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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Bettler - Spendet ihr??
angel of sorrowImmer wieder sieht man Bettler am Straßenrand.... spendet ihr ihnen etwas?
Warum schon, warum nicht?


Ich hab in letzter Zeit ein wenig darüber nachgedacht und ich hab immer Kleingeld in der Tasche dass ich spende. Ohne ein paar Münzen zu geben und ein Lächeln geh ich an keinem mehr vorbei.

Ich denke mir, dass ich in so einer scheiß Situation - wenn auch meist selbstverschuldet - auch froh wäre darum. Und der dankbare Blick von ihnen ist eifach unbezahlbar!

Wie seht ihr die Sache?
meianJa, was schaden mir 2-3 Euro im Monat weniger? ^^

(Hab hier in ner Nachbarstadt sogar meinen "Lieblingsbettler"... dem spendier ich auch mal Spaghetti oder nen Kaffee, mit dem kann man sich einfach zu nett unterhalten :))
ValeriusLieblingsbettler :D :D :D
MenedemosMeistens geb ich Punks was, was eigentlich am unsinnigsten ist. Den Obdachlosen kaufe ich immer ihre Zeitschrift ab.
SternenstaubIch spende auch ab und zu ...
hU3n3rdi3Bhi

also wenn ich ma wirklich zuviel geld in der tasche hab geb ich auch ma was allerdings kommt das bei mir ziemlich selten vor.
Ich denke man macht den leuten damit einfach eine Freude selbst wenn se sich nur n Bier holen um den Pegel zu halten.

Bis denne
Guilty_AngelBin auch so ein Punkspender,weiß zwar nicht warum aber ich mach es einfach.Den anderen geb ich aber auch mal was.Warum auch nicht?Geht es den Meisten doch viel schlechter als mir.Ich erleide keinen großen finanziellen Schaden wenn ich hin und wieder ein wenig Geld verschenke.
JulyaIch glaube, mir müsste die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen, damit ich mal was 'spende'.
Wenn Punks mich anschnorren krieg' ich die Krise und auch Bettler, die am Straßenrand sitzen, bekommen nichts von mir. Und bei aggressivem Betteln könnte ich selber aggressiv werden. Aber ich bin ja immer viel zu lieb; wechsele die Straßenseite, damit mich die nervigen Punks nicht anschnorren, oder gehe einfach weiter, wenn mich Bettler ansprechen.
Ich muß fast immer jeden Cent dreimal umdrehen und ich denke, es ist legitim, bei sowas mal ein wenig Egoismus zu zeigen. Wenn man überall und jedem Geld gibt, hat man ja selber nichts mehr....
Freunde und Leute, die ich mag, bekommen von mir alles, was sie wollen, aber ich bin immer noch der Meinung, daß in Deutschland niemand auf der Straße leben muß. Es ist selbstgewählt und darum muß [b]ich[/b] denen nicht mein knappes Geld geben.


~Julya~
Senecahe... Julya

DU hast Doch dem Italiener heute die 1,94 € Trinkgeld gegeben, nicht ich, also hast DU es doch echt dicke..oder...?
cosmicIch gebe Punks auch immer etwas, aber nur wenn sie Hunde dabei haben, weil ich weis dass die meisten lieber ihrem Hund was zu Essen kaufen als sich selbst. Meine Mutter hat ein paar Punks auchschon einmal eine Tüte Hundefutter gekauft, die haben sich voll gefreut :D
Und ich gebe fast allen Leuten die ein bisschen was machen, also Musik oder so...

Gruß Cosmic
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]he... Julya

DU hast Doch dem Italiener heute die 1,94 € Trinkgeld gegeben, nicht ich, also hast DU es doch echt dicke..oder...? [/B][/QUOTE]


*lach* Du Ötsch!

Das war Trinkgeld von uns beiden (also 97 Cent von jedem von uns) und wir hatten vorher ja auch einen Riesenbatzen leckeres Eis... :p
AzuriteFrüher hab ich das noch gelegentlich getan, aber seit es in Innsbruck erlaubt ist, dass an jeder Straßenecke einer steht, geht es mir eigentlich nur mehr auf die Nerven, besonders wenn dann auch noch die Bierdosen danebenstehen.
Irgendwann reicht es einem, immer und überall ein schlechtes Gewissen aufgezwungen zu bekommen...

Da käm ich aus dem Spenden nicht mehr raus... nee danke.

Azurite
JulyaJa, ganz genau. Dieses 'Du bist ein schlechter Mensch, wenn Du nichts gibst' kann ich auch nicht leiden. Und vor allem diese knieenden Bettler mit ihrem 'Ich-habe-das-Leid-der-ganzen-Welt-auf-meinen-Schultern-Blick' versuchen damit, einem das Geld aus der Tasche zu locken.
SenecaEinige von denen haben abends mehr Geld in der Tasche als ich...!
Der Leiter des örtlichen Ordnugsamtes berichte mir mal von einem Herrn, der mit seinem Auto sämtliche Ordnungs- oder Sozialämter des Landkreises abklapperte, um sich dort seinen Tagessatz als Wohnsitzloser abzuholen...!

so machte der am Tag locker 126,0 DM

Seitdem gibts das Geld nur noch zwischen 10-11 Uhr...
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B][...]aber ich bin immer noch der Meinung, daß in Deutschland niemand auf der Straße leben muß. Es ist selbstgewählt und darum muß [b]ich[/b] denen nicht mein knappes Geld geben.[/B][/QUOTE]

Es ist selbstgewählt... sie wenden sich gegen die Gesellschaft und nehmen dafür in Kauf, dass diese auf sie herabblickt... hmm, sorry, aber ich find sowas verdient irgendwie "Anerkennung"... muss ja nichtmal unbedingt finanziell sein, aber versucht mal euch mit einem von ihnen zu unterhalten. Sind oft ganz vernünftige Leute... oder haben eine bewegende Geschichte hinter sich... (lacht mich jetzt ja nicht aus ;))


Beispiel zur bewegenden Geschichte:
Hier gibts einen Typen, der immer auf seiner Gitarre rumklimpert und dabei lauthals selbst geschriebene "Lieder" "singt". Jeder lacht ihn aus, manch ach so cooler Jugendliche wirft Tomaten nach ihm. Ich hab ihn mal angesprochen, als er so dort saß, hab ihn auf nen Kaffee eingeladen... eigentlich hauptsächlich um zu erfahrn, wie es dazu kam, dass er "sowas" macht. Er meinte nach längerer Zeit... mit Tränen in den Augen... dass er vor einigen Jahren auch mal "normal" war (genauso hat ers formuliert), aber er hats einfach nicht verkraftet, als seine Frau einen Hirntumor bekam und über Monate hinweg geistig und körperlich total verfiel... ihr Tod bedeutete für ihn das Ende seines bisherigen Lebens. Er hat seinen Job aufgegeben, sein Auto verkauft und ging auf die Straße... und spielt seitdem seine, nunja, Musik... (und dabei war ihm auch noch bewusst, welchen Katzenjammer er eigentlich immer veranstaltet... doch ihm wars wohl egal, was andere von ihm dachten, denn ihm half es auf eine gewisse Art und Weise).


Sorry, aber ich finds nicht korrekt wenn man jemanden verurteilt, den man nicht kennt, von dessen Vergangenheit man nichts weiß und der einen noch nichtmal belästigt hat (außer durch seine Anwesenheit, was!? *bitterlächel*)...
meian@Seneca
Bist du neidisch? Tu es ihm doch gleich... ;)
Seneca@ meian
geht nicht, die kennen mich...!
meianDann zieh doch um... ohne Wohnung und ohne viel Hab und Gut ist man flexibel ;)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Es ist selbstgewählt... sie wenden sich gegen die Gesellschaft und nehmen dafür in Kauf, dass diese auf sie herabblickt... [/B][/QUOTE]

Dafür muss man nicht obdachlos sein, das kann man auch so haben...!
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Dann zieh doch um... ohne Wohnung und ohne viel Hab und Gut ist man flexibel ;) [/B][/QUOTE]

Das wäre aber nicht sonderlich gewinnbringend, (worum es hierbei ja geht, um den unrechtmäßigen Bezug von Sozialhilfe) und ohne Auto schaft man die Kassenzeiten auch nicht...!
Julya@meian

Ich habe mit so einer Antwort gerechnet, weil hier die meisten wohl schreiben werden: "Ja, ich spende." oder einfach nur "Nein, ich spende nicht." Aber ich bin mir sicher, daß ich nicht die Einzige bin, die so denkt.

Ich verurteile niemanden als Mensch, ich sage auch nicht, daß er an seiner Lage allein Schuld trägt, aber ich sage, daß niemand auf der Straße leben [b]muß[/b]!
Ich weiß selber, was das für arme Schweine sind und was für verkorkste Existenzen da oft hinter stehen.
Eine Freundin und ich haben uns mal, als wir noch zur Schule gingen in einer unser unzähligen Schwänzstunden, mit solch einem Menschen unterhalten und ihn zum Picknick eingeladen. Das Gespräch war sehr interessant. Dieser Mann war ein gebildeter Mensch, hatte sogar einen Universitätsabschluß, aber ist durch eine schwere private Krise erst arbeitslos und dann obdachlos geworden.
Das Gespräch hat ihm wohl weitaus mehr bedeutet, als wenn wir ihm 50 Pfennig hingeworfen hätten....

Es ist wirklich nicht so, daß ich Bettler nicht als Menschen sehe, aber Geld würde ich ihnen dennoch keines geben.
Demon17Also ich find das jetzt zu pauschal was Du sagst Julya, in den Obdachlosenasylen herrschen teilweise katastrophale Zustände. Viele Obdachlose berichten von Diebstahl. Diese werden übrigens häufig tagsüber geschlossen. Auch kann es sehr lange dauern bis das Sozialamt reagiert. Viele Menschen kommen mit den Anträgen und der Bürokratie nicht klar. In jedem Winter erfrieren welche. Agressiven Bettlern gebe ich auch nichts. Aber wenn die Leute nett fragen, warum nicht. Ich bin mal vor einer Disko von einer Gruppe Punks angeschnorrt worden, hast Du mal ne Mark und hab da in einer Kunststoffbude malocht, die ständig Leute suchte, keiner wollte einen Job, in dem Fall hab ich es auch nicht eingesehen. In einem anderen Fall saß ein Penner am 22.12. im hauseingang, ich gab ihm mein Weihnachtsgeschenk von der Firma (Pralinen), der Mann hat sich echt gefreut.

beg to differ

demon17
JulyaIch weiß um die Zustände, aber viele wollen sich nicht helfen lassen und so kann ihnen auch nicht geholfen werden.
Es gibt Stellen, die auch mit den Ämtern weiterhelfen, aber dazu muß man sich helfen lassen [b]wollen[/b].
Lady Morguehm eine kommilitonin hat uns mal ne geschichte von ihrem kleinen sohn und dessen freund erzählt( beide ca 8 oder 10 jahre alt). die beiden jungs wollten sich von ihrem wenigen taschengeld was sie hatten eine cola kaufen und wollten dem bettler auf der straße etwas gutes tun und kauften ihm auch eine. der mann nahm sie aber nicht an und meinte sowas wie "ne ihr braucht mir keine cola geben, ich verdiene mehr als ihr taschengeld bekommt"

stimmt einen irgendwie nachdenklich dieser satz...

ansonsten vermeide ich es geld zu geben und das aus mehreren gründen: 1. hab ichs selber nicht dicke 2. weiß ich nicht was mit dem geld geschieht( sprich ich will niemandem nä schuss finanzieren. muss natürlich nicht sein, kann aber) 3. is es mit ein paar cents auch nicht getan, am nä tag sitzt er/sie wieder auf der straße. man kann sich nicht das ganze leid dieser welt aufbürden, dafür muss sich etwas ganz anderes ändern, nämlich an der sozialen absicherung. deswegen halte ich es für sinnvoller jene einrichtungen/ vereine/ etc. zu unterstützen die sich mit dieser thematik beschäftigen
Latonaich spende auch ab und zu...
meianOje, so viel zu beantworten und schon so spät... o.O

[QUOTE]Dafür muss man nicht obdachlos sein, das kann man auch so haben...![/QUOTE]

Nein, muss man nicht, aber das ist ihre Art, dich zwingt auch niemand schwarz zu sein... aber es ist deine Art... (ich meine nicht, dass es deine Art ist gegen die Gesellschaft zu protestiern, sondern dass es allgemein deine Art ist... dein Wesen)

[QUOTE]Das wäre aber nicht sonderlich gewinnbringend, (worum es hierbei ja geht, um den unrechtmäßigen Bezug von Sozialhilfe) und ohne Auto schaft man die Kassenzeiten auch nicht...![/QUOTE]

Du wirst lachen, aber viele beziehen garkeine Sozialhilfe... ganz einfach weil sie diese unsere Gesellschaft ablehnen...
Und wehe du sagst jetzt "Selbst Schuld". Auch eine Aussage like "Dann können sie ja auswandern." gilt auch nicht... ;) (hab ich alles schon gehört)
...ich glaube ich kann deine nächste Antwort teilweise erahnen... da sie jedesmal bei einer solchen Diskussion aufkommt.


@Julya
Natürlich [b]muss[/b] niemand... aber sie wählen diesen Weg nunmal... was bei vielen meines Erachtens Anerkennung verdient, da es ein wirklich mutiger Schritt ist... wenn vielleicht auch "dumm"... und ja, ich betone nochmals, dasses durchaus nicht bei allen so ist...
Und ich sagte ja, dass diese "Anerkennung" nicht finanzieller Art sein muss. Sich mit ihnen zu beschäftigen, sich mit ihnen zu unterhalten, ihnen zu zeigen, dass man sie nicht "verachtet"... ja, ich glaube das ist mit eines der Zeichen, die ihnen doch mit am meisten geben. (Ok, Geld muss allerdings auch sein, wir wolln ja nicht, dass sie verhungern :D)


@Lady Morgue
Ich weiß nicht ob du das gemeint hast, stimmt aber auch in der Richtung nachdenklich, dass dieser Mensch nicht von Habgier geprägt war, sondern keinen "tiefer gestellten" ausnützen wollte.


Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass mir mal einer, der Flaschen aus den Müllbehältern des Bahnhofs gesammelt hat, 5 Euro nicht nehmen wollte? Hat einfach gemeint es müsse nicht sein, er hätte doch schon genug Flaschen o.O Ist mein absoluter Ernst, konnts selbst fast nicht glauben... *schulterzuck*
War, als ich letzten November in Bochum nach StarlightExpress am Bahnhof übernachten musste... da warn so "Glaskästen", die einigermaßen beheizt waren an den Gleisen und in so einem saß ich eben als dieser Typ vorbeikam... ;)
Hirogenaloha!


ich spende generell nie an so strassengossenpunks und vergammelte obdachlose, weil, die können nie rausgeben...


ausserdem kriegt keiner was von mir, der mir angst einjagt...

aber in so zoo- bzw zirkussammelbüchschen, oder diese plastikkinderspendenbüchschen hab ich auch schon mal was reingeworfen....und in der kirche, wenn die diese körbchen rumgehen lassen...



mfG



Hirohito
Lady Morgue@meian
wirklich etwas gemeint hab ich bei diesem gedanken nix, weil man eben diesen satz positiv aber auch negativ auslegen und darüber mutmaßen kann... was mich dabei aber nachdenklich stimmt ist das wort "verdienen", weil ich diesen begriff im ersten augenblick mit einem beruf, job, oder arbeit verbinde...bzw. tätigkeiten die einen nutzen haben und irgendwo jemandem letzendlich zu gute kommen.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Du wirst lachen, aber viele beziehen garkeine Sozialhilfe... ganz einfach weil sie diese unsere Gesellschaft ablehnen...
Und wehe du sagst jetzt "Selbst Schuld". Auch eine Aussage like "Dann können sie ja auswandern." gilt auch nicht... ;) (hab ich alles schon gehört)
...ich glaube ich kann deine nächste Antwort teilweise erahnen... da sie jedesmal bei einer solchen Diskussion aufkommt.
[/B][/QUOTE]

Kannst du NICHT erahnem weil es mich direkt betrifft...
Wenn ich morgen zum Arbeitsamt gehen würde, und mich arbeitslos melden würde, wäre mein Einkommen aufgrund meiner exitierenden Ansprüche sofort verdoppelt...!

Ich schaffe es aber auch so, ich will nichts von diesem Staat, und er bekommt von mir nur das, was über die ständig steigenden Konsumsteuern unumgänglich ist...!
FuneralIch spende auch hin und wieder was. Denn das ganze Kleingeld bei mir in der Hosentasche fängt nach eine Weile an ganz schön zu nerven, klimpern *g* und zum ausgeben komme ich damit schon gar nicht also kann ich es auch ein paar Leuten überlassen die es benötigen. Und außerdem machen mich die 3-4 € auch nicht ärmer.
____________________________

STAY DARK AND KEEP THE DARK CULT ALIVE
melanieunicornich glaub, das ist wirklich relativ- manche obdachlose könntens bessser haben, andere wieder nicht....

aber ich stell mir immer vor, wie das wäre unverschuldet auf der straße zu sitzen, um meine existenz zu betteln während andere leute an mir vorbeirennen und mich vollkommen ignorieren, weil sie der festen überzeugung sind, dass ich mir von dem geld nen neuen tennisplatz in florida leisten will.

an sonsten spende ich eigendlich relativ oft, nur die kirche& große kirchliche oder kirchennahe organisationen kriegen
[B]nichts[/B] ab. denn wenn der papst sich eine tiara von gucci leisten kann (die selbst verständlich nicht ganz billig war, 1,6 mio € glaub ich) und ansonsten gegen den hunger in der welt predigt kommt mir das k..... .

gruß melanie

PS: war auf kirchlicher schule und folgegeschädigt ;)
meian@Seneca
Siehst du, mich betriffts auch (in)direkt...
5-köpfige Familie, Mutter arbeitslos, erhält kein Arbeitslosengeld mehr, Vater alleinverdienend... arbeitet 12 Stunden täglich (Mo - Fr)... und wir haben im Endeffekt weniger, als wenn wir Vater Staat um Hilfe "bitten" würden... (was plauder ich das eigentlich so munter heraus... naja, egal, kennt mich ja eh fast niemand :D)

Und was das Erahnen angeht... bei den meisten Unterhaltungen die ich zu dem Thema geführt habe kam nach meinem Argument, dass sie die Gesellschaft ablehnen, die Aussage, dass sie sich aber wie Blutsauger in ihr aufhalten würden und ohne sie garnicht existieren könnten. Aber ehrlich gesagt hab ich nicht wirklich von dir "erwartet", dass du sowas sagst ;)


@Lady Morgue
Das ist jetzt aber Wortklauberei ;)
CarndaelMan kann leider nicht jedermanns Geschichte dahinter erfragen. So bleibt es bei mir bei dem Spannungsverhältnis zwischen dem Umstand, dass 1 Euro weniger für mich nicht weh tut, dem anderen aber helfen kann und dem Wissen darum, dass einige Bettler abends mehr Geld "verdient" haben, als ich. Schwierig!
Ich halte es daher wie Julya, da auch ich denke, dass in Deutschlands Sozialstaat niemand betteln muss und vom Staat genügend Geld erhält.
Ich unterstütze deshalb die wirklich bedürftigen Menschen anderswo und Tiere in Tierheimen.
Lady Morgue@meian berufsbedingte detailgenauigkeit ;) :rolleyes:

tja was hier schon angeschnitten wurde, man sieht nicht immer die lebensgeschichte eines menschen (auch kleine pappschilderchen sind geduldig) und es is wahrlich zum kotzen, wenn einzelne das mitleid anderer ausnutzen, indem zum beispiel kleine kinder missbraucht werden und zum betteln vorgeschickt werden, einem eine "herzzerreißende" geschichte erzählen, während die eltern an der nä ecke stehen und drauf warten das geld zu empfangen. das is leider nicht selten der fall.
AmyLee88ja ich spende weil wer weiß ob wir nicht auch mal in so einer situation sind? und selbst wen der mensch alkoholiker ist- das ist ne krankheit!
morgan667Ich gebe zu, dass ich meistens nichts spende...das liegt aber dran, dass ich wirklich fast [i]nie[/i] Geld übrig habe und froh bin, wenn ich selbst jeden Monat einigermaßen über die Runden komme...
Wenn ich allerdings spende, dann entweder an Punks, oder (und das noch am ehesten) an Leute, die irgendwas dafür tun, sprich: irgendwo sitzen und Musik machen, oder singen. Die haben das dann auch in meinen Augen wirklich verdient!
CreepIch schließ mich an: Wenn die sich irgendwas lustiges einfallen lassen, geb ich gern was! Aber hier sitzten auch voll viele die nur betrübt da rumhängen mit ihren Schildern "ochhh mir gehts soooo schlecht" Das find ich irgendwie blöd:rolleyes: Aber ich hab auch so ein, zwei Lieblingsbettler denen ich immer was gebe. Der eine hat nur ein Bein, der wird auch schon mal umsonst von Busfahrern mitgenommen. Das find ich ganz cool. Die Aktion mit den Obdachlosen Zeitschriften find ich super geil. Besonders weil die die ich kenne sehr lesenswert ist. Habt ihr das mitbekommen mit der Harry Potter Aktion? Vielleicht wurde das hier auch schon erwähnt, hab nicht alles gelesen. Jedenfalls fand ich das sehr geil vom neuen Buch vorab das erste Kapitel in die Obdachlosen Zeitschriften zu drucken!! iCh persönlich mag zwar Harry Potter nich und hab keine gekauft aber viele andere bestimmt:)
Und jetzt noch ne kleine Geschichte aus meiner Heimatstadt die ich total genial find!!!:D :D
Und zwar hat ein "Penner" in einer Mülltonne eine Plastiktüte mit 7.000 Euro gefunden. Im Nachhinein kam wohl raus dass das von irgendwelchen "dunklen" Geschäften der benachbarten Drogen-Umschlags-Platz-Kneipe war. Jedenfalls nimmt der das Geld, bringt's zur Polizei und meint nur er würd nochniemals Sozialhilfe annehmen. Ihm ging's ganz gut, keiner müsste auf der Straße leben..Er hätte das für sich so entschieden..Und er wollte noch niemals den Finderlohn:D Ist das cool, oder ist das bescheuert?!;)
DarketIch hab meine "Spezis", die immer was von mir kriegen, wenn ich sie sehe. Das sind Leute, die ich seit zehn Jahren immer wieder treffe, da ich seither die in etwa gleiche Strecke zur Schule zurücklege und dabei auch immer die selben Leute treffe. Das sind so drei oder vier Menschen, die mich inzwischen auch kennen und mit denen ich auch mal nen nettes Wort wechseln kann, auch wenn ich kein Geld dabei hab.
~*AngelaSacra*~es kommt ganz auf den bettler an.
wenn sie zum beispiel ausschauen,als wenn sie sich von dem geld nur alkohol oder zigaretten kaufen würden,dann gebe ich ihnen nichts.
habe sowieso oft gar kein geld dabei,wenn ich einen sehe.

mir tun die leute mit den hunden immer so schrecklich leid.
die tiere gucken einen immer so traurig an...
da muss man doch einfach was spenden...
morgan667[QUOTE][i]Original geschrieben von ~*AngelaSacra*~ [/i]
[B]mir tun die leute mit den hunden immer so schrecklich leid.
die tiere gucken einen immer so traurig an...
da muss man doch einfach was spenden... [/B][/QUOTE]

mag hart klingen, aber wenn ich sowas sehe, kommt mir schon ab und zu mal der gedanke, dass manche leute einzig und allein aus diesem grund überhaupt einen hund haben...
DarketNe Bekannte von mir geht, wenn sie so Leute mit Hund sieht immer in den nächsten Supermarkt und kauft denen ne Dose Hundefutter, find ich ne gute Methode seiner Tierliebe Ausdruck zu verleihen und trotzdem nicht dem Mitleids-Trick aufzusitzen.
Desenganohm.. ich finde es auch gut, geld zu geben, wenn jemand was dafuer tut (musik oder so). da wo ich lebe, hab ich allerdings das gefuehl, dass die restlichen bettler sehr organisiert sind. das heisst, da steckt irgendwas dahinter und da will ich ncith unterstuetzen.
naja und dann ist es noch so... wenn man in madrid jedem was geben will, ist man am abend arm. da sitzt an jeder ecke jemand und dann sieht man die irgendwann nicht mehr. es sind wirklich viele... :(
man uebersieht irgendwann alles... die 16-jaehrigen prostituierten vor meiner haustuer und die bettler die ueberall sitzen.., sorry, aber wenn ich mich damit naeher auseinander setzen wuerde, wuerde mich das selbst runterziehen.. es sind einfach zu viele und bei viele denke ich, dass sie das geld ncith fuer sich selbst schnorren oder erbetteln.. oft werden die auch serh penetrant... also wenn ich bei burger-king sitze, moechte ich eingentlich nciht angeschnorrt werden.. ehrlich nciht.. und die geben dann auch keine ruhe und labern einen voll und sind supersauer, wenn man ihnen nichts gibt.
das ist nicht mehr normal, oder? das macht mich auch wuetend.
jaa.... ich schreib wieder zuviel, aber das ist etwas, das sich in meinen alltag eingebunden hat und man baut dann so ne mauer auf.
ganz besonders hab ich das gemerkt, als mein bruder hier war (ihm geht sowas immer sehr nahe) und ich merkte, wie ihn dinge belastet haben, die ich gar nciht mehr sehe.. irgendwie bedenklich, oder?
AmyLee88ich habe vor nem jahr 2wochen diesnst (von der kirche aus) in einem ort gehabt wo obdachlose essen kommen konnten. es war wirklich schön da und ich habe wirklich viele traurige lebensgeschichten gehört. sowas sollte jeder mal machen, da wir man sensibeler für die umwelt. ~amy~
morgan667[QUOTE][i]Original geschrieben von Desengano [/i]
[B]da wo ich lebe, hab ich allerdings das gefuehl, dass die restlichen bettler sehr organisiert sind. das heisst, da steckt irgendwas dahinter und da will ich ncith unterstuetzen.
[/B][/QUOTE]

Das hab ich auch oft...hab mal mitgekriegt, wie bei einem dieser mitleids-blick-bettler auf einmal 3 leute auftauchten die ihm sehr ähnlich sahen (wahrscheinlich verwandt) und ihn abgelöst haben, damit er sich woanders hinsetzen kann...das fand ich schon sehr seltsam...manchmal hab ich den eindruck, dass da ganze großfamilien hinter stecken, die sich in der einkaufsstraße verteilen...
AmyLee88[QUOTE][i]Original geschrieben von morgan667 [/i]
[B]Das hab ich auch oft...hab mal mitgekriegt, wie bei einem dieser mitleids-blick-bettler auf einmal 3 leute auftauchten die ihm sehr ähnlich sahen (wahrscheinlich verwandt) und ihn abgelöst haben, damit er sich woanders hinsetzen kann...das fand ich schon sehr seltsam...manchmal hab ich den eindruck, dass da ganze großfamilien hinter stecken, die sich in der einkaufsstraße verteilen... [/B][/QUOTE] mhm ich weiß nicht etweder du hast paranoia oder recht :D ~amy~
~*AngelaSacra*~hmm..dass das ein trick sein könnte,habe ich mir auch schon überlegt.
trotzdem...vielleicht sollte ich es so machen wie die bekannte von darket...wäre sicher eine bessere lösung...
fragt sich nur,ob die leute dann auch einen dosenöffner haben:rolleyes:
Fallen Star [y][QUOTE][i]Original geschrieben von morgan667 [/i]
[B]mag hart klingen, aber wenn ich sowas sehe, kommt mir schon ab und zu mal der gedanke, dass manche leute einzig und allein aus diesem grund überhaupt einen hund haben... [/B][/QUOTE]



Das stimmt nicht unbedingt. Viele, sogar sehr viele Bettler bekommen Hunde von Hilfsorganisationen(Caritas, DRK, was weiß ich...) gestiftet, damit sie soziale Kontakte pflegen und zumindest nicht ganz verlernen, mit anderen Lebewesen richtig umzugehen(auch, wenn Hunde nicht gleich Menschen sind...).
Aber natürlich ist nicht auszuschließen, dass sie sich Tiere anschaffen, um Mitleid zu erwecken.


Fally
MissPanich "spende" den betroffenen immer eine info-karte vom naheliegenden soz-amt, mit adresse und wegbeschreibung.

auf meinem weg zur arbeit werde ich minimum 5-6x angeschnorrt, wenn ich jedem was geben würde, könnte ich mich gleich selber beim amt melden.

wie julya schon sagte, freunde und familie - immer, selbst mein letztes hemd.
aber bei fremden, die womöglich als begründung noch "ich will mir`n bier holen" angeben - no way.
BlackDragonAlso, wenn es um Bettler geht, muss ich mich Julya anschliessen - in Deutschland muss niemand auf der Strasse leben.
Aber Straßenmusikanten geb ich eigentlich immer was.
Duionbettler sind ne dumme sache man ärgert sich wenn man ihnen nichts gibt aber man ärgert sich genauso wenn man ihnen etwas gibt
neptunia... pennern (bettlern?) "spenden" ...

ich kauf relativ regelmäßig diese pennerzeitung, meistens vom gleichen verkäufer. das ist eine faire sache, denn der bemüht sich wenigstens, wieder ins geregelte leben zurück zu finden. ansonsten widerstrebt es mir, irgendjemandem geld in die hand zu drücken. ich finde es für beide seiten entwürdigend.

abgesehen davon, daß sie tatsächlich (im normalfall) vom staat aufgefangen werden würden. ich hab mal kurze zeit in einer hochhaus-siedling gewohnt, sozialbau, (fast nur türken) einige penner-wohnungen. everything for free, aber sie (die penner) waren nicht fähig im bett zu schlafen oder die wohnung nicht als müllkippe zu benutzen. nach einem halben jahr wurde dann immer komplett renoviert, wer zahlt ist klar ... sorry, aber wer nicht will ...

was aber nicht bedeutet, daß ich sie nicht als menschen wahrnehme. im gegenteil, es passiert mir immer wieder, daß ich ein weilchen mit nem penner plaudere und ein zigarettchen rauche. es sind wirklich oft sehr interessante menschen mit tragischen schicksalen! seltsamer weise lassen sie sich aber von mir nie auf ein gläschen irgendwas oder was zu essen einladen, ich denke, gerade weil es dann nicht mehr anonym ist ...
ZombieAlso ich spende nichts... jedenfalls so gut wie nie. Das liegt aber vor allem daran das es bei mir im moment auch nicht gut aussieht, was die Finazielle Situation angeht.
Auch Straßenmusikanten, die ja gerade zur Weihnachtszeit überall anzutreffen sind, kriegen meistens nichts von mir.Allerdings, wenn jemand richtig gut spielt, lass ich auch mal ein paar cent springen.
chrisumuss sagen, dass ich schon meistens was spende...
außerdem hab ich das glück eigentlich immer mehr
als genug geld zu haben..bin zwar noch schüler, doch
bekomm ich ausreichend taschengeld...von dem her
fällt es mir leichter geld zu spenden...
vorallem wenn das geld an kinder geht, lass ich immer
mehr springen...
ApexHm es kommt drauf an wie ein Bettler auf mich zukommt. Um mal den Klaus zu zitieren: "Entschuldigen sie bitte, ich möchte sie nicht berauben aber hätten sie vielleicht etwas Kleingeld für mich..."

Klar hab ich und die 70 Cent konnte er dann auch ruhig haben...wenn jemand auf mich zukommt und mich freundlich fragt bin ich der letzte der nein sagt. Wobei ich auch darauf achte lieber in Naturalien zu bezahlen...also den Leuten mal nen Kaffe oder ne Bockwurst auszugeben, andererseits...die Winter sind Kalt und das Bahnhofspersonal häufig brutal wenn es sich unbeobachtet fühlt, also habe ich auch nichts dagegen wenn er sich von dem Geld eine Flasche Schnaps kaufen würde.
Straßenmusikanten bekommen immer etwas von mir wenns mir die Musik gefällt...warum auch nicht ich nehme ja eine Dienstleistung in Anspruch, den Verkäufern der Obdachlosenzeitung gebe ich häufig auch ein Trinkgeld. Und was Punks angeht...es wäre eine Schande wenn die deutsche Punkkultur aufgrund Spendenmangels eingehn würde ;)

Ach von wegen "In Deutschland muß niemand auf der Straße leben" das soziale Netz hat viele Löcher durch die man fallen kann und so feinmaschig ist es auch nicht. Und wenn jemand seine 10 Jahre auf der Straße gelebt hat ist es sehr schwierig für ihn sich an das Leben "eingesperrt" zwischen 4 Wänden zu gewöhnen. Von daher würde ich nicht von "nicht wollen" sondern eher von "nicht mehr können" reden.
ScuanorIch spende nicht.

Kleingeld habe ich schon ab und zu weil ich alles unter 20 centstücken nach dem einkauf zuhause in einen pott werfe, damit ich wenn nach 2 wochen das geld alle ist
wenigstens noch ein wenig habe, das "schleppe" ich dann zur bank und zahls ein. Ich spende mir sozusagen.

Aber das ist nicht der Grund, warum ich mich nicht gut fühle, wenn ich in der stadt jemanden sehe mit nem gefäss für kleingeld in der Hand.

Es sind unterschiedliche Gründe, je nach Situation.

Ab und zu gibts es diese Leute die mit einem Llama oder so dastehen.

Oder Leute machen mit eigenen Instrumenten Musik, oder singen/spielen zu bandaufnahmen.

Letzt knieten einige pakistanisch aussehende menschen an verschiedenen stellen in unserer fussgängerzone,hielten eine dose hoch.

Mich schreckt ein wenig diese versteckte schuldzuweisung durch die behälter ab, wo man etwas hineintun kann/soll, Hm, oder eher die eigene "Hilflosigkeit", denn ich glaube nicht wirklich, das mein beitrag etwas nützt, das hat wohl damit zu tun das man meist nicht sieht, was mit dem Geld passiert.

Unterthema Punks
Auf Sprüche wie "hast du mal nen euro ?" reagiere ich gar nicht erst. Wenn ich aber gefragt werde z.B. "Entschuldigung......" dann bin ich sofort bereit was zu geben.

*gruebel*

Dies hat nichts mit einer art "unterordnung" des fragenden zu tun, eher mit meiner vermutung, das der/die fragende in so einem fall mich als "mensch" sieht und nicht als "gebemaschine"
La VoisinBargeld spende ich grundsätzlich nie.
bevor ich in die Stadt geh mach ich ein paar belegte und nimm die mit.
wenn mich leute anschnorren biete ich ihnen die belegten an, lehnen sie dies ab weiß ich ja woran ich bin, so nötig können sie es ja dann doch nicht haben.
Ich will verhindern, dass die bettler mein eh schon knappes geld in Ziggis und Alk umsetzen.
Ich denke, das ist ein guter kompromiß.
Wenn sie nett sind, unterhalte ich mich auch noch ein weilchen mit ihnen.
BürgermeisterIch spende den Bettlern nichts.
Ich habe in einer Tagesstätte für Menschen mit großen sozialen Problemen (Obdachlose etc.) Zivildienst gemacht und einige "Bettler" kennen gelehrnt. Die Jungs erhalten zum Teil mehr Sozialhilfe, als ich Bafög. Wenn die mit ihrer Stütze nicht auskommen, dann ist das deren Problem. Ich werde deren Lifestile nicht unterstützen.
hagzissa13nein, ich spende kein Geld.

Ich spende jedes Jahr sehr viel Freizeit für gemeinnützige Zwecke und ich denke, daß das mehr wert ist, als einen Euro einem Obdachlosen in den Becher zu werfen, bei dem ich befürchte, daß er sich eh nur Alkohol davon kauft...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
AllanonIm Ausland fällt mir immer der Trubel und die Unterhaltung in den Straßen des Tourismus auf oder in so kleinen malerischen Gäßchen. Und da es bei uns manchmal ziemlich grau und trocken wirkt, bin ich gern bereit einem unterhaltsamen Straßenmusikanten, Komödianten oder Zeichne etc. einen kleinen Obulus zukommen zu lassen. Zum einen drängen sie sich dir nicht auf, zum anderen lassen sie mir einen gewissen Service zukommen und so ein bischen Musik in den Straßen läßt das ganze gleich viel lebendiger und einladender wirken.

Ganz im Gegensatz zu irgendwelchen Bettlern (auch hier gibt es schon organisierte Banden/Gruppierungen, sind dann aber zumeist Ausländer), Punks oder ähnliches. Bei letzteres ist schon sogar eine belästigende Art und Weise. Wie bereits schon erwähnt, diesen Zustand muß sich hier keiner geben.

Und was das Schwimmen gegen den Strom angeht, so muß man als jemand der sich gegen die Gesellschaft entschieden hat, auch mit dessen Konsequenzen leben. Ich kann nicht zum einen sagen, ich arbeite nichts und löse mich los von diesem System, bettel aber dann bei den Leuten, die einem zuwider sind. Da lüg ich mir doch selber in die Tasche und daher wirkt dieses Pack für mich völlig unglaubwürdig (nur zur Vorsicht, es sind nur die Punks gemeint, die im Bezug zum Topic stehen). Im Hintergrund stehen doch meist die eigene Faulheit oder die fehlende Bereitschaft sich anzupassen. Man stelle sich nur vor keiner wäre mehr bereit für die Gemeinschaft was zu tun. Und wenn man diese Jungs fragt, welche Alternativen es gibt, tritt großes Schweigen ein.

Achtung finde diese Menschen bei mir nicht, aber die Menschen, die sich unentgeldlich für andere Menschen einsetzen.
BlackTeaManchmal... aber nur, wenn mir derjenige sympathisch aussieht ;) Die Krönung war einmal ein relativ junger Mann, der eine Obdachlosenzeitschrift verkauft hat - ein Stück Torte hat er bekommen - ach, was hat er glücklich ausgesehen :)
NigthmareJa, ich spende. Deswegen mache ich um sie immer einen größtmöglichsten Bogen und hoffe dass sie nicht aufstehen können.

MfG
Nigthmare
idisiIch werde vorraussichtlich Anfang nächsten Jahres für 1-2 Wochen Urlaub in Indien machen, genauer in Poona. Ich hab in Reiseberichten gelesen, dass es dort wirklich sehr sehr viele Bettler und vor allem bettelnden Kinder gibt, die sich wie Kletten an die Rockzipfel von Touristen hängen. Nun heißt es, dass man diesen Kinder kein Geld geben soll, weil sie von Erwachsenen zum Betteln gezwungen werden und ihnen das Geld danach abgenommen wird, man solle diesen Kinder lieber Malstifte geben. Ich habe tatsächlich daran gedacht, ein Bündel Stifte und kleine Spielzeuge im Ü-Eier-Format mitzunehmen um es den Kindern zu geben. Ich hab soviel von diesem Werbegeschenk-Krempel daheim, unter anderem ne ganzen Kiste neuer Flummis, und bei mir landet es früher oder später doch im Müll.
Was haltet ihr von dieser Idee?
Erfahrungsberichte? Meinungen?
242shockfront24Hallo an alle,
ich gebe Punks liebend gerne etwas als wie den anderen!

Denn Punks kümmern sich immer zuerst um ihre nächsten egal ob es Menschen sind oder ihre eigenen Tiere die sie immer bei sich haben (Hunde,Ratten ect.)

Habe ich so oft gesehen das die direkt zum nächsten laden rennen damit ihre Tiere eher was zu fressen bekommen als wie sie selbst,da gebe ich wirklich von mir eine Hohe Anerkennung ab.

Die meisten normalen Obdachlosen denken nur immer an eins,nämlich immer an ihren nächsten Schuss oder an ihren nächsten Alkohol!Habe vor kurzem einem ein Vorschlag gemacht als er mich angebettelt hat,ich hatte ihm Vorgeschlagen das ich ihm was zu essen kaufe und genug vernünftiges Wasser für 3 Tage.Ich wurde angemeckert und er sagte zu mir das könne er nicht gebrauchen und ich solle mich verziehen,nett nicht wahr

:mad:

Und so ein Mann verkauft sogar auch noch die Obdachlosenzeitung,sorry aber dafür habe ich kein Verständnis,dann eher lieber für die Punks :D

Liebe Grüße
BlackTea@idisi

Eine sehr gute Idee... Meine Mutter war früher in Indien und hat auch sehr viele Geschenke dieser Art mitgenommen...

Ich kenne es aus Brasilien, dass man den Kindern auch lieber Kekse oder etwas derartiges gibt (für sie ist es eine große Freude, weil sie sich soetwas nie kaufen könnten) und außerdem würde ihnen das Geld sowieso vom Chef abgenommen werden...
CarzinomIrgendwelchen vertrottelten, dreckigen Punks, die schon auf dem T-Shirt stehen haben "Arbeit ist scheisse" gebe ich nicht einen müden Cent.

Andere, die einfach wirklich Pech hatten gibt es natürlich auch, aber da bewahre ich mir meine Prinzipien, ich bin nicht der Wohltäter für die Armen.
242shockfront24@Carzinom

Ist es nicht ein wenig hergeholt was du schreibst?Meinst du nicht das du etwas schreibst was nicht stimmen mag?

Denn was ich selber kenne sind Punks die sich immer waschen und sauber sind!Sie sind nicht dreckig,wieso auch.Immerhin kennen diese auch Wasser und Seife!

Ich selber habe auch nicht viel,sogar teilweise manchmal weniger als jemand der Harz 4 hat und bin ich dann auch ein Stück Dreck,oder wie?

Sollte man nicht jeden so behandeln wie man sich selber fühlt?

Solch eine Einstellung die so verdorben ist kann und will ich gar nicht verstehen!

Selbst wenn ich etwas weniger habe und sogar extrem(dank dem Staat sparen muß)gebe ich immer wieder gerne wieder etwas ab und selbst wenn ich nur noch 5 Euro hätte(das war schon mal),immerhin habe ich die hälfte abgegeben.

Ich selber sehe immerzu das der Kühlschramnk voll ist und meine Kinder sowie mein Mann alles das haben was sie brauchen und auch meine Tiere danach komme ich erst.

Ist es so verkehrt so selbstlos zu sein? Sorry aber wenn jeder so denken würde,wären wir glaube ich jedenfalls wieder im zweiten Weltkrieg.

Mir ist es auch Wurscht was jetzt anderé schreiben,viel Spaß dabei aber ist doch so,selbst meine eigene Schwester denkt genauso wie @Carzinom das einzigste was sie sieht ist :

Schminke Essen was sie mag und nicht ihr Kind und ein Haufen Geld was sie ausgeben kann,dann kommen erst drei große Misthaufen und dann sie wieder selbst und dann irgendwann erst die anderen.

Egoisten sind auf dieser Welt fehl am Platz!
blue79Hallo ja wir haben hier auch einen in der Stadt leider geht sein geld für alkohol drauf was mich nicht immer dazu veranlasst mal was springen zu lassen.
Leider gibt es auch Banden die das nicht nötig hätten bei uns die wechseln sich immer ab und tragen normale klammotten und schicke schuhe.Schaut mal euch manche Bettler genau an da sieht man das die ihre Kleidung nicht alle aus dem Hilfswerk haben.Meine Mutter sammelt auch kleider für bedürftigte.man kann vieles tun.
Aber ansonsten gebe ich gerne leider gibt es kein punks bei uns.:D
frozen heartich gebe nur, wenn ich mehr oder weniger weiß, wofür es dann gebraucht wird. also nem punk mit hund geb ich eher was, als nem typen, der mittags mit alkoholfahne rumlungert und sich gleich die nächste flasche holt.

einmal hab ich auch einem der vorm laden saß was mitgebracht, weil er mich drum gebeten hatte und mir sogar das geld dafür gegeben hat. wärs alkohol gewesen hätt ich ihm das abgeschlagen, aber er wollte nur brötchen und kräuterquark^^ dann is das doch kein problem.

aber wie gesagt, es muss schon erkennbar sein, dass ich damit keine sucht fördere...
Carzinom@242shockfront24: Es mag nicht auf jeden "Punk" zu treffen. "Richtige" Punks sind aber nunmal arbeitslose, stinkende Vollidioten die keine Ahnung von Politik haben aber meinen, sie dürften eine politische Meinung vertreten.

Nein, man muss nicht andere Leute genauso behandeln, wie es einem selber gerade geht. Das wäre ja noch schöner. Soll ich dann, wenn es mir schlecht geht, jemandem, der es gerade besser hat eine runter hauen? Oder jemandem was spenden, der genauso ein oberflächliches und dummes Arschloch ist wie die Leute, die ich ohnehin sehe, sobald ich auf die Straße gehe? Nein, ich spende nichts, in dem Punkt sage ich "Geiz ist geil".
Mondfee86[QUOTE]"Richtige" Punks sind aber nunmal arbeitslose, stinkende Vollidioten die keine Ahnung von Politik haben aber meinen, sie dürften eine politische Meinung vertreten.[/QUOTE]
Ist das nicht eher die Definition von "falschem Punk"?!Alle Punks die ich kenne haben sehr wohl Ahnung von Politik,waren mit mir auf dem Gymnasium und interessieren sich für das,was in ihrem Land geschieht und hängen nicht nur auf den Strassen rum:rolleyes:
Wenn ich jemandem auf der Strasse etwas spende,dann nur den Leuten,die einen oder mehrere Hunde dabei haben...Die Tiere können ja nix dafür,dass ihr Herrchen/Frauchen auf der Strasse lebt..Ich sag dann auch oft,dass sie das Geld bitte für Futter für den Hund ausgeben sollen-die Meisten sagen dann,dass sie das soweiso vorhatten,da freu ich mich immer,hab ja selbst zwei Hunde:D
CarzinomOch jetzt kommt nicht mit den Tieren. Nehmt sie den Leuten halt weg und gebt sie den Tierheimen, bei den Armen lassen macht sie nicht glücklicher. Ausserdem seid ihr ja so leicht zu beeinflussen, ihr würdet wohl auch auf jegliche Arten von marketing hereinfallen. Schonmal dran gedacht dass die Töhle auch von der Strasse kommen kann und einfach als Aushängeschild missbraucht wird? Niemand gibt seinem Viech das Geld anstatt selbst zu überleben...

@Mondfee86: Das was du kennst sind dann Pseudopunks, die sich selbst für besser halten, je mehr sie "alternativ" sind. Sind das dann auch solche Trottel, die sich über Nazis aufregen, aber herumflennen, wenn man ihnen sagt, dass linker Faschismus nicht besser ist?
WaldemarBin der gleichen Meinung wie Carzinom!

Die Welt ist nun leider nicht das Schlaraffenland, wonach wir uns anscheinend jeden Tag sehnen. Eigentlich aber auch nicht, so ich oft das Gefühl habe, das manche Arm sein wollen und ihr Dummheit als Ehrlichkeit verkaufen.

Aber das egal, denn diese Welt ist nunmal wie sie ist. Eigentlich muss man sich in diesen Staate schon sehr dämlich anstellen, um durch das soziale Netz zu rutschen.

Natürlich gibt es Ausnahmen, ich rede auch nicht von Einzelfällen, sondern vom Durchschnitt.

Es gibt viele Menschen, die in ihren Leben sehr viel Pech gehabt haben, und überhaupt nichts für ihre Armut können, und dann ist es eine Strafe. Solche Menschen habe ich auch im Umfeld, helfe dann auch mal gerne..

Aber wildfremde Bettler bekommen auch keinen Cent. Oder die mir die Autoscheibe an der Ampel putzen wollen und wenn ich dann kein Geld gebe, mir ins Auto treten!
Dirtydevil1981Habe schon mal was gespendet. Aber im Moment hängen mir zu viele bei uns in der Stadt rum. In der Zeitung stand darüber auch schon ein Artikel, dass dieses organisierte Bettler sind. Wenns stimmt ist es der Hammer, aber es fällt schon auf das im Moment mehr in der Stadt rumlungern als sonst. Kann aber auch am Sommer liegen. Zumindest mache ich es immer situtationsabhängig. Zu Weihnachten sitzt bei mir nunmal das Geld auch etwas lockerer als im Sommer.
darkmavGeld spende ich grundsätzlich keines - auch wenn mir einige der Leute schon leid tun. Aber daran kann man eben mit Geld nichts ändern. Schließlich ist hierzulande dank Hartz IV wirklich für jeden gesorgt. In Indien (oder auch den USA) wäre meine Haltung eine andere.

Was sicherlich sinnvoll wäre, wäre dem ein- oder anderen einen Tritt in den Arsch zu "spenden". Unter Punks gehört es doch zum guten Ton, Passanten mit "Haste mal ne Mack" zu belästigen. Das Geld geht dann entweder für die Köter [1] oder Bier drauf - beides zähle ich nicht zu den lebensnotwendigen Dingen.


[1] Selbst wenn man als Punk nichts mehr zu essen hätte - man könnte dann immer noch "gebratenen Hund" zubereiten. Ist aber wohl eher etwas für die Chinesen (und Nicht-Vegetarier) unter den Punks...
MorriMomentan habe ich leider nicht so viel Geld, als dass ich nach irgendwelchen Prinzipien gehend jemandem etwas spenden könnte.
Ein lange Zeit habe ich nur Naturalien, also Futter für die Tiere, Zigaretten, mal einen Kafffee oder ein belegtes Brötchen spendiert, manchmal auch ein Bier.
In letzter Zeit gebe ich auch mal Geld, wenn etwas übrig ist, aber nicht regelmäßig, wie gesagt.

ICH kann mir nicht anmaßen, einen Menschen rein von seinem Äußeren zu verurteilen, ich kann mir nicht anmaßen, mal eben zu beurteilen, ob jemand es "verdient" hat, im Winter zumindest ein halbes Stündchen bei einem Kaffee und einem netten Gespräch in einem Café zu sitzen, ob er ein Bier trinken darf etc.
Ich kann nicht hellsehen, ich bin nicht Gott.

Niemand ist gezwungen einem bettelnden Menschen etwas zu geben und dafür muss sich auch niemand rechtfertigen... beleidigend muss man aber auch nicht werden.
NeyaBei uns gibts auch ein paar, aber ich hab einfach überhaupt kein Geld, um es zu spenden. Das ist Grund 1, warum ich nichts gebe.

Etwas anderes ist, dass die hier ziemlich aggressiv werden, wenn man nichts gibt. Hatte mir letztens ein Brötchen vom Bäcker geholt als schnelles Mittagessen, weil ich gleich weitermusste und seit Stunden nix gegessen hatte, für den Bäcker hat das Geld grad noch gereicht. Und dann kommt so ne wirr schauende Frau an und meint "Ey, gibst mir was von deinem Brötchen?" hab ich gesagt "Ne, is mein Mittagessen." brüllt die durch die komplette Innenstadt was von SCHLAMPE! und wie blöd ich doch wär :rolleyes: .

Das andere Mal hab ich den Bettler hier mal gefragt, warum er denn nicht arbeiten geht, statt hier rumzuhängen. Er meinte, wenn er arbeiten ginge, würd er weniger bekommen, als wenn er hier rumsitzt und der Staat ihm das bezahlt.

Und da die hier eh immer mit 'ner Flasche Bier oder sonstigem rumhängen, brauch ich denen aus Prinzip schon nix geben, da ich saufen sowieso nicht gut find. Auch nicht bei Leuten, die sich genug leisten können um dann ins Krankenhaus zu kommen.
nolinein, tu ich nicht.
warum? weil die bettler in unsrer stadt- was auch offiziell ist- organisiert betteln und ich das wirklich nicht unterstützen will
da gibt man sein geld meiner meinung nach besser zur obdachlosenküche
Carzinom@Darkmav: Das wäre ja mal die absolute Höhe, als Obdachloser noch an seinem scheiss Veggileben festzuhalten. Vegertarier können nur durch Zivilisation überhaupt leben, deswegen sollen die da gefälligst ihre Köter essen.
BlackTea[QUOTE][i]Original geschrieben von Carzinom [/i]
[B]Vegertarier können nur durch Zivilisation überhaupt leben, deswegen sollen die da gefälligst ihre Köter essen. [/B][/QUOTE]

Das schweift aber schon ein wenig vom Thema ab, ne?
Ich frag mich sowieso, weshalb ihr euch in diesem Thread dermaßen die Köpfe einschlagt :rolleyes:

Und überhaupt: Was ist schon ein VegERtarier... :D
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Eines Nachts hatte ich einen Taxifahrer, der einen Daumen hatte, der der Länge nach gespalten war. Als ich am nächsten Tag meinen Fahrer danach fragte, antwortete der daß Kinder in diesen organisierten Bettlerbanden häufig verstümmelt würden, weil die Weißen dann mehr Geld geben. [/B][/QUOTE]

...schon alleine deshalb dürfte man die Bettelei in solchen Ländern gar nicht unterstützen, auch wenn´s hart klingt bzw. auch ist, wenn man die bettelnden Kinder dann tatsächlich vor sich stehen hat...
DarketIch finde es beunruhigend, dass bestimmte dieser Sitten auch hier einzug halten. Ok, bewusste Verstümmelung glaube ich eher noch nicht, aber hier in Berlin sieht man häufig bettelnde Kinder, meistens ist die Mutter dabei, hält sich aber im Hintergrund. Und während der durchschnittliche Obdachlose ziemlich dezent bettelt, also durch die U-Bahn kommt, seinen Text sagt und durchgeht, in der Hofffnung es gibt ihm wer was, sind diese Kinder ungemein hartnäckig. Die bauen sich vor Dir auf mit ihrem pappbecher in der Hand und gehen erst wenn Du eindeutig zu verstehen gibst, dass Du nicht gibst, ignorieren klappt da nicht mehr. Find ich ganz schön krass, ganz abgesehen davon, dass es hier insgesamt sehr viel schlimmer geworden ist in den letzten 4-5 Jahren.
idisiIch weiß auch nicht, was ich von diesen seltsamen Leuten halten soll: meistens Ältere und aus Südosteuropa kommend, die irgendwo im Dorf oder in Wohngebieten, nicht nur in der Innenstadt und an Bahnhöfen, rumlaufen und einem Zettel in die Hand drücken, auf denen in schlechtem Deutsch und krakeliger Handschrift steht, warum man ihnen Geld geben soll und dass sie noch eine soundsovielköpfige Familie daheim haben, von denen die Hälfte schwerstkrank ist usw...
Ich fands einfach sehr seltsam, als mir und ner Freundin mal so jemand in der Straße in der meine Oma wohnt begegnete. Dort in der Gegend wohnen eigentlich nur einheimische, alteingesessene Familen, die sich untereinander kennen sowie ein paar türkische Familien, die auch bekannt sind.
blue79Was ich auch komich finde ist der Zirkus also noch vor Monaten mal einer in der stadt war hat die Stadt bei uns gebeten falls Futterspenden da sind dort abzugeben.
Jetzt laufen da auch Mamas und kinder von Haus zu Haus und betteln um geld.Wobei ich micht frage ob die wirklich vom Zirkus kommen oder das nicht als vorwand nehmen. Die haben manchmal richtige "gute " ideen um an geld zu kommen.:D
HellRaiSerhmm um aufs Thema zurück zu kommen .. ich "spende" nichts. Mein Bruder hatte eine Zeit lang beruflichen Kontakt (er macht was Soziales) mit "solchen" Leuten. Die vom Typ "Ich komme aus dem Ostblock, hab keine Beine und schreibe ein trauriges Schild" sind zwar arm, gehören aber meistens (klar gibts Ausnahmen) zu richtigen "Banden", dh. die werden evtl. sogar verschleppt aus ihrem Heimatort, werden dann hier (Ich lebe in Wien) betteln geschickt und wieder "abgeholt", wo sie das Groß abgeben müssen.

Sowas gibts also nicht nur in Indien ... Und das ist nun wirklich nichts, was ich unterstützen möchte.

Obdachlosenzeitschriften kaufe ich nur von Leuten, die sich auch richtig "bemühen", dh die müssen für mich den richtigen "Schmäh" drauf haben, einfach herumstehen zieht bei mir nicht ...
DarketKeine Ahnung wie das bei Euch ist, aber hier in Berlin gibts nen paar von den Zeitungsverkäufern, dies richtig drauf haben. Ungeschlagen immernoch der Kerl, der die in Gedichtform angepriesen hat. Großartig der Mann! :cool:
BlackTea[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B] Ungeschlagen immernoch der Kerl, der die in Gedichtform angepriesen hat. Großartig der Mann! :cool: [/B][/QUOTE]

Oh toll! Gibt es den noch irgendwo zu sehen? ;) Ich bin nächste Woche in Berlin...
DarketIch hab ihn seit bestimmt zwei jahren nicht gesehen. Das ist auch so ein Faszinosum. Ich fahre seit über 10 Jahren jeden Tag mindestens 10 Stationen mit der U-Bahn durch die Stadt, inzwischen kenn ich fast alle gesichter, die da reinkommen.
Toll ist übrigens ein anderer Kerl, der in breitestem berliner Dialekt Gedichte vorträgt und jeden Tag über irgendwas anderes. Der philosphiert dann noch nen bisserl und quatscht mit einzelnen Fahrgästen. Der fährt auch jedes mal drei bis vier Stationen mit, nicht wie die anderen, die so schnell wie möglich in den nächsten Wagen wechseln wollen. ;)
DarketDen kenn ich noch nicht.
TrauerwesenIch muss sagen, so sozial ich auch bin, und so sehr ich auch versuche, keine Vorurteile zu haben, spende ich nichts. Liegt aber wohl auch daran, dass ich selber kaum Geld habe und für das, was ich habe, auch teils recht hart arbeiten gehe.
Zudem hat sich mancher schon sehr abartig mir gegenüber verhalten. Einer bat mich mal um Feuer für seine Zigarette, und da war ich dann durchaus hilfsbereit, aber als er dann meinte, mich begrabschen zu müssen...
Seitdem gehe ich allen der Sorte aus dem Weg, auch wenn nicht einer wie der andere ist. Aber wie gesagt, ist eine Mischung aus mehreren Faktoren, wieso ich da nichts gebe.

Irgendwie denke ich mir halt auch, gibt man denen lieber was zu essen. Den Alkoholismus, der ja bei vielen verbreitet ist (jedenfalls bei denen, mit denen ich zu tun habe), will ich da schon gar nicht unterstützen. Dann wirklich lieber Einrichtungen, die das Geld dann auch sinnvoller einsetzen, also die schon hier genannte Obdachlosenküche usw.
PestilenzMoin auch.

Also ich geb schon mal was wenn ich kann, denn nicht immer ist man selber schuld daran das man in der gosse liegt. Jedem kann's so ergehen. Hab da so meine leidigen erfahrungen gemacht.
Nocturna_LunaNun, ich komme aus Wien und gerade im Sommer trifft man hier vermehrt auf Bettlerbanden. Man kann das wirklich gut beobachten: einen Monat lang sitzen schwangere Frauen an den U-Bahn Stationen, im nächsten Monat sitzen sie mit Kindern da, im übernächsten dann die Krüppel. Den Leuten kann ich einfach nichts geben, weil ich genau weiss, dass es ihnen nichts hilft, sondern an deren Boss geht :(
Ansonsten seh ich hier in der letzten Zeit immer einen Obdachlosen mit einem Pappschild, wo er fragt ob ihm jemand helfen kann oder eventuell Arbeit für ihn hat. Als er letztens wieder an der Bim Station saß (es hatte so an die 30°C) und sich alle um ihn rum ihr Wasser reigeschüttet haben, bin ich auch zum nächsten Stand und hab ihm ne 0,5l Wasserflasche und was zu Essen gekauft. Er hat sich wirklich sehr gefreut und wir haben uns dann noch ein wenig unterhalten =)
Ansonsten schau ich einfach, dass ich lieber Essen und Trinken kaufe und es den Leuten gebe, so weiss ich wenigstens, was mit meinem (recht knappen) Geld passiert.

Liebe Grüße Nocturna_Luna
dEspairsrageBei mir im Stadtteil sind in der U-Bahn viele Bettler bzw Zeitungsverkäufer, liegt wohl daran das ich in der Innenstadt lebe.
Also, wenn ich mein Leben Sozial im Griff hätte würde ich eine Kleinigkeit spenden, das ist mein ernst!
Aber leider könnte ich vielleicht selbst so enden, wenn ich mein Mitleid nicht beherrsche.
KatzenschattenDas kommt bei mir auf den Menschen an, bei manchen gebe ich gerne, bei anderen gar nicht. Ist eine Frage der Sympatie.
Carzinom@Katzenschatten: Dann spende lieber garnicht. Denn wenn du da noch Sympathie gehst macht Dich das Spenden an Dir sympathische Menschen dich nicht einen Deut moralisch korrekter. Aber das sehe ich schon an deiner Signatur, dass du da in der Pumpe läufst.
Panic KingLeztens stand einer heulend vor mir..er wollte kein geld er wollte nur was zu essen.. also ich in nen laden rein hab ihm ein paar belegte brötchen geholt ne flasche wasser und nen brot für die woche...

Wenn man so am ende ist darf auch der größte egoisst sprenden ..
Katzenschatten@carzi:

Was stört Dich denn an meiner Signatur und in welcher Pumpe soll ich laufen?

Außerdem muss ich nicht jedem geben, schließlich habe ich nicht immer was übrig und wenn doch mag ich selbst entscheiden wem ich gebe und wem nicht.
Graf Zahl@Katzenschatten, deine Signatur ist wirklich scheisse, da kann ich der anderen da Recht geben..

Btt.
Ich würde immer wieder etwas spenden, solange ich genug Geld habe um selbst über die Runden zu kommen ist es mir die paar Cents wert dem einen über den Tag geholfen zu haben, oder auch nur zum nächsten Bier.. deswegen denk ich einfach nicht weiter darüber nach, was der eine oder andere damit macht, sondern helfe einfach nur einem Mitmenschen, schliesslich kännte es jedem von uns mal so gehen..
LunaticSisterIch geb den Leuten nichts. Viele tuen mir leid, weil sie wirklich so aussehen, als hätten sie gar nichts, aber man kanns nie wissen. Also Geld definitiv nicht.
Da kommen ja schon kleine Jungen im zarten Alter von 6 an und müssen Geld für die Familie schnorren. Dabei halten sie eine Karte in der Hand mit Bild und nem Bettelspruch.
Punks wollen es so, also lass ich sie mal machen ...

In Prag han ich mal jemandem was gegeben. Ich war mit ner Freundin unterwegs und wir wollten "unser Kleingeld loswerden", weil wir davon so viel hatten und bald wieder nach Hause wollten.
Also hat er und seine 2 Hunde unser gesamtes Kleingeld erhalten.
Schicksalsweberich gebe nur wenn die leute was machen^^
also musikern gebe ich grundsätzlich was
wenn mir aber eine frau mit einer ledertasche und kettchen ankommt und meint eine spende für kind haben zu wollen blocke ich immer!
rosenkindwenn ich etwas [i]direkt[/i]spende, dann meistens nur an Straßenmusiker, imo ist das für mich dann aber nicht wirklich eine Spende in dem Sinne, sondern ich zolle in meinem Verständnis den Musikern damit die ihnen gebührende Anerkennung der künstlerischen Leistung.

Die Spende an Obdachlose ist von vielen zwar nett gemeint, aber meiner Ansicht nach viel zu kurz gedacht. Zum einen gibt es - leider,leider,leider- doch welche, die mit dieser Masche nur Mitleid erregen wollen und es eigentlich nicht nötig hätten, zu betteln (das beste war ein Typ in nigelnagelneuen Markensachen...), zum anderen gibtes da auch bei den Bedürftigen einige kritische Probleme:
1. die Frage "was passiert mit dem Geld?". Es kann sinnvoll ausgegeben werden für Lebensmittel oder aber auch (wenn das auch nicht bei allen der Fall ist) für die nächste Flasche Alkohol, um den Frust wegzukippen oder ähnliches, was ich nicht unterstützen möchte
2. wie weit bringt einen Obdachlosen das Geld, das er einnimmt? ich hab jetzt zugebenermaßen nur die ersten 3 Seiten des Threads gelesen,also entschuldigt, wenn das schon mal genannt wurde. Die Aussage "ich deutschland muss keiner auf der Straße leben, es ist eine freie Entscheidung" ist zwar etwas überspitzt, aber enthält doch einen Kern Wahrheit. Stichwort Leidensdruck. je besser das Leben auf der Straße funktioniert, umso geringer ist der wirkliche Wille etwas dran zu ändern. oder sagen wir besser, wenn die Armut und das vor sich hinvegitieren gegenüber dem emotionalen Kraftaufwand etwas zu ändern noch das geringere Übel ist, wird die Motivation nicht ausreichen etwas zu ändern. Mit Spenden unterstütze ich dieses "das Leben auf der Straße ist noch erträglich" vielleicht noch. und obdas gut ist,ist zweifelhaft.

Wenn schon finanzielle Hilfe, dann besser in die Kassen der lokalen Organisationen, die !nachweisbar! etwas für die Obdachlosen tun, sowohl auf der Seite der reinen Versorgung von Lebensmitteln, aber auch der Hilfe mit Behördengängen und ähnliches, um aus der Obdachlosigkeit heraus zu kommen. Das erscheint mir jedenfalls wesentlich sinnvoller als das überschüssige Geld in den nächsten Hut ab Boden zu werfen.
Colony242[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]wenn ich etwas [i]direkt[/i]spende, dann meistens nur an Straßenmusiker, imo ist das für mich dann aber nicht wirklich eine Spende in dem Sinne, sondern ich zolle in meinem Verständnis den Musikern damit die ihnen gebührende Anerkennung der künstlerischen Leistung.

Die Spende an Obdachlose ist von vielen zwar nett gemeint, aber meiner Ansicht nach viel zu kurz gedacht. Zum einen gibt es - leider,leider,leider- doch welche, die mit dieser Masche nur Mitleid erregen wollen und es eigentlich nicht nötig hätten, zu betteln (das beste war ein Typ in nigelnagelneuen Markensachen...), zum anderen gibtes da auch bei den Bedürftigen einige kritische Probleme:
1. die Frage "was passiert mit dem Geld?". Es kann sinnvoll ausgegeben werden für Lebensmittel oder aber auch (wenn das auch nicht bei allen der Fall ist) für die nächste Flasche Alkohol, um den Frust wegzukippen oder ähnliches, was ich nicht unterstützen möchte
2. wie weit bringt einen Obdachlosen das Geld, das er einnimmt? ich hab jetzt zugebenermaßen nur die ersten 3 Seiten des Threads gelesen,also entschuldigt, wenn das schon mal genannt wurde. Die Aussage "ich deutschland muss keiner auf der Straße leben, es ist eine freie Entscheidung" ist zwar etwas überspitzt, aber enthält doch einen Kern Wahrheit. Stichwort Leidensdruck. je besser das Leben auf der Straße funktioniert, umso geringer ist der wirkliche Wille etwas dran zu ändern. oder sagen wir besser, wenn die Armut und das vor sich hinvegitieren gegenüber dem emotionalen Kraftaufwand etwas zu ändern noch das geringere Übel ist, wird die Motivation nicht ausreichen etwas zu ändern. Mit Spenden unterstütze ich dieses "das Leben auf der Straße ist noch erträglich" vielleicht noch. und obdas gut ist,ist zweifelhaft.

Wenn schon finanzielle Hilfe, dann besser in die Kassen der lokalen Organisationen, die !nachweisbar! etwas für die Obdachlosen tun, sowohl auf der Seite der reinen Versorgung von Lebensmitteln, aber auch der Hilfe mit Behördengängen und ähnliches, um aus der Obdachlosigkeit heraus zu kommen. Das erscheint mir jedenfalls wesentlich sinnvoller als das überschüssige Geld in den nächsten Hut ab Boden zu werfen. [/B][/QUOTE]



DEM IST NICHTS HINZUZUFÜGEN !!!;)





___________________
[url]http://darksideforum.plusboard.de/forum.html[/url]
Skinny Hädie[QUOTE][i]Original geschrieben von angel of sorrow [/i]
[B]Immer wieder sieht man Bettler am Straßenrand.... spendet ihr ihnen etwas?
Warum schon, warum nicht?


Ich hab in letzter Zeit ein wenig darüber nachgedacht und ich hab immer Kleingeld in der Tasche dass ich spende. Ohne ein paar Münzen zu geben und ein Lächeln geh ich an keinem mehr vorbei.

Ich denke mir, dass ich in so einer scheiß Situation - wenn auch meist selbstverschuldet - auch froh wäre darum. Und der dankbare Blick von ihnen ist eifach unbezahlbar!

Wie seht ihr die Sache? [/B][/QUOTE]

Ich spende ab und zu wenn sie mich freundlich und korrekt fragen.

An wen ich nicht spende; an leute die mich mit der annahme anquatchen; ich MÜSSE ihnen ja was abgeben. Solch parasitäre einstellung kotzt mich an. Nur weil sie arm sind und wenig haben, haben sie noch lange nicht das recht sich anderen aufzudrängen und etwas zu fordern.

An alkoholiker, junkies und jugendliche spende ich nichts.
mizzmelonaIch spende so gut wie nie...

finde aber, dass mir schon sehr lange niemand mehr aufgefallen ist, den ich wirklich als bettler oder penner bezeichnen würde...diese überall in der fuzo knieenden Klone zählen nicht....kann aber auch daran liegen, dass ich nicht mehr so oft in der stadt unterwegs bin...

aber einmal saß da son penner mit nem schild auf dem stand:
brauche kohle für die nächste flasche schnaps.

dem hab ich was gegeben weil ich das so schön ehrlich fand...
Mondelfe18Ich spende eigentlich ziemlich oft. Zumal wenn sich Obdachlose die Mühe machen Musik zu spielen oder kleine Dinge selbstgemachte Dinge zu verkaufen. In England gibt es so eine Obdachlosenzeitung und das Geld kommt den Obdachlosen zugute. Finde das eine gute Aktion :)

gruß,
Mondelfe
MaibeManchmal spende ich was
ich finde das es eine gute Tat ist

aber ich finde auch
wenn eine Frau auftaucht die dir nur einen alten Zettel
(der Zettel ist vergilbt und abgegriffen!)
auf dem draufsteht, das ihr Sohn, der alleine in Timbuktu oder so wohnt
und außderdem seit drei Wochen, am nächsten Tag eine wichtige Operation braucht
dann werde ich doch ein bisschen stutzig
und überlege es mit zwei mal
und dann ist die Frau schon wieder verschuwnden
wahrscheinlich weil sie merkt
das ich ihr diese Geschichte nicht abkaufe!
Mondelfe18Mir tun irgendwie alle Menschen leid die betteln...das wissen leider manche sehr gut auszunutzen und fördern somit die Intoleranz gegenüber ehrlichen Bettlern.

gruß,
Elfe

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