| Setesh | Guten Abend Aufgrund dieses Anlasses ([url]http://ch.indymedia.org/de/2008/10/63569.shtml[/url]) und der darauf folgenden Kontroverse um rechtsextreme in der "schwarzen Szene", fragte ich mich, ob es die "Grufties gegen Rechts" noch gibt. Wenn ja, wo findet man die, explizit auch in der Schweiz? Wenn nein, wäre es in der Zeit der durchschlagenden Wahlerfolge von FPÖ, BZÖ, SVP und der allgemein immer nationaleren Stimmung im deutschsprachigen Raum nicht langsam an der Zeit, eine solche Bewegung zu reaktivieren? Meine Frage nun an euch: Gibt es im deutschsprachigen Raum noch eine solche Gruppierung? Falls nein: Wer wäre bereit, mit mir eine neue Struktur von Grufties gegen Rechts aufzubauen, in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz? Ich hoffe auf reges Interesse und wünsche noch einen schönen Abend. Lg, Teshi P.S: Bitte führt hier keine Diskussionen über Sinn und Unsinn antifaschistischer Arbeit im allgemeinen und den oben genannten Anlass im speziellen. Wenn es Diskussionsbedarf gibt, öffnet bitte einen neuen Thread. Danke. |
| Mestigoth | Indymedia. Cool. Der kleine Bruder der BILD-Zeitung. Seit gut 20 Jahren wird irgend welchen Bands rechtsextreme Gesinnung nachgesagt, und das oft über hanebüchene Indizien. Seit gut 15 Jahren spricht man von einer riesigen Gefahr für die Schwarze Szene. Ich habe in diesen 15 Jahren keine großartige Veränderung erkennen können. Die meisten Leute innerhalb des schwarzen Monstrums sind an Politik gar nicht interessiert. Da fruchtet weder linke noch rechte Politik. Mehr als Spurenelemente beider Seiten hat es nie gegeben. Wer zudem im Jahr 2008 noch immer von einer Dark-Wave-Szene redet, scheint auch die Erfindung der Glühbirne verpennt zu haben. Es gibt keine Dark-Wave-Szene mehr. |
| Setesh | Wie gesagt, genau solche Diskussionen möchte ich hier nicht geführt haben. Wie ich schon schrieb, man kann über Sinn und Unsinn solcher Aktionen durchaus geteilter Meinung sein, aber das gehört nicht hierher. Diese Thread soll eine Plattform für diejenigen sein, die politisch interessiert sind und es nicht länger hinnehmen wollen, dass es unter den Grufties Rechtsextreme gibt. |
| Mestigoth | Es gibt keine Grufties mehr. Die sind vor gut 10 Jahren ausgestorben. Guten Morgen. :eek: |
| Setesh | Dann nenn sie Gothics, Emos, Schwarze, wie du willst. Streiten wir uns nicht um Begriffe, denn die sind ersetzbar. |
| Mestigoth | Oho, Gothic ist also durch Emo ersetzbar. Man lernt nie aus. Kulturtrottel und ihre Visionen. :D |
| Setesh | Danke. Willst du nun was gegen Rechtsextreme unternehmen oder nicht? Wenn nicht, dann lass doch den Spam bitte, ja? Danke. |
| Mestigoth | Entschuldigen Sie bitte, mein Herr. Sie wissen doch noch nicht einmal, in welcher Szene sie sich überhaupt befinden (vermutlich ist es tatsächlich die Emo-Szene... zutrauen tue ich Ihnen mittlerweile alles). Da kommt zwangsläufig die Frage auf: Wen oder was versuchen sie da eigentlich zu bekämpfen? Gehen Sie sich bitte erst einmal kulturgeschichtlich bilden, dann können Sie jeder Zeit loslegen. Vielen herzlichen Dank für Ihr Verständnis. :) |
| Kinch | Auch wenn sich Mestigoth hier gerade alle Mühe gibt möglichst authentisch einen 15 Jährigen Troll zu imitieren, stimme ich mit ihm/ihr ein wenig darüber überein, dass das Anliegen etwas suspekt anmutet. Ich finde es nämlich ziemlich bedenklich, wenn 30 vermummte Gestalten ein Lokal stürmen können, Trängengas-Granaten zünden, mit allen möglichen Waffen den Laden zetrümmern und anschließend die Polizei mit Pfefferspray angreifen und zwar unter anderem aus dem völlig nichtigen Anlass, dass sie anscheinend "Kameradschaft" von "Kammermusik" nicht unterscheiden können und als Reaktion auf diesen Anlass eine Diskussion um "Rechtsextreme in der schwarzen Szene" entbrennt, statt darüber was für ein gewaltgeiler Haufen diese Schläger eigentlich bilden. Es ist taktisch ziemlich unklug so einen Artikel zu setzen und auch noch offen eine politische Frage zu stellen und gleichzeitig den Diskurs um das Thema verhindern zu wollen. Denn wenn du keine Diskussion um das Thema wünchst, solltest du das Thema nicht zur Diskussion stellen. Dazu hätte der Thread ungefähr so lauten müssen: [QUOTE]Gibt es noch eine Gruppierung wie "Grufties gegen Rechts"? Wo finde ich so jemanden in der Schweiz, bzw. wer wäre bereit sich mit mir entsprechend zu engagieren?[/QUOTE] |
| Setesh | Natürlich kann man über das vorgehen der Antifas bei diesem Anlass diskutieren. Ich persönlich bin pazifist, kann also mit dieser Aktion nichts anfangen. Jedoch halte ich den Widerstand gegen rechtsextreme Tendenzen, Gruppierungen und Anlässe für legitim und wichtig. Auch gerade deshalb, weil ich der Gewalt ablehnend gegenüberstehe, halte ich es für wichtig, eine solche Gruppierung aufzubauen, damit der Widerstand nicht gänzlich den Antifas und ihren oftmals radikalen Arten des Durchgreifens überlassen wird. Mein Ziel ist es, das Ausmass der Bereitschaft für antifaschistische Arbeit in dieser Szene zu eruieren und dann mit den hoffetlich vorhandenen Symphatisanten die "Grufties gegen Rechts" neu aufzugleisen. Die Diskussion über die Antifa wird ja schon in einem anderen Thread geführt. |
| die nuss | ich glaub ich werd rechts. so ganz unverbindlich als linkshänder ich hör ja schon blackmetal und beschäftige mich mit nordischer mythologie. sperrt mich ein, hasst mich, lasst an mir eure wut aus ihr politischen goffs und emos. meine fresse. was willstn gegen rechte machen? denen deine profilneurose aufzwingen? jedem tierchen sein pläsierchen. solange die hirnies nicht wie damals in schweden reihenweise MENSCHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND zusammenschlagen, ist doch alles senf mit butter. kannst ja auch gegen scientology und ihre vulkantheorie demonstrieren, ganz obligatorisch dem haider aufs grab kacken und nebenbei die new-world-order geschichte schlechtreden. also wirklich. als ob rechte unser grösstes problem in dieser welt sind. |
| overdose | Boah, Kirlian Camera als rechtsextrem zu bezeichnen ist schon sehr grenzwertig. Die Damen und Herren Autoren sollten sich mal zum Mera Luna begeben und die ganzen Elektro-Uniformspacken beobachten, an deren Outfit nur noch SS-Rune und Totenkopf fehlen, dann können sie weiterreden. |
| overdose | [QUOTE][i]Original geschrieben von die nuss [/i] und beschäftige mich mit nordischer mythologie.[/B][/QUOTE] Ich auch. Aber ganz heimlich, darf niemand mitbekommen. :cool: |
| Mestigoth | [QUOTE][i]Original geschrieben von Setesh [/i] [B]Mein Ziel ist es, das Ausmass der Bereitschaft für antifaschistische Arbeit in dieser Szene zu eruieren und dann mit den hoffetlich vorhandenen Symphatisanten die "Grufties gegen Rechts" neu aufzugleisen. [/B][/QUOTE] Wie ich schon sagte. Du weißt überhaupt nicht, von welcher "Szene" du eigentlich redest. Dann unterlasse doch bitte auch die Verwendung der Bezeichnung Szene und engagiere dich szene-übergreifend. Lustig ist es allemale, auf der Grundlage eines Indymedia-Berichtes urplötzlich die Geschütze auffahren zu wollen. Dann kann ich gleich blauäugig jedwede Boulevard-Blättchen lesen, deren Wahrheitsgehalt bei etwa 5 % liegt. Im Übrigen denke ich nicht, dass die 'Grufties gegen Rechts' sehr viele Sympathisanten besaßen. Die Berichte des letzten Jahrzehnts zeigen deutlich etwas anderes. Verständlich, wenn da noch Gestalten wie Alfred Schobert zwischen rumhoppsen. |
| Creobotra | [URL=http://www.bazonline.ch/schweiz/Linksextreme-ueberfallen-GothicParty/story/20727227]Artikel der BaZ[/URL], interessant auch die Kommentare dazu. excerpt: "ich denke, dass sich rechtsextreme Ideen deshalb so gut in der schwarzen Szene verstecken können, weil einige Bands sich mit etwas unkonventionellen Mitteln mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen (z.B. DAF, Laibach), diesem aber auf keinen Fall angehören. 80% der Grufties sind nicht rechts, 5% sind verkappte Rechte und 15% sind zu dumm um zu unterscheiden... so in etwa..." edith meint, die prozentzahlen sind euphemistisch... |
| aurora borealis | Setesh, es wurde schon so viel darüber diskutiert, Du musst nur dazu suchen. Wenn Du Leute rekrutieren willst, die Vorgekautes wiederkäuen, dann mach das doch bei Indymedia oder denunziant.de [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=16842[/url] [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=13512[/url] |
| die nuss | [QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i] [B] edith meint, die prozentzahlen sind euphemistisch... [/B][/QUOTE] glaubste, hier bekommste anerkennung wennde mit worten rumschmeisst, die eh nur jeder 10te kennt? für diesen ganzen grieschich/lateinischen dreck gibts auch einfache oder BÄUERLICHE begriffe. |
| Mestigoth | Lateinische Lehnwörter und Gräzismen sind die Brille eines Verfassers: sie lassen ihn stets intelligenter aussehen. :D Aber es stimmt schon. Die intelligentere Sprache ist an sich jene, die für jeden verständlich ist. Also lass uns weiter wie Bauern kritzeln. :p |
| Seneca | Creo wollte ausdrücken das die Zahlen zur Hundertstelverhältnisangabe auch nur wortgewandte Verbrämungen sind. |
| die nuss | schönrederei. <----- obacht multivalenz. |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von die nuss [/i] [B]glaubste, hier bekommste anerkennung wennde mit worten rumschmeisst, die eh nur jeder 10te kennt? für diesen ganzen grieschich/lateinischen dreck gibts auch einfache oder BÄUERLICHE begriffe. [/B][/QUOTE] meine hacke, jetzt verwend ich [I]einmal[/I] n fremdwort... :rolleyes: wenn ichs gesprochen hätte, wärs auch anders rübergekommen. in breitem schwäbisch :D [QUOTE]Lateinische Lehnwörter und Gräzismen sind die Brille eines Verfassers: sie lassen ihn stets intelligenter aussehen. :D[/QUOTE] Gräzismen...genau, du klugscheisser. ;) [SIZE=1]*Gräzismen googeln geht*[/SIZE] |
| Inyan | Find ich nach wie vor wichtig, dieses Thema, zumindest solange, wie die spezielle Klientel in Klubs zur elektronischen Marschmusik (z.B. E-Craft) abtanzt und Leute mit Von Thronstahl-Shirts herumrennen. Vor Panikmache sollte man sich trotzdem hüten. Ich stimme denen zu, die das als Randerscheinung bezeichnen. Aber tolerieren kann man sowas nicht. Die Texte der Grufties gegen Rechts finde ich durchaus gut recherchiert. Jeder kann selber entscheiden, ob er denen glaubt. Ich habe mich dafür entschieden. Ich glaube auch den blöden Onkelz nicht, wenn sie sich als geläutert hinstellen. Die Grufties gegen Rechts sind in Bremen. Kann man leicht finden im Internet. Früher waren sie auch mal in München. |
| pulSar | Mir kommt das nicht ganz so selten so vor, als würden manche Leute gerne mal eine groooße Schublade aufmachen z.B. "elektronische Marschmusik" und dann alles hineintun, was ihnen eh nicht gefällt. Was nicht gefällt muss böse sein. "tolerieren kann man sowas nicht" . [b]Aha -- und was genau?[/b] [b]E-Craft?[/b] (warum?) [b]Bestimmte Anordnungen von Samples, die das "marschmusik-artige" ausmachen? (warum?) Bin ich dann auch "Feind" mit meiner Musik?[/b] (warum?) [i]Ich halte mich nämlich an keine Konvertionen und Tolle-Ranz-Grenzen! Und ich mag wirbelnde Snares und dergleichen und Brachialität, setzte sie ein und frage niemanden um Erlaubnis -- außer es handelt sich um Remixe.[/i] Hast Du das schonmal gesehen?? [img]http://i109.photobucket.com/albums/n63/speedrock13/love_music_hate_fascism.jpg[/img] [b]Use your brain and think!!![/b] |
| Goat93 | Beim Kampf gegen rechtsradikale, so wie ihn die Gruftis gegen rechts geführt haben, ist das Problem, das man Feindbilder braucht, die man in erster Linie gar nicht zur Hand hat. Stattdessen nimt man dann eben fix selbstgebastelte Feindbilder. Liebe(r) Setesh, ich würd dir extrem empfehlen, diese Aussagen von Indymedia, Turnitdown, Gruftis usw. usf. absolut Gründlichst zu überprüfen, bevor du irgendetwas Aktiv machen willst. Bisher hat sich nur bei deren "recherche" herausgestellt, das man sich gegenseitig zitiert und dadurch das Dumme Volk einfachst irgendwelche Propagandalügen unterjubeln kann, diese Leute das wie Schafe glauben und das wars. Bei fast jeder dieser Superneonazi bands haben die Gruftis gegen Rechts im kleinen zugegeben, das die Bands gar nicht Rechts oder Rechtsradikal sind, sondern das man das nur macht um das Thema am laufen zu halten. Leute von Kirlian Camera sind z.B ausm Linken Umfeld, ebenso wie bei der aktuell als Neoübernaziband gebranntmarkte Gruppe Sonne Hagal. Statt diese Leute nen Jude/Nazi Aufnäher in die Hand zu drücken, sollte man sich ersteinmal damit auseinandersetzen, was wer wie warum überhaupt wirklich macht oder tut. Bisher gibt es sehr wenige Bands, die man wirklich als Rechts hinstellen kann. Von Thronstahl nennt sich selbst Faschist, allerdings kommt der auch ausm Punk und arbeitet mit allem zusammen, was Musik machen kann. Daher ist da auch keine wirklich Radikale Propagandische Überzeugung hinter. Zudem stellt er sich auch als Christ da, was im Moment auch nicht gerad so toll ankommt *gg Das Problem Heute ist, was ist denn, wenn die genannten Bands gar nicht "rechtsextrem" sind? Camerata ist die kleine Schwester von Ataraxia, da ist nichts Rechtsradikal, nichtmal wirklich Rechtsorientiert. In deinem Indymedia Bericht sind es aber fix Rechtsradikale Terroristen... edit: Eine der Sternenstunden der Ironie: [url]http://de.indymedia.org/2006/03/141071.shtml[/url] :D Mal ein kleines Beispiel für das, was ich angesprochen habe: [QUOTE]„Alle Bands der braun-schwarzen Dark-Wave- Szene- von Camerata Mediolanense über Allerseelen, Blood Axis über Death in June, der Blutharsch, [COLOR=red] Kirlian Camera [/COLOR] bis hin zu NON, Von Thronstahl und Waldteufel – spielen nicht nur mit (prä)faschistoiden Symbolen und Motiven, sie führen eine regelrechte „faschistische Synthese“ (Zeev Sternhell) auf.[/QUOTE] [COLOR=red]Wer die Homepage der GgR mal genauer studiert (die Suchfunktion ist prima), wird merken, dass Kirlian Camera keine Rechtslastigkeit nach zu weisen ist.[/COLOR] |
| pulSar | Toll!! Darket bekommt - im Nachhinein wegen spätem Lesens (Spätlese, die auf der Zunge zergeht) - ein Lob für so viele klare Worte. Ganz typisch, dass darauf nicht mehr eingegangen wird. Hab ich schon öfter in dem Zusammenhang bei Indymedia so gelesen. (bzw eben nicht gelesen). Das einzige wozu man dort als Mod fähig scheint ist Beiträge, die einem nicht passen als "Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen" zu markieren. Sowas sollte sich ein Nachtwelten-Modetat mal in dem Stil und Umfang erlauben. ----- [b]In absehbarer Zeit gibt es im übrigen neue "Marschmusik" von mir. Schon mit wirbelnder Snare -- im übrigen aus meinen all die Jahre nicht vergehen wollender Liebe zu BREAKBEATs!!![/b] Im Grunde SIND vieles davon BREAKs mit anderen Samplez als immer nur dem Amen-Beat. Das Ganze läuft auch bei mir unter dem Motto "use your brain an thnik!" nur dass der Spruch eben schon von der ober-mega-ultra-evil-Nazi-Band bereits vergeben wurde. Noch eine Sache: So lange man sich selbst seine Feindbilder derart mühseelig zusammenschrauben muss (schrauben in die höschten Höhen der Absurdität), so lange wie es eine Art "Freizeitbeschäftigung" ist, solche Feldzüge zu führen -- oft mit Gewalt. So lange wird die [b]wirkliche Propaganda-Maschine leichtes Spiel haben![/b] Es gibt Interessen, denen es prima passt, wenn sich "das niedere Volk" gegenseitig zerfleischt. Erst recht eben der Teil, der kritisch denkt! Ist doch wunderbar (aus dieser Sicht) -> dann sind alle beschäftigt, schlagen sich die Köppe ein und machen Krawall, während sie mediell ausgeschlachtet werden können und als "Gefahr für die innere Sicherheit" herhalten, um hier ein bisschen da ein bisschen Bürgerrechte einzuschränken. |
| Goat93 | Es gibt zu dem Indymedia Artikel allerdings auch in diesem Forum schon Diskussionen, daher ist Darket darauf auch gekommen, mal so angemerkt. Das bringt mich wiederum auch zu der anderen Sache, die ich anmerken wollte. Diese Zerfleischung geht schon recht lange und ist IMMER das gleiche. Man geht immer wieder von vorn mit absolut den GLEICHEN Krams los und versucht die Welt zu retten. Im WGT Forum kommt das z.B jedes Jahr wieder immer die gleichen Diskussionen und immer der gleiche Ausgang. So wie "Diner for One" nur "Antifa for One". Das sich die Leute mit solchen Aktionen selbst ins Fleisch schneiden und den Respekt über die Sache an sich bei den Menschen drumherum immer mehr sinkt, bleibt dabei natürlich nicht aus. Ebenso wie das mit der Steinwurfattacke aufm WGT, da hat man sich viel Simpathi verspielt.... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Setesh [/i] Wer wäre bereit, mit mir eine neue Struktur von Grufties gegen Rechts aufzubauen ... ? ... Bitte führt hier keine Diskussionen über Sinn und Unsinn antifaschistischer Arbeit ...[/QUOTE]Hallo Setesh, Dein Anliegen ist wirklich ziemlich undurchsichtig. Du willst neue Strukturen aufbauen, ohne über deren Sinn oder Unsinn nachzudenken? [QUOTE]Streiten wir uns nicht um Begriffe, denn die sind ersetzbar.[/QUOTE][QUOTE]Willst du nun was gegen Rechtsextreme unternehmen oder nicht?[/QUOTE]Ich nehme dich beim Wort und ersetze Begriffe, dann lautet deine Fragestellung so: [b]Willst du nun was gegen MENSCHEN unternehmen oder nicht?[/b] Falls du der Meinung bist, dass Rechtsextreme keine Menschen sind, dann solltest du [URL="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=52603"]hier nachlesen,[/URL] inwieweit du selbst Gefahr läufst, zu einem [URL="http://www.amazon.de/dp/3100894316"]Täter[/URL] zu werden. Eine Ursache dafür ist "... die radikale Trennung zwischen zwei Personengruppen ... Und diese Trennung muss für die Täter so unüberwindbar erscheinen, dass sie den anderen schließlich nicht mehr als Menschen wahrnehmen." Ich persönlich beantworte die Frage [b]"Willst du nun was gegen MENSCHEN unternehmen oder nicht?"[/b] mit [b]NEIN.[/b] [QUOTE]Ich persönlich bin pazifist, kann also mit dieser Aktion nichts anfangen. Jedoch halte ich den Widerstand gegen rechtsextreme Tendenzen, Gruppierungen und Anlässe für legitim und wichtig.[/QUOTE]Ein seltsamer Pazifist, der versucht, Menschen gegeneinander aufzuwiegeln ... [QUOTE]Mein Ziel ist es, das Ausmass der Bereitschaft für antifaschistische Arbeit in dieser Szene zu eruieren und dann mit den hoffetlich vorhandenen Symphatisanten die "Grufties gegen Rechts" neu aufzugleisen.[/QUOTE]In einem Kommentar auf der von dir verlinkten Seite ist folgendes Zitat zu lesen: "Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. Ignazio Silone (Sozialist, 1900 – 1978)" Der alte Faschismus ist mir wegen seiner Menschenfeindlichkeit zuwider. Und wenn sich Menschenfeindlichkeit selbst "Antifaschismus" nennt, ist sie mir dennoch zuwider. Wenn du Faschismus an seinen Wurzeln (an seinem Entstehen) bekämpfen willst, dann empfehle ich dir das Buch [URL="http://www.amazon.de/dp/3100894316"]"Täter" von Harald Welzer[/URL] - oder wenn du nicht so viel Zeit hast, aber etwas Englisch kannst, [URL="http://www.amazon.de/dp/B00008MJ91"]diese CD.[/URL] |
| Lady Ligeia | ich möchte rechts nicht verherrlichen, aber einige merken immer noch nicht die untergrabung unser mit Links ... grmpf. |
| smart_hicks | Ich finde es schön, dass es eine Kampagne dieser Art gibt, da das Bild von einem rechtsextremen Grufti in den Medien korrigiert wird, wenn sich immer mehr Menschen von solchem Gedankengut öffentlich distanzieren. Hab mich mal (ein wenig) mit diesem Verein beschäftigt und finde es dann aber doch schon ein starkes Stück ein Label wie "Prophecy Productions" des rechten Gedankenguts zu bezichtigen. Das grenzt fast schon an Verleumdung. Man kann es mit der Political Correctness auch übertreiben... Ansonsten Daumen hoch. Gruß Hicks |
| Goat93 | Das grenzte nicht nur an Verleumdung, es war es auch. Nun, die Frage dabei ist, bringt es an den eigentlichen Ideologischen Grundlagen etwas, das man sich von etwas distanziert? Ein Rassist wird sich logischerweise vom rassismus distanzieren, da ersteinmal das Leben dann einfacher ist und zweitens sich die Person sowieso einredet, kein Rassist zu sein. Die Alltäglichen Merkmale und Problematiken die auftauchen, bleben dann aber trotz Lichterkette bestehen Fight the System not the People ;) |
| smart_hicks | Mit ziemlicher Sicherheit wird sich gar nichts ändern, außer das halt die öffentliche Meinung zu dieser Art von Musik zum Positiven beeinflusst werden kann. Durch diese Initiative übertüncht und übertönt das "Gutmenschentum" halt die rechtsextremen Tendenzen innerhalb der Szene... was zugegeben mitunter auch einfach nur nervig sein kann. Ich bleibe dabei, die Idee ist gut, die Umsetzung allerdings fragwürdig. Mich stört vor allem: Wenn Position zu rechtem Gedankengut bezogen wird, ist dies in 99% aller Fälle aus linker Perspektive, was automatisch dazu führt, dass neben der legitimen Kritik für eine ideologische Doktrin geworben wird. Wieso kann man nicht aus politisch neutraler Sicht über solche Dinge reden? Dieses Antifa-Gelaber - ganz ehrlich, ich finde es einfach nicht seriös und authentisch. Und alle Neofolk-Band unter Generallverdacht zu stellen, halte ich auch für wenig sinnvoll, zumal gewisse Künstler eben auch mit Symbolen "spielen", ob man das nun gut findet oder nicht. Gruß Hicks |
| Goat93 | Die Idee wäre an sich besser, wenn man sich auf das Wesentliche konzentrieren würde, statt Rufmord zu begehen. Wenn jemand sich selbst als Opfer sieht bei der Titulierung "Nazi", dann sollte man sich schon Gedanken machen ob das auch wirklich ein "Nazi" ist. Aufklärung über die Themen und Fragestellungen waren am Anfang an sich Supie, aber als man anfing die Künstler und die Hörerschaft in Politische Ecken zu schieben, hörte das schon wieder auf und entwickelte sich natürlich ins Gegenteil. Also, wenn man z.B Boyd Rice in einem Interview auf seine Politischen Aussagen anspricht, so muß man eben auch mit einer gewissen Portion Schwarzen Humor, Sarkasmus sowie natürlich viel Provokation. Andererseits sind die Aussagen (was ich bisher von ihm gelesen hab) auch nicht so Platt, also muß man dann schon öfters nachfragen, was genau gemeint ist. Das hab ich z.B bei den ganzen Aktionen gegen Rechts vermisst. Statt auf Schlagwörter wie "Sozialdarwinistisch" rumzureiten, sollte man lieber mal nachfragen, was der gute damit meint und ob der nicht einfach jemand mitm Sockenschuß ist, statt ein "Neonazi der die Welt abbrennen will". Stattdessen hat man aus jedem Musiker nen "Rechtsextremer/Neonazi/Neofaschist/Fascho" gemacht. Die Wörter nutzen sich mittlerweile auch schon ab und die Leute reagieren da schon nicht mehr drauf. Man muß dabei allerdings auch noch in Kauf nehmen, das gewisse Tendenzen "normal" sind und überhaupt nicht wegzubekommen sind in jeder Szene. Ist halt auch so eine Sache des Verbotenen und der Provokation. Aber wie will man einerseits Joy Division, Christian Death und so als toll verkaufen und sich bei Laibach und Death in June beschweren? |
| aurora borealis | Hexenverfolgung ist das eine, Verblendung was anderes. Als ob ein Goat weiß, was Boyd Rice denkt... |
| Goat93 | :rolleyes: Bleib doch wieder still oder gib mal was vernünftiges zu den Themen, nicht wieder nur rumblubben.... |
| AmatorPhasma | [QUOTE][i]Original geschrieben von smart_hicks [/i] [B]...Dieses Antifa-Gelaber - ganz ehrlich, ich finde es einfach nicht seriös und authentisch. Und alle Neofolk-Band unter Generallverdacht zu stellen, halte ich auch für wenig sinnvoll, zumal gewisse Künstler eben auch mit Symbolen "spielen", ob man das nun gut findet oder nicht. Gruß Hicks [/B][/QUOTE] Ich kann mich dem nur anschließen! |
| Xenomorph | Bezeichnenderweise gibt es zwar eine "Gruftis gegen Rechts", aber keine "Gruftis gegen Links" - Bewegung, was umso mehr ins Auge fällt, alsdass innerhalb dieser Szene linke Denkansätze wie der Bolschewismus/Marxismus-Leninismus und der Bakuninsche Anarchismus, Kropotkinsche Anarchosyndikalismus zumeist ebenso vehement abgelehnt werden...was ist an dieser Szene überhaupt noch "alternativ"? Es stimmt zwar, dass die Szene sich nicht über das Politische definiert...schön und gut, umso weniger geht es irgendjemanden inner - wie ausserhalb der "Szene" etwas an, ob ich "rechts" oder "links" eingestellt bin...heute scheint selbst dieser ehemals einzige Punkt, in dem jemals so etwas wie ein Konsens bestand, zunehmend infrage gestellt und nicht mehr zu gelten - man ist halt hier wie überall "gegen Nazis", weil es zum politicall-correctness- Gesülze der vom 3. Reich irreversibel traumatisierten deutschen Bürgerseele einfach dazugehört, es zu sein - und natürlich auch gegen den Marxismus-Leninismus und die DDR, gegen Stalin und Mao, gegen alles Kommunistische zu wettern...man ist eben auch hier größtenteils nur Parteigänger und Mitläufer des Kapitalismus - und dabei wird gern übersehen, dass man gar nicht mehr gegen "Rechts" zu sein bräuchte - weil man es längst ist... Der Faschismus in Deutschland wie anderswo war nämlich nie eine Bewegung, die ausschliesslich von den notorisch unterpriviligierten Randgruppen des Kapitalismus getragen worden ist, wie es der heutige Randgruppenfaschismus der NPD und ihrer Anhänger ist, auf die man so gerne mit dem Finger zeigt, um sich dabei selber "anständig" zu dünken (Politpropagandajargon: "Aufstand der Anständigen")...denn man will ja die eigene faschistische Fratze, die sich hinter der braven Gutmenschenvisage verbirgt, nicht so gerne im Spiegel sehen, und da ist der Fingerzeig auf "Die Nazis" dann die mehr als willkommene Rettung... ...nein, der historische Faschismus ging aus einem historisch einmaligen Schulterschluss der Eliten, des Kapitals, und der von Verelendung bedrohten Massen der Werktätigen hervor - Faschismus war schon immer eine Erscheinung des Kapitalismus selbst und nichts ausserhalb seines Bezugssystems stehendes, wie uns die bürgerlichen Politschwätzer so gerne weismachen wollen, und zwar eine Klassenübergreifende Erscheinung, was ihn zu etwas eigentlich höchst ungewöhnlichem und obeflächlich den Gesetzen der kapitalistischen Klassengesellschaft zuwiderlaufendem macht...Faschismus ist somit als Ersatzhandlung für den Klassenkampf, als einzige Möglichkeit zu sehen, die Widersprüche des Kapitalismus systemimmanent zu lösen - wenigstens kurzzeitig...von daher gesehen wird der Kapitalismus immer wieder etwas derartiges hervorbringen so lange er als Herrschaftssystem weiterhin Bestand hat... |
| xxxzinixxx | würd dann wohl schon eher "gruftis gegen ganz links" werden... |
| aurora borealis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] [B]:rolleyes: Bleib doch wieder still oder gib mal was vernünftiges zu den Themen, nicht wieder nur rumblubben.... [/B][/QUOTE] wenn ich "still" bin, dann vermutlich nur, weil a) Du Grütze schreibst oder b) Diskussionsthreads in Ansätzen zerfetzt, weil sie Dir nur dazu dienen, Leute vorzuführen oder c) weil schon so vieles gesagt wurde und die Welt sich dennoch nicht ändern wird. Das Gehirn zu benutzen ist für manche etwas unbequem. Du argumentierst ebenso einseitig wie Antifanten und ähnliche Mitglieder einer sogenannten Gesellschaft. Aber dass Selbstkritik nicht in Deiner Wiege lag, hast Du schon genügend bewiesen. Gehab Dich wohl! |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von aurora borealis [/i] [B]wenn ich "still" bin, dann vermutlich nur, weil a) Du Grütze schreibst oder b) Diskussionsthreads in Ansätzen zerfetzt, weil sie Dir nur dazu dienen, Leute vorzuführen oder c) weil schon so vieles gesagt wurde und die Welt sich dennoch nicht ändern wird. Das Gehirn zu benutzen ist für manche etwas unbequem. Du argumentierst ebenso einseitig wie Antifanten und ähnliche Mitglieder einer sogenannten Gesellschaft. Aber dass Selbstkritik nicht in Deiner Wiege lag, hast Du schon genügend bewiesen. Gehab Dich wohl! [/B][/QUOTE] Also bist du wieder Still :D Gott sei es gedankt :) |
| Krang2 | "und es nicht länger hinnehmen wollen, dass es unter den Grufties Rechtsextreme gibt." <-- Bei solchen Aussagen frage ich mich gerade, wie das umgesetzt werden soll. Mit Gesichtskontrolle? Lebenslaufvorlage? Anschluß an einen Lügendetektor? Und alle "Verdächtigen" dann offiziell ausschließen und an der nächsten Ecke totschlagen? Mit konstruktiver politischer Arbeit hat das nichts zu tun, ganz gleich, ob von rechts oder links gefordert. Überzeugen kann man nur durch Vorbild, und dazu gehört ein gewisses Maß an Integrität. |