| JPB | Guten Tag Ich habe eine Hausarbeit vor mir. Für diese Aufgabe habe ich mir die Gothic Szene ausgesucht. Um einen möglichst realistischen Bericht zu schreiben, habe ich mir überlegt die Informationen direkt von Mitgliedern der Szene zu beziehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein Paar die Mühe machen würden diese Fragen zu beantworten: 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Danke im Vorraus , freue mich auf antworten so long JPB |
| Frozen Hell | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Ernsthafte bis chaotische/verückte wie ich auch. (meine Freundin inklusive) --- 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Bei einem Ausbruch der Faszination für das Dunkle & Morbide, kam irgendwann zwischen meinem 12 und 14 Lebensjahr. --- 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Die Tatsache, dass ich sowieso Außenseiter war und mir dachte, OK dann ab jetzt richtig...da kam mir mein Musik und Klamottengeschmack, den ich schon eine Weile länger hatte ganz recht --- 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Im Allgemeinen dunkel, wobei die Kleidung für mich irrelevant ist, (ich hasse Samt und Latex), Musik...wie nannte es ein netter Autor "Menschenverachtende Untergrundmusik"... Wichtig VERHALTEN: Die Tatsache, dass Gothics Toleranz predigen, aber zu den Intolerantesten gehören...weiterhin sehr schnell beledigt sind, sich bei kleinen Bemerkungen (oder Beiträgen in diesem Forum) sofort ohne Anlass angegriffen fühlen. --- 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Anfangs gefiel mir die Musik, mittlerweile sind die meisten Bands z uaustasuchbar geworden...auch die Outfits fand ich ganz nett bis ich festgesteltl habe, dass sie meistens nicht alltagstauglich sind. Distanzieren tue ich mich von.....DER SZENE. Ich unterhalte mich noch gerne mit Gothics, bezeichne mich jedoch schon lange nicht mehr als Gothic. Distanz ist vor allem dort anwesend, wo ich merke ich als Nicht(mehr)gothic bin in Situation xY weit mehr Gothic als die anderen anwesenden...und ich distanziere mich von den Sterotypen wie eingebildeten Suizidgedanken, SVV aus Spaß oder weils In ist und der Tatsache dass die Welt meine Trauer verdient hat. --- 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Ich bin ein Querschläger --- 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Family: ohne Probleme; Freundschaften: kamen erst mit dieser Zeit auf --- 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Das eines selbstständigen, selbstdenkenden Menschen, der sich keine Pseudoszeneregeln unterwirft...Weiterhin das Bild, dass auch Dunkelheit Gesellschaftsfähig ist. --- 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Ich bleibe dunkel und ich bleibe ICH, aber Gothic werde ich nciht mehr.# Hoffe du hast ein paar Infos bekommen. :) |
| vleermuis | und ich kann diese befragungen allmälig nicht mehr lesen! :q wenn das schon nötig ist, kann das dann net mal einen thread geben? |
| Trauerwesen | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Bunt gemischt, alles bei, sonst eher klein, aber nicht notgedrungernermassen rein schwarz, da gibt es einige, aber eben nicht die meisten. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Wie bei meinem Vorredner, mit 12-14 unheimliches Interesse am morbiden, dunklen, düsteren, das reizte mich schon immer. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Nunja, ich würde da ungern von einer Entscheidung sprechen wollen, ich wache ja morgens nicht auf und denke, so, nun bin ich grufti. Irgendwann erkennt man halt, dass man in ein gewisses Schema passt, dann kommt eine Art Coming Out und gut ist. Es passte halt mit dem Schema, seit wann ich wirklich passte, ist unklar, da das Erkennen wichtiger ist als das Werden (eben weil man nicht wird). 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Musik schon irgendwie, aber auch eine gewisse Dekandenz, was Kleidung und Verhalten angeht, das Bild habe ich nach wie vor im Kopf, nur leider bestätigt es sich immer seltener, weil es mittlerweile zu sehr zu einer Partyspassfraktion gewordenm ist. Und die Musik ist mittlerweile zu breit gefächert, um den gleichen Nenner finden zu können, dennoch denke ich, war es ursprünglich die Musik und das äussere Erscheinungsbild, was das ausmachte, auch wenn sich dieses veränderte. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich distanziere mich von der Spassfraktin, klischeehafter Musik und Techno *g*, bei dem ich Kopfschmerzen bekomme. Also eigentlich immer mehr von dem ganzen Zirkus, den es da gibt. Wobei ich manche Klischees auch wirklich lebe und toll finde, Patchouli beispielsweise riecht unheimlich gut *g* 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Wie meinen? ich sehe mich eher ausserhalb, weil Szene = o.g. Zirkus ist, das brauche ich irgendwie immer weniger, schwarzsein zelebriere ich entweder mit Freunden oder mir selbst. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Sie hassen Patchouli *g* Meine Mutter mag die Outfits, meine Grosseltern weniger, und manche unwissende meinen, es würde einen runterziehen und nicht gut tun, was ich aber eben besser weiss und daher anders sehe. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich will als Mensch gesehen werden, der so ist, wie er ist, auch wenn er anders aussieht usw. Aufgrund schwarzer Kleidung usw erhoffe ich mir nicht unbedingt anderen Umgang, für sowas bin ich dann doch zu alt ;) Es geht mir ja nicht direkt ums Auffallen, und das einzige, was man mir ansehen sollte wäre wohl auch mein Hang zum düsteren, trotzdem will ich nicht in einen Topf gesteckt werden (wo viel Mist drin ist), sondern halt als Individuum gesehen werden, das so ist, wie es ist. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? So wie viele andere Menschen wohl auch, Studium abschliessen, guten Job bekommen....wobei diese Seite an mir wohl immer präsent sein wird, ob man sie sieht oder nicht. |
| Kaworu | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Viele sind irgendwie "alternativ", aber eher wenig sind Gothics. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Als ich 15 war (anno 2002) fing ich langsam an mich mit der Musik und der Mode anzufreunden. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Mein bisheriges Leben... meine Erfahrungen, meine Weltanschauung. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Die Musik ist wohl das typischste Merkmal und das was uns alle schlussendlich irgendwie verbindet (obwohl es so viele unterschiedliche MusikStile in der Szene gibt). 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Die Musik... und das (unter anderem dadurch vermittelte) Lebensgefühl. Und nee, ich distanzier mich von nix. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Einen unwichtigen, aber dennoch respektierten. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Die haben das erstmal abgelehnt und mich nicht wirklich ernstgenommen (vor allem Familie)... aber mittlerweile haben wohl alle eingesehen, dass das nich nur so ne Phase ist. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich will kein bestimmtes Image erfüllen. Ich bin so, wie ich bin. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Nicht sehr rosig, um ehrlich zu sein. |
| Dichterseele | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Ausgewogen. Jede Menge interessanter Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Meinungen, Stilen, etc.. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? In meinem Wunsch, der Welt mein Innerstes zu zeigen - den Beginn also, Schwarz zu tragen. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Das Leben. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Schwarz, das wohl eindeutigste Merkmal und den Individualismus, gepaart mit leichter Desinteresse an anderen Personen. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Individualismus, das gesamte Flair, diese... "schwarze Romantik", all das gefällt mir sehr. Ich distanziere mich eher vom "Corpse Painting", da ich schminken nicht mag. ;) 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Eher einen unbedeutenden - ich bin eher eine Randerscheinung, die dabei ist, aber autark von der Szene agiert. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Meine Familie akzeptierts, meine Freunde gewöhnen sich dran. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Meine Freunde finden ich agiere gegen die Gesellschaft, ich will aber lediglich darstellen, dass es mir und auch vielen anderen schlechter geht, als man denkt. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Besser als meine Vergangenheit. ;) |
| Carzinom | Hallo? Jetzt soll man sich auch noch selbst präsentieren nach "So wurde ich Gothic?" Sorry, aber da kann man echt nur noch lachen... :rolleyes: Ihr seid doch gerade die, die alles als Gothickiddys bezeichnen, die irgendwie wirklich Geschmack dran finden, und heir fällt euch jetzt nichts auf? DAS ist Selbstpräsentation nach HipHopper-Niveau, als ob man sich standardmäßig irgendwann danach "enstchieden" haben muss, wie beim Vater-Mutter-Kind spielen... ihr - die, die auf so einen Schwachsinn kommen - seid lächerlich, ganz im ernst. Das grenz schon an Selbstveralberung, vorallem, wie ernst ihr dabei noch seid^^ [color=red]"Ich bleibe dunkel und ich bleibe ICH, aber Gothic werde ich nciht mehr."[/color] :D |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Carzinom [/i] [B]Hallo? Jetzt soll man sich auch noch selbst präsentieren nach "So wurde ich Gothic?" Sorry, aber da kann man echt nur noch lachen... :rolleyes: Ihr seid doch gerade die, die alles als Gothickiddys bezeichnen, die irgendwie wirklich Geschmack dran finden, und heir fällt euch jetzt nichts auf? DAS ist Selbstpräsentation nach HipHopper-Niveau, als ob man sich standardmäßig irgendwann danach "enstchieden" haben muss, wie beim Vater-Mutter-Kind spielen... ihr - die, die auf so einen Schwachsinn kommen - seid lächerlich, ganz im ernst. Das grenz schon an Selbstveralberung, vorallem, wie ernst ihr dabei noch seid^^ [color=red]"Ich bleibe dunkel und ich bleibe ICH, aber Gothic werde ich nciht mehr."[/color] :D [/B][/QUOTE] Jedem das seine - und ganz ehrlich - wenn ich mich selbst präsentieren kann, dann tu ich das auch, besser als mich selbst zu verleugnen. |
| rosenkind | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? -> hmm, besitze ich sowas überhaupt? Ehr handelt es sich dabei oftmals um einzelne Individuen, keine Kreise, alle schwarz oder metallisch oder von einem von beidem angehaucht. nicht ganz oberflächliche Chataktere 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? -> ähm, Karriere würde ich doch nur im Bezug auf Musiker oder dergleichen verwenden ;). Angefangen hat alles schleichend vor 4 Jahren. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? -> je mehr ich von der Szene (wie ich sie damals sah) kennenlernte, umso mehr glaubte ich in einen Spiegel zu schauen und endlich das Forum für Eigenschaften von mir gefunden zu haben, die ich sonst nirgens hatte, es war das Gefühl "hier gehör ich her". 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? -> in Anbetracht dessen, dass diese Szene im Lauf der Jahre zu einer bunten Ansammlung von verschiedensten Richtugen wurden, die auch langsam wieder auseinanderfallen, gibt es keine "typischen Merkmale", weder in Kleidung, Musik noch Lebensstil, da müsste man fragen, welche Untergruppierung denn nun gemeint ist 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich distanziere mich zunehmend von der Szene, es gibt zu viele Schauspieler und Blender, schöner Schein und nichts dahinter, es gibt zu viele, denen Goth sein wichtiger ist als Mensch sein, es gibt zu viele Spinner und zu viele, die eigentlich den Namen Subkultur nicht verdient haben. Es gibt zu viel hohles nachplappern ohne wirklich dahinter zu stehen, zu viel Fixierung auf äußere Werte, zu viel von dem Lebensstil, den man draußen ganz genauso hegt, der nicht anders ist, eigentlich leb ich heute nur noch für mich und die wenigen Individuen, die zu meiner eigenen kleinen schwarzen Welt passen. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. inwiefern Standpunkt? ich bin eigentlich nicht wirklich in der Szene, ich hab meine Freunde und das wars (naja und ein Projekt, das derzeit aufEis liegt) 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Freunde hatte ich damals keine und meine Eltern sind recht tolerant, meine Mutter ist sogar von dem Stückchen schwarze Szene, das meinen Filter überlebt, begeistert. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) was ich vermitteln will? darüber hab ich mir ewig keine Gedanken mehr gemacht. Wie ich wirke, ich denke, ich bin bekannt, als seltsamer Sonderling, was aber wohl mehr an meinen Interessen liegt als an der Kleidung 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Abitur (Himmel ich sollte ins Bett), einen sozialen, künstlerischen Beruf, ein hübsches, abgeschiedenes Haus, 2 herrliche Kinder und viel Natur, Lyrik und Kunst um mich. (ja, ihr dürft mich Spießer nennen) |
| fragment | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? >Der engere Kreis besteht größtenteils aus sehr eigenwilligen Leuten, die mit Gothic nichts zu tun haben, aber irgendwie auch alternativ sind. Unter dem größeren Kreis -vor allem den übrig gebliebenen alten Freunden in meiner alten Heimat- sind auch ein paar Schwarze, aber selbst unter ihnen lichten sich die Reihen. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner Gothic Karriere? >Irgendwann zwischen 1998 und 1999. Es begann irgendwie schleichend. Zuerst hörte ich ein paar Songs bei denen ich fassungslos in meinem Zimmer saß, dann folgte recht schnell eine pubertäre Depression und nach und nach kamen ein paar schwarze Klamotten. Das wurde sicher auch alles durch den Freundeskreis beeinflusst. Der entgültige "Ausbruch" kam nach meinem Umzug Ende '99. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? >Es war keine Entscheidung in dem Sinne, dass ich gesagt hab: [i]So jetzt bin ich Grufti.[/i] Eher viele kleine Entscheidung mit denen ich meinem damaligen Gefühl gefolgt bin. Ich war über lange Zeit traurig und desillusioniert...auch wenn es ein Klischee ist hat mich das vermutlich angetrieben den Weg zu gehen. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? >Kleidung, Musik, und einerseits Friedfertigkeit nach außen hin, anderer seits latente Tendenzen zur Selbstzerstörung. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? >Mir gefiel mal der Gedanke einer großen Familie. Die Vorstellung durch das Lebensgefühl und die Prägung irgendwie zusammen zu gehöre. Ich hab aber recht schnell begriffen, dass es sowas nicht gibt.Mich halten derzeit eigentlich nur die Musik, die Erfahrung, dass ein paar Leute in der Szene wirklich gute und interessante Menschen sind und einige emotionale Aspekte hier.Ich distanziere mich von der Borniertheit und dem Elitarismus der auch hier allgegenwertig ist. Nicht weil ich provozieren will, sondern weil das nicht meinem Charakter entspricht. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene? >Entweder habe ich keinen oder bin ein Außenseiter. Ich trage schon lang kein schwarz mehr, hab wie erwähnt kaum schwarze Freunde, interessiere mich nicht für szenerelevante Dinge und bin nich öfter als 1x im Monat in einem Szeneclub. Eher noch seltener. Wahrscheinlich gehöre ich nicht mehr dazu. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? >Entweder habe ich es nicht gemerkt oder es gab kaum handfeste Reaktionen. Man hat mich machen lassen. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) >Ich möchte jemand sein, der im Leben steht und das Mensch sein nicht vergisst. Meißtens gelingt mir beides nicht so richtig. Was das angeht denke ich manchmal ich hab in den letzten Jahren gar nichts dazugelernt. ...anderes Thema... 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? >Studium beenden, eine Familie haben, nicht dem Trott und der Eintönigkeit verfallen, glücklich sein. |
| Odessa | Carzinom: es wird ja niemand gezwungen zu antworten. Aber ich habe mir vor über 20 Jahren eines angewöhnt (weil das damals für die Szene eigentlich positiv-typisch war): Dass man freundlich und offen auf seine Mitmenschen zugeht und auch ihre Fragen beantwortet, so sie höflich gestellt sind:) . Das hat uns "in the good old days" von der sog. "normalen Gesellschaft" unterschieden, die sich oftmals als kaltschnäuzig und kommunikationsunfähig-verschlossen gegenüber all denen - also auch "uns" - verhielt, die nicht mainstream waren :) --- Für diese Aufgabe habe ich mir die Gothic Szene ausgesucht. ---- Wenn ich Dir da gleich mal ins Wort fallen dürfte - "die" Szene gibt es, denke ich, nicht. Es gibt einfach nur jede Menge Menschen, die sich unter dem Oberbegriff "Gothic" zusammenfinden auf z. B. diesem Forum oder auf einem der zig anderen schwarze Foren; darunter findest Du Gothics, deren "Schwarzsein" sich darauf beschränkt, daß sie noch die harmlosesten Alltagsproblemchen als suizidal machenden Weltschmerz a la Die Leiden des jungen W. pflegen; Du findest punkige Spaßvögel und Fetisch-orientierte Hardcore-Freaks, die gutem Gothic-Rock nicht abgeneigt sind und sich mit den Schwarzkutten auch sonst gut verstehen; Du findest Leute, die keiner Szene zugehören wollen aber aufgrund irgendwelcher Eigenschaften von Anderen in die Gothic-Ecke gedrückt wurden und dort bleiben, weil da ein Haufen netter Leute ist (so gings mir); es gibt Goten, deren Gote-Sein sich völlig kleidungs-unabhängig in ihren literarischen/filmischen Vorlieben und ihrer Lebensphilosophie zeigt, die aber im bunten Sommerkleid über eine Alm hüpfen und sich an der Natur freuen (was wiederum "voll original" gotisch ist: die Verbundenheit zur Natur); Du findest erfolgreiche Karrieremenschen, die tagsüber im Anzug ihre Geschäfte machen und die trotzdem dabei ihre "dunkle" Seite nicht verleugnen, sondern in ihrer Freizeit den Anzug gegen die "Kutte" tauschen usw. Die Goten sind ein recht buntes Völkchen :-) --- 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? --- Sehr klein, über Jahre "gewachsen" und sturmerprobt - und vor allem bunt. Freunde suche ich nicht nach "Szene" aus, sondern nach ihrem Charakter. Unter meinen Freunden sind "brotlose Künstler", die im Wohnmobili in den Staaten leben, genauso wie brave Bankangestellte in Hamburg, sind einfache Bauern auf Bergalmen genauso wie sog. "Rockstars", sind exzentrische Diven und maniacs genauso wie kuchenbackende Hausfrauen mit 5 Kindern - und die wenigsten davon wissen überhaupt, was der Begriff Gothic bedeutet (außer daß es tolle Kirchen und ein Münchner Rathaus in diesem Baustil gibt). Ich würde meinen Freundeskreis von daher mit dem Begriff "Bodenständige Exzentriker" beschreiben ;-) --- 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? --- Mein sog. "Gote sein" (schwarzer Humor, meine morbide Geisteshaltung und mein Faible für Männer mit leicht psychopathisch-irrem Gesichtsausdruck und bizarren privaten Neigungen) datiert um die Zeit herum, als ich u. a. in London war und dort auf Menschen traf, die aus Särgen Buchschränke machten, die Friedhofs-Steine und Gargoyles in ihre Vorgärten neben Eichhörnchenfiguren und Rosenkugeln stellten und die sich in herrlich altmodische Kleidung zwängten mit Gehstöcken und/oder langen Mänteln - und die dabei eines nie vergaßen: kräftig über sich selbst zu lachen. Und die diese schon erwähnte Höflichkeit und Offenheit gegenüber den Mitmenschen pflegten, durchaus mal mit leichtem feinem Spott dabei oder mit einer liebenswerten klitzekleinen snobistischen Allüre...aber immer gentleman dabei bleibend und untereinander offen seiend, auch in emotionalen Dingen. --- 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? --- "Ich fiel da rein wie in ein offenes Grab", um einen Freund zu zitieren. Will sagen: ich habe mich niemals entschieden, Gote zu sein, ich bezeichne mich auch selbst normalerweise Anderen gegenüber nicht so, weil ich mein Menschsein nicht an einer Szenebezeichnung festmache :-) --- 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? --- Kleidung negativ: daß der Look mehr und mehr in billiges Schlampenoutfit übergeht und daß alles so "trachtenmäßig" einheitlich ist. Wenn ich das 1005. Mädel im "jetzt nur 19,95 Euro bei XxtraXX"-Lackmini mit Nieten-Gürtel und zerrissener Strumpfhose sehe, dann hat das für mich was von "Aufmarsch der Gebirgsschützen" in einer einheitlichen Tracht - nur daß die Gebirgsschützen wenigstens nicht behaupten, sie wären in ihrer Tracht "individuell" und ach wie elitär anders, während diese Goten sich auch noch als wunder wie "individuell" und "anders" empfinden, wenn sie einer wie der andere im gleichen Gotentrachtenoutfit auf den Gotenmassenevents auftauchen. Verhalten negativ: die Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit, die manche Goten glauben läßt daß alle Menschen, die nicht Goten sind, keine vollwertigen Menschen seien. Dieses Denken einiger Goten, ihre "Auserwähltheit" betreffend, erachte ich als übelstes Merkmal - neben der Dauerjammerigkeit und zelebrierten Lebensunfähigkeit - dieser Szene. Musik positiv: ich ruhe mich auf meinen Fields- und Sisters und allenfalls noch Lakaien-LPs/CDs aus, übrigens Bands, die von sich immer noch behaupten, daß sie mit Gothic so gar nichts am Hut haben ;-) -- 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? --- Gefallen: Männer mit Westernhüten und langen Staubmänteln und mit tiefer Stimme, die ihre Exzentrik kultivieren und das über Jahrzehnte. Gefallen: Frauen, die Hexe und Teufel sind und dabei wie ein Engel aussehen. Gefallen: Kleine feine Privat-Events, nicht mehr als 6 Leute, die sich bei einem Glas Rotwein oder altem schottischem Whiskey über Gott, das Leben und das Sterben unterhalten und dann zusammen in einer Pferdekutsche durch die Bergwelt Bayerns oder durch englische Moorlandschaften fahren bei Vollmond. Das, was ich kurz als "gotischer Stil" bezeichnen würde und der heute so schwer zu finden ist, in der Zeit der lauten Club-Nächte, der Lack-Leder-Bondage-wir machen jetzt einen auf gaaanz true evil SM und wir sind alle auch Bi-Parties und der "wer will schon mit seinem Gegenüber reden wenn er sich stattdessen auch in Szene setzen kann vor einem 2m-Spiegel mit seinem neuesten outfit"-Modegoten. Distanz: zu Mode-Gothics und Szene-Fanatikern, die zum Lachen in den Keller gehen. Zu dauerjammerigen egomanischen sich in ihrem Selbstmitleid suhlenden Typen, die die Gotenszene nur dafür nutzen, um mit dem Schwarz-Sein ihre Lebensunfähigkeit zu kaschieren. Zu Satanisten, die nicht ansatzweise wissen was wirklicher Satanismus bedeutet. Zu Leuten, die mir erklären wollen daß ich als "Gothic" nur in schwarz rumlaufen dürfe. --- 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. --- Oh je - ich fürchte gar keinen. Da ich die Szene konstant kritisiere, bin ich eher der "Beobachter von außen", sitze aber trotzdem mit im Glashaus. --- 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? --- Familie: war damals kein Kontakt. Und bei dem Teil wo Kontakt bestand, wars katastrophal: Moslems haben null Toleranz für "todessehnsüchtige" Melancholiker, es sei denn es handelt sich um Suizidbomber, aber das wäre ein anderes Thema *Eigen-zyn* ;-). 8. - kann ich nicht beantworten. Jeder macht sich sein Bild von seinem Gegenüber, aber nur Menschen die mir wirklich nahe stehen und mich persönlich kennen, dürfen sich anmaßen, ein Urteil über mich zu fällen. Gleiches gilt umgekehrt. Was wildfremde Leute von mir für ein "Bild" haben, geht mir mittlerweile am Schleier vorbei, denn Projektionen und "Meinungen" über jemand den man gar nicht kennt, sind meist nicht für ein Prozent mit der echten Person dahinter identisch. -- 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? -- Am liebsten würde ich in "meiner Gotenstadt", Venedig, sterben - stilgerecht, indem mich ein maskierter dunkler "Prinz" während des dekadenten Carnevals mit seinem Dolch ersticht. Natürlich nicht ohne mir vorher kryptische Sprüche ins Ohr zu flüstern, während sich mein brechender Blick in seinen feurigen Augen, in denen sich wiederum die untergehende Sonne über dem Markusplatz spiegelt, findet. Rosamunde Pilcher IST ein Gothic, jawohl *g*. Ersatzweise, wenn das mit Venedig nicht hinhaut, würde ich in Wien, meiner Goten-Stadt Nr. 2, sterben wollen, oder zumindest in Salzburg auf dem St.-Peter-Friedhof, mit Blick auf die Katakomben und die Burg. Daß ich meine Zukunft darin sehe, mich mit meinem Tod zu beschäftigen, mag Dir zeigen, was an Einigen von uns hier "gothic" ist ;-). Einen schönen Tag Dir und viel Glück mit Deiner Arbeit! |
| Carzinom | Beeindruckt mich ungemein, dass du "vor über 20 Jahren" schreibst :eek: Das zeigt mir echt, wie sehr du heutzutage noch mitzukriegen scheinst, wie sich das Verhalten der Menschen über die Jahre geändert hat :eek: Respekt!!! :eek: Und zur Selbstpräsentation, weil man's kann: Es gibt auch sowas wie Minderwertigkeitskomplexe. Schonmal gehört? Gehört? Gehört? Gehört? Gehört? Nein? Wirklich nicht? Echt nicht? Da gibt man vor, irgendwas zus ein, um es dann herausposaunen zu können. So z.B.: "Booaaahh, mir gings vor 2 Jahren sooo scheisse, als mein 10. Freund mich verlassen hat, ich war 14 Jahre alt!!!" Komsich. Irgendwie erinnert mich das an das Verhalten von irgendwelchen personen... hmm... echt seltsam. Dann gibt es dazu noch solche, die erst das herausschreien, dann aber wieder kritisieren, was sie gerade geredet haben, weil sie es nicht merken. Das nennt sich "Widerspruch von sich selber". Ganz was interessantes :) |
| Odessa | Ja, man möchte nicht glauben daß auch Menschen jenseits der 40 noch fähig sind, sich zu erinnern :p. Minderwertigkeitskomplexe - oh ja, hab selber jede Menge davon. Muß aber trotzdem nicht heißen, daß man sich deswegen nur ständig versteckt oder die Klappe nicht aufkriegt;-). -- da gibt man vor, irgendwas zus ein, um es dann herausposaunen zu können. So z.B.: "Booaaahh, mir gings vor 2 Jahren sooo scheisse, als mein 10. Freund mich verlassen hat, ich war 14 Jahre alt!!!" --- Echt, sowas gibts? Mit 14 schon 10 Freunde hinter sich? Wow, bin ich altmodisch;-) Ich kenn bisher überwiegend Leute, denen es so "scheisse" geht in ihrem Gotenleben weil sie im bösen System hier leben müssen das sie anscheinend mit irgendeiner Gewalt daran hindert, dieses System/Land einfach via Ausreise zu verlassen/die böse Gesellschaft sie so ärgert/der böse Staat ihnen nicht 5000 Euro im Monat fürs Nichtstun überweist etc. etc. "Widerspruch von sich selber" find ich auch interessant. Weil es meistens bedeutet, daß dieser Mensch echt ist, und echte Menschen handeln durchaus mal widersprüchlich, inkonsequent oder auch unlogisch. Und hinter manchen Äußerungen steckt oftmals auch Ironie oder Zynismus, der von fremden/unbedarften Zeitgenossen als solcher gar nicht erkannt wird und man deswegen vermeintliche Widersprüche zu entdecken glaubt. Ist nur meine persönliche Erfahrung, muß nicht auf Deine zutreffen. Was hat Dich denn in die Gotenszene bewegt, was gefällt Dir an ihr oder bzw. gefällt Dir gar nicht? :) |
| Frostwyrm | Erstmal vorweg, ich sehe mich eher als "Metal" denn als "Gothic", treibe mich aber recht viel in der Szene herum^^ 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Viel Schwarzvolk und Alternative, vom Punk bis zum Goth alles vertreten, aber auch ein paar "Normalos"... 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Öhm... meiner Metal Karriere?^^ Die Beziehung zu meinem Freund, der hat mich mit Musik und Szene in Berührung gebracht. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Ich fand Metal toll und mochte den Gothic Kleidungsstil 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? In erster Linie die Klamotten und das Styling, die Musik ist ja extrem variabel, je nach "Subszene". Das Verhalten... nicht wirklich, hab schon sowas von assige Goths und kennengelernt die netmal wussten wie man Toleranz schreibt, dass ich einfach kein generelles Verhalten festmachen kann. Also in etwa so gewichtet: 1) Kleidung/Styling 2) Musik 3) Verhalten 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich mag den Kleidungsstil und hab halt meine Freunde in der Szene. Außerdem fasziniert mich das "Düstere" irgendwie. Den ganzen "(Pseudo?)Satanskram mag ich nicht, genau wie das ganze Fetischzeug. Meiner Ansicht nach ist es unästetisch mit 20kg Übergewicht halbnackt in Leder und Lack rumzurennen :rolleyes: und Fetisch ist in meinen Augen halt nicht Gothic. Genauso finde ich es grauenhaft zum Lachen in die Gruft gehen zu müssen, weil man ja sonst nicht Goth ist... 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Irgendwie ist mir die Frage nicht ganz klar... Ich rate mal mit der Antwort^^ Da ich eher auf Metal stehe und Gothic an sich eher optisch schätze (natürlich nicht nur^^) sehe ich mich nicht als Teil der Szene. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Freunde- hatte ich keine... Familie... naja, man kannte das ja schon von meiner Cousine^^ 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich will kein Bild vermitteln... Bin ich ein Fernseher??? Ich bin ein Mensch mit nicht ganz Mainstreammäßigen Mode und Musikgeschmack. Welches Bild ich vermittle... hm, laut Zitaten "Satan!" "Satanistin!" "Der Tod!" "Todesengel!" "Gruftie!" und dank aktuellen Medienberichten auch mal wieder potentielle Amokläuferin *löl* 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Wie wohl jeder Mensch auch... Beruf, eventuell Familie... Und Szenemäßig wird sich ja alles zeigen^^ |
| frozen heart | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Sehr gut^^ Leute, die das machen, was ich mache, also nur gutes ;) 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? In ferner, ferne Zukunft, in meinen nächsten oder übernachsten Leben vielleicht. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Naja, dass ich kein Mitglied der "Szene" bin is glaub ich der Hauptgrund^^ 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Schwarze Klamotten trägt inzwischen jeder TH-Hörer und 10-jährige "Ich höre nur Metallica!"-Bubis. Verhalten...mh...ultratolerant und melancholisch sind auch andere^^ Und die Musik mag ich garnich :q 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich "distanziere" mich von der gesamten Szene, aber nicht wegen Ablehnung, sondern wegen Nicht-Zugehörigkeit. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene.# Ratet mal! :D 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Klassenkameraden haben mich als "Wannabe" bezeichnet, Freunde habens nachgemacht -.- 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Das absolute Anti-Bild...immer demotiviert und gegen das (Schul-)System! Und natürlich, dass ich nicht einzuordnen bin :cool: 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Ich werde reich und berühmt...aber mehr reich^^ So, dass mich nicht jeder erkennt, wenn er mich sieht. Und das obwohl ich sein Leben doch mit Film und Musik so bereichert habe :) Sorry, aber das musste sein^^ Ist aber nichts als die Wahrheit ;) |
| Sternentreue | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Etwas merkwürdig, aber sehr nett und offen 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Bei mir selbst und einer Entscheidung bezüglich meiner Denkweise die ich bereits getroffen habe bevor ich überhaupt von so etwas wie dem Gothic wusste, da war ich glaub ich sieben. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Eine Entscheidung bezüglich meiner Denkweise.;) 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Öffentlich wird es wohl die Kleidung sein, da die Musik kaum an die Öffentlichkeit dringt und zumindest meine Erfahrung sagt, dass das tatsächliche Verhalten besser ist als das vieler, vieler anderer Menschen und diese das mögliche Verhalten nur am Kleidungsstil festmachen. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Die Art zu denken, ein schwer fassbarer Begriff, da meine Art zu denken trotzdem anders ist und ich nur deshalb in der Szene bin weil es hier die meisten überschneidungen mit meiner Denkweise gibt. Wovon ich mich klar distanzieren möchte, ist ein häufiges Klischee, dass trotzdem immer wieder zutrifft. Das sogennante "Ritzen" und ähnliche Akte der Selbstzerstörung. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Den gleichen den ich so ziemlich überall habe, ein neutraler und geduldeter Beobachter. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Musikgeschmack meiner Mutter: REM, Red Hot Chilli Peppers, Nirvana, Deep Purple. Des Stiefvaters: Nitzer Ebb und einige andere alte Bands deren Namen ich mir nicht merken konnte. Noch Fragen? 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich möchte keins Vermitteln und was andere Leute denken das ich Vermittele ist deren Sache die mich nicht Interressiert. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Wenn alles so klappt wie geplant, Abitur 08, in den USA Zellniologie Studieren und dann womöglich in die Forschung gehen. |
| Odessa | Deine Mutter muß mein Alter haben :D : Deep Purple, Red hot chili peppers, vielleicht gar noch Steppenwolf, Pink Floyd, Led Zeppelin, Uriah Heep, Black Sabbath und Hubert von Goisern? *g*...ach, herrliche Musik. "Das waren noch Zeiten" und im Falle der Peppers und Hubsis sind sie es immer noch ;-) Das ist noch etwas, was ich an der Gotenszene auch mag: die meisten Leute darin kennen noch die wirklich guten Bands/Musiker, zumindest schon mal dem Namen nach :). |
| Sternentreue | @Odessa Möglich wenn du 42 bist, aber als Kavalier man fragt eine Frau nicht nach dem alter deshalb musst du diese Frage auch nich beantworten. Also Steppenwolf kenn ich persönlich nicht von ihr, was sie hört ist alles Rock bis Indipendent, hat sich aber leider bei beiden Elternteilen zurück entwickelt, sodass ich z.B. erst vor ein paar Wochen als ich von der Return Party wiederkam, welche auch die Aftershow vom Nitzer Ebb Konzert war und ihm davon erzählte erfahren hab dass er die Band überhaupt kennt. Ich klau mir auch dauernd die alten CDs meiner Mutter, hat auch zum Teil meinen Musikgeschmack beeinflusst glaub ich, sonst wär ich wohl kaum letzen Freitag auf dem Red Hot Chilli Peppers Kozert gewesen und hätte alle Alben *hust, hust, räusper*:rolleyes: |
| more | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Sehr nett und freundlich. Aufgeschlossen und alle haben sehr interessante Berufe. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Sisters of Mercy, das erste schwarze Lied und schon war ich verloren. Und ach ja, das gabs noch diesen Grufti aus Ratingen, in den hatte ich mich unsterblich verliebt, der nam mich mit in die Disco... Aber eigentlich bin ich schon immer schwarz, habe schon als kleines Mädchen schwarzen Vampieren und Dämonen nachgehangen und meinem Musiklehrer meine Liebe zu Moll gestanden *g* (ist wirklich so gewesen) 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Niemand, das war eine schleichende Entwicklung, und irgendwann gabs halt kein zurück mehr. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Weder das Eine, noch das Andere. Es ist einfach der Hang Dinge ästhetisch zu finden, die sich ein Normaler niemals trauen würde, weil es evt. anrüchig sein könnte. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich distanziere mich vor dem Schmuddel-Schlampen-Image. Ich finde es schön, eine klassische Linie zu haben und diesen Hauch von kühler Eleganz. Wobei ich mich jetzt direkt auf Kleidung beziehe. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Ich denke man würde mich als altes Eisen bezeichnen. Ich bin jedenfalls ruhiger geworden in all den Jahren und trage mittlerweile auch wieder grau. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Gut, die wussten das alle schon früher als ich *g* 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich will kein Bild vermitteln. Ich will einfach sein wie ich bin, weil ich schwarz mit mir selbst am Besten klarkomme. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Ich lerne gerade einen neuen Beruf (Lehrerin) und ich möchte meinen Schülern sagen, dass das Leben wundervoll und bunt ist. Das ist das was ich mir als Lebensziel gesteckt habe, allen zu sagen, wie wunderbar facettenreich und bunt das Leben ist. |
| Carzinom | Zitat: [color=red]"Widerspruch von sich selber" find ich auch interessant. Weil es meistens bedeutet, daß dieser Mensch echt ist, und echte Menschen handeln durchaus mal widersprüchlich, inkonsequent oder auch unlogisch. Und hinter manchen Äußerungen steckt oftmals auch Ironie oder Zynismus, der von fremden/unbedarften Zeitgenossen als solcher gar nicht erkannt wird und man deswegen vermeintliche Widersprüche zu entdecken glaubt. Ist nur meine persönliche Erfahrung, muß nicht auf Deine zutreffen.[/color] Natürlich ist das richtig ;) Das war von mir nämlich diesmal zynisch gemeint, nämlich, dass die von mir beschriebenen leute sich als was besseres sehen, weil sie auf der einen Seite scheinabr nichts sein wollen, um nicht in eine Schublade gesteckt zu werden, auf der anderen Seite aber allen zeigen müssen, wie SIE "Gothic" wurden... und so weit zu gehen, ist eben ein Widerspruch der schon fast "selbstverräterisch" erscheint, und damit jede Form von Individualismus zerstört, gerade, weil die Personen ja scheinabr unbedingt Individuuen sein wollen, egal ob eigene Meinung oder nicht... |
| Frances | ...dir ist schon klar, dass du dir da ein unglaublich breites und komplexes Thema gesucht hast, oder? :D |
| Odessa | ;) Carzinom: also ich für meinen Teil bleibe in der Schublade "Gothic" stecken, weil man mich da reinsteckte und ich mich tatsächlich überwiegend (noch) dort wohlfühle. Die "Schnittmenge", wie schon Sternentreue schrieb, ists auch bei mir;-). Trotzdem würde ich selbst mich NICHT in diese Szene stecken, weil ich eben denke daß ich in erster Linie der Mensch I. bin, der genausogut ohne diese Bezeichnung "Gothic" denken fühlen leben würde. Vielleicht geht es vielen Leuten, die Du kennst und wo Du diese Widersprüchlichkeit erlebst, ja ähnlich (kann ich nur vermuten, ich weiß es nicht). Ich fühle mich auch der Szene - sh. solche Frageaktionen - immer noch derart zugehörig, daß ich dazu gerne aus meinem "privaten Nähkästchen" Antworten geben kann...aber das würde ich auch tun, würde jemand über Punk oder Hardrock-"Szene-isten" fragen, denn da fühle ich mich genauso "daheim", nur ist da meine "Schnittmenge" kleiner. Ist aber ein guter Punkt, den Du da ansprichst, von wegen dieser Widersprüche, das bringt einen ganz gut zum (auch eigenen) Hinterfragen :). Eigentlich will kein echter Gruftie irgendwie so wirklich "Szene-Gothic" sein, zumindest die, die ich kenne, wehren sich Alle vehement dagegen. Das ist vielleicht tatsächlich ein typisches Paradoxon, sh. auch bereits erwähnten Andrew Eldritch oder Carl McCoy und Konsorten ;-) |
| Frozen Hell | [QUOTE][i]Original geschrieben von Carzinom [/i] [B] Das grenz schon an Selbstveralberung, vorallem, wie ernst ihr dabei noch seid^^ [color=red]"Ich bleibe dunkel und ich bleibe ICH, aber Gothic werde ich nciht mehr."[/color] :D [/B][/QUOTE] Das hättest du dir dir sparen können, wenn du den Rest meines Beitrages gelesen hättest. Fakt ist dich zwingt niemand zum antworten...Fakt ist ich habe mich dafür entschieden mich nicht mehr als Gothic zu bezeichnen...Hast du ein Problem damit? |
| Seena | Nu, dann mach ich auch ma....einfach aus Spaß an der Freude! 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Vom Snob-Mäuschen über strenggläubige Christin, durchgeknallte Rollenspieler, schwule Kunststudenten bis hin zu Mittelalterfreaks eigentlich so ziemlich alles. Ein bunter Haufen, allesamt total verrückt auf ihre Art und Weise und ich brauche sie alle. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Hm.....2004, als ich mit meinem Ex zusammengekommen bin. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Mich in der Szene einfach wohlzufühlen und viele nette Leute kennenzulernen, die Musik und das ganze Lebensgefühl eigentlich schon viel länger in mir zu haben. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Oje.....ich weiß nicht so recht. Ich glaube in der Szene gibt es nichts wirklich "typisches", weil es doch gerade darum geht, dass wir alle unterschiedlich sind. Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten, aber unter dem großen "schwarzen Zelt", sind wir doch alle verschieden - jeder hört andere Musik oder kleidet sich anders. Ich würde nicht sagen, dass es irgendwas richtig "typisches" gibt. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Sehr wichtig ist mir Musik und der Hang zur Melancholie und Schwarzromantik. Ich mag, dass es so viele verschieden Abspaltungen in der Szene gibt, ich mag die vielen verschiedenen Kleidungsarten, ich mag das Mystische und Geheimnisvolle. Ich distanziere mich von einer Menge Dinge, aber konkret in der Szene fällt mir jetzt nichts ein.... 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Hm....ich hab absolut keine Ahnung und eigentlich kümmert es mich nicht so richtig. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Eigentlich sehr gut. Anfangs wurde es größtenteils lächerlich gemacht und als "Phase" beschrieben, mittlerweile haben die Leute anscheinend eingesehen, dass es mehr als eine Phase ist, dass es die Art ist, wie ich mein Leben führen möchte und werde und eigentlich hat sich dadurch nichts verändert. Meine Freunde stehen genauso zu mir wie vorher und auch meine Familie hat sich damit abgefunden und reagiert darauf - heißt, sie schenken mir Sachen, von denen die denken, dass sie mir in meiner Lebenseinstellung gefallen könnten - sie versuchen, darauf einzugehen, was sehr lieb ist. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Vermitteln will ich eigentlich gar nichts. Naja, ist so nicht ganz richtig - ich will etwas vermitteln, aber an Leute, die mir wichtig sind. Es ist mir relativ egal, was ich an Fremde vermittle. Ich will das Bild vermitteln, dass es mir so, wie ich bin, gut geht. Egal, wie ich angezogen bin, ob ich kurze Röcke und Overknees oder lange Hosen und légere Blusen trage.....das ist ganz unterschiedlich. Für mich ist wichtig, dass die Leute mich ansehen und sagen können: "Man sieht, dass sie sich wohlfühlt." Welches Bild ich tatsächlich vermittle weiß ich nicht und habe mir auch noch nie Gedanken darüber gemacht, um ehrlich zu sein. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Meine Zukunft......meine Zukunft ist ein recht schwieriges Thema für mich zur Zeit. Natürlich habe ich Vorstellungen. Ich denke, dass ich die nächsten paar Jahre damit verbringen werde zu arbeiten und nebenbei endlich die Matura zu machen, ich würde dann gerne mit meinem Schatz in eine größere Wohnung ziehen, ich würde gerne viel mit ihm reisen, viel mit ihm erleben und entdecken, ich würde gerne eines meiner Bücher veröffentlichen und könnte mir auch vorstellen, dass mein Freund Erfolg mit seinem Buch haben wird. In ein paar Jahren hätte ich gerne ein Kind. Dazu muss aber erst die richtige finanzielle Grundlage her, eine geräumige Wohnung und fixes Einkommen beiderseits. Das also erst in höchstens.....naja, sagen wir fünf, bis sieben Jahren. Ich hoffe, dass ich mit meinem Freund eine schöne Zukunft aufbauen kann und dann hoffe ich einfach, dass ich irgendwann mal zurückblicken und sagen kann, dass ich ein wertvolles Leben geführt habe. Also eigentlich ganz normale Pläne. Grüße |
| Dark Butterfly | 1. Mein Freundeskreis ist kunterbunt. Wobei ich sicher mehr schwarze Freunde habe als Menschen, die mit der Gothic-Szene nichts zu tun haben. Ich habe (wie wohl die Meisten) eine handvoll RICHTIG-gute Freunde, die mir in Allem stets zur Seite stehen, und eine ganze Menge gute Freunde zum Weggehen oder Studieren. 2. Ich habe nicht vor Karriere zu machen und werde es eh nie zu einer bringen. Aber mein Eistieg in die Szene begann wohl so vor 7 Jahren; da war ich 14 und extrem-pubertär. Ich wollte anders sein und schockieren -mehr nicht. Mit siebzehn glaubte ich erwachsen zu sein und wollte mit der Szene nichts mehr zu tun haben. Tja! -Hatte sie wohl nicht richtig kennengelernt. Seit ungefähr ein-zwei Jahren bin ich ernsthaft dabei. 3.Ich rede jetzt von dem Zeitpunkt von vor ein-zwei Jahren: Ich habe so eine Hassliebe zur Gesellschaft (um mal die Worte eines guten Freundes zu benutzen). Einerseits bin ich sehr gesellig und liebe es, mich in unsere Gesellschaft zu begeben, um sie zu beobachten. Andererseits möchte ich nicht so sein wie die Anderen, so oberflächlich, konsumgeil, so eine Mitläuferin, nur nach Sex aus, ganz anonym. Die schwarze Szene bedeutet für mich Tiefe, Andersartigkeit, Ernsthaftigkeit. Außerdem ist schwarz schlicht, ästhetisch; ich muss nicht viel über mich aussagen. Es ist wie ein Schutz vor den gierigen Blicken der Menschen. Ja, es ist leider (oder eben auch glücklicher Weise) ein Stück Verschlossenheit. Ich fühle mich da wohl, wo ich meiner Wiedersprüchlichkeit Ausdruck verleihen kann und nicht so tun muss, als wäre ich Eins mit mir. 4. Die Farbe Schwarz. -Sonst gibt es keine Gemeinsamkeiten. Wir sind Menschen wie alle -von Grund auf verschieden... 5. Besonders gefallen mir die wissenden Blicke derer schwarz gekleideten Menschen, die man auf der Straße trifft, die einem zu sagen scheinen: "Ich weiß... Ich bin hier auch nicht zuhause..." Außerdem gefällt mir die Toleranz gegenüber Äußerlichkeiten innerhalb der Szene und der Facettenreichtum. Distanzieren möchte ich mich von radikalen Meinungen, Satanismus etc. Außerdem von einer allgemein "leidenden" Grundhaltung oder auch "Opfer-Grundhaltung". Es tut uns ja keiner direkt was. Wir haben uns selbst ausgesucht, anders zu sein. 6. Ich weiß nicht genau was du meinst. Standpunkt? Ich bin Studentin und kein Star... 7. Mittlerweile (,da ich erwachsen bin und nicht schockieren, sondern einfach nur ich sein will,) gar nicht. Sie kennen mich als den Menschen, der ich bin. Es interessiert sie nicht besonders meine äußere Erscheinung. Und ich weiß nicht wie viel meiner Gedanken- und Gefühlswelt sie jemals einer Szene zuordnen würden. -Wahrscheinlich vernünftigerweise nie etwas. 8. Ich will mich vermitteln. Auf kluge Menschen tu ich das auch. Auf dumme Menschen vermittel ich eine Satanistin, die Leichen auf dem Friedhof ausgräbt, eine weinerliche, depressive Frau, die keinen Geschmack hat, keine Sonne mag... Alles Blödsinn! Ich bin tatsächlich depressiv, aber ich lache gerne, liebe den Sommer, bin evangelisch, habe einen Sinn für Farben und formen... 9. Ruhig! Das wär schön! Ich werde wohl meinen jetzigen Freund heiraten, Kinder bekommen, im Urlaub mal nach Indien fliegen... Das wünsche ich mir. Zum Beruf: Ich studiere auf Lehramt. -Also du siehst: Ganz so ruhig wird es doch nicht. Viel Erfolg! |
| Sternenstaub | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Wundervoll und bunt. Tolerant und familiär. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Den Anfang sehe ich im Erhalten einer CD mit Ville Valo auf dem Cover, weil damit alles begann. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Die Suche nach etwas Neuem im Leben, nach neuen Interessen und Perspektiven - eigentlich auch bei mir eine schleichende Sache.. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Weder, noch. Eher eine gewisse Aufgeschlossenheit und Hang zum Nachdenklichen, sowie teilweise zur Provokation. Etwas Junges und Wildes, was ich aber mit der Zeit eher vermisse. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich distanziere mich von den zahlreichen Profilneurotikern und mittlerweile auch von der Kleidung. Außerdem hasse ich das zu oft vorhandene ständige Gejammer. Ich bin darüber hinweg und gehe nach Vorn. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Ich wandere irgendwie langsam hinaus und trage bunt. Die Musik ist wundervoll, aber die Szene nicht mehr die Meinige. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Am Anfang etwas entrüstet, aber mittlerweile eher tolerant. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Gar keins. Ich will ich sein. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Ich werde ganz viele Schüler wissend machen und mein Bestes tun. Und sehnsüchtig an meine ganz schwarzen Zeiten denken..;) |
| Lady Ligeia | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Bunt/Schwarz gemischt ... Electros, Ois, Neofolkler, Gothics, 0815 Leute, Psychbillys/Rockabillys, Horrorpunker, Punks, Mittelalter Freaks ... alles dabei was das Herz erfreut. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Na ja direkt ne Gothic Karriere kann man es nicht beschreiben, kann ich dir nur für meine Morbidität etc. sagen ... mit 4/5!!! 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Der Tod meines Onkels, die Satanisten auf meiner Schule, der Tod an sich, die Schwärmerai für Dunkelkünste und ich wollte einfach nicht zur breiten Masse - damals Neonazis - gehören. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Im Moment nichts mehr, da müsstest du jemanden fragen der sich als richtiger Gothic definiert, was ich nicht mehr bin. Ich finde nur dass es keine Subkultur mehr ist, schon lange nicht mehr. Ist ja alles Mode. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich distanziere mich vor den Menschen die mir einfach total unsympathisch sind und das sind die, die sich Gothic oder auch Cybergothic nennen, hallo die Loveparade ist in Berlin und nicht in Leipzig. Was mir gefällt sind die wenigen Toleranten die ich noch kenne, die Schwarzromantik, die Mystik und Fantasie, der Sex und all seine Abartigkeiten. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Keinen mehr ... ich höre alles durch die Bank weg, bekomme aufm wgt bps und Mordlust ... na ja ... und grün steht mir eh viel besser. Das Gedanken- und Seelengut ist wichtig und nicht die Kleidung ... totlach. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Keine Ahnung, die halten mich jetzt noch fürn Satanisten, meine Eltern sind selber auf Ihre Art und Weiße "Gruftig". 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Schmeist Gehirn und Toleranz. Ist mir eigentlich egal. Die Leute denken eh immer falsch von mir, das ist auch besser so. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Dickes Auto (muss nicht schwarz sein), ne schöne Wohnung irgendwo fernab von Deutschland, vielleicht mit meinem Schatz verheiratet zu sein (er ist der einzige Mann den ich heiraten würde). Ab und an Konzerte ... und natürlich meiner Arbeit nach zu gehen die ich so sehr liebe. |
| Trauervogel | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Durchgeknallt, spontan, unternehmungslustig. Der einzige andere Goth in meinem engen Freundeskreis ist meine Freundin. Die anderen sind Alternativ, oder wie man das nennen will... 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Im HIM-Video zu Join me in Death. Obwohl nicht ganz, einen Hang zum Mystischen, zum Dunkeln und vor allem zu Geistern und Vampiren hatte ich schon immer. Aber als ich dann dieses Video sah, hat mich das damals so tief angesprochen das ich mich immer mehr mit der Szene beschäftigt habe und immer mehr Bezugspunkte fand. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Es war nicht nur das mir das Dunkle, Mystische tc gefiehl. Es war auch die Reaktion meiner Mitschüler. Ich war Aussenseiter und sie bekamen plötzlich Angst vor mir. Es war ein Gefühl von Macht, glaub ich. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Ich glaube am wichtigsten ist die Musik. Ich kenne viele die Gothic-Musik höhren sich jedoch nicht wie Gothics kleiden, oder sich so Verhalten (was auch immer das heißen mag). Deswegen ist die Musik wahrscheinlich am wichtigsten für die Szene. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Ich habe eigentlich kaum Kontakt mit der Szene, da die Gothics denen ich begegne häufig versucht haben "mehr Gothic zu sein als andere". das hat mich abgeschreckt. Ständig werden Teenies als "nicht richtig Gothic" abgestempelt. So'n Quark, die Szene sollte eine Familie dartstellen und keinen elitären Kreis. Familiengefühl hab ich auch angetroffen, aber leider viel zu wenig. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Absichtlicher Aussenseiter. Ich distanziere mich von anderen Goths, obwohl ich mich im Gothic-Stil kleide. Ich suche mir andere Freunde, eben wegen dem oben angesprochenen Punkt. Ich will mich nicht beweisen müssen, sondern will einfach so sein wie ich bin. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Meine Eltern fanden es erst lustig und meinten das legt sich wieder. Meine Oma war schockiert. Die wenigen Freunde die ich damals hatte fanden es voll ok, die haben das kaum bemerkt, zumindest mir gegenüber nicht. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich weiss nicht ob das etwas mit meinem Gothic-sein zu tun hat. Ich will immer Selbstbewusstsein vermitteln. Da ist es egal, ob ich einen rosa Hut, wo "Fick mich" drauf steht trage, oder meine schwarzen Sachen, das Bild das ich vermitteln will bleibt das Gleiche. Ich fühle mich eben in den Klamotten wohl die ich trage und das ist das Einzige was ich (inzwischen) vermitteln will. Früher wollte ich abschrecken und schockieren, das tu ich aber schon lang nimmer. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Wunderschön... und langweilig. Job. Kinder. Pension. Tod. Naja und noch die ein oder andere Kreuzfahrt natürlich. |
| Ursus | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Interessant gemischt. Meist ruhige nette Leute die keine halben Sachen machen und auf die ich mich verlassen kann. 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Schwer zu sagen. Als Kind haben mich meine Eltern öfters auf Mittelaltermärke mitgeschleift aber deswegen war ich doch da noch lange kein Gruftie. Was das in etwa ist habe ich erst in der Schulzeit mitgekriegt und Schwarze gab es an meiner Schule nicht die ich hätte fragen können. Ich habe dort lieber mit den "Alternativen" rumgehangen und Punkrock oder Crossover gehört. Die hat auch nicht gestört das ich nicht mit Dreads oder zerrissenen Jeans rumgelaufen bin, sondern mit Nadelstreifenhosen und Samtpulli. *g* So mit 17,18, 19 ging ich öfters in Clubs und bin dann dort auch öfters mit Gothics ins Gespräch gekommen was aber nicht besonders fruchtbar war. Irgendwie wollte ich mit den Typen nichts zu tun haben und habe nach einigen modischen Experimenten weiter mein Ding durchgezogen. Ich habe mich informiert und bei vielen Dingen die mir gefallen haben habe ich gedacht: "Das hast du doch schon immer so gemacht." Unterm Strich schein also eine Vielzahl von meinen Vorlieben von einer gewissen Subkultur offiziell als typisch zu gelten also scheine ich der wohl anzugehören... 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? Ich habe mich entschieden mir selbst treu zu bleiben weil ich mich bei nichts anderem wohl gefühlt hätte. Mehr war das nicht. 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Kleidung: Oft übertriebene und schlecht kopierte Kleidung aus verschieden Epochen. Zunehmende Integration in den modischen Mainstrem. (buntschwarzes X-tra-X meets Pimki dark style) Kleine aber relevante Gruppe von Leutchen die selbst schneidern. Schlichtes Alltagsschwarz wird durchbrochen von auf Aufmerksamkeit erregenden Club/Festivaloutfits. Verhalten: Personenabhängig Musik: Musikalisch bietet die schwarze Szene von Schlagern bis Metal, von Folk bis Techno alles an was gerade vom Publikum gewünscht wird. Musikalisch ist auch die schwarze Szene nur ein verkleinertes Bild der Gesellschaft 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Der mir wichtigste Punkt ist das zumindest der Anspruch besteht auch die Dinge zu schätzen, die nicht mehr von der Allgemeinheit als schätzenswert betrachtet werden. Wer macht denn noch einen Spaziergang durch den nächtlichen Wald und genießt die Atmosphäre wenn er nicht gerade sternhagelvoll von der Disco heimtorkelt? Musik ist Kunst, spirituelle Inspiration, Gefühlswelt und nicht nur Konsumgut. Jeder Mensch hat eine eigene Persönlichkeit dies es auszudrücken gilt wenn man nicht Teil der grauen Masse werden will... Es gibt natürlich auch Dinge von denen ich mich distanziere aber die gehören nun mal nicht nach meinem (!) Verständnis zu der Szene. Aber anscheinend nach dem Verständnis von anderen schon und bis es keine einheitliche Definition von Gothic gibt ist deren Meinung genauso gut wie meine, aber sie ist eben nicht meine. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. Allgemein in der schwarzen Szene? Ich bin 22 also wahrscheinlich noch Newbie (aber mit gutem Musikgeschmack *g*). Von der Clubszene halte ich mich bis auf ausgewählte Veranstaltungen die in erster Linie meinem Musikgeschmack entsprechen fern. Ich habe auch nicht den Anspruch mein "Szeneranking" zu verbessern da ich bin wie ich bin weil es mir so gefällt und nicht um anderen zu gefallen. 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Familie hat das eigentlich nie gestört. Ich habe nicht von heute auf morgen angefangen mich nur schwarz zu kleiden und so komische Musik zu hören sondern als Teil einer jahrelangen Entwicklung. Insofern hatten sie auch Gelegenheit an meiner Entwicklung teilzunehmen. Natürlich kam während der Zeit der modischen Experimente das eine oder andere Augenrollen als ich mich z.B. geschminkt habe oder mit schwarzen Haaren angekommen bin. Meine Freunde sind in der Regel selbst recht seltsame Gestalten aber auf eine nette Art und Weise. Sie finden es gut und sind meist besonders beeindruckt das ich auch so bleibe wenn ich z.B. beruflich tätig bin. (angehender Lehrer für Physik und Politikwissenschaft) 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich will das Bild eines netten, ruhigen, selbstbewussten, jungen Mannes vermitteln kann aber manchmal nicht verhindern, dass ich als freakiger Naturwissenschaftler wahrgenommen werde. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Interessant und abwechslungsreich. Ob gut oder schlecht kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Liebe Grüße aus Berlin |
| Dirtydevil1981 | 1. Wie würdest du deinen Freundeskreis beschreiben? Sie sind anders als ich (bzw wir, mein Partner ist wie ich), die finden sogar mit ihren 25 Jahren und älter noch Popstars toll. Also soll ich da noch was zu sagen? 2. Wo siehst du deinen Anfang deiner "Gothic Karriere" ? Gar nicht, bin Punk gewesen und hab nachher meinen eigenen Stil entwickelt. Ich trage nicht nur schwarz, da ich das beruflich schon nicht kann. Ich höre auch gerne mal Metal, Punk, Grunge etc. 3. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung? ---------------------------------- 4. Kleidung - Verhalten - Musik ? Was siehst du als typische Merkmale der Szene? Typische Merkmale sind wahrscheinlich die Kleidung, denn ich sehe den Menschen ja nicht an was sie hören. Wobei die Kleidung nur eine Hülle ist. Nicht mehr. Ich kann mich Gothic kleiden, empfinde aber nicht so und höre zu Hause Tokio Hotel. Viele Sachen beim Gothic sind mehr zu modetrends geworden. 5. Was gefällt dir besonders an der Szene ? und gibt es Dinge von den du dich distanzierst? Mir gefällt die Musik. 6. Welchen Standpunkt hast du in der Szene. ---------------------- 7. Wie haben Familie und Freunde darauf reagiert? Die verstehen mich eh nicht und haben keine Ahnung davon. 8. Welches Bild willst du vermitteln? (was denkst du welches Bild du vermittelst?) Ich bin ich, und ich bleibe so wie ich bin. Wer es nicht mag, muss weg sehen. 9. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Normal. Ha was ist normal? Ich möchte Kinder haben, möchte heiraten, weiter arbeiten, möchte ein Haus bauen oder kaufen. Möchte nicht reich aber auch nicht arm sein. Das reicht mir schon. |
| JPB | Danke an alle, die sich die Mühe gemacht haben hier zu antworten . Eure antworten haben mir sehr geholfen im verfassen der arbeit. so long JPB |
| Celtvis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i] [B]Zusatzregel: Umfragen sind weder für Diplomarbeits- noch für Marktforschungs- oder sonstwas-Zwecke erwünscht und werden schnellstmöglich geschlossen, sowie der link aus dem Beitrag gelöscht. Die Moderation [/B][/QUOTE] Geschlossen. Celtvis |