürfnis sein. Ein aufgesetztes "Kunstlächeln" jedoch ist mir widerlich - dann schon lieber ein ehrliches "typisch deutsches" Griesgram-Gesicht, aus dem ich aber ersehe, daß dieser Mensch wenigstens noch keine Marionette ist;-)
SchattenwesenDass ich jmd. "interessant" finde, hat bisher noch nie dazu geführt, dass ich diese Person dann einfach angesprochen hätte. Ich versuche mir dann schon einen Vorwand zu überlegen, das klappt meist ganz gut ;)! Ich habe noch nie erlebt, dass mir jmd. blöd kam oder unfreundlich auf mich reagiert hat - wenn man selbst nett und höflich ist, verhält sich das Gegenüber zumeist ähnlich! Ich finde es immer wieder spannend, wenn vollkommen fremde Menschen, die man höchstwahrscheinlich nie wieder sehen wird, für eine kurze Zeit den eigenen Weg kreuzen und manchmal sogar Spuren hinterlassen: Mir ist es schon passiert, dass ich noch nach Monaten u sogar Jahren an bestimmte Situationen oder Gespräche denken musste.
dying-roseWie romantisch!


Ich persönlich spreche nie fremede Menschen an. Meine Mutter hat es mir verboten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, z.B. wenn ich nach dem Weg fragen muss. Ansonsten werde ich aber immer angesprochen. Eine äußerst große Anziehungskraft scheine ich auf ältere Frauen oder junge Männer zu haben. Manchmal sind die Gespräche recht unterhaltsam, manchmal sind sie einfach nur nervtötend und ich setze die Hörer meines mp3-players wieder auf oder tue so, als ob ich kein deutsch verstehen würde. Hat zumindest bis jetzt immer geklappt.
SiriusAlso im Alltag eher nicht, die meisten Leute sind ja doch nur gestresst und wollen verständlicherweise ihre Ruhe haben. Geht mir ja schließlich genau so. Am Wochenende sieht das teilweise anders aus, da sind die meisten Menschen entspannt und auch "ansprechbar" und ich bin es ebenso, wenn ich z.B. im Garten herumhänge und ein Spaziergänger durch die Anlage flaniert und mich anspricht, habe ich - meistens - kein Problem damit und nehme mir auch die Zeit.
Oder wenn ich irgendwelche - ich sags jetzt mal so salopp - Exzentriker sehe, die irgendwie besonders speziell gekleidet sind oder etwas spezielles tun, was einfach meine Neugierde weckt, dann auch. Aber bei diesen Leuten kann man auch davon ausgehen, das sie es gewohnt sind, angesprochen zu werden bzw. das vielleicht sogar mögen :)

Aber so z.B. Montag morgen in die S-Bahn zu wackeln und da irgendjemand ein Gespräch aufzuzwingen, nur weil man sonst gelangweilt rumsitzen würde und auf seine Station zum aussteigen wartet - neee, sowas kann ganz böse enden :D
TimberwolfNö. Dafür bin ich zu schüchtern, um unbekannte Leute einfach nur des Zeitvertreibs wegen anzusprechen. Wenn ich irgendwas konkretes will oder sehe, dass jemand bei irgendwas vielleicht Hilfe braucht oder einen Bekannten treffe (mit dem ich auch was zu reden hab), dann passt es schon. Aber nur des Smalltalks wegen kann ich das einfach nicht...
Da dominieren dann doch die holländischen Gene und die schweizerische Sozialisation über die italienischen Gene. ;)
Lokiich bin ein sehr offener mensch udn wer mich aus irgendeinem grund ansprechen will, darf dies gerne tun. ich selber gehe auch auf menschen zu, die ich interessant finde. hin udn wieder grüße ich auch stumm (mit einem kopfnicken beispielsweise) andere goths oder punks oder andere alternative, je nach laune. aber ich tus auf jeden fall, wenn sie auch grüßen, das gebietet mir die höflichkeit.

gruß,
Loki
SoulraptorDas mit dem Mitgesellen grüßen wollte ich auch mal machen, aber irgendwie ergibt sich das nicht, weil ich nie wirklich weiß ob die jetzt "echte" Punks oder Goths sind oder ob das ne Show ist.
Und Leute die auf ne Show aus sind will ich irgendwie nicht so wirklich grüßen.

Was mich aber immer wieder sehr lockt, wenn ich Punks sehe, "Punk is dead." zu rufen :D
deadly silenceAlso normalerweise ,in Alltagssituationen,sprech ich niemanden ohne Grund an, weil... ich find das is ganz schön aufdringlich...Außerdem sind viele immer im Stres und so. Ich selber mag es ja auch nicht, von irgendwelchen Leuten angequatscht zu werden. Leider passiert mir das so oft und die kennen sogar meinen Namen und ich weiß nicht, woher....sind immer peinliche Situationen,wenn man die Leute überhaupt nicht zuzuordnen weiß.

Natürlich,wenn ich denn mal wissen möchte,wie spät es ist, oder wann der Bus kommt oder so,dann spreche ich auch Leute an.

Anders is es hingegen beim Konzert...da kann man auch Mal Leute anquatschen ohne so wirklichen Grund. lol

Achja, also manchmal spreche ich Leute an, bei denen ich der Meinung bin, dass ich die von früher her kenne... also um zu erfahren, was die denn so jetzt machen usw....is doch mal recht interessant, zu hören, wozu die das bis jetzt gebracht haben.
EwigPunk is dead und Gothic is dead.
Welche Subkultur lebt heute noch in Ihren ursprünglichen Werten?

Ich spreche jeden an bei dem ich etwas besonderes sehe und ich das Bedürfnis habe ihn anzusprechen.
Das hat mit viele wichtige Menschen gebracht.
Wenn man merkt dass man emand ansprechen muss sollte manns unbedingt tun. Und sich nicht an den wenigen stören die da komisch drauf reagieren, nur weil es in der Gesellschaft nicht üblich ist jemand anzussprechen mit "Wer bist Du ?" oder "Du hast eine interessante Ausstrahlung".

Nur so kommt man weiter indem man andere kennenlernt. Das passiert auch in der Szenen viel zu selten. Zusammenhalt gibt es kaum noch und auf Veranstaltungen finden sich "Grüppchen" die meisst garnicht den Eindruck erwecken andere kennenlernen zu wollen.
Dabei gibt es viele interessante Menschen und jeder ist eine einmalige Erfahrung, also heisst es, so viele wie möglich kennenlernen :-) Man kommt weiter dadurch und macht Erfahrung durch Austausch.

Aber viele geben sich eben mit denen zufrieden die sie kennen. Ich denke dass ist wieder eine Sache des Anspruchs den man hat.
Wenn man genügend Selbstbewusstsein hat kann man auch problemlos jeden ansprechen, denn die Rechtfertigung ist mein Anliegen das ich habe - ich will den Menschen kennenlernen weil ...

:-)
OdessaMyschkin:
DAS war knapp und präzise *g*.

Ich würde auch nicht Leute ansprechen, wenn ich merke, das könnte nerven. Wenn ich jemand sehe, der gerade mit 2 Einkaufstüten hantiert oder hektisch-schnell auf der Straße läuft, dann werde ich diesen Menschen sicher nicht "belästigen", indem ich ihn mit einem Gespräch aufhalte. Wie gesagt, in den meisten Fällen sprechen mich die Leute an.

Ich habe auch kein Problem damit, ein freundliches "Bitte nicht böse sein, aber es paßt grad überhaupt nicht weil ich einen Termin habe/heim muß/in die Arbeit muß" zu sagen wenn mich jemand zeitlich "unpassend" anspricht. Aber wann immer es geht, werde ich auf das Gespräch einsteigen und zumindest freundlich-offen dem Gegenüber antworten. Das gehört für mich einfach zur Kinderstube dazu, zum Anstand und zu Manieren :-)
hagzissa13es kommt ja auch immer darauf an, wer einen anquatscht und warum.

Ich bin letztens in der Stadt von einem Mann angesprochen worden, der war so unangenehm... nein danke... Der stierte und sprach zwischendrin mit sich selbst... *uuuaaahhhh*


Wenn natürlich Du, liebe Odessa, mich ansprechen würdest, würde ich Dich ws nicht stehen lassen... :D
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Ha, sag das nicht. Kann sein es wird sehr schnell Realität *g*. [/B][/QUOTE]

Ist das ein Versprechen oder eine Drohung? :D ;)
OdessaHag: kommt drauf an wie sehr Du mich liebst *G*....

Myschkin...na wenigstens als Pausenclown tauge ich ab und an, das freut mich - hab ich doch noch eine Daseinsberechtigung;-)... (Dein nick klingt wie der Name meines toten Katers Meski... da ist immer ein kleines "Stechen" im Herz, wenn ich Dich lese).

@Ansprechen: Ich war beim Arzt heute, mußte eine Zeitlang warten, und da ich kein "Sitzfleisch" habe, bin ich also ein paar mal runter, um "um den Block" zu laufen. Da ist eine kleine Dorfkirche, ein uriger Bäcker, in so einem kleinen "Holz-Hexenhäuschen", und natürlich, wie könnte es in Bayern anders sein, zwei Wirtshäuser. Als ich am zweiten vorbeilatsche, kommt grad ein Mann mittleren Alters raus, ziemlich schwungvoll, und bremste dann kurz vor mir, bevor wir zusammenrempelten. Ein kurzes "Äha" (bayrisches allround-Füllsel, in dem Fall auf hochdeutsch "Entschuldigen Sie bitte, tut mir leid daß ich so trottelig war"), ein Lachen, und wir gingen beide schon weiter. Dann hat er aber noch ein "Sie..." nachgerufen, ich drehte mich nochmal um, fragte zurück "Ja, was gibt´s?" und er daraufhin "Kann es sein daß sie am XX-Berg wohnen?" - "Ja, warum?" - "Ich hab mich da neulich verfahren, bin die Privatstrasse hoch, stand vor dem Hof und habe dann umgedreht, als ich sah daß es nicht weiterging, und ich glaube Sie waren da gerade draußen oder in der Garage, aber ich bin mir sicher, ich habe Sie da gesehen." Ich erinnerte mich dann auch, daß vor einigen Tagen mal - wieder - ein Pkw die Auffahrt zum Hof rauffuhr, hielt, und wendete, ich war grad beim Schneeräumen an der Stallseite. Ich hätte nicht mal mehr gewußt welche Farbe das Auto hatte, geschweige denn habe ich den Fahrer gesehen, und der Typ konnte sich noch an mich erinnern nach Tagen, und irgendwie - jaaa, das freute mich dann doch sehr.

Jedenfalls rief er vor wenigen Minuten an *g* und wir werden wohl nächstes WE mal ein Käffchen (sprich ich: einen Kakao) zusammen trinken ;)....
KatzenschattenIch tu mir mit dem Ansprechem manchmal etwas schwer, so geschieht es manchmal dass ich wortlos nach einem Kinderwagen greife und den dann mit der "Führerin" irgendwo hoch oder runter trage.
Ich mache weniger Worte und greife einfach zu.
Odessa;) Meski, gesprochen "Meschki", ist arabisch für "Der Schwarze"...und Myschkin klingt nun einfach mal so ähnlich. (Dostojewski mag ich sehr, dessen ungeachtet). Und ja, Odessa = Hafen in der Ukraine. Die Lebkuchen heissen, glaub ich, Weissella oder so. (Und schon sind wir zwei im Gespräch *freu*)

Katerchen: das ist natürlich das Beste. Zugreifen, zupacken, helfen. Die Kinderwagen-Tour kenn ich auch. Zig Leute rennen an einem vorbei, während man versucht, einen Kinderwagen die Treppen rauf- oder runterzuwuchten oder aus einem Bus zu befördern. Auf die Idee, mal zuzugreifen, kommen meistens nur andere Frauen (meist auch noch ältere Damen, die sich selbst kaum noch rühren können) oder Mitbürger nicht-deutscher Herkunft, die mit einem freundlichen Lächeln sofort helfen...
Katzenschattenehrlich gesagt, die Idee zum Helfen kommt mit Sicht, aber die Tat doch erst wenn meine S-Bahn abgefahren ist... Ma hat's halt eilig.
Es ist schon erschreckend: Da klatscht ein Mädel vor der Bushaltestelle auf den Asphalt und bleibt liegen. Neben ihr ihre Freundin. Neben der und mir schauen noch 30% der Passanten zu und warten... Noch bleibt sie vielleicht aus Scham liegen; 15% weniger Situationsteilnehmer (Naja, die ensprechenden Busse kamen und es waren andere da). Als Jugendrotkreuzler bin ich hingegamgen, hab die Freunden der da noch stumm Liegendenden in die Augen geschaut und sie antwortete mit ihrem Blick dass ich freie Bahn habe. Die Bewusstlose ansprechen, wie aus dem Lehrbuch: "Miau?" *schüttel* .... "Hey" *zisch* "Hallo?" *liebfrag*
"Jaja geht schon"
Die erleichterte Freundin stellte keine weiteren Verletzungen fest, die Arzthelferin sah das genauso und ging und ein Danke...
Kommunikation der Menschen auf der Strasse...
Ein hessischer Gedanke sagt: Leut anspreche? Wenns sein muss jo.
Aber für uns sind bei manchen Taten Worte nicht wichtig, deshalb verzichten wir gänzlich auf sie. Bei einem Stamm wo die Männer wenn es ihnen nicht gut geht in tiefes Sxchweigen verfallen und gar nichts mehr sagen... nicht mal mit ihren Augen, die sie geschickt von denen des einzig anderen Anwesenden und der Person mit der man dann reden sollte abschirmen.
Abschirmung *grummel* jeder in seiner eigenen Welt und weitestgehend blind für andere Leute. Dies ist kein Nährboden vor ständiges Sprechen auf der Straße.
Vielleicht reicht es in hessischen Gedanken nur zum "Zupacke", aber können wir das meist sehr geschickt.

Katzenschatten aus der Hessischen Landeshauptstadt.


Ich spreche eigentlich nur Menschen an die mir in die Augen sehn; ich will wissen warum. Oder wie obengenannt...

naja... ich geh jetzt in die Küsch zupacke, bei jemanden, den ich nicht auf der Strasse angesprochen habe *schwärm*... oder das Essen wurde beim tippen anderweitig fertig...
Wer nicht handelt zur rechten Zeit wird sehen was dort übrigbleibt... und jemanden ansprechen ist auch eine Tat. Ich hab vielzuviel Schiß... äh:

Ich spreche nur sehr selten Menschen auf der Straße an.


Odessa war einst ein blühende Stadt wegen des kurzen Seewegs zu Türkei. Zum Schwimmen und somit der kommunistischen Herrschaft zu entgehen, hat es wegen der russischen Grenzposten nicht gereicht. Als die Sowiet-Union auseinander ging, verliessen die Odessaner reisend ihr Heim und liessen eine fast geisterhafte Stadt zurück.
Odessa;) Ja, schnell lauf...Vorsicht, Glatteis.. und da ist ne Pfütze... man sieht sich ja wieder, an der einen oder anderen Haltestelle, auf einen neuen Schwatz ;-)

Miau: Odessa war der erste melting-pot, wo u. a. auch Juden und Araber friedlichst zusammenlebten. Odessa gilt als Hauptstadt des "schwarzen Humors". Puschkin erwähnte in "Eugen Onegin" Odessa als Symbol für Freiheit und Ungezwungenheit. Städtepartnerschaft mit Regensburg, meiner bayer. "Zweit-Lieblingsstadt". - Thema Leute ansprechen: mein nick war einige Male der erste "Berührungspunkt" beim "online-Ansprechen", so wie das nicks oftmals sind. Mich interessiert immer, weshalb sich ein Mensch diesen oder jenen nick gewählt hat... es hat meist eine Bedeutung, und darüber kann man Einiges über den Menschen "erfahren" :-)

Zupacke in der Küch: "ei dann mach amal", und lass es Dir schmecken, mit oder ohne Ansprache ;-)
Katzenschattenwar schon zu spät... das kommt davon wenn man einander vorrübergeht und nix sagt.

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