| SoulReaper696 | Hier kann jeder, der mag, halt seine Konzerterlebnisse hinschreiben. Und ich fange auch gleich schonmal an: Am 25.12. hatte ich geplant, um 9 Uhr morgens bei meiner Freundin aufzustehen, damit ich noch rechtzeitig in meine Wohnung kann, um mich umzuziehen, ein paar Sachen mitzunehmen und so weiter. Ich wachte um halb 11 auf, was mich schonmal ziemlich reinriss - mein Zug Richtung Chemnitz fuhr nämlich um kurz vor 12 ab. Also Hetze, Hetze - rein in die Klamotten, zu mir, get well-dressed, und ab die Post. Grade noch rechzeitig, dass ich mich Lesestoff, Getränke (unter anderem einen 'effect'-Energydrink, der laut Schildchen am Kühlregal 1,65 € kosten sollte, in der Kasse aber nur für 60 Ct. gespeichert war) und was zu essen kaufen konnte. 3 Minuten später und ich hätte mit dem Fahrrad nach Chemnitz gemusst. Angekommen in Chemnitz das altbewährte Spiel, furchtbarer Bahnhof, aber die Burgerking-Angestellten sehr nett, auch wenn die Dame an der Kasse nicht so recht wusste, dass im Programm auch ein Vegetarischer Burger ist. Jedenfalls, nach verschlungenem Mahl auf zur Stadthalle. Bums! Gut voll! Anzuprangern ist, dass nur zwei von gefühlten zwanzig Türen offen waren, um Besucher einzulassen. Und ein kalter Wind wehte über uns. Endlich im Foyer - ab zum Merch. Nun nenne Ich mich stolzer Besitzer von vier weiteren Lanyards, einen neuen Kaputzenpullis für Damen (Ich bin da nicht so), zwei neuen Postern, dem Diary-Unterwäsche-Set und dem Girlie Menschfeind. Und drei neuen Aufnähern. Kaffee am Met-Stand für einen € - akzeptabel. Wohingegen Absinth anzubieten und kein stilles Wasser dazuhaben, finde ich - unprofessionell. Das Konzert von den 'Herren der Schöpfung' war schwierig zu geniessen. Neben mir zwei Damen Mitte Zwanzig, die sich dermassen mit brüllen und Klatschen verausgabten, dass wegen den 'Yeaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah'-Rufen selbst Zuschauer, die ein paar Meter entfernt von mir standen, verwundert kuckten, welches Schwein da wohl grade geschlachtet wurde. Und ich bekam mehrmals den Arm der näher bei mir stehenden Dame des Duos an den Kopf, bei wildem klatschen. Übereifrig. Konzert zu Ende, ich habe die Nacht in Chemnitz zu verbringen - wie stelle ich das an? Ich wusste also schon von meinem letzten Chemnitz/Darkstorm-Besuch, dass es eine Aftershow-Party geben würde. Nur, wo war sie noch gleich? Es dauerte aber nicht lange, dann fand ich den Weg wieder. Ungefär 30 Minuten später: Gefunden. Rein in die Hütte. Ein sehr verschachtelter Club, ziemlich in die Länge gezogen, insgesamt gesehen. Habe ein wenig getanzt, aber nur zu vereinzelten Liedern. Zwei Sachen sind mir aufgefallen: Es gibt doch tatsächlich Erdbeersaft. Und zweitens: Der Club scheint nicht zu wissen, wie man das Stroboskop ausstellt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie furchtbar nerfig und auch anstrengend es werden kann, wenn pro Sekunde es zwei mal Taghell wird. Furchtbar. Ich wurde richtig gereizt. Jedenfalls endete die Party ungefär um Fünf, genau weiss ich es nicht - mein Handyakku war bereits alle und meine Uhr hatte ich auch vergessen. Zurück zum Bahnhof Chemnitz.... Also, folgendes. Ich habe für die Bahntickets von Hamburg - Chemnitz - Berlin - Hamburg 134 € gezahlt, insgesamt. Das ist ein Sparpreis, was natürlich positiv ist - aber dadurch, dass man Geld spart, muss man die Züge nutzen, die einem vorgeschrieben werden. Bis Leipzig konnte ich fahren, dann musste ich allerdings bis halb zwölf Mittags auf meinen Anschlusszug nach Berlin warten. Es war bitterkalt. Also rein zu McDonalds. Ich sage euch, da tun sich Abgründe auf....Ein Kerl ist, nachdem er seinen Burger aufgegessen hatte, auf seinen Arm gestützt eingeschlafen. Irgendwann fing er an, auf den Tisch zu sabbern. Im Schlaf. Mit richtig schön langem Faden. Widerlich. Genauso wie der Kerl, der längere Fingernägel hatte, als die übelste Prostituierte, und die dreckiger waren als die eines Gärtners. Und genau mit denen zog er sich seine Pommes rein. Ich bin dann gegangen, sowas ertrag ich nicht. Die Mitarbeiter dieser Filliale tun mir leid. Ich bin dann also raus, und habe mich in die DB-Lounge gesetzt. Tja. Da bin ich dann eingeschlafen, an einem Tisch. Aber ich hab nicht gesabbert. Und ich ließ auch keinen Fleck auf dem Tisch zurück. Später dann bin ich mit dem Zug weiter nach Berlin. Dort angekommen, mussteich von einem Münzfernsprecher erstmal meine Freundin um Hilfe bitten, dass sie rausfindet, wann denn der Postbahnhof aufmacht - der zweite Konzertort meiner kleinen Konzerttour. 17:30 Uhr. Vielen Dank, mein Schatz! Aber: Es war erst 13:30. Weitere Vier Stunden also, die es galt, totzuschlagen. Der Berliner Hauptbahnhof ist groß und dort sind soviele Geschäfte, wie in einem Einkaufszentrum. Also einmal alle Geschäfte ansehen. Auf einmal hinter mir zwei Cops: "Hey, stehenbleiben! Hey!" Sie würden mich Verdächtigen, sie würden nach jemandem fahnden. Reine Schikane, wenn ihr mich fragt. Denen gefiehl meine Jacke nicht. Später dann ab zum Postbahnhof. Die ersten Schwarzgekleideten liefen mir über den Weg. Die Karte für das Konzert musste ich noch kaufen an der Abendkasse, da man die Karten im Vorverkauf nur im Internet bestellen konnte. So sagte man mir zumindest. Also zahlte ich an dem Abend - 38 € Eintritt fand ich recht viel, emhr als die Karte für's Darkstorm, aber naja. Diary oder nicht, nicht wahr?! Dieses Konzert war wesentlich besser. Privater, weil wesentlich kleiner. Und das Set kam mir länger vor. Nach dem Konzert habe ich mir noch ein paar Unterschriften geben lassen, mich bei Adrian, Gaun:A, Herrn Wendt und dem TourManager (wie heisst der eigentlich??) bedankt, und ging. Zurück zum Hauptbahnhof Berlins - es war so gegen 23 Uhr. Mein Zug, den ich nehmen durfte, fuhr aber erst um 13 Uhr 30 ab, am nächsten Tag. Also mehr als 14 Stunden Wartezeit. Gut, ich hätte ins K17 zur Aftershowparty gehen können, aber dazu hatte ich partout keine Lust. Also zum Bahnhof. Und zum Infocenter - fragen, ob man da nicht was machen kann. Nein, kann man nicht...Aber ich könne ja mal zum nächsten, abfahrenden Zug gehen, und den Zugchef fragen, ob sich da was machen liesse, und ja, ich durfte trotzdem mitfahren! Ich sprang hoch vor Freude, dass ich früher nach Hause konnte und vor allem nicht so eine endlos lange Zeit im kalten hocken musste. Endlich zurück in Hamburg! Die Uhr sagte: Es ist halb Zwei. Ich sagte: Einen vegetarischen Döner bitte! Denn der Dönerladen hier bei uns am Bahnhof hat jede Nacht bis drei Uhr geöffnet. Entgültig wieder zuhause angekommen, machte ich mir dazu eine Riesenportion Pommes Frites und schlang alles in mich rein, bevor ich erschöpft und müde ins Bett fiel. Das war mein Konzerterlebnis und Abenteuer um Diary of Dreams an den 25. und 26. Tagen des Dezembers 08. Und es war trotz der Kälte sehr spannend. Und Aufregend. |
| Odessa | Das klingt auch sehr als ob Du es genossen hättest, ist doch schön sowas zu lesen :). Abenteuer bei Konzerten erleb(t)e ich selten, da ich nur ganz wenigen Konzerten beiwohnte, ich fürchte und meide Menschenmengen. Mein letztes Konzert war 2007 in London von Fields of the Nephilim; es war fantastisch und bewegend ohne Ende, ich schrieb darüber an anderer Stelle damals. Während eines Konzertes des "Teufelsgeigers" und Liedermachers Angelo Branduardi, das ich vor über 20 Jahren in München besuchte, hatte ich in einer Pause auf der Toilette meine Handtasche vergessen mit meinem Geldbeutel (und ca. 100 Mark darin). Als ich den Verlust bemerkte und wieder zur Toilette eilte, war die Tasche schon weg; geknickt ob des Verlustes verbrachte ich dann den Rest des Konzertes, denn 100 Mark waren sehr viel Geld für mich damals (wären es auch heute noch), und ich hatte die ganze Zeit nur überlegt wie ich den Rest des Monats meine Tochter und mich würde ernähren können/müssen weil diese 100 Mark dafür genau eingeteilt waren in meinem Haushaltsetat, von dem ich mir die damals 15,80 DM gekostet habende Konzertkarte schon wochenlang vorher abgespart hatte. Als das Konzert zu Ende war und ich zur Garderobe ging, wurde ich aufmerksam durch Lautsprecheransagen, die den Fund einer Tasche in der Damentoilette meldeten und darum baten, die Besitzerin möge sich an der Garderobe einfinden. Der ehrliche Finder hatte die Tasche sofort abgegeben, alles war noch darin, auch das ganze Geld. Ich bat mittels Durchsage darum, daß der Finder sich ebenfalls melden möge an der Garderobe, da ich mich bedanken möchte. Der Finder tat es und ich lud ihn ein zum gemeinsamen Abendessen in einem nahe befindlichen Restaurant. Wir trafen uns noch öfter danach, wurden gute Freunde und haben noch heute, Jahre nach seiner Auswanderung nach Dubai, herzlichen regelmäßigen Kontakt. |
| |Dunkelschön| | Mein aufregenstes Erlebnis: Ganz klar zu den "Fields" nach Warschau zu pilgern. Ist ja "bald" wieder 1 Jahr her, wie die Zeit vergeht. |
| SinRaziel | Da fallen mir spontan zwei Sachen ein: Konzert von Samsas Traum in Flensburg. Der ehrenwerte Herr Kaschte, der nicht nur zu spät kam, sondern das recht sparsam vertretene Publikum mit wüsten Beschimpfungen bedachte, brachte folgendes Szenario zustande: Ein trotz allem jubelnder weiblicher Fan rief, nachdem Herr Kaschte mit seinem Schlüsselband am herumspielen war: "Darf ich den haben?" - Hintergedanken seien mal völlig dahingestellt... Herr Kaschte warf daraufhin seinen benutzten Teebeutel an den Kopf der jungen Dame mit den Worten: "Da, den kannste haben. Und wenn ich dir meinen Schlüssel geben würde, würde meine Freundin dich in Stücke zerreißen. Und ich würde lachend daneben stehen." Die Musik ist wirklich gut - aber ich kann die Art von dem Typen einfach nicht leiden. Kurz vor dem Konzert saß er rauchend und trinkend im Saal - Anmerkung dazu: In einem Interview, das nur wenige Tage vorher erschienen war, meinte er, dass er weder trinkt noch raucht -. Ich holte mir ein Autogramm für mein Poster ab und fragte, ob er Tineoidea mit auf der Playlist hätte (das Stück war zu dem Zeitpunkt schon etwas älter). Die Antwort lautete: So eine Scheiße hören eh nur Weiber und selbst wenn ich es drauf gehabt hätte, würde ich es jetzt erst recht nicht mehr spielen. Jaja - jedem das seine, aber Wert auf Fans legt Herr Kaschte wohl nicht besonders. Das Zweite: Hurricane-Festival mit den Ärzten, Rammstein, System of a Down - ich glaube, das war 2005, bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Da ich mittlerweile seit über 15 Jahren Ärztefan bin, haben wir uns gegen 15 Uhr auf den Weg zur Bühne gemacht und dann Stück für Stück und Band für Band den Weg nach vorne erobert - pünktlich um 22 Uhr stand ich dann Mitte erste Reihe :D Rammstein und System waren tags zuvor leider nicht ganz mit schönen Erinnerungen gesegnet: Bei Rammstein kam ich etwa bis in die 30. Reihe - und dann ging eine Welle durchs Publikum und ALLE lagen auf dem Boden. Dummerweise kam ich nicht mehr hoch, weil einige Leute halb auf mir bzw. meinen Klamotten standen. Ich bin kein ängstlicher Mensch - aber da ging mir doch der A*** auf Grundeis. Als ich endlich wieder auf beiden Beinen stand, hab ich den Rückzug angetreten. Bei System habe ich in weiser Voraussicht dann gleich etwas Abstand gehalten, aber nach einem "Vertreten" sprang mir die Kniescheibe raus, so dass ich mich erstmal jaulend hingesetzt habe - worauf ich von einem anderen Besucher angemacht wurde, was das denn nun solle, ich würde ja wertvollen Stehplatz vergeuden. Als ich ihn über meine Lage in Kenntnis setzte, kam "ja, dann geh doch zum Sani!" Scherzkeks. Mit ausgerenkter Kniescheibe lässt sich das so schlecht laufen.. Aber trotzdem ein saugeiles Festival! |
| Creobotra | konzerterlebnisse... da gibst einige, in kurzform eine odysee nach neustadt bei nürnberg mit einem kleinbus voller psychobillys. wir sind um 6 losgefahren, um 7:45 war das bier alle, woraufhin wir an einem supermarkt warten mussten bis der aufmacht. der supermarktleiter hat dann später vermutlich den job gewechselt, die fleischereifachverkäuferin das ufer und die kassierin das land. danach gings so weiter, später der einsatz einer hunderschaft im saal mit anwendung der "leberwursttaktik". sprich alle polizisten waren im saal, aller besucher draussen. danach wechsel beider seiten. am nächsten morgen den spass, alle mitfahrer auf nem feld im umkreis von 2 km zu suchen. das ganze war mit das beste meines lebens. oder ein The Cure-Konzert in den 80ern, in der 2ten reihe, das ist nicht jugenfrei. aber meine liebste erinnerung :D und das Erasure-Konzert im Macht der Nacht in München, Andy Bell nach dem konzert kennengelernt (wobei *hüstel* mir vorher nicht ganz klar war, [I]warum[/I] er so freundlich gewesen ist) und die übernachtung im olympiapark mit freundlichem weckservice der schwarzen sherrifs. |
| Cagliostro | 12.Nov.08 Gott hat mit mir kommuniziert. -->Client A hat zu mir gesprochen und irgendwas unterschrieben...nach dem Konzert. |
| Hrefnadis | Ich geh selten zu Konzerten, meistens dann doch, wenn ich die Musiker kenne oder ich von einem Freund verdonnert werde, mitzukommen. Das folgende Erlebnis war ... etwas skuril und ist schon ein paar Jahre her. Ich bekam kommentarlos Karten für ein kleines, aber feines Event vermacht. Als ich dort aufschlug, schien es mir, das Publikum sei handverlesen. Ein bisschen durchgeknallt alle, aber sehr sympathisch. So genau meine Kragenweite. Eine Kreuzung zwischen Rollenspielern, Punks und Rockfans. Ich fühlte mich sehr wohl. Im Laufe des Tages wurde auch einiges an Livemusik auf improvisierten Bühnen gespielt. Auch eine krude Mischung, aber sehr passend für einen tief Berliner Jugendclub. Irgendwann suchte ich dann auch mal die gewissen Örtlichkeiten auf. Nach Erledigung der natürlichen Bedürfnisse stürmte ich mit Schwung aus der Türe und prallte frontal mit einem Schwarzpunk zusammen. "Ähm." machte ich. "Hat Dir schon mal jemand gesagt, dass Du aussiehst wie Bela B?" "Das höre ich ständig!" jammerte mein Gegenüber. Schnell waren wir in ein Gespräch über Vor- und Nachteile von Springerstiefeln verstrickt, da unser Zusammenstoß ansonsten recht schmerzhaft ausgefallen wäre. Dabei merkte ich nicht, dass die Musik im Hintergrund verstummt war. Bis eine Stimme ins Mikro donnerte: "Wo zum Geier bleibt eigentlich unser Drummer?" Mein Gesprächspartner grinste mich vergnügt an. "Ich glaube, ich muss mal wieder auf die Bühne." Sprachs und verschwand. Verwirrt kehrte ich ins Publikum zurück. Mein Begleiter schaute fassungslos. "Weisst Du, wer hier ist?" "Ich vermute es." brachte ich heraus und linste auf die Bühne. Hinter den Drms zwinkerte mir jemand zu, der verdammt nach Bela B aussah. Aber wie gesagt, das ist einiges an Jahren her. Ich erinnere mich aber immer wieder gerne daran zurück. :D |
| SinRaziel | Oh mann.. ich werde neidisch :D |