| darkmav | Gestern hatte ich ein echt krasses Eso-Erlebnis, als ich bei einer Bekannten weilte. Und zwar bekam sie Besuch von einem "bekannten russischen Heiler" (so wird er auf einem Plakat zu einer Esoterikmesse betitelt - Name möchte ich jetzt nicht nennen). Der Typ rezitierte seine Gedichte und führte eine "Heilung" durch. Das sah so aus: Ich saß mit meiner Bekannten auf dem Sofa, während er dich etwa drei Meter vor uns positioniert hatte, und wild mit den Händen rumgestikulierte. Er sprach dabei ständig von "Liebe", "Wärme" usw. Die Performance war durchaus eindrucksvoll. Leider hatte er es mit dem Brimborium nicht geschafft, meine Füße zu wärmen (leide desöfteren an kalten Füßen - so wie auch gestern nachmittag) :-( Kurzum: Der Eso-Praxistest field negativ aus. P.S.: Als Mensch war mir der Eso-Heini durchaus sympathisch. Im persönlichen Gespräch lobte er meine, seinen Worten nach "einfache" Lebenseinstellung. Auffallend war, daß er insbesondere für sein Alter (er ist fast fünfzig Jahre alt) sehr frisch und gut aussieht - ich weiß jetzt nicht, ob man das "Charisma" nennten sollte. Ich denke, sein Aussehen ist mitunter für den Erfolg beim Eso-Klientel (meist Frauen im mittleren Alter) verantwortlich. Ich frage mich heute, ob er wirklich an den ganzen Quatsch glaubt, oder nur Geld verdienen will. Möchte nicht bestreiten, daß die Zappelei sich positiv auf die Psyche auswirken kann... Ich fand's jedenfalls lustig. |
| Skinny Hädie | >Ich frage mich heute, ob er wirklich an den ganzen Quatsch glaubt, oder nur Geld verdienen will.< Beides wäre durchaus möglich. Wenn man mit irgendeinem Quatch geld verdienen will muss man praktisch daran glauben. Hier fällt mir der film "welcome to wellville" ein, :) ebenfalls wegen den "frauen im mittlerem alter" die auf den damaligen eso-quatch abflogen. |
| Varda | Also ich frage mich eher, was das Ganze in D&L zu suchen hat und wo hier der Gesprächsstoff sein soll... |
| rosenkind | undichfrage mich,was daran krass sein soll |
| darkmav | @Varda: Zum Beispiel könnte man danach fragen, ob jemandem anderen hier schon mal was ähnliches passiert ist... Mich würde darüber hinaus sehr interessieren, ob dieser Esofritze wirklich an den Schmonsens glaubt, den er so verzapft, oder ob er genau weiß, daß er nur Mist verkauft. Ja - und wie sollte man sich verhalten, wenn man so einem Quacksalber begegnet? Sollte man auf Konfrontationskurs gehen, und versuchen, ihn von seinen Irrlehren zu bekehren, oder soll man Interesse heucheln... Für mich war es gestern nicht leicht, die richtigen Worte zu finden; also ohne mich selbst zu betrügen trotzdem höflich zu sein. @rosenkind: Krass deswegen, weil man so etwas nicht alle Tage erlebt. Habe mich ja schon immer für diesen Okkultismus-Blödsinn interessiert, aber in meinem Freundeskreis wurde nie mit Tarotkarten um sich geschmissen. Jetzt hatte ich die einmalige Gelegenheit einem berühmten Heiler live und fast-exklusiv (meine bekannte war noch dabei) beizuwohnen, ohne einen Heller abdrücken zu müssen. So eine Seance hätte sicherlich ein Schweinegeld gekostet! @Skinny Hädie: Glaubt Bill Gates daran, daß Windows sicher ist??? "Welcome to Wellville" werde ich mir auch mal reinziehen. Vielleicht auch das Buch lesen - ist ja eine Verfilmung eines Buchs von T. C. Boyle, den ich sehr schätze. |
| darkmav | [i]Hej!!! Wieso wurde dieser spannende Eso-Thread nach D&D verschoben. Ich denke sehr wohl, daß die ganze Thematik etwas mit "Dunkelheit" und "Licht" zu tun hat... Oder wäre sowas bei den "Philosophen" besser aufgehoben???[/i] :rolleyes: |
| Skinny Hädie | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Glaubt Bill Gates daran, daß Windows sicher ist???. [/B][/QUOTE] Wahrscheinlich nicht, aber windows erhebt auch nicht den anspruch etwas übernatürliches zu sein. |
| gin'iro | Das ist wirklich nicht gerade tiefgründig - ich kann jedenfalls nicht erschließen weshalb der Thread in D&L besser aufgehoben gewesen wäre. Esothreads haben wir in D&L übrigens schon - einfach mal die Suchfunktion ..... blablubb |
| Individual0815 | [I]Original geschrieben von darkmav[/I] [QUOTE]Hej!!! Wieso wurde dieser spannende Eso-Thread nach D&D verschoben. Ich denke sehr wohl, daß die ganze Thematik etwas mit "Dunkelheit" und "Licht" zu tun hat... Oder wäre sowas bei den "Philosophen" besser aufgehoben???[/QUOTE] Jetzt wurde er aus DL rausgenommen, nun ist er hier bei DD gelandet - na was soll der Eso - Thread überhaupt hier, egal in welcher Kategorie? Irgendwie verstehe ich nicht, darkmav, was das soll, was du nun mit deinem Thread, der ja angeblich so spannend sein soll, erreichen willst - wenn er doch so spannend ist, warum schreiben die anderen (mich wundert es überhaupt, dass wer geantwortet hat) dann kaum was dazu? Bis auf so was: [I]Original geschrieben von gin'iro [/I] [QUOTE]Das ist wirklich nicht gerade tiefgründig [/QUOTE] oder [I]Original geschrieben von Varda[/I] [QUOTE]Also ich frage mich eher, was das Ganze in D&L zu suchen hat und wo hier der Gesprächsstoff sein soll...[/QUOTE] wahrscheinlich, weil dieser Thread doch nicht ganz so spannend/interessant ist, es mag sein, dass dieses Erlebnis dich fasziniert hat, und du gern wüsstest, wie der Kerl darüber dachte - aber - was soll man dazu schon sagen? Ich persönlich kann nichts mit deinem Beitrag anfangen. Die Fragen, die du vorgeschlagen hast, mit deinem Beitrag zu assoziieren, machen das Thema auch nicht besser: [I]Original geschrieben von darkmav[/I] [QUOTE]Mich würde darüber hinaus sehr interessieren, ob dieser Esofritze wirklich an den Schmonsens glaubt, den er so verzapft, oder ob er genau weiß, daß er nur Mist verkauft.[/QUOTE] Na das kann hier wohl keiner beantworten ;) Des weiteren ist zu sagen, dass es eh schon Threads a la Esoterik hier gibt, worauf ja auch schon verwiesen wurde. Vielleicht kannst du dich ja dort mal umsehen und nachlesen, ob anderen schon ähnliches passiert ist etc. |
| darkmav | Vielleicht sollte der Thread doch besser in die "Nebelpfade"-Kategorie rein, wo es eher um persönliche Erlebnisse geht; zBsp. Varda mit ihrem "Ein Studium, das es in sich hat"-Thema. Hmmm... Vielleicht kam die Kritik (berechtigt oder nicht) daher, daß ich dieses ach so tiefgründige Gebiet Esoterik mittels gesundem Menschenverstands und persönlicher Erfahrung als Humbug, Klamauk oder gar Geschäftemacherei entlarvt habe. [b][COLOR=red]Esoterik als solche ist natürlich nicht tiefgründig[/COLOR][/b], da gebe ich gin'iro vollkommen recht. Aber über Esoterik zu sprechen, bzw. sich mit sog. Heilern und ihren Methoden beschäftigen, kann schon zu tieferen Einsichten führen. Parapsychologie und alternative Heilmethoden sind, wissenschaftlich betrieben, sehr interessante Themen. Wissenschaft muß Standards genügen, wie die Publikation in angesehenen (d. h. zumindest Peer-reviewten) Zeitschriften (ich rede hier [b]nicht[/b] von der Bildzeitung, Spiegel oder Psychologie heute). Desweiteren kann interessant sein, zu erforschen, wie mittels Esoterik, Schamanentum und dem ganzen anderen Schmonsens der große Reibach gemacht wird. Eine Absicht, die ich dem "bekannten russischen Heiler" jetzt nicht unterstellen möchte... Kurzum, es geht mir darum, mich bei der Leserschaft dieses Forums nach ähnlichen Erfahrungen wie die meinigen - oder nach ganz anderen - zu erkundigen. Und ich denke, dafür eignet sich ein solches Forum, das von sich selbst als tiefgründig bezeichnet, durchaus. Was ich vermute, ist eher, daß sich manche hier aufgrund der nüchternen Schilderung meiner "esoterischen" Erlebnisse auf den Schlips getreten fühlen. Falls dies der Fall sein sollte, so bitte ich, dies zu entschuldigen. Aufgrund meiner Erfahrung in diversen anderen Eso-Threads (zBsp. Astrologie, Homöopathie) weiß ich, daß die Affinität zu "Übernatürlichem" hier sehr groß ist. @ Celtvis: Wohin soll dieser Thread denn, Deiner Meinung nach? Kannst Du mir ähnliche Threads zeigen, die die gleiche Thematik behandeln: Der skeptische Umgang mit Esoterik basiert auf persönlicher Erfahrung? |
| Individual0815 | [QUOTE][I]Original geschrieben von darkmav[/I] Esoterik als solche ist natürlich nicht tiefgründig , da gebe ich gin'iro vollkommen recht. Aber über Esoterik zu sprechen, bzw. sich mit sog. Heilern und ihren Methoden beschäftigen, kann schon zu tieferen Einsichten führen. Parapsychologie und alternative Heilmethoden sind, wissenschaftlich betrieben, sehr interessante Themen. Wissenschaft muß Standards genügen, wie die Publikation in angesehenen (d. h. zumindest Peer-reviewten) Zeitschriften (ich rede hier nicht von der Bildzeitung, Spiegel oder Psychologie heute).Desweiteren kann interessant sein, zu erforschen, wie mittels Esoterik, Schamanentum und dem ganzen anderen Schmonsens der große Reibach gemacht wird. Eine Absicht, die ich dem "bekannten russischen Heiler" jetzt nicht unterstellen möchte... Kurzum, es geht mir darum, mich bei der Leserschaft dieses Forums nach ähnlichen Erfahrungen wie die meinigen - oder nach ganz anderen - zu erkundigen. Und ich denke, dafür eignet sich ein solches Forum, das von sich selbst als tiefgründig bezeichnet, durchaus. Was ich vermute, ist eher, daß sich manche hier aufgrund der nüchternen Schilderung meiner "esoterischen" Erlebnisse auf den Schlips getreten fühlen. [/QUOTE] So, wie du das jetzt geschrieben hast, darkmav, kann ich durchaus nachvollziehen, wie dein Thema zu verstehen ist - wie du es jetzt beschrieben hast, ist es nämlich schon viel verständlicher, die Erläuterungen deinerseits geben Aufschluss und dein Beitrag ist nicht weiter irritierend :) und deine vermutung kann ich persönlich bestätigen, zumindest ging es mir so ;) aufgrund der nüchternen Schilderung kam es wahrscheinlich zu Missverständnissen, hättest du aber von vornerein diese gewissen Erläuterungen angeführt - so wie du es jetzt getan hast - , so denke ich, wäre dieses Thema bestimmt nicht missverstanden worden. Bleibt nur noch die Frage, wohin es mit diesem Thema geht :rolleyes: :D |
| hagzissa13 | ER glaubt bestimmt dran - und seis nur des Geldes Willen. A propos geld: Habt ihr dafür was bezahlt? Ich glaube an sowas nicht. Ich glaube zwar sehr wohl an die Kraft des Unterbewußtseins, aber nicht an diesen Esokram. Der ist für mich wenn dann nur Mittel zum Zweck ans Unterbewußtsein heran zu kommen - aber das klappt auch auf wesentlich weniger seltsame Weise und braucht garnix zu kosten... |
| darkmav | @Celtvis: [QUOTE]Esoterik an sich kann durchaus tiefgründig sein.[/QUOTE] Belege? Veralberung der geneigten Leserschaft??? Das ist meine Meinung, von der ich überzeugt bin, sie stimmt. Und ich stehe da wohl nicht alleine da. @hagzissa13: [QUOTE]ER glaubt bestimmt dran - und seis nur des Geldes Willen. A propos geld: Habt ihr dafür was bezahlt?[/QUOTE] Dann glaubt er aber nicht, an das was er tut - bzw. daran, daß das, was er tut, einen meßbaren Effekt hat, sondern er glaubt an den schnöden Mammom. Nein, wir haben nicht bezahlt. Er ist ein Bekannter von meiner Bekannten, und hat somit eine Gratis-Vorstellung gezeigt. Für so was würde ich kein Geld ausgeben. Ansonsten macht er aber einen sympathischen Eindruck. Er hat sich wohl gefreut, daß ich so "normal" sei... In seinen Kreisen habe man es oft mit Menschen zu tun, die von sich beispielsweise felsenfest behaupten, sie stammen 'aus einer anderen Galaxie'. Darüber hat er sich dann auch lustig gemacht, und wir hatten beide was zu lachen :) Bezüglich der Glaubensfrage sehe ich das genauso wie Du... Ich glaube auch, um an mein Unterbewußtsein ranzukommen muß man kein solches Brimborium veranstalten - das schreckt mein Unterbewußtsein wohl eher ab. Für Leute, die wissenschaftlich aber kaum aufgeklärt sind, mögen die Eso-Methoden durchaus was taugen... Beispiel Horoskop: Wenn ich weiß, daß das alles erfundener Quatsch ist, werden diese Prophezweiungen nicht war, weil ich eben nicht daran glaube. Anders ist es für jemanden, der von (Astro-) Physik noch nie was gehört hat... der hält den Schmonsens für wahr, und der Placebo-Effekt kann greifen. Manchmal wünschte ich mir aber auch, nochmals so naiv zu sein... Beispielsweise haben Menschen, die (in positiver Weise) an einen eingreifenden Gott glauben, im Leben manchmal einen erheblichen Vorteil... Zum Beispiel, wenn sie alleine sind, und dann sich beschützt fühlen können; oder wenn sie vor einer schwierigen Entscheidung stehen. |
| darkmav | Hmmm... für 'westliche Hermetik' krieg ich bei Google gerade mal 4 Hits... scheint also nicht so der Bringer zu sein... Zur 'Hermetik' allgemein steht bei wikipedia immerhin etwas - hört sich aber eher nach einer Philosophie denn nach Esoterik an... Wenn ich hier von Esoterik spreche, dann meine ich das, was man auf Esoterikmessen üblicherweise findet (ich war schon auf einer - war sehr lustig!): Auren-Fotografie, Tachyonen-Amulette, Astrologie, Wahrsagerei, Handlinien-Leserei usw. Vielleicht hätte ich das präzisieren sollen. Zu meiner Ansicht: Meine Ansicht ist konform mit der wissenschaftlichen Erkenntnisses. Kant soll sinngemäß gesagt haben, daß wir etwas wissen können. Und dieses Wissen ist gleichzusetzen mit objektiven, reproduzierbaren (ganz wichtig!) Erfahrungen. Die einzige andere in sich logische Philosophie ist meiner Meinung nach der [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Solipsismus]Solipsismus[/URL], bei der nur das eigene 'Ich' real ist. In dieser, solipsistischen Welt, darf natürlich auch behauptet werden, daß Sternbilder Einfluß auf Menschen ausüben, Tarot-Karten die Zukunft voraussagen können oder Katzen fliegen können, ohne Gefahr zu laufen, daß an einem Schizophrenie oder eine andere Geisteskrankheit diagnostiziert wird. Eine objektive Wahrheit gibt es hier nicht. |
| LaChatte | [QUOTE]Eine objektive Wahrheit gibt es hier nicht.[/QUOTE] Eine objektive Wahrheit gibts für uns Menschen so oder so nicht. [QUOTE]'westliche Hermetik' krieg ich bei Google gerade mal 4 Hits... [/QUOTE] ich kriegte 605 Hits. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Eine objektive Wahrheit gibts für uns Menschen so oder so nicht. [/B][/QUOTE] Für mich gibt es nur zwei Alternativen: Eine objektive, rationale Welt oder die Welt des Solipsismus. Allerdings glaube ich an die erstere, da mir der Solipsismus nicht ganz geheuer ist, da in diesem so ziemlich alles möglich ist. Sternbilder hätten Auswirkungen auf das Leben der Menschen, Eso-Fritzen könnten Löffel verbiegen und Katzen könnten fliegen. [QUOTE][B]ich kriegte 605 Hits. [/B][/QUOTE] Du hast die Anführungszeichen vergessen: [url]http://www.google.de/search?hl=de&q=%22westliche+Hermetik%22&btnG=Google-Suche&meta=[/url] |
| LaChatte | [QUOTE]Für mich gibt es nur zwei Alternativen: Eine objektive, rationale Welt oder die Welt des Solipsismus. [/QUOTE] Die Welt ist nun mal weder objektiv noch rational. Sie ist subjektiv und a-rational, und oft unkontrollierbar. Und ich kann gut verstehen, dass diese Beschaffenheit der Welt un-geheuer wirkt und Angst macht, das geht mir ja selbst oft genug so. Dass die Sterne eine Wirkung auf mein Leben haben, empfinde ich aber eher als tröstlich, es vermittelt mir Geborgenheit und Aufgehoben-Sein. :) |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i] [B]Belege? Habe ich Dich nach Belegen gefragt?[B][/QUOTE] Lies die wissenschaftliche Fachliteratur... Peer-reviewte Zeitschriften. Am besten welche mit hohem Impact-Factor. Würde mal bei [URL=http://www.nature.com/index.html]Nature[/URL] und [URL=http://www.sciencemag.org/]Science[/URL] anfangen... das Zeug, was da drin steht, ist sehr gut reviewt... und somit sehr glaubwürdig. Außerdem ist der Kram von den Wissenschaftlern selbst geschrieben, und nicht von irgendwelchen ahnungslosen Schreiberlingen, die alles verhunzen (Ich weiß wovon ich rede). Wenn Du an Psychologie interessiert bist, würde ich mich auf die Psychologie-Zeitschriften stürzen. Hier eine [URL=http://www.psych.uw.edu.pl/doktoranckie/n2/pliki/impact_factor.pdf]Liste[/URL] von Zeitschriften. Würde solche mit hohem Impact-Factor bevorzugen, da die Artikel darin i. a. besser reviewt sind, als in einem Wald-und-Wiesen-Journal. Achtung: [u][COLOR=red]Preisausschreiben[/COLOR][/u] [color=orange][i] Wer von Euch in Science oder Nature einen Artikel findet, der im Sinne der Astrologie einen signifikanten, meßbaren Einfluß der Sterne (nicht der Sonne, und auch keine Supernova o. ä.) auf den Menschen dokumentiert (kein Placebo-Effekt), bekommt von mir 100 Dollar bar auf die Hand. Das wär doch was, oder?[/color][/i] |
| LaChatte | [QUOTE]Wer von Euch in Science oder Nature einen Artikel findet, der im Sinne der Astrologie einen signifikanten, meßbaren Einfluß der Sterne (nicht der Sonne, und auch keine Supernova o. ä.) auf den Menschen dokumentiert (kein Placebo-Effekt), bekommt von mir 100 Dollar bar auf die Hand. Das wär doch was, oder?[/QUOTE] Glaubst du denn, diese Zeitschriften würden einen solchen Artikel publizieren, wenn sie ihn angeboten bekämen...? Ich hab da so meine Zweifel. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Glaubst du denn, diese Zeitschriften würden einen solchen Artikel publizieren, wenn sie ihn angeboten bekämen...? Ich hab da so meine Zweifel. [/B][/QUOTE] Wieso sollten sie das nicht tun? |
| LaChatte | Aufgrund von Vorurteilen, weil Astrologie und ähnliches nicht als wissenschaftlich beurteilt wird - und weil man denkt, dass der Ruf des Magazins leiden werde, wenn eine pro-astrologische Studie veröffentlicht werden würde, auch wenn sie noch so fundiert ist. Ich denke, dass sich auch so bekannte Blätter wie Nature und Science manchmal Gedanken zu den Abonnentenzahlen machen... Das Peer-Review-System führt leider dazu, dass konservative Tendenzen vor innovativen Tendenzen bevorzugt werden. Es ist einfacher, sich gegenseitig in der Meinung zu bestätigen, auch um selbst wieder bei den Kollegen erwähnt zu werden, als Ideen einzubringen, die in breiten Kreisen der wissenschaftlichen Community als Humbug gelten. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Glaubst du denn, diese Zeitschriften würden einen solchen Artikel publizieren, wenn sie ihn angeboten bekämen...? Ich hab da so meine Zweifel. [/B][/QUOTE] Wenn sie evidenced-based Studien bekämen, die wirklich, wissenschaftlich betrachtet, solche Dinge belegen könnten, wären die die ersten, die es brächten! Das wäre doch absolut bahnbrechend! |
| LaChatte | Ich gebe zu, dass ich in Bezug auf die Offenheit von Naturwissenschaftlern gegenüber Eso-Themen gewisse Vorurteile habe. Es würde mich natürlich umso mehr freuen, wenn diese Vorurteile widerlegt würden. ;) Edit: um eine solche Studie korrekt durchzuführen, müsste sowohl wissenschaftliches wie auch astrologisches Know-How zusammenkommen, damit die Studie einerseits formal korrekt ist, und andererseits auch tatsächlich die Möglichkeiten von Astrologie (oder was auch immer) widerspiegelt. Diese Kombination dürfte in der Praxis relativ schwer zu finden sein... nicht zu reden von der Finanzierung. Eine solide Studie ist ja doch recht teuer und aufwendig. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]...um eine solche Studie korrekt durchzuführen, müsste sowohl wissenschaftliches wie auch astrologisches Know-How zusammenkommen, damit die Studie einerseits formal korrekt ist, und andererseits auch tatsächlich die Möglichkeiten von Astrologie (oder was auch immer) widerspiegelt. [/B][/QUOTE] Und wie soll das dann aussehen? Ich habe überhaupt keine Vorstellung, wie man das da mit einbringen könnte. Man kann nur einbringen, was im Sinne der Wissenschaft als evidence bezeichnet werden kann. Und damit fängt ja in der Astrologie (und allen anderen Esozweigen) das Problem schon an. |
| LaChatte | Ich kenn mich in Astrologie auch nicht besonders gut aus - nur gerade soviel, dass ich mitgekriegt habe, dass es sehr komplex ist. Wenn ein Astrologe ein Geburtshoroskop erstellt, so zeichnet er in der Regel eine Art Charakterportrait der betreffenden Person. Dazu gehören auch sehr persönliche und intime Dinge. Wenn er die Konstellation der Geburt mit aktuellen Planetenkonstellationen übereinanderlegt, kann er auch bestimmen, welche Themen zu welchem Zeitpunkt aktiv und damit aktuell werden. Eine Möglichkeit für eine Studie wäre, die Geburtshoroskope von Neugeborenen zu erstellen und zu interpretieren, und diese dann so alle zehn Jahre zu besuchen, um ausführliche Interviews mit ihnen zu machen, zu ihrem Befinden, ihrer Karriere, ihrem Leben. Dann kann man beobachten, ob die astrologisch vorhergesagten Qualitäten tatsächlich im Leben der Betreffenden zu finden sind. Ich habe mal eine kleine informelle Studie in meinem Bekanntenkreis gemacht. Thema war, dass Sonnenjahr und Mondjahr (die ja verschieden sind) immer nach 33 Jahren übereinstimmen; astrologische Schlussfolgerung daraus ist, dass im Alter von 33 Jahren wesentliche Umbrüche im Leben eines Menschen geschehen: neue Beziehung, neuer Beruf, umziehen in eine andere Gegend, solche Dinge. Bei den ungefähr zehn Personen, die ich befragt hatte, hatte es sich allesamt bestätigt. |
| darkmav | Hey LaChatte! Das ist doch ein Ansatzpunkt. Wir nehmen Deine informelle Studie, machen etwas Statistik drumrum, und schicken den Kram zu nature. Schreib aber bitte auch meinen Namen drauf - dann werde ich schon mal einen Flug nach Stockholm buchen! Jetzt mal ernsthaft: Wissenschaft lehnt nicht per se (das heißt aus falschen Vorurteilen heraus) etwas ab. Dinge, die Hand und Fuß haben (zum Beispiel Einsteins Spezielle Relativitätstheorie), oder die Quantenmechanik der 20er Jahre werden sehr schnell (d. h. innerhalb von 5 Jahren) von der wissenschaftlichen Community aufgenommen - egal wie abstrus sie erscheinen mögen. Immerhin hat die RT mit der Vorstellung einer absoluten Zeit schluß gemacht, und die QM mit dem Determinismus. Was natürlich die Interpretation der RT oder QM angeht, da beißen sich die Leute noch heute die Zähne aus. Insbesondere bei der QM denken manche, dies sei keine ultimative Theorie, da die QM mathematisch zu [i]unschön[/i] ist - was ich gut nachvollziehen kann. Allerdings haben RT und QM bis jetzt [b]jedem[/b] wissenschaftlichen Experiment bzw. jeder Beobachtung standgehalten - und darauf kommt es ja an. Anders sieht die Sache bei der Astrologie aus. Astrologie gibt es schon seit Menschengedenken. Trotzdem hat die Astrologie bis jetzt keinen Einzug in die "Schulwissenschaft" erhalten. Warum? Weil sie mit objektiven, reproduzierbaren Methoden nicht erfaßbar ist. Wenn man an ein rationelles Weltbild glaubt (also nicht an solch krasse Sachen, wie Solipsismus), könnte man auch sagen: Weil an ihr nichts dran ist. Astrologie ist weder neu noch innovativ (sie gibt es schon seit tausenden von Jahren). Alles was erforscht werden kann, wird erforscht. Daran liegt es bestimmt nicht. Ich möchte Dir, LaChatte, jetzt nicht unterstellen, Du sitzt einer Verschwörungstheorie auf, aber es erscheint mir nicht sehr plausibel, warum daß die abgefahrensten Quanteneffekte ernsthaft diskutiert und untersucht werden (die in 4 oder mehr räumlichen Dimensionen stattfinden... siehe die Arbeiten von der meistzitierten Hochenergiephysikerin der Welt [URL=http://www.physics.harvard.edu/people/facpages/randall.html]Lisa Randall[/URL] [1]), aber doch so etwas vergleichsweise simples, wie Astrologie, nicht. Das Peer-Review-System sichert die Qualität wissenschaftlicher Publikationen - darauf kommt es an. Wenn irgendwo in der Naturwissenschaft irgendetwas geschrieben wird, das nicht reviewt wird, ist es so viel Wert, wie ein Bericht in der Bildzeitung - es taugt nämlich gerade mal zum Hintern abwischen. [1] die darüber hinaus noch sehr nett anzusehen ist ;) |
| LaChatte | [URL=http://www.noeastro.de/site/noeastro/index.jsp]Winfried Noé[/URL], einer der bekanntesten Astrologen Deutschlands, ist leider nicht ganz so nett anzusehen wie Frau Randall - liegt die fehlende Akzeptanz der Astrologie vielleicht daran?:p [QUOTE]Allerdings haben RT und QM bis jetzt jedem wissenschaftlichen Experiment bzw. jeder Beobachtung standgehalten - und darauf kommt es ja an.[/QUOTE] Die erzählen im Prinzip auch nur das, was jeder Eso schon seit Jahrhunderten weiss... und sie haben den Vorteil, dass sich relativ leicht Experimente ausdenken lassen (die Ausführung mag dann schon schwierig und aufwendig sein), mit der sich theoretische Vorhersagen klar bestätigen oder nicht bestätigen lassen. [QUOTE]Anders sieht die Sache bei der Astrologie aus. Astrologie gibt es schon seit Menschengedenken. Trotzdem hat die Astrologie bis jetzt keinen Einzug in die "Schulwissenschaft" erhalten. Warum? Weil sie mit objektiven, reproduzierbaren Methoden nicht erfaßbar ist. Wenn man an ein rationelles Weltbild glaubt (also nicht an solch krasse Sachen, wie Solipsismus), könnte man auch sagen: Weil an ihr nichts dran ist.[/QUOTE] Astrologie hat Menschen zum Thema, nicht Elementarteilchen. Wenn sie mit einer aktuellen Wissenschaft verglichen werden soll, dann eher mit der Psychologie, nicht mit der Physik. Warum sollte sie nicht mit wissenschaftlichen Methoden erforschbar sein? Ein Geburtshoroskop ist eine klare und eindeutige Angelegenheit - sobald der Ort und die Zeit erst mal bekannt ist. Über die Interpretation des Horoskops kann natürlich diskutiert werden. Aber auch Physiker diskutieren über die Interpretation ihrer Experimente, und werden sich längst nicht immer einig. übrigens: "an ein rationales Weltbild glauben" ist ein Widerspruch in sich. Glaube ist alles mögliche, aber bestimmt nicht rational. Auf eine so wacklige Basis würde ich nun gar nichts bauen wollen. ;) Während eine gewisse Form von Solipsismus sehr vernünftig ist. [QUOTE]Astrologie ist weder neu noch innovativ (sie gibt es schon seit tausenden von Jahren). Alles was erforscht werden kann, wird erforscht.[/QUOTE] Astrologie als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung wäre durchaus etwas Innovatives im Rahmen der Naturwissenschaft. Wie du selbst sagst, hat es das bisher noch nie gegeben. (oder auf alle Fälle weiss ich nichts davon) [QUOTE]aber es erscheint mir nicht sehr plausibel, warum daß die abgefahrensten Quanteneffekte ernsthaft diskutiert und untersucht werden (die in 4 oder mehr räumlichen Dimensionen stattfinden...[/QUOTE] ich vermute, es hängt damit zusammen, dass man so tun kann, als hätten die Quanten nichts mit dem Mensch-Sein, dem Sinn des Lebens und solchen Dingen zu tun. Die Illusion der Objektivität kann immer noch ziemlich gut aufrecht erhalten werden. Bei der Astrologie ist das natürlich ganz anders. Vielleicht ist es ja ganz gut, dass diese Eso-Themen nicht Lehrstoff an Universitäten sind; traurig genug ist schon, dass es ziemlich schwierig ist, ein Theologiestudium bis zum Doktor durchzuziehen und dabei nicht atheistisch zu werden... |
| darkmav | @LaChatte: [QUOTE]Winfried Noé, einer der bekanntesten Astrologen Deutschlands, ist leider nicht ganz so nett anzusehen wie Frau Randall - liegt die fehlende Akzeptanz der Astrologie vielleicht daran?[/QUOTE] Oooch... ich bin überzeugt, daß es mehr gutaussehende Astrologinnen als Physikerinnen gibt ;) Hier ein [URL=http://video.google.com/videoplay?docid=-9053943316698266762]Video[/URL] mit Frau Randall - schmacht! Hier ein [URL=http://video.google.com/videoplay?docid=-45154219728824809&q=randall]anderes[/URL]. (sogar geschminkt :)) [QUOTE]Die erzählen im Prinzip auch nur das, was jeder Eso schon seit Jahrhunderten weiss...[/QUOTE] Ähm, hallo? Wo hat denn ein Eso schon mal einen Effekt präzise vorausgesagt, der später experimentell bestätigt wurde? [QUOTE]Astrologie hat Menschen zum Thema, nicht Elementarteilchen. Wenn sie mit einer aktuellen Wissenschaft verglichen werden soll, dann eher mit der Psychologie, nicht mit der Physik. [/QUOTE] Psychologie ist "weicher" als Physik. Dennoch - damit die Psychologie als Wissenschaft ernst genommen werden kann, muß sie bestimmte Standards einhalten. Objektivität (ich höre Dich schon schreien!) und Reproduzierbarkeit. Ich sehe Psychologie als Naturwissenschaft, und würde mich freuen, wenn diese noch weiter das Profil als solche schärfen würde. Natürlich müßte dann manch Kram (wie die völlig unfundierte Psychoanalyse im Sinne Freuds - was aber sowieso kaum mehr an Universitäten gelehrt wird) über Bord geworfen werden. [QUOTE]Über die Interpretation des Horoskops kann natürlich diskutiert werden.[/QUOTE] Genau das ist der Punkt, den ich den Astro-Fuzzis immer vorwerfe. Aus falschem kann alles geschlossen werden, oder wie der Lateiner sagt: [b]ex falsum quod libet[/b]. Richtig ist, daß physikalische Experimente Interpretation bedürfen. Aber Physik kann noch viel mehr: Physik kann Dinge [i]erklären[/i] und Dinge [i]vorhersagen[/i]. Ein Experiment ohne Vorhersagekraft ist kein Experiment. Eine Theorie, die nicht experimentell bestätigt werden kann, nichts wert (wenn man mal von ihrer Schönheit absieht). [QUOTE]übrigens: "an ein rationales Weltbild glauben" ist ein Widerspruch in sich. [/QUOTE] Nein, ist es nicht - zumindest nicht in meinem Sprachgebrauch. Ich [i]glaube[/i] daran, daß man etwas messen kann, ich glaube an Ursache und Wirkung, und ich glaube an den Determinismus (im makroskopischen Bereich). [i]Wissen[/i] kann ich es strenggenommen nicht - zumal es konkurrierende Philosophien gibt - die aussichtsreichste scheint mir der Solipsismus zu sein. Jetzt beschäftigt sich Wissenschaft, so wie ich sie kenne, und wie ich sie für vernünftig halte, mit der ersten Welt, der meßbaren. Wissenschaft in der letzteren Welt (der solipsistischen) macht keinen Sinn, da in dieser Welt alles passieren kann. Wunder Dich also nicht, wenn eine Katze in Dein Wohnzimmer geflogen kommt, oder Dein Horoskop Dir Deine Lottozahlen voraussagt! Mir fällt auf: Ich kann Einstein jetzt sehr gut verstehen, als er gesagt haben soll "Gott würfelt nicht". Hat doch die Quantenmechanik seine Weltauffassung im Sinne Kants in den Grundfesten erschüttert. Wie gesagt: Bei der QM muß noch einiges getan werden. Mich tröstet, daß die QM zwar nicht deterministisch aber immerhin kausal ist. Das ist ja schon mal was! Nochmal eine Frage (aus Kuriosität). Der Aszendent bestimmt doch mit den Charakter? Richtig? Welchen Charakter hat denn dann ein Mensch, der in Hammerfest am 21.6. geboren ist? P.S.: Frau Randall kann ich leider nicht anrufen :( Auch über eine 0900er-Nummer kann ich sie nicht erreichen... Obwohl sie mir doch die [URL=http://www.noeastro.de/site/noeastro/beratung/noe_beratung/index.jsp]220 Euro[/URL] Wert wäre, die ich für den Astrologen Noé für 45 Minuten Telefongespräch hinblättern müßte. |
| LaChatte | [QUOTE]Ähm, hallo? Wo hat denn ein Eso schon mal einen Effekt präzise vorausgesagt, der später experimentell bestätigt wurde?[/QUOTE] Die Prinzipien sind schon lange bekannt und deren Umsetzung im menschlichen Bereich - nicht aber die Umsetzung im Bereich der Elementarteilchen. Die Relativität der Zeit wird im Alten Testament erwähnt: "Für Gott sind tausend Jahr wie ein Tag, und ein Tag ist ihm wie tausend Jahre" Die vedischen Texte dürften eine Fundgrube sein für Zitate, die auch von einem heutigen Physiker stammen könnten. [QUOTE]Psychologie ist "weicher" als Physik. Dennoch - damit die Psychologie als Wissenschaft ernst genommen werden kann, muß sie bestimmte Standards einhalten. Objektivität (ich höre Dich schon schreien!) und Reproduzierbarkeit. Ich sehe Psychologie als Naturwissenschaft, und würde mich freuen, wenn diese noch weiter das Profil als solche schärfen würde. Natürlich müßte dann manch Kram (wie die völlig unfundierte Psychoanalyse im Sinne Freuds - was aber sowieso kaum mehr an Universitäten gelehrt wird) über Bord geworfen werden.[/QUOTE] Wenn es um psychologische Forschung geht, habe ich kein Problem mit Objektivität und Statistiken und Reproduzierbarkeit. Wenn es aber um Therapie geht, um die Arbeit mit Menschen, sind a-rationale Fähigkeiten wie Empathie und Intuition ein Muss. Nicht zuletzt muss ein guter Therapeut seine Klienten und Menschen allgemein gern haben. Ein theoretischer Hintergrund ist zwar hilfreich und wichtig, um zu verstehen, wie Menschen ticken, aber reicht allein nicht aus. Und diese Soft Skills müssen auch geschult und geübt und kultiviert werden. Die Arbeit Freuds schätze ich als Pionierleistung - ich arbeite selbst mit einer modifizierten Variante des Es-Ich-Überich-Konzeptes - doch seither wurden viele weitere Werkzeuge für die praktische Arbeit mit Klienten entwickelt. Schliesslich arbeiten auch heutige Chirurgen nicht mehr mit den Operationstechniken von damals, was aber die Arbeit der Pioniere in der Medizin nicht weniger wertvoll macht. [QUOTE]Genau das ist der Punkt, den ich den Astro-Fuzzis immer vorwerfe. Aus falschem kann alles geschlossen werden, oder wie der Lateiner sagt: ex falsum quod libet.[/QUOTE] Von der Horoskopzeichnung kann man ja leicht feststellen, ob sie falsch oder richtig ist. Wie die Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt standen, ist bekannt und kann objektiv und rational nachvollzogen werden. Ob die anderen Grundannahmen der Astrologie, also die Wirkung der Planeten auf die Menschen, funktionieren oder nicht, ist Glaubenssache. Es ist nicht rationaler, es zu glauben, als es nicht zu glauben. [QUOTE]Aber Physik kann noch viel mehr: Physik kann Dinge erklären und Dinge vorhersagen. Ein Experiment ohne Vorhersagekraft ist kein Experiment. Eine Theorie, die nicht experimentell bestätigt werden kann, nichts wert (wenn man mal von ihrer Schönheit absieht).[/QUOTE] Ich würde das etwas einschränken: Physik kann Dinge beschreiben. Auf die Frage "warum gibt es Gravitation?" kann auch ein Physiker nur antworten: nun, es gibt sie eben. Wir wissen, wie sie funktioniert und wie sie sich auswirkt - aber was sie genau ist, ist unbekannt. [QUOTE] Wunder Dich also nicht, wenn eine Katze in Dein Wohnzimmer geflogen kommt, oder Dein Horoskop Dir Deine Lottozahlen voraussagt![/QUOTE] Das mit den Lottozahlen fänd ich noch ganz nett. :D [QUOTE]Nochmal eine Frage (aus Kuriosität). Der Aszendent bestimmt doch mit den Charakter? Richtig? Welchen Charakter hat denn dann ein Mensch, der in Hammerfest am 21.6. geboren ist?[/QUOTE] Nein, das Horoskop als ganzes beschreibt (nicht bestimmt) den Charakter. Der Aszendent beschreibt jenen Aspekt, den ein Mensch gegen aussen zeigt, das was er zu sein scheint. Und dieser eine Aspekt muss in Relation gesetzt werden mit den anderen Planeten, die sich gegenseitig verstärken oder abschwächen oder in Ruhe lassen können. Welchen Aszendent dein Mensch in Hammerfest hat, kann ich nicht bestimmen; der Aszendent wechselt alle zwei Stunden, und im Laufe eines Tages kommen und gehen alle Aszendenten. Du kannst aber auf Seiten wie [URL=http://www.astro.com/cgi/ade.cgi?ract=aclch.cgi&btyp=ack&msyn=&lang=e&cid=]dieser hier[/URL] Horoskopzeichnungen erstellen lassen, wenn du die genaue Geburtszeit und den Geburtsort eines Menschen kennst. |
| darkmav | [QUOTE]Die Prinzipien sind schon lange bekannt und deren Umsetzung im menschlichen Bereich - nicht aber die Umsetzung im Bereich der Elementarteilchen.[/QUOTE] Oooch... Physik kann auch Dinge voraussagen, die nicht mikroskopisch sind... Zum Beispiel, warum Wasser so durch ein Rohr fließt, wie es es eben tut. Esoterik schafft nicht einmal das. Zu den Prophezeiungen in der Bibel: Halte nichts davon, weil viel zu schwammig und unpräzise. Und komm mir nicht mit der Ausrede, wie sie von den üblichen Bibelforschern verwendet wird: Man müsse den Kram im Zeitkontext lesen. Dadurch wird's nicht besser! Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Du die Relativitätstheorie verstanden hast. [QUOTE]Wenn es um psychologische Forschung geht, habe ich kein Problem mit Objektivität und Statistiken und Reproduzierbarkeit.[/QUOTE] Hier sind wir uns einig. [QUOTE]Wenn es aber um Therapie geht, um die Arbeit mit Menschen, sind a-rationale Fähigkeiten wie Empathie und Intuition ein Muss. [/QUOTE] Hier auch... Es kommt beim Klienten schon mal gut an, wenn der behandelnde Arzt bzw. der Psychologe nicht wie ein Roboter wirkt. (Besonders bei Schizophrenie-Patienten, die in den anderen Menschen nur Roboter sehen ;)) Aber gerade bei der Psychoanalyse muß man [b]sehr[/b] darauf achten, daß man es nicht übertreibt - bzw. daß man sie richtig macht. Mit der Psychoanalyse kann man mindestens ebenso viel falsch machen, wie richtig. Nicht umsonst ist die Ausbildung zum Psychoanalytiker eine langwierige Sache. Wer da keine Ausbildung hat: [i]No Way![/i] So jemanden würde ich nicht auf die Menschheit loslassen. [QUOTE]Von der Horoskopzeichnung kann man ja leicht feststellen, ob sie falsch oder richtig ist. Wie die Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt standen, ist bekannt und kann objektiv und rational nachvollzogen werden. Ob die anderen Grundannahmen der Astrologie, also die Wirkung der Planeten auf die Menschen, funktionieren oder nicht, ist Glaubenssache. Es ist nicht rationaler, es zu glauben, als es nicht zu glauben. [/QUOTE] Eine Horoskopzeichnung kann auch ein Computer anfertigen. Das ist nicht der Punkt. Die Wirkung der Planeten und Sterne auf die Menschen ist der springende Punkt. Und dafür gibt es keine vernünftige Theorie (die mit der Physik kompatibel ist), und auch keine signifikanten empirischen Ergebnisse. Nun kann aber der Astrologe aus dieser [b]falschen[/b] Grundannahme etwas richtiges folgen. Er kann zum Beispiel folgern, daß ich morgen noch leben werde. Dies wird sich zu 99.99% (schätzungsweise) als richtig erweisen. Wenn jetzt dieser Ober-Astro-Fuzzi Noé einen Sechser im Lotto haben sollte (was wahrscheinlich daraus ersichtlich sein wird, daß seine Homepage verschwindet, weil er es dann nicht mehr nötig hat, Menschen zu beraten), dann sollte man sich die Methoden dieses Astrologen genauer unter die Lupe nehmen. In diesem Fall hätte er einen Treffer erlangt, der ihm nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit nur zu 0.0001% (oder so) gelingen sollte. Leider ist es aber so, daß Astrologen nicht häufiger oder seltener im Lotto gewinnen als andere Menschen. [QUOTE]warum gibt es Gravitation?[/QUOTE] Wissen das die Esoteriker? Das fällt meines Erachtens in den Bereich der Religion. Allerdings hat die Physik sich schon ettliches einverleibt, wofür früher mal die Religion zuständig war. Wie ist die Erde entstanden? Wie haben sich Einzeller zu Menschen entwickelt? usw. Vielleicht schaffen es die Stringtheorien, Gravitation als Sonderfall einer allgemeineren Kraft zu beschreiben? Dann ist auch diese Frage gelöst. Klar... Als nächstes könnte man fragen, warum gibt es diese allgemeine Kraft? Am Ende steht immer die Religion. Genauso, wie bei der Frage: Warum ist das Universum aus einem [i]hot big bang[/i] heraus entstanden, und nicht irgendwie anders? Um zum Thema zurückzukommen: Die Antworten der Esoteriker scheinen mir ebenso wenig plausibel, wie richtig. Interessant ist aber, daß die Schöpfungsgeschichte der Bibel qualitativ die Welt- und Menschentstehung einigermaßen richtig beschreibt. Ich führe das darauf zurück, daß der Autor das schon intuitiv richtig gemacht hat. Es ist einleuchtend, das zuerst das einfache, und dann das komplexe entsteht. [QUOTE]Welchen Aszendent dein Mensch in Hammerfest hat, kann ich nicht bestimmen; der Aszendent wechselt alle zwei Stunden, und im Laufe eines Tages kommen und gehen alle Aszendenten. Du kannst aber auf Seiten wie dieser hier Horoskopzeichnungen erstellen lassen, wenn du die genaue Geburtszeit und den Geburtsort eines Menschen kennst.[/QUOTE] Ich hatte geschrieben, der Aszendent bestimmt [b]mit[/b] den Charakter. In der Astrologie ist er [b]eine[/b] Komponente, die den Charakter bestimmt. Funktioniert Astrologie eigentlich auch ohne Aszendenten? @ Celtvis (oder wer hier der Admin ist): Ich fordere Verlegung dieses Threads zu den Philosophen! :) |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Was ich vermute, ist eher, daß sich manche hier aufgrund der nüchternen Schilderung meiner "esoterischen" Erlebnisse auf den Schlips getreten fühlen. Falls dies der Fall sein sollte, so bitte ich, dies zu entschuldigen. Aufgrund meiner Erfahrung in diversen anderen Eso-Threads (zBsp. Astrologie, Homöopathie) weiß ich, daß die Affinität zu "Übernatürlichem" hier sehr groß ist. [/B][/QUOTE] *öks* - ich halte gar nix, absolut gar nix von Esogedöns irgendwelcher Art. Ich bin weder religiös noch sonstwie in der Richtung angehaucht und mein Leben möge mich davor bewahren. Also bitte spar Dir solche Unterstellungen. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von gin'iro [/i] [B]*öks* - ich halte gar nix, absolut gar nix von Esogedöns irgendwelcher Art. Ich bin weder religiös noch sonstwie in der Richtung angehaucht und mein Leben möge mich davor bewahren. Also bitte spar Dir solche Unterstellungen. [/B][/QUOTE] Naja... meine "Unterstellung" war ja nicht an Dich gerichtet. Siehe auch meine vorsichtige Formulierung mit "vermute" und "manche". Du hast den Thread ja lediglich aus D&L rausgeschmissen, was ich ja noch irgendwie nachvollziehen kann... Celtvis wollte aber den Thread ganz schließen, was ich doch sehr schade finden würde, da sich zwischen LaChatte und mir eine interessante Diskussion entwickelt hat. Vielleicht wollen andere noch mitmachen? |
| LaChatte | [QUOTE]Oooch... Physik kann auch Dinge voraussagen, die nicht mikroskopisch sind... Zum Beispiel, warum Wasser so durch ein Rohr fließt, wie es es eben tut. Esoterik schafft nicht einmal das.[/QUOTE] Nein, aber den Anspruch hat sie auch nicht. Diverse Richtungen der Esoterik haben aber etwas dazu zu sagen, wie zum Beispiel die Wasserkristall-Experimente von Masaru Emoto interpretiert werden könnten. Ebenfalls hat die Physik keine Möglichkeiten, den Pauli-Effekt zu erklären, während es aus esoterischer Sicht sonnenklar ist: der Mann mochte einfach keine Maschinen! [QUOTE]Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Du die Relativitätstheorie verstanden hast.[/QUOTE] nun ja, ich hab mein Bestes gegeben...;) [QUOTE] Aber gerade bei der Psychoanalyse muß man sehr darauf achten, daß man es nicht übertreibt - bzw. daß man sie richtig macht. Mit der Psychoanalyse kann man mindestens ebenso viel falsch machen, wie richtig. Nicht umsonst ist die Ausbildung zum Psychoanalytiker eine langwierige Sache. Wer da keine Ausbildung hat: No Way! So jemanden würde ich nicht auf die Menschheit loslassen.[/QUOTE] Richtig. Dafür braucht man aber nicht nur eine gute entwickelte Ratio, sondern auch eine gut entwickelte Empathie und Intuition, um erkennen zu können, was in einer bestimmten Situation angemessen ist und was nicht. [QUOTE] Die Wirkung der Planeten und Sterne auf die Menschen ist der springende Punkt. Und dafür gibt es keine vernünftige Theorie (die mit der Physik kompatibel ist), und auch keine signifikanten empirischen Ergebnisse. Nun kann aber der Astrologe aus dieser falschen Grundannahme etwas richtiges folgen.[/QUOTE] Wenn du das so schreibst, gehst du stillschweigend davon aus, dass die Physik alles über die Planeten weiss, was es zu wissen gibt. Ich gehe allerdings davon aus, dass es durchaus physikalische und (im Moment nur theoretisch) messbare Realitäten gibt, die die astrologischen Annahmen bestätigen können. Ich gehe weiter davon aus, dass diese Informationen in höheren Dimensionen zu finden sind. Nur gibts meines Wissens noch keine Geräte, die höhere Dimensionen messen können - eine Sorte Welle, die Informationen der Planeten trägt und vermittelt. Eben eine Sphärenmusik. [QUOTE]Wenn jetzt dieser Ober-Astro-Fuzzi Noé einen Sechser im Lotto haben sollte (was wahrscheinlich daraus ersichtlich sein wird, daß seine Homepage verschwindet, weil er es dann nicht mehr nötig hat, Menschen zu beraten), dann sollte man sich die Methoden dieses Astrologen genauer unter die Lupe nehmen. In diesem Fall hätte er einen Treffer erlangt, der ihm nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit nur zu 0.0001% (oder so) gelingen sollte. Leider ist es aber so, daß Astrologen nicht häufiger oder seltener im Lotto gewinnen als andere Menschen.[/QUOTE] Das ist auch nicht die Absicht der Astrologie, Lottozahlen zu liefern. So wie ich es sehe (als Nicht-Astrologin) liegt der grösste Nutzen der Astrologie in der Lebenshilfe und Beratung. Anstatt dass ein Psychologe in stundenlangen Gesprächen herausfinden muss, worum es dem Klienten überhaupt geht, nimmt er das Horoskop als Gesprächsbasis und spart sich somit eine Menge Arbeit und kann gleich über das sprechen, was Sache ist. Ähnlich geht das mit Tarot-Karten. Für die Lottozahlen sind sie völlig ungeeignet, als Basis für eine Beratung sind sie hervorragend. [QUOTE]Wissen das die Esoteriker? Das fällt meines Erachtens in den Bereich der Religion. Allerdings hat die Physik sich schon ettliches einverleibt, wofür früher mal die Religion zuständig war. Wie ist die Erde entstanden? Wie haben sich Einzeller zu Menschen entwickelt? usw.[/QUOTE] Mag sein, dass es hier ein paar Erklärungen dazu geben könnte... kenne ich allerdings nicht. Und die Physik hat sich zwar einiges einverleibt, aber den Kern aller Religionen und spirituellen Traditionen, nämlich die Frage nach dem Sinn, unberührt gelassen. auf alle Fälle bis jetzt... unterdessen beginnt sich das langsam zu verändern, und die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Sinnfragen und materiellen Realitäten wird immer mehr untersucht, auf verschiedenste Weisen. [QUOTE]Um zum Thema zurückzukommen: Die Antworten der Esoteriker scheinen mir ebenso wenig plausibel, wie richtig.[/QUOTE] Hier müsstest du vielleicht etwas konkreter werden. Esoteriker gibts in allen Farben, Formen und Ausführungen, da findest du alles und sein Gegenteil. Vieles davon ist natürlich Unsinn, oder Dinge, die nur halb verstanden wurden, aber da gibts auch Dinge, die funktionieren. Für eine gewinnbringende Diskussion müsstest du schon konkrete Aussagen anführen, die dir unplausibel scheinen.;) [QUOTE]Ich hatte geschrieben, der Aszendent bestimmt mit den Charakter. In der Astrologie ist er eine Komponente, die den Charakter bestimmt. Funktioniert Astrologie eigentlich auch ohne Aszendenten?[/QUOTE] Was meinst du mit dieser Frage? Es gibt nun mal Sternbilder, die am Horizont auftauchen und verschwinden... warum sollte man diesen Aspekt auslassen wollen? |
| Aymynt Candan | [quote] darkmav: Nochmal eine Frage (aus Kuriosität). Der Aszendent bestimmt doch mit den Charakter? Richtig? Welchen Charakter hat denn dann ein Mensch, der in Hammerfest am 21.6. geboren ist?[/quote]Du spielst sicherlich darauf an, daß man "dort oben" (im Polargebiet) zeitweise kein "normales Horoskop" (mit Placidus- oder GOH-Häusern) berechnen kann. Deswegen Deine Frage "aus Kuriosität". Aszendent und Meridian kann man jedoch auch in Hammerfest jederzeit berechnen. Das von Dir angesprochene Häuserproblem wurde von deutschen Astrologen schon vor ca. 80 Jahren gelöst. Man hatte erkannt, daß es streng genommen nicht richtig ist, Aszendent und Meridian in ein gemeinsames Häusersystem zu zwängen. Was in äquatornahen Gebieten (in denen die Astrologie entstanden war) noch recht genau stimmt (Placidushäuser), wird in Richtung der Pole immer ungenauer und fehlerhafter und funktioniert schließlich zu bestimmten Zeiten gar nicht mehr, etwa, wenn sich Aszendent und Meridian an der gleichen Stelle im Tierkreis befinden. Als Lösung des Problems richtet man die Häuser zum einen am AC (Spitze von Haus 1), zum anderen am MC (Spitze von Haus 10) aus. Es ist ja selbstverständlich, daß auch ein Mensch, der am 21.6. in Hammerfest geboren ist, einen Charakter hat, dessen Beschaffenheit im Horoskop erkennbar sein sollte. Das von Dir angesprochene Problem ist kein Problem der Astrologie, sondern höchstens ein Problem der (einiger) Astrologen. Astrologen glauben ebenso wie Wissenschaftler an Gesetzmäßigkeit. Astrologen richten ihr Hauptaugemerk jedoch nicht auf das äußere Band zwischen allen Erscheinungen der Welt, der Kausalität, sondern auf das innere Band, der Finalität. In der Welt manifestiert sich EINE intelligente Kraft bzw. EINE Idee. Diese Idee verbindet Erscheinungen an verschiedenen Orten und/oder zu verschiedenen Zeiten miteinander. Eine Zelle in einer Fußzehe ist jederzeit über alle Vorgänge in einer Zelle des Kopfes informiert, und zwar ohne daß Informationen zeitverzögert von einer Zelle zur anderen transportiert werden (müßten). Die Zellen erscheinen als verschieden, sind jedoch ein und dasselbe. Das ist auch das ganze Geheimnis der Astrologie: Mikrokosmos = Makrokosmos. Ein Astrologe behauptet gar nicht, daß die Himmelskörper auf den Menschen wirken und dadurch sein Leben beeinflussen. Vielmehr sind die biografischen und geschichtlichen Ereignisse mit den astronomischen Ereignissen parallel geschaltet. Astrologie bedient sich wissenschaftlicher Erkenntnisse, ist aber eine magische Disziplin, die sich wissenschaftlichen Beweisverfahren entzieht und die nur künstlerisch erfaßt werden kann. Was ein musikalisches Kunstwerk wirklich ist, kann man auch nicht wissenschaftlich erfassen. Die Wissenschaft begreift nur die äußere Verpackung, nicht aber den Inhalt, das Wesen, die Seele. Wie jemand, der ein Musikwerk anhört, mehr oder weniger nachfühlen kann, was in der Seele des Komponisten vorsichgegangen war, als er es erschuf, so versucht auch der Astrologe der Idee nachzuspüren, die sich in einem Menschen und dessen Leben ausdrückt. Um einen Menschen erkennen zu können, muß man selbst ein (denkender und fühlender) Mensch sein. Naturwissenschaft ist "Maschine", die nur "Maschine" erkennt und nur "Maschine" baut (Technik als praktizierte Wissenschaft). Der Mensch erkennt die Welt nicht nur verstandlich (wissenschaftlich), sondern auch seelisch-geistig (künstlerisch/magisch). Der Mensch ist auch ein Deuter. Kunstwerke (Werke von Menschen, nicht von Maschinen) deutet man. Es hat keinen Sinn, Kunstwerke naturwissenschaftlich zu untersuchen, weil man sie naturwissenschaftlich nicht verstehen kann. Es ist auch Unfug, naturwissenschaftliche Beweise für die künstlerische Deutung zu erwarten oder zu verlangen. Es gibt sie nicht und es wird sie nie geben. Es ist stets ein einmaliger, ganzheitlicher Erkenntnisprozeß, den ein Computer (Maschine) nicht ersetzen bzw. vollziehen kann. Versuche, Astrologie naturwissenschaftlich (statistisch) zu beweisen, müssen scheitern. Die deutenden Künste sind in der menschlichen Natur genauso selbstverständlich und unerklärlich verwurzelt wie die Naturwissenschaften. Der Mensch kann naturwissenschaftlich nicht beweisen, daß er ein Mensch (mehr als eine Maschine) ist und – das muß er auch nicht. Die Naturwissenschaft blickt mit Röntgenaugen auf die Welt und sieht überall nur tote Knochen und Skelette. Ihr das Leben und die Seele (Fleisch und Blut) nahezubringen ist, wie einem Blinden die visuelle Schönheit einer Blumenwiese zu beschreiben. Die Naturwissenschaft will immer alles bewiesen haben, dabei ist sie selbst unbewiesen. Wirklichkeit und Wahrheit sind weder beweisbar, noch bedürfen sie eines Beweises. Ehe man über Astrologie den Stab bricht, möge man sich doch erst einmal mit Astrologie befassen. Die Astrologie kann nichts dafür, noch berührt es sie, wenn das meiste von dem, was sich "Astrologie" nennt, nicht wirklich Astrologie ist. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß es überhaupt keine wahre Astrologie gibt. Wer sich eingehend mit Astrologie befaßt, wird zumindest bemerken, daß da etwas dran ist, ähnlich wie "die ersten Menschen" bemerkt haben, daß es in der Welt offenbar gesetzmäßig zugeht. Von diesem Moment ist es jedoch noch ein weiter Weg zum Naturwissenschaftler bzw. zum Astrologen. [quote]darkmav: Ich hatte geschrieben, der Aszendent bestimmt mit den Charakter. In der Astrologie ist er eine Komponente, die den Charakter bestimmt. Funktioniert Astrologie eigentlich auch ohne Aszendenten?[/quote]Ohne Aszendent hat man zumindest bedeutend weniger Information zur Verfügung. Wenn Du eine klare Antwort lesen willst: Nein, (Personen)Astrologie funktioniert ohne Aszendenten nicht. Denn dieser symbolisiert mehr den charakterlichen Aspekt der persönlichen Umwelt. Ein Arzt z.B. ist kein Arzt, wenn er nicht mit kranken Menschen (Aszendent!) in Kontakt kommt, wenn es in seiner (Um)Welt keine Patienten gibt. Dann kann sich "Arzt-sein" nicht manifestieren. Der innere, seelische Aspekt ist übrigens der Meridian bzw. das Medium coeli (kurz MC, die Himmelsmitte, der geografische Meridian des Geburtsortes). Er symbolisiert mehr die Persönlichkeit, das Ego des Geborenen. |
| darkmav | Nachdem ich auf die Anfeindungen ginr'os im D&L - ich hoffe, adequat - reagiert habe, komme ich endlich dazu, Euch, LaChatte und Aymynt Candan, zu antworten: @LaChatte: [QUOTE]Nein, aber den Anspruch hat sie auch nicht. Diverse Richtungen der Esoterik haben aber etwas dazu zu sagen, wie zum Beispiel die Wasserkristall-Experimente von Masaru Emoto interpretiert werden könnten.[/QUOTE] Die Sachen vom Japaner habe ich kurz überflogen. Es gehört schon eine Menge Wagnis dazu, einem drei-atomigen Molekül ernsthaft so etwas, wie "Leben" zuzuordnen. Respekt! Daß Wasser anders kristallisiert, wenn man ihm Hip Hop antut (escht krasser Bass, alder!), als wenn man ihm Metal vorspielt, mag für mich noch nachvollziehbar sein, da akustische Wellen lediglich Druckunterschiede in der Luft sind. Daß es aber systematische Unterschiede in der Kristallation gibt, wenn man dem Wasser einen Porno statt eines Liebesfilms zeigt, bezweifle ich doch stark - es sei denn, Wasser reagiert besonders stark auf die Farbe "rosa" ;) [QUOTE]Ebenfalls hat die Physik keine Möglichkeiten, den Pauli-Effekt zu erklären, während es aus esoterischer Sicht sonnenklar ist: der Mann mochte einfach keine Maschinen![/QUOTE] Die meisten Theoretiker haben eine Experimentalphobie. Ganz natürlich. Wir Experimentalphysiker verzweifeln auch bei einer Formel, die länger ist als eine Din-A4-Seite (in der "richtigen" Theorie gar nichts ungewöhnliches...). [QUOTE]Richtig. Dafür braucht man aber nicht nur eine gute entwickelte Ratio, sondern auch eine gut entwickelte Empathie und Intuition, um erkennen zu können, was in einer bestimmten Situation angemessen ist und was nicht. [/QUOTE] Völlig richtig :) [QUOTE]Wenn du das so schreibst, gehst du stillschweigend davon aus, dass die Physik alles über die Planeten weiss, was es zu wissen gibt. Ich gehe allerdings davon aus, dass es durchaus physikalische und (im Moment nur theoretisch) messbare Realitäten gibt, die die astrologischen Annahmen bestätigen können. [/QUOTE] Welche? [QUOTE]Ich gehe weiter davon aus, dass diese Informationen in höheren Dimensionen zu finden sind. Nur gibts meines Wissens noch keine Geräte, die höhere Dimensionen messen können - eine Sorte Welle, die Informationen der Planeten trägt und vermittelt. Eben eine Sphärenmusik.[/QUOTE] Der LHC (Teilchenbeschleuniger am CERN) soll Evidenzien für eine vierte räumliche Dimension liefern können, wenn die Vorhersagen der Frau Randall stimmen. [Es lohnt sich also auch für Dich, LaChatte, ihr Buch [URL=http://www.amazon.de/Verborgene-Universen-Eine-Reise-extradimensionalen/dp/3100628055/sr=8-1/qid=1169924987/ref=pd_ka_1/302-5945120-7195226?ie=UTF8&s=books]Verborgene Universen. Eine Reise in den extradimensionalen Raum[/URL] zu lesen. (Hat es immerhin auf #154 des Amazon-Verkaufsrankings geschafft :)] Ob man das "Sphärenmusik" nennen kann, weiß ich nicht. [QUOTE]So wie ich es sehe (als Nicht-Astrologin) liegt der grösste Nutzen der Astrologie in der Lebenshilfe und Beratung. Anstatt dass ein Psychologe in stundenlangen Gesprächen herausfinden muss, worum es dem Klienten überhaupt geht, nimmt er das Horoskop als Gesprächsbasis und spart sich somit eine Menge Arbeit und kann gleich über das sprechen, was Sache ist. Ähnlich geht das mit Tarot-Karten. Für die Lottozahlen sind sie völlig ungeeignet, als Basis für eine Beratung sind sie hervorragend. [/QUOTE] Richtig: Solange der Astrologe keine" Vorhersagen" macht, die vorgeben, das Leben seines Klienten entscheidend zu verändern, ist alles im Butter. Wenn aber der Astrologe sagt, "sie werden eine Glückssträhne haben", und ich darauf all mein Geld in windige Optionen auf ein argentinisches Aktienderivat anlege, halte ich den Tip des Astrologen für unverantwortlich. [QUOTE]unterdessen beginnt sich das langsam zu verändern, und die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Sinnfragen und materiellen Realitäten wird immer mehr untersucht, auf verschiedenste Weisen.[/QUOTE] Was die katholische Kirche ja gar nicht gerne sieht... Insbesondere neurobiologische Experimente sind denen ein Dorn im Auge. [QUOTE]Hier müsstest du vielleicht etwas konkreter werden. Esoteriker gibts in allen Farben, Formen und Ausführungen, da findest du alles und sein Gegenteil. Vieles davon ist natürlich Unsinn, oder Dinge, die nur halb verstanden wurden, aber da gibts auch Dinge, die funktionieren. [/QUOTE] [b]Alle[/b] Aussagen der Esoterik, die nicht mit denen der Physik, Biologie oder Chemie (so wie sie an der Unis gelehrt werden) übereinstimmen, halte ich für unplausibel. Sei es Astrologie, diesen Wasser-Kram vom Japaner, Aurenphotographie, Handlinienleserei, oder daß Katzen fliegen können. Hoffe aber, diese, meine harte Aussage, würgt die Diskussion mit Dir nicht ab. Finde sie nämlich äußerst spannend :) Welche nicht-trivialen Aussagen der Esoterik hältst Du für richtig? [quote]Was meinst du mit dieser Frage? Es gibt nun mal Sternbilder, die am Horizont auftauchen und verschwinden... warum sollte man diesen Aspekt auslassen wollen?[/quote] Aymynt Candan hat das beantwortet. Ich würde sogar sagen, [i]richtig[/i]. Denn aus falschen kann man alles schließen. [b]ex falsum quod libet[/b] |
| darkmav | @Aymynt Candan: Du hast es erfaßt: Es war eine Fangfrage. Schön, daß Du Dir die Mühe gemacht hast, sie zu beantworten. Jedoch scheint mir diese (äußerst komplizierte, und für mich als Physiker auf Anhieb nicht nachvollziehbare) Erklärung eher als Versuch, das Horoskop noch irgendwie zu "retten". Mir erscheint die Astrologie, so wie Du sie schilderst, als eine sehr primitive Form einer Religion - vorausgesetzt, man legt eine rationelle Philosophie (zBsp. nach Kant) zugrunde. [quote] Eine Zelle in einer Fußzehe ist jederzeit über alle Vorgänge in einer Zelle des Kopfes informiert, und zwar ohne daß Informationen zeitverzögert von einer Zelle zur anderen transportiert werden (müßten). Die Zellen erscheinen als verschieden, sind jedoch ein und dasselbe. Das ist auch das ganze Geheimnis der Astrologie: Mikrokosmos = Makrokosmos. [/quote] Nichts bewegt sich schneller als Licht. [quote] Ein Astrologe behauptet gar nicht, daß die Himmelskörper auf den Menschen wirken und dadurch sein Leben beeinflussen. Vielmehr sind die biografischen und geschichtlichen Ereignisse mit den astronomischen Ereignissen parallel geschaltet. [/quote] Schön und gut... Es steht aber der empirische Beleg für das Funktionieren der Astrologie aus. Für Stringtheorien gab es auch noch keine Nobelpreise. Warum? Weil sie (zumindest bis jetzt) noch nicht getestet werden konnten. Wieder einmal erwähne ich hier die Vorhersagen meiner Lieblingsphysikerin Randall. [quote] Astrologie bedient sich wissenschaftlicher Erkenntnisse, ist aber eine magische Disziplin, die sich wissenschaftlichen Beweisverfahren entzieht und die nur künstlerisch erfaßt werden kann. Was ein musikalisches Kunstwerk wirklich ist, kann man auch nicht wissenschaftlich erfassen. Die Wissenschaft begreift nur die äußere Verpackung, nicht aber den Inhalt, das Wesen, die Seele. Wie jemand, der ein Musikwerk anhört, mehr oder weniger nachfühlen kann, was in der Seele des Komponisten vorsichgegangen war, als er es erschuf, so versucht auch der Astrologe der Idee nachzuspüren, die sich in einem Menschen und dessen Leben ausdrückt. Um einen Menschen erkennen zu können, muß man selbst ein (denkender und fühlender) Mensch sein. Naturwissenschaft ist "Maschine", die nur "Maschine" erkennt und nur "Maschine" baut (Technik als praktizierte Wissenschaft). [/quote] Schön - dann ist Astrologie eine nette Art, Kunst zu betreiben. Hat aber nichts mit den Realitäten zu tun, zumindest mit dem, was ich unter "Realität" verstehe. Die Grundfrage, die von Dir angesprochen wird, ist wohl die Frage: "Ist der Mensch eine Maschine?". Als religiöser Mensch werde ich das verneinen, als naturwissenschaftler Mensch bejahen. Auch ich stehe da in einer Zwickmühle. Die Philosophie des Solipsismus löst dies in eleganter und auch - so wie ich finde - widerspruchsfreier Weise. Allerdings nehme ich von dem solipsistischen Ideengebäude Abstand, da es mir als "zu frei" erscheint. Da scheint bei mir dann doch wieder zu sehr der Physiker durch. [quote] Es gibt sie nicht und es wird sie nie geben. Es ist stets ein einmaliger, ganzheitlicher Erkenntnisprozeß, den ein Computer (Maschine) nicht ersetzen bzw. vollziehen kann. [/quote] Computer werden bald in der Lage sein, Kunst von Nicht-Kunst zu unterscheiden. Bzw. die "Kunst" muß sich dann zurückziehen, auf ein Gebiet, wohin Computer nicht vorgedrungen sind. Als Bildverarbeiter kenne ich mich in "Mustererkennen" (was also auch das Erkennen von Bildern oder Klängen angeht) aus. Am schwierigsten wird es für die Computer wohl noch mit dem geschriebenen Wort werden... Ob sie jemals einen Shakespeare zu würdigen wissen? Vielleicht in ferner Zukunft? [quote]Die Naturwissenschaft will immer alles bewiesen haben, dabei ist sie selbst unbewiesen. Wirklichkeit und Wahrheit sind weder beweisbar, noch bedürfen sie eines Beweises.[/quote] Diese Aussage erinnert mich an Gödels Unvollständigkeitstheorem. Kennst Du das? Gödels Unvollständigkeitstheorem hat Gödel selbst bewiesen - und genau mit den formalen Methoden, die in dem Theorem selbst betrachtet werden. Verwirrend - ich weiß! [quote]Ehe man über Astrologie den Stab bricht, möge man sich doch erst einmal mit Astrologie befassen. Die Astrologie kann nichts dafür, noch berührt es sie, wenn das meiste von dem, was sich "Astrologie" nennt, nicht wirklich Astrologie ist. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß es überhaupt keine wahre Astrologie gibt. Wer sich eingehend mit Astrologie befaßt, wird zumindest bemerken, daß da etwas dran ist, ähnlich wie "die ersten Menschen" bemerkt haben, daß es in der Welt offenbar gesetzmäßig zugeht. Von diesem Moment ist es jedoch noch ein weiter Weg zum Naturwissenschaftler bzw. zum Astrologen.[/quote] Wieso sollte ich mich als vernünftiger Mensch näher mit etwas beschaffen, wozu es meines Wissens nicht mal einen Artikel in "science" oder "nature" gibt??? Bist Du bereit Dich näher mit meiner Theorie von fliegenden Katzen (die ich auch spirituell und ästhetisch untermauern kann) auseinanderzusetzen? |
| LaChatte | hi darkmav [QUOTE]Daß es aber systematische Unterschiede in der Kristallation gibt, wenn man dem Wasser einen Porno statt eines Liebesfilms zeigt, bezweifle ich doch stark - es sei denn, Wasser reagiert besonders stark auf die Farbe "rosa"[/QUOTE] Ich gehe davon aus, dass Leben und Bewusstsein der Materie innewohnende Eigenschaften sind, ähnlich wie Masse. Es gehört einfach dazu. Das vermeidet auch die doofe Frage, warum ein O2 in der Luft "tot" sein soll, und wenn ich es einatme und in meinen Körper einbaue, auf einmal "lebendig". Atom bleibt schliesslich Atom. Masaru Emotos Ideen scheinen mir allerdings mehr als Grund genug, nicht ein T-Shirt mit der Aufschrift "I'm a bitch, please fuck me" oder "ich bin hässlich, dafür aber dumm" oder sowas in der Richtung zu tragen. Wenn mein ganzes Körperwasser das versteht und umsetzt, na danke schön. Sicher ist sicher.:D [QUOTE]Die meisten Theoretiker haben eine Experimentalphobie. Ganz natürlich. Wir Experimentalphysiker verzweifeln auch bei einer Formel, die länger ist als eine Din-A4-Seite (in der "richtigen" Theorie gar nichts ungewöhnliches...).[/QUOTE] Das ist ja noch nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich - und physikalisch nicht erklärbar - scheint mir aber durchaus, dass offenbar Maschinen eine Unverträglichkeit gegenüber Theoretikern haben. [QUOTE]Der LHC (Teilchenbeschleuniger am CERN) soll Evidenzien für eine vierte räumliche Dimension liefern können, wenn die Vorhersagen der Frau Randall stimmen.[/QUOTE] Dann drück ich ihr mal die Daumen, dass ihre Experimente gut klappen und bald neue Erkenntnisse liefern. Dann gibts vielleicht auch bald eine Maschine, die fähig ist, die Meridiane (nach TCM) zu fotografieren. Die sollen sich ja im 4D befinden. Und die Chakren auch. Und unsere Gefühle und Gedanken auch. Ich nehme an, die ersten Bilder von 4D werden ein ziemlich wirres Gewusel darstellen. Doch wenn das mal klappen sollte, kannst du deiner Allerliebsten ein "ich liebe dich" denken & fühlen, fotografieren lassen und als Valentinskarte senden :) *grummel* ich hab mir eigentlich geschworen, im Moment keine neuen Bücher zu kaufen, aber ich hab mir jetzt Randalls Buch bestellt. Da bin ich ja mal gespannt, was sie zu erzählen hat. [QUOTE]Alle Aussagen der Esoterik, die nicht mit denen der Physik, Biologie oder Chemie (so wie sie an der Unis gelehrt werden) übereinstimmen, halte ich für unplausibel. Sei es Astrologie, diesen Wasser-Kram vom Japaner, Aurenphotographie, Handlinienleserei, oder daß Katzen fliegen können. Hoffe aber, diese, meine harte Aussage, würgt die Diskussion mit Dir nicht ab. Finde sie nämlich äußerst spannend [/QUOTE] Nun, es ist dein gutes Recht, sie für unplausibel zu halten. Da es im Moment recht schwierig ist, an gute Studien heranzukommen, halte ich es für besser, bei Interesse eigene Erfahrungen damit zu sammeln und sich so ein Bild zu machen. Astrologie halte ich für eine gute Sache, aber sie ist äusserst komplex, was auch heisst: wirklich hervorragende Astrologen sind etwa gleich selten wie Starchirurgen. Mit Wasser kann man recht einfach selbst experimentieren. Man nehme zwei Flaschen, schreibe zwei emotional gegensätzliche Begriffe auf je eine - Hass-Liebe, Angst-Freude oder so etwas - setze ein paar leicht wachsende Sprösslinge, und giesse den einen mit Hass-Wasser, den andern mit Liebe-Wasser. Wenn Wasser lesen kann, und die Info an die gegossene Pflanze überträgt, müssten bei sonst gleichen Bedingungen Unterschiede im Pflanzenwachstum zu sehen sein. Aurenfotografie gibt nette schöne Bildchen, allerdings ist mir nie ganz klar, was da genau fotografiert wird. Mit Handlesen hab ich überhaupt keine Ahnung, doch wenn das mit dem holografischen Prinzip stimmt - dass in jedem einzelnen Teil das Ganze abgebildet ist - so müsste es funktionieren. Bedingung ist wiederum, dass der Handleser es auch richtig lesen kann, und das ist nicht einfach. [QUOTE]Welche nicht-trivialen Aussagen der Esoterik hältst Du für richtig?[/QUOTE] Zum Beispiel "was du säst, wirst du ernten.", bzw Karma. Das gibts allerdings in der Physik schon, als Prinzip von Actio-Reactio. Was gibts noch? Ich überleg mal, vielleicht fällt mir noch was Kluges ein... aber nicht so spät am Abend. ;) |
| Aymynt Candan | [quote][i]Original geschrieben von darkmav [/i] Für mich gibt es nur zwei Alternativen: Eine objektive, rationale Welt oder die Welt des Solipsismus. Allerdings glaube ich an die erstere, da mir der Solipsismus nicht ganz geheuer ist, da in diesem so ziemlich alles möglich ist.[/quote]Du glaubst an eine objektive Welt. Was ist das Deiner Ansicht nach? |
| Aymynt Candan | Meiner Ansicht nach hat Esoterik viel mit ganzheitlicher Wahrnehmung zu tun. Jeder Mensch nimmt die Welt auch (mehr oder weniger) ganzheitlich (künstlerisch) wahr, ob er sich nun "Eso" nennt oder nicht. Wir erfassen nicht nur, was jemand sagt, sondern auch wie er es sagt. Zu diesem Zweck deuten wir das Wahrgenommene. Die gewonnenen Eindrücke rufen bei uns bestimmte Assoziationen hervor. Wesensverwandte Gebilde (Erinnerungen) kommen uns in den Sinn. Wir verstehen Situationen aufgrund von Entsprechungen, die wir in uns tragen. Formen (Symbole) sind Kontaktstellen zu Wesen (Seelen). Das Horoskop ist auch eine solche Kontaktstelle. Das kann man mit einem wissenschaftlichen Weltbild natürlich nicht verstehen, mit einem magischen sehr wohl. Astrologie ist keine Wissenschaft, sondern eine magische Disziplin bzw. Kunst. Sie kann niemals mit wissenschaftlichen Mitteln erfaßt, bewiesen oder widerlegt werden. Die Welt ist Objekt und objektiv nur für ein Subjekt. Wer die Welt für an sich objektiv, d.h. außerhalb und unabhängig vom Bewußtsein seiend, hält, täuscht sich m.A.n.. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]hi darkmav Ich gehe davon aus, dass Leben und Bewusstsein der Materie innewohnende Eigenschaften sind, ähnlich wie Masse. Es gehört einfach dazu. Das vermeidet auch die doofe Frage, warum ein O2 in der Luft "tot" sein soll, und wenn ich es einatme und in meinen Körper einbaue, auf einmal "lebendig". Atom bleibt schliesslich Atom. [/b][/quote] Kommt auf die Definition von Leben an... Ich glaube, mit weniger als einer DNS sollte man sich nicht zufriedengeben ;) [quote] Das ist ja noch nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich - und physikalisch nicht erklärbar - scheint mir aber durchaus, dass offenbar Maschinen eine Unverträglichkeit gegenüber Theoretikern haben. [/quote] Oder - was um einiges wahrscheinlicher ist - Theoretiker eine unverträglichkeit gegenüber Maschinen ;) [quote] Dann drück ich ihr mal die Daumen, dass ihre Experimente gut klappen und bald neue Erkenntnisse liefern. [/quote] Ich auch. Wäre seit langem wieder mal ein weiblicher Nobelpreisträger - und dazu noch so ein hüber... :) [quote] Ich nehme an, die ersten Bilder von 4D werden ein ziemlich wirres Gewusel darstellen. Doch wenn das mal klappen sollte, kannst du deiner Allerliebsten ein "ich liebe dich" denken & fühlen, fotografieren lassen und als Valentinskarte senden :) [/quote] Randall sagt bestimmte Teilchenzerfälle voraus, die dann und nur dann auftreten, wenn ihre Theorie richtig ist. Von einem "4D-Mikroskop" ist das Lichtjahre weit entfernt. [quote] *grummel* ich hab mir eigentlich geschworen, im Moment keine neuen Bücher zu kaufen, aber ich hab mir jetzt Randalls Buch bestellt. Da bin ich ja mal gespannt, was sie zu erzählen hat. [/quote] Wenn ich ehrlich bin *rotwerd* habe ich das Buch auch noch nicht ganz durch. Der erste Teil beschreibt weitgehend etablierte Physik, während sie dann in der zweiten Hälfte auf die neuen Theorien und ihre mögliche experimentelle Bestätigung zu sprechen kommt. Wir können es dann gemeinsam durchlesen ;) Habe allerdings die englischsprachige Originalversion. [quote] Nun, es ist dein gutes Recht, sie für unplausibel zu halten. Da es im Moment recht schwierig ist, an gute Studien heranzukommen, halte ich es für besser, bei Interesse eigene Erfahrungen damit zu sammeln und sich so ein Bild zu machen. [/quote] Das ist widerum [i]Dein[/i] gutes Recht :) [quote] Astrologie halte ich für eine gute Sache, aber sie ist äusserst komplex, was auch heisst: wirklich hervorragende Astrologen sind etwa gleich selten wie Starchirurgen. [/quote] Was zeichnet einen wirklich guten Astrologen aus? Ein Horoskop erstellen kann jeder Computer... Warum ist es so schwierig, die Zeichnung zu interpretieren? Könnte das ein guter Psychologe nicht mindestens genauso gut, auch wenn man das Horoskop wegläßt? [quote] Mit Wasser kann man recht einfach selbst experimentieren. Man nehme zwei Flaschen, schreibe zwei emotional gegensätzliche Begriffe auf je eine - Hass-Liebe, Angst-Freude oder so etwas - setze ein paar leicht wachsende Sprösslinge, und giesse den einen mit Hass-Wasser, den andern mit Liebe-Wasser. Wenn Wasser lesen kann, und die Info an die gegossene Pflanze überträgt, müssten bei sonst gleichen Bedingungen Unterschiede im Pflanzenwachstum zu sehen sein. [/quote] Das funktioniert? Diese Experimente sind supereinfach - eine Pflanze kennt keinen Placeboeffekt. Warum hat aber niemand diese Unterschiede publiziert? [quote] Aurenfotografie gibt nette schöne Bildchen, allerdings ist mir nie ganz klar, was da genau fotografiert wird. [/quote] Ist bestimmt ein einfacher optischer Trick. Wenn Du willst, kann ich Dir dazu etwas ergoogeln... [quote] Zum Beispiel "was du säst, wirst du ernten.", bzw Karma. Das gibts allerdings in der Physik schon, als Prinzip von Actio-Reactio. [/quote] Diesen Hype um actio=reactio habe ich ehrlich gesagt nie verstanden. Mein Experimentalphysik Prof. Martin Wegner (der unter anderem auch den mit etwa 5 Mio. Mark dotierten Leibnizpreis eingeheimst hat - der Sack!) vermutlich auch nicht, denn Newtons Gesetze waren mit F=dp/dt abgehakt. Blutrache könnte man aber auch als solch ein Prinzip ansehen - aber gab es da nicht einen Jesus, der auch dieses physikalische Prinzip ab absurdum führte? Was gibts noch? Ich überleg mal, vielleicht fällt mir noch was Kluges ein... aber nicht so spät am Abend. ;) [/B][/QUOTE] |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] [B]Du glaubst an eine objektive Welt. Was ist das Deiner Ansicht nach? [/B][/QUOTE] Wenn ich an irgend etwas glaube, dann an eine Welt, in der Dinge nach bestimmten Naturgesetzen passieren. Hierin manifestiert sich meiner Meinung nach Gott. Eine solipsistische Welt bräuchte keinen Gott - in jener Welt gäbe es nichts außer einen selbst. Anders ausgedrückt: Man selbst wäre Gott. Nach der solipsistischen Welt wäre die objektive Welt für mich die zweitlogischste Möglichkeit. Da auch ich ein religiöser Mensch bin, glaube ich also an die objektive Welt. [quote] Astrologie ist keine Wissenschaft, sondern eine magische Disziplin bzw. Kunst. Sie kann niemals mit wissenschaftlichen Mitteln erfaßt, bewiesen oder widerlegt werden. [/quote] Esoterik kann auch Deiner Auffassung nichts vorhersagen und nichts wissenschaftlich erklären... Was ist nun der Unterschied zwischen Ästhetik und Esoterik? Auch ich akzeptiere die Esoterik als eine Kunstform. [quote] Die Welt ist Objekt und objektiv nur für ein Subjekt. [/quote] Das verstehe ich nicht. [quote] Wer die Welt für an sich objektiv, d.h. außerhalb und unabhängig vom Bewußtsein seiend, hält, täuscht sich m.A.n.. [/quote] s. o. |
| LaChatte | [QUOTE]Oder - was um einiges wahrscheinlicher ist - Theoretiker eine unverträglichkeit gegenüber Maschinen [/QUOTE] Vermutlich schon. Das erklärt aber immer noch nicht, warum Maschinen streiken oder sich sonst schwierig benehmen, wenn ein unleidlicher Theoretiker sich nur ein einigen hundert Metern Distanz von ihnen aufhält - ohne sie zu berühren oder mit ihnen zu arbeiten, notabene. Nicht zuletzt warens nicht irgendwelche Esos, die den Pauli-Effekt Pauli-Effekt genannt haben, sondern es waren seine praktischen Kollegen, die danach jeweils das Ganze wieder zusammenbasteln durften.;) [QUOTE]Randall sagt bestimmte Teilchenzerfälle voraus, die dann und nur dann auftreten, wenn ihre Theorie richtig ist. Von einem "4D-Mikroskop" ist das Lichtjahre weit entfernt. [/QUOTE] och, schade... das ist ja ziemlich langweilig, irgendwie. [QUOTE]Wenn ich ehrlich bin *rotwerd* habe ich das Buch auch noch nicht ganz durch. Der erste Teil beschreibt weitgehend etablierte Physik, während sie dann in der zweiten Hälfte auf die neuen Theorien und ihre mögliche experimentelle Bestätigung zu sprechen kommt. Wir können es dann gemeinsam durchlesen Habe allerdings die englischsprachige Originalversion.[/QUOTE] Ich habe es auch auf Englisch, und heute erhalten. Hab allerdings zuerst noch was Anderes, das ich vorher fertig lesen möchte... [QUOTE]Was zeichnet einen wirklich guten Astrologen aus? Ein Horoskop erstellen kann jeder Computer... Warum ist es so schwierig, die Zeichnung zu interpretieren? Könnte das ein guter Psychologe nicht mindestens genauso gut, auch wenn man das Horoskop wegläßt?[/QUOTE] Ja klar, ein guter Psychologe könnte das Gleiche auch mit anderen Mitteln erreichen. Aber es ist immer sinnvoll, eine Struktur zu haben, nach der man arbeiten kann, sei es eine Horoskopzeichnung, sei es etwas Anderes. Ich arbeite zB mit den fünf chinesischen Wandlungsphasen und einer modifizierten Variante von Freuds Es-Ich-Überich-Konzept (innere Aspekte). Eine Struktur verhindert, dass man wichtige Dinge auslässt und einfach "vergisst" in der Beratung / Interpretation. Schwierig ist es, weil es vielschichtig ist - weil Menschen vielschichtig sind. Es gibt zu den einzelnen Positionen gute Anweisungen und Richtlinien, was sie bedeuten und worauf sie hinweisen. Manchmal unterstützen sie sich gegenseitig, meist aber wird es auch viele Widersprüche geben. Das Kernthema herausarbeiten und in Beziehung zur aktuellen Situation des Klienten setzen, ist aber etwas, was ein Computer nicht kann. Und was auch viele Menschen nicht können. [QUOTE]Diese Experimente sind supereinfach - eine Pflanze kennt keinen Placeboeffekt. Warum hat aber niemand diese Unterschiede publiziert?[/QUOTE] Keine Ahnung. Ich habs auch selbst noch nicht ausprobiert. Vielleicht sind sie zu simpel. Masaru Emoto berichtet von einigen solchen Experimenten, die seine Kinder ausgeführt hatten. Es sind ja die typischen Dinge, die man so im Kindergarten macht... [QUOTE]Diesen Hype um actio=reactio habe ich ehrlich gesagt nie verstanden. Mein Experimentalphysik Prof. Martin Wegner (der unter anderem auch den mit etwa 5 Mio. Mark dotierten Leibnizpreis eingeheimst hat - der Sack!) vermutlich auch nicht, denn Newtons Gesetze waren mit F=dp/dt abgehakt. Blutrache könnte man aber auch als solch ein Prinzip ansehen - aber gab es da nicht einen Jesus, der auch dieses physikalische Prinzip ab absurdum führte?[/QUOTE] Einen Hype muss man ja nicht darum machen, man muss es sich nur bewusst sein: was du aussendest, kommt zu dir zurück. Und nein, Jesus hat das nicht ad absurdum geführt, im Gegenteil: er sagte ja "was du säst, wirst du ernten". Er meinte bloss, wir sollten nicht so arrogant sein und meinen, dass wir Gott (oder die Naturgesetze) in ihrer Arbeit unterstützen müssten. Sowohl Gott wie auch die Naturgesetze funktionieren hervorragend ohne menschliche Hilfe. Ach, was auch noch sowas ist, was Esos schon längst wissen: Ton (im Sinne von Klang, Musik) ist ein Grundbaustein aller Materie. Das ist ja was ganz hippes in der aktuellen Physik, wo bei der Benennung der Strings durchaus an die schwingenden Saiten einer Geige gedacht wurde. ;) |
| Aymynt Candan | [quote]Aymynt Candan: Die Welt ist Objekt und objektiv nur für ein Subjekt. darkmav: Das verstehe ich nicht. Aymynt Candan: Wer die Welt für an sich objektiv, d.h. außerhalb und unabhängig vom Bewußtsein seiend, hält, täuscht sich m.A.n.. darkmav: s. o.[/quote]Bewußt-sein = Subjekt-Objekt. Sein bedeutet wahrgenommen zu werden. Es gibt kein Sein ohne (außerhalb von) Bewußtsein und kein Bewußtsein ohne Sein. Welt ist Bewußtseinsinhalt. Bewußtsein ist Weltbehältnis. Das Wort Bewußt-sein drückt schon die Einheit von Bewußtheit und Sein aus. Wer glaubt, es gäbe "da draußen" eine "echte Welt", von der er ein Abbild im Gehirn "drinnen" hat, täuscht sich und bekommt deshalb auch keinen Zugang zur Esoterik (Astrologie). Ich empfehle, darüber in Ruhe nachzudenken. Hast Du Dich schon einmal darüber gewundert, daß die Welt immer so (gesetzmäßig) ist, wie es sich die Menschen vorstellen? Wirklichkeit ist Phantasie und Phantasie ist Wirklichkeit! Das innere Wesen des Menschen ist mit dem der Welt identisch. Mikrokosmos = Makrokosmos. Das ist die philosophische Grundlage (a priori) der Astrologie und überhaupt der Esoterik. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Nicht zuletzt warens nicht irgendwelche Esos, die den Pauli-Effekt Pauli-Effekt genannt haben, sondern es waren seine praktischen Kollegen, die danach jeweils das Ganze wieder zusammenbasteln durften.;)[/b][/quote] Dieser "Pauli-Effekt" gehört zu der Art von Sprüchen, die man scherzhafter Natur auf den Doktorhut pinnt. [quote] och, schade... das ist ja ziemlich langweilig, irgendwie. [/quote] Gerade das macht es interessant! Es ist möglich Randalls Theorie zu testen. Eine der ersten nichttrivialen Nachweise höherdimensionaler Räume. Ich finde das toll! Hoffentlich behält sie recht! [quote] Ich habe es auch auf Englisch, und heute erhalten. Hab allerdings zuerst noch was Anderes, das ich vorher fertig lesen möchte... [/quote] Wenn Du inhaltliche Verständnisprobleme hast: Ich helfe gerne... Hier im Forum oder über PM :) [quote] Ja klar, ein guter Psychologe könnte das Gleiche auch mit anderen Mitteln erreichen. Aber es ist immer sinnvoll, eine Struktur zu haben, nach der man arbeiten kann, sei es eine Horoskopzeichnung, sei es etwas Anderes. Ich arbeite zB mit den fünf chinesischen Wandlungsphasen und einer modifizierten Variante von Freuds Es-Ich-Überich-Konzept (innere Aspekte). Eine Struktur verhindert, dass man wichtige Dinge auslässt und einfach "vergisst" in der Beratung / Interpretation. [/quote] Ja, da stimme ich Dir zu. Wenn man Horoskope als so eine Art Schablone ansieht, nach der man Menschen berät, könnte das - je nach Sensibilität des "Astrologen" ein guter Ansatz sein. Man darf es halt nicht übertreiben. [quote] Keine Ahnung. Ich habs auch selbst noch nicht ausprobiert. Vielleicht sind sie zu simpel. Masaru Emoto berichtet von einigen solchen Experimenten, die seine Kinder ausgeführt hatten. Es sind ja die typischen Dinge, die man so im Kindergarten macht... [/quote] Je simpler, desto besser. Alte Regel eines Experimentators. [quote] Einen Hype muss man ja nicht darum machen, man muss es sich nur bewusst sein: was du aussendest, kommt zu dir zurück. Und nein, Jesus hat das nicht ad absurdum geführt, im Gegenteil: er sagte ja "was du säst, wirst du ernten". [/quote] Jesus hat aber nicht die Lehre des alten Testaments vertreten, die da sagt: "Zahn um Zahn..." [quote] Er meinte bloss, wir sollten nicht so arrogant sein und meinen, dass wir Gott (oder die Naturgesetze) in ihrer Arbeit unterstützen müssten. Sowohl Gott wie auch die Naturgesetze funktionieren hervorragend ohne menschliche Hilfe. [/quote] Wir Menschen wollen aber die Natur [i]verstehen[/i], und die Naturgesetze für uns nutzen (Energieerzeugung, Internet usw.). [quote] Ach, was auch noch sowas ist, was Esos schon längst wissen: Ton (im Sinne von Klang, Musik) ist ein Grundbaustein aller Materie. Das ist ja was ganz hippes in der aktuellen Physik, wo bei der Benennung der Strings durchaus an die schwingenden Saiten einer Geige gedacht wurde. ;) [/QUOTE] Die Stringtheorien sind für viele Physiker auch etwas esoterisches. Das hat zwei Gründe: 1.) Die Mathematik muß für eine schöne Formulierung der Stringtheorien noch entwickelt werden. 2.) Stringtheorien können kaum getestet werden. Wo wir wieder bei Lisa Randall wären. Der Physiker-Sprachgebrauch von [i]esoterisch[/i] unterscheidet sich aber von dem, den ich in diesem Thread verwendet habe. Eine Formel ist esoterisch, wenn man sie als Physiker nicht kapiert. Zum Beispiel, wenn man die Mathematik nicht versteht, die zur Ableitung derselben verwendet wurde. Das muß aber nicht heißen, daß die Formel falsch sein muß. Schließlich wurde die Formel in einem angesehenen Journal publiziert. Kleine Anekdote: Gestern meinte ein Kollege von mir, sein Chef (=renommierter Professor der statistischen Datennalyse) zweifele an der Anisotropie des kosmischen Hintergrundes. Wenn dieser Prof. recht haben sollte, wäre eine [b]der[/b] Grundpfeiler des heutigen kosmologischen Standardmodells eingebrochen. Der letztjährige Nobelpreis müßte zurückgegeben werden. Für diesen Prof gelten die Methoden die bei der Extraktion der Anisotropien verwendet wurden, als esoterisch. Es wäre [b]die[/b] Sensation, wenn er recht behalten würde. Hier im Thread habe ich aber esoterisch als das definiert, was man so in Esoterik-Messen erleben kann... Also hauptsächlich simple Tricks und Abzockerei [Es mögen auch ein paar konstruktive Ansätze dabei sein, wie die des oben beschriebenen verantwortungsbewußten Astrologen]. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] [B]Bewußt-sein = Subjekt-Objekt. Sein bedeutet wahrgenommen zu werden. Es gibt kein Sein ohne (außerhalb von) Bewußtsein und kein Bewußtsein ohne Sein. Welt ist Bewußtseinsinhalt. Bewußtsein ist Weltbehältnis. Das Wort Bewußt-sein drückt schon die Einheit von Bewußtheit und Sein aus. Wer glaubt, es gäbe "da draußen" eine "echte Welt", von der er ein Abbild im Gehirn "drinnen" hat, täuscht sich und bekommt deshalb auch keinen Zugang zur Esoterik (Astrologie). Ich empfehle, darüber in Ruhe nachzudenken.[/b][/quote] Das ist jetzt Deine Philosophie, die von einem Verschmelzen von Subjekt und Objekt ausgeht. Sicherlich ein interessanter Ausgangspunkt, aber auch kritisierbar. Die radikalste Form dieser Philosophie ist ja der Solipsismus, nach dem alles was wir erleben von uns selbst, also von unserem Gehirn, konstruiert (=erfunden) ist. Kann man dran glauben, muß man aber nicht... Wenn ich von jemandem eins auf die Nase bekomme, dann glaube ich i. d. R. nicht mehr daran ;) |
| LaChatte | [QUOTE]Dieser "Pauli-Effekt" gehört zu der Art von Sprüchen, die man scherzhafter Natur auf den Doktorhut pinnt.[/QUOTE] ja, doch oft ist an solchen Scherzen mehr dran, als man wahrhaben möchte... sonst würde mans nicht bei einem Scherz belassen, sondern eine handfeste Studie dazu erstellen. ;) [QUOTE]Gerade das macht es interessant! Es ist möglich Randalls Theorie zu testen. Eine der ersten nichttrivialen Nachweise höherdimensionaler Räume. Ich finde das toll! Hoffentlich behält sie recht![/QUOTE] Was heisst "nicht trivial" in dem Zusammenhang? Ich sage mal: die Überlegung, dass Gedanken und Gefühle eindeutig existieren, aber ebenso eindeutig nicht in 3D gemessen oder gewogen werden können, lässt wohl nur den Schluss zu, dass sie in einer anderen Dimension sein müssen, und dass wir hier nur so eine Art Schatten von ihnen wahrnehmen können. Dass es höhere Dimensionen gibt, daran zweifle ich nicht - ich lerne schliesslich auch eine multidimensionale Therapiemethode, wobei multidimensional durchaus auch auf physikalische Weise verstanden wird: als Arbeit mit Strukturen des Körpers, die sich in den höheren Dimensionen befinden. [QUOTE]Jesus hat aber nicht die Lehre des alten Testaments vertreten, die da sagt: "Zahn um Zahn..."[/QUOTE] Nein, hat er nicht. "Zahn um Zahn" war ja im AT eine mässigende Regel, weil vorher üblich war "du schlägst mir einen Zahn aus, ich hau dir das ganze Gebiss weg" - und Jesus hats nochmals gemässigt, indem er meinte, das Universum/Gott/die Naturgesetze würden schon ganz von selbst dafür sorgen, dass Gerechtigkeit geschieht. Wobei "Zahn um Zahn" als juristisches Prinzip ( ungleich göttlicher Gerechtigkeit) durchaus bleiben darf, inklusive entsprechender Tarife. [QUOTE]Wir Menschen wollen aber die Natur verstehen, und die Naturgesetze für uns nutzen (Energieerzeugung, Internet usw.).[/QUOTE] Das ist ja auch völlig in Ordnung. Was die technische Seite wie Elektrizität und fliessend heisses Wasser betrifft, bin ich auch sehr glücklich über das aktuelle Verständnis der Naturgesetze. Und es sollte doch auch nicht so schwer sein, diese Gesetze von der physischen Ebene auch analog auf der emotionalen und mentalen Ebene anzuwenden? [QUOTE]1.) Die Mathematik muß für eine schöne Formulierung der Stringtheorien noch entwickelt werden. 2.) Stringtheorien können kaum getestet werden. Wo wir wieder bei Lisa Randall wären.[/QUOTE] Ich bin vor allem daran interessiert, ob die Stringtheorie vielleicht Aussagen macht, die sich in der körpertherapeutischen Arbeit (Akupressur) bestätigen lassen... |
| Aymynt Candan | [quote]darkmav: Das ist jetzt Deine Philosophie, die von einem Verschmelzen von Subjekt und Objekt ausgeht. Sicherlich ein interessanter Ausgangspunkt, aber auch kritisierbar. Die radikalste Form dieser Philosophie ist ja der Solipsismus, nach dem alles was wir erleben von uns selbst, also von unserem Gehirn, konstruiert (=erfunden) ist. Kann man dran glauben, muß man aber nicht... Wenn ich von jemandem eins auf die Nase bekomme, dann glaube ich i. d. R. nicht mehr daran ;)[/quote]Ich habe nicht behauptet, ein Vertreter des Solipsismus zu sein. Der Solipsismus ist auch nicht die radikalste Form meiner Philosophie. Ich kann und werde hier keine Ansichten (eines Solipsismus) vertreten, die nicht meine sind. Wie es aussieht, sind wir beide keine Vertreter des Solipsismus. Darum schlage ich vor, wir vertreten "unsere eigenen" Ansichten. Nichts von dem, was Du schreibst, habe ich behauptet. Du antwortest quasi auf einen Beitrag von mir, den ich nie verfaßt habe. Ich bin nicht der Ansicht, daß wir unser Gehirn sind und auch nicht, daß das Gehirn alles, was wir erleben, konstruiert bzw. erfindet. Darum bezieht sich Deine Aussage, wonach Du, wenn Du von jemandem eins auf die Nase bekommst, i.d.R. nicht mehr daran glauben kannst, daß dies (alles) Deine Erfindung sein soll, nicht auf meinen Beitrag. Bedeutet Dir Sein nicht, wahrgenommen zu werden, Objekt für Subjekt zu sein? Kennst Du ein Sein, das nicht (im) Bewußtsein ist? |
| darkmav | Heute entdeckt: [url=http://en.wikipedia.org/wiki/Lisa_Randall]Frau Randall[/url] (Harvard), der derzeit meist zitierte Physiker der Welt, kommt nach Karlsruhe (wo ich studiert habe [i]stolz bin[/i]). [i]Falls[/i] sich ihr Theoriegebäude am LHC (CERN, Genf) bestätigen würde, käme das einer Revolution in der Physik gleich, die weitreichende philosophische Konsequenzen nach sich ziehen würde. Sie spricht in folgender Session als letzte Rednerin im Plenum: [b]Theoretical Models (String Theory and Formal Aspects of SUSY)[/b] [i]Extensions of the MSSM; minimal supergravity and generalizations; grand unified theories; gauge-, gaugino-, anomaly-mediated supersymmetry breaking; new mediation mechanisms; M theory; D-branes; AdS/CFT; non-perturbative physics; strings and QCD; string phenomenology; string cosmology; supersymmetry breaking; formal aspects of supergravity[/i] Hier der Link: [url]http://indico.cern.ch/contributionDisplay.py?contribId=48&sessionId=154&confId=6210[/url] Mal schauen, ob ich mich irgendwie in den Vortrag schleichen kann... Als Nicht-Fachmann lohnt es sich für mich nicht, die beträchtliche Konferenzgebühr abzudrücken. Aber vielleicht hält sie ja den öffentlichen Abendvortrag, dessen Redner noch nicht fest steht... Zu gegebener Zeit werde ich hierüber einen eigenen Thread starten (bei den Philosophen - wenn mich einer läßt)... P.S.: So einen [url=http://randall.physics.harvard.edu/CV.html]Lebenslauf[/url] hätte ich auch gerne! |
| LaChatte | [QUOTE] So einen Lebenslauf hätte ich auch gerne![/QUOTE] Mein Lebenslauf ist eindeutig farbiger, wenn auch nicht so illuster.:D Aber "Phi Kappa Beta" klingt schon interessant. Und der R. Steiner ihrer Veröffentlichungen wir wohl nicht ein wiedergeborener Rudolf sein?:p Ich hab mit ihrem Buch angefangen, aber bis jetzt langweile ich mich eher. Oder sollte ich den "klassischen" Teil vielleicht einfach überspringen? Einen Bezug zu spiritueller Arbeit fand ich bisher in der Penrose-Kachelung, die offenbar eine zweidimensionale Abbildung eines fünfdimensionalen Kristalls darstellen soll. Und mit dem fünfdimensionalen Kristallskelett des Menschen arbeite ich in meiner therapeutischen Arbeit. Ich frage mich nur gerade, ob meine Lebenszeit noch ausreicht, um je eine Fotografie davon sehen zu dürfen? |
| darkmav | @LaChatte [quote] Mein Lebenslauf ist eindeutig farbiger [...] [/quote] Und sowas als Gruftine? ;) [quote] Ich hab mit ihrem Buch angefangen, aber bis jetzt langweile ich mich eher. Oder sollte ich den "klassischen" Teil vielleicht einfach überspringen? [/quote] Dann ergänzen wir uns ja - ich habe in etwa die erste Hälfte gelesen. Das mit den Branen ist dann doch alles sehr "esoterisch" ;) Hmmm... In zwei Wochen treffe ich einen Ex-Kommillitonen, der jetzt Postdoc in Zürich ist. ([url=http://www-theorie.physik.unizh.ch/~afreitas/qft1.html]Link zu seiner Homepage[/url]) Vielleicht weiß der ja mehr - beschäftigt er sich ja auch mit experimentellen Tests von supersymmetrischen Modellen am LHC. Die Penrose-Parkettierung müßte ihm auch bekannt sein, wenn ich mir so [url=http://www-theorie.physik.unizh.ch/~afreitas/prosem.html]dieses Seminar[/url] angucke. |
| LaChatte | hi darkmav ich bin keine Gruftine... mein einziges schwarzes Kleidungsstück ist ein Paar schwarze Socken. Der Rest ist bunt.;) [QUOTE] Das mit den Branen ist dann doch alles sehr "esoterisch"[/QUOTE] Vor allem sind sie unanschaulich. Und was Bücher einfach nicht leisten können, ist, eine Bewegung darzustellen... Elementarteilchen bewegen sich ja ständig und vibrieren und wackeln und gleichen mehr hyperaktiven Kindern als sonst irgendwas. :D [QUOTE] Die Penrose-Parkettierung müßte ihm auch bekannt sein, wenn ich mir so dieses Seminar angucke.[/QUOTE] Ich hätte gerne solche Kacheln für mein Badezimmer. Das ist viel spannender als die langweiligen viereckigen Kacheln, die ich jetzt habe, schickt ein paar höherdimensionale Energien ins Bad und lädt zur beschaulichen Meditation ein. Aber ich nehme an, sie sind schwieriger zu verlegen als normale Kacheln... und wenn man einen Irrtum im Muster macht, gehts nicht mehr auf und man muss alles wieder einreissen. |