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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Bio?!
Ikaran`abend miteinander.

mein freund steht total auf bio-futter, und nach anfänglichem misstrauen habe ich mich davon ein bißchen mitreißen lassen und einfach mal ausprobiert.

ich weiß allerdings noch nicht so genau, was ich davon halten soll.

ein erstes resumée:

bio-ketchup schmeckt "gewöhnungsbedürftig".
bio-nudeln: joa, halt....könnte jetzt da keinen unterschied feststellen...
bio-fleisch: eines muß man ihm lassen, es wird nicht kleiner beim braten.
bio-vollkornbratlinge: ohne worte.
den vogel abgeschossen hat dann eine supermarktkette, die bio-unterwäsche verkauft hat. öhmm... (die hab ich nicht gekauft!)

bei obst und gemüse leuchtet mir nicht so ganz ein warum es "bio" sein muß wenn es dann trotzdem aus neuseeland/südamerika etc herkommt und die umwelt belastet. und wie, zum kuckuck, soll man bei gefischten bio-garnelen feststellen ob die bio sind oder nicht??

ist "bio" eine erfindung, die auf die einbildungskraft der menschen zielt?
oder schmecken die lebensmittel wirklich besser?
was sind eure erfahrungen damit?

würde mich mal interessieren!
TrauerwesenEs kommt immer drauf an. Ich kaufe grundsätzlich nur Bio-Eier (falls nicht vorhanden eben freilaufend), ab und an auch Bio-Gemüse und -Obst. Insbesondere Äpfel schmecken schon besser, riechen vor allem richtig lecker und sind eben nicht ekelhaft glitschig. Es kommt immert aufs Produkt an. Ich selber ekele mich halt teils vor Pestiziden, aber Bio muss außer bei Eiern nicht unbedingt bei mir sein (Milch würde ich ja auch machen, aber ich brauche schon meine Spezialmilch...).
Bionudeln sind mir definitiv zu teuer. Bratlinge finde ich übrigens meistens toll, Biosupermärkte haben halt mehr Auswahl an vegetarischen Bratprodukten.

Was ich aber erst heute sehr absurd und idiotisch fand ist das neue Shampoo von Schwarzkopf. Sorte Bio-Granatapfel. Toll, ich frage mich, was es meine Haare kümmert, ob etwas behandelt wurde oder nicht. Zumal ich den Sinn bei Schwarzkopf nicht sehe, da die bei Tierversuchen ja ganz vorne dabei sind. Da frage ich mich, was schlimmer ist...

Es muss halt nicht alles Bio sein, bei diesem Shampoo sehe ich einfach keinen Sinn dahinter.
SenecaIch denke es dürfte sich schon herumgesprochen habe das "Bio" keine aussagekräftige Bezeichnung ist...die kann von den Marktketten auf so ziemlich alles geklebt werden...eine Überprüfung bi BIO produkten ohne Siegel findet nicht statt und oft reicht es schon wenn nur ein ein Teil der Inhaltstoffe aus Biologischem Anbau ist um etwas BIO zu nennen.

Anders sieht das mit dem Bio-Siegel aus...aber auch hier gibt es ein gravierendes Problem...imemr mehr Agrarprodukte werden imporiert...und plötzlich findet sich mitten in BIO Produkten DDT....

Seit das mehrmals vorgekommem ist, bis hin zu Gen-Mais und -Soja in BIO Produkten, glaube ich an den Zauber nicht mehr...zumal schon mehrfach festgestellt wurde das teilweise sogar Produkte der Discounter besser abschneiden als teure, sogenannte BIO-Produkte.
Impermanenceman sollte sich dabei halt keinen illusionen hingeben und auch nichts unmögliches erwarten.

ich kaufe am liebsten bio-gemüse und -obst aus lokalem anbau. das schmeckt mir sehr gut und ich vertraue den bauern, dass sie nicht irgendwelche pestizide eingesetzt haben.

man darf allerdings auch nicht vergessen, dass 'bio' keine garantie sein muss, dass die lebensmittel völlig pestizidfrei sind, da pestizide aufgrund ihrer hohen persistenz ja fast schon ubiquitär vorhanden sind. aber es kommt halt nichts neues dazu... :)

wo das das zeugs dann herkommt, spielt für das prädikat 'bio' (leider) keine rolle. so sind auch argentinische äpfel 'bio', wenn sie entsprechend angebaut wurden und bananen lassen sich in d. ja nur schwer anbauen. ;)

also alles in allem eine tolle sache, wenn man keine wunder erwartet. :)
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikara [/i]
und wie, zum kuckuck, soll man bei gefischten bio-garnelen feststellen ob die bio sind oder nicht??[/QUOTE]
gerade bei garnelen, z.b. "King Prawns" oder "Tiger Prawns" muss man aufpassen. viele werden in grossen zuchtanlagen (teichen) gehalten und durch die massenhaltung mit antibiotika und fungiziden vollgepumpt. "bio" ist da kein qualitätskriterium.
athara[QUOTE]gerade bei garnelen, z.b. "King Prawns" oder "Tiger Prawns" muss man aufpassen. viele werden in grossen zuchtanlagen (teichen) gehalten und durch die massenhaltung mit antibiotika und fungiziden vollgepumpt. "bio" ist da kein qualitätskriterium.[/QUOTE]
WENN da wirklich ein Biosiegel mit zugehöriger EG-Kontrollnummer drauf ist, kannst Du Dich drauf verlassen, dass die NICHT mit ABs und Fungiziden vollgestopft sind. Die Kontrollen sind da wahnsinnig steng (spreche aus eigener Erfahrung).

Generell ist zu Bio zu sagen, dass diverse Produkte nicht unbedingt immer besser sein müssen. Es kommt halt drauf an, was man grad kauft und woher es kommt. Bei Obst und Gemüse ist es so, dass die Produkte oftmal besser vom Geschmack sind, weil sie halt nicht im Eiltempo zum Wachsen gebracht werden. Ein gutes Beispiel hierfür sind die allseits bekannten holländischen Gewächshaustomaten (pfuispinne). Probier die mal abwechselnd mit ner Tomate von Bioland oder Demeter. Da erfährt man wenigstens wieder, was es eigentlich bedeutet, wenn man in eine Tomate beißt.
Konventionell angebauten Spargel (weil grad noch Saison ist) kann man getrost aus regionaler Herkunft kaufen. Da wirst Du kaum einen Unterschied schmecken. Generell ist es aber problematisch, wie das mit der Pestizidbelastung bei konventionellem Gemüse/Obst aussieht. Davon ist soviel Zeux auf dem Markt, von dem man nicht wirklich weiß, wie sich ein Dauerkonsum auswirkt.

Bei Eiern kenne ich keine Kompromisse. Entweder Bio-Eier, oder gar keine. Ich kaufe generell keine Eier aus Bodenhaltung und erst recht keine von Batteriehühnern. Ich finde, dass es schlichtweg eine große Sauerei ist, Tiere so zu halten.

Fleisch esse ich nicht so häufig. Aber wenn, dann versuche ich Fleisch von Tieren aus biologischer Haltung zu kaufen. Erstmal weil die nicht mit gentechnisch verändertem Soja- und Maismehl gefüttert werden (Risiken nicht kalkulierbar), und zweitens vor allem deshalb, weil ich der Meinung bin, es einem Tier schuldig zu sein, dass - wenn es schon getötet wird, damit ich es essen kann - es wenigstens ein einigermaßen artgerechtes Leben gehabt haben sollte.
Wenn ich mal knapper bei Kasse bin, werde ich mich immer für das Biofleisch entscheiden, dafür aber Gemüse/Obst aus konventionellem Anbau nehmen als umgekehrt. Denn der Tomate oder dem Apfel macht es nunmal nichts aus, wie sie gewachsen werden. Dem Tier jedoch schon.
Und mal ganz davon abgesehen schmeckt das Fleisch auch besser. Es schrumpelt auch nicht so ein in der Pfanne. Also hab ich im Grunde so oder so einfach mehr davon.

Probleme sehe ich bei Obst und Gemüse, dass erst um die halbe Welt geflogen wird. Die CO2-Bilanz pro Produkt ist da jenseits von gut und böse. Denn es ist nicht grad umweltfreundlich, wenn ich Obst aus Südamerika einflieg. Da nützt das Biosiegel im Sinne der Nachhaltigkeit rein gar nix. Eher im Gegenteil. In solchen Fällen würde ich mich immer für das regionale Produkt entscheiden, auch wenn es konventionell ist.

Auch wenn Fisch wahrscheinlich besser schmeckt, wenn er wild gefangen ist, bevorzuge ich in den meisten Fällen den Zuchtfisch. So überfischt wie die Meere sind, muss ich mich nicht auch noch an dem Raubbau mitbeteiligen (siehe z.B. Thunfisch, Kabeljau). Grundfische (z.B. Scholle) esse ich gar nicht mehr. Wenn man mal sieht, wie die gefangen werden, vergeht einem der Appetit. Grundfische werden mit riesigen Schleppnetzen, die über den Boden gezogen werden, gefangen. Grad auch in unseren Nordgewässern gibt es extrem schützenswerte Kaltwasserriffe und Seegraswiesen, die durch die Schleppnetze komplett niedergeschreddert werden. Das kann und will ich einfach nicht unterstützen, indem ich solch gefangenen Fiach kaufe und esse.
myhnawarum denn bitte keine bio-unterwäsche?
gerade baumwolle wird im normalfall sehr stark gespritzt...
vom kleidung färben fang ich gar nicht erst an,
die meiste kleidung ist nicht recyclebar, sondern eigentlich sondermüll.
und nichts trägst du so nah am körper wie unterwäsche...

geschmack von bio-lebensmitteln:
es gibt durch die bestimmungen eben bei manchen lebensmitteln geschmacksunterschiede, besonders bei solchen wo normalerweise künstliche aromen zum einsatz kommen (ketchup), bei manchen lebensmitteln, die aus nicht besonders vielen verschiedenen zutaten bestehen (nudeln) eben nicht so sehr...
wenn man geschmacksverstärker gewohnt ist, muß man sich erst mal umgewöhnen, bis man wieder "normal" schmecken kann.
sonst schmecken einfache lebensmittel eben etwas "fad".
GothicAber ich denke mal dass viele Personen dann wegen diesem "etwas fad" schmecken es gar nicht weiter ausporbieren Bio Nahrung zu essen! Also ich persöhnlich bin aber eigentlich gegen Bio!
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikara [/i]
[B]bei obst und gemüse leuchtet mir nicht so ganz ein warum es "bio" sein muß wenn es dann trotzdem aus neuseeland/südamerika etc herkommt und die umwelt belastet. [/B][/QUOTE]
Da gab's mal vom VCD einen schönen Artikel drüber - wenn's um Lagerware wie Äpfel geht, ist es spätestens ab Frühling bis zur nächsten Ernte eher so, dass die Importware die Umwelt weniger belastet als die Regionalware (Kühlhäuser verbrauchen auch reichlich Energie).

Die bessere "Lösung" ist in der Hinsicht die klassische: jedes Obst und Gemüse hat halt seine Saison. Und außerhalb kauft man den Schmarrn nicht. Wenn's Erdbeeren im Dezember gibt, sollte eigentlich jedem klar sein, dass das ökologisch... bedenklich ist, die Ware.

@Seneca:
"Ich denke es dürfte sich schon herumgesprochen habe das "Bio" keine aussagekräftige Bezeichnung ist...die kann von den Marktketten auf so ziemlich alles geklebt werden..
[...]
Anders sieht das mit dem Bio-Siegel aus..."

Seitdem alle (!) Waren, die mit Bio, Öko, ... beworben werden, der Ökokennzeichenverordnung unterliegen und damit zwingend über ein EU-Biozeichen verfügen müssen (und damit alle Auflagen zu erfüllen haben), hat sich das "anders" eigentlich erledigt. Ein paar Gramm Biosalz... fertig ist das Biobrot. .. . .. .. (ok, übertrieben)
Ein "Bio", "Öko", ... -Produkt ohne Siegel gibt es schon lange nicht mehr. Sehr zum Ärgernis der schon seinerzeit strengeren Prüfsystemen wie Demeter, deren Verwender zusätzlich auch das EU-Zeichen aufgedrückt bekamen (Kosten).

[url]http://www.bio-siegel.de/index.php?id=8[/url]

Allerdings wird sicherlich mit dem EU-Biosiegel genug Schmu getrieben. Wie genanntes 'paar Zutaten reichen, um das ganze Produkt Bio nennen zu dürfen'. Der "Rest" ist dann gerne mal der übliche Dreck an Zutaten, den man eigentlich vielleicht gerade nicht essen wollte (Aromen, Geschmacksverstärker, etc.).
Abgesehen davon ist es schon faszinierend zu beobachten, wie 'auf einmal' die mit Bio gekennzeichneten Produkte inflationär in den Läden zunehmen - und dabei nur ein Bruchteil dessen mehr kosten, was klassischerweise Bioprodukte gekostet haben. Drum trau schau wem -> gibt genügend bedenkliche 'Ausnahmen', welche eine Biokennzeichnung immer noch zulassen. Es hat schon seinen Grund, weshalb Bio über die klassischen Verkaufswege immer noch ein bisserl mehr kostet als das "Bio"-Zeugs ausm Supermarkt.
athara[QUOTE]Allerdings wird sicherlich mit dem EU-Biosiegel genug Schmu getrieben. Wie genanntes 'paar Zutaten reichen, um das ganze Produkt Bio nennen zu dürfen'. Der "Rest" ist dann gerne mal der übliche Dreck an Zutaten, den man eigentlich vielleicht gerade nicht essen wollte (Aromen, Geschmacksverstärker, etc.).[/QUOTE]
Das stimmt nicht. Das ist absolut falsch. Als Produzent darfst Du kein Biosiegel (und insofern auch keine EG-Kontrollnummer) verwenden, wenn das Produkt nicht aus Biozutaten besteht.
Zitat bzgl. der "Hilfsstoffe": [QUOTE]Darf nur verwendet werden, wenn gegenüber der zuständigen Behörde zufrieden stellend nachgewiesen wurde, dass es keine technologische Alternative gibt, die in Bezug auf die Hygiene dieselbe Sicherheit bietet und/oder die Erhaltung der besonderen Merkmale des Erzeugnisses gestattet[/QUOTE]


[URL=http://www.bmelv.de/cln_045/nn_750590/SharedDocs/downloads/04-Landwirtschaft/OekoLandbau/EG-Oeko-VO/EGOekoVO,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/EGOekoVO.pdf]Klick[/URL]
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von athara [/i]
[B]Das stimmt nicht. Das ist absolut falsch. Als Produzent darfst Du kein Biosiegel (und insofern auch keine EG-Kontrollnummer) verwenden, wenn das Produkt nicht aus Biozutaten besteht. [/B][/QUOTE]
... bis zu 5% dürfen jedoch aus herkömmlich erzeugten Zutaten bestehen, wenn im Produktnamen "Bio", "Öko", etc. stehen soll. Und ansonsten, ohne diese Nennung im Namen (aber immer noch mit kundenwirksamen EU-Siegel auf der Verpackung) sind bis zu 30% an "Fremdstoffen" erlaubt, denn dann "dürfen" die Ökozutaten mit Sternchen markiert in der Zutatenliste auch als solches benannt werden.

Generell, bei beiden Formen, sind alle Aromen erlaubt, welche als natürlich oder naturidentisch bezeichnet werden können. Was faktisch 99,9% aller eingesetzten Aromen sind (Sägespäne, Fungusstoffwechselprodukte, Flüssigrauch, ...).

Öko nach EU ist keinesfalls gleich naturbelassen.

Es ist halt ein Mindeststandard - besser als keiner, aber auch nicht mehr.
Und einer, der mit dem neuen Siegel 2009 leider nochmals aufgeweicht werden wird.
Ikaraneues siegel?

bin lediglich etwas verwirrt bezüglich des nutzens der ganzen geschichte. ich dachte schon auch, dass wenn ein bio-siegel drauf ist dann auch bio drin ist. wenn man zb bei joghurts mal die inhaltsstoffliste anguckt haben die eig alle einen stern *, der darauf hinweist dass sie aus ökologischer erzeugung kommen. aber etliche skandale in der deutschen lebensmittelindustrie legen halt die frage nahe warum die bio-artikel davon ausgenommen sein sollten.

es schmeckt jetzt halt nicht unbedingt besser, wird genauso von überall hergekarrt und anscheinend bestehen ja auch unklarheiten darüber, inwiefern die zutaten wirklich bio sind... (obwohl ich da dem siegel schon glauben schenke, denn wenn mal was durch die deutschen bürokratie-mühlen gelaufen ist wird es ja auch gescheit umgesetzt). aber das mit den 5% herkömmlichen stoffen habe ich zb nicht gewußt.

das mit den bio-eiern ist ja auch so ne sache, kauft man die im supermarkt und schaut mal drauf wo die herkommen, dann ist das nur in den seltensten fällen deutschland. eier von weiter weg => weniger frisch.

ich glaube ich bleibe bei der devise, dass nicht-bio lebensmittel vom bauern im dorf nebenan "bio-iger" sind als die sachen aus dem supermarkt mit papper drauf. wär überhaupt nicht der bessere lösungsansatz "regio" anstatt "bio"?

warte eigentlich nur noch drauf dass es demnächst mal bio-zahnpasta oder bio-spülmittel gibt, und dann, finde ich, wird die ganze sache ein bißchen lächerlich...
athara[QUOTE]warte eigentlich nur noch drauf dass es demnächst mal bio-zahnpasta oder bio-spülmittel gibt, und dann, finde ich, wird die ganze sache ein bißchen lächerlich...[/QUOTE]
Gibt es bereits. Es gibt mittlererweile nichts mehr, dass man nicht auch in Bio-Qualtät kaufen könnte. Ist halt ein Markt für da.
StonehengeMein letzter Beitrag ging wohl leider verloren (evtl. nur Vorschau gedrückt :( )

[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Es kommt immer drauf an. Ich kaufe grundsätzlich nur Bio-Eier (falls nicht vorhanden eben freilaufend),[/B][/QUOTE]
Gute Einstellung! Ich habe glücklicherweise eine Bezugsquelle von privaten Kleinhühnerhaltern, wenn die mal nicht viel legen gehts eben ne Weile ohne Ei.

[QUOTE][B]Bionudeln sind mir definitiv zu teuer. Bratlinge finde ich übrigens meistens toll, Biosupermärkte haben halt mehr Auswahl an vegetarischen Bratprodukten.[/B][/QUOTE]
Nudeln zu teuer? Ich hatte zuletzt 500g Bio-Hartweizennudeln für 1.09/1.19 gesehen, kann mich auch an Aktionspreise von 0.99 oder gar 0.79 erinnern. Sollte eine Person mehrmals mittags satt machen. Das teurere an den Nudeln ist meist die Soße, wenn man denn bei Bio kauft.

[QUOTE][B]Was ich aber erst heute sehr absurd und idiotisch fand ist das neue Shampoo von Schwarzkopf. Sorte Bio-Granatapfel. Toll, ich frage mich, was es meine Haare kümmert, ob etwas behandelt wurde oder nicht. Zumal ich den Sinn bei Schwarzkopf nicht sehe, da die bei Tierversuchen ja ganz vorne dabei sind.[/B][/QUOTE]
Kenne das Schwarzkopfshampoo gerade nicht.
Es gibt diverse Naturkosmetik-Marken, wobei das Siegel "kontrollierte Naturkosmetik" (BDIH) u.a. auch Tierversuchsfreiheit garantieren sollte. Desweiteren gibt es ein kleines Siegel "ohne Tierversuche", so ein Hase mit einer streichelnden Hand (habe ich aber länger nicht gesehen).

[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikara [/i]
[B]ist "bio" eine erfindung, die auf die einbildungskraft der menschen zielt?
oder schmecken die lebensmittel wirklich besser? [/B][/QUOTE]
Geschmack ist individuell. Mir schmecken sie teilweise deutlich besser (Extrembeispiel: Brötchen). Letztendlich kaufe ich Lebensmittel nicht nur nach Geschmack, ob einem der höhere Preis für Bioware das wert ist hat viel mit der persönlichen Prioritätensetzung zu tun, teilweise auch mit dem zur Verfügung stehenden Geldbeutel (für Menschen mit wenig Geld aber viel Zeit ist dann eher Eigenanbau interessant).

[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikara [/i]
[B] wär überhaupt nicht der bessere lösungsansatz "regio" anstatt "bio"?[/B][/QUOTE]
Im Bioladen steht auf den Tüten fürs Gemüse manchmal der Slogan "Regional ist erste Wahl". Find ich hat was wahres, schaue auch immer an die Regale da steht bei Herkunft dann z.B. Bohnehof, Deutschland(Gäa) oder Spanien/Italien/...
Einheimisches gibts halt nicht immer alles, ein Mittel ist dann nach Saison einzukaufen wie von Orca beschrieben. Auf Erdbeeren z.B. kann ich gut verzichten solang sie nicht hier wachsen.
Bananen ok solang sie in Schiffsbäuchen transportiert werden, beim Flugzeug hofft man ja daß die Energiepreisentwicklung das sinnlose Herumgefliege irgendwann unbezahlbar macht.

P.S.: Vollkornbratlinge ohne Worte gut oder ohne Worte schlecht? Mir sind die pur meist zu trocken, misch reichlich Zwiebel und Knoblauch mit in die Masse hinein :)

Stone
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikara [/i]
[B]das mit den bio-eiern ist ja auch so ne sache, kauft man die im supermarkt und schaut mal drauf wo die herkommen, dann ist das nur in den seltensten fällen deutschland. eier von weiter weg => weniger frisch.

ich glaube ich bleibe bei der devise, dass nicht-bio lebensmittel vom bauern im dorf nebenan "bio-iger" sind als die sachen aus dem supermarkt mit papper drauf. wär überhaupt nicht der bessere lösungsansatz "regio" anstatt "bio"? [/B][/QUOTE]
Nicht zwei grundlegend verschiedene Sachen durcheinanderwerfen. "Bio" beschäftigt sich mit Art und Weise des Anbaus bzw. der Tierhaltung (naturnah <-> industriell erzeugte Lebensmittel). Ansätze wie regionale Produkte einzukaufen gehen in Richtung Ökologie. Kleiner Transport macht die eingekauften Lebensmittel ja nicht natürlicher - und die Kühe in der Box auch nicht glücklicher.
Bio im modernen Sinne (Bio-Siegel nach EU-Norm) ist von ökologischen Gedanken allerdings komplett entkoppelt worden, seitdem sich insbesondere die Industrie dafür interessiert. Bio im früheren Sinne (das der so gerne geschmähten "Müslis", Latzhosenträger und Grünen) führt weiterhin ein Nischendasein, allerdings da war/ist der Gedanke ja auch tatsächlich immer zusammenhängend auch mit ökologischen Gesichtspunkten verknüpft (hier geht's ja auch nicht allein um Bio-Lebensmittel, sondern um ein ganzheitlich möglichst umweltschonendes Verhalten).

Zum ersten Absatz: dem Huhn in den Niederlanden ist es gewiss nicht egal, ob's in der Legebatterie leben "durfte" oder nach den Vorschriften für ein Bio-Ei. Und was das angeht, geht am Bio-Siegel nichts vorbei (das Zwischending "freilaufend" ist im Sinne artgerechter Haltung nur marginal besser als Legebatterie, ergo keine Alternative).
Abgesehen davon ist alles eine Frage des Standpunkts... ein Ei aus den Niederlanden ist hier (NRW) sicherlich weniger weit unterwegs gewesen wie eins aus, sagen wir mal Bayern. ;)
myhna[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothic [/i]
[B]Aber ich denke mal dass viele Personen dann wegen diesem "etwas fad" schmecken es gar nicht weiter ausporbieren Bio Nahrung zu essen! Also ich persöhnlich bin aber eigentlich gegen Bio! [/B][/QUOTE]

was für eine differenzierte, wohl durchdachte aussage.

hatte schon fast vergessen warum ich mich hier eigentlich nicht mehr beteilige.
athara[QUOTE]Bio-Produkte sind ja teuer als industriell hergestellte Produkte.[/QUOTE]
Ja, das stimmt schon. Zumindest teilweise. Manchmal kann man auch recht günstig Sachen aus dem Sonderangebot bekommen.
Meine Erfahrung (und die Erfahrung anderer) hat aber gezeigt, dass Bioprodukte in den meisten Fällen - wegen der höheren Nährstoffdichte - auch länger satt machen. Da spart sich das Geld dann wieder an der Menge.
SenecaIch esse ja oft mal was aus eigenem Anbau, bzw. aus dem Wald z.B. Brombeern und Pilze, gelegentlich mal Wildschein oder Reh). Von fade hab ich da noch nichts bemerkt. Jedenfalls nicht im Vergleich zu niederländischen Industriegemüse und Fleisch vom BHZP-Schwein. Welches übrigens auch unter dem Bio-Siegel zu haben ist.
Organdi[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich denke es dürfte sich schon herumgesprochen habe das "Bio" keine aussagekräftige Bezeichnung ist...die kann von den Marktketten auf so ziemlich alles geklebt werden...eine Überprüfung bi BIO produkten ohne Siegel findet nicht statt und oft reicht es schon wenn nur ein ein Teil der Inhaltstoffe aus Biologischem Anbau ist um etwas BIO zu nennen.
[/B][/QUOTE]

da stimme ich zu.

in wiefern etwas wirklich BIO ist, muss jeder für sich rausfinden und zwar durchs ausprobieren. ich konnte z.b. feststellen, dass die Bio-Eier besser schmecken, als die normalen und die Bio-Erdbeeren auch ganz toll sind. das war's aber auch schon, da ich bei den restlichen Bio-produkten, die ich ausprobiert habe keine unterschieden zu den herkömmlichen feststellen konnte.
Ronin76Die Bio-Etikettierung ist ein riesiger Markt und es geht wie bei allem nur um Geld. Es gibt jedoch schon ein paar Produkte die gesünder sind und auch besser schmecken. ZB Apfelmuß ohne hinzugefügten Süßstoff oder Zucker, und andere Produkte ohne Zusatzstoffe wie Konserverierungsmitel, Farbstoffe und Glutamat. Allerdings stellt sich schon die Frage ob das auch alles stimmt, was da drauf steht. Am Besten ist immer noch Rohkost vom Wochenmarkt, dort lässt sich über Kontakte auch manchmal nachvollziehen, daß es umweltschonend angebaut wurde. Lebensmittel mit kurzen Transportwegen wie vom Wochenmarkt und Direkterzeuger müssen auch nicht erst konserviert werden, und belasten die Umwelt durch LKW- u. Flugzeugschadstoffe kaum oder gar nicht.

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