| Kakyuu | Ich hab keine Ahnung in welches Forum ich es reinpacken soll, deswegen mal hier. Ich arbeite in einem Rennstall, was an sich schon wenig freie Tage rein nach Vertrag bringt, wir haben genau zwei Sonntage im Monat frei. Wir arbeiten im Winter in etwa von 6 bis 12/13 uhr und im Sommer von 5 bis 11/12 Uhr. Alle zwei Wochen müssen wir nachmittags arbeiten, nochmal so in etwa von 5-6 halb 7. Wenn wir nachmittags arbeiten müssen haben wir Sonntags auch eine Schicht von 7-10/11, manchmal fangen wir auch erst um 8 an. Soweit so gut. Ich bin Auszubildene, das heisst ich habe eine Pflichtzeit von 40 Stunden so in etwa. Darüber komme ich meistens locker, wenn dann schon wieder Sachen sind wie Stroh abladen, etc. Finde ich aber nicht wirklich schlimm, es gibt schließlich auch Tage wo wir sehr früh fertig sind, das ist wenn alle da sind immer sehr ausgeglichen. Doch dann gehts los. Einer ist im Urlaub, natürlich müssen dann andere mehr arbeiten, das ist logisch. Aber es kann nicht sein, ass auf einmal alle, die dann noch im Betrieb sind 5 Wochen am Stück Nachmittags und Sonntags arbeiten müssen. Ohne freien Tag. Über die Neujahrs und Weihnachtsfeiertage hatten wir einen freien Tag. Wenn ich krank war kam dann, dass ich zusätzlich nachmittags arbeiten kommen muss, obwohl ich gar nicht dran bin. Als hätte ich blau gemacht und müsste stunden nachholen, dabei lag ich zum Beispiel wegen einem Unfall im Krankenhaus oder so etwas und nicht auf der faulen haut. Hat auch jeder mitbekommen war ja ein Arbeitsunfall. Was soll man dagegen tun? Meinen Kollegen geht es nicht anders, nur ist das Problem, die sind alle Polen und haben teilweise nicht den Sprachsatz sich da korrekt zu beschweren und werden oft auch eher wie Menschen zweiter Klasse behandelt, so nach dem Motto die können das ab. Ich weiss allerdings auch nicht wie weit die gehen können (schwarzarbeit oder dergleichen), nur ich habe ja einen korrekten Lehrvertrag der mich aber auch meinen Ausbilder zu etwas verpflichtet. Mein Ausbilder allerdings kommt dann oft mit dem argument, wenn mal wieder der freie sonntag ins wasser fällt (und das nicht nur wenn jemand im urlaub ist), ja ihr kriegt doch auch extra geld.... toll für die 12 euro schlaf ich lieber sonntags mal aus. Wir haben keine Gewerkschaft oder dergleichen nur einen Dachverband der sich allerdings lediglich um die Pferde bemüht, aber nicht um die Arbeiter. Zu was ratet ihr mir? Betriebswechsel? Denn ich weiss dass es in anderen Betrieben nicht so ist (habe mir vor meiner Ausbildung einige Ställe angesehen und auch dort gearbeitet). Klartext mit dem Chef reden, aber dafür Kündigung in kauf nehmen? Denn das kommt 100 pro wenn ihm das nicht passt was ich zu sagen hab. (Er kommt immer mit dem Argument: Rennsport ist hart und wenn du das hier nicht abkannst dann kommst du im Rennsport nicht weit... schön und gut wenns hart ist, aber deswegen kann man sich trotzdem an bestehende Verträge halten, das is ja wohl kein Zeichen von Härte) |
| more | Hallo Kakyuu, auf den ersten Blick eine ziemlich verzwickte Situation. Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass du in die Berufsschule gehst. Wenn dem nicht so ist, dann korrigiere mich bitte. Wenn du den Betrieb wechseln kannst, dann solltest du das tun. Rede mit deinem Chef und schau aber zuerst ob das mit dem Wechsel klar geht. Das Gespräch mit dem Chef könnte kompliziert werden. Du bist zwar in einem geschütztem Rahmen, da du ja Azubi bist und somit dem Kündigungsschutz unterliegst, aber das macht die Sache oft nicht besser. Was du tun könntest, aus dem Wechsel wäre, dass du dich mal mit allen Kollegen zusammen setzt. Redet über das Thema und wenn die anderen da ähnlich sehen, könnt ihr gemeinsam zum Chef gehen. Das gibt euch den Rückhalt der Masse. Ansonsten rede in der Berufsschule mit deinen Ausbildern. Die sind verpflichtet dir bei sowas beizustehen. Als Vermittler können die auch mehr bewirken als du alleine. Halt uns auf dem Laufenden und viel Glück! |
| Kakyuu | Das Problem ist ja, dass die Jungs (also die anderen Arbeiter) viel mehr sagen könnten, da sie länger im Betrieb sind und halt nicht nur popelige Azubis. Nur leider mangelt es den meisten an guten Deutschkenntnissen die für ein solches Gespräch nötig sind. Und derjenige von den Polen der das beste Deutsch spricht (fließend und auch ein derartiges Gespräch führen könnte, sich mit Gesetzen etc auskennt) der kann auch weniger sagen als die anderen, der ist nämlich auch noch nicht lange dabei. Größtes Problem ist eigentlich nicht der Chef, sondern die Person die danach kommt, in unserem Stall der Futtermeister. Die bestimmt nämlich dauernd die zusätzlichen Arbeitszeiten, nicht mein Chef (ich glaub der hat bisher einmal gebeten, dass ich Sonntags arbeiten komme), nur sagt mein Chef nix dazu, manchmal hat man auch den Eindruck er sieht das gar nicht. Ab und zu fragt er mal: was machst du denn hier. Für ihn gehen grundsätzlich die Pferde vor den Arbeitern. Klar sind das Werte und man unterliegt ja auch dem Tierschutz und man macht natürlich so einen Beruf auch, weil man die Tiere mag, aber es kann nicht angehen dass das Tier über den Menschen gestellt wird. |
| more | Dann scheint das ein Kompetenzproblem zwischen deinem Chef und dem Futtermeister zu sein. Ich würde mal deinen Chef fragen, wer für deine Arbeitszeiten verantwortlich ist und mal erwähnen, dass der Futtermeister über seinen Kopf hinweg Entscheidungen über deinen Arbeitseinsatz fällt. Das natürlich mit allerhöchster Freundlichkeit und mit unschuldigem Augenaufschlag. Niemand kann es leiden, wenn in seinen Verantwortlichkeitsbereich rumgefummelt wird. |
| Kakyuu | jop sowas in der art hab ich mir auch gedacht, das letzte mal als er sowas wirklich mitgekriegt hat war der schon sehr ungehalten und meinte: hier bin immer noch ich chef und nicht xyz Ich denke so in der Art werde ich das auch mal versuchen |
| Apex | Also ich schließe mich mal more an, die hat eigentlich schon das Wichtigste gesagt. Ansonsten wäre für dich halt noch die Gewerkschaft ein Ansprechpartner, ich glaube in deinem Fall wäre die IG BAU zuständig. Die können dir da auch weiterhelfen was die rechtliche Situation angeht, wenn sich da kein anderer Weg auftut. Für deine Kollegen könnte das auch ne Möglichkeit sein, es klingt ja jetzt nicht so, als ob ihr einen Betriebsrat hättet, der die Belegschaft geschlossen vertreten könnte. Aber das soll erstmal nicht dein Problem sein, nur so als Vorschlag für deine Kollegen. |
| DarkHeart | Ich kenne keinen Reit- Rennstall etc, wo es besser ist. Das eine ziemliche arbeitssamme Ausbildung mit wenig Verguetung . Entweder man tut dies aus voller Ueberzeugung und zur Liebe zum Pferde oder man muss es bleiben lassen. Gerade einige der Angestellten nehmen sich mehr raus, als der Chef selbst, aber letztendlich ist es die Meinung des Chefs. Solltest Du allerdings noch unter 18 sein, gibt es diverse Jugendschutzregelungen in der Ausbildung, auf die man hinweisen kann, notfalls mit einem Vertrauenslehrer, damit macht man sich aber nicht sehr beliebt. Meine Empfehlung, halte die Ausbildung durch so gut Du kannst, kæmpfe um gute Noten und wæhle danach einen Reitstall, der fuer Dich in Frage kommt, wo es eventuell ertræglichere Forderungen gibt. Viel Glueck |
| Kakyuu | ich bin leider schon lange über 18 ^^ naja und rennstall ist nicht gleich reitstall das ist doch was ganz anderes. Und bisher habe ich da zwar mehr arbeit erlebt, aber korrekt eingehaltene freie Tage und Arbeitszeiten, bisher immer. (klar kann mal was dazwischen kommen, schon allein weil sonntag renntag ist). Ich habe ja wie gesagt auch schon vorher in einigen Rennställen gearbeitet. Betriebsrat oder dergleichen gibt es nicht. Wir unterstehen zum Beispiel auch einem anderen Verband als die anderen Reiter die sich ja für alles an die FN wenden können, damit haben wir ja gar nichts zu tun. |
| Seneca | Ich kenne das Phänomen aus der Land- und Forstwirtschaft, aber auch der Gastronomie. Trotz Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz sind dort absolut normal. Man setzt einfach darauf das aus Angst vor Arbeits-/Ausbildungsplatzverlust keiner was sagt. Nach der Ausbildugn wird es auch nicht besser werden, mach dir da keine Illusionen. Und im Falle einer Klage vor dem Arbeitsgericht steht man oft nicht gut da, da in oben genannten Branchen immer gut mit Betrieblichen Gründen und Personalknappheit argumentiert werden kann. Mein Onkel war selbst mal Stallmeister für einen Schweizer Großunternehmer....das bedeutete praktisch keine Freizeit...er hat das nur mitgemacht da es seine Karriere als Turnierreiter vorangebracht hat. Heute ist er mit 56 arbeitsunfähig und Frühverentet. Man muss also ein Ziel vor Augen haben um motiviert bei der Sache zu bleiben. |
| silversurver | meine arbeitszeit ist schon ok morgens um 8uhr anfangen,und nachmittags um 16 uhr 30 schluß |
| DarkHeart | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kakyuu [/i] [B]ich bin leider schon lange über 18 ^^ naja und rennstall ist nicht gleich reitstall das ist doch was ganz anderes. Und bisher habe ich da zwar mehr arbeit erlebt, aber korrekt eingehaltene freie Tage und Arbeitszeiten, bisher immer. (klar kann mal was dazwischen kommen, schon allein weil sonntag renntag ist). Ich habe ja wie gesagt auch schon vorher in einigen Rennställen gearbeitet. Betriebsrat oder dergleichen gibt es nicht. Wir unterstehen zum Beispiel auch einem anderen Verband als die anderen Reiter die sich ja für alles an die FN wenden können, damit haben wir ja gar nichts zu tun. [/B][/QUOTE] Ich meinte generell den Beruf ums Pferd. Ich kenn da schon die Unterschiede :D Ich weiss, das es da nicht viel Anlaufstellen gibt zum Beschweren, deshalb hoffte ich ja auf den Jugendschutz fuer Dich. In Deinem Beruf wird das Tier ueber den Menschen gestellt. Du kannst Dich dagegen natuerlich versuchen zu wehren, aber der Schuss kann nach hinten los gehen. Wie Seneca sagte, heutzutage wissen die Arbeitgeber um die Raritæt eines Arbeitsplatzes. Es warten bereits vor den Tueren schon weitere Azubis und so ein Rennstall ist erst recht heiss begehrt. Als ich meinem AG 2003 (anderer Beruf) damals um die gesetzliche Pause bat, weil ich nach 6 Monaten bei 6tageWoche (14 Stunden am Tag) ohne Pause irgendwann mal zusammen brach, hatte ich die Kuendigung 1 Tag spæter persønlich zu Hause vom Chef vorbei gebracht bekommen. Meine Ausbildung selbst war auch kein Zuckerschlecken .... und ich war auch schon ueber 18. Da kamen dann auch Pausekuerzungs-Schikanen, Extra Arbeitstage etc. |
| Libertine | [QUOTE][i]Original geschrieben von silversurver [/i] [B]meine arbeitszeit ist schon ok morgens um 8uhr anfangen,und nachmittags um 16 uhr 30 schluß [/B][/QUOTE] Aha! ..............und was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? |
| Libertine | @Kakyuu Vieles von dem, was mir beim Lesen deines ersten Beitrags durch den Kopf gegangen ist, wurde hier schon geschrieben. Bevor du etwas unternimmst, solltest zusehen, eine Berufsrechtsschutzversicherung zu bekommen. Bei den Gewerkschaften und vielen Berufsverbänden ist eine solche Versicherung in der Mitgliedschaft enthalten. Allerdings greift der Rechtsschutz erst nach einigen Wochen Mitgliedschaft. Erkundige dich da genau. Dann bist du auch im Falle einer Kündigung zumindest rechtlich abgesichert. Ansonsten steht es dir frei an die Öffentlichkeit zu gehen. Tagespresse, Fachzeitschriften etc., da wird sich sicherlich jemand finden, der über Missstände berichten möchte. Zumal ja, wie du vermutest evtl. auch Schwarzarbeit oder illegale Arbeiter mit im "Spiel" sind. Die Presse könntest du auch anonym informieren. |
| Kakyuu | ne das ist wirklich das erstaunliche, es will keiner machen. Alle Rennställe haben Personalmangel, keine neuen Azubis kommen, etc. Es ist ja auch kaum bekannt dass quasi Jockey ein ausbildungsberuf ist. Und das is erstaunlicherweise meinem Chef total egal, der entlässt lieber irgendwen, holt sich aber keinen neuen und statt man die die noch da sind besser bei Laune hält, damit die nicht Kündigen wird da sich nicht weiter drum gekümmert. Das ist wirklich wirklich seltsam. |
| Seneca | @ Kakyuu Ich kann Dir nur einen Rat geben...mach die Ausbildugn fertig und geh auf die Suche. Es schadet auch nichts noch eine weitere Ausbildungn anzufangen, evtl. eine mit breiterem Berufsfeld, solange man noch jung ist. Ich habe als Schülervertreter einer Berufsschule von 1994-1997 zu genüge mitbekommen dass in fast jedem Kleinbetrieb gegen die Regeln verstoßen wird und das man als Azubi kaum zu seinen Recht kommt wenn man aufmuckt...oft nicht mal aus Ausgelernter. In Großbetrieben mit Tarifbindung und starker Gewerksschaftspräsenz + Betriebsrat ist das ganz was anderes. Da macht es Sinn auf seinem Recht zu bestehen, da man in eine solchen Fall kein Einzelkämpfer ist. |
| more | Ich bin da mit Seneca einer Meinung. Versuch das durchzuhalten, wechsel ggf. den Betrieb. Die Ausbildungsrichtung zu wechseln finde ich dagegen etwas unglücklich. Es wird erstmal in deinem Lebenslauf etwas komisch aussehen. Natürlich kannst du immer sagen "hab mir was anderes unter der Ausbildung vorgestellt", aber es ist immer besser etwas zum Abschluss zu bringen. Und glaub mir, sobald die drei Jahre vorbei sind, sind die gearbeiteten Sonntage vergessen und Schnee von gestern. Diese Ausbildung ist bestimmt toll - ich denke ein guter Jockey kann später auch gut verdienen und du könntest ja auch in eine ähnliche Branche wechseln. |
| Kakyuu | naja als ausgelernter stehst du in der öffentlichkeit. Denn du reitest Rennen. Da kann sich kein Trainer der Welt das leisten, denn der zukünftige Jockey könnte den Stall einfach Stall sein lassen oder sämtliche Pferde die er ihm anbietet boykottieren. Wie sieht das aus (mal angenommen einer der großen Jockeys (und mit denen reite ich ja genau so wie mit den Auszubildenen) sagt. Ne von dem und dem Trainer die Pferde reite ich nicht mehr. Das wirft schlechtes Licht auf den Rennstall und ist Profitschädigend. Wenn du ausgelernt hast und ordentliche Rennen absolvierst hast du schon ein besseres Leben, denn jeder Trainer wird schauen, dass er dich bei Laune hält. |
| Seneca | Hallo Kakyuu Ich erwähnte ja schon meine Onkel. Er war zu seiner Zeit beim Schockemöhle und hat einige internationale Erfolge als Springturnierreiter gehabt, später auch auf eigenen Pferden. Auch wenn Dir das jetze noch icth gegenwärtig ist...spätestens mit mitte 30 bist du raus aus dem Sport...und später mal als nur noch Pferdetrainer und Betreuer alleine hast Du ein hart verdientes Brot. Mir wäre in dem Metier keiner bekannt der nicht noch ein zweites berufliches Standbein hatt. |
| Kakyuu | mh Dressur/Springsport vielleicht eher, aber schau mal wie alt die Championjockeys sind, die sind schon alle so um die 40 und die Trainer von Galoppern brauchen eigentlich schon lange nicht mehr arbeiten. Mein Chef jedenfalls bräuchte es nicht mehr. Seine Kinder auch nicht :/ Wir sprechen ja hier nicht von kleinen Rennställen sondern von Derbysiegern und Internationalen Erfolgen. Wer fest im Rennsport etabliert ist der macht das später nur noch aus Spaß an der Freud und nicht, weil er seine Brötchen verdienen muss. Bei den stinknormalen Arbeitsreitern sieht das ganz anders aus. Die Reiten keine Rennen, bleiben unbekannt im Hintergrund und werden nur mit 1% an Preisgeldern beteiligt (die natürlich durch alle Arbeitsreiter geteilt wird) |
| Seneca | Dann musst du das ähnlich betrachten wie die Auszubildenen im Adlon...man macht das mit weil man mit einen dort ausgestellten Zeugniss anderswo nicht ganz unten anfängt. Dann macht es aber auch wenig Sinn rebellisch sein zu wollen... das ist das Prinzip einer Kaderschmiede. |
| DarkHeart | Eine Ausbildungsstelle wechseln muss kein Garant fuer Besserung sein Man glaubt es nicht, aber es kann tatsæchlich 1000x schlimmer kommen, als man es zuvor hatte. Kein depressiver Grundgedanke meinerseits, nur eine Erfahrung. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHeart [/i] [B]Eine Ausbildungsstelle wechseln muss kein Garant fuer Besserung sein Man glaubt es nicht, aber es kann tatsæchlich 1000x schlimmer kommen, als man es zuvor hatte. Kein depressiver Grundgedanke meinerseits, nur eine Erfahrung. [/B][/QUOTE]Muss ich leider bestätigen. Gilt auch für Arbeitsplatzwechsel und Hochzeiten. |
| Kakyuu | jetzt gehts los, ich habe eigentlich ab heute urlaub, aber was passiert, mein futtermeister klingelt mich aus dem bett und meint, sie würd nochma mitm chef reden ich hätte ja kein recht auf urlaub ich sei ja schon krank gewesen letzte woche (hatte lebensmittelvergiftung vor zwei wochen, dementsprechend korrekt krank geschrieben, mit krankmeldung, die auf der arbeit vorliegt mit allem drum und dran) was ist das bitte? Das kann nicht angehen. Ich hab jetzt noch keine Ahnung was mein Chef dazu sagt, da der im urlaub ist, aber sie würde heute mittag dann wohl mit ihm sprechen. Was mache ich wenn er ihr jetzt zustimmt (er darf es nicht, ich habe ein recht auf urlaub, genau wie alle anderen auch) |
| Libertine | Ups, das ist heftig! Ich denke da solltest du auf jeden Fall deine Berufsschule einschalten, die hat Fürsorgepflicht für euch Schüler. Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen Urlaub genießen kannst. |
| Seneca | ...auf jeden Fall. Ich kenne so etwas noch aus meiner Zeit in der Schülervertretung meiner Berufsschule...der BS-Klassenlehrer ist in solchen Fällen nicht der schlechteste Ansprechpartner. Leider ist das alles keine Seltenheit. Im übrigen solltesat Du auch keien Angst vor einer Beratung beim Anwalt für Arbeitsrecht haben...eine klärender Brief aus einer Kanzlei wirkt oft Wunder...Schüler, Auszubildende, Arbeitslose, Geringverdiener und Studenten holten sich vorher einfach eine Berechtigungsschein beim Amtsgericht für die Beratungs- und Prozesskostenhilfe...der Anwalt rechnet dann mit der Gerichtskasse ab. |
| Tapio Bearking | Vorsicht bei der PKH, das ist keine Unterstützung sondern nur ein Zinsloser Kredit. Nach ca. einem Jahr darf man anfangen diesen Kredit abzustottern... |
| Libertine | Als Mitglied von Berufsverbänden/Gewerkschaften steht einem eine Berufsrechtsschutzversicherung zu. Allerdings greift die nicht für bereits angefangene "Vorfälle", falls Kakyuu jetzt erst eintreten sollte. |
| DarkHeart | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kakyuu [/i] [B]jetzt gehts los, ich habe eigentlich ab heute urlaub, aber was passiert, mein futtermeister klingelt mich aus dem bett und meint, sie würd nochma mitm chef reden ich hätte ja kein recht auf urlaub ich sei ja schon krank gewesen letzte woche (hatte lebensmittelvergiftung vor zwei wochen, dementsprechend korrekt krank geschrieben, mit krankmeldung, die auf der arbeit vorliegt mit allem drum und dran) was ist das bitte? Das kann nicht angehen. Ich hab jetzt noch keine Ahnung was mein Chef dazu sagt, da der im urlaub ist, aber sie würde heute mittag dann wohl mit ihm sprechen. Was mache ich wenn er ihr jetzt zustimmt (er darf es nicht, ich habe ein recht auf urlaub, genau wie alle anderen auch) [/B][/QUOTE] Warum gehst Du in Deinem Urlaub ans Telefon??!!???? Das musst Du Dir abgewøhnen. Du hast Urlaub, kønntest auf ein Bahamas sein und dann? Da kann ich Dir empfehlen NICHT klein bei zugeben, gerade weil Du sonst wæhrend der Arbeitszeit nicht viel ausrichten kannst. Lerne NEIN zu sagen, denn Urlaub steht Dir zu, egal ob Du davor krank warst oder nicht. Viel Glueck und lass Dich nicht unterkriegen |
| Libertine | Aber das ist doch eine ziemliche Einschränkung nicht ans Telefon zu gehen. |
| Kakyuu | na es kann ja wirklich etwas passiert sein und mit unbekannter Nummer um die Uhrzeit hätten hat halt auch Oma oder sonstwer sein können :/ hät die mit ihrem Handy angerufen wär ich sicherlich nicht drangegangen. |
| DarkHeart | Man wird mit den Jahren erfinderisch, wenn man bemerkt, das man vøllig ausgenutzt wird. Ein Anrufbeantworter hat bei mir Wunder getan ;) |
| more | Vorsicht mit dem Urlaub - der Arbeitgeber kann deinen Urlaub aus betrieblichen Gründen verschieben. Zumindest die Hälfte deines Urlaubes. Also vorsicht mit dem Anwalt, kann nämlich sein, dass dein Arbeitgeber recht hat. Das könnte für dich unangenehm und peinlich werden. Drum rate ich dir auch das was dir DarkHeart schon geraten hat: NIEMALS IM URLAUB ANS TELEFON GEHEN!!!! |
| Kakyuu | es sind alle da und keine pferde laufen in den nächsten zwei wochen. Es sind keine betrieblichen Gründe vorhanden. |
| Kakyuu | und ich hab gewonnen, bin zur arbeit hingefahren und hab höflich nach dem grund gefragt (Grund war angeblich: brauchst ja jetzt keinen Urlaub, warst ja krank). Hab gefragt ob sie das mit meinem Chef, der ja im Urlaub wär abgesprochen hat, habe sie dann gebeten sofort in meinem beisein meinen chef anzurufen... und nochmal dezent auf meinen ausbildungsvertrag hingewiesen. Als sie mit meinem Chef gesprochen hat, hab ich gefragt ob ich denn auch mal mit ihm sprechen könnte... komisch, sie brach das gespräch schnell ab und meinte ja könnte meinen urlaub haben... Ich lege mich jetzt in meine Dusche trinke ein Bier und drehe Zimmer 72 auf :D |
| Libertine | Super gelaufen, genieß deinen Urlaub und denk bei Gelegenheit nochmal über den Berufsverband nach. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]Also vorsicht mit dem Anwalt, kann nämlich sein, dass dein Arbeitgeber recht hat.[/B][/QUOTE]Wenn dem so ist würde ein Anwalt genau darauf hinweisen...oft ist es aber eben nicht so. Verstöße gegen das Arbeitsrecht auf breiter Front gehören in kleinen bis mittleren Betrieben mittlerweile oft zur Normalität. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] [B]Vorsicht bei der PKH, das ist keine Unterstützung sondern nur ein Zinsloser Kredit. Nach ca. einem Jahr darf man anfangen diesen Kredit abzustottern... [/B][/QUOTE]Bei Einkommen unter der Pfändungsgrenze entfällt jegliche Rückzahlung...genau das ist bei Auszubildenden meist der Fall...so war es auf jeden Fall in meinem Fall anno 1996. |
| Tapio Bearking | @Seni: Das mag für die Zeit der Ausbildung zutreffen, aber das Land holt sich die PKH zurück, sobald das Einkommen die Pfändungsgrenze überschreitet. So wie in meinem Fall, einer Unterhaltssache 2001 - 1004. Für den Zeitraum meines Studentendaseins habe ich von einer PKH Rückzahlung auch nix erfahren, aber wie ich dann berufstätig war, kreisten die Geier über mir... |