| Unheilige | Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, ein winzig Blatt, man sieht es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine blatt allein, war Teil von unserem Leben, drum wird dies eine blatt allein, uns immer wieder fehlen. Du kamst und gingst mit leiser Spur, ein flüchtig Gast im Erdenland. Woher?Wohin? Wir wissen nur, aus Gottes hand in Gottes Hand. Heute jährt sich der Geburts-und Todestag meines Sohnes zum 14.mal.Auch wenn ich gelernt habe, es zu akzeptieren und damit leben kann, so ist dieser Tag doch immer wieder, der schwerste im Jahr:-( |
| Odessa | Es gibt nichts Schlimmeres als den Verlust des eigenen Kindes. Drei mal ging ich selbst durch diese Hölle (Totgeburten) und kann nachempfinden, wie es Dir geht. Dafür gibt es keinen Trost. Aber ich wünsche Dir von Herzen, daß Du diesen heutigen Tag so überstehst wie die Jahre davor - in liebevollem Gedenken und dem Wissen, daß niemand für immer gegangen ist, der immer noch in unseren Herzen und Gedanken wohnt. |
| Black Moni | Ich kann sehr gut verstehen/empfinden wie es dir (euch) geht! Meine Tochter wechselte vor 15 Jahren die Welten, knapp fünf Jahre waren uns miteinander vergönnt. Und auch bei mir sind nach wie vor die "Gedenktage" die schlimmsten im Jahr. Der Tag an dem sie die Welten wechselte ist der Schwerste. Auch ich habe gelernt damit umzugehen, aber die Trauer bleibt. Und sie wird nie vergehen. Ich wünsche dir alle Kraft der Welt für diesen Tag! Ganz lieben Gruß und *ganz vorsichtig meine hand auf deine schulter legt* Du bist nicht allein in deinem Schmerz! |
| Odessa | Moni, das wußte ich gar nicht.... Das tut mir sehr leid. Tapfer, wie Du das durchgestanden hast. |
| Black Moni | Ilo, dass hat mit tapfer nichts zu tun, eher mit Kampf... bis heute. Und es bleiben Wunden, Narben... die nie verheilen. |
| Schattenmelodie | Ich musste als kleines Kind einen totgeborenen Bruder betrachten.. und das Leid der Eltern mittragen. Sicherlich ist es um einiges..schlimmer, wenn man Mutter oder Vater eines toten Kindes ist, doch...es ist einfach schrecklich unfair. |
| Demon17 | Hallo Unheilige, ein wunderschönes Gedicht, das mich sehr berührt. Der Schmerz einer Mutter über den Tod eines Kindes ist wohl mit nichts zu vergleichen auf der Welt. Ich wünsche Dir den Frieden der Nacht, denn es gibt wohl keinen Trost. Liebe Grüße von demon17 ... der jetzt in den Teutoburger Wald aufbricht. |
| Unheilige | Danke für eure lieben Worte. Inzwischen hat sich unser gesetz ja geändert, aber wir durften unserem Sohn offiziell auch keinen Namen geben, er ist ja in der 39.SSW im Bauch gestorben und hat somit "nicht gelebt". Wir haben dennoch einen Namen und auch einen Grabstein für ihn. |
| Black Moni | Es ist für mich schwer in diesem Thread zu antworten, aber irgendwie tut es auch gut... Es gibt kaum Menschen mit denen ich darüber noch reden kann. Es ist doch schon so lange her, denken, sagen, signalisieren die meisten, fast alle. In meiner Familie wird der Tod meiner Kleinen (und auch der meines Vaters zwei Jahre später) so gut wie im wahrsten Wortsinn Totgeschwiegen. Kein Anruf an Gedenktagen, auch an meine Ma nicht. Die einzigen mit denen ich noch darüber reden sind mein Partner und meine Ma. Und manchmal völlig fremde Menschen, weil es sich so ergibt. Es ist schön, dass ihr, Replique und Ilo das so seht, dass es immer noch eure Kinder sind. Es gibt auch andere Frauen, leider. Ich habe immer das Gefühl ich verleugne meine Kleine, wenn ich gefragt werde (Ämter, Anträge etc.) haben sie Kinder. Ich sage immer nein, aber ich kann doch nicht immer vom Tod meines Sonnenscheins erzählen. Das schaffe ich nicht. @Ilo Einen Ort zum trauern für seine Kinder zu haben ist sicherlich wichtig. Allerdings muss ich sagen, dass es für mich sehr schwer ist, das Grab meiner Kleinen aufzusuchen. Ich gehe nur zum Friedhof wenn es sein muss. Ich ertrage es kaum. Ganz lieben Gruß an Euch PS: auch wenn ich nicht wirklich zu Euch gehöre ...hoffe es ist okay, wenn ich schreibe |
| NinaNiterose | Es tut mir so leid, dass ihr das erleben musstet und auch heute noch jeden Tag damit leben müsst! Ich habe selbst einen Sohn. Er ist mein Herz und allein bei dem Gedanken... Ich bewundere jeden, der nach so einem Erlebnis noch die Kraft findet, weiterzumachen und nicht aufgibt! Ich glaube, wer mit so etwas fertig wird, wird mit allem fertig... |
| NinaNiterose | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Moni [/i] [B]auch wenn ich nicht wirklich zu Euch gehöre ...hoffe es ist okay, wenn ich schreibe [/B][/QUOTE] Mach dir da mal keine Sorgen! Wenn du dich zwischen uns wohl fühlst, gehörst du auch dazu - finde ich jedenfalls! :) |
| Scheol | Auch mich berührt es auf eine Weise. Vor einem halben Jahr vertraute mir jemand einen Verlust an. Mir geht das immer sehr nahe und ich wünsche hier allen sehr viel Kraft. @Black Moni Schön mal dich mal wieder zu lesen, traurig, das es um etwas Verletztendes geht. Ab hier fehlen mir die Worte. |
| Black Moni | Heute ist der weltweite Gedenktag für unsere Sternenkinder. Kurze Erklärung: „Der Name des Worldwide Candle Lighting beruht auf dem weltweiten rituellen Anzünden einer Kerze für das verstorbene Kind um 19.00 Uhr. Diese Kerze wird von außen sichtbar an einem Fenster platziert. Durch die stündliche Verschiebung in den unterschiedlichen Zeitzonen ergibt sich bildlich eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert. … that their light may always shine („… lasst ihr Licht auf immer scheinen“) ist der Grundgedanke hinter dieser Idee.“ Quelle: Wikipedia So werde auch ich um 19.00 eine Kerze für meinen Sonnenschein anzünden und ins Fenster stellen. Wünsche allen viel Kraft, auch für das bevorstehende christliche Fest, dass für mich zwar lange schon keine Bedeutung mehr hat, aber mit vielen Erinnerungen verbunden ist. |
| hagzissa13 | Eine Kerze für meinen Bruder...... |
| Black Moni | Heute zünde ich zwei Kerzen an. Eine für meine Sarah, meinen Sonnenschein. Die andere stellvertretend für meine Ma, der ich von diesem Gedenktag nichts sagte, um sie nicht noch mehr zu belasten. Mein Bruder, der dieses Jahr die Welten wechselte... ihr Sohn. Der Begriff Sternenkinder ist ja im Lauf der letzten Jahre/Jahrzehnte erweitert worden (zum "Glück") auf alle Kinder, die vor ihren Eltern gehen mußten, egal wie alt. |