| sigma-enigma | hallöchen da draußen! dieses thema gibt und gab es bestimmt schon ziemlich oft, aber egal. ich bin nächstes jahr mit der schule fertig, habe dann die mittlere reife. leider weiß ich noch nicht wirklich, was ich dann tun soll. mein vater ist steuerfachangestellter und meint, ich solle diesen beruf lernen, da er zukunft hat und man sich weiterbilden kann. aber in einem büro? ich weiß nicht... wer arbeitet von euch in einem büro und kann mir postives sowie negatives berichten? irgendwie denke ich, ich sollte was mit menschen machen. etwas soziales. aber als arzthelferin verdient man (anscheinend) total wenig und kann kaum davon leben. was macht ihr denn so beruflich? und, könnt ihr eure piercings drin lassen? ich hoffe auf zahlreiche antworten... danke und noch nen schönen tag ps: irgendwie habe ich zudem das gefühl, dass gothics, die im büro arbeiten, in der szene nicht mehr so akzeptiert werden. stimmt das? |
| Mortiferus | Also... ich würde Dir raten Dich unbedingt weiterzubilden. Ich meine damit, dass Du zusehen solltest Abitur zu machen, denn mit mittlerer Reife erreichst Du heutzutage kaum noch was. Du könntest natürlich erstmal eine Lehre machen und danach das Abi an einer BOS (Berufsoberschule) nachholen. Das macht auch mal Eindruck, da Du ja schon berufliche Erfahrung gesammelt hast. Dann geht der Trend auch in die Richtung, dass in Zukunft jeder mehrere Jobs machen wird, also wahrscheinlich nicht mehr das was er einmal gelernt hat, sondern auch mal völlig was anderes. Deshalb solltest Du so viel wie möglich nebenbei und drumherum lernen und mitnehmen. Das ist dann ein wirklicher Pluspunkt. Und bitte fang nicht an nach einem Job zu suchen, bei dem Du Deine Piercings drin lassen darfst!! Die Einstellung dazu wirst Du irgendwann schon selbst ablegen und das sollte eigentlich kein Kriterium darstellen. Alles in allem: Versuche Dich so viel wie möglich aus- und weiterzubilden. Und vorallem such Dir einen Lehrberuf auf dem Du später mal aufbauen kannst!! Z.B.: Hotelfach, BWL, Wirtschaft, Marketing... Hoffe ich konnte Dir etwas helfen ;) |
| fragment | [QUOTE][i]Original geschrieben von sigma-enigma [/i] [B] ps: irgendwie habe ich zudem das gefühl, dass gothics, die im büro arbeiten, in der szene nicht mehr so akzeptiert werden. stimmt das? [/B][/QUOTE] Oh ja...das ist das wichtigste! Und die Piercings nicht zu vergessen... Was du lernen sollst wird dir niemand sagen können und in einem Büro hab ich bis jetzt nur Aushilfsweise gearbeitet. Meine bescheidene Erfahrung: Wenn du dich mit uninteressanten Arbeiten abfinden kannst ist Büroarbeit nicht das schlechteste. Du hast es warm bzw. kühl (je Wunsch und Jahreszeit)...eher wenig körperlichen Stress und der Weg zum nächsten Käffchen ist auch nicht weit. Dafür locken halt so aufregende Tätigkeiten, wie Daten einpflegen, Berechnungen durchführen oder Bestandsaufnahmen. Das ist zwar je nach Berufszweig immer etwas anders...aber eher nichts, was ein Leben ausfüllt. Mach nicht den Fehler und häng deine Berufswahl an Unwichtigkeiten wie Szeneakzeptanz. Das juckt ersten eh keinen und zweitens wirst du das irgendwann anders sehen. |
| Themisto | Im Prinzip wurde shcon alles wesentliche gesagt. Trotzdem und für michw ichtig: Such dir einen Job, der dir gefällt und wo du dir auch noch später vorstellen kannst drin zu arbeiten. --> Und such ihn dir nicht nach 'Kann ich die Piercings drinlassen' und 'Ansehen' aus! Denn selbst wenn du nicht darfst, gibt es immernoch Feierabend und du darfst wieder rum laufen wie du willst. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Ich arbeite auch im Büro, habe keinen langweiligen Job und Stress im Sinne von Termindruck gibt's en masse, so daß kaum Zeit bleibt, sich bei Käffchen und Kollegengeschwätz aufzuhalten. Nebenbei bin ich ab und zu für meine Firma im Ausland unterwegs und habe dort noch mehr Stress - auch körperlich. Es sei denn, Du betrachtest es nicht als Stress, im Bedarfsfall einen Monat lang 18-20 Stunden täglich zu arbeiten - ohne freie Tage zwischendurch, was natürlich inoffiziell ist, da die lieben Gewerkschaften ansonsten meine Arbeitszeiten vehement angreifen würden. Aber entweder schafft man den Job und schuftet dabei wie ein Ackergaul und ist am Ende stolz auf das geleistete oder man schafft es nicht und kann sich bald von den Auslandsjobs verabschieden. [/QUOTE] Mit der Arbeit ist`s so auf Erden: Sie kann leicht zum Laster werden. Du siehst nicht die Blumen, die da duften, Du kannst nur arbeiten und schuften. So gehn sie hin, die schönen Jahre, und plötzlich liegst Du auf der Bahre. Hinter Dir, da grinst der Tod: Kaputt geschafft, DU IDIOT! :D |
| Darket | Nein, Bürojob ist nicht gleich Bürojob. Ich arbeite im sozialpädagogischen Bereich (allerdings nur geringfügig beschäftigt) und entgegen landläufiger Ansichten hierzu besteht dieser Job nicht nur aus gequatsche mit Jugendlichen/Behinderten/Kindern/etc. sondern zum größten Teil wirklich aus purer Verwaltungsarbeit. Ich schlag mich im betreuten Wohnen tagtäglich mit Angehörigen, gesetzlichen Betreuern, Bezirksämtern, der Agentur für Arbeit, Hausverwaltungen, Wohnungsbaugenossenschaften, der Firma für die Kopiererwartung und noch manch anderem rum. Darüber hinaus quäle ich mich durch Aktenberge, dokumentiere, wenn mal wieder jemand auskreist, mache Fallbesprechungen usw. Achso, wirklich pädagogisch arbeite ich auch noch *gg* Gut, das klingt jetzt schlimmer als es ist, ich arbeite nur 10 Stunden die Woche, es verdeutlicht aber, dass Büroarbeit auch direkt am Menschen geschehen kann, ich mache diesen Verwaltungskram ja nicht zum Spaß. Und zum Thema Szeneakzeptanz im Büro: Ich habe mir beim Vorstellungsgespräch meine damals noch langen Haare zurückgebunden und auf die Boots verzichtet, das war aber auch alles. Der soziale Sektor ist da generell wesnetlich liberaler, es ist nicht völlig egal wie man aussieht, aber Vorgesetzte sind bereit über einiges hinwegzusehen. Ist jedenfalls meine Erfahrung. |
| Black Sun Soule | Würde dir raten erst mal dein Abi zu machen, mit einem Realschulabschluss kriegst du heute sowieso fast nichts mehr. Außerdem bleiben dir so noch ein par Jahre in denen du dir Gedanken machen kannst was du für einen Beruf ergreifen willst, es bringt einfach nichts wenn du jetzt irgend einen Job annimmst weil dir irgendjemand sagt du brauchst dieses und jenes, wenn du mit in diesen Job nicht glücklich wirst. Hab das selber die letzten Jahre durch. |
| rainraven | [quote]Was bringen mir die schönsten Jahre, wenn ich mir nichts leisten kann und von der Hand in den Mund leben muß? (Überspitzt betrachtet natürlich.) [/quote] Aber was nützt mir das ganze Geld, wenn ich vor lauter Job keine Zeit mehr habe, es auszugeben? :rolleyes: Doch wie gesagt, jeder hat andere Ziele, für mich wäre ein reiner Bürojob tatsächlich auch nichts (und ich hab mal in einem gearbeitet und hatte Selbstmordgedanken, weil er so scheiße war, im anderen bin ich abgestumpft) , ich eigne mich eher fürs Labor. Aber das soll nicht der Inhalt dieses Threads sein. Nachdem ich auch Schule, Gymnasium und Studium hauptsächlich nach Planung meiner Eltern ("Du hast gute Noten, also gehst Du aufs Gymnasium, aus Dir soll später doch was werden, das Studium öfnet Dir Tür und Tor", so dachte man damals noch) absolviert und mir vorher keine großen Gedanken gemacht hatte (die kamen erst hinterher "Hätte ich damals vieleicht besser...machen sollen?"), denn mit 19 sah ich ich mich noch viel zu jung, um schon zu arbeiten (und ich muß sagen, eine gewisse "Reife" verspüre ich erst jetzt mit 30+ , nachdem ich schon in zwei Jobs und drei oder vier Nebenjobs gearbeitet habe), kann ich das Ganze nun in der Retrospektive betrachten. Und ich sage, ich hätte vielleicht besser eine Fachhochschule mit Bravour besuchen sollen als ein mittelmäßiges, unbrauchbares Studium abzuleisten, wo ich jetzt für meine Art von Beruf einerseits "überqualifiziert" bin, nicht, weil ich so toll wäre, sondern einfach, weil ich Akademiker bin, den Institute wegen bestimmten Gehaltsvorschriften nicht einstellen dürfen, andererseits ein "Fachidiot" bin mit Wissen, das im Beruf nicht praktisch anwendbar ist... Meine Tips an Dich, sigma-enigma: Obwohl ich nicht allzu große Stücke auf derartige Institutionen halte, geh zu einem Berufsinfozentrum (das gibt es in der Regel bei den Arbeitsagenturen) oder zu einem Berufsberater und überleg Dir vorher: -was liegt Dir -was kannst Du gut -wo waren Deine Noten gut -was machst Du gerne -was lobt man an Dir, worauf bist Du stolz oder talentiert -was könntest Du Dir vorstellen, auch über längere Zeit zu machen, vielleicht auch unter fremden Vorgaben und (Zeit)Druck - und womit davon kann man sicher Geld verdienen Wenn dann z.B. rauskommt "ich lese gerne, schlafe gerne lang, rede viel, berate gerne und surfe gerne im Internet" (...was so etwa meine Stärken wären) , dann solltest Du vielleicht den Nachtdienst bei einer Telefonauskunft übernehmen...:D *ja, war jetzt so halb ironisch gemeint* Nein, man muß sich schon im Klaren sein, einerseits sollte man zumindest etwas talentiert oder geübt auf dem Gebiet sein, es sollte einen schon interessieren, damit man auch dabei bleibt. Etwas, was man nicht mag, wird man kaum erfolgreich und über Dauer ausüben können. Aber es sollte eben auch realistisch sein, also man sollte eine Jobchance haben und damit auch Geld verdienen können, nicht nur reinen Idealismus (etwa "Menschen/Tieren zu helfen"...), dabei sehen. Wieviel Geld man in Deiner Stadt zum Leben benötigt, wirst Du wohl besser wissen als ich. In München z.B. kommt man mit 1000 Euro netto nicht weit, selbst, wenn man (wie ich früher) eine günstige Wohnung und nicht viele Ansprüche hat. Hast Du gute Noten und mußt noch nicht bald selbst Geld verdienen, weil Du zuhause wohnen kannst, kannst Du Dir überlegen, ob Du das Abi machen willst, dann studieren willst oder eine Fachhochschule besuchen willst. Wenn es in einer Fachrichtung ist, die Dich interessiert, und wenn abzusehen ist, daß Du damit später wahrscheinlich einen Beruf bekommst (also nicht so wie bei uns anno 1995, wo jeder Zweite Ökologe werden wollte und heute kaum noch einer gebraucht wird...), dann mach das. Dann hast Du einerseits noch etwas Zeit, Dich aufs Berufsleben vorzubereiten (und Du kannst bestimmt erst mal Haarschnitt, Klamotten und Piercings weiterhin behalten) und qualifizierst Dich in dieser Richtung vielleicht für einen besser bezahlten Beruf. Ich kann Dir leider nicht raten, WAS speziell Du machen sollst. ich hab z.B. ein einem sozialwissenschaftlichen Gymnasium Abi mit Kunst/Englisch-LK gemacht, wollte Grafik-Design studieren, was man mir mir verleidete, kam dann zur Biologie, weil mich das interessierte, hab das studiert, vorher im Büro und in einer Drogerie nur wegen des Geldes gejobbt. Hab mein Diplom gemacht, damit erst mal keine Arbeit gefunden, dann drei jahre an einem Institut medizinische Forschung betrieben, dann wieder jahrelang nach Arbeit gesucht, dabei gezwungenermaßen kurz in einem Büro Assistenz gemacht und dann hatte ich endlich eine Art Traumjob in einem Entwicklungslabor, der sich nun auch wieder zerschlagen hat. Und vielleicht hab ich auch bald wieder einen anderen, aber ich weiß jetzt schon, daß er nicht mehr so angenehm und lässig sein wird und mich mehr fordern wird...:( Wenigstens kann ich in der Bio-Laborbranche bleiben und Tätigkeiten ausüben, die mir einigermaßen Spaß machen. Denn aus meinem Wunschtraum, Tiere zu beobachten, zu versorgen, sie aufzuziehen und mit ihnen zu spielen, kann ich leider keinen geldbringenden Beruf machen... Und meine Erfahrungen: Erstens wirst Du vermutlich Deinen Geschmack und Deine Ansichten noch ändern, was Kleidung, Schmuck, Ansehen oder Image betrifft, wenn Du älter bist und zumindest auf soziologischem, naturwissenschaftlichem oder anderem Gebiet und in einem Beruf ohne Führungsposition und Kundenkontakt ist es meist gar kein so großes Hindernis, Tattoos, Piercings, lässige Kleidung oder schrille Haare zu haben. Hauptsache, man sieht nicht zu verwahrlost oder extrem aus und Hauptsache, man beherrscht sein Handwerk bzw. seinen Beruf. Denn ich arbeite ja letztendlich auch nicht mit meiner Haarfarbe oder meinen Ohrringen, sondern mit meinen beiden Händen und dem, was ich im Kopf habe. In Berufen, wo es jedoch darauf ankommt, etwas zu repräsentieren oder Kunden nicht zu vergraulen, kann es durchaus angebracht sein, daß ein "gepflegtes, elgantes Äußeres vorausgesetzt" wird. Aber wenn man sich auf sowas einläßt, macht es einem auch meist nichts aus oder sogar Spaß, sich auch so zu geben, wie es dem Beruf entspricht. :) Ich hoffe, Dir geholfen zu haben und wünsche Dir viel Glück! [quote]irgendwie habe ich zudem das gefühl, dass gothics, die im büro arbeiten, in der szene nicht mehr so akzeptiert werden. stimmt das[/quote] wo hast Du denn das her? Unsinn! Hab ich noch nie gehört. Ist ein Gothic dann auch "weniger Gothic", weil er bei der Müllabfuhr ist, in der Gastronomie kocht, Rechner administriert, eine Krawatte an hat oder -wie ich- gar einen weißen Laborkittel ? ;) |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i] [B]Moderativer Hinweis: Mondsilbertaufe, würde ich Dein posting wörtlich nehmen, würde ich Dich dafür sperren. [/B][/QUOTE] :D Ich dachte, als Schreibtischtäter kennt man die besten Bürosprüche. Diesen habe ich in einem Amt (!) über dem Kopierer gelesen. Dort der blanke Hohn, aber hier ist er mir wieder eingefallen. :rolleyes: Du darfst mich natürlich sperren, wenn dir das ein Bedürfnis ist... Oder du "google"st und machst deinen Arbeitskollegen mal eine kleine Freude. Das hebt die Stimmung im Büro und man glänzt nicht nur in der Rolle des Oberstrebchens. [QUOTE]Was bringen mir die schönsten Jahre, wenn ich mir nichts leisten kann und von der Hand in den Mund leben muß?[/QUOTE] Und was bringt die Kohle, wenn man die besten Jahre verschenkt hat? Es hört ja nicht auf, wenn man ganz oben auf dem Treppchen steht. Dann geht die Schufterei weiter. Mir hat mal ein Chef gesagt: "Sie müssen sich entscheiden. Karriere oder Familie. Beides geht nicht. Wenn Sie eine Familie gründen wollen, dann suchen sie sich was "Kleines" aus." Das stimmt insofern, dass man mit Familie einfach keine Böcke hat von 8 bis 8 in der Firma zu buckeln, sondern der wichtigste Grund, warum man arbeitet zu Hause wartet. Es gibt Karrieristen, die noch nicht einmal Kraft für eine Freundin haben. Einem Bekannten bricht eine Beziehung nach der anderen weg, weil er keine Zeit und keinen Nerv hat. Das ist wirklich doof, denn mittlerweile ist er Mitte 30 und sehnt sich nach Nachwuchs. Wenn die Mühle einmal in Gang gekommen ist... Aber einen schicken Sportflitzer hat er und er ist regelmäßig in China und Indien unterwegs. Ist ja auch was. [QUOTE]Denn aus meinem Wunschtraum, Tiere zu beobachten, zu versorgen, sie aufzuziehen und mit ihnen zu spielen, kann ich leider keinen geldbringenden Beruf machen...[/QUOTE] Tierpfleger stelle ich mir auch spannend vor. Geht bestimmt auch mit Realschule. Wenn es einem nichts ausmacht, dass 70% der Arbeit darin besteht, die Würstel wegzumachen. Und wenn man einen Partner hat, der das 2. Gehalt nach Hause bringt, kann man vielleicht auch das machen, was einem wirklich Spaß macht: halbe Tage arbeiten, charitativ und künstlerisch tätig sein, Politik machen und sich zum Stammtischvorsitzenden wählen lassen... Da haben es die Frauen einfacher. Der Mann lässt sich nicht so einfach die Rolle des Haupternährers streitig machen, was ganz praktisch ist. Und außerdem verdient die Frau bei gleicher Leistung eh weniger, sodass man eher auf ihr Gehalt verzichten kann als auf seins. |
| Apex | [QUOTE]da die lieben Gewerkschaften ansonsten meine Arbeitszeiten vehement angreifen würden[/QUOTE] Mit Recht! |
| [Moth] | Wie die Anderen kann ich nur sagen: Mach weiter. Wenn du die Möglichkeiten hast (finanziell, falls du von deinen Eltern noch unterstützt wirst), solltest du einen höheren Abschluss machen. Damit hast du einfach mehr Chance (Studium). Natürlich wird es schwieriger, aber Arbeitgeber bevorzugen meist eher Leute, die vll einen schlechteren, aber dafür einen höheren Abschluss haben. Auf jeden Fall hast du mehr Möglichkeiten. Zu den Piercings: Falls du wirklich vor hast, in den sozialen Bereich zu gehen, dürftest du dort die wenigstens Probleme haben. Natürlich sollte dein Gesicht nicht halb von Metall bedeckt sein ;) Aber im sozialen Bereich tolerieren die meisten Leute das Aussehen, ich spreche da aus eigenen Erfahrungen. Aber natürlich sollte deine Berufswahl nicht von der Sache mit dem Piercing abhängig sein. Hauptsache du hast Spaß, das ist wichtig (und selten). |
| Pseudo-Gruftiii | najaaaa....je nachdem: bei mir werden piercings auch nur toleriert wenn ich statt ringe stecker trage. naja....am anfang hat das schon ärger gegeben, aber wir haben es immerhin aushandeln können, dass wir sicherheitshalber die ringe gegen stecker austauschen..... |
| [Moth] | Ich hab ja auch nicht gesagt, dass jeder Chef das akzeptiert, aber im sozialen Bereich hat man eben die größten Chancen von allen. Schließlich muss man da nix verkaufen oder so. |
| Snak3r | Such dir was im sozialen breich,ich habs mit kindern find ziemlich lustig wie sie mit mir umgehn sie haben keine angst oder so neine sind eher faziniert.., ich will nach der schule sozialpädagoge studieren (5jahre) dann einfach mal schauen dann bin ich 22 oder so... Rat.mach einfach en guten Abschluss wenn du 1.0 als durschnitt hast is es fast egal wie du ausiehst... =) |
| vleermuis | wie wäre es dann mal mit praktika? selbst wenn du nun keine ferien mehr hast gibt es möglichkeiten um in einen beruf reinzuschnuppern. einfach mal irgendwo hingehen und fragen ob du zwei wochen jeden tag nach der schule rumkommen darfst um etwas zu arbeiten und den beruf kennenzulernen. manchmal, aber nur in gaaaaaaannnnzzzz seltenen fällen hat man sogar glück mit der berufsberaterin. also ich hatte es und bin richtig froh darüber das ich da war. wußte nämlich wärend der 13. klasse nur noch eins: studieren ist mal gar nicht drin. und die nette dame war eifch nur super und ein vorbild für ihren berufsstand ansonsten ist es mittlerweile wirklich so das man wohl in seinem leben mehrere berufe ausüben wird. wichtig ist das man erst einmal eine ausbildung wirklich abgeschlossen hat (sicher die sollte einem in dem moment schon liegen) im übrigen halte ich nichts davon sich immer weiter und weiter zu bilden. um mit denn worten meiner oma zu sprechen: ein golf ist ein golf und kein ferrari. oder einfach: nicht jeder ist dazu geeignet abi zu machen. mal ganz davon abgesehen das es viele auch einfach nicht wollen. und das risiko überqualifiziert zu sein sollte man nicht unterschätzen. aber wenn du abi machen willst, würde ich dir wohl keine fachgymnasium empfehlen, da du dir wirklich noch sehr unsicher scheinst was du machen möchtest. dann geh lieber auf ein normales gymnasium. oder nehme einen anderen weg: erst die ausbildung (damit erreicht man übrigens in den meisten fällen die qualifikation fürs gym). wählst du eine praktische ausbildung hättest du dann auch noch oft die möglichkeit eine einjährige fachoberschule zu besuchen und könntest an einer fh studieren. (man beachte hierbei die zeitersparnis abi+ausbildung=6 ~ 6,5 jahre, ausbildung+fos=4~4,5 jahre :eek: ) nur eins kann ich dir sagen. wir haben mittlerweile mitte oktober und wenn du eine praktische ausbildung willst dann solltest du dich mit bewerbungen etwas sehr beeilen. es gibt nämlich viele firmen die ihre einstellungsteste schon im oktober haben (finde das persönlich ja zu früh aber verstehe einer die firmen :D ) ansonsten ist immer gut ein jahr ins ausland zu gehen. man wird erwachsen, es zeigt das man den mut besitzt eine fremde kultur kennen zu lernen, man lernt eine fremde sprache anzuwenden. und sehr wichtig für fast alle: es zeigt das man nicht an seine heimat gefesselt ist sondern bereit ist von zu hause wegzuziehen und auf eigenen beinen zu stehen. und bitte denkt doch jetzt nicht gleich alle an aupair in den usa! es gibt noch soooo viel mehr! ein jahr schule z.b. oder backpacking in den usa oder sprachreise in thailand oder was weis ich ;) |
| halfbee | also erstens wegen piercings und "gothic": auch wenn du mir aller wahrscheinlichkeit nach jetzt kein wort glaubst aber, vllt wirst du nicht immer so sein.ob du dich da also mit schohkartongroßen pentagrammen behängen darfst oder nicht, das sollte keine rolle spielen.das kann man ja sann beim ausgehen und so tragen. und man muss ja auch sagen, wen man als seriöser berater oder am schalter vertrauen erwecken soll oder kunden anlocken, toleranz hin oder her, das funktioniert so nunmal nicht. da kann man denk ich den chef schon verstehen.irgendwann wird dir das sowieso nichts mehr bedeuten,dich durch extremes aussehen zu beweisen. in der schule is das irgendwo tatsächlich wichtig aber im job nich mehr.wer einen arbeitgeber findet, dem das egal is was man anhat,der hat halt glück aber ich würd mich beim vorstellungsgespräch trotzdem für "normale" sachen entscheiden. ansonsten kann ich dir leider nicht weiterhelfen, ich wollte nur sagen,ich hab das selbe problem. ich bin jetzt in der kollegstufe und mach nächstes jahr abitur. und ich hab KEINE AHNUNG.ich weiß,das is normal,blabla, aber ich hab so irgendwie das sichere gefühl dass ich auch nächsten sommer keine ahnung haben werde. wir habt ihr das gemacht, wie kommt man da drauf? ich meine, ich habe leistungskurs englisch und musik. was soll ich da machen?musilehrerin in england? mal abgesehen davon,dass ich nicht musik studieren kann. kann ich ja gleich nen hut aufstellen. sprachen kann ich zwar aber sie langweilen mich-wirklich! naturwissenschaftlich bin ich die totale niete. was ich liebe, ist, neben englisch(aber NUR englisch, geht mir weg mit französisch!),psychologie. aber fürs studium,da bräuchte ich ein abitur jenseits aller realistischen träume.(auch dank unsres schulsystems dass mir vorschreibt in chemie abitur zu machen, oder 2 jahre mathe einbringen zu müssen, für ein absolutes genie wie mich;) auf diesem gebiet heißt das schon mal, vergiss eins-komma-abi, und das nur wei musik scheinbar als midnerwertig gilt.nicht schwer genug.argh!)wegen der studiengebühren haben mcih meine eltern auch ziemlich im griff. wegen deren gehalt bekomme ich kaum stipendien dafür.also woher das geld nehmen? also behaltn sie sich vor, bei der studienwahl mitzureden und ich darf wahrscheinlich auch kein soziales jahr machen.(Auch gut für ein bisschen zeit zum weiteren nachdenken).naja.jetzt wirds offtopic. jedenfalls, ich hab keine ahnung. was ich nicht empfehlen kann sind die test vom gefa institut z.b., für 20 euro. die haben mir z.b.hotelfachfrau empfohlen. na danke. es kam auch der verdacht auf,dass sie nur das empfehlen wo grade not am mann ist. jedenfalls, die sind absolut bescheuert,was die berufsvorschläge angeht. ich finds toll, wegen dem persönlichkeitsprofil und so aber ansonsten kann mans vergessen.lacklaborantin...tzz! |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von halfbee [/i] [B]...was ich nicht empfehlen kann sind die test vom gefa institut z.b., für 20 euro. die haben mir z.b.hotelfachfrau empfohlen. na danke. es kam auch der verdacht auf,dass sie nur das empfehlen wo grade not am mann ist. jedenfalls, die sind absolut bescheuert,was die berufsvorschläge angeht. ich finds toll, wegen dem persönlichkeitsprofil und so aber ansonsten kann mans vergessen.lacklaborantin...tzz! [/B][/QUOTE] Wie das Leben so spielt...ich habe nach dem Abi Metallbauer Fachr. Metallgestaltung gelernt, weil ich gerne mit Metall arbeite...ich hab nach der Gesellenprüfung Maschinenbau studiert, weil es als eine logische Konsequenz erschien, es aber wegen schlechter Studienbedingungen, aufziehendem Desinteresse und Studiengebühren abgebrochen...! Heute stelle ich fest, das der Job an der Hotelrezeption nicht der schlechteste ist und vor allen nicht das was ich darunter erwartet hatte...! Nebenbei konnte ich mir mitlerweile auch auch eine eigene Metallwerkstatt leisten... Egal was man sich ausmalt, am ende warten noch jede Menge Überaschungen... vorherige Ausbildungen sind keine Sackgassen...das will ich damit ausdrücken. |
| Aza | Mach Abitur, geh studieren (möglichst im Ausland) und schau was die Zeit bringt... Das Gewetter gegen Besserverdiener versteh ich hier garnciht, wahrscheinlich der typische Sozialneid oder sonstwas... Geh es so an: Komm soweit wie du kannst und es schaffst und schaue ob es etwas für dich ist... Absteigen (Beruflich & wirtschaftlich) kannst du immernoch! Wahlweise kannst du auch erst eine Ausbildung machen, und schauen ob dir das besser liegt, als in einer Führungsposition zu arbeiten.. Wenn nich, kannst du weiter studieren.. und da kann die Ausbildung wirklich sehr hilfreich sein.. Noch besser, du gehst neben dem Beruf studieren, was dann in meinen Augen ideal wäre.^^ Und zum Klischee, dass Vielverdiener keine Zeit haben etc. pp: Es gibt genausoviele die trotz Porsche und top-gehalt Zeit für Kinder und Frau haben.. Aber da müsste man halt mal den Disko-Abend auslassen... |
| halfbee | naja ich finde, es gibt eben solche und solche. manche arbeiten wirklich viel und verdienen weniger als andre die nicht so viel arbeiten. es kommt auch drauf an was dir wichtig is. man kann da auch echt keine aussagen über den charakter von jemandem treffen, das is doch schwachsinn. ich hab jedenfalls keine lust aus jugendlichen rebellentum meine zukunft zu versauen. ich will natürlich auch kein"spießer"sein^^aber ich möchte nen job der mir spaß macht und ich will studieren, wenn ich dabei auch noch gut verdiene-wunderbar^^ ein leben als "punk" is vllt lustig, bis man mal ne familie haben will oder so und seinen kindern was bieten will. (übrigens hätte ich nichts dagegen, hotelfachfrau zu sein^^aber ich lebe ganz nach dem motto:ich hab mich nicht 9 jahre lang durch diese s***** schule gequält um dann was zu machen was ich auch mit realschulabschluss hätte machen können) |
| sigma-enigma | danke für eure antworten, aber ich denke, ich habe meine entscheidung alleine getroffen. ich werde auf jeden fall nicht studieren, da ich dazu einfach nicht der typ bin. trotzdem danke für die beiträge |
| halfbee | ich hab da mal ne ganz andre frage, vllt kann mir ja jmand helfen. ich hab in lezter zeit wieder mehr drüber nachgedacht(die restliche zeit verdräng ich das problem^^) was ich anch der schule machen möchte und cih bin zu dem schluss gekommen, erst beruf, dann studieren, wäre ne nette möglichkeit. ich würd gerne buchhändlerin werden oder auch was ganz anderes, mal sehen. jedenfalls hat es allerwahrscheinlichkeit nichts mit meinem studienfach zu tun(keine lust auf verlagswesen etc)aber dann is mir was aufgefallen. wenn ich dann fertig bin und geld verdient hab und alles und dann studieren möchte, na, wer is denn da? die lieben leute vom g8. zu viele studenten durch den doppelten studentenjahrgang, und überhaupt, die hatten ne ganz andre ausbildung als ich. ist das ein problem?machen die unis unterschiede?hat man z.b.als g9-mensch schlechtere oder besseres aussichten, ist es ganz egal? wär schön wenn das einer wüsste. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Es gibt genausoviele die trotz Porsche und top-gehalt Zeit für Kinder und Frau haben.. Aber da müsste man halt mal den Disko-Abend auslassen...[/QUOTE] Zeig mir einen einzigen, der sich für den Porsche und das Top-Gehalt kurz den Arsch aufgerissen hat und jetzt so reich ist, dass er Zeit für die Kids [B]und[/B] seine Frau hat. Meines Erachtens geht ein normaler Job bis 17:00. Wenn man dann die 3 Stunden bis 8 für die Kinderleins freihält (Spielplatz, Schwimmbad etc.), hat man für sein Weib noch etwa 2 Stunden Zeit bis man todmüde im Bett versinkt. Zeig mir einen, der das länger als ein halbes Jahr aushält. Zeig mir einen Karrierist, der ein echtes intaktes Familienleben hat und seine Kinder auch im Wachzustand kennt. Sowas ist eine Rarität. Ganz einfach, weil ein Mann ein Mensch mit begrenzten Kraftresourcen ist. Versuch das doch mal, Aza. Sowas schaffen ja noch nicht mal Frauen. ;) [QUOTE]ich hab da mal ne ganz andre frage, vllt kann mir ja jmand helfen...wär schön wenn das einer wüsste.[/QUOTE] Keine Ahnung ob ich das weiß, halfbee. Ich habe ja noch nichtmal deinen Beitrag verstanden... |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Irgendwas verstehe ich hier nicht: Ein normaler Job geht bis 17h.[/QUOTE] Gut. Wenn wir also davon ausgehen, dass ein normaler Arbeitnehmer (Wie hoch mag der Durchschnittslohn wohl gerade sein...?) bis ca. 17:00 schafft, kann man davon ausgehen, dass ein Mensch, der überdurchschnittlich viel verdient nicht automatisch durchschnittliche Arbeitszeiten hat. [QUOTE]Viele derjenigen, die genügend Kohle für Porsche & Haus verdienen, arbeiten auch nicht länger, haben also "normale" Arbeitszeiten.[/QUOTE] Das denke ich nicht. Wenn man allein die Unternehmer aufführt und nicht die unrepräsentativen Manager (oder die Michael Schumachers oder Beckers, von denen es im Übrigen jeweils nur einen gibt), bleiben Leute übrig, die sich den hohen beruflichen Status und die finanzielle Privilegiertheit hart erarbeitet haben. Die gehen auch am Wochenende in ihren Laden, ihre Kanzlei oder ihre Praxis. Dabei kommt die Familie kürzer. Ist so. [QUOTE]Wenn ich mich in meiner Firma umschaue, dann sind es nur sehr wenige aus dem Management, die tatsächlich sehr viel länger als 17h arbeiten. Also unterscheidet die meisten bezüglich Arbeitszeiten nichts von ihren Angestellten. [/QUOTE] Ich weiß nicht, wo du arbeitest. Aber in einem Amt kann das so sein, stimmt. Jetzt mal ohne Flax, von nix kommt nix. Außer Erbschaften. Ich verstehe nicht, wie du glauben kannst, dass einem die gebratenen Tauben einfach so in den Mund fliegen. Das ist blauäugig und erinnert mich an 12 jährige Mädchen mit ihrem Traum vom Modeln und der ganz großen Kohle a la Heidi Klum einfach vom Nichtstun... Die Leute mit dem dicken Geldbeutel zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie klasse Ideen haben, sondern auch ehrgeiziger sind als andere. [QUOTE]Nur mit einem Halbtagsjob? Könnte vom u.U. vom Geld her knapp werden.[/QUOTE] Das halte ich für die optimale Lösung, denn dann sind beide Elternteile nachmittags für die Kinder da. Sicher verdient man dann weniger, aber wenn doch beide arbeiten gehen... Dass ist doch auch der Sinn des arbeitens. Ganz platt: Man verdient Geld, um seinen Nachwuchs großzuziehen. Was habe ich dann davon, wenn ich einen Tausender im Monat mehr verdiene und dafür nichts mehr von den Kindern habe? Sicher kann man beides haben. Doch zu welchem Preis? Ich weiß nicht, ob du Kinder hat, Celtvis. Aber mal ehrlich: Hättest du nach einem harten Arbeitstag noch Lust auf Erziehungsarbeit und Kindergeschrei? Unter Umständen musst du sogar noch in den Supermarkt, weil deine Frau auch arbeitet. Man braucht viel Selbstdisziplin, um im Job 110% und zu Hause 100% geben zu können. Meines Erachtens funktioniert das schlecht. Man braucht Selbstbeherrschung, die man ständig aufrecht erhält, starke Nerven und den Verzicht auf eine eigene Privatsphäre. [QUOTE]Arbeitszeiten bis 17h, danach Zeit für Frau und Kinder sind Normalzustand, nicht die Ausnahme. Ist also kein typisches Anzeichen eines Karrieristen oder Topmanagers.[/QUOTE] Sag ich ja. Dann pack jetzt nochmal den Karriere-Zuschlag drauf. Wo ist dann die Ruhezone für einen selbst? Familie kostet auch Kraft. [QUOTE]Ich kenne in meiner Firma nur sehr wenige Leute, die tatsächlich schon um 22h wie laut Deiner Angabe schlafen gehen.[/QUOTE] Ich kenne welche, die ohne Alk [B]gar[/B] nicht schlafen können. Und dann kenne ich welche, die um 3 nicht mehr schlafen können, weil sie noch "Mist auf dem Tisch" haben. ;) |
| Odessa | --- Zeig mir einen, der das länger als ein halbes Jahr aushält. Zeig mir einen Karrierist, der ein echtes intaktes Familienleben hat und seine Kinder auch im Wachzustand kennt. --- Ich weiß nicht ob man es "Karriere" nennen kann/darf, wenn man sich selbständig gemacht hat in der Netzwerkbranche die damals boomte, dabei ein 5stelliges DM-Monatseinkommen verdient hat und dazu dann noch so nebenbei einen Pizza-Heimservice geleitet hat - aber es war definitiv viel Arbeit, oftmals (nicht immer) rund um die Uhr und natürlich auch an Wochenenden, und trotzdem habe ich meine Tochter bei Tageslicht gesehen, konnte jede Menge mit ihr unternehmen und ich hielt das Ganze fast 4 Jahre lang aus. Ich kenne auch eine Menge Leute bei Siemens, der Dt. Bank oder ähnlichen Firmen, die wirklich gute Jobs haben (oberes Management, Aufsichtsrat etc.) und trotzdem z. B. im Sommer spätestens um 15 oder 16 Uhr ihr Büro verlassen und sich dann mit Kind und Kegel oder/und Kollegen in den Biergärten rund um München versammeln; am Wochenende arbeiten fällt auch nur in Spitzen/Notzeiten mal an und dafür wird dann halt an einem Montag oder Mittwoch freigenommen und der Tag mit der Familie, so vorhanden, verbracht :-). Ich würde daher eher sagen: je höher die Position und somit das Einkommen, umso öfter hat so jemand erstaunlich viel Freizeit, oftmals auch sicher mehr als z. B. ein kleiner Angestellter oder Arbeiter, der seine 8-10 Stunden täglich malochen muß am Fließband oder Bankschalter und der nach 1-2 Stunden Heimfahrt dann auch totmüde um spätestens 22 Uhr ins Bett fällt, weil um 5 der Wecker wieder klingelt... da hat die Familie auch nicht wirklich was davon, und gar nicht zu reden vom Pflege-Personal in Krankenhäusern und anderen Schichtberufen. --- genügend Geld verdienen, um problemlos einen Porsche zu fahren. Mercedes ist den meisten aber lieber. --- "Stil hat man oder hat man nicht" :-). - Gruß von mir, bekennender S-Klasse-Fan, leider sich diese niemals leisten könnend :D |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Meine Privatsphäre gebe ich doch nicht 100%ig auf, wenn ein Kind da ist. Natürlich erlebt man deutliche Einschränkungen in seinem Freizeit- oder sonstwas-Verhalten, aber keine 100%ige. [/QUOTE] Du schreibst, du hast manchmal Monate, in denen du täglich 18-20 Stunden arbeitest, ohne freien Tag dazwischen. Wie sollst du ein imaginärer Familienvater sein mit diesem Arbeitspensum und gleicher persönlicher Freiheit? Ein Kind sollte schon 1 Stunde ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen, eine Ehefrau auch 1 Stündchen. Ich nehme mal eine Stunde für Chill-out und Briefe lesen und sich selbst dazu und komme zu folgender Rechnung: 19+1+1+1+6Stunden Schlaf = 28Stunden / Tag Wo sparst du? Und wofür gehst du dann arbeiten. Familie wird der Grund bleiben. Leben? Wann denn? Nur mit Oma am Wochenende. [QUOTE]Ich weiß nicht ob man es "Karriere" nennen kann/darf, wenn man sich selbständig gemacht hat in der Netzwerkbranche die damals boomte, dabei ein 5stelliges DM-Monatseinkommen verdient hat und dazu dann noch so nebenbei einen Pizza-Heimservice geleitet hat - aber es war definitiv viel Arbeit, oftmals (nicht immer) rund um die Uhr und natürlich auch an Wochenenden, und trotzdem habe ich meine Tochter bei Tageslicht gesehen,[/QUOTE] [QUOTE]Gruß von mir, bekennender S-Klasse-Fan, leider sich diese niemals leisten könnend [/QUOTE] Das passt nicht. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]genügend Geld verdienen, um problemlos einen Porsche zu fahren. Mercedes ist den meisten aber lieber. [/B][/QUOTE] Aber Odessa, sich seinen 1. Porsche verdienen ist doch nur für Unterpriviligierte...So was bekommt man zu Studienbeginn von Papa geschenkt, der sich gerade den zweiten Maybach in die Garage gestellt hat. Ich armer Junge musste mit einem schäbigen drei jahre alten 525i auskommen. Und das ist kein Witz, dass habe ich im nahen Bekanntenkreis vor wenigen Jahren mehrfach so erlebt. Dumm ist nur, das die Familienfirma nun im Konkurverfahren ist, und nun auch noch eine Klage wegen Unterschlagung anhängt, mit dem Vorwurf, Investorenkapital in einen Überschweifenden Lebenstil, statt in die Firma gesteckt zu haben. Auch vorher sagte ich schon: was du fährst zeigt nur wie hoch du fällst...! Speziell selbstständige IT Leute dürfen das noch gut kennen. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Quantität bringt's nicht.[/QUOTE] Deswegen verdienen Fließbandarbeiter auch nicht die Welt. [QUOTE]Qualität und Netzwerke, das ist's[/QUOTE] Und woher kommt das? Qualität muss erarbeitet, Netzwerke gepflegt werden. Beides neigt nicht zur Langlebigkeit. Wie stellst du dir einen Ehrgeizling denn vor? Zeichnet er sich nicht dadurch aus, härter an sich zu arbeiten, nicht aufzugeben und seinem Ziel ständig ein Stück näher zu kommen? Die Frage ist: Wie wird aus einem Berufsanfänger ein Topverdiener? Verstehe ich dich richtig, dass du der Meinung bist, dass ein (sicherlich qualitativ hochwertiges) Studium und ein Protege-Status reichen? [QUOTE]Ein anderes befreundetes Pärchen dagegen schafft es trotz einer ungefähr gleichaltrigen Tochter wie beim ersten Beispiel so etwas wie ein Privatleben zu haben.[/QUOTE] Ein Privatleben neben dem Porschefahren? Ich kenne auch solche Pärchen mit Kind und Privatleben. Sie ist mit Erziehungsurlaub zu Hause, er ist normaler Angestellter. Wenn er nach Hause kommt, hält sie ihm den Rücken frei mit Hausarbeiten und sonstigem Kram. Wenn beide beruflich sehr eingespannt sind, braucht man fürs Privatleben Babysitter am Wochenende oder eine Putzfrau. Odessa wird das sicher nachempfinden können: Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte oder dem Telefonat mit einer Freundin, hat das Kind Priorität. Und wenn der Wäscheberg noch so hoch ist, bei großen Kinderaugen verschiebt man die Hausarbeit auf den Abend und geht gemeinsam Eisessen. Alles verschiebt sich mit dem Gründen einer Familie. Wo du letztendlich Zeit sparst, entscheidest du selbst. Familienfotos von Chefschreibtischen kommen gerne ohne die Ehefrau aus. Kindererziehung ist ein anderes Thema. Aber was das loslassen angeht, steckt der westliche Teil Deutschlands noch in den Kinderschuhen. Und damit meine ich nicht, dass Eltern auch mal in die Disko gehen und das Kind für einen Abend abschieben. Wenn ich erzähle, dass mein Kind mit einem halben Jahr in eine KITA gekommen ist, glauben die meisten sich verhört zu haben. "Wie KITA? Tagesmutter oder wie?" "Nein, sowas wie Kindergarten, bloß länger." "Ein Hort?" "Nein, eine Kindertagesstätte." "Mit einem halben Jahr? Das geht doch erst ab 3 Jahren" "Nein, ab 4 Monate." "Wie hieß das bei euch?... Krippe?" "Ja, so was in der Art, aber KITA ist mit großen Kindern dabei." "Ach, und wie lange geht sie dann so am Tag dahin? Ich will ja auch versuchen, meinen Kleinen mit 2 Jahren da unterzubringen, aber das ist ja so schwierig..." |
| Seneca | ...Das geht sogar moch weiter...ich kam erst mit 19 aus dem Internat raus...allerdings war bis dahin mein Verhältniss zu meinen Eltern derart heruntergekühlt, das ich sie als entfernte Verwandte wahrnehme... meinen Vater habe ich z.B. in zehn Jahren im ganzen fünf Stunden gesehen. Wenn ich mich heute dort melde, ist auch nur noch Desinteresse zu spüren. ...und ihm nachhinein vermisse ich was...! Aber zum Glück gibts ja Therapeuten, Geld spielt hier ohnehin keine Rolle. Macht ihr mal, aber weint den Psychopathen die ihr da heranzieht besser keine Träne nach. Ich werde heute mit Mitte 30 ertmals von der Familie meiner Frau an so etwas wie Familienleben herangeführt... Aber die sind ja nur Lehrer und Krankenschwester und haben für so was Zeit, und keine Unternehmer mit höheren Prioriäten und einer Familie als vernachlässigbares Hobby. |
| Odessa | Mondsilbertaufe: ich schrieb daß ich das damals verdient habe. ("verdient hat"). Also die Vergangenheitsform. Das war in den 90ern, und leider hat ein böser Unfall mit div. unangenehmen Folgen dieses schöne erfolgreiche Leben sowie die dazugehörige Ehe zerstört; ich verliess den Mann, er verdiente - nach Monaten im Rollstuhl und nach zahlreichen Operationen - später weiterhin als Netzwerkadmin das Supergeld und ich arbeitete da aber schon längst wieder als Angestellte im öfftl. Dienst für den dortigen bekannten Hungerlohn ;-). Und nein, ich habe nicht darauf gepocht daß ich die Hälfte des Vermögens bekomme, mein (Ex-)mann brauchte es damals nötiger als ich für seine Reha-/Kuren und für seine arabische Sippschaft (für den Teil, der nicht zur "Dubai"-Elite gehört). Während der "guten" Jahre mit meinem Mann fuhren wir auch keinen Mercedes, weil wir den größten Teil der Kohle schon damals an seine Verwandtschaft schickten und div. Nichten, Neffen, Brüdern, Schwestern meines Mannes aus Palästine eine Ausbildung bzw. Studium in den USA damit finanzierten. Fanden wir beide dann doch wesentlich wichtiger als die S-Klasse ;-) |
| Lemuria | Mein Papa ist kein Manager, aber doch ein Viel-Verdiener, genau genommen verdient er so viel, dass ich keinen Cent Bafög bekommen werde, wenn ich denn mal studiere. Ich kann aber nicht sagen, dass mir alles in den A**** geblasen wird/wurde. Ich besitze keine Markenklamotten, habe mit 18 kein eigenes Auto bekommen (und werd' es wohl auch nie geschenkt bekommen) und die weiteste Reise, die meine Eltern mit mir und meinem Bruder in den letzten 8 jahren gemacht haben, war nach Mallorca (Ich bin die letzten 4 jahre nicht mehr mitgefahren, mit den Eltern verreisen ist uncool;) ) Ich fühle mich unwohl dabei, dass meine Eltern mich während meiner Ausbildungszeit unterstützen (müssen), und würde mir das Geld am liebsten selbst verdienen, geht aber dank der Bachelor-Abschlüsse wohl nicht. Mein Vater fährt täglich 2 Stunden zu seinem Arbeitsplatz, ist morgens um 6 ausm Haus und ist abends gegen 19 Uhr wieder da. Dadurch vertraue ich mich bis heute lieber meiner Mutter an (sie hat einen Halbtagsjob), denn sie erlebt meinen Alltag selbst mit. Mein vater kann sich abends nur nach mir erkundigen. Er selbst hätte auch gerne mehr Zeit für uns, aber da wir hier Familie und freunde haben, werden wir wohl hier bleiben. Aber back to topic: Ich selbst bin auch noch am Überlegen, und bin teilweise echt frustriert, ich hab teilweise sogar Schlafstörungen, weil mich die Berufs/Zukunfts gedanken aus dem Schlaf reissen. Ich möchte einfach einen Beruf, der mich erfüllt, mit dem ich mir einen gewissen Standard bewahren kann (Ich brauche allerdings kein Haus, festtes Auto, etc. - Einen Mietwohnung und ein fahrad tun's vorerst auch:D ), und bei dem ich noch ein Privatleben habe. ich werde nach dem Abitur wohl mit meinem Freund zusammen ziehen, und ich möchte diese Beziehung nciht gefährden. So far... |
| Seneca | @ Lemuria Ich würde mir da nicht zu viel Sorgen machen und mir schon garnicht den Schlaf rauben lassen....den Job der mich heute über Wasser hält hätte ich nie von vornherein gewählt, und obwohl ich nicht mal eine Ausbildung in dem Fach habe, habe ich mit darin langsam hochgearbeitet...Meinen eigentlichen Wunschberuf, den ich aus Interesse an der Materie gelernt hatte, betreibe ich heute zwei Tage pro Woche als besseres Hobby. Ich habe manchmal den Eindruck als würden die Leuten heute den Fehler machen, und die Wahl ihrer Ausbildung oder des Studienzweiges als Einbahnstraße ohne Wendemöglichkeit betrachten....In Wirklichkeit ähnelt der moderne Arbeitsmarkt eher dem Verkehrschaos einer Großstadt. Der direkte Weg führt nicht immer zum Ziel, und oft landet man nicht mal dort, wo man hin will. Lineare Karrieren gehören der Vergangenheit an. Heute kommt es eher darauf an DAS man IRGENDEINE Ausbildung hat...Ein einfacher Koch kann problemlos Hotelgeschäftsführer, ein BWLer problemlos Sachbearbeiter bei der Standortverwaltung oder Veranstaltungstechniker werden. Ein Schweißer kann mehr verdienen als ein Ingenieur, und ein Industriekaufmann kann problemlos Luftsicherheitsassistent am Flughafen werden und eine ReNo- Fachfrau kann später ohne Abitur an der FH studieren. Solange man aktiv bliebt, ergeben sich ständig Wendeschleifen, Kreuzungen und Überholmöglichkeiten. Manchmal steht man auch im Stau, oder landet in einer Sackgasse...planen lässt sich das kaum, wenn man von 40-45 jahren Arbeitsleben ausgeht. |