| rosenkind | ich surfe grade auf einer Website, auf der man Bilder, also Gemälde der Kleidung verschiedener Epochen findet und sehe mirgrade Gemälde aus dem Mittelalter und der Renaissance an und bin wie immer fasziniert. fasziniert davon fremdartig, wie detailreich, pompös und edel diese ganzen Gewänder und auch das restliche Styling sind. Vergleicht man das mit dem, was man heute zu sehen bekommt an Kleidung überhaupt, ist ein riesiger Unterschied zu erkennen. Kleidung heute ist einfacher denn je. Mir ist klar, dass die Gewänder, die man auf solchen Gemälden sieht ein Privileg des Adels waren und dass das Volk sehr einfache Kleidung trug. Diese Macht des Adels gibt es nicht mehr und die Kluft des Kleidungsstils zwischen einer Millionärstochter und einer Sozialhilfeempfängerin ist trotz des großen finanziellen Unterschiedes nicht so groß wie zwischen dem herrschenden Königshaus und dem einfachen Volk seinerzeit. Trotzdem frage ich mich: was ist aus der Kunst geworden? Wieso findet man ähnlich aufwändige, künstlerische Kleidung- und sei es wie damals ebenso exklusiv heute nicht mehr? Ich meine damit keineswegs, warum findet man heute keine Kleidung mehr, die aussieht, als stamme sie auch der Renaissance, es geht viel mehr um die aufwendigen Details. Sollte das alles wirklich einzig und allein abhängig gewesen sein vom Geld oder hat sich das Lebensgefühl einfach so weit geändert, dass kein Platz mehr für solche aufwändige Kleidung existiert? Wie kommt es, dass die Kleidungskunst versiegt ist? bzw schwindet sie dahin mit der Zeit? selbst das viktorianische Zeitalter, das wesentlich näher liegt als die Renaissance wirkt auf mich diesbezüglich stilistisch oftmals viel aufwändiger als das, was man in unserer Zeit sieht, obwohl ich grade in dieser Datenbank auch nicht wenige Bilder finde, die an das, was diese Renaissancebilder erahnen lassen nicht im geringsten heranreichen. Was ich mit diesemThread sagen will, weiß ich selber nicht, ich bin offen für eure Gedanken, die da kommen mögen! |
| Varda | Also in erster Linie fällt mir dazu ein, wei verschieden der Alltag von heute zu damals ist. Männer zum Beispiel trugen zwar auch aufwändige Kleidung, allerdings war sie sehr viel bequemer als die der Frauen, da ja eher der Mann beruflich unterwegs war als die Frau. Männerkleidung hat sich eigentlich noch am wenigsten verändert - wenn man mal davon absieht, dass heute nicht mehr jeder schick herumläuft, aber wenn, dann wird doch ein Anzug getragen und das kommt den Männerklamotten von damals wenigstens ein bißchen nahe. Nun, Frauen wurden in ihrer Kleidung wohl einfacher und bequemer, als sie an die Universitäten gingen, überhaupt Bildung erfuhren und berufstätig wurden. So ewig lange ist das ja auch noch nicht her. Prunkvolle Kleider gab es dann nur noch zu besonderen Anlässen, wie heute z.B. auf Bällen. Deswegen gilt vielleicht auch schlichtere Kleidung auch bei reicheren Leuten als schick. Und die Stoffe sind ja immer noch edel (ich denke da an Seide etc.). Was auch nicht wirklich verschwunden ist ist der Rock. Der hat es sogar bis zum Business-Outfit geschafft. Schade finde ich all das trotzdem. Ich liebe diese aufwändigen, verschnörkelten Kleider mit Samt und Spitze und überhaupt. Und selbst ein edles Ballkleid sieht längst nicht mehr so aus wie die Kleider damals, selbst das Ballkleid ist also der Schlichtheit zum Opfer gefallen. Wie gesagt, ich kann es mir am ehesten durch die Emanzipation erklären (hätten die Frauen um der Mode willen also lieber doch die Klappe halten sollen? ;) ) |
| rosenkind | [QUOTE]Und selbst ein edles Ballkleid sieht längst nicht mehr so aus wie die Kleider damals, selbst das Ballkleid ist also der Schlichtheit zum Opfer gefallen. [/QUOTE] ja, aber das ist es eben. Es ist verständlich, dass die Alltagskleidung gemütlicher wurde. Aber dass das ganze völlig verschwindet. selbst bei Ballkleidern ist zunehmend ein Trend in Richtung "einfach is everything" zu beobachten, da gibt es nicht wenige Kleider, die eigentlich nicht mehr sind als eine klare Linie, mit einem tiefen Rückausschnitt und einem tiefen Ausschnitt vorne und das wars. was mich traurig macht, ist nicht, dass es einfache Kleidunggibt, sondern dass der Prunk, bis auf wenige Nieschen gänzlich verschwindet/verschwunden ist. bzw. dass unsere Zeit offensichtlich keinen zeitgemäßen Prunk mehr findet. ich finde die Kleidung dieser alten Zeiten faszinierend. Was ich aber auch sagen muss, ist, dass auch die etwas einfachere Kleidung späterer Epochen doch noch irgendwie teilweise einen Charme hat, eine gewisse Ausstrahlung hat, die [B]mir persönlich[/B] bei so vielem Mordernem nicht entgegenstrah [url]http://marquise.de/en/1700/pics/1794_1.shtml[/url] -> 1794. relativ einfachund doch irgendwie ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. |
| Lefor2 | Als erstes kann ich Varda nur zustimmen, denn auch ich denke das die Emanzipation wohl auch ein Grund dafür sein mag. Doch ich sehe dort noch einen Grund, der sich mir aufdrängt. Was, wenn die Menschen einfach "schlicht" sein "wollen" ... Ich möchte damit auf die uniformität in unserer Gesellschaft anspielen. Schnörkel und Verzierungen sind meiner Meinung nach, ein optischer Aushänger der Individualität. Nur kommt individuelle Kleidung in der momentanen Gesellschaft immer weniger an. Früher mag dies anders gewesen sein, jedoch kenne ich mich in der Hinsicht nicht aus, weswegen ich das erstmal in Frage stelle. Was mir jedoch auffällt ist, das die Schlichtheit als solches sich nicht nur im Kleidungstil ausdrückt, sondern in vielen weiteren Punkten wie z.B. Sprache, Kultur und auch Architektur. Gerade in letzterem Punkt finde ich, liegt fast schon eine analogie zur Kleidung. Auch wenn freilich die unteren Schichten im Mittelalter keine pompösen Bauwerke errichten konnten/durften! ... Ach es gibt soviele Beispiele... Möbel, Musik?... wenn ich mir es genau überlege könnte ich denken das gesagte Leben eines Menschen ist wesentlich schlichter geworden. zurück zum Thema: Verstehen kann ich persönlich die aktuell angebrachte Schlichtheit nicht, da ich persönlich eher vom Gegenteil angezogen werde. Für mich ergibt sich dabei auch ein Rückschluß, zu der Frage: "Wie individuell bist du?" ... Übrigens finde ich es sehr interessant darüber zu reden! |
| Seneca | ...unpraktisch ist es allemal...ich brauche als Mann eine gute viertel Stunde um meine Rokoko Anzug mit perfekten Sitz anzulegen...mit Haare toupieren und Pudern geht eine Stunde drauf. Man kan darin eigentlioc nur steif herumstehem, nach jeder ausholenden Bewegung kan man gleich wieder was geraderücken., oder hochziehen. Meine Frau kann sich in dem Stil alleine überhaupt nicht anziehen. Ohne Hilfe ist man da recht aufgeschmissen...zudem gaht das nicht unter 30 minuten...nur für's Ankleiden.... Die Hofroben zu allen Zeiten waren derart unpraktisch das man sie schon damals nur wenige Abende im Jahr trug. |
| rosenkind | [QUOTE]Nur kommt individuelle Kleidung in der momentanen Gesellschaft immer weniger an. Früher mag dies anders gewesen sein[/QUOTE] ich glaube ehr, dass in der heutigen Zeit Kleidung wirklich als individuelles Aushängeschild gesehen wird. In früheren Zeiten hatte Kleidung doch noch viel mehr mit Ständezugehörigkeit oder ähnlichem zu tun. Ich meine mich zu erinnern in der Realschule in einer Geschichtsstunde sogar eine Kleiderordnung aus dem Mittelalter gelesen zu haben, die voll von Vorschriften war, was eine verheiratete Frau und was eine unverheiratete Frau zu tragen hatte. Das offene Tragen der Haare, obwohl ich das nun zeitlich nicht genau zuordnen kann, das nur unverheirateten Frauen zugestanden war, während die verheirateten schön eine Haube aufsetzten mussten ("unter die Haube bringen" ;) ) ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Kleidung gab wohl viel mehr Auskunft als heute darüber, welche datenbezogene Person du bist und weniger, welche Persönlichkeit du bist. |
| Lefor2 | Aber ist es denn heute wirklich soviel anders? Im Grundsatz hast du sicherlich recht, ich selbst weiß nicht genau wie damals die Kleidungsvorschriften ausgesehen haben, doch ich dachte rein aus meinem Gefühl heraus, dass gerade die Verzierungen, der Prunk die Einzigartigkeit ausdrücken sollten? Meintewegen vieleicht noch die zugehörigkeit einer kleinen eventuell Elitären Gruppe. (Wobei die Betonung auf klein liegen sollte) ... Heutzutage denke ich, geht es eher in die andere Richtung - man möchte sich mit der Kleidung eher "größeren" Gruppen anschließen. Die Kleidung ist zur Uniform geworden. (meine Meinung ;) Nun jedoch drifte ich vom eigentlichen Thema ab - es geht ja nicht um die individualität der Kleidung, sondern um die Schlichtheit. Wenn wir uns mal aus der Szene wegbewegen, sieht man tatsächlich nur noch schlichte Kleidung. Ich denke gerade darüber nach - Ob die Frage:"Wird Kleidung für Menschen entworfen, oder werden Menschen für die Kleidung begeistert, die sie vieleicht garnicht mögen" - eine berechtigung hat. Denn man hat ja auch keine Chance prunkvolle Kleidung zu erwerben. (Ausser die von dir erwähnten Kleidungsstücke - die der Renaissance nachempfunden sind) ... Die frage die dann aufkommen würde, wäre: Besteht denn überhaupt Interesse seitens der Träger von Kleidung? Die "breite" Mode wird ja von relativ wenigen Menschen entworfen. Leider kenne ich mich in der Materie zu wenig aus um wirklich mitreden zu können. |
| Seneca | Diese aufwändigen historischen Kostüme sind heute ein Hobby, kein Zwang mehr...ich finde es gut so... Im übrigen gibt es noch genug Leute, [b]vor allem außerhalb[/b] der Goth-Szene, die sich damit tiefergehend befassen, und solche Prachtstücke auch mal auf Treffen spazierentragen. [url=http://52657.rapidforum.com/]Man ist natürlich im Internetzeitalter auch Webpräsent[/url] |
| rosenkind | der großeUnterschied istheute, dass du frei wählen darfst, wie du dich kleidest, zumindest frei innerhalb eines Rahmens, der für alle gilt. Und das ist die Grundlageder Individualität. Schließe ich mich durch Kleidung freiwillig einer betimmten Gruppe an, ist dies auch meine Individualität. Wird mir aber von außen eben z.B. vorgeschrieben, dass ich meine Haare nicht offen tragen darf, weil ich verheiratet bin, wo ist da denn die Individualität. In diesem Text damals ging es, soweit ich mich noch erinnere, sogar darum, dass bestimmte Farben nur bestimmte Personen tragen durften und noch vieles mehr. ich weiß nichmal mehr, ob es wirklich um verheiratet und unverheiratet ging, was ich aber noch weiß,ist, dass es einen Haufen Einschränkungen gab. Und ich glaube, das einfache Volk hast du damals auch nicht auseinanderhalten können. Subkulturen gab es nicht, nur die Stände und in die wurdest du halt hineingeboren. was mich heute teilweise auchetwas stört, ist die ganze Synthetik, obwohl ich davon selbst genug im Schrank habe. Aber was mich grade an den alten Zeiten so fasziniert, ist wie man mit recht einfachen Materialien (für unsereZeiten) so herrliche Kleidung schneidern konnte... btw, hatjetzt nichts damit zu tun, aber: [url]http://www.marquise.de/en/1500/pics/1530_3.shtml[/url] -> man beachte den Ärmel... herrlich! edit - grade gefunden: [COLOR=skyblue] Romanik Im Mittelalter herrschte eine strenge Kleiderordnung. Die Gesellschaft war in drei Stände eingeteilt: Bauern, Klerus und Adelige. Gesetze legten fest, dass Bauern bestimmte Farben, die unter anderem in der kirchlichen Liturgie eine Bedeutung hatten, nicht tragen durften: * Rot und Purpur galten als Farben der Herrscher. Purpur war ein sehr teurer Importartikel. Der Farbstoff wurde aus der Purpurschnecke gewonnen. * Blau galt als die Farbe der Weisheit, der göttlichen Wahrheit, Festigkeit und Dauer. * Gold galt als äußerst wertvoll und war nur Königen oder höchstem kirchlichem Adel erlaubt. Edle Stoffe wie Samt, Brokat oder Seide waren dem Adel vorbehalten. Dies erstreckte sich auch auf die Pelze (Jagdrecht), wobei der Hermelin nur für König oder Kaiser bestimmt war. Die Bauern konnten nur die dunkleren Natur- und Erdfarben für ihre Kleidung aus Leinen, Flachs und Wolle verwenden. Die Verarbeitung der Stoffe gab ihnen einen Hinweis auf ihre Stellung in der Bauernhierarchie. [/COLOR] -> [url]http://www.phil.uni-sb.de/[/url] |
| archon | also ich finde einfach, dass sich heutzutage keiner mehr mit so ALTEM rüschenzeug schicken will, weils einfach alt ist! so schön und edel diese rüschigen kleider auch sind, sie erinnern einfach an frühere zeiten und das ist nun mal nicht stand der dinge. ich mag es heute auch noch wenn ein mädel so an hippiezeit angelehnte bluse trägt, mit glockenärmeln usw. - aber das spiegelt halt auch beim träger teils eine art "lebenseinstellung" wieder und die meisten leben nun mal nicht in den 60ern. ich finde es ist aber auch gerade der charme, dass man diese teile eben so selten sieht - würde jeder das tragen, würde es mir vielleicht garnicht mehr so gut gefallen. wenn man mal die mode auf den laufstegen betrachtet, dann sieht man da schon, dass auch kreationen dabei sind, die wirklich toll sind, anders sind, aufregend sind. aber die wenigsten wollen halt heute "aus der reihe tanzen". was glaub ich im kommen ist, das ist der "asiatische schnitt" ! das wird sicher bissl einfluss auf die mode nehmen! so eine art "japan style", ästhetisch geformt, mit etwaigen spielereien. wenn heute leute im barock kleid rumlaufen würden, dann ist das so wie wenn heute jemand ein "lolitha kleid" tragen würde. da tanzt man einfach aus der reihe - dazu die richtige frisur und man fühlt sich glatt an die 80er erinnert - klick: [url]http://www.youtube.com/watch?v=b20UzLecnHo[/url] :D wenn es nach mir ginge, dann dürften die mädchen auch heute ab und zu mal in sowas hier rumlaufen...[IMG]http://i11.ebayimg.com/02/i/07/0e/54/07_1_b.JPG [/IMG] hach.... ein traum ! *auchhabenwill* :D |
| rosenkind | in rosa? *umkipp* - neindanke :D ich sagteja nicht, dass die heutige Kleidung so aussehen sollte wie die Kleidungdamals, ich fragte mich, warum man keine [B]zeitgemäße[/B] prunkvolle Kleidung findet. wenn ich die Renaissance mit den viktorianischen Sachen vergleiche... das sieht auch alles völliganders aus (liegen ja auch nur so ein paar Jahrhundertchen dazwischen^^) und dennoch ist das alles doch wesentlich detailreicher, aufwendiger als die heutige [B]ausgefallene[/B] Kleidung, die auch [B]getragen[/B] wird. |
| archon | achso - du bist garnicht farbenblind? scheisse! :D :D :D *looooooool* ich find das ding schön, das rosa hebt doch nur bissl das mädchenhafte hervor :D könnte auch schwarz/weiss sein... aber dann würde ja jeder sagen, "was'n das für ein grufti-teil!?!" ...und wer will das schon... :D *lach* |
| Trauerwesen | Also ich denke auch, dass früher alles pompöser war, soweit man es beurteilen kann. Aber, wie auch schon genannt wurde, war dies auch ein wenig unbequemer, ich trage selbst gerne Korsetts, aber täglich brauche ich es dann doch nicht ;). Man legt wohl wirklich mehr wert auf das praktische, und dezentes scheint derzeit auch eher in Mode zu sein - je nachdem. |
| Latona | wie oben schon genannt, würde jeder sowas prunkvollen tragen, geht irgendwann der reoz verloren. auch finde ich, das solche kleider ja auch handgearbeitet sind und selbst oder gerade heute eine menge kosten. nix destrotrotz finde ich derartige gewänder auch schön, nur manchmal recht unpassend, wenn man zum beispiel zum essen fledermausärmel oder sonstwas trägt :-) |
| Kampfsau | Die Kleider sind unpraktisch, die hat man doch kaum getragen oder nur auf Gemälden oder repräsentativen Festlichkeiten.Die ganzen Verzierungen,Manchetten, Bänder etc sind doch als erstes abgefallen. Außerdem will ich für meinen Mantel keine Hermeline, Blauschnecken oder auch andere vom Aussterben bedrohte Tierarten opfern. Ansonsten würde ich sagen,dass es heute durchaus aufwändig genähte Kleider gibt, mit komplizierteren Schnitten. Ich denke, dass auch wohlhabendere Leute zuviele Verzierungen und aufwendige Schnitte mit seltenen Stoffen ablehnen, um nicht zu überladen zu wirken. Ansonsten, ich empfinde doch schon einen Mantel für 300 Euro als verdammt teuer. |
| rainraven | Naja, ich bin zum Beispiel ganz froh, daß ich als Frau Hosen, fette Boots und T-Shirts tragen darf und mich nicht in enge Korsetts, Trippel-Schühchen und üppige, bauschige Röcke zwängen muß. Ebensowenig mag ich Blusen und enge Röcke, ich habs am liebsten leger und zeige auch ganz gerne mal Haut, und wie ich meine Haare trage, in welcher Länge, Farbe und Frisur, das lasse ich mir noch am wenigsten vom jemandem vorschreiben. :D Etwas mehr verspielte Details und Schnickschnack an Klamotten und nicht den spießigen Einheitslook würde ich mir allerdings auch wünschen. Für mich heißt das, daß nicht nur "die" vorgesetzte Mode des jeweiligen Trends gültig sein sollte, so daß sich Stile verschiedener Epochen und Stände heutzutage tragen und mischen ließen, also daß es ebensowenig ungewöhnlich wäre, wenn ein Mann im Rock daherkommt als wenn eine Frau im Rokokostil mit Korsett im Park spzierengeht. Ich würde mir auch mehr Kreativität bei den "aktuellen" Klamotten wünschen, so daß es z.B. nicht als unüblich und "außergewöhnlich" auffiele, wenn eine Hose mal weit ausgestellt ist, ein Teil aus einem grellbuntgemusterten Stoff besteht oder Haare unnatürliche Farben haben dürften. Wenn wir nicht alle so an den alten Vorschriften und der Uniformität der Masse hängen und auch das Individuelle akzeptieren würden, hätten es manche von uns wesentlich einfacher... |
| koumori | Na, so manches verspielte Teil findet sich auch bei pimkie usw., nur halt eben ein anderer Stil... Waschmaschinen (und am besten noch Trockner-)geeignete Wäsche ohne allzuviele Rüschen erleichtert doch den Alltag um einiges... ich kann ja meine Alltagsgarderobe wohl kaum komplett in die Reinigung geben, da zahl ich mich ja dumm und dämlich. Diejenigen, die sich früher die aufwendigsten Kleidungsstile leisten konnten hatten wohl ihre Waschfrauen dafür... oder haben die Sachen einfach garnicht gewaschen, sondern nur gelüftet? So viele Gelegenheiten, sich schmutzig zu achen gibts nun mal nicht wenn man einen Hofstaat hat... |
| Nachtelfchen | zuerst mal trugen solche kleider eine minderheit, alle anderen besassen einen wochenanzug und einen sonntagsanzug und das wars. und ein paar neue schuhe gabs alle 5 jahre. und auch heute wird doch auch aufwendige kleidung hergestellt, nur ist das für normalbürger nicht erschwinglich und kaum tragbar (siehe das ganze haute couture zeug auf den laufstegen). in früheren jahrhunderten gabs ebenfalls trends zur einfachheit (und kleiderverbote), so etwa im zuge der reformation, wo auch der adel oftmals einfach schwarze kleider trug (mit passender halskrause, wo ich mich heut frag, wie die das bloss ausgehalten haben). die stoffe an sich waren oftmals gar nicht so einfach. an den borten für ein solches kleid wie auf dem einen foto wurde lange gearbeitet. manchmal wob man auch gold und solches zeug in kleiderstoffe ein. spitzen waren allesamt handgeklöppelt. was sich denke ich vor allem geändert hat, ist die billige habhaftwerdung von kleidung. sie drückt individualität aus, auch heute noch, manchmal auch standesbewusstsein oder sonstige zugehörigkeit. aber grundsätzlich kann sich jeder kleidung leisten, die einigermassen gut ist, für nicht so viel geld. nachtrag koumori: man hatte waschfrauen, und es wurde nicht besonders oft irgendwas gewaschen :D das bettzeug wusch man in frühling und im herbst... den eigenen körper in manchen jahrhunderten auch nicht öfter..und schliesslich gabs ja parfüm ;) |
| rainraven | @ koumori: für mich ist "verspielter Schnickschnack" aber nicht nur Spitzenborte und Rüschen, sondern auch Reißverschlüsse oder Knöpfe, die eigentlich nur zur Zierde da sind, Bondageriemen, Kordeln, an-und abklettbare Dinge, Puschelbesatz, Netzeinsätze, kleine Schmuckstücke oder Dinge, die dran baumeln (wie z.B: Kreuze, Kätzchen oder Herzchen bei Pussy Deluxe/Vive Maria oder Hello Kitty-Wäsche) oder wenn ein Kleidungsstück auf mehrere verschiedene Weisen tragbar ist, z.B. weil man es per reißverschluß weiten oder kürzen kann, weil man etwas umklappen/abknöpfen, wenden etc. kann oder das Ganze zu einem ganz anderen Teil umfunktionierbar ist. :) Natürlich hab ich auch gerne Teile die bequem, praktisch und einfach zu pflegen sind, aber ich würde mir echt mehr Extravaganz u.a. bei Kleidung im Alltag wünschen. :) |
| archon | ich hab hier am computer ein video von über einer stunde von laufstegen... kam mal im TV und ich habs "rein zufällig" aufgezeichnet.... *g* - wenn die datei nicht 1 GB gross wäre hätt ichs glatt wo up-geloadet! :D aber wenn man das komprimiert, dann sinds immer noch 100 MB und die qualität ist dann sicher nur noch zu kotzen! *lach* |
| Seneca | Das mit dem persönlichen Kleidungsstil ist ohnehin auch ein deutsches Problem... Man gehe nur mal abends in das historische, aber auch von Gaudi-Bauten duchzogene [url=http://www.kle.nw.schule.de/gesal/barca/barca.htm] "Barri Gotic" Bacelonas[/url] (ich residierte übrigens im Hotel "Gotico") oder in eine beliebige norditalienische Metropole... da wird man ein ganz anderes modische Straßenbild zu Gesicht bekommen als in Castrop-Rauxel oder Frankfurt-Konstablerwache...! Je weiter man in Europa nach Norden kommt desto weniger scheint es die Leute zu jucken wie sie herumlaufen. |
| rosenkind | das einzige, was mir in Barcelona seinerzeit auffiel, war, dass man als Schwarzkittel dort nur auf Schwarzkittel traf, die ebenfalls nur deutsche Touristen waren (außer einer Person, die mir auf einem Plakat entgegengrinste, die eine faszinierende Mischung aus japanischen Hippie-Punk-Grufite war). Das könnte aber auch daran liegen, dass man auf Klassenfahrten zur selektiven Wahrnehmung neigt, weil man in seinem persönlichen,freien bewegen ziemlich eingeschränkt ist. Was mir allerdings positiv in Erinnerung bleiben wird,sind die vielen Fächer, die man nicht nur in den Auslagen der Geschäftefürdie Touristen findet. Während man hierzulande solche Accessoires nur auf Karnevalsveranstaltungen, dem WGT oder dergleichen findet, hab ich in Barcelona doch etliche einheimische Frauen gesehen, die z.B. in der Metro (wo man mal die Zeit hatte sich die Leute anzuschauen :D ) sich Luft zufächerten. Hierzulande schwitzt man im Sommer lieber vor sich hin oder man verwendet so stylische Alternativen wie Schulblöcke. Ich finde so ein kleines Detail macht schon einiges her. [SIZE=1]in DE werd ich seither immer nur komisch angeschaut, wenn ich im Sommer mein Mitbringsel auspacke, um die Hitze zu vertreiben[/SIZE] Von dem mal ganz abgesehen kann ich das Barri Gotic allen nur empfehlen! ich äger mich heute noch, dass meine Digicam genau da schlapp machte... Thema Laufstege: es stimmt zwar, dass man dort nochetwas ausgefallenes sieht, aber da ist eben auch vieles dabei, was [B]nur[/B] für den Laufsteg entworfen wurde, genauso könnte man die Kunst der Kostümbildner für Theater und Musicals anführen, die z.B. recht künstlerische Kostüme schaffen und sagen "hey, das gibt es doch noch". Das Problem an der Sache ist nur: die sind ebenfalls nur für die Bühne geschaffen worden. @koumori: Ich sprach auch nie von Alltagsgaderobe. Das wäre ja wahnwitzig bei unserer heutigen Frequenz Kleidung zu wechseln. Das hab ich hier aber auch schon mehrmals geschrieben, insofern verstehe ich deinen Einwurf "ich kann ja meine Alltagsgarderobe wohl kaum komplett in die Reinigung geben, da zahl ich mich ja dumm und dämlich" nicht. Was mich traurig macht ist, dass man solche aufwendigen Sachen bis auf die oben genannten Bühnenproduktionen eigentlich gar nicht findet (oder besser gesagt ich nicht), bzw wenn, dass es dabei dann um die Wiederbelebung längst vergangener Jahrhunderte handelt, wie in einem Link von seneca. Aber es scheint kein modernes Konzept dafür zu geben. Alles moderne scheint nur noch einfach zu sein. Dabei geht es nichtmal nur um Kleidung alleine, Schmuck und Frisuren kommen auch noch dazu. |
| Nachtelfchen | ich hab hier leider keinen link, aber kennst du so zeug wie swarowski-schmuck oder so? oder auch die billige glassteinvariante. teilweise gehen die sachen dermassen over the top :D aber es gab in den 20ern des letzten jahrhunderts einen trend zu einfachheit (neue sachlichkeit), der sich auch in kleidung, schmuck und solchen dingen niederschlug. vielleicht zehrt modernes design auch noch davon? edit ot seneca: hach...gaudí... sehrsehr schön. war in barcelona auch auf abifahrt, aber kann mich an die leute da irgendwie auch nicht so erinnern...:o |
| rosenkind | [QUOTE]aber kennst du so zeug wie swarowski-schmuck oder so?[/QUOTE] nein, kenne ich nicht [QUOTE]aber es gab in den 20ern des letzten jahrhunderts einen trend zu einfachheit[/QUOTE] aber das ist ja bereits das 20. Jahrhundert, das irgendwie ein Bruch gewesen zu sein scheint (auch einBruch mit der Herrschaft des Adels). Aber auch die Architektur hat sich ziemlich verändert. moderne Gebäude ähneln mehr dem Baushausstil als den Epochen zuvor. Das Phänomen ist ja nicht nur bei Kleidung zu beobachten. |
| Nachtelfchen | ja, eben, bauhausstil = 20er jahre des 20. jahrhunderts, neue sachlichkeit. dort gab es einen bruch. die dinge wurden funktional. ob das aber mit der herrschaft des adels zu tun hat, weiss ich nicht, die litt ja bereits anfang 19. jahrhundert mancherorts. aber der baustil der jahrhundertwende (um 1900) war ja alles andere als simpel, wenn man so die jugendstilhäuser anguckt. ich denk aber schon, dass die 20er und 30er jahre des 20 jh. etwas mit der versachlichung und dem streben nach einfachem, funktionalem in kunst, architektur und auch kleidung, was damit zu tun hat. wir zerren heut noch davon, meine ich. zu solchem schmuck: swarowski hat nicht viel auf der homepage, aber für eine leichte ahnung (wobei ich persönlich die nicht so schlimm find wie anderes, wo ich leider keine links hab): [url]www.pilgrim.dk[/url] |
| koumori | @ rosenkind: Was die Haarpracht angeht, muss ich dir auf jeden Fall recht geben... selbst ein 50er Jare-Dutt erfordert mehr Aufwand als man es sich heutzutage zumuten möchte. Was speziell die Abendgarderobe angeht, kenne ich mich leider eher wenig aus, da ich bisher keine Gelegenheit hatte, einen Ball zu besuchen und mir sowas wie den Wiener Opernball auch nicht im Fernsehen ansehe, wenns sich vermeiden lässt... Der Hang zu schlichter Kleidung mit klaren Formen scheint sich nun mal in unseren Breiten etabliert zu haben weil vieles andere nur allzu schnell als "Kitschig" abgestempelt wird... in China, z.B. kann das wieder ganz anders aussehen - da hat selbst so manches Alltagsoutfit mehr Schleifchen und Borten an sich, als man es hierzulande vertretbar fände. Aber davon mal abgesehen: Mode ist Mode und wer sucht der findet - und wenn ich mir ansehe, wie die Schaufensterpuppen bei Hasi und Mausi jetzt im Winter erst angetan warn - mit Leggins und Minirock, Trägershirt überm dünnen Pulli und ner Jacke drüber - und zwar in den Farben lila mit türkisgrün und goldgelb- wildgepunktet kombiniert mit mehreren reihen bunter Plastikketten darüber (Lassen denn da die 80er grüßen?), dann find ich das doch schon ganz schön auffällig. Man könnte es den Gipfel der Geschmacklosigkeit nennen - oder es einfach interessant finden und anziehen. Ich für meinen Teil würde es ganz gerne tragen, aber ich fürchte leider es würde mir nicht stehen und aus dem Alter bin ich wohl raus... :rolleyes: @Nachtelfchen: der Pilgrim-Schmuck ist wunderschön... aber wohl nichts für den schmalen Geldbeutel? Wie sind denn bei denen so die Preisvorstellungen? |
| Tristessa | Rosenkind: Ich glaube, da hatten wir das gleiche Geschichtsbuch! :D Ich persönlich bin immer sehr fasziniert, wenn sich mir der Anblick einer kunstvoll und detailreich gekleideten Person bietet, an der man sich einfach nicht satt sehen kann, weil man immer wieder etwas Neues entdeckt. Die Möglichkeit hat eigentlich jeder, auch mit geringeren finanziellen Mitteln. Es muss ja nicht immer ein "fertiges" Kostüm oder Gewand für 300 Euro sein. Man kann doch auch "einfachere" Kleidung mit etwas Stoff an der Nähmaschiene aufbessern und mit Schmuck und allem möglichen Pipapo das Outfit komplettieren. Leider stell ich an mir selbst immer wieder fest, dass es schwierig ist, da eine Sammlung an Schmuckstücken zusammen zu tragen, die man dann zu bestimmten Outfits tragen kann, da es ein geschultes Auge braucht und auch etwas Glück, in den Geschäften das Richtige herauszupicken. Und wenn man nur kurz einkaufen geht oder in die Uni, nimmt man sich natürlich auch nicht die Zeit, sich mit lauter kompliziertem Tüddelkram vollzuschustern.... Mir sind meine Corsagen schon zu unbequem, um sie auch dort zu tragen, wo ich auch sitzen muss.... ;) |
| Nachtelfchen | koumori: pilgrim ist bezahlbar. ich hab ein armband und dafür ca. 40 CHF, also ca 25euro bezahlt. |
| archon | am dienstag 6. Feb. kommt auf ARTE um 20.15 uhr eine Doku über Modeschülerinnen in münchen, die wohl an der modeschule etwas entwerfen um es zur schau zu stellen. hab gesehen, dass das kommt, obs interessant ist, weiss ich nicht. ziemlich kurz - nur 25 minuten [url]http://www.tvspielfilm.de/programm/tagesprogramm?sendungs_id=10217032[/url] |
| darkmav | Kleidungen sollen vor einem eins sein: [i]praktisch[/i] Eines meiner Vorbilder in Sachen "Kleidungskunst" ist [url=http://www.clarkson.edu/news/photos/einstein.jpg]Albert Einstein[/url]: Herrlich praktisch und herrlich unkonventionell. Irgendein Physiker (ich glaube, es war sogar Einstein - bin mir aber nicht sicher) pflegte stets die gleichen Anzüge zu kaufen. So mußte er sich keine Gedanken machen, was er anziehen sollte, und konnte sein Gehirn für wichtigeres nutzen. |
| Seneca | Nach dieser Prämisse könnte man Kunst und Kultur auch gleich ganz abschaffen. Dies war sicher nicht die beachsichtigte Kernaussage besagten Physikers. PS: Ich habe auch den gleichen Anzug mehrfach...das symbolisiert Kontinuität. *g* |
| rainraven | Du hast wie immer recht, liebe Odessa, ich sehe wahre (und schöne) Bilder vor mir, wenn ich Deinen Text lese. Dennoch gefällt mir z.B. an Frauen auch der Cargohosenstil, meinem Idealbild einer Frau kommt z.B. eher Lara Croft als Kaiserin Sisi nahe, also sexy, aber dennoch ein tougher Kerl, ebenso eine Frau in Blaumann und noch schmutzig vom Autoauseinanderschrauben oder sowas....D Mir sind Frauen lieber, mit denen man was anfangen kann als solche, die man nur ansehen kann. *g* Am allerliebsten ist es mir aber immer noch, wenn man Individualität im Stil und Kleidung zeigt und sich nicht blind einem vorherrschenden Trend anpaßt, ganz egal, ob er einem überhaupt steht oder nicht... Und ich finde jetzt abgelaufene Absätze oder mal eine zerrissene Jeans nicht so das Manko, da fallen mir schon eher ungepflegte Fingernägel, Körpergeruch oder schlechte Manieren auf. Denn in geflickten, ausgeleierten oder ausgewaschenen Sachen fühle ich mich selbst ganz wohl und cool und bin trotzdem oder gerade deswegen der Meinung, daß es mir perfekt steht. ;) (ja, ich hab auch Neues und Gepflegtes, aber ich schmeiße Altes deswegen nicht weg) Mal ganz abgesehen davon, daß ich ja gerade wieder dasselbe wirtschaftliche Schicksal wie Du teile und nicht alle naselang was neues zum Anziehen kaufen kann...aber so bin ich eh nicht und fühle mich wohl in dem, was ich schon lange habe. :) |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von darkmav [/i] [B]Irgendein Physiker (ich glaube, es war sogar Einstein - bin mir aber nicht sicher) pflegte stets die gleichen Anzüge zu kaufen. So mußte er sich keine Gedanken machen, was er anziehen sollte, und konnte sein Gehirn für wichtigeres nutzen. [/B][/QUOTE] Erinnert mich an die Dino-Sendungen vor langer Zeit, bei denen der Dino-Vater lauter Holzfällerhemden besaß die alle gleich aussahen :) Am besten wärs ich schaff mir meine Lieblingsklamotten in 3-facher Ausführung an, da kann ich sie jeden Tag anziehen und fang nicht an zu stinken dabei... (meinetwegen große Feierlichkeiten sowie absolute "Schmutzarbeiten" wie Garten umgraben und Radwechsel mal ausgenommen...) Amüsierte Grüße Stonehenge |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von Siglind [/i] [B]... andererseits liegt es, wie schon gesagt wurde, einfach daran, dass es momentan mode ist, die Kleidung schlicht und elegant zu halten, anstatt detailliert und pompös. Das ist schade, ich mag diese Kleidung nämlich sehr. [/B][/QUOTE] Wegen Selbstanziehen braucht Dich das ja nicht kratzen, solang sich noch irgendwo Klamotten älteren Baujahres auftreiben lassen kannst Du den neumodischen Schnee links liegenlassen. Nur das Straßenbild wird etwas öde wenn man bei anderen egal nur den gleichen "Geschmack" beobachten darf... [QUOTE][i]Original geschrieben von Rainraven [/i] [B]Ich würde mir auch mehr Kreativität bei den "aktuellen" Klamotten wünschen, so daß es z.B. nicht als unüblich und "außergewöhnlich" auffiele, wenn eine Hose mal weit ausgestellt ist, ein Teil aus einem grellbuntgemusterten Stoff besteht oder Haare unnatürliche Farben haben dürften. [/B][/QUOTE] Beim letzten Punkt möchte ich Einspruch einlegen Euer Ehren :) Es scheint nämlich inzwischen fast Standard geworden zu sein, unnatürliche Haarfarbe zu haben. Zumindestens erzählte die Schwester meiner Freundin dieser Tage, daß es außer ihr selbst nur noch eine weitere junge Frau in der Abendschulklasse gäbe, die sich ihre Haare nicht färbt. Und deswegen sogar noch dumm angemacht worde von einer blondierten Mitschülerin. Kann natürlich sein, daß sich die meiste Färberei auf die "Modefarben" konzentriert, von daher... finde grüne und lila Strähnen gelegentlich ganz ansprechend ;) Stone |
| rainraven | naja, aber pink, blau, lila und grün auf Köpfen von Leuten sehe ich dann in der Stadt auf der Straße nun doch recht selten...und ich verkehre normal nicht mit Punks und besuche auch seit geraumer Zeit keine Schule mehr , wo sowas vielleicht noch häufiger vorkommt...Ich meine jetzt im ganz normalen Berufsalltag. |
| Odessa | Rain, und ich habe meinen Beitrag vorhin gelöscht bevor Du geantwortet hattest - weil ich es irgendwie so sinnlos fand, auf diesem Forum überhaupt noch zu diskutieren über solche Ansichten wie "man sollte saubere Kleidung tragen" und "frisiert, gewaschen und ge-zahnputzt" sein oder mal was Anderes tragen außer nur die ewig gleichen Jeans-Uniformen. Wo dies doch mehr und mehr zu einem Punk-Forum wird (mit dem entsprechend "rotzigem" Ton und der dazugehörigen Kleidung der Leute) und von den schwarzromantischen Werten so gar nix mehr übrig ist (was natürlich nur mein subjektiver Eindruck ist). Aber Du hast es noch gelesen und es freut mich, daß Du mit Einigem auch was anfangen konntest was ich schrieb :-). Das mit der Arbeitslosigkeit tut mir leid - ach Mensch, dabei hattest Du Dich doch so gefreut über den Job (aber das besser in email, ok?) |
| Dichterseele | Also wenn ich mir so die vorigen Beiträge durchlese dann komm ich mir mit meinem Aussehen sehr beschämt vor - zumal ich zu diesen "Schwarze Jeans"-tragenden Menschen gehöre.... :[ |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dichterseele [/i] [B]Also wenn ich mir so die vorigen Beiträge durchlese dann komm ich mir mit meinem Aussehen sehr beschämt vor - zumal ich zu diesen "Schwarze Jeans"-tragenden Menschen gehöre.... :[ [/B][/QUOTE] Kommt drauf an was man dazu trägt...*g* |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Kommt drauf an was man dazu trägt...*g* [/B][/QUOTE] Kapuzenpullis; Wirkt schon "geil" (wenn ich mich mal so vulgär ausdrücken darf) bei meinem Schwarzen Ledermantel; Da dieser ein paar abnehmbare Schulterstücke besitzt, die meine Form insgesamt nochmal in die Breite zieht. Ich benötige momentan zum Abschluss meines von mir vorgesehenen Outfits nur noch Handschuhe (Hab schon welche, müssen dann aber bestellt werden) und einen Männerrock. :D Würde auf jeden fall ziemlich gut aussehen, zumindest denke ich das. :] |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Mein lieber Sven, da mach Dir mal keinen Kopf; mein Mann trägt auch schwarze Jeans und die allermeisten Leute die ich kenne tun das. Nichts gegen saubere schwarze Jeans, nichts gegen schlichte Kleidung. Ich selbst trage meistens meine arabischen oder eben die englischen Gotenkleider, die bodenlang und aus Samt oder Baumwolle sind. Schlicht und pur, aber eben gepflegt und meiner molligen Figur (auch das gehört für mich zum Stil: sich so zu kleiden, daß Anderen nicht übel wird beim Anblick, sh. "herausquellende Brüste, nackte Knochengerippe an den Schultern, Speckröllchen die über den Rocksaum quellen" usw.) als auch meinem Typ entsprechen dabei. Du hast meinen vorigen Beitrag nicht gelesen, deshalb sollte ich es noch mal erklären: darin schrieb ich daß ich mich eher an die englischen Goten Anfang der 80er halte, die wie Seneca gekleidet waren:-). Und daß ich es bestätigen kann was Seneca schrieb: daß man z. B. in Italien und Frankreich überwiegend ordentlich gekleidete und gepflegte Menschen trifft, während hierzulande das Bild "Shorts, Shirt über Bierbauch und braune Socken in Sandalen"-Neckermann oder auch das noch schlimmere "ausgebeulte Jogginghose, Unterhemd und Badelatschen und damit dann im Stadtpark spazierengehen" überwiegt. Und sowas finde ich unästhetisch und nicht wirklich schön. Keinesfalls beurteile ich die Menschen nach ihrer Kleidung, täte ich das, hätte ich meinen eigenen Mann nicht geheiratet ;-). Aber mir geht die Uniformiertheit dahingehend auf den Senkel daß man hierzulande fast nur noch diese Einheits-Looks sieht, sei es bei den Goten oder den Punks oder wem auch immer. Keine Weiblichkeit mehr, wie bei den raffinierten Französinnen oder den rassigen Italienerinnen, keine Selbstverständlichkeit mehr daß man sich wäscht und frisiert oder mal ein schönes Parfum benutzt. Leute in der Oper - bestes Beispiel. Kein halbwegs sozial integrierter Italiener oder Franzose käme auf die Idee, sich zur Oper nicht in eine schöne Robe zu werfen oder ein festliches Abendkleid. In Deutschland fand man es "revolutionär" und ach wie "provozierend", in den dreckigsten, verwaschensten Hosen, den ausgeleiertsten und zerrissensten Shirts und möglichst noch 3 Tage ungewaschen in die Oper zu kommen in manchen "Kreisen". Wie armselig solche Menschen sind, die denken daß sie durch ihre Kleidung provozieren müssen (statt durch kluge Meinungen oder politische Taten), magst Du selbst ermessen, ich empfinde dies jedoch als lächerlich und als Beleidigung für die anderen Gäste der Oper, denen ein schönes Ambiente an diesem Abend wichtig ist und wozu einfach seit Jahrhunderten gehört, daß man sich - auch zu "Ehren" der hohen Kunst dort - etwas stilvoller kleidet. Verstehst Du was ich meine? :) [/B][/QUOTE] Durchaus; Es erschien mir nur etwas "arm" von meiner Seite aus, dass ich einen doch eher schlichten Stil trag; Gut, Gehröcke und Dergleichen sagen mir erstens Outfit-Technisch nicht zu und zweitens ist das auch gar nicht meine Art als auch stil. Ich bin ein moderner Mensch, der sich zwar gern an Vergangenem Sattsieht, aber dann doch lieber schlicht und modern bis zuweilen ausgefallener kleidet. ;) Und danke für deine Erklärung. Post skriptum: Meine Großtante versucht im Moment Opernkarten für die Oper "Der Maskenball" zu organisieren... ich freu mich wie ein Honigkuchenpferd drauf. :] |
| Odessa | :) Nein, "arm" ist das gar nicht. Schlichtheit ist hohe Kunst und erfordert äußerste Raffinesse, sagte sinngemäß der von mir hochgeschätzte Modemacher Valentino (dessen Roben ich mir in 100 Jahren nicht werde leisten können und selbst wenn, hätte ich nicht die Figur einer Sophia Loren, die es bräuchte, sie zu tragen). Wenn Dir Gehrock nicht steht und es nicht Dein Ding ist, lass es. Dein Stil ist ein Anderer - aber solange er "sauber" daherkommt und nicht nur 0815 ist oder "das was Alle tragen weil es jetzt in ist", ist es doch in Ordnung ;-) |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]:) Nein, "arm" ist das gar nicht. Schlichtheit ist hohe Kunst und erfordert äußerste Raffinesse, sagte sinngemäß der von mir hochgeschätzte Modemacher Valentino (dessen Roben ich mir in 100 Jahren nicht werde leisten können und selbst wenn, hätte ich nicht die Figur einer Sophia Loren, die es bräuchte, sie zu tragen). Wenn Dir Gehrock nicht steht und es nicht Dein Ding ist, lass es. Dein Stil ist ein Anderer - aber solange er "sauber" daherkommt und nicht nur 0815 ist oder "das was Alle tragen weil es jetzt in ist", ist es doch in Ordnung ;-) [/B][/QUOTE] Schwarze Schuhe/Stiefel, Hose, T-Shirt + Pulli (Meistens mit irgendwelchen Motiven oder bands) und dann halt mein Mäntelchen.... Ich mag das eher, da es nicht ganz so auf Crack zu sein scheint :D Spaß beiseite, ich mag es eher, da es sehr beruhigend auf mich selbst wirkt und ein einfaches Outfit die Facetten meiner Psyche dann doch besser versteckt als jede Zwangsjacke aus Lack. :p Post skriptum: Wenn ich das Geld hätt, dann würd' ich dir ein Kleid extra nur für dich schneiden lassen, genau nach deinem Geschmack. *g* |
| rainraven | ...und sogar ich, der eher Casual-Wear-Typ, kleide mich gerne mal elegant, wenn es um Weihnachtsfeiern, Ballett, Hochzeit, Oper (ähm, war ich ja noch nie...) oder Theater geht. Wobei dann "elegant" trotzdem meinen Stil widerspiegelt, das heißt, etwas Hippiehaftes oder Glamourös-Schrilles hat es dann immer noch *g*. Aber das ist ja okay. |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B][size=1]---- Post skriptum: Wenn ich das Geld hätt, dann würd' ich dir ein Kleid extra nur für dich schneiden lassen, genau nach deinem Geschmack. ---- Danke.. mir fehlen grad die Worte. [/size] Glamourös-Schrill, das klingt interessant, rain. Irgendwann muß ich doch mal in dieses Millenium, in das mich tithyos seit Wochen schleifen will, damit wir uns dort mal sehen. Ich fürchte nur, daß ich dort mit meinem schlichten outfit eher unwillkommen sein werde, bei all diesen schwarzen und auffällig gekleideten Freaks, wie heißen die nochmal... ah ja, Gothics :cool: [/B][/QUOTE] Da muss man dazu sagen, dass manchmal weniger mehr ist... ich denke mal, so schlimm wäre das schon nicht. *g* |
| rainraven | @ Odessa: Du möchtest keine PNs? Schade, dann muß ich hier antworten. Aber "elegant" heißt bei mir immer noch Glitzerkleider, Pannesamt-Spiegelchenröcke, Häkelwesten oder sowas und Plateaustiefel, Damit fühle ich mich dann elegant. Und man sieht mir immer noch den alternativen "Gothic" an. In Hosenanzüge oder Kostüme kriegt man mich sicher nicht, das finde ich furchtbar. Wenn Du wirklich ins Mille willst, dann nimm Dir aber gescheite Ohrstöpsel mit, denn es ist höllisch laut. Und ich weiß nicht, ob Du das monotone Wumm-Wumm-Wumm aushältst...;) Und wenn Du keine Blue Jeans und weiße Turnschuhe trägst, dann läßt man Dich da auch rein...;) Es ist ja nicht in erste Linie Gothicveranstaltung, sondern EBM, Techno und Futurepop. |
| Constanze | Ich bin selber jemand, der historische Kleidung schneidert und sich in der Vergangenheit sehr wohl fühlt(nicht, dass ich unbedingt darin leben wollte, aber ich mag eben diesen "Zauber vergangener Zeiten") Das was Seneca und einige andere anführten, dass die Deutschen bei diesem Modebewusstseinsverfall ganz vorne liegen, kann ich leider nur bestätigen. Zunächst einmal, indem ich mir meine nähere Umgebung angucke. Beim Stufenfoto letztes Jahr hatten so gut wie alle jungen ekelig kletschiges Haar, egal ob lang oder kurz. Und zum anderen durc hdas, was mein Vater mir von Japan erzählte. Der Gothic Lolita Trend schwappt jetzt langsam auch nach Europa, aber wirklich aufwändige und durchgestylte Outfits findet man wenn dann überhaupt wenn man abends weg geht, und auch dann sind sie nicht die Regel, sondern oft die Ausnahme. In Japan hingegen laufen alle Jugendlichen komplett gestylt rum, auch tagsüber und in der Schule und immer. Egal ob das jetzt ein HipHopper, ein Punk oder ein Gothic ist, es ist offensichtlich, dass sich in vielen Ländern mit der Kleidung viel mehr Mühe gegeben wird. Und wenn ich mir meinen Freund zuhause angucke krieg ich das kalte ko****, dass andere sich in diesem Outfit auf die Straße trauen(Jogginghose und weißes Shirt). Vieles ist zuhause in Ordnung, aber das hat schon seine Gründe, dass die Italiener den deutschen Urlaubern eher kritisch gegenüberstehen... |
| Nachtelfchen | jetzt frag ich mich gerade, ob die schweiz da so anders ist... die meisten leute, die ich kenne, laufen sehr gepflegt herum, auch die meisten menschen auf der strasse. manches ist zwar langweilig - zb polohemd, jeans und turnschuhe - aber gepflegt und auch gestylt... einen kleiderverfall kann ich da eigentlich nicht feststellen im sinne von ungepflegtheit. ich finde es manchmal einfach schade, dass viele nicht sehr erfinderisch sind mit ihrem stil. sie tragen das, was so gerade mode ist, was zur folge hat, dass manche aus meinem umfeld, die sich vor jahren lieber eingekerkert hätten als ihre hosen in die stiefel zu stecken, jetzt allesamt mit ebenbesagtem (nicht)stil rumrennen. :rolleyes: |
| Kampfsau | Nun, ich lege ja nicht soviel wert auf Optik. Funktionalität ist meiner Ansicht nach wichtiger.Ich trage gerne Hosen mit vielen Taschen und Reissverschlüssen oder gerne trage ich auch diese Hosen mit den abtrennbaren Hosenbeinen.Ich hab auch ein paar Tarnhosen Feste Boots (zum Arbeiten oder Wandern) oder bequeme Turnschuhe, die man schnell an und ausziehen kann, die leicht sind und mit denen man auch mal etwas schneller unterwegs sein kann. Neutrale Shirts, einfachere Schnitte, nicht zu viele Farben, eher eine oder die zweite sollte nur untertreichen.Ein bischen Figurbetonter, wenn man etwas in Form ist, sollte man das auch unterstreichen. Das ist nicht wirklich stilvoll aber es tut seinen Zweck. Das ist meine Alltagskleidung. Schön ist das sicherlich nicht immer .Aber wenn man sich schicke Kleidung anzieht, dann muss man auch mit einem Einschnitt an Mobilität rechnen, darf die Kleidung auch nicht so stark verschmutzen und muss bei der Reinigung vorsichtiger sein.Sich schick zu machen, dass heißt Zeit und Geld in Äußerlichkeiten zu investieren. Ich schlafe lieber morgens eine halbe Stunde länger, rasier mich trocken, putz mir die Zähne, dusche und trockne mir die Haare schnell und käm die grob zurecht. Das dauert eine halbe Stunde ungefähr. Andere müssen ja noch ewig an ihrer Frisur arbeiten, ihren Bart milimetergenau zurechtschneiden, ihre Kleidung absolut knitterfrei bügeln, ewig die passende Kleidung raussuchen. Das heißt nicht, dass ich nicht finde, man bräuchte auch mal schicke Kleidung oder sollte sich schön machen. Wenn ich in die Oper, zu noblen Feiern, Beerdigungen, Hochzeiten, Tanzabenden usw gehe, dann natürlich nicht in Jeans. Da zieht man sich doch schon entsprechend an. Oberflächlichkeit sollte aber nicht das wichtigste sein, ich habe keine Lust, auf eine Frau zu warten, die sich noch 2 kilo Schminke aufs Gesicht klatscht und ewig an ihren Kleidern rumsucht.Zumindest nicht immer, auch wenn wir gar nichts derart besonderes machen. Irgendwann sollte man auch mal leben und nicht immer nur versuchen, die oberflächlichen, optischen Erwartungen irgendwelcher Fremden auf der Straße zu erfüllen oder absichtlich nicht zu erfüllen. Der Aufwand ist es meiner Meinung nicht wert.Ab und zu kann man sich wirklich schick machen,es ist schon interessant, doch das ist doch nicht das Leben. Ich laufe nicht wie ein Wilder rum, ich rasiere mich täglich,dusche, putze mir die Zähne, kämm mir die Haare aus dem Gesicht und lauf auch nicht mit Löchern in der Kleidung oder Flicken umher. Das reicht, sollen mich doch irgendwelche Leute stillos oder einfallslos nennen, wenn ich mit Jeans, T-shirt und Turnschuhen durch die Stadt laufe. Das sind doch alles nur Affen." Ich wurde mit einem Brecheisen und der Hilfe von 10 starken Männern in dieses Korsett gequetscht ich kann zwar nicht atmen, dafür habe ich aber eine sexy Taillie." Genau wie dieser Standesdünkel der Adeligen damals. Die haben sich Perrücken und die unmöglichste Kleidung angezogen und wollte sich mit Arroganz,möglichst weit vom Volk absetzen, auch wenn sie sich massiv verschuldeten. Der Charakter ist wichtiger, ich brauch auch keinen aufgestylten Vamp, die sind ja auch nur zum angucken gut. So eine Frau mit gutem Charakter und vielleicht etwas weniger stilvollem Auftreten kann viel handfester und besser sein. |
| Odessa | Werte Kampfsau, kein Mensch in diesem thread hat bestritten, daß Kleidung funktionell sein soll/darf. Kein Mensch legt Wert - zumindest las ich hier niemand diesbezüglich - auf hohle Tussis, verkleidete Barbies und hirnlose Mode-Vamps. Aber jemand, der sich gerne schön und elegant kleidet (wenn es dem Anlaß entspricht) muß nicht zwangsläufig ein Modepupperl sein, sondern kann einfach nur jemand sein der einen anderen Geschmack hat seinen Kleidungsstil betreffend - der aber ansonsten z. B. Deine Einstellungen und Ideale teilt :-). Man kann doch auch mit bequemer praktischer Kleidung gepflegt sein; für mich gibts nichts Bequemeres als meine langen Kleider und Röcke. Seit ich 14 bin, gehe ich mit keiner Mode mit, sondern trage was mir gefällt und steht. Es gibt eine Menge Männer und Frauen, die das so machen - sie haben ihren Stil gefunden, haben eine Grundgarderobe an meist sehr einfachen, dezenten Teilen, die ab und an ergänzt wird mit wenigen, dafür aber vielleicht qualitativ gutwertigen (nicht nur eine Saison haltbaren) Stücken. Völlig unabhängig von Szene-trends und Mode-Diktaten, sondern nur dem eigenen Wohlfühlfaktor verpflichtet. Das kann man auch, wenn man nur Jeans und Shirts trägt. Aber selbst diese Leute haben meist doch einen Anzug "für Gelegenheiten" im Schrank oder eine elegantere Stoffhose und ein schönes Hemd, vielleicht sogar eine schwarze Krawatte (Blues Brothers mal gesehen? Der Stil gefällt mir unglaublich!) - und dass man solche Dinge eben auch mal trägt, dagegen ist nichts zu sagen und es macht einen nicht zum "Lackaffen" oder Mode-Sklaven :-) --- Das reicht, sollen mich doch irgendwelche Leute stillos oder einfallslos nennen, wenn ich mit Jeans, T-shirt und Turnschuhen durch die Stadt laufe. Das sind doch alles nur Affen. ---- Danke, wo ist meine Banane? :-p. Es ging nicht um die Jeans und Shirts, sondern darum daß diese sauber sein sollten und man nicht IMMER und nur diese Uniform zu jeder (auch unpassenden) Gelegenheit trägt. Was Du selbst für Dich ja auch verneint hast ;-). --- " Ich wurde mit einem Brecheisen und der Hilfe von 10 starken Männern in dieses Korsett gequetscht ich kann zwar nicht atmen, dafür habe ich aber eine sexy Taillie." --- Zustimmung, sowas ist lächerlich. Ich kenne aber auch keine Frau in meinem Umfeld, die so bescheuert wäre daß ihr eine "sexy Taille" und 2 kg Schminke wichtiger wären als die Fähigkeit, sich frei bewegen zu können. Man kann in einem normalen Kleid, Rock oder mit normal sitzenden Corsagen durchaus arbeiten oder spazierengehen:-). Ich habe das geschafft in Tjador-Vollverschleierung mit Handschuhen an und das ist ein bisserl behindernder als ein enger Rock oder ein Mieder mit Schnürung;-) --- rasier mich trocken, --- Reine Neugier: gibts noch Männer, die sich nass rasieren? So richtig mit schöner Rasierseife in einer Holzdose und mit einem Rasiermesser? PS: eine halbe Stunde im Bad? Ich brauche keine 15 Minuten. Mit Duschen, Frisieren, Zähne putzen, etwas Wimperntusche auflegen und einen Labello auf die Lippen. Rein ins Kleid, rein in die Schuhe und fertig. Lernt man, wenn man jahrelang das Bad mit einem Kind, einem Mann und manchmal noch zwei weiteren Mitbewohnern zu teilen hatte und man alle zusammen den Bus um 5.45 Uhr erwischen mußte ;-) |
| Kampfsau | [QUOTE]Reine Neugier: gibts noch Männer, die sich nass rasieren? So richtig mit schöner Rasierseife in einer Holzdose und mit einem Rasiermesser?[/QUOTE] Bevor ich sowas mache, gehe ich doch lieber zum Babier. Es ist so eine Sache, einmal trocken rasiert, ist wie ungefähr einen Tag nach der Nassrasur, es ist schneller, wenn auch nicht so gründlich und die Pampe im Gesicht ist auch nicht immer so angenehm. [QUOTE]und dass man solche Dinge eben auch mal trägt, dagegen ist nichts zu sagen und es macht einen nicht zum "Lackaffen" oder Mode-Sklaven :-)[/QUOTE] Es geht nicht, um das Sich-mal-schick-machen.Hier wurde schon das Straßenbild erwähnt, dass es viele stört, dass sich die Deutschen in der Regel weniger mühe geben, im normalen Alltag immer möglichst gepflegt auszusehen. [QUOTE]eine halbe Stunde im Bad? Ich brauche keine 15 Minuten. Mit Duschen, Frisieren, Zähne putzen, etwas Wimperntusche auflegen und einen Labello auf die Lippen. Rein ins Kleid, rein in die Schuhe und fertig. Lernt man, wenn man jahrelang das Bad mit einem Kind, einem Mann und manchmal noch zwei weiteren Mitbewohnern zu teilen hatte und man alle zusammen den Bus um 5.45 Uhr erwischen mußte ;-)[/QUOTE] Ich bewege mich am morgen soo langsam.Ich habe da eine viel kürzere Zeitwahrnehmung als vielleicht eine Stunde später.Wenn es sein muss,bin ich auch in 10 minuten fertig.Mit simultanem Zähneputzen und Duschen.Eigentlich brauche ich eine halbe Stunde zum Aufstehen, aus dem Bett kommen, Kleidung rauskramen, Bügeln,Zähneputzen,Duschen usw. Ich hasse aber dieses Gehetze. |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Es geht nicht, um das Sich-mal-schick-machen.Hier wurde schon das Straßenbild erwähnt, dass es viele stört, dass sich die Deutschen in der Regel weniger mühe geben, im normalen Alltag immer möglichst gepflegt auszusehen.[/QUOTE] man sollte diese leute spasseshalber nach griechenland schicken. in der einkaufsstrasse jeder mittlerer stadt kann man ohne weiters jeden touristen sofort identifizieren, da jeder grieche, egal des alters, geschlecht oder uhrzeit, äusserst gut gekleidet ist. jeder in badeschlappen, bescheuerter mütze, kurzen hosen oder womöglich [SIZE=1]und dieser anblick bleibt mir ewig grausam im gedächtniss[/SIZE] weisse leggings, war ein/e tourist/in. |
| Seneca | Habe ich schon mal erwähnt wie praktisch Kniebundhosen und weite helle Leinenhemden mit Rüschenabschluss im Sommer sind...? Ein Freund sagte mal ich sähe immer aus wie Casanova auf der Flucht aus einem fremden Schlafgemach...*g* PS: Rasiere mich gelegentlich naß mit der blanken Klinge...! |
| Nachtelfchen | ah...da gibts doch so eine szene in "pride and prejudice" (der film, aber ich hab das buch zuerst gelesen) wo colin firth baden geht.... jaja, kniebundhosen und hemd...hehe :o ich sag jetzt glaub gar nix mehr... und weg |
| more | meiner rasiert sich nass... *g* |
| Odessa | :D more: *Neid*. Ich bevorzuge Naßrasierer deswegen, weil es immer diesen leichten Touch hat von "ich könnte, wenn ich wollte, Dir jetzt die Kehle durchschneiden, Geliebter". (Ich sollte dazu sagen daß ich es liebe, Männer zu rasieren, und die Rasur also meine Sache wäre *g*). Creo: oh ja. Wobei es in Ordnung ist, Strandkleidung zu tragen - am Strand. Und kurze Hosen - gerne, wer immer die Beine dazu hat und solange die Hosen noch die wichtigsten Dinge bedecken und man nicht bis ins Paradies (bei Männlein und Weiblein) sehen "muss", sobald sich der Kurzbehoste Einem gegenüber setzt. Siehe auch "wir fahren U-bahn und uns gegenüber nimmt ein Herr Platz, dessen Shorts bei gespreizten Beinen Dinge freigeben, die ich nur von meinem Ehemann sehen möchte und selbst da nicht wirklich in der U-Bahn" :rolleyes: |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] "ich könnte, wenn ich wollte, Dir jetzt die Kehle durchschneiden, Geliebter". [/QUOTE] den scherz musst ich mir auch mal anhören (bis auf das "geliebter"), als mir ein mädel den schädel rasierte...fand ich nich witzig. |
| Odessa | :cool: Eine Sache des Vertrauens, Creo, nur des Vertrauens... |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]:cool: Eine Sache des Vertrauens, Creo, nur des Vertrauens... [/B][/QUOTE] [SIZE=4]eben![/SIZE] ;-) |
| rainraven | [quote]Und kurze Hosen - gerne, wer immer die Beine dazu hat und solange die Hosen noch die wichtigsten Dinge bedecken und man nicht bis ins Paradies (bei Männlein und Weiblein) sehen "muss", sobald sich der Kurzbehoste Einem gegenüber setzt. Siehe auch "wir fahren U-bahn und uns gegenüber nimmt ein Herr Platz, dessen Shorts bei gespreizten Beinen Dinge freigeben, die ich nur von meinem Ehemann sehen möchte und selbst da nicht wirklich in der U-Bahn" [/quote] :D :D :D *LOL* na, da hab ich aber Glück, daß "kurz" bei mir normalerweise am Knie aufhört (hochgekrempelte 3/4 Bondage-oder Armyhosen) oder Hotpants zumindest bei mir immer noch körpernah sitzen. Und immerhin trage ich ja auch noch was drunter...(mal abgesehen davon, daß ich nicht so breitbeinig wie ein Macho sitze, daß ich zwei U-Bahnsessel benötige :D |
| Dichterseele | So, nach diesen ganzen nassen Männern in Holzkisten mit Rasierklingen oder so ähnlich frage ich mich; Ist es etwas zu viel in der Berufsschule mit einer dieser, meiner Meinung nach recht stilvollen, Männerröcken herum zu rennen? Oder wäre das durchaus gesellschaftsfähig? Ich würd's begrüßen, mal jemanden so rumrennen zu sehen. Oder spätestens wenn ich derjenige bin, der so rumrennt. :D |
| Seneca | Meiner persönliche Meinung nach sind diese Männerröcke eine modische Pest...schlimmer als "baggy pants". Aber das ist nur die Meinung eines alten Grufties der mit engen Hosen groß wurde! Eine komplette schottische Clanstracht oder eine polnische Folkloreuniform sind da was anderes. |
| Odessa | --- Eine komplette schottische Clanstracht oder eine polnische Folkloreuniform sind da was anderes. --- Sir Sean Connery im Schottenrock - unvergeßlich. Ganz großes (Kleidungs-)Kino, einfach fantastisch. Wobei dieser Mensch mit seinem schönen, weisen Gesicht, ähnlich dem geschätzten Sir Peter Ustinov zu Lebzeiten, vermutlich in Allem charismatisch wirkt. Möchte noch anmerken, daß ein Wüstensohn in seiner arabischen Kleidung (die auch keine Hose ist) ebenfalls attraktiv aussieht;-). Mir ist selbst - wenn wir schon beim Thema "Hosen und Röcke für Männer" sind - nicht wirklich klar, weshalb sich für Männer die Hose als Kleidung durchsetzte (so schön ich diese finde). Ich könnte mir vorstellen daß aufgrund *hüstel* anatomischer Gegebenheiten es doch eigentlich wesentlich bequemer sein müßte, als Mann ein Kleid/einen Rock zu tragen? |
| Seneca | Das hat etwas mit Pferden zu tun, werte Madame Odessa. Und später mit Drahteseln und Automobilen. Aus dem Damensattel kämpft es sich nicht so gut...*g* Die Kniebundhose entstand aus dem Gleichen Grund...Sie war praktisch für die hohen Reitstiefel...später fand sie eine Renaissance als Fahrad-Knickerbocker...und natürlich als nicht wegzudenkendes Stilelelement bei Alpinisten von Schlage eines Louis Trenker. |
| Dichterseele | Hach ja; Ich persönlich finde die Dinger schon geil, ist mal was anderes, aufgelockerter und etwas "Geschlechts-Grenzverschiebender" als die üblichen Hosen...! |
| archon | modisch frei ist der mann erst wenn er mal auf öffentlicher strasse so ein rosa kleid tragen kann, wie man auf dem bild das ich gepostet habe sieht! :D oder ein nachthemd ! :D solange das nicht der falls ist und jeder dabei nur den kopf schüttelt ist man ein sklave! :D und wer ist schon gern ein sklave... naja.... ich meine... okay.... ausnahmen bestätigen die regel... *lol* :D ;) der tag an dem das alles möglich ist, der wird in die geschichte eingehen! vorher müssen sie aber auf "neckereien" die auf sowas folgen die todesstrafe aussetzen... :D ;) köstlich! :D |
| archon | also ich seh mir leidenschaftlich gern so modenschauen an und auf youtube gibts da auch jede menge! z. b. hier mal ne echt abgefahrene modenschau von Dior [url]http://www.youtube.com/watch?v=kWtURorgC9k[/url] los gehts mit dem einarmigen gladiatorenlook :D - echt schräg, aber nicht übel! dann gehts weiter mit echt schrägem stuff ! 3:04 - das rote cape-lackoberteil find ich gut! :D 4:25 - das lackteil ist geil, mit dem steifen rock! krass! das gefällt mir! :D [url]http://www.youtube.com/watch?v=E68YNvcGs2c[/url] die modelle "gartennixen" die schwarzen raven-teile bei 3:40 sind abgespacet! und die haarschnitte mit schwarzen balkenaugen! krass! sehr geil ! :D dann: [url]http://www.youtube.com/watch?v=72ecykuoSxE[/url] die modelle "rittersbraut" dann modell "modernes mittelalter" [url]http://www.youtube.com/watch?v=wGAP9BjLXWE[/url] das bei 3:25 find ich toll ! und [url]http://www.youtube.com/watch?v=76j4b-3a8Dg[/url] und [url]http://www.youtube.com/watch?v=LudsBDXLcec[/url] und [url]http://www.youtube.com/watch?v=dE4cwOl0JSE[/url] ganz in gold und [url]http://www.youtube.com/watch?v=0vgh9idNBYk[/url] und [url]http://www.youtube.com/watch?v=LhtvZg_1rSw[/url] und [url]http://www.youtube.com/watch?v=_SFoZujaxYA[/url] [url]http://www.youtube.com/watch?v=kzX7ImgEMGA[/url] endlich auch mal paar herren! ;) |
| rainraven | :D Du hast offensichtlich eine Menge Zeit, den ganzen Tag YouTube zu gucken ... Ich hab mir das jetzt nicht alles angesehen. Zugegeben, die schwarzen Teile mit den Balken im Gesicht fand ich cool. Hat irgendwie sowas von Combichrist :D ...Aber das meiste andere fand ich doch sehr unpraktisch. Wenn mir zum Beispiel lauter so wandelnde Büsche begegnen würden oder jemand in so einem wie aus Blech gedengelten Schachtelrock, der dann auch noch so affig hopsend stolziert, dann würde ich glaub ich vor Lachen am Boden liegen. Das Einkaufen und Arbeiten damit stelle ich mir dann doch eher mühselig vor... Aber Laufstegmode ist ja selten was für "echt" zum Anziehen. :) Ich kann da bloß nicht lange zusehen, denn diese orthopädisch völlig inkorrkete Gangart tut mir echt schon vom zusehen weh...*argl* |
| archon | rainraven - memme! :D ;) und ja, ich nehm mir die zeit ! ;) es gibt schon leute die sowas auffälliges tragen - ich hab mal in münchen am bahnhof eine lady gesehen, die vor mir ging... in einem bodenlangen knallroten hochglanz lackmantel, fast weissblonden schulterlangen haaren bis zum po. das war schon auffällig, aber die leute haben geglotzt und ich denke dass fast 100% der männer das himmlisch fanden! mich nicht ausgeschlossen! ich hätt sie am liebsten verfolgt, wo sie hingeht, so war ich von diesem doch glänzenden anblick fasziniert! das kannst du aber auf jede mode übertragen - als die ultraweiten techno-pants noch in waren, da liefen auch mal ein er und eine sie durch den bahnhof, in silber glänzenden polyester hosen, die beim gehen einen immensen geräuschpegel entwickelten, wenn die beine aneinander schliffen! :D hörte sich an wie ein "sägewerk" :D - es ist nur die frage von mut! insofern sind praktisch alle "memmen!" :D es gibt nur wenige die sich wirklich was trauen und sich dabei auch noch richtig gut fühlen und sich damit identifizieren! ;) praktisch alle sind sklaven der 0815 mode. |
| Nachtelfchen | oft ist es auch eine geldbeutelfrage... ich kanns mir schlicht nicht leisten, viele wirklich tolle kleider zu besitzen (dazu muss man sagen, dass ich absoluter samtrüschengruft bin schon seit "klein"). deshalb gibt es bei mir für den alltag einfach die praktische kleidung. edit: was jetzt nicht heisst, dass sie langweilig oder so sein muss ;) |
| rainraven | [quote]ich hab mal in münchen am bahnhof eine lady gesehen, die vor mir ging... in einem bodenlangen knallroten hochglanz lackmantel, fast weissblonden schulterlangen haaren bis zum po. das war schon auffällig, aber die leute haben geglotzt und ich denke dass fast 100% der männer das himmlisch fanden! mich nicht ausgeschlossen! ich hätt sie am liebsten verfolgt, wo sie hingeht, so war ich von diesem doch glänzenden anblick fasziniert! das kannst du aber auf jede mode übertragen - als die ultraweiten techno-pants noch in waren, da liefen auch mal ein er und eine sie durch den bahnhof, in silber glänzenden polyester hosen, die beim gehen einen immensen geräuschpegel entwickelten, wenn die beine aneinander schliffen! hörte sich an wie ein "sägewerk" - es ist nur die frage von mut![/quote] das himngegen finde ich ja auch wieder geil...ich würde auch mit Lackmantel (es muß ja nicht rot sein) und weißblondem Haar bis zu Po herumlaufen. Aber ich ecke eher durch meine Haarteile und den knallblauen Flokatimantel an...;) Zelthosen hab ich auch noch, aber meine sind nicht so laut... |
| archon | -rainraven also mit'm blauen flokati mantel der "haart" lockt man archon nicht hinterm warmen ofen vor! :D ;) da muss schon der knallrote lackmantel her, genannt "das gummiboot" *lach* damit die aufmerksamkeit etwas geweckt wird... :D ;) *lach* lustig! ;) ;) |
| Porcelain | naja. der großteil der menschen damals konnte sich wohl nicht mehr als ein einfaches kleidungsstück leisten. und die adligen hatten festgeschriebene symbole, mit denen sie ihren status gezeigt haben. da haben wir heute schon mehr freiheit! aber irgendwie ist da schon was dran, dass kleidung heute langweilig ist. viele menschen tragen einfach das, was die fashion-experten in den medien ihnen vorschreiben, und sind dabei stolz auf ihr trendbewusstsein. wahrscheinlich werden die, die wirklich ihren eigenen stil haben und sich toll kleiden, immer ausnahmen bleiben. und das aus ganz pragmatischen gründen, es will ja nicht jeder seine zeit und sein geld für kleidung verbrauchen. diese detailverliebheit und "hohe kunst" von früher finde ich heute am ehesten bei den furchtbar teuren gothic lolita klamotten aus japan wieder. das pinke kleid, was archon da gezeigt hat, ist zwar nicht so mein geschmack, aber es gibt da wirklich herrlich aufwendige sachen. |