| materialfehler | Morgen! Ich hätt da mal eine Frage an (angehende) Soziologen bzw. Leute die Soziologie als Hauptfach studieren und nicht als Nebenfach/nur so zum Spaß. Oder Leute, die sich durch Freunde damit auskennen. Ich würd sehr gern Soziologie als Hauptfach machen, nur hab ich irgendwie keinen Plan, was ich dann konkret damit machen kann, außer an der Uni arbeiten (wo es ja denk ich nicht ganz so viel Arbeitsplätze gibt, wenn man sich die Zahlen der Studierenden anschaut?) oder in die Meinungsforschung gehen (was mich jetzt auch nicht grad so anhupft). Gibts da vielleicht (speziell in Ö) noch interessante Aufbaustudien o.ä. ? Würde mich sehr über eure Antworten und Erfahrungen freuen! lg, materialfehler |
| Montrose | Ich glaub, Du verwechselst das mit Sozialpädagogik, oder? Ich weiß jetzt auch nicht so genau, aber Soziologen machen doch eher Umfragen. |
| Bunbury | [COLOR=orange]. Meine Frau hat Soziologie "nur so zum Spaß" als Nebenfach studiert, Hauptfach für den Magister war Ethnologie. Der Abschluss war ganz ordentlich, weil es in beiden Fachrichtungen nicht leicht ist was zu finden setzt sie aber bei Bewerbungen den Fokus mal mehr da oder dort. Die Erfahrungswerte: Komischerweise ist man in beiden Richtungen ohne viel Glück oder VitaminB quasi chancenlos eine Anstellung zu finden! Wir hätten ja auch gedacht, daß es zumindest für Soziologen ausreichend Bedarf gibt, vonwegen Meinungsforschung etc. - aber der Markt scheint bei den Absolventenzahlen schlicht völlig übersättigt zu sein. Wenn Du im Arbeitsamt nachfragst können Dir die Statistiken zeigen (paradoxerweise wahrscheinlich unter Mithilfe von Soziologen erstellt): Die Geisteswissenschaften sind ja generell ganz unten, schlüsselt man die weiter auf sind da Soziologen auch nicht gerade vorne. (aber immerhin noch vor den Ethnos und deutscher Geschichte) Geld verdienen wird also schwer - insofern war auch Soziologie als Hauptfach eigentlich für viele mit Abschluss im Nachhinein meist "nur aus Spaß" studiert. Es finden sich gelegentlich projektbezogene Anstellungen, wo die Leute aber tatsächlich entgegen der wagen Hoffnung zum Ende rausfliegen und nicht in andere übernommen werden. Die Frage ist also garnicht sosehr in welchen Bereichen man mit dem Abschluss was machen kann - weil das nur theoretische Einsatzgebiete sind. Du schreibst: "Ich würd sehr gern Soziologie als Hauptfach machen" - hast Du schon mit einem Studium angefangen und willst dich spezialisieren/wechseln, oder stehst Du noch gänzlich vor dem Studium? Es ist zwar eine eine sehr schöne Lebenseinstellung etwas zu studieren was genau den Interessen entspricht und was einem Spaß macht - viele sind nach den 5-6 Jahren aber dann für den Rest des Lebens frustriert, weil das zu Studieren nur die halbe Miete ist und man ja auch darin arbeiten möchte. Ich kenne mittlerweile einige Akademiker / Magister, die nicht nur übergangsweise, sondern seit Jahren bei ALDI an der Kasse sitzen. Meine Empfehlung: Gucke Dir Beschäftigungs/Einstellungsquoten an und suche nach etwas mit etwas besseren Prognosen, daß vielleicht nicht 100%ig, aber immerhin teilweise Deinem Interesse entspricht. Es muß ja nicht gleich bis in die Ingenieurswissenschafen abdriften - wobei man da beim richtigen Studiengang Headhunter am Hals hat statt nach Beschäftigung zu suchen. Soll es doch unbedingt Soziologie sein, dann nim auf jeden Fall Journalistik als Nebenfach dazu. Sowohl die offenen Stellen, als auch die Möglichkeiten freiberuflich was zu machen sehen damit etwas freundlicher aus. MfG Bunbury .[/COLOR] |
| Aza | Wenn du später Geld verdienen willst, musst du ins Ausland gehen, viel Glück oder Vitamin B haben.... Ersteres ist im Bezug auf die Soziologie wohl ratsamer..^^ Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, aber die Gehälter sind für Akademiker einfach unverschämt... Geh lieber in die Wirtschaft =) |
| Bunbury | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i] Geh lieber in die Wirtschaft =)[/QUOTE] [COLOR=orange]Um Himmels Willen - das hast Du zum Glück sicher nur als Scherz gemeint! Nicht, daß er das falsch versteht... Wirtschaftswissenschaftler kennen von allem nur den Preis, aber von nichts den Wert. Dann sogar lieber was Technisches - das bringt zwar mental nicht viel, fördert aber wenigstens nicht noch die geistige Verarmung. MfG Bunbury .[/COLOR] |
| Aza | Nun kann man sich überlegen, welche Art von Wirtschaft ich meine =) Wo kommst du denn her ? Vielleicht solltest du ein Studium im Ausland anstreben ? Da gibts häufig ganz andere Möglichkeiten als bei uns Germanen |
| materialfehler | hui, danke für die prompten und vielen antworten! nein, also ich mache gerade matura und spiele mit dem gedanken, soziologie zu studieren, aber wollte eben wissen, wie dann eigentlich meine chancen stehen... sieht wirklich nicht so rosig aus... das hab ich befürchtet *seufz* naja, das problem ist, dass ich nicht unbedingt begabt bin, was technik oder naturwissenschaften angeht (typisch frau *lol*), pharmazie wäre glaub ich aber noch so halbwegs in ordnung (kenn mich aber nicht aus), aber wirtschaft wäre für mich das letzte ehrlich gesagt. es gibt einfach nichts uninteressanteres für mich. ich interessiere mich sehr für sprachen, aber skandinavistik, was ich fix machen werde, ist nur ein spaßfach nebenbei. ich glaube nicht, dass ich unterrichten möchte, denn ich hab nur lust auf englisch und evtl französisch, und das macht schon jeder. schwedisch kann ich nicht auf lehramt machen. fällt euch denn irgendein studium ein, das auch in richtung soziales geht? ich möchte aber nicht sozialarbeit machen. interesse wär da, aber ich will auf keine fachhochschule. ist sozialpädagogik besser? aber ich glaube, das gibts auch nur auf fh's. ein ganzes studium im ausland wäre vielleicht interessant, aber da müsste ich ohne freund hin, und das würde ich nicht aushalten. er würde nicht mitkommen, das weiß ich. ein auslandssemester mach ich aber schon. nur kann ich da halt auch nix tolleres studieren als in wien... |
| Aza | Pharmazie is Chemie pur.. => langweilig =) Wenn du in der Schweiz Matura machst, kannst du doch Psychologie studieren.... Das ist sozial und hoch interessant! Mein Traum wäre es immer gewesen =) |
| Darket | Die enzigen Soziologen mit Job, die ich kenne sind meine Lehrer in der Ausbildung zum Erzieher. Da ich selbst in der Behindertenbetreuung arbeite, kann ich mit einiger Sicherheit sagen, dass wir im direkten mgang mit Menschen keinen einzigen Soziologen haben. Ausschließlich Psychologen, ädagogen, Sozialpädagogen und Erzieher (also Soz.Päd. light). |
| materialfehler | nönö, ich mach in österreich matura. und psychologie ist leider dermaßen überlaufen... da gibts sogar einen numerus clausus wie bei euch... ich hätte zwar sehr gute noten, aber die überfüllten hörsäle glaub ich sind mir zu viel *seufz* stimmt... pharmazie ist wirklich chemie... vielleicht sollt ich mal nachdenken, bevor ich was schreib? *g* chemie war mir immer schon ein gräuel ach, ich glaub, ich bin grad ein hoffnungsloser fall, was mein studium angeht. ich glaube ich werd euch nicht länger belästigen, erst mal die achte klasse abschließen und dann den ganzen sommer lang drüber nachdenken ;-) sollte doch jemand äußerst geduldig sein mit mir bin ich für (ausgefallene) ideen und vorschläge (im sozialen, sprachlichen, meinetwegen auch wissenschaftlichen bereich) sehr offen! einfach nur die bezeichnungen von studienrichtungen, aufbaustudien usw posten wenn jemandem spontan etwas einfällt, ohne viel erklärung ;) vielen dank für eure hilfe! |
| materialfehler | hmm... aber sozialpädagogik würd mich auch anhupfen, irgendwie... naja, ich werd mir mal eure netten vorschläge durchlesen, vielleicht ist ja was dabei, was ich noch nie gehört hab? denn das vorlesungsverzeichnis 2000/2001 von der wiener hauptuni kenn ich schon in- und auswendig, war aber nicht unbedingt aufschlussreich. hmm... sollte ich ein neues thema aufmachen? denn nun driftet die fragestellung [I]etwas[/I] ab *g* lg |
| Bunbury | [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]aber wirtschaft wäre für mich das letzte ehrlich gesagt. es gibt einfach nichts uninteressanteres für mich.[/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Sehr sympathische Einstellung![/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]aber ich will auf keine fachhochschule.[/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Warum das denn nicht? Ich habe auf einer (technischen) Fachhochschule studiert und weiß nur Bestes zu berichten. Die Jobchancen (liegt aber evtl. auch speziell am Studiengang Mikrosystemtechnik) sehen glänzend aus, weil die Wirtschaft die Qualität und den Praxisbezug von FHs und die etwas günstigeren Gehaltsvorstellungen von FH-Absolventen offensichtlich zu schätzen weiß. Bei Geistes- oder Sozialwissenschaften, was Du anstrebst, kann das aber wohl was anderes sein - ich glaube in Deutschland gibts sowas auf FHs generell nicht.[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]ist sozialpädagogik besser?[/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Als ich kenne 4 Sozialpädagogen von denen Keine einzige arbeitslos ist (liegt wohl an unserer Gesellschaft). Aussuchen konnten sich die ihre Jobs zwar auch nicht unbedingt, aber immerhin haben sie was und es ist besser direkt nach dem Studium lieber irgendeine Stelle erstmal anzunehmen um Praxiserfahrung in den Lebenslauf zu kriegen. Aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus bewirbt es sich sehr viel komfortabler. Ich habe im Zivildienst Ex-Drogenabhängige, trockene Alkoholiker und geistig gestörte Jugendliche betreut - jedermanns Sache ist das wohl nicht, wenn einen sowas aber schonmal prinzipiell interessiert kann es richtig interessant und erfüllend sein. Selbst ich habe trotz 2er technischer Berufe als Vorbildung darüber nachgedacht völlig das Feld zu wechseln und etwas in der Richtung zu studieren, weil die Arbeit nie langweilig und der ständige Kontakt mit Menschen sehr angenehm war. Letztlich ausschlaggebend war meine Faulheit - aufgrund Berufserfahrung hatte ich gehofft streßfrei und schnellstmöglich ein technisches Studium auf einer Backe abzusitzen - und so ist es letztlich auch gekommen. Sozialpädagogik bedeutet Lern- und Arbeitsaufwand und später im Job oft Schichtbetrieb und Überstunden - dafür ist nicht jeder geeignet. Wenn Dich Technik nicht interessiert und Du auch nicht unbedingt auf Lehramt studieren willst denke ruhig außerdem mal über Journalistik oder Design nach - falls da eine Schnittmenge mit Deinen Interessen/Begabungen besteht. Es zahlt sich schon im Studium als auch später im Job aus etwas zu machen, was vielleicht nicht 100%ig dem Wunsch entspricht, man es aber quasi mit links erledigt. Wie gesagt: selbst wenn ein Studium exakt den Interessen entspricht bedeutet das nicht, daß man das später auch im Job wiederfindet, sofern man überhaupt etwas findet und nicht gezwungen ist als Billiglöhner zu jobben. Hast Du schon irgendwelche Praktika gemacht? Oft klären sich damit unrealistische Vorstellungen eines Berufsfeldes auf. MfG Bunbury .[/COLOR] |
| Aza | Ein Studium an einer FH ist keinesfalls schlecht.... Wie Bunbury bereits schrieb setzen viele Konzerne auf FH-Absolventen, da sie im Betrieb wesentlich mehr taugen, als Uni-Absolventen. Dies liegt u.A. auch an den Praktika die du während deiner FH-Zeit absolvierst... Außerdem sind die Klassen wesentlich kleiner, als die der gigantischen Uni-hörsäle... |
| materialfehler | das ist mir schon klar, dass eine fh wesentlich besser ist. nur: die anmeldefrist ist längst vorbei, und im herbst will ich zu studieren beginnen und nciht noch ewig warten und beim hofer (aldi) arbeiten... das zweite prob ist, dass ich dringend skandinavistik machen will, weil ich schwedisch und isländisch lernen möchte. damit kann ich halt nichts machen, weils in wien weder mit lehramt noch mit dolmetsch kombinierbar ist. ich könnte evtl. richtung diplomatie was machen, aber ich weiß gar nicht, was man da macht *g*, ich bild mir nur ein, man muss gut französisch können (ähmm... ja, DAS wahrscheinlich auch ;) ), ich hatt zwar f 5 jahre in der schule, aber ob das reicht? ich kann auf keiner fh ein doppelstudium machen oder auf der fh irgendwas und dann skandinavistik auf der uni. und ob schwedisch angeboten wird, hängt erstens von der fh ab und zweitens von der anzahl der interessenten (eh klar). außerdem gibt es auf keiner fh in ö richtungen, die mich wirklcih interessieren. management, informatik, medien design, biotechnologie, anderes technisches,... sowas gibts. sonst noch sozialarbeit, aber das meist nur berufsbegleitend. ich muss überall schon werke herzeigen können oder (teilweise direkt enormes) vorwissen besitzen, und das habe ich nicht. ich bin nur musikalisch und kann (den deutschschularbeitsnoten nach) schreiben. für design bin ich denk ich nicht so geeignet, ich hab auch in der oberstufe musik und nicht kunst gewählt. die aufnahmsprüfungen sind sehr streng und pro fach werden oft nur 50 bis 100 genommen, von 500 oder auch 1000 bewerbern... da muss man wirklich extrem gut sein. in seiner freizeit schon pc-spiele entworfen haben oder (bei sozialarbeit) schon mindestens 3 jahre berufserfahrung in einem sozialberuf haben. ich hab mal ein halbes jahr ehrenamtlich in der behindertenbetreuung gearbeitet, bis alle unter 18 "rausgeschmissen" wurden, und das wars... mir hat ein fh-absolvent erzählt, dass es schon länger nicht mehr so ist, dass wirklich lieber fh-abgänger genommen werden, weil die unis aufholen. außerdem gibts ja nur ein paar sachen auf einer fh, die mich eigentlich nicht interessieren. ujeh... journalismus kann ich mir auch aus dem kopf schlagen. das ist vollkommen überfüllt bei uns... das tu ich mir nicht an. das ist das typische studium von leuten, die nicht wissen, was sie tun wollen. journalismus und germanistik (nicht auf lehramt). ;) die wenigsten halten zwar wirklich bis zum ende durch, aber die hörsäle sind trotzdem voll *tiefseufz* das ist alles sauschwer... meine schwester hat gemeint, rein theoretisch wäre für mich lebensmittel- und biotechnologie perfekt. weil ich dann den lieben langen tag im labor hock und herumpantsch, nicht mit zuvielen menschen reden muss und nicht braun werd *g*. wenn mir chemie und technik liegen würd... |
| Bunbury | [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]das zweite prob ist, dass ich dringend skandinavistik machen will, weil ich schwedisch und isländisch lernen möchte. [/B][/QUOTE][COLOR=orange]Schwedisch mag gerade noch gehen, aber Isländisch? Interessant ist das sicher, wenn man mal in Urlaub fährt oder die Edda im Original lesen will, aber langt das nicht, wenn man sowas einfach zusätzlich als Kurs belegt? Ich kann mir nicht vorstellen, daß das überlaufen ist und man da nicht auch aus fremden Studiengängen die Vorlesungen belegen kann. Meine Frau spricht Maori, Samoanisch, Tonganisch und andere polynesische Dialekte - solange sich die Franzosen oder Amis da unten keine neue Atomtestinsel einrichten gibt es für derart sprachbewanderte keinen Bedarf. Wir warten jetzt bis die ersten Inseln dank Klimaerwärmung und Polkappenschmelze im Meer versinken - dann ist meine Frau sicher am Markt der Renner![/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]ich könnte evtl. richtung diplomatie was machen, aber ich weiß gar nicht, was man da macht [/B][/QUOTE][COLOR=orange]Naja, das ist Fachgebiet für Ethnologen und Soziologen. Dazu hatte ich ja schon was geschrieben... :( [/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]meine schwester hat gemeint, rein theoretisch wäre für mich lebensmittel- und biotechnologie perfekt.[/B][/QUOTE][COLOR=orange]Hör bloß auf - ich habe dienstlich und privat mit solchen Leuten reichlich zu tun. Wenn man da nicht promoviert ist bleibt man unterbezahlte Arbeitsdrohne als Laborassi auf Lebenszeit. Ich kenne keinen anderen Fachbereich in dem ein Diplom so selbstverständlich ist, daß es kaum noch jemand (finanziell) zu würdigen weiß. Wer das anfängt sollte mMn die Dissertation von vorn herrein mit einplanen und mit gut 10 Jahren Ausbildung rechnen. Du bist aber wirklich ein schwieriger Fall! :rolleyes: Mal sehen ob mir nicht noch was einfällt... Wie siehts mit Medizin/Tiermedizin oder Jura aus? MfG Bunbury[/COLOR] |
| Darket | [QUOTE]Wie Bunbury bereits schrieb setzen viele Konzerne auf FH-Absolventen, da sie im Betrieb wesentlich mehr taugen, als Uni-Absolventen. Dies liegt u.A. auch an den Praktika die du während deiner FH-Zeit absolvierst...[/QUOTE] Und wesentlich mehr noch daran, dass FH-absolventen in Deutschland weniger gut bezahlt werden müssen, ist jedenfalls bei den Soz. Päds so.... :rolleyes: |
| materialfehler | nicht falsch verstehen: ich will schwedisch und isländisch aus reinster leidenschaft studieren. wenn ich sie beruflich brauchen könnte, wärs i.o., aber ich will eigentlich nichts machen mit denen. ich will skandinavistik nur persölich studieren. aber es ist mir wichtig genug, dass ich keine fh mach. naja, schwedisch ist meine hauptliebe. ein tick. eine obsession. im 2. studienabschnitt muss ich eine zweite sprache dazunehmen. und das wird wahrscheinlich isländisch. nein, es langt leider nicht, wenn ichs als "kurs" beleg. auf der volkshochschule zahl ich mich blöd, und auf der uni muss ich für schwedisch inskribiert sein, da hab ich mich schon informiert. so kurse werden nicht angeboten. gibts das bei euch in deutschland schon? dass man einfach so kurse auf der uni besuchen kann? ich wüsste nicht, wo ich sonst schwedisch lernen könnte. meine eltern würdens mir nicht zahlen, außer ich studiers. aber lassen wir skandinavistik einfach außer acht. meine schwester ist bei einer pharmaziefirma gleich nach einem jahr laborleiterin geworden. aber vielleicht auch nur eine ausnahme. ihr vorschlag war eigentlich nur spaß *g* sie wollt mich kellerassel n bisschen aufziehen und ja, sie war mit 28 mit lebensmittel und biotechnologie fertig. nach 10 jahren. kein doppelstudium. *g* aber sie hat sichs eingebildet. sie pantscht so gern. und bakterien sind ihre freunde. :D medizin schaut schlecht aus: erstens hab ich angst vor spritzen, zweitens grausts mich vor so mancher krankheit (masern oder so), drittens wär ich für die pathologie zu zart besaitet (jaja). viertens: in ö muss man aufnahmetests machen für medizin (jegliche kategorie), und die warn im märz. *g* ich glaub, ich bin wirklich dein schwerster fall... falls du die geduld verlierst: du darfst aufgeben, ich erlaubs dir :D |
| Fuck up Evil | Nimm einen Stein und schmeisse ihn in Die Fussgängerzone Deiner Stadt. 50 % dass Du einen BWL/VWL Studenten triffst 20 % dass Du einen Soziologie-Studenten triffst 20 % dass Du einen Hartz IV Empfänger triffst 10 % für alle anderen Berufsgruppen ;) |
| Timberwolf | Ich studiere auch Sozi als Hauptfach an einer Uni, mit Jura als Nebenfach... verzeih, wenn mir die Muße fehlt, die bereits geposteten Ratschläge - die teilweise in augenunfreundlichem Grellgelb daher kommen - durchzulesen. ;-P Deine Frage bezieht sich ja spezifisch auf die Berufsperspektiven, im Sinne von den Berufsfeldern, die später für einen Soziologen zum Gelderwerb in Frage kommen... dazu gibt es im Wesentlichen zweierlei festzustellen: [b]1.[/b] Als Soziologe gibt es grundsätzliche sehr viele verschiedene Berufsbereiche, die für eine Anstellung in Frage kommen. Ich schreibe dir mal die Auflistung des ehemaligen Praktika-Pools unseres Fachbereichs auf: - Markt- und Meinungsforschung - Parteien, Verbände, Verwaltung - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Kulturmanagement - Werbung - Medien - Consulting - Stadt- und Regionalplanungsbüros - Soziale Dienste - Entwicklungshilfeorganisationen - Personal- und Organisationsentwicklung - Public Relation Diese Vielfalt stimmt hoffnungsvoll und eröffnet dir eine große Freiheit - doch es gibt natürlich auch einen Haken an der ganzen Vielfalt... und damit kämen wir zum zweiten Punkt: [b]2.[/b] Für fast jeden der oben genannten Bereiche gibt es Absolventen anderer Studiengänge, die von "der" Wirtschaft eher angenommen werden, da ihr Studium sie - vermeintlich - eher dazu qualifiziert... zum Beispiel wirst du im Marketing/PR-Bereich (für den ich selbst mich sehr interessiere) immer mit BWL-Leuten konkurrieren. Oder beispielsweise wirst du im Personalbereich immer mit Psychologen in Konkurrenz stehen. Und so weiter... kurz: als Soziologe lernt man von vielen Dingen etwas, aber nichts so richtig. ;-) Wie du selbst schon geschrieben hast, ist der einzig privatwirtschaftliche Arbeitsbereich, in dem Soziologen wirklich "die" typischen Fachleute darstellen, die Markt- und Meinungsforschung... leider gibt es in diesem Bereich nicht so viele Stellen wie es Soziologen gibt. Aber die meisten Sozis, die ich kenne, wollen da auch gar nicht hin - mich eingeschlossen... Insofern bleibt dir nur eins: Engagement. Soziologie mag als Studiengang nicht schwieriger sein als andere, aber um an einer beruflichen Zukunft zu arbeiten, muss man sich als Soziologe mindestens so viel Mühe geben wie andere - wenn nicht sogar noch mehr, aus den oben beschriebenen Gründen. |
| Bunbury | [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]..muss ich für schwedisch inskribiert sein, da hab ich mich schon informiert. so kurse werden nicht angeboten. gibts das bei euch in deutschland schon? dass man einfach so kurse auf der uni besuchen kann?[/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Naja - ich hab' ja wie geschrieben an einer FH studiert und da ging das problemlos - allerdings war das Angebot knapp - halt nur Sachen, die man als Ingenieur evtl. nochmal verwenden kann und das ist außerdem stark hochschulabhängig. Ich hab' mich zeitweise für Griechisch eingeschrieben, aber nichtmal das erste Semester voll gemacht, weil ein anderes Labor im selben Semester zu arbeitsaufwendig wurde. Meine Frau konnte an Ihrer Uni alles belegen wo noch Platz war - deshalb auch die vielen, merkwürdigen Sprachen. Aber die ist ja wie geschrieben auch Ethnologin und war an einem entsprechenden Fachbereich.[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]mit 28 mit lebensmittel und biotechnologie fertig. nach 10 jahren. kein doppelstudium. *g* aber sie hat sichs eingebildet. sie pantscht so gern. und bakterien sind ihre freunde. [/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Das sind mittlerweile auch meine Freunde - nur mehr unfreiwillig, wenn man Nachmittage lang mit der Nase im Brutschrank verbringt weil ein Sensor nicht so will wie er soll. Nach 10 Jahren.... da hätte sie mal zackig machen und Promovieren sollen. Naja - wenn sie's trotzdem geschafft hat... In den Pharmafirmen in denen ich zu tun habe kann man jeden, der keine Pipette in der Hand hält oder nicht wie ein Bienchen damit beschäftigt ist Reagenzgläser zu sortieren fast pauschal mit Dr. ansprechen. Ein Kickerpartner, der promoviert ist, bestätigt mir für sein Labor ähnliches. Vielleicht ist das alles in Ösiland aber etwas anders...[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von materialfehler [/i] [B]falls du die geduld verlierst: du darfst aufgeben, ich erlaubs dir [/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Bin kurz davor - keine Panik.[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von Fuck up Evil[/i] [B]Nimm einen Stein und schmeisse ihn in Die Fussgängerzone Deiner Stadt.[/B][/QUOTE] [COLOR=orange]Du machst mal sinnvolle Vorschläge. Mit Deiner Statistik hast Du aber wahrscheinlich Recht, mußt nur von vorn herein 50% abziehen, weil Du die Rentner vergessen hast.[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von Timberwolf [/i] [B]die teilweise in augenunfreundlichem Grellgelb daher kommen [/B][/QUOTE] [COLOR=yellow]Das ist Grellgelb.[/COLOR] [COLOR=orange]Im Übrigen hast Du aber Recht - der Studiengang selbst ist nicht verkehrt, aber eben die Konkurenz zu spezialisierten Studiengängen + die erhebliche Absolventenzahl der Soziologen selbst ist schon derbe Konkurrenz. Meine Erfahrung ist, daß ein ordentliches Ego und Menschenkenntnis um sich selbst zu verkaufen sehr viel hilfreicher ist als eine Note besser beim Abschluss. Wer das hat kommt mit fast jedem Abschluss irgendwo rein. Das gilt aber überall und auch in den Ingenieurswissenschaften ist das ein elemetares Kriterium. Wenngleich aus meinem Abschlusssemester auch die aller Untalentiertesten noch irgendwas gefunden haben - aber den Job ausuchen ging auch da nicht mehr, sondern nehmen was kommt. MfG Bunbury .[/COLOR] |