| Frau Gaia | Guten Abend, die Damen und Herrn! Ich bin Pendlerin und fahre dementsprechend allmorgend- und -nachmittäglich mit dem Zug, was pro Fahrt in der Regel etwa eine halbe Stunde ausmacht...das ist hier aber nicht so wichtig. Manchmal sehe ich allerdings Menschen an irgendeinem Zwischenbahnhof aussteigen und sich augenscheinlich in Richtung Bahnhofsausgang fortbewegen und genau dieselben Menschen - wenn der Zug dann an der Endstation angekommen ist - an eben diesem schon wieder aus dem Zug aussteigen, obwohl sie doch eigentlich schon ein paar Haltestellen vorher ausgestiegen sind! Wie bitteschön geht sowas???^^ (Dass ich mich getäuscht haben könnte bei der Vermutung, besagte Leute würden dem Bahnhofsausgang zustreben, ist mir auch klar, aber ich halte es immerhin für merkwürdig, wenn jemand in gemächlichem Tempo an mehreren Zugtüren vorbeischlendert, nur um dann im letzten Moment, bevor der Zug abfährt, doch noch schnell wieder einzusteigen...wer macht denn sowas? Und vor allem wieso?:eek: ) |
| SoulReaper696 | Erster Kommentar: o.O Zweiter Kommentar: Langeweile? :D |
| Ursus | Ich weiß ja nicht wie lange der Zug hält aber folgende Möglichkeiten gäbe es: -Kettenraucher -Frischluftfanatiker -Müllrausbringer -Wagonwechsler -permanente Falschaussteiger -Nachdemwegfrager -Sindwirschondafrager -Fahrscheinnachlöser -Wetterprüfer -Klaustrophobiker -Nichtstillsitzenkönner -Bekanntenhallosager usw. Reicht das fürs Erste? Gruß Ursus |
| SoulReaper696 | Ich hätte auch zwei Vorschläge: -Sprinter oder: Du bist einfach so müde, dass du nen Knick in der Optik hast. Net bös' gemeint. |
| Alex | Fehler in der Matrix... |
| Emporial | Bin ebenfalls Zug-Pendler aber das was du beschreibst, habe ich noch nie beobachtet. Ich glaube auch an ein Fehler in der Matrix..:D |
| Schwarze Traene | Ich fahre recht häufig mit Zug, aber das habe ich auch noch nicht beobachtet, aber ich achte da auch nie so drauf ;) . Entweder sie haben langeweile oder sonst was, sollen sie doch machen. Ich kann es ja auch mal ausprobieren, dann wundern sich bald auch andere darüber :D . |
| rosenkind | komisch, ich fahr seit 10 1/2 Jahren jeden Tag mit dem Zug und mir ist das nie aufgefallen. |
| Frau Gaia | Ich hab das innerhalb eines Jahres zwei Mal mit zwei verschiedenen Menschen erlebt...die eine Frau fand ich ohnehin ein bisschen komisch^^ Wer die andere Person war, weiß ich nicht mehr. Wie auch immer, ich bin neulich mit einer Bekannten auf das Thema gekommen und auch sie schien Ähnliches ebenfalls erlebt zu haben. Also denk ich mir: Schreib das mal hier rein, vielleicht ist das was ganz Normales im Bahngewerbe, nur weiß keiner von euch davon. Tja, sieht aus, als sei das nicht der Fall^^ solala, Frau Gaia |
| Tsafried | Im Moment wären wir hier froh, diese Phänome beobachten zu dürfen. Das würde dann wenigstens bedeuten, dass die Bahnen überhaupt fahren... |
| rainraven | Also ich wechsle manchmal während der Fahrt (also an den Bahnhöfen natürlich :rolleyes: ) schon den Waggon in der U-Bahn, weil ich z.B. gerade noch so am Bahn-Arsch-Ende reinspringen kann und dann nicht auf der Höhe des Wagens oder Ausganges meiner Umsteig-Station bin, wenn ich noch weiter Anschluß habe, und da es meistens knapp ist und ich den Anschluß nur erwische, wenn ich quasi aus dem Zug fallen und in den anderen reinfallen kann, muß ich dann schon im richtigen Waggon sein...Das ist zumindest bei mir die Erklärung. |
| rosenkind | doch moment mal, ich kenne das Phänomen doch.... und die ganzen Leute, bei denen das auffällt haben blaue Anzüge an, ein Schrimkäppi und eine Trillerpfeife im Mund :D und die machen das an [B]JEDEM[/B] Bahnhof :D :D :D :D :D *scnr* |
| psychochicken | Neben rainravens Grund halte ich Schwarzfahren für am Wahrscheinlichsten. Das gemächliche Gehen ensteht dabei vielleicht durch dank längerem Perfektionieren der Taktik entstandene Überheblichkeit. Wer weiß, ob Schwarzfahren nicht ähnlich wie bei Kleptomanie zur Sucht werden kann. ;) |
| KleinEden | Ich fahre auch regelmäßig mit dem Zug irgendwo hin und mir ist das auch schon aufgefallen. Wenn ich mit Bussen irgendwo hinfahr ist das auch so. |
| Odessa | Zu diesem Phänomen kann ich nichts sagen, aber ich hoffe, ich darf diesen alten thread "wiederbeleben" mit einem anderen Phänomen - ich nenne es das "wir packen schon 10 bis 100 km vor dem Zielbahnhof hektisch alles zusammen, fuhrwerken mit Jacken, Mänteln, Rucksäcken und Koffern in der Gegend rum bis auch noch der letzte Sitznachbar ein ausgeschlagenes Auge hat und stehen dann ca. 20 Minuten im Gang vor den Türen rum, bis der Zug endlich hält und wir dann aber weitere 5 Minuten brauchen, bis wir die Türen aufkriegen"-Phänomen. Es besteht aus *repeat obigen Satz* und ich versteh es einfach nicht. Ich fuhr nach Hannover und schon in Kassel (!!) begannen die ersten, ihre Koffer und Taschen aus den Ablagen zu hieven und in den Abteilen vor die Türen zu stellen. Damit sie nur 1 Stunde später garantiert die Ersten sind, die an der Tür sind. WENN sie denn über die sich bis dahin dort angesammelten weiteren 84950485 Koffer anderer Leute noch drübersteigen können. Ich fuhr nach Nürnberg und schon in Ingolstadt begann das gleiche Spiel. Ich fuhr nach Würzburg und auch dort begannen die ersten Leute, schon 50 km vor dem Hauptbahnhof hektisch in Aufbruchsstimmung zu verfallen. Ich fuhr nach Augsburg und da das nur eine halbe Stunde ICE-Fahrt von München entfernt ist, war da leider nicht so ganz genau auszumachen wo das "sich hinsetzen" anfing und das "sich wieder erheben" begann, denn da war irgendwie konstant alles und jeder in ständiger "Vor den Türen"-Rumlauferei, Steherei und Koffer-Parkerei. Steht dann der Zug endlich, ist irgendwie immer der Hansl an den Türgriffen, der sie garantiert nicht aufkriegt. Und kaum sind die Türen auf, poltert die Menschenmenge raus, stößt und tritt und trampelt dabei rücksichtslos um sich - nur um dann in aller Ruhe, kaum 50 cm von der Abteiltür entfernt aber draußen stehend, die Taschen und Koffer genau dort vor der Abteiltür auf den Bahnsteig zu stellen und behäbigst und ruhig selbst dort stehenzubleiben oder aber abholenden Liebchens und Liebhabern knutschend in die Arme zu fallen, ebenfalls direkt vor der Abteiltür. Daß die anderen Leute aus dem Abteil auch aussteigen wollen, wird dann schon mal vergessen oder mit einem empörten "Nun warten Sie doch, was haben Sie es denn so eilig" quittiert, wenn man wagt, sanft und nach ca. 2 Minuten vorsichtig anzumerken, daß man nun gerne auch mal aus dem Abteil getreten wäre. - Und das von den Leuten, die in Kassel schon an der Tür klebten damit sie in Hannover nur ja schnell genug draussen sind ;) :D Menschen. Ich kenn und studier sie jetzt seit 45 Jahren und find immer wieder was, was ich nie verstehen werde. Und irgendwann schreib ich doch noch mal ein Buch über diese obskure Säugetierart ;-). |
| Demon17 | [QUOTE]Manchmal sehe ich allerdings Menschen an irgendeinem Zwischenbahnhof aussteigen und sich augenscheinlich in Richtung Bahnhofsausgang fortbewegen und genau dieselben Menschen - wenn der Zug dann an der Endstation angekommen ist - an eben diesem schon wieder aus dem Zug aussteigen, obwohl sie doch eigentlich schon ein paar Haltestellen vorher ausgestiegen sind! Wie bitteschön geht sowas???^^ [/QUOTE] Das erinnert mich an einen SF-Roman von Stanislaw Lem. Ein Raumschiff verfährt sich im Raum-Zeit Kontinuum und wiederholt endlos dieselbe Zeitschleife. Diese Paradoxie ist dann in verschiedenen SF-Serien aufgegriffen worden. Wahrscheinlich durchquert die Bahn bewusst eine dimensionale Anomalie auf Deiner Strecke und Du bist jeden Tag wesentlich länger unterwegs. Im Bahnhof läuft die Zeit natürlich langsamer, wähernd Du im Höllentempo immer wieder dieselben 10 cm fährst, gehen die Leute ganz gemütlch einen Kaffee trinken und steigen nach der 100. Wiederholung wieder ein. Könnte es so etwas sein? |
| Cagliostro | @Frau Gaia ich war früher "Fahrschüler", somit kenne ich das Phänomen. Nun, schon damals hatte ich den Argwohn, dass es sich um Statisten handelt, die uns so etwas wie quirliges Leben vorgaukeln sollen. Aber evtl. ist die Zahl der sichtbaren Menschen höher, als die Seelen, d.H. manche Zeitgenossen sind Fakes. Ob Ausserirdische dahinterstecken oder die Regierung, das sei dahingestellt..... |
| Caranaldion | Da es ja bekanntermassen nichts gibt, dass es nicht gibt, könnte es sich auch um eine neue Art des Trendsports handeln: Wer schafft es, während dem Halt am Zwischenbahnhof die meisten Waggons zu wechseln, und zwar gemächlichen Schrittes ausserhalb des Zuges : [i]Slow-train-hopping[/i] oder sowas |
| Latona | ich musste herzhaft lachen, als ich all die beiträge gelesen haben, wirklich gut. ich hab mal beobachtet, dass wir ausstiegen. zug fuhr weiter, stiegen in einen anderen wieder ein und siehe da, dieselben leute, die auch schon in dem vorigen zug saßen kommen im nächsten auch wieder rein. die hatten alle denselben zielbahnhof, nur wir haben den zug eben einen bahnhof früher gewechselt, als die anderen oder später. vielleicht wars auch umgekehrt, aber versteh einer die züge.... die bahn eben! ungeahnte möglichkeiten verbergen sich in diesem universum. @odessa: ich bin früher sehr oft zug gefahren, aber das ist mir auch noch nie aufgefallen, höchstens mal, das irgendso ein honk die bahnhofstür nicht öffnen konnte und zeilen von menschen einsteigen wollen und die austeigenden es echt schwer gehabt haben, sich durch die masse zu kämpfen. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Latona [/i] [B]ich musste herzhaft lachen, als ich all die beiträge gelesen haben, wirklich gut. ...[/B][/QUOTE] Hmpf, einem Verein, der behauptet, er würde mobil machen, traue ich nicht über den Weg. Eins von den letzten Malen, als es im Zusammenhang mit der Bahn eine Mobilmachung gab, schrieben Soldaten mit Kreide auf Viehwaggons: "in sechs Wochen in Paris!". Nun, das ist im europäischen Fernverkehr schon brutal lang......... |
| Odessa | :D Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind immer wieder eine beachtenswerte - im wahrsten Sinne des Wortes - Spezies. Da gibt es auch das Phänomen "ich muß genau in den 6 Minuten meiner täglichen Heimfahrt im Bus meine drei Hörnchen, zwei Schokoriegel, eine heisse Tasse Kaffee und danach noch eine Orange essen bzw. trinken". Möglichst laut (also schlürfend, schmatzend und saugend) und wenns irgendwie geht, indem ich neben mir Sitzenden mit Bröseln zukrümle, mit Orangenspritzern vollkleckere oder mit schwappendem Kaffee verbrühe. Weil: man kann ja nicht Minute 7 oder Minute 10 abwarten, bis man zu Hause ist zum in Ruhe essen oder man sich wenigstens nicht mehr in einem fahrenden, ruckelnden, abrupt bremsenden oder sonstwie "Flugbahn - Austrittswinkel Kaffee / Bezug zu 20 cm entfernt sitzendem Mitmenschen"-unberechenbarem Gefährt befindet ;). edit im Nachlesen: --- Hmpf, einem Verein, der behauptet, er würde mobil machen, traue ich nicht über den Weg. Eins von den letzten Malen, als es im Zusammenhang mit der Bahn eine Mobilmachung gab, schrieben Soldaten mit Kreide auf Viehwaggons: "in sechs Wochen in Paris!". Nun, das ist im europäischen Fernverkehr schon brutal lang... ---- :D Zu schön. Und politisch inkorrekt wie es gute Satire auch sein muß... |
| |Dunkelschön| | Stimmt doch, habe nen Zug nach Frankfurt Hahn gesucht weil vomn selbigen Airport nen Flug nach Portugal hin und zurück für 30 € startet .. der Zug brauch [SIZE=4]13 ! ! ![/SIZE] Stunden :eek: :eek: (Vergleich der nach Warschau für doppelt so lange Strecke "nur" 5 Stunden) Also ehrlich da bin ich mit dem Auto schneller, selbst wenn ich bei Glatteis im Rückwärtsgang den Berg hoch bremse, bei Gegenwind wohlgemerkt ... :rolleyes: |