| Krea | In einem anderen Forum entpann sich eine Diskussion basierend auf folgendem Eingangsposting: [QUOTE]In sexueller Abstinenz zu leben hat erhebliche Vorteile. Es ist eine Art von Befreiung. Keine mehr oder weniger lächerlichen Balztänze mehr. Keine Ablehnungsängste und keine Verpflichtungen mehr zu einem mehr oder qweniger passenden Zeitpunkt auf der Höhe zu sein. Natürlich hat es auch Nachteile. Es fehlt die körperliche Nähe und Wärme, veilleicht auch die Pflege des Ego, begehrenwert zu scheinen. Aber nach meiner Meinung überwiegen die Vorteile.[/QUOTE] Ich sehe das nicht so, denn ich meine, Sex gehört mit zur menschlichen Natur - schon allein bedingt durch den Fortpflanzungstrieb - und ich sehe auch nicht, wo und wie Abstinenz befreiend wirkt. Was meint Ihr dazu? |
| LaChatte | Grundsätzlich: Menschen sind in erster Linie Kulturwesen, nicht Naturwesen. Was natürlich ist, ist nur bedingt relevant. und im Detail: persönliche Vorlieben, die Geschichte des eigenen Lebens, gesellschaftliche Prägungen, die biologische Disposition et cetera et cetera hat wohl zur Folge, dass jeder Mensch das anders handhabt und anders erlebt. für manche Menschen kann es wohl durchaus befreiend sein, nicht Sex haben zu müssen... warum auch nicht? grüsse, barbara |
| ArrogantNick | Ich sag's mal ganz platt: Wenn ich liebe, will ich Nähe. Zwischen Erwachsenen, ist ein sehr großer Ausdruck von Nähe, auch in körperlicher Hinsicht, (in den meisten Fällen) naturgegeben vorgesehen. Und in den Fällen, in denen das nicht so ist, ist es eben nicht so. Muss man eigentlich aus allem eine Frage von Vor- und Nachteilen machen? Und, kann dabei überhaupt etwas herauskommen, das irgendwelche allgemeine Gültigkeit beanspruchen könnte? .... |
| Odessa | Ich sehe das wie Du, Krea. Leute die solche postings verfassen wie das von Dir zitierte kenne ich zur Genüge als Patienten der Psychiatrie in der ich arbeitete. Meist waren das äußerst selbstunsichere, verkrampfte Personen, sehr oft im spät-pubertären Alter zwischen 18 und Mitte 20, die mit sich und ihren eigenen Emotionen als auch mit ihrem Körper überhaupt nicht zurechtkamen (bei Frauen ging es auffallend häufig einher mit Magersucht oder anderen Eßstörungen, vielfach auch mit der schwammigen Modediagnose "Borderline"). Gefühle erschienen ihnen als gefährliche Monster, die es am besten zu unterdrücken und zu verteufeln galt als Eingeständnis von menschlicher Schwäche. Menschen mit diesem Krankheitsbild neigten auch dazu, so zumindest meine bescheidene Erfahrung in diesem Beruf, einen gewaltigen Größenwahn zu haben, eine Art "Gott-Komplex" (so hieß das sogar, wenn ich mich recht erinnere). Diese Patienten kamen sich ganz erhaben über alle anderen "niederen Kreaturen" (O-Zitat einer Patientin) vor, wenn sie ihren Körper und seine Bedürfnisse (Hunger, Durst, Schlaf und Sexualtrieb) verneinten. Sexualität wurde als "primitiv, widerwärtig animalisch" oder "schmutzig, eklig und dreckig" abgewertet. Da sie aber geistig und seelisch ja so "hochstehend" seien, bräuchten sie diesen ihnen Angst einflössenden "Schmutz"/Sexualität nicht. Daß sie damit nicht wirklich glücklich waren, zeigte sich ja aber schon allein dadurch DASS sie in freiwilliger psychotherapeutischer Behandlung bei uns waren; und meist war da nicht nur erwähnter Größenwahn (Hand in Hand gehend mit völlig instabilem bzw. nicht vorhandenem Selbstwertgefühl) und Selbsthass vorhanden, sondern es lagen noch andere Persönlichkeitsstörungen mit teils massivem Selbstverletzungsverhalten (Drogenabusus, Ritzen/cutten, Sucht nach Piercings, nach Tättoos, Extremsport bis hin zu Ohnmachten usw.) vor. Bei Deinem Beispiel gehe ich allerdings nicht von einem solchen Psychiatriefall aus, sondern von einem "da ist ein Herr oder eine Dame wohl sehr verbittert"-Fall. Das ist meiner Erfahrung nach häufig die Sorte Mann/Frau, die mit Ende 30, Anfang 40 immer noch nicht fest gebunden ist und die nie längerdauernde Beziehungen hatte. Menschen die sich seit Jahren nur noch auf emotional oberflächliche Sexkontakte einließen und für deren Erreichung "man" ja Einiges tun mußte: weggehen, jemand treffen, jemand anflirten, jemand Avancen machen, sich von seiner besten Seite zeigen damit das Objekt der Begierde anbeißt usw. Daß so jemand es irgendwann als "Arbeitsaufwand" empfindet, daß er immer wieder seine Aufreiss-Balztänze aufführen muß, ist ebenfalls einleuchtend. Diese Menschen lieben aber ja nicht wirklich, sie befriedigen damit, so vermute ich, nur recht kurzzeitig ihre ständige Gier nach (vermeintlich) immer neuen Gefühlssensationen. Der Partner als numerierte Trophäe und man selbst ist nur eine weitere Nummer in der Sammlung des Anderen. Daß dies auf Dauer langweilt oder verbittert ob der Leere die in einem zurückbleibt, ist logisch. Ich hatte mal mit so einem Mann und später einer Frau dieser Art zu tun. Beide waren nur noch ständig am Gift und Galle spucken gegen alle glücklichen Paare. Überall sahen sie nur das Negative, vor allem im Sex, das aber natürlich erst dann, als er (der Mann) selbst mit seinen damals 43 Jahren keinen "Stich" (so nannte er es immer abfällig) mehr bei seinen Kneipenbekanntschaften und Tennisclubpartnerinnen landen konnte. Da war plötzlich von ihm zu hören: "Ohne Sex lebe ich wesentlich besser, ich brauch mich nicht mehr aufbrezeln, habe niemand mehr neben mir wenn ich aufwache und brauche keine Ausreden zu erfinden, wie ich die Trulla noch vor dem Frühstück wieder loswerde" usw. Die erwähnte Frau hatte seit über 11 Jahren keine feste Beziehung mehr gehabt schlicht weil keiner sie haben wollte. Also beschloß sie, aus der Not eine Tugend zu machen und teilte aller Welt und vor allem mir in täglichen Telefonaten mit, daß sie Sex "voll scheisse" fände, sie so froh sei, daß sie das "nicht braucht" und all ihre Energien in ihre Arbeit stecken kann. - Seltsam nur, daß sie mit jedem Monat verbitterter und galliger wurde, sie neidzerfressenst gegen alle Frauen wetterte und intrigierte die Verehrer hatten und/oder erfüllte Liebesbeziehungen, sie sich irgendwann dann 5 Katzen ins Haus holte als emotionale Ersatzbefriedigung (die Katzen mußten Leibchen und Söckchen tragen, wurden "erzogen" als "artige Kinder" und waren eher lebendige Sofa-Deko als artgerecht gehaltene Lebewesen) und sie schlußendlich dann damit anfing, stundenlang hinter der Gardine auf Falschparker, 2 Minuten nach Eintritt der Mittagspause noch ballspielende Kinder und knutschende Pärchen zu lauern. Die sie dann flugs entweder dem Hausmeister oder der Polizei meldete bzw. sie die Pärchen lauthals als "Ferkel und schamloses Pack" beschimpfte. - Ja, wirklich seehr gesund, so eine sexuelle Enthaltsamkeit. Vor allem wenn sie aus reinem Mangel an Gelegenheit und verbiesterter "ich krieg keinen mehr ab"-Notlage heraus zur sich selbst missionarisch gepredigten Religion erhoben wird ;-). Zum von Dir zitierten Beitrag fällt mir all das wieder ein. Und allein schon, daß es der Schreiber als "Befreiung" bezeichnet, keine "Balztänze" mehr aufführen zu müssen, zeigt mir daß dieser Mensch sicherlich in die ähnliche Richtung geht wie die von mir geschilderten Exemplare. Ich kann diese Logik überhaupt nicht nachvollziehen, denn wenn ich liebe, muß ich gar nichts aufführen, muß weder irgendeine Show abliefern noch muß ich irgendjemandes "Erwartungen" erfüllen - ich BIN. Und nur das "ich" wird doch geliebt so wie es ist, und nicht irgendeine Larve drumrum. Daß man aber flirtet, daß man dabei natürlich gewisse biologische/natürliche Verhaltensweisen als Werbender an den Tag legt - das alles sind Dinge, die ich weder als "Un-Freiheit" noch als Belastung empfinde, sondern als die völlig normalen Muster, die in unseren Genen sind und die zu uns gehören wie unser Fingerabdruck. Und für mich sind Liebe und Sinnlichkeit mit meinem geliebten Partner das Salz des Lebens, ich würde sterben ohne oder liefe nur noch als Zombie *copyright at Mischa * durch die Gegend. Oder schlimmer noch: würde auch irgendwann damit anfangen, jeden Falschparker aufzuschreiben und meine Katze als artiges Kind "zu erziehen"... Ego-Pflege, nächster Punkt: wer Liebe so sieht, daß sie seinem Ego dient, der hat mein vollstes Mitleid. Liebe wirft uns auf uns selbst zurück, sie zeigt uns wie nichts Anderes daß es eben NICHT um uns und unser Ego geht, sondern darum, selbstlos einem Anderen (Partner, Eltern, Kind, einem Haustier, einem engen Freund) alles Glück dieser Erde zu schenken, sein Leben und Wohlbefinden über das eigene zu stellen; sie zeigt uns daß wir verletzbar sind und schwach. Sich auf etwas einzulassen, das Dir Demut, Schmerz, Verzicht und auch Verlust beschert - das tut garantiert niemand, der ein Egoproblem hat. Leute ohne stabiles Ego sind zu tiefgehenden Emotionen, wie es sie hierfür braucht, nämlich erst gar nicht in der Lage. Natürlich ist es jedermanns persönliche Einstellung, ob er Sex lebt oder nicht, und es gibt mehr asexuelle Menschen als man gemeinhin annimmt. Das ist völlig in Ordnung. Genauso in Ordnung und fast schon bewundernswert sind für mich Menschen, die aus religiösen Gründen auf Sex verzichten, katholische Priester und Nonnen zum Beispiel. Für sie ist der Verzicht auf Erotik ja das größte Opfer, der größte Verzicht an "menschlichen Bedürfnissen", welches sie bringen um ihrem Gott, ihrem Glauben nach, ihre grenzenlose Liebe und Verzichtsbereitschaft zu beweisen. Kann ich absolut akzeptieren, auch wenn mir diese Art Gläubigkeit und Opferbereitschaft gänzlich fehlt. Aber als nicht asexueller Mensch ganz bewußt irgendwann in seinem Leben zu entscheiden, daß man sich nie mehr verliebt und keinerlei Emotionen dieser Art, auch Sexualität, mehr zulässt nur weil man auf eine fast schon widerlich technisch-rationale Art die "Vor- und Nachteile" von Liebe abwägt wie es andere Leute beim Kauf eines Autos zwischen zwei Modellen tun - das halte ich für fast schon eine Art Frevel sich selbst und seinem Körper und Geist gegenüber, denn diese Einstellung ist ja dann augenscheinlich nur geboren aus Bequemlichkeit, Menschenverachtung ("keine Lust mehr auf Trullas am Morgen") oder Verbitterung. Und keiner dieser Gründe ist für mich ein "gesunder". Und mit Freiheit hat es absolut gar nichts zu tun, wenn ich mir einen naturgegebenen Trieb nur (Betonung: NUR!) aus erwähnter Frustration, gehässiger Verbitterung aufgrund negativer Erfahrung oder vermeintlicher "Erhabenheit über alle Anderen die Sex genießen" verbitte. |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krea [/i] [B]Was meint Ihr dazu? [/B][/QUOTE] Die Prämisse des Postings ist anscheinend, dass derjenige nur mit dem anderen Geschlecht redet, um eine Sex-Gelegenheit zu bekommen. Und das er, wenn er sich dem anderen Geschlecht nähert, sich verstellen muss. Das für denjenigen dann das Zölibat einer Erleichterung ist, kann ich nachvollziehen. |
| Krea | Ihr liegt einigermaßen halb daneben. Der Schreiber des Posts ist ein Mann in mittlerem (also so ungefähr unserem) Alter, in einer Beziehung, und der Meinung, dass der Sex nur eine frustrierende Pflichtübung ist. Ob seinerseits (was ich aber eher nicht denke) oder seitens der Partnerin, verrät er nicht. Ich denke also auch an eine schlimme Verbitterung und Frustration beim Schreiber, verletzte Männlichkeit kommt dazu und - falls die Partnerin diejenige mit den Übungen ist - warscheinlich eine gehörige Portion Liebeskummer... |
| Kinch | Ist er das Thema, oder die Frage ob und wann Sex befreiend ist? Wenn jemand Sex nicht mag, oder Sex mit der „Anstrengung” verbunden ist Frauen zu bezirzen, oder er keinen Sex bekommen kann, weil er eine frigide Frau hat, dann kann Abstinenz wohl befreiend sein. |
| Vorwärts FDJ! | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krea [/i] [B]Ihr liegt einigermaßen halb daneben. Der Schreiber des Posts ist ein Mann in mittlerem (also so ungefähr unserem) Alter, in einer Beziehung, und der Meinung, dass der Sex nur eine frustrierende Pflichtübung ist. Ob seinerseits (was ich aber eher nicht denke) oder seitens der Partnerin, verrät er nicht. Ich denke also auch an eine schlimme Verbitterung und Frustration beim Schreiber, verletzte Männlichkeit kommt dazu und - falls die Partnerin diejenige mit den Übungen ist - warscheinlich eine gehörige Portion Liebeskummer... [/B][/QUOTE] Damit ist er sicher nicht alleine. Ich kann jeden verstehen, der heute kaum Bock mehr auf Sex hat und in Abstinenz lebt. Sex ist bei vielen Menschen einfach zu stark in den Vordergrund gerückt und hat alle anderen Eigenschaften einer Beziehung in den Hintergrund geschoben. Ich habe zudem immer den Eindruck, dass alles [i]verwissenschaftlicht[/i] wurde (ganze Bücher über Geschlechtskrankheiten und Krankheiten, die allein durchs Küssen übertragen werden können... das Gerede darüber, sprich die "Aufklärung", und der Schutzgedanke schieben sich irgendwann in den Vordergrund. Die Folge: Sex wird für viele zu einer äußerst besorgniserregenden Sache. Und natürlich spielt auch die Entmystifizierung der Geschlechtsteile eine Rolle, die anatomische Darstellung, wie man sie schon in der Schule gelehrt bekommt. Ein bißchen Gewebe, ein paar Nerven etc., ah ja, wirklich unglaublich interessant). Auf der anderen Seite steht so eine Art [i]Ver[b]athlet[/b]isierung[/i] der Sexualität ("Nee du, unter 20 cm läuft hier gar nichts"). Sex ist nichts wirklich Freies mehr, sondern er ist einerseits zu einer regelrechten "körperlichen Bedrohung" geworden, vor der man sich schützen will wie vor einem Grippe-Virus (viele empfinden Kondome nebenbei bemerkt als abstoßend). Andererseits ist er zur Hauptgrundlage einer Beziehung und zur Pflicht mit strengen Regeln und einer starken Erwartungshaltung beiderseits verkommen. Und die Ansprüche werden offensichtlich immer größer. Vermutlich ist die Porno-Industrie nicht ganz unschuldig daran. Die vermittelt schon ein ziemlich abweichendes Bild von Sex und der physischen Erscheinung eines Mannes (darf es ein Elefantenpenis sein oder doch lieber 'ne Rolle Dachpappe?) oder einer Frau (Wassermelonen als Brüste), die beide natürlich 24 Stunden am Tag nur am Rackern sind. Es gibt genügend Leute, die versuchen, sowas dann auf die Realität zu projizieren. All das lässt den Gedanken an Sex nicht wirklich zu etwas Positivem werden. Vermutlich bekommen viele schon Panikattacken davon. :D |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]....Man denke sich hier ein Vollzitat....[/B][/QUOTE] Ähm.... wenn ich liebe, habe ich mit derartigem Schwachsinn doch nix am Hut! Langsam glaube ich, dass das Wissen verloren geht, dass man Sex auch aus Liebe praktizieren kann. Wenn ich sowas lese: 'Erwartungshaltung', 'Technisierung' etc. pp. .... sorry, nicht mein Planet. Ich habe meinen eigenen Kopf und Bauch. . |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B].... Mischa :) : Menschen wie wir werden nie verstehen können, glaube ich, daß es Leute gibt die sogar noch bei Emotionen und so herrlichen Gefühlen wie Sinnlichkeit und Erotik die "Vor- und Nachteile" kalt-nüchtern gegenüberstellen. Bilanz, Gewinn und Verlust... so gehe ich ja noch nicht mal bei meinen Edelmetall-Aktionen vor;-) [/B][/QUOTE] Stimmt! Sowas kann ich echt nicht verstehen. Und das als Ex-Hure. :D Vermutlich bin ich zu sehr Mensch geblieben, um sowas nachvollziehen zu können. .... |
| Odessa | Amen *ich bin heute sakral* auch zu Mischa. Wobei ich, wie Du ja ebenfalls, durchaus nachvollziehen kann, was FDJ ins Feld führte als Gründe für die Angst vor Sex. Ich denke nämlich auch, daß viele Leute völlig verunsichert sind und ihre Sexualität (weil diese Menschen sich selbst und ihrem "Bauchgefühl", ihrer Natur, so entfremdet sind durch ihr ständiges krampfhaftes "Verkopft Sein") für sie zum Problem wird allein schon deswegen, da Sexualität stark und wild ist, sie sich weder in gesellschaftliche noch in religiöse Normen pressen lässt. Kopfmenschen, die alles kontrollieren, planen und nach Stundenplan "abarbeiten" wollen, können sich sicherlich nur unter großer Angst oder eben unter "Abziehen einer Show" (Balztänze aufführen) so einer Brachialgewalt wie der Liebe/dem Eros stellen. Für mich (und eigene Meinungen zu diesem Thema erfragte Krea ja) ist Sexualität ein wunderschöner und völlig natürlicher Teil meines Frau/"Weib"-seins in einer erfüllten Liebesbeziehung. Und nur in einer stabilen und innigen Zweierbeziehung lebe ich meine Sexualität auch zu 100% aus. Freiwillig (und die Betonung liegt hier immer auf der Freiwilligkeit, also ohne eine z. B. bestehende Krankheit beim Partner oder bei mir und ähnliche "verhindernde" Gründe) abstinent zu leben ist für mich unvorstellbar in dem Moment, in dem ich wahrhaftig liebe. Denn die Liebe zu einem Mann (ich bin hetero) unterscheidet sich für mich zur platonischen Liebe oder zu einem Bruder-Schwester-Verhältnis ja genau dadurch DASS sie, zusätzlich zur geistigen/seelischen Liebe, eben auch noch die Erotik mit diesem geliebten Menschen beinhaltet. Welche aber bei mir erst (und ich kann wie immer nur für mich selbst sprechen) dann ins Spiel kommt, wenn ich diesen Menschen bereits als MENSCH (nicht als "Mann"), also seinen ganzen Charakter, seinen Geist, seine Seele, liebe. Erst dann möchte ich auch körperlich diesem starken Liebesgefühl Ausdruck verleihen, möchte diesen Menschen immer um mich haben, ihn berühren, zärtlich sein zu ihm, ihn verwöhnen, ihm meine Nähe und Wärme schenken und mich ihm ganz hingeben, als ultimativen Ausdruck unserer Zweierbeziehung - und als Geschenk. Das hat für mich viel mit Vertrauen und Fallenlassen können zu tun, mit Kontrollverlust und mit der Fähigkeit, sich schwach und verwundbar zu zeigen in den Armen des geliebten Menschen, und das auch noch sehr gerne und mit Genuß. Und üblicherweise hat der geliebte Mann dieses Bedürfnis mir gegenüber auch in genau der gleichen Weise und voila, schon läuft es wie es seit Anbeginn der Menschheit immer und in jeder Kultur und Gesellschaftsschicht und in jeder Epoche läuft: man liebt sich. Mit Haut und Haaren. Geist, Seele, Herz und auch der Körper sind eins, genießen einander und haben Freude aneinander. Wobei das überhaupt nicht "der Akt" an sich (immer) sein muß; für mich gehört jedes Streicheln, jedes sich in den Arm nehmen, jedes "Die Köpfe aneinander legen und so einschlafen", jedes Zehengeknutsche und "Fingerspitzen aufeinander legen" genauso dazu. Alles ist Sinnlichkeit, alles ist vertrauensvolle Intimität mit dem für mich dann einzigen Menschen, mit dem ich das teilen und erleben kann/möchte. Mir würde definitiv etwas sehr Elementares fehlen, würde ich NICHT mehr mit meinem Geliebten Schmusen oder mit ihm Schlafen können/dürfen. Es ist MIT ein Teil unserer Paarbeziehung, ganz simpel, und das dürfte es bei den allermeisten Paaren auch genau so sein ;-). Mir tut dieser Mann in Kreas Beispiel jedenfalls ziemlich leid - denn wenn man nur aus Frustration oder Verletzung (Zurückweisung etc.), also eher zwangsweise, einen seiner natürlichsten und schönsten Triebe verleugnet oder ihn sich gar "mies redet" nur damit man sein Unerfülltsein nicht mehr als sooo schmerzhaft wahrnimmt, ist das für mich wie schon geschrieben nichts, was ich mit "Befreiung" oder wirklich "freigewählter Entscheidung" in Verbindung bringe. |
| LaChatte | hm da gabs doch vor einiger Zeit reichlich Dokus von wegen Wessis, Ossis, vor und nach der Mauer. Eine Doku war über Sex, mit dem Fazit: Westen, das sind die Dildos, die Pornos, die Bilder, die Silikonbrüste, länger schneller stärker mehr, eine ganze Industrialisierung. Ossis, das waren die, die all das nicht hatten und daher Zeit fanden, frischfröhlich und entspannt zu vögeln, ohne sich Gedanken zu machen à la "oh, der Typ im Porno hatte aber viel mehr" oder "bin ich verklemmt, wenn ich mit 16 noch keinen Analsex hatte und auch keinen will?" oder "wie seh ich aus...?" Ich halte es tatsächlich für nicht ganz unproblematisch, dass Aufklärung heute aus dem biologisch-technischen Teil in der Schule und den Pornos auf dem Schulhof besteht. Und dann die meisten wohl immerhin durchaus auf die Idee kommen, dass das, was sich in einer Liebesbeziehung abspielt, etwas anderes sei, aber was das denn sein könnte... grüsse, barbara |
| ArrogantNick | Stimmt schon, Katze.... ....aber ich gehe hier ja jetzt von Erwachsenen aus. ;-) Gruß Mischa |
| Vorwärts FDJ! | Für Liebe sind manche Leute einfach zu pragmatisch. Was ist denn Liebe? Für den Träumer ist das Zuneigung, Sympathie, völlige Hingabe, natürlich bis in alle Ewigkeit, was auch immer. Für den Pragmatiker ist das Chemie, ein Paarungsförderer, nicht mehr und nicht weniger. Verliebtheit gibt es für den nicht, da im Kopf die einfache Frage "Wozu?" verankert ist. Nebenbei bemerkt: Ich denke nicht, dass man in Sachen Geschlechtsmerkmale und Sex den Mann mit der Frau vergleichen kann (da ich gerade merke, dass hier viele weibliche User von ihrer Sorglosigkeit schreiben). Dazwischen stehen unterschiedliche Formen der Akzeptanz. Frauen werden immer akzeptiert, ob mit großer oder kleiner Oberweite. Die müssen keinen 8-Zoller hochkriegen, damit der Partner was für's Auge hat. Während sich die Frau demnach eigentlich sorglos zurücklehnen kann, hat der Mann mit diversen Anforderungen zu kämpfen. Diese Kopflastigkeit findet sich demnach automatisch bei den Männern eher als beim weiblichen Geschlecht. Die hohen Ansprüche diverser Frauen (und die sind nun wirklich nichts Seltenes mehr) tun dabei ihr Übriges. Daraus entpuppen sich dann Männer, wie sie Krea oben zitiert hat. ;) |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Stimmt schon, Katze.... ....aber ich gehe hier ja jetzt von Erwachsenen aus. ;-) [/B][/QUOTE] huch. Würd ich auf Nachtwelten nicht unbedingt. Wenn du oder ich in einem Thread schreiben, geht das Durchschnittsalter wohl grad zehn Jahre nach oben. :D [QUOTE][i]Original geschrieben von FDJ [/i] [B] Die müssen keinen 8-Zoller hochkriegen, damit der Partner was für's Auge hat. Während sich die Frau demnach eigentlich sorglos zurücklehnen kann, hat der Mann mit diversen Anforderungen zu kämpfen. Diese Kopflastigkeit findet sich demnach automatisch bei den Männern eher als beim weiblichen Geschlecht. Die hohen Ansprüche diverser Frauen (und die sind nun wirklich nichts Seltenes mehr) tun dabei ihr Übriges. [/B][/QUOTE] Das ist wohl die Rache der Emanzipation. Meist sind es ja die Männer, die was fürs Auge wollen. Grosse Titten, und so. Und jetzt übernehmen auf einmal die Frauen diese männlichen Muster von Länge und Leistung? Wenn eine Frau sich mit einem Mann wohl fühlt... schliesst sie doch lieber die Augen. Und wohlfühlen hat mit Anatomie recht wenig zu tun, und viel mehr mit Humor und Selbstbewusstsein. jaja, das macht schon wieder neuen Leistungsdruck, schon klar.;) grüsse, barbara |
| ArrogantNick | Moin! **** @Katze, da magst Du sogar Recht haben. Aber selbst wenn, so sind das immer noch Erwachsene. Wir sind alt, sieh es ein. :D **** @Vorwärts FDJ! [QUOTE]Für Liebe sind manche Leute einfach zu pragmatisch. Was ist denn Liebe? Für den Träumer ist das Zuneigung, Sympathie, völlige Hingabe, natürlich bis in alle Ewigkeit, was auch immer. Für den Pragmatiker ist das Chemie, ein Paarungsförderer, nicht mehr und nicht weniger. Verliebtheit gibt es für den nicht, da im Kopf die einfache Frage "Wozu?" verankert ist.[/QUOTE] Siehst Du - genau hier hakts bei mir, verständnistechnisch. Mir ist es schlicht rätselhaft, wie man Emotionen, die sich in liebevoller Brachialgewalt mit Trieben verbinden, rational betrachten (und bewerten) können will? Ich sage nicht, dass das nicht möglich wäre, nur, dass ich es mir für mich nicht vorstellen kann und mich frage, ob man sich dadurch nicht elendig viel Freude nimmt? Gut, Du magst nun sagen, dass, wenn man so gestrickt ist, man gar nicht anders können wird. Aber ich habe so eine Idee davon, dass man eigentlich nicht selbst so gestrickt ist, sondern dass das oktroyierte Mechanismen sind - wobei das Ergebnis in etwa gleich (in meinen Augen bemitleidenswert) sein dürfte. [QUOTE]Nebenbei bemerkt: Ich denke nicht, dass man in Sachen Geschlechtsmerkmale und Sex den Mann mit der Frau vergleichen kann (da ich gerade merke, dass hier viele weibliche User von ihrer Sorglosigkeit schreiben). Dazwischen stehen unterschiedliche Formen der Akzeptanz. Frauen werden immer akzeptiert, ob mit großer oder kleiner Oberweite. Die müssen keinen 8-Zoller hochkriegen, damit der Partner was für's Auge hat. Während sich die Frau demnach eigentlich sorglos zurücklehnen kann, hat der Mann mit diversen Anforderungen zu kämpfen. Diese Kopflastigkeit findet sich demnach automatisch bei den Männern eher als beim weiblichen Geschlecht. Die hohen Ansprüche diverser Frauen (und die sind nun wirklich nichts Seltenes mehr) tun dabei ihr Übriges. Daraus entpuppen sich dann Männer, wie sie Krea oben zitiert hat.[/QUOTE] Also ich kapiere das dennoch nicht. Wenn ich Leistungsdruck verspüre, so rede ich doch mit meinem geliebten Partner - so ich ihn/sie denn liebe. Und würde mein Geliebter mir etwas in dieser Art zu verstehen geben, so würde ich ihm sagen, dass, wenn ich ihn in mir fühlen will, es nicht darum geht, dass er mir jetzt wunder wer weiß nicht wie, den Hengst zu geben hat, sondern, dass es um diese Nähe geht und dieses Empfinden des DA Seins, bei und in mir Seins. Dass ich natürlich mir wünsche, dass das Teil stehen möge (und gerne auch ordentliche Proportionen haben darf), schließlich ist das das beste Zeichen dafür, dass ich ihm Spaß bereiten kann - aber, dass das dennoch nicht entscheidend ist. Denn schließlich gibt es auch noch 'zig andere Varianten als die reine Vögelei. Sexualität ist doch nicht so beschränkt, dass der Mann alles tun und abhandeln muss, während die Partnerin nur hinhält. Es gibt Blicke und Gesten, die sind schon fast ein kleiner Fick. Es gibt Rollenspielchen. Es gibt Zunge, Hände, einfach umarmen und sich festhalten.... es gibt unzählige Spielarten [I]körperlicher Liebe[/I]. Ficken, der reine Akt, ist doch nur eine Facette davon und es gibt keinerlei Grund, sich deshalb Stress zu machen. Ich würde den Geliebten auch lieben, wenn er gar nicht mit mir vögeln kann, im herkömmlichen Sinne. Hauptsache ich kann ihm nahe sein, denn ich liebe doch IHN, seine Seele und den Menschen als solchen. Tja - also so triebig wie ich bin. Ich stelle doch jetzt keine Erwartungen an sowas. Ich wünsche mir doch nur, dass wir uns nahe sein und Freude aneinander haben dürfen. **** Insofern - nein - sorry. Wer da verbittert wird und sich dem Sex verweigert aus Zurückweisungen oder Leistungsdruck, der weiß nicht was Liebe ist. Der hat noch nicht geliebt und wurde es auch nicht, bzw. konnte es nicht zu(sich)lassen, es zu werden, geschweige denn, es zu erwidern. Liebe hat auch sehr viel mit Hingabe zu tun. Hingabe an sich selbst und schließlich an das Gegenüber, an und in ein UNS. Viele Menschen haben gar keine Ahnung davon. Was sie Liebe nennen, ist Vögeln mit Besitzanspruch, da trifft dann das rational berechnende Hormongedöns tatsächlich zu. Und das ist mE bedauerlich. Grüßle Mischa |
| Odessa | Mischa, keine Sorge, Du warst nicht zu knapp - ich bezog es nur darauf, daß die Argumente von FDJ von wegen "Entmystifizierung" und "viel zu viel Gelaber über Sex, viel zu wenig MACHEN" Argumente sind, die wir selbst auch des Öfteren mal benutzten, wenns darum ging daß manchen Menschen diese ganze "oversexed but underfucked"-Welle zu viel wird. Also äähm so in dem Dreh halt ;-) ---- Wer da verbittert wird und sich dem Sex verweigert aus Zurückweisungen oder Leistungsdruck, der weiß nicht was Liebe ist. Der hat noch nicht geliebt und wurde es auch nicht, bzw. konnte es nicht zu(sich)lassen, es zu werden, geschweige denn, es zu erwidern. Liebe hat auch sehr viel mit Hingabe zu tun. Hingabe an sich selbst und schließlich an das Gegenüber, an und in ein UNS. Viele Menschen haben gar keine Ahnung davon. Was sie Liebe nennen, ist Vögeln mit Besitzanspruch, da trifft dann das rational berechnende Hormongedöns tatsächlich zu. Und das ist mE bedauerlich. ---- Meine Rede - ich werde sowas nie verstehen. Sex als Sport, als Ego-Gepimpe oder als "Leistung"... ist ja gruselig! ---- Was ist denn Liebe? Für den Träumer ist das Zuneigung, Sympathie, völlige Hingabe, natürlich bis in alle Ewigkeit, was auch immer. --- Du hast Recht dahingehend, daß viele Menschen sehr verklärt an die Liebe rangehen bzw. sie ein höchst unrealistisches Bild davon haben - bezogen vor allem auf das auch mir zuwider seiende Besitzanspruchs-Gedöns von wegen "auf immer und ewig". Als könnte man seine Gefühle "garantieren" oder sie vertraglich festschreiben wie einen Bausparzins. Wo doch, meiner Erfahrung nach zumindest, die meisten gerade dieser "Echte Liebe ist es nur wenn es für immer und ewig hält"- Menschen nicht mal fähig sind, für nur 2 Tage im Voraus eine halbwegs stabile und nicht von ihren stündlich wechselnden Befindlichkeiten abhängende Tagesplanung vorzunehmen und sie sich alle paar Tage/2 Wochen neu verlieben - und sie somit selbst der beste Beweis dafür sind, wie wenig man sich (zumindest auf ihre häufigst wechselnden) "für immer und ewig"- Gefühle verlassen kann. Nein, auf immer und ewig gibt und gab es bei mir nie. Bei mir hieß es immer: "Solange wir uns aufrichtig lieben". Oder "ich bleibe Dir treu an der Seite, solange ich Dich liebe". Oder "ich bin Deine Frau und Du mein Mann - solange wir dies einander in Liebe und Fürsorge füreinander sein können und wollen." Das ist für mich ehrlich, das ist eine klare Ansage, und an die habe ich mich tatsächlich auch immer halten können - und deswegen aber kein Stück weniger "liebend". edit "Besitzanspruch"-Nachtrag: ich "gehöre" meinem Geliebten natürlich, auf eine Art und Weise. Er ist meins und ich seins. Das ist eher aber ein rein rhetorisch-spielerisches Ding, auch eine Art Rollenspiel in Sachen Dominanz und Hingabe, und eine seelische Romantik der Art, daß wir einander vor allem im erotischen Bereich "gehören" - es beinhaltet aber in keinster Weise einen realistischen Anspruch a la "er wird auf immer und ewig nur mich lieben und ich nur ihn", denn das kann man eben niemals garantieren, niemand kann in die Zukunft schauen, so meine ich das ;-) Ich bin bald 46 und habe schon einige Male geliebt. Jede dieser Lieben war anders und in ihrer Art einmalig, wertvoll, kostbar, unvergesslich. Die Liebe zu meinem toten Mann war auf ihre Art einmalig, weil sie die erste war (ich war damals 14) und nur zwei Jahre - bis man ihn getötet hat - dauerte. Sie ist nicht verklärt deswegen, aber sie war nun mal das erste "große Gefühl" und dieser Engel von einem Mann prägte mich in Allem: in meiner politischen und sozialen Weltsicht, in meiner Toleranz, in meinem Selbstbewußtsein und Selbstverständnis als Frau und vor allem in meiner Einstellung zur Sexualität. Mein Exmann, mit dem ich immer noch eine Wohnung teile und der mein bester Freund ist, wird von mir immer noch platonisch geliebt; diese Liebe ist aber nun, nach 10 Jahren, vor allem geprägt von der Verantwortung für ihn (er ist ein eher depressiv-lebensunfroher Mensch, der einen Halt braucht) und von Dankbarkeit für die 10 Jahre mit ihm und dafür, was er alles tat und tut für mich. Verantwortung, eher freundschaftlich-liebevolle Gefühle, tiefer Respekt und Fürsorge - auch das ist eine sehr stabile Art von Liebe. Mit meinem jetzigen "Mann"/Geliebten ist es wiederum auf eine andere Art eine einmalige und meine mich bisher auch am meisten erfüllende Liebe, weil ich in ihm meine perfekte, wirklich 100%ige, Ergänzung gefunden habe. Ein Mensch, der mein Zwilling sein könnte was Ansichten, politische Einstellungen, Umgang mit anderen Lebewesen, Kunst, Kultur, Spirituelles/Mystik und überhaupt "Alles was schön ist" betrifft... das fängt beim Genuß des gleichen Essens an und endet bei der Vorliebe für die gleichen KristallLeuchter und Teppiche - und all dieser vermeintliche "Lappalien-Alltagskram" ist aber enorm wichtig in einem gemeinsamen Leben. Und er ist ein Mann, der genauso hochemotional ist wie ich (er weint, er spricht über Gefühle, er ist offen, weich und sensibel, er liebt Tiere über alles), der aber trotzdem da, wo es wichtig ist, sachlich-rational und bodenständig und vor allem selbständig durchs Leben geht (beruflich/studiumstechnisch zielstrebig und diszipliniert, wissensdurstig, fleissig, ordentlich im Haushalt, vernünftig wirtschaftend im Umgang mit Geld, kein Fanatismus in irgendeiner Weise oder colour usw.) Er ist also quasi mein Spiegelbild mit aber trotzdem jeder Menge an eigenständiger "Andersartigkeit" und jeder Menge Gesprächs- und Denkstoff, an dem ich mich reiben und messen und wachsen (lassen) kann, nur halt in einem wunderschönen *lechzsabber* Männerkörper, den ich auch liebe ohne Ende und ständig nur anfassen abschlecken abknutschen möchte wie ein Kätzchen ihr Baldriankissen:D Womit wir wieder beim Thema "Abstinenz und Erotik" wären. Worin wir im Gegensatz zu Kreas Zitateschreiber auch 100%ig zueinanderpassen, wir die exakt gleichen Bedürfnisse in der gleichen Intensität haben, wir uns wortlos auch noch in den perversesten (oder spießigsten) Fantasien und Praktiken verstehen, wir einander jeden Wunsch erfüllen noch bevor der Andere ihn auch nur nonverbal vermitteln müßte und was wir genau deswegen als so unendlich wichtig erachten in einer rundrum erfüllenden Beziehung. Wir wissen aber auch, daß dies sich im Laufe unserer Liebe wird ändern können, recht sicher sogar wird es das; und zwar ändern dahingehend, daß es mal Zeiten geben wird (ich bin 45, er ist 20) wo der Eine mehr "Bock" auf Sex haben wird als der Andere oder wo rein gesundheitliche Dinge (bei mir dann, alte Schachtel die ich bin *g*) dafür sorgen werden, daß es nicht mehr jede Nacht Orgien und firestorm gibt. Die leidenschaftliche Gier, die man in den ersten Monaten/Jahren - noch dazu wenn es überhaupt das "erste Mal" ist daß man dies erlebt - empfindet, wird in einer wirklich von LIEBE (und nicht nur Verliebtheit oder sexuellen Rauschigkeit) dominierten Beziehung meiner Erfahrung irgendwann immer abgelöst von einer innigen Zärtlichkeit, die auch mal "eine Woche ohne" verkraftet, ohne daß sich die Partner in ihrer Männlichkeit oder Weiblichkeit abgewiesen oder gar in Frage gestellt sehen müssten, und das tangiert in keinster Weise die seelische und geistige Liebe. Wenn es allerdings grundsätzlich und das über Jahre nicht mehr klappt mit der Erotik, weil null Interesse und null Anziehung mehr da ist zwischen den Partnern und sie nur noch ein "Mama-Papa"- oder "Bruder-Schwester"-Verhältnis haben statt das eines LIEBESpaares: dann ist auch meist mit der Beziehung an sich etwas längst nicht mehr in Ordnung, und das wiederum führt ja oft genug zum endgültigen Tod einer Beziehung. Deren Tod längst eingetreten war in seelisch/geistiger Hinsicht, den man aber erst dann wahrnimmt, wenn das Pferd auch körperlich längst zu Tode geritten weil NICHT MEHR geritten *Verzeihung für den flapsigen Vergleich* wurde :-) ---- Während sich die Frau demnach eigentlich sorglos zurücklehnen kann, hat der Mann mit diversen Anforderungen zu kämpfen. ---- "Du machst mir janz kirre mit sowas, weeste" ;-) Ich muß doch auch als Frau dazu Lust haben, denn ohne geht es auch bei mir rein körperlich absolut nicht. Da sind genauso gewisse biologische Reaktionen und Körperfunktionen nötig wie beim Mann. Und nur weil bei Euch was "stehen" muß (was doch aber genauso selbstverständlich geschieht wie bei mir als Frau, wenn die Lust da ist) und bei uns es eher... ähm ja, rutschen muß *hüstel*, macht es das doch nicht weniger "nötig" deswegen;-) |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Du hast Recht dahingehend, daß viele Menschen sehr verklärt an die Liebe rangehen bzw. sie ein höchst unrealistisches Bild davon haben - [/B][/QUOTE] Liebe muss auch gelernt werden - nur wo kann man das lernen?;) grüsse, barbara |
| Vorwärts FDJ! | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Das ist wohl die Rache der Emanzipation. Meist sind es ja die Männer, die was fürs Auge wollen. Grosse Titten, und so. Und jetzt übernehmen auf einmal die Frauen diese männlichen Muster von Länge und Leistung?[/B][/QUOTE] Wobei die meisten Männer so [url=http://jfoobar.com/pics/misc/control_your_life.jpg]"Mumu"-gesteuert[/url] sein dürften, dass sie am Ende doch das nehmen, was sie kriegen können (lassen sich sehr gut mit Hunden vergleichen). Die quatschen zwar den ganzen Tag von Angelina Jolie, Paris Hilton und ähnlich komischen Gestalten und Mager-Models, im Real Life zeigen sie sich IMO aber weniger wählerisch. Das scheint bei den Frauen ein wenig anders zu verlaufen. [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Siehst Du - genau hier hakts bei mir, verständnistechnisch. Mir ist es schlicht rätselhaft, wie man Emotionen, die sich in liebevoller Brachialgewalt mit Trieben verbinden, rational betrachten (und bewerten) können will?[/B][/QUOTE] Auch in dieser Welt gibt es einen Platz für kleine S.P.O.C.K.s. Menschen, die eigentlich schon immer jeden Mist hinterfragten, dürften damit kaum Probleme haben. Die stellen irgendwann auch so seltsame Phänomene wie Liebe in Frage und betrachten das gar nicht mal so als Last, würde ich meinen. Sie kennen's ja nicht anders. [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Also ich kapiere das dennoch nicht. Wenn ich Leistungsdruck verspüre, so rede ich doch mit meinem geliebten Partner - so ich ihn/sie denn liebe. Und würde mein Geliebter mir etwas in dieser Art zu verstehen geben, so würde ich ihm sagen, dass, wenn ich ihn in mir fühlen will, es nicht darum geht, dass er mir jetzt wunder wer weiß nicht wie, den Hengst zu geben hat, sondern, dass es um diese Nähe geht und dieses Empfinden des DA Seins, bei und in mir Seins.[/B][/QUOTE] Ich befürchte, in vielen Beziehungen gibt es keine Kommunikation auf dieser Ebene. Selbst unter vielen Erwachsenen nicht. Das läuft eher oberflächlich ab. Das "Seelenleben" des anderen kennen viele untereinander oft gar nicht. Tusse geht shoppen und haushalten, Typ geht arbeiten. Abendessen, Glotze, der alltägliche Routine-Kram, also fast wie bei Al Bundy. :rolleyes: ;) Viele leben sogar jahrelang auf diese Weise zusammen, ohne dass sie sich tatsächlich jemals richtig kennen gelernt haben. [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Dass ich natürlich mir wünsche, dass das Teil stehen möge (und gerne auch ordentliche Proportionen haben darf), schließlich ist das das beste Zeichen dafür, dass ich ihm Spaß bereiten kann - aber, dass das dennoch nicht entscheidend ist. Denn schließlich gibt es auch noch 'zig andere Varianten als die reine Vögelei.[/B][/QUOTE] Es ging mir schon eher um die "Fülle", die viele Männer einfach nicht bieten können, weil sie damit nicht ausgestattet wurden, die die Frau aber erwartet, weil sie's mal in dem und dem Movie gesehen hat und sich nun so ein 25cm-Teil wünscht, obwohl es die Hälfte vermutlich auch tun würde. Und natürlich würde keiner ernsthaft zugeben wollen, dass er vorrangig auf das beste Stück des Mannes abfährt. Im öffentlichen Rahmen sowieso nicht. Aber wenn man mal einen Blick in die "einschlägigen Foren" wirft, in denen sich ja jeder unerkannt und sicher fühlt, gewinnt man schnell den Eindruck, dass es nichts Wichtigeres gibt als die Schwanzgröße des Mannes, was ja bekanntlich der verletztlichste Teil dieser Spezies ist. ;) Und da äußern sich natürlich auch die Damen, die dieses Thema bei ihrem Partner einzig aus Rücksicht und Mitleid nicht ansprechen und nicht, weil ihnen Länge und Umfang seiner Nudel eher zweitrangig erscheinen. Und das ist vielen Männern durchaus bewusst. Dementsprechend reagieren sie darauf frustriert oder es gipfelt unter Berücksichtigung vieler weiterer Faktoren, wie in diesem Beispiel hier, in Abstinenz. Dass das für manche im ersten Moment durchaus erleichternd sein dürfte, kann ich mir gut vorstellen. Ich nehme aber an, die schalten dann auf Handbetrieb und flüchten in eine Art Taumwelt. So ganz ohne "Sex" werden sie kaum leben können. Das wäre wirklich etwas unnatürlich. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Ich muß doch auch als Frau dazu Lust haben, denn ohne geht es auch bei mir rein körperlich absolut nicht.[/B][/QUOTE] Na ja, die sollte schon Voraussetzung für Sex sein, deshalb habe ich diesen Punkt erst gar nicht thematisiert. Sex ist doch letztlich nichts anderes als das Ausleben beidseitiger Genusssucht. So sehe ich das jedenfalls. Und du wirst schon zugeben müssen, dass dazu auch die pralle, ausfüllende Männlichkeit von Nöten ist (bzw. das, was Frau sich darunter vorstellt). Wenn die aus biologischen Gründen oder aufgrund falscher Vorstellungen nicht gegeben ist, wird's schwer werden. Die "Schuld" trifft letztlich den Mann mit seiner Lunte, nicht die Frau mit ihrer "zu großen Dose". Denn darüber redet offiziell niemand. Das meinte ich mit "diversen Anforderungen" auf Seiten des Mannes. ;) |
| solipsismus | Das mit der Schwanzgröße ist öfter männliche Paranoia, als ein Problem. Auch bereits in Studien festgestellt: die weniger in der Größe zu bieten haben, geben sich umso mehr Mühe, dass durch andere Aktivitäten wett zu machen. Und für wen Sex nur aus vaginalem Verkehr besteht, der hat echt etwas verpasst. Diese Partnerschaften, wo manche Menschen sagen, dass der Mann seine "Minderwertigkeit mit Technik kompensiert", sind laut den Studien auch stabiler. Mal ganz abgesehen von der anderen Seite: die Männer mit den "echten" 26 cm haben Probleme, Frauen zu finden, mit denen sie bedenkenlos Sex haben können, ohne dass sie die ganze Zeit über den besten Winkel und die Geschwindigkeit nachdenken müssen. Und Frauen, die sagen, dass bei denen nichts unter 16 cm läuft - ich glaube nicht, dass man sich mit denen überhaupt abgeben sollte. |
| Vorwärts FDJ! | [QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i] [B]Und für wen Sex nur aus vaginalem Verkehr besteht, der hat echt etwas verpasst.[/B][/QUOTE] Das wird bei den wenigsten zutreffen. Der vaginale Verkehr hat in der Regel (und auch außerhalb davon ;)) jedoch Vorrang, ganz einfach weil es ein natürliches Bedürfnis ist. Das kann wohl keiner bestreiten. [QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i] [B] bereits in Studien festgestellt[/B][/QUOTE] Ja, die Mutmach-Studien wieder. Dürften vermutlich dieselben sein, die behaupten, dass Kondome die Empfindung nicht beeinflussen. ;) Ich gebe da nicht viel drauf. [QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i] [B]Mal ganz abgesehen von der anderen Seite: die Männer mit den "echten" 26 cm haben Probleme, Frauen zu finden, mit denen sie bedenkenlos Sex haben können, ohne dass sie die ganze Zeit über den besten Winkel und die Geschwindigkeit nachdenken müssen.[/B][/QUOTE] Sind doch alles von mir bewusst übertriebene Maße. Dennoch kommen große Lümmel besser an, das ist einfach 'ne Kopfsache. Mit 26cm werden die wenigsten Frauen guten Sex haben, die dürften sich eher mit Schmerzen plagen. :eek: |
| solipsismus | Ich habe genug von "Betroffenen" gehört, dass ich auch ohne irgendwelche Studien zu beachten daran glaube, dass guter Sex nicht für alle mit wohlproportionierten Geschlechtsorganen zu tun hat. Wenn du in der Opferstarre verharren willst, kannst du natürlich weiter darauf beharren, dass "die Mehrheit der Frauen" es lieber überdimensional mag. Ich sage es gerne nochmal: wer an solchen Prinzipien festhält ([i]Es geht um die Größe. Die Größe![/i]), ist den Aufwand selten wert. |
| ArrogantNick | Schließlich gibt es auch noch Dildos. *Salami in Hausflur schmeißt* ;-) .... |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]:) Gute Frage Frau Katz... ich weiß es auch nicht; ich denke daß es vielleicht aber auch in einem selbst mit der Zeit reift, dieses Wissen. [/B][/QUOTE] ja eben. Das ist ja ein Euphemismus für "wir wursteln uns so durch und werden es schon irgendwann herausfinden. Oder eben auch nicht". Man stelle sich nur vor, zB das Lesen werde mit diese, ähem, Ansatz unterrichtet. :-/ Aber wenn es um Liebe und Beziehung geht, ist es das Normale. Leider. oder, man machts wie du und hat erstmal eine/n bedeutend älteren Partner/in, der die Erfahrung mitbringt. Einem jungen Mann schadet es bestimmt auch nicht, mal einen Hunderter in die Hand zu nehmen, zu einer Prostituierten zu gehen (keine junge, eine erfahrene Dame) und sich von ihr zwecks Weiterbildung mal alles genau erklären lassen. Was Frauen mögen, wo die Klitoris ist, ein bisschen Hygiene, solche Sachen. :-) grüsse, barbara |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]Wobei die meisten Männer so [url=http://jfoobar.com/pics/misc/control_your_life.jpg]"Mumu"-gesteuert[/url] sein dürften, dass sie am Ende doch das nehmen, was sie kriegen können (lassen sich sehr gut mit Hunden vergleichen). Die quatschen zwar den ganzen Tag von Angelina Jolie, Paris Hilton und ähnlich komischen Gestalten und Mager-Models, im Real Life zeigen sie sich IMO aber weniger wählerisch. Das scheint bei den Frauen ein wenig anders zu verlaufen. [/B][/QUOTE] Ja, Frauen sind schon ein bisschen wählerischer. Das Rennen machen allerdings jene mit Selbstvertrauen, Humor und Eigenständigkeit. Gutes Aussehen ist natürlich ein Bonus, aber nicht obligatorisch. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] Viele leben sogar jahrelang auf diese Weise zusammen, ohne dass sie sich tatsächlich jemals richtig kennen gelernt haben.[/B][/QUOTE] Das erlebe ich nicht so. Aber gut, es gibt nichts was es nicht gibt... [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] Es ging mir schon eher um die "Fülle", die viele Männer einfach nicht bieten können, weil sie damit nicht ausgestattet wurden, die die Frau aber erwartet, weil sie's mal in dem und dem Movie gesehen hat und sich nun so ein 25cm-Teil wünscht, [/B][/QUOTE] die wenigsten Frauen wollen sowas. Keine, die ich kenne. Ich hatte einmal Sex mit einem Mann, der einen sehr grossen Penis hatte, der war aber eher arm dran. der kriegte ja noch nicht mal eine vernünftige Erektion hin, ganz egal, wie erregt er war. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] Und natürlich würde keiner ernsthaft zugeben wollen, dass er vorrangig auf das beste Stück des Mannes abfährt. [/B][/QUOTE] Frauen sind nicht blind, aber ein schöner Penis ist im besten Fall ein netter Bonus. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] dass es nichts Wichtigeres gibt als die Schwanzgröße des Mannes, was ja bekanntlich der verletztlichste Teil dieser Spezies ist. [/B][/QUOTE] mir ist nicht ganz klar, welche einschlägigen Foren das sein sollen, doch vermutlich gehts genau um das: ums Verletzen. Ums Runtermachen. ein bisschen back to real life ist sicher kein Fehler. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] Und du wirst schon zugeben müssen, dass dazu auch die pralle, ausfüllende Männlichkeit von Nöten ist (bzw. das, was Frau sich darunter vorstellt). [/B][/QUOTE] nö. das geht auch anders. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] Die "Schuld" trifft letztlich den Mann mit seiner Lunte, nicht die Frau mit ihrer "zu großen Dose". Denn darüber redet offiziell niemand. Das meinte ich mit "diversen Anforderungen" auf Seiten des Mannes. ;) [/B][/QUOTE] ich kannte mal einen, dessen Penis war tatsächlich winzig. Nun, bei dem sind Frauen Schlange gestanden für Oralsex... ;) Mann macht eben das Beste aus dem, was mann hat. grüsse, barbara |
| Odessa | :D ---- Schließlich gibt es auch noch Dildos. *Salami in Hausflur schmeißt* ----- Ich wußte, daß Du das schreiben würdest. ---- oder, man machts wie du und hat erstmal eine/n bedeutend älteren Partner/in, der die Erfahrung mitbringt. ---- Stimmt in dem Fall aber nicht sooo ganz, mein Mann war zwar schon 30, aber durch seinen Glauben (er war Imam der Münchner Moslem-Gemeinde damals) auch noch Jungfrau. Wie übrigens alle - bis auf einen Ex- meiner Männer, da sie alle die gleiche Einstellung zu ihrer Sexualität und Liebe hatten wie ich. @Prostituierte: hmm jeeein... das seh ich ein bisserl anders;-). Wo welche erogenen Zonen sind und wie man es am liebsten hat, lernt man ja nicht an einer Frau oder einem Mann stellvertretend für Alle (was z. B. die Prostituierte mag an bestimmten Berührungen, kann für mich oder Dich völlig unangenehm sein). Und es klingt auch so nach "Technischer Anleitung" und "Lehrbuch". Das Wissen, die Erfahrung - das kommt meiner Erfahrung nach von ganz allein, wenn man mit seinem geliebten Partner die gegenseitigen Wünsche und Vorlieben erkundet, und nichts ersetzt einem Mann (oder einer Frau) die eigene Fantasie, die Probierfreude, das mit "Lust und Liebe" den Körper des Partners erforschen, das Ausprobieren und das sich mit dem Partner entdecken :-). Wobei ich allerdings dabei auch voraussetze (weil ich es selbst nur so erlebt habe), daß beide Partner sich offen zeigen/sagen was sie wo wie haben wollen. Keine Tabus, keine verheimlichten Ängste oder sexuellen Unsicherheiten innerhalb einer Beziehung, man muß über Alles reden können mit dem Partner und man muß vor allem deutlich machen, was man will, was man nicht mag usw. Das ist die einzige Maxime die ich für mich dahingehend aufstellen kann und mit der ich immer absolut zufrieden und be-glückt in meinem Liebesleben war, weil die Männer auch genauso dachten und sie einfach nur ihrer Natur, ihrer Liebe zu mir und ihrem "Forscherdrang" folgten :D --- ich kannte mal einen, dessen Penis war tatsächlich winzig. Nun, bei dem sind Frauen Schlange gestanden für Oralsex... --- :D Sorry, ich hab das nur grad bildlich im wahrsten Sinne des Wortes vor mir: Schlange stehende Frauen vor einer flinken spitzen Zunge... *Kopfkino aus - schelmischen Gruß in die Schweiz und nach Kiel* ;-) |
| LaChatte | Odessa, hab doch keine allzu grossen Ansprüche. Ein Crashkurs à la "guck genau hin, SO sieht die Klitoris raus und egal bei welcher Frau, reinbeissen ist nicht drin! Und das ist der Anus, also Arschloch, und hier machst du NICHTS ohne Gleitcreme und extrem vorsichtig. Klar?" kann jede Menge jungfräulicher Beziehungen über die ersten Hürden hieven. Damit es ein gegenseitiges Erforschen überhaupt geben kann, ohne dass jemand ausflippt. :D grüsse, barbara |
| Kampfsau | [QUOTE]Und würde mein Geliebter mir etwas in dieser Art zu verstehen geben, so würde ich ihm sagen, dass, wenn ich ihn in mir fühlen will, es nicht darum geht, dass er mir jetzt wunder wer weiß nicht wie, den Hengst zu geben hat[/QUOTE] Vielleicht bin ich schon zu sehr in diesem Leistungsprinzip drinnen, auch wenn mir das eigentlich fern liegt aber mal ungeachtet vom Geschlecht, wir Menschen sind doch sehr egomanische Kreaturen und wir alle lieben eine gewisse Selbstbestätigung. Und da hört man von dem Menschen den man liebt nicht unbedingt gerne "Du hast zwar eine kleine, schlaffe Nudel und nen fetten Arsch aber ich mag dich trotzdem" auch wenn es vielleicht der Wahrheit entspricht. Nicht das der Körper unwichtig ist aber ich finde dieses Gelaber doch irgendwie heuchlerisch, wenn hier Leute behaupten das Aussehen des Partners sei beim Sex dermaßen unwichtig. Wenn unser Partner 30 Kilo zunehmen würde, dann würden doch die meisten von uns zumindest deutlich weniger Sex mit ihm/ihr haben als vorher, einfach weil man das in der Regel weniger anziehend findet. |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Vielleicht bin ich schon zu sehr in diesem Leistungsprinzip drinnen, auch wenn mir das eigentlich fern liegt aber mal ungeachtet vom Geschlecht, wir Menschen sind doch sehr egomanische Kreaturen und wir alle lieben eine gewisse Selbstbestätigung. Und da hört man von dem Menschen den man liebt nicht unbedingt gerne "Du hast zwar eine kleine, schlaffe Nudel und nen fetten Arsch aber ich mag dich trotzdem" auch wenn es vielleicht der Wahrheit entspricht. Nicht das der Körper unwichtig ist aber ich finde dieses Gelaber doch irgendwie heuchlerisch, wenn hier Leute behaupten das Aussehen des Partners sei beim Sex dermaßen unwichtig. Wenn unser Partner 30 Kilo zunehmen würde, dann würden doch die meisten von uns zumindest deutlich weniger Sex mit ihm/ihr haben als vorher, einfach weil man das in der Regel weniger anziehend findet. [/QUOTE] Also ich finde, dass die Aussage von mir 'Nähe ist mir wichtiger als wunder weiß nicht was für ein harter Fick', nicht unbedingt impliziert, dass mein Partner eine schlaffe Nudel und 'nen dicken Hintern hat. Btw. mag ich Männer mit ordentlich was auf den Rippen. Das ist auch so etwas, nämlich, dass sich Schönheitsempfinden eben [u]nicht[/u] nach Normen richtet. Für mich, ist der Mensch den ich liebe, der schönste Mensch der Welt. Seine Seele, das was in ihm wohnt, das ist das alles Entscheidende. Ja - mir ist es wirklich egal ob mein Partner zu- oder abnimmt. Nein, ich heuchele das nicht. Mein Leben war sehr extrem. Und wenn mich das eines lehrte, dann das, dass es kaum etwas Unwichtigeres/Vergänglicheres gibt als das Aussehen. Und mir, nur weil Du diese Aussage nicht nachvollziehen kannst, Heuchelei zu unterstellen, finde ich schon reichlich dreist. . |
| Vorwärts FDJ! | @Odessa: Ich glaube, die Größen, die du da ansprichst, bilden dann doch schon eher 'ne deutliche Seltenheit und sind irgendwo in der Nähe von Mikropenissen anzusiedeln (ich kenne wirklich niemanden, der sowas hat). Standardlümmel dürfen also durchaus die 13er Grenze übersteigen. :D [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]die wenigsten Frauen wollen sowas. Keine, die ich kenne. Ich hatte einmal Sex mit einem Mann, der einen sehr grossen Penis hatte, der war aber eher arm dran. der kriegte ja noch nicht mal eine vernünftige Erektion hin, ganz egal, wie erregt er war.[/B][/QUOTE] Das waren übertriebene Maße zur bildlichen Darstellung, siehe letzten Beitrag. ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i] [B]Wenn du in der Opferstarre verharren willst, kannst du natürlich weiter darauf beharren, dass "die Mehrheit der Frauen" es lieber überdimensional mag.[/B][/QUOTE] Mich musst du damit nicht persönlich ansprechen. Ich habe eigentlich nichts anderes versucht, als mich in die Person in Kreas Posting hineinzuversetzen, so wie andere auch, und mögliche Gründe aufzuzeigen. Ich denke doch, dass man das einigermaßen erkennt. [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Das ist auch so etwas, nämlich, dass sich Schönheitsempfinden eben nicht nach Normen richtet.[/B][/QUOTE] ...aber durch die Medienlandschaft stark beeinflusst wird. Heutige Jugendliche und junge Erwachsene haben doch ein ganz anderes Schönheitsempfinden als Leute aus den 80ern, den 70ern usw. Das wird schon auch durch die Umwelt geprägt und ist nichts in sich Isoliertes. Auch die Themen haben sich stark gewandelt. Sex ist Thema Nr. 1, und das so dermaßen offen und aufdringlich, sodass ich mich schon wundern muss, dass der Reiz daran noch nicht verloren ging und es den Leuten nicht längst zum Halse heraushängt. Ich habe so das Gefühl, dass das Thema Sex deutlich an Abenteuerlichkeit und Exklusivität eingebüßt hat. Man kriegt aus der eigenen Umgebung doch so Einiges mit. Vieles läuft eindeutig zu sehr auf dieser "Fick mich oder verpiss dich!"-Schiene ab. Wer fragt da noch nach Liebe und Emotionen? ;) |
| solipsismus | ...die Leute um mich herum? Wer seine eigene Sexualität nicht von dem hochstilisierten Quark trennen kann, den er so in den Medien vorgesetzt bekommt, muss wirklich [i]arge[/i] Probleme mit sich selbst haben - oder einen schlechten Partner. Ich kann mir vorstellen, dass am Anfang einer "sexuellen Laufbahn" all der Kram, der einem Menschen erzählt wurde und den er gesehen hat, durch den Kopf spukt. Aber je weiter sich ein Mensch auf sein/e Gegenüber einlässt, desto mehr sollte der Quatsch in den Medien zu - eben: Quatsch in den Medien werden. Wer frustriert aufgibt und sich den Zölibat wünscht, ist vielleicht nur an die Falschen geraten (ich schließe nicht aus, dass es Leute gibt, die ohne Sex wirklich besser leben). |
| Vorwärts FDJ! | Das klingt mir zu einfach. Medien/Umwelt beeinflussen schon unbewusst/unterbewusst. Da wird man regelrecht hineingeboren. Von "diktieren lassen" oder "selbst steuern" kann somit keine Rede sein. Ferner wird die Auswahl an brauchbaren Partnern mit der Zeit doch reichlich eng. Der soll 'nen guten Charakter besitzen, charismatisch sein, körperlich was hermachen, 'ne gewisse Reife erreicht haben und auch noch sexuell mit den eigenen Vorstellungen auf einer Wellenlänge liegen? Wer sich da nicht mit seiner verkorksten "Umwelt" arrangiert, bleibt früher oder später auf der Strecke. ;) |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] ich versteh was Du meinst und teile den Grundgedanken absolut mit Dir - aber ich denk halt irgendwo auch, daß es für dieses Grundwissen kein "lebendiges Anschauungsmaterial" im Bordell braucht Und daß man da und dort nicht zubeißt, das kann einem Mann auch eine gute Freundin, die Schwester, der Vater im "Sohn-Vater-Gespräch" (fände ich z. b. am Innigsten und Schönsten, hätte ich mir auch mit meiner Mutter damals sehr gewünscht..) oder ein gutes Bio/Aufklärungsbuch vermitteln :-).[/B][/QUOTE] Hi Ilo Tatsache ist leider, vielen wird das eben gar nie gesagt. Ausser dann im Ernstfall, wo es dann auch schnell mal heissen kann "pack deine Hose ein und hau ab, du Grobian, spinnst du eigentlich?" - oder, der häufigere Fall, wo eine Beziehung über ein Mal Sex nie hinauskommt. Vermittlung in der Familie... naja, das klappt ja schon bei so unvedächtigen Themen wie Mathe oder Grammatik nicht, warum sollte es bei so etwas Intimem wie Sex besser klappen? Da halte ich es für sinnvoller, wenn es eine Person macht, die von aussen dazu kommt und die emotional nicht engagiert ist. Sondern die einfach sachlich, klar und präzise und am lebenden Menschen demonstriert, wie die handwerklichen Seiten funktionieren. Innig muss das dann auch gar nicht sein. Kompetent und sachlich soll es sein. Ein Buch reicht dazu in der Regel nicht aus. Starke Verliebtheit kann durchaus dazu helfen, dass zwei AnfängerInnen enorm viel Toleranz für die Pleiten, Pech und Pannen der Lernphase haben, aber so verliebt sind auch längst nicht alle. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Es ist keine Frage, daß gerade erotische Liebe und sich Verlieben immer eine Sache von passender Körper/Biochemie und einer großen körperlichen Anziehung ist. Wäre dem nicht so, würde das ja heißen daß ich z. B. mit JEDEM Mann dieses Planeten - ungeachtet seines Äußeren - ins Bett gehen könnte und ihn dann auch noch "schön" fände. Daß dem nicht so ist, weiß ich allein dadurch schon, wenn ich Herrn Jürgen Drews, Herrn Helmut Kohl oder Herrn Matt Damon sehe und mir speiübel wird beim Gedanken, diese Männer kämen mir körperlich bis auf 20 cm nahe. [/B][/QUOTE] Der Witz an der Körperchemie ist ja, dass sie über unbewusste Hintertürchen läuft, und auf einmal ein Typ, optisch unansehlich, logisch ein Dummschwätzer und überhaupt ein unausstehlicher Typ... bei körperlicher Nähe auf einmal ungemein interessant ist. :D Ich nehm ja nicht an, dass du den genannten Herren je auf Schnupperdistanz begegnet bist? grüsse, barbara |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]Das klingt mir zu einfach.[/B][/QUOTE] Es ist so einfach. Man kann sich auch einfach dafür entscheiden, solche Probleme nicht zu haben. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]Medien/Umwelt beeinflussen schon unbewusst/unterbewusst. Da wird man regelrecht hineingeboren. Von "diktieren lassen" oder "selbst steuern" kann somit keine Rede sein.[/B][/QUOTE] Der Mensch ist kein willenloser Zombie und die Macht der unterbewussten Beeinflussung wird im Allgemeinen überschätzt. Außerdem denke ich, dass die Medien heutzutage einen viel geringeren Einfluss haben, als früher. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]Ferner wird die Auswahl an brauchbaren Partnern mit der Zeit doch reichlich eng. Der soll 'nen guten Charakter besitzen, charismatisch sein, körperlich was hermachen, 'ne gewisse Reife erreicht haben und auch noch sexuell mit den eigenen Vorstellungen auf einer Wellenlänge liegen? Wer sich da nicht mit seiner verkorksten "Umwelt" arrangiert, bleibt früher oder später auf der Strecke. ;) [/B][/QUOTE] Besser alleine, als einen Partner mit miesem Charakter, der uncharismatisch und hässlich ist, dazu noch unreif und – was weiß ich – nur auf Fäkalspiele steht. |
| ArrogantNick | Ilodessa hat mir, bezgl. des Kontextes in dem mein Post verfasst war, mal wieder die Worte aus dem Mund genommen. :-) **** Mal was aus dem Nähkästchen: Es kamen damals jede Menge junger Männer zu mir, die die absonderlichsten Flausen im Kopf hatten, weil sie das 'schon mal in einem Porno' gesehen hatten und es mal probieren wollten. Ich nahm ihnen jede Menge Geld ab, für die Erfahrung, dass das alles Andere als 'geil' war/ist. Und wenn mal wieder solch ein geknickter Jüngling sein (meistens sehr knappes) Budget bei mir gelassen hatte und dann ziemlich ent-täuscht bei mir herumsaß, habe ich mich mit manchem davon dann mal auf Zahnbürstenlänge unterhalten und ihm gesagt, dass der beste Weg um herauszufinden was er mag, tatsächlich der ist, es zu probieren. Aber, dass er sich doch mal ehrlich fragen solle, ob er ohne den Film/das Mag/whatever, tatsächlich auf so einen Kappes gekommen wäre, wie das, was ich da gerade auf seinen Wunsch hin, mit ihm veranstaltet hatte und bei dem er, (meistens) nicht einmal nennenswert einen Ständer bekommen hatte, der alsbald entsetzt in sich zusammenfiel. Ich legte ihnen ans Herz, ihre Inspration nicht in sowas zu suchen, sondern eher in sich selbst hineinzuhören und sich auch nicht verrückt machen zu lassen, dass das, was da in ihnen entstände, womöglich uncool oder spießig wäre und, dass auch ich, die ich ja nun reichlich Erfahrung hätte, auch nicht auf so ein Gedöns stehen würde, bei dem man sich fast den Hals bricht. Und wenn ich ganz gute Laune hatte und der Typ nett war, habe ich ihm auch noch auf gute, alte Art, einen geblasen. Darauf kamen sie alle klar. .... |
| belladonna | [QUOTE]Wenn unser Partner 30 Kilo zunehmen würde, dann würden doch die meisten von uns zumindest deutlich weniger Sex mit ihm/ihr haben als vorher, einfach weil man das in der Regel weniger anziehend findet.[/QUOTE] Dreißig Kilo habe ich zwar nicht grad zugenommen, aber nach der Entbindung meiner Tochter sah ich aus wie ein leerer Wasserschlauch. Das war nicht wirklich schön anzusehen und ich hatte auch ein paar Kilo mehr drauf als sonst. Trotzdem hat mein Mann mich kein Stück weniger begehrt als vorher und mir ganz ehrlich das Gefühl gegeben für ihn die schönste Frau der Welt zu sein. Das nennt man glaub ich Liebe ;) |
| Any Body | ...Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele private und persönliche Erfahrungen des Lebens einer weltweiten Öffentlichkeit und somit Fremden offenbart werden.. |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] [B]...Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele private und persönliche Erfahrungen des Lebens einer weltweiten Öffentlichkeit und somit Fremden offenbart werden.. [/B][/QUOTE] Wieso? Kannst Du denn nicht zu Dir stehen? . |
| Any Body | Was hat das mit mir zu tun? Ihr seid doch diejenigen, die Ihr Privatleben offenbart - aber jeder wie er mag |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] Was hat das mit mir zu tun?[/quote] Nun, DU hast Dich verwundert gezeigt, dass Lebenserfahrungen offen gepostet werden. Leben gehört zur jeweiligen Person. Wenn es Dich wundert, dass jemand offen dazu steht, ergibt sich daraus die Logik meiner Gegenfrage. [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] Ihr seid doch diejenigen, die Ihr Privatleben offenbart - [/quote] Ja, klar! Warum auch nicht? [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] aber jeder wie er mag [/QUOTE] Und warum dann Deine Postings? . |
| Any Body | warum nicht? :D |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] [B]warum nicht? :D [/B][/QUOTE] Weil's sinnlos dämlich* ist? :rolleyes: edit: *Wobei das 'Dämlich', sich auf den Eiertanz, nach dem ersten Post Deinerseits, bezieht. Entweder ich habe was zu sagen oder nicht. Aber dieses Zickenkrieggestichel ist einfach nur hohl. . |
| belladonna | [QUOTE]Frauen werden immer akzeptiert, ob mit großer oder kleiner Oberweite.[/QUOTE] Aha, und warum gibt es dann überhaupt Frauen, die sich die Brüste vergrößern lassen :rolleyes: Darüber hinaus weiß ich aus leidlicher Erfahrung nur allzu gut, was eine Frau mit kleiner Oberweite - sogar wenn sie noch minderjährig ist - sich alles für Unverschämtheiten von wildfremden Männern anhören muss. Und ich kenne einige Frauen (einschließlich mir) die sogar vom eigenen Partner blöde Sprüche diesbezüglich zu hören bekamen. Aber diese Typen sind dann eben auch ganz schnell Ex-Partner - es gibt ja auch genug Männer mit Herz und Verstand und da muss man sich so etwas nicht antun ;) [QUOTE]Während sich die Frau demnach eigentlich sorglos zurücklehnen kann, hat der Mann mit diversen Anforderungen zu kämpfen. ... Die hohen Ansprüche diverser Frauen (und die sind nun wirklich nichts Seltenes mehr) tun dabei ihr Übriges. [/QUOTE] Ich frage mich was für Frauen du da so kennst oder ob es wirklich so erstrebenswert ist, Vertreterinnen der Sorte "küss mir die Füsse denn ich bin eine Frau und habe Anspruch alles zu bekommen und nichts dafür geben zu müssen, außer hübsch auszusehen" näher kennen zu lernen - es gibt auch Frauen mit Herz und Verstand ;) |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] Mischa: Du kennst das sicher auch, was die Reaktionen angeht wenn man von sich berichtet - mir schrieben z. B. zu diesem thread wieder u. a. zwei sehr junge Mädchen, daß (....)- dann war es das lange Tippseln wert und kostete dem Leser aber weniger als ein Telefonseelsorgegespräch;-) [/QUOTE] Ja, sicherlich kenne ich es. :-) Allerdings unterscheiden sich unsere Motivationen ein wenig, auch wenn sie aus den gleichen Komponenten bestehen mögen, die Gewichtung ist anders, nehme ich an. Bei mir steht dieses 'zu sich selbst offen stehen (Können)' im Vordergrund. Das liegt an all den Jahren, die ich mit diesem 'Schildgefühl' zu kämpfen hatte. Immer und ständig das Empfinden hatte, dass auf meiner Stirn ein Schild prangen würde, auf dem in dicken, roten Lettern das Wort >H U R E< geschrieben stünde und diese Scham, die ich darüber fühlte. Es gehört(e) zur Aufarbeitung meiner Vergangenheit und zur Annahme meines Selbst, zu sagen, sagen zu können: 'Dies bin ich und es gehört zu mir. Es hat mich (erfahrungs)reich werden lassen und ich werde dies/mich (mit)teilen.' Dass von diesem 'mich Mitteilen', auch andere Menschen profitieren können, das ist nur die Sahne auf dem Kuchen. In erster Linie tue ich es für mich. Schreibe für mich und dafür, zu erlernen, MICH zu leben, mit allem was dazugehört. Und diese Hure, die ich so lange war, sie ist ein Teil davon. Mich hat das freier werden lassen. Befreit von moralinsauren Konventionen und überkommenen Dogmen. Ich lebte in einer Parallelwelt, die Dir keine Medien zeigen können und so lernte ich, ganz unmittelbar, dass das was die Medien bringen, immer nur ein Abklatsch ist. Einer, der mal mehr mal weniger auf Hochglanz poliert daherkommt, mal mehr mal weniger treffend/intensiv, aber eben dennoch immer nur ein Abklatsch. Die eigene Wahrheit, sie lebt tief in uns selbst - wenn das irgendwer weiß, dann Menschen wie wir, die durch eine harte Schule gingen, mit genau dieser Tatsache als oberste Lektion: [i]Wenn Du erst aus dem Rahmen gefallen bist, dann wird er Dich nicht mehr begrenzen (können).[/i] Knuff & so Mischa |
| Any Body | Wie kann man auf eine einfache Bemerkung eines Mitlesenden derartig emotional reagieren, ArrogantNick ? Ich kann Deine Überreaktion nicht nachvollziehen. Eine fiktive und nicht ganz vergleichbare Methapher: Stelle Dir vor, Du sitzt in einer Runde mit persönlich anwesenden Leuten, die im Radio bzw. im Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Gruppe unterhält sich über dieses m.E. sehr intime und persönliche Thema... es kommt ein weiterer Gesprächteilnehmer hinzu, der sein Erstaunen bekundet.. dass derartige Themen so öffentlich und ohne das Wahren einer Intimsphäre besprochen werden.. dann ist das dämlich und hohl? Mag sein, dass Du es so empfindest, aber ich finde es nicht hohl, wenn jemand sein Erstaunen bekundet. Ich finde es eher dämlich und hohl, dass eine derartige Überreaktion gezeigt wird ... Aber nichts für ungut, ArrogantNick - mehr Kommentare und Erklärungen werden meinerseits zu Dir und diesem Thema nicht mehr kommen. Wir werden uns sicherlich niemals vernünftig unterhalten können - schon gar nicht schriftlich - das war schon seit Beginn der virtuellen Begegnungen so und ändert sich sicherlich auch nicht. - Viel Spaß weiterhin bei allem, was Dir bzw. Euch noch so einfällt. |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i] Wie kann man auf eine einfache Bemerkung eines Mitlesenden derartig emotional reagieren, Michaela ? Ich kann Deine Überreaktion nicht nachvollziehen. Eine fiktive und nicht ganz vergleichbare Methapher: Stelle Dir vor, Du sitzt in einer Runde mit persönlich anwesenden Leuten, die im Radio bzw. im Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Gruppe unterhält sich über dieses m.E. sehr intime und persönliche Thema... es kommt ein weiterer Gesprächteilnehmer hinzu, der sein Erstaunen bekundet.. dass derartige Themen so öffentlich und ohne das Wahren einer Intimsphäre besprochen wird.. dann ist das dämlich und hohl? Mag sein, dass Du es so empfindest, aber ich finde es nicht hohl, wenn jemand sein Erstaunen bekundet. Ich finde es eher dämlich und hohl, dass eine derartige Überreaktion gezeigt wird ... Aber nichts für ungut, Michaela - mehr Kommentare und Erklärungen werden meinerseits zu Dir und diesem Thema nicht mehr kommen. Wir werden uns sicherlich niemals vernünftig unterhalten können - schon gar nicht schriftlich - das war schon seit Beginn der virtuellen Begegnungen so und ändert sich sicherlich auch nicht. - Viel Spaß weiterhin bei allem, was Dir bzw. Euch noch so einfällt. [/QUOTE] Liebste AnyBody [b]***Realname editiert von mir - Celtvis ***[/b] (Ich hoffe, ich habe Deinen Realnamen nun richtig geschrieben, so wie Du ungefragt meinen. Falls nicht, bitte ich um Entschuldigung.), - das war keine Überreaktion und auch nicht emotional, sondern sehr, sehr klar und rational. Eine fiktive und durchaus vergleichbare Metapher: Stell Dir bitte vor, es unterhalten sich einige Leute intensiv über ein Thema und dann betritt jemand den Raum, bekundet dass er/sie das aber jetzt überhaut nicht nachvollziehen kann und auf Nachfrage hin, wozu diese Bemerkung nun dienlich sein sollte, streckt der Frager den Anwesenden infantil die Zunge heraus. Genau so kam Dein Auftritt mit diesem Herumgeeier bei mir an. Dass ich Dich dann darauf hinweise, dass ich von derartigen Aktionen nichts halte, betrachte ich durchaus als angemessen. Und ja, ich finde derartiges, nebulöses Verhalten, durchaus hohl, dämlich und, mal ganz klar, auch äußerst link. Was willst Du hier im Thread, wenn Du zum Thema nichts beizutragen hast, außer alberne Grinser zu posten, wenn man mal nachfragt ob außer heißer Luft noch was kommt von Dir? (Es geht nicht um das Erstaunen und dessen Bekunden, sondern um die Reaktion auf die Nachfrage, woher dieses Erstaunen rührt und warum es völlig zusammenhanglos in den Raum geworfen wird, ohne auf das Thema als solches einzugehen.) Hast Du etwas ZUM THEMA zu sagen? Oder willst Du nur wieder mal wem ans Bein pinkeln und hast nicht den Hintern in der Hose, dazu dann zu stehen? Das finde ich echt erstaunlich. Aber was soll's. Und nein, ich lege keinerlei Wert auf Unterhaltungen dieser Art, denn dabei bekomme ich das Verlangen, anschließend duschen zu gehen. Mach's gut.... . |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] ...aber durch die Medienlandschaft stark beeinflusst wird. Heutige Jugendliche und junge Erwachsene haben doch ein ganz anderes Schönheitsempfinden als Leute aus den 80ern, den 70ern usw. Das wird schon auch durch die Umwelt geprägt und ist nichts in sich Isoliertes.[/quote] An sich ist das korrekt. Aber, es klang hier im Thema schon durch LaChatte an, nämlich die Frage danach, ob und wie sich ein (für einen selbst kostruktiver) Umgang mit diesem Thema (Liebe, Beziehung, Sex etc.) erlernen ließe. (?) Mich an mich selbst erinnernd, kann ich sagen, dass ich, bis ich 21 war, innerlich eine Festung war, nur gelogen und Theater gespielt habe und keine Seele näher an mich heranließ. Das resultierte aus meiner Kindheit, in der ich frühzeitig mir eine Panzerung zulegen musste, um mich vor dem völligen Verbiegen durch das was meine Großeltern 'christliche Erziehung' nannten, zu schützen. Bis zu diesem Zeitpunkt (also bis 21), war ich auch vollkommen besessen durch von außen vorgegebene Maßstäbe und dann traf ich meine erste, große Liebe. Dieses Gefühl, das mich derartig übermannte, dass ich dabei fast aus Versehen gestorben wäre (andere Geschichte), lehrte mich, einfach so, dass all dieser Kappes den mir meine Umwelt eingetrichtert hatte, nichts mit meiner Realität gemein hatte. Liebe kann man nicht lernen. Aber wenn sie einen entzündet, dann lernt man unendlich viel DURCH sie. Das ist meine Erfahrung. Und ebenso, dass man, bevor ein Mensch es nicht selbst erlebte, ihm das nicht erklären können wird, bzw. nur ansatzweise. Aber wenn es soweit ist, dann wird sich das von selbst entfalten und wer dann seinen Gefühlen folgt, der wird sich freimachen können, von all diesem 'so und so sollte es/man sein'. [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] Auch die Themen haben sich stark gewandelt. Sex ist Thema Nr. 1, und das so dermaßen offen und aufdringlich, sodass ich mich schon wundern muss, dass der Reiz daran noch nicht verloren ging und es den Leuten nicht längst zum Halse heraushängt. Ich habe so das Gefühl, dass das Thema Sex deutlich an Abenteuerlichkeit und Exklusivität eingebüßt hat. Man kriegt aus der eigenen Umgebung doch so Einiges mit. Vieles läuft eindeutig zu sehr auf dieser "Fick mich oder verpiss dich!"-Schiene ab. Wer fragt da noch nach Liebe und Emotionen? ;) [/QUOTE] War bei mir damals schon nicht anders und ich bin jetzt fast 40. Schon vor tausenden von Jahren, wurde der Verfall der Werte beklagt und dennoch, sind sie etwas, das jeder selbst für sich entdecken muss und wird, wenn er mit sich selbst und dem eigenen Selbst konfrontiert wird. Liebe ist eine Brachialgewalt und sie fragt nicht danach, ob nach ihr gefragt wird. Sie IST. ;-) Grüßle Mischa |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krea [/i] [B]In einem anderen Forum entpann sich eine Diskussion basierend auf folgendem Eingangsposting: Ich sehe das nicht so, denn ich meine, Sex gehört mit zur menschlichen Natur - schon allein bedingt durch den Fortpflanzungstrieb - und ich sehe auch nicht, wo und wie Abstinenz befreiend wirkt. Was meint Ihr dazu? [/B][/QUOTE] Tja, Qualität ist alles... Man kann sich SEHR GUT abgewöhnen Fusel zu trinken.... Aber wenn jemand mit einem 18 Jahre alten Whiskey daherkommt, vielleicht noch von einer exquisiten Destilliery, dann kann man nicht abstinent sein. Das heisst aber genauso, dass man nicht auf alles "reagieren"muss..............:) |
| Any Body | Bitte editiere Deinen Beitrag, ArrogantNick und lösche meinen realen Namen heraus Im Gegensatz zu Dir, ArrogantNick ( und wie Du auch immer Dich nennen magst) unterschreibe ich niemals mit meinem RL irgendwelche Beiträge. PS. Vielleicht bequemt Dich meine nachträgliche Editierung Deines RL-Namens ebenfalls dazu, meinen persönlichen Namen zu entfernen Danke & Ende |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]Aha, und warum gibt es dann überhaupt Frauen, die sich die Brüste vergrößern lassen :rolleyes: Darüber hinaus weiß ich aus leidlicher Erfahrung nur allzu gut, was eine Frau mit kleiner Oberweite - sogar wenn sie noch minderjährig ist - sich alles für Unverschämtheiten von wildfremden Männern anhören muss.[/B][/QUOTE] Und nachdem sie sich genug Dichtungsmasse in die Oberweite drücken ließt merkt sie, dass sie eine Sorte Sprüche durch eine andere tauscht. Zur Psychologie jener Sorte Arschlöcher kann ich nur anmerken: Sie haben den festen Vorsatz, einen Menschen den sie nicht kennen herabzuwürdigen und suchen sich dann ein Merkmal an ihrem Opfer heraus, das erfolgsversprechend wirkt; wenn es nicht die kleinen Brüste sind, ist es halt irgendetwas anderes. Kinch, Realnamenfrei seit 2002. |
| Odessa | Richtig, Kinch. Und für mich sind diese Frauen doch auch selbst schuld, wenn sie (nur um irgendeinem Mann zu gefallen) an ihrem Aussehen was ändern. Es zwingt sie doch niemand dazu, sich Silikon in die Brüste, Botox unter die Falten oder Wadenpolster in die Beine implantieren zu lassen. Wie armselig (im Sinne von bedauernswert) ist das denn, wenn ich, um Herrn X zu gefallen oder um "wie Model Y in Zeitschrift Z" auszusehen, meine Brüste "pimpe", 10 kg ab/zunehme oder mir die Haare blond färbe? Entweder gefalle ich einem Menschen so wie ich bin, oder er soll sich jemand Anderen suchen. So viel Selbstbewußtsein hatte ja sogar ich Komplexhaufen schon immer, daß ich mir niemals einreden ließ, ich hätte "so oder so" zu sein nur weil "der oder die" das schöner fanden :rolleyes: |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] (....) Entweder gefalle ich einem Menschen so wie ich bin, oder er soll sich jemand Anderen suchen. So viel Selbstbewußtsein hatte ja sogar ich Komplexhaufen schon immer, daß ich mir niemals einreden ließ, ich hätte "so oder so" zu sein nur weil "der oder die" das schöner fanden :rolleyes: [/QUOTE] Dito! Das sind dann endgültig Sphären, in die ich verständnistechnisch nicht mehr wirklich vordringen kann, bzw. wo ich massive Schwierigkeiten habe, das noch mit irgendwelchen Vergleichsempfindungen, in mir nachvollziehen zu können. Wobei die Meisten dieser sich unters Messer Legenden, ja schon fast gebetsmühlenhaft betonen, das nur und ausschließlich für sich selbst zu tun. Da kann ich dann noch irgendwo mitgehen, denn darüber hatte ich, mea culpa, auch schon öfter mal nachgedacht. Aber, ich stolperte mal .... ich glaube auf rtl2 war's, über eine Doku, dort ließ sich ein bildhübsches Mädel die Brüste machen, um das ihrem 'Freund zu schenken'. Ich war wirklich, ja, relativ fassungslos. Der Freund, ein Klischeeproll aus dem Bilderbuch, betonte dann auch, dass er das als 'Beweis ihrer Liebe' ansähe. Spätestens da hätte ich kotzen können und zappte diesen Müll weg. Ich empfinde das als pervers. . |
| Krea | [QUOTE]Ich empfinde das als pervers. [/QUOTE] Richtig! Wobei aber anzumerken ist, das einzig Perverse daran ist im Grunde der Freund, der das Mädel nicht so akzeptieren kann/will, wie es ist, sich mit einer Freundin mit großen Brüsten brüsten will, oder was auch immer... |
| Kinch | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krea [/i] [B]Richtig! Wobei aber anzumerken ist, das einzig Perverse daran ist im Grunde der Freund[/B][/QUOTE] Sehe ich auch so: Ein Mädchen, dass so blöd ist und sich für so etwas freiwillig verstümmelt und ein Privatsender der mit sowas Quote macht, tragen zur Perversität keinen Deut bei. |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krea [/i] [B]Richtig! Wobei aber anzumerken ist, das einzig Perverse daran ist im Grunde der Freund, der das Mädel nicht so akzeptieren kann/will, wie es ist, sich mit einer Freundin mit großen Brüsten brüsten will, oder was auch immer... [/B][/QUOTE] Na ja, Krea, ich empfinde das nicht nur in der von Dir angesprochenen Weise als pervers, denn schließlich gehören immer Zwei zu solchen Aktionen. Nämlich einerseits dieser Mensch, der solcherlei hirnlose Forderungen (auf)stellt und das dann als 'Liebesbeweis' deklariert, so diesen Folge geleistet wird. Also frei nach dem Motto: 'Wenn Du mich liebst, dann verbiegst Du Dich für mich.' Sondern auch die Auffassung des Mädels von Liebe, die diese ja ebenfalls als eine Art 'Geschäft' anzusehen scheint. Das ist mE die eigentliche Perversion an der ganzen Sache, nämlich dass Liebe zu etwas umdefiniert wird, das die Liebenden zu Opfern macht, in einer Art Geschäftemacherei. -> Wenn Du mich liebst - darfst Du dies und das nicht tun und hast aber dies und das (für mich) zu tun. DAS empfinde ich als pervers. Denn in meiner Auffassung bedeutet Liebe etwas, das dazu führt, genau diese Forderungshaltung aufzugeben und sich im Grunde nur zu wünschen, dass der/die Geliebte glücklich ist und ihn/sie, genauso zu wollen und zu akzeptieren, wie er/sie eben ist. Wenn ich wen, angeblich aus Liebe, völlig verbiegen will, was liebe ich denn da eigentlich? Doch nur meine eigene Vorstellung, wie mein Gegenüber zu sein hätte und nicht die Person, die er/sie eigentlich ist. Grüßle Mischa edit: In Angedenken an Kinchs Post ~> Einmal ganz davon abgesehen, dass diese kranke Lesart von 'Liebe', auch noch weiterverbreitet wird, durch derartige Schundsendungen. .... |
| Odessa | Und daß dann wiederum manch eine/r sagt, daß er sich mit solchen selbstunsicheren und/oder oberflächlich-eitlen Hohlköpfen nicht abgibt (die nur ihre Figur, ihr Styling, ihr Äußeres, ihre Waage, ihre Faltentiefe, ihre Pobacken-Festigkeit und ihre Busen-Straffheit im Kopf haben) und dann doch lieber abstinent bleibt, statt sich bei einer Freundin oder auch bei einem Freund (soll ja auch Männer geben die so drauf sind) tääääglich anzuhören: "Schaaahatz ich bin ja sooo fett geworden, ich wiege jetzt 78 kg auf 170" oder "heeeuuuel, mein Po ist dicker als der von Susi/Erwin, Du kannst mich gar nicht lieben" oder "waaah meine Hüften sind breiter als 30 cm, ich bin hässlich buhuuuu" - das wiederum kann ich sowas von gut verstehen :D. Übrigens auch etwas, was mir sehr viele Männer in meinem beruflichen und privaten Umfeld wieder und wieder genervt berichteten über die Jahre: sie haben sowas von die Schnauze voll von Frauen, deren ganze Existenz sich nur um besagte "Figur, Figur, Diät, Figur, Styling, Figur, Frisur, Figur, und erwähnte ich schon meine Figur?" dreht. Ein auch nur halbwegs intelligenter lebensfroher und lustvoller Mann möchte doch mit seiner Geliebten ganz andere Dinge im Leben (und im Bett) machen als ständig nur über 34 Gramm mehr oder 2 mm weniger an Oberweite und Po zu reden oder der Frau fast schon psychotherapeutisch ständig zu versichern, daß sie gut so ist wie sie ist. Und daß er SIE liebt und nicht irgendwelche medial vorgegebenen Fantasie-Maße, denen sie nacheifern müsste. Wer mit sich selbst im Reinen ist und seinen Körper akzeptiert, der kann auch ganz entspannt und genußvoll Lust und Liebe geben und empfangen. - Was wiederum nicht ausschließt, daß man/frau sich trotzdem ab und an mal hässlich fühlt. Geht mir heute oft genug immer noch so, daß ich in den Spiegel gucke und ein "meine Güte, fuurchtbar" ausstosse beim Anblick quer zu Berge stehender Haare oder mit Augenringen (ich schlaf ja fast nix...) tief wie der Andreasgraben unterlegter Augen *G*. Aber das IST dann für mich einfach so auch richtig in dem Moment, ich möchte es weder bestritten noch bestätigt haben, und es beschäftigt mich für keine 3 Sekunden und beeinflusst mich in Sekunde 4 dann schon in keinster Weise (mehr). Und ich weiß von Sekunde 1 bis Sekunde 4 aber auch, daß ich so geliebt werde wie ich bin, ob mit Augenringen oder ohne Haare, ob mit 150 kg (so ich sie hätte) oder mit 50 kg (dito) - mein Charakter wird geliebt und mein Körper und Gesicht auch, mit all dem daran und darin was ICH bin. Lebensbedingt, anlagebedingt, altersbedingt - ich. Moi. Myself. Und das ist auch verdammt gut so ;) |
| ArrogantNick | Ilodessa - :) Eigentlich bräuchte ich kaum noch was tippern, jedenfalls nicht in den grundsätzlichen Dingen, denn eigentlich wiederholt es sich, nur in unseren jeweils ureigenen Worten, Schilderungen und Metaphern. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wenn ich, wie momentan ja wieder recht intensiv, Fotos von mir an eine geliebte Seele überstelle und diese sich kaum noch einkriegt und mir sagt, er will immer mehr davon, weil das so toll wäre und so schön. Nicht selten erwische ich mich dann dabei, mir besagtes Bildgut selbst zu betrachten und mich allen Ernstes zu fragen, ob Liebe wirklich blind macht? Denn sie muss es eigentlich. Ich würde echt nicht so abfahren, auf Bildchen wo ich dicke Knöselerna drauf bin. :D Wobei, mir geht es im Umkehrschluss genauso und ich röchele und sabbere Bilder an, von denen der Sender mir sagt, dass er das Röcheln und Sabbern nicht nachempfinden kann, eher einen Heulflash oder eine Erstarrung im Angesicht des Grauens, erwartet hätte. Ich glaube, das ist irgendwie ein ziemlich weit verbreitetes Phänomen. Wobei, ich bin grundsätzlich eigentlich soweit zufrieden mit mir, es sind auch nur immer mal wieder diese Anflüge, von denen Du auch berichtest. Aber mir fällt auf, dass Lächeln und Liebe, Gesichter und vor allem Augen, lebendig und damit schön werden lassen. .... |
| M. Marinus | Es muss recht frustrierend sein, Abstinenz als Mittel zu wählen, der eigenen sexuellen Unerfülltheit zu begegnen. Nun, wenn man sich einem Balzgehabe aussetzt, nach Nachtpartnern zu suchen, die am Tag nicht mehr taugen, bin ich sicher, Erfüllung findet sich schwer. Glücklicherweise bleibt es noch jedem frei zu wählen, ob man das will oder nicht. Wenn ich es aber will und mich nachher immer wundere, warum es nicht zur „Liebe des Lebens“ reichte, sollte sich mir irgendwann die Frage aufdrängen, woran es eigentlich liegt. Wenn ich Liebe als „freien Markt“ betrachte, in dem es darum geht, sich selbst am gewinnversprechendsten zu präsentieren, darf ich mich nicht wundern, wenn weder ich selbst, noch das von mir anvisierte „Produkt“ halten kann, was es darzustellen versucht. Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Unterhaltung zweier Männer Mitte zwanzig, die ich einmal in der U-Bahn mit anhören „durfte“. Der eine erzählte von einer Ü-30-Party, die irgendwo stattfinden sollte, was den anderen zur freudigen Bemerkung veranlasst: „Au ja, Reste ficken!“ Sind Menschen so hungrig nach Liebe, dass sie dem kleinsten Rockzipfel von Nähe, der geringsten Illusion des Gefühls, geliebt zu werden, derart verzweifelt nachjagen, dass alles nur recht ist, was das bieten kann? Ich hatte mal einen Bekannten, der erzählte mir, wie er früher Dauergast in den hiesigen Grufti-Diskotheken war, wo dann „teilweise acht Frauen an der Theke saßen, mit denen ich geschlafen hatte“. Er machte im Übrigen keinen sonderlich glücklichen Eindruck auf mich. Umstandsbedingt bekomme ich vom wohl „normalen“ Sozialverhalten junger Menschen eine ganze Menge mit. Davon abgesehen, dass mich seither wundert, warum in etwaigen Fragebögen zum Alkoholkonsum die Maximalantwort meist „mehr als einmal pro Woche“ heißt, wird da dann des öfteren mit dem Freund/der Freundin wochenlang nicht geredet, dann irgendwann stillschweigend die Beziehung beendet, wieder aufgenommen oder auch nicht so richtig, „ist ja auch irgendwie egal“, und dann mittwochs einfach in der angesagten Bar mit einer/einem anderen herumgeknutscht. Was scheinbar niemanden befremdet außer mir, aber gut. Es „gehört wohl dazu“. Recht kalt und gefühllos scheint mir das alles, aber offenbar mir ziemlich allein. |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von M. Marinus [/i] (....) Recht kalt und gefühllos scheint mir das alles, aber offenbar mir ziemlich allein. [/QUOTE] Dass Du damit so alleine bist, Marinus, glaube ich nicht einmal. Mir sind schon einige Menschen Deines Alters begegnet, die das exakt genauso empfinden, die aber, durch die Bank weg, sich damit in Außenseiterrollen erleben mussten und das ist mE das Traurige daran. Grüßle Mischa |
| Töggelie | [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Dass Du damit so alleine bist, Marinus, glaube ich nicht einmal. Mir sind schon einige Menschen Deines Alters begegnet, die das exakt genauso empfinden, die aber, durch die Bank weg, sich damit in Außenseiterrollen erleben mussten und das ist mE das Traurige daran. [/B][/QUOTE] Bingo. Mir geht es da sehr ähnlich. Ich dachte bis vor einiger Zeit, mit mir wäre irgendetwas nicht okay. Es schien normal zu sein, dass man jede Gelegenheit, jemanden flachzulegen wahrnehmen müsste, nur um den entsprechenden Partner im Nachhinein vor anderen mit verschiedenen Nettigkeiten zu betiteln (z.B.:[I]"Japp, ich hab die Alte flachgelegt, stark was?!"[/I], Liste beliebig erweiterbar) und prompt fallenzulassen, wenn die ersten Schwierigkeiten zu erwarten waren. Themen wie:[I]"Mein/e Freund/Freundin möchte noch nicht mit mir in's Bett, ich weiß nicht...soll ich mich trennen?"[/I], und die entsprechenden Antworten dazu:[I]"Also echt! Wenn es da schon nicht stimmt, würde ich mir wirklich jemand anderes suchen, das würde ich nicht aushalten! Setz ihm/ihr doch ein Ultimatum."[/I], scheinen die gängige Norm zu sein. Ich kann das nicht. Ich verstehe es auch nicht. Ich möchte sowas nicht erleben. Aus Liebe wird ein Probe-Abo, das bei Nichtgefallen im nächsten Monat wieder gekündigt wird. Normal scheint zu sein: Ich finde jemanden interessant, mag ihn vielleicht auch, wäge allerdings erst ab, ob er die eventuellen Schwierigkeiten wert ist. Man wägt nicht ab, ob man zueinander passt, sondern ob das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Ist das nicht der Fall, ist die anfängliche Zuneigung hinfällig. Es geht nicht darum, jemanden zu lieben, weil er ein kleines Wunder ist, es geht darum, ob er funktioniert, wie er soll und ob ich ihn so einfach wie möglich auch wieder loswerden kann. Logisch, man muss zueinander passen und wenn das nicht geht ist eine Beziehung o.ä. hinfällig, aber hier geht es wirklich um Lapalien, die dem anderen entgegenbringen:[I]"Du bist nicht das, was ich bestellt hatte. Komm geh, raube anderer Leute Zeit, deinetwegen habe ich jetzt ohnehin schon wieder die ersten fünf Minuten von Sendung xy verpasst."[/I] Blöde Sprüche über den anderen, abfällige Bemerkungen, nichts anderes sieht man täglich in den Medien. Es scheint wirklich die Norm zu sein...die moderne Beziehungskiste. Scheidung, Trennung, hey, wenn du da mitmachst, bist du cool und eigenständig, du pflegst dein Ego. Um jemanden kämpfen ist langweilig und gegen den Egotrip. Ergo: kann und wird als Schwäche ausgelegt. Vielleicht stimmt mit mir wirklich irgendwas nicht...aber wenn es so ist, dann bin ich lieber ein bissel gestört als normentsprechend. Ich lasse nur Menschen an mich ran, die mir unglaublich wichtig sind...warum sonst sollte ich mit jemandem Körperkontakt haben wollen? Was gibt es mir, wenn ich dafür jeden X-Beliebigen nehme? Es muss dieses Bedürfnis vorhanden sein, für den anderen nur das Beste zu wollen, der Wunsch, zu sehen, wie es ihm gut geht und wie er niedlich grinsend die entgegengebrachte Zuneigung genießt. Dafür bringe ich auch sehr viel Mühe auf, welche es mir auch wert ist, da es mir so viel mehr gibt, als so ein bissel billiger Spaß. Ich war zwar noch nicht mit 25 Kumpels, Bekannten und weiß der Geier wem im Bett, aber dafür maße ich mir an, ein gewisses Maß an Gefühl zu besitzen, welches einer Trophäensammlung bei Weitem das Wasser reichen kann. Qualität ist schließlich wichtiger. Und natürlich, irgendwo muss man da Abstriche machen, dann hat man eben keine regelmäßigen Bettbetätigungen...mein Gott, kümmert mich nicht. Ausserdem kann ich aufrichtig lieben, egal in welcher Form. Das hört sich zwar reichlich hoch gestapelt und wohl auch ein bissel arrogant an, aber warum sollte ich das nieder"reden"? Ich möchte keinen Besitzanspruch und ich wiege auch nicht auf, ob ich für diese und jene Mühe etwas Entsprechendes zurückbekomme. Ebenbürtigkeit, Respekt, Fürsorge und eine sanfte, aber konstante Liebe, die nicht einengt, sondern trägt, das ist entscheidend. Ich glaube, dabei bin ich auch recht bedingungslos. Klar, ich lasse bestimmt nicht alles mit mir machen (Selbstaufgabe ist da allerdings ein anderes Thema, das damit recht wenig zu tun hat) aber wenn jemand mein Augensternchen wird, sollten daran keine Bedingungen wie ein gutes Sexleben, pflegeleichte Handhabung oder die eventuelle Aussicht auf jemand Besseres im Weg stehen. Das sind jedenfalls meine Ansichten. |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Töggelie [/i] (....) Das sind jedenfalls meine Ansichten. [/QUOTE] Find ich gut! :) Und klingt - für mich- auch äußerst gesund und keineswegs unnormal, im Gegenteil. **** Was mir jetzt noch einfiel, da Du dieses Abwägen erwähnst. Ich erlebe es häufiger auch mal mit, dass Partner nach quasi 'Tageslichttauglichkeit' ausgewählt werden, frei nach dem Motto: 'Kann ich mich mit ihm/ihr, überhaupt vor meinen (sogenannten) Freunden, blicken lassen?' Der Partner als Trophäe sozusagen, 'seht her, was ich für einen guten Fang an Land gezogen habe', um das eigene (nicht vorhandene) Selbstwertgefühl zu pushen. Vielleicht sind das dann die Menschen, die sich auch für diesen 'guten Fang' unters Messer legen, Hauptsache, dieser geht einem nicht wieder durch die Lappen. Nicht, weil man diesen Menschen liebt, sondern weil das eigene Selbstwertgefühl damit korreliert. Kranke Welt.... .... |
| Odessa | Töggie, an der Stelle gleich herzlichen Dank - es freute mich sehr:-). Und bleib bitte so wie Du bist, denn wie Mischa und Marinus auch schon schrieben: es gibt eine Menge junger Leute die so denken, aber leider glauben, mit ihnen wäre was nicht normal nur weil sie nicht in dieses von gewissen Sende-Formaten und Zeitschriften propagierte Image des stets paarungs/rumschäker/one night stand-bereiten Partygirls und Beachboys passen. Ich weiß von Eltern, die ihre 17jährigen Söhne zu Psychiatern schickten, nur weil diese Söhne sich nicht in 16jährige Klassenkameradinnen mit dem einzigen Berufsziel "ich möchte mal GogoTänzerin oder Germanies next Topmodel werden" verlieben wollten (oder zumindest zwei bis fünf davon "flachlegten", nur damit Mami keine Angst mehr haben muß daß Söhnchen evtl. schwul sein könnte). Ich weiß von Eltern, die bei uns am Jugendamt anriefen und sich erkundigten, ob sie ihre Tochter oder ihren Sohn zu einer Therapie schicken sollten, weil Tochter oder Sohn mit 15 oder 18 immer noch lieber mit einem Buch daheim saßen nach der Schule/Arbeit, an einem ruhigen See spazierengingen oder sich in Museen und Kunstausstellungen begaben statt "wie es doch normal wäre in dem Alter" jedes Wochenende in verrauchten und zudem sauteuren Discos zu verbringen oder sich mit Gleichaltrigen ins Koma zu saufen. Wie verloren und sich selbst entfremdet bis in den Kern hinein ist eine Gesellschaft, in der man seine sich regelmäßig eingefangenen Geschlechtskrankheiten, das "ein bis zwei mal jährliche" Abtreibenlassen ("Verhüten ist so umständlich und ich denk in dem Moment da nicht dran, und wenn was passiert kann mans ja einfach wegmachen lassen") oder das Klauen im Supermarkt als normale Alltagsgewohnheit öffentlich auch noch stolz kundtut, während sich Menschen, die mit 20 oder 30 noch Jungfrau sind und nur dann mit jemand intim werden wollen, wenn sie diesen Menschen wahrhaftig lieben, dafür auslachen oder sich rechtfertigen müssen grad so, als wären sie Verbrecher oder nicht ganz zurechnungsfähig? ---- Ich war zwar noch nicht mit 25 Kumpels, Bekannten und weiß der Geier wem im Bett, aber dafür maße ich mir an, ein gewisses Maß an Gefühl zu besitzen, welches einer Trophäensammlung bei Weitem das Wasser reichen kann. Qualität ist schließlich wichtiger. ---- Genau das. Und ich wüßte nicht weshalb sich eine Frau oder ein Mann dafür schämen müssten, daß sie nicht halbe Kleinstädte durch ihr Bett ließen - genausowenig wie sich jemand dafür schämen muß wenn er es tut. Aber mir scheint hierzulande die Balance dahingehend schon etwas aus dem Gleichgewicht gekommen zu sein, wenn das Zweite als "schick, hip und absolut normal" gilt, während das Erste als "altmodisch", "spiessig" oder "widernatürlich" verlacht wird. Weißt Du was das schönste Kompliment war für mich, was mir meine Ehe/Männer sinngemäß sagten? "Du hast sowas ewig Mädchenhaftes, Unschuldiges. Du bist kein Stück abgebrüht und wüßte ich nicht, daß Du schon vor mir verheiratet warst, würde ich schwören daß ich der Erste bin in Deinem Leben". Und wenngleich ich beim ersten und zweiten Mal über dieses Kompliment etwas irritiert war und mich sogar ein bißchen beleidigt fühlte, habe ich Jahre später gemerkt, wieviel Liebe hinter diesen Worten steckt und wie glücklich ich darüber sein kann. Denn nichts wäre tatsächlich für mich - als auch für sicher die meisten Männer, die ihre Frau lieben - armseliger und schlimmer als festzustellen, irgendwann, daß ich in Sachen Liebe und Erotik so abgebrüht und routiniert (oder gar gelangweilt bis desillusioniert-verbittert schon im Vorfeld) bin, daß ich es nicht mehr als ewig neues Wunder, unglaublich wunderbares Mysterium und immer wieder "wie beim ersten Mal" aufregend, mich in den Grundfesten erschütternd und zutiefst bewegend seiend erlebe WENN ich - seelisch, geistig, körperlich - liebe und geliebt werde. |
| Odessa | Was mir jetzt noch einfiel, da Du dieses Abwägen erwähnst. Ich erlebe es häufiger auch mal mit, dass Partner nach quasi 'Tageslichttauglichkeit' ausgewählt werden, frei nach dem Motto: 'Kann ich mich mit ihm/ihr, überhaupt vor meinen (sogenannten) Freunden, blicken lassen? --- Mischa, das ist mir einmal passiert. Ein Verehrer vor Jahren machte mir über Wochen den Hof. Da ich uninteressiert war, gab ich ihm einen Korb nach dem anderen. Letztendlich wurde er so unverschämt, daß ich ihm wirklich eine Ohrfeige geben mußte. Grinsend meinte er nämlich Minuten davor bei seinem letzten Versuch, er hätte mich gerne gehabt, weil ich seinem Gefühl nach allein wegen meiner Figur eine "heisse Nummer" für ihn sei und er von seiner (ich kannte seine Freundin von Fotos auf seinem Schreibtisch her) schlanken und in jeder Beziehung "Schönheits-Ideal-Maß"-seienden Partnerin dahingehend etwas gelangweilt wäre. Er wolle und brauche sie aber an seiner Seite zum "Präsentieren" und Vorzeigen in seinen Kreisen. Denn da konnte er, so sagte er mir auch klar, mit einer "85-kg-Frau natürlich nichts anfangen, was würden denn "die anderen Ärzte allein schon im Yachtclub von mir denken, wenn ich mit einer Molly wie Dir da auftauche die noch nicht mal blond ist" (damals war dieses Strähnchen-Blond augenscheinlich ein "must" für ChefarztGespielinnen *zyn*). Aber "für fünf bis sechs heimliche Nächte im Monat, Ilo, da wärst Du meine erste Wahl, ich hatte die geilsten und versautesten Nächte immer nur mit üppigen Frauen. Ich würde mich finanziell echt großzügig zeigen und meine Freundin braucht es auch nicht zu wissen..." Wie gesagt, nach dieser widerwärtigen, menschenverachtenden und grundsexistischen Rede habe ich ihm dann fassungslos nur noch eine gescheuert. Und dann auch seiner Freundin Bescheid gegeben, da ich Solidarität unter Frauen zu der Zeit noch als etwas Erstrebenswertes erachtete (nachdem ich teuer Lehrgeld bezahlte für meine Ehrlichkeit, da die Frau dann sogar mir noch die Schuld gab dafür DASS ihr Typ mich angemacht hatte, war es dann damit vorbei bei mir, manche Frauen wollen einfach wirklich verarscht und mies behandelt werden, ist dann nicht mehr mein Problem). Und ich habe dazugelernt: manche Menschen "nehmen" sich offizielle Partner zur Seite weil es fürs Image gut ist oder es in diesen Kreisen anscheinend eine "Norm" gibt für die Partner, die man dann aber auch nur vorzeigt und präsentiert wie die neueste Rolex oder die neueste Hermes-Tasche; und es gibt inoffizielle Partner, mit denen man dann echten "Spaß" im Bett hat und wo man sich wohl fühlt damit, die man aber offiziell niemals als Partner präsentieren würde, weil sie entweder dunkelhaarig, 20 kg zu schwer oder sonstwie nicht dem "Gesellschaftskatalog" entsprechend sind. Ich kann den Kopf so lang gar nicht schütteln wie ich es müßte angesichts meiner verständnislosen Fassungslosigkeit noch heute ob solcher Verhaltensweisen. |
| ArrogantNick | Ilo,- was mir zu Deinen Ausführungen noch einfällt, das ist, dass es verschiedene Arten der Prostitution gibt. Offen, wie ich sie ausübte, oder eben verdeckt. Da 'halten' sich Menschen einen Partner als Statussymbol und nicht selten, macht dieser das aus finanziellen Gründen mit. Es ist ja immer eine beidseitige Sache. Dass Dir bei einem solchen Angebot die Hand ausrutschte, verwundert mich, die ich Dich ja nun kenne, ganz und gar nicht. Knuff & so Mischa |
| Kampfsau | [QUOTE].Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele private und persönliche Erfahrungen des Lebens einer weltweiten Öffentlichkeit und somit Fremden offenbart werden..[/QUOTE] Nun, in dem Fall wird es den wenigsten wohl was sagen, eben weil man diese Menschen wohl nie persönlich kennen lernen würde. Ansonsten sage ich mir auch, warum Leute jetzt so ein Theater drauß machen, was andere Menschen erlebt haben.Für mich würde es eigentlich keinen Unterschied machen, wie ich einen Menschen sehe, weil der oder die mal als Prostituierte/r gearbeitet hat. Es ist doch egal wie das Geld erwirtschaftet wird, solange dies nicht widerrechtlich geschieht. Solange man es mit sich selbst vereinbaren kann. Viel schlimmer finde ich es, wenn man zu bestimmten arbeiten gezwungen wird. Nur würde mich dann Prostitution schon bei der Hausfrau anfangen, die nebenbei bei Lidl arbeitet und sich für einen Hungerlohn von ihren Vorgesetzten rumscheuchen lassen muss oder dem Angestellten einer Versicherungsfirma oder Bank, der seine moralischen Werte aufgeben muss , weil er halt ein Auskommen braucht. Und was die Prostituierten betrifft, ich selber war noch nie bei einer, bei mir ist es aber so, dass ich mir denke, Sex ohne Gefühle ist es mir nicht wert, dass ich dafür viel Geld bezahle. Viele reden ja auch mit ihren Prostituierten und wollen eine gewisse persönliche Beziehung aufbauen, weil viele Männer, ungeachtet irgendwelcher Klischees eben nicht immer strickt Sex von Symphatien und Gefühlen trennen können. Nur hätte das für mich dann immer den Nebengeschmack,dass ich Geld bezahlen müsste und nicht genau weiß, ob die Zuneigung ehrlich gemeint ist oder erkauft. Trotzdem denke ich, dass ohne Prostituierte die Welt ein schlimmerer Ort wäre. Es gebe wahrscheinlich deutlich mehr Vergewaltigungen, als wenn es sie nicht gebe. Ich bin jedenfalls der letzte, der arogant auf Leute herabsieht, die irgendwelche Berufe ausüben, eben weil der Beruf und der Mensch der ihn ausübt total verschieden sein können. Und generell sind Werte und Empfindungen doch willkürliche Konstrukte. Es gibt Kulturen, da lassen Männer gute Gäste mit ihren Frauen und Töchtern schlafen, einfach als Zeichen der Gastfreundschaft. Da ist Sex eben nicht mit diesen Besitzansprüchen und willkürlichen Tabus besetzt. In anderen Kulturen wird man dir den Kiefer brechen, wenn man ohne Erlaubnis auch nur 2-3 Sätze mit der Frau wechselt. Ich finde wir sind da viel zu reglementiert von irgendwelchen Vorstellungen. Eine Gesellschaft, die unsere Sexualität reglementiert und einschränkt ist mitunter genauso pervers wie eine Gesellschaft, in der ausschweifende Sexualität quasi zum guten Ton gehört. Haben nicht irgendwelche Reaktionären, konservativen Politiker in Texas oder so angeblich versucht, Sex erst ab 28 Jahre zu erlauben oder so? Auch wurde ja ein 18 Jähriger Jahrelang eingesperrt, weil eine 15 Jährige ihm einen geblasen hat und er somit wegen "sexuellen Kindesmissbrauch" angeklagt wurde. Für mich ist das eigentlich sogar noch schlimmer,als überpräsente Sexualität in den Medien. Denn sowas schränkt einen ja ein in dem, was man fühlt. Warum sollte ein gesunder 15-16 Jähriger nicht auch Sex haben dürfen?Etwas zu können ist etwas anderes als es zu müssen. In Deutschland kann nämlich niemand legal zum Sex gezwungen werden. Auch wenn das Fernsehen sexualisiert wird, man MUSS keinen Sex haben. Man kann den Fernseher immer noch um- oder ausschalten, man kann sich Freunde suchen, bei denen es eben keinen sexzwang ab 13 gibt oder man bei Flaschendrehen einem Jungen am Schwanz lutschen MUSS den man nur eine halbe Stunde kennt. Für jugendliche ist es oft schwer sich dem zu entziehen aber es gibt durchaus welche und das kann ich mitunter auch beobachten, dass sie sich dem zu entziehen versuchen. Die wählen dann oft freiwillig das Leben als Außenseiter, anstatt ihre Werte aufzugeben. Ich arbeite an einer Schule und kann das beobachten. Es ist natürlich schlimm, dass diese Leute nicht so akzeptiert werden wie sie sind aber Vertrauen in sich selbst, das ist etwas das man lange entwickeln muss. Manche schaffen das ihr gesamtes Leben nicht. Aber als Jugendlicher der ohnehin kaum Orientierung hat und nach dem von den Eltern vordefinierten Leben als Kind jemand ganz Neues werden will, ist es eben einfacher, sich an den Gleichaltrigen zu orientieren, auch wenn diese Gruppenorientierung selbst genauso ziellos sein kann, wie die Menschen die ihr folgen. Und so kommt es leider, dass irgendwelche 13 Jährigen sich durchnageln lassen, obwohl es ihnen eigentlich gar nicht wirklich gefällt oder es ihnen sogar Angst macht, nur um dazuzugehören und kein Kind zu sein. Naja und Abstinenz, das passiert wohl, wenn man den Erwartungen nicht gerecht werden kann. Es gibt nunmal viele junge,vielleicht auch ältere Männer vielleicht auch Frauen aber eher wohl Männer, die ernsthafte Probleme haben, einen Partner zu finden. Ein guter Freund von mir wird bald 24 und hatte noch nie eine Freundin und noch keinen Sex. Ich habe mich darüber noch nie lustig gemacht aber einige tuen dies eben tatsächlich. Jedenfalls interessiert sich keine Frau in seiner Umgebung für ihn. Und wenn ich ehrlich bin, ich kann auch verstehen warum das so ist. Er ist eher mit Männern aufgewachsen, mit Frauen hatte er weniger zu tun und das wiederum hatte eine Auswirkung darauf, wie gut er mit ihnen klar kommt. Den Umgang mit dem anderen Geschlecht muss man üben, vor allem als Mann, weil Frauen trotz aller Emanzipation doch andere Wesen als Männer sind.Man muss deutlich feinfühliger mit ihnen umgehen, wohingegen man bei Männern eben direkter sein kann, weil man doch eher weiß, wie sie denken. Noch dazu ist er halt kein wirklicher Schönling. Dadurch entstehen eben Reibungspunkte, je älter er wird, desto schwerer wird es für ihn Anschluss zu finden. Welche Frau Mitte 20 wird schon von einem Mann erobert, der in Sachen Frauen, Verführung und Partnerschaft weniger Erfahrung als der durchschnittliche 16 Jährige hat? Sexuell gibt es da eben auch Probleme, es entsteht eine gewaltige Unsicherheit, eben weil man sich nicht begehrt fühlt und keine Erfahrung sammeln kann. So hat er sich halt eine recht frauenfeindliche Weltsicht aufgebaut, was ich persönlich recht schade finde. Er kennt Frauen eben als die, die seine Freunde vereinnahmen und verarschen, die beim Bund im Gefechtsdienst total versagen und trotzdem genauso angesehen werden wollen, wie die männlichen Kollegen. Die seine Zeit durch ihre Launen verschwenden und auf die er trotzdem Rücksicht nehmen muss usw usf. Naja, obwohl in seinem Fall wohl weniger die Abstinenz in den Vordergrund rückt, als dass er keinen Bock auf Weiber hat. Frauen sind doch nur "zum Ficken gut" aber für ein bischen Ficken, opfere ich nicht meine Freiheit und meine Nerven. Aber immer muss das ja nicht der Fall sein. Ich meine ich esse unheimlich gerne und gerne auch unheimlich gut ^^. Trotzdem gibt es einfach Menschen, denen Essen nicht wichtig ist und es eher als störend empfinden und nur Essen, damit sie eben nicht sterben oder total an Kraft verlieren. Kann man hier auch sagen, die kennen nur die wahren Freuden des Essens nicht, weil sie irgendwie krank sind oder muss man das als Teil ihrer Natur verstehen? |
| ArrogantNick | Mal nebenbei: Klasse Post, Kampfsau. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Kann man hier auch sagen, die kennen nur die wahren Freuden des Essens nicht, weil sie irgendwie krank sind oder muss man das als Teil ihrer Natur verstehen? [/QUOTE] Hm.... ich denke das kommt auf die Vorgeschichte, respektive die Motivation an. Wenn jemand einfach wenig Verlangen verspürt, das schon immer so war und dies nicht aus irgendwelchen Enttäuschungen herrührt, sprich er/sie es wirklich nicht anders würde haben wollen, so ist es wohl einfach naturgegeben. Anders sieht es mE aus, wenn betreffende Person eigentlich lieber mehr Sexualität leben würde, als er/sie es tut, sich jedoch den Ist-Zustand irgendwie versucht schönzureden, da er/sie, wenn etwas anderes versucht wurde herzustellen, immer gescheitert ist. Das wäre dann unnatürlich bis krankhaft, je nach Ausprägung und Begleitsymptomatik. Grüßle Mischa |
| nönix | Hoppla! [QUOTE]Es gibt Kulturen, da lassen Männer gute Gäste mit ihren Frauen und Töchtern schlafen, einfach als Zeichen der Gastfreundschaft. Da ist Sex eben nicht mit diesen Besitzansprüchen und willkürlichen Tabus besetzt.[/QUOTE] Ich glaube, ich verstehe, was Du in diesem Zusammenhang sagen willst, ABER... - in diesem Falle IST Sex nun gerade mit Besitzansprüchen besetzt!!! Hast Du die Frauen gefragt, ob sie als Besitz des Hausherren quasi im Sinne eines Gastgeschenkes benutzt werden möchten? [QUOTE]eine Gesellschaft, in der ausschweifende Sexualität quasi zum guten Ton gehört.[/QUOTE] - das hat nun wirklich nichts mit freier/freiwilliger oder ausschweifender Sexualität mehr zu tun! Vielleicht habe ich das jetzt falsch verstanden, dann tut es mir leid - es stieß nur gerade spontan etwas sauer auf...! |
| GISMO | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Kann man hier auch sagen, die kennen nur die wahren Freuden des Essens nicht, weil sie irgendwie krank sind oder muss man das als Teil ihrer Natur verstehen? [/B][/QUOTE] Eindeutig Zweiteres. |
| Kampfsau | [QUOTE]Ich glaube, ich verstehe, was Du in diesem Zusammenhang sagen willst, ABER... - in diesem Falle IST Sex nun gerade mit Besitzansprüchen besetzt!!! Hast Du die Frauen gefragt, ob sie als Besitz des Hausherren quasi im Sinne eines Gastgeschenkes benutzt werden möchten? [/QUOTE] Nun, ich selber würde sicher nicht auf die Idee kommen, meine Frau feilzubieten. Es ist halt eine Frage wie Sexualität definiert wird. Vielleicht sehen die Frauen Sex nicht als etwas so Großartiges an, dass sie sich jetzt so degradiert fühlen, weil sie mal mit diesem oder jenem Menschen schlafen. Ich kann es nicht genau sagen, ob das jetzt gegen ihren Willen lief aber darum geht es auch gar nichts, es geht einfach nur darum,das Vorstellungen willkürlich sind und sich total unterscheiden können. Warum soll es z.B. nicht so sein,dass man mit seinem Partner einen 4er macht oder seiner Freundin einen Fremdgeher zugesteht? Warum könnte unsere Gesellschaft nicht so aussehen,dass wir uns zu Sippen zusammenschließen mit mehreren Frauen und Männern. Angeblich war es in der Steinzeit mal so. Männer und Frauen pflegten Sex untereinander und es ging auch mal wilder zur Sache. Vielleicht wurde ja auch Homosexualität nicht an den Pranger gestellt und mit Schuldgefühlen behaftet. Das kam ja erst mit dem Christentum. Angeblich hatte man diese etwas liberalere Lebensform. Bei uns finden sich ja einzelne Männchen und Weibchen und Gründen im Prinzip jede Generation wieder neue Familien. Aber in dieser Struktur hat man sich eben zusammengeschlossen, vielleicht war es in der harten Natur vor allem beim Jagen oder bei der Essenssuche einfach ein gewaltiger Vorteil, wenn sich größere Gruppen von Männern und Frauen zusammenschlossen. Dort hat man dann auch seinen Spaß gehabt und sich dann gemeinsam um ALLE Kinder gekümmert, die dabei mitunter entstanden sind. Ich will nur sagen, dass es eben auch andere Systeme geben könnte. |
| Odessa | Warum soll es z.B. nicht so sein,dass man mit seinem Partner einen 4er macht oder seiner Freundin einen Fremdgeher zugesteht? --- Vollste Zustimmung, das ist ja auch in etwa der Tenor dessen, was hier geschrieben wird, Kampfsau (btw. schön daß Du mal wieder schreibst, hab Dich schon vermißt!) - soll jeder nach seiner Facon glücklich werden und leben wie er will. Ob abstinent oder in einer Liebes-Kommune: Hauptsache, alle machen es freiwillig und sind zufrieden damit. --- Trotzdem denke ich, dass ohne Prostituierte die Welt ein schlimmerer Ort wäre. Es gebe wahrscheinlich deutlich mehr Vergewaltigungen, als wenn es sie nicht gebe. ---- Sehe ich ganz genauso. Davon abgesehen ist es auch mir völlig egal, wer was wo und warum arbeitet, solange dieser Mensch selbst damit klarkommt und es - naja in den von Dir ja schon genannten Rahmenbedingungen bzw. soweit als unter den gegebenen Umständen da von "freiwillig" die Rede sein kann bei einem Broterwerb - freiwillig tut. --- Ich finde wir sind da viel zu reglementiert von irgendwelchen Vorstellungen. Eine Gesellschaft, die unsere Sexualität reglementiert und einschränkt ist mitunter genauso pervers wie eine Gesellschaft, in der ausschweifende Sexualität quasi zum guten Ton gehört. ---- Richtig, Extreme sind niemals eine Lösung, ist meine persönliche Erfahrung zumindest. ---- Auch wurde ja ein 18 Jähriger Jahrelang eingesperrt, weil eine 15 Jährige ihm einen geblasen hat und er somit wegen "sexuellen Kindesmissbrauch" angeklagt wurde. Für mich ist das eigentlich sogar noch schlimmer,als überpräsente Sexualität in den Medien. ----- Dito. Ich finde das ohnehin unglaublich, worin sich der Staat überall einmischt. Die 15jährige wurde nicht gezwungen dazu (und nur bei Zwang/Vergewaltigung hat der Staat sich einzumischen meiner Meinung nach), beide waren sich einig - so what the hell hat das IRGENDWEN zu interessieren? --- Warum sollte ein gesunder 15-16 Jähriger nicht auch Sex haben dürfen?Etwas zu können ist etwas anderes als es zu müssen. ---- Meine Rede. Davon abgesehen kann man weder Liebe noch den Sexualtrieb gesetzlich und mit "Alters-Normen" festschreiben, sieht man ja auch immer wieder und das ist auch ganz gut so. Wenigstens etwas in uns Menschen ist noch so frei und "un-normierbar", daß noch die rigidesten Systeme und ihre Gesetze es nicht verbieten können;-) ---- Die wählen dann oft freiwillig das Leben als Außenseiter, anstatt ihre Werte aufzugeben. ---- Yepp, das schrieben ja auch hier Marinus und Töggelie aus ihrem Leben, und viele andere junge Leute allein auf diesem Forum leben ganz genauso wie ich ihren Beiträgen oder privater Kommunikation mit ihnen entnehme - sie leben wie sie es für sich als richtig erachten und ich kann da nur bewundernd sagen: Toll, wenn man schon mit 14, 16 oder 19 so viel Charakterstärke und Rückgrat hat:-) ---- Ein guter Freund von mir wird bald 24 und hatte noch nie eine Freundin und noch keinen Sex. ---- Du glaubst gar nicht wie häufig das ist. Viel häufiger als das umgekehrte Extrem von wegen "schon mit 12 Jahren zehn Liebhaber gehabt". Nur hört man davon eben viel weniger, ist ja auch nicht so "stammtischparolen-tauglich" zum Hetzen gegen die "verdorbene Jugend" und für Moralpredigten geeignet für die Oberlehrer der Nation;) --- Noch dazu ist er halt kein wirklicher Schönling. ---- Du, daß Dein Freund kein Schönling ist, dürfte sicherlich nicht hindern, schließlich mögen die wenigsten Frauen glattgeschleckte Hochglanzposter-Typen, sondern eher Charakterköpfe mit ganz eigenem Charme. Ich sag nur: Jean Reno, Jürgen Prochnow (mit seiner vernarbten Haut), Jack Nicholson, Gerard Depardieu mit seiner geniaaaalen Riesennase, Christopher Lambert mit seinem "Silberblick" wie der Schiellöwe Clarence in Daktari... alles Männer, die ich persönlich z. B. tausendmal erotischer finde als einen Sascha Hehn, Brad Pitt (obwohl ich den als Schauspieler sehr mag) oder Johnny Depp. ----- Dadurch entstehen eben Reibungspunkte, je älter er wird, desto schwerer wird es für ihn Anschluss zu finden. Welche Frau Mitte 20 wird schon von einem Mann erobert, der in Sachen Frauen, Verführung und Partnerschaft weniger Erfahrung als der durchschnittliche 16 Jährige hat? ------- Ich, wenngleich damals 14 und ein anderes Mal Ende 40, und die Männer waren weitaus älter als 24;-). Weil es mir scheissegal ist ob jemand sexuelle Erfahrung hat oder nicht - es zählt doch nur, ob der Mensch liebenswert, anständig und in irgendeiner Weise für mich attraktiv ist und ich es für ihn auch bin. Sexuelle Erfahrung ist sowas von irrelevant, aber echt mal. Eine Frau anzufassen, zu küssen, zu lieben - das muß man nicht "lernen" und das lernt man auch nicht dadurch, daß man es mit einer Handvoll Anderer schon gemacht hat. Das zeigt einem die Natur, die einem jeden Menschen doch gegebene Fantasie und zumindest grundsätzlich vorhandene Empathie und vor allem aber die Liebe, die man für diese Frau empfindet, von ganz alleine. Hab ich bisher zumindest immer so erlebt und ich wüßte wirklich nicht, weshalb sich Dein Freund schämen müßte oder er Angst haben müßte nur weil er nicht mit sexuellen Vorerlebnissen aufwarten kann :-). - Lieben Gruß zum Sonntag Dir und hoffentlich bleibst Du diesmal länger hier als nur für diese wenigen Beiträge :) |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]das ist, dass es verschiedene Arten der Prostitution gibt. Offen, wie ich sie ausübte, oder eben verdeckt. [/B][/QUOTE] Da sind nach wie vor die Bemerkungen Simone de Beauvoirs in "das andere Geschlecht" interessant, wo sie die Strukturen der Ehe (wie sie eben in den 50ern war) und der Prostitution vergleicht. Fazit: es ist immer ein Handel, Geld/Lebensunterhalt gegen Sex/Verfügbarkeit über einen Körper. Nur sagen's die Prositiutierten bei ihren Kunden klar, dass es ein Handel ist, während es bei der jungfräulichen Braut hinter jeder Menge romantischem Gesülze versteckt werden muss und es ein Tabu ist, den Aspekt von Geben/Nehmen zu erwähnen. grüsse, barbara |
| Odessa | :D Babs... irgendwo schon richtig. Man denke auch nur an das Emanzengelaber von wegen "dumme Hausfrau die vom Mann abhängig ist, während ich als Berufstätige ja sooo unabhängig und frei bin". Habe ich nie verstanden, als selbst 30 Jahre lang Berufstätige - denn was ist abhängiger und unfreier, als von einem wildfremden und einen sicher nicht liebenden Chef/einer Firma abhängig zu sein, wo man jeden Tag gefeuert werden kann und wo man also sowas von sklavisch abhängig davon ist, daß diese Firma bzw. dieser Chef einen auch weiterhin "ernährt" und "am Leben hält" mit den monatlichen Gehaltsschecks? Mein Mann oder meine Frau hingegen kann mich nicht von heute auf morgen via fristloser Kündigung oder mit 1monatiger Frist einfach ohne Unterhalt oder Dach übern Kopf "rauswerfen", da sorgen allein schon die Gesetze, Familienrecht und bei Einigen Eheverträge dafür. Und daß mich jemand, der mich zumindest mal geliebt hat und mit dem ich evtl. Kinder habe, seltenst so gleichgültig und rücksichtslos behandeln wird wie dies ein anonymer Chef, für den ich nur eine Nummer in seinem Personalwesen bin, tun wird und auch tun muß, wenn er mich kündigen muß aus Gründen immer, kommt noch dazu. Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt und ich habe vor jeder Prostituierten mehr Respekt als vor z. B. diesen Schnepfen, die sich nur reiche Männer angeln, damit sie niemals selbst arbeiten müssen und die das dann aber diesen Männern als "Liebe" verkaufen... dann doch bitte einfach ehrlich sein und sagen: "Deal ist - ich bin jung, schön und verkauf mich für ein bequemes Leben gerne, und Du hast gern was Schönes und möglichst Junges um Dich rum und zahlst dafür gerne. Wir beide profitieren davon, also schlag ein" ;) |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Es gibt Kulturen, da lassen Männer gute Gäste mit ihren Frauen und Töchtern schlafen, einfach als Zeichen der Gastfreundschaft. Da ist Sex eben nicht mit diesen Besitzansprüchen und willkürlichen Tabus besetzt. [/B][/QUOTE] Andere Kulturen, andere Bedürfnisse, andere Tabus. Wenn ausnahmsweise ein Gast in eine verlassene Gegend kommt, so werden seine neuen Gene dringend gebraucht, um Inzucht zu verhindern. Da steckt wiederum ein knallhartes Bedürfnis dahinter, und der Gast wird auch nicht gefragt, ob er die Frau oder Tochter des Chefs jetzt auch hübsch oder begehrenswert finde. Oder ob er vielleicht einfach nur in Ruhe schlafen will. ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Den Umgang mit dem anderen Geschlecht muss man üben, vor allem als Mann, weil Frauen trotz aller Emanzipation doch andere Wesen als Männer sind.Man muss deutlich feinfühliger mit ihnen umgehen, wohingegen man bei Männern eben direkter sein kann, weil man doch eher weiß, wie sie denken. Noch dazu ist er halt kein wirklicher Schönling. [/B][/QUOTE] Das Aussehen ist bei Männern meist nicht besonders wichtig, solange es einigermasen gepflegt ist. Wie man flirtet, das muss aber tatsächlich geübt werden, und hier haben viele Männer jämmerliche Defizite. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Kann man hier auch sagen, die kennen nur die wahren Freuden des Essens nicht, weil sie irgendwie krank sind oder muss man das als Teil ihrer Natur verstehen? [/B][/QUOTE] Um das beurteilen zu können, muss man ja erst wohl die Erfahrung machen. Wenn ich mit meinem mageren Geldbeutel vor dem 5-Sterne-Restaurant stehe, mein Kleingeld zusammenklaube und feststelle, das reicht ja noch nicht mal für die Vorspeise, da kann tut's dem Stolz ganz gut zu sagen, dass ich den Frass dort eh nicht ausstehen kann.:cool: grüsse, barbara |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Man denke auch nur an das Emanzengelaber von wegen "dumme Hausfrau die vom Mann abhängig ist, während ich als Berufstätige ja sooo unabhängig und frei bin". Habe ich nie verstanden, als selbst 30 Jahre lang Berufstätige - denn was ist abhängiger und unfreier, als von einem wildfremden und einen sicher nicht liebenden Chef/einer Firma abhängig zu sein, wo man jeden Tag gefeuert werden kann und wo man also sowas von sklavisch abhängig davon ist, daß diese Firma bzw. dieser Chef einen auch weiterhin "ernährt" und "am Leben hält" mit den monatlichen Gehaltsschecks? [/B][/QUOTE] Stimmt so nicht ganz. Immerhin gibt es Arbeitslosengeld und eine minimale finanzielle Absicherung, auch wenn die Stelle hops geht. und es ist ein riesiger Fortschritt, dass eine Frau heute ein eigenes Bankkonto besitzen darf und eine Arbeit annehmen darf ohne dass der Mann sein Einverständnis geben muss. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Mein Mann oder meine Frau hingegen kann mich nicht von heute auf morgen via fristloser Kündigung oder mit 1monatiger Frist einfach ohne Unterhalt oder Dach übern Kopf "rauswerfen", da sorgen allein schon die Gesetze, [/B][/QUOTE] Du betrachtest Ehe also in erster Linie als ein Instrument sozialer Sicherung...? ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Familienrecht und bei Einigen Eheverträge dafür. Und daß mich jemand, der mich zumindest mal geliebt hat und mit dem ich evtl. Kinder habe, seltenst so gleichgültig und rücksichtslos behandeln wird wie dies ein anonymer Chef, für den ich nur eine Nummer in seinem Personalwesen bin, tun wird und auch tun muß, wenn er mich kündigen muß aus Gründen immer, kommt noch dazu. [/B][/QUOTE] je näher die Beziehung, desto emotionaler wird es. Was nicht nur positiv sein muss. Der anonyme Chef (den's in Grossfirmen tatsächlich geben kann, in KMUs nicht) wird das Ganze sachlich und korrekt erledigen. Halt eben einfach noch zehn Minuten Arbeit zum Abhaken. Und ehrlich, wenn die mir kündigen, so sollen sie es kurz und schmerzlos machen, bitte, und alle Formulare ausfüllen, dann ist es vorbei. Während jemand, der aus Frust und Wut und enttäuschter Liebe handelt... ganz eklig werden kann. Mit Eheverträgen und Gesetzen kann man schon jemanden an sich binden, nur möchte ich so eine Bindung bestimmt nicht... oh nein. grüsse, barbara |
| Joey1900 | Hab mich hier mal etwas durchgelesen. Kenn auch so nen Spezialisten aus meinem Kurs, der so gepolt is. Hat zwar mal irgendwas erzählt, dass in seiner Pubertät mit nem Mädel irgendwas passiert is und seitdem lässt er sowas bleiben. Wenn mal ihm helfen will reagiert er nur belustigt und meint es hätte sowieso keinen Sinn. Und das mit Mitte 20. Is ja seine Angelegenheit, aber wenn er meint sich über andere, inklusive mir, lustig zu machen wenn wir uns in dieser Hinsicht mal unterhalten. Dabei hat er schon von seiner Art etwas verbittertes und leicht aggressives in seiner Redensart. Das wär jedenfalls auch ein Grund für sein hohen Alkoholkonsum. Dazu find ich es amüsand wenn er sich über manch andere Jungs aufregt, die andere Mädels heftigs anflirten und mit denen schäkern. Seiner Meinung nach müssten solche Menschen ausgegrenzt werden. Ich konnt nur frech grinsen. |
| Kampfsau | [QUOTE]Du, daß Dein Freund kein Schönling ist, dürfte sicherlich nicht hindern, schließlich mögen die wenigsten Frauen glattgeschleckte Hochglanzposter-Typen, sondern eher Charakterköpfe mit ganz eigenem Charme. Ich sag nur: Jean Reno, Jürgen Prochnow (mit seiner vernarbten Haut), Jack Nicholson, Gerard Depardieu mit seiner geniaaaalen Riesennase, Christopher Lambert mit seinem "Silberblick" wie der Schiellöwe Clarence in Daktari... alles Männer, die ich persönlich z. B. tausendmal erotischer finde als einen Sascha Hehn, Brad Pitt (obwohl ich den als Schauspieler sehr mag) oder Johnny Depp. [/QUOTE] Natürlich kann man eine fade Erscheinung mit einer interessanten Persönlichkeit und viel Intelligenz wett machen. Aber als ob so ein stark ausgeprägter Charakter etwas wäre, dass man so einfach bekommen kann oder hat, nur weil man eben nicht schön ist. So einen Charakter und Persönlichkeit zu entwickeln, dass stelle ich mir mitunter deutlich schwerer vor als einfach 3 mal die Woche ein bischen ins Fitnessstudio zu gehen. Dann nimmt man fast von alleine ab und wird muskulöser und sportlicher. Eine Persönlichkeit braucht Zeit und permanente Selbstreflexion um sich zu erweitern. Aus eben diesen Gründen kommen diese ganzen Charakterköpfe auch noch im Alter an die tollen Frauen ran, wohingegen der Schönling ab einem gewissen Alter echt Probleme bekommen kann. Trotzdem ist bei den meisten das Aussehen sehr wichtig. Und aus meiner Erfahrung heraus ist es mit einem schönen Aussehen einfach leichter in Kontakt mit Frauen zu kommen. Zumindest ist das meine persönliche Erfahrung als ehemals dicker, unsportlicher Junge. Man kann ja viel über innere Werte reden aber es ist schwer, diese zur Geltung zu bringen, eben weil man ja gemeinsame Zeit dafür braucht. Das meiste läuft am Anfang eben doch durchs Auge ab. [QUOTE]Ich, wenngleich damals 14 und ein anderes Mal Ende 40, und die Männer waren weitaus älter als 24;-). Weil es mir scheissegal ist ob jemand sexuelle Erfahrung hat oder nicht[/QUOTE] Wie gesagt, es geht nicht nur um sexuelle Erfahrung sondern auch um Partnerschaft. Über die Erfahrungen mit Frauen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen zu reden usw. Und eben auch um Erfahrungen die man in Partnerschaften macht.Wenn es bei dir anders ist, dann ist das ja sehr schön, nur leider hat er eben keine Frau wie dich getroffen. [QUOTE]Eine Frau anzufassen, zu küssen, zu lieben - das muß man nicht "lernen" und das lernt man auch nicht dadurch, daß man es mit einer Handvoll Anderer schon gemacht hat. Das zeigt einem die Natur, die einem jeden Menschen doch gegebene Fantasie und zumindest grundsätzlich vorhandene Empathie und vor allem aber die Liebe, die man für diese Frau empfindet, von ganz alleine.[/QUOTE] Natürlich ist Sexualität etwas, dass man lernen und das man so mit der Zeit immer mehr geniesen kann. Genauso kann man Einfühlungsvermögen lernen z.B. die kleinen Signale zu interpretieren, die der Partner permanent von sich gibt. Du hast natürlich auch irgendwie recht, die Gefühle machen vieles wett und man kann seine Sache auch 20 Jahre lang schlecht machen. Trotzdem würde ich sagen, mir hat jede Erfahrung die ich gemacht hatte, etwas mitgegeben von dem ich nicht nur eine Stunde danach gezehrt habe. Die guten wie die schlechten. Deswegen denke ich, dass einem in zunehmendem Alter mangelnde Erfahrung doch zum Nachteil gereicht. [QUOTE]Hab ich bisher zumindest immer so erlebt und ich wüßte wirklich nicht, weshalb sich Dein Freund schämen müßte oder er Angst haben müßte nur weil er nicht mit sexuellen Vorerlebnissen aufwarten kann :-). - Lieben Gruß zum Sonntag Dir und hoffentlich bleibst Du diesmal länger hier als nur für diese wenigen Beiträge [/QUOTE] Natürlich muss er sich nicht schämen aber ich kann ihn eben sehr sehr gut verstehen.Ich war auch 18 bei meinem ersten Mal und mich hat das davor auch sehr verunsichert. Auch wenn das im Nachhinein totaler Unsinn ist aber es stellt doch eine gewisse Schallmauer da. Einen gesellschaftlichen Druck den man glaubt erfüllen zu müssen. Dabei war es gar nicht so toll aber ich war einfach froh,das hinter mir zu haben. Ab dann konnte man endlich normal sein. Man war entspannter und dann lief es generell auch einfacher. Du weißt ja sicherlich, dass je mehr man an das Versagen denkt, der Erfolg unsicherer wird. Und mit jedem Jahr das er alleine bleibt, wird diese Schallmauer größer. Und es ist auch nicht so,dass er nie geliebt hätte, meist wurde es halt nur nicht erwidert. Wenn man selber nicht in dieser Situation war, kann man das kaum nachvollziehen, weil die Lösung ja so einfach scheint. Ich werde bestimmt auch noch länger hier schreiben aber ich bin sicher einer der letzten, die nur des Postcounts wegen schreiben, sondern ich schreibe halt, wenn es mir mal in den Fingern juckt, weil mich das Thema interessiert ^^. Ein Zeichen von Qualität ist es ja meistens, wenn du deinen Senf dazu gibst *schleim* |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] So einen Charakter und Persönlichkeit zu entwickeln, dass stelle ich mir mitunter deutlich schwerer vor als einfach 3 mal die Woche ein bischen ins Fitnessstudio zu gehen. Dann nimmt man fast von alleine ab und wird muskulöser und sportlicher. Eine Persönlichkeit braucht Zeit und permanente Selbstreflexion um sich zu erweitern. Aus eben diesen Gründen kommen diese ganzen Charakterköpfe auch noch im Alter an die tollen Frauen ran, wohingegen der Schönling ab einem gewissen Alter echt Probleme bekommen kann. [/QUOTE] Womit Dein Freund ja beste Voraussetzungen (für seine Entwicklung) hätte. ;-) .... |
| Kampfsau | [QUOTE]Womit Dein Freund ja beste Voraussetzungen (für seine Entwicklung) hätte. ;-)[/QUOTE] Ja toll, dann ist ja alles was er tun muss einfach nur 20 Jahre zu warten, bis er eine interessantere Persönlichkeit hat. Aber darum gings doch auch. Abstinenz aus Frust, Frust aus Abstinenz heraus. Es kommt zu einer Rückkopplung, einem Gefühl des Ungeliebtseins.Deswegen glaube ich, er wird eher zu einer verbitterten,vertrockneten alten Jungfrau und nicht zu einem Jean Reno ^^. Ich glaube 3 mal wöchentlich ins Fitnessstudio und ein paar neue Klamotten bringen da mehr... |
| ArrogantNick | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Ja toll, dann ist ja alles was er tun muss einfach nur 20 Jahre zu warten, bis er eine interessantere Persönlichkeit hat.[/quote] Das wird leider nicht reichen. Das tut es nie. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Aber darum gings doch auch. Abstinenz aus Frust, Frust aus Abstinenz heraus. Es kommt zu einer Rückkopplung, einem Gefühl des Ungeliebtseins.[/quote] Exakt. Und diese Rückkopplung, bzw. die Reaktion auf diese, wird alles entscheiden. Kämpft er damit, hat er eine Chance. Wenn nicht - tja, dann wird's wieder mal verschwendetes Potential, was auch nicht selten ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Deswegen glaube ich, er wird eher zu einer verbitterten,vertrockneten alten Jungfrau und nicht zu einem Jean Reno ^^.[/quote] Oder er explodiert irgendwann und Du wirst ihn kaum wiedererkennen. Er sich vermutlich auch nicht. Jeder Mensch hat diesen 'Point of no return'. Manche erreichen ihn nur leider nie, die sterben dann, ohne je gelebt zu haben. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] Ich glaube 3 mal wöchentlich ins Fitnessstudio und ein paar neue Klamotten bringen da mehr... [/QUOTE] Nö. Mehr nicht - aber 'nen Versuch wäre auch das wert. Besser als völlige Lethargie, die macht nämlich richtig krank. .... |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Und bist somit auch nicht freier und unabhängiger als es ein Mann/eine Frau ist, die in einer Beziehung ohne eigenes Einkommen leben, beim Scheitern dieser Beziehung genauso gesetzlich oder vertraglich verankerte Ansprüche zur Sicherung ihrer Existenz "danach" haben und die von diesen Ansprüchen dann abhängig sind wie es besagter Arbeitnehmer auch ist. [/B][/QUOTE] In meinen Arbeitsverträgen ist immerhin noch nie gestanden, dass meine Chefs Anspruch auf sexuelle Intimitäten haben. Die Verfügung über den Körper ist das Thema, nicht die Finanzierung. Auch die Reputation ist das Thema, auch wenn heute glücklicherweise weniger als früher. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Wie kann man jemand an sich binden durch Gesetze und Verträge, also emotional? [/B][/QUOTE] eben - gar nicht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Meinst du jetzt diese abartigen "Hollywood-Verträge" von denen man ab und zu hört, von wegen "Du mußt 3 mal in der Woche mit mir schlafen, sonst kürze ich Dir Dein Taschengeld" oder so?[/B][/QUOTE] nein, ich mein das ganz normale "wer kriegt das Haus und wer kriegt die Möbel und wer kriegt den Hund." [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] --- Du betrachtest Ehe also in erster Linie als ein Instrument sozialer Sicherung... --- Huch, woraus entnimmst Du das? [/B][/QUOTE] na aus dem Satz hier: [i]Mein Mann oder meine Frau hingegen kann mich nicht von heute auf morgen via fristloser Kündigung oder mit 1monatiger Frist einfach ohne Unterhalt oder Dach übern Kopf "rauswerfen", da sorgen allein schon die Gesetze, [/i] ich wüsste nicht, was der Anderes besagen könnte? ;) [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] Warum auch nicht? Ist doch das gleiche ehrliche Geschäft wie Du es bei der Hure und ihrem Freier - zu Recht, wie ich Dir zustimmte - als Vorbild propagierst. [/B][/QUOTE] Ein Problem bekomme ich erst dort, wo es Doppelmoral gibt. Wo etwas gesagt und etwas anderes getan wird. grüsse, barbara |
| ArrogantNick | Frau Katze, es gibt etwas, das nennt sich Kontext. Wenn man natürlich Aussagen aus diesem herausreißt, dann geschieht es sehr schnell, dass man etwas völlig anderes hineinliest, als der Schreiber es, im Kontext ganz offensichtlich, gemeint hat. ;-) Ich hätte im Übrigen gerne mal ein konkretes Beispiel für das, was Du Doppelmoral nennst. Ginge das? Grüßle Mischa |
| Odessa | Noch dranhängt - den Rest evtl. bitte in mail, Babs, danke:-): ---- na aus dem Satz hier: Mein Mann oder meine Frau hingegen kann mich nicht von heute auf morgen via fristloser Kündigung oder mit 1monatiger Frist einfach ohne Unterhalt oder Dach übern Kopf "rauswerfen", da sorgen allein schon die Gesetze - ich wüsste nicht, was der Anderes besagen könnte ----- Zum Beispiel nur das was ich schon erklärt hatte: nämlich daß im Vergleich (um den es ging) zwischen den "Abhängigkeiten und was schief gehen kann" jeder Betroffene in jedem Fall rechtlich abgesichert ist, der eine mehr, der andere weniger. Und daß die Ehe gerade KEINERLEI Sicherheit oder Versorgung ist allein schon weil sie wie jedes andere Verhältnis - Arbeit, Freundschaft etc. - auch scheitern kann. --- In meinen Arbeitsverträgen ist immerhin noch nie gestanden, dass meine Chefs Anspruch auf sexuelle Intimitäten haben. ---- Ich muß anscheinend was versäumt haben bei meinen Ehen - denn nirgendwo stand da irgendwas auf dem standesamtlichen Wisch von wegen "Hat heute Herrn X geheiratet, heißt jetzt Frau X und muß ihren Körper Herrn X jederzeit zur sexuellen Befriedigung zur Verfügung stellen" ;). edit Mischa: Doppelmoral - ich hätte da schon was. Zum Beispiel das Verhalten der Damen auf diesem einem Forum, das Du mir mal geschildert hast. Von wegen "ablästern über Ehefrauen und ihre Männer, während sie selbst nichts sehnlicher möchten als endlich die Ehefrau des belästerten Mannes zu sein" oder so ;) |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i] [B]Ich hätte im Übrigen gerne mal ein konkretes Beispiel für das, was Du Doppelmoral nennst. Ginge das? [/B][/QUOTE] na, eben all jene Beziehungen, wo so schön und wohlklingend von Liebe gesprochen wird, und dann das, was es wirklcih bedeutet, erst später ausgesprochen wird. "Liebe ist, dass du mir den Porsche kaufst" oder "Liebe ist, dass du nie mehr mit den Jungs vom Verein auf ein Bier gehst" oder "Liebe ist, dass du arbeiten gehst und mich finanzierst". Es gibt ja kaum eine niederträchtige Drohung oder Forderung, die nicht schon im Namen der Liebe ausgesprochen worden wäre. die Karten werden allzu oft nicht am Anfang auf den Tisch gelegt. "Liebe ist, dass du mir hilfst, die Schulden zu bezahlen, die ich aufgrund meiner Spielsucht angehäuft habe. Ach, pardon dass ich vergessen hatte, das vor der Hochzeit zu erwähnen. Ist mir ganz entfallen." Da gibts nichts was es nicht gibt... grüsse, barbara |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Ich muß anscheinend was versäumt haben bei meinen Ehen - denn nirgendwo stand da irgendwas auf dem standesamtlichen Wisch von wegen "Hat heute Herrn X geheiratet, heißt jetzt Frau X und muß ihren Körper Herrn X jederzeit zur sexuellen Befriedigung zur Verfügung stellen" ;). [/B][/QUOTE] Gerichtliche Verurteilungen und Scheidungen, vom Mann verlangt, weil die Frau ihre sogenannt "eheliche Pflicht" nicht erfülle, sind noch nicht so lange her. Rechtlich verankert und alles. Ich nehme allerdings an, die meisten Richter und Richterinnen dürften eher froh darüber sein, dass die Details des Intimlebens (oder dessen Fehlen) scheidungswilliger Paare nicht mehr im Detail abgefragt werden muss. grüsse, barbara |
| ArrogantNick | Ilodessa & Frau Katze,- solcherlei Dinge laufen bei mir eher unter 'Selbsttäuschung'. Denn, so zumindest meine Erfahrung, die Menschen versuchen in aller Regel sich die eigene Situation schön zu reden (darum geht's ja im ganzen Thread, im Wesentlichen) und folglich beten sie sich ihre eigenen Lügen mantramäßig runter, in der Hoffnung, sie vielleicht irgendwann selbst glauben zu können. Eiskalte Berechnung dürfte bei sowas in der Minderheit sein. Es ist darüber hinaus auch nicht einfach, sich einzugestehen dass man sich -strenggenommen- prostituiert, in welcher Weise auch immer. Grüßle Mischa |
| Joey1900 | @ArrogantNick: Das dürfte, meiner Meinung nach, nur bei Personen mit geringem Selbstvertrauen vorkommen. Z.B. wenn eine Frau/Mann von ihrem/r Partner/in geschlagen wird und dann mit der Ausrede kommt: "Sie/Er hats nicht so gemeint." Ums jetzt mal überspitzt darzustellen. Kannte aus meinem Bekanntenkreis so ein Fall. Sie wurde von ihm heftigst geschlagen und mies behandelt und sie ist gute 3-4 zu ihm zurückgegangen. Mit ner ordentlich Portion Selbstvertrauen und Selbstachtung lässt man im Normalfall sowas nicht zu. Wenn ich deine Aussage jetzt richtig verstanden hab. |
| LaChatte | Hi Mischa Das Problem scheint mir, die eigenen Lügen werden immer sehr gern geglaubt. Und alle, die eine andere (objektiv realistischere) Meinung vertreten, werden lieber gleich aus dem Leben verbannt... Eiskalte Berechnung dürfte tatsächlich in den meisten Fällen nicht vorkommen. Nur zuviel Angst vor den eigenen Abgründen und Wahrheiten. normal menschlich eben. grüsse, barbara |
| belladonna | [QUOTE]In meinen Arbeitsverträgen ist immerhin noch nie gestanden, dass meine Chefs Anspruch auf sexuelle Intimitäten haben. [/QUOTE] Vielleicht verstehe ich das ja einfach falsch, aber dieser unterschwellige Vorwurf, dass verheiratete Frauen, die nicht voll oder gar nicht berufstätig sind und es genießen viel Zeit mit Mann und Kindern die sie lieben haben zu können, sich prostituieren ist doch schon ziemlich beleidigend. Wenn eine Frau ein erfülltes, glückliches Leben als Hausfrau und Mutter führt, dann ist es einfach mal nur ätzend, wenn sie sich dafür ständig rechtfertigen soll. Und hier noch mal eine Geschichte zum Thema Berufsleben: Als ich nach der Geburt meines zweiten Kindes wieder anfangen wollte als Sängerin zu arbeiten und bei Agenturen vorsang, durfte ich mir unter anderem Angebote machen lassen wie: Naja, sie haben ja Talent, aber damit ich Sie vermitteln kann, müssten Sie noch ein paar Stunden bei mir nehmen. Sie übernachten dann am besten bei mir, damit wir das am nächsten Tag noch mal vertiefen können :rolleyes: Das war ja noch nett formuliert gegenüber dem was einer Kollegin von mir passiert ist. Die hatte nämlich eine Spielzeit lang am Theater keine Rolle mehr vom Intendanten bekommen, weil sie nicht mit ihm in die Kiste steigen wollte. Und es ist mir seit ich als Sängerin tätig bin immer wieder von Kolleginnen zu Ohren gekommen, dass sie eine Rolle nicht bekommen haben, weil sie - um es mal drastisch auszudrücken - "die Beine nicht breit gemacht haben". Es gibt aber auch genug Sängerinnen (sowas gilt aber bestimmt auch für andere Berufsgruppen ;) ), die ganz gezielt mit den richtigen Herren "verkehren" um im Beruf Karriere zu machen. Man kann die moralischen Grundsätze einer Frau einfach nicht daran festmachen ob sie verheiratet und Hausfrau oder eben berufstätig ist. Überhaupt: warum bezieht man das Thema Prostitution eigentlich immer nur auf Frauen? Das ist schon ein bissl diskriminierend ;) Nach dem Motto - alles Schlampen, außer Mutti :D Es gibt auch genug Männer die sich prostituieren ;) |
| LaChatte | Hallo Belladonna lies "das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir. Es geht nicht darum, dass berufstätige Frauen moralisch besser seien. Es geht bei ihr darum, notabene IM KONTEXT DER 50-ER JAHRE darum, dass sowohl bei Ehe wie auch bei Prostitution ein Handel abgeschlossen wird: materielle und/oder soziale Werte gegen Verfügbarkeit über den Körper. Es ist nicht zu vergessen: damals gabs weder Pille noch DNA-Vaterschaftsnachweise. Und das Besitz- und Erbrecht war konsequent patrilinear geregelt. Da waren die Jungfräulichkeit der Frau und ihre sexuelle Treue konkrete und wichtige Werte. Mann hingegen durfte sich mehr erlauben, solange bloss die unehelichen Kinder nicht anspruchsberechtigt am Status und Vermögen der Familie waren. Eigentlich sollten alle nur schon darum de Beauvoir lesen, um festzustellen, wie viel sich seither verändert hat... grüsse, barbara |
| ArrogantNick | Hallo! @Joey1900,- [QUOTE]@ArrogantNick: Das dürfte, meiner Meinung nach, nur bei Personen mit geringem Selbstvertrauen vorkommen. Z.B. wenn (....)Mit ner ordentlich Portion Selbstvertrauen und Selbstachtung lässt man im Normalfall sowas nicht zu. Wenn ich deine Aussage jetzt richtig verstanden hab.[/QUOTE] ...also meiner Erfahrung nach, ist vor diesem Mechanismus kein Mensch gefeit, egal ob nun viel oder wenig Selbstvertrauen. Eher würde hier der Terminus (sich) Selbst-Bewusstsein, womöglich greifen können. LaChatte hat mich so (weitreichend) verstanden, wie ich es meinte, nämlich indem sie schreibt: [QUOTE]Das Problem scheint mir, die eigenen Lügen werden immer sehr gern geglaubt. Und alle, die eine andere (objektiv realistischere) Meinung vertreten, werden lieber gleich aus dem Leben verbannt... Eiskalte Berechnung dürfte tatsächlich in den meisten Fällen nicht vorkommen. Nur zuviel Angst vor den eigenen Abgründen und Wahrheiten. normal menschlich eben.[/QUOTE] **** @LaChatte,- ich habe das Buch hier im Regal. Ich kann in diesem Kontext noch eines empfehlen: 'Die Männer & die Frauen' (Autoren: Francoise Giroud / Bernard-Henri Levy ISBN: 3-596-13616-4 Ein Buch über Beziehungen, Erwartungen und den sich wandelnden Umgang miteinander. Mir hat es gut gefallen. **** Btw. Mal so als Gedanke: Der grundsätzlichste Mechanismus der Prostitution ist der Handel. Dieser lässt sich fast überall finden, so man danach sucht. Kommt noch unbewusster Zwang und Abhängigkeit hinzu, die auch rein emotional sein kann und meistens auch ist ('was soll ich denn sonst tun? ich kann doch nicht anders! wovon soll ich leben? wie soll ich leben? das traue ich mir anders nicht zu! usw.), so haben wir Prostitution, die die Welt wie ein roter Faden durchzieht. Ich denke, das war es auch, worauf Ilo explizit hinauswollte. Grüßle Mischa |
| belladonna | [QUOTE]Eigentlich sollten alle nur schon darum de Beauvoir lesen, um festzustellen, wie viel sich seither verändert hat...[/QUOTE] Ja, eben. Im Prinzip steht es heute jeder Frau frei, ob sie heiraten möchte oder nicht, ob sie Kinder haben möchte oder nicht und ob sie, wenn der Mann genug verdient um die Familie zu ernähren, glücklich als Hausfrau wird oder eben trotzdem Erfüllung im Berufsleben haben möchte. (Manche Frauen würden ja auch gern zu Hause bleiben, müssen aber auf Grund der finanziellen Situation arbeiten gehen und fühlen sich nicht wirklich gut dabei.) Also sollte man doch auch davon ausgehen können, dass eine Frau die sich entschließt Hausfrau zu sein - so die finanzielle Situation es zulässt - das guten Gewissens und aus freiem Antrieb tut und nicht weil sie so ein unmündiges Wesen ist, dem nichts anderes übrig bleibt als sich in der Ehe zu prostituieren :rolleyes: Ich bin mir aber sicher, daß es auch schon in den 50ger Jahren Ehen gab, die aus Liebe geschlossen wurden und der Gatte die ihm von Gesetzes wegen zustehenden Rechte und Ansprüche nicht schamlos ausgenutzt hat. Man kann doch Männern nicht einfach unterstellen, dass sie erst durch eine Änderung der damaligen Gesetzeslage quasi dazu gezwungen werden mussten sich ihren Frauen gegenüber anständig zu verhalten. Und es gab wohl auch genug Mütter, die ihre Töchter dahin gehend erzogen haben ein anständiges, fügsames Eheweib zu werden. Da immer nur den "bösen Männern" die Schuld zu geben finde ich reichlich einseitig ;) Da war einfach ein Umdenken in der gesamten Gesellschaft - und das schließt Frauen und Männer ein - notwendig ;) |
| belladonna | [QUOTE]Mann hingegen durfte sich mehr erlauben, solange bloss die unehelichen Kinder nicht anspruchsberechtigt am Status und Vermögen der Familie waren. [/QUOTE] Das sagt sich immer so einfach. Aber der Ernährer einer Familie zu sein ist auch eine große Verantwortung. Ich denke, auch wenn es im ersten Moment so aussieht, als ob der Mann die größeren Freiheiten hatte und sich sorglos durch die Gegend vögeln konnte, indes sein "Weibchen" brav zu Hause sitzt und Socken strickt - auch er musste sich gesellschaftlichen Verpflichtungen beugen. Auch in seiner Berufswahl war er nicht unbedingt frei. Da gab es auch oft berufliche Familientraditionen und es war die Pflicht des männlichen Erben sie fort zu setzen. Auch was die Wahl der Gattin anging, hatten doch die Eltern noch ein ziemliches gewichtiges Wörtchen mit zu reden. Freier Mann - unterdrückte Frau - da macht man es sich ein wenig zu einfach ;) |
| LaChatte | Die Rede war von sozialen Strukturen, die früher anders waren, und von denen wir doch noch einiges geerbt hatten. Die Rede war auch davon, dass gewisse wichtige technische Entwicklungen in den 60er /70ern stattfanden, die grosse Umwälzungen der Sozialstrukturen möglich machten. Die Rede war nirgends davon, dass ein Geschlecht gut und das andere gemein sei. erstaunlich, was hier alles gelesen wird, war gar nicht da steht...;) grüsse, barbara |
| belladonna | [QUOTE]erstaunlich, was hier alles gelesen wird, war gar nicht da steht... [/QUOTE] Na sagen wir es mal so: Da habe ich wohl was zwischen den Zeilen gelesen, was dort gar nicht steht :D |
| Joey1900 | [QUOTE]Ursprünglich ging es um pro oder contra sexueller Abstinenz - erstaunlich, wo das hinführen kann.[/QUOTE] Naja, ich erkenn nur Nachteile. Bei mir läuft seit 1,5 Jahren in dieser Hinsicht gar nichts. Wenn man sich nicht irgendwie ablenkt, wird man immer angespannter. Es fehlt halt was. |
| Joey1900 | Will niemand mehr von seinen Erfahrungen schreiben? |
| Kampfsau | Von seinen Erfahrungen länger keine Erfahrungen gemacht zu haben? Ich denke mal wir haben schon ein Ergebnis. Entweder ist man krank oder hat einfach keinen Sextrieb und scheinbar wird den meisten die keinen Sex wollen nachgesagt, sie hätten noch nie guten Sex gehabt oder sie sind hässlich oder nervig und niemand möchte mit ihnen schlafen, so dass sie es sich schlecht reden. Irgendwie so sieht doch das Ergebnis des Threads aus |
| Odessa | Das wiederum sehe ich gerade in diesem thread eher nicht - übereinstimmend schrieben eigentlich Alle, daß es doch Jedem selbst überlassen ist ob wie oft und wann er mit wem Sex haben will oder auch nicht, und daß es dafür keine Norm gibt. Daß aber Sexualität etwas völlig Normales, zum Leben Dazugehöriges ist, daß für die meisten Lebewesen - ob Mensch oder Tier - allein schon aus fortpflanzungstechnischen Gründen sozusagen "dazugehört" ;-) |
| Kampfsau | [QUOTE] Das wiederum sehe ich gerade in diesem thread eher nicht - übereinstimmend schrieben eigentlich Alle, daß es doch Jedem selbst überlassen ist ob wie oft und wann er mit wem Sex haben will oder auch nicht, und daß es dafür keine Norm gibt. [/QUOTE] Hab ich auch nicht abgestritten??? Ich meinte halt es läuft doch auf 3 Möglichkeiten hinaus Man will und kann nicht Man will und kann Man will nicht und macht es folglich nicht Wobei hier ja öfter die erste Möglichkeit als Möglichkeit 3 getarnt wird. Zumindest laut vieler Stimmen hier. |
| Joey1900 | [QUOTE]Wobei hier ja öfter die erste Möglichkeit als Möglichkeit 3 getarnt wird. Zumindest laut vieler Stimmen hier.[/QUOTE] Wie meinst du das genau? Kannst du da ein Beispiel nennen? |
| Joey1900 | Meinste damit, dass manche einfach aufgeben weil sie beim anderen Geschlecht keine Erfolge haben? |
| Kampfsau | Ja im Prinzip kann das sein, mitunter auch für Leute, die für Sex sehr viel Aufwand betreiben müssen. Hier war doch bereits ein Fall von einem Mann, der sich für etwa Sex nicht so "verbiegen" wollte. Oder Frauen die unattraktiv sind, keinen Liebhaber oder Partner finden, den sie attraktiv finden und z.B. richtigen Hass auf glückliche Paare entwickeln |
| Joey1900 | Wobei ich denke, dass sie sichs selbst schwer machen. Denke auch, dass die Medien ne gewisse Schuld daran haben, weil sie uns verklickern um einen Partner/in zu bekommen muss man so und so aussehen und dieses und jenes Verhalten an den Tag legen. Wenn man sich in der Realität umschaut siehts aber ganz anders aus. Geht jedenfalls mir so. Man sollte mit sich selbst im Reinen sein sonst seh ich da schwarz ^^ |
| Kampfsau | [QUOTE] Denke auch, dass die Medien ne gewisse Schuld daran haben, weil sie uns verklickern um einen Partner/in zu bekommen muss man so und so aussehen und dieses und jenes Verhalten an den Tag legen. Wenn man sich in der Realität umschaut siehts aber ganz anders aus. Geht jedenfalls mir so. Man sollte mit sich selbst im Reinen sein sonst seh ich da schwarz ^^[/QUOTE] Natürlich muss man ein gewisses Aussehen aufweisen oder zumindest aus dem was man ist, ein wenig was machen,also pflegen, gerade wenn man genetisch etwas benachteiligt wurde. Und das mit dem Verhalten ist auch so eine Sache. Sicher gibt es immer Ausnahmen von der Regel. Gibt ja auch Paare, die sind zusammen weil sie nicht alleine sein wollen und sich woanders nicht viel erhoffen oder die auf etwas andere Dinge stehen oder andere Geschmäcker haben. Das sind dann doch eher Ausnahmen Aber mal im Ernst, es gibt einfach Menschen, die haben da Probleme. Weil sie hässlich sind oder einen etwas unangenehmen Charakter haben. Ich weiß gar nicht, warum das hier alle so schönreden wollen. Was heißt denn "mit sich selbst im Reinen sein?" heißt das man verhält sich anders, also dass man seine Natur verändert`, seine Sicht der Dinge, die dann natürlich auch das Verhalten beeinflusst. Ich meine der Stubenhocker wird halt wenige Leute kennen lernen als jemand, der viel herumkommt, andererseits ist dieses auf Achse sein auch nicht wirklich etwas, bei dem sich ein Stubenhocker wohl fühlt und vielleicht merkt man es ihm auch an, wenn er es denn doch tut. Aber vielleicht hat der Stubenhocker dann doch gewisse andere Vorteile, die eben erst durchscheinen, wenn man ihn besser kennt. Eben dass er Loyal, Zuverlässig und Ehrlich ist, was der gutaussehende, hochgewachsene und aktive Partylöwe nicht unbedingt sein muss. Nur muss man meist doch eher früh beeindrucken und echtes Vertrauen kommt dann "vielleicht" danach |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Oder Frauen die unattraktiv sind, keinen Liebhaber oder Partner finden, den sie attraktiv finden und z.B. richtigen Hass auf glückliche Paare entwickeln [/B][/QUOTE] Als Frau keinen Liebhaber zu finden, dafür muss sich Frau schon anstrengen und extra abweisend sein. Extrem kratzbürstig und verschlossen, oder extrem umgepflegt (auch hässliche Leute können duschen und das Beste aus sich machen, ist ja nicht so...), oder ein altes Problem mit Missbrauch oder ähnlich mit sich tragen, das nie aufgearbeitet wurde und sofort in Panik umschlägt, sobald auch nur ein Minimum an männlichem Interesse aufscheint. Für Männer ist es bestimmt schwieriger, eine Frau zu finden, das gebe ich gerne zu. grüsse, barbara |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Aber mal im Ernst, es gibt einfach Menschen, die haben da Probleme. Weil sie hässlich sind oder einen etwas unangenehmen Charakter haben. Ich weiß gar nicht, warum das hier alle so schönreden wollen.[/B][/QUOTE] Wenn jemand nicht sehr schön ist, stehen die KandidatInnen natürlich nicht grad Schlange, das ist shcon klar. Das geht aber den allermeisten so. Abstossende Hässlichkeit - vielleicht ein verstümmeltes, verbranntes Gesicht oder etwas ähnlich Krasses, das nicht versteckt werden kann - ist allerdings selten. Sehr selten. Was den Charakter betrifft, den macht ein Mensch sich selbst. Es gibt natürlich jene, die Glück haben und ohne Anstrengung mit allen gut auskommen und beliebt sind, und es gibt die andern - die müssen sich eben anstrengen und lernen und üben und beobachten. Charakter ist aber nichts, was endgültig und immer feststeht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B] Was heißt denn "mit sich selbst im Reinen sein?" heißt das man verhält sich anders, also dass man seine Natur verändert`, seine Sicht der Dinge, die dann natürlich auch das Verhalten beeinflusst. [/B][/QUOTE] Das normale Verhalten von Menschen in unsern Breitengraden ist nicht natürlich, sondern "kultürlich", wesentlich kulturgeprägt. Und was ein Mensch in seinen ersten paar Lebensjahren lernt, sind alles Kulturdinge: Trieben nicht sofort nachzugeben, soziale Konventionen, Essen mit Besteck... Mit sich im Reinen zu sein, ist nochmals was anderes - nämlich die aktuelle Situation zu akzeptieren, Ja dazu zu sagen, und das Beste aus dem zu machen, was man grad zur Verfügung hat. Ganz egal, was es ist, was man grad hat. grüsse, barbara |
| Kampfsau | [QUOTE]Abstinenz in sexueller Hinsicht heißt für mich: völlige Sexlosigkeit, somit auch ohne Selbstbefriedigung. Jedoch kann auch der (vermeintlich) hässlichste oder "unbequemste" Mensch immer noch Spaß mit sich selbst haben und muß somit auch nicht sexuell abstinent leben[/QUOTE] Nun, werte Odessa, das mag sicherlich stimmen aber es gibt doch auch eine Menge Leute,die sich nicht einmal den Freuden der Onanie hinzugeben gedenken. Ich kann sehr gut verstehen, dass Menschen gerne Sex haben,dafür aber Selbstbefriedigung nicht so sehr mögen.Deswegen könnte es doch durchaus so sein, dass Leute die aus welchen Gründen auch immer keinen Sexualpartner finden, auch auf Selbstbefriedigung verzichten. Mir sagten schon einige, dass sie es nicht mögen, weil sie sich danach entweder zo verzweifelt vorkommen oder dass es für sie keinen Reiz ausmacht, da sie ohnehin jede Bewegung bestimmen. Das macht auch Sinn, genauso erlebt man ein Lied dass man selber geschrieben hat auch anders als andere. Man geniest es vielleicht weniger als andere es tun würden oder ist sich selbst gegenüber kritischer und nimmt es beim hören eher analytisch auseinander. Für mich ist Onanie nicht gleichwertig und auch kein Ersatz für richtigen Sex. [QUOTE]Ich könnte z. B. niemals besagte "Partylöwin" geben weil ich schon die Krätze am Bobbes krieg, wenn ich nur 10 Minuten in ein Einkaufszentrum gehen müßte, ich hasse Menschenmengen und Körpernähe zu Fremden, und von einer Party mit 50 Leuten um mich herum und das über Stunden brauche ich noch nicht mal ansatzweise zu reden Ich bin also genau der arsch-langweilige uninteressante unauffällige "Stubenhocker", der eher ein "Naturhocker" ist - der sein Leben lang nur damit glücklich ist, durch Wälder und Wiesen zu spazieren mit seinen Tieren oder allein, der über Stunden nur an einem See hockt und aufs Wasser schaut, der gerne Bücher liest und noch "gerner" Filme guckt und der für sein Leben gerne für Andere sicher totlangweilige Lebens-Erlebnisse, Gedanken und boshafte Satiren schreibt einfach weil er lieber still tippt als laut zu reden;[/QUOTE] Du hast dir wahrscheinlich gerade eine ganze Ladung neuer Verehrer an die Backe gelabert ^^. [QUOTE]ich habe keinerlei Interesse (nie gehabt) an Discos, Clubs und sonstigen Kunstlicht-Lärm-Menschenmassen-Veranstaltungen, ich interessiere mich noch nicht mal für Mode und Boutiquen-Shopping-Gehoppe (ich dürfte die einzige Frau sein, deren Kleiderschrankinhalt in eine kleine Aldi-Tüte paßt), ich kann allein aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen nicht großartig reisen (außer im Auto und kurze Strecken per Bahn) aber ich liebe es, Reiseberichte zu lesen, zu hören und anzuschauen, und zu allem LangeweilerÜberfluß sammle ich auch noch Münzen und finde Aquarien und Fische tausendmal aufregender als Snowboarden oder Bungeejumpen - es gibt also nichts, gar nichts, womit ich nach gängigen westeuropäischen Maßstäben meine männlichen Mitmenschen "beeindrucken" oder einen Mann gar "erotisch" auf mich aufmerksam machen könnte. Wenn man dazu dann noch schüchtern ist und in den ersten Minuten oder Stunden eines Treffens mit einem - bisher - Fremden den Mund nicht aufkriegt und nur hochrot anläuft, ist das auch sicher nichts, was "attraktiv" macht. [/QUOTE] So wenige Männer die du mit deinen Aussagen hier anspricht gibt es gar nicht. Okay, ich würde dann doch lieber zum Snowboard denn zum Aquarium greifen.Einfach weil ich ein sehr physischer Mensch bin,der seine Arme und Beine nicht nur hat, um sie schlaff vom Sofa hängenzulassen. Trotzdem macht es dir die Sachen schwerer, es geht um wahrscheinlichkeiten, jeder kann man Glück haben. Ich habe auch schon einen "Nerd" gesehen, den man es nicht zutrauen würde, was er für eine Hübsche Freundin hatte. Aber ich glaube das war ein ziemlicher Glücksgriff, seitdem ist er schon Jahrelang alleine, wahrscheinlich nicht, weil er unbedingt will... Ich meine du bist schüchtern, das hilft auch nicht unbedingt zur Kontaktaufnahme aber es gibt auch Männer, die das symphatisch finde und selber auf die Damen zugehen. Unsere Gesellschaft ist nunmal trotz der Emanzipation so ausgerichtet, dass eher die Männer um die Frauen werben. Sicher gibt es auch Damen die mal auf jemand schüchternen zugehen aber das ist auch wieder unwahrscheinlicher als wenn man eine Frau ist. [QUOTE]Und trotzdem war ich - von meiner Witwenzeit von knapp zwei Jahren abgesehen - niemals in meinem Leben Single, für länger als 2 Wochen. Woran liegts also? Sicher nicht an meinem Aussehen, denn ich bin mollig-rund also kein "deutscher Modeltyp", ich bin noch nicht mal blond, ich lief bzw. laufe auch nicht halbnackt- "sexy" in Minis oder tiefdekolletiert durch die Gegend, ich schminke mich absolut nicht (mehr) und da ich weder reich bin noch jemals reich sein werde, kanns am Vermögen auch nicht liegen;-). Was ich damit sagen will - ich wurde immer "gefunden" (denn ich habe noch nicht mal "gesucht" nach einem Partner, ich wollte nämlich eigentlich nieeemals heiraten *G*) von genau den Männern, die halt NICHT auf "schlanke blonde Modeltypen", "Party- und Szene-Gängerinnen" mit schichtenweise Make up im Gesicht und/oder auf "wohlhabende gute Partien" stehen. Und das waren Männer wie - jetzt, aktuell, und hoffentlich für den Rest meines Lebens - mein Mann Ralf und mein Lebenspartner M. Marinus, die ihrerseits ein ruhiges zurückgezogenes und "einsames" Leben, selbstbestimmt und selbstgewählt, führen, mit eher geistigen Interessen und einer großen Liebe zur Natur, zu Tieren und Pflanzen. Und die genau wußten was sie von einer Partnerin erhoffen, so sie sich eine erwählen: daß diese ganz genau so lebt und denkt und handelt wie sie selbst es tun in ihrem Leben.[/QUOTE] Siehst du, DU wurdest GEFUNDEN. Es gibt gar nicht so wenige, die vom Idealtyp Frau oder zumindest das was uns Fernsehen und Nachrichten als dergleichen verkaufen wollen, nichts anfangen wollen. Du musst aber auch zugestehen, dass ein ruhiger, etwas zurückgezogener Stuben oder viellleicht auch an-einem-einsamen-See-bei-Dunkelheit-Hocker eben selten jemanden finden wird. Zumindest sollten wir nicht den Fehler machen, von uns auf alle Menschen zu schließen. Wir reden hier von einer Randgruppe, die meisten finden ja im Laufe eines Lebens irgendwann auch mal , und sei es nur temporär, ein Weiblein oder Männlein für sich. Wir haben echt froh zu sein dass wir uns im modernen Kommunikationszeitalter befinden. So können sich Gleichgesinnte doch noch finden, ihre Gedanken austauschen und sich eventuell einmal treffen. Ich bin auch ein bischen außergewöhnlicher in meinem Geschmack, früher habe ich auch versucht über das Internet interessante Frauen kennenzulernen, wobei ich doch mittlerweile lieber Menschen direkt treffe, als diesen Umweg zu gehen. Oft ist es so,dass man dann auch sehr tolle Menschen trifft nur ist es dann wirklich fast IMMER der Fall dass diese Person am anderen Ende Deutschlands oder in der Schweiz oder zumindest einige hundert km entfernt wohnen. Aber bei vielen ist dann auch sowas nicht tragisch oder sie ziehen irgendwan zusammen. Im Internet trifft man eher Leute, die so denken wie man selber oder einen ergänzen. Früher war das wohl stark anders. Man hat vielleicht Briefe getauscht aber meistens und so ist es doch heute auch noch, ist man mit den Leuten befreundet oder liiert, die auf die gleiche Schule gingen, Kollegen sind oder aus der selben Gegend kommen. Wenn man dort vom gängigen Bild abweicht und damit nichts anfangen kann, hatte man echt Probleme. Im Internet gibt es da auch wieder viele Hindernisse die hinzukommen, neben der Entfernung meistens auch Lügen oder Beschönigungen. Außerdem muss man dort zumindest in der Lage sein, sich halbwegs interessant auszudrücken Wieviele Bindungen sind denn freundschaftlich geprägt, lassen aber eine Ebene der tiefen gedanklichen Verbundenheit vermissen?Ich glaube viele kennen das Gefühl Menschen sehr zu schätzen, für dass was sie für einen tun, den Spaß den man mit ihnen haben kann [QUOTE]Gegensätze ziehen sich an, wirst Du jetzt vielleicht einwerfen. Stimmt natürlich auch, und es mag sicher jede Menge Paare geben wo das zu 100% zutrifft und über Jahre oder "für immer" gutgeht. Bei den meisten mir persönlich gut bekannten Paaren, die - wie bei meinen Eltern - seit über 45 Jahren zusammen sind, war es jedoch nicht so; da war es so, daß eher "gleich und gleich gesellt sich gern" die Devise war und bei mir ist es ebenso. [/QUOTE] Mmmhh, Gegensätze ziehen sich an? Hab ich das irgendwo geschrieben^^? Ich stimme dir total zu, gleich und gleich gesellt sich gern. Gleiche Interessen, gleiche Vorlieben. Eigenschaften können sich nur ergänzen. Jemand der dominant ist und gerne Entscheidungen trifft, der ist bei jemanden der etwas unsicher ist oder es halt für bequemer empfindet, wenn sich jemand anderes die meisten Gedanken macht, ganz gut aufgehoben. Bei jemand ähnlich gepolten könnte es häufig zu Dominanzkämpfen und Streit führen, weil niemand nachgeben kann. Nur wer ein Paradiesvogel ist, wird Probleme haben einen der 2 anderen Paradiesvogel auf der Welt zu finden die es gibt, wenn er sich gerade im Krähenwald befindet. |
| Kampfsau | [QUOTE]Was aber jeder Mensch tun kann - egal ob attraktiv oder nicht - ist, aus sich selbst das Beste zu machen: indem er so ist wie er ist, und sich so akzeptiert. Mit kleinen Kompromissen vielleicht, Zugeständnissen die man zu machen bereit ist für ein Leben in einer Gemeinschaft oder mit einem Partner. Aber niemals mit einem grundsätzlichen Verbiegen und Verleugnen seiner Selbst nur um einem gängigen Trend zu entsprechen oder weil "es alle Anderen so gerne hätten" - weil das auf Dauer nicht gutgehen kann, nicht durchzuziehen ist und weil es auch per se die "falschen" Leute anzieht, nämlich die die so sind wie man selbst ja eigentlich nicht ist [/QUOTE] Das wäre der Vorteil aber wenn man jahrelang alleine bleibt, weil man halt eben nicht das Glück hat, eine Frau zu finden der zu 70 % die selben Interessen zuzuschreiben sind? Soll man wirklich sagen wir mal 5-10 Jahre oder sein ganzes Leben lang alleine sein?Frauen und Männer teilen sowieso in den seltensten Fällen die gleichen Interessen. Eher ist es die Regel,dass man vielleicht 2-3 Sachen hat, die man gemeinsam tut und dann hat man es auch schon nicht so schlecht gegriffen. Boah, hätte ich soviel Wert auf Gemeinsamkeiten gelegt und keinerlei Frustrationstoleranz gezeigt wäre ich ja niemals mit jemandem zusammengewesen :D . Vielleicht hats deswegen auch mal geendet. Trotzdem sehe ich den Weg wie es verlaufen ist als sinnvoller an, denn nichts zu erleben . Ich meine es freut mich sehr für dich,dass du ohne zu suchen Männer für dich gefunden hast, die dir so ähnlich sind und dich so glücklich machen aber trotzdem kannst du dein Schicksal nicht auf jeden übertragen. Vor allem weil ich eben durchaus glaube, dass du eine Menge Attribute hast, die alle Möglichen Männer anziehend finden können, auch wenn du das jetzt nicht so wahrhaben willst. Aber auch auf die Gefahr hin, chauvinistische Züge zu zeigen. Frauen sind doch nie wirklich zufrieden mit sich :D |
| blue79 | Gibt es hier eigentlich auch Asexuele ? :D |
| Kampfsau | [QUOTE]Du bist ein Schnuffel, Kampfsau, Du hast so einen eigenen rauhbauzigen Charme auf den ich z. B. durchaus auch stehe - was für ein Glück daß ich in guten (und ähh schlag-kräftigen *g*) Händen bin ...[/QUOTE] Tja, ich muss mit meinem Rüssel halt einfach in allen Angelegenheiten rumwühlen, der Name gehört zum Programm.^^ Und es ist sicher richtig und auch ziemlich gütig von dir, anderen Mut machenzuwollen. Nur denke ich, dass sich Dinge nicht immer einfach ergeben . Das es gewissen Leuten eventuell wirklich sehr helfen würde, wenn sie mal etwas mehr Sport betreiben und auf ihre Ernährung achten würden oder sie sich gezielter in Situationen begeben, in denen sie den Umgang mit dem anderen Geschlecht lernen. Hilft dann auch nicht immer aber es macht die Dinge vielleicht leichter. Das Geschlechter sich ergänzen stimmt wohl auch, es ist halt ein schmaler Grad, ich denke das sind halt generell Tendenzen. Den Fehler den viele machen ist Tendenzen als allgemeingültig hinzustellen. Es gibt eben auch Männer die sind weinerlich, technisch unbegabt und die gerne Zeichnen und sich schminken. Auch wenn es die meisten Männer nachwievor nicht sind. Ich sehe die Gefahr und ich denke dass ist gerade im orientalisch/moslemischen Kulturkreis noch ein größeres Problem als bei uns. Das dort Frauen eben nicht als gleich angesehen werden. Die Unterschiede werden nachwievor gewahrt. Männer müssen härter und rücksichtsloser sein und Frauen einseitig akzeptierend und warm. Ich meine wurde nicht noch vor wenigen Jahren in einigen arabischen Sendern des öffentlichen Fernsehens ernsthaft darüber diskutiert ob Frauen eine Seele haben oder nicht? Und ansonsten stimme ich dir schon zu, was wäre ich schon ohne meinen Powermetal ohne seine infantilen Machismotexte und 80er Jahre Actionfilme ^^? |
| Odessa | Hmm, das mit dem arabischen Dingenskirchens und Seele kann ich fast nicht glauben, zumindest müssen es dann sehr sehr dumme Diskutanten gewesen sein;-). Die Frau hat nämlich definitiv im Islam eine "Seele", das unterscheidet den Islam grundlegend vom Christentum: von Anfang an wurde dort die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Mann und Frau festgehalten, sie "sind einander ebenbürtig und gleichwertig, in all ihren naturgegebenen Unterschieden des Körpers", und natürlich haben ALLE Lebewesen eine Seele (bzw. die deutsche Übersetzung für dieses alte arabische Wort, das "unsterbliches Sein, ewiger Geist" bedeutet). Aber das können wir in pn mal bequaken, das wird hier zu sehr off topic sonst :) ---- Und ansonsten stimme ich dir schon zu, was wäre ich schon ohne meinen Powermetal ohne seine infantilen Machismotexte und 80er Jahre Actionfilme ---- Also nachdem ich nun die Bilder sah von Dir, bin ich ja schwer beeindruckt - auf dem einen siehst Du rein vom Gesichtsschnitt und dem Mund her aus wie Kinch, auf dem Anderen ein bisserl wie der Typ, der in meiner Lieblingsserie "Lost" den "Boone" spielte. Also DU solltest echt kein Problem haben, eine Freundin abzukriegen wenn wir jetzt nur mal von "Attraktivität" reden :D. Daß Du was aufm Kasten und vor allem im Herzen hast, ist auch klar... also ich mache mir da jetzt mal gar keine Sorgen um Dich, aber solltest Du Single sein momentan - ich hätte da einige nette Mädels die es auch sind *hüstel und räusper* |
| Kampfsau | [QUOTE] Hmm, das mit dem arabischen Dingenskirchens und Seele kann ich fast nicht glauben, zumindest müssen es dann sehr sehr dumme Diskutanten gewesen sein;-). [/QUOTE] Zwischen theoretischer Basis und praktischer Ausführung liegen oft Welten. In dem Koran steht auch nicht, dass Weiber sich zu verschleiern oder gar in Burkhas zu zwängen haben. Aber die Gläubigen zeigen sich häufig dadurch aus, dass sie engstirnig und unkritisch sind. Allein schon weil sie niemals in Betracht zu ziehen,dass ihr Glaube und die damit notwendige Glaubenspraxis etwas anderes als komplett und wahrhaftig richtig ist. Die Leute die sich kritisch mit ihrem Glauben auseinandersetzen können auch an Gott oder Allah glauben, ohne Gewalt ausüben zu müssen. Bei uns sieht es nicht anders aus, die Massen lassen sich leicht manipulieren, ein Mullah oder Ayatolla sagt irgendwas und keiner in der Gemeinde wagt, dies zu widersprechen. Wer hat den Koran denn genau gelesen? Wahrscheinlich gebe es auch weniger Christen, wenn alle die Bibel in ihrer Gänze lesen würden, einfach nur weil sie erkennen,was das für ein Wahnsinn ist, der da geschrieben wurde. Man sagt sich, die Befassung mit der heiligen Schrift sei nur was für Gelehrte. Gilt man im Islam nicht schon als unheimlich weise, wenn man den Koran auswendig lernt? Das heißt der durchschnittliche Moslem ist recht schlecht informiert, mal abgesehen von dem was ihm halt beigebracht wird. Das sind dann wohl eher politisch, geschichtliche Entwicklungen Richtung Sekularisierung hier in Europa und Nordamerika dafür verantwortlich ,dass Frauen, Minderheiten, Schwule, Behinderte usw usf ein freieres, selbstbestimmtes Leben führen. Die christliche Kirche ist im Prinzip genauso rückwärtsgewandt wie die Vertreter des Judentums oder der Moslem. Einfach weil es ihen mehr um Macht und eigene Interessen kommt und reine Beschäftigung mit der religion , mit dem Ziel das allgemeine Wohl der Menschen zu erhöhen nicht immer die treibende Kraft dort ist. Ich denke halt als Frau kann man in Westeuropa noch deutlich selbstbestimmter leben als anderswo. Ich finde es halt traurig, da großen Teilen der Welt einfach unheimliche geistige Resourcen entgehen, wenn die Frauen nicht ihr Potential ausleben können. Aber es war auch ein langer Prozess. Ein Prozess Jahrhunderte langer Aufklärung, von Protest- und Freiheitsbewegungen bis zum heutigen Tag. Dass gabs in anderen Kulturen leider nicht und es ist schwer eine über Jahrzehnte in Bevölkerungen vermittelte Sichtweise langsam zu überwinden. Außerdem ein herzliches dank für die ganzen süßen Komplimente, das tut meinem kleinen Tropeninselabenteurerherz sehr gut xD Und ich hab jetzt auch nicht soviel Probleme mit den Frauen.... nur ohne, trotzdem vielleicht komme ich ja auf dein Angebot zurück ^^. Kann ja nie schaden neue Leute kennenzulernen. Übrigens, für alle unfreiwilligen Abstinenzler, am besten man versucht soziale Netwerke aufzubauen. |
| Kampfsau | Mmmhh, wie würde ich mich beschreiben, wenn es sowas geben würde, würde ich mich als agnostischer Humanist bezeichnen, der an den Determinismus glaubt und einer äußerst materialistische Weltanschauung anhänge. Deswegen glaube ich auch an keinerlei allgemeingültigen Dogmen. Trotzdem kann ich verstehen, warum zwischen dem Koran im arabischen Original und dessen Ausführung oder Übersetzung so große Unterschiede bestehen. Meist geht ein Mensch doch mit bestimmten Erwartungen an ein Thema heran, wie immer dieses auch geartet sein mag. Selbst wissenschaftler die allein aus empirischen Beobachtungen Schlüsse ziehen sollten, neigen dazu ihre Ergebnisse in Richtung ihrer Erwartungen zu deuten, auch wenn die Ergebnisse den Erwartungen vielleicht widersprechen. Und genauso wie man eine angestrebte, friedliche Koexistenz erkennen kann, sind Menschen genauso dazu fähig aus dem Koran die Legimitation eines Völkermordes erkennenzukönnen. Ich sehe die Unterdrückung der Frau als Schwäche des männlichen Geschlechtes an. Mich langweilen Frauen eher, die sich nicht mit mir auf einer Augenhöhe befinden. Doch in gewissen Kulturen haben Männer nie gelernt, sich mit Frauen auseinanderzusetzen. Dort gibt es noch stylisierte Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit. Ein Mann muss stark sein, Nägel zum Frühstück verspeisen, im Bett jedes Mal eine Erektion haben, mit der man einen Acker pflügen kann, sonst ist er kein Mann. Natürlich geht er keinerlei Konfrontation aus dem Weg, lieber legt er 10 Menschen um und lässt sich krankenhaus prügeln bevor er eine Beleidigung ungesühnt lässt. Das ist so platt und langweilig. Für mich ist das alles Machogehabe und hat nichts mit wirklicher Stärke zu tun. Warum will man die Frau beherrschen? Ganz einfach, weil man Angst vor ihr hat, Angst vor seinen eigenen Gefühlen und sich sofort als Minderwertig empfindet, sobald die Frau sich auch nur einer ähnlichen Position wie man selber annähert. Nicht dass ich bestimmte traditionell als männlich eingestufte Eigenschaften nicht als wichtig empfinde. Mir ist emotionale Stabilität und mentale Stärke sehr wichtig im Leben. Nur finde ich, dass auch Frauen diese Eigenschaften vertreten sollten, was viele zum Glück schon tun. Wer vertrauen in sich selbst hat, der vergleicht sich nicht mit anderen, der macht das Beste aus seiner Situation und handelt so, wie er es für sich selbst verantworten kann. Darüm wäre es mit z.B. auch egal, ob eine Frau 3 mal soviel verdienen würde wie ich. Auch trage ich den typischen Wettbewerbsgedanken nicht ins Bett. Das ist ja das Problem vieler Männer, sie sehen sich selber eher als Maschine, denn als Mensch. Natürlich will man zumindest für seine Frau die Welt sein. Auch sexuell bedeutete dass man unbedingt eine Jungfrau wollte. Das hatte nicht unbedingt damit zu tun, dass man auf Reinheit wert legt oder der Sex besser ist, vielleicht reden sich das einige Männer ein aber ich glaube in erster Linie geht es doch darum , dass man nicht verglichen werden möchte. Weil wer weiß was die Frau denkt? Mit ihr redet man ja nicht über das, was man denkt und fühlt. Wahrscheinlich lacht sie einen innerlich aus, weil man doch den Kürzeren zieht ??? Am besten empfindet die Frau gar keine Freude beim Akt. Darum wahrscheinlich auch die Beschneidungen. Mir tuen diese Menschen halt ziemlich leid. Sicherlich mag etwas dran sein, dass eine Frau die Sexualität geniest wohl eher untreu wird. Doch dafür macht es mit so einer Frau auch unendlich viel mehr Spaß als eine Frau, die da wie ein Brett liegt und es über sich ergehen lässt. Gerade vom Leben frustrierte Männer, Männer in niederen Positionen und mit geringem Ansehen in der Gesellschaft neigen dazu, ihre Frauen besonders schlecht zu behandeln. Vielleicht neigen ja gerade solche Männer dazu, früheren Zuständen nachzutrauern. Denn durch Zwangsheiraten durch Eltern die ihre Töchter loswerden wollen, kamen in solchen Kreisen auch Männer an eine Partnerin oder zumindest an jemanden, an dem sie sich sexuell vergehen durften und bei ihnen als Hausdiener arbeitet. Man kann das natürlich nicht verallgemeinern, die meisten Männer entgegen ihren Frauen sicherlich einen bestimmten Respekt. Nur würde sie eben auch niemand wirklich davon abhalten sie zu schlagen. Was ich auch erlebt habe ist, dass viele Männer erleben dass ihre Freundinnen oder Frauen seltener mit ihnen schlafen.Den Eindruck den ich dabei habe ist, dass Männer und Frauen oft Probleme haben, ihre Seele mehr in den Akt einfließen zu lassen und offener zu sein. So hab ich auch schon eine Dame erlebt, die als frigide oder verklemmt bezeichnet wurde. Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass diese Frau gar nicht verklemmt oder frigide war. OOOOHH NEIN . :D Alles was sie brauchte war ein bischen mehr Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit. Keine Großartigkeiten, keine Monstererektionen, keine total ausgefeilten Techniken und andere Spielereien. Einfach jemand der ihr zuhört, sie in den Arm nimmt, ihr mal durch die Haare streicht, in die Augen schaut und ihr einen Kuss gibt und ihr das Gefühl vermittelt, dass sie ein Mensch und keine Gummipuppe ist. Der hemmungslose Sex kommt dann von ganz alleine, wenn man sich erst einander anvertraut hat. Und dann ist es auch besonders schön, anders als wenn man sich nur gegenseitig etwas vorspielt. Wer als Freund nur das leidenschaftslose Reinrausspiel kennt um seine dicken Eier loszuwerden, der braucht sich nicht wundern, wenn er nie wirklich guten Sex erlebt. Und Verschleierung die als Anreiz gilt kann ich nachvollziehen, nur sollte es eben kein Zwang sein. Ich muss auch gestehen, dass eine zugeknöpfte Frau doch ein wenig den Jagdtrieb in einem wecken kann:rolleyes: Was die Inselabenteurer betrifft, dann bin ich wohl eher ein Sawyer denn ein Jack auch wenn ich gerne Medizin studieren würde^^. Mit anderen Menschen in Kontakt kommen ist auch eine Kunst für sich. Manche Menschen lernen jeden zweiten Tag neue Leute kennen, andere laufen Monatelang stumm an den selben Leuten vorbei. Manchmal kann ein Neues Umfeld aber auch dafür sorgen, dass man neu aufblüht, mitunter jemand ganz Neues sein kann. So scheint es mit unter Anderem, dass z.B. Hamburg eine recht hohe Dichte an latent verrückten Menschen aufweist^^. Vielleicht wäre gerade für Leute die in irgendwelchen Bergdörfern wohnen und nichts von Feuerwehrtreffen oder Stadtfesten halten so ein Tapetenwechsel nicht verkehrt. Auch Bevölkerungsdichte und Frauenanteil spielen eine Rolle. So schätze ich den Ruhrpott als geeigneter zur Partnersuche ein, als z.B.südost Brandenburg. Einfach weil das Gebiet sehr dicht besiedelt ist und relativ viele Großstädte dicht beienander liegen. [QUOTE]und das sind Dinge die ja nun wirklich jeder Mensch gebacken kriegen sollte und es ist fast 1:1 übertragbar für Liebesbeziehungen :-)[/QUOTE] Du hast natürlich wie immer recht ^^. Vernünftige Menschen kommen immer irgendwie miteinander aus und selbst wenn nicht, gelingt es ihnen doch zumindest, sich würdig und relativ schmerzlos voneinander zu lösen. Nur wer sagt dass alle vernünftig oder normal sind ? xD |
| Kampfsau | Von der Pornoindustrie möchte ich echt gar nicht anfangen xD. Man sollte sicher Fetisch von Realität zu unterscheiden, Frauen 3 Lochstute oder Spermaeimer zu nennen ist in der Tat niveaulos aber ich bin optimistisch genug zu hoffen, dass sich diese Darstellung vom Realitätsverständnis der Käufer unterscheidet. Genauso wie jeder der irgendwelche Gewaltphantasien nicht gewaltätig sein muss. Wenn natürlich die Realität mit den Filmen vertauscht hat, ist das schon ein Problem und es verwundert nicht, dass solche Männer keine Sexualpartner finden oder diese nach einem Versuch schon derart frustriert sind, dass es zu keiner weiteren Korpulation kommt, [QUOTE]in gewissen leidenschaftlichen Situationen ist nichts zu sagen; es bleibt da selten die Zeit für ein grammatisch korrekt gehauchtes "würdest Du mich bitte liebevoll penetrieren?" und dann tut es ein in aufrichtiger Liebe und temperamentvoll gemeintes kurzes "Fick mich" schon rein öhm atemtechnisch viel eher.... [/QUOTE] Ach, das wäre doch mal nett, Begattung mit Niveau xD. Anstatt eines , "du bist so geil" ein würdevolles " ihre ebenmäßig geformten Brüste sind dem Auge sehr wohlgefällig. Mit verlaub, wollen wir uns der sinnlichen Lust ergeben?" "Welch galante Wortwahl mein Herr, es wäre mir ein wahrer Hochgenuss mit Ihnen den Geschlechtsakt zu vollziehen " ^^ Und die Verbitterung die du ansprichst, mir selber missfällt das auch aber es ist natürlich auch schwer, sich dem zu erwehren. Meine Ansichten haben sich z.B. in den letzten 7 Jahren auch ein wenig verändert und mit jeder Erfahrung wird man leider etwas befangener. [QUOTE]Du wärst der erste Mann der das NICHT so sehen würde, zumindest in meinem Umfeld[/QUOTE] Das ist dann leider auch die Projektion von Erwartungen an die Wirklichkeit, die die Wirklichkeit leider nicht erfüllen kann.Obwohl es der Instinkt schon ein wenig anders sieht^^. Die zugeknöpfte Frau wird nämlich nicht automatisch zur lustvollen. leidenschaftlichen Liebhaberin, nur weil man ihr Vertrauen gewinnt. Meist geht dieser Kleidungsstil mit Ängsten einher, die ein erfülltes Sexualleben stark erschweren. Das ist wohl vielen Männern bewusst. Genauso wie nicht jeder schweigsame Mensch automatisch total tiefgründige Gedanken mit sich rumschleppen muss. [QUOTE]Wir sind nicht verheiratet, Herr S., somit darfst Du diesen Satz künftig getrost unterlassen ;-).[/QUOTE] Nun, interessante DInge über ihre Vorstellung der Ehe offenbaren sich. Doch ich hoffe der ironische Unterton war dir dennoch bewusst xD obwohl die Aussage in der Hinsicht schon der Wahrheit entspricht und nicht allein aus Komformität heraus entstand xD |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Ach, das wäre doch mal nett, Begattung mit Niveau xD. [/B][/QUOTE] eines der interessantesten Paare des letzten Jahrhunderts, Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, haben sich ein Leben lang geliebt und gesiezt. Das hat durchaus Stil, meine ich. :cool: grüsse, barbara |
| Odessa | Meist geht dieser Kleidungsstil mit Ängsten einher, die ein erfülltes Sexualleben stark erschweren. Das ist wohl vielen Männern bewusst. ---- Genau andersrum zum Beispiel kenne ich es und kannte es z. B. auch Altmeister Hitchcock (er stand nur auf hochgeschlossene kühle Blondinen, weil die im Bett für ihn "eine vulkanische Offenbarung" waren, glaubt man seinen Memoiren). Oder nochmal anders: eine nicht zugeknöpfte offenherzige Frau, die auf der Straße Jedem alles zeigt was sie hat, müßte demnach eine tabulose und sexuell völlig befriedigt-glückliche Frau sein. Daß dem aber nicht so ist, zeigte sich mir allein im beruflichen Umfeld über die Jahre sehr oft: viele meiner v. a. jungen (und dadurch noch teilweise sehr selbstunsicheren) Kolleginnen kleideten sich beispielsweise recht "offenherzig", liefen teilweise wirklich halbnackt durch die Gegend und wurden schon mal von Patienten für "Damen des Gewerbes" gehalten aufgrund ihrer outfits. Sie waren es aber auch meist, die in Sachen Erotik sowas von verklemmt, selbstunsicher und konstant unbefriedigt waren, wie sie mir als ihrer "Kummerkastentante" über kurz oder lang irgendwann dann immer eher kleinlaut erzählten. Also dieser Erfahrung nach und auch aus Unterhaltungen mit Männern ist es für mich eher so (wie üblich: rein subjektive Erfahrung, keine Pauschalisierung): je nackter eine Frau sich öffentlich präsentiert, desto unsicherer, verkrampfter und verklemmter ist sie in Sachen Sex im Privaten... was sie wiederum ja genau durch das demonstrative übertriebene Zurschaustellen ihres Körpers als "begehrenswertes Sexobjekt" zu kaschieren sucht, vor allem vor sich selbst. Das ist ein bisserl so, laut Psychologie, wie mit den Leuten die bei jeder Gelegenheit betonen welch (in ihren Augen) tollen Job sie haben, die aber zu dämlich sind, einen Topf Wasser zum Kochen zu bringen oder die so kreuzunglücklich und gar nicht "toll" in ihrem Job sind DASS sie ihn sich selbst konstant (und allen Anderen im Umfeld) schönreden bzw. ihn bei Anderen ständig erwähnen müssen. Also ein erfülltes oder tabulos-befreites Sexualleben an Kleidung festzumachen, halte ich für eher ungut, da sowohl das eine als auch das andere Extrem und somit Klischeebild zwar sicher oft erfüllt wird, aber eben auch oft genug zum Gegenteil:-). ---- eines der interessantesten Paare des letzten Jahrhunderts, Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, haben sich ein Leben lang geliebt und gesiezt. Das hat durchaus Stil, meine ich. ---- Aber hallo, das gefällt mir durchaus auch und ich habe das mal Spaßeshalber auch eine Zeitlang gemacht mit meinem damaligen Mann;-). |
| Kampfsau | [QUOTE]Genau andersrum zum Beispiel kenne ich es und kannte es[/QUOTE] Wir reden hier von 2 Extremen, das beide nicht erstrebenswert sind, sollte klar sein.Der Verdrängungsreflex ist nur ein Verarbeitungsprozess für tieferliegende Ängste. Eine andere Form der Angst ist die Konfrontation. Durch Konfrontation versucht man seine Ängste zu beherrschen. Deswegen kann es nämlich auch sein,dass ein misshandeltes Mädchen, nicht später eine verschlossene, ängstliche Frau ist, sondern mitunter ein ausschweifendes Liebes- und Sexleben entwickelt. Aber das ist im Prinzip auch nur eine Wiederholung des von dir geschriebenen Aber hier sieht man wohl auch wieder die Verschiedenartigkeit der Menschen, man kann immer nur von Tendenzen ausgehen, wenn man sich bestimmte Merkmale einer Person ansieht. Das Ergebnis erklärt aber noch lange nicht den Gedanken oder die Erfahrung die es geformt hat. Das heißt alles was man zu wissen glaubt bezüglich Menschen ist absolut unbrauchbar, da es im konkreten Einzelfall immer falsch sein kann. Man arbeitet im Prinzip wie eine Versicherungsbehörde, niemand kann sagen, ob man mit seiner Wahl der Kunden nicht doch ordentlich blechen muss. Aber was bringt einem die Erkenntnis, nachher verliert man sich sowieso wieder im eigenen Erfahrungshorizont ^^? Ich meine ansonsten müsste man ja immer total unsicher durchs Leben gehen, weil man fast alles in Frage stellen und erforschen muss. |