| schwarzerSchwan | Hallo! ich fliege nächsten monat für 14 tage nach shanghai und werde dort bei einer gastfamilie wohnen und auch eine woche dort zur schule gehen. ich bin schon etwas ängstlich wegen der total anderen kultur, vor allem- wie reagieren die damen und herren wenn ihnen ein mädel begegnet das den ganzen tag nur schwarz trägt? ich glaube, meine boots lass ich auch lieber zu hause...wer weiss wer weiss.. obwohl es die bequemsten schuhe überhaupt sind. sogar meine eltern sagen, ich kann da nicht "irgendwie" aufschlagen, es sollte schon einen guten eindruck machen. kulturen-zusammenstoss total Oo wie würdet ihr euch mit eurer schwarzen art gegenüber anderen kulturen geben? wovor hättet ihr angst? |
| Xenomorph | Lass nur bloss deinen Hund zuhause wenn du nach China fährst, falls du einen hast...denn sonst hättest du hinterher ganz sicher keinen mehr...die Stiefel kannst du aber unbesorgt mitnehmen, die schmecken ja viel zu zäh... |
| die nuss | ausser kleidung haste keine probleme? |
| Jensemann | Da Chinesen noch in Lehmhuetten leben, solltest du auf jeden Fall die Boots zu Hause lassen, sonst schleppst du immer den Bodenbelag mit in deiner Sohle. Auch ansonsten - um das Thema Hund aufzugreifen - gilt es keinerlei Haustiere mit zu fuehren, da ja bekanntlich alles vom Elefantenruessel bis hin zum Meerscheinchenpenis verzehrt wird. Doch ich denke, das nicht viel passieren kann wenn du dich wirklich so augenscheinlich gut vorher mit dieser Kultur auseinandergesetzt hast. Sollte es doch zu ueberraschenden Reaktionen der Gelblinge aufgrund deiner "Schwarzen" Kleidung kommen, dann leg dich einfach hin und beweg dich nicht denn dann denken sie du bist schon tot und beschnuppern dich nur. Ich wuensche eine aufschlussreiche Reise. |
| Black Scarlett | Uhhh, China, wenn ich da nur an die Spiele denke und das ganze System da...ziemlich rückständig und rücksichtslos aber naja...wird mit Sicherheit eine Erfahrung werden...gucken werden die bestimmt, wenn du in schwarz rumrennst aber mehr auch nicht...denke ich...:D |
| evilgenivel | Soviele Vorurteile in so wenig Posts sind echt beeindruckend... :rolleyes: Mach dir um deine Klamotten mal weniger gedanken. Allein, dass du Europäerin bist, wird dir schon alle Blicke sichern (ob du willst oder nicht). Mehr Gedanken als um Klamotten würde ich mir um das das ganz alltäglich Verhalten machen. Ein paar gute Reiseführer (Lonely Planet ist da eigentlich immer zu empfehlen) können dich bestimmt ganz gut vorbereiten, auch was das soziale angeht). Aber geh wirklich von einem Kulturschock aus, allein schon weil ind China individualität nicht so hoch geschätzt wird, wie das Funktionieren in der Gemeinschaft. Das wird bestimmt schon zu einigen lustigen Situationen führen. Aber freu dich, es wird bestimmt eine beeindruckende Erfahrung, auch wenn es nur 14 Tage sind. ich würd sofort mit dir tauschen [URL=http://spiele.hitmeister.de/]:)[/URL] |
| Morri | Mal ernsthaft: Ich war noch nie in China und weiß nur verschwindend wenig über das Land. Eigentlich nur so viel: -schwarze Klamotten dürften kein Problem sein (soweit ich weiß, ist in China Weiß die Trauerfarbe und Schwarz nicht irgendwie besetzt) -Shanghai ist eine hypermoderne Megacity und somit dürften die Leute da (wie in allen hypermodernen Megacitys) durch fremdartiges Aussehen in welcher Form auch immer nicht allzu leicht zu beeindrucken sein. Man muss es trotzdem nicht übertreiben. -dass man als Gast in einem fremden Land ausgesucht höflich sein sollte, versteht sich ja von selbst. In China würde ich persönlich da noch ein bis zwei Briketts nachlegen. -für die 14 Tage sollte Politik in jeder Form ein Tabuthema für Dich sein. Vor allem chinesische Politik. Du kannst nichts ändern und die Leute, denen Du unweigerlich mit unserer Propaganda auf den Schlips trittst, können es auch nicht. -wenn es irgendwas gibt, was Dir auf den Keks geht, überleg Dir vorher, ob es überhaupt änderbar ist und ob Du mit dieser Sache nicht eventuell doch 14 Tage lang "überleben" kannst. Wenn es wirklich nötig ist, formuliere Deine Kritik so, dass sie als positive, unverbindliche Idee rüberkommt. Mit 500 Watt-Strahler auf das Hintertütchen und mit drei Spots auf "das ist ja ganz prima!". Essen: auch da mag es sein, dass meine Informationen etwas "outdated" sind und für Shanghai nicht gelten. Aber ich denke mal, Deine Gastfamilie wird Dir schon kein Essen vorsetzen, das irgendwie "schräg" ist, sondern vermutlich Geflügel, Schweinefleisch, Tofu, dazu Gemüse und Nudeln, das ganze eventuell noch in Brühe. Traditionell steht bei Feiern, wenn Gäste da sind und in besseren Restaurants auch immer eine Schale Reis da. Aber nur aus Höflichkeit... eigentlich wird erwartet, dass der Gastgeber so reichlich auftischt, das alle Gäste am Ende fast platzen und immer noch was übrigbleibt. Der Reis steht nur auf dem Tisch, falls jemand doch noch mehr Hunger hat - und diesen Zusatzhunger hat man als höflicher Gast einfach nicht zu haben. Im Restaurant ist es auch nicht so, dass das essen, was Du bestellst, Dir allein gehört, sondern man probiert sich Querbeet durch das Essen aller Leute am Tisch... ob das noch so ist, musst Du einfach beobachten. Ich hoffe es ist noch so, dann hast Dui nämlich Glück, falls du wirklich was erwischst, was dir gar nicht schmeckt... da reicht es dann, wenn Du eine Anstandsportion zu Dir nimmst. Ich habe einmal in Berlin in einem Restaurant gegessen, das echte chinesische Küche anbietet. Wir haben uns mit fünf Leuten einmal quer durchs Land gefuttert. Einige Sachen hatten ein etwas kurioses "Mundgefühl", einiges war wirklich höllenscharf und ich habe mich mit den Stäbchen angestellt wie der erste Mensch (beim europäisierten Chinesen mit den Normschnetzeln klappte das besser), aber eigentlich war nichts dabei, was ich nicht mochte. Und Gerichte, die in anderen Kulturen als abartig gesehen werden, gibt es überall. Aber man hat ja einen Mund und kann nachfragen, was im Essen drin ist. ich denke, man wird es dir nicht verschweigen. Einen Dolmetscher wirst Du ja wohl immer dabeihaben, denn den rat würde ich dir für jede riesenstadt geben: zieh nie und nimmer nicht allein los. Naja, falls ich jetzt Blech erzählt habe, kann der Jensemann mich ja korrigieren. |
| Schwarzer Prinz | Was für ´ne "schwarze Art" ? Details ? |
| Jensemann | Gut, dann mal im Ernst: [QUOTE]-schwarze Klamotten dürften kein Problem sein (soweit ich weiß, ist in China Weiß die Trauerfarbe und Schwarz nicht irgendwie besetzt)[/QUOTE] Historisch gesehen korrekt, aber nur noch aktuell in Korea. Gerade diesen Winter geht der Trend zu Grau und Schwarz was mich wieder Boeses erahnen laesst (denn auch in SH gibt es H&M inkl. H&M Gruftis). [QUOTE]-Shanghai ist eine hypermoderne Megacity und somit dürften die Leute da (wie in allen hypermodernen Megacitys) durch fremdartiges Aussehen in welcher Form auch immer nicht allzu leicht zu beeindrucken sein. Man muss es trotzdem nicht übertreiben.[/QUOTE] Angeglotzt wirst du sowieso, egal ob du aufgedonnert bist oder nicht. [QUOTE]-dass man als Gast in einem fremden Land ausgesucht höflich sein sollte, versteht sich ja von selbst. In China würde ich persönlich da noch ein bis zwei Briketts nachlegen[/QUOTE] Wohl wahr.... (gilt aber nicht fuer Maerkte wo man verhandeln kann ;) da heisst es beissen) [QUOTE]-für die 14 Tage sollte Politik in jeder Form ein Tabuthema für Dich sein. Vor allem chinesische Politik. Du kannst nichts ändern und die Leute, denen Du unweigerlich mit unserer Propaganda auf den Schlips trittst, können es auch nicht.[/QUOTE] 100% richtig. Auch wenn ein Grossteil der Chinesen Mao fuer einen Vollpfosten halten, fehlt ihnen das Gen fuer konstruktive Kritik (Dauert noch so 1 bis 2 Generationen). [QUOTE]-wenn es irgendwas gibt, was Dir auf den Keks geht, überleg Dir vorher, ob es überhaupt änderbar ist und ob Du mit dieser Sache nicht eventuell doch 14 Tage lang "überleben" kannst. Wenn es wirklich nötig ist, formuliere Deine Kritik so, dass sie als positive, unverbindliche Idee rüberkommt. Mit 500 Watt-Strahler auf das Hintertütchen und mit drei Spots auf "das ist ja ganz prima!".[/QUOTE] Gleiches Dilemma wir o.e. Kritik ist heikel! Denke daran, DU aenderst nicht 1,4 Milliarden Menschen und warum auch? Solange sie gluecklich mit dem sind was sie tun und da werden viele, viele, viele, viele, viele, viele Dinge sein die dich nerven. Vom koerpereignen "Sound" bis hin zur Relativierung aller Hygienestandards die dir in die Wiege gelegt wurden. [QUOTE]Essen[/QUOTE] Die kleinen Fettnaepfchen beim Essen kann man in nur 14 Tagen nicht umgehen (das gelingt teilweise nach Jahren nicht einmal). Spar dir die Energie und sei selbstbewusst bei Fehlern. Ansonsten an Morri's Beschreibung halten. Hunde, Katzen oder aehnliches wirst du garantiert nicht vorgesetzt bekommen. Das exotischste duerfte evtl. lebende Shrimps sein (s.g. Drunken Shrimp) oder evtl. eine Schlange falls ihr scharf essen geht (Hunan oder Szechuan). Vergiss was du aus dt. China Restaurants kennst. Am Wichtigsten aber ist Morris letzter Satz: Nicht allein losziehen!, Chinesen sprechen zwar haeufiger Englisch als z.B. Japaner, aber dennoch im Verhaeltnis sind es sehr wenig und wenn du irgendwo landest wo du nichts mehr lesen kannst oder sich sonst eine Kommunikation fuehren laesst, ja dann wird dir ein wenig anders im Magen. Loesung> schau dich in der Naehe deines Heims um, geh in das erst beste Hotel/Restaurant und nimm eine Visitenkarte mit. Ausserdem fuehrst du immer [!] min. 100 RMB mit dir und dann hast du alles um dich in ein Taxi zu setzen (keine Weinroten!) und dich nach Vorlage der Karte nach Hause kutschieren zu lassen. Wenn du unsicher bist kannst du mir eine E-Mail schreiben, so dass ich dir fuer den Fall der Faelle meine Handynummer geben kann. Gute Reise. P.S. *beeindrucktbinvonMorri* |