| rosenkind | wer immer Abi oder Fachabi hat und nicht einen Notendurchschnitt von 1 dürfte es kennen: die Begrenzung der Wahl der Studiengänge durch die NCs. Entweder du bist gut... oder du musst warten... jahrelang. Noch habe ich das Abi noch nicht überstanden, ich büffel derzeit noch für die Prüfungen, die mich im März und Mai ereilen werden. Nachdem, was ich aber in der 12. Klasse geleistet habe und dem, was ich in 13 I für Noten bekommen werde, auch wenn es noch nicht schwarz auf weiß in meiner Hand ist, steht es sehr schlecht darum, einen Notendurchschnitt zu erreichen, der noch im Rahmen ist. (oder ums mal so auszudrücken, ich müsste in den Prüfungen durchweg 1er erbringen) Das Verfahrene an der Sache: meine Noten entsprechen nicht dem, was ich von meinem Leistungspotential her erbringen könnte. Beispielsweise habe ich in 12 II in Deutsch 12 und 13 Punkte geschrieben... und im Zeugnis wars eine 8. Die mündliche Note kann man sich da denken. Ich kann meine Noten also nicht meiner Leistungsfähigkeit zuschreiben und mich in diesem Fall damit trösten, dass ich für diesen Studiengang ja leistungstechnisch nicht geeignet wäre, nein, ich darf mich ohrfeigen für ganz andere Dinge, durch die ich mir das ganze verbaut habe... wie dem auch sei, ändern lässt es sich jetzt nicht mehr und es ist auch nicht so, dass ich neben dem, was mein Wunsch gewesen wäre, keine Alternative hätte. Ich ärger mich nur grade richtig schön über mich selbst und möchte an dieser Stelle ein bisschen Frust rauslassen. Vielleicht geht oder ging es ja jemanden ähnlich, dass er sich seine Chancen durch Dummheit verbaut hat und seine Geschichte hier erzählen will. Meine gesamte schulische Laufbahn war jedenfalls an solchen Übergängen immer turbolent, aber endete trotzdem positiv. Eigentlich kann ich mich an keinen Schulwechsel, ob von Grundschule auf Realschule oder Realschule auf Gymnasium erinnern, der nicht enorm knapp an der Katastrophe vorbei geschossen wäre und nur noch durch glückliche Zufälle zustande kam. An die Realschule kam ich z.B. nur, weil im letzten Augenblick ein Mädchen aus der Klasse noch abgesprungen ist. Denn als ich, nachdem wir abgewartet hatten, ob ich am Gymnasium an dem mein Bruder war, abgelehnt wurde, waren die Klassen dort eigentlich schon voll... Mal sehen, was diesmal passiert, vielleicht ist das Schicksal mir diesbezüglichwieder hold... oder ich muss doch auf die Alternativen ausweichen. Aber dass alles glatt geht, das wäre wirklich ein Wunder. |
| more | Ich habe meine Chancen verbaut, ABER ich finde NC´s gut, es sollte nicht jeder, jeden Studiengang geschenkt bekommen. Studiengänge wie z.B. Medizin sind schwer, und es würde nur dazu führen, dass die Säle noch überfüllter wären und nach dem 1. oder 2. Semester 2/3 der Studenten abbrechen würden, weil sie es nicht schaffen. Ich habe kein Abitur. Ich war zu dumm. Schlicht und ergreifend. Ich bin an Mathe gescheitert, was ich als äusserst ungerecht empfinde, nach wie vor. Ich bin sprachlich sehr gut, Englisch und Deutsch waren meine Stärken. Das nutzte aber alles nichts. An Mathe kam ich nie vorbei, und dieses verfluchte Fach legt mir seit Jahren Stolpersteine in den Karriere-Weg. Ich kann nicht rechnen, jede noch so simple Aufgabe bereitet mir Mühe und quält mich. Ich wollte so gerne Abitur, ich wollte studieren, etwas womit ich kreativ oder nützlich sein könnte. Ich habe es dann über den zweiten Bildungsweg versucht ans Fachabitur zu kommen. Woran bin ich gescheitert? An meinem Mathelehrer, der mein Problem nicht verstand und mich vor die Tür schickte. Friss oder stirb. Ok, also wieder kein Glück. Ich habe es damals sogar geschafft es in Chemie auf 3 zu bringen, obwohl das auch viel mit Mathe zu tun hat. Nun, jetzt bin ich Lehrerin. Stell sich das einer vor, ich habs geschafft, so gut wie ohne Mathe. Ich kann zumindest meinen Schülern erzählen, dass man doch noch einen anständigen Beruf bekommen kann, obwohl man Schwächen in dem ein oder anderen Fach hat. Aber Gott sei Dank bin ich der Menschheit als: Psychologin Juristin Grundschullehrerin Designerin Tierärztin erspart geblieben, das waren nämlich meine Kindheitsträume... *lach*, Fazit: NIEMALS aufgeben, irgendwann hört der geistige Horizont auf, und das muss man akzeptieren, ABER es dauert lange bis man herausgefunden hat wo dieser liegt. Dazwischen kann man nur lernen, lernen, lernen. Also Arschbacken zusammen kneifen und weitermachen. |
| rosenkind | [QUOTE]ABER ich finde NC´s gut, es sollte nicht jeder, jeden Studiengang geschenkt bekommen. Studiengänge wie z.B. Medizin sind schwer, und es würde nur dazu führen, dass die Säle noch überfüllter wären und nach dem 1. oder 2. Semester 2/3 der Studenten abbrechen würden, weil sie es nicht schaffen.[/QUOTE] das seh ich genauso! Aber diese Betrachtung ist ja ein Problem des Leistungspotentials. Und dieses ist bei mir nicht das Problem, mein Problem liegt wohl mehr an meinen 4 Buchstaben und grade deswegen könnte ich mich heute in selboge beißen... und das erst jetzt, wo man über mich schon seit Jahren sagt: ja, wenn du.... dann könntest du unter den Klassenbesten sein. Ja, ich könnte es wirklich. ich kenne jedenfalls nicht viele Menschen, die mit einem Nachmittag Lernen in Physik bei einem Thema, bei dem sie kaum etwas mitbekommen haben und das alle als besonders schwer empfinden eine glatte eins schreiben oder eines morgens in die Schule kommen und nicht mitbekommen haben, dass an diesem Tag eine Deutscharbeit geschrieben wird und trotz nichts gelernt zu haben die 4. beste Arbeit schreiben. Beides passierte im letzten Jahr an der Realschule. Nicht mehr ganz so krasse, aber dennoch ähnliche Sachen passieren mir heute immernoch. Wenn ich ehrlich bin: für die meisten Fächer lerne ich vorher weniger als eine Stunde, für mein bestes Fach Deutsch gar nichts... und ich schreibe dennoch gute Noten Ich sage das nicht, um anzugeben, nur um deutlich zu machen, dass meinem Leistungspotential wirklich nicht mit meinen Noten übereinstimmt. Ehrlich gesagt bewundere ich Leute, die sich hinsetzen und pauken und pauken und pauken, um gute Noten zu schreiben. ich bewundere diesen Elan, den ich nie besaß, sie leisten mehr Arbeit als ich, denn ich strenge mich ja nicht an....oder besser strengte und könnte mich heute wirklich ohrfeigen, dass ich mir meine Noten so verbockt habe! [QUOTE] Ich kann zumindest meinen Schülern erzählen, dass man doch noch einen anständigen Beruf bekommen kann, obwohl man Schwächen in dem ein oder anderen Fach hat.[/QUOTE] die Kinder eines Bekannten meines Vaters haben beide erst Hauptschule, dann Realschule und dann Gymnasium gemacht. Wege führen auch manchmal kruez und quer zum Ziel, das stimmt. |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]An Mathe kam ich nie vorbei, und dieses verfluchte Fach legt mir seit Jahren Stolpersteine in den Karriere-Weg. Ich kann nicht rechnen, jede noch so simple Aufgabe bereitet mir Mühe und quält mich. [/B][/QUOTE] Das nennt man [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Dyskalkulie]Dyskalkulie[/url] und hätte man es früh genug erkannt, hättest Du heute evtl. doch ein Abitur in der Tasche. Ich habe das Abitur gemacht. Aber mein Notenschnitt *hust* den will ich ab und zu am liebsten vergessen. Warum? Weil ich stinkefaul war - minimaler Aufwand mit "maximalem Erfolg" ---> die Note war mir egal :rolleyes: OK, mein erstes Studienfach brauchte auch keinen NC, dann bin ich kurzerhand im höheren Fachsemester wechseln gegangen und habe so den NC umschifft. Nach dem Studium ne Runde gearbeitet (nicht allzu lange), um darauf ein anderes Studium gelegt - denn da hatte ich genügend Wartezeit zusammen :rolleyes: An diesem "bastle" ich gerade in den letzten Zügen der Scheine für den Magisterabschluß.... |
| Alex | Du sagst, du hast deine Chancen durch Dummheit verbaut. Ich denke, "Dummheit" ist das Falsche Wort (siehe deine Leistungen in Physik etc.), "Blödheit" wäre vielleicht richtiger - im Sinne von Unvernunft. Das ist zwar ärgerlich, aber Unvernunft kann man leichter ablegen als echte Dummheit (wobei das eine das andere natürlich nicht ausschließen muß). Naja, noch ist nichts zu spät. Es gibt zwar NCs, aber die natürliche Intelligenz wird immer Chancen offenbaren, die andere, damit weniger bedachte Menschen, nicht haben oder sich mit viel Mühe und Arbeit erkämpfen müssen. |
| axa | more, wie hast du es geschafft ohne abi dann doch noch lehrerin zu werden? und an welcher schule und mit welcher vorbildung? (fachlehrerausbildung?) vielleicht hab ich ja dann auch noch chancen :) |
| Trauerwesen | Ich sehe das ein bisschen anders, was NCs angeht. Denn die meisten Studiengänge haben ja keinen, weil man gut sein muss, sondern weil sie überfüllt sind, und den wenigsten bessere Methoden einfallen. So gesehen studiere ich nun auch einen lokalen NC-Studiengang. Als ich mich einschrieb, war der noch frei zugänglich, und es hat ja weniger mit höheren Anforderungen zu tun. Ich denke aber einfach, dass mein Abischnitt nichts über mein interesse und meine Fähigkeiten im jeweiligen Fach, das ich studieren möchte, aussagen. Ich erinnere mich, dass Mathegenies nicht gut in den Sprachwissenschaften waren, wen stört es, wenn die eh Inrofmatik studieren wollen? Man hat seine Pflichtfächer in der Oberstufe, die man in etwa machen MUSS, oder aber man darf sie nicht mit ins Abi nehmen, wel Lehrer fehlen. Komischerweise gibt es auch manche, die an der Uni bessere Noten erzielen als in der Schule, sofern sie das richtige studieren, also das, was sie interessiert. Sicherlich sollte jemand, der schlecht in Deutsch war, kein Germanistik studieren, aber meistens will er dies ja auch nicht. Aber: Oberstufenfach halt. Oder Sport, muss ich mir meinen Notenschnitt damit runterziehen, wenn ich unsportlich bin, aber sonst ein Genie? Ich hätte liebendgerne Psychologie studiert, was aber aufgrund des NCs zunächst nicht ging, warten wollte ich dann aber nicht. Es wäre aber wohl perfekt gewesen, zumal ich mich in meiner Freizeit gerne mit Psychosen und sowas auseinandersetze, gar Fachliteratur lese, jene auch verstehe, so gesehen optimal für ein Studium, wenn man sich in seiner Freizeit auch für begeistern kann. Besser finde ich hingegen Aufnahmeprüfungen. Gibt es zum Teil ja. Man muss ja kein hervorragendes Abi abgelegt haben, um nicht beispielsweise künstlerisch begabt zu sein, bei manch anderen Fächern ist das ja ähnlich, denn es ist doch egal, was man im Abi hatte. Sicherlich kann man in gewisser Weise eine gewisse Arbeitseinstellung wiedererkennen (also dass jemand mit gutem Abi auch gut in der Schule ist), aber das Abi sind alle möglichen Fächer... deswegen finde ich den NC eigentlich bekloppt, weil er nichts über die jeweiligen Fähigkeiten im jeweiligen Fach aussagt, und darauf sollte es ankommen. |
| Ursus | Ich hatte während meiner Schulzeit auch so manche Probleme. Hauptproblem waren dabei gruftitypisch natürlich die anderen, insbesondere die Lehrer.:D Mit einem bestimmten Typus Lehrer bin ich einfach nicht klar gekommen und tue es auch heute noch nicht. Dies spiegelte sich natürlich auch in meinen Noten wieder: Ein Beispiel (Politikwissenschaft) Stufe 12.1 Note 2 Stufe 12.2 Note 1- Stufe 13.1 Note 4- Stufe 13.2 Note 2+ Man kann in etwa erahnen wann ich einen neuen Lehrer bekam und wann dieser wieder ging.:D Ansonsten war ich mündlich immer besser als schriftlich obwohl ich eigentlich ein eher ruhiger, zurückhaltender Mensch bin. Was ich aber von mir gab hatte dann meißtens auch Hand und Fuß. Bei Klausuren hat mich aber oft eine Prüfungsangst überfallen und einige Probleme bei der Kommasetzung und Flüchtigkeitsfehler taten ihr übriges. Nichtsdestotrotz habe ich mein Abi mit 2,3 bestanden und hatte als schriftliche Prüfungsfächer Physik, Englisch, und Biologie. Meine mündlich Prüfung habe ich in Politikwissenschaft abgelegt. Mein Tip für das Studium: Viele grundlagenorientierte Naturwissenschaften sind ohne NC und auch heute noch eine fast sichere Berufsgarantie... Physiker und Mathematiker werden händeringend gesucht, auch im Schuldienst. Abschließend noch etwas Kritik von mir in allgemeiner Sache. Wieso hält es eigentlich alle Welt für natürlich völlig entschuldbar wenn jemand Mathematik und artverwandte Fächer nicht beherrscht? (Ich pauschalisiere an dieser Stelle mal und spreche niemanden hier direkt an.) Wie wichtig diese Fächer sind wird spätestens bei den Einstellungstest klar, die heutzutage ja schon obligatorisch sind. Wieviele Meister beschweren sich das ihre Lehrlinge nicht mal Grundschulaufgaben lösen können? Wer jetzt mit dem Argument kommt, dass das was gelehrt wird sowieso realitätsfremd ist und wofür zur Hölle ich in meinem späteren Beruf Integralrechnung und Wahrscheinlichkeitslehre brauche, der hat noch nicht begriffen das Schulmathematik nur die Spitze des Eisberges ist. Jedes BWL-, VWL-, Medizin-, Ingenieurs- oder Soziologiestudium benötigt naturwissenschaftliche und mathematische Kenntnisse die auf das Schulwissen aufbauen. Wenn das nicht da ist hat man schlechte Karten. Ich höre regelmäßig von Studienabbrechern denen die Mathematik zu schwer wurde oder die sich von Anfang an garnicht darüber im klaren waren, dass solche Kenntnisse überhaupt benötigt werden. "Ja, auch ein angehender Mediziner muss ein physikalisches Praktikum bestehen und das handelt nicht von Physiotherapie, sondern von Mechanik, Elektrodynamik und Quantenmechanik." ;) Genug geschwafelt. Der nächste bitte.:D Gruß Ursus |
| rosenkind | [QUOTE]Ich hätte liebendgerne Psychologie studiert, was aber aufgrund des NCs zunächst nicht ging, warten wollte ich dann aber nicht. Es wäre aber wohl perfekt gewesen, zumal ich mich in meiner Freizeit gerne mit Psychosen und sowas auseinandersetze, gar Fachliteratur lese, jene auch verstehe, so gesehen optimal für ein Studium, wenn man sich in seiner Freizeit auch für begeistern kann. [/QUOTE] same here! wobei ich mir nicht speziell Psychologie ausgeguckt hatte, sondern etwas ähnliches. (möchte das hier aber nicht vertiefen). :rolleyes: ich finde,beide Ansichten sind richtig, sowohl die nach den NCs als auch die nach Fähigkeiten beurteilende. Ich denke aber, dass [B]der Durschnitt[/B] derjenigen, die eine hohe Intelligenz haben, auch bessere Noten erzielen alsweniger Intelligente. Daher finde ich das NC-Kriterium durchaus gerechtfertigt, um eine Auswahl zu treffen...ala nur die Besten. In weniger beliebten Studiengängen wird das natürlich nicht benötigt und natürlich ist dieses Kriterium ein sehr stark vereinfachtes Modell,dass die Komplexität der Wirklichkeit nur streift. Eignungstest sind immer so eine Sache, bei künstlerischen Dingen ist die Sache sehr eindeutig, aber was ist mit komplexeren Sachen? Psychologie z.B. erscheint mir zumindest (ja,ich weiß nicht viel vom Studium,weil ich es ja nicht studiere) als Überraschungsbonbon, bei dem Dinge gefodert werden, die man so gar nicht vermutet, wenn man den Begriff hört. zwischen dem Einfühlungsvermögen, das man benötigt, will man nach dem Diplom ein guter Therapeut werden und dem mathematischen Talent fürdie Statsitik liegen Welten. Mag sein, dass ich nun mit dieser Sichtweise völlig an der Realität vorbeischieße. Aber als damals bei uns Unischnuppertage waren und ich in einer Mustervorlesung von Psychologie saß, war ich, obwohl ich wusste, dass dieser Studiengang ein bisschen mehr beinhaltet als das, was man so mit dem Begriff assoziiert, überrascht, dass diese Vorlesung mir eigentlich weitaus physikalischer als psychologisch erschien. (Es ging übrigens um Wahrnehmung, schwarze und weiße Punkte,die als Linie gesehen werden, weil sie in einem bestimmten Abstand zueinander stehen und so einen Kram). @Ursus wer glaubt,bei Medizin kein Mathe und insbesondere Physik zu brauchen, ist in meinen Augen schon ein bisschen dumm :D und (B)WL ist teils reinste Mathematik. Ich spreche da aus 2 1/2-jähriger schulischer Erfahrung ;) |
| Alex | Mathematik hat wenig mit "Rechnen" zu tun. Sondern mit rationalem, logischem Denken. Problem => Lösung. Mathematisches Denken kann dabei oft sehr viel hilfreicher sein als Deutsch oder Englisch, unabhängig von den Neigungen. Es gibt schließlich keinen Beruf "Mathematiker", obwohl man dieses Fach studieren kann. Dennoch sind Mathematiker begehrt in der Berufswelt. Leider scheitert mathematische Bildung ( =mathematisches Denkevermögen) oft daran, daß alles sehr streng aufeinander aufbaut: Wenn man einmal den Anschluß verliert, schwebt man plötzlich im Nirgendwo und versteht nur noch oberflächlich, wenn überhaupt. Daher finde ich es sehr wichtig, daß mathematische Bildung nicht abreißen darf, auch, damit das Interesse nicht abbricht! Es bringt so viel, nur leider sehen das die meisten erst viel zu spät (wenn überhaupt).... |
| gin'iro | Wenn ich in Mathe eine Totalniete gewesen wäre, hätte mich die Zwangsstatisktik in meinem Studienfach bereits um das letzte bisschen Verstand gebracht. In der Tat braucht man recht viel Mathematik, selbst wenn man ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert. |
| SaintandSinner | Ich finde NC's auch sinnvoll, auch wenn ich selbst von dem "verbauten" Abischnitt betroffen bin. Bei mir liegt es ebenfalls daran, dass ich mich nicht aufraffen konnte/kann mich im Unterricht regelmäßig zu beteiligen, aber gute Klausuren schreibe, durch das 50/50 Wertungskriterium schlägt das sich dann ernüchternd im Zeugnis nieder. Als Beispiel könnte ich meinen Leistungskurs Pädagogik nehmen. Ich war so stolz darauf, dass ich es geschafft habe 14 Punkte zu schreiben in der letzten Klausur (13.1) und auf dem Zeugnis gab es dann die Hälfte der Punkte. An unserer Schule ist es leider so, dass die mündliche Mitarbeit meist sogar noch mehr zählt als die schriftlichen Arbeiten, zumindest bei vielen Lehrern und dann gehen gute Klausuren für die man viel gearbeitet hat, meistens unter. Die Kommentare am Ende des Schuljahres "Sie sind doch so intelligent, warum sagen sie denn nicht mehr?" könnte man sich dann meiner Meinung auch sparen ;) Mittlerweile bin ich in der 13.2, mache Zentralabi in NRW und mein Schnitt wird ungefähr bei 3 liegen. Damit kann man wohl kaum NC-Studiengänge studieren. Allerdings finde ich es auch ein wenig unfair wie die NC's gelegt sind. Studenten, die naturwissenschaftlich begabt sind, haben keine Probleme ihren Wünschen nachzugehen, denn man findet in Deutschland viele Unis wo man NC-frei Physik oder Chemie oder manchmal auch Mathematik studieren kann. Mir ist schon klar, dass das daran liegt, dass die sprachlichen Studiengänge Anglistik oder Germanistik oder auch romanische Sprachen sonst überfüllt wären, wenn keine NC's auferlegt würden, aber es ist einfach so, dass ich mit Naturwissenschaften kaum was anfangen kann und deshalb eine Wartezeit auf mich nehmen oder aufs Studium verzichten muss ;) Mittlerweile hab ich mich zwar dafür entschieden an einer Fachhochschule zu studieren, weil da die NC's niedriger liegen, aber DIE Lösung ist das ja dann auch nicht für alle. |
| rosenkind | wenn ich im nächsten Halbjahr und den Prüfungen mich übermäßig anstrenge, ist vielleicht noch ein Schnitt von 2,5 oder 2,4 zu erreichen, letzteres aber schon nahe am Utopischen. Verdammt, ich könnte mich.... mir wurde heute mal wieder demontriert, dass ich, wäre ich so fleißig wie die anderen gewesen mit meinem Leistungspotential sicher um die 2,0 geschafft hätte, wenn nicht sogar besser. Habe heute nämlich eine Matheklausur zurückbekommen, bei der ich durch Prüfungsangst ein völliges Blackout hatte und habe in dieser Klausur versucht, das Wissen, das plötzlich weg war durch logisches Denken zu ersetzen, hatte aber das Gefühl, gar nicht mehr durchzublicken... und habe dennoch 8 Punkte geschrieben. 8 Punkte sind ungefär das doppelte bis fast 3 fache von dem, was ich erwartet hatte! in einer klausur des letzten Jahres hatteich trotz aller Unsicherheiten 13 Punkte geschrieben. Ich unterschätze meine schriftlichen Leistungen häufig falsch ein. Wenn ich dann noch bedenke, dass ich diese Noten geschrieben habe mit 3 Stunden mir selbst die Rechenwege erklären und herleiten, weil mir dadurch, dass ich vom Unterricht so wenig mitbekommen habe, so einiges fehlt, will ichgar nicht wissen, was ich hätte leisten können, wenn das alles nicht der Fall gewesen wäre. Ich glaub ich flipp gleich aus! Warum bin ich nur so doof gewesen! wie dem auch sei, 6 bis 7 der 22 einzubringenden Grundkurse habe ich in 13 II noch vor mir, 2 LKs und die 3 Grundkurse des 3. - 5. Prüfungsfachs ebenfalls sowie die Prüfungen selbst. Das heißt, 28 der 56 Faktoren zur Notenbildung sind noch völlig offen, in 4 Fächern, darunter ein LK steht meine Endnote noch nicht fest, weil ich noch 1 regulär und 3 Klausuren nach schreiben muss. Im LK-Fach hatte ich 13 Punkte in der letzten Klausur... in einem anderen 11. Ich muss alles, alles aus mir herausholen, was geht! Morgen ist eine der Nachholklausuren und ich sitz hier und rede mit euch. kann mir einer mal bitte einen kräftigen Tritt in den Hintern geben? |
| Frau Gaia | Für mich sind NCs insofern sinnvoll, als sie zeigen, wie gut ein Mensch systemkonform (auch wenn das Wort ziemlich abgelutscht ist) Leistung bringen kann. Ich kenne Leute, die sind strohdumm, aber können nicht nur sensationell arschkriechen, sondern auch in jeder Klausur genau die Pipifax-Begriffe einbauen, die der Lehrer hören will, egal ob sie das Gelernte selbständig weiterverarbeiten können oder nicht. Ich kenne ebenso Menschen, die ich für verdammt klug halte und die im Prinzip alles verstehen, das aber sofort weiterverarbeiten und dann in der Prüfung nicht darauf kommen, die gewünschten Begriffe zu nennen und zu erklären, weil sie selbst diese bereits als Selbstverständliches voraussetzen. Genauso kenne ich Menschen, die ich für sehr intelligent halte und die dann auch einen Top-Abischnitt schaffen, weil sie einfach das von sich geben können, was die Lehrer hören wollen und Leute, die ich unsäglich dumm finde und die auch keinen richtigen Abschluss hinkriegen. Ich selber denke von mir persönlich, dass ich den ganzen Abikram im Prinzip kann, aber es scheitert daran, dass ich von meiner ganzen Systemfrustration her so fertig bin, dass ich beim besten Willen in der Schule kaum mehr gute Gesamtleistungen bringen kann, abgesehen davon, dass bei mir unter Stress sowieso nicht viel rauskommt. Ich stelle allerdings dementsprechend keinen Anspruch auf einen guten NC, weil er ja genau das aussagt: für das System bin ich nicht zu gebrauchen, weil ich mich seinen Mechanismen nicht anpassen kann. heute isses aber windig^^, Frau Gaia EDIT: Hups, hatte mich beim ersten Beispiel mit dem Hauptschulabschluss beim Korrekturlesen in der Zeile vertan... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von gin'iro [/i] [B]Wenn ich in Mathe eine Totalniete gewesen wäre, hätte mich die Zwangsstatisktik in meinem Studienfach bereits um das letzte bisschen Verstand gebracht. In der Tat braucht man recht viel Mathematik, selbst wenn man ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert. [/B][/QUOTE] [I]lach[/I] Mathematik würde ich das bißchen Statistik nicht nennen... Aber zum Thema: [url]http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,379792,00.html[/url] Aufnahmeprüfungen sind sehr kostspielig... und wieso denn welche anstellen, wenn es schon einen sehr guten Indikator, den Abi-Durchschnitt, gibt? Schließlich ist nicht nur Intelligenz, sondern auch Fleiß maßgeblich für den Studienerfolg verantwortlich. Nicht nur Interesse ist wichtig, sondern auch das [i]den inneren Schweinehund überwinden[/i], auch mal das tun zu müssen, was man sonst nicht gerne macht. Bei uns an der Physik in Heidelberg sind (wohl wegen der Elite-Bestrebungen) letztes Jahr erstmals mündliche Auswahlgespräche geführt worden. Als ob unsere Profs nichts besseres zu tun hätten, als irgendwelche unfähigen Abiturienten zu interviewen. Andererseits kann das sicherlich lustig sein, so einer Nase zu erklären, was Physik wirklich ist. Zum Glück gab es so ein Theater zu meiner Zeit noch nicht... Hätte so gut wie jedes Fach studieren können (außer Sport [I]lach[/I]); habe mich aber trotzdem für Physik, das ganz ohne NC ausgekommen war, entschieden. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Aufnahmeprüfungen sind sehr kostspielig... und wieso denn welche anstellen, wenn es schon einen sehr guten Indikator, den Abi-Durchschnitt, gibt? Schließlich ist nicht nur Intelligenz, sondern auch Fleiß maßgeblich für den Studienerfolg verantwortlich. Nicht nur Interesse ist wichtig, sondern auch das [i]den inneren Schweinehund überwinden[/i], auch mal das tun zu müssen, was man sonst nicht gerne macht. [/B][/QUOTE] So gesehen gebe ich Dir Recht, was Fleiss usw angeht, aber was ist mit den supertollen Typen, die halt einfach kein Sprachgefühl haben, oder nehmen wir andere Beispiele, die einfach keinen Bezug zu Englisch oder Deutsch aufbauen können? Lernen bringt ja gerade bei Interpreationen nichts, entweder man kann es oder eben nicht, und Interpretationen sind ja in der Oberstufe in jenen Fächern massgebend. Und das sagt ja noch lange nichts über die Fähigkeiten aus... vor allem nicht für Fächer, die man absolut nicht mehr braucht später im Studium. Ebenso hat unsere Stufenbeste damals, Streber pur, Psychologie studiert, aber von der Welt hat die Dame keine Ahnung, von menschen auch nicht, da frage ich mich,was die beispielsweise in der Psychotherapie zu suchen hätte. Für mich berücksichtigt der NC nach wie vor zu irrelevante Kriterien und vernachlässigt die wirklich relevanten. Wier haben hier eine private Uni, da geht nichts nach NC, sondern nach Persönlichkeit bei Medizin. Klar, es gibt auch Fähigkeitstests, aber sofern man ethische Grundsätze vertritt, ist man in der Hinsicht schon mal im grünen Bereich... wenn ich mir ankucke, was für Leute manchmal Medizin studieren, also die hätte ich nicht gerne als Arzt. |
| rosenkind | [QUOTE]Ebenso hat unsere Stufenbeste damals, Streber pur, Psychologie studiert, aber von der Welt hat die Dame keine Ahnung, von menschen auch nicht, da frage ich mich,was die beispielsweise in der Psychotherapie zu suchen hätte. [/QUOTE] gibt es für die Therapeutenausbildung nicht nochmal extra Eignungstests? ich meine davon mal was gelesen zu haben! |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]gibt es für die Therapeutenausbildung nicht nochmal extra Eignungstests? ich meine davon mal was gelesen zu haben! [/B][/QUOTE] Also die müssen wohl selber eine Therapie machen, aber auch um zu lernen, wie das funzt. Nunja, vielleicht weiss man ja die Theorie, aber wenn man von Menschen keine Ahnung hat, bzw naiv und falsch durch die Gegend läuft...aber gut, solche Leute dürfen es, gutes Abi = Freifahrtschein zunächst mal. |
| rosenkind | [QUOTE]Also die müssen wohl selber eine Therapie machen, aber auch um zu lernen, wie das funzt. [/QUOTE] das ist die Lehranalyse bei den Psychoanalytikern... das ist etwas anderes als das, was ich meinte, ich meinte wirklicheinen Eignungstest oder besser prüfung, test ist vielelicht nicht ausführlich genug. [QUOTE]Nunja, vielleicht weiss man ja die Theorie, aber wenn man von Menschen keine Ahnung hat, bzw naiv und falsch durch die Gegend läuft.[/QUOTE] ja, das ist der Unterschied zwischen wissen und begreifen. Und das ist leider auch mit Testes oftmals schwer festzustellen. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B] Ebenso hat unsere Stufenbeste damals, Streber pur, Psychologie studiert, aber von der Welt hat die Dame keine Ahnung, von menschen auch nicht, da frage ich mich,was die beispielsweise in der Psychotherapie zu suchen hätte. [/B][/QUOTE] Als Psychologe kann man auch in der (staatlichen und nichtstaatlichen) Forschung arbeiten. Da braucht man keinen über das "Normale" hinausgehenden Draht zu Menschen. Vielleicht ist die Dame ja in Statistik ein Ass, oder kann psychologische Experimente präzise definieren (was sehr schwierig ist)? Kann es sein, daß Du die Frau nicht mochtest? Zu den vielbeschworenen Eignungstests: 1. Intelligenztests bringen es nicht - das Abitur ist zu einem gewissen Grad schon ein Intelligenztest. Bei mir in der Stufe (Abijahrgang 1995) würde ich keinem der Top 10% (Abi besser als 1.5) unterdurchschnittliche Intelligenz bescheinigen; wohl aber mehr als der Hälfte des letzten Drittels (Abi schlechter als 3.0). Beim Abi wird jedoch - was mindestens ebenso wichtig ist - der Leistungswille dokumentiert. Im übrigen setzt sich die Abinote aus sehr vielen Einzelkomponenten zusammen - so daß keiner sagen kann, er habe "halt Pech gehabt". Ich kenne nichts faireres als die Abinote - sowohl Vordiploms- als auch Diplom- und Promotionsnote können dagegen nicht anstinken. Wenn man bei der Doktorprüfung einen schlechten Tag erwischt, kann das die Entscheidung zwischen "cum laude" (gut) und "magna cum laude" (sehr gut) ausmachen. 2. Interviews der Dozenten sind sehr teuer. Dozenten sind keine Psychologen - es sind sicherlich sehr viele falsche Positive und falsche Negative unter den Geprüften. Habe mir mal ein Frageprotokoll angeguckt: Da wird schon mal nach dem außerschulischen Engagement gefragt. Wie relevant ist das denn für ein Physikstudium, ob man nun bei 'nem Sportverein war oder irgendwo in der Politik großartige Reden geschwungen hat??? Jemand, dessen Nase dem Dozenten nicht paßt könnte das Physikstudium verwehrt bleiben, während ein Aufschneider den Studienplatz bekommt. Aus eigener Erfahrung aus mündlichen Prüfungen weiß ich, daß Professoren sehr unterschiedlich beurteilen. 3. Natürlich könnte man es so handhaben wie bei einem Einstellungsgespräch für eine herausragende Position in einem großen Unternehmen, und neben den Fachleuten (=Professoren) auch noch einen Personalfachmann (Psychologen) zu Rate ziehen. Doch wer bezahlt das? Die Studenten sicherlich nicht... Die Studiengebühren (sofern eingefordert) werden für die Verbesserung des Studiums gebraucht, nicht für solchen Schnickschnack. Bin zudem Meinung, daß man Schwachmaten auch dadurch erwischt, indem man sie möglichst schnell aus dem Studienbetrieb rausprüft; d. h. im ersten Semester - bevor sie richtig teuer werden. Dazu ist es eminent wichtig, daß man in den Grundlagenfächern (Mathematik, Physik, Chemie - sofern für das Studium relevant) einen hohen Standard hält, und keine Kuschelpädagogik walten läßt. Als Übungsgruppenleiter weiß ich, daß die Professoren da oft zu milde sind. Man tut sowohl dem entsprechenden Studenten als auch seinen fachlich besseren Mitstudenten keinen Gefallen, wenn man ihn - obwohl unfähig - bis in das Hauptstudium mitschleppt. Sicherlich gibt es auch "Härtefälle" (Krankheit, Todesfall in der Familie), doch solcherlei Situationen lassen sich ja medizinisch oder psychologisch dokumentieren und damit abfangen. |
| Trauerwesen | darkmav: Ja, ich mag sie wirklich nicht, aber ich stehe mit dieser Meinung, dass sie eben keine Ahnung vom "Leben" hat, nicht alleine da. Ich bin der Ansicht, abgesehen von Testauswertungen usw sollte man eine gewisse Menschenkenntnis haben, und die hat sie nicht nur meiner Meinung nach nicht. Des weiteren bin ich der Ansicht, dass Wissen nicht gleich Intelligenz ist und das Abi daher kaum etwas über die Intelligenz eines Menschen aussagt. Es mag zwar sein, dass man durch eine höhere Auffassungsfähigkeit Pluspunkte beim Abi hat, aber jemand, der den ganzen Tag nur mit Lernen verbringt, und somit gute Noten erreicht, muss nicht gleich intelligent sein. Ausserdem ist das Abi, wie ich schon schrieb, nicht wirklich fachspezifisch und sagt über einzelne Talente und Fähigkeiten, die man im Studium vielleicht weiterentwickeln möchte, nichts aus. Was Kosten angeht, ist natürlich wiederum eine andere Sache, sicherlich ist es nicht einfacher, wenn man Tests einführt, anstatt nur eben auf das Abizeugnis zu schauen. Aber wenn ich mir manchmal anschaue, was für Volldeppen Anglistik studieren, die vielleicht ein gutes Abi hatten, solche Eingrenzungen der Noten fänd ich dann doch sinvoller. Was das Filtern im ersten Jahr angeht, habe ich selber Erfahrungen mitgemacht, ich habe das erste Studienjahr damals als weitaus anspruchsvoller und kritischer empfunden als die darauffolgenden. So kann jeder dann auch bemerken, ob man im richtigen Fach sitzt oder halt nicht. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nemain [/i] [B]da würde ich unter Vorbehalten zustimmen, denn ich war immer der Meinung das Studenten wissen warum sie an der Uni sind und sich selber motivieren können/müssen. Auf der einen Seite würde ich Prüfungen für sinvoll erachten um "auszusortieren", aber wie gesagt finde ich das die Leute die an der Uni sind eigentlich wissen müssten warum sie da sind und nicht nur um ein billigeres Bahnticket benutzen zu können. [/B][/QUOTE] Was machst Du mit denjenigen, die [B]nicht[/B] wissen, warum sie an der Uni sind? Wenn ich mich so an die Studenten erinnere, die ich in Praktika und Übungsgruppen betreuen mußte, sind das eine ganze Menge! Sicherlich ist [i]jeder motiviert sich selbst[/i] der Idealfall, aber kann man das wirklich erwarten? Es gibt doch so viele, die beispielsweise Medizin studieren, nur damit sie Papis Praxis übernehmen sollen, oder "was mit Medien" machen wollen, weil ihnen nichts besseres eingefallen ist, oder damit sie auf einer Sportlerparty tolle Typen aufreißen können. Und ich denke @Trauerwesen, daß sich ein Einser-Abiturient eher selbst motivieren kann, als einer, der die höhere Reife gerade mal so mit Ach und Krach schafft. Immerhin kann er sich (wenn man mal von mangelnder Intelligenz ausgehen würde) motivieren, den ganzen Tag zu lernen. Und das wohl äußerst effektiv - denn gute Noten kommen nicht von ungefähr. Ich hatte mal eine Freundin, Zahnarzttochter, die war nicht gerade die schlauste, wurde aber [I]von den Eltern[/i] dazu angehalten, jeden Tag vier Stunden zu lernen... Sie war grottenschlecht in der Schule (Abi-Schnitt: 3.7). Warum? Weil sie eben nichts gelernt hat - bedingt durch ihre fehlende Intelligenz [b]und[/b] durch ihre fehlende Selbstmotivation. Ich glaube, jeder kann Dir bestätigen, daß Abinote und Intelligenz korreliert sind, und sicherlich auch Abinote und Fähigkeit zur Selbstmotivation (was sich allerdings viel schlechter unabhängig messen läßt, als die Intellligenz). |
| rosenkind | [QUOTE]aber jemand, der den ganzen Tag nur mit Lernen verbringt, und somit gute Noten erreicht, muss nicht gleich intelligent sein.[/QUOTE] die Frage ist allerdings: erreicht er dann auch gute Noten, wenn er nicht die nötige Intelligenz besitzt? Es gibt sicherlich ein gewisses Fenster an Typen, die die selbeNote erzielen, mit 2 Extremen, das eine extrem ist der superintelligente, der die Note gänzlich ohne lernen erzielt und dann der am wenigsten intelligente, der die Note durch ein Maximum Pauken lernt. in der Mitter gibt es noch den einigermaßen Intelligenten, der teils seine Intelligenz und teils sein Pauken einsetzt und dazwischen sämtliche Typen, die mehr zur intelligenz oder mehr zum pauken tendieren. [B]ABER[/B] derjenige, der nur paukt und paukt und paukt, dem bringt das pauken auch nur dann etwas, wenn er überhaupt die Fähigkeit dazu hat, einen Ansatz von dem verstehen zu können, was er da lernt. In Mathe nützt mir das Formeln auswendig lernen nichts, wenn ich nicht erkenne, wo ich welche Formel verwenden muss, auch wenn ich 10.000 Aufgaben rechne. Jemand in Deutsch, der vielleicht nicht so gut ist im interpretieren, kann so viel er will sämtliche Aufzeichnung über Goethes Faust sich einrpägen, bis er es auswendig kann, er wird keine gute Note erzielen, wenn er die Brücke zwischen dem Textausschnitt und seinem Eingeprägten nicht ziehen kann. Eine gewisse Grundintelligenz muss einfach vorhanden sein. Und wenn ich mich an die Realschule erinnere und sehe, dass da einige dabei waren, die vor einer Klausur was weiß ich wie viel gelernt haben und dennoch haben sie in der Matheklausur eine nur mittelprächtige Note geschrieben, dann kann ich einfach nicht sagen, dass diese Leute durch Pauken alleine auch noch das Abi geschafft hätten. Natürlich gibt es auch reine Lernfächer, Geschi z.B. besteht ja nur daraus, aber das sind eben nicht alle. |
| Trauerwesen | Ich kann da nur ein Beispiel bringen, dass schulische Leistung eben nicht als Spiegel der Intelligenz prima darstellt: Einstein. Sonst fallen mir noch mir bekannte Hochbegabte ein, die auch kein Einserabi hatten, deswegen verstehe ich nicht, wieso"wissen" und Fleissigkeit hier mit Intelligenz gleichgesetzt wird. Meine anderen Argumente muss ich aber wohl nicht wiederholen, weswegen ein NC nicht wirklich aussagekräftig ist. |
| Alex | Wer denkt, daß (auswendig) gelerntes Wissen im Studium (egal ob Geistes- oder Naturwissenschaft) oder im späteren Leben zu etwas nütze ist, der irrt. Es reicht zwar ggf, eine wichtige Prüfung zu bestehen, aber was wirklich zählt sind [B]Kompetenzen(!)[/B], und die umfassen ein extrem weites Spektrum, von sog. "harten Skills" (v.a. Fachwissen) und "weichen Skills" (Kommunikations- und Argumentationsfähigkeit, Auffassungsgabe, soziale Kompetenz, Fleiß (= Sich-Selbst-In-Den-Arsch-Treten-Können) und Engagement u.v.m.). Besonders letzteres - die Selbstmotivation - ist für viele Studenten eine enorme Hürde, da eine Kontrolle von außerhalb (mit Ausnahme des Bafögamtes) noch meist völlig fehlt. Doch auch bei den harten Skills geht es um weit mehr als bloßes auswendiggelerntes Wissen: Kognitives Wissen selbst bildet nur die unterste Stufe einer fachlichen Kompetenz, die höhren Stufen sind dann Verstehen, Anwenden, Übertragen, Beurteilen (mit Sach- und Werturteil). Ein weiteres Stichwort, das auch in den Bereich "harte Skills" fällt, ist Methodenkompetenz, d.h. die korrekte Anwendung einer bestimmten, mehr oder weniger fächerspezifischen Methode (z.B. die Fähigkeit, Informationen aus einer Karte zu gewinnen, oder eine mathematische Beweistechnik, oder, um eine etwas allgemeinere Methode zu nennen, die laut Pisa erschreckend gering beherrscht wird: Textkompetenz, also die an sich simple Fähigkeit, Informationen aus einem Text zu gewinnen). Jeder Mensch ist nun die Summe dieser Kompetenzen + X (mit X=Charme, Charisma, Geld von Papa etc.), wobei bei dem einen die harten Talente überwiegen (der Physik- oder Informatikfreak etwa, um mal bei Klischees zu bleiben ;) ), bei anderen sind es halt eher die weichen Talente. Wichtig ist, daß man entsprechend danach seine beruflichen Lebensziele setzt. Und was den NC als solchen angeht: der ist schlicht ein Politikum, um die Studentenzahlen in ein gewisses Gleichgewicht zu bringen. Das ist zwar nicht sehr nett dem einzelnen gegenüber, der jetzt vielleicht Germanistik studieren will und wegen des NCs nicht reinkommt, aber der Hintergrund ist, daß es in Deutschland halt 2 Mio (Zahl fiktiv) Germanisten gibt, davon aber rund 1,5 Mio hauptberuflich als Taxifahrer beschäftigt sind, während es rund 50 Tsd Ingenieure zu wenig gibt. Aber mit der bundesweiten Einführung von Studiengebühren und der Verbreitung der neuen Hochschulgesetze, nach denen sich die Unis die Studenten selbst aussuchen können, hat das simple System von ZVS und NC sowieso ausgedient. Das neue System ist zwar auch nicht fairer, aber wer würde je behaupten, das Leben sei fair? ;) |
| Alex | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Ich kann da nur ein Beispiel bringen, dass schulische Leistung eben nicht als Spiegel der Intelligenz prima darstellt: Einstein. Sonst fallen mir noch mir bekannte Hochbegabte ein, die auch kein Einserabi hatten, deswegen verstehe ich nicht, wieso"wissen" und Fleissigkeit hier mit Intelligenz gleichgesetzt wird. Meine anderen Argumente muss ich aber wohl nicht wiederholen, weswegen ein NC nicht wirklich aussagekräftig ist. [/B][/QUOTE] Wer trotz eines schlechten NCs pfiffig genug ist, der wird auch auf anderen Wegen an sein Traumstudium kommen ;) Da finde ich die soziale Selektion durch Studiengebühren (insbes. die Möglichkeit, daß sog. Eliteunis in Zukunft wohl sehr viel mehr als die üblichen 500 € pro Semester nehmen dürfen) sehr viel schlimmer. |
| Trauerwesen | Alex: Ohja, diese Selektion mittels finanziellen Möglichkeiten ist definitiv schlimmer. Wurde bei uns vor dem NC auch eingeführt, dass jeder Studi verplfichtet ist, ein Auslandspraktikum zu machen. Zwar gibt es manche Förderprogramme, aber die wenigsten bekommen in sofern genug Fördermittel, um es ganz finanziert zu bekommen. Natürlich ist der Sinn und Zweck eines NCs einleuchtend, auch das einfachste Mittel zur Selektion, aber mE halt nicht wirklich aussagekräftig. Sonst gäbe es halt wirklich nicht die Leute, die ein mässiges Abi hinlegten und an der Uni richtig aufblühen. |
| vleermuis | hmmm... wer denn nc umgehen will ohne zeit mit anderen dingen zu verschwenden sollte mal im benachbarten ausland suchen. ein freund studiert grad medizin in prag weil er an dem nc in deutschland meilenweit gescheitert wäre. das mittel der finanziellen selektion finde ich das schlimmste überhaupt, denn das hat nichts, aber auch wirklich gar nichts mit leistungen oder potential zu tun. wer kein/kaum geld zu verfügung hat, wer von den eltern immer vor krediten/schulden machen gewarnt wurde, weil man diese mit geringem einkommen nicht abbezahlen kann.... ja der lässt sich von den enormen summen abschrecken, egal wie gut der schnitt ist. für solche menschen ist es unvorstellbar wie viel man verdienen wird. aber der nc... bin da so zwiegespalten. einerseits halte ich es für ein denkbar ungünstiges mittel. aber zum anderen stimme ich einigen meiner vorrednern zu das man nicht jeden alles studieren lassen sollte. es gibt genug unis die das in manchen studiengängen zu lassen, weil sie wissen das das geld bringt (jeder angemeldete student bringt geld) und das die hälfte der studenten nach einigen semestern abbrechen muss. (sehrsehr verbreitet z.b. im bereich maschinenbau) aber sowas find ich auch nicht gut. an meiner fh hat man jetzt (bereich ingenieurswissenschaften) eine lösung gefunden die ich vertreten kann. hier wird am ersten vorlesungstag, für alle verpflichtend, eine mathe 0 prüfung geschrieben. dort wird schulwissen abgefragt. ohne taschenrechner. wer durchfällt kann semester begleitend einen mathe basiskurs besuchen. ende dezember wir die zweite mathe 0 klausur geschrieben, die für alle die noch nicht bestanden haben pflicht ist. wer hier durchfällt darf an der im januar stattfindende mathe1 klausur nicht teilnehmen, sondern muss am ersten tag des neuen semester wieder am mathe 0 test teilnehmen. wer da dann auch durchfällt ist raus. wird exmatrikuliert. was bedeutet das ein studieren einer i-wissenschaft nicht mehr möglich ist. dieses semester wurde das so gehandhabt das man gleich im ersten semester 3 mal mathe 0 schreiben konnte. diese form finde ich in diesem bereich richtig und besser als ein nc. hier braucht man mathe und ohne basiswissen schaft man auch das studium nicht. manche studiengänge in diesem bereich könnte man auch "mathe mit unterschiedlichen namen" nennen :D aber wie will man sowas in der medizin machen? oder in tourismuswirtschaft? oder theologie? die möglichkeit "wer zu erst kommt mahlt zu erst" ist wohl noch schlechter als ein nc |
| Kampfsau | [QUOTE]Ich kann da nur ein Beispiel bringen, dass schulische Leistung eben nicht als Spiegel der Intelligenz prima darstellt: Einstein.[/QUOTE] Das ist Unsinn,in Physik und Mathematik hatte er immer hervorragende Noten.Ich glaube das er eine 4 oder 5 hatte,lag an einem anderen Schulsystem. Wenn man den Mathematik und Physik LK hat und dort doch glatt 14 oder 15 Punkte bekommt. Dann muss da eine gewisse überdurchschnittliche Intelligenz vorhanden sein. Mathe ist so ein Fach,da muss man nichtmal unbedingt lernen,wenn man immer im Unterricht aufpasst. Ich bewundere die Leute die einen 1er Schnitt bekommen irgendwie.Das sind nicht nur Leute die nur fleißig sind und sonst nichts drauf haben. Ich glaube das ist oft genug eine Ausrede für die,die nicht so gut sind und nur einen 3er Schnitt bekommen. Jeder der halbwegs intelligent ist und schlau genug um zu wissen,dass die Schule nicht vollkommen egal ist, wird in der Lage sein zumindest einen 2er Schnitt zu bekommen. Sicher gibt es auch jene,die im Grunde kein Leben mehr haben und deswegen so gut in der Schule sind.Doch sind das wirklich alle.Vielleicht ist es ja übertrieben. Aber eine gewisse Arbeitshaltung und Selbstdisziplin braucht man nunmal im Beruf.Und jemand der nicht von Natur aus hoch begabt ist und dies durch harte Arbeit kompensiert,der verdient auch Respekt. Ich glaube viele der Leute mit den guten Noten,die haben ein Ziel. Die sagen,ich will das und das erreichen und die tuen auch was dafür. Und andere sind faul,auch wenn sie intelligent sind Die denken maximal bis zur nächsten Woche.Die machen jedes Wochenende lieber Party. Die Wissen nach dem Abitur gar nicht,was Sie machen sollen und stehen wie ein Ochse vorm Berg und haben sich auch durch die Schule mit einem 3er Schnitt zum Abitur gegammelt. Wenn ich weiß,dass was ich will lässt sich nur mit einem Schnitt von so und sovielen Punkten erreichen,dann muss man sich doch anstrengen auch dort hinzukommen. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Das ist Unsinn,in Physik und Mathematik hatte er immer hervorragende Noten.Ich glaube das er eine 4 oder 5 hatte,lag an einem anderen Schulsystem. Wenn man den Mathematik und Physik LK hat und dort doch glatt 14 oder 15 Punkte bekommt. Dann muss da eine gewisse überdurchschnittliche Intelligenz vorhanden sein. Mathe ist so ein Fach,da muss man nichtmal unbedingt lernen,wenn man immer im Unterricht aufpasst. [/B][/QUOTE] Wieso ist das Unsinn? er ist das beste Beispiel für meine Theorie, die Du auch noch unterstützt hast. Komischerweise durfte er mal eine Klasse wiederholen, auch wenn er in diesen Fächern immer gut war, da muss der Rest ja nicht so pralle gewesen sein. Das gleiche, wie es für viele Schüler ist, die in einem Fach sicherlich hervorragende Studenten sind/wären, aber im Abi - eben weil man seine Pflichtkurse belegen muss (allen voran Sport und Kunst/Musik) nicht so pralle ist, eben weil hier keine spezifischen Fähigkeiten wiedergespielgelt werden, sondern nur ein gesamtbild, und andere Fächer die Note eben drücken können. Ja, schon bemerkenswert. |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B][I]lach[/I] Mathematik würde ich das bißchen Statistik nicht nennen...[/b][/Quote] Ich bin bereits im Zweitstudium ;) - das erste Studium war Mathe mit Nebenfach Informatik, irgendwann (im Vordiplom) habe ich die Prioritäten gedreht, das Vordiplom in Mathe trotzdem bestanden und in Informatik mit Nebenfach Mathe weiterstudiert und .... abgeschlossen. War aber dann doch nix für mich - man will ja nicht dumm sterben und so bin ich nach relativ kurzer beruflicher Einsatzzeit auf die Idee gekommen noch die Geisteswissenschaft drauf zu legen. Und: Ich hasse nach wie vor Statistik *wegbrech* - glücklicherweise habe ich - in weiser Voraussicht - das als ersten Schein (ist so eine Mischung aus mehreren Teilen, gibt dann insgesamt einen Schein) in Angriff genommen und auf Anhieb bestanden. [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Ebenso hat unsere Stufenbeste damals, Streber pur, Psychologie studiert, aber von der Welt hat die Dame keine Ahnung, von menschen auch nicht, da frage ich mich,was die beispielsweise in der Psychotherapie zu suchen hätte. [/B][/QUOTE] Psychologie studiert man doch nicht nur, um Therapeut zu werden. Es gibt reichlich andere Betätigungsfelder, als nur die klinische Psychologie. Außerdem, um therapieren zu dürfen, muss man darauf noch eine sehr kostspielige Ausbildung drauf legen. |
| Trauerwesen | gin'ro: Ich weiss nicht, was sie wird, dennoch halte ich aktive Menschenkenntnis doch für wichtig, und es sollte auch nur ein Beispiel sein dafür, dass ein guter Notenschnitt eben nichts über Menschenkenntnis, ethische Grundlagen usw eines jenen aussagt, sondern nur über die Theorie in manchen Fächern. Sicherlich kann man das nicht irgendwie filtern, oder herausfinden, ohne, dass man jeden einzelnen beleuchtet, aber wie gesagt, der NC ist in dieser Hinsicht auch zu eindimensional. |
| gin'iro | Sei getröstet - Psychologen haben es richtig schwer beruflich Fuß zu fassen, wenn sie nicht die berühmt-berüchtigen Soft-Skills aufweisen können. Und wenn wir schon bei den Nachteilen sind: Im Verhältnis zu den Verdienstmöglichkeiten der Nicht-NC-Fächer in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen, sind die Absolventen in Hoch-NC-Fächern finanziell ziemlich arm dran. Die klinische Psychologie ist nur eines von vielen Betätigungsfeldern. Leider - und das ist das, was mich teilweise endlos annervt - landen reichlich viele Psychologen, die eben nicht das Fingerspitzengefühl für ihre Mitmenschen haben, in den Personalabteilungen großer Firmen und filtern Bewerber aus. Wenn Du wissen willst, was auf einen angehenden Psychotherapeuten an Zwangsausbildungsweg zukommt, wirf mal hier einen Blick rein: [url]http://de.geocities.com/ppianetz/[/url] |
| Cold Rain | Ich beziehe mich mal auf den Angfangspost von rosenkind.... Mir gehts auch so, mein Abitur könnte eine Ecke besser sein, wenn ichs mir nicht verbaut hätte. Ich bin gut in der Schule und schriftlich wesentlich besser als mündlich.. hmz. Da kam dann eins zum anderen, Lehrer mit denen man nicht klarkommt etc. Aber ich will mich nicht beschweren, für mein Studium wirds wohl trotz NC noch reichen, da A das Abi nicht soo schlecht wird und B die Uni in den letzten Jahren nicht so viele Bewerber hatte. SO kamen dann auch die Nachzügler noch rein, die am NC scheiterten. Prinzipiell halte ich NCs für ganz sinnvoll, manche Studiengänge sind hoffnungslos überrannt, aber man sollte mehr auf die Noten in speziellen Fächern gucken, die dann was mit dem Studium zu tun haben. |
| rosenkind | [QUOTE]Sonst fallen mir noch mir bekannte Hochbegabte ein, die auch kein Einserabi hatten,[/QUOTE] auchals Intelligenzbestie kann man sich durch andere Dinge sein Abi gründlich versauen, das habe ich ja nicht ausgeschlossen. Nur umgekehrt geht das halt nicht. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]auchals Intelligenzbestie kann man sich durch andere Dinge sein Abi gründlich versauen, das habe ich ja nicht ausgeschlossen. Nur umgekehrt geht das halt nicht. [/B][/QUOTE] Nur differenziere ich halt zwischen Nachplappern von Unterrichtsstoff und Intelligenz, natürlich hängt das alles schon irgendwie zusammen. Insbesondere auch, wenn es darum geht, dass Leute, die wirklich dumm sind, eben auch nicht in der Lage sein werden, Stoff nachzuplappern, ein wenig Verständnis dafür müsste schon vorhanden sein. Irgendwie. gin'ro: Da bin ich ja beruhigt ;). Nunja, hatte dann mal in Erwägung gezogen, ein Zweitstudium zu beginnen, aber da ich mein Leben lang nicht studieren möchte, werde ich es wohl lassen. Ist ausserdem ein wenig teuer, das ganze... Und so gesehen bin ich mit meinen Fächern (bzw meinem Fach) ja zufrieden, aber erste Wahl war es eben nicht. Angesichts der NC-freien Fächer aber dann halt schon. Ich wollte auch mal Medizin machen, aber ich bin mittlerweile sogar froh, dass ich es nicht tun konnte, weil ich doch mittlerweile denke, das wäre nichts für mich. Nicht wegen dem Anspruch, sondern von der Art her, das Rumschnippeln wäre wohl nichts für mich. Cold Rain: Mein Reden, was bestimmte Fächer angeht! |
| Mac | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Ich wollte auch mal Medizin machen, aber ich bin mittlerweile sogar froh, dass ich es nicht tun konnte, weil ich doch mittlerweile denke, das wäre nichts für mich. Nicht wegen dem Anspruch, sondern von der Art her, das Rumschnippeln wäre wohl nichts für mich. [/B][/QUOTE] Rumschnippeln? Gott bewahre das ich Chirurg werde! Medizin ist primär lernen lernen lernen. Vermutlich vom Stoffanspruch her eins der einfacheren Studienfächer aber die schiere Masse an Stoff erschlägt schlicht. Was aber eben auch bedeutet, dass Kommilitonen die konzentriert lernen können enorme Vorteile haben, obwohl sie vermutlich im Mittel nicht so "intelligent" sind wie ich, während ich mich, ob diverser Konzentrationsschwächen regelrecht durchbeissen muss. Der NC ist primär ein Schutz vor Überflutung von Studiengängen und keine Filterstation für Studiumsungeeignete (das machen die Unis selber). Das ist das eigentlich "unfaire" daran. Ne bessere Lösung gibts aber auch nicht so recht. |
| Trauerwesen | Mac: Ne Konzentationsschwäche habe ich auch, aber man beisst sich halt durch, nech? Mir wird zwar eine hohe Auffasungsfähigkeit nachgesagt, aber wenn die Luft im Kopf raus ist, ist sie halt raus. Also ich weiss es nur vom Hörensagen damaliger Freundinnen, dass dann halt gerade das anatomische an Leichen erlernt wird. Dass der NC vor Überflutung schützen soll, ist mir schon bewusst, aber eben die Art des Schutzes kann dann doch auf Kosten manches Talents gehen, wie ich finde. Nunja, wobei ich aber sagen muss, sind manche Kurse bei mir immer noch so voll wie früher, trotz lokalem NC. Aber kommt wohl auch immer auf den Kurs an. |
| Xenomorph | Ich habe das Abitur erst "auf Umwegen" an einer Kollegschule gemacht, die damals einen fließenden Übergang ins Grundstudium ermöglichte (ich hatte zuvor nur Realschulabschluss, und auch den nur mit größter Mühe erreicht, nachdem ich die letzte Klasse wiederholt hatte)...dadurch ist es mir quasi geschenkt worden...auf diese Weise konnte ich dann auch den NC in Germanistik (falls es den an "meiner" ehemaligen Uni damals schon gegeben hat) umgehen...ansonsten hätte ich es mit Sicherheit gar nicht erst bis ins Studium geschafft, was wohl auch besser so gewesen wäre...auf meinem Abschlusszeugnis hatte ich nämlich nur eine 2,4 oder 2,5...so ganz genau weiss ich das jetzt auf Anhieb gar nicht mehr, denn inzwischen verstaubt mein Abizeugnis irgendwo in der Ecke, zusammen mit anderem alten Krempel, der mir jetzt nichts mehr bedeutet... Noch früher, in der Schule, da hatte ich auch diese elende Rechenschwäche...und obendrein Mathelehrer, die für so etwas nur wenig Verständnis aufbrachten, bzw. überhaupt nichts davon wussten...irgendwie habe ich das später, nach der regulären Schulzeit, überwinden können, zumindest soweit, dass ich die zum Abitur notwendigen Scheine in den Mathekursen noch erreicht habe...genützt hat es mir aber letztendlich gar nichts... |
| Kampfsau | [QUOTE]Wieso ist das Unsinn? er ist das beste Beispiel für meine Theorie, die Du auch noch unterstützt hast. Komischerweise durfte er mal eine Klasse wiederholen, auch wenn er in diesen Fächern immer gut war, da muss der Rest ja nicht so pralle gewesen sein. Das gleiche, wie es für viele Schüler ist, die in einem Fach sicherlich hervorragende Studenten sind/wären, aber im Abi - eben weil man seine Pflichtkurse belegen muss (allen voran Sport und Kunst/Musik) nicht so pralle ist, eben weil hier keine spezifischen Fähigkeiten wiedergespielgelt werden, sondern nur ein gesamtbild, und andere Fächer die Note eben drücken können. Ja, schon bemerkenswert.[/QUOTE] Bei Albert Einstein war das eine andere Sache,er fühlte sich zu klug für die Schule und er war in gewisser Weise auch faul.Die Lehrer mochten seine Aufmüpfigkeit nicht. Er hat die Schule beendet und wurde mit 16 oder 17 schon am Polytechnicum aufgenommen,auch wenn er die erste Prüfung verhauen hat. Sicher gibt es viele Studenten,die trotz mangelhafter schulischer Leistungen gut im Studium sind. Ich wollte eigentlich nur sagen,dass es doch auch nicht egal sein kann,wenn man einen guten NC erreicht Wenn das Abitur alleine schon ausreichen soll für alle Studiengänge. Und es ist nunmal ein Indikator für die Bereitschaft,hart zu arbeiten.Auch in Gebieten,die man nicht unbedingt mag. Mit einem schlechteren NC kommt man auch in ein Studium,nur halt später. Eigentlich könnte man das Abitur dann ganz abschaffen, wenn man eigentlich immer nur direkte Aufnahmetests machen würde. Und ich weiß nicht,ist es wirklich so schlecht,wenn Studenten nicht absolute Fachidioten werden. Mein früherer Werte und Normen Lehrer hatte einen 1er Schnitt in seinem Philosophiestudium aber ein Laptop mit Beamer hat ihn absolut überfordert. Man konnte dem nicht mit simpelster Mathematik kommen. Sicher muss der das nicht können.Ich finde es nur ein bischen einseitig. Ich bin jetzt auch nicht der NC-Freak, dass man z.B. NCs bei 1,5 ansetzt finde ich z.B. übertrieben. aber ich denke auch,wenn jemanden im Medizinstudium anfängt,der schon in der Schule einen 3er Schnitt hatte. Dann wird das doch in den aller wenigsten Fällen etwas. Und das hat auch viel mit mit der Arbeitseinstellung und der Aufnahmefähigkeit zu tun. Man kann das natürlich nicht immer verallgemeinern aber wenn man ein Studienplatz hat,der Maßlos überlaufen ist,dann muss man irgendwo anfangen und da ist der NC eigentlich auch nicht so ein schlechtes Mittel.Auch wenn das ein oder andere Talent verloren geht. Für dieses Privileg haben die Schüler auch hart gearbeitet. Andererseits sollte man auch eine Persönlichkeitsprüfung machen.Aber das wäre wohl zu aufwendig,man hat kaum die Zeit,sich alle Bewerber genau anzusehen.Allein schon wenn die Hörsääle dermaßen überfüllt sind |
| rosenkind | da fällt mir ehrlich grade beim Begriff "Fachidioten" und Kompetenzen noch ein ganz anderes Problem ein: die Untervrsorgung mit praktischen Fähigkeiten. ich rede hier nicht vom Studium, sondern schon zuvor von den Schulen. Eine Bildungslaufbahn bis zum vielelicht 30. Lebensjahr oder länger bedeutet eine gute Differenz von 15 Jahren zu manchen anderen, die nicht Abi und Studium gemacht haben. Es fiel mir erst grade wieder auf bei der Arbeit in den Weihnachtsferien, die ich gemacht habe (manche werden sich vielelicht an den Thread erinnern). Es war simpel, es war sozial, es machte Spaß. Es war nicht das, was ich später einmal machen will, aber ich hatte ein bisschen mit Menschen zu tun, die soziale Hilfe in Anspruch nehmen und insofern auch ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Klientel haben, das mich später erwartet, wenn ich grob dorthinkomme, wo ich hinwill. Mir fehlt das Arbeiten dort nun gewaltig ob der Emotionen,die damit verbunden waren und ich glaube nicht, dass ein Dreiwöchiges Betriebspraktikum eine langzeitige praktische Arbeitserfahrung ersetzen kann. Ich denke seitdem häufiger darüber nach, ob man durch die oftmals theoretische Bildung nicht grade eben Theorieidioten aufzieht. Wenn ich an den trockenen Schulaltall denke, bei dem man außer dem von mir so "geliebten" Sportunterricht nichts praktisches macht (Kunst habe ich nicht mehr), wird mir klar, was mir eigentlich fehlt. Zum einen ein Ausgleich zur rein geistgen Arbeit, zum anderen bist du als Schüler immer nur ein "Kunde", der Wissen quasi kauft und bezahlt. Du arbeitest eigentlich nicht. natürlich musst du lernen um gute Noten zu schreiben, das ist es aber nicht, was ich mit Arbeiten meine, Arbeiten bedeutet in der Berufswelt betimmte Aufgaben zu erledigen, um als Teil eines Ganzen dem ganzen nützlich zu sein. Als Bürotussi diene ich durch meine Arbeit dem Betrieb, damit dieser nicht durch fehlende Organisation uns Chaos stürtzt, Als Verkäuferin diene ich durch meine Arbeit dem Geschäft, damit es Umsatz machen kann und ich diene dem Kunden, der Fragen hat und bedient werden möchte. Als Therapeut diene ich meinem Patienten, damit es diesem besser geht. Wem diene ich als Schüler? klar, ich diene den Lehreren dazu, ihr Geld zu verdienen. Aber diene ich wirklich? vielmehr bin ich der bediente Kunde, man verdient zwar [B]an[/B] mir, aber nicht [B]durch[/B] mich, nicht durch meine aktive Arbeit. Wie soll ich nun in diesem Verhältnis auch eine wirkliche Arbeitsmoral entwickeln, wenn ich nur Kunde bin? Wenn ich eigentlich nicht arbeite? Und wenn es mir an praktischer Erfahrungfehlt, wenn ich nur immer mit Theorien gefüttert werde, woher soll ich denn dann auch wissen, ob ich die benötigten Softskills habe. In der Schule wird glaube ich immernoch viel zu sehr aufWissen und Intelligenz gebaut anstatt auf soziale Fähigkeiten. |
| Nachtelfchen | och ja, das kenn ich, aber nicht aus der schule, da war ich nämlich diejenige, die nie lernte und trotzdem gut durchkam. nur ist es so, dass wir keinen nc haben (schweizer schulsystem), d.h. ich konnte theoretisch alles studieren, was ich wollte (versteckte ncs gibts aber: medizinertest, latein ect.), egal mit welchen noten. als ich dann aber anfing zu studieren, riss ich mir zum ersten mal im leben wirklich den arsch auf, ich steckte viel arbeit rein, schrieb nur 1en, bis zum abschluss. zwei abschlussprüfungen vergeigte ich aus nervosität dermassen, dass mein schnitt auf 1.8 kam letztlich :rolleyes: :mad: :q naja. promovieren kann ich wohl trotzdem, aber die noten stehen nun mal im diplom :rolleyes: :( ich wollt nur mal anmerken, dass du nicht alleine bist... |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mac [/i] [B]Der NC ist primär ein Schutz vor Überflutung von Studiengängen und keine Filterstation für Studiumsungeeignete (das machen die Unis selber). [/B][/QUOTE] Oh ja, das machen die Unis in der Tat selber - in unserem Studiengang meines Erststudiums gab es eine Erstsemesterstunde unseres Haupt-Professors (Lineare Algebra). Dieser erzählte frei von der Leber weg, dass wir lieber im ersten Semester unsere privaten Kontakte zu unseren Kommilitonen intensiv pflegen sollten, da spätestens nach dem Vordiplom nur noch ca. 20% übrig wären. Er hatte damit Recht. |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Da bin ich ja beruhigt ;). Nunja, hatte dann mal in Erwägung gezogen, ein Zweitstudium zu beginnen, aber da ich mein Leben lang nicht studieren möchte, werde ich es wohl lassen. Ist ausserdem ein wenig teuer, das ganze...[/B][/QUOTE] Stimmt, teuer ist das "Hobby" schon, aber da ich zwar im ersten beruflichen Einsatz zwar gut war, aber total angenervt, war bei mir klar, dass ich das bestimmt nicht bis zum 65. Lebensjahr durchziehen wollte. So kam es, wie es kommen musste und irgendwie hätte ich mir das schon vorher einfallen können (im Abi z.B. :rolleyes: ), dass Beruf in der Tat von Berufung kommt ..... und nicht davon, was man im Endeffekt erwirtschaften kann. NC hin und her - lieber 2 Jahre jobben und dann studieren als ein Studium ansich für die Allgemeinbildung absolviert zu haben. :rolleyes: :rolleyes: |
| Kampfsau | [QUOTE]Wem diene ich als Schüler? klar, ich diene den Lehreren dazu, ihr Geld zu verdienen. Aber diene ich wirklich? vielmehr bin ich der bediente Kunde, man verdient zwar an mir, aber nicht durch mich, nicht durch meine aktive Arbeit.[/QUOTE] [QUOTE]wenn ich nur immer mit Theorien gefüttert werde, woher soll ich denn dann auch wissen, ob ich die benötigten Softskills habe.[/QUOTE] Ich finde das in Deutschland auch extrem. Sicher,man macht hier und da mal ein Praktikum aber im Grunde bist du in den allermeisten Fällen immer nur mit der Theorie beschäftigt. Und das dauert auch viel zu lange.Sicher,Theorie ist wichtig. Doch es gibt genug Leute,die wollen auch mal wirklich etwas anpacken und konktrete,wichtige Probleme lösen. Als Abiturient bist du 19,machst vielleicht nochmal Zivildienst und studierst 6 Jahre.Dann ist man 26 und so richtig arbeiten,wird man erst dann können. Ich persönlich bin nochmal ein Jahr später dran,also wahrscheinlich 27.So lange,bis man richtig arbeiten kann. Wenn ich dann sehe,dass andere mit 18/19 Jahren schon Gesellen sind und bereits richtige Berufserfahrung haben. Die können praktisch gesehen schon richtig etwas, Autos reparieren, Häuser bauen,elektronische und mechanische Anlagen warten, einstellen,bauen und in Betrieb nehmen. Auch nicht immer derart einfache Tätigkeiten. Aber das führt wieder weg. Nur was vielleicht die Motivation angeht,wenn du direkt beschäftigt bist und dein Geld bekommst,dann wirst du doch eine deutlich höhere Motivation dazu haben, dich anzustrengen,Geld zu verdienen und eine Beförderung anzustreben.Wenn man bestimmte Dinge lernt und den Praxisbezug aus dem Alltag direkt im Hinterkopf hat,dann lernt man Sie auch besser Vielleicht fehlt anderen dieser direkte Bezug und deswegen arbeiten Sie nicht so hart auf einen guten NC hin,nur damit Sie in 6-7 Jahren mal Arzt werden können. Leute,die nach einer Ausbildung ein Studium machen,die wissen vielleicht eher,wofür Sie das alles machen und haben auch eine bessere Arbeitsmoral als Leute,die von der Schule zum Studium überwechseln und eigentlich gar nicht wissen,worauf Sie jetzt konkret hinarbeiten. Davon gibt es ja genug |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Leute,die nach einer Ausbildung ein Studium machen,die wissen vielleicht eher,wofür Sie das alles machen und haben auch eine bessere Arbeitsmoral als Leute,die von der Schule zum Studium überwechseln und eigentlich gar nicht wissen,worauf Sie jetzt konkret hinarbeiten. Davon gibt es ja genug [/B][/QUOTE] Was aber eben auch oft daran liegt, weil man noch nicht genau weiss, was man werden will. Berufsorientierung in der Schule war ja für den Arsch, in meinen Schulpraktika lernte ich immer nur, was ich nicht werden will (da mir die Leute da auch abrieten^^). WEnn man wenigstens eine ungefähre Richtung weiss, kann man auchprima eine Wartezeit für die Uni mit einer jeweiligen Ausbildung überbrücken, manchmal hat man dann auch dementsprechende Vorkenntnisse; nur leider weiss man entweder nicht, was zusammenpasst, oder aber es gibt erst gar nichts. Oder aber man will durchstarten, eben weil man gerade so schön im Lernen drin ist... (so war es auch bei mir). |
| Nachtelfchen | liegt nicht auch ein problem darin, dass man überhaupt die auswahl hat? klingt vielleicht etwas blöd, aber möglicherweise sind manche 19jährige damit überfordert, sich entscheiden zu müssen unter der ganzen auswahl. jahrhundertelang hatten die meisten menschen gar keine wahl (nicht, dass ich das gut finde...), mann war bauer oder handwerker, meist übte man den beruf aus, den der vater bereits ausgeübt hatte. frauen hatten sowieso keine andere rolle als ehefrau oder nonne zu werden. heute wird einem suggeriert, auch wenn es vielleicht gar nicht so sein sollte, dass man unbeschränkte wahl hat. du kannst alles werden, was du willst, alles haben, was du willst, du must dich nur anstrengen! alle wege stehen dir offen! das führt aber zu dem problem, das man sich gar nicht entscheiden möchte, weil man ja, wenn man sich entscheidet, viele anderen möglichkeiten zumacht, die man ja hätte nutzen können... (übrigens glaub ich, dass das auch einer der gründe ist, warum immer weniger leute kinder kriegen, unter anderem) |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]liegt nicht auch ein problem darin, dass man überhaupt die auswahl hat? klingt vielleicht etwas blöd, aber möglicherweise sind manche 19jährige damit überfordert, sich entscheiden zu müssen unter der ganzen auswahl. jahrhundertelang hatten die meisten menschen gar keine wahl (nicht, dass ich das gut finde...), mann war bauer oder handwerker, meist übte man den beruf aus, den der vater bereits ausgeübt hatte. frauen hatten sowieso keine andere rolle als ehefrau oder nonne zu werden. heute wird einem suggeriert, auch wenn es vielleicht gar nicht so sein sollte, dass man unbeschränkte wahl hat. du kannst alles werden, was du willst, alles haben, was du willst, du must dich nur anstrengen! alle wege stehen dir offen! das führt aber zu dem problem, das man sich gar nicht entscheiden möchte, weil man ja, wenn man sich entscheidet, viele anderen möglichkeiten zumacht, die man ja hätte nutzen können... (übrigens glaub ich, dass das auch einer der gründe ist, warum immer weniger leute kinder kriegen, unter anderem) [/B][/QUOTE] Genau darin, in dieser modernen Illusion der "Wahlfreiheit", sehe ich das größte Problem überhaupt...warum soll ich mich "anstrengen", etwas zu werden, das ich nicht bin...? wenn ich den Wurzeln meiner Familie treu geblieben wäre, hätte ich Bauer werden müssen...früher wurde der älteste Sohn der Familie sein Leben lang darauf vorbereitet, irgendwann den Hof zu übernehmen...eine andere "Wahl" hatte er gar nicht...ihm wurden gar nicht erst diese ganzen dekadenten, modernen Flausen, von wegen "Karriere machen", "Selbstverwirklichung", "sozialer Aufstieg", "guter Schulabschluss", etc. eingetrichtert...all diese schleichenden Gifte der Dekadenz...er hatte nur das zu lernen, was erforderlich war, um ein guter Bauer und nichts anderes zu werden...und das war auch gut so... |
| Nachtelfchen | naja, ob es gut so war, darüber lässt sich streiten... ich persönlich hätt schon was dagegen, wenn mir irgendjemand erklären wollte, dass ich gefälligst nur zu lernen habe, eine gute hausfrau zu sein, weil ich zufälligerweise ein weibliches geschlechtsmerkmal hab und das mich ja prädestiniert... :rolleyes: andererseits bin ich der überzeugung, dass viele frauen zb im 17. jahrhundert damit überhaupt keine probleme hatten, sie kannten es nicht anders und wollten es auch nicht anders (natürlich gibt es ausnahmen, ganz klar, besonders adel und aufstrebendes bürgertum, wenn man das für das 17. jh überhaupt schon sagen kann, hatten bestimmte freiheiten). das üble an der wahlfreiheit ist mE, dass es sie eben nicht gibt, es ist - wie du sagst - eine illusion. und das machen sich viele nicht bewusst. und diese illusion schafft druck - nicht unbedingt etwas zu sein, was man nicht ist - aber sich verantwortlich zu fühlen, wenn das, was man sein will, nicht klappt. denn man ist ja selbst schuld, man hatte es ja selbst in der hand. nur - das leben funktioniert nicht so. |
| rosenkind | [QUOTE]Nur was vielleicht die Motivation angeht,wenn du direkt beschäftigt bist und dein Geld bekommst,dann wirst du doch eine deutlich höhere Motivation dazu haben, dich anzustrengen,Geld zu verdienen und eine Beförderung anzustreben.[/QUOTE] Geld ist ein sehr wichtiger Aspekt, aber ich würde es nicht auf Geld alleine reduzieren. Wer nur auf Profit aus ist, wird vielleicht gut in der Wirtschaft sein, aber beispielsweise ein verdammt schlechter Therapeut. Ich denke, es geht um mehr als das oder wie gin'iro sagte: [QUOTE]dass Beruf in der Tat von Berufung kommt ..... und nicht davon, was man im Endeffekt erwirtschaften kann.[/QUOTE] Es ist nun mal ein anderes Gefühl, wenn ich in meiner Arbeit einen ganzen System nützlich bin und weiß [I]ich werde gebraucht[/I] ich habe Verantwortung oder was auch immer, als wenn ich auf der Schulbank sitze und es auch nichts am Gehalt des Lehreres ändern würde,säße ich nicht dort. dazu noch Selbstverwirklichung, sich im Beruflichen auf einen Schwerpunkt konzentrieren können,der mir liegt was bei einer allgemeinen Bildung nicht der Fall ist und noch viele weitere Faktoren. |
| Kampfsau | [QUOTE]Genau darin, in dieser modernen Illusion der "Wahlfreiheit", sehe ich das größte Problem überhaupt...warum soll ich mich "anstrengen", etwas zu werden, das ich nicht bin...? wenn ich den Wurzeln meiner Familie treu geblieben wäre, hätte ich Bauer werden müssen...früher wurde der älteste Sohn der Familie sein Leben lang darauf vorbereitet, irgendwann den Hof zu übernehmen...eine andere "Wahl" hatte er gar nicht...ihm wurden gar nicht erst diese ganzen dekadenten, modernen Flausen, von wegen "Karriere machen", "Selbstverwirklichung", "sozialer Aufstieg", "guter Schulabschluss", etc. eingetrichtert ...all diese schleichenden Gifte der Dekadenz...er hatte nur das zu lernen, was erforderlich war, um ein guter Bauer und nichts anderes zu werden...und das war auch gut so...[/QUOTE] Jetzt ist auf einmal die Gesellschaft schuld.Ich finde das ist eine der genialsten Errungenschaften unserer Gesellschaft. Dass,wenn es auch in der Praxis nicht so einfach ist, die Möglichkeiten etwas zu werden,viel höher sind. Meinem Vater wurde damals in der Schule gesagt "Dein Vater ist Handlanger und du brauchst auch nicht aufs Gymnasium,mach du mal deine Hauptschule und gut ist." Irgendwie hat er es dann auch geschafft,etwas mehr Geld zu verdienen. Vor hundert oder hundertfünfzig Jahren wäre es undenkbar gewesen,dass der Sohn eines Bauerns Richter oder Arzt wird. Heute ist es für diese auch nicht einfach aber wenn sie die Begabung und den Fleiß haben,dann können sie es auch schaffen und es gibt sicherlich auch welche,die haben es geschafft. Und dafür bin ich zutiefst dankbar,auch wenn immer noch genug Leute in diesem Schulsystem oder in dieser Gesellschaft gibt,die ihr Potential wohl nie werden ausschöpfen können. |
| Nachtelfchen | kampfsau: sicher gibt es bauernsöhne, die medizin studieren, was vor 150 jahren wirklich undenkbar war. aber: die sind eindeutig in der minderheit. jede/n mediziner/in, den/die ich bis jetzt an meiner uni kennenlernte, war entweder sohn/tochter eines mediziners oder sonstwie akademischer eltern. und in kaum einem anderen land als in d (und in ch) wirkt sich der bildungsstand der eltern so massiv auf den schulerfolg der kinder aus. nur: in unserer gesellschaft redet darüber keiner, sondern man war einfach zu faul oder zu dumm. und das, was deinem vater passiert ist, geschah hier noch zu meiner schulzeit, und die ist noch nicht so lange her (80er/90er jahre). vor allem auch den einwandererkindern (von denen ich zwar eins war, aber "glücklicherweise" aus einem akademischen elternhaus, mich konnte man mit einem notendurchschnitt von 1.5 nicht auf die realschule schicken, wie sie es mit dem sohn von italienischen gastarbeitern in meiner klasse gemacht haben...ironietrief). |
| Kampfsau | [QUOTE] sicher gibt es bauernsöhne, die medizin studieren, was vor 150 jahren wirklich undenkbar war. aber: die sind eindeutig in der minderheit. jede/n mediziner/in, den/die ich bis jetzt an meiner uni kennenlernte, war entweder sohn/tochter eines mediziners oder sonstwie akademischer eltern.[/QUOTE] Hab ich doch gesagt,trotzdem ist es rein theoretisch möglich.Ich denke aber mal,der entscheidene Faktor hier ist,dass du als Arbeiter oder Arbeitslosenkind einfach nicht die entsprechende Förderung bekommt. Die Eltern können ihren Kindern oft schon auf der weiterführenden Schule bei den Hausaufgaben nicht weiter helfen.Oder die Kinder wachen,weil sie zur Schule müssen,sogar oft früher als die Eltern auf. Dann bekommen bestimmte Kinder auf dem Gymnasium kostenpflichtige Nachhilfe,Musikunterricht und die Eltern setzen sowieso schon möglichst früh alles daran,dass ihre Kinder auf das Gymnasium kommen. Und darüber hinaus haben die Kinder ihre eigene Eltern als Vorbild,dass Sie anstreben können.Ich glaube da hast du auch einen Vorteil gegenüber einem Kind aus einer Einwanderungsfamilie, dessen Vater vielleicht nur einfacher Landarbeiter war. [QUOTE]nur: in unserer gesellschaft redet darüber keiner, sondern man war einfach zu faul oder zu dumm. und das, was deinem vater passiert ist, geschah hier noch zu meiner schulzeit, und die ist noch nicht so lange her (80er/90er jahre). vor allem auch den einwandererkindern (von denen ich zwar eins war, aber "glücklicherweise" aus einem akademischen elternhaus, mich konnte man mit einem notendurchschnitt von 1.5 nicht auf die realschule schicken, wie sie es mit dem sohn von italienischen gastarbeitern in meiner klasse gemacht haben...ironietrief).[/QUOTE] Ich finde es gibt zuviele Leute,die einen einteilen wollen. Erschreckend finde ich,dass man darüber nachdenkt,die Schulempfehlungen die Lehrer aussprechen verbindlich zu machen. Ich habe auch nur eine Realschulempfehlung bekommen aber das war meinem Vater scheißegal.Er hat auch gemerkt,dass die Lehrerin etwas gegen mich hatte. In einer Gesamtschule könnte man die Kinder einfach besser motivieren.Die sind zusammen mit den anderen Kindern und der Schulwechsel vom der Hauptschule zur Realschule oder von der Realschule zum Gymnasium ist im vergleich zu einem Kurswechsel in einer Gesamtschule doch schon fast eine unüberwindbare Mauer |
| Tristessa | Ich habe mir nun nicht alles durchgelesen, kann aber nur für mich sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich habe ebenfalls für kaum ein Fach gelernt und eher selten Hausaufgaben gemacht. Und ich bin durchgekommen und studiere Architektur, was seit 6 Jahren mein Traum war. Meine Mutter meint zwar immer noch gelegentlich, dass ich ja locker einen Schnitt von 1,5 geschafft hätte, aber das wär mir die Paukerei nicht wert gewesen. Eine Freundin von mir hat ihr Abi mit 1,2 bestanden und einen Studiengang mit einem sehr hohen NC angefangen. Letztendlich kam sie nicht zurecht, macht im Moment ein Praktikum und fängt demnächst eine Ausbildung an, was ihr NIE jemand zugetraut hätte! Was ich damit sagen will: Ein toller Abischnitt sagt noch lange nicht darüber aus, was man später aus seinem Leben machen kann. Es kommt sowieso immer anders als man denkt. Und manchmal liegt gerade im Scheitern an einer Sache eine Chance, etwas ganz anderes für sich zu entdecken. Das einizg schlimme an dieser Faulheit/Blödheit oder wie auch immer man es nennen mag: Es hört niemals auf. Ich erledige auch jetzt im Studium alles auf den letzten Drücker und hätte sehr viel bessere Noten, würde ich mich mal richtig und rechtzeitig mit meinen Aufgaben beschäftigen.... ;) |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tristessa [/i] [B]Das einizg schlimme an dieser Faulheit/Blödheit oder wie auch immer man es nennen mag: Es hört niemals auf. Ich erledige auch jetzt im Studium alles auf den letzten Drücker und hätte sehr viel bessere Noten, würde ich mich mal richtig und rechtzeitig mit meinen Aufgaben beschäftigen.... ;) [/B][/QUOTE] Hätte, könnte, wäre, wenn... Was zählt ist, was ist ;) |
| Tristessa | Richtig. :D Und was ist? "Zeichnung insgesamt bitte sauberer anfertigen" und son Blub.... :D Man muss eben lernen, mit seinen "Fehlern" zu leben.... |
| Kampfsau | [QUOTE]Was ich damit sagen will: Ein toller Abischnitt sagt noch lange nicht darüber aus, was man später aus seinem Leben machen kann. Es kommt sowieso immer anders als man denkt. Und manchmal liegt gerade im Scheitern an einer Sache eine Chance, etwas ganz anderes für sich zu entdecken.[/QUOTE] Ein guter Abischnitt eröffnet einem sehr viele Türen. Ich meine wenn man z.B. einen Schnitt von 1,3 hat, dann wird man doch schon allein deswegen in fast jedem Studiengang aufgenommen, für den man sich entscheidet. Auch bei einer Ausbildung kann man sich schon in den meisten Fällen sicher sein, allein wegen den Noten, zumindest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Und in dieser Hinsicht ist er doch schon ziemlich praktisch. Ich kenne ein paar Akrobaten auf meiner Schule,die haben in den Mathematik- und Physikleistungskurs 14 oder 15 Punkte. Das kriegt man nicht hin,wenn man nichts in der Birne hat.Um die reissen sich die Unternehmen,wollen ihnen Stipendien und das duale Studium bezahlen. Später werden die wohl gut bezahlte Stellen in der Wirtschaft finden. [QUOTE]Richtig. Und was ist? "Zeichnung insgesamt bitte sauberer anfertigen" und son Blub.... Man muss eben lernen, mit seinen "Fehlern" zu leben....[/QUOTE] Du sicherlich aber glaubst du,dein späterer Arbeitgeber wird mit deinen Fehlern leben wollen? Oder du kannst mit schlampiger Arbeitsweise erfolgreich selbstständig werden,auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt für Architekten? Ich weiß ja nicht,wie genial deine Entwürfe sonst durchdacht sind aber das kann dir schon Probleme machen. Ich muss mir das auch dringend abgewöhnen,ich weiß wenn ich das nach der Schule noch durchziehe,werde ich das garantiert irgendwann bereuen. Ich persönlich werde dem NC auch nicht wirklich gerecht,mit einem Schnitt zwischen 2,9 und 2,5. Ich war wirklich faul.Ich will mich da gar nicht rausreden. Aber ich will sowieso erst eine Ausbildung machen und dafür sollte der Schnitt doch hoffentlich erstmal reichen. Ich will erstmal etwas praktisches machen und auch lernen mit einer technischen Auslegung wie z.B. Mechatroniker oder Informationselektroniker.Mal sehen ob ich danach noch mit 24-25 anfange zu studieren. Ich hoffe die sind da nicht zu wählerisch, was den Notenschnitt betrifft. |
| darkmav | @Kampfsau: Hmmm... Das Abizeugnis muß ich (neben dem Vordiploms- und Diplomzeugnis, sowie meiner Promotionsurkunde) auch beilegen; aber ich bin mir sicher, daß der Einstellende da nicht mehr allzu scharf drauf guckt. Zumindest hoffe ich, daß meine 1 bis 4 Punkte in Sport unentdeckt bleiben ;-) Mathe und Physik 14 Punkte? Kann man auch hinkriegen, wenn man viel übt - sicherlich geht das mit dem richtigen Birneninhalt leichter. Ein Stipendium hat mir (sowohl M als auch Ph im Abitur 15 Punkte) niemand angeboten - habe so einen blöden Preis bekommen (von einer kleinen Firma, die inzwischen von einem größeren Unternehmen geschluckt wurde)... dieses Geld hatte ich 1995 äußerst gewinnbringend in ein Modem investiert. Seh das mit der Architektenschlamperei nicht so streng. Gehört zur Kreativität :D |
| Tristessa | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Ein guter Abischnitt eröffnet einem sehr viele Türen. Ich meine wenn man z.B. einen Schnitt von 1,3 hat, dann wird man doch schon allein deswegen in fast jedem Studiengang aufgenommen, für den man sich entscheidet. Auch bei einer Ausbildung kann man sich schon in den meisten Fällen sicher sein, allein wegen den Noten, zumindest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Und in dieser Hinsicht ist er doch schon ziemlich praktisch. Ich kenne ein paar Akrobaten auf meiner Schule,die haben in den Mathematik- und Physikleistungskurs 14 oder 15 Punkte. Das kriegt man nicht hin,wenn man nichts in der Birne hat.Um die reissen sich die Unternehmen,wollen ihnen Stipendien und das duale Studium bezahlen. Später werden die wohl gut bezahlte Stellen in der Wirtschaft finden.[/QUOTE] Ich glaube, du hast das etwas missverstanden. Natürlich hat jemand mit einem guten Schnitt bessere Möglichkeiten. Aber das Beispiel meiner Freundin sollte eben zeigen, dass man damit genauso auf die Schnauze fallen kann. Die Qual der Wahl, nicht das zu finden, was einen wirklich erfüllt, sich ständig unter den Druck zu stellen, ebensogute Leistungen zu erbringen wie in der Schule.... und ich schrieb vor allem: "was man aus seinem Leben macht" nicht "wie toll bezahlt man wird" oder "dass man ein ach so toller Hecht in der Wirtschaft ist".... Da kann jemand noch so toll in Mathe oder Physik sein und später Spitzenverdiener sein.... Wenn es ihn innerlich nicht erfüllt, weil er vielleicht viel lieber etwas künstlerisches gemacht hätte, dann würde ich nicht sagen, dass das sein idealer Weg war..... Deshalb: Ein guter Abischnitt kann in vielerlei Hinsicht verdammt nützlich sein, aber ist kein Schlüssel zum Glück und kann sich eventuell umgekehrt sogar negativ auswirken.... [QUOTE]Du sicherlich aber glaubst du,dein späterer Arbeitgeber wird mit deinen Fehlern leben wollen? Oder du kannst mit schlampiger Arbeitsweise erfolgreich selbstständig werden,auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt für Architekten? Ich weiß ja nicht,wie genial deine Entwürfe sonst durchdacht sind aber das kann dir schon Probleme machen.[/QUOTE] *Räusper* Wo steht bitte, dass ich schlampig arbeite? Ich denke, wenn ich das täte, bräuchte ich nicht zu studieren. Ich zeige dir gerne meine Zeichnungen und du kannst mir dann sagen, ob du sie schlampig findest.... Man muss nur die Relation sehen, ob man sich 20 Stunden hinsetzt und mit ner 3,0 zufrieden ist oder ob man sich 30 Stunden Zeit nimmt und eine 2,7 bekommt.... Ich setze einfach meine Prioritäten so, dass es in 1-2 Fächern nur für eine schlechte 2 bis 3 reicht. Das sind aber keine Fächer, die später auch nur annähernd mit meinem Berufsfeld zu tun haben.... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tristessa [/i] [B]*Räusper* Wo steht bitte, dass ich schlampig arbeite? Ich denke, wenn ich das täte, bräuchte ich nicht zu studieren. Ich zeige dir gerne meine Zeichnungen und du kannst mir dann sagen, ob du sie schlampig findest.... Man muss nur die Relation sehen, ob man sich 20 Stunden hinsetzt und mit ner 3,0 zufrieden ist oder ob man sich 30 Stunden Zeit nimmt und eine 2,7 bekommt.... Ich setze einfach meine Prioritäten so, dass es in 1-2 Fächern nur für eine schlechte 2 bis 3 reicht. Das sind aber keine Fächer, die später auch nur annähernd mit meinem Berufsfeld zu tun haben.... [/B][/QUOTE] Zeichnen gehört nicht zum Berufsfeld eines Architekten? |
| Tristessa | Grobe Skizzen, Den Kunden mal eben ein paar Ideen aufkitzeln, erste Ideen, Scribbling usw., ja. Ist ja auch wichtig, dass man da nicht total unbegabt ist. Aber das, woran wir teilweise 30 Wochenstunden sitzen, wird später selbstverständlich mit Auto Cad und anderen tollen Programmen gemacht. ;) Das machen wir sozusagen ein Semester lang, um mal zu sehen wie das so geht und um das Leid derjenigen zu verstehen, die noch nicht von den heutigen technischen Mitteln profitieren konnten.... ;) |
| darkmav | Also meiner Meinung nach kann es durchaus instruktiv sein, erst mal das Kopfrechnen zu erlernen, bevor man einen Taschenrechner benutzt. Ebenso sollte man "von Hand" zeichnen können, bevor man Geschütze wie AutoCAD auffährt. Wer meint, ein CAD-Programm zu bedienen können, ohne eine entsprechende Ausbildung genossen zu haben, ist entweder ein Narr oder ein Genie. Ich weiß, wovon ich spreche (beziehe mich allerdings auf ein CAD-Programm für Maschinenbauer: SolidWorks). |
| Nachtelfchen | ich denk auch, hat man mal studium abgeschlossen oder gar promoviert, dann ist das abizeugnis herzlich egal, da guckt keiner mehr. und mir hat man auch schon gesagt, dass potentielle arbeitgeber weniger auf die noten gucken wie auf die arbeitszeugnisse (sofern man denn sowas hat)... vielleicht wurde das mir aber nur zum trost gesagt, weil ich mich so über das verschlampte diplom aufgeregt hab ;) |
| Kampfsau | [QUOTE]*Räusper* Wo steht bitte, dass ich schlampig arbeite? Ich denke, wenn ich das täte, bräuchte ich nicht zu studieren. Ich zeige dir gerne meine Zeichnungen und du kannst mir dann sagen, ob du sie schlampig findest.... Man muss nur die Relation sehen, ob man sich 20 Stunden hinsetzt und mit ner 3,0 zufrieden ist oder ob man sich 30 Stunden Zeit nimmt und eine 2,7 bekommt....[/QUOTE] Ich dachte nur,weil du oft sagtest, du hast es dir oft zum Ziel gesetzt auch mit weniger Arbeit durch zu kommen. [QUOTE]ber das Beispiel meiner Freundin sollte eben zeigen, dass man damit genauso auf die Schnauze fallen kann. Die Qual der Wahl, nicht das zu finden, was einen wirklich erfüllt, sich ständig unter den Druck zu stellen, ebensogute Leistungen zu erbringen wie in der Schule....[/QUOTE] Wenn du daran gewöhnt bist,Leistung zu bringen,dann wird man irgendwann automatisch schneller neue Dinge lernen können. [QUOTE]"was man aus seinem Leben macht" nicht "wie toll bezahlt man wird" oder "dass man ein ach so toller Hecht in der Wirtschaft ist".... Da kann jemand noch so toll in Mathe oder Physik sein und später Spitzenverdiener sein.... Wenn es ihn innerlich nicht erfüllt, weil er vielleicht viel lieber etwas künstlerisches gemacht hätte, dann würde ich nicht sagen, dass das sein idealer Weg war.....[/QUOTE] Ach komm, das ist doch schon fast zu abgedroschen. Ich kenne ein paar Leute,die sind eher Künstler und kreativ tätig.Die singen, tanzen, zeichnen und schreiben auch privat Geschichten und Gedichte. Die haben dann auch dementsprechende Notenschwerpunkte.Von wegen Mathematik und Physik. Irgendwann kommt auch die Phase, in der man einfach Geld verdienen will, in der man eine Familie hat usw und in der man schon gerne etwas mehr Geld hat.Zumindest denken viele Menschen derart existenziell und ich kann das auch nachvollziehen Als Künstler kann man sehr viel Geld verdienen oder auch nur so über die Runden kommen.Wenn man jede Stunde seiner Arbeit geniest, ist das sicher auch mehr als erträglich.Man muss das selber wählen. Musik und Kunst sind unabhängig von dem NC.Man kann Sie studieren wenn man gut ist, theoretisch auch als Hauptschüler. Und ich denke Geld allein macht nicht glücklich aber es beruhigt allgemein. Wenn du einen Ingenieurstitel in z.B. Wirtschaftsingenieurwesen hast und gerade mitte 20 bist und eventuell auch Erfahrung mit Praktika und Auslandssemestern gesammelt hast, dann hast du doch schonmal eine wunderbare Ausgangslage. Man kann doch auch kreativ tätig werden, sein eigenes Unternehmen Gründen, seine eigenen Ideen auf den Markt bringen. Das ist doch eine wunderbare Ausgangssituation,damit kann man doch so derart viele Dinge anfangen. Man muss arbeiten, dafür hat man dann hohe Gehälter und weite Berufsfelder. Wenn du es richtig schlau anstellst,dann kannst du dich irgendwann mit 30 zur Ruhe setzen oder wenn dir zu langweilig wird, sonstwas machen. Als ob diese Leute dann alle unglücklicher sind,als z.B. jene die sich nur mit einer Lehre befassen. Nicht jeder kann kreativ und künstlerisch tätig werden. In der Regel wird es auch belohnt,wenn man sich im Leben viel anstrengt,in der Schule gut abschneidet und das Studium auch gut beendet.Dafür muss man dann auch die ein oder andere Einschränkung was die privaten Vergnügungen betrifft in Kauf nehmen. Ich war doch auch eher faul und habe jetzt so langsam, wo ich mich bewerben muss, doch des öfteren das Nachsehen gegenüber Leuten mit einem besseren 2er oder 1er Schnitt bei vielen lukrativen Ausbildungsangeboten |
| Tristessa | "Künstlerisch" tätig zu sein, war nur EIN Beispiel, genausogut hätte ich sagen können, "anderen Menschen helfen". Jemand kann doch in vielen Bereichen gut sein, aber erst richtig in seiner Arbeit aufgehen, wenn er merkt, er kann anderen Menschen helfen. Dann ist vielleicht ein Job bei Unicef viel interessanter als bei Wirtschaftsunternehmen XYZ, bei dem man eigentlich nur anderen das Geld aus der Tasche zieht. Naja, ich denke, es hat keinen Zweck, mit dir darüber zu disskutieren, weil du einfach einen komplett anderen Standpunkt vertrittst. Ich denke, es gibt sehr viel wichtigeres, als finanziell abgesichert zu sein, klingt es auch noch so beruhigend.... [QUOTE]Wenn du es richtig schlau anstellst,dann kannst du dich irgendwann mit 30 zur Ruhe setzen oder wenn dir zu langweilig wird, sonstwas machen.[/QUOTE] Siehst du. Genau das ist der Punkt. Wenn einem der Beruf wirklich Spaß bereitet, warum dann aufhören? Viele, die diese Skl-Rente gewinnen, meinen doch auch, dass sie weiterhin arbeiten wollen, obwohl sie es eigentlich nicht nötig hätten. Aber ihnen macht der Beruf einfach Spaß. Andersherum sind viele mit mitte-30, anfang 40 schon total k.o., weil sie sich vorher so kaputt gearbeitet haben. [QUOTE]Dafür muss man dann auch die ein oder andere Einschränkung was die privaten Vergnügungen betrifft in Kauf nehmen.[/QUOTE] Den ein oder anderen Abstrich zu machen, ist sicherlich völlig normal. Doch das hat irgendwo seine Grenzen. Ich verkaufe doch nicht für Firma XY meine Seele, damit meine Familie dann einen hübschen Grabstein kaufen kann, wenn ich mit 40 den Löffel abgebe. Das war jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber so sehe ich die Sache nunmal. Ich sage ja nicht, dass man ruhig faul durchs Leben tanzen soll, um dann zu gucken, was man mit nem Hauptschulabschluss so alles machen kann. Aber man muss einfach für sich die richtigen Prioritäten setzen. Und ich persönlich sehe Zufriedenheit auf menschlicher/sozialer Ebene einfach als sehr viel wichtiger an! |
| Kampfsau | [QUOTE]emand kann doch in vielen Bereichen gut sein, aber erst richtig in seiner Arbeit aufgehen, wenn er merkt, er kann anderen Menschen helfen. Dann ist vielleicht ein Job bei Unicef viel interessanter als bei Wirtschaftsunternehmen XYZ, bei dem man eigentlich nur anderen das Geld aus der Tasche zieht.[/QUOTE] Sicher,es geht hier doch eigentlich nur um Arbeit und Geld.Willst du nicht viel Geld,brauchst du auch keinen guten NC. Wenn du allerdings Arzt werden willst, also quasi eine der anspruchsvollsten Ausbildungen im Gesundheits- und Pflegewesen machen willst,dann musst du auch dafür hart arbeiten. [QUOTE]Siehst du. Genau das ist der Punkt. Wenn einem der Beruf wirklich Spaß bereitet, warum dann aufhören? Viele, die diese Skl-Rente gewinnen, meinen doch auch, dass sie weiterhin arbeiten wollen, obwohl sie es eigentlich nicht nötig hätten. Aber ihnen macht der Beruf einfach Spaß. Andersherum sind viele mit mitte-30, anfang 40 schon total k.o., weil sie sich vorher so kaputt gearbeitet haben.[/QUOTE] Der Punkt ist doch, diese Menschen haben ausgesorgt,manche haben Glück,gewinnen bei SKL oder Erben etwas,doch die meisten anderen die aussorgen wollen,die müssen viel lernen und arbeiten oder zumindest kluge Entscheidungen treffen und hohe Risiken eingehen. Die können sich es auch erlauben nur aus Spaß zu arbeiten.Das ist dann doch eher etwas wie ein Hobby für die.Andere müssen nunmal arbeiten,damit sie leben können. So ein Leben als einfacher Facharbeiter oder Krankenpfleger ist auch nicht unbedingt so lustig. Ich glaube auch, dass wohl eher der Leiharbeiter,der für 6,50 Euro pro Stunde seinen Körper kaputt schuftet und seinen Geist verkümmern lässt, mit mitte 30 oder anfang 40 die Probleme hat.Der hat ja im Alter nichtmal Geld oder Besitztümer. [QUOTE]Naja, ich denke, es hat keinen Zweck, mit dir darüber zu disskutieren, weil du einfach einen komplett anderen Standpunkt vertrittst. Ich denke, es gibt sehr viel wichtigeres, als finanziell abgesichert zu sein, klingt es auch noch so beruhigend....[/QUOTE] Was soll ich sagen,ich bin doch auch nicht so strebsam. Ich werde kein 1er Abi bekommen.Ich will erstmal eine Lehre anfangen.Vielleicht studiere ich dann doch nochmal. Ich werde wohl auch kaum ein reicher Mann werden. Vielleicht werde ich doch noch ganz zufrieden sein doch insgeheim werde ich meine eigene Einstellung irgendwann bereuen. Wenn ich mir andere Leute aus meinem Jahrgang ansehe, die sind auch ein bischen karrieregeil. Ich dachte auch immer,was machen die sich für einen Stress.Warum sind die so verbissen. Doch diese Leute leben mehr für die Zukunft und ich lebe mehr für die Gegenwart. Irgendwann, in 10 Jahren werde ich die eventuell mal wiedersehen, die Zeit vergeht schneller als man denkt. Die haben dann ihr Studium ein paar Jahre beendet und sogar ein bischen Berufserfahrung und sich bewehrt.Vielleicht sind einige von denen gut bezahlte Führungskräfte. Sie fahren ein tolles Auto,haben ein großes Haus,teure Hobbies und verreisen oft. Ich hingegen arbeite von der Zeit vielleicht genauso viel, körperlich auch anstrengender,doch verdiene viel weniger und es gibt mehr Leute,die mir etwas vorschreiben.Es ist sicher nicht so,dass diese Leute dann nur fürs Geld arbeiten.Ich bin mir sicher,ihre Arbeit wird sie oft genug auch interessieren. Ich kann nicht sagen,dass ich dann nicht neidisch wäre. Doch ich würde sagen, dass diese Leute es nunmal verdient haben und dass ich ihre Leistung nunmal damals nicht bringen konnte oder wollte. Aber weniger Geld heißt auch weniger Verantwortung, weniger verlangte und gegebene Kompetenzen und weniger Stress.Stellt sich dann nur die Frage,ob man sich da nicht auch unterfordert fühlt [QUOTE]Aber man muss einfach für sich die richtigen Prioritäten setzen. Und ich persönlich sehe Zufriedenheit auf menschlicher/sozialer Ebene einfach als sehr viel wichtiger an![/QUOTE] Woher weiß man,ob sich die eigenen Prioritäten irgendwann nicht auch ändern? Ich halte mir noch Perspektiven für Weiterbildung in gefragten Bereichen frei, in denen ich eventuell auch aufsteigen und mehr Geld verdienen kann. Ich mach das auch nicht für mich,was mich persönlich betrifft wäre es mir auch egal,wenn ich in einer kleinen Wohnung leben würde und nicht jedes Wochenende ein Musical besuchen könnte.So ein Job als Erzieher wäre z.B. auch gar nicht so schlecht.Man freut sich jeden Tag auf die Arbeit,hat sein Auskommen,muss nicht in Lumpen rumhüpfen, verhungert nicht und muss nicht erfrieren. Es gibt nur einen wichtigen Grund für mich und das ist die Familienplanung, genug Geld und Sicherheit um zu planen.Damit man seinen Kindern ein gutes Leben bieten kann,in dem sie sich nicht sorgen müssen und vielleicht auch aufs Land ziehen kann und ein Haus bauen kann.An Orten in denen die Kriminalität niedriger ist,die Luft besser, die Kinder draussen rumturnen können und auch mal laut sein dürfen. Es wäre auch nicht verkehrt,mit seinen Kindern auch mal verreisen zu können,um ihnen die Welt zu zeigen. Und irgendwann mal Kinder zu haben,dass ist ein klares Ziel von mir,das habe ich schon immer gewollt,auch wenn ich mir da erstmal bis Ende 20 oder anfang 30 Zeit lassen will, um vorher noch etwas für mich leben zu können und mir etwas aufzubauen. Und vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht,wenn man selber auch seine Freizeit etwas aufwendiger gestalten könnte und nicht immer kurz treten muss. Natürlich wäre es auch toll,für Unicef um die Welt zu reisen und z.B. als Entwicklungshelfer den Leuten einen Dienst zu erweisen oder Philosophie zu studieren oder eben als Erzieher zu arbeiten. Das würde mir persönlich mehr Spaß machen als die technische Berufsausbildung. Doch es ist ja nicht so,dass Technik mir gar keinen Spaß macht,ganz im Gegenteil,doch es ist wohl eher der wirtschaftliche Aspekt der mich antreibt und die gesellschaftlichen Bedinungen. Man hat nunmal wenig Zeit um sich selbst zu verwirklichen und Dinge auszuprobieren.Vielleicht sind nach der Schule oder auch im Studium ein oder 2 Auslandsaufenthalte drinnen und ansonsten muss man seine Karriere in seinen 20ern eher zielstrebig verfolgen. Mit 30+ muss man eigentlich schon erfahren in seinem Beruf sein, eine Führungskraft oder ein gut eingearbeiteter Spezialist. Da kann man im Grunde so direkt nichts neues mehr anfangen. Es klingt vielleicht dumm aber in der Realität kann man von seiner persönlichen sozialen Zufriedenheit alleine nunmal nicht leben. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]das Abitur ist zu einem gewissen Grad schon ein Intelligenztest. ... Im übrigen setzt sich die Abinote aus sehr vielen Einzelkomponenten zusammen - so daß keiner sagen kann, er habe "halt Pech gehabt". Ich kenne nichts faireres als die Abinote - sowohl Vordiploms- als auch Diplom- und Promotionsnote können dagegen nicht anstinken.[/B][/QUOTE] Ich finde das Abitur bei weitem nicht so aussagekräftig wie du. Letztlich besteht das Lernziel des Schülers darin das wiederzugeben, was im Lehrplan und im Lösungsheftchen des Lehrers steht. Wer also am besten mitmacht bekommt eine 1. Lernfächer sind sie doch alle, selbst die Naturwissenschaften. Oberstrebchen und Ja-Sager haben es in der Penne am leichtesten. Leute, die Kritik üben und Skepsis zeigen werden schnell als renitente Schüler abgestraft, mit Noten zwischen 3 und 4. Nur das zu meinen persönlichen Erfahrungen... Was man als Schüler immer geahnt hat, bestätigt sich später als Wahrheit: Ja, Lehrer sind nicht immer objektiv. Wenn ich Geschichte und Deutsch im Abi habe, aber die Lehrer mich nicht leiden können und mich daher ungerecht bewerten, ist das Abi nicht fair. Da braucht man nur mal seltsame Outfits tragen oder komische Frisuren zu haben. Meine Lösung war die Schule zu wechseln und noch einmal von vorn anzufangen. Ich habe 1,5 Jahre gebraucht, die 4 in Geschichte und die 3 in Deutsch in jeweils 14 Punkte zu verwandeln. Hätte ich einen freien Rücken gehabt, d.h. hätte ich nicht täglich nach der Schule 5 Stunden arbeiten müssen, um meine kleinen Geschwister zu ernähren, die beide bei mir wohnten, wäre das Abi noch fairer gewesen. Somit stand ich am Ende genauso gut da wie jemand, der sich den ganzen Tag an den Füßen spielt, obwohl ich mir den Arsch aufgerissen habe. Abi nebenbei sozusagen. Was ich während des Abis gelernt habe: effektives Lernen, Kampfgeist, Prioritäten setzen bei minimalem Arbeitsaufwand und die Erfahrung eigene Grenzen überschritten zu haben. Das bringt im Studium wesentlich weiter als ein NC. Der NC ist nur ein kleines Stück des Weges den man mit allen gleich gehen muss um die Zulassung zum Traumstudium zu erhalten. Im Studium dann erschließt sich jeder Student den Stoff auf seine Art. Selbst in Lernfächern ist das möglich. D.h. will man seinen NC erreichen obwohl man keine Zeit hat, keine Kraft, keine Nerven (denn nicht jeder macht Abi unter gleichen Bedingungen), muss man sich kleinen Tricks bedienen, damit man am Ende wie Oberstrebchen dasteht. Ich habe z.B. nur Hausaufgaben gemacht, wenn ich wusste, dass sie so schwer waren, dass ich von keinem abschreiben konnte. Gelernt habe ich immer in Freistunden. Und wenn es keine Freistunden zum lernen gab, bin ich der Schule fern geblieben, um mir nicht die Note zu versauen. Fächer, die irrelevant fürs Abi waren, habe ich verpennt. In wichtigen Fächern habe ich versucht, direkt von der Tafel auswendig zu lernen. Wenn ich damals mehr Zeit und weniger Pflichten gehabt hätte, wäre der Intelligenztest "Abitur" für mich bestimmt bombig ausgefallen. So war ich nur ein schnöder Mittelzweier. Tja, Pech gehabt. |
| Ursus | Ganz großes Kino! :D |
| Xenomorph | Ich denke ebenfalls (ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen), dass das Abitur und erst recht die NC-Fächer an der Uni insgesamt mehr etwas für die Streberleichen sind...zu denen ich nie gehört habe...ich bin da mehr oder weniger so "reingerutscht", (so war es bei mir eigentlich bei allem) hab das Abi damals noch "mitgenommen" ohne dass es ursprünglich auf dem Programm gestanden hätte, und ohne, dass ich mich sonderlich intensiv darauf vorbereitet habe...ich habe nur das an Arbeit investiert, was ohnehin mit meinen vorhandenen Interessen im Einklang stand...genauso wie hinterher im Studium...ich habe nur das wirklich gelernt, was ich sowieso wissen wollte... |
| Kampfsau | [QUOTE]Ich denke ebenfalls (ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen), dass das Abitur und erst recht die NC-Fächer an der Uni insgesamt mehr etwas für die Streberleichen sind...[/QUOTE] Ein sehr leidiges Thema, doch gibt es einige sehr interessante Studiengänge die eben durch einen NC schwerer zugänglich sind. Nicht nur Medizin sondern z.B. auch Fachhochschulen, meist in privater Trägerschaft, die z.B. Journalismus oder andere Fachgebiete abdecken. Wenn man das weiß und unbedingt in dieser Richtung etwas machen will, dann sollte man sich schon mal richtig anstrengen in der Schule. Ansonsten,wenn man Physik oder Elektrotechnik studieren will,kann man das auch mit einem Schnitt von 4.0 machen. Auch wenn diese Studiengänge eigentlich zu den schwersten gehören. Wenn man das weiß,dann kann man es im Gymnasium auch lockerere angehen lassen und in Mathematik und Physik macht man sowieso schon halbwegs Punkte,wenn einem das Gebiet liegt. Manche haben halt Glück im Leben und andere vielleicht weniger. Aber ich finde bei einem Schnitt ab 3.5 aufwärts hat man es vielleicht doch etwas zu lasch angehen lassen. Wenn man sich das dann ansieht,merkt man doch sofort, entweder war diese Person nicht in der Lage dem Unterricht intellektuell richtig zu folgen oder aber die Person hat jedes Wochenende Party gemacht und vor Arbeiten vielleicht eine halbe Stunde in die zusammengekritzelten Unterlagen geschaut, um gerade mal noch 5-8 Punkte zu bekommen. |
| halfbee | naja ich steck zurzeit auch im endlosen horror der k12 fest.und ich kann nicht glauben dass ich nach der harten arbeit die ich leiste, all die wochenenden wo ich so früh aufstehe um irgendnen kack für die schule zu machen,die ganze lernerei...also dass ich nach der ganzen anstrengung wahrscheinlich ebenfalls den NC nicht schaffe.klar, ich bin erst in 12/1 aber das is doch abzusehen. Ich würde gern Psychologie studieren. der nc wird sicherlich nich eifnacher dadurch dass das studienfach zum trend verkommen is. was wollte ich sagen?achja, genau,NC an sich ist nicht schlecht, ich möchte ja auch nich dass meine freunde, die wirklich dermaßen dreist und immer spicken zu medizin zugelassen werden während ich mir hier den arsch aufreiße. wer so gut is dass er den NC schafft, hat sich nich nur so durchgewurschtelt sondern sich angestrengt, das find ich auch. aber auch ich muss sagen, ich hab auch noch was andres zu tun. und deswegen lern ich halt gelegentlich auch mal nich oder lege mich mit dem fiesen arschloch von lehrer an, den ich in 3 (ich meine 3!!) fächern hab, dem ganzen GPR Bereich nämlich. und nur weil ich diesen arsch hab und in dem bereich ja colloqium machen MUSS könnte es dabei auch genau um die note gehen, die mir dann den zugang zu psycho versperrt. wenns an sowas liegt dann ist das einfach nur noch mies...ohne NC hätt ich kein problem damit. und überhaupt, das ganze system! kann mir mal jemand erklären warum man 4 halbjahre mathe einbringen muss?irgendjemand? warum muss man ein mathe genie sein um studieren zu können?2 wären durchaus gerechtfertigt aber 4?jetzt stecken meine eltern ein vermögen in meine nachhilfe und ich hab mir den arsch abgelernt für die erste klausur (mal sehen was dabei rauskommt^^) aber ich bin nunmal eine niete in mathe!was aber nicht heißt dass ich dumm bin. aber naja das is jetzt leicht offtopic. jedenfalls bereitet mir der NC schon manchmal schlaflose nächte,ich möchte nämlich wirklich wirklich WIRKLICH Psychologie studieren und nichts anderes. ach was ich noch sagen wollte: ich finde allerdings, wär sich durch "schlechte mitarbeit"(und wir wissen alle was das heißt, entweder pennt man permanent oder man legt sich mit den lehrern an) die sache versaut is halt selber schuld. ich mein ja nich dass man gleich schleimen muss aber den ein oder andren kommentar verkneifen muss drin sein.und ich muss zugeben, seit diesem jahr hab ich auch aufgehört, während den stunden zu schlafen.man muss halt opfer bringen;) @mondsilbertaufe: klar hattest dus schwerer als andre aber wie schon erwähnt,manche haben halt pech. deswegen finde ich noch lange nicht dass du das recht hast so über abi und abiturienten herzuziehen. ich bin sicher keine streberin, und ich halte mit kritik nie hinterm berg. es kommt nur drauf an wie mans macht. lehrer sind nicht objektiv, das is klar. aber wenn ich mich über sie lustig mache und auch gern mal subtil beleidige dann wirkt sich das halt aus. da muss man nich immer einen auf "armer rebell" machen. und was schwänzen betrifft, das find ich richtig daneben. wir haben da auch so ein paar kandidaten, die, weil sie verpennt haben auf die klausur zu lernen daheim bleiben und der kursleiter darf wegen sowas dann gleich mal 15 stunden ne neue erstellen. sowas is einfach nur assozial, tut mir leid. außerdem wärs natürlich interessant zu wissen in welchem bundesland du abi gemacht hast. |
| Kampfsau | [QUOTE]kann mir mal jemand erklären warum man 4 halbjahre mathe einbringen muss?irgendjemand? warum muss man ein mathe genie sein um studieren zu können?2 wären durchaus gerechtfertigt aber 4?jetzt stecken meine eltern ein vermögen in meine nachhilfe und ich hab mir den arsch abgelernt für die erste klausur (mal sehen was dabei rauskommt^^) aber ich bin nunmal eine niete in mathe![/QUOTE] Ich kann dir sagen, Mathematik ist in den meisten Fächern viel nützlicher als man erst glauben mag. Du wirst dir nicht vorstellen, mit wieviel Mathematik du nachher im Psychologiestudium konfrontiert wirst. Allein schon die Stochastik ist Kernelement. Aber du brauchst im Prinzip das Handwerkzeug lernen, viel üben, um das Anwenden zu können und Werte einsetzen, mit hohem Lernaufwand kriegt man noch gute Noten Ich fand zwar immer, Mathe ist so ein Fach, für das man eher weniger lernen muss Ansonsten, dass man den Leuten gegenüber, die am längeren Hebel sitzen, sich nicht zuviel rausnimmt, das sollte man schon erkennen. Später in der Arbeitswelt geht das auch nicht, man kann nicht immer anecken, auch wenn man die eigene Persönlichkeit dafür weniger frei ausleben kann. |
| darkmav | Wer die Grundzüge der Differential- und Integralrechnung nicht beherrscht hat die höhere Reife nicht erreicht. Punkt. Schulmathe ist verglichen mit der richtigen Mathematik ein Witz. Als Tutor für Biologen und Chemiker rege ich mich stets darüber auf, wie wenig mathematischen Handwerkszeug die Studis mitbringen. Gerade diejenigen, die nicht das Glück hatten in BaWü oder Bayern Abi machen zu dürfen. Schon bei einfachem Formelumstellungen gibt es Probleme. Wenn ein Logarithmus auftaucht, springen die Leute schon an die Decke, von Vektoren und Matrizen ganz zu schweigen. Es ist katastrophal, und ich bin nicht gewillt, den Studis etwas beizubringen, was sie in der Schule schon hätten lernen sollen. Das sage ich denen offen - und nenne ihnen Bücher, die ihnen dabei helfen sollen, ihre Defizite in Eigenregie nachzuarbeiten. @halfbee: Statistik ist elementarer Bestandteil des Psychologiestudiums. Wenn Du dazu keine Affinität hast, sollst Du es bleiben lassen. Psychologie ist [b]nicht[/b] dumm herumlabern, und seiner besten Freundin Tips bei Liebeskummer geben. Psychologie sollte man als knallharte Naturwissenschaft betrachten, damit sie in der wissenschaftlichen Community ernst genommen werden kann. Wer später mal einen Aufsatz in ein vernünftiges Journal einreichen will, und dessen Statistikkenntnisse unzureichend erscheinen, der blamiert sich maßlos - zurecht. Noch was: Wer beim Abi Nachhilfe benötigt, hat den Nachweis der höheren Reife, nämlich die Zulassungsvoraussetzung für ein Studium, also selbständig lernen und arbeiten zu können, [b]nicht[/b] erbracht. In unserem Jahrgang hat jeder, aber auch wirklich jeder Volldepp das Abitur erreicht. Das Abitur erreicht zu haben, ist heutzutage nichts, worauf man stolz sein kann. |
| Kampfsau | [QUOTE]In unserem Jahrgang hat jeder, aber auch wirklich jeder Volldepp das Abitur erreicht. Das Abitur erreicht zu haben, ist heutzutage nichts, worauf man stolz sein kann.[/QUOTE] Auf 4.0 wäre auch niemand stolz aber bei einem guten Schnitt, auch in Mathe, kann man doch auf sich stolz sein. [QUOTE]Wer beim Abi Nachhilfe benötigt, hat den Nachweis der höheren Reife, nämlich die Zulassungsvoraussetzung für ein Studium, also selbständig lernen und arbeiten zu können, nicht erbracht.[/QUOTE] Im Grunde schon aber letztendlich hilft dir in der Prüfung auch niemand und verstehen musst du es. Ansonsten bildet man im Studium sicher auch Lerngruppen oder hat vielleicht Glück und der Professor erklärt nochmal etwas. Es muss ja nicht immer sowas einfaches wie eine Funktionsanalyse sein, bei der man nachfragt. Ansonsten würde ich sagen das Abitur bereitet nicht jeden auf das selbstständige Lernen vor.Das lernen viele Leute leider erst im Studium selber oder gar nicht |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Auf 4.0 wäre auch niemand stolz aber bei einem guten Schnitt, auch in Mathe, kann man doch auf sich stolz sein.[/B] [/QUOTE] Stolz war ich auf das Ergebnis meiner Promotion - das Abizeugnis mit der Note 1.5 hat man halt so mitgenommen, 'nen blöden Preis vom Kraftwerk (das es inzwischen nicht mehr gibt, weil es von EnBW geschluckt worden ist) eingesackt, und halt die ganzen Gelegenheiten zum Besaufen genutzt. [quote] Ansonsten bildet man im Studium sicher auch Lerngruppen oder hat vielleicht Glück und der Professor erklärt nochmal etwas. [/quote] Zurecht ist keinem Prof daran gelegen einen unfähigen Studenten zum Diplom zu kuscheln. Lerngruppen - von mir aus: [i]Wenn's schee macht...[/i] [quote] Es muss ja nicht immer sowas einfaches wie eine Funktionsanalyse sein, bei der man nachfragt. [/quote] Weißt Du, was [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionalanalysis]Funktionalanalysis[/url] ist? [quote] Ansonsten würde ich sagen das Abitur bereitet nicht jeden auf das selbstständige Lernen vor.Das lernen viele Leute leider erst im Studium selber oder gar nicht[/quote] Das Abi sollte zum selbständigen Denken und Lernen vorbereiten. Dahin sollten wir wieder kommen, und nicht dahin, jedem Schwachmaten die höhere Reife zuzuschustern. |
| Apex | [QUOTE]Wer die Grundzüge der Differential- und Integralrechnung nicht beherrscht hat die höhere Reife nicht erreicht.[/QUOTE] Oh, das erinnert mich an ein nettes Gespräch mit nem Informatik-Studenten kurz bevor ich mein Abi geschrieben habe, der meinte auch, dass es nicht angehen könne, dass Leute ihr Abi machen, die nicht mal wissen, was ein Integral ist... ... Da bin ich doch glatt erstmal rot geworden...Integral, Integral...ist das nicht das Ding wonach die Ritter der Tafelrunde gesucht haben? Naja, inzwischen weiß ich wieder was ein Integral ist. Zugegebener Maßen war ich in Mathe und in Physik nie sehr gut und musste immer sehr dafür ackern auch mal ne gute Note zu bekommen. Keine Ahnung warum, Geschichte, Politik, Literatur, Grammatik...sowas setzt sich bei mir einfach fest aber Mathe (speziell Analysis) nee...konnt ich nix mit anfangen. Irgendwann hab ich den Faden verloren und anstatt wieder von vorne anzufangen habe ich etwas rumgerechnet (das kann man ja noch) und kam zu dem Schluss, dass ich für mein Abi Mathe und Physik nicht wirklich brauche und das ichs lieber zugunsten der anderen Fächer vernachlässigen kann. Das Ergebnis war gut, ein 1,9er Abi und Mathe und Physik im Durchschnitt sogar noch 5 Punkte. Und glaubts oder nicht, ich bin tatsächlich stolz drauf, mein Abi mit einem solchen Ergebnis nachgemacht zu haben. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i][B] Und glaubts oder nicht, ich bin tatsächlich stolz drauf, mein Abi mit einem solchen Ergebnis nachgemacht zu haben. [/B][/QUOTE] Also vor solchen Leuten, die das Abi nebenher, also zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit [i]nach[/i]machen habe ich einen Heidenrespekt. Denen ist es ausnahmsweise auch mal zu verzeihen, wenn sie beispielsweise die Gauß-Funktion (Zehnmarkschein-Formel) nicht integrieren können. ;) |
| Apex | Ähm, nebenher? Könnte man so nennen, eigentlich war ich auf einem Vollzeit-Kolleg für Erwachsene mit Bafög-Förderung. Da war nicht mehr viel Zeit nebenher zu arbeiten, auch wenns manche mussten. |
| Kampfsau | [QUOTE]Zurecht ist keinem Prof daran gelegen einen unfähigen Studenten zum Diplom zu kuscheln. Lerngruppen - von mir aus: Wenn's schee macht...[/QUOTE] Also will man quasi seine Vorträge ableiern, ich sehe das doch in den Vorlesungen, einige Professoren schreiben tausend Formeln an die Tafel und wischen dann direkt den Tafelinhalt weg, wenn Sie voll ist und machen sofort weiter. Als Student muss man Notizen machen und schnell und konzenriert schreiben und nebenbei konzenriert schreiben und versuchen, dem Inhalt zu folgen. Natürlich ist das schwer, man erwartet von einem Studenten auch,dass er schnell auffasst.Aber ist es so schlimm, wenn man nochmal nachfragt? Sicher hat man viel zu tun aber ich könnte einen Studenten verstehen der nochmal nachfragen will. Ansonsten könnte man sich die Vorlesung ja gleich sparen und sich wo anders, das Wissen her holen. [QUOTE]Weißt Du, was Funktionalanalysis ist?[/QUOTE] Ich habe von einer Funktionsanalyse geredet.Oder nennt man das Kurvendiskussion?Hab mich wohl in der Bezeichnung geirrt. Ich beziehe mich aber eher auf Analysis, in der man Funktionen und deren Bedeutung untersuchen und verstehen muss.Ist ja auch eher Handwerkszeug. [QUOTE]Oh, das erinnert mich an ein nettes Gespräch mit nem Informatik-Studenten kurz bevor ich mein Abi geschrieben habe, der meinte auch, dass es nicht angehen könne, dass Leute ihr Abi machen, die nicht mal wissen, was ein Integral ist...[/QUOTE] Was sind das denn für Absolventen? Du siehst doch in der Note wenn dieser Schüler einen Unterkurs in Mathe hat. In der Schule wird es erklärt, die Kerle passen nur nicht auf. Man kann sich bei der Abiturzulassung ja recht viele Schnitzer erlauben.5 Unterkurse dürfen es sein. Und ich glaube viele Lehrer verteilen einfach nicht gerne Unterkurse. Aber wenn man Informatik studieren will, sollte man das schon wissen.Das finde ich dann auch lächerlich, es kann ja sein, dass nach anderthalb Jahren die Erinnerung etwas verblast wenn das Studium anfängt aber da kann man doch schnell nochmal nachsehen. Gibt es nicht eigentlich nochmal diese Lehrveranstaltungen vor Studienantritt, in der man die ganze Mathematik die man in der Schule gemacht hat, in Kurzzeit nochmal eingetrichtert bekommt? [QUOTE]Das Abi sollte zum selbständigen Denken und Lernen vorbereiten. Dahin sollten wir wieder kommen, und nicht dahin, jedem Schwachmaten die höhere Reife zuzuschustern.[/QUOTE] Naja, einige Leute können auch noch mit einem 3,6er Schnitt erfolgreich studieren. Mein Werte- und Normenlehrer war so ein Fall, der hatte aber auch Stress mit den Lehrern.Das Philosophiestudium hat er dann mit einer 1er Schnitt abgeschlossen. Es geht auch nach Schnitten, ich denke da kommt es halt drauf an.Und auf den Fächerschwerpunkt. Du kannst dauernd nur saufen und Party machen oder für den Einser Schnitt 2 Jahre lang kaum Freizeit haben [QUOTE]Stolz war ich auf das Ergebnis meiner Promotion - das Abizeugnis mit der Note 1.5 hat man halt so mitgenommen, 'nen blöden Preis vom Kraftwerk (das es inzwischen nicht mehr gibt, weil es von EnBW geschluckt worden ist) eingesackt, und halt die ganzen Gelegenheiten zum Besaufen genutzt.[/QUOTE] Kann es nicht sein, dass du einfach nur außerordentlich intelligent bist?Wenn du ein 1,5er Zeugnis mal eben so mitnimmst und trotzdem die ganzen Gelegenheiten zum Saufen benutzt und jetzt Tutor an einer Universität bist. Dass kann der Großteil der Menschheit nunmal nicht.Ein 1er Abi schafft nicht jeder, auch wenn er will und er muss nichtmal sonderlich dumm sein. Ansonsten stimme ich dir zu, dass es auch viele eigentlich Ungeeignete gibt, denen man die Befähigung zu einem Studium zugesteht. Aber in Zeiten der Studiengebühren wird nicht jeder gedankenlos ein Studium anfangen, für dass er noch lange nicht bereit ist. Was bringt es dir, dich in einem Studium zu verschulden, wenn du sowieso durchfällst und die Schulden nicht mit deinem akademischen Beruf abbezahlen kannst? |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Als Student muss man Notizen machen und schnell und konzenriert schreiben und nebenbei konzenriert schreiben und versuchen, dem Inhalt zu folgen.[/B][/QUOTE] Als Student muß man vor allem eins: Wichtiges von unwichtigem unterscheiden. [quote] Natürlich ist das schwer, man erwartet von einem Studenten auch,dass er schnell auffasst.Aber ist es so schlimm, wenn man nochmal nachfragt? [/quote] Das handhaben die Professoren unterschiedlich. Über intelligente Fragen freuen sie sich sicherlich alle, aber manche sind es eben leid, immer den selben Mist gefragt zu werden. [quote] Ansonsten könnte man sich die Vorlesung ja gleich sparen und sich wo anders, das Wissen her holen. [/quote] Sic! Was zwingt einen Studenten, eine schlechte Vorlesung zu besuchen? [quote] Ich habe von einer Funktionsanalyse geredet.Oder nennt man das Kurvendiskussion?Hab mich wohl in der Bezeichnung geirrt. [/quote] Du redest von einfacher 1D-Analysis. Sicherlich Grundvoraussetzung um Höhere Mathematik verstehen zu können. [quote] In der Schule wird es erklärt, die Kerle passen nur nicht auf. [/quote] Kann aber auch sein, daß das Schulsystem in dem entsprechenden Bundesland nichts taugt, oder der Lehrer 'ne Pfeife war. Leider kann man heutzutage nicht mehr alles auf die Faul- bzw. Dummheit der Schüler abwälzen... [quote] Man kann sich bei der Abiturzulassung ja recht viele Schnitzer erlauben.5 Unterkurse dürfen es sein. Und ich glaube viele Lehrer verteilen einfach nicht gerne Unterkurse. [/quote] Zu meiner Zeit in meinem Bundesland war alles noch ganz anders. Aber mathematische Grundlagen ("Rechnen") wurde in den frühen 90ern in BaWü schon noch gebührend geprüft. Mathematik (mindestens 4 Grundkurse, also einfache 1D-Analysis, einfache Stochastik und einfache lineare Algebra) war Pflicht-Prüfungsfach im Abi. [quote] Gibt es nicht eigentlich nochmal diese Lehrveranstaltungen vor Studienantritt, in der man die ganze Mathematik die man in der Schule gemacht hat, in Kurzzeit nochmal eingetrichtert bekommt? [/quote] Wer's zur Schulzeit nicht verstanden hat, wird es in diesen "Crashkursen" auch nicht verstehen. [quote] Naja, einige Leute können auch noch mit einem 3,6er Schnitt erfolgreich studieren. [/quote] Sicherlich. Allerdings tendenziell eben schlechter, als solche mit einem 2.6er-Schnitt. Gilt als empirisch erwiesen. Dein Philosophielehrer war ein statistischer Ausreißer (englisch: maverick). [quote] Es geht auch nach Schnitten, ich denke da kommt es halt drauf an.Und auf den Fächerschwerpunkt. Du kannst dauernd nur saufen und Party machen oder für den Einser Schnitt 2 Jahre lang kaum Freizeit haben [/quote] Stimmt! Wenn ich nochmals studieren dürfte, würde ich alles [b]ganz[/b] anders machen. Weniger Vorlesungen hören, mehr selbst denken! [quote] Kann es nicht sein, dass du einfach nur außerordentlich intelligent bist?Wenn du ein 1,5er Zeugnis mal eben so mitnimmst und trotzdem die ganzen Gelegenheiten zum Saufen benutzt und jetzt Tutor an einer Universität bist. [/quote] Ich bin fleißig und weiß wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Ein Physikgenie bin ich nicht - was sich herausgestellt hat, als in meinem Rigorosum Thermodynamik drankam... :mad: [quote] Aber in Zeiten der Studiengebühren wird nicht jeder gedankenlos ein Studium anfangen, für dass er noch lange nicht bereit ist. [/quote] Nicht jeder, aber unfähige Ärztekinder, denen Geldsorgen fremd sind und nach ihrem Studium in Papis Praxis anfangen können, vielleicht schon... Davon gibt es mehr als Du denkst! (zBsp. meine Ex-Freundin) |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]und was schwänzen betrifft, das find ich richtig daneben. wir haben da auch so ein paar kandidaten, die, weil sie verpennt haben auf die klausur zu lernen daheim bleiben und der kursleiter darf wegen sowas dann gleich mal 15 stunden ne neue erstellen.sowas is einfach nur assozial, tut mir leid.[/QUOTE] Würdest du eine Klausur mitschreiben, für die du keine Zeit hattest zu lernen und mit der du dir die Zeugnisnote versaust, nur damit dein Lehrer keine Extraklausur schreiben muss? Dann bist du deinem Lehrer loyaler als dir und deinem Ziel Psychologin zu werden. Na ob der das verdient hat? :p "Man lernt für sich und seine Zukunft" heißt es doch immer so schön von Eltern und Lehrern. Was ist asozial daran, diesen Rat zu befolgen? Was also schlägst du vor, wenn ich gern den NC haben will, aber keine Zeit dafür? Ihn vergessen? Das ist wie die elendige Mathematik im Informatikstudium. Viele können es nicht, aber die meisten beißen sich da irgendwie durch. Mein ehemaliger Mitbewohner hatte einen Abischnitt von 2,5 und null Ahnung von Mathe. Wollte aber unbedingt programmieren. Irgendwie hat es er geschafft eine gute Lerngruppe zu finden und Begeisterung für ein Fach zu entwickeln, vor dem die meisten die Nase rümpfen. Irgendwie hat er sich da rein gesteigert und am Ende sein Informatikstudium mit 1 abgeschnitten. Das ist gelebter Idealismus. |