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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Mademoiselle, darf ich bitten? - Eine Geschichte die ihr fortsetzen sollt...
Erebos[COLOR=crimson][SIZE=3]Mademoiselle, darf ich bitten?[/SIZE] [/COLOR]

November 1824, der stürmische Wind peitscht in dieser Vollmondnacht den Regen gegen die klappernden Fensterläden. Helle Blitze werden von dumpfen, ohrenbetäubenden Donnerschlägen begleitet. Der Wind lässt meine Heim mit markerzitternder Stimme häulen. Zitternd vor Kälte und Angst sitze ich, eingehüllt in eine Decke, aufrecht in meinem Bett.
Eine kleine Kerze auf meinem Nachttisch spendet dem Raum fahles Licht. Das sich mir bietende Schattenspiel wird immer wieder von grellen Blitzen unterbrochen und ein Zucken fährt durch meine Gliedmaßen.
Geschichten von Vampiren und Werwölfe welche an solchen Vollmondnächten ihr Unwesen treiben sollen gehen mir durch den Kopf.
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Shadow-of-DeathIch greife die Kerze vom Nachttisch und mache mich Barfuß auf den Weg zur Tür. Der kalte Marmorboden und die Furcht vor dem Ungewissen, was dort vor der Tür auf mich lauern könnte lässt mich schaudern. Ich höre wie sich mit einem leisen knarren die schwere, alte Holztüre öffnet. Ein kalter Windstoß dring in mein Zimmer, zerzaust mein Haar und lässt die das spärliche Licht der Kerze erlöschen. Dunkelheit umhüllt mich...
SchwarzeEmilyWieder höre ich den unheimlichen Laut, versuche mich auf dessen Ursprung zu konzentrieren. Nein, es ist nicht zu orten. Langsam durchkriecht ein Anflug von Angst meinen zitternden Körper, doch ich gebe ihr nicht nach. Ich frage mich, ob es richtig ist, meinen Instinkten zu widerstehen. Ja, ich muss wissen, was mir das Blut zu Eis gefrieren lässt. Leise setze ich einen Fuß vor den anderen, immer damit rechnent, beim nächsten Wimpernschlag aus der Dunkelheit überrascht zu werden.
Ein leises Klirren zu meiner linken, da wo sich die Tür befindet, reißt mich aus meinen Gedanken. Ich weiche einen Schritt zurück, taste nach dem sicheren Mauerwerk...
Nachtschrat...Das Unwetter verschlimmert sich währenddessen noch weiter. Der Wind pfeift durch die Ritzen des alten Gemäuers, welches ich mein bescheidenes Heim nennen darf. Dicht an die Wand gepresst, vesuche ich mich nun langsam vorzuarbeiten. Die Augen gewöhnen sich zunehmend an die Dunkelheit und ich erkenne schon spärlich Umrisse der Möbel, die mein Wohnzimmer schmücken. An der Wand gegenüber glimmt die letzte Glut eines warmen Kaminfeuers, an dem ich gerne die Abendstunden bei schaurigem Wetter verbringe. Über dem Kamin prangt ein altes Familienportrait, welches meinen Großvater und meine Großmutter darstellt. Ich habe die beiden kaum gekannt. Schon als ich noch ein kleines Kind war, sind sie verstorben. Ansonsten befinden sich in dem Zimmer noch ein gemütlicher Sessel, ein hölzerner Stuhl samt Tisch, auf dem wild verstreut irgendwelches bekritzeltes Papier und stapelweise Bücher neben wie gewöhnlich auf baldigen Abwasch wartendem Geschirr einen Rückblick auf die Arbeit des vorigen Tages gestattet, ein vor Büchern fast zusammenbrechendes hölzernes Regal und noch einige kleinere Einrichtungsgegenstände.
Aber ich kann nichts ungewöhnliches entdecken. Die Fenster jedenfalls hatte ich nicht vergessen zu schließen, bevor ich schlafen ging...
SchlafenderMond...dennoch will sich die innere Anspannung nicht lösen, noch immer sind meine Sinne geschärft, als ob
jeden Augenblick eines der Wesen aus den alten Geschichten, die sich nun vermehrt in meine Gedanken drängen, durch die Dunkleheit greifen und mich in diese Leere zerren würde.
Ich beschliesse aber mein Bewusstsein von den Ängsten nicht einnehmen zu lassen und mich endlich
der Ordnung der Dinge zumindest in meinem eigenen Hause zu vergewissern.
Achtsahm also, die Aufmerksamkeit auf den Raum und dessen Kleinigkeiten gereichtet, lasse ich meinen Blick langsam Schweifen.
Vor Schreck erstarre ich, als ob einer der gewaltigen, grellen Donnerschläge mich selbst durchfahren hätte.
Auf dem Boden, druch die dämrige Kaminglut schwach sich abhebend, ein dunkler Gegenstand.
Ein wenig erleichtert, doch nicht einer meiner grausigen Vorstellungen begegnet zu sein und nun icht mehr vor Angst und Anspannung beinahe zerrissen zu werden, nähere ich mich dem Kamin, kann den Gegenstand meiner Aufmerksamkeit jedoch noch nicht recht einordnen... hat es sich gerade bewegt oder Täuschen mich die Sinne in dieser elend wirren und dunklen Nacht.
Auf jeden Fall aber muss es wohl durch den Kamin gefallen sein...
ErebosMit zaghaften Schritten nähere ich mich dem Klumpen vor meinem glimmenden Kamin. Je näher ich mich dem Ungewissen nähere umso eher ist eine genaue Form zu erkennen. Meine volle Konzentration ist auf dieses eine Objekt gerichtet. Das Gefühl der Angst wich dem Gefühl der in mir auflodernden Neugierde auf das, was sich auf mysteriöse Art und Weise Zutritt zu meinem Heim verschafft hat. Das Unwetter scheint Meilenweit entfernt zu sein, der eiförmige Gegenstand hatte mich zur Gänze in seinen Bann gezogen.
Am Ende des schier endlos scheinenden Wegs zu dem geheimnisvollem Etwas angelangt, ging ich vorsichtig in die Knie und betrachte das überdimensionale Ei in der Dunkelheit. Alle meine Sinne waren auf ein und das Selbe gerichtet.
Mein Blut erstarrte zu Eis, als ein leiser Pochen von dem Klumpen zu vernehmen war. Erschreckt wich ich einen Schritt…



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