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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Berufsausbildungen und Studienrichtungen
CurlyGirlHallo Leute!

Ich begebe mich nun langsam aber sicher auf das Ende meiner schulischen Laufbahn zu, welche ich vorraussichtlich mit Abitur vollziehen werde.
Leider habe ich bisher jedoch noch absolut keine Ahnung, was ich später mal beruflich machen möchte =/

Aus diesem Grund frage ich euch: Was macht ihr beruflich bzw. studiert oder lernt ihr?? Ich brauche echt Anregungen, was es alles so gibt =/

Ich bin für alle Anregungen offen, aber ich werde mich wahrscheinlich hauptsächlichst auf soziale Berufe konzentrieren.

Also dann, schonmal vielen Dank im Vorraus!
hagzissa13ich denke, da wird das Arbeitsamt, oder wie das heute auch immer heißt (Jobberatungscenter?) bessere Ideen bringen. ich habe da damals so einen Test an einem Computer gemacht und dann kamen aufgrund meiner Vorlieben und Abneigungen etc, gute Vorschläge bei raus.
hagzissa13ach ja, hier im Forum: Viele im künstlerischen Bereich, viele im Computerbereich, viele im sozialen Bereich und einige werden Dir raten, gar nicht zu arbeiten, weil das eh alles scheiße sei. So der grobe Überblick über die NW-user-schar. :D
CurlyGirlTjaaa daannn.... werde ich wohl Putzfrau :D
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von CurlyGirl [/i]
[B]Tjaaa daannn.... werde ich wohl Putzfrau :D [/B][/QUOTE]


hat das das Pogramm vom Arbeitsamt gesagt, oder was? :D
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B] ich habe da damals so einen Test an einem Computer gemacht und dann kamen aufgrund meiner Vorlieben und Abneigungen etc, gute Vorschläge bei raus. [/B][/QUOTE]

Ich auch mal, die Vorschläge waren teilweise aber völlig abwegig...

Schnapp dir doch mal das Buch zur Studien- und Berufswahl von der ARGE, da sind alle möglichen Berufe mit einem kurzen Profil aufgelistet und bei Studiengängen ist auch angegeben wo man die studieren kann. Ausbildungsmessen wird es hier sicher auch mal geben, da könntest du dich mal umsehen.
Wenn dir etwas zusagt könntest du versuchen in den Ferien ein kurzes Praktikum zu machen, um zu sehen ob dir das liegt. Und wenn du bis zum Abschluss immer noch nicht weist, wohin mit dir, dann gibt es ja noch die Möglichkeiten ein FSJ (gerade, wenn du dir etwas soziales Vorstellen kannst) zu machen, zu jobben, ins Ausland zu gehen usw.
KampfsauDie wenigsten Jobs sind immer interessant, aufregend oder spaßig. Fast überall wird man Phasen haben, wo man am liebsten sofort alles stehen und liegen lassen will.

Der Punkt ist es, etwas zu finden, dass einen dermaßen interessiert,dass man die schlechten Seiten in Kauf zu nehmen bereit ist.

Aber woher soll man das in dem Alter immer so genau wissen können? In dem Alter haben nur Wenige eine genaue Vorstellung von dem was sie machen wollen.

Ich persönlich würde dir sagen, hör nicht auf deine Eltern oder Freunde oder die Medienpanikmache. Such dir etwas aus, dass dir gefällt, experimentier ruhig mal 1 oder mehrere Jahre etwas. Was du wirklich magst, das siehst du erst wenn du es tust. Man kann ein Studium auch mal abbrechen, wenn es einem absolut nicht zusagen sollte. Und wenn ein Studium nicht die Arbeitsmarktchancen eröffnet, die man sich erhofft hat, kann man danach immer noch ein duales Studium oder eine Ausbildung in Angriff nehmen.

Ein Freund aus meinem Jahrgang hat z.B. nach seinem Abitur das erste Jahr noch keine Ausbildung oder ein Studium angefangen, sondern gejobbt, verschiedene Praktika von mehreren Monaten Dauer gemacht, den Leuten vor Ort mal über die Schulter geschaut.

Ich hab auch erstmal ca 3 Jahre gebraucht um zu merken, was ungefähr meine Richtung ist. Es gibt auch unglaublich viele Möglichkeiten,von denen man vorher gar nicht wusste. Es gibt Studiengänge und Ausbildungsberufe, die mir vorher gar nicht so bewusst waren.

Wer weiß schon was ein Heilpädagoge ist, was Arboristik ist, was wirklich hinter einem Geographiestudium steckt, welche Weiterbildungen es nachher alles gibt ,was macht ein Ökotrophologe usw usf?

Wenn du jetzt im sozialen Bereich arbeiten willst, würde ich dir persönlich erstmal raten, bevor du dich auf ein Studium oder eine Ausbildung einlässt, erste längere Praktika in dem Bereich zu machen. Wäre da der Bundesfreiwilligendienst nicht eine Möglichkeit?

Ich spreche aus Erfahrung wenn ich sage, dass das nicht unbedingt für jeden Menschen das ist, was er erwartet. Es muss schon eine innere Berufung sein, die man dazu verspührt.

Und als Schüler denkt man auch nicht unbedingt darüber nach aber die finanziellen Aspekte sind sicherlich nicht sooo unwichtig. Und da steht man bei der jeweiligen Vergleichsgruppe, ob nun Akademiker oder Facharbeiter , eher am unteren Ende der Einkommensverteilung.
ScheolZumal gerade die Berufberater in Sachen Studium erstaunlich sachkundig sind.

Des Weiteren kannst du immer auch aus Interesse an Vorlesungen an der Uni teilnehmen um dir ein Bild zu machen. Zudem gibt es noch Infovorlesungen an Unis. Da bekommt man eigentlich recht detailliert gesagt, was auf einen zukommt.

Bei Ausbildungsstellen sind Praktika das Sinnvollste. Beansprucht aber Zeit. 2 Wochen sollte man mind. machen, um sich einen kleineren Einblick zu verschaffen.

Da gibt es schon Möglichkeiten. Traumjobs gibt es übrigens nur dann, wenn du eine Passion besitzt. Falls dir diese fehlt, wirst du überall Fehler finden, die dich stören werden. Wie Kampfsau schon schrieb:

[QUOTE] Die wenigsten Jobs sind immer interessant, aufregend oder spaßig. Fast überall wird man Phasen haben, wo man am liebsten sofort alles stehen und liegen lassen will. Der Punkt ist es, etwas zu finden, dass einen dermaßen interessiert,dass man die schlechten Seiten in Kauf zu nehmen bereit ist.[/QUOTE]
CurlyGirl[QUOTE]hat das das Pogramm vom Arbeitsamt gesagt, oder was?[/QUOTE]

Ganz ehrlich, das Programm habe ich schon an die 10 mal gemacht :D Auf deinen Rat gestern hin, machte ich es noch einmal... Das ist sehr faszinierend, weil jedes mal etwas anders raus kommt. Gestern kamen Dinge wie Sozialpädagogoscher Assistent, Fotograf und Diätassistent. Das ist ja erstmal okay so. Jedoch kam tatsächlich vor einem Jahr oder so der Berufsvorschlag Kanalbauer vor.... Also das mit der Putzfrau ist von daher garnicht mal so abwegig :D
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von CurlyGirl [/i]
[B]Also das mit der Putzfrau ist von daher garnicht mal so abwegig :D [/B][/QUOTE]

Ach, da kann man ganz entspannt einen Umweg über die Uni nehmen, dann putzt man halt hochqualifiziert...
Ich will dir keine Panik machen, was das angeht, wenn du studieren willst, solltest du dich nicht abschrecken lassen. Denn was bring ein sicherer Job, der einen nur ankotzt, den man aber ausübt, weil man das "Risiko" scheut?!
CurlyGirlJa, da hast du recht.
Also meine Schwester ist dafür, dass ich Weinbau studiere oder sowas lustiges in der Art. Aber das wäre dann doch ein bisschen blöd^^ Naja, ich klau mir mal von ihr die Bücher über Studiengänge... Mal sehen, was sich noch so finden lässt...
HrefnadisIch gebe Dir aus eigener Erfahrung noch folgenden Ratschlag: Die eigenen Wünsche sind das Eine, die Befähigung zu einem Job das Andere. Wenns im Rücken eh schon zwackt beim Tragen der Einkaufstüten, sollte man sich sicher keinen Job in der Altenpflege suchen, und mit etwas zittrigem Nervenkostüm ist man als Sanitäter auch nicht wirklich gut beraten. Da eine Berufswahl ja doch für eine längere Zeit bindend ist, solltest Du Dir immer vor Augen halten, ob dies etwas wäre, was Du in 20 oder 30 Jahren auch noch machen könntest. Und zwar nicht NUR von der Interessenslage her, sondern von Deinen körperlichen und charakterlichen Voraussetzungen. Gerade soziale Berufe verschleißen schnell die Ausübenden.

Viel Glück! :)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i]
[B]Ein Berufsberater (so heißt das, Hag ;)) bei der Arbeitsagentur ist in jedem Fall eine sinnvolle Anlaufstelle. [/B][/QUOTE]


Danke Hase, für die Auskunft. Was würde das verwirrte, kleine Hag nur ohne Dich machen????? :D


@ CurlyGilrl:

Kanalbauer ist ein scheiß-Job. :D

Was sind denn Deine Interessen? Und das man mit einem Studium hinterher hochqualifiziert putzen geht.... nun, ich denke, das kommt aufs Studium an. Grundschullehramt, Philosophie und Germanistik könnten Dir zu einem hochqualifizierten Putzjob verhelfen, das stimmt. :D Aber es gibt auch Studiengänge, wo es hinterher nicht wirklich das Problem mit einer Stelle gibt.
CurlyGirl[QUOTE]Grundschullehramt, Philosophie und Germanistik könnten Dir zu einem hochqualifizierten Putzjob verhelfen, das stimmt.[/QUOTE]

Verdammt, Germanistik hätte mich sogar fast schon ein bisschen interessiert^^

Naja, also ich bin im Allgemeinen recht Geschichtsinteressiert. Auch was deutsches Kulturgut angeht bin ich interessiert, so von wegen alte Burgen aus dem Mittelalter und dergleichen. Indogermanische Sprachen interessieren mich ebenfalls. Das hat ja auch wieder mehr oder weniger mit Geschichte zu tun :D Ich bin leider blöderweise irgendwie ein Mensch, der sich immer nur für halbe Sachen interessiert. Von daher kann ich nicht wirklich weitere Interessen aufzählen, da es immer nur so ein bisschen Interessant für mich ist, aber nie ganz und vollkommen =/
Kampfsau[QUOTE]Ich bin leider blöderweise irgendwie ein Mensch, der sich immer nur für halbe Sachen interessiert. Von daher kann ich nicht wirklich weitere Interessen aufzählen, da es immer nur so ein bisschen Interessant für mich ist, aber nie ganz und vollkommen =/[/QUOTE]

Kenn ich, wenn man jetzt nicht wirklich für etwas brennt, dann ist es leider auch schwer, sich für ein Studienfach zu motivieren. Wie wäre es bei der Interessenlage nicht mit Geographie?

Es gibt viele die sagen, dass das ziemliche Generalisten sind. Naturwissenschaften, Geschichte, Soziologie, Wirtschaft alles Mögliche kann man als Schwerpunkt wählen.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von CurlyGirl [/i]
[B]Verdammt, Germanistik hätte mich sogar fast schon ein bisschen interessiert^^ [/B][/QUOTE]

Wenn es dich irgendwie reizt, dann schau es dir doch mal an. Zumindest das kann nicht schaden, ganz im Gegenteil.

[QUOTE][i]Original geschrieben von CurlyGirl [/i]
[B]Naja, also ich bin im Allgemeinen recht Geschichtsinteressiert. Auch was deutsches Kulturgut angeht bin ich interessiert, so von wegen alte Burgen aus dem Mittelalter und dergleichen. [/B][/QUOTE]

Geschichte und Kultur kann man so gar in einem Fach bekommen, nennt sich dann [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturgeschichte]Kulturgeschichte[/URL]. Ich mache das auch (im Nebenfach. Volkskunde / Kulturgeschichte, heißt das hier) das ist klasse ;)
Was für halbe Sachen interessieren dich denn? Im Laufe des Studiums hat man auch Gelegenheit sich zu spezialisieren und seinen Interessen zu folgen. Nur Anfangs muss man eben durch das ganze Allgemeine und die Theorie.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von CurlyGirl [/i]
[B]Verdammt, Germanistik hätte mich sogar fast schon ein bisschen interessiert^^

Naja, also ich bin im Allgemeinen recht Geschichtsinteressiert. Auch was deutsches Kulturgut angeht bin ich interessiert, so von wegen alte Burgen aus dem Mittelalter und dergleichen. Indogermanische Sprachen interessieren mich ebenfalls. Das hat ja auch wieder mehr oder weniger mit Geschichte zu tun :D Ich bin leider blöderweise irgendwie ein Mensch, der sich immer nur für halbe Sachen interessiert. Von daher kann ich nicht wirklich weitere Interessen aufzählen, da es immer nur so ein bisschen Interessant für mich ist, aber nie ganz und vollkommen =/ [/B][/QUOTE]


Nun, dann bist Du doch schon eine Ecke weiter bezüglich Deiner Suche. Nóirín kann Dir da sicherlich wertvolle Tipps geben. Jedoch sehe ich bei den Leuten im Bekanntenkreis meines Partners, daß es mit diesem Studiengang hinterher schwer wird, einen Job zu finden. Vielleicht ist das aber auch ein lokales Problem? Nóirín, wie sieht das denn bei euch aus?
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Nun, dann bist Du doch schon eine Ecke weiter bezüglich Deiner Suche. Nóirín kann Dir da sicherlich wertvolle Tipps geben. Jedoch sehe ich bei den Leuten im Bekanntenkreis meines Partners, daß es mit diesem Studiengang hinterher schwer wird, einen Job zu finden. Vielleicht ist das aber auch ein lokales Problem? Nóirín, wie sieht das denn bei euch aus? [/B][/QUOTE]

Ganz sicher kein lokales Problem, dass ist überall so, dass es Geisteswissenschaftler nicht leicht haben. Ich nehme an, man muss einfach offen sein und die Möglichkeiten nutzen, die man dann geboten bekommt, wenn es so weit ist. Sich von Anbeginn des Studiums keine Alternativen offen zu lassen ausser einer, halte ich in dem meisten Fällen für nicht wirklich sinnvoll.
Von dieser Angst, dass man später keinen Job im gewünschten Bereich bekommt, sollte man sich nicht beherrschen lassen. Damit vermiest man sich eine eigentlich doch schöne und besondere Zeit selbst. Für seinen Erfolg arbeiten und sein bestes tun um gesteckte Ziele zu erreichen, ja, das Risiko im Hinterkopf haben, ja, aber sich verrückt machen, macht einen auf Dauer nur kaputt. Auch wenn das manchmal nicht so einfach ist, weil man doch immer wieder Geschichten hört, die für einen an Horror grenzen. Wobei ich ja aber immer noch der Meinung bin, dass die Chance, dass man ein gestecktes Ziel erreicht steigt, wenn man sich dahinter klemmt und sein Möglichstes tut.
Potenziell kann es im Berufsleben natürlich trotzdem immer schief gehen, ganz egal was man lernt. Da muss sich nur ein äußerer Einfluss negativ auswirken, da kann man mitunter garnichts tun und es ist dann eben trotzdem so, dass man keine Wahl mehr hat.
Ich für meinen Teil fände es jedoch schlimmer von Anfang an in einem scheiß Job zu stecken (den ich nur gewählt habe, weil er tendenziell sicherer ist, als das was ich eigentlich machen möchte) als es wenigstens versucht zu haben und gescheitert zu sein. Da besteht immerhin die Möglichkeit, dass es doch klappt und ich dann zufrieden mit meinen Job bin, weil er beinhaltet, was mich interessiert.

Edit: Da muss jeder selbst wählen, was ihm wichtiger ist. Wenn man mit der Unsicherheit definitiv nicht klar kommt, stellt sich dir Frage ob man dann in so einem Studium wirklich richtig aufgehoben ist. Im Grunde ist das eine Frage der Prioritätensetzung.
True ZombieKünstlerische Laufbahn empfehle ich nicht, da es besser ist seine Kreativität als Hobby auszuleben. Soziale Laufbahn würde ich auch nicht empfehlen, da es besser ist, seine soziale Ader im alltäglichen Umgang mit den Menschen auszuleben. Computerbranche würde ich ebenso nicht empfehlen, da es ebenso besser ist, den Computer-Kram als Hobby zu behalten. Ich würde da am ehesten noch eine einfache stupide Tätigkeit empfehlen wie Verkäuferin oder Gärtnerin. Arbeitslos zu sein, wäre auch ne Option, setzt aber voraus, daß man keine großen materiellen Ansprüche hat. Achja, nochwas zu den Geisteswissenschaften: Mag ja alles enorm interessant sein und so, aber birgt auch am ehesten das Risiko psychischer Erkrankungen (Bipolare Störung, Burnout, Schizophrenie,....) Denn psychische Erkrankungen kommen bei hochintelligenten Menschen am häufigsten vor. Jedoch führen überwiegend körperliche Tätigkeiten oft auch zum vorzeitigen physischen Verschleiß. Man hat also die Wahl: Willste geisteskrank werden oder eher körperlich, wenn Du mal älter wirst. Arbeitslose sind aber auch nicht gefeit vorm Elend, da man sehr schnell in selbstvernachlässigendes Verhalten verfällt und somit ebenso Körper und Geist ruiniert. Du siehst: Die menschliche Existenz verspricht ne Menge, aber alles hat seinen Preis. Und jeder muss ihn zahlen, früher oder später. Das ist eben nunmal die Tragödie der Menschheit, an der jeder von uns irgendwie dran teil hat.
True ZombieIch wollte ihr nur davon abraten, weil es bei jedem irgendwann in die Hose geht. Alles nur ne Frage der Zeit. Wenn man von vornherein so nen Rat annehmen würde, wie er von mir kommt, könnte man sich somit ne Menge ersparen. Aber letztlich muss sie wohl selbst die Erfahrung machen, denn ihr eigenes Verlangen und ihre Abneigungen werden stärker sein als die gutgemeinten Ratschläge innerlich reifer und vom Leben gezeichneter Menschen wie mich. Klingt etwas vermessen, is aber so.
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von TrueZombie[/i]

Ich wollte ihr nur davon abraten, weil es bei jedem irgendwann in die Hose geht.[/QUOTE]

Ja, bei vielen geht es irgendwann mal irgendwie in die Hose, das ist aber ganz normal, Hosen kann man waschen (bzw. Probleme kann man lösen...) ;)
True ZombieJa, haste auch wieder recht. Aber die Kernaussage sollte eher so gemeint sein: Poker nicht zu hoch, denn es ist leichtsinnig und dumm! Der Turmbau zu Babel ist ein gutes Bild, auch wenn ich sonst nicht allzuviel von dem halte was in der Bibel steht.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von True Zombie [/i]
[B]Ja, haste auch wieder recht. Aber die Kernaussage sollte eher so gemeint sein: Poker nicht zu hoch, denn es ist leichtsinnig und dumm! Der Turmbau zu Babel ist ein gutes Bild, auch wenn ich sonst nicht allzuviel von dem halte was in der Bibel steht. [/B][/QUOTE]

Man kann ein Studium in einem Fach mit dessen Abschluss die berufliche Zukunft einem nicht alles präsentiert, was man möchte und unsicher ist, doch nicht mit dem Turm vom Babel gleichsetzen :rolleyes:
True ZombieJeder der studiert, strebt etwas höheres an. Das ist mit dem Turmbau zu Babel gemeint.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von True Zombie [/i]
[B]Jeder der studiert, strebt etwas höheres an. Das ist mit dem Turmbau zu Babel gemeint. [/B][/QUOTE]

Beim Turmbau von Babel, wird aber etwas definitiv Unerreichbares angestrebt. Das ist bei Studium nicht so, da es grundsätzlich schon Arbeitsplätze gibt, nur eben nicht für alle.
True ZombieLeute die studieren, überbewerten das Mentale zu sehr. Ist nicht klug in einer Welt die aus harter Materie besteht. Der Turambau zu Babel verkörpert ja meines Erachtens nur das Streberhafte im Menschen und jeder Streber ist zum Scheitern verurteilt. Studenten sind allesamt Streber. Bin ich froh, daß ich mich schon während des Abis abseilte und später eine Ausbildung auf dem Bau machte. Die ganzen Professoren und Doktoren kriegen ja nichtmal nen Nagel in die Wand.
Hybrid Andante[quote][i]Original geschrieben von TrueZombie[/i]

Leute die studieren, überbewerten das Mentale zu sehr. Ist nicht klug in einer Welt die aus harter Materie besteht. Der Turambau zu Babel verkörpert ja meines Erachtens nur das Streberhafte im Menschen und jeder Streber ist zum Scheitern verurteilt. Studenten sind allesamt Streber. Bin ich froh, daß ich mich schon während des Abis abseilte und später eine Ausbildung auf dem Bau machte. Die ganzen Professoren und Doktoren kriegen ja nichtmal nen Nagel in die Wand.[/quote]

Das ist einfach nur UNSINN !!!
True ZombieAusnahmen bestätigen natürlich die Regel. Denn meine Eltern haben auch alle beide studiert und mein Vater wurde im Anschluss Handwerker und auch meine Mutter ist nach ihrem Bürojob viel in der Küche und im Garten aktiv. Aber um ein guter Handwerker zu sein oder ne gute Hausfrau muss man nicht erst studieren. Und solche Studierten, die mit gewöhnlicher Arbeit nicht viel anfangen können, sind einfach nur Flachzangen.
Nóirín[QUOTE][i]Original geschrieben von True Zombie [/i]
[B]Leute die studieren, überbewerten das Mentale zu sehr. Ist nicht klug in einer Welt die aus harter Materie besteht. Der Turambau zu Babel verkörpert ja meines Erachtens nur das Streberhafte im Menschen und jeder Streber ist zum Scheitern verurteilt. [/B][/QUOTE]

Da du das so unnütz findest, solltest du besser keinen Arzt mehr aufsuchen, keine Verkehrsmittel nutzen und dich auch sonst von modernen Errungenschaften unabhängig machen, weil diese sind oftmals von Strebern erfunden worden. In den Supermarkt gehen ist auch nicht mehr drin (und Vorsicht, am Ende sitzt an der Kasse auch noch ein Student), da stecken BWLer etc. hinter der Logistik und dem Management, in der Landwirtschaft finden sich mittlerweile auch immer mehr Akademiker. Ausziehen solltest du auch, das Haus wurde sicherlich von einem Architekten entworfen usw.

Oder anders gesagt:
[QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i]
[B]Das ist einfach nur UNSINN !!! [/B][/QUOTE]
CurlyGirlSehr faszinierende Antworten hier :D

Hmm naja. Ich durchstöbere weiterhin alles, was irgendwie mit Studien- und Berufswahl zu tun hat. Möglicherweise mache ich auch einfach nur eine Ausbildung (wobei mir dafür mein Abi schon fast zu schade ist o.O) Ich werde bestimmt irgendwas passendes irgendwann finden.

[QUOTE]Ich würde da am ehesten noch eine einfache stupide Tätigkeit empfehlen wie Verkäuferin oder Gärtnerin[/QUOTE]

Da verdient man dann doch ein bisschen zu wenig Geld :D Zumindest hier im 'Osten'. Das würde ich dann wohl eher als Nebenjob machen.

Vielen Dank an alle für die Antworten :)
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]ach ja, hier im Forum: Viele im künstlerischen Bereich, viele im Computerbereich, viele im sozialen Bereich und einige werden Dir raten, gar nicht zu arbeiten, weil das eh alles scheiße sei. So der grobe Überblick über die NW-user-schar. :D [/B][/QUOTE]


q. e. d. ;)
ScheolNa ja, so schlimm ist das jetzt auch wieder nicht, dass man dies schon als bewiesen feiern könnte. Ich denke, die Menschen die Arbeit ablehnen und solche, die es nicht tun halten sich ziemlich die Wage. Ich würde sogar behaupten, letztere sind in der Unterzahl. Moment, ich muss mal meine Brille holen...oh, hab keine...moment...Augenarzt :D
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Na ja, so schlimm ist das jetzt auch wieder nicht, dass man dies schon als bewiesen feiern könnte. Ich denke, die Menschen die Arbeit ablehnen und solche, die es nicht tun halten sich ziemlich die Wage. [/B][/QUOTE]


...äh, und...!?
Scheolnichts für ungut
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von True Zombie [/i]
[B]Leute die studieren, überbewerten das Mentale zu sehr. Ist nicht klug in einer Welt die aus harter Materie besteht. Der Turambau zu Babel verkörpert ja meines Erachtens nur das Streberhafte im Menschen und jeder Streber ist zum Scheitern verurteilt. Studenten sind allesamt Streber. Bin ich froh, daß ich mich schon während des Abis abseilte und später eine Ausbildung auf dem Bau machte. Die ganzen Professoren und Doktoren kriegen ja nichtmal nen Nagel in die Wand. [/B][/QUOTE]


Echt? Dafür habe ich verdammt viele Nägel in der Wand. Und aufgehangene Gardinen. Und aufgebaute IKEA-Schränke. Das ist wahrscheinlich Wunschdenken Deinerseits.... oder Verbitterung? Du bist doch sonst mit nichts glücklich in Deinem Leben, aber dann plötzlich doch so sehr mit der Entscheidung, das Abi geschmissen zu haben, weil Akademiker ja eh zu blöd zum leben sind und Du ja viiiiiiiel schlauer bist, weil du ja genau das frühzeitig erkannt hast und Dein Talent, Nägel in die Wand zu hämmern nicht durch ein Studium zerstören wolltest?
WOW! Ich glaube, diese - Deine - Logik kann man nur in bekifftem Zustand nachvollziehen und verstehen.... :D
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von CurlyGirl [/i]
[B]Sehr faszinierende Antworten hier :D

Hmm naja. Ich durchstöbere weiterhin alles, was irgendwie mit Studien- und Berufswahl zu tun hat. Möglicherweise mache ich auch einfach nur eine Ausbildung (wobei mir dafür mein Abi schon fast zu schade ist o.O) Ich werde bestimmt irgendwas passendes irgendwann finden. [/B][/QUOTE]

Das ist nicht faszinierend, das ist einfach der ganz normale NW-Wahnsinn hier, an den man sich im Laufe der Jahre gewöhnt.

Ausbildung ist gut. Habe ich auch nach dem Abi gemacht, bevor ich dann studiert habe. Sowas kann nie schaden, wenn man eine abgeschlossene Ausbildung hat. Ich habe es nie bereut. ;)


@ ASF: ;)
CurlyGirl[QUOTE]Sowas kann nie schaden, wenn man eine abgeschlossene Ausbildung hat. Ich habe es nie bereut.[/QUOTE]

Na dann ist gut :)
hagzissa13nee, jetzt ohne Scheiß: Es hat mir gut getan. Zudem hatte ich eine Ausbildung, mit der ich mir arbeitstechnisch u.a. das Studium finanzieren konnte, ohne ständig auf so doofe, unterbezahlte Hiwi-Jobs an der Uni angewiesen zu sein.
Kampfsau[QUOTE]Jeder der studiert, strebt etwas höheres an. Das ist mit dem Turmbau zu Babel gemeint.[/QUOTE]

Ich habe eher das Gefühl manche Menschen studieren eher aus Neugierde. Die wollen halt wissen, warum genau etwas funktioniert uns nicht nur, dass es so ist.

[QUOTE]Studenten sind allesamt Streber. Bin ich froh, daß ich mich schon während des Abis abseilte und später eine Ausbildung auf dem Bau machte. Die ganzen Professoren und Doktoren kriegen ja nichtmal nen Nagel in die Wand.[/QUOTE]

Ich absolviere gerade eine technische Berufsausbildung und es ist natürlich klar, dass wenn man jahrelang mit den Händen praktisch arbeitet, in der Hinsicht einfach routinierter wird, als jemand der größenteils am Schreibtisch arbeitet, auch wenn diese Leute prinzipiell handwerklich sogar recht begabt sein können.

Trotzdem wären wir doch verloren ohne unsere "Streber". Außerdem gebe es ohne die doch gar nicht die ganze tolle Technologie mit der wir arbeiten dürfen.



[QUOTE]Hmm naja. Ich durchstöbere weiterhin alles, was irgendwie mit Studien- und Berufswahl zu tun hat. Möglicherweise mache ich auch einfach nur eine Ausbildung (wobei mir dafür mein Abi schon fast zu schade ist o.O) Ich werde bestimmt irgendwas passendes irgendwann finden. [/QUOTE]

Was heißt denn "zu schade" oder "nur eine Ausbildung"? Es kommt natürlich immer auf die Ausbildung an, die du anstrebst.

Ich habe die Entscheidung getroffen, weil ich gerne etwas handwerklich arbeiten will und nicht unbedingt eine Persönlichkeit bin, die sich gerne selbst vermarktet, sondern lieber Ergebnisse sehen aber auch vorzeigen will.

Und wenn man handwerklich geschickt ist und technischen Sachverstand hat, kann man auch ziemlich gut verdienen. Außerdem kann man sich da in gewisser Weise auch künstlerisch und gestalterisch ausleben oder sich selbstständig machen.

Es ist halt immer so die Frage. Will man beruflich ganz hoch hinaus, führt der Weg an einem Universitätsstudium kaum vorbei. Auch wenn man richtig für ein Thema brennt und sich da so tief wie möglich einarbeiten will, wird man darum kaum herum kommen.

Aber wenn das bei dir nicht der Fall ist, du dich irgendwie ein bischen dafür und ein bischen dafür interessierst aber keine präzisen Ziele hast dann wäre eine Ausbildung wohl erstmal die bessere Wahl, bist du genauere Ziele haben solltest. Damit kannst du zumindest gut deinen Lebensunterhalt bestreiten und müsstest nicht immer bei den Ellis oder beim Amt betteln.

So ein Studium ist nämlich fast immer ziemlich stressig und nervenaufreibend und kaum zu schaffen, ohne ein genaues Ziel, dass einen stark motiviert.
rainravenEs gibt auch Studienrichtungen, bei denen man hinterher etwas "Handwerkliches" macht, z.B. viele naturwissenschaftliche Berufe. Nicht automatisch bedeutet "Studium" nur, daß man hinterher nur Bücher wälzt oder hinter einem Schreibtisch sitzt und Andere praktisch arbeiten läßt.

Ich hätte zwar für den jetzt ausgeübten (und mir ganz nebenbei absolut Spaß machenden) Beruf nicht unbedingt ein Studium benötigt, aber ich hab es halt gemacht, ich hatte gute Noten und es war eigentlich klar, daß man damit studiert, und es hat Spaß gemacht, mir Freunde und Lebenssinn gebracht und mir viele schöne, unvergeßliche und einmalige Situationen und Erinnerungen beschert. :)
Kampfsau[QUOTE]Es gibt auch Studienrichtungen, bei denen man hinterher etwas "Handwerkliches" macht, z.B. viele naturwissenschaftliche Berufe.[/QUOTE]

So direkt fällt mir jetzt der Arztberuf ein. Es gibt natürlich auch immer Ausnahmen die selber viel Hand anlegen aber es geht schon eher in die theoretische Richtung.

[QUOTE]Nicht automatisch bedeutet "Studium" nur, daß man hinterher nur Bücher wälzt oder hinter einem Schreibtisch sitzt und Andere praktisch arbeiten läßt. [/QUOTE]

Darauf läuft es aber im Regelfall hinaus. Natürlich legen die ab und zu auch mal selbst Hand an oder schauen vor Ort mal vorbei. Dann aber auch eher, wenn sie vorher selber eine Ausbildung absolviert haben.Aber ein Unternehmen wird seine teuren Akademiker selten so einsetzen.

Ein Studium ist nunmal sehr theoretisch. Das ändert sich auch für Ingenieure und Naturwissenschaftler nicht. Die lernen im Studium nicht, wie man Schraubengrößen blind ertasten kann oder Schweißnähte möglichst sauber zieht.

Ein Beispiel,kein promovierter Chemiker wird im Labor alles selber machen. Der ist doch viel zu sehr mit der Laborleitung beschäftigt, der hat seine sagen wir mal 10 Assistenten die das für ihn machen. Der wird sich dann die Berichte zu den Beobachtungen durchlesen, die seine Assistenten für ihn dokumentiert haben und daraus seine Schlüsse ziehen. Gerade weil dort viel über statistische Absicherung läuft, also die exakt selbe Arbeit häufig durchgeführt wird.

Der wird viel sinnvoller eingesetzt, wenn er die Arbeitsabläufe plant, neue Methoden entwickelt usw anstatt seine Zeit mit Aufgaben zu erledigen, die ein Realschüler nach 2-3,5 Jahren Ausbildung genausogut erledigen kann.
TheSirenMal abgesehen davon kann man sicher theoretisch gelernte Dinge mit ein bisschen Anstrengung des Oberstübchens in die Tat umsetzen.
KampfsauNatürlich kann man das.

Du kannst innerhalb ein von 1-2 Tagen auch theoretisch das Autofahren lernen.
Trotzdem dauert es viel länger, bis man anständig Autofahren kann.

Und wenn man mit mitte 20 aus der Uni kommt, dann wird man es nunmal nicht so einfach aufholen können, wenn ein Facharbeiter im selben Alter schon 7-8 Jahre Berufserfahrung hat.

Und auch wenn man das alles trotzdem kann, dafür wird man nicht bezahlt. Bezahlt wird man gewöhnlich dafür, was ein Facharbeiter nicht kann, weil sein theoretisches Fachwissen nicht weitreichend genug ist.
rainravenja, im großen und ganzen ist das alles richtig.

Darunter habe ich als "Überqualifizierte" auch zu leiden gehabt, weil ich mit meiner Ausbildung (Diplom) keinen Job bekam, da ich "zuviel" für einen einfachen Technikerjob war und "zuwenig" für eine Führungsposition (Doktortitel).
Daß ich diese gar nicht ergreifen und mich nicht noch höher qualifizieren wollte, da ich praktisch tätig sein wollte, keine anderen Leute anleiten kann/will und der Verantwortung und Aufgaben einer Führungsposition nicht gewachsen bin, hab ich erst mitten im Studium festgestellt. Dennoch hab ich mich nicht umentschieden, ich hätte gar nicht daran gedacht, daß man auch etwas anderes machen oder das Studium abbrechen könnte. Ich hätte eh nicht gewußt, was ich sonst machen sollte. Mein Weg war etwas holperig, aber richtig.

Aber letztendlich kommt es auch drauf an, ob man für staatliche Firmen oder die freie Wirtschaft arbeitet, die haben nämlich unterschiedliche Auflagen, jemanden "Überqualifizierten" einstellen zu dürfen oder eben nicht, und gerade in kleineren Firmen legt auch der "Herr Doktor" selber mit Hand an und delegiert nicht nur andere.

Und ich bin wohlwissend lieber einer von den 10 Assistenten geworden, der nach seinen 38,5 Stunden heimgehen kann und nicht wie der Chef nachts oder am Wochenende rausgeklingelt wird, weil ein Gerät kaputt ist oder der zu Unzeiten irgendwelche Zellkulturen umtopfen muß...;)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheSiren [/i]
[B]Mal abgesehen davon kann man sicher theoretisch gelernte Dinge mit ein bisschen Anstrengung des Oberstübchens in die Tat umsetzen. [/B][/QUOTE]Bei meine Schmiedelehrgängen sehe ich jeden mal das Theorie und Praxis oft nicht so recht zusammenfinden wenn die praktische Erfahrung schlicht fehlt.
Viele geniale "Tüftler" kommen am Ende dann doch zu mir wenn sie eine richtige Schweißnahnt haben wollen, statt irgendwelchem Geklebe. Ich empfehle übrigens unbedingt Aubildung vor Studium...ich fühlte mich am Ende der Lehre mit 24 schon wie ein Greis unter den anderen gerade mal 18-19 jährigen Junggesellen. Gut, später mit 31 noch immer an der Uni war es dann nicht anders, speziell wenn man bedenkt das viele ihren Bachelor heute parallel zur Aubildung mit 23 machen und dann durchstarten. Von verkürzter Lehrzeit halte ich übrigens nicht viel, ich habs gemacht und dabei viel an Lehrgängen verpasst die ich dann später teuer nachholen musste.

Also wenn schon Lehre und Studium dann gleichzeitig als Werksstudium mit entsprechenden Bezügen, anderenfalls schießt man sich nur selbst ins Knie und muss "Künstler" werden weil man den Personalern von heute mit 30 als Berufsanfänger zu alt ist.
Ronin76[QUOTE]Du kannst innerhalb ein von 1-2 Tagen auch theoretisch das Autofahren lernen. Trotzdem dauert es viel länger, bis man anständig Autofahren kann.[/QUOTE]
Viele lernen es nie. Mein Fahrlehrer meinte damals, daß es 7 Jahre dauert, bis man Autofahren sicher beherrscht. Halte ich für etwas übertrieben, aber es dauert schon mindestens ein paar Jahre, außer man fährt gleich im ersten Jahr mehr als 50.000 km, und das nicht nur auf Autobahnen.

[QUOTE] Ich empfehle übrigens unbedingt Aubildung vor Studium...ich fühlte mich am Ende der Lehre mit 24 schon wie ein Greis unter den anderen gerade mal 18-19 jährigen Junggesellen.[/QUOTE]
Leg noch 2 Jahre drauf, da hatte ich meine zweite Ausbildung erst angefangen. Die Folge war ein Dachschaden und ich fühlte mich nicht mehr wie ein Greis sondern wie ein Gruftie. ;) Die über 40-Jährige im Kurs wurde immer nur Mutti genannt.
Waldemar[QUOTE]Viele lernen es nie. Mein Fahrlehrer meinte damals, daß es 7 Jahre dauert, bis man Autofahren sicher beherrscht. Halte ich für etwas übertrieben, aber es dauert schon mindestens ein paar Jahre, außer man fährt gleich im ersten Jahr mehr als 50.000 km, und das nicht nur auf Autobahnen.[/QUOTE]

Das ist es halt.. es kommt darauf an wo und wie man fährt. Ich habe meinen Führerschein 1989 gemacht. Oh man.. Und dachte als Jungspund auch immer, dass ich gut fahren kann. Aber wenn man immer routinemäßig den Stadtverkehr gewöhnt ist, kann man nur sagen. Man lernt nie aus.. wenn man woanders unterwegs ist.

[QUOTE]Leg noch 2 Jahre drauf, da hatte ich meine zweite Ausbildung erst angefangen. Die Folge war ein Dachschaden und ich fühlte mich nicht mehr wie ein Greis sondern wie ein Gruftie. Die über 40-Jährige im Kurs wurde immer nur Mutti genannt.[/QUOTE]

Ich habe nochmal meinen Industriekaufmann mit 32 umgeschult. Altersschnitt von 25-50. Danach dann nochmal angefangen zu studieren. Ich habe viel intensiver gelernt, als ich jünger war... und es nie bereut es "älter" anzugehen.
KampfsauHeutzutage ist es doch nichts Ungewöhnliches, wenn man im höheren Alter nochmal etwas Neues lernt.

In unserer Berufsschulklasse haben wir auch über 30 Jährige. Das kann ja tausende Gründe haben, Kindererziehung, Arbeitslosigkeit weil der alte Beruf nicht mehr gefragt ist, eine Neuorientierung weil man in seinem früher erlernten Beruf nicht mehr glücklich ist oder weil man es früher nicht als wichtig erachtet hat, eine Ausbildung abzuschließen , eine Krankheit wegen der man den alten Beruf nicht mehr ausüben kann usw usf.
hagzissa13Ich habe erst mit 23 mein Studium begonnen, nach dem Studium noch ein paar berufliche Abstecher gemacht und bereue nichts!
KampfsauIch finde 23 ist sogar ziemlich früh dafür, dass man nach dem Abitur sogar noch eine Berufsausbildung abgeschlossen hat.

Kenn genug die erst mit 21 das Abitur abgeschlossen haben und dann noch zum Wehr- oder Zivildienst mussten, also erst mit 22 angefangen haben.

Wichtig ist ja nicht wie alt man ist, sondern wie man sein Leben gestaltet hat, auch wenn ichs nichtmal schlimm finde, wenn ein Schulabgänger einfach mal ein paar Jahre mit Neben- und Anlernjobs "rumgammelt"

Problematisch wird es erst dann, wenn man permanent Studiengänge oder Berufsausbildungen abgebrochen hat, weil sie einem phasenweise zu anstrengend oder frustrierend geworden sind.

Einerseits für andere Bewerber, die diesen Ausbildungs- oder Studienplatz ernsthaft gewollt hätten und natürlich auch für die Hochschulen und Betriebe, die Zeit und Geld investiert haben, ohne dass es sich auszahlt. Und das wiederum macht es dann für die Abbrecher selber schwerer, erneute Chancen zu bekommen.
hagzissa13prinzipiell gebe ich Dir recht, obwohl ich im eigenen Bekanntenkreis sehe, wie schwer sich die Leute tun, wenn sie schon länger aus dem geregelten Leben draußen sind, sich dann noch mal hochzurappeln, um eine Ausbildung oder ein Studium zu machen....
KampfsauGibt bestimmt solche.

Bei uns gehören die Älteren aber eher zu den besseren Schülern.

Die sind einfach motivierter, die wollen aus sich und ihrem Leben etwas machen , wahrscheinlich weil sie Arbeitslosigkeit und Lohnsklaventum schon kennen und sich daraus befreien wollen.
hagzissa13das hat, meiner Erfahrung nach, nichts mit jünger oder älter zu tun (obwohl ich ehrlich bin, wenn ich sage, daß ich mein Studium nicht nochmal durchstehen wollen würde....), sondern einfach mit dem Umstand, was die älteren vorher gemacht haben. Wenn sie aus einem geregelten Leben kommen, ist es nur insofern ein Problem, daß viele bei einer Umschulung in der Regel ihren Lebensstandard zurückschrauben müssen, da man in der Ausbildung eben nicht so viel bekommt und wer z.B. Familie hat, die er durchbringen muß, der knappst da schon ordentlich. Wenn die Leute aber über längere/lange Zeit aus einem geregelten Leben raus sind, tun sich viele schwer, wieder rein zu kommen. Das fängt schon mit dem regelmäßigen frühen Aufstehen an bis hin zur aufzubringenden Disziplin, acht Stunden zu arbeiten und noch für die Prüfungen zu lernen. Da tun sich, wie gesagt meiner Meinung nach, diejenigen, die schon länger aus einem geregelten Leben draußen sind (und das sind ja dann keine ganz jungen mehr) deutlich schwerer.

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