| Cagliostro | . Do the Wall Street shuffle Hear the money rustle Watch the greenbacks tumble Feel the Sterling crumble You need a yen to make a mark If you wanna make money You need the luck to make a buck If you wanna be Getty, Rothschild You've gotta be cool on Wall Street You've gotta be cool on Wall Street When your index is low Dow Jones ain't got time for the bums They wind up on skid row with holes in their pockets They plead with you, buddy can you spare the dime But you ain't got the time Doin' the.... Doin' the.... Oh, Howard Hughes Did your money make you better? Are you waiting for the hour When you can screw me? 'Cos you're big enough To do the Wall Street Shuffle Let your money hustle Bet you'd sell your mother You can buy another Doin' the.... Doin' the.... You buy and sell You wheel and deal But you're living on instinct You get a tip You follow it And you make a big killing On Wall Street (10cc) |
| ange gardien | Netter Threadtitel. Altersvorsorge mit Zertifikaten und Aktien verloren? :D In Island wurde übrigens unlängst eine Polizeistation gestürmt und es kommt regelmäßig zu Ausschreitungen. Dabei sind mir die Isländer jetzt nicht unbedingt als Krawallos bekannt. Bin mal gespannt was in den USA los ist, wenn die merken das sie pleite sind ( bei deren Waffendichte ) oder in Ungarn, oder in Irland oder in ... Aber Angela hat neulich im TV gesagt, wir müssen uns keine großen Sorgen machen, nur den Gürtel etwas enger schnallen, hat die Angela gesagt. |
| Schwarzer Prinz | Wenn Angie was sagt, dann glaube ich das natürlich :D |
| ange gardien | Autos kaufen nicht vergessen!!! |
| Tapio Bearking | [COLOR=red]Kaufen! Marsch, Marsch![/COLOR] Ich vertrete noch immer die Meinung, das Gürtel enger schnallen genau der falsche Weg ist, genau wie diese Konsumscheine ( ich fühl mich wieder wie in der DDR bei dem Wort *g* ) |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] [B][i]Konsumscheine[/i] ( ich fühl mich wieder wie in der DDR bei dem Wort *g* ) [/B][/QUOTE] Stimmt, da war doch was. Sind sie nicht der richtige Weg, weil sie dich an die DDR erinnern oder gibt es noch einen anderen Grund? :D |
| Evillight | Ich weiss nicht, was Ihr wollt. Der Staat greift planwirtschaftlich in den Wettbewerb ein. Wenn die Banken und Autobetriebe dann dennoch pleite gehen, haben wir ggfls eine Erstklassige Gläubigerstellung und können die Läden für nen letzten symbolischen Steuer-EURO aufkaufen, damit wir wieder volkseigene Betriebe haben. Die neue SED-PDS formiert sich in Hessen als SPD-Linke auch wieder, so dass wir auch passendes Führungspersonal haben... Die DDR als neues Remake. Diesmal in demokratisch und per Aufpreis auch mit Südfrüchten ! ;-) |
| Schwarzer Prinz | VÖLKER HÖRT DIE SIGNALE, auf zum letzten Gefecht :eek: Konsumiere und arbeite, aber sei still und denk nicht nach :cool: |
| Tapio Bearking | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Stimmt, da war doch was. Sind sie nicht der richtige Weg, weil sie dich an die DDR erinnern oder gibt es noch einen anderen Grund? :D [/B][/QUOTE] Ja, es gibt noch einen. Ganz einfach, das dieser Konsumschein von wem bezahlt wird? Eben, vom Bürger. Was helfen würde, wären drastische Steuersenkungen, um dem Bürger auch länger als die acht Wochen unterstützen... |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i] [B]Ja, es gibt noch einen. Ganz einfach, das dieser Konsumschein von wem bezahlt wird? Eben, vom Bürger. Was helfen würde, wären drastische Steuersenkungen, um dem Bürger auch länger als die acht Wochen unterstützen... [/B][/QUOTE] Scherzkeks. Konsumgutschein wird genauso wie Steuersenkung durch erhöhte Staatsverschuldung bezahlt, also wahlweise durch höhere Steuern von übermorgen (die unangenehmen Dinge werden gern auf nachfolgende Regierungen abgeschoben) oder irgendwann große Inflation. Der Unterschied von der Steuersenkung zum Konsumgutschein wäre, daß letzterer auch (abzüglich Anrechenbarkeit auf HartzIV) möglicherweise denjenigen armen Schweinen was nutzt die sowieso keine Lohnsteuer zahlen (wohlgemerkt aufgrund geringen Einkommens, nicht trickreicher Abschreibungsmöglichkeiten). [Quote]Autos kaufen nicht vergessen!!! [/Quote] Da kenn ich noch einen: Autos kaufen keine Autos *grinsekatz* Stone |
| autumnnight | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] Autos kaufen nicht vergessen!!! [/QUOTE] ok.. ich rette die wirtschaft!!!! huldigt mir!! denn ich kaufe mir nächstes jahr ein neues auto!! HA!! ich bin der held von deutschland :D |
| herbstliebe | Da nur 60% der Bevölkerung Steuern zahlen, wäre es gerechter, wenn jeder einen Konsumgutschein erhält. Die Senkung der MwSt würde bedeuten, dass der Staat längere Zeit viel weniger Einnahmen hätte, während ein Konsumgutschein eine einmalige Sache wäre. Die höhere Neuverschuldung wäre zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zulässig. Soviel ich weiß liegt die Neuverschuldung für 2009 bisher bei 18 Milliarden. Die Höhe der Investitionen beträgt 27 Milliarden. Die Höhe der Kredite darf die Investitionen normaler Weise nicht übersteigen. Ich kaufe mir ein Auto, sobald diese Druckluftbetriebenen auf den Markt kommen. |
| Schwarzer Prinz | Konsumgutscheine sind quatsch....unnötiger Konsum ist ein eh ein Übel unserer Gesellschaft.... |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von autumnnight [/i] denn ich kaufe mir nächstes jahr ein neues auto!! [/QUOTE] Ich auch. Und weil heute jeder Hersteller auf seiner Homepage einen Konfigurator hat, hab ich gerade ein wenig rumgespielt. Meine Vorgaben: Kompaktwagen, Benziner ( wird auf Autogas umgerüstet ), mindestens 1,8l Hubraum, ca. 140 PS und möglichst langer sechster oder fünfter Gang ( fahre sehr viel Autobahn ). Dazu ein paar Ausstattungsgimicks wie Klimaanlage, Sitzheizung usw. ( man gönnt sich ja sonst nichts ). In die Wahl fielen: Audi A3, BMW 1er, Mazda 3, Mercedes A Klasse und der neue VW Golf ( bei Opel geht heute der Konfigurator nicht ). Abgesehen davon, dass es den Golf nicht annähernd mit dem Motor und der Ausstattung gibt wie ich möchte, liegen zwischen dem teuersten deutschen Auto und dem Mazda 3 sagenhafte 13062 €. Der Mazda ist mit Abstand der günstigste, wohl gemerkt bei vergleichbarer Ausstattung. ( natürlich zahlt heute beim Neuwagenkauf keiner mehr den Listenpreis, aber das gilt für alle Fabrikate ). Auch irgendwie dumm, das beim teuersten deutschen Fabrikat unlängst wieder einmal Rostprobleme wegen Fehlern beim Montageablauf auftraten, während der Japaner seit Jahren in den Pannenstatistiken mit zu den besten zählt - und ein Niedriglohnland ist Nippon auch nicht. Aber das alles hat natürlich nichts mit der Krise der deutschen Autoindustrie zu tun... @ schwarzer Prinz Sehe ich auch so. Ein 500 € Konsumgutschein wird die Wirtschaft nicht ankurbeln, sondern als kurzes Strohfeuer verpuffen. Was werden sich die Leute für die 500 € kaufen? Mein Tipp: Zum Großteil Unterhaltungselektronik, Dikitalkameras usw. - alles Dinge die mittlerweile aus Billiglohnländern kommen. Die deutsche Wirtschaft wird mit Sicherheit nicht dadurch angekurbelt, dass sich vor Weihnachten mit dem Gutschein jeder eine Playstation und einen Flachbildfernseher made in China kauft. Was wir brauchen sind langfristige Steuerentlastungen für die Leistungsträger der Mittelschicht. Bauen, renovieren, Nachfrage nach Investitionsgütern, Autos ( naja, siehe oben... ) - dafür muss den Leuten mehr Geld bleiben. Wir müssen weg vom sozialistischen Umverteilungsstaat, der der arbeitenden Bevölkerung > 50% ihres Bruttoeinkommens abpresst und durch Bürokratie und Gängelung jeden Anreiz auf Eigeninitiative zerdrückt. Edit: Ich höre immer von Neuverschuldung wegen Steuersenkung ( = fehlende Einnahmen ). Da ist sicher was dran, aber andererseits scheint es mir auch ein gewaltiges Defizit auf der staatlichen Ausgabenseite zu geben. Das kommt in der ganzen öffentl. Diskussion momentan m.E. viel zu kurz. |
| Goat93 | Interessant ist allemal, das es eine schleichende Finanzkrise ist, statt ein Großer Knall. Bis jetzt ist in der Bevölkerung das noch gar nicht so sehr wirklich angekommen, das die Welt pleite ist :D |
| Schwarzer Prinz | 1995 wurden noch gute dt. Autos gebaut (=Bj. meines Golfs).... :) Ansonsten bin ich der Meinung, das ein Großteil des Gejammers der Industrie selbst verschuldet ist. Die meisten in D haben doch noch bis vor kurzem fette Gewinne gemacht (ohne das davon viel beim kleinen Arbeiter ankam selbstredend)... es gab doch mal den Spruch (sinngemäß) "spare in guten Zeiten, dann musst Du in schlechten nicht leiden"... anscheinend ist von den fetten Gewinnen nicht viel übrig geblieben. Davon hätte man Rücklagen bielden müssen / können...aber der Staat (=wir) hauen die wieder raus. Lächerlich.... da kann ich wohl das BWL und VWL Zeugs, was ich mal lernte, direkt in die Tonne kloppen, da es z.Zt. wohl zum Großteil nicht mehr gilt :rolleyes: |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i] da kann ich wohl das BWL und VWL Zeugs, was ich mal lernte, direkt in die Tonne kloppen, da es z.Zt. wohl zum Großteil nicht mehr gilt [/QUOTE] Genau dieser Gedanke kam mir in letzter Zeit des öfteren. |
| Demon17 | Kann man sich eigentlich auch Junk-Bonds von den 500 Euro kaufen. Ich meine irgendwer muss doch auch was für die armen Broker tun. Dann sind sie wieder kreditwürdig, können sich neue Autos kaufen und wir können weiter machen wie bisher...;) |
| Caranaldion | Mit Blick auf den Threadtitel gibt es anscheinend [URL=http://advent.tagesschau.de/?m=20081206]ein dazu passendes Gesellschaftsspiel *klick*[/URL] ;) |
| Demon17 | Eben, ob der Staat es den Banken direkt gibt, oder man sich Junk-Bonds und Risikoanleihen kauft. Die Zeche zahlen wir sowieso. Am besten der Staat verteilt weltweit 20 000 Euro Gutscheine an arbeitslose Investmentbänker für deutsche Nobelkarossen mit mindestens 250 gramm Co2 Ausstoß. |
| Schwarzer Prinz | Da ich ja noch in Deutschland gemeldet bin (Hauptwohnsitz) bekomme ich acuh einen Gutschein, ich hoffe der gilt dann auch für Gold+Silberkauf :p [IMG]http://www.koufogiorgos.de/images/231008_bankenfarbe.jpg[/IMG] |
| Demon17 | Wie ist die Lage in Holland denn? |
| Schwarzer Prinz | @ Demon: Normal, d.h. keine Spur von Krise, soweit ich das mitkriege. Amsterdam ist aber auch eine recht wohlhabende Stadt, so kommt es mir zumindest vor. Auch in Amersfoort, wo ich vorletztes Wochenende zu Besuch war, alles normal... Denke, das wird im Laufe der ersten Hälfte des nächsten Jahres erst voll auf die europ. Bevölkerung durchschlagen (ausser bei den Leuten die schon entlassen wurden natürlich)....:rolleyes: Im Moment scheint mein Arbeitsplatz hier noch sicher zu sein, hoffe ich zumindest. In D war die Lage ja deutlich schlechter auf dem Arbeitsmarkt... |
| ange gardien | Ich denke auch, dass es erst nächstes Jahr richtig durchschlägt. Wie schlimm es wird, hängt in erster Linie auch davon ab wie sich Energie- und Lebensmittelpreise entwickeln. Wer durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit weniger Geld zur Verfügung hat, kann zwar vielleicht auf Urlaub, dickes Auto und den neuen extra großen Plasmafernseher verzichten ( okay, manche könnten nicht mal das ) aber wenn Lebensmittelpreise, Heizkosten und Autofahren ( worauf gerade im ländlichen Raum viele angewiesen sind ) extrem teurer werden, dann wird es haarig. |
| Demon17 | Na zur Zeit sinkt der Benzinpreis ja eher. Der Absatz in der Autoindustrie und im Maschinenbau muss sich in den nächsten 6 Monaten halt wieder erholen. Ich meine normalerweise müsste die amerikanische Autoindustrie ja pleite gehen, ebenso Fiat, das würde neue Märkte eröffnen. Aber so wird es nicht laufen. |
| ange gardien | Zum Thema Finanzkrise traue ich mir nicht mehr zu, irgendwelche Vorhersagen zu treffen. Anbei ein Interview, dass ich im Internet gefunden habe. Viel Text, aber es lohnt sich wirklich ihn zu lesen. Natürlich könnte man sagen, das Gerald Celente auch nur einer von vielen Schwarzmalern ist, aber er und sein Institut lagen schon zu oft richtig, um das einfach ab zu tun, was er sagt. [QUOTE]Interview mit Gerald Celente Wir werden die grösste Depression überhaupt erleben, viel schlimmer als die sogenannte „Grosse Depression“ der 30ger Jahre! Gerard Celente ist ein Trendvorhersager, Buchautor und Chef des Trend Research Instituts, welches er 1980 gegründet hat. Berühmt ist er für seine richtigen Vorhersagen von Weltereignissen, wie den Crash der Börse 1987, den Zusammenbruch der Sowjetunion 1990, die Asienkrise 1997, den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft 1998, das Platzen der Internetblase 2000, die Rezession 2001, den Anfang des Goldrausches 2002, den Abstieg des Immobilienmarktes 2005, die Rezession 2007 und die Panik von 2008. Da wir vor dem Jahresende stehen, wollte ich von Herrn Celente wissen, was er uns für eine Prognose für das Jahr 2009 gibt. Hier das Interview, welches ich am 12.12.08 mit ihm geführt habe: Freeman: Wie sehen sie die augenblickliche Lage in Amerika? Celente: Das Finanzsystem ist völlig zusammengebrochen. Die einzigen zwei Sachen welche die Regierung noch macht, um das Land am Leben zu erhalten, ist entweder mehr Geld zu drucken oder die Zinsen zu senken. Wir nennen es den Bernanke Doppelschritt, es gibt nur zwei Schritte die der FED-Chef machen kann. Keiner dieser beiden Massnahmen werden den Kurs ändern und den Wirtschaftsabsturz aufhalten. Es wird eine neue produktive Kapazität benötigt, wie zum Beispiel in den 90ger Jahren, als wir in eine Rezession gingen, kamen wir durch die Internet-Technologie wieder raus. Alles wurde auf das Internet umgestellt. Das war reell. Es gab wohl eine Spekulation in den Märkten, aber das hatte nichts mit der Existenz des Produktes zu tun. Es war eine produktive Kapazität. So etwas kann man nicht mit einer monetären oder fiskalischen Anregung auslösen. Zum Beispiel, wir haben einen neuen Präsidenten, der 2.5 Millionen Arbeitsplätze schaffen will, wie er sagt. Wo will er das Geld dafür hernehmen? Er kann es nur drucken. Mit was wir hier konfrontiert sind, ist eine Hyperinflation wie damals in der Weimarer-Republik, das kann auch dem Dollar blühen. Ich bin übrigens ein politischer Atheist. Ich glaube nicht an Märchen, ich bin ein erwachsener Mensch. Wenn irgendjemand glaubt, die Politiker werden uns retten, der begeht Selbsttäuschung oder ist ein Kind. Und dieser Selbstbetrug ist sehr ausgeprägt in Amerika. Die Menschen sind sehr hoffnungsvoll, dass der neue Präsident irgendwie eine Veränderung bewirken wird. Freeman: Wenn man sich die Mannschaft anschaut, die Obama bisher ausgesucht hat, dann gibt es keine Veränderung. Celente: Richtig, aber nicht nur das, wie kann es eine Veränderung geben, wenn er die selben Leute ausgesucht hat, welche die Krise überhaupt erst verursacht haben? Wie zum Beispiel, Larry Summers, der sein Wirtschaftsberater sein wird, und dieser Timothy Geithner, der Chef der FED von New York. Das sind alles Protegés von Robert Rubin. Summers war in der Clinton-Regierung nach Rubin Finanzminister. Das sind die Leute welche das Glass-Steagall Gesetz zerstört haben. Freeman: Das Aufheben des Glass-Steagal Gesetzes im Jahre 1999 durch Clinton, ist ja die Hauptursache für unsere Krise, denn dadurch wurde die Trennung der Geschäftsbanken von den Investmentbanken aufgehoben und die totale Liberalisierung eingeführt, was den Banken die unkontrollierte Spekulation wieder ermöglichte. Celente: Das stimmt genau. Sie wissen offensichtlich Bescheid. Das sind die Leute die das Klima geschaffen haben, damit die ganzen Derivate entstanden sind, wie Credit Default Swaps, SIV’s, CDO’s, diese sogenannten exotischen Finanzinstrumente, die nichts anderes sind als Wetten, es ist ein Spiel wie im Kasino. [/quote] |
| ange gardien | Weiter im Interview: [QUOTE]Freeman: Glauben sie, die Finanzkrise wird absichtlich gemacht oder ist es ein Versagen? Celente: Es ist ein Versagen. Es gibt immer dieses Gerede über die Illuminati. Wenn es die Illuminati angerichtete haben, dann sind es wiederum Illuminati die es richten müssen. Es gibt keine einzige Sache, welche irgendeiner dieser Leute mit Erfolg zustande gebracht hat. Nicht ein einziger in seiner Laufbahn. Die haben noch nie was richtig gemacht. Die sind nur durch Inkompetenz und Arschkriechen nach oben gekommen. So passiert es im Staatswesen. Nur um ihnen etwas Hintergrundinformation zu geben, ich begann meine Karriere beim Staat in Yonkers New York, nach dem Unistudium 1971, eine ordentlich grosse Stadt, mit 300'000 Einwohner. Dann haben sie mich in die Hauptstadt des Staates New York nach Albany geschickt und ich war dort der Assistent des Sekretärs des Senats des Staates New York. Dann habe ich Politikwissenschaft an der St. John Universität doziert. Danach war ich ein Spezialist für Regierungsfragen in Washington, von 73 bis 79, für die Chemieindustrie. Ich kenne mich deshalb im Regierungsapparat aus. Ich hab auch für Reagan und Connoly gearbeitet, war mit den Topspielern zusammen. Die Menschen haben die Illusion, diese Leute sind gescheiter als alle anderen. Tatsächlich ist es so, wenn man für den Staat arbeitet, dann benögt man als Ausweis, man ist dümmer als alle anderen. Die andere Realität ist, ich sah in dem Job den ich in Albany hatte, wie die Politiker gekrochen sind, um nach Oben zu kommen. Sie haben sich hochgesaugt. Deshalb zu glauben, diese Politiker wären in der Lage das Problem zu lösen, ist eine Selbsttäuschung. Ausserdem sind alle politischen Organisationen in Wahrheit kriminelle Organisationen, und ich sage das nicht leichtfertig. Freeman: Aber wussten die nicht, dass wenn Greenspan das Geld so verbilligt, dass das ganze Finanzsystem implodieren würde? Celente: Die meinten, damit die Leute nicht ihr Geld wegen des Platzen der Internetblase verlieren, ich meine damit die grossen Spieler nichts verlieren, können sie einfach die Zinsen senken, was sie ab März 2000 machten. Seit dem warnten wir in unserem Institut, und es steht in unseren Schriften, was passieren würde, aber niemand wollte es glauben. Wenn wir geschrieben haben, ein Zusammenbruch wird stattfinden, bekamen wir viele Zuschriften mit der Aufforderung, könnt ihr nicht auch mal etwas Positives sagen, könnt ihr nicht mal etwas Nettes berichten? Es war genau so mit dem Krieg. Wir haben den Leuten vor Beginn des Krieges im Irak gesagt, Amerika wird verlieren. Man wird wohl schnell reingehen und Saddam beseitigen, aber danach wird er als Guerillakrieg weitergehen, der nicht gewinnbar ist. Aber niemand wollte das hören, es wäre unpatriotisch. Und? Nach bald 8 Jahren Krieg, sind wir keinen Schritt weiter. Wenn ich also von kriminellen Organisationen rede, dann meine ich das nicht als Verleumdung, sondern als Tatsache. Amerika kämpft einen Krieg, der auf falschen Gründen beruht. Ob sie es wussten oder nicht, ist akademisch. Es waren einfach falsche Gründe, und sie töten damit unschuldige Menschen, Frauen und Kinder, was gegen meine moralischen Grundsätze geht. Und sie stehlen die Menschen blind, am helllichten Tag, mit diesen Rettungspaketen. Es gibt diese „sie sind zu gross um zu fallen“ Mentalität, was ja heisst, wir alle sind zu klein um zu retten. Es ist diese typische englische Titanic-Denke. Die Reichen dürfen in die Rettungsboote, der arme Rest wird im Unterdeck eingesperrt und darf mit dem Schiff absaufen. Freeman: Was meinen sie wird jetzt passieren, weil sie den „Bailout“ für die Autoindustrie nicht verabschiedet haben? Celente: Es macht keinen Unterschied. Das war von Anfang an eine Totgeburt. Es wäre sowieso Geld zum Fenster hinaus geworfen. Ausserdem, jeder der ein amerikanisches Auto kauft, der hat sie nicht alle, die sind einfach Schrott. Und die Chefs sind unfähig. Der Vizeaufsichtsratsvorsitzende von General Motors Lutz sagte 2005, wer meint, der hohe Benzinverbrauch wird die Leute davon abhalten SUV’s zu kaufen, weis nicht wovon er spricht. Er lagt völlig falsch. Diese Leute produzieren und reden nur Schrott, seit Jahrzehnten. Es gab mal eine Zeit, wo Amerika tolle Autos baute, aber die ist schon lange vorbei. Es ging denen immer nur um den Profit, wie viel Geld können sie mit dem billigsten Schrott machen. Freeman: Die Finanzkrise ist über den Atlantik nach Europa rüber und ruiniert die ganze Welt. Celente: Ja das stimmt. Auf meinen Reisen merke ich leider immer wieder, die Europäer und die Asiaten übernehmen einfach jeden Mist aus Amerika und machen alles nach. So ist die CS und die UBS der gleichen stupiden Gier und Geldmanipulation unterlegen, wie die Banken hier. Vor einem Jahr gab es noch die Frage, ob das Ausland sich anstecken würde. Jetzt hat die ganze Welt eine Lungenentzündung. Schauen sie sich nur an was in Spanien passiert, mit dieser zügellosen Bautätigkeit, die eine gigantische Immobilienhalde produziert hat. Das Land ist pleite. Genau so ist es mit den ehemaligen Ostblockstaaten. Ich habe Leute von dort getroffen und musste mit Erstaunen zuhören, wie sie über Investitionen und über Marketing herumposaunt haben, wie wenn sie schon immer im Kapitalismus gelebt hätten. Die haben mit mir gesprochen, wie wenn sie genau wüssten was Sache ist. Sie haben sich mehr wie Raubtiere benommen, wie die Alteingesessenen aus dem Westen. Diese Länder und viele andere haben sich ihren eigenen Wirtschaftshorror eingebrockt und sind alle voll auf die Nase gefallen. Freeman: Wie sehen sie das Jahr 2009? So wie es aussieht, kommt die Wirtschaft zu einem völligen Stillstand. Celente: Wir haben gerade unsere Prognose für 2009 veröffentlicht. Wir sagen den völligen Kollaps der Wirtschaft voraus. Am 7. November 2007 haben wir den Finanzcrash und die Panik für 2008 vorhergesagt, und es ist eingetroffen. Nächstes Jahr werden wir den ganzen Einzelhandel zusammenbrechen sehen, dann den Zusammenbruch der gewerblichen Immobilien, usw. ... wir werden die grösste Depression überhaupt erleben, viel schlimmer als die sogenannte „Grosse Depression“ der 30ger Jahre. Freeman: Wow! Celente: Und ich sage auch warum. Damals besassen nicht so viele Leute hoch verschuldete Liegenschaften, sie haben sie auch nicht bis oben hin beliehen wie jetzt, sie hatten damals auch keine Kreditkarten, sie waren nicht mit 14 Billionen in der Kreide. Damals gab es einen Handelsüberschuss, jetzt liegt Amerika mit über 700 Milliarden pro Jahr im Minus. Der Staatshaushalt war damals ausgeglichen, jetzt haben wir ein gigantisches Defizit und die Staatsverschuldung liegt bei 13 Billionen, wobei alleine in diesem Jahr 1 Billion neu dazukam. Am Anfang des II. Weltkrieges, war die USA der Motor der ganzen Industrieproduktion der Welt, wir hatten die höchste Produktivität. Das ist schon lange vorbei. Wir sind eine Nation im Niedergang. Wir gehen in die grösste Depression, und sie wird weltweit stattfinden. Freeman: Was meinen sie, wird es eine Massenarbeitslosigkeit, mit anschliessenden Aufständen geben? Celente: Ja, einen Trend zu einer Revolution sehen wir auch. Was in Griechenland im Augenblicklich abgeht, kann überall passieren. Es geht dort nicht um die Erschiessung des 15 jährigen Jungen, sondern die Menschen rebellieren gegen diese völlig inkompetente, durch und durch korrupte politische Kaste, die aber überall so ist. Ich war beim Staat beschäftigt, ich kenne die Grössenordnung der Korruption. In Washington geht es nur darum, Projekte zu lancieren, um sich und die Kumpels zu bereichern, eine Hand wäscht die andere, Geld für die Freunde, das System ist von oben bis unten korrupt. Freeman: Werden wir jetzt durch eine schmerzhafte ein oder zwei Jahre andauernde Depression gehen und dann aus dem Tal rauskommen? Celente: Wie sollen wir aus dem Tal rauskommen? Was wird uns da raus helfen? Freeman: Dann wird es eine langanhaltende Depression werden? Celente: Ja! Freeman: Tönt ja gar nicht gut. Wie wird es Europa treffen? Celente: Europa wird besser dastehen, weil die Menschen dort nicht so verschuldet sind, und sie sind eher in der Lage sich selber aus dem Schlamassel zu ziehen. Amerika hat sich in ein Land voller Weicheier verwandelt, sie können gar nichts selber machen, sie können nur konsumieren, leben in grossen Häusern, fahren grosse Autos und sind selber gross und fett geworden. Sie können einfach nicht aufhören über ihre Verhältnisse zu leben. Sie verbrauchen zu viel Essen, Energie und Raum. Sie wissen nicht wie man bescheiden lebt. Jetzt ist die Party vorbei und den Gürtel enger schnallen wird sehr schmerzhaft werden. Wir haben eine wachsende Schicht von völlig verarmten, was wir so noch nie hatten. Es ist erschreckend. Wir werden eine sehr hohe Arbeitslosigkeit haben, mehr als bei der letzten Depression. Freeman: Sie sehen demnach keine Lösung wie man da raus kommt. Celente: Nur wenn wir eine neue Produktionskapazität in Gang setzen können, wie eine neue Technologie für alternative Energien zum Beispiel. Es muss etwas revolutionäres sein, was der neue Motor für die Wirtschaft wird, wie die Entdeckung des Feuers oder die Erfindung des Rades. Freeman: Die Geschichte zeigt, wenn Machthaber mit grossen Wirtschaftsproblemen konfrontiert sind, dann lösen sie diese nicht, sondern meinen, ein Krieg wird alle Probleme lösen. Gibt es die Möglichkeit wieder eines grosse Krieges? Celente: Damals nach der letzten grossen Depression, wurde der II. Weltkrieg als Ausweg gesucht. Jetzt leben wir in einer anderen Zeit. Der nächste Krieg wäre einer mit Massenvernichtungswaffen. Die heutigen Kriege kann man nur noch gegen unterentwickelte Länder führen. Es geht nicht mehr um das Abfeuern von Interkontinentalraketen, sondern um einen Guerilla-Hightech-Krieg, so wie wir ihn im Irak und Afghanistan sehen. Nur, die Politiker sind zu allem fähig. [/quote] |
| ange gardien | [QUOTE]Freeman: Meinen sie damit einen Angriff unter falscher Flagge? Celente: Ja, die lügen doch dauernd über alles, wie, Saddam hatte Atomraketen und Verbindungen zu Al-Kaida. Wer kann den Politikern noch ein Wort glauben? Freeman: Sie haben geschrieben, Amerika geht den Weg von Grossbritannien. Meinen sie damit, Amerika kann sich das Imperium und die Stationierung von Truppen in 130 Länder nicht mehr leisten? Celente: Ja, das amerikanische Imperium ist am schwinden, es wird den gleichen Weg gehen wie das Englische. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten. Freeman: Der einzige Politiker der das in Amerika sagt, auch eine vernünftige Wirtschaftspolitik hat und die Verfassungsrechte wieder herstellen will, ist Ron Paul. Was halten sie von ihm? Celente: Ich hätte in als Präsident gewählt. Ich musste aber für Nader stattdessen stimmen, weil er nicht auf dem Wahlzettel stand. Ich werde keine der kriminellen Organisationen unterstützen, welche sich die Macht in Washington teilen. Und ich äussere mich sehr klar darüber. Jeder der die Kriminellen gewählt hat, unterstütz damit die Fortsetzung des Mordes und des Diebstahls. Da gibt es nichts schönzureden. Sie töten unschuldige Menschen jeden Tag. Freeman: Wie viel Schuld an der ganzen Situation tragen eigentliche die Medien? Sie verhalten sich ja nur noch wie Propagandaorgane. Celente? Sie tragen eine grosse Schuld daran. Sie sind ja im Bett mit der Macht. Man muss ja nur schauen welche engen Verbindungen zwischen den Medienvertretern und den Behörden, Ministerien, Pentagon und dem Weissen Haus bestehen. Die gehen dort ein und aus. Zum Beispiel, wir können uns bei der New York Times bedanken, dass sie uns den Irakkrieg verkauft hat. Oder diese Zeitung sagte im Jahre 2007, das Problem mit der Wirtschaft ist nur ein Schluckauf und wird vorübergehen, obwohl wir schon den Crash sahen. Die Medien sind sehr auf der Seite der Wirtschaft und der Regierung, erfüllen ihre Aufgabe in keiner Weise. Freeman: Was können sie meinen Lesern sagen, wie sie sich auf die kommende Depression vorbereiten sollen? Celente: Wir im Institut sagen schon lange, man soll keinen Cent mehr ausgeben als man hat. Wir werden eine neue Bescheidenheit leben müssen, in dem man nur Sachen kauft, die man wirklich benötigt und sie dann auch länger verwendet. Dieser ganze Zyklus des Konsums ist vorbei, dass man Glück sich erkaufen und durch Materialismus erreichen kann. Verstehen sie mich richtig, ich mag auch schöne Sachen, nur jetzt geht es um Qualität, oder weniger ist mehr. Dann, wegen der Ausbildung der Kinder. Hier in Amerika wollen alle ihre Sprösslinge auf Hochschulen und Universitäten schicken. Das kostet ein Vermögen. Für was? Damit sie Wirtschaft oder Jura studieren und ihren MBA machen? Spart euer Geld. Wir haben mehr als genug Bänker und Anwälte, die für nichts zu gebrauchen sind, und keine Werte schaffen. Besser ist eine praktische und nutzbringende Ausbildung, wie Ingenieur, Techniker oder alle handwerklichen Berufe. Es wird eine grosse Veränderung stattfinden. Das ganze fängt auf lokaler Ebene an. Man muss sich um seine Gemeinde kümmern, und dort aktiv sein. Wie kann man seinen Mitmenschen nützen. Seien sie froh, in der Schweiz haben sie ja direkte Demokratie und können mitbestimmen. Hier in Amerika haben wir absolut nichts mehr zu sagen, sie machen was sie wollen. Zum Beispiel, die Menschen sind gegen die Rettungspakete, aber was machen die Politiker? Sie machen es trotzdem. Freeman: Ich sag meinen Lesern, schützt eure Städte und Gemeinden, kämpft um den Beibehalt der öffentlichen Infrastruktur, verhindert die Privatisierung und den Ausverkauf aller Werte. Celente: Es gibt Dienste die sind essenziell und sollten öffentlich sein, wie Transport, Energie und Wasserversorgung. Hier haben wir die Weltregierung am Werk, ich meine ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber jeder weis wo die Reise hingeht. Die wollen alles kontrollieren und zentral steuern. Freeman: Meinen sie, durch die ganzen Finanzprobleme der Mittelmeerländer und der neuen Beitrittsländer im Osten, wird die EU und der Euro auseinanderfallen? Celente: Ja das glauben wir. Wir haben es bereits vorhergesagt, bevor der Euro eingeführt wurde. Alles was es dazu braucht, ist einen nationalen Populisten in einem Mitgliedsland, der meint, nur durch einen Austritt, die Krise bewältigen zu können, und dann fällt die EU auseinander. Berlusconi hat das ja schon angedeutet, mit der Drohung einer Kündigung des Schengen-Abkommen, wegen der vielen Einwanderer. Die Massenmigration ist ein sehr grosses Problem. Die westlichen Länder werden von Menschen die ein besseres Leben wollen oder aus einer Not flüchten, überschwemmt. Da nutzt kein Altruismus, wer soll das alles bezahlen? Wo sollen für die Fremden Unterkunft, Essen und eine Arbeit herkommen, wenn für die eigenen Leute kaum mehr gesorgt werden kann? Freeman: Meinen sie, es wird zu einer Nordamerikanischen Union zwischen Mexiko, USA und Kanada kommen? Celente: Ja das halten wir für möglich, nur jetzt ist die Chance, dass ein Auseinderbrechen stattfindet viele höher. Wir sehen das Auseinderfallen der USA wie damals die Sowjetunion. Einzelne Regionen werden erkennen, die Krise können sie besser ohne Bundesregierung bewältigen. Für was brauchen sie das ferne Washington? Ich meine, schauen sie sich nur an, was dort alles für Politiker sich tummeln. Die sind unfähig und korrupt, denken nur an ihren eigenen Vorteil. Wir sehen ein Auseinderbrechen der Vereinigten Staaten. Freeman: Meinen sie, die Funktion der Zentralbanken ist überholt? Schliesslich haben sie die Krise verursacht und total versagt. Celente: Ja sie haben versagt, aber es findet ein Machtkampf statt, die Grossen wollen die Kleinen zermalmen, so wie es in der Geschichte immer wieder passiert ist. Einer der Trends die wir uns anschauen, nennen wir „weg mit ihren Köpfen.“ Das wird sicher passieren. Freeman: Sie meinen, es wird eine richtige Rebellion geben? Celente: Absolut. Schauen sie sich das ganze Gesindel an der Wall Street an, oder was aus den Universitäten wie Harvard und Yale herauskommt. Die haben noch nie in ihrem Leben sich die Hände schmutzig gemacht. Die haben keine Ahnung was es heisst, völlig verarmt auf der Strasse zu leben. Wenn man den Menschen alles weggenommen hat und sie nichts mehr zu verlieren haben, dann sind sie zu allem bereit. Freeman: Was sie uns alles voraussagen, ist nicht gerade optimistisch. Celente: Das hat mit Optimismus oder mit Pessimismus nichts zu tun, sondern mit Realismus. Es ist wie wenn sie zum Doktor gehen und er sie mit Krebs im Endstadium diagnostiziert. Soll er sie anlügen oder sagen wie es ist? Ein falscher Optimismus änder nichts an der Tatsache, sie werden bald sterben. Freeman: Meinen sie, es ist eine gute Idee für den Einzelnen oder auch für ganze Gemeinschaften und Gemeinden, Selbstversorger zu werden und sich vom Netz zu nehmen? Celente: Absolut. Ganz sicher. Man sollte die Möglichkeiten prüfen, sich unabhängig vom System zu machen. Eigene Lebensmittel und Strom zu produzieren. Das ist was ich vorher erwähnt habe, mit neuen Technologien wird das möglich. Wenn das passiert, dann werden sich die Menschen vom Vaterstaat und von den Konzernen entfernen. Ich habe bereits im Jahre 1997 ein Buch mit dem Titel „Trends 2000“ veröffentlicht, was genau dieses Thema behandelt. Das zentrale System hätte schon vor langer Zeit zusammenbrechen müssen. Es wurde nur durch billigem Geld zusammengehalten. Aber das funktioniert auch nicht mehr. Für was brauchen wir eine zentrale Regierung, die sowieso nur alle Problem verursacht und keine Lösungen hat? Die weitestgehende Selbstständigkeit und Dezentralisierung, ist die Zukunft. Freeman: Vielen Dank für dieses Interview. Copyright © 2008 Alles Schall und Rauch – Freeman[/QUOTE] |
| ange gardien | Sollte dies tatsächlich so zutreffen, wäre es das Ende unserer Wohlstandsgesellschaft. Ich weiss, dass genau dies von einigen herbei gesehnt wird, aber die sollten sich sagen lassen, dass dies nicht ohne Chaos und Blutvergiessen abgehen wird. Weder in den USA noch in Europa oder dem Rest der Welt. |
| Seneca | Ich sage es ja schon seit Jahrzehnten...es ist wichtig immer mindestens 200 Schuss Munition im Haus zu haben. |
| ange gardien | Naja, wenn das wirklich so eintrifft, würde es bedeuten das wir in etwa wieder den Lebensstandard der Nachkriegsjahre haben. Die Menschen haben genug damit zu tun, Dinge des alltäglichen Bedarfs zu besorgen, die Wohlstandsgesellschaft wäre vorbei. Dinge wie Unterhaltungselektronik, getunte Luxusautos usw. würden bedeutungslos sein. Das große Problem ist, dass die Menschen in den Vierziger- und Fünfziger Jahren ( oder auch vor 1933 ) ein hartes Leben gewohnt waren. Es war normal, dass zum Heizen die Kohlen mühsam aus dem Keller getragen werden mussten, nur Samstags gebadet wurde und man morgens und abends zwei Stunden zur Arbeit [U]gelaufen[/U] oder ( achtung Luxus ) mit dem Fahrrad gefahren ist. Wirklich gefährlich würde dieses Szenario aus zwei Gründen: 1. Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr in der Lage zu improvisieren und für sich selbst zu sorgen 2. Auch in der Nachkriegszeit wurde gehungert ( auf dem Land weniger, in den Städten mehr ), ABER: Es gab wesentlich mehr Landwirte als heute und wesentlich weniger Bevölkerung. Die heutige Landwirtschaft ist ( wenn überhaupt ) nur noch in der Lage uns 80 Mio. Bundesbürger zu versorgen, weil industrielle Landwirtschaft betrieben wird. Wenn es keine künstlichen Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Landmaschinen usw. mehr gibt ( weil die Herstellerfirmen pleite gegangen sind ) dann war es das. Lebensmittel importieren wird teuer und die meisten Exporteuere werden die Nahrung selbst brauchen, da sie ähnliche Probleme haben. Wohl dem, der auf weitgehende Selbstversorgung setzen kann und auch in der Lage ist, dies zu schützen. Es muss ja nicht so weit kommen, aber es kann. Wäre schon krass, wenn man sich heute noch Gedanken drum macht, ob es zu Weihnachten ein Plasma- oder ein LCD Fernseher werden soll, und nächstes oder übernächstes Jahr werden die Vorgärten und Parks umgepflügt, um Kartoffeln anzubauen. Auf der anderen Seite lebt ein Großteil der Menschheit so und es gibt absolut keine Garantie für Wohlstand auf Lebenszeit. |
| Demon17 | Ich glaube nicht, dass es so schlimm kommt. Die welt stand schon oft am Rande des Abgrunds und doch wurden Lösungen gefunden. Clemente sagt ja selbst, es müssten neue Technologien entwickelt werden um die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Ich bin optimistisch, das dies gelingt. Solange alles läuft wird vieles gar nicht ausprobiert und entwickelt. Nun besteht die Chance, nein der Zwang Innovationen zügig einzuführen. Eine der wichtigsten Aufgaben wäre der Ausbau regenerativer Energien. Doch bei den sinkenden Energiepreisen wird man sich wohl etwas Neues einfallen lassen müssen. Im übrigen hat nicht nur Clemente den Zusammenbruch der Finanzmärkte kommen sehen. Die Bundesregierung bemüht sich schon seit Jahren um eine globale Kontrolle der Finanzmärkte. Das ist bloß immer am Veto der USA gescheitert. Ich denke man muss hier zwei Dinge unterscheiden, a) den Niedergang der USA und b) die Weltwirtschaftskrise. Bei b) sehe ich noch Hoffnung. |
| ange gardien | Die nächsten zwei, drei Jahre werden es zeigen. Mit den USA habe ich wenig Mitleid, ich persönlich kenne kein dekadenteres und kulturloseres Volk ( das ist kein billiger Anitamerikanismus - ich arbeite für eine amerikanisch-deutsche Firma und habe täglich Einblicke in die Denk- und Lebensweise des Durchschnittsamerikaners ). Das Problem ist nur, das bisher jedes Machtvakuum zu noch größerem Chaos führte. Eine neue Weltmacht China z.B. würde ohne Gegenpart zweifellos noch weitaus rücksichtsloser agieren. Hier scheint in der globalen Krise aber tatsächlich die Chance zu stecken, dass eben niemand an die Stelle der USA treten kann, weil es sich keiner leisten kann ( China leidet ja auch ganz erheblich unter Wirtschaftskrise und sozialen Unruhen ). Europa wird die Chancen, die die Krise bietet, nicht nutzen können dafür ist das Konstrukt EU ebenfalls schon zu korrupt und unbeweglich. Es rächt sich eben, wenn jedes Land immer nur seine Versager, die man in den eigenen Parlamenten nicht will, nach Brüssel und Straßbourg schickt. Möglicher Weise ist die Krise tatsächlich das Ende der Globalisierung. Ob zum Segen oder zum Fluch der Menschheit, wird sich zeigen. Ich bin bestimmt kein Sozialist, im Gegenteil. Aber Wirtschaftsystem wie unseres, das ( einem Schneeballsystem nicht unähnlich ) von Jahr zu Jahr immer neues Wachstum hervorbringen muss um bestehen zu können, ist nunmal irgendwann zum Untergang verdammt - es kann einfach nicht ewig so weiter gehen. |
| Demon17 | Tja Ange, wir werden sehen. Europa hat noch Potential wenn Russland hinzukommt. Aber das ist Zukunftsmusik und wird stark von der Entwicklung dort selbst abhängen. Es ist die Frage ob die europäische Integration weiter kommt. Zusammen geben die Eu.Länder zum Beispiel mehr für Rüstung aus als die USA. Doch wird das Geld in vielen kleinen Armeen verplempert. Im Grunde müßte Europa nur mit einer Stimme sprechen und wäre sehr schnell eine Supermacht. Zur Zeit sieht es allerdings nicht so aus, als ob wir dazu in der Lage wären. Das Problem mit der Globalisierung ist doch, das man mehr mit allen möglichen entfernten Völkern zu tun hat, als mit den direkten Nachbarn. Türken ud Deutsche kennen sich zum Beispiel besser als Deutsche und Franzosen. Solange das so bleibt wird es auch keine echte Integration Europas geben, mit gesamteuropäischen Parteien und globalen Zielsetzungen. |
| |Dunkelschön| | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Autos kaufen nicht vergessen!!! [/B][/QUOTE] Richtig, gerade für Freunde des blubbernden US- V8 jetzt optimale Kaufzeit, da man teilweise wirklich gute Corvetten, Chevys, Ford Cobrajets zum Preis eines VW Polo hinterhergeworfen bekommt. Klar das ich mich da am liebsten nicht für nen Polo entscheiden würde. :p |
| Demon17 | Mit Gasbetrieb gar nicht mal so teuer. 30L für 60 Cent macht 18 Euro auf hundert. Da wird selbst ein Big Block bezahlbar. Mein Schrauber warnt jedoch vor dem Sozialneid anderer Menschen, wenn man 30 Liter Schleudern fährt. Er wird schon mal drauf angesprochen... |
| Seneca | Was denn für ein Sozialneid..? Derzeit gilt es in "betuchteren Kreisen" schon als proletenhaft oder alterstarrsinnig eine dieser großen Karre zu fahren die man "Dinosaurier" tauft. Schau Dich mal in den Trabantenstädten um...die dicken Karren stehen meist vor dem schäbigsten Buden. |
| Demon17 | Das war nicht meine Wortwahl, sondern ein Zitat. |
| Skeptikersau | Ich sage nur: Roland Baader (Geld, Gold und Gottspieler) Murray Rothbard Ludwig von Mises Henry Hazlitt Unser Banken- und Währungssystem wird uns ruinieren. Niemals hat eine reine Papiergeldwährung lange Bestand gehabt. Niemals wird eine Gesellschaft Bestand haben, in der die Politik Verschwendung, von-der-Hand-in-den-Mund-Mentalität und Schulden belohnt und Sparen, langfristiges Denken und Askese bestraft und denunziert. Deshalb muss wieder richtiger Kapitalismus her, der die Verschwender gnadenlos abstraft. Keine Hilfe von Steuerzahlers Geld usw.... Viele Grüße Dr. O. "Die Natur sagt: wirtschafte ! Ich gebe Dir nur Knappheit". |
| ange gardien | Laut Medienberichten hat die Hypo Real Estate ( über deren Rettung durch den Staat ja gerade diskutiert wird ) die aberwitzige Summe von 1 Billion Euro in fragwürdige Investments versenkt. Man darf davon ausgehen, dass da so ziemlich jede deutsche Bank und Versicherungsgesellschaft ( Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Altersvorsorge ) mit drin hängt. Ich fange langsam an mir Sorgen zu machen... ( Sorgen - Gedanken mache ich mir schon länger ). |
| Demon17 | [QUOTE]Laut Medienberichten hat die Hypo Real Estate ( über deren Rettung durch den Staat ja gerade diskutiert wird ) die aberwitzige Summe von 1 Billion Euro in fragwürdige Investments versenkt.[/QUOTE] Die HRL ist eine Spezialbank, die in erster Linie langfristige Kredite an Kommunen und andere öffentliche Investoren vergibt. Sie verleiht das Geld langfristig und finanziert die Kredite durch kurzfristige Kreditaufnahmen am Kapitalmarkt. Als der Kapitalmarkt zusammenbrach, entstand ein riesen Finanzierungsbedarf bei dieser Bank, da sie keine Kredite mehr bekam. Eigentlich sind es sichere Geschäfte. Die Kommunen zahlen ihre Kredite normalerweise pünktlich zurück. Allerdings betrieb die HRL das Geschäft weltweit und auch viele Stadtväter haben mit den Krediten spekuliert um ihre Stadt zu finanzieren. Ein Kartenhaus bricht zusammen und ganze Kundengruppen brechen weg. Leider haben sich BMW und Daimler zu großen Teilen auf diese Fast-Buck-Klientel spezialisiert, die teure Autos auf Pump kauft und deren Einnahmen im Zuge der Finanzkrise wegbrechen. |
| Stonehenge | Erstmal ein Lesetip für alle die schon immer mal wissen wollten wie unser Geldsystem funktioniert: [url]http://www.teleboerse.de/1033237.html[/url] [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Meine Vorgaben: Kompaktwagen, Benziner ( wird auf Autogas umgerüstet ), mindestens 1,8l Hubraum, ca. 140 PS und möglichst langer sechster oder fünfter Gang ( fahre sehr viel Autobahn ). Dazu ein paar Ausstattungsgimicks wie Klimaanlage, Sitzheizung usw. ( man gönnt sich ja sonst nichts ). [...] [i]und später:[/i] Ich fange langsam an mir Sorgen zu machen... ( Sorgen - Gedanken mache ich mir schon länger ).[/B][/QUOTE] Das klang ja oben noch nicht so... Nebenbei: Wenns Dich tröstet, bei wirklich zusammengebrochener Wirtschaft wird auch niemand mehr von Dir verlangen, viel Autobahn zu fahren (zumindest sofern Du dies mit beruflichem Hintergrund tust...) [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Laut Medienberichten hat die Hypo Real Estate ( über deren Rettung durch den Staat ja gerade diskutiert wird ) die aberwitzige Summe von 1 Billion Euro in fragwürdige Investments versenkt. Man darf davon ausgehen, dass da so ziemlich jede deutsche Bank und Versicherungsgesellschaft ( Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Altersvorsorge ) mit drin hängt.[/B][/QUOTE] Das vertrackte an der Geschichte: Den Scharen penetranter Sackheinis die mir seit Jahren hartnäckig versucht haben eine private (Riester-)Rentenversicherung ans Knie zu tackern könnte ich jetzt endlich schlagkräftigere Gegenargumente liefern als "Nö, kein Bedarf..." oder "ich wart erstmal noch paar Jahre ob sich der Hype dann noch hält..." Allein, sie sind in der letzten Zeit merkwürdig kleinlaut geworden bzw. meinem Blickfeld entschwunden, nachdem vorher noch groß getönt wurde "Sie verschenken da bis zu 30%...") Lieber die staatlichen Zulagen "verschenkt" als mein sauer verdientes Geld noch reingebuttert und mit den Zulagen zusammen ins große schwarze Loch gesteckt... Rentengeld in wertlosen spanischen Immobilien, einen schönen Schrank auch. [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Was wir brauchen sind langfristige Steuerentlastungen für die Leistungsträger der Mittelschicht. Bauen, renovieren, Nachfrage nach Investitionsgütern, Autos ( naja, siehe oben... ) - dafür muss den Leuten mehr Geld bleiben.[/B][/QUOTE] Wenn ich mich auf dem Uni-Parkplatz umschaue welche "Bonzenschleudern" teils selbst "arme Studenten" fahren, und wenn ich jeden Vormittag sehe was teils für Staatskarossen hier vor dem Kindergarten vorfahren, habe ich nicht den Eindruck daß das Deutsche Volk zuwenig Geld in Autos investiert. Verschrottungsprämie für 9-jährige Autos, daß ich nicht lache (ich hab meins gekauft als es 10 Jahre alt war und seither mit mehreren 1000 Euro die Werkstattwirtschaft angekurbelt, das macht kein Hinterasiate für 50 Cent die Stunde wie das Fertigen der Neuteile). [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Die heutige Landwirtschaft ist ( wenn überhaupt ) nur noch in der Lage uns 80 Mio. Bundesbürger zu versorgen, weil industrielle Landwirtschaft betrieben wird. Wenn es keine künstlichen Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Landmaschinen usw. mehr gibt ( weil die Herstellerfirmen pleite gegangen sind ) dann war es das.[/B][/QUOTE] Och ich sehe da keine Bange. Mangelnde Maschinenkraft muß dann eben durch Arbeitskraft ausgeglichen werden, es stehen ja denn zusätzlich zu den 4 Millionen Arbeitslosen noch die ganzen arbeitslos gewordenen Banker, Versicherungsmenschen, Autobauer, Landmaschinen- und Düngemittelhersteller zur Verfügung. Von der Fläche und Bodenfruchtbarkeit her ist Deutschland locker in der Lage sich selbst zu ernähren (nicht unbedingt mit 80 kg Fleisch pro Kopf und Jahr, aber zum sattwerden sollte es reichen). Wers nicht glaubt sollte mal das Experiment wagen, sich einen Kleingarten pachten und schauen was man da auf 300 m² so alles zum wachsen bringen kann. [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Die Menschen haben genug damit zu tun, Dinge des alltäglichen Bedarfs zu besorgen, die Wohlstandsgesellschaft wäre vorbei. Dinge wie Unterhaltungselektronik, getunte Luxusautos usw. würden bedeutungslos sein.[/B][/QUOTE] Der restliche Verzicht auf im letzten Satz genanntes wäre für mich keine große Umstellung. Das Internet bräucht ich dann auch nicht mehr wenn ich nach Feierabend mehr im Garten zu hantieren hätte. [QUOTE][B]Wäre schon krass, wenn man sich heute noch Gedanken drum macht, ob es zu Weihnachten ein Plasma- oder ein LCD Fernseher werden soll, und nächstes oder übernächstes Jahr werden die Vorgärten und Parks umgepflügt, um Kartoffeln anzubauen[/B][/QUOTE] Och so kraß wirds zumindest hier im Osten nicht so schnell. Da gibts genug brachliegende kartoffelfeldähnliche Flächen (Stichwort: Stadtumbau Ost) :) [QUOTE][B]1. Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr in der Lage zu improvisieren und für sich selbst zu sorgen[/B][/QUOTE] Ich würde es mal auf das Experiment ankommen lassen wollen. Wenns erstmal Fernsehen & Co nicht mehr gibt, werden schon einige chronische Sesselpupser mal anfangen nachzudenken wie sie zu was zu beißen kommen könnten, und ich würde der Menschheit nicht per se die Lernfähigkeit absprechen. [QUOTE][B]Wer durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit weniger Geld zur Verfügung hat, kann zwar vielleicht auf Urlaub, dickes Auto und den neuen extra großen Plasmafernseher verzichten ( okay, manche könnten nicht mal das ) aber wenn Lebensmittelpreise, Heizkosten und Autofahren ( worauf gerade im ländlichen Raum viele angewiesen sind ) extrem teurer werden, dann wird es haarig.[/B][/QUOTE] Als Arbeitsloser und Kurzarbeiter ist man entsprechend weniger aufs Autofahren angewiesen. Zur Arbeit fahren braucht man nicht mehr, und für die Einkäufe hat man dann auch genügend Zeit um sie mit Fahrrad oder Handwagen zu erledigen. Zum Heizkosten sparen gibt es ein paar sehr bewährte von alters her bekannte Methoden. Genannt sei z.B. die Rockenstube, im Erzgebirge auch als "Hutzen" bekannt (etliche Familien versammeln sich abends in einem Haus am warmen Ofen und gehen diversen Beschäftigungen nach). Ferner dicke Wollpullover, warme Decken und vermehrtes Kuscheln... (letzteres würde vielleicht nebenbei die Geburtenstatistik etwas nach oben treiben, wenns entsprechend intensiv betrieben wird ;) ). [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Die Bundesregierung bemüht sich schon seit Jahren um eine globale Kontrolle der Finanzmärkte.[/B][/QUOTE] Ich bilde mir immer noch ein, der Letzte der das mal ernsthaft in Erwägung gezogen hat, war Oskar Lafontaine... Stone |
| ange gardien | Jetzt hast Du dir ja ziemlich viel Mühe gegeben, mitten in der Nacht meinen Beitrag zu zerpflücken Stonehenge, wobei ich da keine große Diskussionsgrundlage drin erkennen kann. Was mich interessieren würde wäre mal deine Einschätzung der Lage und der künftigen Entwicklung ( wirklich ). Was die Fähigkeit der Leute zur Selbstversorgung angeht, bis du meiner Meinung nach sehr optimistisch. Viele können heute nicht mal mehr richtig kochen, geschweige denn die Zutaten selbst erzeugen. |
| Seneca | Die Versorgungslage ist doch derzeit ausgesprochen gut...die Schalenwildpopulation ist die höchte die je verzeichnet wurde...und speziell die Schwarzkittel laufen einem heute sogar im eigenen Garten auf den Kartoffelacker vor das Visier. |
| ange gardien | Zwischen sich im Wald tummelndem Schalenwild und dem Braten auf dem Teller liegt aber für die meisten Leute ein himmelweiter Unterschied. Und je stärker Schwarzwild bejagt wird, umso scheuer ( und schlauer ) wird es. Kenne einige Jäger, die träumen nachts schon von Wildschweinen :D |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Zwischen sich im Wald tummelndem Schalenwild und dem Braten auf dem Teller liegt aber für die meisten Leute ein himmelweiter Unterschied. [/B][/QUOTE]Zwei Stunden "rote Arbeit" und selbst der dickste Achtender verwandelt sich in Hirschrücken mit Preiselbeeren. Die Messer welche man dazu braucht kann man bei mir in der Schmiede kaufen. Ich repariere auch Landwirtschaftsgeräte bis hin zum Traktorgezogenem mehrscharigem Pflug. Nächsten Monat dürfte die Saison für die "fliegende Pflugreparatur" wieder beginnen. |
| Demon17 | Da stehst Du ja in einer ganz anderen Tradition als ich dachte Seneca. [IMG]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/b/be/Schwerter_Zu_Pflugscharen.svg/180px-[/IMG] Schwerter zu Pflugscharen! Micha sowieso und Symbol der DDR Friedensbewegung. :D |
| Stonehenge | [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Jetzt hast Du dir ja ziemlich viel Mühe gegeben, mitten in der Nacht meinen Beitrag zu zerpflücken Stonehenge, wobei ich da keine große Diskussionsgrundlage drin erkennen kann. Was mich interessieren würde wäre mal deine Einschätzung der Lage und der künftigen Entwicklung ( wirklich ).[/B][/QUOTE] Entschuldigung wenn ich hauptsächlich Dich "gepiesackt" habe, allerdings habe ich die in mehreren Monaten angesammelten Beiträge kommentiert :) Manchmal reitets mich einfach. Die derzeitige Lage schätze ich für die bisherigen Profiteure des gültigen Weltwirtschafts- und Geldsystems als momentan noch exzellent, von den Zukunftsaussichten her aber recht kritisch ein, für die Masse der Leute in den Industrie- und Entwicklungsländern insofern kritisch, als sich die meisten nicht bewußt werden wie das derzeitige System funktioniert und was für Alternativen es bei einem Umsturz oder Zusammenbruch desselben geben könnte. Nicht zu vernachlässigen die Angst vor Krieg oder Bürgerkrieg, dessen Ausbruch einige bei Zusammenbruch der uns bekannten Weltwirtschaftsordnung fast zwangsläufig vorhersagen. Diese Angst sowie die Trägheit/Bequemlichkeit der Menschen sehe ich übrigens als einen Hauptgrund dafür an, daß nicht schon länger mal durch Volkes Macht den Mächtigen und Strippenziehern etwas der geschwollene Kamm geschoren wurde. Solang man sich mit Kartoffelchips vollstopfen und sich über das Zum-Dödel-machen diverser Zeitgenossen in Shows von Bohlen & Co belustigen kann, lassen sich düstere Zukunftsszenarien relativ erfolgreich verdrängen. Meine Vermutung zur möglichen künftigen Entwicklung: Das grundlegend auf ständigem Wachstum basierende System der "freien Marktwirtschaft" oder meinetwegen auch als Kapitalismus bezeichnet, wird in der Form wie wir es kennen in nicht allzu ferner Zeit genauso ausgedient haben wie die Utopie einer kommunistischen Gesellschaft. Damals wie heute bereichern sich die Bonzen, im Unterschied zu damals nicht nur auf Kosten des eigenen "Proletariats" und der Umwelt, sondern durch die Globalisierung verstärkt auch noch auf Kosten des großen armen Restes der Welt. Was danach kommt kann ich schwer abschätzen, entweder gelingt es das derzeitige System menschen- und umweltverträglich umzugestalten um es für die nächsten Jahrhunderte lebensfähig zu machen, oder es wird möglicherweise etwas sehr unangenehmes kommen. Eine straffe Diktatur könnte dann gegenüber Krieg und Klimakatastrophe fast noch das geringste Übel darstellen. Ich merke gerade, dem von Dir geschriebenen Abschnitt [QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i] [B]Ich bin bestimmt kein Sozialist, im Gegenteil. Aber Wirtschaftsystem wie unseres, das ( einem Schneeballsystem nicht unähnlich ) von Jahr zu Jahr immer neues Wachstum hervorbringen muss um bestehen zu können, ist nunmal irgendwann zum Untergang verdammt - es kann einfach nicht ewig so weiter gehen.[/B][/QUOTE] kann ich ziemlich vollständig zustimmen. [QUOTE][B]Was die Fähigkeit der Leute zur Selbstversorgung angeht, bis du meiner Meinung nach sehr optimistisch. Viele können heute nicht mal mehr richtig kochen, geschweige denn die Zutaten selbst erzeugen. [/B][/QUOTE] Da ich mal optimistisch davon ausgehe daß der Übergang von "totalem Überfluß" zu überall leeren Regalen und/oder Portemonnaies nicht schlagartig über Nacht, sondern mit einer gewissen Stetigkeit vor sich geht, sehe ich genügend Zeit um zumindest die überlebenswichtig(st)en Fertigkeiten zu erlernen. Natürlich wäre es in so einem Szenario ein Riesenvorteil, wenn schon weit vorher durch vorausblickende Menschen ein gewisser Teil der Nahrungsmittelproduktion auf Selbstversorgung oder zumindest naturnahen regionalen oder Biolandbau umgestellt wäre. Wichtig wäre es natürlich auch, daß von Staatsseite und auch privat zunächst auf "entbehrlichen Luxus" verzichtet wird. Der Mensch neigt manchmal zum Gegenteil, z.B. kenne ich aus Kriegserzählungen meines Großvaters daß in der Gefangenschaft Leute das letzte Stück des ohnehin zu knappen Brotes gegen eine Zigarette eingetauscht haben. Der Mensch oder eine Gesellschaft, der/die Erfüllung nur aus Suchtbefriedigung und/durch Luxus ziehen kann, wird sich in einem Szenario des absoluten Mangels beizeiten an den Rand der eigenen Existenz bewegen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz[/i] [B]da kann ich wohl das BWL und VWL Zeugs, was ich mal lernte, direkt in die Tonne kloppen, da es z.Zt. wohl zum Großteil nicht mehr gilt.[/B][/QUOTE] Diesen Satz aus berufenem Munde sollte ich mal einrahmen und bei der Studienberatung aufhängen, falls wirklich mal Leute gerade schwanken ob BWL das richtige Studienfach für sie ist ;) Nichtsdestotrotz, sei froh wenn Du nicht Steuerberater gelernt hast. Diese Gilde könnte bei einer [b]rein theoretisch, versteht sich,[/b] jederzeit denkbaren radikalen Steuerreform komplett überflüssig werden. |
| Skeptikersau | [QUOTE][i]Original geschrieben von Stonehenge [/i] [B]Erstmal ein Lesetip für alle die schon immer mal wissen wollten wie unser Geldsystem funktioniert: [url]http://www.teleboerse.de/1033237.html[/url] [/B][/QUOTE] Kein schlechter Artikel, und, soweit ich erkennen kann, weitgehend richtig. Roland Baader schreibt dasselbe, wenn auch etwas drastischer: [url]http://www.schweizerzeit.ch/2407/geldsumpf.htm[/url] Eins steht fest: das Banken- und Währungssystem kann nicht so bleiben. Die Probleme liegen dort (und nicht in der Globalisierung oder dem Freihandel !). Unsere Wirtschaftsordnung ist übrigens nicht kapitalistisch, sondern sozialistisch (meinetwegen auch faschistisch) mit kapitalistischen Oasen. Die Finanzkrise ist das Ergebnis der Regulierung des Finanzmarktes durch Notenbanken (Stichwort fiat money). Sie ist im Kern nicht das Ergebnis von Nicht-Regulierung. Ein unregulierter, d.h. genauer ein sich selbst regulierender, zentralbankfreier Finanzmarkt, hätte die derzeigen Probleme nie in dieser Dimension hervorbringen können. Allein die Existenz von Zentralbanken besagt ja, dass es sich bei ihnen um ein Element einer Zentralverwaltungswirtschaft handelt, also dem Gegenteil von freier Marktwirtschaft. Der freie Markt, den es, wie gesagt, nicht gibt, zwingt auch nicht zu ständigem Wirtschaftswachstum. Im Gegenteil, ein freier Markt kann sich an eine Rezession schnell anpassen. Ganz im Gegensatz zum derzeitigen Wohlfahrtsstaat: er gerät bei jeder kleinen Krise ins Wanken, weil die Politker allen alles versprochen haben und noch dazu eine Armee von Bürokraten versorgt werden muss. Der Wachstumsdruck kommt also vom Wohlfahrtsstaat, der im engen Zusammenhang mit der Verschuldung gesehen werden muss, und nicht vom freien Markt. Staat und Banken müssen getrennt werden. Genauso wie Religion und Staat usw. Banken gehen pleite ? Ok. Risiko gibt es überall, warum sollten sie gerettet werden. Weg damit. Sich von Verschwendern zu reinigen, muss möglich sein und sollte sogar erwünscht sein. Außerdem sollten Banker und Manager zukünftig mit ihrem eigenen Vermögen haften. Wir tuns ja auch. Viele GRüße G |
| Stonehenge | Der Baader-Artikel ist ebenfalls interessant zu lesen, danke für den Link. Zur angemahnten Rückkehr zum "Goldgeld" allerdings einige Bemerkungen: Gold als Währung wurde nicht ganz ohne Grund aufgegeben, da Gold sich sehr schwer gewinnen läßt und in Zeiten starkem Wirtschaftswachstums die Goldmenge nicht mit der Gütermenge mithalten konnte. Daraus resultierende Knappheit und Ersatzwährungen etc. Beim heutigen "Papiergeld", was ich lieber als "Kreditgeld" bezeichne, ([i]da das Bargeld global eine fast vernachlässigere Rolle spielt und weniger das was die Notenpresse ausspuckt, sondern irgendwelche rein virtuellen Zahlen auf irgendwelchen Datenträgern die Hauptmenge des vorhandenen "Geldes" ausmachen[/i]) besteht genau das umgekehrte Problem: Einer unter Beibehaltung des derzeitigen Geldsystems zwangsläufig exponentiell wachsenden Geldmenge steht eine Wirtschaft gegenüber, deren Wachstum schon lange nicht mehr mithalten kann (selbst wenn sie das im quantitativen Maße würde das für Mensch und Umwelt vermutlich der beschleunigte Gnadenstoß). Es geht also eine Schere auf zwischen vorhandener Geldmenge und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Daß es bisher nach dem 2.Weltkrieg noch nicht zum "Großen Knall" mit galoppierender Inflation und damit verbundener Geldentwertung kam, ist einzig und allein der Tatsache zu verdanken daß eine große Menge des vorhandenen Kreditgeldes sich auf Haufen ansammelt, wo es momentan nicht ausgegeben werden soll (Superreiche, Rentenfonds etc.) Inzwischen ist aber ein Teufelskreis entstanden: Würde diese rasant anwachsende Überschußgeldmenge in tatsächliche Nachfrage umgesetzt (sprich: wenn die wachsende Menge der Riestersparer dann mal ihre Rente ausgezahlt haben möchte oder gar die genehmigten 30% davon sofort auf den Kopf zu stellen sich erdreisten würde) würde sich sofort zeigen daß hinter dem angesparten Geld hauptsächlich nur heiße Luft steckt, und auch keine Staatsgarantie des bis dahin weit überalterten und leistungsträge gewordenen Staates den Wert der Vorsorge retten kann. Solang das aber nicht passiert wächst die von Verzischerungen & Co zwangsweise (mit Einzahlungsgarantie!) anzulegenden Gelder weiterhin rasant an und führt mangels Blick oder Möglichkeit für sinnvolle Investitionen in eine ständige Anheizung des ohnehin überhitzten Finanzmarktes mit der Folge selbstverstärkender Effekte ähnlich zur Gründerzeit. Sehr eindrucksvoll zeigt der von mir schon irgendwo erwähnte Film "Let's make money", wie riesige Summen von Pensionsfonds in wertlose spanische Immobilien gesteckt wurden, mit denen inzwischen fast die gesamte Küstenlandschaft verbaut wurde und die zum allergrößten Teil dauerhaft leerstehen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i] [B]Eins steht fest: das Banken- und Währungssystem kann nicht so bleiben. Die Probleme liegen dort (und nicht in der Globalisierung oder dem Freihandel !). [/B][/QUOTE] Ich sehe diese Thematik nicht so leicht trennbar. Eine Abschaffung des Banken- und Währungssystems würde auch Globalisierung und Freihandel, so wie wir sie kennen, stark einschrumpfen lassen. Vermutlich ist das ein kompliziertes Ursache-Wirkungs-Geflecht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i] [B]Unsere Wirtschaftsordnung ist übrigens nicht kapitalistisch, sondern sozialistisch (meinetwegen auch faschistisch) mit kapitalistischen Oasen.[/B][/QUOTE] Wer den real existierenden Sozialismus (möglicherweise auch die Zeit 33-45) und im Vergleich das jetzige System miterlebt hat, wird das hier sicherlich etwas anders sehen. Durch die Globalisierung kommt ohnehin noch eine neue Dimension hinzu, so daß bestimmte Regulierungsmöglichkeiten die in der frühen Phase der "sozialen Marktwirtschaft" noch verfügbar waren nunmehr ihre Wirkung verpuffen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i] [B] Die Finanzkrise ist das Ergebnis der Regulierung des Finanzmarktes durch Notenbanken (Stichwort fiat money). Sie ist im Kern nicht das Ergebnis von Nicht-Regulierung. Ein unregulierter, d.h. genauer ein sich selbst regulierender, zentralbankfreier Finanzmarkt, hätte die derzeigen Probleme nie in dieser Dimension hervorbringen können. Allein die Existenz von Zentralbanken besagt ja, dass es sich bei ihnen um ein Element einer Zentralverwaltungswirtschaft handelt, also dem Gegenteil von freier Marktwirtschaft. Der freie Markt, den es, wie gesagt, nicht gibt, zwingt auch nicht zu ständigem Wirtschaftswachstum. Im Gegenteil, ein freier Markt kann sich an eine Rezession schnell anpassen.[/B][/QUOTE] Das Hauptproblem sehe ich darin: Wer das Geld hat hat die Macht. Gibt der Staat die Kontrolle über das Geldsystem völlig in private Hände, werden diese (wenn es sich nicht um den edel, hilfreich und gut seienden Menschen handelt, an der Diskrepanz zwischen diesem und der real existierenden Menschheit übrigens auch die Idee des Kommunismus gescheitert ist) die von ihnen gewonnene Macht unweigerlich ausnutzen und die dann noch verbliebenen staatlichen Regularien zunehmend derart zu ihren Gunsten umbauen, daß sie selbst den Staat kontrollieren. Sozusagen erzeugt man durch die Aufgabe jeglicher Regulierung lediglich ein "neues System" von Privatstaaten, in denen die Ausübung von demokratie durch den Bürger noch weniger als heute möglich ist und welches sich der absoluten Monarchie annähern dürfte. Da diesen Zustand sich aber vermutlich ein Teil der heutigen Menschheit (ich denke da mal an die Waffendichte in den USA) nicht wiederstandslos gefallen lassen wird, und in Verbindung mit der von Dir propagierten Abschaffung des Wohlfahrtsstaates könnte es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu Bürgerkriegsähnlichen Zuständen, Anarchie oder dergleichen kommen. Aus welchen wenn genügend viele davon die Schnauze voll haben und zwischendurch nicht die falschen Leute (Kernwaffen) mal auf den roten Knopf drücken, wohl wieder irgendwann ein starker Mann auferstehen könnte nebst einer straffen Diktatur. [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i] [B]Der Wachstumsdruck kommt also vom Wohlfahrtsstaat, der im engen Zusammenhang mit der Verschuldung gesehen werden muss, und nicht vom freien Markt.[/B][/QUOTE] Dieses Problem sehe ich auch als drückend an, es wird bloß entscheidend sein ob man dessen Behebung vom richtigen Ende her angeht. Meiner Meinung nach sollte vor oder zumindest in Gleichklang mit der Abschaffung des Wohlfahrtsstaates den Menschen wieder nahegebracht werden was denn eigentlich grundlegende Lebensbedürfnisse sind (ganz entscheidend das Verhältnis zur Landwirtschaft) und wie man zu Lebensqualität auch jenseits von Wirtschaft und Kommerz gelangen kann. Wird den Leuten einfach ihr Luxus und damit das was für viele bisher Hauptlebensziel und -inhalt ist, weggenommen ohne vorher den Blick für Alternativen zu schärfen, drohen palästinensische Zustände. da vielen dann nicht bewußt ist, daß sie ja noch eine Menge zu verlieren haben obwohl scheinbar erstmal "alles weg" ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von Skeptikersau [/i] [B]Staat und Banken müssen getrennt werden. Genauso wie Religion und Staat usw. Banken gehen pleite ? Ok. Risiko gibt es überall, warum sollten sie gerettet werden. Weg damit. Sich von Verschwendern zu reinigen, muss möglich sein und sollte sogar erwünscht sein. Außerdem sollten Banker und Manager zukünftig mit ihrem eigenen Vermögen haften. Wir tuns ja auch. [/B][/QUOTE] Der derzeitige Zustand eines Nebeneinander von Staatlichen und Privaten bei den Banken erzeugt ähnlich dem ansatzweise ähnlichen Zustand im Gesundheitswesen eine Riesenmenge von Problemen. Eine (Privat)Bank pleitegehen lassen wurde in Deutschland durchaus schon durchgezogen, die Herrstatt-Bank in den 70er Jahren wo ein paar Mitarbeiter im Devisenhandel das ganz große Rad gedreht hatten bis der Wind mal entgegen der spekulierten Richtung drehte. Gegen ein Pleitegehenlassen von HypoReal und Konsorten habe ich auch keine Bedenken, wenn dadurch andere Banken mit in den Sumpf gerissen werden zeigt das ja eigentlich nur daß auch die anderen sich "Scheiße in den Keller gelagert" haben. Für die Anteilseigner bedeutet eine Insolvenz praktisch eh keinen Unterschied zur derzeit heißdiskutierten Enteignung durch den Staat. Die Deutsche Bank, die sich seinerzeit die ehemalige DDR-Staatsbank unter den Nagel gerissen hatte, spuckt ja inzwischen auch nicht mehr ganz so große Töne. obwohl sie trotz Verlusten noch Dividende auszahlen will, was den Niedergang wie man am Beispiel Sachsenring gesehen hat im Allgemeinen noch beschleunigt (lediglich ein paar Großkopferte hauen sich damit noch die Taschen voll). So da das Mittagessen winkt muß mein Kommentar für jetzt erstmal ausreichen, werde aber das Geschehen und den Thread mit Interesse weiterverfolgen :-) Stone |
| Cagliostro | Es sieht so aus, als wäre Silvio Gsell der einzige schlaue bayerische Wirtschaftsminister der letzten 90 Jahre gewesen. |
| Skeptikersau | [QUOTE][i]Original geschrieben von Stonehenge [/i] [B]Der Baader-Artikel ist ebenfalls interessant zu lesen, danke für den Link. Zur angemahnten Rückkehr zum "Goldgeld" allerdings einige Bemerkungen: Gold als Währung wurde nicht ganz ohne Grund aufgegeben, da Gold sich sehr schwer gewinnen läßt und in Zeiten starkem Wirtschaftswachstums die Goldmenge nicht mit der Gütermenge mithalten konnte. Daraus resultierende Knappheit und Ersatzwährungen etc. [/B][/QUOTE] Gold wurde nicht ohne Grund aufgegeben, das stimmt. Allerdings sehe ich den Grund für die Aufgabe des Goldstandards eher in dem Willen den Regierungen, Kriege zu finanzieren. Siehe 1914. Wenn man in größerem Rahmen denkt, kann man sagen, dass der Goldstandard durch Nationalismus und Sozialismus zerstört wurde. Damit die Wirtschaft wachsen kann, muss sich die Geldmenge nicht erhöhen (meint Rothbard). Vielmehr würde dann die Kaufkraft der einzelnen Geldeinheit wachsen. Das, so Rothbard, sei ausreichend. Er scheint recht zu haben: es gab auch ohne fiat money vor 1914 ein rasantes Wirtschaftswachstum und ein Ausmaß an Freihandel und Globalisierung, das noch nicht einmal heute wieder erreicht wurde. [QUOTE][i] Beim heutigen "Papiergeld", was ich lieber als "Kreditgeld" bezeichne, [/B][/QUOTE] Völlig richtig. Kreditgeld ist treffender. [QUOTE][i] Daß es bisher nach dem 2.Weltkrieg noch nicht zum "Großen Knall" mit galoppierender Inflation und damit verbundener Geldentwertung kam, ist einzig und allein der Tatsache zu verdanken daß eine große Menge des vorhandenen Kreditgeldes sich auf Haufen ansammelt, wo es momentan nicht ausgegeben werden soll (Superreiche, Rentenfonds etc.) [/B][/QUOTE] Das sollte als Glück betrachtet werden ! Keyenesianer denunzieren solch Sparsamkeit aber gerne und meinen, mann könne nur durch Geldausgeben reich werden. Das ist natürlich Unsinn. Man braucht sich ja nur vorstellen, die Superreichen würden solch Unfug verinnerlichen und sagen: ja, ich gebe jetzt all mein Geld für Schwachsinn aus, den ich gar nicht gebrauchen kann. Ich kaufe z.B. Lebensmittel auf Teufel komm raus und schmeiße sie dann weg. Nach Keynes fördert solch ein Irrsinn den Wohlstand und kurbelt die Wirtschaft an. In Wirklichkeit aber steigen die Preise und große Teile der Bevölkerung könnten sich Lebensmittel nicht mehr Leisten. Eine Massenverarmung träte ein. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum es noch keine dramatisch steigenden Preise in vielen Bereichen gibt: das ist die Steigerung der Produktivität. Sie kann in gewisser Weise die Schäden der Geldmengenerweiterung verschleiern. Steigt die Produktivität aber nicht mehr, dann schlägt die Geldmengenerweiterung voll auf die Preise durch. Preissteigerungen von 15% und mehr pro Jahr werden dann die Regel sein, wenn die Geldmengenerweiterung nicht aufhört. Dann stelle man sich einen kleinen Selbständigen vor, dessen Einnahmen nicht mit den Preisen wachsen. Dann kann man sich leicht vorstellen, dass dessen Einkommen in wenigen Jahren nicht einmal den Krankenkassenbeitrag wird decken können.... [QUOTE][i] Wer den real existierenden Sozialismus (möglicherweise auch die Zeit 33-45) und im Vergleich das jetzige System miterlebt hat, wird das hier sicherlich etwas anders sehen. [/B][/QUOTE] Das ist natürlich richtig. Ich wollte lediglich einige Parallelen aufzeigen, die belegen, dass man zur völligen Entrechtung evtl. nicht mal eine Diktatur braucht und dass Faschismus, Sozialismus und Wohlfahrtsstaat alles (im wirtschaftlichen Bereich) Systeme sind, die von den Kompetenten zu den Inkompetenten umverteilen, Vertragsfreiheit und auch Meinunsfreiheit nicht gerne sehen. Diese Parallelen zu ziehen bedeutet nicht, die Unterschiede zu vergessen. Der Unterschied zwischen Faschismus und Sozialismus ist der, dass der Sozialismus die Leute gleich direkt einteignet, während der Faschismus auf dem Papier das Privateigentum beibehält aber in Wirklichkeit (durch Gesetze, Verordnungen, Pläne, Steuern, Abgaben, staatsgesponserte Organisationen etc.) doch bestimmt, was produziert wird. Insofern bezeichnen manche Wirtschaftswissensschaftler, wie z.B. Walter Block, unser System im wirtschaftlichen Bereich als "faschistisch". Weil die Prodkution vieler Güter nicht mehr auf Freiwilligkeit, sondern auf Zwang beruht. Freilich mag man auch über solche Definitionen streiten. [QUOTE][i] Das Hauptproblem sehe ich darin: Wer das Geld hat hat die Macht. Gibt der Staat die Kontrolle über das Geldsystem völlig in private Hände, werden diese (wenn es sich nicht um den edel, hilfreich und gut seienden Menschen handelt, an der Diskrepanz zwischen diesem und der real existierenden Menschheit übrigens auch die Idee des Kommunismus gescheitert ist) die von ihnen gewonnene Macht unweigerlich ausnutzen [/B][/QUOTE] Ja, aber gibt man das Geldsystem an den Staat, denn nützt er es auch aus. Und im Unterschied zu allen Privatvereinigungen besitzt er auch noch das Gewaltmonopol und dazu noch eine starke Stellung im Meinungsbildungsbereich (Schulen, Universitäten, Zeitungen, öffentlich-rechtliche Sender), die ihm erlaubt, Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen, auch wenn, oder gerade weil, sie recht haben. Viele Grüße G. |