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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Warnung vor der Deutschen Telekom
Demon17Ich bin schon lange nicht mehr so verarscht worden. Nach einem höchst selektiven Auswahlverfahren ist es mir nach dem dritten Anlauf gelungen über ein Zeitarbeitsunternehmen bei der deutschen Telekom als Sachbearbeiter im Callcenter eine Stelle zu finden. Erst sollte es am 13. Februar losgehen, dann kam die Nachricht, es könne erst am 1.3.2012 beginnen. Nun gut, mein Arbeitslosengeld reicht für die laufenden kosten. 200 Euro verloren, das geht ja noch. Heute lese ich in der Wirtschaftswoche von der katastrophalen Bilanz der Telekom, durch exorbitante Verluste der Auslandstöchter. Wie der interessierte Leser vielleicht weiß, ist der Verkauf der amerikanischen Tochter, durch das US-Kartellamt verhindert worden. Vorsichtshalber rufe ich bei der Zeitarbeitsfirma an, mit der ich einen Vertrag habe und erfahre, das die Telekom, den Auftrag gecancelt hat und die Stellen nun in Teilzeit direkt vergibt. Da mein Arbeitslosengeld über dem Einkommen einer 20 Stunden Stelle liegt, nützt mir das herzlich wenig. Ich frage mich langsam ob da eine Klage auf Schadensersatz sinnvoll ist. Denn schließlich habe ich ca. 4 Wochen Bewerbungsphase verloren und zweitens hätte ich bei meiner alten Firma wieder anfangen können.
OdessaDas tut mir leid, demon. Was ein Mist.

Aber wenn ich es richtig verstand, hat die Telekom "Deiner" Zeitarbeitsfirma den Auftrag (für auch Deinen Job) gecancelt, also wäre da nicht die Zeitarbeitsfirma in der Pflicht, die Telekom deswegen zu belangen, falls das überhaupt möglich ist? Du bist weiterhin doch aber - hoffentlich? - mit Vertrag bei der Zeitarbeitsfirma beschäftigt, also müßte die Dir nicht einen anderen Job/Auftrag besorgen und Dich derweil bezahlen?

Da weiß Herr Nix sicher besser Bescheid, hoffentlich liest er hier rein.
Demon17Leider hat die Zeitarbeitsfirma einen Rahmenvertrag mit der Telekom, der siesem Unternehmen die kurzfristige Kündigung von Aufträgen ermöglicht. Ich nehme zurzeit Kontakt mit meiner Gewerkschaft auf, ob es Sinn macht die Stittenwiedrigkeit solcher Verträge vor dem Arbeitsgericht zu prüfen. Denn es ist ja weder im Interesse der Allgemeinheit noch der Arbeitslosen, wenn mit diesen auf solche Weise Schindluder getrieben wird. [b]Pacta sunt servanda.[/b]
KildareArbeitsrecht ist leider nicht gerade meine Sonnenscheinseite, ich denke, da fährt Demon mit der Gewerkschaft besser.
Spontan und sehr, sehr grob übern Daumen sehe ich das Problem darin, dass die Telekom ja anscheinend ein vertragliches Rücktrittsrecht hatte. Da sieht pacta sunt servanda düster aus, denn an den hat sie sich ja gehalten. Nach allen seinen Buchstaben. Inklusive Rücktrittsrecht.
Ansatzpunkt für mich wäre der Vertrag zwischen Demon und der Zeitarbeitsfirma und wie lange die denn etwas absagen dürfen. Denn der Vertag für ihn besteht ja, wenn ich das Prinzip Zeitarbeit richtig begriffen habe, gerade nicht mit der Telekom selbst.
Man könnte vielleicht noch was aus Vertrauensschutz konstruieren, erscheint mir aber ehr brüchig, denn wenn die Telekom eine Rücktrittsklausel in ihrem Vertrag hatte, wird sie sich darauf berufen, dass es bezüglich der Unwiderruflichkeit kein Vertrauen geben konnte.

Aber wie gesagt - ich bin bei weitem kein Experte und übernehme keinleri Gewähr für die Richtigkeit meiner Aussagen.
Ich sehe nur keinen Anspruch aus Vertrag, keinen aus Vertrauen - und aus Gesetz? Sittenwidrige Schädigung - würde ich hier ehr Demons Vertragspartner vorwerfen, der Arbeitnehmer anwirbt, diesen Stellen "vermittelt" und dann anscheinend nichts tut, wenn es diese Stellen doch nicht gibt.
EvillightSorry, aber was hat die Telekom damit zu tun, dass Dich Deine Firma hier auflaufen ließ???
Willst Du behaupten, dass die DTAG hier vertragswidrig gehandelt hatte und nunmehr lieber festangestelltes Personal feuern sollte, um der Geschäftssituation Rechnung zu tragen, damit der geplante befristete externe Einsatz zustande kommt?

Ich kenne die Telekom und auch die ZAK-Firmen und würde aus eigener Erfahrung eher vermuten, dass Dich deine eigene Firma hier geblockt bzw "verarscht" hat! Die Telekom ist jedenfalls nicht Dein Arbeitgeber, also verklag doch bitte diesen, statt den Kunden, der wohl Unterstützung brauchte und diese intern nicht genehmigt bekommen hat, hier fertig zu machen!!! :confused:
Demon17Es geht um die Sittenwiedrigkeit von Rahmenverträgen, welche ohne Kennis der Vertragspartei Arbeitnehmer, die Gültigkeit von Arbeisverträgen auf die bloße Absichtserklärung reduieren. Selbst nach der Meinung des Zeitarbeitsunternehmens ist das Verhalten der Telekom einmalig und absolut unüblich. (Ich drücke mich hier sehr zurückhaltend aus.)Natürlich träfe eine Klage in erster Linie meinen Vertragspartner, allerdings dürfte eine erfolgreiche Köage auch positive Konsequenzen hinsichtlich der Interessen der Zeitarbeitsbranche im Ganzen haben, indem es für mehr Rechtssicherheit sorgt. Das die Telekom moralisch und imagemäßig Scheden nehmen würde nähme ich in Kauf, denn sie hat es nicht anders verdient. Wer sich an der Täuschung von Arbeitslosen bereichert und katastrophale Fehlentscheidungen von Managern wie Ron Sommer, die Abfindungen von 10 Millonen erhalten haben, durch die Täuschung von Arbeitslosen zu mindern sucht, hat es nicht anders verdient. Ich werde öfters seitens meiner Gewerkschaft um Interviews gebeten. Vom Wall Street Journal über WDR5 bis RTL oder Tagesspiegel. Ich schwöre, alle Beteiligten werden es bereuen, wenn meine Gewerkschaft hinter mir steht.
Demon17Die Telekom ist ein Riesenkonzern. Das zentrale Controlling, das die Verträge gecancelt hat sitzt wahrscheinlich in Bonn. Zum Hintergrund, die Telekom hat in den USA und Griechenland enorme Verluste gemacht und versucht nun dies in Deutschland wieder einzusparen. Natürlich müsste ich mich juristisch an den Vertragspartner halten um klären zu lassen, ob ein Arbeitsvertrag vor dem Hintergrund eines solchen Rahmenvertrages mit dem Kunden nicht den Tatbestand der arglistigen Täuschung erfüllt, zum Beispiel. Denn im Grunde wird man ja vorgehalten, ohne die geringste Sicheheit zu haben, dass der Vertrag auch erfüllt wird. Ich warne nur deshalb vor der Telekom, weil sie mit ihren Geschäftsgebaren ganz klar gegen die guten Sitten auf dem Arbeitsmarkt verstößt. Bisher konnte man sich auf Arbeitsverträge im kaufmännischen Bereich vier Wochen lang verlassen. Ich finde es sollte bekannt werden, wenn dem nicht so ist. Im Übrigen konnte ich mich bisher bei Zeitarbeitsfirmen selbst auf mündliche Zusagen verlassen und habe bei Verstößen gegen geltendes Recht bisher ca. 3500 Euro netto kassiert. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt.
Demon17Ja ich denke ich werde das mal vpm DGB Rechtsschutz checken lassen. Die Kollegen haben Erfahrung in solchen Dingen. Mich ärgert einfach die Tatsache, dass ich seit Anfang Februar schon wieder hätte arbeiten können, wenn ich mich meinerseits an den Arbeitsvertrag nicht gehalten hätte. Erst ein Aufwendiges Auswahlverfahren, dann ein Aufschub und dann gar nichts. Das ist eine ganz linke Tour, die einfach meinem kaufmännischen Rechtsempfinden widerspricht.
SenecaHallo Demon17, mir ist das gleiche mit der "deutschen-Industrie-Service AG" und KMW passiert. "Versprochen" wurden mir mindestens 6 Monate, nach 6 Wochen war aber schon Schluss was mich nicht wunderte denn die Abteilung lief sehr schlecht, regelmäßig Produktionsausfall wegen mangelhafter Zulieferteile. Dafür hatte ich eine Teilzeitstele aufgegeben die aber zumindest sicher war.

Machen kan man da wenig wegen dem Kündigungsrecht in der Probezeit und nachweislicher betriebsbedingter Gründe. Und fakt ist auch, als Zeitarbeiter hast Du selbst nach 2 Jahren keine sichere Stelle, das liegt in der Natur der Sache.
Demon17Also bisher hatte ich bei Zeitarbeit einen Schnitt von 17 Monaten Beschäftigungsdauer ... :(
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Also bisher hatte ich bei Zeitarbeit einen Schnitt von 17 Monaten Beschäftigungsdauer ... :( [/B][/QUOTE]Bei mit sinds nie mehr als 9 am Stück gewesen, aber 18 Monate insgesamt bei drei verschiedenen Leiharbeitnehmern, immer mit Kündigung und 4-6 Wochen Stempeln gehen dazwischen. Nur einma in der ganzen zeit war ich auc der Probezeit raus udn dike DIS musste mich 4 Woche weiterbezahlen, da es ja aber immer eine neuen Verag gab gab#s auch jedesmalö neue Probezeit...wie praktisch.

nach der 3ten Kündigung hatte ich die faxen dicke und wurde "freischaffender Künstler". verdiene zwar weitaus schlechter aber ich kann mich zumindest selbst um Aufträge bemühen udn bin nicht der Willkür oder Imkompetenz ständig wechselnder Personalvermitttler ausgeliefer...die früher mal Bankkaufmann waren und von dem was sie da vermitteln selten eine Ahnung haben. (daher ja auch die vielen Falschvermittlungen)

Ich musste allerdings feststellen das fast Alle Firmen nun die Freelancer welche ja oft über die Selbständigenförderung der BA entstanden sind und über Werkverträge arbeiten noch schlimmer ausbeuten als die Zeitarbeiter, schlicht weil man das Risiko in jeder HInsicht komplett selbst trägt und netto somit noch weniger verdient als über Zeitarbeit.
Evillight[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Die Telekom ist ein Riesenkonzern. Das zentrale Controlling, das die Verträge gecancelt hat sitzt wahrscheinlich in Bonn... [/B][/QUOTE]
Genau und wahrscheinlich haben auch die Illuminaten ihre Hand im Spiel. :rolleyes:

Ich bin bei der Telekom und zufälligerweise auch u.a. mit dem Abschluss von Zeitarbeitsverträgen betraut, so dass ich mal behaupte, dass ich hier mit am Besten in der Materie stehe. Wenn wir einen Vertrag schließen, dann gibt es die Freigabe Controlling, HR und BR und ERST DANN kommen verbindliche Zusagen an die Zeitfirmen.
Hat Dir jemals ein Telekom-mitarbeiter gesagt, dass Du am 01.03.2012 anfangen kannst? Falls nein, dann gib nem Mod den Namen Deiner Firma, damit der Warn-Betreff korrigiert werden kann!
Demon17Allein für die Firma für die ich arbeite wurden 10 bereits seit Monaten bestehende Stellen gestrichen und die Leute, die urspünglich dür den 13.02.2010 vorgesehen waren, wurden erst auf den 01.03. vertröstet, mit den entsprechenden, neuen Verträgen und gestern erfuhr ich, das der Auftrag ganz storniert wurde und die Stellen als Halbtagsstellen zur Direkteinstellung neu ausgeschrieben werden. Die Vorstellungegespräche liefen Mitte Januar. Die Verträge sind natürlich über die Zeitarbeitsfirmen gelaufen. Diese teilte mir mit, das es entgegen den Gepflogenheiten der Branche ein Rahmenvertrag mit der Telekom bestünde, der es ihr erlaubte bereits gemachte Zusagen kurzfristig zurückzuziehen. Da die Telekom mit mehreren Zeitarbeitsunternehmen zusammenarbeitete, ich wurde von gleich dreien auf dieselbe Stelle vorgeschlagen, sehe ich das Problem eher bei diesem Verein. Hintegrund, sind die starken Verluste der Auslandstöchter, die offenbar auch in Deutschland kurfristig zu Einsparungen beim Service zwingen. [URL=http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13884688/Deutsche-Telekom-in-der-Auslandskrise.html]Deutsche Telekom[/URL] Generell finde ich es ja in Ordnung, die Stellen direkt auszuschreiben um die Kohle für Verleiher zu sparen, aber so ist das rücksichtslos und richtet bei anderen sinnlos Schaden an. Es geht einfach darum, keine Zeit zu verlieren. Montag habe ich ein Assessment. Drückt mir die Daumen, vielleicht klappt ja noch was anderes. ;)

@Seneca,

den gewerblichen Bereich kannst du Zeitarbeitsmäßig sowieso weitgehend vergessen. Ich denke auch darüber nach im Ausland LKW zu fahren ...
Waldemar[QUOTE]Ich denke auch darüber nach im Ausland LKW zu fahren ...[/QUOTE]

Hast du dir das gut überlegt. Ich stelle mir das als anspruchsvolle und schwere Arbeit vor.. oder willst Du ganz ins Ausland auswandern?
Demon17Ja nu, ich habe ja bereits als Fernfahrer gearbeitet. Ein Jahr Kanada um das mal anzutesten wär ja nicht schlecht. Ich habs langsam satt von der Hand in den Mund zu leben. Allerdings geht es auch in Norwegen, doch da kann ich die Sprache nicht.
WaldemarVon Norwegen hört man eigentlich im Schnitt nur gutes.. Also von denen, die dorthin ausgewandert sind. Aber ich würde das auch nur machen, wenn ich die Sprache beherrsche.
Demon17Darum geht es gar nicht, es geht einfach darum die Branche zu wechseln und in Deutschland habe ich noch 18 Monate Punkte. Hire and Fire bin ich ja gewohnt, aber da ist klar das es erstmal losgeht. Wenn ich nicht gefeuert werden will, dann läuft das schon ...

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