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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Und die Welt dreht sich weiter.....
blutrotes leidheute morgen einen Anruf.
P. ist auf nasser Straße gegen einen Baum gefahren." Schock.
schlage die Zeitung auf und lese, dass nciht unweint von meiner Wohnung ein Baby in der Mülltonne gefunden worden ist. Das kleine Würmchen ist 3 tage alt. die Ärzte kämpfen noch um sein junges Leben.Bodenlose Verzweiflung.
und diese Welt dreht sich einfach weiter.

Kennt ihr vielleicht dieses unmächtige Gefühl? Wenn es scheint, als würde wirklich ncihts mehr passen, alles nur noch ein riesengroßes ungeordnetes Mosaikpuzzle...und keinem scheint es zu interessieren...

und dann überkommt mich dieses Bedürfnis, diese Welt einzuhalten, die Zeit zu stopen.....und in Ruhe diese kleinen Steichen aneinander zu fügen... wenigstesn etwas Ordnung hineinzubringen.
flying phoenixNun ja. Ich will ja jetzt nicht irgendwie grausam erscheinen oder oberflächlich oder herzlos oder..... aber so ist diese welt nun einmal. und daran wird sich nichts ändern. sie wird auch in zukunft so sein. und wer denkt, das ändern zu können, baut sich da ziemlich große illusionen auf. wir sind eben menschen. und wir werden menschen bleiben. ich finde, man sollte nicht immer nur das schlechte an unserem sozialen system sehen.
1. was hat Mr. P davon, wenn wir ihm nachtrauern? wer ihn kennt wird das schon tun. und wer seine verwandten kennt wird sich um diese kümmern. unser mitleid bringt ihm rein gar nichts.
2. muss man auch mal bedenken, wie viel sich bereits geändert hat. denk ans mittelalter. wie sah es dort sozial aus? die hälfte der menschen hatte kein zu hause, kein essen, keine sicherheit, keine rechte..... DAS ist unsozial. aber heutzutage wird dafür gesorgt, dass in deutschland für jeden wenigstens lebenswichtige dinge vorrausgesetzt werden. hier hungert keiner. alle haben eine wohnung. ich seh mir da wirklich nur den vergleich zwischen damals und heute an. alle meckern sie immer rum, wie sch*** das doch hier alles ist, aber erstens haben sie keine idee für eine bessere lösung und zweitens vergessen sie, wie viel sich um die menschen gekümmert wird im gegensatz zu früher.
und wie gesagt. ich finde, wir sind menschen und jeder normale mensch kümmert sich um sich selbst und um seine familie und freunde.
so seh ich das ganze.
blue_darknessoder andersherum.
stell dir vor du hast das glück deines lebens. dann bleibt die erde stehen weil ess soviel leid auf der erde gibt. dein glück bleibt auf der strecke und ich wette das willst du auch nicht. darum sollte die welt neutral bleiben und sich immer weiter drehen, da es immer überall leid und freude zugleich gibt.

wenn du über jede person trauerst würdest du nichts anderes mehr tun können, zudem würde das trauergefühl abstumpfen,da es immer vorhanden ist und dann,wenn du es wirklich brauchst, nur der normale alltag ist.

@ flying...
nicht jeder hat eine wohnung...
aber mit dem rest hast du recht
Achaiahmich hat sowas wie mit dem baby früher immer einfach bloß wütend gemacht.
das mit dem zeit anhalten und alles riochtig zusammensetzen... so in der art habe ich auch mal empfunden.
aber irgendwie denke ich, das es nicht richtig ist, sich davon runterziehen zu lassen. klar, zum teil ist die welt echt sch*****. aber zum teil ist sie auch wirklich gut und schön.
was mir geholfen hat ist ein gesunder zynismus.
dadurc kann man seine verachtung und seine wut zum ausdruck bringen, aber irgendwie fühlt es sich dann nicht so schlimm an.
ok, klingt wirr. kanns aber irgendwie nicht recht erklären.

wenn allerdings ein freund, verwandter oder sonstwie geliebter mensch stirbt...
das ist etwas anderes. dann denke ich auch, "wie kann sich diese welt nur weiterdrehen...?"
aber ich denke das ist ganz normal.


Gruß Achaiah
flying phoenix[quote] [i] Original geschrieben von blue_darkness[/i]
nicht jeder hat eine wohnung...[/quote]
Stimmt. Aber die, die keine haben, haben sich das so ausgesucht. In Deutschland ist zumindest für jeden gesorgt. Selbst mein Politikwissenschafts-Lehrer hat gesagt, dass 99% von den Straßenleutchens freiwillig unter der Brücke leben. Und das stimmt auch. Es is nunmal komisch wenn man auf Bahnhof lang läuft und da hunderte von Obdachlose rumlungern. Dann kommt man aus dem Bahnhof raus und steht direkt vor nem leeren Obdachlosenheim. Die könnten jedezeit da hin gehen. Da stimmt ja wohl was nich.
Aber was erzähl ich das eigentlich? Entweder ihr informiert euch selbst darüber oder ihr bleibt bei eurer alten Ansicht. Soll mich auch nicht stören. :o
Cold Rainblutrotes leid, ich kenne dieses Gefühl.. ich will jetzt nicht darauf eingehen, was meine Vorredner geschrieben haben, sie haben zumindest teilweise recht.
Aber manchmal geschehen Dinge und man denkt, es müsste eigentlich was passieren, das man deutlich sieht. Die Welt müsse kurz innehalten oder es müsse ein Riss durch sie gehen. Doch die Sonne scheint genau wie vllt 5 Minuten vorher, als die Welt noch in Ordnung war. Menschen gehen ihren Geschäften nach, es werden Witze gemacht usw. Und man steht mittendrin und in einem ist nur noch Chaos, weil die Welt in Stücke gesprungen ist. Aber eben nur die innere und ich denke, man wünscht sich dann einfach, dass dieses Chaos nach außen deutlich wird. Weil es so unglaublich unbarmherzig erscheint, dass andere in solchen Situationen Glück oder Freude empfinden.

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