| pulSar | [size=3][b]Anschaulich: 82jähriger spielt WK II in Schulhof nach... [/b][/size] Keine Sorge -- es handelt sich hier um Geschichtsunterricht zum Anfassen. So hat das zumindest der 82jährige verstanden. Wahr wohl zu plastisch und zu viel des Guten. Der Dirketor einer Wiesbadener Privatschule distanziert sich nun von der Aktion, nachdem Schülter und Erzieherinnen unter Tränen vor Schreck davon gerannt waren. [quote]Geschichtsunterricht zum Miterleben Der Schulhof als Kriegsschauplatz Ein 82-jähriger Mann hat den Schulhof einer privaten Wiesbadener Grundschule in einen Kriegsschauplatz verwandelt - sehr zum Schrecken der Schüler. Dabei verfolgte der Mann die besten Absichten: Geschichtsunterricht zum Miterleben wollte er den Kindern bieten. Es war Europatag, die Schüler der "Europa-Schule Dr. Obermayr" und Kinder aus dem angeschlossenen Kindergarten feierten "63 Jahre Frieden". Da sollten die Kleinen mal ganz realitätsnah erleben, wie der Zweite Weltkrieg zuende ging. [/quote] [url=http://www.tagesschau.de/schlusslicht/kriegssimulation2.html]Der ganze Artikel in der Rubrik "Schlusslichter" bei tagesschau.de vom 10.5.08[/url] ---- Also ich weiss nicht, wie es euch geht ... ich hab mich gekringelt vor lachen! * Da wehte mir ein eisiger Windhauch der Geschichte entgegen... (für SCHTONK-Fans) * Der Oppa sollte echt mal von Feindflug eingeladen werden... zwecks Plastifizierung der Live-Show. |
| Samsa209 | vlt wäre das von ihm getane an einer weiterführenden schulen auf mehr verständnis gestoßen.. denn an und für sich ist es ja garkeine so schlechte idee den (manchmal wirklich) langweiligen geschichtsstoff aus den büchern mit sachen wie ausflügen etc pp zu veranschaulichen.. hoffe, dass ich das nciht falsch sehe lg samsa |
| Gothic | Also man hätte vorher fragen sollen und dann wäre ihm bestimmt klar gemacht worden das so etwas an einer Grundschule nicht so gut ist! |
| Demon17 | Ich kann den man ja verstehen, die Kids von heute haben doch eine stark eingeschränkte erlebniswelt, kein nächtlicher Bombenalarm, keine Feuerstürme, die ganze Städte vernichten, nicht mal verkohlte Leichen auf den Straßen... Also ich finde die Aktion sollte bundesweit laufen... :) so ein frühkindlichens Trauma prägt das halbe Leben. |
| RagingAngel | Ich bin mir sicher, dass man Schüler der Mittel- und Oberstufe dafür begeistern könnte. In einigen Museen wird ja auch etwas ähnliches angeboten. Ich kann mich da z.B. an eine Luftschutzbunkersimulation und an Schützengräben des 1. Weltkrieges erinnern. An Grundschulen ist sowas natürlich völlig deplaziert und es sollte danach auch niemand wegen Augenzeizungen zum Arzt müssen. Also das ist eher ein Fall für die Theater AG und nicht für böllernde Rentner. (Natürlich sind die als Zeitzeugen sehr wichtig. Nur vielleicht nicht für die Pyrotechnik.) |
| pulSar | Von wegen fragen: ich gehe - dem Artikel nach - davon aus, dass er das mit Erlaubnis tat... aber halt ein wenig übertrieben hat. [url]http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=3277288[/url] Auszug aus dem Artikel vom Wisbadener Kurier vom 10.5.08: [quote] Der Gründer der gleichnamigen Schule, Jahrgang ´25, hatte anlässlich des Europatages vor Grundschülern und Kindergartenkindern ein - genehmigtes - Feuerwerk abgebrannt. Der harmlose Teil. Böller, Sirenengeheul, Megaphon-Durchsagen - "Achtung! Achtung! Bomben!", Feuer und Rauch aus einem Kartuschen-Abflammgerät sollten den Kindern darüber hinaus Kriegs-Atmosphäre vermitteln. So sei es laut Obermayr senior mit den Lehrern der Grundschule und den Erziehern des Rosenkindergartens besprochen gewesen. Nichts ahnend, weil überraschend und ohne Einladung zur Veranstaltung gestoßen, wurden Kinder des musischen Kindergartens vom acht Minuten dauernden Knall-Kriegs-Szenario in Angst und Schrecken versetzt. Eine Sechsjährige erlitt eine Augenreizung. Einige Kinder hätten geweint. Empörung ob des Szenarios wurde laut. Zeugen schildern Widersprüchliches. Von aufgebracht Flüchtenden reden die einen, andere, wie Stadtrat Manfred Laubmeyer, Jahrgang 1937, wollen "nichts Dramatisches" erlebt haben. Ein "unverantwortlicher Kinderschreck" sei Obermayr nicht gewesen. Die Vorwarnung hätte besser sein können, sie sei "etwas untergegangen", so der Stadtrat. Weitere Beschwerden oder gar Anzeigen gab es gestern bei der Polizei nicht. [/quote] Ich sag mal: da gab es wohl schlicht und einfach etwas andere Auffassungen "vom Spektakel". Böse gemeint, war es sicher nicht... Wie schon erwähnt wurde: Falsche Altersklasse... das ganze ab der 8ten Klasse und keiner hätte geweint... Wobei ich das nicht unbedingt auf Wiesbadener oder Frankfurter Hauptschulen in der 9ten Klasse machen würde... Oder eben bundesweit *grins* wie Demon17 vorschlägt... |
| Demon17 | geil, kaum macht jemand einen Thread, schon taucht oben links die richtige Werbung auf: [IMG]http://www.dreizler-flugzeuge.de/images/Titelbild-Buch.gif[/IMG] |
| pulSar | Goggl ist schon ein Schlingel mit seinen Assotiationen... gut gefunden...! Also ich seh nur "den Sommerduft 2008"... was will uns das sagen? |
| Demon17 | Vielleicht hast Du andere Cookies auf dem PC... schon mal ein Buch im Internet bestellt? |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von pulSar [/i] [B][size=3][b]Anschaulich: 82jähriger spielt WK II in Schulhof nach... [/b][/size] [/QUOTE] :D Fast so gut wie [URL=http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/473/173956/]das hier[/URL] [QUOTE]Eigentlich hätte das deutsch-türkische Kinderfest in Peißenberg zur Integration beitragen sollen. Doch statt Verständnis löste die Aufführung einen Skandal aus. Von Dietrich Mittler und Christian Sebald Murat Simsek ist am Boden zerstört. Der 33-jährige Metallfacharbeiter aus Schongau ist der Initiator eines Bühnenauftritts, bei dem türkische Buben anlässlich eines deutsch-türkischen Kinderfestes im oberbayerischen Peißenberg in Kampfanzügen den Heldentod verherrlichten. "Wenn wir gewusst hätten, was wir damit auslösen, hätten wir das doch nie gemacht", sagt er. Ihm und den Eltern der teilnehmenden Kinder tue das alles schrecklich leid. "Wir sind keine radikalen Nationalisten", beteuert Simsek. Er habe das Stück so im Fernsehen gesehen - als Beitrag zum "Tag der Gefallenen", der in der Türkei am 18. März an die verlustreiche Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg erinnert. Und da habe er sich gedacht, dass könne man mit den Kindern doch mal nachspielen. Insbesondere einigen deutschen Zuschauern, die zum Zeitpunkt von Simseks Inszenierung noch im Peißenberger Pfarrzentrum St. Barbara zugegen waren, hatte es angesichts der martialischen Posen - beschallt durch Schlachtenlärm vom Band - die Sprache verschlagen. Lautete der Leitspruch der Veranstaltung nicht "Friede im Lande, Friede in der Welt"? Ein Slogan, der dem türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk zugeschrieben wird. Zunächst blieb es nur beim Kopfschütteln und Raunen. Als dann aber Karl-Heinz Ende, der Schulleiter der örtlichen Josef-Zerhoch-Grundschule, in einem Brief an die Lokalzeitung seinem Unmut Luft machte, wuchs sich die Vorstellung, die gut 14 Tage zurückliegt, zum Skandal aus. [b] "Bei diesem Auftritt löste zuerst ein Mädchen den Kopfverband eines Jungen und küsste seine Wunde. Anschließend stürmte eine Gruppe von Grundschulbuben in Kampfanzügen unter dem ohrenbetäubenden Lärm von Maschinengewehrsalven und Kampfflugzeugen die Bühne. Die Kindersoldaten rannten umher und schossen dabei mit imaginären Gewehren", schrieb der Schulrektor. Am Ende des Stückes sei nur noch die türkische Fahne aufrecht gestanden - umringt von gefallenen Helden.[/b] Pfarrer Engelbert Birkle, der seinen Pfarrsaal für das Kinderfest bereitgestellt hatte, bedauert, "dass bei dem eigentlich gelungenen Nachmittag so ein Ausreißer drin war". Er stelle seinen Pfarrsaal auch weiterhin türkischen Bürgern zur Verfügung. Allerdings werde er sich künftig erkundigen, was da "inhaltlich genau geschieht". Gleiches hat sich auch Harun Gök, der Veranstalter des Festes, vorgenommen. Er war von der Darbietung ebenfalls schockiert und intervenierte - wie er berichtet - hinter der Bühne, um die peinliche Vorstellung zumindest zu verkürzen. Seine Schongauer Landsleute will er aber künftig nicht mehr einladen. "Kampfanzüge und Maschinengewehrfeuer haben auf einer Veranstaltung mit Kindern nichts zu suchen", sagt auch Albert Hutterer, der Leiter der Schongauer Grundschule, der nichts vom Auftritt seiner Schüler wusste. "Sonst hätte ich mich schon im Voraus dagegen verwehrt", sagt er. Simsek hat sich mittlerweile bei allen entschuldigt. "Hoffentlich", so seine Angst, "wird jetzt nicht an der Schongauer Schule die türkische Klasse geschlossen." Seine Aufführung wird noch lange von sich reden machen. "An Instinktlosigkeit nicht zu überbieten", ist das einhellige Urteil rund um Peißenberg. [/QUOTE] Quelle: Süddeutsche.de |
| Demon17 | Ich finde auch, die Erziehung zum Heldentod sollte viel früher beginnen, schon wegen des Friedens und so... |
| Phoenix1384 | [QUOTE]Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei![/QUOTE] George Orwell |
| Tsafried | Hätte man soetwas inszeniert, als ich zur Grundschule ging, hätte ich mich seinerzeit im Geschichtsleistungskurs von einer Nachbarin vielleicht nicht fragen lassen müssen, ob der II. Weltkrieg nicht von 1919 - 1933 ging.... |