| PeKa | die abstände von unwetter zu unwetter werden geringer. einzelne regionen erwischt es besonders, derbe gebiete an flüßen oder seen. noch immer verschwinden diese unbilden wieder und der angerichtete schaden kann wieder behoben werden. wie wird das in den kommenden jahren sein? ewig werden die häuse den immer wiederkehrenden wasser oder sturmfluten nicht standhalten können. werden regionen an flüssen demnächst unbewohnbar sein und lohnt es sich noch häuser in flussnähe zu bauen , zu beziehen? |
| Seena | Es liegt nunmal seit Anbeginn der Menschheit in unserer Natur, uns an Flüssen niederzulassen. Wasser = Quell des Lebens. Insofern denke ich, dass es immer wieder Leute geben wird, die diese Regionen besiedeln. Ob das gut ist? Finanziell und Lebensstandard - bedingt würde ich sagen, nein. Ich würd's nicht tun. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seena [/i] [B]Es liegt nunmal seit Anbeginn der Menschheit in unserer Natur, uns an Flüssen niederzulassen. Wasser = Quell des Lebens.[/QUOTE] Das stimmt so nicht. Der Mensch ist ursprünglich Nomade und ließ sich überhaupt nicht nieder. Flüsse sind nicht prinzipiell gefährlich, wenn man denn den Hochwasserschutz ernst nimmt. Je begradigter ein Fluss ist, und je weniger Polder zu Verfügung stehen, desto gefährlich wird er auch. Technische Mittel zum Hochwasserschutz hat der Mensch genug, die Frage ist eine einfache Kosten-Nutzen Rechnung. |
| PeKa | möglich wär ja, dass eine völkerwanderung eintritt. weg von den meeren und flüssen. die frage ist wielange es sich dort noch wohnen lässt und wann es denn umziehen heißt. auszüge aus "das ist erst der anfang" vom 24.08.2005 ([url]www.spiegel.de[/url]) In den Jahren zwischen 1950 und 1959 gab es weltweit 13 große wetterbedingte Katastrophen, zwischen 1990 und 1999 waren es 74. Bislang waren Meteorologen und Klimaforscher aber stets sehr vorsichtig dabei, die extremen Wetterlagen mit dem globalen Klimawandel in Verbindung zu bringen. Von zu vielen Faktoren hängen einzelne Ereignisse ab, zu ungenau sind die Modelle für Zusammenhänge zwischen lang- und kurzfristigen Entwicklungen. Doch die Zurückhaltung schwindet - denn eigentlich ist man in der Forschergemeinde weitgehend überzeugt davon, dass brütend heiße Sommer, sintflutartige Regenfälle und heftige Stürme zumindest mittelbar mit der globalen Erwärmung zusammenhängen. Und alle seien sich einig: "Es gibt eine Intensivierung von Starkregenfällen." Die Wetterlage, die zu der augenblicklichen Flut im Alpenraum geführt hat, genannt "5b" ("Vb") oder "Genua-Tief", sei zu Beginn des Jahrhunderts etwa ein bis zwei Mal in zehn Jahren aufgetreten - in den letzten Jahrzehnten jedoch im Schnitt je vier bis fünf Mal. Auch der Grandseigneur der deutschen Klimaforscher, Mojib Latif vom Institut für Meereskunde der Universität Kiel, findet deutliche Worte. Dass sich Wetterkatastrophen wie die Hochwasser im Alpenvorland oder die Waldbrände in Portugal häuften, habe mit der globalen Erwärmung zu tun, sagte er im NDR. Die Menschen müssten sich darauf einstellen, dass es solche Extremwetterlagen künftig häufiger geben werde.."Das, was wir jetzt sehen, ist eigentlich nur der allererste Anfang." Was erwartet uns im nächsten Jahrhundert? (Quelle: [url]www.passivehouse.at[/url] ) Auch im Alpenraum häuften sich die Gefahren, vor allem durch Erdrutsche.Die Frequenz der Wetterkatastrophen wird steigen. Die Sommer bis 2100 werden demnach deutlich trockener. In Mitteleuropa sollen die Niederschläge von Juli bis September um 20 bis 40 Prozent zurückgehen, an der französischen Atlantikküste und in Portugal soll es dann im Sommer gerade noch halb so viel regnen wie heute. Gleichzeitig sagt die Studie vermehrt sommerlichen Starkregen von bis zu fünf Tagen Dauer voraus. In Mitteleuropa nähmen diese Ereignisse um 40 Prozent zu. Betroffen seien besonders - wie schon im Vorjahr - Einzugsbereiche großer Flüsse wie Donau, Oder, Elbe und Rhein: Flutkatastrophen würden im Sommer häufiger, warnt die Studie. |
| Trinity Goth | Die Klimaveränderung schreitet unaufhaltsam fort. Es gibt Forscher die sagen, das wir in 80 Jahren in Deutschland Mittelmeerklima haben. (Zyn)Tja, möglicherweise haben wir dann auch schon das Meer beim Ruhrgebiet und jede Menge holländische Asylanten. Vielleicht müssen die Amerikaner wirklich noch in Mexiko um Asyl bitten -ihr kennt den Film -hoffe ich?(/Zyn) Gruß Trin |
| Demon17 | Seit der Club of Rome mit seiner Prognose für das Jahr 2000 baden gegangen ist glaube ich gar nichts mehr. Ich wohne hier in einer Gegend, wo in der letzten Eiszeit die Gletscher endeten, das ist eine Klimakatastrophe, aber eine völlig natürliche. Da liegt dann ganz Norddeutschland unter meterdickem Packeis. Viele der Überschwemmungen resultieren doch aus den Flussbegradigungen und der Nutzung ehemaliger Flutungsgebiete verschiedener Wasseläufe in den letzten dreissig Jahren. Wenn das Wasser am Oberlauf nicht mehr über die Ufer treten kann, dann tut es das halt am Unterlauf. Außerdem sind in den letzten 40-50 Jahren riesige Flächen asphaltiert worden, so das das regenwasser kaum noch versickern kann, da darf man sich nicht wundern. |
| Odessa | Und es muss kein Fluss sein, an dem man lebt, um Wasser im Haus zu haben. Hier hatte ich die Sintflut und nur einen kleinen Bach, keine 20 cm "hoch", vor der Tür, der zum 3-4 meter breitem Strom wurde - während 5 km weiter die Leute, die an einem 8 meter breitem Fluss leben, nicht mal die Keller unter Wasser hatten. Von daher - es erwischt Dich oder erwischt Dich nicht. Und was demon mit den Flußbegradigungen etc. schrieb, ist richtig - wir zahlen für das, was wir der Natur antaten, antun. (Daß immer die Falschen dafür zahlen, ist eh klar...) Grüße aus dem "Land unter"-gewesenem Oberbayern, die O. |
| PeKa | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trinity Goth [/i] [B]Die Klimaveränderung schreitet unaufhaltsam fort. Es gibt Forscher die sagen, das wir in 80 Jahren in Deutschland Mittelmeerklima haben. (Zyn)Tja, möglicherweise haben wir dann auch schon das Meer beim Ruhrgebiet und jede Menge holländische Asylanten. Vielleicht müssen die Amerikaner wirklich noch in Mexiko um Asyl bitten -ihr kennt den Film -hoffe ich?(/Zyn) Gruß Trin [/B][/QUOTE] verstehe den zynismusmodus nicht. meinst du damit das du den aussagen der wissenschaftler nicht glauben möchtest? kein mensch kann sagen wann und ob es so kommen wird. scheinbar besteht ein konsens infolge der weltweit flinker folgenden drastischen klimaereignisse . es lassen sich logische schlussfolgerungen bilden. wetter für ein jahr lässt sich nicht voraus bestimmen, die meteorologen liegen auch bei wochenvorhersagen schon mal deutlich daneben. ob es in achzig jahren oder in zwanzig jahren wie genau aussehen wird können sie nicht sehen. sie schlussfolgern wohl aber tendenzen. @ demon17 irgendwohin muss das abgeschmolzene wasser das von grönland und den polen kommt und den meeresspiegel steigen lässt. das absterben der wälder und die veränderte einstrahlung der sonne verändert den wasserkreislauf von regnen und verdunsten (wasserknappheit über monate und sintflutartige regenschauer über etwa eine woche oder wenige tage) und die temperaturzirkulation am golfstrom, was sich wie ein dominospiel auf andere klimatische situationen auswirkt. die beeinflussung der flußläufe die du ansprichst ist für wenige flüße die über die ufer treten aber nicht für alle überschwemmungen mitverantwortlich. dann sind da noch die jede kritik sprengenden fakten, die die meisten menschen eher überzeugen als beschwichtigende versprechungen einzelner medien (In den Jahren zwischen 1950 und 1959 gab es weltweit 13 große wetterbedingte Katastrophen, zwischen 1990 und 1999 waren es 74.). jede ausschlussklausel von versichungsunternehmen bezeugt dass die versicherungen nicht besonders blauäugig mit solchen klimaprognosen umgehen. @ odessa wie ist das für dich denn als bewohnerin dieses landstiches möchtest du dort wohnen bleiben oder vertraust du darin, dass es nicht mehr so schnell zu einem ähnlichen hochwasser kommt? und ob wir für unser verbrechen an der natur zahlen müssen. dabei schauderts mich bei diesem einverleibendem "wir", das plötzlich so tut, als wenn alle menschen dieser welt gleichviel schuld an dieser zerstörung hätten. |
| Trinity Goth | @Peka: Der Zyn Modus war schon begründet, da ich etwas übertrieben habe - so schnell wird das nicht passieren, da müßte es schon eine Tsunami geben im Nordmeer. @Odessa: Tja, Gebirgsbäche können verdammt schnell zu reißenden Strömen werden, hab ich auch ein paar mal erlebt. Ok, diesmal wars extrem in Bayern, meine Eltern hatten Glück die sind zu Zeit südlich von Bad Tölz im Urlaub, die hatten die Isar etwa auf 20m am Haus, die wohl für gewöhnlich etwas weiter von Quartier entfernt ist, wenn ich mich recht entsinne. Ich denke künfitig wird für den Hochwasserschutz am Alpenrand mehr getan werden müssen. Das ist ja nicht nur das Wasser als Gefahr, sondern auch die Erdrutsche. Man sollte nicht so viele Skipisten bauen, sondern auch mal Bäume stehen lassen, die die Erde mit dem Wurzelwerk halten. Gruß Trin |
| Trinity Goth | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Na Gott sei Dank daß ihnen nichts passiert ist :) . Bad Tölz ist keine 15 Min. von mir weg, und ich sah dann die Autoschlangen, die sich auf unserer Hauptstrasse (wo ja wiederum auch alles gesperrt war bis zum Krankenhaus Agatharied) stauten, als sie versuchten, aus der überfluteten Altstadt rauszukommen und den Weg über Hausham/Miesbach/Schliersee zu nehmen Richtung München. In Tölz ist oft Hochwasser, grad nach der Schneeschmelze im Frühjahr. Aber daß es bis in die Altstadt raufreicht (Du kennst das ja dann vermutlich - Tölz liegt, wie Miesbach, auf einem Hügel und wäre somit eigentlich sicher), war, glaube ich den Berichten der "Alteingesessenen", schon über 30 Jahre lang nicht mehr der Fall :( [/B][/QUOTE] Ich bin auch heilfroh - hab zweimal am Tag angerufen um sicherzugehen. Ein Hochwasser hab ich ach mitbekommen, aber das war nicht so schlimm. Was mich nur immer wieder wundert ist das die Hochwasser trotz Sylvensteinstausee so schlimm werden, eigendlich verhindert ein Stausee das Schlimmste zumindest ist das im Flußtal das Ruhr so, der einzige Unterschied halt das wir mehrere kleine Stauseen haben - sollte man sich vielleicht mal überlegen an der Isar. Als ich gehört habe das die Altstadt unter Wasser steht, wurde mir klar wie schlimm das sein muß - will heißen ich kenne Bad Tölz und noch einige andere Ecken. Macht einen dann um so mehr betroffen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Genau das ist das Problem bei meinem Hof gewesen. Der Hang hinter uns (obwohl wir ja selbst eh schon bergig liegen) ist halt noch höher und führt tonnenweise Lehm, Schlamm, Weideland dann mit sich, geht er ab. Und unter unserem Keller durch, wo das Grundwasser - vom Hang her - gegen die Wände drückt. D... dann drückt das Wasser vom Hang schon wieder gegen den Keller und es tröpfelt. Wir hatten, mit ange gardien´s Spezial-Feuerwehr-Einsatzgerät, stundenlang versucht, zu trocknen. Und kaum war der Keller einigermassen trocken - regnete es minimal, und das Wasser tröpfelte wieder. Und so wird es bleiben, bis zu einer vollständigen "HangSanierung", die auch die Erdrutschgefahr beseitigen würde/wird. [/B][/QUOTE] Das ist übel. Bei uns ist die Straße runter ein ganzer Hang abgeholzt worden und durch den Regen in der letzten Zeit abgerutscht, das war schon übel. Wenn so ein richtiger Hang ins Rutschen kommt ist das wirklich verdammt gefährlich, hat man ja im Fernsehn gesehen. Ich würde bei der Verwaltung solange Stress machen bis der Hang gesichert wäre. Ich drück dir die Daumen und allen anderen Bewohnern der Gegend, das es erst einmal trocken bleibt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Absolut richtig. Man wird immer als "touristenfeindlich" und "stur bayerisch" beschimpft (ja, auch im eigenen Land *g*) wenn man sowas fordert, wenn man den Naturschutz ÜBER den Touristenverkehr stellt - aber die Touristen gehen nach 2 Wochen Skiurlaub oder "Urlaub auf dem Bauernhof" wieder, braungebrannt und erholt. Wir leben aber das ganze Jahr über hier und haben die Schäden auszubaden, die durch die Raffgier der - einheimischen, wohlgemerkt - Skipistenbetreiber etc. entstehen/entstanden sind. Vom Geld durch die Touristen sehen wir aber nix, wir haben nur die pervertiert hohen Mieten und Lebenshaltungskosten (ein Wiener Schnitzel mit Pommes, 14 Euro...) zu bezahlen. [/B][/QUOTE] Den Leuten die darüber schmipfen, die sollen mal nach Österreich schauen, sind nicht umsonst so viele Hänge runtergekommen. Die Ösis sind da ein bißchen zu sorglos gewesen und das war jetzt die Quittung. Ich hoffe sie lernen daraus damit nicht noch mehr Menschen deswegen sterben. Skipisten stehen bei mir aber nicht nur deswegen auf der 'Schwarzen Liste', wenn man sich im Sommer die Wiese anschaut - weiß man das sich keiner daran hält erst bei 30 cm Schneedecke Ski zu fahren. Ich bin halt der klassische Bergwandertourist, der schöne Wiesen mag nicht die toten sommerlichen Skipisten. Die Preise sind mittlerweile wirklich recht hoch - mancherorts. Aber das wird sich wieder geben, denn wenn die Touristen ausbleiben wird es wieder billiger. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Ein Berg hat soviel Würde, und ihn zu ersteigen, ihn zu bezwingen - und wenn es Stunden dauert und Du am Rande Deiner Leistungsfähigkeit bist...das hat etwas von Erhabenheit. Von Weisheit, irgendwie... Ein Land ohne Berge wäre mein Tod, ich würde den Halt verlieren, würde ich immer nur über flache Ebene blicken wo ich oder allenfalls ein Baum das "Grösste" wäre... [/B][/QUOTE] Oh ja das Gebirgsfeeling :) Endlich oben angekommen, halbtot - aber nach 2 Broten und einer Flasche Mineralwasser ex fühlst du dich wie der König der Welt - kein Wunder bei der Aussicht. Fahr besser nicht nach Holland, dort gibt es nur Hügel ansonsten ist es plattes Land. Menschen haben schon Schlimmeres durchgestanden, deswegen gib bloß nicht auf ;) Gruß Trin |
| PeKa | @ trinity goth gerechtfertigt finde ich zynismus eigentlich nicht. zynische reaktionen folgen auf klimabezogene prognosen aber regelmäßig, vondaher bin ich darüber auch nicht erstaunt. hätte man einigen leuten vor zehn jahren gesagt das es mal sommer in deutschland geben wird in denen temperaturen an die 40 grad normal sein werden hätten die einem auch nen vogel gezeigt. @ odessa da wo man sich wohl fühlt möchte man leben. ich hoffe dein haus hält weiterhin stand und die hänge werden zeitig genug gesichert und saniert.mich würd das nicht ruhig schlafen lassen. ich hätte tierisch sorge das bei einem der nächsten wasser die wände nicht mehr halten und mir die decke überm kopf zusammen fällt. wenn ich mir mal ein haus bauen oder kaufen sollte werde ich vorher abschätzen ob es nicht in problematischen zonen liegt. das ist für mich die beste art mich mit der natur zu arrangieren. |
| Trinity Goth | [QUOTE][i]Original geschrieben von PeKa [/i] [B]@ trinity goth gerechtfertigt finde ich zynismus eigentlich nicht. zynische reaktionen folgen auf klimabezogene prognosen aber regelmäßig, vondaher bin ich darüber auch nicht erstaunt. hätte man einigen leuten vor zehn jahren gesagt das es mal sommer in deutschland geben wird in denen temperaturen an die 40 grad normal sein werden hätten die einem auch nen vogel gezeigt. [/B][/QUOTE] Also einen Sommer mit etwa 40 Grad Außentemperatur gab soweit ich mich entsinne schon in den 70ern. Ich kann mich gut an die Sommer damals erinnern, die waren zum Teil auch recht warm, nicht wie dieses Jahr. Manches wird in der Tat etwas überdramatisiert von den Medien, da helfen nur Ausflüge in die Welt der knallharten Wissenschaft und dort zu den Aussagen mehrerer Forscher, dann relativiert sich das Bild meistens etwas. Das sich unser Klima verändert steht außer Frage. Auch eine interessante Theorie: Wenn wir keine Treibhausgase produziert hätten, hätten wir jetzt Eiszeit. Die Eiszeit ist rein geologisch nämlich überfällig. Gruß Trin |
| PeKa | weltweit kursieren unterschiedliche studien und theorien, die mal dies mal jenes belegen wollen von demher lässt sich schwer unterscheiden wo denn nun über und wo untertrieben wird. um sich nicht verrückt machen zu lassen schiebt man das thema an sich auch gern von sich weg und lebt einfach weiter, warten was kommt und gut. von der eiszeit theorie hab ich auch gehört. bei wikipedia gibt es dazu einen eintrag, der im groben resümiert, dass solche klimakritischen theorien nicht konform mit meinungen der klimaforschung gehen und dass sie bedingt glaubhaft sind, weil sie von den Hauptemittenten von Treibhausgasen geäußert werden. [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung[/url] auszug: Kritik an der These der Globalen Erwärmung Die Kritik von sogenannten "Klimaskeptikern" lässt sich in vier Kategorien einteilen. Die schärfsten Kritiker bestreiten, dass es überhaupt eine globale Veränderung des Klimas gibt. Die vorhandenen Messdaten seien nicht eindeutig oder mit zu großen Schwankungen und Unsicherheiten behaftet. Diese radikale Position wird von einer sinkenden Zahl von Politikern und Wirtschaftsvertretern geteilt, aber praktisch nicht von anerkannten Klimawissenschaftlern. Die zweite Kategorie von Kritikern sieht zwar einen Wandel des Klimas, bezweifelt aber, dass menschliche Aktivitäten dafür maßgeblich verantwortlich sind. Der beobachtete Klimawandel sei durch natürliche Ursachen ausgelöst, etwa verstärkte Aktivitäten der Sonne. Teilweise wird behauptet, dass es maßlose Selbstüberschätzung sei, dass der Mensch zu einer Veränderung des Klimas in der Lage sei. In abgeschwächter Form weist diese Kritik auf Unsicherheiten hin, die auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft diskutiert werden. Kritik richtet sich etwa gegen die Mann-Kurve (Hockeyschläger Diagramm). Die herrschende Meinung der Wissenschaftler sieht aber grundsätzlich den Zusammenhang zwischen menschlichen Aktivitäten und einer Veränderung des Klimas als unzweifelhaft an. Untermauert wird diese Kritik durch die Tatsache, dass sich in einem 2000jahres Rhytmus die Atlanticum- und Borealzeiten abwechseln. Zur Zeit müsste rein rechnerisch wieder ein Wechsel hin zu einer warmen Borealzeit stattfinden, was den Temperaturanstieg erklären würde. Diese Kritiker bestreiten nicht, den zu hohen CO2-Ausstoß, zweifeln jedoch an, dass so geringe Gaskonzentrationen derart starke Auswirkungen auf das Klima haben können. Weitere Kritik erkennt an, dass es einen Klimawandel gibt, für den Menschen mitverantwortlich sind. Allerdings sei es günstiger oder sinnvoller, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen, anstatt die Ursachen zu bekämpfen. Eine solche Strategie tritt jedoch oft in Konflikt mit den Ergebnissen der Klimafolgenforschung, die eine sanfte Anpassung zunehmend als Illusion erscheinen lassen. Zudem ist sie potenziell fatalistisch. Die vierte Position in dieser Debatte geht davon aus, dass sich die Erde – vermutlich in den nächsten 150 Jahren - wieder auf eine Kälteperiode innerhalb der gegenwärtigen Eiszeit zubewegt. Ein kurzfristiger globaler Temperaturanstieg diene so gesehen einer langfristigen Stabilisierung des jetzigen Klimas. Vertreter dieser Position halten die weltweit erhöhten Emissionen daher für unproblematisch oder befürworten diese sogar. In der Klimaforschung selbst stellen die Ergebnisse des IPCC einen Konsens dar. Danach sollte der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen bis 2050 um 80% reduziert werden, um die schlimmsten Schäden zu verhindern. Vielen Kritikern wird (häufig zu Recht) vorgeworfen, politische Interessen zu vertreten, aktuelle Forschungsergebnissen nicht zu kennen oder eine Beziehung zur Kohle- oder Erdölindustrie zu haben. |
| Odessa | Trinity: Was mich nur immer wieder wundert ist das die Hochwasser trotz Sylvensteinstausee so schlimm werden, eigendlich verhindert ein Stausee das Schlimmste zumindest ist das im Flußtal das Ruhr so, der einzige Unterschied halt das wir mehrere kleine Stauseen haben - sollte man sich vielleicht mal überlegen an der Isar. ----- Guter Punkt, die Sylvensteinstausee-Debatte fing nämlich noch während des Hochwasseralarms gleich wieder an, von Politikern jeder Colour "nach Farbe" ausgelegt ;-). Das Problem beim Sylvenstein ist ja gewesen, dass schon beim Bau viele Leute forderten, er solle höher sein, der Damm. Gut, wurde nicht gemacht aus Gründen immer. Jedes Jahr im Winter und im Sommer gehts dann darum, wann man den See "wieviel" ablässt (Winter = Schneeschmelze, Sommer = evtl. Unwetter mit Hochwasser). Im Nachhinein ist es jetzt natürlich so, dass man sagen kann: "Hätte man den Sylvensteinstausee vorher, im Juli oder Juni, mehr abgelassen, wäre es sooo schlimm nicht gekommen". Stimmt, zumindest Bad Tölz und Umgebung betreffend. Aber andererseits - wäre es NICHT zu einer Flut gekommen sondern hätten wir eine Dürrekatastrophe bekommen (wie vor Jahren mal, wo über 6 Wochen kein Tropfen Regen fiel), dann hätte es geheissen: "Wieso habt Ihr die Sylvenstein-Reserven abgelassen, wir brauchen jeden Liter"... es ist einfach wahnsinnig schwierig, da was richtig zu machen. Eben weil man die Natur nicht vorausberechnen kann :( --- Oh ja das Gebirgsfeeling Endlich oben angekommen, halbtot - aber nach 2 Broten und einer Flasche Mineralwasser ex fühlst du dich wie der König der Welt - kein Wunder bei der Aussicht. ---- Wir verstehen uns *g*....Trotz meines Herzfehlers schaff ich es nämlich, zu Fuss einen Berg zu erklimmen...nur für die Aussicht. Und das "an die Grenzen gehen", wenn man es im Winter und barfuss macht;-) ---- Menschen haben schon Schlimmeres durchgestanden, deswegen gib bloß nicht auf ---- Bevor ich aufgebe, friert die Hölle zu. Ich bin so drecks-lebensbejahend und fast schon pathologisch optimistisch und kämpferisch, eigentlich dürfte ich hier gar nimma schreiben :D |
| Trinity Goth | @Peka: Danke für den Link - ich hatte diese Theorie von einer Freundin gehört, die Geologin ist. Ich hab vorhin gelesen das das Ozonloch sich wieder schließt, allerdings einer nicht gerade verlässlichen Quelle, vielleicht später dazu mehr. @Odessa: Ich denke das mehrere Stauseen das Problem besser lösen könnten auch das mit der Wasserversorgung, aber das kostet ja wieder und dann stellt sich der Staat ja immer an an, solange bis es zu spät ist. Wasserversorgung schön und gut, aber die Vorstellung, das die Staumauer am Sylvensteinstausee bricht, die möchte ich mir nicht ausmalen. Hoffen wir das Beste und das die Verantwortlichen doch noch zur Einsicht kommen. Gruß Trin |
| Odessa | Trin: allein die Vorstellung eines brechenden Sylvie-Dammes...mir wird ganz schwummrig :confused: . Es wird momentan wieder heiss diskutiert, den Damm zu erhöhen. Flickwerk, mal wieder. "Nix halbes und nix Ganzes", sozusagen. Flut und Hurricane in den USA, wieder mal... kommt es nur mir so vor, als würde es langsam nahezu zur "wöchentlichen" oder monatlichen Gewohnheit, sowas zu sehen/lesen? Geht es wirklich sooo viel schneller, in den letzten Jahren? Alle 3 Jahre, sagte ein Sprecher der Münchner Rück bei einem Kongress vor vielen Jahren..alle 3 Jahre werden wir hier in Deutschland Flutkatastrophen haben. Alle alle lachten. Denn die noch gültige "Rechnung" lautete: alle 75 Jahre. Tja. Und dann kam die Flut 1999. 2002. 2005 jetzt. ? |
| Knörk | Wenn ich mir die Bilder aus den Überschwemmungsgebieten gemütlich im fernsehen anschaue, kommt mir mit typisch friesischer Gelassenheit der Spruch in den Sinn: "Mit Deichen wär das nich passiert". Nun hab ich keine Ahnung von Hochwasserschutz, aber ich bin trotzdem der Meinung, wenn schon Flüsse direkt durch die Stadt ziehen, vieleicht sollte man mal merken, dass es gar keine so gute Idee ist, Gebäude direkt am Fluss zu bauen, sondern nen Stück weit weg, damit direkt am Fluss ein Erdwall etwaige Wassermassen aufhalten kann. Bei uns an der Küste funktioniert das prima. Gut, wir haben auch nur flaches Land. Aber die Grundidee ist richtig. Dies und vernünftig geplante Ausweichflächen können so manchen Schaden im Wohngebiet verhindern. |
| Trinity Goth | Beim Thema New Orleans, das sind jetzt die ersten wirklich bösen Auswirkung des Klimawandels, die die Amerikaner selbst treffen. Wie immer trifft es natürlich die Leute die nichts dafür können. Ich könnte heulen wenn ich daran denke was für eine schöne Stadt dort in den Fluten den Bach runtergeht. @Knörk: Genauso das ist das Problem, die Amis haben keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen, weil das Geld derzeit in andere 'Projekte' fließt. Der Krieg im Irak fordert jetzt auch Opfer im eignen Land. Gruß Trin |
| Odessa | Trinity: Ich warte ja nur darauf, daß Bush "der Achse des Bösen" die Schuld daran gibt. Oder die Katastrophe als "Zeichen Gottes" deutet, Sex vor der Ehe unter Strafe zu stellen oder so ;-) Das mit den Flüssen - es ist zwar richtig, was Du sagst, Knörk...aber auf der anderen Seite versteh ich die Leute, die schon immer dort wohnten, die - vielleicht - ein Haus seit Generationen im Familienbesitz haben dort, dies nicht verlassen wollen. Der Zwiekampf zwischen Ratio ("Nur weg hier") und Emotion ("Na gut, leben wir damit - aber es ist unser Platz, unsere Heimat") ist mir von einigen Bekannten, die am Rhein als auch in Passau leben, vertraut. Und Deiche kannst Du ned wirklich bauen, wenn Du im Gebirge bist. Da jeden Fluss, Gebirgsbach, Hang (der rutschen kann), Hügel, See (allein im Umfeld meines Hofes gibt es - auf 25 km - an die 10-15 grossen und kleinen Seen) zu "sichern", ist nahezu unmöglich. Und das Grundwasser, das für die meisten ja das Problem darstellt bei Dauerregen (steigender Pegel der in die Keller drückt) - das ist ja auch wieder sowas, was nur durch Hausrenovierung/Drainagegräben etc. zu lösen ist....glaube ich den Handwerkern, die ab heute dies bei mir tun sollen... |
| Gazelle | Nur seltsam, daß es bei New Orleans, einer wunderschönen alten Kulturstadt, keinen internationalen Aufschrei gibt, aber wenn in Ceylon Kokospalmen geknickt werden, spenden sich die Leute die letzte Barschaft aus dem Leib. |
| Odessa | Tja, frag mal wie ich mich wunderte dass es keinen Aufschrei gab von wg. "spendet für Tirol, Schweiz und Bayern". |
| Gazelle | Tja, das frage ich mich auch. Seltsamerweise wächst die Spendenbereitschaft proportional zur Entfernung, hoffentlich ereilen uns nicht eines Tages noch Hilferufe vom Mars, dann fangen die Leutz noch an ihr letztes Leibchen auszuziehen.;) |
| Knörk | Ich hab bei meinem Beitrag eigentlich auch eher an Bayern und Umgebung gedacht als an Amiland. Was ich damit ausdrücken wollte: Es GIBT geeignete Maßnahmen um Flutkatastrophen erfolgreich zu verhindern. Es ist nicht so dass man dem schutzlos ausgeliefert wäre. Und scheinbar scheinen sich diese jetzt zu häufen, wer oder was auch immer daran die Schuld trägt. Es wäre also an der Zeit Prioritäten neu zu verteilen und zu schauen, ob es nicht vernünftiger ist Geld für die Umsetzung solcher Maßnahmen auszugeben als immer öfter immer grössere Schäden zu reparieren. Diese Überlegung aber sollte geschehen, wenn die akute Not erst einmal eingedämmt und Soforthilfe geleistet ist. Wenn mein Haus brennt, hol ich auch erstmal die Leute raus bevor ich mich drüber aufrege wie es dazu kommen konnte. |
| Trinity Goth | @Odessa: Bush ist generell alles zuzutrauen. Warum nicht für Bayern, die Schwiez oder Österreich gespendet wurde ist wohl der gleiche Grund warum nicht für die USA zum Spenden aufgerufen wurde. Reichere Länder können ihre Probleme selber lösen oder auch nicht wie im Fall USA. Das ist zunächst bitter für die Betroffenen. Bei der Flut damals im Osten wurde gespendet, weil die Ossis eh nicht viel haben und mancher Wessi wahrscheinlich aus dem Schuldgefühl heraus mal was für den Osten tun zu müssen. @Knörk: Deiche werden in den Alpen nicht so funktionieren wie sie das am Meer tun. Vereinzelnd kann man Dämme bauen in den Tälern wie hier bei uns im Ruhrtal in Mülheim. Allerdings wenn' es hart kommt, kommt das Wasser von unten und dann kannst, das auch knicken. |
| Gr. Gaulichter | nächstes jahr ist das jahr der atombombe - jedenfalls nach dem Bibel-code ähem... gg.grüße |
| Gazelle | @graulichter Das klingt ja verheißungsvoll, bitte teil' mir doch schon mal den Namen des betreffenden Reiseveranstalters mit, nachher ist wieder alles überbucht. |
| Trinity Goth | @Odessa: Ich glaube nicht das sie mich so ohne weiteres einreisen lassen würden :) Na, ich hoffe nicht das das jetzt jedes Jahr so extrem ist mit dem Wasser. @ Gr. Gaulichter: Hab ich auch gelesen und wenn man dazu parallel hört was für ein Konflikt zwischen Amerika und Iran droht kann einem mulmig werden. |
| Gr. Gaulichter | @ganzelle -r. und ansonsten bewirb dich einfach bei der ESA... @Trinity wenn du willst, dann findest du auch McDonalds in der Bibel :cool: gg.grüße |
| Trinity Goth | ...ja,ja und bei Nostradamus findet sich was über den 11.9.2001 ;) |
| TrashNoir | [QUOTE][i]Original geschrieben von PeKa [/i] [B]die abstände von unwetter zu unwetter werden geringer. einzelne regionen erwischt es besonders, derbe gebiete an flüßen oder seen. noch immer verschwinden diese unbilden wieder und der angerichtete schaden kann wieder behoben werden. wie wird das in den kommenden jahren sein? ewig werden die häuse den immer wiederkehrenden wasser oder sturmfluten nicht standhalten können. werden regionen an flüssen demnächst unbewohnbar sein und lohnt es sich noch häuser in flussnähe zu bauen , zu beziehen? [/B][/QUOTE] In Deutschland folgt eine Katastrophe der anderen nach relativ langer Zeit. Menschen sind bereit zu vergessen. Im Sommer, wenn es trocken ist, die Sonne lacht, würde man in Köln kaum daran denken, beim Beziehen einer Wohnung darauf zu achten, ob sie bei einer Überschwemmung überflutet würde. Es sind quasi noch ferne Glocken, ungelegte Eier. Warum damit verrückt machen, negative Gedanken gibt es genug, positive im Übrigen auch. |