| halfbee | vielleicht ist das ja das falsche forum dafür^^aber ich versuchs einfach mal. nächstes jahr mach ich abi und natürlich denke ich schon ewig darüber nach, was dann kommt.eigentlich hab ich schon beschlossen zu studieren und hab auch schon eine ungefähre ahnung, was (ich weiß, das klingt nach trendstudiengängen aber was soll ich machen?psychologie oder medizin). jetzt würde ich gern wissen, wie ihr zu eurer enstcheidung gekommen seid, was ihr studieren sollt, wo, wie das so ist/war und v.a.:die studiengebühren. ich kann mich darüber auch woanders informieren, ich weiß, aber was mich interessiert: ist es überhaupt möglich mit "reichen" eltern zu studieren ohne auf sie angewiesen zu sein? meine eltern wollen mir das geld leihen, auf dass sie später mal von der rückzahlung leben können um das mal so zu sagen. das problem ist, sie wollen dafür eine art vetorecht.d.h. was ich wie lange wo mit wem studiere ist ihre entscheidung. soviel ich weiß habe ich kaum anspruch auf staatliche unterstützung die zum leben reicht und mit dem studium muss ich mich beeilen damit ich nicht in die nähe des doppelten g8/g9-jahrgangs komme. ich hab irgendwie das gefühl ich muss das verhindern. wenn ihr also irgendwelche tips für mich habt oder auch nur ein bisschen über euer studium plaudern wollt dann ist hier der richtige ort dafür^^vielen dank schon mal, LG biene. |
| Darco de Noire | hmmm... hi biene. ja, ich kann das ganz gut nachvollziehen. bei mir war das ganz ähnlich. ich hab mich damals entschieden das zu studieren was ich wollte und von dem geld zu leben das ich selbst verdient hatte. ich muss zugeben, dass meine mutter mich (ohne des despoten wissen) einige male bei der miete unterstützt hat, weils halt doch eng wurde. ich muss auch zugeben, dass ich das unverschämte glück hatte, tätowieren zu können und damit per nebenjob ganz gut verdient habe. dies war schon gut, von wegen unabhängig. auf jeden fall richtig, wenns auch manchmal nicht für einen schönen urlaub gereicht hat. du musst dir halt klarmachen, dass du deine unabhängigkeit bezahlen musst. im wahrsten sinne des wortes. mein studiengang war für mich der falsche. ich hätte auch besser/lieber med oder psych gemacht. aber das könnten auch nur die alterstypischen wehen sein ;) gruss darco |
| Seneca | Ich bin überhaupt erst nach einer Ausbildung und Berufspraxis im Metall-Handwerk auf die Idee gekommen Maschinenbau an der FH zu studieren. Was ich allerdings nicht abgeschlossen habe, da es plötzlich dringlicher war Geld zu verdienen. Woran die neu eingeführten Studiengebüren nicht ganz unschuldig waren, sowie die Tatsache das ich plötzlich 30 war..*g* |
| Cold Rain | Hi! Mir gings letztes Jahr ähnlich, aber ich hab mich mittlerweile entschieden. Bei mir hat ein Praktikum von der Schule aus geholfen, wo wir zwei Wochen an der Uni in verschiedene Studiengänge reingucken konnten. Und da bin ich zufällig über "den" Studiengang gestolpert, ders jetzt wohl wird. Internet ist ne ganz gute Hilfe, guck dir mal ein paar Uni-Seiten an oder, wenn du schon ne ungefähre Ahnung hast, Berufsbilder-Beshreibungen. Manchmal können auch Seiten von Studenten der jeweilige Richtungen hilfreich sein (findest du über die Uni-Seiten). Zum Geld: soweit ich weiß, haben deine Eltern aber gar kein Recht zu bestimmen, was oder wo du wie lange studierst. Das können sie zwar versuchen, aber eigentlich kann di das egal sein (ok, ist in der Familie nicht so leicht wie es sich sagt). Und sie müssen dich trotzdem unterstützen... wenn du wissen möchtest, wie viel dir zusteht, füll einen Bafög-Antrag aus, da wir dann ausgewiesen, was deine Eltern dir geben müssen. Ist auch gerichtlich einklagbar (ok, auch wieder nicht so doll, aber möglich). edit: Es gibt auch so ein grünes Buch "Studien- und Berufswahl", gibts vllt bei dir an der Schule oder am Arbeitsamt. Da stehen alle Unis drin nach Studiengang sortiert, vllt als Anhaltspunkt für deine Internet-Recherche. Und da gibts auch allgemeine Infos zu Studium, Finanzen etc. |
| Nachtelfchen | also studiengebühren musste ich von anfang an zahlen, ist einfach normal hier... wie ich zu meinem fach gekommen bin? ich habe mich im studiensekretariat am letzten tag der anmeldung einfach aus dem bauch heraus entschieden - und das hauptfach nie bereut (geschichte). das nebenfach hab ich dann später noch gewechselt (von ur-und frühgeschichte zu germanistik) soweit ich weiss, sind deine eltern verpflichtet, wenn sie es finanziell vermögen, dich bis zum ende der erstausbildung resp. bis 25 zu unterstützen. ausserdem finde ich es etwas krass, was sie dir da vorschreiben, und vor allem, dass du es ihnen zurückzahlen musst. :( sowas ist für mich irgendwie völlig unverständlich. wenn man das geld hat, warum dann sein kind nicht in dem unterstützen, was es gerne möchte? du bist doch keine 16 mehr, der man irgendwas androhen kann, wenn du nicht den weg gehst, den sie gerne hätten? ich wurde von meinen eltern bis ende studium mit einem kleinen beitrag unterstützt, den rest hab ich mir anfangs durch jobben in den semesterferien, später durch einen festen teilzeitjob finanziert. bei einem geisteswissenschaftlichen studiengang geht das leichter als zb bei medizin, wo man schon sehr eingespannt ist. achja: und ich finde, wenn deine eltern von dir rückzahlung verlangen, dann haben sie noch viel weniger ein vetorecht, find ich. |
| Winterborn | [QUOTE]soviel ich weiß habe ich kaum anspruch auf staatliche unterstützung die zum leben reicht.[/QUOTE] Hat keiner. Hab noch nie mitbekommen das jemand genug bafög bekommen hätte dass es wirklich reicht. Und für dei Studiengebühren schonmal garnicht. Und ich bin z.B. auch noch 3. Kind. Wenn deine Eltern das bezahlen können, dann versuch auf jeden Fall es auch durchzusetzen. |
| PlastePuppe | hallo, also ich habe mich damals auch aus dem bauch heraus entschieden. letztendlich ist es verkehrswirtschaft geworden (mix aus WiWi und verkehrsingenieurwesen). bei meiner entscheidung war mir auch wichtig, dass es nicht etwas brotloses ist (gibt nur 4% arbeitslose von den ganzen absolventen). bafög bekomme ich auch ein bisschen und habe unterhalt bekommen. nun hat meine mutter aber einen neuen arbeitsvertrag und der aktualisierungsantrag wird grad bearbeitet.ich kenn übrigens genug leute die vom bafög leben können (sofern sie den höchstsatz bekommen). kommt natürlich immer drauf an was man für ausgaben hat bare ich denke mit 400€ kann man leben (zwar nicht sonderlich gut-spontanausgaben oder mal shoppen is da so gut wie nie drin) |
| Winterborn | [QUOTE][i]Original geschrieben von PlastePuppe [/i] [B]kommt natürlich immer drauf an was man für ausgaben hat bare ich denke mit 400€ kann man leben (zwar nicht sonderlich gut-spontanausgaben oder mal shoppen is da so gut wie nie drin) [/B][/QUOTE] Eben. Und dann braucht man einen Nebenjob (braucht man eh, wegen den Studiengebühren), was widerum weniger bafög bedeutet. |
| halfbee | oh ja, das grüne buch hab ich auch. einige leute behaupten,sie blättern einfach mal durch und da wo sie zuällig landen,das nehmen sie dann^^nee im ernst, ich finds ziemlich informativ.wir bekomemn auch jede menge dieser abi-zeitungen wo einige tips drinstehen. naja ich weiß ja dass meine eltern dazu verpflichtet sind, das zu bezahlen.aber einklagen?ich glaube damit würde ich wirklich zu weit gehen. ich hätte das recht,klar, aber danach keine eltern mehr. vom bafög kann man nur dann schon fast leben,wenn man auch wirklich alles bekommt.aber mit 2 berufstätigen eltern bekommt man eben nichts. natürlich würde ich auch jobben. nur würde das mein studium natürlich in die länge ziehen,wenn es ein richtiger job ist. und das gefällt meinen eltern wiederum nicht. ich will auf jeden fall ausziehen, mein eigenes leben führen,ich träum da nicht von ner super wg oder irgendwas, ich will nur weg hier.mal abgesehn davon dass die nächste uni zu weit weg wäre. jedenfalls, das größte streitthema ist ja eigentlich das, dass ich wohl kaum den NC für medizin oder psychologie schaffen werde, also, warteliste. meine eltern erwarten dann tatsächlich vonmir dass ich einfach was andres studiere! mein vater sagt "er weiß nicht wie lang er noch arbeiten kann",deswegen sollen wir ja so schnell fertig werden.wir, d.h. übrigens mein bruder und ich,wir studieren gleichzeitig, also:viiiiel geld.ich würde lieber ein soziales jahr einschieben und währenddessen auf der warteliste stehen.wie das so viele machen. v.a.weil ich eben gerne was soziales ausprobieren möchte, ein bisschen geld verdienen, pause machen vom lernen.aber das scheint nicht drin zu sein. ich finde auch absolut dass sie so nicht über mich bestimmen dürfen,aber ich verstehe dass sie das geld wieder haben wollen.bei der schlechten lage die alte menschen heutzutage finanziell haben und bei 3 kindern von denen 2 studieren denk ich is das okeh.aber nicht so... jedenfalls ist das jetzt gar nicht gut^^die meisten scheinen ja aus dem bauch heraus zu entscheiden^^leider war ich in sowas nie gut^^ich entscheide mich dann immer für das falsche. ich möchte natürlich auch was vernünftiges studieren, bei dem man auch arbeit findet und geld bekommt. deswegen verstehe ich auch dass meine eltern gegen philosophie oder musik sind.deswegen fällt leider irgendwie das flach, was mir spaß macht.aber ich werd schon noch was finden,denk ich. achja, wie ist das, seid ihr mehr für kleine oder große unis?wenn ich es schaffe (achtung sarkasmus!) könnte ich in münchen studieren,das is am zweitnächsten(mein vater hat an der TU studiert, "damals", deswegen ist es für ihn natürlich imemr noch, ka, der tempel der weisheit oder sowas) aber mir hat eine erzählt dass es an diesen großen eliteunis nicht nur härter is sondern auch total anonym und einsam,weil man niemand kennen lernt, weil es viel zu viele sind. wie seht ihr das? |
| Kampfsau | [QUOTE] aber mir hat eine erzählt dass es an diesen großen eliteunis nicht nur härter is sondern auch total anonym und einsam,weil man niemand kennen lernt, weil es viel zu viele sind. wie seht ihr das?[/QUOTE] Das kommt auf einen selber an.Ich weiß ja nicht, ob man an einer Eliteunis so beschäftigt ist, dass man keine Zeit für viele soziale Kontakte hat. Aber wenn viele Leute auf dem Campus rumlaufen, dann kann ein kommunikativer Mensch doch durchaus Kontakte schaffen. Und ich denke mal, viele Aktivitäten, Clubs usw sollten eigentlich auch vorhanden sein. Also Möglichkeiten Leute zu treffen. Ich denke beim Studium trifft man eher Leute als z.B. bei einer Ausbildung. Und bei großen Unis, die viele Fächer abdecken, kann man auch Anregungen aus anderen Berreichen finden. Und auch wenn das für mich persönlich niemals DIE Motivation war, so kann es ja durchaus Vorteile haben, wenn man gute Kontakte hat, bei Leuten die irgendwann mal die politische, wirtschaftliche oder kulturelle Elite des Landes sein werden. |
| fragment | Was die "Eliteunis" angeht kann ich berichten, dass ein guter Freund von mir an der Uni Karlsruhe studiert, die ja glaube ich auf Platz 3 gelandet ist. Es ist wirklich knallhart. Die Klausuren sind schwer, die Durchfallquoten hoch und Semesterferien gibt es so auch nicht. Entweder sind Praktikas zu absolvieren oder er muß für Klausuren lernen (die in den Ferien geschrieben werden). Das lockere Studentenleben ist ja eh ein Mythos den nur Erstis und Abbrecher verbreiten können...aber das scheint wirklich nochmal eine Steigerung zu sein. Allgemein gibt es ein ziemlich drastisches Nord-Süd Gefälle. Ein anderer Freund von mir studiert in Bremen und hat echt lockere Prüfungsordnungen und so. Was die Finanzierung angeht habe ich das zweifelhafte Glück aus einem eher schlecht verdienenden Haushalt zu kommen und bekomme recht viel Bafög. Das deine Eltern 3 Kinder haben könnte dir auch zu etwas Unterstützung verhelfen. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Fälle, in denen beide Eltern arbeiten und trotzdem noch ein Hunderter vom Bafögamt gewährt wird. Das reicht natürlich nicht allein...aber 100€ sind 100€. Das deine Eltern dich finanziell unterstützen finde ich super, dass sie darüber versuchen dich zu steuern ist für mein Empfinden aber unfair. Ich kann dir nur raten etwas zu studieren, was dir etwas gibt. Die Erfahrung zeigt, dass die Studiengänge nur selten das halten, was man sich vorher verspricht oder vorstellt. Man braucht Energie um sich durchzubeißen, das ist glaube schwierig, wenn man etwas macht wozu man nicht so rihtig stehen kann. Nach Arbeitsplatzchancen kann man das eh nicht entscheiden. Wenn du Medizin studierst sagen dir alle, dass du es lassen sollst weil man als Arzt mittlerweile beschissene Einkommensverhältnisse hat. Studierst du BWL sagt man dir, dass es da eh zu viele Studenten gibt und man keinen Job findet. Studierst du -wie ich- eher eine Randwissenschaft sagt man dir, dass es dafür keine Stellen gibt. Immer das Gleiche...lass dich davon nicht verrückt machen und geh deinen Interessen nach. Bei der Entscheidungsfindung an sich finde ich es wichtig, dass man einen Bezug zu dem Fachgebiet und irgendwo etwas hat, das einen antreibt da seine Energie hineinzustecken. Den idealen Weg gibt es seltenst. Man sagt so schön, dass der Weg das Ziel ist. Das finde ich überaus wahrhaftig. Viel Erfolg |
| PlastePuppe | naja, es kommt ja auch immer drauf an, was man studiert. ich studiere zum beispiel an der Tu dresden (die ja nun nicht zu den schlechtesten gehört). man mus auch noch zwischen technischen und geisteswissenschaftlichen studiengängen unterscheiden. die geisties haben zwar die komplette vorlesungsfreie zeit "ferien" müssen da aber husarbeiten schreiben. die technischen und wirtschaftlichen studiengänge, haben in der vorlesungsfreien zeit prüfungen und müssen noch praktikas machen. . man muss auch dazu sagen, dss die sws bei den geistis niedriger sind als bei anderen (hab genug freunde die sowas studieren). da sind es dann schonmal nur 15sws (meistens noch FR frei) und für was die ihre scheine bekommen (kein wunder dass die fast alle nen 1,0diplom haben). wobei es bei techn. studiengängen schonmal vorkommen kann, dass man über 30sws hat (mein nächstes Semester hat 36sws) und am ende die übelsten rausschmeißerprüfungen (zum teil mit durchfallquoten von 90%). dann sollte man noch zwischen fh und uni untzerscheiden(aber da du ja medizin oder psychologie studieren willst, kommt das ja für dich nicht in frage). deine eltern können dir übrigens nicht vorschreiben wo und wie lange du zu studieren hast. geb doch einfach den bafögantrag ab und da wird schon darufstehen was sie dir zu zahlen haben. meine eltern sind übrigens im öffentlichen dienst, verdienen also nciht wenig, aber da ich noch geschwister habe, hab ich halt trotzdem bafög bekommen. ein versuch ist es wert und wenn sie dir absolut nichts geben wollen, kannst du ja beantragen, dass das kindergeld an dich ausgezahlt wird . sollten sie dir immernoch ncihts bezahlen, dann hilft ein antrag auf vorausleistungen (das studentenwerk schreibt deinen eltern einen brief mit den möglichen konsequenzen). |
| Nachtelfchen | halfbee: ich finds etwas traurig, wie deine eltern dir da reinreden. wir sind auch 3 kinder und haben alle gleichzeitig studiert, eine von uns in den usa. das war bestimmt nicht billig, und wir haben alle drei nebenher gejobbt, aber meine eltern haben immer uns das studieren lassen was wir wollten. der satz meines vaters (der auch was eher naturwissenschaftliches studiert hatte): studiere das, was du möchtest, dann bist du auch gut darin, und findest einen job. und dieser satz begleitet mich bis heute. ich habe geschichte studiert, kein fach, in dem unbedingt das grosse geld zu machen ist, aber ich promoviere und habe arbeit. wenn du das studierst, was du willst, dann kannst du herzblut da reinlegen und das ist wahnsinnig viel wichtiger, als halbpatzig etwas zu tun, was du nicht willst. und wenn dein vater was technisches studiert hat, hat er sicher nicht den schlechtesten job. und nein, dass sie das geld zurückwollen, kann ich nicht verstehen. für mich läuft es eher so, dass ich dann meine eltern unterstützen würde, sollte ich mal viel geld verdienen und sie in der rente nicht mehr viel haben. aber von mir aus, weil ich meine eltern liebe. genauso wie ich meine kinder, wenn ich es vermöge, unterstützen werde: weil ich sie liebe und möchte, dass sie gute chancen haben. zu den unis: ich hab in basel und freiburg studiert. basel ist super, klein, die profs kennen einen irgendwann. aber auch freiburg, das glaub gern eliteuni wäre, ist nicht sooo gross, jedenfalls von den profs her, es sind aber mehr studenten als in basel. dafür hat freiburg campusatmosphäre, die basel nicht so hat. leute hab ich aber überall ziemlich schnell kennengelernt. |
| darkmav | zu den "Eliteunis": Habe selbst Physik, was viele für nicht so einfach halten, in KA studiert. Die Härte des Studiums war nicht so sehr das Problem. Problematisch war eher, daß der Frauenanteil der Uni KA nur 20% beträgt, was sehr frustrierend sein kann. Nicht umsonst befindet sich unweit der Uni-Hauptverwaltung die Karlsruher Vergnügungsmeile mit ihren Table-Dance-Bars und Laufhäusern - das war für mich als BAFöG-Studi aber auch keine Option. Wenn man sich jetzt ins Studium reinhängt, dann hat man i. a. wenig Zeit und auch wenig Lust, sich um "außeruniversitäre Kontakte" zu kümmern. Allerdings hatte ich es dann auch zu 90% nur mit Männern zu tun. Sobald auf solch einer Karlsruher Studenteparty etwas auftaucht, das entfernt nach Frau aussieht, bildet sich schon eine Traube von ausgehungerten Informatik- Wiwi- und MaschBau-Studis um jenes beneidenswerte Individuum. Mit der Zeit sah ich Karlsruher Studipartys nicht mehr als Gelegenheiten, Mädels kennenzulernen, sondern eher als Saufangelegenheiten. Das ging dann soweit, daß ich auch auf Burschenschaftsfeten gegangen bin, da die Corps-Studenten - gar nicht dumm - die (meist sehr blonden) Frauen aus Heidelberg oder der Pfalz importiert hatten. Ging allerdings nur solange gut, bis ich mal Hausverbot bekommen habe, weil ich eine Dame als "Burschenschaftsschlampe" bezeichnet hatte - das war aber eine geile Aktion, für die ich mich kein bißchen schäme :cool:. Was ich damit sagen will: Auch solche Kriterien spielen bei der Studienortswahl eine Rolle. Was nützt es Dir, an einer Eliteuni zu studieren, wenn Du zu einem sozialen Wrack wirst, weil Du notgedrungen auf andersgeschlechtliche Kontakte verzichten mußt? Habe selbst aus meinen Fehlern gelernt, und bin zum promovieren nach Heidelberg gegangen. Zwar (noch) keine Eliteuni, aber dafür gibt's jede Menge hübsche Mädels, denen man in allerlei Praktika in den Ausschnitt gucken darf :-) |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von halfbee [/i] [B] jedenfalls, das größte streitthema ist ja eigentlich das, dass ich wohl kaum den NC für medizin oder psychologie schaffen werde, also, warteliste. meine eltern erwarten dann tatsächlich vonmir dass ich einfach was andres studiere! [/B][/QUOTE] Das hat sich ja alles etwas geändert. Mittlerweile werden etwa 20% der Plätze nach Abiturnote vergeben, 20% nach Warteliste und bis zu 60% können nach irgendwelchen hochschuleigenen Eignungstests vergeben werden (auch wenn dann oft trotzdem die Abiturnote als Maßstab genommen wird). Zumindest bewerben würde ich mich. Ob es dann klappt, ist eine andere Sache, aber einen Versuch ist es wert. Ansonsten gibt es an manchen Unis auch noch Vergabeverfahren für Plätze, die zwar an Studis verteilt wurden, von denen aber dann nicht angenommen worden sind aus irgendwelchen Gründen. Für die muß man sich meist extra bewerben. Psychologie wird übrigens von einigen Hochschulen nur noch als Bachelor/Master angeboten und nicht mehr als Diplomstudiengang. Bei diesen Studiengängen liegt die Auswahl der Bewerber auch in den Händen der Hochschule, wenn ich mich recht erinnere. Was die Warteliste angeht, muß ich deinen Eltern leider irgendwie Recht geben. Es ist ja nicht so, dass man da mal ein Jährchen zu überbrücken hätte und gut. Vor einem Jahr lag die Grenze bei den Wartesemestern in Medizin bei 4,5 bis 5 Jahren und in Psychologie bei 7 Jahren. Das ist schon sehr lang. Was Studiengebühren angeht, hängt das vom Bundesland ab, in dem du studierst. In NRW hast du zum Beispiel das Recht auf einen moderat verzinsten Kredit über die Höhe der Studiengebühren in der Regelstudienzeit und ein paar Kulanzsemestern danach. Man startet dann zwar mit Schulden, aber erstens kann man dann vernünftig studieren und zweitens sind die Rückzahlungen aus Kredit und BAföG zusammen immerhin noch auf 10000€ gedeckelt. Das gilt allerdings nur für NRW. Wie das in anderen Bundesländern aussieht, muß wohl wer anders sagen. Der Eliteunistatus hat meistens recht wenig mit Lehre zu tun, sondern eher mit Forschungsstärke. In den Ingenieurs- und direkten Naturwissenschaften kann das mal nicht ganz unerheblich sein, aber für ein schnelles Studium würde ich eher eine kleine familiäre Uni bevorzugen. Ich komme wie mein Vorredner aus der Physik und habe es nie bereut, dass ich in Dortmund studiere. Das ist zwar alles andere als eine Eliteuni, aber in der Lehre sehr gut - und einzelne forschungsstarke Lehrstühle findet man an jeder Uni - hab ich auch gefunden. Ansonsten hilft es dir vielleicht auch - falls du die Gelegenheit hast - wenn du dich einfach mal in Vorlesungen an der Uni mit reinsetzt und dir mal ein paar Sachen anhörst und mit aktuellen Studis sprichst. Denn oft klaffen die Erwartungen und das tatsächliche Studium stark auseinander, gerade bei Medizin. Vielleicht findest du dabei ja auch noch andere Fächer, die dir Spaß machen. |
| halfbee | hmm,also falls das einer für bayern weiß, wie das so aussieht mit studiengebühren, das wär gut^^aber natürlich kann man sich über solche dinge auch anderswo informieren. das mit bachelor und master find ich sowieso total arrrgh!:mad: aber naja, das kann ich nich ändern. jedenfalls bin ich jetzt schon etwas optimistischer was das mti dem NC betrifft. es ist nur irgendwie so, dass man, sobald man in die k12 kommt, von allen seiten zugelabert wird, wie unglaublich wichtig ein gutes abitur is und dass man bestimmt stirbt wenn es nicht 1,0 ist. und naja, nachdem mein zwischenzeugnis nicht so toll ausgefallen ist bekomme ich doch ein wenig schiss^^ ja was ich ganz gut fand, war, dass unsre schule so paar ehemalige eingeladen hat, die z.b.eben psychologen oder mediziner waren.aber irgendwie ist es doch was andres, vor 25 jahren studiert zu haben oder heute. und das is auch sowas was mein vater nicht versteht. wegen der eliteunis: wie gesagt, für mich gehts dabei um die LMU oder die TU in münchen. und mir hat eben mal einer erzählt, der da studiert hat, dass er total fertig war, weil er so viel machen musste und alle total ergeizig waren und jeder deswegen total egoistisch war. er hat dann sogar gewechselt. medizin is eh schon so hart...da bekommt man halt ein bisschen angst^^ deswegen kann cih nur zustimmen:ich will nicht nur studieren, ich will ja auch noch ein bisschen leben. ist ja klar,dass das nur ein klischee ist, mit dem lockeren studentenleben.das ist auch okeh.aber ich will nicht nur noch am lernen sein. |
| Sternenwolf | Hi! Bei mir ises heuer im herbst auch so weit! es geht an die uni udn ich weiß schon wohin, aber nicht was. ich hab lange zeit gehadert, weil alle "meine" studiengänge eher zu den unproduktiven geisteswissenschaften gehören. ich für meinen teil habe, aber beschlossen, dass es mir wichtiger ist, mich etwas zu widmen, dass ich für wichtig halte, als etwas, dassmir einen job verspricht (was bei den wenigsten studien wirklich der fall ist *find*). ich hab auch schon mit vielen studenten geredet und es kam immer, dass es wichtig ist, dass ich etwas mache, dass mir gefällt, denn dann bin ich gut und dann bekomme ich auch einen job. und das werde ich auch tun. ich werde wahrscheinlcih ein doppelstudium belegen und schauen, dass ich möglichst viele arbeiten und parktika in verschiedensten Bereichen absolvieren kann, so dass ich was vorzuweisen habe und eventuell auch einen "übergangsjob" habe. Es wird nicht einfach, aber ich bin bereit für das was mir wichtig ist auch einzustehen. warum sollte ich auf einmal meine "ideologie" verraten? |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i] [B] ich für meinen teil habe, aber beschlossen, dass es mir wichtiger ist, mich etwas zu widmen, dass ich für wichtig halte, als etwas, dassmir einen job verspricht (was bei den wenigsten studien wirklich der fall ist *find*). ich hab auch schon mit vielen studenten geredet und es kam immer, dass es wichtig ist, dass ich etwas mache, dass mir gefällt, denn dann bin ich gut und dann bekomme ich auch einen job. und das werde ich auch tun. ich werde wahrscheinlcih ein doppelstudium belegen und schauen, dass ich möglichst viele arbeiten und parktika in verschiedensten Bereichen absolvieren kann, so dass ich was vorzuweisen habe und eventuell auch einen "übergangsjob" habe. Es wird nicht einfach, aber ich bin bereit für das was mir wichtig ist auch einzustehen. warum sollte ich auf einmal meine "ideologie" verraten? [/B][/QUOTE] Studier mal Maschinenbau oder Elektrotechnik in der Regelstudienzeit und mit einem einigermaßen vernünftigen Abschluß! Du wirst Dich vor Jobangeboten nicht mehr retten können... Im übrigen verraten verdammt viele Leute ihre "Ideologie", wenn das schnelle Geld winkt. Gerade selbsternannte "Kreative" scheinen dafür anfällig zu sein - so meine Erfahrung. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von halfbee [/i] [B] wegen der eliteunis: wie gesagt, für mich gehts dabei um die LMU oder die TU in münchen. und mir hat eben mal einer erzählt, der da studiert hat, dass er total fertig war, weil er so viel machen musste und alle total ergeizig waren und jeder deswegen total egoistisch war. er hat dann sogar gewechselt. medizin is eh schon so hart...da bekommt man halt ein bisschen angst^^ deswegen kann cih nur zustimmen:ich will nicht nur studieren, ich will ja auch noch ein bisschen leben. ist ja klar,dass das nur ein klischee ist, mit dem lockeren studentenleben.das ist auch okeh.aber ich will nicht nur noch am lernen sein. [/B][/QUOTE] Das mit der Medizin würde ich mal mit kühlem Kopf betrachten. Medizin gehört zu den Fächern mit der geringsten Abbrecherquote - kann also gar nicht so schwer sein. Sicherlich: Du kannst Dich in der Medizin halb tot lernen - aber Du kannst die Medizin auch als Naturwissenschaft betrachten, besteht sie doch zu einem großen Teil aus Biologie, Chemie oder Physik. Und in diesen Fächern ist es von größerem Nutzen einen gesunden Menschenverstand zu beweisen, als sich allen möglichen Schwachsinn ins Gehirn reinzuknallen. Bzgl. "Elitestudenten": Habe selbst in HD (nach dem was ich so höre, eine der härtesten Medizinfakultäten Deutschlands) das Physik-Praktikum für Mediziner betreut und kann nur sagen: Unter Elitestudenten stell ich mir was anderes vor!!! |
| Cold Rain | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i] [B] ich hab lange zeit gehadert, weil alle "meine" studiengänge eher zu den unproduktiven geisteswissenschaften gehören. [/B][/QUOTE] Es muss auch Menschen geben, die Geisteswisenschaften studieren und in der Hinsicht was aufm Kasten haben! Mir gehts auch so, aber ich werd das durchziehen und wie du es vorhast, durch Praktika und vielseitig sein mir einen Job verschaffen (müssen). Aber wir können doch jetzt nicht alle Maschinenbau studieren (@darkmav: in der regelstudienzeit kaum zu schaffen^^ aber es gibt trotzdem genug Angebote) nur weil es da besser aussieht. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i] [B] ich für meinen teil habe, aber beschlossen, dass es mir wichtiger ist, mich etwas zu widmen, dass ich für wichtig halte, als etwas, dassmir einen job verspricht (was bei den wenigsten studien wirklich der fall ist *find*). ich hab auch schon mit vielen studenten geredet und es kam immer, dass es wichtig ist, dass ich etwas mache, dass mir gefällt, denn dann bin ich gut und dann bekomme ich auch einen job. [/B][/QUOTE] Kann mich nur anschliessen, dass es nicht verkehrt sein muss, zu den Geistis zu gehören. Praktika sind wichtig, muss auch mal langsam anfangen, und meine Familie hätte mich auch lieber Jura studieren gesehen, aber da wäre ich wohl immer noch in den Erstsemesterkursen, weil es mich so anödet. Wenn etwas rein gar nicht interessiert, bringt es auch nichts, auch wenn mein Studium thematisch nicht auch immer ein Wunschkonzert ist. Zur Not schmeisse ich noch ne Ausbildung hinterher, aber meinen Abschluss kann mir dann keiner mehr nehmen, Nischen gibt es für Geistis ja zuhauf, irgendwas kann man immer verwerten (und wenn es nur ein Sprachkurs an der Uni ist...). |
| Seneca | @ Trauerwesen Es ist oft sinnvoller eine Berufsausbildung vorneweg zu machen, als hinterzuschmeissen, speziell da sich viele beim Anspruch einer Aubildung vertun. Mir hat die vorherige Ausbildung in zweierlei Hinsicht geholfen: 1. Hatte ich so Zeit mich praktisch mit der Fachrchtung zu beschäftgen, die ich studiere wollte. 2. War ich nicht auf schlechtbezahlte Aushilfsjobs nebenbei angewiesen, da ich jederzeit was in meinen Fach gefunde habe. 3. Hatt man immer noch was in der Tasche wenn man das Studium, aus welchen Gründen auch immer, abbricht oder abbrechen muss. Die Statistik sagt, dass dieser Fall nicht selten ist. 4. Hast du bei einer Bewerbung ein schlagendes Argument warum du [b]nicht[/b] zur "Generation Praktikum" gehörst und die nächsten ein bis zwei Jahre mehr oder minder unterbezahlt für einen Betrieb arbeitest, der dich dann doch nicht einstellt. Man bedenke das die meisten Ausbildungsberufe 2,5-3,5 Jahre Lehrzeit haben und man derweil nicht jünger wird. Kaum jemand will einen 26 jährigen Azubi. |
| Trauerwesen | Seneca: Ich weiss. Aber ich hatte unterschiedliche Gründe, direkt mit dem Studium anzufangen, weil ich direkt von der Schule kamen und manche auch Schwierigkeiten haben, dann nochmal richtig mit dem Lernen einzusteigen. Hat halt alles irgendwie seine Pros und Contras. Ich wollte halt deswegen direkt weitermachen. Aber auch, weil ich ausbildungstechnisch noch keine Perspektive hatte, was Studium anging hingegen schon. Es kommt wohl auch immer aufs Fach an, es kann natürlich oft sinnvoll sein, gerade bei technischen Berufen, weil man eben schon Erfahrung in dem jeweiligen Bereich hat und ein bestimmtes Basiswissen nachweisen - und auch nutzen - kann. Natürlich beabsichtige ich auch nicht unbedingt, eine Ausbildung hinterherzuschieben, wäre schön, wenn es ohne ginge, aber wenn ich dann komplett fertig bin und es berufstechnisch nicht anders geht, muss ich das eben auch in Erwägung ziehen. |
| mathea | Hallo zusammen! Nach meinem furchtbaren Abitur und einer grauenhaften Ausbilding sowie einem extrem schwierigen Jahr in meinem Beruf werde ich hoffentlich trotz aller Widrigkeiten ab dem WS 2007 in Bochum Germanistik und Geschichte studieren. Widrigkeiten heißt, ich bekomme keine Kohle von meinen Eltern, kaum BaföG (vielleicht 100€) und habe keine nennenswerten Ersparnisse. Dementsprechend muss ich einen Kredit für die Studiengebühren aufnehmen und einen Kredit um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Ach ja, arbeiten muss ich nebenher auch noch irgendwie und mein Latinum nachholen, weil man das als Quereinsteiger von der Realschule nicht machen konnte. Lange Rede kurzer Sinn: Klar ist es blöd, wenn die Eltern einen steuern wollen, kann ich verstehen. Aber willst du denn so etwas komplett anderes machen als deinen ELtern es wollen? Schätzt du sie so ein, dass sie das wirklich so durchziehen? Vielleicht wollen sie nur ganz explizit klar machen, dass du keine Dummheiten machen sollst. Wieso Germanistik und Geschichte? Ich denke, das könnte mir liegen und hoffe einfach, dass ich das Latinum schaffe und nach dem Studium keinen Berg von Schulden habe und dafür aber keine Arbeit. Mit dunklem Gruß |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von mathea [/i] [B] Widrigkeiten heißt, ich bekomme keine Kohle von meinen Eltern, kaum BaföG (vielleicht 100€) und habe keine nennenswerten Ersparnisse. Dementsprechend muss ich einen Kredit für die Studiengebühren aufnehmen und einen Kredit um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Ach ja, arbeiten muss ich nebenher auch noch irgendwie und mein Latinum nachholen, weil man das als Quereinsteiger von der Realschule nicht machen konnte. Lange Rede kurzer Sinn: Klar ist es blöd, wenn die Eltern einen steuern wollen, kann ich verstehen. Aber willst du denn so etwas komplett anderes machen als deinen ELtern es wollen? Schätzt du sie so ein, dass sie das wirklich so durchziehen? Vielleicht wollen sie nur ganz explizit klar machen, dass du keine Dummheiten machen sollst. Wieso Germanistik und Geschichte? Ich denke, das könnte mir liegen und hoffe einfach, dass ich das Latinum schaffe und nach dem Studium keinen Berg von Schulden habe und dafür aber keine Arbeit. [/B][/QUOTE] 1. Wenn Deine Eltern mit der Kohle nicht rausrücken, kannst Du sie verklagen. Es kann also schon helfen, damit zu drohen. 2. Wer Germanistik und Geschichte studiert wird zu 50% Taxifahrer und zu 40% Gymnasiallehrer. Kenne sogar einen Chemiker, der nach etwa 20 Semester Studium und sehr wahrscheinlich einem lausigen Abschluß inzwischen Lehrer geworden ist. Die nehmen jeden! Zwischendurch hatte der Typ mal "in Aktien gemacht", und höchstwahrscheinlich sein ganzes Erbe verzockt... |
| Nachtelfchen | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]2. Wer Germanistik und Geschichte studiert wird zu 50% Taxifahrer und zu 40% Gymnasiallehrer. Kenne sogar einen Chemiker, der nach etwa 20 Semester Studium und sehr wahrscheinlich einem lausigen Abschluß inzwischen Lehrer geworden ist. Die nehmen jeden! Zwischendurch hatte der Typ mal "in Aktien gemacht", und höchstwahrscheinlich sein ganzes Erbe verzockt... [/B][/QUOTE] komischerweise sind meine erfahrungen ganz andere... und ich kenne dermassen viele geisteswissenschaftler. keine/r von denen fährt taxi. lehrer sind einige geworden, aber nicht die mehrzahl. die arbeiten in redaktionen von verlagen, zeitungen, zeitschriften, in archiven, an der uni, bei der stadt, in human resources, public relations, schreiben dissertationen, sind wissenschaftliche mitarbeiter bei projekten, in museen - es gibt s viele mglichkeiten. eine einzige freundin von mir hat keinen job, die ist aber gerade eben mutter eines süssen kindes geworden, ein anderer hat noch ein nachdiplomstudium angehängt, der ist aber nicht geisteswissenschaftler sondern mikrobiologe. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]komischerweise sind meine erfahrungen ganz andere... und ich kenne dermassen viele geisteswissenschaftler. keine/r von denen fährt taxi. lehrer sind einige geworden, aber nicht die mehrzahl. die arbeiten in redaktionen von verlagen, zeitungen, zeitschriften, in archiven, an der uni, bei der stadt, in human resources, public relations, schreiben dissertationen, sind wissenschaftliche mitarbeiter bei projekten, in museen - es gibt s viele mglichkeiten. [/B][/QUOTE] Stimmt! [url=http://kis.oberberg-online.de/staedte/bergneustadt/buecherei/radio/butip99/krause.htm]Joschka Fischer[/url] hat ebenfalls Philosophie studiert. Und aus dem ist auch etwas geworden: Vom Geisteswissenschaftler über den Steinewerfer zum Außenminister. Respekt :D Kenne sonst keinen Geisteswissenschaftler, der was geworden ist. Frauen (die ja auch das Gros der Geistis ausmachen) bleibt ja immer noch die Möglichkeit, sich schwängern zu lassen und einen reichen Macker (bevorzugt Maschinenbauingenieur) zu heiraten. Ab dann gibt's Teleshopping statt Adorno. |
| Seneca | Maschinenbauingenieure verdienen im Schnitt aber relativ wenig, wenn man deren Studienzeit in Relation setzt. Eine dreiköpfige Familie kann von dessen Gehalt auch nicht auf großem Fuß leben. Nebenbei erwähnt war dein Beitrag leicht daneben. Sind wir etwas trotzig...? |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Maschinenbauingenieure verdienen im Schnitt aber relativ wenig, wenn man deren Studienzeit in Relation setzt. [/B][/QUOTE] Das würde ich nicht sagen. Gerade als Ingenieur (am besten promoviert) hat man allerbeste Chancen in die oberen Etagen zu kommen... Guck Dir mal an, was die Vorstände von Technologieunternehmen studiert haben. Da sind einige Ingenieure dabei! Beim Doktortitel gibt es nach der Wertigkeit etwa folgende Reihenfolge: Dr. (Ingenieur) > Dr. (Math.,Phys.,...) > Dr. (Jura) > Dr. (Med.) Das hängt damit zusammen, daß der Dr. Ing. am zeitaufwendigsten ist, während der Dr. Med. aus dem Handgelenk geschüttelt werden kann Jedenfalls sind die Berufsaussichten dür Ingenieure in der freien Wirtschaft so gut, daß es unter den Berufspolitikern unterproportional wenig Ingenieure gibt (wenn man die Anzahl der dort tätigen Lehrer oder Juristen betrachtet). Habe da neulich in den VDI-Nachrichten einen interessanten Artikel gelesen. Hauptgründe für die Ingenieure, nicht in die Politik einzusteigen sind: 1.) Das vergleichsweise schlechte Einkommen als Politiker. Ich würde den Job eines Politikers auch nicht annehmen wollen - selbst für ein Gehalt, das mit einem Entsprechenden in der Wirtschaft mithalten könnte. Allerdings bezieht selbst die Kanzlerin nur ein Gehalt in der Größenordnung von 200.000 Euro pro Jahr. Guck Dir jetzt mal an, was ein Dieter Zetsche (Chef von Daimler-Chrysler, Elektroingenieur) oder Norbert Reithofer (Chef von BMW, Maschinenbauer) verdient! Das sind Millionen €/Jahr. 2.) Ingenieure haben sonst schon genug zu tun (im Vergleich zu einem Loseranwalt oder einem (auch guten) Lehrer) 3.) Politiker ist bekanntermaßen ein "Drecksjob" - es macht sich für den Lebenslauf oft nicht besonders gut, eindeutige politische Positionen vertreten zu haben. [Klar: Ausnahmen gibt es vor allem in der Toppolitik, wie zBsp. Gerhard Schröder oder Friedrich Merz... doch dahin muß man erst mal kommen] Die mächtigste von allen ist jedoch eine promovierte Physikerin :D P.S.: Daß Fischer das abschreckenste Beispiel eines [i]Fähnchen-in-den-Wind-Hängers[/i] darstellt, dürfte bekannt sein. Wo waren denn die Turnschuhe, als er sich als Außenminister auf dem internationalen Parkett bewegen mußte? Zum Glück sind wir den los! |
| Nachtelfchen | darkmav: meine bisherig geschwängerten "geisti"-freundinnen: die bereits erwähnte: mann ist lehrer eine hat während des studiums zwei kinder bekommen, studium war zweitausbildung, ihr mann hat nicht studiert, arbeitet als bürotyp bei einer sicherheitsfirma eine andere hat ebenfalls während des studiums zwei kinder bekommen, ihr mann arbeitet 80% als sozialarbeiter. ich frag mich grad, wo da die ganzen dipl.ings sind :D ach ja, und ausser der ersten erwähnten arbeiten beide anderen fauen zusätzlich zu den kiddies. und dann müsste man auch noch drüber nachdenken, was der satz "was geworden" bedeutet. Ist ein dipl.ing, der vielleicht noch promoviert hat, aber ansonsten einfach in einem städteplanungsbüro hockt, was geworden? die meisten menschen, ob dr.phil. oder dr.dipl.ing. arbeiten einfach und nennen das: "was geworden". die spannbreite ist weeeiiiit. und nur weil D heuer mal wieder, neulich im spiegel, den mangel an igenieuren beklagt, muss nicht grad jede/r ingenieur/in werden. das ist doch bescheuert. man sollte seinen neigungen und vorlieben gemäss studieren, und dann sag ichs nochmal: dann ist man gut und bekommt einen job. lieber herzblut, als aus geldgründen juristerei studieren und dann die prüfungen vergeigen, weils einem eben doch nicht so zusagt (geschah einem freund von mir, der nach eigenen angaben eigentlich geschichte studieren wollte, aber das gefühl hatte, mit jus mehr geld zu machen) |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B] und dann müsste man auch noch drüber nachdenken, was der satz "was geworden" bedeutet. Ist ein dipl.ing, der vielleicht noch promoviert hat, aber ansonsten einfach in einem städteplanungsbüro hockt, was geworden? die meisten menschen, ob dr.phil. oder dr.dipl.ing. arbeiten einfach und nennen das: "was geworden". die spannbreite ist weeeiiiit. und nur weil D heuer mal wieder, neulich im spiegel, den mangel an igenieuren beklagt, muss nicht grad jede/r ingenieur/in werden. das ist doch bescheuert. man sollte seinen neigungen und vorlieben gemäss studieren, und dann sag ichs nochmal: dann ist man gut und bekommt einen job. lieber herzblut, als aus geldgründen juristerei studieren und dann die prüfungen vergeigen, weils einem eben doch nicht so zusagt (geschah einem freund von mir, der nach eigenen angaben eigentlich geschichte studieren wollte, aber das gefühl hatte, mit jus mehr geld zu machen) [/B][/QUOTE] Du hast recht: "werden" hat in der Konnotation, wie ich sie eben verwendet hatte, einen sehr materialistischen Beigeschmack. Mittlerweile sehe ich ein "werden" eher auch im Zusammenhang mit "den Sinn des Lebens zu finden", oder "glücklich sein". Aber es geht ja in diesem Thread auch über die beruflichen Perspektiven eines bestimmten Studiums. Und Du hast recht: Herzblut ist das entscheidende. Allerdings - und das ist, was ich kritisiere - ist für die meisten das Ingenieurwesen total unsexy, während man bestimmt ganz schnell Aufmerksamkeit genießen kann (bspw. auf Partys), wenn man "was mit Medien macht" oder irgendwelche krassen soziologischen Theorien untersucht (je nachdem, in welchem Millieu man sich bewegt). Dabei kann es das interessanteste von der Welt sein, wirklich zu [i]verstehen[/i] wie ein Verbrennungsmotor funktioniert. [i]Und[/i]: Es läßt sich damit sehr gut Geld verdienen, was man ja von den ganzen Medienfutzis, die von Praktikum zu Praktikum hoppen müssen, oder sich irgendwo in einem Drittklassigen Radiosender prostituieren müssen, ja nicht behaupten kann... Klar ist auch: Man kann auch mit Medien sehr viel Geld verdienen (als Günther Jauch) oder als Soziologe einen unkündbaren Job bekommen (als Professor), nur schaffen das eben ganz, ganz wenige. Das Problem ist eben, daß die Gesellschaft nun mal mehr Ingenieure braucht, während es schon jetzt eine Juristen- oder Philosophenschwemme gibt. Rechtsverdreher leisten keine produktive Arbeit (die volkswirtschaftlich Sinn machen würde), und für die Philosophen gibt es kaum Neues zu entdecken. Und noch was: Wieso ergreifen so wenige Frauen (um die 5%) ein Ingenieurstudium? Ich denke, das hat viel mit Erziehung und Konditionierung zu tun. Einer Frau wird eben von den Freundinnen und den Medien eingetrichtert, sie soll so schlank und blöd werden, wie Paris Hilton oder so runzlig und blöd wie Alice Schwarzer. Und was machen diese Damen? Etwas mit Medien! Ich lege den mir bekannten Mädels [url=http://en.wikipedia.org/wiki/Lisa_Randall]andere Vorbilder[/url] ans Herz. |
| Nachtelfchen | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Das Problem ist eben, daß die Gesellschaft nun mal mehr Ingenieure braucht, während es schon jetzt eine Juristen- oder Philosophenschwemme gibt. Rechtsverdreher leisten keine produktive Arbeit (die volkswirtschaftlich Sinn machen würde), und für die Philosophen gibt es kaum Neues zu entdecken.[/b][/quote] ach, ich glaub neues gibts immer :D aber eine entwicklung, die ich bedenklich finde, ist die sache mit dem "ökonomischen nutzen" oder "volkswirtschaftlichen sinn". muss alles ökonomisch verwertbar sein? die schönsten sachen im leben sind es nicht. die natürlichsten sachen im leben, wie kinder bekommen und dann vielleicht noch mehrere, sind es nicht. natürlich sollte man geld verdienen können, um zu leben. aber ich weigere mich, mein leben und meine träume dem diktat der öknomischen nützlichkeit zu unterwerfen. [quote][b] Und noch was: Wieso ergreifen so wenige Frauen (um die 5%) ein Ingenieurstudium? Ich denke, das hat viel mit Erziehung und Konditionierung zu tun. Einer Frau wird eben von den Freundinnen und den Medien eingetrichtert, sie soll so schlank und blöd werden, wie Paris Hilton oder so runzlig und blöd wie Alice Schwarzer. Und was machen diese Damen? Etwas mit Medien! Ich lege den mir bekannten Mädels [url=http://en.wikipedia.org/wiki/Lisa_Randall]andere Vorbilder[/url] ans Herz. [/B][/QUOTE] ich glaub, das ist ein komplexes thema. ich weiss nicht, ob das nur mit medien ect. zu tun hat, schliesslich kann frau auch schlank sein und ingenieurin. zum einen liegt es sicher an der erziehung, die bis zu einem punkt unbewusst geschlechtsspezifisch ist. es gibt einige studien, wo sie kleinkindern (also ca. 1-2 jahre) jeweils unabhängig vom geschlecht jungen- resp. mädchenkleidung anzogen und beobachteten, wie erwachsene mit den kindern umgingen. da kamen sachen raus, wie: wenn die versuchsperson dachte, es mit einem mädchen zu tun zu haben, ging sie viel vorsichtiger und zärtlicher mit dem kind um. bei einem vermeintlichen jungen wiesen die versuchspersonen im durchschnitt weniger geduld auf und tobten eher mit ihnen. auch jeweils unterschiedliches spielzeug wurde an sie herangetragen. ich denke, sowas prägt schon. besonders wenn frau dann in die pubertät kommt, möchte sie jedoch den männern gefallen, und dann wird eben das gemacht, worauf männer abfahren. dann kann man plötzlich technische sachen nicht mehr selber und hält sich auch sonst vornehm zurück, damit die jungs nicht denken, frau wäre klug. weil klug macht unattraktiv. jedenfalls in den augen mancher. keine generalisierung, aber wohl eine tendenz. soviel mall, muss arbeiten |
| mathea | @ darkmav Soweit ich weiß hat Joschka Fischer sein Studium aber abgebrochen und dementsprechend also gar keinen Berufsabschluss. Und verklagen...das ist leicht gesagt und mir auch bekannt. Kennst du etwa jemanden der das gemacht hat? Oder hast du das selbst gemacht? Außerdem ist man dabei schon wieder von den Eltern abhängig... Außerdem kenne ich niemanden der genau sagen kann wie der Arbeitsmarkt in zukunft aussieht. Nur weil jetzt alle nach Maschinenbauern und Ingenieuren suchen muss das in 5 Jahren (wenn ich irgendwann mal fertig bin) nicht auch so sein. Viel mehr Sorgen macht mir da eher das Latinum... Ich will keine Geisteswissenschaft studieren weil ich eine Frau bin, sondern weil ich viel mit Technikern und Ingenieuren zu tun habe. Mir würde das nicht gefallen und Mathematik ist auch nicht so spannend. |
| more | darkmarv, was hat bitte Paris Hilton mit einem Medizinstudium zu tun? Klar, es wäre super wenn mehr Freuen Ingenieurwissenschaften studieren würden, aber offensichtlich liegt es den Frauen mehr etwas Soziales zu tun, wie Medizin, Psychologie oder Pädagogik. Was ist daran falsch? Jeder soll studieren, zu was er sich berufen fühlt. Mich hätte jetzt Maschinenbau auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Ich wollte immer für Menschen direkt da sein, das hat sich durch meinen gesamten Lebenslauf gezogen. Das darf kein Fehler sein. Umgekehrt stelle ich mir vielmehr die Frage warum so wenig Männer Geisteswissenschaften studieren? Da könnte man parallel auch irgendwelche dümmlichen Vermutungen anstellen! Und eines muss ich noch nachträglich hinzufügen, wer Alice Schwarzer für blöd hält hat sich noch nie mit ihr intensiv auseinander gesetzt. Ihr ist viel zu verdanken, unter Anderem auch, dass Frauen heut zu Tage mehr studieren als noch vor 20 oder 30 Jahren, UND das Frauen eben NICHT so blöd sein wollen wie Paris Hilton... Wobei ich das blöd in Zusammenhang auf Paris nur auf das Getue beziehe, denn ich denke, sie muss ziemlich clever sein, dass sie die Massen so hysterisch machen kann. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]darkmarv, was hat bitte Paris Hilton mit einem Medizinstudium zu tun? Klar, es wäre super wenn mehr Freuen Ingenieurwissenschaften studieren würden, aber offensichtlich liegt es den Frauen mehr etwas Soziales zu tun, wie Medizin, Psychologie oder Pädagogik. Was ist daran falsch? Jeder soll studieren, zu was er sich berufen fühlt. Mich hätte jetzt Maschinenbau auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Ich wollte immer für Menschen direkt da sein, das hat sich durch meinen gesamten Lebenslauf gezogen. Das darf kein Fehler sein. [/B][/QUOTE] Du hast recht: Könnte schon sein, daß Paris cleverer ist als Alice. Jedenfalls wissen beide, wie man die Medien für sich instrumentalisieren kann - etwas, was manchem Hochschulprof abgeht. Allerdings ist es höchst fragwürdig, ob ein solch intensiver Gebrauch der Propagandamaschinerie moralisch gerechtfertigt ist um seine persönlichen Interessen durchzusetzen (Mir fällt da spontan das Dritte Reich oder Nordkorea ein). Ich brauche mich nicht mit der Alice auseinandersetzen, so wie ich mich auch nicht mit Paris, dem Satanismus oder Kaffeesatzleserei auseinandersetze. Mist bleibt Mist - da hilft auc intensives Betrachten wenig. Der Punkt ist der: Geisteswissenschaften und Ingenieurwissenschaften sind in Bezug auf den Arbeitsmarkt nicht symmetrisch. Will heißen: Während Geistis so gut wie keiner braucht, gibt es einen Ingenieurmangel. Schau Dir doch mal die Durchschnittsgehälter von Ingenieur-Greenhörnern und geisteswissenschaftlich gebildeten Einsteigern an, und entscheide dann! Falsch daran ist, daß manche Leute eben das falsche studieren, und danach jammern, wieso sie von Praktikum zu Praktikum hüpfen müssen bzw. wenn sie dann vom Staat Unterhalt beziehen müssen fürs Nichtstun. So wie es in der globalisierten Wirtschaft zur Zeit läuft, werden in Deutschland ausgebildete Ingenieure auch in Zukunft gebraucht werden. Es gibt noch so viel zu forschen, erfinden, entwickeln, optimieren, verkaufen, managen... Das setzt natürlich voraus, daß sowohl die Lehre als auch die Forschung auf dem Gebiet noch besser werden. Mit der Entscheidung die TU München und die Uni Karlsruhe (TH) zu den insgesamt drei Elitehochschulen zu wählen, wurde dafür schon ein wichtiger Schritt unternommen. Für die Möchtegern-Psychologen und -Mediziner hier noch ein paar kleine Tips: Um in der Wissenschaft der Psychologie ernstgenommen zu werden kommt man um ein ausgiebiges Studium der Statistik (also der [b]quantitativen und empirischen[/b] Herangehensweise) nicht herum. Um als Mediziner etwas draufhaben zu können ist ein fundiertes Verständnis der Physik und Chemie unerläßlich. @mathea: Jaja... der Joschka war schon immer ein Umfaller. Eine Schande für Deutschland, daß es solche Leute zum Außenminister bringen. Aber wir hatten vor 60 bis 70 Jahren ja schon mal so einen Loser, der AFAIK sein Architekturstudium nie begonnen hatte. Latinum dürfte kein Problem sein. Andere schaffen es ja auch... Kopf hoch :) Verklagen: Schon alleine damit drohen kann Wunder wirken. Hat meine Schwester auch gemacht... und dann ihr Geld immer bekommen ;) Ich finde allerdings, daß man dann mit dem sich auf diese Weise eingeworbenen Geld wirklich sorgsam umgehen sollte, und während des Studiums die Entscheidungen so trifft, daß man später auch was davon hat - bzw., daß die Eltern im Alter was davon haben, wenn man deren Unterbringung im Pflegeheim sponsert. |
| Nachtelfchen | mathea: ich kenne eine studienkollegin, die ihren vater verklagt hat. er war der meinung, dass seine kinder schuld seien an der trennung von seiner frau (das hat er ihr wortwörtlich ins gesicht gesagt), und hat sich geweigert, für seine kinder unterhalt zu zahlen. sie ist zwei mal vor gericht, einmal mit 16, um abi zu machen, und nochmal mit 22, um fertig studieren zu können. schon krass, sowas. :( darkmav: ist dir bewusst, dass sich die psychologie genau aus dem grund als "harte" wissenschaft stilisiert mit statistik und allem drum und dran, um damit nicht wegrationalisiert zu werden im sinne ökonomischer nutzbarkeit? und zwar aus dem grund, weil immer mal wieder stimmung gemacht wird dafür, dass es "richtige" wissenschaften gibt (wenn ich polemisch werden möchte, könnte ich sagen: männerdomänen) und so "möchtegern-weichei" wissenschaften (da können dann die frauen auch mal, wenn sie schon studieren müssen). und dies, weil alle sich ums geld streiten. ich hingegen glaube daran, dass es beides braucht. naturwissenschaft und geisteswissenschaft, die ergänzen sich und überschneiden sich. |
| Apex | [QUOTE]naturwissenschaft und geisteswissenschaft[/QUOTE] Bitte nicht die Sozialwissenschaften vergessen. Wir sind eine kleine, wichtige, feine Gruppe ;) |
| Cold Rain | @ darkmav: Hör mal auf, unqualifiziert auf Alice Schwarzer rumzuhacken, bring Argumente oder lass es^^ Und es ist für Frauen nicht von vorneherein eine Alternative, schwanger zu werden und reich zu heiraten, danach kann man sich doch nicht seinen Studiengang auswählen. Es gibt auch für Geisteswissenschaftler Stellen und sogar ganz gut bezahlte. Sie sind zwar etwas rarer als technische und Ingenieurs-Stellen. Aber es gibt sie, man muss halt danach suchen und zusehen, dass man sein Studium so gestaltet, dass man es verwerten kann. Also ein bisschen mathematisches Verständnis schadet nicht und BWL-Kenntnisse helfen auch weiter. Ich denke, der Trick ist, sich Lücken zu suchen und notfalls selbst ne Stelle zu schaffen, sprich sich selbstständig zu machen oder so. Und wo wäre denn das Land der Dichter und Denker ohne Geisteswissenschaftler? Wir brauchen all, sonst wirds nix... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B] ich hingegen glaube daran, dass es beides braucht. naturwissenschaft und geisteswissenschaft, die ergänzen sich und überschneiden sich. [/B][/QUOTE] Habe auch nie behauptet, daß die Geisteswissenschaften abgeschafft gehören. Nur: Wozu braucht es eine Armee von Philosophen, wo doch eigentlich eine Handvoll (die Creme de la Creme sozusagen) reichen? Nur um die egoistischen Bedürfnisse von tausenden Philosophiestudenten befriedigen zu können? Das ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Soziologen oder Politologen braucht's vielleicht ein paar mehr... allerdings besteht da die Frage, ob ein Unternehmen, das Sozialforschung betreiben möchte, nicht gleich einen BWLler, Mathematiker oder gar Physiker ([url=http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2002/06-06-Schweitzer.html]SocioPhysics[/url]) einstellen soll - die beherrschen die Statistik wenigstens (naja... mal abgesehen von den BWLlern ;)) Was gibt's noch? Geschichte, Sprach- und Kulturwissenschaften (Germanisitik, Ägyptologie etc.): Braucht man sicher auch ein paar gute Leute aber bestimmt nicht so viele, wie derzeit studieren... Psychologie entwickelt sich immer mehr zu einer Naturwissenschaft, fällt also aus diesem Raster raus. Psychologie liegt schon jetzt sehr nahe an den Neurowissenschaften, also an Medizin und Biologie - dieser Trend wird sich verstärken, je mehr man [i]quantitativ[/i] dem Gehirn auf die Schliche kommt (zBsp. über Positronenemissionstomographie oder über Diffusionstensorbildgebung). Habe ich was vergessen? Ach ja: Die wichtigste aller Geisteswissenschaften: Mathematik. Davon braucht man wirklich ein paar Leute mehr - die vor allem in der angewandten Mathe, aber auch in der reinen Mathematik. @ColdRain [quote] Hör mal auf, unqualifiziert auf Alice Schwarzer rumzuhacken, bring Argumente oder lass es [/quote] Hey! Meine Kritik war nicht einseitig. Habe mindestens ebenso hart Paris Hilton kritisiert, obwohl diese eindeutig einen schöneren Hintern hat :D @Frauen: Es gibt solche und solche. Und leider auch solche, die die Option, später einen reichen Macker zu heiraten, sehr gerne in Anspruch nehmen. Diese Gruppe ist gar nicht so klein, wie manche Frauenrechtlerinnen einem glauben machen mögen. In den Partnerbörsen heißt es dann immer "suche einen Mann, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht", was nichts anderes heißt, als "suche Ernährer, der später mal mich und mein Blag durchbringt". Eigene, leidvolle, Erfahrung. Und um jetzt den Zirkelschluß zu machen: Genau für so etwas, um solche Statistiken erheben und interpreteren zu können, braucht es Soziologen - aber eben nicht solche Dummschwätzerinnen a la Schwarzer. Wieso orientiert Ihr Frauen Euch eigentlich nicht an wirklichen Größen wie [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Randall]Lisa Randall[/url] (oder wahlweise auch Angela Merkel), anstatt so einer schwarzbesackten Kröte auf den Leim zu gehen? [SIZE=1]Ooops... Jetzt muß ich auch noch die Hilton etwas dissen, ansonsten werde ich wirklich parteiisch... ;)[/SIZE] |
| Seneca | ..und wir brauchen dringend mehr Wartungstechniker für Flugmotoren und Strahltriebwerke, sowie Schweißfachleute mit A und B Prüfung Dummerweise kann man das alles nicht studieren...*g* @ darkmav Ich komme aus dem Fach. Und mal tacheles gesprochen. Ich weiß genau was die meisten Ingenieure verdienen. Nicht mehr als Ärzte, und die werden bekanntlich nicht übermäßig bezahlt. Mein Vater hat mindestens 5 Ingenieure auf der Lohnliste, und die machen ihn keineswegs arm. Der Denkfehler liegt nämlich darin, das die großen Industriebetriebe nicht das [i]gros[/i] der Ingenieure beschäftigen, solche Stellen sind zwar nicht ganz so selten wie ein Lottogewinn, aber für den der sie hat durchaus vergleichbar. Allerdings verdient ein Werksmeister in solch einem Betrieb ebenfalls ein "Schweinegeld". bei VW sind z.B. 5000 Euro Brutto für Ingenieure durchaus drin, Aber da dort der einfache Facharbeiter schon locker über 2800 € kommt, ist die Relation wieder geraderückt. In den meisten kleineren Firmen ist auch für Ingenieure bei 3500 Schluss...Da liegt ein unstudierter Techniker in der Industrie locker drüber. Man sollte sich da heute wirklich keine Illusionen machen....nach wie vor kommt man nur als Spitzenkraft in die Spitzenpositionen, und so viele Entwicklungsabteilungen gibt es nun auch nicht. So gesehen ist es einfach keine Gute Idee nach bedarf der Industrie, abr gegen die eigene Talente und Vorlieben zu studieren. Im übrigen denke ich mal das Geistes- & Sozialwissenschaften nur hier so überpräsent sind...in einen Technikforum (treibe ich mich durchaus auch herum) sieht das plötzlich ganz anders aus. |
| Nachtelfchen | ui...ich hab dann einfach so mal die sozialwissenschaften zu den geisteswissenschaften geschlagen.... und die kulturwissenschaften auch gleich mit dazu... argh :cool: ... dabei haben die sozialwissenschaftler an mindestens einer schweizer uni eine eigene fakultät... phil.hum...:D |
| devotion | So, dann will ich mal auch meinen Senf dazugeben. Mein Mann und ich sind beide Studenten, beide im zweiten Anlauf. Er ist gelernter Prozessleitelektroniker (Strippenzieher in Industrieanlagen) und ich gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau. Mein Mann hat die Ausbildung gemacht, weil er vorrangig aus dem häuslichen Mief rauswollte und nicht genau wusste, in welche berufliche Richtung er eigentlich will, ich selbst wollte unbedingt schnell Geld verdienen, da ich bereits für mein Abitur meine Eltern auf Unterhalt verklagen musste und von den ständigen Querelen die Nase voll hatte. Uns beiden hat die Ausbildung nicht geschadet, im Gegenteil, wir haben viel gelernt. Nach einiger Zeit bei so "renommierten" Firmen wie BASF und Siemens schmissen wir beide hin. Unabhängig voneinander hatten wir erkannt, dass Arbeiten nur um des Geldes willen keine Lösung ist, die auf Jahre hinweg tragbar wäre. Mein Mann machte das Abi nach und begann, medizinische Gerätetechnik zu studieren. Ein Jahr später trat er mich am letzten Bewerbungstag dazu, mich für mein Traumstudium Geschichte/Kunstgeschichte zu bewerben. Jetzt sind wir beide an der TFH und an der Humboldt-Uni zu Berlin. Dadurch, dass ich etwas älter bin, bekomme ich elternunabhängiges Bafög, hab mir also durch meine Zeiten als Azubine und Berufstätige die Freiheit "erwirtschaftet", nicht wieder durch sämtliche Instanzen klagen zu müssen, damit ich Unterhalt bekomme. Ich kann im Rahmen der Bafög-Regelungen tun und lassen, was ich will. Wohlgemerkt: in diesem Rahmen, sprich: in Regelstudienzeit. Ich muss mich beim Studium an der Uni, die beim nächsten Eliteuni-Wettbewerb gute Chancen hat, ganz schön ranhalten. Bei meinem Mann sieht das anders aus, er bekommt Unterhalt. Er muss sich nicht an die Regelstudienzeiten halten, hat durch einen Studiengangwechsel ein Semester verloren, ohne dass ihm der Unterhalt gestrichen werden könnte. Aber: seine Eltern reden ihm gern und viel in sein Leben hinein, versuchen, seine spätere Berufswahl zu beeinflussen, auch unsere Familiengründung und der Fakt, dass mein Mann jetzt ein Jahr (vom Staat ! bezahlten) Erziehungsurlaub nimmt, ist ihnen ein Dorn im Auge. Seit unserer Heirat vor etlichen Monaten laufen wir jeder Zahlung hinterher und nie ist es die ausgemachte Summe. Man kann sagen, in gewisser Hinsicht hat die Geburt unseres Söhnchens unser beider Studium sehr erleichtert. Denn das Bafög - sind wir mal ehrlich - reicht vielleicht gerade noch in Berlin zum (über)leben, in München mitnichten. Ich habe lange genug dort gelebt, um die Preissituation zu kennen, vor allem bei den Mieten. Ich hätte ohne weiteres mit meinen x Wartesemestern (Lehrzeiten werden angerechnet!!!!) an der LMU anfangen können. Ich hätte es mir ohne Nebenjob nicht leisten können. Und mit Job verlängert sich in der Regel die Studienzeit, wobei das Bafög bei Verzug dann spätestens nach dem Grundstudium wegfällt. Als kleine Familie kommen wir gerade über die Runden. Letztendlich sind es die Zuschüsse, die wir für unseren Sohn bekommen, die uns drei über Wasser halten. Na, wenn das kein Grund ist, ein Kind zu bekommen ;) Bereuen tun wir es trotzdem nicht, wir sind genügsam. In etwa 2 Jahren hat mein Mann sein Diplom (ein Jahr davon ist Erziehungsurlaub). Ich fange im Oktober nach einem Jahr Babypause wieder an zu studieren. Mein Grundstudium ist faktisch abgeschlossen. Es fehlen noch 2 1/2 Jahre, von denen ich hoffe, das letzte bereits nicht mehr in Deutschland machen zu können, sondern in Norwegen, wohin wir auswandern wollen. Ingenieure werden dort en masse gesucht und die museumsverrückten Norweger können mit Sicherheit auch sowas wie mich gebrauchen. Und dann sind wir auch endlich finanziell unabhängig sowohl vom Staat als auch von der Familie meines Mannes, denn beides ist äußerst unangenehm. Mein Rat an Dich halbfee: Mach, wozu Du Lust hast! Aber: Zieh es durch! Wenn Du etwas studieren willst, wozu Dein Notenschnitt nicht reicht, mach eine Ausbildung vorher, die schadet nicht, sondern gibt Dir auch noch Berufspraxis und kann Dir eventuell beim späteren Studium sogar nutzen oder als Praktikumszeit angerechnet werden. Abhängig wirst Du immer sein, vom Staat, vom Geld Deiner Eltern oder auch vom Wohlwollen Deines Arbeitgebers. Nichts ist im Leben umsonst, man muss nur schauen, mit welchem Kompromiss man am besten leben kann. Manche arbeiten sich im Studium krumm, um die Eltern nicht verklagen zu müssen, andere schinden sich, um die Regelstudienzeiten fürs Bafög einzuhalten, Dritte (oh, und davon gibt es anscheinend besonders bei den Geisteswissenschaftlern reichlich) bekommen von ihren Familien ohne Probleme auch das 17. Semester und einen mehrwöchigen Studienaufenthalt in Rom finanziert o.ä. Ich für mich bin froh, "nur" vom Staat abhängig zu sein ... meine Familie hätte ich schon längst gemeuchelt, fürchte ich ;) Und trotzdem macht das Studium mir Spaß, auch meinem Mann, selbst wenn er jeden Monat hinterm Geld hinterher telefonieren muss. Grüßle devotion |
| Seneca | Vielen dank für Deinen Beitrag, devotion. Ich freue mich immer wenn in solchen Diskussion auch mal die Realität zu Wort kommt. |
| Sternenwolf | was studiert ihr eigentlich alle? |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i] [B]was studiert ihr eigentlich alle? [/B][/QUOTE] Habe in KA studiert und in HD promoviert. Vielleicht habilitiere ich mich auch noch... Weiß aber noch nicht, wo... Edit: Ach so... Du hattest nach dem [i]was[/i] gefragt, und nicht nach dem [i]wo[/i]. Na ja... lesen zu können ist als Physiker nicht so wichtig... |
| Nachtelfchen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i] [B]was studiert ihr eigentlich alle? [/B][/QUOTE] historisches und germanistisches :D und ich hab sogar vor dem 11000trillionsten semester abgeschlossen... nun friste ich ein leben als prädoktorandin :rolleyes: |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von devotion [/i] [B] Ich kann im Rahmen der Bafög-Regelungen tun und lassen, was ich will. Wohlgemerkt: in diesem Rahmen, sprich: in Regelstudienzeit. ... Bei meinem Mann sieht das anders aus, er bekommt Unterhalt. Er muss sich nicht an die Regelstudienzeiten halten, [/B][/QUOTE] Du kannst mit Kind deine Studienzeit um das Doppelte verlängern, wenn du Lust dazu hast. Bei Regelstudienzeiten von 12 Semestern sind das mal locker 24 (!) Semester, die du Zeit hast. Das Bafög bekommst du mit Kind sogar noch geschenkt. Du musst also nichts über die Regelstudienzeit hinaus zurückzahlen. [QUOTE]dass mein Mann jetzt ein Jahr (vom Staat ! bezahlten) Erziehungsurlaub nimmt, ... Letztendlich sind es die Zuschüsse, die wir für unseren Sohn bekommen, die uns drei über Wasser halten. Na, wenn das kein Grund ist, ein Kind zu bekommen ;) ... sondern in Norwegen, wohin wir auswandern wollen. Ingenieure werden dort en masse gesucht ... Und dann sind wir auch endlich finanziell unabhängig sowohl vom Staat [/QUOTE] Das ist Schmarotzern auf höherem Niveau: Erst in Deutschland die gute Ausbildung und die Knete vom Vater Staat kassieren und dann sich vom Acker machen, ohne etwas zurückzugeben. Wandert doch gleich aus und legt denen auf der Tasche, denen ihr später auch Steuern zurückzahlt. [QUOTE]wir sind genügsam.[/QUOTE] Das ist der blanke Hohn. [QUOTE]wobei das Bafög bei Verzug dann spätestens nach dem Grundstudium wegfällt.[/QUOTE] Nicht mit Kind. S.o. [QUOTE]Abhängig wirst Du immer sein, vom Staat, vom Geld Deiner Eltern oder auch vom Wohlwollen Deines Arbeitgebers. [/QUOTE] Das ist nur eine Meinung. Ich kenne einige, die unabhängig studiert haben. Und das Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis würde ich auch nicht als Abhängigkeit bezeichnen. Es ist ein Geschäft. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B] Vielen dank für Deinen Beitrag, devotion. Ich freue mich immer wenn in solchen Diskussion auch mal die Realität zu Wort kommt.[/B][/QUOTE] Welchen Beitrag? Und wofür Danke? Das ist eine Seite der "Realität". Und keine besonders schöne. Dass Leute auf Kosten des Staates gute Ausbildungen abfassen und ihre Fähigkeiten dann in andere Länder tragen ist ein ernstes Problem, für das man sich nicht bedanken sollte. Wenn wir nur mal beim Medizinstudium bleiben: Dies ist einer der teuersten Studiengänge, der trotz Mangel an Ärzten in den neuen Bundesländern zum Export der Fachkräfte neigt. Sowas ist nicht nur blöd für die Patienten, sondern auch schlecht für die Wirtschaft und das Wohlergehen der Bevölkerung. Na herzlichen Dank. |
| darkmav | Danke MST - Du sprichst aus meinem Herzen. Daß der (deutsche) Staat mir ein kostenloses Studium ermöglicht hatte, ist einer der Gründe, weswegen ich nicht auswandern möchte - vielleicht ein Jahr in amiland Postdoc machen, aber nicht mehr... Daß - nur wegen eines Kindes - den Leuten allen in den Arsch geschoben wird, halte ich ebenfalls für über das Ziel hinausgeschossen. Sicherlich: Es ist gut und richtig, daß Frauen, die sich für ein Kind entscheiden, dieses auch schon vor oder während ihres Studiums bekommen können. Aber ein Kind darf nicht als Ausrede für das Erschleichen von Sozialleistungen herhalten. Als Arbeitnehmer bist Du normalerweise (Ausnahmen sind vielleicht Juristerei etc.) direkt an der Wertschöpfung der Gesellschaft beteiligt. Das bist Du als Student nur höchst indirekt - wenn überhaupt. Kommt eben drauf an: Wer meint, Philosophie "just for fun" studieren zu wollen, um vom BAFög über ALG II direkt in Rente gehen zu können, der ist ein Schmarotzer ersten Grades, und seine Studententätigkeit hat nichts, aber auch gar nichts mit sozialer Einstellung zu tun. Leider sind es gerade solche Leute, die meinen, den Begriff "sozial" für sich gepachtet zu haben, und die irgendwelche halbausgegorenen Ethiken irgendwelcher depperten Philosophen als Begründung für ihr klägliches Dasein zum besten geben wollen. Wie schon gesagt: Es ist schön, daß hier in Dtl. die Geisteswissenschaften ein solch hohes Ansehen haben, und so stark an den Universitäten repräsentiert sind. Allerdings sollte man nur die [b]allerbesten[/b] Leute für das Studium zulassen, und widerum nur der Creme de la Creme eine Hochschulkarriere ermöglichen. Die anderen sollte man dahingehend lenken, daß sie etwas für die Gemeinschaft sinnvolles machen - wenn's auch "nur" ein Job in der Müllabfuhr ist, den ich bei weitem mehr Respekt zolle, als so einem vergammelten Langzeitstudenten der Philosophie bspw. |
| devotion | Zum Thema Auswandern: Wenn Ihr lieben Kritiker uns beiden in ein und derselben Stadt nach dem Studium jeweils einen gutbezahlten Job in unserem Beruf verschafft, mit denen wir unsere Familie durchbringen können und die dazugehörige finanzierbare Kinderbetreuung für das schon vorhandene und die zwei geplanten Kiddies sowie eine gute Schulbildung für sie und erheblich bessere soziale Sicherheiten anbieten könnt, reden wir weiter. bytheway, wer von Euch Kritikern hat eigene Kinder? Und wenn vorhanden, seid Ihr sicher, dass Ihr hier in Deutschland Euren Kindern all das bieten könnt, was Ihr Euch wünscht, Ihnen bieten zu können? Kinder haben, heisst Verantwortung haben. Wir mögen die Vergünstigungen, die wir uns durch die Erziehung unseres Sohnes erarbeiten (und das IST Arbeit), vom Staat "abgreifen". Andere Staaten tun mehr für ihren Nachwuchs. Zum Thema Bafög und Kinder. Für jedes Jahr, dass man NICHT wegen Erziehung vom Studium beurlaubt ist, bekommt man ein Semester Bafög-Anspruch verlängert, was man in der Regel auch benötigt, von alleine wird ein Kind nicht groß (Dadurch, dass wir uns die Erziehung teilen, braucht keiner von uns diese Regelung zu beanspruchen.). Von der Rückzahlung ist man nicht befreit, nur von der Zahlung von Studiengebühren, falls die schon beschlossen wurden. Eigentlich offtopic, aber Stellungnahme ist wohl noch erlaubt. dev |
| darkmav | [quote]Wenn Ihr lieben Kritiker uns beiden in ein und derselben Stadt nach dem Studium jeweils einen gutbezahlten Job in unserem Beruf verschafft, mit denen wir unsere Familie durchbringen können und die dazugehörige finanzierbare Kinderbetreuung für das schon vorhandene und die zwei geplanten Kiddies sowie eine gute Schulbildung für sie und erheblich bessere soziale Sicherheiten anbieten könnt, reden wir weiter. [/quote] Ich sag da immer: Man kann nicht alles haben! Job, in dem man voll aufgeht UND viel Kohle UND Kinder... Persönlich entscheide ich mich momentan gegen Kinder; dafür versuche ich die ersten beiden Punkte so gut wie möglich miteinander zu vereinbaren. Da ist für eine feste Beziehung momentan kein Platz... Andere haben andere Prioritäten; aber ALLES können nur Glückspilze haben. Btw. Im Ausland kommen dann ganz andere Probleme auf Euch zu. Mal abgesehen, daß ich dies moralisch nicht ganz ok. finde, könnte es Integrationsprobleme geben usw. Allgemein finde ich, daß hier in Dtl. genug für den Nachwuchs getan wird. Es MÜSSEN ja auch nicht beide Elternteile arbeiten. Mit dem Elterngeld wurde ein Schritt in die richtige Richtung getan. Finde es auch gut, daß sich unser Volk gesundschrumpft - und fände es noch besser, wenn die Nettozuwanderung negativ wäre ;) Die öffentlichen Verkehrsmittel und Plätze sind schon voll genug mit irgendwelchem Geschmeiß, das Stütze vom Staat bezieht, und ansonsten nichts besseres zu tun hat, als einem auf den Sack zu gehen :mad: Wie schon gesagt: Finde es gut, daß unser Staat studierenden Eltern zusätzliche Beihlifen gibt. Allerdings finde ich es SEHR VERWERFLICH, wenn die fertigen Studenten ihre Steuern dem Ausland in den Rachen werfen. Btw.: Wie steht es eigentlich mit der BAFöG-Nachzahlung für Emmigranten aus Deutschland? Fände es schon fast ein SKANDAL, wenn hier nichts bezahlt werden müßte... geradezu Schumacheresk, wenn Du verstehst, was ich meine. |
| Sternenwolf | Was ich eigentlich noch schreiben wollte: Das shcnell geld wär schön, aber für mich ist Bilung ein Gut, dass weitgehenst außer Konkurenz zu wirtschaftlichem Nutzen steh. Die Linie ist meine udn vielleicht ändert sie sich mal, aber ich war im zweifel und hab das aber für mcih wieder als richtig erkannt. deshalb amch ich es so. hoffnung auf gutes, schnelles Geld hab ich mit dieser einstellung wohl kaum.... |
| LaChatte | [QUOTE]Die öffentlichen Verkehrsmittel und Plätze sind schon voll genug mit irgendwelchem Geschmeiß, das Stütze vom Staat bezieht, und ansonsten nichts besseres zu tun hat, als einem auf den Sack zu gehen[/QUOTE] [ironie] besten Dank, ich fühl mich gerade sehr nett von dir behandelt. Freundliche Grüsse, ein Geschmeiss [/ironie] :mad: |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B][ironie] besten Dank, ich fühl mich gerade sehr nett von dir behandelt. Freundliche Grüsse, ein Geschmeiss [/ironie][/QUOTE] Lebst Du auf des Staates Kosten? Dachte, Du machst Deine Therapie- bzw. Lebensberatungssitzungen. [i]verwirrt bin[/i] Wenn der Wille da ist, ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu werden, und wenn keine schwere psychische oder physische Krankheit vorhanden ist, dann findet jeder über kurz oder lang einen Job. Vielleicht nicht gleich, und vielleicht ist es auch kein Traumjob... aber es würde dann wenigstens zum Leben reichen. Außerdem werden ja gegenwärtig Kombilohnmodelle diskutiert, wo sozusagen die Einkommensspanne vom Niedriglohn bis zum Existenzminimum vom Staat aufgefüllt wird (wenn ich das richtig verstanden habe). Wenn jemand fleißig studiert bzw. Umschulung macht, wenn sich eine alleinerziehende Mutter in den ersten paar Jahren nach der Geburt ihrem Kind widmet, wenn jemand unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraten ist, und sich jetzt eifrig bewirbt, aber zur Zeit noch ohne Job ist - dagegen habe ich nichts. Mit Geschmeiß meine ich Leute wie [url=http://www.netzeitung.de/deutschland/502227.html]Henrico F.[/url] |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Wie schon gesagt: Es ist schön, daß hier in Dtl. die Geisteswissenschaften ein solch hohes Ansehen haben, und so stark an den Universitäten repräsentiert sind. Allerdings sollte man nur die [b]allerbesten[/b] Leute für das Studium zulassen, und widerum nur der Creme de la Creme eine Hochschulkarriere ermöglichen. Die anderen sollte man dahingehend lenken, daß sie etwas für die Gemeinschaft sinnvolles machen - wenn's auch "nur" ein Job in der Müllabfuhr ist, den ich bei weitem mehr Respekt zolle, als so einem vergammelten Langzeitstudenten der Philosophie bspw. [/B][/QUOTE] Jetzt noch ein paar hoffentlich deutliche Worte von einem "vergammelten Langzeitstudenten"...das "deutsche Volk" mag aussterben, aber die deutsche Arroganz ganz offensichtlich nicht...und wenn das "deutsche Volk" irgendwann an Nachwuchsmangel oder der vielzitierten "Überfremdung" durch legale, illegale oder scheißegale Einwanderer zugrundegeht...was kümmert mich das schon...? Denn das "deutsche Volk" hat in der Vergangenheit schon mehr als genug der allerperfidesten Schandtaten verübt, und sein Charakter hat sich seitdem auch nicht grundlegend gewandelt...das wäre dann doch bestenfalls ausgleichende Gerechtigkeit...warum soll ich eigentlich etwas für diese "Gemeinschaft" arroganter Heuchler tun ?...ich denke gar nicht daran und schäme mich, "Deutscher" zu sein...wenn ich die finanziellen Mittel dazu besässe, würde ich ohne zu zögern auswandern und diesem Land für immer den Rücken kehren...ich gönne es jedem, der dazu in der Lage ist, sich im Ausland ein besseres Leben aufzubauen als ih hier erwartet...warum auch nicht...? @Müllabfuhr: Und vielleicht sollten diejenigen, die den meisten Unrat, insbesondere solchen mentaler Natur, produzieren, ihn auch selber beseitigen...d.h., erst einmal den Dreck vor ihrer eigenen Haustür zusammenkehren, bevor sie irgendwelche diesbezügliche Forderungen an andere stellen... |
| LaChatte | nun ja, ich bin daran, mit eine Existenz als Lehrerin (und später auch mal Therapeutin, wenn ich mit der Ausbildung so weit bin) aufzubauen, aber im Moment ist es tatsächlich noch Vater Staat, der den grössten Teil meiner Lebenshaltungskosten berappt. Und ich muss sagen, dass ich inzwischen ziemlich allergisch bin auf den "ach-jetzt-kommt-wieder-so-ein-Geschmeiss-das-mich-am-Kaffeetrinken-hindert"-Blick von diversen Beamten. Vielleicht bin ich ja supersensibel, aber nach solchen Begegnungen brauche ich manchmal zwei, drei Tage bis ich wieder einigermassen positiv und optimistisch bin und sowas wie "mich um mein Leben kümmern" machen kann. Und jede Menge Trost und aufbauende Worte von allen Seiten. :-/ [QUOTE]Wenn der Wille da ist, ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu werden, und wenn keine schwere psychische oder physische Krankheit vorhanden ist, dann findet jeder über kurz oder lang einen Job. Vielleicht nicht gleich, und vielleicht ist es auch kein Traumjob... aber es würde dann wenigstens zum Leben reichen.[/QUOTE] Die Ideen, was "ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu sein" bedeutet, können ziemlich verschieden sein... und staatlicherseits heisst es in der Regel: lieg uns nicht auf der Tasche, der Rest ist wurst. Und das kanns einfach nicht sein. Wenn du Leute in Jobs steckst, die sie anöden, ihnen keine Freizeit lassen (zB durch extrem lange Anfahrtswege), die sie total unterfordern oder überfordern, so werden die Menschen krank. Und was macht es schon für einen Unterschied für die Steuerzahler, ob jemand sein Geld heute vom Arbeitsamt oder morgen (und übermorgen und überübermorgen) von der Krankenkasse bekommt? Nein, "lieber irgend ein Job als gar kein Job" funktioniert nicht. Und nein, meine Gesundheit ist mir zu viel wert, als dass ich sie an einer unbefriedigenden Stelle aufs Spiel setze. Eine Geschichte mit Mobbing hab ich nun einmal erlebt (mit Verlust meiner Stelle als Folge), ich denke, das reicht für den Rest meines Lebens, ich brauche das nicht mehr. Ich brauche einen Traumjob - etwas Sinnvolle, etwas, was ich gut kann, etwas, das gesellschaftlich wirklich wertvoll ist. (was viele gut bezahlte Arbeiten nicht wirklich sind.) Und den Leuten das Geld zu streichen, was soll das denn bringen? Ich "durfte" die letzten zwei Monate auch ohne Geld vom AA versuchen, über die Runden zu kommen, aufgrund einer rein formalen Sache. äh - naja - vor lauter Angst und Sorgen darüber, wie ich wohl meine nächste Miete bezahlen könnte, war mit konstruktiven Dingen ziemlich Sense. Ich rannte durch die Landschaft und organisierte Geld und hatte zwischendurch nen netten Nervenzusammenbruch. Toll. Und inwiefern soll mich das "motivieren", eine Arbeit zu finden? Und wie sollte ich eine Arbeit finden, wenn mir das Nötigste zum Leben fehlt? Nun, es hat sich zum Glück erledigt, und dieses andere Amt, dessen Papier ich brauchte, hat sich endlich (uff!) bewegt. Und zum Glück habe ich schon ein kleines selbständiges Einkommen, sodass ich immerhin den Kühlschrank immer füllen konnte. Aber dennoch... man kann das "Geschmeiss" ja schon fallen lassen, man muss einfach akzeptieren, dass es dann mehr Bettler und Obdachlose und vielleicht auch mehr Diebstähle und Überfälle geben wird. [QUOTE]Wenn jemand fleißig studiert bzw. Umschulung macht, wenn sich eine alleinerziehende Mutter in den ersten paar Jahren nach der Geburt ihrem Kind widmet, wenn jemand unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraten ist, und sich jetzt eifrig bewirbt, aber zur Zeit noch ohne Job ist - dagegen habe ich nichts.[/QUOTE] So, das war jetzt wohl etwas OT. Aber ich hab echt die Schnauze voll. Wenn man da nicht gleich nach ein, zwei Monaten wieder ohne Probleme funktioniert, kommt man in null komma nix auf die Sozialschmarotzerschiene. Und das kotzt mich an. Und da ist es schwer, sowas wie eine gute Laune zu bewahren. Und es ist schwer, nicht auf die Idee zu kommen, sich doch einfach definitiv quer zu stellen und allen Einsatz darauf zu richten, sich ein lebenslanges staatliches Einkommen zu verschaffen, was verlockend als die intelligenteste Lösung erscheint. Es scheint mit den ganzen Demütigungen mehr als reichlich bezahlt zu sein. Und ist Henrico F. ein Sozialschmarotzer? Keine Ahnung. ich weiss nur aus meiner letzten Stelle, dass viele Handwerker und Bauleute, die ihr Leben lang gearbeitet haben und dann gesundheitliche Probleme (Berufskrankheiten, Berufsunfälle) bekommen, ziemlich regelmässig wie der letzte Dreck behandelt werden. Hier zu sagen "leckt mich alle am Arsch" und zu profitieren, wo es nur geht, ist nicht mehr als intelligentes Verhalten - den persönlichen Gewinn mit einem Minimum an Aufwand maximieren. Ist das nicht, was man "unternehmerisches Denken" nennt und angeblich hierzulande zu wenig existiert? So, back to topic: was studieren? --> das, was den Traumjob liefert. Alles andere ist nichts wert. ;) |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Jetzt noch ein paar hoffentlich deutliche Worte von einem "vergammelten Langzeitstudenten"...das "deutsche Volk" mag aussterben, aber die deutsche Arroganz ganz offensichtlich nicht...und wenn das "deutsche Volk" irgendwann an Nachwuchsmangel oder der vielzitierten "Überfremdung" durch legale, illegale oder scheißegale Einwanderer zugrundegeht...was kümmert mich das schon...? Denn das "deutsche Volk" hat in der Vergangenheit schon mehr als genug der allerperfidesten Schandtaten verübt, und sein Charakter hat sich seitdem auch nicht grundlegend gewandelt...das wäre dann doch bestenfalls ausgleichende Gerechtigkeit...warum soll ich eigentlich etwas für diese "Gemeinschaft" arroganter Heuchler tun ?...ich denke gar nicht daran und schäme mich, "Deutscher" zu sein...wenn ich die finanziellen Mittel dazu besässe, würde ich ohne zu zögern auswandern und diesem Land für immer den Rücken kehren...ich gönne es jedem, der dazu in der Lage ist, sich im Ausland ein besseres Leben aufzubauen als ih hier erwartet...warum auch nicht...? [/B][/QUOTE] Wenn ich so etwas lese, dann muß ich kotzen. Hau doch ab, Du Hund! Wenn es einen Fonds geben würde, in dem man einzahlen könnte, um Dir ein One-Way-Ticket nach Timbuktu zu finanzieren - ich wäre der erste, der dafür seinen Geldbeutel öffnen würde. Allerdings gibt es da noch ein Problem: Meinst Du aber denn, ein anderes Land will Dich mit Deiner lebensverneinenden, asozialen Denkweise. @LaChatte: Das was Du hervorbringst, ist reines Anspruchsdenken! Jeder muß etwas tun, was einem keinen Spaß macht. Persönlich kann ich auch nicht immer Fancy-Forschung machen, sondern muß auch mal das Anfängerpraktikum für das Medizinergesocks betreuen. Ich hasse es, wie die Pest, muß dafür um halbacht morgens aufstehen - mache es aber trotzdem. Den Traumjob gibt es nicht. Tut mir leid, aber mit dieser Denkweise hat man keinen Anspruch auf staatlich finanzierten Unterhalt. Ich hoffe, daß das auch so langsam in den oberen Etagen der Politik angekommen ist, und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] ]Wenn ich so etwas lese, dann muß ich kotzen. Hau doch ab, Du Hund! Wenn es einen Fonds geben würde, in dem man einzahlen könnte, um Dir ein One-Way-Ticket nach Timbuktu zu finanzieren - ich wäre der erste, der dafür seinen Geldbeutel öffnen würde. Allerdings gibt es da noch ein Problem: Meinst Du aber denn, ein anderes Land will Dich mit Deiner lebensverneinenden, asozialen Denkweise. [/QUOTE] Ha! Genau das habe ich erwartet...jetzt hast du endlich die Karten offen auf den Tisch gelegt und dein wahres Gesicht entblösst...aber du hast dennoch recht, in vieler Hinsicht, wie ich leider zugeben muss...asozial, na klar...wer nicht das tut, was die Masse will, wird ausgewiesen...oder besser gleicht vergast, stimmt doch, oder etwa nicht...? Frag dich besser mal, ob die Welt so Leute wie dich unbedingt nötig hat...und dein Geld brauche ich nicht...das kannst du dir getrost sonstwo hinstecken... Viele Grüße von einem [B]Hund[/B] ...warum werden die besten und intelligentesten Tiere eigentlich immer als Schimpfwörter missbraucht...? das frage ich mich manchmal... ...Wenn man jemanden schon beleidigen will, dann wäre das Wort "Mensch" dafür insgesamt doch sehr viel besser geeignet, oder...? "Ich weiss nicht, welche Spezies die schlimmere ist, aber ich habe noch nicht erlebt, dass die sich für Geld gegenseitig umbringen" (Ellen Ripley in "Aliens- Die Rückkehr")...so ist es ...Tiere sind wenigstens ehrlich zueinander... |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Ha! Genau das habe ich erwartet...jetzt hast du endlich die Karten offen auf den Tisch gelegt und dein wahres Gesicht entblösst...aber du hast dennoch recht, in vieler Hinsicht, wie ich leider zugeben muss...asozial, na klar...wer nicht das tut, was die Masse will, wird ausgewiesen...oder besser gleicht vergast, stimmt doch, oder etwa nicht...? Frag dich besser mal, ob die Welt so Leute wie dich unbedingt nötig hat...und dein Geld brauche ich nicht...das kannst du dir getrost sonstwo hinstecken... Viele Grüße von einem [B]Hund[/B] ...warum werden die besten und intelligentesten Tiere eigentlich immer als Schimpfwörter missbraucht...? das frage ich mich manchmal... [/B][/QUOTE] Asozialität bedeutet nicht Individualität. Ansonsten wäre ich der erste, den man als "asozial" beschimpfen müßte. Asozialität bedeutet auf Kosten anderer zu leben, andere auszunutzen, andere hintergehen. Und genau so ein Verhalten stelle ich bei Dir fest. Jeder ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich. Unser Sozialsystem, eines der besten der Welt, soll in erster Linie kranken, sehr jungen, sehr alten und im begrenzten Maße auch frisch arbeitslos gewordenen Menschen helfen, ein Grundeinkommen zu ermöglichen. Ich bin der erste, der auf die Barrikaden geht, wenn diese Standards zusammengestrichen werden. Allerdings hat [b]niemand[/b] ein Recht auf Grundversorgung, ohne dafür etwas zu tun, obwohl er dazu in der Lage wäre. Leider zahle ich als Steuerzahler für Dich jetzt schon mit, so wie ich die Situation einschätze. Btw.: Hunde halte ich eigentlich eher für sehr dumme Säuger. Doch das ist eine andere Geschichte. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Asozialität bedeutet nicht Individualität. Ansonsten wäre ich der erste, den man als "asozial" beschimpfen müßte. Asozialität bedeutet auf Kosten anderer zu leben, andere auszunutzen, andere hintergehen. Und genau so ein Verhalten stelle ich bei Dir fest. Jeder ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich. Unser Sozialsystem, eines der besten der Welt, soll in erster Linie kranken, sehr jungen, sehr alten und im begrenzten Maße auch frisch arbeitslos gewordenen Menschen helfen, ein Grundeinkommen zu ermöglichen. Ich bin der erste, der auf die Barrikaden geht, wenn diese Standards zusammengestrichen werden. Allerdings hat [b]niemand[/b] ein Recht auf Grundversorgung, ohne dafür etwas zu tun, obwohl er dazu in der Lage wäre. Leider zahle ich als Steuerzahler für Dich jetzt schon mit, so wie ich die Situation einschätze. [/B][/QUOTE] Ich schäme mich weder für das was ich bin, noch für das was ich tue, bzw. nicht tue...nenn mich deswegen meinetwegen asozial...vielleicht stimmt der Begriff in meinem Falle sogar ganz wortwörtlich genommen, da ich mich keiner Gemeinschaft zugehörig fühle...und warum sollte ich nicht auf Kosten der anonymen Masse leben, sie ausnutzen, wo es irgendwie geht...? Ich fühlte mich dafür in keinster Weise schuldig, wenn es so wäre...aber keine Angst, ich werde vorraussichtlich nicht mehr sehr lange auf dieser Welt leben, so dass dein wertvolles Geld dann in hoffentlich sinnvolleres investiert werden wird... |
| LaChatte | [QUOTE]Das was Du hervorbringst, ist reines Anspruchsdenken! Jeder muß etwas tun, was einem keinen Spaß macht. Persönlich kann ich auch nicht immer Fancy-Forschung machen, sondern muß auch mal das Anfängerpraktikum für das Medizinergesocks betreuen. Ich hasse es, wie die Pest, muß dafür um halbacht morgens aufstehen - mache es aber trotzdem. Den Traumjob gibt es nicht.[/QUOTE] Ja, ich habe Ansprüche. Ich habe jahrelang gearbeitet und in die ArbeitslosenVERSICHERUNG (nicht: das Arbeitslosenalmosen) Geld einbezahlt und ich habe Anspruch auf Versicherungsleistungen. Ich habe Jahre in einem Beruf gearbeitet, der mich am Schluss nur noch krank machte (und wenn ich weiter unter solchen Bedingungen arbeiten würde, dann HÄTTE ich bald Anspruch auf Krankenkassenleistungen. Ich hoffe, ich brauche die nie). Ich habe tatsächlich den Anspruch, dass ich mir Zeit nehmen darf, um mich neu zu orientieren, und hab mir, damit das möglich ist, einen Teil meines Ersparten für die Rente auszahlen lassen. Ich hoffte, dieses halbe Jahr sei genug, war es aber nicht, also musste ich stempeln gehen. Ich habe auch den Anspruch, eine Arbeit zu machen, die mich erfüllt und die gesellschaftlich wertvoll ist, und wo ich die Gesamtheit meiner Fähigkeiten einbringen kann - während bei meinem Beruf vorher vielleicht ein Viertel meiner Fähigkeiten genutzt wurden. Und ich nehme für mich in Anspruch, dass ich etwas Richtiges und Solides auf die Beine stelle, und mir dafür auch die Zeit nehme, es aufzubauen. Denn wenn ich es mal habe, werde ich mit sehr grosser Sicherheit nie wieder ein Amt mit meinen Ansprüchen belästigen. Aber bis ich es habe, dauert es eben noch etwas. Und ja, auch in meiner gewählten Arbeit gibts ein paar unangenehme Aspekte... zum Beispiel ein erhöhtes Mass an Papierkram, was ich hasse, was aber einfach dazu gehört. Ich hab nie gesagt, ich möchte sowas wie ein Disney-Ferienland für immer. Ich möchte eine gute Arbeit, und eine langfristige Lösung. Und ich wünsche mir garantiert NICHT, von irgendwelchen Ämtern ständig irgendwelche Steine in den Weg gelegt zu bekommen - es reicht schon, was ich sonst zu tun habe, sodass ich dies absolut überflüssig finde. [QUOTE]Ich hoffe, daß das auch so langsam in den oberen Etagen der Politik angekommen ist, und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden.[/QUOTE] Und welche sollten das sein, bitte schön? Leistungen streichen und wieder Bettler überall? Zwangsarbeit mit der Eisenkugel am Fuss? Oder gleich erschiessen? |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Wenn Ihr lieben Kritiker uns beiden in ein und derselben Stadt nach dem Studium jeweils einen gutbezahlten Job in unserem Beruf verschafft, mit denen wir unsere Familie durchbringen können und die dazugehörige finanzierbare Kinderbetreuung für das schon vorhandene und die zwei geplanten Kiddies sowie eine gute Schulbildung für sie und erheblich bessere soziale Sicherheiten anbieten könnt, reden wir weiter. [/QUOTE] Du wirst auf der ganzen großen weiten Welt niemanden finden, der dir dein Super-Spezial-Spießer-Leben auf dem goldenen Tablett serviert. Ich denke, ein bisschen Mäßigkeit würde dir gut stehen. Schließlich erlaubt es dir die (deutsche) staatliche Unterstützung ein Studium zu absolvieren, ohne dich um den Unterhalt für deine Familie kümmern zu müssen. Das eröffnet dir die gleichen Chancen wie sie intelligente, wohlhabende und kinderlose Bürger haben. Ein wenig Freude über diese Chancengleichheit wäre angebracht. Und wenn es trotz Bafög und Kindergeld zu wenig Geld ist, so darf ich euch einen Tip geben: ProFamilia betreibt Informationsblätter die beidseitig vollgeschrieben sind mit finanziellen Ansprüchen, die junge Eltern in Deutschland geltend machen können. Warum ihr über die Sozialsysteme jammert, kapiere ich nicht. Was wollt ihr denn noch außer dem bezahlten Lebensunterhalt und der bezahlten Ausbildung? Bezahlte Autos? Bezahlte Handys? Bezahlten Urlaub? [QUOTE]bytheway, wer von Euch Kritikern hat eigene Kinder?[/QUOTE] Was soll das? Darf man Meinungen erst vertreten, wenn man betroffen ist? Ist ein kinderloser Kinderarzt unfähig in seinem Beruf? [QUOTE]seid Ihr sicher, dass Ihr hier in Deutschland Euren Kindern all das bieten könnt, was Ihr Euch wünscht, Ihnen bieten zu können?[/QUOTE] Ja. Was ist deutschen Kindern denn unmöglich? [QUOTE]Von der Rückzahlung ist man nicht befreit, nur von der Zahlung von Studiengebühren, falls die schon beschlossen wurden.[/QUOTE] Jedes Semester, das du wegen des Kindes länger studierst bekommst du voll finanziert, ohne Rückzahlungen. [QUOTE]Ich sag da immer: Man kann nicht alles haben![/QUOTE] Man könnte alles haben, aber dafür muss man den Arsch hochkriegen. Wer alles will, muss härter arbeiten als andere, flexibler sein als andere, mehr in kauf nehmen als andere. Wenn man allerdings schon im Studium jammert, man könne nur arbeiten, wenn der Job in der gleichen Straße ist und auch nur wenn man um 9:00 anfangen kann und dann aber bitte nur bis 12:00 wegen dem Kindergarten, und auch nur im Sitzen wegen dem Krampfadern, und bitte nicht weniger als 5000€ brutto, und nur mit Firmenwagen, Dienstreisen inclusive.... hat man schon die falsche Arbeitseinstellung. Da kommt man auch im Ausland nicht weit. Kurzum: den Plan Norwegen kann man sich schenken. Aber hier in Deutschland rechnet man mit den Hochschulabsolventen. Man investiert in sie, weil man sich davon verspricht, dass sie einen wertvollen Platz in der Gesellschaft einnehmen werden. Hochmotivierte können alles erreichen. Motiviert ist hier nicht ein einziger. |
| darkmav | Richtig MST, aber dadurch daß man härter arbeiten muß, um eine erfüllende Arbeit [b]und[/b] die entsprechende materielle Entlohnung zu bekommen, bleiben andere "Qualitäten" natürlich auf der Strecke, die da wären: * Freizeit * Zeit für den Haushalt (was aber kein Problem sein dürfte, da man sich dann ja von dem Geld auch eine Haushaltshilfe leisten könnte, und nebenbei auch noch etwas Gutes für den Arbeitsmarkt tun könnte) * Zeit für Freunde * Zeit für eine Beziehung * Zeit für Familie * Zeit für Kinder Du siehst schon: Im Prinzip ist das ein hochkomplexes Optimierungsproblem, in dem die Zeit die entscheidende Rolle spielt. Mathematisch könnte man das etwa folgendermaßen ausdrücken: Man müßte eine Kostenfunktion finden, die maximiert wird. Diese Kostenfunktion nenne ich mal Lebenserfüllung. Sie besteht im wesentlichen aus a) Erfolg (sowohl im Beruf, als auch in der Freizeit) b) Gesundheit (siehe den Beitrag von LaChatte) c) Moralische Integrität (das, was ich zBsp. Xenomorph vorwerfe) Diese drei Hauptsummanden lassen sich weiter unterteilen: So kann Erfolg in Euro aber auch in der Intensität von Beziehungen gemessen werden. Jedem einzelnen bleibt es überlassen, wie er die Summanden gegeneinander gewichtet. Vermutlich ist das Minimierungsproblem, das sich aus dem Maximierungsproblem ergibt, nichtkonvex, d. h. es gibt mehrere Minima, was übersetzt heißt: Es gibt mehrere "ideale" Lebenserfüllungen. Wie ich das beweisen soll, weiß ich allerdings nicht... |
| LaChatte | [QUOTE]Es gibt mehrere "ideale" Lebenserfüllungen. Wie ich das beweisen soll, weiß ich allerdings nicht...[/QUOTE] Ich finde, das ist ziemlich offensichtlich. Menschen haben nun mal verschiedene Bedürfnisse, woraus folgt, dass das Ideal von Frau Müller nicht gleich ist wie das Ideal von Herrn Meier. Und für die meisten Menschen ist Geld längst nicht das Wichtigste, solange nur genug vorhanden ist, dass es zum Leben reicht und vielleicht hin und wieder für einen kleinen Luxus. Was mir aber offensichtlich scheint: wer eine unbefriedigende Arbeit macht, wird auch nie die entsprechende materielle Belohnung dafür erhalten. Denn eine Arbeit, die man nur widerwillig macht, macht man einfach nicht gut und hat auch keinen Ehrgeiz, die Qualität zu verbessern. Oft sind es die kleinen Extras ausserhalb des Pflichtprogramms, die ausmachen, ob jemand nur genügend oder Extraklasse ist in seinem Beruf. |
| halfbee | @ darkmarv: erstens wollte ich nur mal kurz was zum thema "deutschland schrumpft sich gesund" :also es is bestimmt nicht gesund dass hier in ein paar jahren nur noch alte menschen vor sich hin vegetieren. also sag mal, wo hast du eigentlich deinen verstand gelassen?auch was hier die gewünschte nicht vorhandene zuwanderung betrifft...hör ich da vllt ein bisschen rassismus? zweitens:ich finds durchaus okeh, auszuwandern. das machen andre leute ja auch, d.h.auch nach DL kommen leute, die vorher von einem andren staat subventioniert wurden und jetzt hier steuern zahlen. und wenn die vorstellungen "des systems" eben nicht zu einem passen, dann sollte man lieber in einem andren land glücklich werden als einer von diesen ewigen meckerern zu werden die den ganzen tag nur usnre regierung und alles mögliche schlecht machen.solche leute brauchen wir hier nicht. und z.b. bei kindern kann das eben schnell der fall sein: unser bildungssystem, unterstützung der eltern...das ist schon auf nem guten weg aber bis jetz noch etwas kinderfeindlich, meine meinung nach. und genau so enstehen dann diese vorstellungen von wegen:geld und ich, das ist am wichtigsten.ich meine, jedem das seine, klar. aber eine generation von solchen leuten bedeutet nullwachstum für "unser volk".wir brauchen auch mütter und väter aus leidenschaft:) und vllt öffnet die tatsache dass manche eben das weite suchen den verantwortlichen die augen. zurück zum thema. psychologie ist halt so ne sache, momentan tendier ich doch wieder zu medizin. deswegen meine nächste frage:wie wichtig schätzt ihr hier die schule ein? ich meine, ward ihr so gut in mathe das ihrs gleich studieren wolltet?:) oder kann man auch ne niete in geschichte chemie gewesen sein uns nachher trotzdem erfolgreicher mediziner werden?in physik bin ich nämlich die totale null, chemie geht grad noch,bio so naja.chemie und bio interessieren mich absolut! und ich bin auch nicht faul oder so. aber ich versteh halt ncih immer alles und manchmal läuft eben einfach scheiße(lehrer,zu viel stoff etc.)kann das ausschlaggebend sein? weil vllt stell ich dann später fest dass das alles viel zu schwer für mich is...wie war das bei euch? |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Im Prinzip ist das ein hochkomplexes Optimierungsproblem, in dem die Zeit die entscheidende Rolle spielt. [/QUOTE] Die Kraft ist das entscheidende. Zeit lässt sich planen und durchorganisieren. [QUOTE]psychologie ist halt so ne sache, momentan tendier ich doch wieder zu medizin. [/QUOTE] Bevor du ein Studium anfängst, das sehr langwierig und kostspielig ist, solltest du dich entscheiden, was du eigentlich arbeiten willst. Siehst du dich in 10 Jahren im Kittel oder im Kostüm? Gehst du zur Nachtschicht ins Krankenhaus oder um 8.00 ins Büro zum Meeting? Schreibst du Artikel oder forschst du im Labor? Vielleicht hältst du Vorlesungen oder bist Teamleiter im Schlupfwinkel? Mach dir eines klar: nach dem Studium geht die Ausbildung weiter und es ist nicht jedermanns Sache, wenn man mit Ende 20 noch nicht einmal ein Auto unterhalten kann. Wenn du dann das Studium ergriffen hast, einfach weil du es studieren wolltest, wirst du unter Umständen Schwierigkeiten haben deinen Platz zu finden. Vielleicht zweifelst du auch an deiner Entscheidung. Im schlimmsten Fall rätst du nach 11 Jahren Ausbildung fragende Jugendliche von deinem Beruf ab und machst den Job, weil du halt nichts anderes kannst. Verschaff dir doch erst einmal einen Überblick, was du als Arzt machen kannst und wo deine Grenzen liegen. Falls du operativ desinteressiert bist, sehe ich persönlich in der Psychologie mehr Möglichkeiten. |
| darkmav | [QUOTE][i]Original geschrieben von halfbee [/i] [B]@ darkmarv: erstens wollte ich nur mal kurz was zum thema "deutschland schrumpft sich gesund" :also es is bestimmt nicht gesund dass hier in ein paar jahren nur noch alte menschen vor sich hin vegetieren. also sag mal, wo hast du eigentlich deinen verstand gelassen?auch was hier die gewünschte nicht vorhandene zuwanderung betrifft...hör ich da vllt ein bisschen rassismus?[/B][/QUOTE] Sicherlich - noch (vielleicht bis etwa 2030) gibt es überproportional viel Alte, ab dann sterben die auch weg, und unser Volk hat sich gesundgeschrumpft. Ich finde, Deutschland ist viel zu dicht besiedelt - man hat ja kaum Luft zu atmen. Zumindest dort, wo ich wohne (Rhein-Neckar-Raum) stehen sich die ganzen Nasen in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Füßen herum - das macht aggressiv :mad:. Leider gibt es in den Ballungszentren auch die meisten (und besten) Arbeitsplätze. Zu Deinen Rassismusvorwürfen: Wenn ich Rassist wäre, würde ich sagen: Deutsche Frauen, gebärt deutsche Kinder! Genau das sage ich [b]nicht[/b]. Bin allerdings sehr dafür, die Einwanderungsgesetzgebung zu verschärfen, da hier schon genug Leute (egal ob Deutsche oder Ausländer) leben, und Arbeitsplätze gegenwärtig Mangelware sind. Im Gegenzug könnte man das Rentenalter vielleicht auf 70 erhöhen - dann wären die Rentenkassen entlastet, und der temporären Überalterung bis etwa 2030 (die ich ja nicht bestreite) wäre Rechnung getragen. [quote]zweitens:ich finds durchaus okeh, auszuwandern. das machen andre leute ja auch, d.h.auch nach DL kommen leute, die vorher von einem andren staat subventioniert wurden und jetzt hier steuern zahlen. und wenn die vorstellungen "des systems" eben nicht zu einem passen, dann sollte man lieber in einem andren land glücklich werden als einer von diesen ewigen meckerern zu werden die den ganzen tag nur usnre regierung und alles mögliche schlecht machen.solche leute brauchen wir hier nicht. [/quote] Finde es nicht "okeh", auszuwandern. Finde das eine Schweinerei, solange keine dringende Notwendigkeit dazu besteht. Übrigens entwickelt sich schon lange ein [b]brain drain[/b] vor allem in die USA. D. h. die guten, gebildeten, leistungsbereiten Leute suchen ihr Glück im Ausland, während die Luschen hier bleiben. Umgekehrt wollen die Luschen aus dem Ausland (=Wirtschaftsflüchtlinge; ich rede hier nicht von politisch Verfolgten) vermehrt hierher ziehen, während viele Schwellenländer (bspw. China oder Indien) inzwischen auch schon respektable Forschungseinrichtungen aufgebaut haben, so daß die Guten in diesen Ländern bleiben. Folglich herrscht gegenwärtig ein gewaltiger "Luschen-Nettozuwachs". Die Hauptursache des brain-drains dürfte darin liegen, daß in Deutschland die Chancen auf feste Stellen an den Hochschulen rar gesät sind - ich weiß wovon ich rede! Ich hoffe, daß sich da bald was tut - die Exzellenzinitiative ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und da sind wir schon beim Politiker-kritisieren. Alles in allem ist Merkel eine sehr gute Kanzlerin - im Vergleich, was ich in meinem Leben so gewohnt war (Bundesbirne Kohl, der von Wirtschaftspolitik keine Ahnung hatte, dafür aber uns die ganzen Jammerossis beschert hat, und Machiavellist Schröder, der zeit seines Lebens nur an sich dachte). Noch besser wäre Merkel, wenn sie mit einer absoluten Mehrheit der CDU/CSU regieren würde - man kann aber nicht alles haben, sag ich mir immer. Zum Thema: Interesse an der Physik ist das A & O der Eignungsfähigkeit für das Medizinstudium; Interesse an Statistik das A & O der für das Psychologiestudium. Ich sehe es an den Studis, die ich in Praktika betreuen muß, was das teilweise für Flaschen sind - es sind allerdings auch ein paar Interessierte, sehr gute dabei... Einmal war einer so gut, daß der Prof den unbedingt als Physikstudenten gewinnen wollte. Aber selbst Bestechungsversuche mit einer Flasche sehr guten Weins haben nichts gebracht. Das sind dann die [i]richtigen[/i] Mediziner, die später mal Karriere machen - nicht irgendwelche depperten Allgemeinmediziner, die außer Hustensaft zu verschreiben und Überweisungen auszufüllen sonst nichts können. @MST: [quote] Die Kraft ist das entscheidende. Zeit lässt sich planen und durchorganisieren. [/quote] Der Tag hat nur 24 Stunden. Neun davon brauche ich zum schlafen, eine für Körperpflege, eine zum rumkutschieren, zwei zum Essen und mindestens drei für Zerstreuung etc. Das heißt: Zum Arbeiten bleiben acht Stunden übrig. Und diese acht Stunden teile ich mir - so wie ich finde - sehr effizient ein. Was ich in acht Stunden wegschaffe, schaffen andere vielleicht in zwei Tagen (auch wenn die anderen vielleicht 12 Std. pro Tag arbeiten sollten). Allerdings sollte man sehr genau darauf achten, womit man seine wertvolle Arbeitszeit verbringt. Für die Ausbildung meiner Studenten veranschlage ich gegenwärtig nur ein Minimum. Anders steht es mit Fachgesprächen mit Vorgesetzten und Kollegen. Diese sind mir sehr wichtig, und dafür investiere ich auch. |
| Nachtelfchen | uff...also diese diskussion hat eine mE etwas traurige wendung genommen... :( ich antwort jetzt mal zu den dingen, die mir grad einfallen, also keine garantie auf kohärenz ;) mondsilbertaufe: ich glaube kinder verändern die perspektive ungemein. und ich glaub schon, dass es schwierig ist, als kinderlose/r die probleme von familien mit kindern nachzuvollziehen. da kommen plötzlich ganz andere sachen auf einen zu, die man sonst niemals bedenkt. in d zb ist die vereinbarkeit von familie und beruf viel schwieriger als in vielen anderen ländern. in den usa fragt danach keine sau. dann das ziemlich antiquierte schulsystem, wo man versucht, irgendwelche reformen durchzuboxen, anstatt mal richtig hinzusehen. desweiteren: ich frage mich manchmal wirklich, wie man als land in einer globalisierten welt zurechtkommen will, wenn man darüber diskutiert, dass einem der staat deutschland das studium zahlt. letztlich spielt das leider keine rolle. das globale ist es, was zählt. ob man das gut findet oder nicht, sei dahingestellt. und schon immer sind leute gegangen, wenn sie wirtschaftlich für sich keine chancen mehr sahen. was ist wohl die grösste triebkraft von migration? das kann man von der völkerwanderungszeit über die kreuzzüge und die kolonialisierung bis heute sehen - überall gingen die menschen, sobald sie woanders bessere chancen hatten. anstatt zu jammern, müsste deutschland vielleicht wieder bessere bedingungen schaffen? wobei man sich immer vergegenwärtigen muss, dass echt auf einem extrem hohen niveau gejammert wird. darkmav: im ernst, wenn dir nach einem jährigen postdoc in den usa dort der suuuper job für tonnenweise kohle angeboten wird, würdest du ihn nicht nehmen? :rolleyes: und ja, ich habe auch ansprüche. ich habe nicht für nichts eine lange ausbildung gemacht und gut abgeschlossen. und ich muss lachatte recht geben: man zahlt jahrelang in die arbeitslosenversicherung ein, also darf man sie gefälligst auch nutzen, wenns draufankommt. |
| Nachtelfchen | halfbee: ich habe nicht medizin studiert, und biologie liess ich letztlich doch bleiben, eben weil ich in allen anderen naturwissenschaften eher bescheiden war in der schule und bei uns an der uni die ersten zwei jahre einfach knallharte naturwissenschaftliche grundkurse sind (auch für mediziner). was ich von freunden mitbekommen habe: du musst als angehender mediziner viel stoff in extrem kurzer zeit aufnehmen können. (und anschliessend wiedergeben ;) ). ansonsten schliess ich mich mondsilbertaufe an: wo siehst du dich in 10 jahren? was sind die dinge, die dir spass machen? kannst du dir ein leben als ärztin in einem krankenhaus oder auch in einer landpraxis vorstellen? ganz allgemein: wo möchtest du in deinem leben hin? |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Im Gegenzug könnte man das Rentenalter vielleicht auf 70 erhöhen - dann wären die Rentenkassen entlastet, und der temporären Überalterung bis etwa 2030 (die ich ja nicht bestreite) wäre Rechnung getragen. [/B][/QUOTE] Damit verschieben wir die Leute von der Rente in die Arbeitslosigkeit. So etwas mag bei Bürojobs oder anderen Tätigkeiten, die nicht körperlicher Natur sind, gehen, aber welchem Industrieschlosser, Bauarbeiter oder sonstigem Handwerker möchtest du erzählen, dass er das tatsächlich so lange machen kann? [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Finde es nicht "okeh", auszuwandern. Finde das eine Schweinerei, solange keine dringende Notwendigkeit dazu besteht. Übrigens entwickelt sich schon lange ein [b]brain drain[/b] vor allem in die USA. D. h. die guten, gebildeten, leistungsbereiten Leute suchen ihr Glück im Ausland, während die Luschen hier bleiben. Umgekehrt wollen die Luschen aus dem Ausland (=Wirtschaftsflüchtlinge; ich rede hier nicht von politisch Verfolgten) vermehrt hierher ziehen, während viele Schwellenländer (bspw. China oder Indien) inzwischen auch schon respektable Forschungseinrichtungen aufgebaut haben, so daß die Guten in diesen Ländern bleiben. Folglich herrscht gegenwärtig ein gewaltiger "Luschen-Nettozuwachs". [/B][/QUOTE] Naja, es geht. Von mir aus kann auswandern wer will, wenn das Ganze vor dem Studium oder nach einer längeren Arbeitszeit hier passiert. Das günstige Studium noch mal eben mitzunehmen und dann abzuhauen ist allerdings extrem fragwürdig. Deutschland ist beim Brain Drain zwar insgesamt schon Verlierer, aber ein paar Gute bekommen wir schon noch ab. Zumindest gibt sich bei uns am Lehrstuhl halb St. Petersburg die Klinke in die Hand. Ich kann schon fließend russisch zuhören. :D [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Die Hauptursache des brain-drains dürfte darin liegen, daß in Deutschland die Chancen auf feste Stellen an den Hochschulen rar gesät sind - ich weiß wovon ich rede! Ich hoffe, daß sich da bald was tut - die Exzellenzinitiative ist ein Schritt in die richtige Richtung. [/B][/QUOTE] Naja, im Endeffekt bleiben eh nur Idealisten und Luschen längerfristig nach der Promotion an der Uni. Die Bezahlung ist schließlich ein Witz im Vergleich zu dem, was man in der Industrie verdienen kann. Und die Exzellenzinitiative halte ich für grundlegend falsch, weil keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt werden, sondern als Ausgleich Fördergelder gekürzt worden sind. Exzellenz ist in Deutschland relativ breit verteilt und an fast jeder Uni findet man vereinzelte hervorragende Lehrstühle. Sinnvoller wäre es daher Exzellenz (gerne auch nach scharfen Kriterien) lokal zu fördern und nicht einfach das Geld auf einen Haufen zu werfen und das Beste zu hoffen. [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B] Zum Thema: Interesse an der Physik ist das A & O der Eignungsfähigkeit für das Medizinstudium; Interesse an Statistik das A & O der für das Psychologiestudium. [/B][/QUOTE] Das sehe ich ähnlich. Es sind zumindest erwiesenermaßen die Aussiebevorlesungen in diesen Fächern und die sind vom Schwierigkeitsgrad her auf keinen Fall mit der Schule zu vergleichen, sondern enorm viel schwieriger. |
| halfbee | ja genau, darkmarv. rentenalter 70? also ich finds ja jetz schon so furchtbar von den ganzen halb-senilen lehrern hier abhängig zu sein, bei leuten die dauernd meinen namen vergessen meinen im moment wichtigsten abschluss zu machen. und solche leute willst du also an der arbeit sehen. leute, die öfter krank als gesund sind,die keine körperlich belastende arbeiten erledigen dürfen...so jemanden will ich weder als chef noch als kollege. ich find,so wies jetz grad ist passts.nicht zu alt nicht zu jung.schau dich mal mit 70 an, ob du da noch arbeiten magst. so, also jetz bin ich endgültig verwirrt.ich weiß, dass ich mir sicher sein muss bei der wahl meines berufs. aber täglich erzählt mir jemand was neues was mich wieder für das eine begeistert oder mich total entmutigt. vllt mal eine kurze info vorweg:mit meinem medizin studium möchte ich nachher pathologin werden oder nach dem psychologie studium entweder eben therapie machen oder beraten oder in die wirtschaft gehen.das sehe ich auch genau vor mir, das ist ein wahrer traum von mir. aber fragt sich halt, ob das nich besser ein traum bleiben sollte. ich hab echt nichts mi mathe am hut, ich HASSE es, also ist statistik für mich vll unschaffbar. und ebenso war ich in physik immer bodenlos schlecht und in den andren naturwissenschaften wie gesagt auch nich der renner. also vllt muss ich mich doch davon verabschieden. aber wirklich, was andres kann ich mir einfach nicht vorstellen!ich sehe mich nicht anwältin oder lehrerin oder sonst was...kann es eigentlich sein dass es leute ohne sich mit der begabung deckenden interessen gibt?dann bin ich so einer. ach ich bin verzweifelt*seufz*ich hab ja auch schon x eignungstests und sowas gemacht.meine begabung ist sprachlich, im rest bin ich mittelmaß, mathe unterdurchschnittlich. es ist immer dasselbe.aber was macht man mit so ner diagnose?sprachwissenschaften hat mir neulich ein freund ziemlich schön geredet. aber ich seh mich nicht als sprachwissenschaftlerin. vllt sollte ich doch lieber kassierin werden oder so. oh mann.:( |
| Nachtelfchen | halfbee: lass dich nicht entmutigen!! du bist jung, du kannst auch etwas anfangen und dann umsatteln, das machen ziemlich viele. weisst du, es kann auch sein, dass wenn du siehst, dass du mathe für etwas brauchen kannst, dann kannst du dich durchbeissen? mir gings mit gewissen dingen auch, zb gerade linguistik - ich mag sprachgeschichte, sowie soziolinguistik, was ich hingegen überhaupt nicht abkann ist dieses sprachtheoriezeug oder generative grammatik *grusel*... aber um dekonstruktion zu verstehen, auch wenn nur halb, dann musst du von struktureller linguistik schon ein bissl ahnung haben, und da gings dann plötzlich irgendwie... sprachliche begabung... dolmetscherin/übersetzerin? journalistin? auch als ärztin hilft dir eine sprachliche begabung, wenn du etwa bei ärzte ohne grenzen arbeiten willst oder beim roten kreuz. ... aber pathologie... da kommen dann ganz andere dinge auf dich zu... :eek: |
| Stonehenge | Erstmal allgemein zum Thema Medizinstudium meine Einschätzung: Wenn Du es schaffst das erfolgreich abzuschließen, brauchst Du Dir um einen Arbeitsplatz in (v.a. Ost-) Deutschland vermutlich nie mehr Sorgen zu machen. Allerdings steht Medizinstudium im Gerücht, relativ teuer zu sein und auch viel Zeit zu beanspruchen. Außerdem kommt wenn Du keine sehr guten Schulnoten hast noch Wartezeit dazu. Wenn Du Dirs zutraust spricht aber nix dagegen, wir brauchen händeringend Ärzte. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Die Kraft ist das entscheidende. Zeit lässt sich planen und durchorganisieren. [/B][/QUOTE] Mag bei manchen Menschen gut funktionieren, bei Chaoten wie mir wirds wohl nie (vollständig) gelingen. Nicht daß ich es dringend wöllte... [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Bevor du ein Studium anfängst, das sehr langwierig und kostspielig ist, solltest du dich entscheiden, was du eigentlich arbeiten willst. Siehst du dich in 10 Jahren im Kittel oder im Kostüm? Gehst du zur Nachtschicht ins Krankenhaus oder um 8.00 ins Büro zum Meeting? Schreibst du Artikel oder forschst du im Labor? Vielleicht hältst du Vorlesungen oder bist Teamleiter im Schlupfwinkel?[/B][/QUOTE] Ich finde darauf sollte man nicht [b]zu viel[/b] Gewicht legen. Vorstellungen ändern sich mit der Zeit, wenn ich daran denke was ich vielleicht mit 18 im Leben erreichen wollte und wie die Situation 10 Jahre später aussieht geht da eine ziemliche Schere auf. [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Mach dir eines klar: nach dem Studium geht die Ausbildung weiter und es ist nicht jedermanns Sache, wenn man mit Ende 20 noch nicht einmal ein Auto unterhalten kann. Wenn du dann das Studium ergriffen hast, einfach weil du es studieren wolltest, wirst du unter Umständen Schwierigkeiten haben deinen Platz zu finden. Vielleicht zweifelst du auch an deiner Entscheidung. [/B][/QUOTE] Das kann immer passieren. Allerdings: Es ist auch als Student sehr wohl möglich ein Auto zu unterhalten. Wenn man natürlich an das Auto und auch sonst keine hohen Ansprüche stellt. Ich habe mir über 6 Jahre Studium relativ problemlos die ganze Zeit ein Auto unterhalten können, gekauft vom Ersparten während der Zivizeit und die laufenden Kosten fielen vom Bafög und dem Nebenbeiverdienst (auf dem Bau und als Hiwi) ab. Natürlich mit auch sonst recht minimalistischer Lebensweise, Zimmer im unsanierten Wohnheim, Verzicht auf Fernseher Telefon & Co sowie Klamottenkauf im wesentlichen beschränkt auf 1mal pro Jahr bei 2nd Hand. Man muß halt Prioritäten setzen. Die größeren Probleme sehe ich übrigens bei denjenigen, die etwas studieren was sie eigentlich nicht beherrschen, nur weil ihnen dort bessere Berufschancen eingeredet werden. Ich weiß wovon ich spreche, habe schon viele Informatikerklausuren korrigiert... [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]eisst du, es kann auch sein, dass wenn du siehst, dass du mathe für etwas brauchen kannst, dann kannst du dich durchbeissen? mir gings mit gewissen dingen auch, zb gerade linguistik[/B][/QUOTE] Mathe ist allerdings kein Lernfach, sondern erfordert ein gewisses Grundverständnis. Mit Fleiß kann man da nur in gewissen Grenzen etwas erreichen. Insofern ist der Vergleich mit Linguistik etwas hinkend. Was aber nicht heißen soll, daß Anstrengung in Mathematik nicht lohnt! [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]sprachtheoriezeug oder generative grammatik *grusel*... [/B][/QUOTE] :D Erinnert mich irgendwie an 2 Kommilotonen, die im Zuge des Info-Nebenfachs statt zur Vorlesung neuronale Netze ausversehen in die Veranstaltung "Compilerbau II" hineingerutscht sind. Hatten die ganze Einheit dumm aus der Wäsche geguckt während der Vorlesende irgendwas von kontextfreien Grammatiken vom Stapel gelassen hatte, bis ihnen am Ende das Licht aufging daß sie im "falschen Film" saßen. Hatten auch mal ein paar Schnupperstudenten in der Vorlesung Algebra 2.Semester, ich befürchte die hatten hinterher kein Interesse mehr am Mathestudium. Vielleicht schreib ich nacher noch was dazu, hab noch nicht alles gelesen... Stone |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von Winterborn [/i] [B]Eben. Und dann braucht man einen Nebenjob (braucht man eh, wegen den Studiengebühren), was widerum weniger bafög bedeutet. [/B][/QUOTE] Außer man studiert in Sachsen, da gibts (noch) keine Studiengebühren. Zu DM-Zeiten kam ich vom Auto abgesehen mit etwa 400 Mark im Monat ganz gut hin (davon 230 für die Miete). Hatte natürlich das Glück es nicht allzuweit nach Hause zu haben und konnte dort immer das halbe Essen für die Woche mitnehmen :-) [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen[/i] [B]besonders wenn frau dann in die pubertät kommt, möchte sie jedoch den männern gefallen, und dann wird eben das gemacht, worauf männer abfahren.[/B][/QUOTE] Wenn das stimmen würde und man den Frauen keine Blödheit unterstellt, würden sie sich z.B. viel weniger schminken :D [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen[/i] [B]damit die jungs nicht denken, frau wäre klug. weil klug macht unattraktiv. jedenfalls in den augen mancher[/B][/QUOTE] Ich glaub Jungens die so denken würde ich als Frau nicht hinterhertrauern. Es sei denn frau sucht einen Dummen, den man ordentlich unter dem Pantoffel halten kann. [QUOTE][i]Original geschrieben von more[/i] [B]eben NICHT so blöd sein wollen wie Paris Hilton...[/B][/QUOTE] Wer zum Geier noch mal ist denn jetzt eigentlich Paris Hilton? Hab ich ne Bildungslücke oder ist das bloß irgendsone Schnepfe von der dann immer in den Schmalzzeitungen zu lesen ist? ------- [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav[/i] [B]Finde es gut, daß unser Staat studierenden Eltern zusätzliche Beihlifen gibt. Allerdings finde ich es SEHR VERWERFLICH, wenn die fertigen Studenten ihre Steuern dem Ausland in den Rachen werfen. Btw.: Wie steht es eigentlich mit der BAFöG-Nachzahlung für Emmigranten aus Deutschland? Fände es schon fast ein SKANDAL, wenn hier nichts bezahlt werden müßte... geradezu Schumacheresk, wenn Du verstehst, was ich meine.[/B][/QUOTE] Denke ich verstehe was Du meinst. Altkanzler Schröder hat sich ja nicht entblödet den Herrn Beschmumacher öffentlich zu belobigen, obwohl dieser offiziell legal Steuern hinterzog auf sein geschätztes 30-Millionen-Einkommen. Naklar, die reiche Schweiz kann die Steuern bestimmt dringender gebrauchen. Als Gipfel der Frechheit hätte eigentlich nur noch kommen müssen, daß diesem Vorbild aller Raser noch Herr Eichel persönlich das Dankeschön überreicht hätte, wäre ungefähr genauso hirnverbrannt wie damals Hrn.Trittin zur Blockade der Altautoverordnung zu zwingen. Das schlimme ist: Solang solche Stinker noch als die Gutmenschen schlechthin dargestellt werden (erst gleich hochgejubelt wenn sie einen Bruchteil der hinterzogenen Steuern für nen guten Zweck spenden, für den der Staat mit seinen klammen Kassen kein Geld hat), sieht der normale "Kleinauswanderer" nach dem Studium überhaupt keinen Grund, ein schlechtes Gewissen zu bekommen. [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav[/i] [B]Jeder muß etwas tun, was einem keinen Spaß macht. Persönlich kann ich auch nicht immer Fancy-Forschung machen, sondern muß auch mal das Anfängerpraktikum für das Medizinergesocks betreuen. Ich hasse es, wie die Pest, muß dafür um halbacht morgens aufstehen - mache es aber trotzdem. Den Traumjob gibt es nicht.[/B][/QUOTE] Mir kommen gleich die Tränen, halb 8 das ist ja mitten in der Nacht ;) Ich bin ganz froh daß ich meistens bis gegen 7 ausschlafen kann, bei Lehrveranstaltung zur 1.Einheit klingelt der Wecker um 6. Nebenbei bemerkt: So eine Übung oder Praktikum betreuen, ob für Mediziner oder andere, darum würden sich beim üblichen Stundenlohn im ÖD so einige reißen. Problem ist halt, daß das Otto Normalbürger nicht so einfach bringt, also müssen doch die Studierten ran. Traumjob wäre für mich dauerhaft halbtags arbeiten, da verdient man ausreichend zum Leben und kann noch jede Menge nebenbei machen (Garten, Haus usw.). [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca[/i] [B]In den meisten kleineren Firmen ist auch für Ingenieure bei 3500 Schluss...Da liegt ein unstudierter Techniker in der Industrie locker drüber.[/B][/QUOTE] Im Osten siehts noch ein bissel dürftiger aus. Vor allem wenn der Ingenieur (studierte Elektrotechnik) schon 50 ist und vorher 1..2 Jahre arbeitslos war, kann er schon froh sein wenn er fürn Tausender Netto eingestellt wird. Wohl dem der in der Zeit sparen kann, daß er in der Not hat. Und abwandern ist mit Haus, Frau und Kindern auch nicht unbedingt das Mittel der Wahl. Das ständige Gesäuere vom angeblichen Fachkräftemangel und "Abwanderung der klugen Köpfe aus den NBL" kommt einem aber angesichts solcher Tatsachen wie Hohn vor. [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav[/i] [B]Die Härte des Studiums war nicht so sehr das Problem. Problematisch war eher, daß der Frauenanteil der Uni KA nur 20% beträgt, was sehr frustrierend sein kann. Nicht umsonst befindet sich unweit der Uni-Hauptverwaltung die Karlsruher Vergnügungsmeile mit ihren Table-Dance-Bars und Laufhäusern - das war für mich als BAFöG-Studi aber auch keine Option. [...] Was ich damit sagen will: Auch solche Kriterien spielen bei der Studienortswahl eine Rolle. Was nützt es Dir, an einer Eliteuni zu studieren, wenn Du zu einem sozialen Wrack wirst, weil Du notgedrungen auf andersgeschlechtliche Kontakte verzichten mußt?[/B][/QUOTE] Erinnert mich irgendwie an einen ehemaligen Kommilotonen, der auf VWL umgestiegen ist. Als Grund hatte er angegeben "daß dort mehr Mädels sind" :D Dabei liegen die Mathematiker mit geschätzten 40% Frauenanteil doch ganz beschaulich im Rennen. Ich halte es allerdings für ein Gerücht, daß einige Jahre eingeschränkter Kontakt mit gegengeschlechtlichen Studenten einen zum sozialen Wrack werden lassen. Finde selbst als Einsiedler kann man sich eine soziale Ader erhalten, und unter Männern gibts doch auch schöne und sinnvolle Beschäftigungen. Außerdem gibts in Universitätsstädten nicht nur Frauen die studieren :) [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav[/i] [B]Zwar (noch) keine Eliteuni, aber dafür gibt's jede Menge hübsche Mädels, denen man in allerlei Praktika in den Ausschnitt gucken darf :-)[/B][/QUOTE] Ach so ein Schlimmer bist Du :D Übrigens: Nur mal gucken kann man sich in der Tabledancebar selbst vom Bafög leisten. Darf sich halt bloß nicht von aufdringlichen Damen überreden lassen, ihnen teure Getränke zu spendieren ;) Schattengrüße, Stonehenge |