| Arya | Mitlerweile stehen sie ja überall: die Automaten. Ob Kaffee-, Zugticket- oder Fotoautomat, die Dinger können einen in den Wahnsinn treiben. Einem Menschen der nicht meine Sprache spricht kann ich immer noch mit Händen und Füßen oder Zeichnungen zu verstehen geben was ich möchte, dem Automaten nicht. Mit Fotoautomaten kenne ich mich (eigendlich) ganz gut aus. Doch Heute hatte ich das Gefühl das mich das Ding irgendwie ärgern wollte. Zuerst konnte ich keine Colage erstellen, dann reagierte Touchscreen nicht auf meine Berührungen, was das rausschneiden des "blöden Fotografen" erschwerte, danach wollte er mir eine CD-Rom andrehen die ich gar nicht brauchte und zu guter Letzt ging dem Teil auch noch die Farbe aus (die das Personal, nachdem sie 10 mal rumprobiert hatten wechselte). Nach ca. 30 Minuten kam ich entnervt aus dem Drogeriemarkt. Ich denke es ging jedem schon mal so dass, das "blöde Ding" trotz guter Computer und Englischkentnisse einfach nicht macht was man will, wesswegen die Frage "Wer hat ähnliches erlebt?" überflüssig wird. LG Arya |
| Ronin76 | Von diesen Fotoautomaten ist eher abzuraten. Für Spaßfotos ok, aber mehr auch nicht. Manche Touchscreens haben hohe Latenzzeiten, dh man muß länger den Finger auf der Stelle halten, bis das Programm reagiert. Automaten faszinieren mich von der Technik, sie können jedoch auch tatsächlich sehr ärgerlich sein, und zwar dann wenn sie zu kompliziert und langsam sind. Man schaue sich nur mal die aktuellen VVS-Ticket-Automaten an, da muß ein Pentium 100 mit 56k-Modem dranhängen, so langsam sind die teilweise. Und dann muß man sich nun erst mal durch viele Menüs durchquälen bis man dann mal endlich seine Fahrkarte hat. Dadurch hätte ich schon fast mal einen Zug verpasst. Und wenn man sich den Spaß in ein paar Monaten wieder antut, wurde das Programm evtl schon wieder abgeändert. :mad: Politisch betrachtet sparen Automaten ja enorm viel Personal ein, die Nachteile die dadurch durch Defekte und fehlende Kommunikationsmöglichkeiten entstehen werden jedoch den Konsumenten aufgebürgt. Die dadurch resultierende Lohnarbeitslosigkeit wird nicht sozialisiert und ausreichend finanziert. Armut und Obdachlosigkeit sind die Folgen. Dann lieber doch keine Automaten, denn die Gesellschaft ist dafür zu asozial. |
| solipsismus | Mich interessiert da oftmals auch die politische Perspektive. Dass man bei der Deutschen Bahn draufzahlt, wenn man von einem Menschen bedient werden möchte, ist wahrscheinlich bekannt. Was ich vor allem auch wegen der Mitarbeiter nicht gutheißen kann, die, so viel ich weiß, eine Art Provision bekommen. Das heißt, sie bekommen weniger Kunden, wenn Leute sich von den 2€ mehr abschrecken lassen und dann auch weniger Geld. Außerdem ist es einfach ärgerlich, wenn man zwar den Automaten wählen würde, aber dann keines der vorprogrammierten Fahrtziele nehmen will. Dann [i]muss[/i] man sich wiederum an den Schalter wenden, um auch Fahrkarten z.B. ins Ausland zu bekommen. Besonders wenig mag ich allerdings die Dinger, die bei IKEA eingeführt werden. Wo früher mal 10 Kassen waren, sind jetzt vielleicht 5 und in der Mitte die Dinger zum Selber-Scannen. Da die Bedingungen für IKEA-Mitarbeiter eh nicht sehr nett sein sollen, finde ich es unschön, dass jetzt auch noch die Kassierer reduziert werden. (Nicht zu reden von den Nachteilen, die das Selbst-Scannen bringt - ich tu's mir nicht an.) |
| Hrefnadis | Deutsche Bahn - NAJA! Wenn die Damen und Herren DAS tun könnten, was mir die private Recherche am heimischen Rechner erzählt, DANN würde ich auch zur Beratung/Buchung zu ihnen gehen. Bisher hatte ich aber immer das Vergnügen, absoluten Nichtkönnern gegenüber zu stehen, die einem falsche Auskünfte gaben und einem nicht passende oder sogar teilweise ungültige Fahrscheine verkauften. Ikea - soli, woher hast Du die Informationen mit schlechten Arbeitsbedingungen? Das, was ich bisher hörte von Mitarbeitern, war gänzlich positiv und hier in Berlin rennen sie mit Bewerbungen denen den Laden ein. Hab ich da was verpasst? *ehrlich frag* Die Selbstscanner nutzen wir übrigens fleissig ... weil unser Sohn so gerne den Handscanner benutzt. *flöt* Da wird Einkaufen zum Abenteuer. Das Selbstscannen allerdings fügt sich nahtlos in das Ikea-Image: Selbst ist der Käufer! Aussuchen, aus dem Lager holen, eigenständig abkassieren, nach Hause transportieren, aufbauen. Muss man mögen sowas. Oder auch nicht. |
| poison | selbst, wenn ich mich als verkäuferin bisweilen selber wie ein automat fühle bzw. von etlichen kunden als solcher behandelt werde ... eintauschen möchte ich meinen arbeitsplatz auf keinen fall gegen solch ein maschinelles scanning-ungetüm ... naheliegende gründe ... laut ansage der firma sollen wir, im fall des falles, angeblich dadurch nicht wegrationalisiert werden, sondern weiterhin den kunden im verstärkten service zur verfügung stehen - wer es denn glaubt ... wirklich verhasst sind mir automaten im grunde nicht ... mit ausnahme der pfandflaschen-rücknahme-geräte ... ein ewiger kampf mit den tücken der technik |
| solipsismus | @Hrefna Das ist das, was mir zu Ohren kam aus meiner Region (Dresden). Unverlässlicherweise weiß ich leider nicht mehr, wo ich das hörte :/ |