| lioba | Hallo ihr Lieben, seit ein paar Wochen brütet eine Taube vor meinem Fenster. Jetzt sind die zwei Jungen geschlüpft. Eines sitz direkt im Nest, die Mama oben drauf. Das andere hat sich gestern warum auch immer ein paar Zentimeter davon weggerobbt/gerollt. Ich konnte gestern beobachten, dass die Mamataube nur eines der beiden gefüttert hat. Das Kleine, das ein paar Zentimeter daneben war hat sie ignoriert. Vorher hat sie sich wunderbar um beide gekümmert. Auch nachts saß sie nur auf dem Taubenbaby, das direkt im Nest sitzt. Jetzt sitzt das andere immernoch daneben und zittert so erbärmlich :( Ich würde es ganz gerne ins Nest setzen, weil es mir so Leid tut. Also habe ich mir Einmalhandschuhe besorgt. Gerade woltle ich es umsetzen. Aber Mama fliegt nicht weg, nein, sie starrt mich böse mit ihren seelenlosen Augen an und flattert mich an. Ich möchte ja nur ungerne in meiner Wohnung von einer Taube angegriffen werden, wer weiß was die alles hat -.- Abgesehen davon: Hitchcock und so :D Jetzt zu meiner Frage: kennt sich jemand aus? Überlebt die Babytaube auch so? Zittern die immer so sehr? Ich habe mich gerade sogar in einem Taubenforum angemeldet, weil ich sonst nichts dazu gefunden habe. Aber die Freischaltung dauuuuuert. Und das Baby tut mir JETZT Leid. Und vielleicht geht es ihm morgen dann shcon viel schlechter, oder riecht nicht mehr richtig oder so. Und nein, ich möchte KEINE Diskussion über Stadtauben, durch sie entstandene Schäden oder oder oder. Weiß ich alles, kenn ich alles. Dumm bin ich auch nicht. Ich möchte nur in meinem Lieblingsforum (jaja, die Schleimertour :D ) nachfragen, bis ich im Taubenforum freigeschalten bin ;) Liebe Grüße |
| Julya | Wenn ich das lese, blutet mein 'Vogelherz'. :rolleyes: Es würde mir ganz genau so ergehen wie Dir, liebe lioba. Vielleicht ist das verstoßene Küken irgendwie krank, so daß die Mutter es sterben lassen will, so daß wenigstens das gesunde alle Kraft von ihr bekommt und auf jeden Fall überlebt. Wenn das der Fall hast, wirst Du wohl keine Chance haben, das ausgestoßene Küken wieder mit der Mutter zusammen zu führen. :( Was ich wohl (unvernünftigerweise!) tun würde, wäre, es zu probieren. Das Flügelschlagen ist nur Drohgebärde und meistens kommt da nicht viel mehr. Wenn Du Dir Handschuhe anziehst (vielleicht besser Lederhandschuhe, damit es im Falle eines Pick-Angriffs nicht weh tut) und es ein wenig in Richtung Mama schiebst, vielleicht passiert dann schon was? Was das Zittern angeht: Ich denke nicht, daß es ihm zu kalt ist. Dafür ist das Wetter mittlerweile schon zu gut. Meine Vögel zittern manchmal auch einfach so, wenn sie gemütlich und gut gelaunt, dick aufgeplustert rumsitzen und es sich gut gehen lassen. Vielleicht hat das was mit dem deutlich schnelleren Herzschlag zu tun, den Vögel haben. Noch ein Klugscheißersatz für alle Taubenhasser: Tauben produzieren umso mehr Nachwuchs, desto weniger Futter sie finden. Klingt vielleicht nicht logisch, ist aber so. Sie wollen damit ihre Art erhalten, so nach dem Motto: Irgendeins wird schon durchkommen von den vielen Kindern, die ich ausbrüte. Lioba, halte uns mal auf dem Laufenden. :) |
| lioba | Du meinst also, es stirbt jetzt nicht gleich weg? Nur weil es zittert? Die Mama hat es ja nicht weggeschoben oder so. Gestern, als die pralle Sonne auf das Nest schien und die große Taube nicht da war saßen beide kleinen hechelnd und mit ihren Miniflügeln schlagend da. Dabei hat sich eines der beiden eben einfach blöd weggeschoben. Ich glaube ich beobachte mal, was bis heute Abend passiert. Jetzt ist es da zwar schattig, aber im Grunde hast du ja Recht. Warm ist es da auch noch. Nur nachts wird es eben noch kalt. Falls es dann immernoch so alleine dasitzt hole ich mir vermutlich Verstärkung. Ich komme nämlich an das Kleine nur ran, wenn ich an der Mama vorbeilange. Und die ist ja zickig und versteht gar nicht, was ich von ihr will -.- Ich werde berichten! :D Danke schonmal für die schnelle Antwort :) |
| Odessa | Kann Julya nur zustimmen - und hol Dir auch noch Rat vom Tierheim Deines Ortes ein oder von einem Experten in Sachen Tauben (auf Vögel spezialisierter Tierarzt/Tierklinik, eine Vogel-Auffangstation oder notfalls ein Förster, die wissen meist auch sehr viel über gängige heimische Vogelarten und ihr Brut/Aufzuchtverfahren). Auf jeden Fall würde ich auch irgendwie eingreifen, auf keinen Fall "abwarten und Tee trinken". Klar ist das "die Natur und ihr Lauf", aber es ist auch Natur und ihr Lauf, daß ein (in dem Fall) "mächtigeres" Wesen, Du, helfen und damit ein kleines Leben bewahren kann. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von lioba [/i] Falls es dann immernoch so alleine dasitzt hole ich mir vermutlich Verstärkung. Ich komme nämlich an das Kleine nur ran, wenn ich an der Mama vorbeilange. Und die ist ja zickig und versteht gar nicht, was ich von ihr will -.- [/QUOTE]Die hat sicher Angst, dass du ihren Kleinen etwas antun willst. Aber vielleicht fliegt sie irgendwann noch mal weg, um Futter zu holen oder selbst zu fressen ... etwas Fressbares wäre vielleicht auch eine Idee, um sie kurz abzulenken ... Tauben sind vielleicht gar nicht in der Lage, größere "Brocken" zu tragen, im Unterschied zu Hunden und Katzen (und Greifvögeln?), die ihre Kleinen notfalls selbst ins Nest zurückbefördern können. Eventuell weiß rainraven Rat, als Vogel-Spezialistin? |
| lioba | Update: Mama war vorhin tatsächlich mal weg. In der Zeit ist die kleine Taube wieder Richtung Nest gerobbt. Also dachte ich mir a) liegt sie schon halb drauf und b) kann sie sich wohl doch ganz gut fortbewegen. Ich habe sie also gelassen. Vorhin schau ich nochmal raus, liegt sie wieder auf der anderen Seite vom Nest daneben. Ich hab ihr erstmal ne Standpauke gehalten. Naja, das Ende vom Lied ist: sie liegt wieder daneben und Mama sitzt nicht drauf. Fütterung konnte ich nciht gesehen heute. Also wie ich das beobachtet habe fliegen die erwachsenen Tauben wohl immer weg, futtern was und würgen das den Kleinen später in den Schnabel. Naja... da bin ich froh Mensch zu sein :D |
| Vorwärts FDJ! | Hab mal gehört, dass Muttertiere ganz gezielt ihre Kleinen an bestimmten Stellen verteilen. Keine Ahnung, ob das unter Piepmätzen auch der Fall ist. Das mag für uns dann chaotisch aussehen, aber eingreifen sollte man nur, wenn offensichtlich ist, dass der Hopser verstoßen wurde. Und dann stellt sich auch die Frage, ob es dann nötig ist, ihn am Leben zu erhalten. Verstoßen werden die eben nicht ohne Grund. Früher oder später sterben sie eventuell an irgendwelchen Krankheiten, die vom Menschen auf Anhieb gar nicht entdeckt werden. Ein kürzlich verstorbener Eisbär weiß zu berichten. ;) Sicher kannst du versuchen, den Hopser selbst groß zu ziehen. Ob das so von Mutter Natur eingeplant war, steht allerdings auf einem anderen Blatt. |
| Julya | [QUOTE][i]Original geschrieben von lioba [/i] Du meinst also, es stirbt jetzt nicht gleich weg? Nur weil es zittert?[/QUOTE] Um das noch nachzuschieben: Ich glaube nicht, daß das schlimm ist. Grad eben saßen meine Flugschweine auch wieder zitternd am Fenster. Haben aber gleichzeitig das Geräusch gemacht, das anzeigt, daß sie sich wohl fühlen. Haaach... ich würde wohl auch die ganze Zeit da sitzen und die Flugdinger beobachten... :rolleyes: |
| rainraven | Habst erst jetzt gelesen. Gute Frage. Tauben mußte ich leider bisher schweren Herzens von unserem Balkon verscheuchen, wenn die dort zu brüten versuchten, da der Hausherr das nicht duldet (nun ja, das wäre meine geringste Sorge...) und ich immer eigene Tiere hatte, damals Meerschweinchen, die im Sommer den Balkon benützten und sich sicher nicht mit den Tauben gut verstanden hätten...:D Da Tauben leider fast immer Träger von Milben, Ornithose (Vogel-bzw. Papageienkrankheit) und was weiß ich noch allem sind, lege ich keinen Wert drauf, dies in die Nähe meiner eigenen Vögel zu verschleppen und muß leider aus diesen Gründen eventuellen Tauben unseren Balkon versagen. Leider habe ich mich auch noch nicht so speziell mit Taubenbrutpflege befaßt, ich weiß nur, daß sie durchschnittlich pro Brut zwei Junge bekommen und auch beide aufziehen. Warum Deine Taube eines absondern sollte, kann ich mir nicht erklären, außer, daß sie irgendwie weiß, daß sie nur eines durchbekommt, sei es, weil das andere krank ist oder es nicht ausreichend zu fressen gibt (wobei Tauben ihre Jungen mit Kropfmilch ernähren, das ist ein Brei aus verdautem Pflanzenmaterial und Epithelzellen aus dem Kropf der Eltern), der Brutplatz ihr ungeeignet erscheint und sie bald eine weitere Brut beginnen möchte, keine Ahnung. "Meine" Meisen, die jedes Jahr auf meinem Balkon zum Brüten erscheinen, haben auch mal ein Nest im Kasten mit 12 kleinen Jungen aufgegeben und irgendwo anders ein neues gebaut (ich sah sie mit Material vorbeifliegen, während bei mir die Jungen starben :() und dieses Jahr haben sie zwar ein Nest bei mir gebaut, aber nicht belegt. Ich würde auch erst mal versuchen, ihr das Junge wieder behutsam unterzuschieben, und ich hätte keine Angst, daß eine Taube mich angreift, so gefährlich sind die auch nicht, die drohen nur. Auch wenn sie schon mal auf der Suche nach ihren Eiern (die meine Mutter damals vom Balkon entfernt hatte) in die Wohnung rein marschiert kommen und sich umsehen...) Beißen oder hacken kann die Taube nicht großartig. Also es tut nicht weh. Ich glaube nicht, daß eine Taube einen Menschen attackieren würde. Im letzten Moment fliegt die sicher weg. Handschuhe würde ich aber wennschon zu meinem eigenen Schutz vor Krankheiten anziehen, Vogeleltern erkennen ihre Jungen nämlich NICHT am Geruch (sondern am Ruf), das ist ein Gerücht, daß das Junge dann nicht mehr von den Eltern anerkannt wird, wenn man es angefaßt hat, das gilt nur für junge Säugetiere! Zittern bedeutet eventuell schon, daß der Vogel friert, er würde sich dann aber auch aufplustern und die Federn abstellen, aber meine Vögel zittern z.B. auch, wenn sie sich unwohl und unsicher fühlen oder ihnen etwas nicht paßt. Wenn die Taube das Junge aber weiter ignoriert oder wieder rauswirft, kannst Du davon ausgehen, daß etwas mit ihm nicht stimmt. Dann liegt es an Dir, ob Du versuchen willst, es zu einem Tierarzt, einer Vogelauffangstation oder einer Person, die sich um Vogelkinder kümmert, zu bringen (sowas findet sich z.B. über die Vogelforen oder wildvogelhilfe.de) in der Hoffnung, daß diese es durchbringen können, oder aber Du überläßt es schweren Herzens sich selbst, wie es der Lauf der Natur wäre. Viele Menschen reagieren auch abfällig auf Tauben und raten evtl. zur Vernichtung oder weigern sich, sich drum zu kümmern, aber ich habe da auch meine geteilte Meinung abseits der Vernunft, da ich Tauben für ganz wundervolle und hübsche Vögel halte, denen man nur leider wegen ihrer Krankheiten (u.a. auch bedingt durch Massenvorkommen und unhygienische Verhältnisse in der Stadt) möglichst nicht zu nahe kommen sollte. Erst recht, wenn man eigene Tiere hat und die nicht infizieren möchte. Das ist aber noch lange kein Grund, eine Taube zu töten. |
| Töggelie | Ich hab das mit dem "Verteilen" von Kleinvögeln vor ein paar Tagen auch gehört, aber ich bin mir nicht sicher, auf welche Arten das nun wirklich zutrifft. Ansonsten schließe ich mich den Meinungen zum Thema Tierarzt/Förster anrufen an, die wissen sicher etwas mit der Situation anzufangen. Und wenns wirklich je zum "GAU" kommt, magst du nicht Mama werden? Hier steht übrigens ganz ausführlich, wie man Taubenbabies pflegt, was sie fressen, was für ein "Bettchen" sie brauchen etc. ---> [URL=http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/taubenhandaufzucht.html]klick[/URL] (Sie fressen ggf. etwas, das sich "gefrostete Pinkies" nennt? Das hört sich tatsächlich nach etwas an, das zu den bevorzugten Hauptnahrungsmitteln von Kindern gehören könnte *g*...nach Wassereis oder in diesem Fall: Fliegenmaden. -,- Tief durchatmen, das passiert wohl nur, wenn das andere Futter zu wenig Protein hat. ;)) |
| archon | die viecher tun einem zwar nix, aber hier in der nähe leben auch zwei ringeltauben und die treiben einen in den wahnsinn, wenn sie morgens mit ihrem gegurre anfangen. drum mag ich die viecher nicht vor dem fenster oder im umkreis von 100 metern. wenn die es zu bunt treiben ist man nahe dran die abzuschiessen. wo sind die viecher eigentlich im winter? da hat man die so gut wie nicht gesehen, höchstens ab und an am vogelhäuschen. und sie haben da auch nicht rum gegurrt. das gegurre ist genau so nervig wie das quietschige bzw. gepfriepsche von ner amsel.... einfach nur lästig. der einzige ruf den ich gut leiden kann ist der von dem rotschwanz... den hört man auch oft um 3.oo uhr früh. eigentlich kann man nix besseres tun, als das junge von der fensterkante schubsen und das nest und die mutter am besten gleich mit! LOL :D aber als tierfreund macht man das nicht und duldet das halt einfach lebenslang... man soll eh nicht so viel schlafen... schlafen kann man wenn man tot ist! :D |
| Odessa | Archon: ich sehe wir verstehen uns. Also auf den Schlafsatz bezogen :D Wir haben hier derzeit auch erstmals eine Taube, anscheinend hat sie wohl auch Junge da sie konstant, alle paar Minuten, am Hin- und Wegfliegen von ihrem Nest ist. Das können wir nicht einsehen, da es oben unter dem Dach unserer Heuscheune ist, aber wir hoffen natürlich, daß es da Nachwuchs gibt und wir zu all unseren anderen Vögeln am Hof bzw. in seinem Wald nebendran dann bald kleine Täubchen - in Teilen meiner genetischen Heimat ist die Taube ja immerhin ein Friedens/Weisheitssymbol *g* - haben. Wenn es viel regnet und das tut es meist bei uns, haben wir mittlerweile sogar einige Entenpärchen vorm Hof, die sich in den dann gebildeten kleinen Tümpeln und Seen für einige Tage, bis das Wasser wieder wegtrocknet, niederlassen, und manchmal steht sogar ein Graureiher an unserem Bach vor der Küche. Also von mir aus kanns gar nicht genug an Vögeln haben, allein schon weil sie uns einen großen Teil der extrem nervigen Mücken und sonstigen Stech-Plagegeister wegfressen. Die sind eine konstante Qual für unsere Kälbchen auf der Weide, die diese blutsaugenden Viecher ständig vor allem in den Augenwinkeln haben, ganze Trauben davon; und das tut den armen Kühen auch weh und sie versuchen sogar, sich die Biester mit ihren Hinterhufen irgendwie aus dem Auge zu kratzen, natürlich zwecklos... von daher: her mit Allem, was die Quälgeister wegfrißt ;) |
| Vorwärts FDJ! | Archon klingt wie ein alter Mann. Die nörgeln auch immer über solche Kleinigkeiten, scheinbar als Ersatz, wenn es sonst nichts mehr zu benörgeln gibt. :D Das Gegurre und Gezwitscher hat man hier den ganzen Tag über in den Grünanlagen und auf den Dächern. Nach den acht Jahren, die ich hier nun schon lebe, hört man das gar nicht mehr, es sei denn, man konzentriert sich darauf. Ist wie mit 'ner Wohnung bei angrenzendem Schienenverkehr. Dass da regelmäßig 'ne E-Lok vorbeidröhnt, nimmt man irgendwann auch nicht mehr bewusst wahr. ;) |
| Davy Crockett | ...sogar in der Halle der Bielefelder Uni lebten eine ganze Zeit lang zwei Tauben - die offenbar durch die - im Sommer fast immer offenen - Dachfenster eingedrungen waren...eine ganze Weile liess man ihnen dort auch quasi "Narrenfreiheit"...dann allerdings, als die Spuren in Form von Taubendreck überall auf dem Fußboden allzu deutlich wurden - sah sich die Uni-Verwaltung offenbar doch genötigt, dem Spuk ein Ende zu bereiten - denn auf einmal waren sie nicht mehr da... ich glaube eigentlich kaum, dass sie sich freiwillig einen Weg nach draussen gesucht haben, zumal das Nahrungangebot in der Unihalle mehr als reichlich ausfällt...neben Tauben habe ich dort auch schon Mäuse gesehen...wirklich vermissen tue ich die Tauben zwar nicht - hätte mich aber gefreut, wenn sie irgendeinem Bonzen vom Hochschulrat oder dem Rektor persönlich wenigstens einmal auf den Kopf geschissen hätten...:D |
| lioba | Update: Die kleine Taube ist wohl heute Nacht gestorben. Ich habe sie heute morgen neben dem Nest und nciht mehr atmend gefunden :( Vielleicht hatte sie wirklich etwas. Tiere fühlen so etwas ja viel eher, als Menschen es jemals könnten. Trotzdem. Bin ein bisschen erschrocken :( |
| Vorwärts FDJ! | Solche Vorfälle dürften Menschen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, eigentlich weniger schocken. Natur ist grausam durch und durch. Das fängt eben schon damit an, dass Frau Taube nicht nur einfach Futter für die Kleinen mitbringt, sondern Futter, das wenige Minuten zuvor noch friedlich am Boden herumkroch. Wald und Wiesen, die friedlich scheinen, müssen eben nicht friedlich sein. Während typisch Mensch mit seiner getrübten Wahrnehmung sich ein Plätzchen zum Entspannen sucht, kämpfen zur gleichen Zeit an derselben Stelle Kleinlebewesen ums Überleben. :D |
| archon | hab bei uns aufm grundstück mal nen toten fuchs (!) gefunden, sah aus wie umgefallen und tot ! stadtrandgegend wo noch felder sind... aber da hab ich mich auch gefragt, wie kommt der den hier her, wo lauter leute und strassen sind... vermutlich waren es die hasen, denn er starb offensichtlich genau neben dem komposthaufen, wo ich immer den hasendreck dazukippte und da das grundstück offen ist... der tat mir auch leid, erstens... wann sieht man schon nen fuchs und zweitens war sein fell echt schön. irgendwie war der wohl auch schwach oder angeschlagen und suchte dann verzweifelt nach fressen... fand dann den komposthaufen der nach hase roch, mit dem er aber nix anfangen konnte und dann schmiss er wohl sofort drauf das handtuch! wenn ichs geahnt hätte, hätt ich ihm ein hundefutter hingestellt... aber toter fuchs ist halt toter fuchs... kannst nix machen. ich bin immer froh, wenn ich keinen vogel oder sowas finde der gegen ne scheibe flog oder sowas... womöglich dann noch mit gebrochenem fuss oder sowas. denen ist meist eh nicht mehr zu helfen und man ist dann tagelang geknickt! |
| lioba | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]Solche Vorfälle dürften Menschen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, eigentlich weniger schocken. Natur ist grausam durch und durch. Das fängt eben schon damit an, dass Frau Taube nicht nur einfach Futter für die Kleinen mitbringt, sondern Futter, das wenige Minuten zuvor noch friedlich am Boden herumkroch. Wald und Wiesen, die friedlich scheinen, müssen eben nicht friedlich sein. Während typisch Mensch mit seiner getrübten Wahrnehmung sich ein Plätzchen zum Entspannen sucht, kämpfen zur gleichen Zeit an derselben Stelle Kleinlebewesen ums Überleben. :D [/B][/QUOTE] Gibt Menschen, die offene Augen haben und denen so etwas trotzdem noch ein bisschen nahe geht. |
| Julya | Ach Mensch, das tut mir leid. Mir würd's auch nahe gehen, wenn so ein kleiner Piepser auf meinem Balkon stirbt. Dann war er wohl wirklich schon krank... :( |
| Vorwärts FDJ! | [QUOTE][i]Original geschrieben von lioba [/i] [B]Gibt Menschen, die offene Augen haben und denen so etwas trotzdem noch ein bisschen nahe geht. [/B][/QUOTE] Davon solltest du vielleicht Abstand nehmen. Wenn man mal darüber nachdenkt, wieviele Lebewesen man über den Tag verteilt tötet, würde man sich am liebsten in die Besenkammer verkriechen und keinen Fuß mehr vor die Tür setzen. In dem Falle ist es ja nicht einmal dein Verschulden. |
| lioba | Und warum sollte ich das? Diesen Lebewesen hab ich aber nicht zugesehen, wie sie langsam zwei Minifederchen mehr bekommen. Ob das nun rational ist, oder nicht ist mir, ehrlich gesagt, schuppe. Wäre es mein Verschulden wäre ich auch um einiges weniger gelassen. |
| rainraven | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B] Das fängt eben schon damit an, dass Frau Taube nicht nur einfach Futter für die Kleinen mitbringt, sondern Futter, das wenige Minuten zuvor noch friedlich am Boden herumkroch. [/B][/QUOTE] ...Tauben füttern ihre Jungen übrigens rein vegetarisch, soweit ich weiß...;) |
| Odessa | Das tut mir auch leid, Lioba. Das arme Kleine. Ich fürchte auch seit gestern um die Taube bei uns, sie ist nicht mehr da, keine Ahnung wohin sie verschwunden ist. Sobald Marinus nach Hause kommt, wird er auf die Scheune unters Dach klettern und nachsehen, ob es da wirklich ein Nest hat. Natürlich hast Du im Grunde Recht, FDJ. Es ist der Lauf der Natur und wir alle töten, auch unbeabsichtigt beim Laufen über eine Wiese, andere Lebewesen und ich für meinen Teil mache aber auch ehrlich mein Bestes, es zu vermeiden wo ich nur kann. Aber trotzdem geht es einem doch immer nahe, wenn man den Tod so unmittelbar sieht bzw. es so ein kleines, völlig hilfloses Wesen trifft, das doch nur geboren wurde um gleich wieder zu sterben, und das alles auch wenn man weiß, daß das Mutter Natur und ihr (grausamer) Lauf ist :(. |
| Krea | Hallo und guten Morgen! [QUOTE]Vielleicht hatte sie wirklich etwas. [/QUOTE] Das denke ich, denn sonst hätte die Taube nicht nur eines ihrer Jungen gefüttert. Tiere merken es immer, wenn ein krankes unter ihnen ist, und beachten es dann nicht weiter, bzw stoßen es auch aus der Gruppe aus... Das fällt leider wohl unter "natürliche Auslese". |
| Vorwärts FDJ! | [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] [B]...Tauben füttern ihre Jungen übrigens rein vegetarisch, soweit ich weiß...[/B][/QUOTE] Was picken die dann vor unserem Haus regelmäßig auf dieser von Gott gesegneten, fruchtbaren Wiese? Die marschieren da mit Amsel und Dohle im Gleichschritt und vernaschen offenbar alles, was krabbelt und zuckt. :p Nein, nein. Die ernähren sich schon auch von Insekten. Auch von Würmern und Schneckchen. Vielleicht nicht so übertrieben, wie ich es gerade dargestellt habe, aber rein vegetarisch ernähren sie sich nicht. Was sie ihren Jungen füttern, entzieht sich meiner Kenntnis. Trennkost ist denen aber sicherlich fremd. [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa[/i] [B]Aber trotzdem geht es einem doch immer nahe, wenn man den Tod so unmittelbar sieht bzw. es so ein kleines, völlig hilfloses Wesen trifft, das doch nur geboren wurde um gleich wieder zu sterben, und das alles auch wenn man weiß, daß das Mutter Natur und ihr (grausamer) Lauf ist.[/B][/QUOTE] Wenn das aber ständig vorkommt - und das tut es, wenn man in einer Gegend mit vielen Tieren und Kleinlebewesen lebt, dann schlägt sich das dauerhaft auf das Gemüt. Damit tut man sich selbst keinen Gefallen. Labile Menschen kann sowas krank machen. ;) |
| rainraven | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vorwärts FDJ! [/i] [B]Was picken die dann vor unserem Haus regelmäßig auf dieser von Gott gesegneten, fruchtbaren Wiese? [/B][/QUOTE] Wikipedia gibt mir da recht: " Tauben ernähren sich überwiegend von pflanzlicher Nahrung, die von den meisten Arten unzerteilt verschluckt wird." und diese Seite [url]http://www.djz.de/r30/vc_content/bilder/firma447/Archiv_2005/044_047_ausbildung_djz_03_0305.pdf[/url] meint: "Tauben hingegen werden mit der Kropfmilch der Elterntiere gefüttert. Samen und Körner werden im Kropf der Elterntiere vorverdaut und gleichzeitig sondert der Kropf permanent aus der Ephitelschicht Zellen ab. Diese breiige Milch ist für die Jungvögel leicht verdaulich. Bei der Fütterung tauchen die Jungen ihren Schnabel in den Kropf des Altvogels und saugen die Kropfmilch heraus. Im Jugendstadium ist der Schnabel des Nachwuchses des-wegen noch sehr weich, damit der Kropf desAlttieres nicht verletzt wird. Nach rund 18 Tagen nehmen die Jungvögel die ersten Körner auf." Meiner Erfahrung nach fressen (Stadt-)Tauben alles inklusive schon mal Gegessenes und Zigarettenkippen :eek: , aber so scharf auf Tierisches sind sie wirklich nicht...:) |