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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Die eigenen Kinder anlügen? - Weihnachten & Co.
Vampire LadyHallöchen!

Ich denke schon seit längerer Zeit darüber nach, wie ich meinen Nachwuchs (noch nicht unterwegs) am besten erziehen soll.

Beim Thema Weihnachten, Ostern und von mir aus auch Klapperstorch komme ich aber absolut zu keinem Entschluss.

Eigentlich sind diese Feste total kommerzialisiert, weswegen ich mich seit ein paar Jahren strikt weigere, sie zu feiern.
Natürlich möchte ich meinem späteren Kind aber den schönen Anblick eines geschmückten Weihnachtsbaum nicht vorenthalten. Dabei gibt es ja auch an sich kein Problem, für meinen Nachwuchs feiere ich eben Weihnachten.

Jetzt aber zu meinen Problemen:

- Warum eigentlich feiern, obwohl es doch christliche Feste sind und in meiner und der Familie meines Freundes keiner diesem Glauben anhängt? (das ist aber das kleinere Problem, da es ja auch um friedliches Beisammensein etc. geht)

- Wenn ich sie feiere - soll ich meinem Kind wirklich das Märchen vom Weihnachtsmann erzählen (oder Osterhasen)??? Ich meine, damit lüge ich mein Kind über Jahre vorsätzlich an, und das passt mir ganz und garnicht!!! Andererseits wäre mein Kind dann das einzige, dass nicht an sowas glaubt.

Könnte das zu einer Art Außenseiterrolle führen? Oder zerstört mein Kind dann vielmehr ungewollt die Träume anderer Kinder?
Wie seht ihr das - Kind anlügen oder ehrlich sein und vielleicht sogar Ärger mit anderen Eltern riskieren? (Da ja besonders der Weihnachtsmann laut einer Freundin ein super Druckmittel bei dauerhafter Unartigkeit darstellt ;) )
TrauerwesenOh, ein sehr interessantes Thema.


Ich glaube zwar, dass es Jesus gab, trotzdem gibt es für mich auch nichts zu feiern, weil ich eben kein Anhänger seiner Lehre bin.

Dennoch finde ich Weihnachten und Ostern toll, eben weil ich auch gerne schenke. Und das friedliche Beisammensein finde ich auch toll; ich denke, einem Kind sollte man schon ein Weihnachten und Ostern bieten, und was es dem Kind letztenendes bedeutet, kann es ab irgendeinem späteren Zeitpunkt selbst entscheiden.

Der Glaube an das Christkind, den Weihnachtsmann oder den osterhasen finde ich durchaus kindgerecht. Sicherlich ist es nicht so notwendig, wie man ein Kind über den Tod aufkläret (nun im Himmel, als Engel blabla), eben weil ein Kind auch verstehen würde, dass man selbst etwas schenkt. Aber ich denke, dass es - gerade weil die meisten Kinder diese Mähr kennen - es nicht schaden kann. Es wäre sicherlich komisch, wenn sich das Kind eines Tages fragt, wieso bei anderen aus dem Kindergarten ein Osterhase kommt, aber bei einem selbst die Eier von den Eltern versteckt werden (sofern man diesem brauch dann überhaupt nachgeht).

Also, kurzum, das sind nur einige Gedanken dazu von mir, ich würde meinem Kind all das geben, wie ich es auch bekam.
rosenkind[QUOTE]Der Glaube an das Christkind, den Weihnachtsmann oder den osterhasen finde ich durchaus kindgerecht.[/QUOTE]

ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: selbst wenn ich für eine Weile (als Jugendliche) diese "Lügen" der Erwachsenen verachtete und mir schwor, meinem Kind nie sowas zu erzählen, bin ich heute derAnsicht, dass Geschichten und Märchen und somit auch solche Gestalten für kleine Kinder ungemein wichtig sind. Man kann sein erwachsenes, rationales Weltbild nicht auf Kinder übertragen, Kinder leben in einer völlig anderen Welt - und sie lernen durch Geschichten so vieles: ihre Fantasie zu beflügeln, das Gefühl "ich bin nicht alleine", Moral und noch vieles mehr. Ich erinnere mich da beispielsweise an eine Figur, die meine Mutter erfunden hat, als ich schlimmen Husten hatte. Es war die Geschichte einer alten Frau, die wann immer jemand starken Husten hat vorbeikommt und den Husten in einem großen Sack sammelt und mitnimmt. Und wie ich kleines Mädchen auf dieseFrau wartete, war der Husten viel leichter zu ertragen als vorher. Kinder brauchen Mythen, Märchen und Geschichten.
Nuit de la Rose[QUOTE][I]Original von Rosenkind[/I]
Man kann sein erwachsenes, rationales Weltbild nicht auf Kinder übertragen, Kinder leben in einer völlig anderen Welt[/QUOTE]

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen oder Rosenkinds Ausführungen erweitern. Das rationale Weltbild der Erwachsenen kann auch so vieles kaputt machen oder erst gar nicht entstehen lassen. es entstehen viele Grenzen dadurch, welche die Kinder noch nicht haben, ihnen steht dadurch sehr vieles offen...Sie glauben und hoffen und mehr. Bekanntlich versetzt der Glaube Berge. ;)

Ich persönlich würde meinen Kindern nicht von dem Klapperstorch erzählen...hm Osterhasen und Weihnachtsmann...gute Frage...Also mir wurde beides erzählt...und ich würde es als schade empfinden, wenn es da nicht so gewesen wäre...Also würde ich es wohl bei meinen Kindern auch so machen...feiern auf jeden Fall, aus den gleichen Gründen wie sie Trauerwesen auch schon nannte.
Trauerwesenrosenkind:

Richtig, genauso sehe ich das halt auch. Der Schock später, dass es das alles nicht gibt, mag vielleicht kleiner sein als wenn das Kind schon als Kind nicht "träumen" kann. Und eben das ist auch der grund, wieso man Kindern ja auch nicht sagt "Dein Opa ist tot" sondern "Dein Opa ist nun im Himmel bei den Engeln oder sonstwo". Der Umgang fällt sicherlich leichter, aber die "kalte" reale Welt werden Kinder noch früh genug erfahren.
Vampire LadyIch wusste doch, dass ich hier einige Aspekte noch nicht bedacht habe. Ich liebe dieses Forum :D

Z. B. an die Fantasieentwicklung hatte ich noch garnicht gedacht, obwohl ich sie richtig wichtig finde.

Ich habe immer vielmehr an mein schlechtes Gewissen gedacht, wenn ich mein Kind anlüge.

Die Argumente sind alle wirklich gut und richtig. Trotzdem bleibt eben ein schaler Nachgeschmack, wenn ich daran denke, dass ich meinen Kindern irgendwann gestehen muss, dass ich sie veräppelt habe.

Wann ist eigentlich das richtige Alter für die Wahrheit? Ich selbst kann mich kaum daran erinnern, wann ich sie erfahren habe und wie ich mich dabei gefühlt habe...
Nuit de la RoseHm...also ich glaube meine Mutter nahm das nie zu ernst...sie sagte zu mir immer: " Der Osterhase war da und hat etwas versteckt".
Sie sagte es immer mit einem wundervollem Lächeln...sie machte es nicht zu sehr abhängig von den Figuren.
Ich muss es wohl im Kindergarten erfahren haben oder in der ersten Klasse. ich weiß es nicht, vielleicht erfuhr ich es auch durch meinen älteren Bruder...Aber geschockt, war ich glaube ich nicht...
Hm...ich kann mich absolut nicht mehr erinnern, wie dies meine Mutter handhabte.
Sei später dann einfach du selbst und lass es mit einfließen..so wie man es auch mit Märchen macht...vielleicht?
matheaMein Partner (seines Zeichens Pädagoge) meint, dazu, dass es für die Kinder leichter zu verstehen sei ihnen zu sagen: Zu Ostern kommt der Osterhase und versteckt die Eier und zu Hl. Abend kommt das Christkind und bringt den braven Kindern Geschenke.

Ich finde das irgendwie nicht richtig. Wenn man sein Kind christlich erzieht bzw. diese Feste mitfeiert, dann kann man ihm doch auch erklären, warum genau man Ostern/Weihnachten feiert, was es mit den Eiern und dem Tannenbaumschmücken auf sich hat. Wenn man ihnen das erklärt ist das doch gewiss kein Verständnisproblem. Außerdem gibt es mittlerweile unzählige kindgerechte Bücher zu dem Thema.

Meiner Ansicht nach würde ich meinen Kindern von vornherein die Wahrheit erzählen. Zwar ist es im Kindergarten evtl. nicht toll wenn mein Kind ankommt und steif und fest behauptet, dass es Osterhase und Christkind nicht gibt, aber noch schlimmer finde ich, wenn mein Kind dann von der Grundschule heim kommt und weint, weil alle lachen da es noch an obige Gestalten glaubt.

Außerdem müsste man in Bezug auf Osterhase und Christkind dann auch so weit gehen und dem Kind erzählen, dass die kleinen Babys der Klapperstorch bringt.
rosenkind[QUOTE]Wann ist eigentlich das richtige Alter für die Wahrheit?[/QUOTE]

imo Grundschulalter. Da erwacht in den Kindern die Ratio. Das ist das Alter, indem man die Welt verstehen lernen möchte in ihren naturwissenschaftlichen Gegebenheiten und physikalische und chemische Experimente nicht nur reine Spielfreuden sind. man möchte die Welt anfassen und verstehen. das ist das Alter,in dem man aus dem Träumerischen der Kleinkindzeit erwacht unddie Natur erforschen möchte. Also so 7, 8 Jahre halte ich für angebracht für die Aufklärung.

@ mathea
wie du deine späteren Kinder erziehst ist natürlich deine Sache. Aber ich fände es ehrlich gesagt ziemlich schade, ein kleines Kind mit der mythenentleerten Welt zu konfrontieren. Grade weil kleine Kinder enorm viel Fantasie haben und die welt nicht rational, sondern emotional begreifen, was man beispielsweise daran sieht, dass Puppen, die für uns eine leblose Ansammlung von Stoff und Plastik sind in der Fantasie der Kinder lebendige Wesen sind. Wie gesagt, kleine Kinder leben in einer völlig anderen Welt und je kleiner sie sind, umso weniger können sie etwas rational begreifen. Wenn ich so zurückblicke, mir würde heute als junge Erwachsene enorm viel an innerem Reichtum, an Abstraktionsfähigkeit, Gefühlsfähigkeit, Kunstsinnigkeit, Fantasie und Kreativität fehlen, wenn ich nicht in einem Umfeld aufgewachsen wäre, das sehr viel Wert auf solche Träumereien legte.
mathea@rosenkind, ich wollte niemandem vorschreiben wie er seine Kinder erziehen soll, das mag natürlich jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil erinnere mich allerdings noch sehr gut daran, wie ich bereits im Kindergarten für meinen Irrglauben an Osterhase/Christkind ausgelacht wurde.

Und dass Kinder auch schon vor dem Grundschulalter ein rationelles Interesse entwickeln können habe ich hautnah bei meiner kleinen Cousine gemerkt.

Und wer sagt eigentlich, dass Ostern und Weihnachten vollkommen mythenentleert sind? Ich möchte ja jetzt nicht erklären warum wir wirklich zu Ostern Eier suchen und Weihnachten feiern.

Außerdem war ja die Frage des Threads wie Andere das Thema handhaben würden. Wenn ich das falsch verstanden habe möge man mir dies nachsehen.
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Vampire Lady [/i]
[B]Könnte das zu einer Art Außenseiterrolle führen? Oder zerstört mein Kind dann vielmehr ungewollt die Träume anderer Kinder?
[/B][/QUOTE]

...ich glaube kaum, dass ein einiziges Kind (oder zumindest ein Kind, das mit seinen Ansichten eindeutig in der Minderheit ist) die Träume von all den anderen Kindern aus seiner Kindergartengruppe zerstören kann...da halte ich die Außenseiterrolle doch für sehr sehr viel wahrscheinlicher...

[quote]Ich habe immer vielmehr an mein schlechtes Gewissen gedacht, wenn ich mein Kind anlüge.[/quote]

...ich finde nicht mal, dass man das unbedingt als "lügen" bezeichnen kann, lügen klingt so negativ...man erzählt seinem Kind doch auch irgendwelche Märchen von Schneewittchen, Hänsel und Gretel und so weiter, das fällt für mich in eine sehr ähnliche Kategorie...


[quote]Da ja besonders der Weihnachtsmann laut einer Freundin ein super Druckmittel bei dauerhafter Unartigkeit darstellt[/quote]

...sowas wiederum find ich total daneben, wenn man solche "Märchenfiguren" als Druckmittel missbrauchen muss und das Kind irgendwann mal merkt, dass es unnötig Angst gemacht bekommen hat, weil´s den Weihnachtsmann eben gar nicht gibt...da sollte man meiner Meinung nach bei Unartigkeiten anders durchgreifen mit seiner Erziehung...




...bei uns zuhause läuft es übrigens auch "zweigleisig" ab...in der KiTa bekommt meine Tochter die Hintergründe von Weihnachten, Ostern & Co. vermittelt, bei uns zuhause war dann eben der Osterhase oder Weihnachtsmann da (die sich beide nie "persönlich" bei uns blicken lassen ;)), wenn plötzlich Ostereier oder GEschenke da liegen...wenn sie dann anfängt von den religiösen Hintergründen zu reden, hab ich keine Probleme damit, darauf einzugehen, auch wenn ich mit Religion sonst nicht viel am Hut hab...
rosenkind@mathea
ichwollte auch niemandem etwas hereinreden.es gibt viel wichtigeres. ich finde es nur traurig, wenn man dem kindlichen Fantasieren und Ideenreichtum im Kleinkindalter nicht nachkommt. Es ist nicht so, dass ein Kleinkind nicht - in seiner kindlichen Weise - die Hintergründe von Weihnachten verstehen könnte, vielmehr sehe ich es als eine verarmende Erziehung an, wenn man ihm Märchen, Mythen und sowas (und somit auch Christkind [Weihnachtsmann find ich ganzschrecklich] und Osterhase) vorenthält. Ich vergleich das mal mit Nahrung. man wird auch von Essen satt, dass einem absolut nicht schmeckt. Für den Grunderhalt ist Geschmack also nicht notwenig, aber der Sinn für kulinarischen Genuss wird ziemlich abgestumpft.
Aus Kindern, denen schon sehr früh- zu früh - ein rationales Weltbild beigebracht wurde, werden oft auch Erwachsene, die zu Fantasie und Kreativität keinen Zugang mehr finden. Sicher ist es übertrieben, das nur auf die Nikolaus/Osterhase- Geschichte zu reduzieren, das ist nur ein Rädchen im Getriebe. Aber ich bezog mich ja allgemein auf diese Dinge.
mathea@rosenlind, kein Problem. Ich sehe es nicht als fantasielos an den Kindern in dieser Hinsicht die Wahrheit zu sagen. Dafür gibt es ja noch Märchen, Sagen, Mythen, Geschichten....
rainravenIch weiß noch, daß ich als Kind mit der Oma zusammen an einem Heiligabend zum Fenster rausgeschaut habe, während wir auf das Öffnen des Weihnachtszimmers (Wohnzimmer der Eltern, mit einem Leintuch verhängte Glastüre, damit wir nicht sahen, wie die Eltern es tagsüber dekorierten "Das Christkind ist da drin und wir dürfen nicht stören") warteten und ich mir ganz sicher war, einen Schlitten mit dem Christkind drin durch ein von der Abendsonne hellrosa erleuchtetes Wolkenloch verschwinden sah. Und es war/ist immer für die ganze Familie, auch für die "Großen", eine ganz eigenartige, feierliche Stimmung am Heiligabend, während man auf die Bescherung wartet.

Will man Kindern sowas wegnehmen, indem man ihnen nüchtern erzähl "das Christkind gibts nicht, das sind die Eltern"?

Später bin ich dann selbst draufgekommen, weil wir immer am Heiligabend-Nachmittag mit Papa rausgehen mußten und beschäftigt wurden, während Mama nie mitkonnte und ich einmal in der Nacht auf den 24. heimlich einen Weihnachtsbaum auf den Füßen meier Eltern durch die Wohnung ins Wohnzimmer schleichen sah...Doch da war ich auch schon in einem Alter, wo einn diese Erkenntnis nicht mehr stört, weil man es doch irgendwie schon geahnt hat...:)
matheaDas hört sich schön an. Ich freue mich, dass du so schöne Erinnerungen an deine Kindheit hast.

Irgendwie ist es schwierig Kinder richtig zu behandeln, von der Erziehung einmal ganz abgesehen.

Meine Eltern haben ziemlich viel falsch gemacht, da kam es auf die Geschichte mit dem Christkind und dem Osterhasen dann auch nicht an, die meine Mutter erzählt hat. Meinen Vater hat unsere kindliche Fantasie herzlich wenig interessiert, genau wie alle anderen moralischen und gesellschaftlichen Werte die man Kindern irgendwann einmal vermitteln sollte. Aber das ist nicht das Thema.

Lange Rede kurzer Sinn, ich sollte mich wohl eher nicht zu diesem Thema äußern. Vampire Lady findet bestimmt eine schöne, kindgerechte, fantasievolle und zeitgleich passende Geschichte für ihren Nachwuchs.
VikingNaja, ich denke, dass kleinere Flunkereinen im Sinne einer halbwegs erfolgreichen Erziehung nicht so verwerflich sind, wie es für absolute Wirklichkeitsliebhaber vertretbar ist.
Zum Beispiel haben meine Freundin und ich unserem Jungen erzählt, dass die Schnullerfee kommt und großen Kindern die Schnuller gegen Spielzeuge tauscht. Das war eine gute Sache, weil unser Kleiner freiwillig und ohne größere folgende Proteste seine Schnuller abgegeben hat- somit war es für uns eine erfolgreiche Entwöhnungsmaßnahme, die wir gerne mit dieser kleinen Flunkerei erkauft haben.

Der Osterhase hat verständlicherweise im letzten Monat ebenfalls einen wichtigen Platz in der Vorstellung unseres Jungen eingenommen, weil der nun mal einen Haufen Schokolade gebracht hat, in Paketen und Gärten verteilt und Schokolade ist, egal ob von der Post oder vom Osterhasen, eine wichtige Sache für zweijährige.
Später einmal kann man ihm immer noch die Wahrheit sagen, wenn er oder sie dazu aufnahmefähig ist.
Somit glaube ich, dass man seine flunkereien nur auf das entsprechende Alter abstimmen muß
VikingAuch nicht so verkehrt sind zum Beispiel:

Den Donner bei Gewittern damit zu erklären, dass die Wolken sich streiten, wer jetzt regnen darf

Das Abendrot damit zu erklären, dass die Engel Plätzchen backen

Das halte ich für legitim, solange die Kinder nicht alt genug sing, die Wirklichkeit zu verstehen. Das sozusagen altersangemessene Erfahrungshilfe.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von mathea [/i]
[B]
Ich finde das irgendwie nicht richtig. Wenn man sein Kind christlich erzieht bzw. diese Feste mitfeiert, dann kann man ihm doch auch erklären, warum genau man Ostern/Weihnachten feiert, was es mit den Eiern und dem Tannenbaumschmücken auf sich hat. Wenn man ihnen das erklärt ist das doch gewiss kein Verständnisproblem. Außerdem gibt es mittlerweile unzählige kindgerechte Bücher zu dem Thema.
[/B][/QUOTE]

ich finde, das schliesst sich aber nicht aus. Ich wusste, wieso wir Weihnachten feiern, und eben weil Jesus Geburtstag hat, kam das Christkind und brachte Geschenke (auch wenn ich mich immer fragte, wieso ich was bekomme, wenn er doch Geburtstag hat *lol*).


Viking:

Gewitter wurde mir so erklärt, dass bei Donner Gott böse ist und die Türen knallt und bei Blitzschlag dann halt das Licht an und aus knipst. Und bevor ein falscher eindruck entsteht, meine Mutter ist/war keineswegs extrem christlich, aber damals dachte ich halt, Gott ist im Himmel, und somit machte es Sinn.
Ich konnte mir das einfach besser vorstellen und damit umgehen. Nichts war schlimmer für mich, als ich als Kind (irgendwie in der Grundschule) die Urknalltheorie gelernt hatte, plötzlich war alles so leer in der Welt und hoffnungslos; um nicht zu sagen nihilistisch^^. Es kommt wohl auch immer auf das Kind an, auf seine Reife usw., aber wie gesagt, zu träumen, dass dort draussen soviel gutes ist (sind ja Osterhasen, Feen etc) finde ich daher nicht verkehrt. Es gibt eben Sicherheit und Halt.
InfernalMajesty[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]. Also so 7, 8 Jahre halte ich für angebracht für die Aufklärung. [/B][/QUOTE] du glaubst doch nicht wirklich, dass du einem 6- / 7-jährigen kind noch den weihnachtsmann auftischen kannst?!
im alter von 7/ 8 jahren denken die schon an liebe und solche späßchen...


ich habe drei nichten (momentan 10, 9 und 2 jahre alt) und die älteren beiden wussten schon mit ca. 4 / 5 jahren, was es mit diesen feiertagsmaskottchen auf sich hat.

ich persönlich wusste es auch schon relativ früh, jedoch ohne, dass mich einer direkt aufgeklärt hatte =/ keine ahnung, irgendwie wusste ich es dann plötzlich...
böse wegen einer jahrelangen lüge war ich jedoch nicht, mir kam es vielmehr wie ne lustige spielerei meiner eltern (und älterer schwestern) vor - sone art rollenspiel vllt^^
ne freundin von mir hat mir aber erzählt, dass sie in der tat auf ihre mutter richtig lange sauer war, nachdem diese ihr die wahrheit über den weihnachtsmann erzählt hatte *g*
blue_darknesshm, also ich war 3 1/2 jahre alt, als ich es kurz nach weihnachten erfahren habe... (hab im keller stoffreste des stoffes gefunden, aus dem kissen und decke der wiege waren oO danach war eine erklärung fällig ^^)
heißt, ich kann mich nur an ein weihnachten erinnern...... aber auch da nimmt man schon diesen zauber mit, der auch später immer angehalten hat...
darum finde ich,ein hauch weihnachtsschwindel ist erlaubt..
zumal, die meisten haben ja geschrieben, dass sie nicht mehr wissen, wie es war, als sie es erfahren haben, deshalb kann es ja auch nicht soo schlimm gewesen sein...

allerdings die klapperstorch-geschichte fände ich nicht erwünschenswert. sie beruht doch eigentlich nur darauf, dass viele zu beschämt sind, zu sagen wie es wirklich geht... und auch wenn man sagt, dass das kind aus dem bauch kommt (weil der papa und die mama sich lieb gehabt haben *g*), kann kind sich noch viel vorstellen und fantasie drum herum ausbauen...wie es darin aussieht und alles mögliche..
MestigothAls Kind nimmt man dicke Männer mit Vollbart anders war, als im Erwachsenenalter. Diese verkleideten Spinner haben mir mit ihrem Auftreten ganz schön zugesetzt. Dass alles nur erstunken und erlogen war, hat den Hass auf diese Figur dann noch ein bisschen mehr geschürt.

Daher sage ich: Osterhase ja, Weihnachtsman definitiv nein.
rosenkind[QUOTE] du glaubst doch nicht wirklich, dass du einem 6- / 7-jährigen kind noch den weihnachtsmann auftischen kannst?!
im alter von 7/ 8 jahren denken die schon an liebe und solche späßchen...[/QUOTE]

ich habe in dem alter hab ich an andere sachen gedacht....
belladonnaDu meine Güte, es gibt wenn man Kinder hat weisgott andere Sorgen, als die Weihnachtsmann-Osterhasen-Frage. :rolleyes: Solange ich merke daß meine Kinder Spaß an diesen Geschichten haben - warum denn nicht. Und wer von euch hier ist jetzt ernsthaft traumatisiert, weil er in der Grundschule erfahren hat, daß er von seinen Eltern zu Ostern und zu Weihnachten jahrelang "angelogen" wurde:D
Ihr habt Sorgen, also echt.
belladonna[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Als Kind nimmt man dicke Männer mit Vollbart anders war, als im Erwachsenenalter. Diese verkleideten Spinner haben mir mit ihrem Auftreten ganz schön zugesetzt. Dass alles nur erstunken und erlogen war, hat den Hass auf diese Figur dann noch ein bisschen mehr geschürt.

Daher sage ich: Osterhase ja, Weihnachtsman definitiv nein. [/B][/QUOTE]

Ja gut, wo du es sagst, da fällt mir ein, daß ich als Kleinkind eine Riesenangst vor Weihnachtsmännern (und Clowns) hatte. Kann mich noch genau an meine erste Begegnung dieser Art erinnern. Ich bin schreiend über die ganze Couch in die Arme meiner Mutter geflüchtet und konnte gar nicht verstehen, daß mein Bruder sich so über das Erscheinen dieses Monsters gefreut hat:D
Nuit de la RoseAn solch ein Weihnachten kann ich mich auch noch erinnern. Ein Bekannter spielte Weihnachtsmann, ich sollte ein Gedicht vortragen, nur leider bekam ich es mit der Angst zu tun...wie auch bei der bösen hexe von Hänsel und Gretel :D

Hm...ich denke, wenn man merkt, dass das eigene Kind nun die Welt erfahren möchte und alles andere, was angesprochen wurde, kann man es ihm ja mitteilen...
Aber im übrigen kann ich mir schon vorstellen, dass Kinder sehr grausam sein können, wenn jemand etwas nicht weiß die anderen jedoch schon. Ich erlebte es zwar nicht damit aber auf eine andere Weise...
Frost_GeistIch versuchs mal kurz zu sagen:

Weihnachten undso kannst du selbst mit Sinn behaften und musst keinen Mythos aufbauen.
Kinder aber in Watte packen, damit sie bloss keine Unwahrheiten erfahren führt eher dazu, dass es sich zu einem unselbständigen Aussenseiter entwickelt.

Kein Kind der Welt bekam depressionene, weil es erfahren hat, dass das Christkind keine fleischliche Gestalt ist.
Bei meiner Familie ist das so, dass wir unseren Cousinen bsp. den Glauben lassen, es gibt das Christkind, aber sie eigentlich früher oder später fragen werden, warum manche sagen, dass es das nicht gibt. Dann kann man es ihnen immer noch kindgerecht erklären.
Wenn das Kind wegen dieser Sache nicht zu dir kommt und nicht fragt, dann würde ich mir andere gedanken machen.

An sowas solltest du keine Erziehung festmachen, glaube mir, obwohl ich keine Kinder habe (aber viel mit ihnen zu tun habe) kann ich hier für jede Mami sprechen. Das Problem ob Weihnachten, Ostern etc. wirklich gut ist, ist das allerkleinste Problem :D ;)
Viel Spass beim Kinder machen und Kinder erziehen. Normalerweise macht nämlich beides Spass, meistens jedenfalls ;)
NeyaIch glaube, Kinder müssen mit Märchen, mit Fantasie, mit Geschichten aufwachsen.
Kein Kind wird dir Folgen können, wenn es fragt "du Mama, woher kommt eigentlich meine kleine Schwester?" und du fängst an, von Meiose, Mitose, Befruchtung und Sexualität zu reden. Zumindest, wenn es noch kleiner ist.

Dagegen ist der Klapperstorch früher und die Blümchengeschichte, oder diese wunderbaren "weil dein Vater und ich uns sehr gern haben und uns ein Geschwisterchen für dich gewünscht haben" Geschichten für ein Kind verständlicher und befriedigender.

Ich glaube, man muss ihnen alles nach und nach erklären. Ich denke, für den Anfang ist der Weihnachtsmann (Bei uns kam immer nur das Christkind!) und der Osterhase nicht verkehrt. Dadurch erkennt das Kind langsam, nach und nach, den Unterschied zwischen Geschichte und Wahrheit.

Kinder haben ein ganz anderes Bewusstsein als "wir Erwachsene". Ich denke, Kinder brauchen solche Geschichte. Und deswegen soll man sie ja auch nicht Fernsehen lassen - denn auch Mord-und-Totschlag Filme werden so ernst genommen wie der Weihnachtsmann - und ihr kennt die ehrliche Angst von Kindern vor dem Weihnachtsmann oder Clowns!!!

In diesem Sinne, meine eigene, dumme Meinung ;)

Neya
Frost_Geist[QUOTE][i]Original geschrieben von Neya [/i]
[B]Ich glaube, Kinder müssen mit Märchen, mit Fantasie, mit Geschichten aufwachsen.

Neya [/B][/QUOTE]

Das war schön gesagt :D
Für Kinder sollte die Welt ja aufregend wie ein Abenteuer sein. Und Geheimnisse können sie auch auf eigene Faust lüften.
rainravenBei uns kam am 6. Dezember der Nikolaus (meist dieser Bischof in Gold und Rot, selten auch der Santa Claus-Typ)und am 24. das Christkind. Die ganze Familie hält aber sehr an Traditionen fest, und das wird wohl auch noch so weitergehen, bis all die Alten tot sind, auch wenn die einzigen "Kinder", also mein Bruder und ich, inzwischen um die 30 sind.
Meine Mutter will der Familie halt ihre Bräuche erhalten, vermutlich, weil sie sich da selbst geborgen und daheim fühlt und dies auch ihren alten Eltern, ihrem Bruder und meiner Großtante immer noch geben will. Natürlich weiß jeder, was es mit Christkind und Nikolaus auf sich hat, aber da wird heute immer noch ein Teller hingestellt oder was in die Schuhe gefüllt und es heißt "ho ho ho, der Nikolaus hat was für Euch dagelassen..." oder "Das Christkind war da". Und ich finde es auch schön, wenn es immer noch so ist, wie ich es aus meiner Kindheit kenne, auch wenn mich inzwischen Familienfeiernmit der senilen, halb tauben, konservativen Verwandtschaft inzwischen auch oft anöden...:D

Mir ist erst spät aufgegangen, daß der Nikolaus nicht echt sein konnte, weil ich im Fotoalbum entdeckt hatte, daß der Mann hinter seinem weißen Rauschebart einen dunklen Schnäuzer hatte, und da fragte ich mich schon, wer das war...Denn der Papa (der auch nicht mal einen Bart hatte) war ja da an dem Abend, also konnte er das nicht sein. Da haben mir meine Eltern natürlich schon zugeben müssen, daß den Nikolaus einer von Papas Freudnen gemacht hat...:)

Und beim Gewitter haben wir es als Kinder so erklärt bekommen oder verstanden, daß der Blitz elektrische Ladung ist, die die Wolken auseinanderschneidet und beim Donner stoßen sie wieder zusammen. Das Märchen von den Abendrot backenden Engeln haben wir allerdings nicht kennengelernt...:)

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