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  Forum: Bekanntschaften Österreich
    Thema: Surreale Gesprächskultur?!
AndykaMir ist unklar, ob ich das, wonach ich suche, wie im Betreff lautend, bezeichnen soll, also erkläre ich nochmal wie folgt:

Es geht mir um schriftliche und/oder mündliche Kommunikation mit Leuten, die ihre Ideen / Gedanken in Monologen oder Diskussionen reflektieren wollen und umgekehrt. Der Gebrauchwert dieser Kommunikationen muss nicht berücksichtigt werden, es ginge mir dabei eher um einen Tanz der Worte, der die Botschaften nur indirekt und subtil beschreibt - der Interpretationsspielraum ist also groß und die Verantwortung, einen Sinn herauszufinden, großteils beim Empfänger.

Man könnte es Rollenspiel nennen, in der man in eine bestimmte Rolle, in eine bestimmte Idee schlüpft, durch einen Tunnel schreitet und die Dinge durch die Struktur dieser Idee sieht, aus einer Perspektive, wohlwissend, dass es noch andere Perspektiven gibt, die aber gerade nicht relevant sind, vielleicht aber sich langsam innerhalb der Rolle entwickeln.

Themenkreise könnten sein:
[list]
[*]Kurzgeschichten Genre: Fantasy, Science-Fiction, Drama, Horror, Splatter ;) ...
[*]Essays zu bestimmten Sachthemen (Konstruktivismus, KI, Kybernetik 2. Ordnung, Kommunikation, Rhetorik, Evolution, Antipsychiatrische Bewegung, Kognition, Systemtheorie, etc...)
[*](fiktive) persönliche Erlebnisse aus realer oder sarkastisch-übertriebener Sicht
[*]Gedichte, Reime, ...
[*]Oder einfach ein nicht näher definierter Mix aus allem
[/list]

Wichtig dabei ist der Anspruch, nicht allzuernst genommen zu werden, persönlich soll man sich durch Kritik oder einzelnen, isolierten Idee-Rollen nicht angegriffen fühlen. Natürlich schreibt dies ein Mensch mit seinem Erfahrungsschatz, wird aber eine Idee isoliert behandelt, kann nicht jeder Aspekt berücksichtigt werden ==> Die Portion Ironie in der gewünschten Kommunikation soll also nicht vergessen werden, in diesem Modus kann aber ausgiebig und aggressiv reflektiert werden.

Ziel ist, jemanden seine Gedanken anzuvertrauen, ohne auf rationale oder logische Schranken hingewiesen zu werden, in diesem Sinn:

"Der perfekt angepaßte Bomberpilot stellt eine größere Bedrohung der Menschheit dar als der Schizophrene in der Anstalt mit dem Wahn, die Bombe sei in ihm" [Ronald Laing]

Wer also Lust hat, seine Ideen zur Entfaltung zu bringen, bzw. für entfaltete Ideen Feedback benötigt, im Sinne der Forschung, und freien gedanklichen Entwicklung, melde sich bitte.

Über die Formen der Kommunikation können wir dann noch diskutieren. E-Mail-Kontakt, Briefkontakt, Tonbänder (oder selbst aufgenommene Audio-CDs), oder 4-odermehr-Augen-Gespräche - bin für einiges offen.

Auch kann man Zeichnungen, etc austauschen.

Zu meiner Person, falls das noch für jemanden relevant ist: Männlich, 20 Jahre, aus NiederÖsterreich.

Würde mich freuen, wenn jemand antwortet, den diese obigen Beschreibungen ansprechen.

Grüße
Sternenwolfklingt interessant,aber ich kann mir unter der beschreibung nix vorstellehn (das machts ja grad interessant) :rolleyes: :D

Man nimmt eine role an zum Beispiel ich bin absolut gegen Fantasy ( welch eine vorstellung ;)) und schreibe jetzt so, als ob das tatsächlich mein meinung wär?
AndykaGenau, in diese Kerbe schlägt das Vorhaben.

So kannst du rausfinden, ob die Fatalität dieser Idee für dich Sinn machen könnte. Im Idealfall kannst du dann auch besser verstehen, warum jemand gegen Fantasy sein kann, auch wenn es nicht deine Überzeugung ist.

Was passiert, kann dazu beitragen, dem anderen wirklich zuhören zu können, ohne auf Abwehrposition zu gehen ,sollte die Meinung von deinem Kastendenken abweichen.

Das wäre ein Aspekt. Andererseits macht sowas enorm viel Spaß.
Sternenwolfund wie fängt sowas an?
Andykazum Beispiel so:

Der Aspekt der neuen Strategien spricht zu Euch:

Genauso wie das Leben selbst eine Ausnahme im Universum darstellt, ist jeder Mensch selbst eine Ausnahme von seiner Umgebung – zumindest, wenn er wirklich lebt. Ohne Verschiedenheit / Ausnahme kein Leben – kein Überleben des Lebens! Diese Ausnahme findet im Ausdruck seiner Verschiedenheit von der Spezies Mensch statt. Seine Meinungen, seine Funktionen, die er für das Überleben der Spezies Mensch erfüllt, sollten genauso vielfältig sein wie das Leben selbst. Jeder Mensch ist eine Ausnahme, mit der geistigen Fähigkeit, anders zu sein – andere Strategien zu entwickeln (geistige Erfindungen – Gedankenexperimente – Weltanschauungen – Philosophien – Technologien) – Nur dann kann man ihn als sozial bezeichnen. Wenn die Gesellschaft andersartige ausstößt, ist sie selbst tot. Schlussendlich übernimmt sie aber doch widerwillig und am Rande ihres Untergangs bewährte Strategien der lebenden Menschen (der "großen" Geister) auf. Nur 'Forschung' ist Sozial - der Rest ist Schmarotzertum!
Sternenwolfdarf ich da jetzt drauf antworten, oder hab ich das so stehen zu lassen? oder soll ich dass was ich denke in einen text schreiben ohne mich direkt auf deinen zu beziehen?
Sory, aber ist steig noch nicht ganz durch. brauch manchmal ein wenig länger :D
AndykaNe, iss kein Problem. Mach, wie dir beliebt.

Hier mein Vorschlag:
Du könntest das alles einige Zeit setzen lassen, um nach ein paar Tagen durch Zufall wieder auf diese Idee, der 'surrealen Gesprächskultur' zu stoßen. Danach liest du alles nochmal und bist plötzlich inspiriert, was dazu zu schreiben - bzw. etwas zu schreiben, was du unbedingt loswerden willst, was dir als "fundamentale Erkenntnis" quasi zuteil geworden ist. Andere können diese Erkenntis zwar als trivial und unbedeutend erachten, aber das ändert an deiner Erfahrung gegenüber dieser Erkenntnis nichts. Wenn jemand die Idee als trivial, sinnlos, oder sonstwie einstuft, sollte derjenige zu diesem Thema nicht unbedingt Stellung beziehen, es sei denn, er ist der Meinung, unbedingt Kritik äußern zu müssen. Vor allem gilt aber, dass der Persönliche Angriff, auch wenn die Forumulierung als persönlicher Angriff aufgefasst werden kann, hier in dieser 'Surrealen Gesprächskultur' als Kritik [i]zur Idee[/i] eingestuft wird, und keinerlei Aussage über die Person macht, deshalb auch keinerlei Relevanz für die Person, die dahinter steht, hat.

Wenn ich dir sage, du bist ein vollkommener Idiot, deine Unverständnis wird nur noch durch deine falschen Schlüsse, von denen du ausgehst, übertroffen, so ist diese Aussage einfach nur so zu deuten, dass eine andere Idee in dir spricht, die fundamental konträr zu der vorherigen, vom Gegenpart vertretenen Idee steht. (Es ist auch möglich Idee und Gegenidee zu formulieren und diesen Dialog zweier oder mehrerer Ideen zu veröffentlichen. So tun dies doch oft auch Schriftsteller)

Die Personen, die diese Ideen 'produzieren' treten in den Hintergrund, sehen zu, was passiert. Man könnte meinen, sich damit vor der eigenen Verantwortlichkeit gegenüber seinen Aussagen zu drücken. Ich meine das aber folgendermaßen:
Die 'surreale Gesprächskultur' will dadurch nur vermitteln, dass der Einblick in eine Person einfach so ohne Weiteres, ohne sehr nahen, persönlichen Kontakt, nicht möglich ist, es insofern also illegitim ist, sich ein Urteil über die PERSON zu erlauben. Außerdem beurteilen wir die Dinge mit Hilfe einer Logik, die nicht ausreicht, um die Erfahrung anderer bewerten zu können.

Durch diese Art der Konversation wird also geübt, seine Gedanken und Ideen wieder reinzuwaschen und zu wagen, sie zu formulieren, ohne dass jedoch ein zugrunde liegendes rationales (und dadurch triviales und berechenbares) Fundament besteht. Sind die Ideen erst einmal geboren, haben sich vielleicht (durch Beeinflussungen wie Gespräche, Lebenserfahrung, Situationen, neuem Wissen) allmählich auch verändert, sind also reifer geworden, kann man immer noch daran gehen, sie in konkrete, zweckdienliche und in Kategorien eingeordnete Denkschemata einzuordnen. Erst dann kann also ein rationales Urteil gefällt werden. Die 'surreale Gesprächskultur' legt aber Wert auf die Geburt von Ideen, die Kreativität an sich - das ist oft die Schwierigkeit, vor der wir stehen.

Ohne diesem Mut, eine Idee zu formulieren, wird der Ansatz einer Innovation, eines Wunders, einer progressiven Veränderung von vornherein im Keim erstickt.

Dann erst wird es uns wieder möglich sein, den Dingen mit leuchtenden Augen entgegenzutreten, Wunder zu sehen.

Bin gespannt, wie du das alles auslegst. Als simple Anweisung kann auch gelten: 'Werde Künstler, Schriftsteller, Poet - Konstrukteur verschiedenster Rollen und beobachte ihr Treiben'
Sternenwolfojemine, da soll ich einen poeten in mir endecken obwohl ich viele wichtige dinge in der holzhammermethode ausdrück...
:p :rolleyes: :D

okey, ich werd auf jeden fall darauf zurückkommen. ich hab keine ahnung ob ich "vollkommener Idiot" (oh wie ich vollkommenheit und idiotie liebe!) das alles richtig interpretiere, aber es klingt sehr sehr sehr interessant und...neu.
Sobald ich ein ruhiges stündchen habe, werd ich wieder kommen.
AndykaDas freut mich. Und: Ich bin zuversichtlich - du kannst eigentlich nichts falsch machen :)

Meine Art, Dinge zu beschreiben, ist etwas umständlich, man müsste mehr von einer Umschreibung sprechen ;) - Holzhammer kann da komplementär wirken...

Gutes Gelingen - kommt Zeit...
SternenwolfEs ist falsch. Ich lebe? Ach so, habe ich noch gar nicht bemerkt. Ich hänge an einer Kette und manchmal, so scheint es, habe ich die Freiheit einige Meter zu laufen, nur um dann mit roher Gewalt zurückgezogen zu werden. Es macht Spaß zu quälen. Die Schlinge immer enger zu ziehen. Wenn sich das wilde Tier windet, dagegen ankämpft, aber unaufhaltsam zieht sich diese Schlinge enger und enger. Bis es... Bis es schwer atmend am boden liegt. Mit gebrochenem willen und stumpfen leblosen Augen. Oder, bis es so erschöpft ist, dass es sich nicht mehr wehrt. Dann wird es angekettet. Ganz kurz, kann sich nur noch im Kreis drehen. Und so dreht es sich. Tag und Nacht, immer rundherum. Rastlos, immer auf der suche nach einem Ausweg. Ja, und dann lässt man ihm wieder eine lange Leine, nur um das Spiel von vorne zu beginnen. Nur um es nochmals mit einem quälenden Ruck zurückzuholen, nur um ihm zu zeigen, dass es nie diese Freiheit haben wir. Und egal ob es kämpft oder erschöpft auf die nächste Ausflucht wartet, egal was es tut, es ist gefangen. Gefangen. Ein Leben, dass nicht ihm entspricht. Und dann kommen Menschen. Manche prügeln es, treten zu. Andere streicheln es, wohlgemeint, aber in Wirklichkeit fügen sie ihm nur noch mehr Schmerzen zu, denn die Wunden die sie berühren können sie nicht heilen, und diese Berührungen verursachen nur noch mehr Leid und Pein. Doch sie können es auch nicht verstehen. Sie sind so anders. Nein, manchmal haben sie das selbe durchgemacht, aber sie haben es anders gelöst Und nun sehen sie das arme Wesen und wollen ihm helfen, aber sie wissen doch gar nicht wie. Und jede liebevolle Liebkosung wird härter, schmerzhafter, unerbittlicher als jeder der Tritte.
Selbst wenn es versuchen würde dem Willen der Herren, der Mächtigen zu gehorchen, selbst dann endet es mit Schmerzen. Doch dieses Mal ist es, als würde es freiwillig ins Messer laufen. Wenn das Messer bereits in der Brust steckt noch weiter, weiter bis es das Herz aufreißt und das Blut herausquillt. Rot und dick, sollte es sein, aber längst hat es nichts mehr in sich. Es ist ausgelaugt, trocken. Das Herze blutete viel zulange als dass es jetzt noch irgendetwas über hätte. Ach wie wäre das Blut ersehnt, das den Boden durchtränkt nur um vielleicht einmal, ein einziges Mal zu zeigen, welches Leben inne wohnt. Das Herz schlägt. Schleppend, leise, aber es schlägt. Hörst du es? Und auch der Stolz lebt noch. Nichts ist verloren gegangen. Nur versteckt worden. Um so schmerzhafter ist dieses Leben. Doch was soll es tun? Aufgeben? Eines jener Wesen werden die willenlos, ohne Schmerzen, ruhiggestellt an einem goldenen, beinahe filigranen Band hängen? Eines, irre wütend und geifernde, an einer dicken Stahlkette? Oder eines jener, vor denen man zuwenig Angst hat um sie zu töten, jedoch zuviel um sie zu versklaven.
Keiner weis es, nur das Wesen, es weis wer es ist, was es will. Es alleine weis, was zu tun ist, wie lange es kämpfen kann, wie lange es gewillt ist alles tu ertragen.

Doch wer hört schon auf eine zottiges, graues Wesen. Zerlumpt, zerschunden. Geschlagen, gedemütigt. Mit hängendem Kopf, langsamen Schritten. Wer ahnt, welcher Geist in diesem Körper steckt, ein Geist, der nicht allzu viel mit dem zu tun hat was sich dem Betrachter zeigt.
AndykaJeder ist seines Glückes Schmied? Du bist der Schmied, der sein Geschick bestimmt. Wie auch immer du dich entscheidest, deine Haltung ist von dir bestimmt - und die Entscheidungen entspringen deiner Verantwortung. Wie willst du dies übersehen? Wie umgehen? Wessen Schuld ist es, dass du nicht schmieden willst? Welchen Irrtum hat jemand begangen, dass deine Wahrheit sich nicht erfüllt?
Wie aber kommst du zu der Annahme, jemand müsste dir dein Glück schmieden, dass du ja doch als Irrtum ent-täuschst? Deine Wünsche zu äußern und danach zu handeln - wie kämst du dazu, der du wartest, bis ein Dschinn sie dir auf dem Tablett serviert.

[i]Das 'Du' aber bin 'Ich' - und so gehört dieser Text in eine Selbstkritik, deren Anklage nur mich betrifft.[/i]
SternenwolfJeder ist seines Glückes Schmied. gut, gebt mir esse, hammer und eisen und ich schmiede. visionen, träume, ideen, alles alles könnte cih amchen, aber ich komme nicht los. ich beginne, es wird zunichte gemacht. ich beginne abermal udn abermals, aber wo bleibt das ergebniss? immer wierd gemäclet. du hast nicht gleichmäßig geschmiedet, die ausführung ist mangelhaft, so wird es sich nicht verkaufen, du soltest das so machen, wie es schon hunderte vor dir gemacht haben... warum den? vielleicht beabsichtige ich es so zu machen. vielelicht ist es mir wichtiger träume zu verwirklcihen als ergebnisse zu verkaufen. warum wird mir egsagt, was falsch und richrtig ist, wa sich tun und lassen soll, wenn ich doch das handwerkszeug gelernt habe und wie die meisten zugeben müssen, nicht gerade schlecht. warum also darf ich nicht schmieden? warum darf ich nicht ideen in die praxis umsätzen, daran scheitern und daraus lernen? warum muss ich auf diesem einen pfad wandeln wenn links und rechts anderes ruft?
Und warum gehe ich nicht? weil cih klizekleines ding noch brauche. etwas, das beinahe nicht auffallen würde, aber doch einen grundstin legt. deshalb bin ich noch nicht geagen. deshalb habe ich mein glück noch nicht vollends selbst tgeschmiedet. deshalb liefere ich mich noch aus.
es ist ein spießrutenlauf, eine anderung am grad. zwischen meinen wünschen und den voraussetztungen sie zu erfüllen. zwischen tatsächlich schmieden und dem handwerkszeug. aber wenn mir die augen verbunden werden, nur damit ich blin einem weg folge und nciht abweiche, frage ich mich, warum? sehen sie den nicht, dass ich so fallen werde? egal in welche richtung. die balance könnte ich halten, wenn man mir gewehren würde es zu versuchen. ichw eis was ich kann udn was nicht. ich weis, das meine schmiedekunst unvollendet und fehlerhaft ist, aber sie darf so sein. niemand hat sie von anfag an perfekt beherrscht, warum wird dies nun von mir verlangt? niemand hat gelernt niederzufallen und wieder aufzustehen , wenn er stehts sicher gegangen ist.

Warum also darf ich es nicht versuchen?
Warum also werde ich gebunden?
Warum?
AndykaDie Apokalypse aber ist die Grundlage allen Seins und Werdens!

Ich bin nicht Ich ohne die anderen. Mein Sinnhorizont entsteht im Tanz mit den anderen, ohne deren Anziehung und Abstoßung kein Tanz möglich ist.

Tanz aber ist nicht Schmieden, wenn das Eisen kalt ist. Tanz ist Bewegung, Kommunikation, Energieaustausch. Wir heizen uns gegenseitig auf und langsam beginnt sich, etwas Neues, Unbekanntes zu formen, wie von selbst. Etwas, von dem wir nicht wissen, was es wird, wohin es führen wird. Ohne uns bewusst zu sein, dass wir die Welt neu erschaffen, die alte Welt sprengen, die Apokalypse zu ihrer Reife zu bringen, tanzen wir. Und nur Hier und Jetzt formt sich das heiße Eisen. Nur im Hier und Jetzt sehe ich das Glück zum Vorschein kommen, subtil, nicht greifbar, gleich einer ungezähmten Katze, deren Willen uns unzugänglich bleibt.

Alles ist Hier und Jetzt!
SternenwolfSchmieden heißt, erhitzen und erkalten lassen. Es heißt etwas zu schaffen, das beständig ist. Aber es heißt auch, etwas einzuschmelzen und etwas Neues daraus zu schaffen. Beides ist nötig beides gehört zum Leben.
Tanzen ist der Wechsel zwischen dir und mir, ihm und dir, ihr und mir. Wir drehen uns. Mal schnell, mal langsam. Hin und her. Wird drehen uns zu einer Musik, die kaum einer zu begreifen fähig ist.
Doch sie schmieden meine Tanzpartner mein Glück? Nein. Oder etwa doch? Sind sie es, die das Eisen in die Esse halten? Sind sie es, die das Eisen schmieden um mir danach zu zeigen, was sie für mich gemacht haben? Nein. Ich hoffe nicht. ich hoffe inbrünstig, dass ich vor dem glühenden Stück Eisen stehe und darauf einhämmere. Ich hoffe aber auch, dass ich, nach getaner Arbeit, aufstehen kann und mich ihnen zuwenden kann. Mit ihnen tanzen. Es gibt Inspiration, es beeinflusst meine Arbeit, aber es IST nicht meine Arbeit. Denn die kann nur aus mir entspringen. Aus meiner Seele aus meinem Geist.

Und noch etwas: Wer möchte nur tanzen, wenn er doch auch fliegen könnte? Dazu braucht es eine Portion Geschick, aber auch Mut. Mut sich nach jahrelanger Übung von einer Klippe zu stürzen. Ungewisse ob alles was man kann ausreicht. Ungewiss ob man in den Himmel steigen wird oder an den Klippen zerschellt. Und wenn man fliegt, welches Hochgefühl muss es sein? Endlich etwas geschafft zu haben, das bis dahin als unwahrscheinlich galt. Menschen die aus eigener Kraft fliegen. Welch ein Hirngespinst träumerischer Idioten. Oder doch nicht? Und was wenn man es nicht schafft? Wenn man die Luft zwischen den Flügeln spürt, spürt wie man hinabrast, dann schon die kleinen Wassertropfen auf der Haut und dann eintaucht und gegen die Klippe geschleudert wird um seinen letzten Lebenshauch auszuatmen. Was dann? Ist fliegen dann noch immer glorreich?
Ich sage ja. Ich behaupte, es ist besser es zu versuchen und dabei unterzugehen, als es nicht zu tun und ewig ein Schatten zu bleiben. Und wer weis, vielleicht liegt uns fliegen im Blut und wir haben es bloß vergessen.

Strebe ich nach Glück? Ich bin mir nicht mehr sicher. Glück. Dieses Wort scheint so zerbrechlich, filigran. Wie für den Augenblick geschaffen. Aber ich will... ich will... was will ich?
Vielleicht Freude. Dieses stille, unscheinbare Gefühl der Glückseeligkeit, dass sich leise in dein Herz nistet. Freude, welch Ironie, dass mein Name genau das bedeutet.
Aber ich kann nicht definitiv sage wonach ich mich sehne. Vielleicht ist auch jenes Verlangen sich von der Klippe zu stürzen und zu sehen, ob man fliegt oder nicht. Vielleicht einfach nur der Drang nach Neuem, oder der Wille zur Freiheit. Wie soll ich das wissen? Wie soll ich den Weg finden, wenn ich nicht weis, wohin er mich führen soll?
Und während ich diese Frage noch schreibe, weis ich meine Antwort: ich wird es versuchen. Ich verlasse mich auf mein Gefühl. Der weg ist das Ziel!
AndykaFliegen und fallen aber ist, mit der Luft zu tanzen. Wir können dem Tanz nicht entkommen; so auch, wenn wir einsam bleiben flüchten wir uns in Dialoge. In Dialoge, die die Sehnsucht nach dem Anderen, dem Nächsten offenbart.

Ohne Tanzpartner fröstelt uns. Starr und leer wird unser Blick. All unser Schmieden und Tun ist letztlich ein Ausdruck unseres Tanzes mit anderen und mit dem Anderen. Jedes Wesen, jedes Objekt, jedes Andere hilft uns tanzen. Relation und fraktale Abhängigkeit ist die Bedingung unseres Lebens!

Tanze, aber mit Bedacht. Schnell wird das Feuer zu heiß und wir ihre Sklaven. Gemeinsame Entwicklung, gemeinsames Spiel - Interdepedenz.
SternenwolfGemeinsam fliegen, gemeinsam fallen, gemeinsam tanzen. Niemals war es so einfach, so gefährlich so schön. Tanze. Tanze, solange du kannst. Tanze wenn es dich glücklich macht, sorge dich nicht. Tanze.
Tanze, aber tanze nicht alleine. Tanze mit jemandene, der deinem Glühen folgen kann, der deinen Flügeln Raum geben kann. Tanze, tanze mit Bedacht, aber nie mit Angst. Vertraue dir, vertraue dem Anderen. Vertraue!

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