| Demon17 | Dieser Thread soll eine Sammlung seltsamer Bräuche und Rituale der Toten zu ehren sein. Egal ob es um die Beerdigung geht, oder die Ahnen an bestimmten Tagen auf besondere Art und Weise gefeiert werden. Wenn ihr so etwas kennt, beschreibt es bitte oder legt doch einen Link hier rein, damit wir eine Sammlung der merkwürdigsten Totenkulte weltweit bekommen. Ich fange mal mit dem Bekanntesten an: [URL=http://www.selket.de/mumie.htm]Altes Ägypten, Mumien[/URL] [URL=http://www.meritneith.de/mumifizi.htm]Totenkult im alten Ägypten[/URL] |
| Steve Stitches | Wurde mir erzählt: In Südamerika - Mexico bis Peru wird an bestimmten Feiertagen die Gräber der Ahnen besucht um mit ihnen zu feiern, da wird richtig gesoffen und getanzt zwischen den Gräbern. |
| Seneca | Ich finde auch nach so vielen Beerdigungen in den letzen zwei Jahren den Brauch, dass alle Angehörigen und Freunde eine Schaufel Erde in das Grab werfen, nach wie vor befremdlich...so befremdlich das ich mich nach wie vor weigere dies zu tun. Ich asoziiere das irgendwie mit "begraben und vergessen"! |
| Demon17 | Ja das verstehe ich. Der dumpfe Klang der feuchten Erde auf dem Sarg hat mich mal um die Fassung gebracht. Bei alten Freaks bevorzuge ich türkisbunte Seidenschals. |
| nebulosa | Meine Ex-Frau trug bei der Beerdigung ihrer Mutter deren Lieblingsring am Finger, der ihr beim Wurf der Rose auf den Sarg vom Finger glitt und im Grab verschwand... Das ist nicht unbedingt Ritus, aber schon merkwürdig. Ihre Mutter wollte ihren Ring offensichtlich mit ins Grab nehmen. |
| athara | Ich hab mal vor einiger Zeit eine sehr interessante Doku im Fernsehen gesehen. Hier ging es um die Bestattungszeremonien eines ganz bestimmten afikanischen Stammes. Leider weiß ich nicht mehr genau, um welchen es sich dabei handelte (aber vielleicht weiß hier ja jemand?). Jedenfalls ging es darum, dass innerhalb dieses Stammes neugeborene Babies bis zu einem gewissen Alter als noch nicht beseelt gelten. Stirbt ein Neugeborenes oder ein Säugling, wird dies wie in eine Art Kokon aus Tüchern und Blättern fest verschnürt, bevor es bestattet wird. Dies wird deshalb so gemacht, weil man der Ansicht ist, dass der tote Körper, dem deren Auffassung nach ja keine Seele innewohnt, als eine Art Heimstatt für Dämonen und böse Geister fungieren könnte. Indem man diese Körper so fest verschürt, wird verhindert, dass Dämonen diesen Körper benutzen können, um in die materielle Welt zu gelangen. Darüber hinaus wird um diese verstorbenen Kinder auch nicht getrauert (wenn ich das richtig in Erinnerung hab, ist die Mutter bei dem Zeremoniell auch nicht zugegen), deshalb wird auch nicht geweint. Hierzu gibt es auch keinen eigentlichen Grund, denn getrauert wird immer nur um eine Seele - und bei einem Todesfall von einem Säugling ist es eben unsinnig - ein seelenloser Körper wird nicht betrauert. So fremd und grausam uns das mit unserer Auffassung von Leben und Tod auch vielleicht zunächst vorkommen mag, so scheint es jedoch einen gewissen "Nutzen" oder "Zweckmäßigkeit" gegeben zu haben, dass sich solche Riten entwickelt und tradiert haben. Ich denke, so etwas bietet eine ganz pragmatische Umgangsform vor allem mit der hohen Säuglingssterblichkeit und bedingt somit eine viel "einfacherere" und schmerzfreiere Möglichkeit zur Bewältigung. |
| Demon17 | Das erinnert mich an die Geschichte mit den afrikanischen Nomadenstämmen, die über alte Menschen, die nicht mehr mitziehen können einfach die Viehherde treiben. Das spart dann auch die Beerdigung. Ich kann dafür aber keine Quelle nennen, habe aber von einer ähnlichen Praxis etwas in einem Eskimofilm gesehen. Alte Menschen, die nutzlos geworden waren, weil sie nicht einmal mehr die Felle mit ihren Zähnen gerben konnten, weil sie zu abgenutzt waren, gingen einfach hinaus und ließen sich vom Eisbären fressen. Das klingt natürlich sehr grausam, ist aber wahrscheinlich angesichts knapper Ressourcen, die jederzeit das Lebensminimum unterschreiten können wohl eine sinnvolle Tradition gewesen um das überleben der Gemeinschaft zu sichern. Vor diesem Hintergrund läßt sich auch der alte Indianer verstehen, der zum sterben in die Berge geht. Ein dramatisches Motiv in einigen Western. |
| athara | Ich denke eh, dass man die Riten und Traditionen verschiedener Ethnien immer auf dem Hintergrund der jeweils kulturell "evolvierten" Bedingungen betrachten muss. Alles wird zu seiner Zeit, in gewisser Hinsicht - soweit sich das nachvollziehen lässt - einen bestimmten Sinn und Zweck erfüllt haben. Eine Kultur der "Erfolglosigkeit" gibt es m.E. nicht. |
| Demon17 | Da hast Du sicher recht, ich habe da auch noch einige nette historische Riten, die ich mal vorstellen werde, wenn ich die Zeit dazu habe. ;) |
| pulSar | was's damit: [url]http://de.youtube.com/watch?v=kUyT92wEs6I&NR=1[/url] |
| Gothic | Also in manchen Religonen wird das fenster des Toten aufgelassen damit die Selle entweichen kann! |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Gothic [/i] Also in manchen Religonen wird das fenster des Toten aufgelassen damit die Selle entweichen kann! [/QUOTE] ich hoffe, damit ist nicht das gemeint, wie es sich liest... [SIZE=1](Sellerie?)[/SIZE] für mich immer noch faszinierend, wenn auch "gewöhnlicher", ist die geste, 2 münzen auf die augen der toten zu legen, als bezahlung für den fährmann. verdammt, irgendwann muss ich doch auch mal nach Kassel in das museum :) |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i] [B]verdammt, irgendwann muss ich doch auch mal nach Kassel in das museum :) [/B][/QUOTE]Ja aber Vorsicht! Frag erst mal die Locals was da gerade für eine Ausstellung läuft...manche sind mitunter etwas öde. [url=http://www.sepulkralmuseum.de/]Museum für Sepulkralkultur[/url] |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] manche sind mitunter etwas öde.[/QUOTE] wenn was zu langweilig wird, neige ich dazu, es mir lustiger zu gestalten :D und in so einem mueum könnte das seeeehr strange und spaßig werden... im Dungeon in london hätten sie mich auch fast rausgeworfen. vergleiche von pestopfern und der englischen küche mögen sie nicht... |
| Demon17 | Das "Fenster" gab es ja schon bei den Pharaonen in den Pyramiden, schmale Schächte, die auf bestimmte Sterne zeigten. Sie lebten dann aber doch irgendwie in ihren Körpern weiter. Dazu gibt es ja die links weiter oeben. Tja was die Münzen angeht, so kenne ich das nur, das man sie auf die Zunge legt, für Charon den Fährmann des Styx, der die Toten in den Hades bringt. |
| athara | Das mit dem Münzen-auf-die-geschlossenen-Augenlider-legen erfüllt den selben "Zweck" wie das Münzen-in-den-Mund-legen. Ich glaube (hoffe!), der gute Charon ist da nicht so wählerisch bzw. festgefahren. Ich denke, er ist mit dem Obulus zufrieden, sofern er denn ÜBERHAUPT bezahlt wird. :) |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] Tja was die Münzen angeht, so kenne ich das nur, das man sie auf die Zunge legt, für Charon den Fährmann des Styx, der die Toten in den Hades bringt. [/QUOTE] echt? siehste mal, das ist mir neu, ich dachte auf den augen sei gebräuchlicher. soviel ich weiß, hatte es einen grund, warum es 2 münzen sein mussten... |
| athara | Manchmal zieht "man" es eben vor, diese in den Mund zu legen, damit die Kohle nicht verloren geht. Ist wohl schon vorgekommen, dass der ein odere andere, der sich mit diesem Ritus nicht identifiziert, den Toten die Kohle abgezogen hat. Im Mund fällt das nicht so auf. |
| Demon17 | Ich glaube die Münzen auf den Augen haben einen anderen Hintergrund. Zitat Wikipedia [QUOTE]Charon brachte die Toten über den Fluss Acheron zum Eingang des Hades. Auf die Fähre dieses unbestechlichen Fährmannes durfte nur, wer die Begräbnisriten empfangen hatte und dessen Überfahrt mit einer Geldmünze unter der Zunge als Obolus bezahlt worden war. Jene Toten, die kein Begräbnis erhalten hatten und denen Charon deshalb den Zugang verwehrte, mussten hundert Jahre am Acheron (häufig werden auch die Flüsse Lethe und Styx genannt) warten und an seinem Ufer als Schatten umher irren. [/QUOTE] Das mit den Münzen auf den Augen könnte etwas mit der Seele zu tun haben. Eventuell eine römische Adaption. |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von athara [/i] Manchmal zieht "man" es eben vor, diese in den Mund zu legen, damit die Kohle nicht verloren geht. [/QUOTE] vermutlich schwaben :D da musste man dem leichnam den kiefer knacken, um ans geld zu kommen... [QUOTE]Das mit den Münzen auf den Augen könnte etwas mit der Seele zu tun haben. Eventuell eine römische Adaption.[/QUOTE] irgendwo hatt ich das buch stehen, das müsst ich doch noch mal nachschlagen. |
| pulSar | [QUOTE]vermutlich schwaben [/QUOTE] Diesmal bist Du mir zuvor gekommen.... Schwäbische Leichen erkennt man dann wohl daran, dass sie immer nur 1-Pfennig-Stücke auf den Augen hatten.. Es sei denn des Bauspahrvertägle vom Verblichener hat sich gelohnt... dann war's auch scho amol a Fünferle. |
| athara | [QUOTE]Ich glaube die Münzen auf den Augen haben einen anderen Hintergrund.[/QUOTE] Hmm, möglich. Ich kannte dies aber bislang aber auch nur in diesem Zusammenhang. Auch im Film "From Hell" mit Johnny Depp legt er einer Verstorbenen Münzen auf die Augen mit den Worten "für den Fährmann". Evtl. wird dies auch einfach unterschiedlich überliefert. Wenn hier jemand weitere Infos hat ~> immer her damit. Edit: Sooo, grad mal gegoogelt. So viel hats leider nicht hergegeben, außer, dass es sich wohl tatsächlich um den selben Brauch handelt, nur dass das Legen der Münzen in den Mund wohl die frühere Auffassung ist, als das das Legen der Münzen auf die Augen. Bei dieser Abwandlung haben angeblich div. kulturelle/mythologische/relgiöse Einflüsse eine Rolle gespielt. Also: Ihr Schwaben seid außnahmsweise aus dem Schneider. |
| Hrefnadis | Ausgrabung in einem Kloster (!!!). Man findet eine Bestattung aus Klosterzeiten. In dem Grab aus dem 12. Jh. liegt ein männliches Skelett und ... eine Menge Schuttgestein, einiges davon ziemlich schwer. Es muss die Leiche ordentlich zertrümmert haben, als man es ins offene Grab warf. Dozent: Was haben wir hier vor uns? Betretenes Schweigen. Von einer Schaufel Erde aufs Grab hatten wir ja schon gehört, aber ein Felsbrocken? Dozent: Na, das ist gegen die Wiedergänger, liebe Studenten, Sie sollten echt mehr lesen! Öhm. |
| Gothic | [QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i] [B]ich hoffe, damit ist nicht das gemeint, wie es sich liest... [SIZE=1](Sellerie?)[/SIZE] [/B][/QUOTE] Wie meinst du das? |
| Cabal | [QUOTE]Zitat: Creobotra ich hoffe, damit ist nicht das gemeint, wie es sich liest... (Sellerie?)[/QUOTE] Er meint vermutlich die Seele. Zum Thema: [i]"Der Glauben an Zombies ist stark im Voodoo und anderen Yoruba-Religionen vertreten. Besonders in Haiti kennt man diese Geschichten. Dem Glauben nach kann ein Voodoo-Priester (Houngan), ein Schwarzmagier (Bokor) oder eine Priesterin (Mambo) einen Menschen mit einem Fluch belegen, worauf dieser dann scheinbar stirbt (Scheintod). Tage später kann er den Toten dann wieder zum Leben erwecken. Dieser wird dann als Arbeitssklave missbraucht. Diese Zombies nennt man auch Zombie cadavres. Sie gelten als absolut willenlos. Eine verbreitete Idee ist, dass dabei ein Pulver eine wichtige Rolle spielt. Es werde gebraucht, um das Opfer in einen hirntodähnlichen Zustand zu versetzen, etwa vermischt mit Juckpulver auf die Haut des Opfers geblasen, die dann das Gift in kleinen Wunden beim Kratzen aufnimmt. Das Gift ruft schnell krankheitsähnliche Symptome hervor, an denen das Opfer scheinbar stirbt. In dem Glauben, an dem sowohl die Gemeinde als auch das Opfer selbst teilhaben, dass dieser Mensch nun tot sei, wird er begraben. Nach einer bestimmten Zeit taucht der Zauberer am Grab auf, wo er sein Opfer ausgräbt und ihm ein Gegenmittel verabreicht. Dieses Mittel soll ein starkes Gift, etwa Atropin bzw. Hyoscyamin, sein, das dem Betroffenen beim Aufwachen seine Sinne und sein Bewusstsein raubt. Häufig soll das Opfer begleitend zur Verabreichung des Giftes von den Gehilfen des Zauberers verprügelt werden und durch andere Anwendungen von Gewalt und Einschüchterung von seiner neuen Rolle als Zombie überzeugt werden. Der Zombie soll dann seinem neuen Herren hörig sein und ab sofort Schwerstarbeiten verrichten. Zu diesem Zweck sollen derartige Zombies als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, meist in weit entfernte Gebiete der Insel, verkauft werden, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen gehalten werden. Der Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl schreibt, dass es ursprünglich nicht zu resozialisierende Kriminelle waren, die auf diese Weise gleichzeitig unschädlich gemacht und bestraft wurden. Durch regelmäßige Gaben von Atropin sei der willenlose Zustand der Zombies aufrechterhalten worden. Diese Art der Bestrafung sei ein Werkzeug des Justizsystems in West- und Zentralafrika (gewesen). In Haiti ist die Angst vor solchen Wiederbelebungen noch verbreitet, so dass ein Verstorbener oftmals vergiftet, mit einem Pfahl erstochen oder zerstückelt wird. Es kommt auch vor, dass die Gräber noch tagelang von Angehörigen bewacht werden. Wade Davis gab in seinem populärwissenschaftlichen Buch The Serpent and the Rainbow an, dass sich diese Zustände unter anderem mit Hilfe von Tetrodotoxin herbeiführen lassen. Eine weitere Form des Zombies ist der Zombie astrale. Dieser stellt eine verlorene Seele dar, die von ihrem Körper getrennt wurde. Auch sie kann von einem Zauberer eingefangen und dann für bestimmte Dienste benutzt werden. Die Seele des Opfers befindet sich dabei in einem kleinen, tönernen Gefäß oder in einer Flasche im Besitz des Zauberers. Verschiedene Riten, die den Totenkult betreffen, werden heute noch in Haiti oder im Süden der USA praktiziert. Solche Zeremonien werden größtenteils den Anhängern des Petrokults (eine der Schwarzmagie zugewandten Gruppe des Voodoo) zugeschrieben."[/i] Quelle: Wikipedia eben. |
| more | Ich fand den Brauch meiner Stiefoma aus Vietnam sehr befremdlich und auch faszinierend. Dort werden nämlich die Toten fünf Jahre lang auf einen Spezialfriedhof gebracht und danach auf einen regulären Friedhof umgebettet. Weil man dort glaubt, dass die erst kürzlich Verstorbenen ihren eigenen Tod nicht akzeptieren und daher mit ihrem Wehklagen und Versuchen in die Welt zurück zu kehren den Schlaf der bereits länger Verstorbenen stören würden. Die Verstorbenen werden da auch nur in ein weißes Leinentuch gehüllt und wie sie sind - ohne Sarg - begraben, erst nach den fünf Jahren bekommen sie eine richtige Bestattung mit Trauerfeier. Fragt mich aber bitte nicht welche Religion das ist. Ich weiß das auch nur weils mir meine Stiefoma so erklärt hat. |
| Steve Stitches | Rüdiger Nehberg erzählte neulich über einen Brauch von Indios, dass sie die Toten verbrennen und die Asche dem Essen beimengen um so den Toten in sich aufzunehmen. Als er sehr von Malaria geschüttelt wurde versuchte ihn ein Häuptling zu beruhigen, mit den Worten: "Keine Angst wir werden dich aufessen." Das mit den Münzen - das Überfahrtgeld für den Fährmann des Styx, des Flusses zur Unterwelt (besonders schön zu sehen im Film Troja) Übrigends, wir Schwaben verwenden Hosenknöppe |
| Gothic | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cabal [/i] [B]Er meint vermutlich die Seele. [/B][/QUOTE] Stimmt, war so ein dummer Tippfehler! |
| Demon17 | Ich habe hier noch einen netten Ritus aus dem Iran. Die Jünger Zarathustras, dessen Lehre wir wahrscheinlich den Dualismus zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit zu verdanken haben leben teilweise heute noch im Iran. Zur Zeit Zarathustras opferte der Adel, der wohl aus nomadisierenden Kriegerstämmen kam in dunklen Höhlen schwarze Stiere dem Mithras, einem Kriegsgott. Der Blutrausch beim Schlachten des Stieres sollte den Mann seinem Gotte näherbringen. Der Mitraskult hatte eine orgiastische Idealvorstellung vom Leben. Verschwendung, Blut und Luxus waren Ideale. Dieser Kult war typisch für Krieger, da diese den Wohlstand nicht selbst erarbeiteten, sondern einfach den Bauern raubten. Deren spiritueller Führer war nun Zarathustra. Er lobte den Fleiß und verdammte den Müßiggang. Luft, Wasser, Erde und Feuer waren ihm heilig. Sie dürfen auf keinen Fall beschmutzt werden. Ein Leichnam galt bei ihm jedoch als unrein, seine Anhänger dürfen ihn weder in der Erde bestatten, noch verbrennen oder in die Flüsse werfen, auch eine Aufbahrung auf einem Gestell in der Luft, wie bei den Indianern ist ihnen verboten. So bauten sie auf den Gipfeln der Berge sogenannte stille Türme und boten die Leichen den Geiern zum Fraße dar. |
| Steve Stitches | im Film Troja werden sie auf die Augen gelegt? |