| RackCity | Hey, mein Schlafzimmer wird nächste Woche komplett renoviert. Da freue ich mich schon. Ich bekomme auch ein neues Bett, allerdings bin ich da jetzt auf ein Problem gestoßen: Ich brauche auch eine neue Matratze. Auf dieser Seite hier stand etwas dazu: ****** Aber jetzt muss ich mir ja eune Matratze aussuchen. Könnt ihr mir da helfen? Wie finde ich denn eine geeignete Matratze? Heutzutage gibt es so viele verschiedene... |
| RackCity | Ich finde Federkern noch immer am besten ! |
| Odessa | Leidiges (aber für mich hochinteressantes!) Thema weil: die Frage ist noch nicht mal von Orthopäden und Schlafmedizinern einwandfrei zu beantworten. Jeder Mensch, sein Körperbau, seine Schlafgewohnheiten und vor allem seine evtl. muskulären/neurologischen Befindlichkeiten sind anders, entsprechend muß es auch die Matratze samt Rost sein :-) Vom Federkern beispielsweise wurde und wird immer häufiger abgeraten die letzte Zeit, mir von meinem Orthopäden auch; weil ich massive HWS-Bandscheibenschäden habe mit schon Nervenschädigungen an Arm, Fingern und Schulter, was heißt: über Nacht sterben mir vor allem in meiner Schlafposition (Seiten- und Bauchschläfer) fast immer die Nerven von der HWS zum linken Arm ab, ich wache mit brennenden oder tauben Fingerspitzen auf. Federkernmatratzen begünstigen wohl, nach überwiegender derzeitiger "Lehrmeinung" von Orthopäden und Co., dieses Problem, weil sie nicht so gut wie eine (gute! Hände weg von 69-Euro-Billigramsch, der nach vier Nächten schon durchhängt und genausowenig stützt und abfedert wie ein Sofakissen) Kaltschaummatratze punktgenau stützen. Wiederum gibt es Befindlichkeiten, die bei/durch Visco-/Schaummatratzen verschlechtert werden (können) und wo zu Latexmatratzen geraten wird. Ganz wichtig ist natürlich auch Dein Gewicht - die Härteklasse betreffend. Dabei gilt aber auch nicht zwangsläufig, daß bei höherem Gewicht (ab 90 Kg) die "härteste" Matratze die beste ist, sondern es kann auch die darunterliegende Härteklasse sein, wenn Du z. B. unter Ischiasbeschwerden neigst oder Durchblutungsstörungen hast. Viele Lendenwirbelsäule-Problemkinder mögen jedoch fast immer die "harte" Tour, ziehen also auch bei z. B. 75 kg Gewicht die Härteklasse IV vor, die im Schnitt ab 90 kg empfohlen wird. Weiters mußt Du unbedingt drauf achten, daß auch der Lattenrost zur Matratze paßt: die meisten Schaummatratzen brauchen einen Rost mit mindestens 12 Latten. Wenn Du einen mit nur 8 oder 10 hast, ist zu viel Abstand dazwischen und der Schaumstoff "hängt" durch, kann also nicht mehr punktgenau stützen und formt sich auch nicht mehr zurück. Visco-Schaummatratzen brauchen meines Wissens nach mindestens 19-20 Grad Raumtemperatur, um ihre volle Stützwirkung entfalten zu können, und auch hier spielt der Lattenrost eine wichtige Rolle. Auch, ob Du viel schwitzt nachts oder nicht - Schaumstoffmatratzen wiederum sind für starke Schwitzer nicht so gut, jedoch kann auch vor allem der einfache Bonnell-Federkern alter Matratzenmachart da dann schon mal gerne rosten, und Feuchtigkeit die nicht genügend abtransportiert wird (ebenfalls bei Federkern häufig, aber auch bei einigen Schaummodellen) führt zu Stock- und Schimmelbildung in der Matratze. Mein persönlicher Favorit bei meinem Krankheitsbild (besagte massive chronische Schäden an der Halswirbelsäule, Schulter und den Armen sowie Neigung zu Migräne in Folge) ist eine Matratze, die ich mir leider noch nicht leisten kann - Metzeler und seine Kaltschaummatratzen (ich muß den Namen erwähnen denn er steht für ein weltweites "Matratzensystem", das auch in sehr guten Privatkliniken und Orthopädie-Reha-Einrichtungen verwendet wird). Die haben ein System entwickelt auf Röhrenbasis, es nennt sich auch "tubes", guckst Du hier: [url]http://www.matratzencheck.de/matratzen/metzeler-matratzen-im-test-wie-gut-schlaeft-es-sich-wirklich-darauf/[/url] Grundlage der Matratzen sind röhrenförmige.. ja, spezielle Plastikteile, die miteinander verbunden sind und die unglaublich punktgenau und elastisch, aber auch endlos stabil und belastbar sind. Zugleich ist für die perfekte Belüftung und Feuchtigkeitsabtransport gesorgt dabei. Für jede Matratze gibt es einen Rost, der das System abrundet, der perfekte ist (für mich) [url="http://www.bettenshop-deluxe.net/Metzeler-Prestige-Tubes-126-Sparset-Modull-Deluxe-KF-Tellerrahmen"] der hier, mit 72 beweglichen Plastikmodulen[/url] - das, was bei den herkömmlichen Lattenrosten die Latten sind und wobei 44 das bisherige Maximum war. Diese unkaputtbare und wirbelsäulenperfekte Qualität hat ihren Preis: ab 800 Eur aufwärts allein für den Rahmen, die Matratzen gehen in die Tausende. Aber ich habe einige Stunden auf diesen Dingern mal probegelegen: Du liegst und SPÜRST nichts, gar nichts - es ist wie schwereloses Treiben im Meer oder wie Schweben, und das wäre der perfekte Schlafzustand für den Körper ;-) Es gibt aber auch im Bereich von 250 bis 300 Euro sehr gute (Kalt)Schaummatratzen, mit einem dem "Tubes"-System nachempfundenen Innenkern. 7-Zonen würde ich immer anraten, und beim Lattenrost wie gesagt mindestens 12, besser noch 24, 28 oder 42 "Latten" (Schichtholz unbedingt, und in quietschfreien Kautschuk-Lamellen gelagert!). Verstellbar sollte der Lattenrost auch sein, vor allem im Kopfbereich, und einstellbar hierbei dann auch die Härte. Ein Zwitter an Matratze wäre auch noch denkbar, wenn Du Federkern bevorzugst/damit gut zurechtkommst: eine Matratze, die Kaltschaum mit Federkern, am besten Tonnentaschenfederkern, kombiniert. Rum wie num - auf jeden Fall probeliegen. Am besten mehrmals, in einem Fachgeschäft, und dabei alle Schlaflagen die Du hast ausprobieren. Auch mal drauf rumwippen und beim Aufstehen drauf achten, ob die Sitzkante gut verstärkt ist (nichts ist übler als beim Aufstehen "einsinken" am Rand). Da wäre noch passend der Tipp mit der Matratzenhöhe - ich mags gerne ganz hoch, am besten 18 bis 22 cm, muß dann aber auch natürlich in den jeweiligen Bett-Rahmen (Einlaßtiefe bei manchen Betten beachten!) passen. Und wenn Du Dich ob der langen Antwort wunderst - ich habe beruflich ungefähr 15 ausführliche aber völlig firmenneutrale (es ging nur um Matratzentypen und den Vergleich unter ihnen) Info-Texte letztes Jahr geschrieben über "die richtige Matratze", diverse davon stehen auf einschlägigen Seiten im internet. Ein bisserl was weiß ich also tatsächlich über das Thema. Einiges durch meine frühere Arbeit in einer Klinik, zu der auch ein Schlaflabor gehörte und worin Schlaflose und Schlechtschläfer auch über die Wahl des für sie besten Matratzensystems beraten wurden (abhängig von Statur, Schlaflage, Schwitzverhalten in der Nacht und bestehenden Gesundheitsproblemen), Einiges aber auch aus langen leidvollen Jahren an Eigenerfahrung auf der Suche nach der für mich richtigen Matratze. Ich bin momentan mit einer Kaltschaummatratze sehr glücklich (Neckermann, für etwa 250 Euro), auf die ich zusätzlich eine 6 cm hohe "Medicott"-Ortho-Auflage gab: diese ist eine Art "Zusatzmatratze" und wird in Kliniken verwendet für Patienten mit Bandscheibenleiden, Nervenschäden an den Extremitäten und Dekubitus-Patienten, also Menschen die über Wochen und Monate stationär liegen müssen und die entsprechende Hautschäden ("Wundliegen") davontrugen. Allergikergeignet, waschbar/kochbar der Bezug. Als Rost habe ich einen überall verstellbaren Lattenrost aus Buchen-Schichtholz mit ich glaube 28 Latten und spezieller Nacken-Schulter-Komfortzone, und schlafe darauf zum ersten Mal seit Jahrzehnten tatsächlich mal länger als nur drei Stunden pro Nacht, wache also nicht mehr schmerzgeplagt von kribbelnden Armen oder stechendem Genick oder ziehendem Ischias auf ;). Du mußt aber, ganz klar, wirklich nur von Dir und Deinen Befindlichkeiten und körperlichen Bedürfnissen ausgehen, und das kann wirklich Monate dauern bis Du da die perfekte Matratze gefunden hast. Glücklicher, so es eine Metzeler Tubes sein sollte und Du die Tausender hast dafür, aber auch billiger ist auf jeden Fall eine gute, Deinen Rücken optimal stützende Matratze zu finden. Ich wünsch Dir viel Erfolg bei der Suche! (Ich bitte schon vorab, Tippfehler zu entschuldigen, ich schrieb etwas in Eile und habe nicht mehr "korrekturgelesen" vorm Abschicken) - und jetzt aber doch noch ein Nachtrag aus Wiki: "Matratzen aus Kaltschaum haben die Fähigkeit/Eigenschaft an den belasteten Stellen im Laufe der Zeit nachzuweichen, also an diesen Stellen die Stauchhärte abzubauen. Kaltschaum wird deshalb häufig für die Herstellung von 7-Zonen Matratzen eingesetzt, da ein Einsinken des Körpers an den stärker belasteten Stellen der Matratze (Schulter und Gesäß) zu einer orthopädisch gesünderen Körperhaltung beim Schlafen führt. Anders als bei normalen (heißgeschäumten) Komfort- und Standardschäumen neigen Kaltschäume trotzdem nicht zu einer Kuhlen/Mulden-Bildung." Unter dem Suchbegriff "Matratzen" findest Du da auch Vergleiche zwischen den diversen Matratzen. |
| hera | Also ich fürchte, da hilft nur Probe liegen. Ich bin froh, dass ich letztes Jahr viel Zeit investiert habe bei der Suche nach einer neuen Matratze. Denn einige Wehwechen haben sich in Luft aufgelöst und das schiebe ich auf die neue Matratze. Gekauft habe ich übrigens die übrigens im Dänischen Bettenlager. War damals auch mein erster Anlaufpunkt, aber ich wollte mich breitgestreut informieren. Am Ende bin ich dann wieder dort gelandet. |
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